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Markus Huth

Ohne Plan durch Kirgisistan

Auf der Suche nach dem wilden Ende der Welt

Job weg, Frau weg - dass man vor seinen Problemen nicht weglaufen kann, hält Markus Huth für Unfug. Als ihm ein Freund vorschlägt, nach Kirgisistan zu reisen, willigt er sofort ein. Denn was liegt näher, als bis ans Ende der Welt zu flüchten? Aber Huth hat keine Ahnung, worauf er sich da einlässt. Er wird von einem Taxifahrer verkauft und findet sich in einer Stadt wieder, in der ausschließlich alte deutsche Autos fahren. Er zittert vor dem Taliban, muss beim kirgisischen Volkssport Tischtennis antreten und dann ist da noch das verdammte Pferd. Trotzdem will er am Ende nicht mehr weg. Ein wildes Abenteuer auf der anderen Seite des Planeten, wo Ost und West, Sowjetismus und Moderne sich treffen.

Das Buch ist mit atmosphärischen Fotos bebildert, die der Autor auf seinen Reisen durch Kirgisistan gemacht hat.

Das Buch spielt in Bischkek, Kirgistan

Leserstimmen

Wellblech, Pferde und ganz viel Landschaft

Von: Inas Bücherkiste Datum: 22. Dezember 2017

In dem Buch "Ohne Plan durch Kirgisistan" des Journalisten Markus Huth vereint sich so einiges: sowohl der größte anzunehmende Unfall für Fans von durchorganisierten Pauschalreisen als auch die Erfüllung aller Träume für abenteuerlustige Backpacker. Huth gehört ganz klar zur zweiten Kategorie, als er in einer Lebenskrise auf das Angebot seines österreichischen Freundes Franz eingeht, einen Monat lang auf eigene Faust zusammen Kirgisistan zu erkunden. Er erhofft sich auch, nach der Reise zu wissen, wie es mit seinem Leben, das in einer Sackgasse angekommen zu sein scheint, weitergehen soll.
Kirgisistan ist von drei weiteren -stan-Staaten (Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan) und China eingekreist, von denen man immer mal wieder Meldungen in den Nachrichten hört. Meistens solche, die etwas mit Waffen oder Aufständen zu tun haben.
Die Reisevorbereitung beschränkt sich auf die Buchung der Flugtickets nach Bischkek und das Packen des Nötigsten. Das war's. Kein Smartphone, kein Tablet. Das Auswärtige Amt warnt nicht nur davor, in Kirgisistan im Dunkeln zu Fuß unterwegs zu sein, sondern weist auch auf die Aktivitäten von terroristischen islamischen Gruppen hin. Aber die beiden kann das nicht beirren, und sie treten ihre Reise an.

Touristische Sehenswürdigkeiten? Reichlich, aber anders

Die Hauptstadt Bischkek wird im Reiseführer als frei von Sehenswürdigkeiten beschrieben, aber der Ala-Too-Platz mit seinen sozialistischen Monumentalbauten und Statuen des Volkshelden Manas sowie des kirgisischen Schriftstellers Tschingis Aitmatow zieht die Menschen an. Die beiden Reisenden sind auf der Suche nach dem wahren Kirgisistan, aber hier finden sie nicht das, was sie erhofft haben.
Mit den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln setzen sie in den folgenden Wochen ihre Reise fort: In einem engen Minivan kommen sie den Mitfahrern sehr nah und erfahren, dass der traditionelle Brautraub immer noch üblich ist. Junge, hübsche Frauen im heiratsfähigen Alter werden entführt, zu einer vorbereiteten Hochzeitsfeier gebracht und sind schneller unter der Haube, als sie ihren Namen sagen können. Huth steigt zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Pferd, das er wegen dessen unaussprechlichen kirgisischen Namens Alf nennt, und wandert mehr, als er es gewohnt ist, um auch die letzten landschaftlichen Highlights kennenzulernen.

Was ist das Beste an Kigisistan?

Für Markus Huth ist die Sache klar: Die raue Landschaft mit ihren klaren Seen und den schneebedeckten Bergen des Tian-Shan-Gebirges hat es ihm angetan. Er ist vom riesigen Bergsee Yssyköl ebenso beeindruckt wie von der Umgebung des Kurorts Altyn-Araschan. Die Städte, die er mit seinem Freund kennenlernt, versprühen eher postkommunistischen Charme: Löchrige Straßen und Zäune und Dächer aus Wellblech machen einen ziemlich desolaten Eindruck. Doch sie machen fast immer gute Erfahrungen mit den Menschen: Sie finden in jedem Ort eine Unterkunft - auch mal in einer plüschigen Porno-Villa - und Einheimische, die ihnen weiterhelfen. Huth und seinem Freund kommt zugute, dass sie beide sehr gut Russisch sprechen; mit Englisch kommt man in Kirgisistan keine zehn Meter weit. Am Schluss ihrer Reise machen Huth und sein Begleiter einen Abstecher in das Dorf Rot-Front, das von Deutschen gegründet wurde. Dieses merkwürdige Erlebnis werden sie sicher nicht vergessen.

Wie war's?

"Ohne Plan durch Kirgisistan" hat mir sehr gut gefallen. Markus Huth erzählt seine Erlebnisse in einem sehr unterhaltenden Tonfall und vermittelt seinen Lesern nebenbei allerhand Wissenswertes über dieses Land, das viele von uns nicht auf Anhieb auf der Landkarte finden würden. Man reist im Geiste mit und ist gespannt, was den beiden Freunden auf der nächsten Seite passiert. In der Mitte befinden sich 27 Farbfotos, die das Gelesene anschaulich machen.
Wenn es etwas an diesem Buch zu kritisieren gibt, dann den Umstand, dass Huth einzelne geschichtliche Hinweise mehrfach gibt. Aber das fällt angesichts des ansonsten sehr positiven Leseeindrucks nicht ins Gewicht.

Kurzweilige Reise in ein unbekanntes Land

Von: Becky Datum: 15. August 2017

Wenn ihr euch für spannende, kurzweilige Reiseberichte und Zentralasien im Speziellen interessiert, ist dieses Buch quasi ein Muss für euch. Es lässt sich sehr gut lesen, enthält einige tolle Bilder und lässt gleichzeitig einiges unkommentiert, sodass man sich seinen eigenen Eindruck machen kann.

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Toller Reisebericht

Von: Miss Foxy Reads Datum: 13. August 2017

Ich studiere Geografie im Nebenfach meines Studiums. Mein Schwerpunkt: Anthropogeografie. Kein Wunder also, dass mich fremde Kulturen interessieren und es seit jeher tun. Kirgisistan ist nicht unbedingt ein Land, dessen Geschichte und Kultur uns bekannt ist. Deshalb konnte mich der Autor sofort für sich einnehmen, als mir das Buch zur Rezension anbot.

Noch bevor ich richtig mit dem Buch angefangen hatte, fesselten mich direkt die hochwertig abgedruckten Bilder, die Land und Leute perfekt einfangen, und zu denen ich während des Lesens häufiger geblättert habe. Sehr schön ist außerdem die Karte in der Klappbroschur des Buches, die den Leser bildlich mit Markus Huth durch Kirgisistan führt.

Neben diesen kleinen Extras konnte mich auch die Reise an sich begeistern. Marku Huth erzählt durchweg sympathisch und humorvoll und die komplett nicht-fiktionale Reise enthält dadurch dennoch einen Spannungsbogen, der von Kapitel zu Kapitel fesseln kann. Dabei erfährt man eine Menge über Land und Kultur, über Kirgisistans Geschichte und darüber, welcher Name für das Land denn nun der richtige ist. Jedes Kapitel schließt mit einer von Huth selbst formulierten kirgisischen Weisheit ab, die er selbst für sich mit nach Hause nimmt. Eine tolle Idee, die auch noch einmal eine extra Seite im Buch hat und auch mir selbst auch eine ganze Menge gegeben hat, obwohl ich Kirgisistan bisher nicht besucht habe.

Nicht nur für den Leser hat Markus Huths Reisebericht einen Mehrwert. Auch Markus Huth selbst wächst während seiner Reise über sich hinaus und bekommt eine Gelassenheit, von der ich nur träumen kann und die schwer beeindruckt. Dass die mir so wichtigen Charakterentwicklungen nicht nur in fiktionalen Werken stattfinden sondern auch am Beispiel dieses Buches deutlich werden, überzeugt mich umso mehr.

Fazit: Mit Ohne Plan durch Kirgisistan konnte mich Markus Huth nicht nur für das Genre der Reiseliteratur begeistern. Auch seine Erzählung selbst hat es mir angetan und diese Reise gibt nicht nur ihm sehr viel, sondern auch dem Leser einen tollen Blick auf Land und Kultur und außerdem eine Sammlung wichtiger Lebenstipps, die mich sehr beeindruckt haben. Große Leseempfehlung meinerseits!

Anekdotensammlung als Reisebericht

Von: Burgherr Datum: 12. Juli 2017

Markus Huth war bei der dapd Nachrichtenagentur angestellt. Nach deren Auflösung war er arbeitslos. Zeitgleich ging die Beziehung zu seiner Freundin in die Brüche. Da kam die Frage eines Kumpels, ob er ihn auf eine Reise nach Kirgisistan begleiten würde gerade zum rechten Zeitpunkt. Aus der vierwöchigen Reise in das zentralasiatische Land macht Huth das Buch "Ohne Plan durch Kirgisistan.

Vor allem die Schilderungen einiger geschichtlicher Hintergründe und einiger mir bislang fremder Bräuche (z. B. Brautraub und die Lebensweise von Mennoniten) befriedigten meine Neugier auf Zentralasien und eine ehemalige Sowjetrepublik zumindest teilweise. Ansonsten sind Huths Schilderungen der Reise vor allem unterhaltsam.

Ich habe schon einige Reiseberichte ähnlicher Art gelesen. Allen ist gemein, dass sich die Autoren ziemlich gut finden und das auch in ihren Beschreibungen durchscheinen lassen. Huth macht da keine Ausnahme. Davon abgesehen ist "Ohne Plan durch Kirgisistan" angenehm zu lesen und gibt einige Einblick in das Land. Die zahlreichen Anekdoten sorgen für Lesevergnügen. Natürlich ersetzt die Lektüre des Buchs keinesfalls die eigene Reise dorthin. Der interessierte Weltenbummler kann sich auf Basis dieses Buchs Bild darüber machen, ob Kirgisistan das nächste Reiseziel wird. Der aus anderen Gründen interessierte Leser kann sich über die kurzweilige Unterhaltung freuen.

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