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Ellen Sandberg

Der Verrat

Roman

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt ...

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.

Das Buch spielt in Saar, Deutschland

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Leserstimmen

Der Verrat

Von: Antonio Datum: 18. März 2019

Sehr gut zu lesen! Spannend bis zum Ende!

Ein Roman über Schuld und Verrat

Von: Tine_0111 Datum: 12. März 2019

Nach zwanzig Jahre Gefängnis wird Nane endlich entlassen. Vieles hat sich seitdem draußen verändert und sie muss ihr Leben neu ausrichten. Doch die Schuld lastet schwer auf ihr. Die Erinnerungen an die Nacht, die ihr Leben veränderte, quälen sie sehr. Zudem leidet sie unter den schlechten Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Die hingegen hat es gut getroffen. Sie arbeitet als erfolgreiche Restaurateurin und lebt mit ihrem Mann auf einem idyllisch gelegenen Weingut an der Saar. Über die Jahre hinweg hat sie verdrängt auf welchem Fundament ihr Glück gebaut ist. Und nun wird auch noch Nane aus dem Gefängnis entlassen. Pia ahnt, dass de Zeit der Wahrheit gekommen ist. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.

Die Geschichte von Nane und Pia wird in zwei Zeitebenen erzählt. Mit einer tollen, fast unaufdringlichen Spannung wird die Geschichte der Beiden in 1998 und 2018 im Wechsel näher beleuchtet. Und zwar so, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil man einfach wissen möchte, wie es weiter geht. Dabei spielt die Autorin gekonnt mit den Emotionen des Lesers. Was genau soll man für Nane oder Pia fühlen. Hass? Mitleid? Es ist ein ständiger Wechsel.
Gepaart mit den gut durchdachten Wendungen und einem schönen, flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.
Das Ende lässt dann einen aber dann doch nochmal richtig Schlucken…Für mich war diese Auflösung völlig unvorhersehbar.

Fazit: Ein toller Spannungsroman, den man kaum aus der Hand legen kann und bei dem das Ende doch anders ist als man über die Zeit des Lesens gedacht hat.

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Die drei Schwestern

Von: heidi_59 Datum: 09. März 2019

Ellen Sandberg hat einen neuen spannenden Roman geschrieben. Lange habe ich dem Erscheinen von “Der Verrat” , entgegen gefiebert und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt ! Eine wahnsinnig spannende und atemberaubende Geschichte, die ein Füllhorn von Lügen , Intrigen , Hass , Eifersucht , sowie ein reichhaltiges Repertoir von Familienzwistigkeiten ausschüttet . Ellen Sandberg versteht es perfekt ihre Leser ans Buch zu fesseln und lässt mich mit jeder Seite weiter in die Machenschaften der Familie von Nane , Birgit und Pia abrutschen . Hin und hergerissen , voller Sympathie und Antipathie für die lebensecht gezeichneten Protagonisten, zweifelt man mehr als einmal daran , wem man trauen . Wen trifft hier die Schuld und wer ist das Opfer ? Das sensible Thema Familie , wird hier auf zwei Zeitebenen zum Schauplatz des Bösen. Eine gelungene Story, deren Ausmaß sich Seite für Seite wie ein kniffliges Puzzle zusammensetzt und tiefe Einblicke in die fragilen Beziehungen und emotionalen Verbindungen innerhalb einer Familie gibt .
Eine Familientragödie die mit der Spannung eines Thriller die Seiten zum knistern bringt und dem Leser fast den Atem raubt .

Nach ihrem berührenden Roman Debüt “Die Vergessenen” hat mich Ellen Sandberg wieder einmal mit ihrer Schreibkunst mehr als überzeugt . Ich bin schon sehr gespannt , welchem Thema sich die Autorin in ihrem nächsten Roman widmet.
Bis es soweit ist , werde ich noch einige spannende Ausflüge nach München machen, zu den Kommissaren Tino Dühnfort und Gina Angelucci. Beide stammen aus der kriminell guten Feder der Autorin Inge Löhnig ,
alias Ellen Sandberg :D

Sehr gerne vergebe ich für den packenden Thriller
5 Sterne
und eine ganz klare Leseempfehlung

Spannender Roman um Schuld und Vergebung

Von: Buchwurm05 Datum: 06. März 2019

Nane wird nach 20 Jahren auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Angeklagt wegen Mordes. Denn sie hatte das Auto ihrer verhassten Schwester Pia manipuliert. Jedoch ist nicht Pia, sondern Henning umgekommen. Sohn aus erster Ehe von Thomas, Pia's Mann und Winzer. Eines lässt Nane nicht los. Sie weiß noch, dass sie Thomas damals mit einem Anruf warnen wollte. Niemand mit Pia's Auto fahren zu lassen. Doch dieser hatte das im Prozess bestritten. Im Gegenteil. Er wäre von ihr beschimpft worden. Nane möchte nun nach 20 Jahren noch einmal mit Thomas reden und findet ihn in den Weinbergen röchelnd und nach Luft ringend......

"Der Verrat" ist ein spannender Roman um Schuld und Vergebung. Dabei erzeugt die Autorin eine unterschwellige Spannung. Am liebsten möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wozu auch der lockere und flüssige Schreibstil beiträgt. In 2 Zeitebenen erfährt der Leser nach und nach Details. Dabei ist die eine aus der Sicht von Nane und später auch Pia in den Jahren 1997/1998 geschrieben. Hier erfährt man viel über deren Leben und über die jeweiligen Charaktereigenschaften. Die Zweite spielt im Jahr 2018 mit den aktuellen Ereignissen nach Nanes Entlassung. Alle Protagonisten sind nicht wirklich sympathisch und man merkt schnell, dass es ein Geheimnis gibt. Nichts bleibt wie es scheint. Oder doch? Ellen Sandberg hat geschickt einige Wendungen eingebaut. Nie ist man sich sicher, wie es tatsächlich war. Das erfährt man erst ganz zum Schluss, wenn beide Ebenen zusammenlaufen. Ein klein wenig hat mich jedoch gestört, dass ein paar Dinge, die sowohl Nane als auch Pia gemacht bzw. gedacht haben, immer wieder betont wurden. Davon hätte ich mir ein bisschen weniger gewünscht.
Fazit: Ein Roman mit einer unterschwelligen Spannung, den man kaum aus der Hand legen kann. Sehr empfehlenswert.

Spannungsreiches Familiendrama

Von: Literaturliebe Datum: 05. März 2019

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt …
Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.

GEDANKEN ZU „DER VERRAT“
Pia von Manthey führt ein geordnetes, sicheres Leben mit ihrem Mann Thomas, das sie sich über die Jahre aufgebaut hat. Dieses geordnete Leben droht zu zerbrechen, als ihre Schwester aus der Haft entlassen wird. Die Ablehnung und die Kluft, die zwischen den Schwestern herrscht, sind fast augenblicklich greifbar. Sympathieträger sind sie aber alle nicht. Negative Gefühle und Egoismus spielen bei allen eine große Rolle. Selbst die Nebencharaktere wie Thomas Schwester Margot oder Birgit, die ebenfalls eine Schwester von Pia und Nane ist, wirken unsympathisch oder blass. Ich konnte zu niemanden einen wirklichen Zugang finden, alle wirken sie distanziert. Am Ende mussten die Personen aber alle diese Charakterzüge aufweisen und so handeln und agieren, wie sie es tun, damit sich ein Gesamtbild der Geschichte ergibt.

„Der Verrat“ beginnt sehr langsam und ist eher ein Buch der ruhigeren Art. Es ist irgendwas zwischen Krimi, Spannungsroman und Familiendrama. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven auf zwei Zeitebenen. Dabei befindet man sich einmal in der Gegenwart, in der Pia versucht sich und ihrer Familie ihre Schwester Nane vom Leib zu halten und ihr geordnetes Leben zu retten. Dann gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit vor 20 Jahren und den sich aufbauenden Ereignissen, die letztlich dazu führten, dass Nane im Gefängnis landet. Manchmal wurde mir an einigen Stellen in der Vergangenheit zu weit ausgeholt und auch die eine oder andere Nebenhandlung sowohl in Gegenwart als auch Vergangenheit stellen den Hauptstrang teilweise in den Schatten. Aufgrund der verschiedenen Zeitebenen und den Informationen, die man stückchenweise erhält, baut sich dennoch ein guter Spannungsbogen auf. Nach und nach setzt man die Puzzleteile an die richtige Stelle und es wird immer klarer, was vor 20 Jahren passiert ist und warum Pia ihre Schwester Nane heute nicht mehr in ihrem Leben haben möchte.

In „Der Verrat“ geht es um Liebe und Leidenschaft, Eifersucht und Geschwisterrivalitäten. Und um Lügen. Die Entscheidung für eine Lüge, die alles ins Rollen brachte. Die eine Lüge, die sich zu weiteren Lügen aufbaute und aufgrund derer man am Ende vor einem großen Netz aus Geheimnissen, Verstrickungen und Schuld steht. Dieses Netz wurde von der Autorin sowohl psychologisch und als auch logisch gut aufgebaut. Man fängt an das Netz zu entwirren und ich musste solange weiterlesen, bis ich am Ende angekommen und das Netz aufgelöst habe. Das Ende selbst war für mich aber etwas unbefriedigend. Erstens war es ab einem gewissen Zeitpunkt in diese Richtung absehbar und zweitens wurde es mir zu schnell abgehandelt. Es gab noch ein, zwei mehr Punkte, die für mich am Ende nicht funktionierten, auf die ich aber aus Spoilergründen nicht eingehen werde. Das Ende zeigt aber auch auf sehr eindrucksvolle und gleichzeitig erschreckende Weise, wie tief die menschlichen Abgründe sein können.

KURZ & KNAPP
„Der Verrat“ ist ein gut konstruierter Roman, der zwar langsam beginnt, im Verlauf aber sehr spannungsreich wird. Man setzt im Verlauf die Ereignisse in eine Reihenfolge und beginnt zu verstehen, was zu diesem Bruch, dem Drama, der Schuld geführt hat. Bis auf wenige Abstriche, wie den teils ausschweifenden Nebenhandlungen, ist dies ein gelungener Roman, bei dem sich viel auf der psychologischen Ebene abspielt. Und wer wie ich ebenfalls keine ausschweifenden Mordszenarien benötigt, dem sei dieser Roman sehr empfohlen.

Spannend bis zum Schluss, Vorsicht Spoiler

Von: Gerli13 Datum: 05. März 2019

Der Titel und das Cover haben mich sofort angesprochen.
Da ich von Ellen Sandberg bis jetzt noch nichts gelesen habe, war ich richtig neugierig dieses Buch zu lesen. Und was soll ich dazu sagen? Ich wurde nicht enttäuscht und es wird sicher nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein.

Nane wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sie wird mit der Schuld, die auf ihr lastet aber nicht fertig und versucht nun herauszufinden, was wirklich in dieser Nacht geschehen ist. Was hat sie tatsächlich am Telefon zu dem Mann, den sie einst liebte, gesagt?
Nane beschließt das Weingut von Thomas, dem Mann ihrer Schwester zu besuchen und ihn zur Rede zur stellen.
Dieser erleidet jedoch einen Herzanfall und Nane wir die Schuld zugewiesen. Wird sie es nach einem Hausverbot für das Krankenhaus dennoch schaffen mit Thomas zu reden? Pia versucht Nane mit allen Mitteln davon abzuhalten. Hat sie vielleicht
etwas zu verbergen?
Auch die weiteren Charaktere sind sehr stark ausgeprägt. Man weiß oft nicht wen man mehr oder weniger mögen soll. Vor allem bei Pia und Margot ist dies der Fall. Aber lest selber.
Das Buch ist spannend bis zum Schluss und wer es nicht blutrünstig mag, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Ich kann es sehr empfehlen.

Drei Schwestern – Ein Mord!

Von: Giselas Lesehimmel Datum: 02. März 2019

Drei Schwestern – Ein Mord!

Der Prolog beginnt im Jahr 1998. Eine Frau sieht dabei zu, wie ein Auto in den Graven’schen Prälatengarten stürzt …………

2018

Nane wird mit 45 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Sie soll einen Mann umgebracht haben. Pia ist die Schwester von Nane. Eigentlich hätte sie sterben sollen. Birgit steht zwischen ihren beiden Schwestern. Sie hat Nane nicht verdammt. Sie hilft Nane zu einem guten Start, in ihrem neuen Leben.

Drei Schwestern, wie sie verschiedener nicht sein könnten, lernen wir kennen. Pia restauriert Bilder. Birgit war mal Lehrerin. Nane versucht in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen.

Mein erster Gedanke: Nane hat niemanden umgebracht. Ich wollte wissen ob ich Recht behalte und bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Man hat von jedem ein genaues Bild vor Augen. Die kühle Pia ist mit Sicherheit keine Frau, die einem Menschen eine zweite Chance gibt. Gefühle werden bei ihr im Kühlschrank aufbewahrt. Birgit hat eine großen Fehler begangen, der ihr zum Verhängnis wurde. Birgit kommt sehr warmherzig rüber. Sie ist ein Gefühlsmensch. Nane will wissen, was sie vor vielen Jahren genau passiert ist. Sie hatte einen Anruf getätigt und weiß nicht mehr, was sie damals gesagt hat. Nane ist verzweifelt.

Das Leben nach 20 Jahren Haft wird reflektiert. Nane ist zwar frei, aber ihre Schuld hält sie immer noch gefangen. Du hast dafür gebüßt …. sagen sie. Ich will es genau wissen ….. sagt Nane. Die Rückblenden sind sehr informativ. So konnte ich Nanes Verhalten besser verstehen. Sie haben gezeigt, was Verlustängste bei einem Menschen anrichten können. Der Wechsel der verschiedenen Zeitebenen gelingt der Autorin mühelos. Es beginnt spannend. Trotz ruhigerer Passagen steigt die Spannung kontinuierlich. Die Settings sind wunderbar gewählt. Man pendelt zwischen Großstadt und Weinberge. Und einen Prälatengarten gibt es auch …..



20 Jahre im Gefängnis ist eine lange lange Zeit. Die Zeit danach wird reflektiert. Dieser Thriller packt einen von der ersten Silbe an. Die Spannung steigt kontinuierlich. Man weiß erst ziemlich am Ende, was sich genau zugetragen hat. Die Charaktere kommen authentisch rüber. Die Geschichte lässt einen nicht mehr los. Ich hatte eine Vermutung. Ob ich damit Recht hatte? Ehrlich, mir geht es wie Nane. Ich weiß nicht mehr genau ………

Eine absolute Empfehlung von mit. Herzlichen Dank Ellen Sandberg.



Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere daran stirbt. Seite 293

Ich finde dieses Zitat wunderbar. Die Geschichte dazu hat mich sehr berührt.

Naja

Von: SophieNdm Datum: 26. Februar 2019

Das Cover hat mich sofort angesprochen, es wirkt sehr dramatisch und unheilvoll.

Ich hatte mich auf eine spannende Geschichte ohne große Einführung gefreut.



Leider wurde meine Vorfreude erstmal ausgebremst, als ich mich gegen Beginn des Buches mit den komplexen Verwandtschaftsverhältnissen der vielen Charaktere zurechtfinden musste.

Es war sehr mühsam nicht den Faden zu verlieren, wer denn jetzt wer und wer mit dem verwandt ist. Das hat den Lesefluss etwas ausgebremst.


Ansonsten fand ich den Ansatz, dass Nane im Gefängnis saß und nun frei kommt um sich Ihrem Schicksal zu stellen, nicht schlecht. Das ist definitiv mal was neues und man fragt sich natürlich ob Sie tatsächlich eine schreckliche Tat begangen hat oder ob sie nur das Opfer unglücklicher Verkettungen war.


Die drei Schwestern könnten nicht verschiedener sein. Die berechnende, rationale Pia, die ihr Leben voll und Ganz im Griff hat. Nane die emotionale, obsessive und ziemlich impulsive Schwester und Birgit, die Vermittlerin, die versucht die Familie zusammen zu halten.


Am sympathischsten war mir ehrlich gesagt noch Pia. Nane fand ich total anstrengend und unberechenbar und Birgit war mir zu naiv und gutgläubig.


Im Endeffekt ist die ganze Familie total verkorkst. (Was stimmt denn mit der Mutter nicht?!) Ich konnte mich mit niemandem in dem Buch identifizieren, es gab nur Charaktere die ich nicht mochte und welche die ich nicht ausstehen konnte.


Auch die Handlung nimmt erst sehr spät Fahrt auf. Die meiste Zeit plätschert die Story nur so vor sich hin und es reihen sich hauptsächlich Intrigen und Schuldzuweisungen aneinander.



Das Ende war nicht vorhersehbar, hat mich jetzt aber auch nicht umgehauen.


Ellen Sandbergs Schreibstil fand ich, wie auch in ihrem vorherigen Werkt, sehr flüssig und gut zu lesen.





Fazit:



Ich mag Ellen Sandbergs Erzählweise und Schreibstil sehr. Dieses Buch konnte mich dennoch leider nicht überzeugen.

Ich würde aber auf jeden Fall wieder zu einem Roman von Ihr greifen.

Dunkle Wolken über dem Weingut Graven.

Von: Eva Fl. Datum: 25. Februar 2019

Nane wird nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und tut sich schwer im normalen Leben anzukommen. Zumal da immer noch diese Schuld auf ihr lastet, mit ihr die Erinnerungen an eine Nacht, die ihr Leben für immer verändert hat. Ihre Schwester Pia hingegen hat es gut getroffen, sie hat den Winzer Thomas geheiratet, eine Tochter mit ihm und ist als Restauratorin tätig. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben… und sinnt auf Rache – oder sucht sie doch Vergebung?

Lange habe ich keinen Krimi mehr gelesen, eigentlich schade, aber es hat sich einfach nicht ergeben. Nun hat mich die Geschichte von Ellen Sandberg sehr angesprochen und ich habe direkt drauf los gelesen – und hatte das Buch so schnell gelesen wie lange keines mehr.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, es ist gut und verständlich geschrieben, angenehme Kost, inhaltlich sicher keine locker-leichte Lektüre, aber wirklich gut zu Verstehen. Es kommen keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe vor, wenn dann doch etwas zu erläutern ist, dann wird dies im Buch direkt getan. (vor allem hinsichtlich des Weinbaus) Auch der Erzählstil hat mir sehr zugesagt, denn die Zeit wechselt von Kapitel zu Kapitel – so ist man quasi in der Jetzt-Zeit und abwechselnd in der Zeit von vor zwanzig Jahren, als das Verbrechen geschah. Das hat es nochmal spannender und auch interessanter gemacht. Weil man so ja quasi Puzzlestückchen geliefert bekommt, die man selbst schon versucht zusammen zu setzen.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es handelt sich hier um einen echt spannenden und packenden Krimi, den man quasi nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Handlung ist wirklich durchdacht, das hat mir unheimlich zugesagt, denn man rätselt ja selbst immer mit. Einzig ein kleines Detail hat für mich nicht so ganz gepasst, aber das ist eben Ansichtssache. Für mich war das ein sehr lesenswerter und unterhaltsamer Krimi, abwechslungsreich und sehr spannend bis zum Schluß. Entsprechend kann ich ihn nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Verräterisches Weingut mit geheimnisvoller Vergangenheit - Der Verrat - von Ellen Sandberg

Von: Bücherwurm Datum: 21. Februar 2019

Meinung:
Inhalt:
Zu Beginn ist es nur eine Rivalität zwischen Schwestern. Jeder kennt es, eine wird mehr geliebt als die andere und so weiter. Doch aus dieser Rivalität entwickelt sich so viel mehr. Sobald Thomas von Manthney ins Spiel kommt ist es nicht mehr nur Rivalität, es ist so viel mehr, was teilweise bis hin zu blankem Hass führt. Diese Verworrenheit macht den Inhalt dieses Buches noch spannender als Ellen Sandbergs erstes Buch und reißt den Leser in seinen Bann.
Schreibstil:
Die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, welche den Leser mit jedem Kapitel erst der scheinbaren und schließlich der kompletten Wahrheit nahe gebracht haben machen den Schreibstil der Autorin aus und fesseln eine Leserschaft jeden Alters wieder an ihre Geschichten. Sie ist wahrliche die deutsche Meisterin der psychologischen Spannung!

Cover:
Auch das Cover des Buches spiegelt diese Geschichte wieder. Die Sonne, die sich wie die Wahrheit langsam über dem Weingut ausbreitet und die dunklen Wolken und Krähen (Die Lügen und den Verrat) langsam vertreiben. Das urtümliche Herrenhaus ist in der Geschichte zwar prachtvoller beschrieben als es auf dem Cover dargestellt wird aber dennoch gibt es die wesentlichen Züge der Ruhe der Weinberge wieder und spiegelt etwas majestätisches wieder.

Sternwertend:
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Cover: 5/5
Dringlickheit beim Lesen: 5/5
Durchschnitt der Wertung: 5/5

Sehr tolles Buch

Von: anjabroch@o2online.de Datum: 20. Februar 2019

Ich fand das Buch sehr toll. Schön bildlich beschrieben und sehr fesselnd. Ich werde diese Autorin in meinen engeren Favoritenkreis aufnehmen. Danke, das ich es lesen durfte.

Absolutes 5-Sterne Buch

Von: Bücherfee Datum: 12. Februar 2019

In diesem Roman geht es um 3 Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nane, die jüngste Schwester ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. 20 Jahre hat sie, wegen Mordes dort verbringen müssen. Sie hat ihre Strafe zwar abgesessen, aber das Geschehene lässt sie auch nach der langen Zeit nicht los.

Eine absolut spannende und dramatische Familiengeschichte.

Also als erstes möchte ich hier anmerken, dass der Roman auch als Krimi deklariert werden könnte.

Der Roman ist auf zwei Zeit-Ebenen geschrieben. Einmal in der Gegenwart und zum anderen 1997/1998. Man erfährt nach und nach, was sich damals zugetragen hat.

Von der ersten Seite an, hat mich dieses Buch nicht losgelassen. Auch im Alltag, musste ich oft an das Buch und die Protagonisten denken. Das habe ich bei sehr wenigen Büchern gehabt, die ich bisher gelesen habe.

Der Spannungsbogen bleibt das ganze Buch über sehr stark gespannt und man möchte natürlich unbedingt wissen, was sich wirklich in der Nacht vor 20 Jahren zugetragen hat. Dieses hat die Autorin hervorragend hinbekommen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Dieses liegt nicht zuletzt an dem sehr flüssigen Schreibstil der Autorin. Sehr bildhaft hat sie die Familiengeschichte/tragödie geschildert.


Immer wieder hat die Autorin es geschafft, mich auf eine falsche Fährte zu locken.

Abgründe tun sich auf.

Volle 5 Sterne für dieses Meisterwerk.

Das 1. Buch von Ellen Sandberg "Die Vergessenen" bin ich bereits am lesen.

5 Sterne, wenn der Schluss nicht so abrupt gewesen wäre

Von: eulenmatz liest Datum: 12. Februar 2019

Ellen Sandberg ist das Pseudonym von Inge Löhnig, von der meine sehr geliebte Kommissar Dühnfort Reihe stammt. Um sich von dieser Reihe besser absetzen zu können, wählte die Autorin das Pseudonym. Ich habe unter diesem Pseudonym schon Die Vergessenen gelesen und ebenfalls gemocht. Auf Der Verrat habe ich mich dementsprechend sehr gefreut.

Die Geschichte beginnt schon sehr flüssig und spannend, denn natürlich hat mich brennend interessiert, weswegen Nane einen Mord begangen hat. Es stellt sich relativ schnell heraus, dass Nane den Sohn von dem Mann ihrer großen Schwester Pia getötet haben soll. Ellen Sandberg erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen: 2018 ist die Gegenwart und 1998 spielt die Vergangenheit. Der Gegenwartsteil hat ein deutlich höheres Erzähltempo, denn Nane wurde aus dem Gefängnis entlassen und sucht nach Antworten.

Das passt Pia natürlich überhaupt nicht, die ihr wohl geordnetes, behütetes Leben mit ihrem Mann Thomas in Gefahr sieht. Der Kern der ganzen Geschichte ist eigentlich die Beziehung zwischen Pia und Nane. Es gibt noch eine dritte, mittlere Schwester, Birgit, die immer versucht zwischen den beiden zu schlichten, obwohl das eigentlich völlig aussichtslos erscheint. Die Fronten zwischen Pia und Nane sind schon sehr verhärtet. Als man sich langsam durch die Vergangenheit liest, merkt man auch warum. Pia ist immer das Goldmädchen der Eltern gewesen. Sie ist eine erfolgreiche Restauratorin, aber in ihrem Herzen ist nicht wirklich Platz für Liebe und Gefühle. Sie ist sehr kühl und später auch einfach berechnend.

Nane ist das ganze Gegenteil davon. Sie ist impulsiv, leidenschaftlich und liebt mit ganzen Herzen. Allerdings hat sie große Verlustängste und verfällt dadurch in unkontrollierte Verhaltensmuster. Am Ende helfen ihr dagegen nur Tabletten, die sie als weiße „Helferlein“ bezeichnet, wobei es sich sicherlich um Antidepressiva oder etwas Vergleichbares handelt. Davon ist sie irgendwann abhängig und es dreht sich vieles im Leben bei ihr nur noch darum. Nane hätte meiner Meinung nach mal eine Therapie machen müssen. Als sie aus dem Gefängnis entlassen wird, wirkt sie allerdings absolut verloren und erreicht auch nicht so ganz die Kraft der alten Nane. Ein stückweit ist sie einfach gebrochen. Ihre Wut auf ihre Schwester kann ich absolut verstehen.

Das Buch ruft generell sehr viele Emotionen beim Lesen hervor, denn besonders auf Graven gibt es sehr viel Grabenkämpfe. Dreh- und Angelpunkt scheint immer Pia zu sein. Die Autorin hat hier wirklich einen Charakter geschaffen, an dem man sich bis zum Schluss reiben kann und die einfach auch Unverständnis hervorruft. Pia ist auch kein bisschen einsichtig, sondern denkt nur an sich und ihre Familie, wozu Thomas und ihre Tochter Lissy gehören.

Die Autorin hat hier auch noch eine Art Familienfluch eingebaut. Jede Frau aus der Familie von Pia, Nane und Birgit schenkt einmal im Leben dem falschen Mann das Herz und stürzt sich damit absolut und alle um einen herum in den Abgrund. Die Idee hat mir sehr gut gefallen und war mal etwas Neues und anderes. Als die Geschichte am Höhepunkt der Emotionen gewesen ist, kommt dann die völlig überraschende Auflösung und dann ist das Buch ganz überstürzt vorbei. Ich hätte ich mir einfach einen ausführlicheren Epilog gewünscht, wie es jetzt mit einigen Personen weiter geht. Für mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden wäre das einfach wichtig gewesen.

FAZIT:
Der Verrat hätte ich am liebsten an einem Stück gelesen, weil es so spannend war und sich sehr flüssig lesen ließ. Es wäre für mich ein 5-Sterne-Buch gewesen, wenn der Schluss nicht so abrupt gewesen wäre. Freue mich auf die nächste spannende Geschichte aus der Feder von Ellen Sandberg.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Ein Buch mit einer ganz besonderen Spannung

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 11. Februar 2019


Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Nane für den Mord am Stiefsohn ihrer Schwester verurteilt wurde, jetzt kommt sie endlich frei und will von vorne anfangen. Doch die Vergangenheit lässt sie und ihre Familie nicht los, denn eigentlich galt der Mordversuch damals ihrer Schwester Pia. Die lebt mit ihrem Mann Thomas glücklich auf dem Weingut Graven und ahnt nicht, was die Freilassung ihrer Schwester wieder auslösen wird. Denn ein Geheimnis, das sie zwanzig Jahre versteckt hat, droht jetzt herauszukommen.
Der packende Roman „Verrat“ von Ellen Sandberg ist Thriller und Familienroman zugleich, spannend geschrieben und gleichzeitig mit großartigen Figurenbeschreibungen und einem Beziehungsgeflecht, das die Autorin ganz langsam für die Leserinnen und Leser entblättert. Sie spielt die ganze Zeit mit ihnen, denn immer, wenn eine Figur in die Kategorie gut oder böse eingeteilt wurde, werde Zweifel gesät. Die sympathische Pia hat ein Geheimnis, dennoch wirkt sie nett und ist das Opfer in der Geschichte. Oder vielleicht doch nicht? Ebenso verfährt sie mit Nane, einer psychisch gestörten Stalkerin, die ihre Schwester umbringen wollte - oder war es vielleicht doch ganz anders? Aus diesem Verwirrspiel zieht der Roman seine gesamte Spannung, unterstützt durch kleine Konflikte, die in jeder Beziehung der Figuren zu gären scheinen. Sandberg schreibt dabei so mitreißend, dass man sich direkt in die verwirrende Familiengeschichte auf dem Weingut versetzt fühlt. Unterstützt wird der Spannungsbogen noch durch Zeitsprünge zwischen Gegenwart und der Tat vor zwanzig Jahren, die dazu beitragen, dass man nur ganz langsam erfährt, was eigentlich damals passiert ist.
Ellen Sandberg hat mit „Der Verrat“ einen hochspannenden Roman über ein großes Familiendrama geschrieben, der sich in kein Genre pressen lässt und dadurch so großartig wird. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich damit begonnen hatte.

Leider nicht so begeistern wie letztes Mal

Von: lenisvea Datum: 09. Februar 2019

Erster Satz

Es war Neumond, und die Nacht lag warm und schwarz über dem Tal.

Meine Meinung

Ich habe vor einiger Zeit mit Begeisterung den Debütroman von Ellen Sandberg gelesen, hinter der sich ja eine bekannte Autorin (Inge Löhnig) verbirgt. Daher war ich sehr gespannt auf den nächsten Roman. 

Der Klappentext hörte sich auch sehr interessant an. Es geht hier um Nane (Ariane), die nach 20 Jahren Haft wieder in Freiheit ist und erst einmal bei einer ihrer Schwestern unterkommt. Das Verhältnis zu ihrer anderen Schwester, Pia, ist zerstört. Der Mordfall, um den es geht, betrifft die Familie, in die Pia eingeheiratet hat. 

Der Einstieg in die Geschichte hat mir direkt schon richtig gut gefallen. Allerdings hat es sich ab einer gewissen Zeit gar nicht mehr so flüssig lesen lassen und hatte auch einige langatmige Stellen. Erst zum Schluss hin konnte das Buch wieder mehr mein Interesse wecken. Es gab eine sehr überraschende Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet hatte. 

Alles in allem verbirgt sich hinter diesem Roman eine interessante Familiengeschichte, die zum Nachdenken anregt. Ich hatte mir hier ein wenig mehr Spannung erwartet, die leider erst zum Schluss anzutreffen war. Mir hat der Debütroman von Ellen Sandberg wesentlich besser gefallen. 

Von mir gibt es für diesen Roman 3,5 Sterne.

3,5 von 5 Sterne

Verrat in der Familie

Von: Nightflower Datum: 04. Februar 2019

Inhalt: Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt ...
Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Nun ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.
Meine Meinung: Insgesamt ein sehr spannendes Buch! Mir hat die Tiefgründigkeit und realistische Darstellung der Protagonisten sehr gut gefallen. Auch die Ortsbeschreibungen schaffen es einen sofort in den Weinberg und andere Orte zu ziehen. Auch bleibt bis zum Ende unklar, was damals wirklich geschah und alle meine Ideen liefen am Ende ins Leere.
Einziger Kritikpunkt: wieso müssen alle in dem Buch so viel durchmachen (Eltern tot, Mutter verschwindet, Vater tot...). Das war mir ein wenig viel des Guten.

Tragische und spannende Familiengeschichte

Von: Kathy30 Datum: 01. Februar 2019

Inhalt:
Die drei Schwestern, Pia, Birgit und Ariane sind sehr unterschiedlich. Pia lebt mit ihrem Mann auf einem Weingut an der Saar, Birgit betreibt ein Antiquitätengeschäft in Frankfurt und Ariane sitzt seit 20 Jahren im Gefängnis. Als Ariane nun auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wird drohen alte Geheimnisse ans Licht zu gelangen. Eine Schwester möchte diese unbedingt verborgen halten und eine Schwester gibt alles dafür um diese ans Licht zu bringen.

Das Cover:
Ich finde das Cover sehr ansprechend und passend zum Plot gewählt.

Die Sprache:
Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen. Den Geschehnissen und Ausführungen war leicht zu folgen. Die Orte und Handlungen waren bildlich beschrieben, so dass ich keine Mühe hatte, mir diese vorstellen zu können.

Meine Meinung:
Ellen Sandberg ist mit „Der Verrat“ eine spannende Geschichte gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr los ließ. Durch wechselnde Zeitsprünge zwischen den Jahren 1998 und 2018 wird dem Leser Stückchen für Stückchen ein tragisches Familiengeheimnis zwischen den drei Schwestern preisgegeben. Ich fand diese Erzählweise sehr gelungen weil mir nicht direkt der ganze Brocken hingeworfen wurde sondern in kleinen feinen Häppchen, nach und nach, mir die Tragik des Geschehens eröffnet wurde. Dadurch entstand eine Spannung die sich bis zum Ende hin steigerte und zur ersehnten Auflösung führte.
Ich fand die Personen sehr gut beschrieben. In jede der Figuren konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Für einige Figuren hatte ich mehr Verständnis als für andere aber ihre Motive und Gedankengänge konnte ich gut nachvollziehen auch wenn ich in einigen Fällen anders gehandelt hätte.
Mir hat die Handlung und wie die Autorin diese erzählt hat sehr gut gefallen. Ich hatte von Anfang an das Gefühl mitten in dem Geschehen dabei zu sein und als eine Art stiller Beobachter alles mitverfolgen zu können.

Fazit:
Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Die Handlung ist spannend und flüssig erzählt und versteht es den Leser bis zur Auflösung zu fesseln und auch nach dem Ende noch nicht loszulassen. Dieses Buch hat eindeutig den Charakter, dass ich es noch ein zweites Mal lesen möchte und auch sehr gerne weiterempfehle.

Lügen - eine Krimi-Familiengeschichte

Von: Elvira Pfeiffer Goch9 Datum: 31. Januar 2019

Sie sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Pia, die Älteste, führt ein geordnetes und wohlhabendes Leben an der Seite ihres Mannes Thomas von Manthey, 73 Jahre, den anerkanntesten Winzer im Saarland.
Birgit, die Mittlere, gescheitert als Lehrerin, führt den Antiquitätenhandel ihrer Eltern weiter und betätigt sich als Mittlerin zwischen ihren beiden Schwestern.
Nane, die Jüngste, verlässt nach zwanzig Jahren das Gefängnis auf Bewährung. Sie ist die Chaotin der Familie. Vor zwanzig Jahren hat sie einen Menschen ermordet.
Von Nanes Freilassung fühlt sich Pia bedroht.

Wow, was für eine Familiengeschichte. In ihrer unnachahmlichen Art hat Frau Sandberg, die ja sonst spannende Krimis schreibt, eine faszinierende Familiengeschichte für uns entblättert. Genauso wie man eine Rose entblättert, in dem man immer wieder rundherum ein Blatt entfernt, so wurde in verschiedenen Zeitebenen, von verschieden Personen ein Blatt nach dem anderen entfernt und uns eine neue Einsicht ermöglicht. Der Spannungsbogen wurde dabei immer hoch gehalten, so dass ich kaum Möglichkeiten hatte, das Buch aus der Hand zu legen. Gelesen habe ich es an vier Wochentagen, an den ich eigentlich keine Zeit habe lange zu lesen. Ausgelesen hatte ich es dann nachts um drei oder so. Ich war so müde, aber das Buch hat mich immer wieder wach gehalten.
Die Geschichte ist schier unglaublich. In den Lesepausen hat sie mich unentwegt beschäftigt, weil ich überlegt habe, was denn noch alles im Geheimen liegt und nicht an Licht kommen darf.
Da im Laufe der Geschichte einzelne Lebensabschnitte aller Schwestern beleuchtete wurden sind mir eigentlich alle Charaktere an Herz gewachsen. Ich habe dann mal mit der einen, mal mit der anderen Schwester gebangt. Auch die chaotische Nane ist immer nachvollziehbarer rüber gekommen. Bis auf Birgit haben die Schwestern zum großen Teil ihre Geschichte aus ihrer Sicht schildern können. Ich glaube, dass diese Erzählweise für größere Ein- und auch Übersicht geführt hat.
Alle Achtung, dass die Autorin bei dem ganzen Lügengeflecht nicht den Überblick verloren hat und immer nur einen kleinen Teil Preis gegeben hat um den Leser bis zum Schluss im Unklaren zu lassen.
Bravo, mich hat’s gefesselt und mir hat’s sehr gut gefallen.

Familiendrama um Schuld, Neid und Liebe

Von: Laberladen Blog Datum: 31. Januar 2019

Darum geht's:

Nach vielen Jahren im Gefängnis ist Ariane, genannt Nane, endlich auf Bewährung frei. Ihre Schwester Birgit hilft ihr mit Wohnung und Job, doch ihre andere Schwester Pia möchte am liebsten überhaupt keinen Kontakt mehr zu Nane haben. Obwohl sie ihre Strafe verbüßt hat, hat Nane sich selbst noch nicht vergeben. Sie braucht endgültig Klarheit über die Einzelheiten der Mordtat, die sie begangen hat und dabei können ihr nur ihre Schwester Pia und deren Mann Thomas helfen. Und wenn Pia und Thomas sich weigern, die Vergangenheit wieder aufzurollen, dann muss Nane sie eben dazu zwingen.

So fand ich's:

"Der Verrat" blickt durch zwei Zeitebenen auf die drei Schwestern Arnholdt und die Winzerfamilie von Manthey, die mit einander verstrickt sind und auch so manche Geheimnisse miteinander teilen.

Relativ schnell werden ziemlich viele Personen aus mehreren Generationen vorgestellt. Ich hatte anfangs ein paar Orientierungsprobleme, da die meisten von ihnen eher oberflächlich skizziert wurden und ich dazu neigte, sie zu verwechseln oder nicht mehr genau zu wissen, wer das nun wieder war. Nachdem ich mir einen Stammbaum gezeichnet hatte, war dieses Problem allerdings behoben. Informationen fließen erst nach und nach und ich musste mich langsam zurechtfinden. Auch wichtige Fakten, z. B. wen Nane denn nun umgebracht hat, bekommt man erst langsam und häppchenweise geliefert.

Die beiden Handlungsstränge von 1997/98 und 2018 mit den gleichen Personen waren für mich gleichermaßen interessant. Ich fand es spannend, das Leben im Heute zu sehen, wie sich frühere Sympathien oder Verletzungen auf das aktuelle Leben ausgewirkt haben, (noch) ohne zu wissen, was in der Vergangenheit passiert ist. Gleichzeitig wird diese Vergangenheit vor uns aufgerollt. Manches passt nicht zusammen, anderes von Anfang an nur zu gut. Manche Figuren sind emotional, impulsiv und in gewisser Weise getrieben, werden zum Stalker oder Intriganten und manche Enttäuschungen und Lebensbrüche führen zu einem Verhalten, das man zwar nicht immer gutheißt, aber doch die Motivation dahinter versteht. Gerade wenn es um Familie geht, gibt es oft Konkurrenz und einen subtilen Kampf um den eigenen Platz im Gefüge und das wird hier sehr greifbar erzählt. Niemand von den Beteiligten trifft immer die richtigen Entscheidungen. Der vermeintlich leichte Weg entpuppt sich als Sackgasse. Man lebt mit Schuld und Verletzungen.

Eigentlich war keine der Figuren rundherum sympathisch und liebenswert, alle hatten ihre Schwächen und verhielten sich in meinen Augen regelmäßig falsch, egoistisch oder durchgeknallt. Doch das machte die Erzählung umso lebensnäher, die Figuren umso menschlicher, für meinen Geschmack allerdings manchmal einen Tick zu übertrieben. Sie sind kein Idealbild eines Menschen, sondern reagieren manchmal souverän, dann aber wieder kindisch und unvernünftig. Da sie es alle nicht wirklich schaffen, sich von den Verwicklungen und persönlichen Verletzungen zu distanzieren, bleiben sie teilweise unberechenbar und halten bis zum Schluss ein paar Überraschungen bereit.

Das Ende war für meinen Geschmack zu moralisch und wollte zu sehr einen runden, perfekten Abschluss. In diesem Fall wäre es mir tatsächlich lieber gewesen, wenn es nicht für alles eine wie auch immer geartete "Lösung" gegeben hätte. Da ich überhaupt kein Freund von offenen Enden bin, erstaunt mich selbst, dass ich mit diesem Eindruck das Buch zugeklappt habe.

Der Schreibstil von Ellen Sandberg (hinter der sich die Krimiautorin Inge Löhnig verbirgt) ist routiniert und souverän und macht es einem leicht, an der Handlung dranzubleiben und auch die etwas langatmigeren Passagen flott wegzulesen. Auch wenn es keine nervenzerfetzenden Actionszenen gibt, sondern die Spannung sich eher aus den zwischenmenschlichen Verflechtungen ergibt, haben mich gerade die intensiven, übersprudelnden Emotionen, die sich teilweise hinter analytischer Kälte verstecken, bei der Stange gehalten. Ein lesenswertes Familiendrama, das mich trotz kleiner Mängel insgesamt gut unterhalten hat und in die teilweise tragische Familienggeschichte hat eintauchen lassen. "Der Verrat" ist zwar nicht direkt ein Krimi, denn es gibt keinen Ermittler, tendiert aber doch in diese Richtung und war damit genau mein Lesegeschmack.

Krimi und Familiengeschichte in einem

Von: Sabine M Datum: 31. Januar 2019

Nane wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Ihre Schwester Birgit unterstützt sie dabei, wieder im normalen Leben Fuß zu fassen. Die dritte Schwester Pia jedoch, will nach den Ereignissen vor 20 Jahren nichts mehr mit ihr zu tun haben. Denn Nane wurde wegen Mordes an Henning, dem Stiefsohn Pias verurteilt. Aber was ist damals wirklich geschehen?

Ellen Sandbergs Buch hat mich sehr beeindruckt. Ihr Schreibstil ist äußerst angenehm zu lesen und er fesselt von der ersten Seite an. Geschickt verknüpft die Autorin Gegenwart und Vergangenheit und baut so eine große Spannung auf, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Dabei gibt sie dem Leser nie zu viel preis, sondern füttert ihn immer nur mit kleinen Häppchen an Informationen. Was dann Stück für Stück zum Vorschein kommt ist beklemmend und fast nicht vorstellbar. Die endgültige Auflösung der Geschichte war nicht vorhersehbar und hat mich am Ende noch einmal überrascht.

Ihre Protagonisten hat Ellen Sandberg so realistisch gezeichnet, dass sie, obwohl sie größtenteils nicht unbedingt als Sympathieträger auftreten, trotzdem sehr lebendig und lebensnah wirken. Dabei blicken wir tief in die Seele der Charaktere. und bleiben mehr als einmal erschüttert zurück. Ich konnte kaum glauben, wie schnell man sich in einer Lüge so verstricken kann, dass man nicht mehr aus diesem Teufelskreis heraus findet.

Der Roman hat mir richtig gut gefallen und bekommt von mir eine klare Weiterempfehlung.

Spannend geschriebener Thriller und eine dramatischen Familiengeschichte

Von: Cori Beck Datum: 28. Januar 2019

Die Geschichte ist aus Sicht mehrerer Personen erzählt und wechselt nicht nur zwischen diesen hin- und her, sondern auch zwischen zwei Zeitpunkten. Das mag verwirrend klingen, macht aber auch die Faszination aus und hat mich zum Weiterlesen animiert.
Die Protagonisten befinden sich im Jahre 2018 und es gibt kapitelweise einen Wechsel zum Jahr 1998. Durch die kurzen Rückblenden wird dem Leser nach und nach klar, was sich damals ereignet hat und was zu den Verhältnissen zwischen den Hauptdarstellern zum heutigen Zeitpunkt geführt hat.
Einige wenige Passagen waren etwas in die Länge gezogen, größtenteils Abschnitte aus dem Jahre 1998. Aufgrund der Tatsache, dass man als Leser bereits Kenntnis über einige Tatbestände hatte, waren diese Abschnitte etwas zäh und man wartete darauf, dass die Autorin endlich auf den Punkt kommt (den man ja schon kannte).
Dennoch empfehle ich das Buch sehr gerne weiter und habe bereits meinen Arbeitskollegen positiv darüber berichtet.

Dunkle Wolken über dem Weinberg

Von: Gabriele Mann Datum: 28. Januar 2019

Ich kenne den ersten Roman der Bestsellerautorin Ellen Sandberg (noch) nicht und so hatte ich keine bestimmten Erwartungen an das Buch. Dunkle Wolken über dem Weinberg, Vögel im Sturm, ein paar Sonnenstrahlen fallen auf das Weingut. Der Umschlag des Taschenbuchs verspricht Spannung.
Ellen Sandbergs Roman "Der Verrat" erzählt die Geschichte von Nane, einer verurteilten Mörderin, die nach 20 Jahren auf Bewährung freigelassen wurde und die seitdem nach der Wahrheit sucht. Das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia ist seit der schicksalhaften Nacht zerrüttet. Pias Welt an der Seite ihres Mannes Thomas von Manthey, einem Winzer an der Saar, gerät aus den Fugen als sie erfährt, dass ihre Schwester wieder frei ist.
Die Enkelin von Thomas von Manthey plant, die Geschichte der Familie in einem Roman festzuhalten, weiß aber noch nicht, ob sie einen Kriminal-, einen Entwicklungs- oder einen Familienroman schreiben soll. Genauso verhält es sich mit diesem Roman. Es ist kein reiner Kriminalroman, obwohl das Hauptthema ein Mord ist. Der Fluch, der auf den Frauen der Familie von Nane, Pia und Birgit liegt, was die Mutter immer wieder betont, und die bewegte Familie der von Mantheys bieten auch Stoff für einen Familienroman. Und die Geschichte von Nane und ihren Beweggründen und ihrer Verzweiflung ein Entwicklungsroman.
Die Kapitel spielen abwechselnd im Jahr 1998, dem Jahr der Katastrophe, und 20 Jahre später, als Nane sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. So erhellt sich nach und nach, weshalb es zu der Katastrophe kommen musste.

Fazit:
Ich finde das Buch sehr spannend und unterhaltsam. Die Entwicklung der Personen ist interessant, manchmal erschütternd. Positiv sind der gute Spannungsbogen, der flüssige Schreibstil und vielschichtige gut skizzierte Charaktere. Negativ empfand ich lediglich, die etwas konfuse Entwicklung, die zur Katastrophe führte.
Das Buch ist sowohl für Krimifans als auch Freunde von Familienromanen geeignet.

Buchrezension - Der Verrat von Ellen Sandberg

Von: VLg Datum: 27. Januar 2019

Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten
ISBN: 978-3-328-10090-4
Erschienen am 27. Dezember 2018, Penguin Verlag

Inhalt/Klappentext:

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt ...


Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.


Nach dem erfolgreichen Debut "Die Vergessenen" ist "Der Verrat" der zweite Roman der Münchener Autorin, die ihre Bücher unter dem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht.

"Der Verrat" ist ein mehr als gelungener Mix aus Familiendrama und Thriller, in dem sich die Autorin mit dem Leser auf eine anfangs eher beschauliche Reise durch Vergangenheit und Gegenwart begibt. Doch bald nimmt die Handlung rasant Fahrt auf, fesselt den Leser und lässt ihn bis zum - überraschenden Ende - nicht mehr los.
Ellen Sandberg verbindet die Lebensgeschichten der Protagonisten in einem raffinierten Netz aus Lügen, Hass und Rache miteinander, gepaart mit der Sehnsucht nach Wahrheit und Aufklärung.
Dank des geschmeidigen und bildhaften Schreibstils von Ellen Sandberg kann man der Handlung gut folgen. Das Buch ist angenehm zu lesen und schnell kann man sich dem Gespinst aus Schuld, Eifersucht und Intrigen nicht mehr entziehen und wird förmlich von der Geschichte mitgerissen.

Mein Fazit: Schon der Klappentext machte mich neugierig, bereits im Prolog hatte Ellen Sandberg mich mit ihrer Geschichte gepackt. Eine spannend gestrickte Familientragödie, absolut lesenswert!


Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Verlagsgruppe Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.

Spannend wie ein Krimi

Von: Nina Schmahl Datum: 27. Januar 2019

Der neue Roman von Ellen Sandberg " Der Verrat" ist eine fesselnde Familientragödie erzählt in zwei Zeitebenen.
Drei Schwestern Name, Birgit und Pia sind auf tragische Weise mit der Geschichte der Winzerfamilie des Winzers Thomas von Mantey verwoben. Liebe, Hass, Eifersucht und ein Geflecht aus Lügen in der Lüge, lassen den Leser erahnen, dass die Wahrheit viel komplizierter ist und es noch so manches Geheimnis zu enträtseln gilt.
Spannend wie ein Krimi liest sich Ellen Sandbergs neustes Werk. Ein großartiger Roman über Liebe und Schuld, Hass und Leidenschaft und über - Verrat.

Spannende Familientragödie

Von: Doreen Datum: 27. Januar 2019

Bei dem Roman handelt es sich um eine kurzweilige Familientragödie, von einer Autorin, die es versteht Spannung auf verschiedenen Zeitebenen aufzubauen. Bis fast zum Ende des Buches bleibt unklar, was wirklich geschah. Man fiebert der Lösung gespannt entgegen und wird immer wieder von plötzlichen Wendungen überrascht, die mitreißen und zum Nachdenken anregen. Klare Leseempfehlung.

Facettenreicher Krimi

Von: Klene123 Datum: 27. Januar 2019

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Ellen Sandberg ist angenehm und man kommt schnell in die Geschichte hinein. Der Roman spielt einerseits in der Gegenwart, in der Nane aus dem Gefängnis kommt und wechselt zwischendurch in das Jahr 1998/99 zur Nacht des Todes von Henning. Diese Rückblenden decken Stück für Stück auf, dass das Geschehen sich nicht ganz so abgespielt haben kann, wie es erzählt wird.

Dabei haben alle Protagonisten mehrere Facetten, was mir beim Lesen gut gefiel, jeder hat viel erlebt und Gründe für die eine oder andere Handlung bei denen man nicht weiß in wie weit man das verurteilen kann. So bleibt lange alles offen und die Spannung hoch. Neben der Auflösung, was wirklich geschehen wird, beschreibt Ellen Sandberg aber auch Familiengeschichte. Diese sind packend und werfen Fragen auf, ob das Handeln einer Person nicht teilweise genetisch ist? Oder man immer das Ergebnis seiner Kindheit ist? Was bedeutet Familie, ist Blut wirklich dicker als Wasser?

Man wird Stück für Stück hineingezogen und so entsteht ein wahrer Pageturner. Allenfalls einige Wiederholungen von bestimmten Eigenschaften der Schwestern waren etwas anstrengend und haben hier und da den Lesefluss gestockt.

Fazit:
Wer eine Kriminalgeschichte mit Protagonisten sucht, die facettenreich sind und gerne beim Lösen des Falls mitdenkt, ist hier genau richtig.

Der Zornige sollte dem anderen vergeben - sagt Horst

Von: marga Datum: 27. Januar 2019

Anfangs dachte ich: na ja, wieder Mal ein Buch über zerstrittene Schwestern. Ist ja nichts Neues. Dann aber habe ich festgestellt, dass dieses Buch von ganz anderen Problemen handelt. Es ist ein Buch über Lügen und Wahrheiten, über Schuld und Vergeben, über Sich-Selbst-Finden, über Liebe, Hass und Rache.
Der Titel des Buches ist sehr zutreffend gewählt, da wir es hier gleich mit mehrfachem Verrat zu tun haben. Das wird während der Lektüre nach und nach immer klarer. In der kleinen Welt rund um Frankfurt und Graven stimmt rein gar nichts: jahrelang wird gelogen, betrogen und aus tiefstem Herzen gehasst. Die einen lügen viel, die anderen nur „ein bisschen“. Allerdings bleibt auch „ein bisschen Lüge“ eine ganze Lüge.
Der Autorin ist es tatsächlich gelungen, lauter negative Charaktere zu erschaffen: fast alle Figuren (männlich und weiblich) sind unsympathisch; man möchte sich mit ihnen nicht anfreunden, geschweige denn identifizieren. Nur einige wenige sind neutral, die gehen dann aber sozusagen unter und können sich nicht durchsetzen.
Es ist schwer auf alle Personen näher einzugehen ohne den Clou zu verraten, deshalb konzentriere ich mich nur kurz auf die drei Schwestern.
Nane stürzt sich von einer Extreme in die andere (Liebe – Hass, Selbstzweifel – Zorn, Luxusgöre – Samariter), ist unberechenbar, will Buße üben ohne wirkliche Reue zu verspüren und lernt nie aus ihren Fehlern.
Birgit ist naiv bis zum Überdruss, zieht immer wieder voreilige Schlüsse und erhebt schnell Beschuldigungen.
Pia, die scheinbar zuverlässige und pragmatische, entpuppt sich als ein Eisblock ohne Gewissen.
Sie alle denken über sich selbst in Kategorien: ich = Opfer, andere – schuldig. Dazu gibt es eine gute Passage auf Seite 272 (die Rede vom Horst).

Alles in allem finde ich das Buch gelungen, trotz einiger Logik-Schwächen in der Handlung. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack sehr üppig: viele Adjektive, lange und opulente Beschreibungen, manchmal sogar überladen, aber das ist reine Geschmackssache. Das Buch lässt sich flüssig lesen, nervt oft, bringt aber auch Lesefreude.

solide Unterhaltung

Von: Aurelia Datum: 27. Januar 2019

Das Buch lies sich angenehm und flüssig, die Handlung konnte mich zwar nicht restlos überzeugen aber ich habe mich insgesamt doch gut unterhalten gefühlt so wie nach einem 90min Familiendrama im deutschen Fernsehen (und das ist nicht ironisch gemeint).

Starke Charaktere, schwächelnder Handlungsstrang

Von: Forum der Musen Datum: 26. Januar 2019

Dies war das erste Werk, das ich von Ellen Sandberg lesen durfte. Vielen Dank dem Randomhouse Verlag für das Leseexemplar!

Kurze Zusammenfassung: Vor zwanzig Jahren wurde das Leben der Schwestern Nane und Pia grundlegend verändert und ihr Verhältnis zueinander zerstört. Nane kommt aus dem Gefängnis frei, zerfressen von Schuld und geplagt von Erinnerungslücken. Pia ist erfolgreich in ihrem Leben, dieses beginnt sich aber langsam aufzulösen. Als Nane dann zurück in ihr Leben tritt, bricht das Chaos aus und alles wird in Frage gestellt.

Die Charaktere waren extrem gut dargestellt. Sie waren wie Menschen, denen man zufällig auf der Strasse begegnen kann, und das Innenleben jeder einzelnen Person ist detailreich und nachvollziehbar geschildert. Genauso ist es mit den Beziehungen untereinander. Die Anspannungen, Freude und Hass sind förmlich mit den Händen greifbar. Das macht den Roman als Familiendrama auch so überaus überzeugend. Auch wenn manche der Geschehnisse im Buch eher mechanisch wirken und um den Verlauf der Geschichte voranzubringen und (zumindest für mich) Teile sehr vorhersehbar abliefen, das Buch hat mich durchaus gut unterhalten. Ellen Sandberg beweist ein gutes Händchen bei ihren Charakteren, man konnte sie hervorragend mögen und auch nicht leiden. Auch die Landschaften, gerade das Weingut an der Saar, konnte man sich wunderbar vorstellen und für eine Weile dorthin verschwinden.
Die Intrigen und Konflikte verlaufen teils gradlinig, aber manchmal tauchen auch unerwartete Aspekte auf, mit denen man nicht rechnen konnte. Der Spannungsbogen wird gut gehalten, auch durch den klar strukturierten Schreibstil. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, so kann man sehr gut die Verwicklungen einzelner Handlungen von früher ins Heute einordnen.

Fazit: Mit "Der Verrat" kann man einen spannenden Abend verbringen.
Für Fans von Dramen, starken Charakteren und Intrigen eine klare Kaufempfehlung!

Große Überraschung

Von: Angelika H Datum: 26. Januar 2019

Dieses Buch hat mich absolut positiv überrascht!
Die Story ist absolut großartig und spannend. Fesselnd bis zur letzten Sekunde.
Sehr gelungen sind auch die Orts- und Personenbeschreibung. Man kann sich in die Charaktere und ihre Emotionen sehr gut reinversetzen und leidet bei den viele Höhen und Tiefen mit.
Der Schreibstil ist sehr angenehm,sodass man das Buch sehr flüssig lesen kann.
Da ich zur Zeit selbst in einer Weingegend an der Mosel wohne, aber aus Frankfurt stamme, war das Buch für mich nicht noch von der Story sondern auch von den Orten her ein Highlight. Besonders empfehlenswert ist der Genuss eines Glases Wein zur Lektüre.

»Warum willst Du diese Geschichte überhaupt in ein Genre pressen?«

Von: Carsten Datum: 26. Januar 2019

Diese Frage wird Sonja, einer der Figuren im Buch »Der Verrat« von Ellen Sandberg, gestellt. Gleiches gilt für den ca. 460 Seiten umfassenden Roman, der sich ebenfalls nicht in eine Schublade pressen lässt: Er hat u.a. Elemente eines Krimis, eines Psycho-Thrillers, eines Dramas, einer Familien-, Liebes- und einer Heimatgeschichte. Die Geschichte kreist um die Themen Tod, Hass, Liebe, Eifersucht, Nähe und Distanz, Lügen, Feindschaft, Geschwisterrivalität sowie Rache und Vergebung.
Die Handlung, die der Inhaltsbeschreibung sowie dem Klappentext des Buchs entnommen werden kann, ist zum großen Teil mit weiblichen Personen besetzt. Anfangs ist es nicht ganz einfach, die Vielzahl an handelnden Personen zu durchdringen bzw. die einzelnen Verwandtschaftsverhältnisse zu durchschauen. Auch wenn die jeweiligen Charaktere gut bis sehr gut herausgearbeitet sind und glaubwürdig sowie authentisch erscheinen, muss der Leser ertragen, dass sie keineswegs sympathisch oder gar heldenhaft wirken. Eine Ausnahme ist Mark, der Ex-Mann der Protagonistin Ariane, genannt Nane. Auf diese Weise kann der Leser Distanz zum Geschehen wahren, erfährt nach und nach mehr über die handelnden Personen und kommt der Auflösung bzw. der Wahrheit näher. Zu diesem Zweck spielt die Geschichte auf zwei Zeitebenen (1997/98 und 2018), die abwechselnd erzählt werden. Einige Situationen werden aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, was ebenfalls eine Stärke dieses Buchs ist. Überzeugend ist auch die Schilderung der Probleme, die Nane nach 20 Jahren Gefängnis hat, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Auch wenn der Schreibstil flüssig und gut lesbar ist, hätten dem Roman eine Straffung und ein Verzicht von Wiederholungen gut getan. Die beinahe gebetsmühlenartige Erwähnung des Fluchs, der angeblich auf den Frauen der Familie lastet, das ständige Nehmen, Absetzen und Entsorgen der weißen »Helferlein«, oder die Beschreibung vom »Wunderland zwischen ihren Beinen« inklusive der wenig überzeugenden bis verklemmten Schilderung vermeintlich erotischer Episoden hinterlassen leider einen schalen Beigeschmack, der nicht hätte sein müssen.
Auch wenn die Wahrheit bzw. das Ende der Geschichte voraussehbar ist, lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Packender Roman "Der Verrat"

Von: Saskia T. Datum: 26. Januar 2019

Im neuen Roman “der Verrat” von Ellen Sandberg geht es um die verzwickte Geschichte der drei Schwestern Nane, Pia und Birgit.
Die Schwester Nane wird nach zwanzig Jahren im Gefängnis entlassen und kommt bei ihrer Schwester Birgit unter. Es fällt Nane schwer sich in die Gesellschaft zu integrieren da sie noch immer von Schuldgefühlen geplagt wird und einfach nicht drüber hinweg kommt was damals passiert ist. Sie erhofft sich ein klärendes Gespräch mit ihrem Schwager, doch ihre Schwester Pia setzt alles daran Nane von sich und ihrem Leben auf dem Weingut an der Saar fernzuhalten. Pia kämpft derweil nicht nur mit der Rückkehr von Nane und der Erinnerung an das Drama vor zwanzig Jahren, sondern auch damit, dass ihr perfekt aufgebautes Leben immer mehr aus den Fugen gerät. Was ist damals nur passiert, dass das Auftauchen von Nane auf dem Weingut solchen Einfluss hat. Welches Familiengeheimnis lässt die drei Schwestern einfach nicht zur Ruhe kommen.

Mit den Rückblicken in die Vergangenheit und den verschiedenen Sichtweisen schafft es Ellen Sandberg den Spannungsbogen zu halten, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. Die Veränderung der Charaktere während des Lesens hält einen im Bann und man wartet voller Spannung auf den nächsten Schritt und die Sichtweise jedes Einzelnen.

Der Roman „Der Verrat“ ist eine spannende Geschichte über ein Familiengeheimnis, gespickt mit faszinierenden Details, die den Leser ab Seite eins packt und einfach nicht mehr loslässt. Eine absolute Leseempfehlung!

Rache, Intrigen, Geheimnisse in Einem

Von: Nadine1986 Datum: 26. Januar 2019

3,5 von 5 Sternen

Ach habe ich mich auf diesen Roman gefreut. Der Klappentext hört sich sehr gut an und das Cover passt auch hervorragend zu dem Buch. Man stellt sich, wenn man das Buch gelesen hat, sofort vor wie man auf das Weingut fährt und sich einfach nur entspannen kann.

Der Schreibstil von Ellen Sandberg ist auch sehr flüssig und leicht und man kommt beim Lesen nicht ins Stocken. Es geht in diesem Roman um Lügen, Intrigen, Hass, Schuldgefühle, Rache und die Wahrheit ans Licht bringen. Diese Kombination hat mein Interesse sehr geweckt, da solche Geschichten immer sehr spannend und interessant sind. Viele Verwicklungen, viele Geheimnisse, die gelüftet werden wollen und alle gehen sich an die Gurgel. Ganz so schlimm war es dann nicht, aber gut. 

Das Buch wird immer abwechselnd erzählt. Es beginnt mit dem Jahr 1997 und geht dann mit dem Jahr 2018 weiter. Dies wechselt sich im Buch immer wieder ab und man erfährt so was damals geschehen ist und wie die Einzelnen damit heute umgehen.

Die drei Schwestern Birgit, Pia und Nane könnten unterschiedlicher nicht sein. Birgit ist eine sehr harmoniebedürftige Person, Pia die mit beiden Beinen im Leben stehende Karrierefrau und Nane die Rebellin. Doch dann wird Nane aus dem Gefängnis entlassen und die sonst so gelassene und strukturierte Pia sieht ihr Leben in Gefahr.

Es ist alles gut erzählt, aber gab es für mich in der Mitte des Buches einen totalen Durchhänger und man wünscht sich Dinge von damals zu erfahren, aber nicht jedes noch so kleine Detail, das gar nicht wichtig ist für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Dennoch kann ich diesen Roman nur empfehlen.

Familie hat man - Freunde sucht man sich selbst aus

Von: Baba23 Datum: 26. Januar 2019

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt...
Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Das Buch liest sich sehr gut, auch wenn die Schwestern Nane, Birgit und Pia einem nicht immer sympathisch erscheinen, Nane hat Verlustängste und klammert, Pia ist rational und kühl und Birgit ist die Vermittlerin und will es allen recht machen. Und zudem liegt ein Fluch auf den Frauen der Familie. Dies wird öfters erwähnt und meiner Meinung nach etwas zu oft (war schon im ersten Roman von Ellen Sandberg "Der Verrat" so). Auch die kleinen weissen Helferlein von Nane und dem "Wunderland" haben mich mit der Zeit genervt.
Ansonsten fand ich den Roman sehr spannend und durch die Erzählung mit der Vergangenheit und der Gegenwart erfährt man als Leser viel schneller was in den Jahren 1997/98 geschah. Auch wurde mir Nane gegen Schluss immer sympathischer und ich habe sehr mit ihr gefühlt... ein solcher Verrat und verlorene Jahre sind wirklich sehr schlimm.
Ich freue mich auf weitere Bücher von Ellen Sandberg, auch wenn ich finde, dass ihr neuer Schreibstil doch sehr an eine andere deutsche Schriftstellerin erinnert.

Ein Familiendrama über 3 Schwestern, ein Fluch, Leidenschaft und Lügen

Von: Nicole B. Datum: 26. Januar 2019

Von 3 ungleichen Schwestern und einem Fluch der über den Frauen der Familie zu hängen scheint, erzählt Ellen Sandberg in Ihrem neuen Roman "Der Verrat". Es ist ein Familiendrama über Liebe und Leidenschaft, über Verrat und Lügen.
Drei Schwestern - Birgit, Pia und Nane - wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Jede lebt ihr eigenes Leben und doch scheint jede mit dem Schicksal der anderen verwoben zu sein. Die Geschichte wird jeweils in der Gegenwart im Jahr 2018 und in der Vergangenheit im Sommer 1998 erzählt. Dieser Wechsel gefällt mir richtig gut und so nähert man sich langsam der Wahrheit, was damals wirklich in dein Weinbergen im Sommer geschehen ist. Die Figuren bleiben für mich bis zum Schluss nicht richtig greifbar, besonders mit Pia wurde ich nicht richtig warm. Birgit geht leider etwas unter und auch Nane hätte für mich besser ausgearbeitet werden können.
Der Roman lässt sich flüssig lesen und nimmt für mich ab der Mitte endlich an Fahrt auf. Die Geschichte zieht sich am Anfang etwas, es tauchen immer wieder die selben Fragen auf. Dennoch bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend. Der Schluss kam für mich dann doch sehr abrupt und einige Fragen bleiben für mich offen.
Dennoch eine gelungene Geschichte, die sich durchweg gut lesen lässt und für jeden der gerne Familiendramen liest, empfehlenswert ist.

Lebenslüge(n)

Von: vanille030 Datum: 26. Januar 2019

Eigentlich lese ich kaum deutschsprachige Romane. Meisten sind es skandinavische oder Bücher aus dem englischsprachigen Raum, die mein Interesse wecken. Beim vorliegenden Buch hat mich jedoch der Klappentext aufmerksam werden lassen. Denn: Geheimnisse sind immer wieder faszinierend.
Hier geht es um ein Familiengeheimnis und um die Geschichte der Schwestern Nane, Birgit und Pia. Ellen Sandberg versteht von Anfang an Spannung und Neugier aufzubauen. Ich konnte mich sofort in die Personen und die Handlungsorte hineinversetzen. Die Autorin überzeugt durch einen guten, flüssigen Schreibstil, der es dem Leser einfach macht, der Geschichte zu folgen.
Fazit: Eine fesselnde, spannende Geschichte um ein Familiendrama - sehr zu empfehlen!

Die Wahrheit ruht nicht

Von: Lesefreude Datum: 25. Januar 2019

Mit „Der Verrat“ präsentiert uns Ellen Sandberg nach „Die Vergessenen“ ihren zweiten spannenden Roman unter diesem Pseudonym. Wie bereits in ihrem Debüt hält Ellen Sandberg an Zeitsprüngen, zwischen der Gegenwart und den Ereignissen vor 20 Jahren, fest. Zu Beginn eines jedes Kapitel wird dies klar und deutlich kommuniziert.

„Der Verrat“ ist in dritten Person geschrieben. Da wir immer wieder andere Protagonisten begleiten, ist das sehr gut geeignet, um sich in den nicht immer einfachen Familienstrukturen zurecht zu finden. Neben den Schwestern Pia und Nane kommt unter anderem noch die dritte Schwester Brigitte ins Spiel.

Ellen Sandberg zeigt, die Sehnsucht nach einer funktionierenden, harmonischen Familie, die in vielen von uns schlummert. Wenn die Familie keinen sicheren, schützenden Hafen bildet, kann es sein, dass die Menschen orientierungslos herumirren. So suchen viele Charaktere in „Der Verrat“ ihren Platz in einem sozialen Gefüge. Diese Sehnsucht nach einem sicheren Hafen, lässt sie dabei nicht immer klug, dafür umso leidenschaftlicher, handeln.

„Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere daran stirbt.“
Die Einblicke in Pias Beruf als Restaurateurin haben mir sehr gut gefallen. Ellen Sandberg zeigt, wie behutsam man dabei vorgehen muss, um ein Bild zu retten oder in neuem Glanz erscheinen zu lassen. Die Liebe zu den nicht nur alten Bildern, sondern teils auch Möbeln, hat mich fasziniert. Es stellte den perfekten Gegenpart zu den filigranen, zerbrechlichen und kurzlebigen Beziehungen im Buch dar.

Damit die Geschichte funktioniert und am Ende alle Puzzleteile ineinandergreifen, gibt es einige Zufälle. Da muss man als Leser einfach mal ein Auge zudrücken. Leider gibt es immer wieder etwas zähe Stellen. Als Leser hat man durch die Beobachtung der unterschiedlichen Charaktere einen Wissensvorsprung. Bis sich die Charaktere diese Erkenntnisse mühsam erarbeiten vergeht manchmal zu viel Zeit. Diese nimmt der an sich super spannenden Geschichte etwas an Fahrt.

Ellen Sandberg lädt den Leser gekonnt ein mitzurätseln. Immer wieder denkt man sich „Sie hat doch nicht wirklich…“.Nur um kurz darauf in die nächste Überraschung zu stolpern. Diese Überraschungen ergeben sich vielfach daraus, dass Ellen Sandberg für beinahe jeden Charaktere, dem sie ein paar Seiten widmet eine eigene kleine Story bzw. einen Schicksalsschlag vorbereitet hat.

Mit „Der Verrat“ lässt uns Ellen Sandberg in ein spannendes Familiendrama eintauchen. Zwanzig Jahre liegen zwischen den schrecklichen Ereignissen und der Aufarbeitung der Wahrheit. Dabei arbeiten die Protagonisten intensiv daran, dass möglichst viel im Dunkeln bleibt. Doch Ellen Sandberg kennt keine Gnade und klärt alles restlos auf.

Manchmal habe ich mir gewünscht, dass die Charaktere schneller entdecken, was wir als Leser bereits wissen. Dies hätte das Tempo erhöht und die Lesefreude für mich perfektioniert.

Spannende Familiengeschichte mit zwei Zeitachsen

Von: Lisa Datum: 25. Januar 2019

Ich habe seit Langem kein Buch so schnell durchgelesen wie Der Verrat von Ellen Sandberg. Erzählt wird eine spannende Familiengeschichte, wobei zwischen den Jahren 1998 und 2018 gewechselt wird. Die Leser erfahren erst nach und nach was 1998 passierte und wie es den Charaktere bis heute ergangen ist. Dabei hat die Geschichte etwas von einem Krimi, ohne dass es einen Detektiv gibt. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich als Leserin das letzte Puzzlestück erst ganz am Schluss erhalten habe, weil die Spannung dadurch bis zum Ende hoch war. Ein sehr empfehlenswerter Roman!

Spannend bis zum Schluss

Von: Andrea Datum: 24. Januar 2019

Dieses Buch steckt voller Geheimnisse. Es hat wirklich Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen, besonders weil es so fesselnd war. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. Nicht jede Familie ist harmonisch und perfekt und das hat Ellen bewiesen.

Schlangengrube Familie

Von: leseigel Datum: 24. Januar 2019

Im Sommer 1998 verunglückt Henning, der einzige Sohn des Weingutbesitzers Thomas von Manthey , tödlich mit dem Auto seiner Stiefmutter Pia. Wie sich herausstellt. waren die Bremsen manipuliert. Nane, die jüngere Schwester von Pia, wollte ihre Schwester aus Rache umbringen. Nane wurde wegen Mordes verurteilt. Pia und ihr Mann Thomas haben ein gutes Leben. Das Weingut floriert und sie haben eine gemeinsame Tochter, Lissy. Nane wird nach 20 Jahren auf Bewährung entlassen. Von Schuldgefühlen zerrissen sucht Nane Vergebung bei den Beteiligten von damals. Doch sie stößt auf eine Mauer der Ablehnung. Gerade ihre Schwester Pia kann ihr nicht verzeihen. Mit Nanes Auftauchen werden aber auch die Erinnerungen an damals geweckt. Hat sich der Mord wirklich so zugetragen, wie alle behaupten ?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zwischen den Ereignissen von damals und heute hin und her zu wechseln, empfand ich als tolles Stilelement, das die Spannung erhöht hat. Nane wird in der Vergangenheit als labile junge Frau geschildert, die schlecht mit Ablehnung umgehen kann und Psychopharmaka nimmt. Dass sie aus Eifersucht auf das Glück ihrer Schwester versucht , diese um zu bringen, traute ich ihr sofort zu. Doch die Rückblenden, die sich langsam der Tatnacht nähern, haben Zweifel aufkommen lassen. Parallel dazu spitzt sich die Lage auf dem Weingut zwischen Pia und der Ziehschwester Margot ihres Mannes Thomas , die Pia vom ersten Tag an gehasst hat, zu. Das Ende der Geschichte deutet sich immer mehr an, ist aber deswegen nicht weniger berührend. Das Buch zeigt, dass es nicht unbedingt einen Serienmörder braucht, um menschliche Abgründe auf zu decken.

Familienintrigen und Spannung

Von: Lisa-Marie B Datum: 23. Januar 2019

‚Der Verrat‘ von Ellen Sandberg erzählt die Geschichte von Pia, die einen reichen Winzer geheiratet hat und ihrer Schwester Nane, die frisch aus dem Gefängnis kommt.
Nach und nach und mit einem Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit, erfährt man von der düsteren Vorgeschichte der Familie und den Familiengeheimnissen.
Ein sehr spannendes Buch mit überraschenden Wendungen!
Man taucht voll und ganz in die Welt der schönen Landschaften ein und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen!

Gelungene Mischung aus Familiendrama und Krimi

Von: Stefan Riesener Datum: 23. Januar 2019

Nach 20 Jahren, in denen sie wegen Mordes im Gefängnis saß, wir Nane auf Bewährung entlassen. Sie wurde für den Tod von Henning, dem Sohn ihres Schwagers und Ex-Liebhabers Thomas, verurteilt. Auch nach dieser langen Zeit ist sie von Schuldgefühlen besessen und gleichzeitig voller Zweifel, was in der Nacht vor 20 Jahren wirklich passiert ist. Hat sie im letzten Augenblick versucht, das Schlimmste zu verhindern ? Auskunft darüber könnte Thomas geben, doch ihre Schwester Pia, die jetzige Frau von Thomas, unterbindet jeden Versuch der Kontaktaufnahme von Nane.

In ihrem neuen Roman, dem Nachfolger des Bestsellers "Die Vergessenen", gelingt Ellen Sandberg eine wunderbare Mischung aus Familiendrama und Krimi. Der Roman wechselt permanent zwischen zwei Zeitebenen, der Gegenwart und dem Geschehen vor 20 Jahren, welches zum Tod von Henning führte. Durch die Rückblenden gelingt es der Autorin die Spannung durchgehend hoch zu halten, denn der Leser bekommt früh Hinweise, dass nicht alles in der Todesnacht so ist, wie es am Anfang scheint. Dadurch wird das Buch zu einem echten "Pageturner". Neben diesem Kriminalfall ist das Buch aber auch und vor allem ein genau beobachtetes Familiendrama. Das Verhältnis der Schwestern Pia und Nane (sowie der dritten Schwester Brigitte) und die Beziehungen und Intrigen der Bewohner des Weingutes Graven, welches Thomas und Pia gehört, haben mich mindestens genauso interessiert wie die eigentliche Aufklärung des damaligen Todesfalls.
Fazit: Das neue Buch von Ellen Sandberg hat mich gefesselt und jederzeit gut unterhalten. Daher von mir eine absolute Leseempfehlung.

Fesselnd

Von: Muppets33 Datum: 23. Januar 2019

Die Geschichte handelt von den 3 Schwestern Birgit, Pia und Nane, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Lebensgeschichte und einem Verbrechen, das vor 20 Jahren geschah und einer damit verbundenen Lüge.
Nane, die 20 Jahre für dieses Verbrechen im Gefängnis war, wird entlassen und will Klarheit darüber, was in der verhängnisvollen Nacht vor 20 Jahren passiert ist. Damit löst sie eine Lawine aus und immer mehr tritt ein damit verbundenes Familiengeheimnis in den Vordergrund.
Man beginnt zu ahnen, worin die damalige Lüge besteht, aber das Ende ist doch eher unerwartet.
Klare Leseempfehlung meinerseits

Krimi und Familienträgodie

Von: Vera Datum: 23. Januar 2019

Das Buch erzählt die Geschichte der drei sehr unterschiedlichen Schwestern Nane, Pia und Birgit. Es spielt abwechselnd 2018 und 10 Jahre zuvor.

Der Roman ist sowohl ein Familiendrama, als auch ein spannender Krimi, der mich von den ersten Seiten fasziniert hat. Anfangs ist nicht ganz klar, worauf die Geschichte hinausläuft, doch bereits nach wenigen Kapiteln ist klar, das etwas Schreckliches zwischen den Schwestern steht und das dieses sie einholen wird.

Die drei Schwestern sind auf dem ersten Blick ganz unterschiedlich. Pia, die erfolgreiche Restauratorin, die mit ihrem wohlhabendem Mann auf einem Weingut lebt. Birgit, die graue Maus, deren Lebensentwurf durch einen Fehltritt zerstört wurde und Nane, das „schwarze Schaf“ der Familie, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Doch es gibt eine Gemeinsamkeit der drei Schwestern, die sich aber keine von ihnen eingestehen will.

Der unterschwellige Hass und das Misstrauen der drei Schwestern zieht sich durch den gesamten Roman und der Grund dafür bleibt bis zum Ende offen. Ich fand es sehr spannend und unterhaltsam geschrieben und ich habe es in kurzer Zeit gelesen. Besonders gut haben mir die Szenen auf dem Weingut an der Saar gefallen. Es war so gut beschrieben, dass ich die im Buch geschriebenen Orte sofort vor Augen hatte.

Fazit
Der Verrat ist ein packender Roman über Liebe, Hass und Vergebung bei dem welchem das Kopfkino perfekt funktioniert!

♥️♥️♥️♥️♥️ Herzen und eine Leseempfehlung von mir!

Ein Familiendrama mit tödlichen Folgen

Von: die.buecherdiebin Datum: 23. Januar 2019

Inhalt: Nach 20 Jahren wird Nane auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Sie wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt, da sie vorsätzlich einen tödlichen Unfall verschuldet hatte. Immer noch lastet die Schuld schwer auf ihr. Verzweifelt versucht sie, Klarheit in ihre verschwommenen Erinnerungen an die Nacht des Unfalls zu bringen. Ihre Schwester Pia, eine erfolgreiche Restauratorin, die mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar lebt, könnte ihr dabei helfen, doch sie verweigert jeden Kontakt zu Nane.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Ellen Sanders ist atmosphärisch, flüssig und lässt sich schnell lesen. Auch der Aufbau des Krimis hat mir gut gefallen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - in der Gegenwart 2018 und in der Vergangenheit 1997/98 - und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit erfährt der Leser nach und nach, was in der Nacht des Unfalls wirklich geschehen ist. Die Auflösung erfährt man wirklich erst zum Schluss und für mich war sie überraschend.
Leider braucht die Geschichte eine ganze Weile, um Fahrt aufzunehmen und plätschert so dahin. Doch nach etwa der Hälfte des Buches war mein Interesse geweckt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Tatsächlich konnte mich leider keiner der Charaktere überzeugen. Es war niemand dabei, den ich mochte. Nane fand ich total nervig (vor allem in der Vergangenheit) und Pia war mir einfach unsympathisch.
Fazit: „Der Verrat“ ist eher ein Familiendrama als ein Krimi. Es geht um Geschwisterrivalität, Liebe, Hass, Eifersucht, Schuld, Rache und - Verrat. Leider konnte das Buch meine Erwartungen, die nach dem ersten Buch von Ellen Sandberg „Die Vergessenen“ natürlich sehr hoch waren, nicht ganz erfüllen.

Überraschend gut!

Von: Justin Datum: 23. Januar 2019

Zu Beginn meiner Rezension muss ich sagen, dass ich eigentlich nur selten deutsche Romane lese. Meistens ziehen mich doch eher nordische Stories -vielleicht aufgrund der Atmosphäre- in Ihren Bann. Das Cover dieses Buches hat mich allerdings neugierig gemacht und der Klappentext verrät eine bereits, dass es hier wohl um ein dunkles Familiengeheimnis und um die Vergangenheit der drei Schwestern Nane, Birgit und Pia geht.
Von Beginn an war ich vom Schreibstil der Autorin überzeugt. Ellen Sandberg schreibt flüssig und äußerst mitreißend. Ich war von Anfang an gut unterhalten, was natürlich auch an der spannenden Geschichte selbst lag. Besonders gefallen hat mir das Weingut Graven als Schauplatz der Handlung, was von der Autorin einfach super skizziert und beschrieben wurde.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne Familiendramen und auch Krimis liest. Ich war äußerst überrascht, wie stark man in den Sog dieses Dramas hineingezogen wurde. Ich jedenfalls konnte das Buch gar nicht aus der Hand lesen und werde wohl auch noch das ein oder andere Buch von Frau Sandberg lesen!

Familiendrama und Krimi in einem…

Von: Mimis Landbuecherei Datum: 21. Januar 2019

Cover:

Das Cover zeigt ein Weingut, dass an den Hängen eines weiten Weinbergs steht. Im Hintergrund ziehen dunkle Wolken auf. Ein Cover, das mich allerdings nicht gleich angesprochen hätte.

Inhalt:

Nane hat zwanzig Jahre im Gefängnis verbracht. Getrieben durch ihre Schuld und eine nagende Ungewissheit, ob das Unglück verhindert hätte werden können, sucht sie Kontakt zu den Hinterbliebenen ihres Opfers. Dass es sich dabei um ihre Schwester Pia und ihren Mann Thomas handelt, erschwert die Angelegenheit um einiges. Seit dem tragischem Tot von Henning, dem Sohn ihres Schwagers Thomas sind die Fronten verhärtet. Nanes Erinnerungen sind verschwommen und sie kann sich an ein wichtiges Detail nicht genau erinnern. Sie will Thomas zur Rede stellen. Als sie das Weingut aufsucht, erleidet er einen Herzinfarkt und kommt ins Krankenhaus. Ihre Schwester versucht Nane mit allen Mitteln von ihrem Mann fernzuhalten und erteilt ihr für das Weingut Hausverbot. Auch das Krankenhaus darf sie nicht betreten. Pia geht mit aller Härte gegen ihre Schwester vor und kann doch die Aufklärung der Ereignisse nicht aufhalten. Was ist vor zwanzig Jahren wirklich passiert...

Schreibstil:

Ellen Sandberg hat mich gleich auf den ersten Seiten in die Geschichte gezogen. Über die gesamte Geschichte kommt keine Langeweile auf. Auf zwei Zeitebenen nimmt man an den Geschehnissen vor zwanzig Jahren und in der Gegenwart teil. Eifersucht, Geschwisterhass, Angst, unterdrückte Gefühle, Verlustängste und Liebe sind die großen Gefühle dieses Romans. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und vor allem Nanes Schicksal hat mich bewegt. Es war sehr interessant zu lesen, wie unterschiedlich sich das gleiche Schicksal auf die drei Schwestern ausgewirkt. Die Mutter verlässt die Familie als die Mädchen klein sind, um mit einem anderen Mann wegzugehen. Kommt allerdings nach einiger Zeit reumütig zurück. Die drei Geschwister entwickeln durch diesen Verlust ganz verschiedene Charakterzüge. Nana klammert extrem und leidet an großen Verlustängsten die sich bis ins Stalken steigern, Pia hält alle Gefühle unter der Oberfläche. Sie ist kontrolliert und handelt in allem überlegt. Die dritte Schwester glaubt an die große Liebe und gerät dadurch in Schwierigkeiten, kann ihren geliebten Beruf nicht mehr ausüben und ist so an die Eltern gefesselt. Sie möchte, dass alle zusammenhalten und sich gegenseitig vergeben.

Lieblingslesezeichen:

"Wir müssen das Opfersein loslassen. Wir müssen also verzeihen, wenn wir in Frieden weiterleben wollen. Und dafür musst du nicht zum anderen hingehen und ihm das ins Gesicht sagen. Das Verzeihen passiert ja in dir selbst."

Seite 272

Fazit: Ein spannendes Familiendrama, das vieles vereint, Krimi, Frauenroman und Familiensaga. Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen und bekommt

5 Sterne

Das Spiel mit der Spannung

Von: Alessa B Datum: 20. Januar 2019

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich derart mit mir selbst diskutieren ließ, wie "Der Verrat" von Ellen Sandberg. Nach den ersten 30 Seiten war ich zunächst enttäuscht. Ich fand die Handlung sehr voraussehbar und wollte das Buch weglegen. Doch je mehr ich dann las, desto spannender wurde es. Desto mehr Geheimnisse und Überraschungen traten ans Licht und desto weniger wollte ich das Buch auf einmal aus der Hand legen.
Ellen Sandberg schafft es, jeder Figur Leben einzuhauchen. Ich habe mit Nane gelitten, ich kann mich in Pia hineinversetzen und ja, ich habe mich sogar in Thomas verliebt.
Und noch dazu die Ortschaften! Manche mögen es als Spoiler empfinden, auch wenn es auf dem Buchrücken steht: Die meiste Zeit spielt die Geschichte auf einem Weingut. Traumhaft!
Ich würde das Buch jederzeit weiter empfehlen.
Es gibt jedoch zwei Dinge, die mich stören: Einmal ist es das Ende. Ich hätte mir mehr Klarheit und Eindeutigkeit gewünscht. Das andere ist der Schreibstil der Autorin. Zu Zeiten war mir dieser zu sehr Spreche als Schreibsprache. Doch dies ist Geschmackssache. "Der Verrat" ist wirklich ein gutes Buch!

Spannung & Lektion

Von: Greeny33 Datum: 20. Januar 2019

Am Anfang verwendet Ellen Sandberg viele Fachbegriffe beim Beschreiben des Weingutes, jedoch hat das keinen Einfluss aufs Verständnis, nur auf die optische Vorstellung der Umgebung. Die Spannung wird gehalten bzw. immer wieder neu aufgebaut. Immer wenn man denkt "ah ich weiß was damals passiert ist", kommt ein neues Detail, das einem zeigt, dass man keine Ahnung hat und so rätselt man weiter mit. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch noch eine gute Lektion, vorallem für die Menschen, die in sich Hass tragen.

Eine Geschichte, die sich langsam entfaltet

Von: Nabura Datum: 20. Januar 2019

Seit zwanzig Jahren lebt Pia von Manthey mit ihrem Mann Thomas auf dem Weingut Graven. Sie arbeitet dort als Restauratorin, während Thomas als Weinbauer den Familienbetrieb führt. Ihr geordnetes Leben gerät völlig durcheinander, als Thomas einen Herzinfarkt erleidet und im Krankenhaus das Bewusstsein verliert. Ausgerechnet Pias Schwester Nane hat ihn im Prälatengarten gefunden. Nane, die Mörderin, die nach zwanzig Jahren gerade auf Bewährung freigelassen wurde. Während Birgit, die dritte Schwester, sich um Nane kümmert, macht Pia energisch klar, dass sich Nane von ihr und ihrer Familie fernhalten soll. Doch Nane will Thomas unbedingt sprechen und etwas klären, das sie seit Jahren nicht loslässt. Warum wehrt sich Pia so strikt gegen jeglichen Kontakt? Wie kann es für Graven weitergehen, wenn Thomas im Krankenhaus liegt? Und gibt es wirklich offene Fragen im Hinblick auf die Nacht vor zwanzig Jahren, in denen Nane zur Mörderin wurde?

Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, in dem in einer Sommernacht im Jahr 1998 ein vom Weingut Graven kommendes Auto in die Tiefe stürzt. Danach springt das Buch in die Gegenwart und der Leser lernt die Schwestern Pia, Nane und Birgit kennen. Die drei sind sehr verschieden: Pia führt ein gehobenes Leben an der Seite ihres wohlhabenden Manns, während Birgit das Kunst- und Antiquitätengeschäft der Eltern über die Runden bringt und Nane nach zwanzig Jahren frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Schnell wird deutlich, dass zwischen Pia und Nane eine tiefe Kluft besteht. Nane sieht Pia als Konkurrentin, gegen die sie schon seit ihrer Kindheit rebelliert. Und Pia kann kaum glauben, dass Nane wirklich die Frechheit besitzt, auf dem Weingut aufzutauchen – vielleicht hat die Thomas nicht gerettet, indem sie den Notarzt gerufen hat, sondern ihn mit ihrem Auftauchen überhaupt erst zu Tode erschreckt? In der Nähe der Angehörigen ihres Opfers hat sie wirklich nichts zu suchen!

Langsam erhält der Leser erste Hinweise darauf, was vor zwanzig Jahren passiert ist und wen Nane umgebracht hat. Hier wird der Leser häppchenweise mit Informationen versorgt. Rückblenden ins Jahr 1998, die ähnlich viel Raum einnehmen wie die Handlung in der Gegenwart, nehmen den Leser mit in eine Zeit, in der das Verhältnis der drei Schwestern noch ein anderes war. Hier erfährt man viel darüber, welche Pläne sie damals hatten und wie sie darauf reagiert haben, dass manches anders kam als gedacht. Dabei holt die Geschichte weit aus und erzählt beispielsweise von Nanes Trennung von ihrem ersten Mann und Birgits verhängnisvoller Liebschaft.

Das Buch baut psychologische Spannung auf durch das schwierige Verhältnis der drei Schwestern, bei dem man sich fragt, was wirklich alles dahinter steckt. Aber auch andere Charaktere rücken zeitweise in den Fokus: Welche Rolle spielt Thomas? Wie weit wird Margot gehen, die seit ihrer Kindheit auf dem Weingut lebt und mit Pias Entscheidungen nicht einverstanden ist? Wird Pias Tochter in die Fußstapfen ihres Vaters treten? Und welche Informationen wird Thomas‘ Enkelin Sonja zusammentragen beim Versuch, ein Buch über ihren Vater zu schreiben?

Auf beiden Zeitschienen nähert man sich schließlich der verhängnisvollen Nacht, die alles verändert hat. Mir war das Tempo des Buches dabei zu ruhig. Das Offenlegen der einzelnen Puzzlestücke zog sich in die Länge und die Nebenhandlungen nehmen viel Raum ein und zögern die Auflösung hinaus. Schließlich offenbart sich ein komplexes Gefüge aus Verstrickungen, Fehlentscheidungen und Geheimnissen. Dabei war es für mich in Ordnung, dass mir kein einziger Charakter wirklich sympathisch wurde, denn die Geschichte lebt davon, dass niemand perfekt ist und sich anders hätte verhalten können. Wer Geschichten mag, die sich langsam entfalten und in denen stückweise neue Erkenntnisse gewonnen werden, für den ist diese Mischung aus Krimi und Familiendrama sicherlich interessant!

Die Lüge

Von: Miss Norge Datum: 20. Januar 2019

Nane, Birgit und Pia, drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und ein 20 Jahre altes, gut gehütetes Geheimnis, welches so langsam an die Oberfläche dringt. Nane kommt nach 20 Jahren aus dem Gefängnis frei und Starthilfe leistet ihre Schwester Birgit, die ihr eine Unterkunft und Arbeit stellt, damit die restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Pia, die an der Saar auf dem Weingut Graven ihres Mannes Thomas lebt, hat den Kontakt zu ihren beiden Schwestern schleifen lassen, zu Nane sogar ganz abgebrochen, aus gutem Grunde. Doch nun ist Nane wieder frei und will wissen, was damals 1998 wirklich geschehen ist. Sie reißt alte Wunden auf und einige Menschen in ihrem Umfeld werden nervös und hoffen, das nie zu Tage kommt, was vor 20 Jahren geschah. Der Plot ist zum großen Teil mit weiblichen Personen belegt und diese lassen nichts aus. Neid, Hass, Feindschaften und Rache spielen eine große Rolle und diese Eigenschaften haben mich keiner der Frauen näher gebracht. Im Grunde möchte man mit keiner verwandt oder befreundet sein, nur Nane tat mir ein bißchen leid. Was damals 1998 geschah erfährt man Häppchenweise und irgendwie spürte ich beim Lesen, dass das doch noch nicht alles gewesen sein kann. Mir dieser Unruhe und Ungewissheit spielt Ellen Sandberg hervorragend. Man wartet förmlich auf die Wendungen die einen endlich ans wahre Ziel führen, doch dafür lässt sie sich lange Zeit, fast bis ganz zum Schluß. Ein wenig Kritik muss ich leider auch üben, denn an einigen Stellen, vor allem in der Mitte des Romans, wurde es mir etwas zu zäh und zu ausufernd. Nach über 200 Seiten weiß ich als Leserin wie die Figuren ticken, welche privaten Probleme sie haben, ob alleine und untereinander. Dies wurde mir zu oft erwähnt. Zudem hat dieser Roman es nicht nötig gehabt, diese erotischen Szenen so detailliert zu beschreiben, hier wäre weniger mehr gewesen. Diese wirkten für mich etwas deplatziert und sprachlich zu hölzern.
Dieses Roman (Krimi? / Thriller? / Psycho-Thriller?) hat mir gefallen, trotz meiner kleinen Kritikpunkte, aber "Die Vergessenen" fand ich um einiges besser. Da haben mich die Personen und das Thema mehr packen können, was hier leider auf der Strecke blieb.

Drei Schwestern, Lügen und der Lauf der Zeit

Von: Tjalvy Datum: 19. Januar 2019

Ein Gewirr aus Lügen und drei Schwestern, die verschiedener nicht sein könnten. Am Ende kann man das Buch gar nicht mehr weglegen, weil man gespannt auf das Platzen des Lügengeflechtes wartet. Bis zum Schluss bleibt offen, was damals wirklich geschah.

Eine Identifikationsfigur gab es für mich persönlich in diesem Buch nicht. Auch der Spannungsaufbau war für meinen Geschmack etwas schleppend.

Empfehlen würde ich dieses Buch Lesern, die sich gerne in Familiengeheimnisse und Dramen stürzen.

Zwei Schwestern - ein Todesfall, doch was ist die Wahrheit

Von: Nicole Datum: 19. Januar 2019

Ellen Sandberg hat mit "Der Verrat" einen packenden Roman über eine Familie, zwei Schwestern und einen Todesfall vor zwanzig Jahren geschrieben. Nane kommt nachdem sie 20 Jahre für Mord im Gefängnis saß auf Bewährung frei und sucht nach der Antwort einer Frage, die sie schon seitdem beschäftigt. Doch dies gestaltet sich nicht so einfach.

Der Roman springt zwischen den Jahren 1998 und 2018 hin und her. Mir hat diese Art der Erzählung sehr gut gefallen. Nach und nach setzen sich dadurch wie bei einem Puzzle die Ereignisse zusammen. Ellen Sandbergs Schreibstil hat mich gefesselt, sodass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen wollte. Durch den detailreichen Schreibstil kann man sich die Landschaft und auch andere Kleinigkeiten sehr bildlich vorstellen.

Einen Stern Abzug gibt es von mir für die sehr langen Kapitel. Da ich gerne unterwegs beim Pendeln lese, mag ich es gerne ein Kapitel abzuschließen, was somit während der Zugfahrt nicht möglich war.

Der Verrat

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 19. Januar 2019

Nane hat 20 Jahre im Gefängnis gesessen und nun kommt sie früher raus als gedacht. Ob sie sich auf die neue Welt draußen freut? Vielleicht, es ist eine gewaltige Umstellung und es quält sie immer noch eine Frage, die sie nie beantworten konnte. Also macht sie sich auf den Weg zu Pia und Thomas, den Nane schließlich rettet und dann beginnt Pia ihre Geschütze aufzufahren um zu verhindern, das ihre Schwester in Thomas Nähe kommt…
Nane tat mir einfach so leid – ich hatte von Beginn den Verdacht, das sie unschuldig ist und als Sonja auch auf diesen Zug aufgesprungen ist, bekommt Nane endlich ihre Chance. Ich mochte Nane.

Mark war der Ehemann von Nane, der sich irgendwann von ihr getrennt hat. Aber nach der Entlassung werden sie zu Freunden und er ist ihr eine große Hilfe…Mit dieser Art von Nebencharakter habe ich nicht gerechnet, aber ich fand die Einbindung in die Handlung gut.

Pia hatte es immer leicht, wenn man Nanes Erzählungen glaubt. Sie war die Mustertochter, die sich nie was zu schulden kommen hat lassen. Dann trifft sie auf Thomas, der ihr Leben auf den Kopf stellt und mit dem sie einen neuen Lebensabschnitt startet. Alles läuft gut, bis das Schicksal zu schlägt und Pia ihre Lügenkonstruktion zusammenkrachen sieht…
Für mich war Pia der unsympathischste Charakter im Buch – man weiß ja von Beginn, das sie was zu verbergen hat (nur halt eben nicht was).

Birgit ist die mittlere Schwester und hat sich schon immer eher mit Nane verbunden als mit der älteren Pia, dem Wunderkind. Bei Birgit ist schon einiges im Leben schief gelaufen, aber sie hat sich wieder gefangen und hilft Nane sich wieder im Leben außerhalb der Mauern einzuleben…
Birgit machte einen netten Eindruck und will nur das Beste für Nane.

Thomas hat nach dem Tod seiner Frau ein kleines Loch, aus dem ihn eine Frau rausholt, doch es ist nicht die große Liebe. Danach lernt er Pia kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebt und sie schließlich heiratet – doch viele scheinen dieser Ehe nicht viel abgewinnen zu können…
Mit Thomas bin ich überhaupt nicht warm geworden, was aber auch an der Wahrheit liegt, die man im Laufe der Geschichte erfährt.

Margot ist die „Schwester“ von Thomas, aber nicht genetisch. Sein Vater hat die Tochter seines verstorbenen Freundes bei sich aufgenommen, aber die adoptiert. Deswegen hat sie keine Ansprüche auf das Weingut, was ihr nicht passt. Pia reibt es ihr immer wieder unter die Nase und Margot sieht sich gezwungen zu handeln…
Ich habe lange gebraucht, bis ich mit Margot warm geworden bin. Sie macht es einem aber auch nicht leicht.

Lissy ist die Tochter von Pia und Thomas und soll irgendwann die Leitung des Weingutes übernehmen – sehr zum Leidwesen von Margot, die lieber ihren Sohn in dieser Position hätte. Lissy studiert noch, weiß aber was von ihr erwartet wird…Sie würde alles für ihre Familie tun, aber sie vergisst sich auch nicht selbst. Und sie scheint die friedvolle zu sein, die die Aktionen ihrer Mutter gegenüber Margot nicht gut heißt.

Sonja ist die Tochter von Katja und dem verstorbenen Sohn (Henning) von Thomas. Sie will ein Buch schreiben und damit in die Fußstapfen ihres Vaters treten – und kommt damit der Wahrheit auf die Spur…
Sonja machte von Anfang an einen netten Eindruck und ich habe absolut nicht verstanden, was Pia gegen sie hat. Vielleicht erinnert sie Pia ja an Henning und sein Verhalten.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühle- und Gedankenwelt gibt.

„Der Verrat“ war mein erstes Buch der Autorin und es hat mir wirklich gut gefallen. Die Handlung beginnt sehr langsam und nimmt nach und nach an Tempo an, bis schließlich die Wahrheit ans Licht kommt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Nane und ihr Leben – in der Gegenwart und der Vergangenheit 1997 / 1998. Nebenbei erzählt auch Pia einen Teil der Geschichte und auch Margot kommt zu Wort. Es war für mich ein gelungener Mix, auch wenn ich ihn in der ersten Hälfte des Buches etwas zu langweilig fand. Dafür gab es in der zweiten Hälfte alle Auflösungen, die ich zwar fast so erwartet hatte. Aber die Grausamkeit zweier Personen hat mich sprachlos zurückgelassen – wie kann man das jemanden, den man kennt antun? Ohne mit der Wimper zu zucken?
Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Familienroman und Krimi in einem!

Von: M. Schäfer Datum: 18. Januar 2019

Es ist das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen habe und es hat mich sehr positiv überrascht. Die Autorin schafft es hier die Familiengeschichte des Weingutes und die Geschichte der drei Schwestern spannend miteinander zu verflechten. Auch die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelingen sehr gut. Von der ersten bis zur letzten Seite ist die Geschichte sehr kurzweilig, flüssig geschrieben und von Anfang bis Ende spannend. Es fiel mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen, da man das Geheimnis um die alte Schuld aus der Vergangenheit unbedingt lüften möchte. Allen die gerne spannende Familiengeschichten lesen, kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

Langatmige Geschichte

Von: Marion H. Datum: 18. Januar 2019

Ariane (Nane) wird nach 20 Jahren aus dem Gefängnis auf Bewährung entlassen. Hat sie wirklich die Tat begangen für die sie verurteilt wurde? Sie kann sich nicht erinnern, auch Dank der vielen Pillen die sie damals eingenommen hat.
Über 460 Seiten plätschert diese Geschichte so dahin, die üblichen Verdächtigen kommen ins Spiel und man ahnt schon, daß sie es nicht gewesen sein kann und wer es wirklich war.
Wer leichte Lektüre im Stil von Soaps gerne mag, dem sei dieses Buch empfohlen.

... etwas enttäuschend...

Von: Mone1982 Datum: 17. Januar 2019

Ich hab den neuen Roman von Ellen Sandberg „Der Verrat“ gerade beendet, eine gute Spannungsliteratur an der ich hohe Erwartungen hatte...

Das Buch dreht sich um 3 Schwestern (Pia, Birgit und Nane) mit einem zerrütteten Verhältnis zu einander und um ein Verbrechen, welches 20 Jahre zurück liegt.
Als Nane nach 20 Jahren aus den Gefängnis kommt, hilft ihr Schwester Birgit, wieder Fuß im Leben zu fassen. Ihre Schwestern Birgit hingegen, ist gar nicht begeistert.
Und so nimmt der Kampf um Wahrheit und Lüge, Rache oder Vergebung seinen Lauf...

Das Buch ist abwechselnd wiedergegeben in der heutigen Zeit und halt damals, 20 Jahre zuvor. Hier fand ich die Vergangenheit teilweise zu weit ausgeholt bzw. in die Länge gezogen.
Der Autorin ist es gelungen, viele Themen in den Roman einzuarbeiten und hat somit Platz für Schuld, Rache, Liebe, Eifersucht, Hass, Lügen, Geschwisterkampf uvm. geschaffen. Ihr Schreibstil ist wirklich klasse und mitreißend.
Mit den Charakteren der Geschwister hab ich mich ein wenig schwer getan. Wo die einen zu viel Raum in den Buch bekommen, bekommen andere zu wenig. Zudem fand ich einige Handlungen nicht nachvollziehbar.
Das Ende fand ich persönlich etwas plötzlich und abgebrochen.
Alles in allem, hatte ich mir hier mehr vom Buch versprochen!

Was in der Nacht vor 20 Jahren passiert ist

Von: milkysilvermoon Datum: 16. Januar 2019

Nach 20 Jahren Haft wird die 46-jährige Nane Rauch aus dem Gefängnis entlassen. Nun steht ihre Bewährungszeit an. Ihre Schwester Birgit sorgt dafür, dass sie eine Wohnung und einen Arbeitsplatz in Frankfurt hat. Vieles hat sich geändert, doch die Schuld lastet nach wie vor schwer auf Nane. Das Verhältnis zu ihrer anderen Schwester, Pia, hat schwer gelitten. Diese lebt mit ihrem Mann auf einem Weingut an der Saar und arbeitet als Restauratorin. Plötzlich tritt Nane wieder in ihr Leben. Damit ist die Zeit der Wahrheit, aber auch der Rache gekommen…

„Der Verrat“ ist der zweite Spannungsroman von Ellen Sandberg.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 17 Kapiteln. Davon spielen einige in den Jahren 1997/1998 und einige in der Gegenwart, also im Jahr 2018. Somit entstehen zwei Erzählstränge. Erzählt wird dabei aus der Sicht mehrerer Personen. Zudem beginnt der Roman mit einem spannenden Prolog. Dieser Aufbau funktioniert ganz gut.

Der Schreibstil ist angenehm, anschaulich und flüssig. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Ich habe das Buch nur ungern zur Seite gelegt.

Mit Nane und ihren Schwester Birgit und Pia stehen vor allem drei Frauen im Vordergrund der Geschichte. Sie werden wie die übrigen Personen überwiegend realitätsnah und vielschichtig dargestellt. Allerdings blieben mir die Protagonistinnen auch recht fern.

Schon ab den ersten Seiten ist die Handlung spannend. Darüber hinaus hat der Roman auch im weiteren Verlauf einige Überraschungen und falsche Fährten zu bieten. Durch die rückblickenden Kapitel wird die ganze Geschichte Stück für Stück aufgedeckt. Bis zum Ende bleibt der Roman dadurch trotz der eher hohen Seitenzahl und einiger Längen unterhaltsam und fesselnd. Die Auflösung erscheint plausibel.

Gut gefallen hat mir, dass es in dem Roman um eine Vielzahl an emotional belegten Themen wie Liebe, Eifersucht, Schuld, Geheimnisse, Lügen, Hass und Rache geht. Alles zusammen ergibt ein komplexes Familiendrama und bietet Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele.

Das atmosphärische Cover trifft meinen Geschmack und passt gut zum Inhalt der Geschichte. Das gilt auch für den kurzen, aber prägnanten Buchtitel.

Mein Fazit:
„Der Verrat“ von Ellen Sandberg ist eine fesselnde Lektüre, die für schöne Lesestunden sorgt. Empfehlenswert ist der Roman vor allem für Fans von Spannungsliteratur.

Ein grandioses Buch um eine Lebenslüge

Von: sommerlese Datum: 16. Januar 2019

Nane hat ihre Strafe für den Mord an Henning von Manthey nach zwanzig Jahren abgesessen und wird aus dem Gefängnis entlassen. Frei fühlt sie sich dennoch nicht, denn die Schuldgefühle machen ihr zu schaffen. Ihre Schwester Birgit und auch ihr Exmann Mark unterstützen sie, denn sie muss sich erst wieder in der Welt außerhalb der Gefängnismauern zurechtfinden.
Nur ihre Schwester Pia, die Frau von Hennings Vater Thomas kann ihr nicht verzeihen. Sie führt ein glückliches Leben auf dem wunderschönen Weingut an der Saar. Wieso kann sie ihrer Schwester nicht verzeihen?

In diesem Familienroman geht es um Liebe, Hass, Eifersucht,
Feindschaft, Rache und Pech in der Liebe. Das Pech in der Liebe ist der Familienfluch bei den grundverschiedenen Schwestern Nane, Birgit und Pia. Die Beziehung der Schwestern wurde durch den Mordfall vor 20 Jahren sehr beeinflusst. Während Birgit zu Nane steht, ihr ein angenehmes Leben nach dem Gefängnis ermöglichen möchte, weigert sich Pia, wieder in Kontakt zu ihr zu treten. Pia scheint Nane abgrundtief zu hassen und will ihr nicht vergeben. Aber auch in der Familie von Pias Ehemann, dem Weingutbesitzer Thomas von Manthey, ist nicht alles perfekt.

Dieser Roman lebt von den vielschichtigen Charakteren, die sehr glaubwürdig und authentisch erscheinen, auch wenn man nur wenige sympathisch findet. Man wusste häufig nicht genau, was denn nun Wahrheit oder Lüge sein könnte.

Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen, die aktuelle spielt zur Zeit von Nanes Entlassung 2018 und die Vergangenheit wird ab 1998 in einzelnen Sequenzen eingebaut.
Am interessantesten war für mich Nanes Person, wie sie mit ihren Schuldgefühlen umgeht, was sie trotz aller Widrigkeiten versucht, um Pias Familie näher zu kommen, hat mich sehr berührt.
Ihre Jugend ist dahin, jetzt ist sie frei und ist es innerlich doch nicht. Wird Hennings Familie ihr vergeben?
Die große Frage ist: Was ist an Hennings Todestag wirklich passiert? Und mit dieser Ungewissheit spielt die Autorin auf eine fesselnde Weise.

Der Schreibstil ist klar und prägnant und bringt eine bewegende Geschichte ans Licht, die mich mitgerissen hat. Dabei macht es viel aus, dass sich dieses Buch mehrerer Genres bedient. Es ist ein Familienroman mit kriminalistischer Aufklärung, bei dem auch psychologische Probleme eine Rolle spielen und die Figuren nach ihrem persönlichen Glück trachten.

Auf dem familiengeführten Weingut erfährt man einiges um den Anbau und die Verarbeitung des Weines. Doch letztendlich geht es um die Nachfolge bzw. um den Fortbestand des Betriebes. Auch hier gibt es persönliche Intrigen und Rivalität, die in der Familie ausgefochten werden.

Nach und nach deckt Ellen Sandberg neue Bausteinchen auf, die den Tod von Henning näher beleuchten. Auch wenn das Finale endlich Klarheit bringt, habe ich so etwas erwartet. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch, denn man möchte die Figuren bis zum Ende besser verstehen können und hängt an ihren Gefühlen, Worten und Reaktionen, die die Autorin hervorragend ausgearbeitet hat.

"Der Verrat" zeigt ein stimmiges und glaubhaftes Familiendrama, das sich schicksalsträchtiger und problembehafteter kaum zeigen könnte. Trotzdem habe ich den Figuren ihr Handeln abgenommen und war bis zum Ende an das Buch gefesselt. Die Frage nach der Vergebung der Schuld spielt hier eine ganz besondere Rolle.

Gut erzählter Familienkrimi

Von: Kris Datum: 16. Januar 2019

Dies ist eine gut erzählte Geschichte über zwei Familien, die sich der Vergangenheit stellen müssen um die Zukunft neu gestalten zu können. Es geht um drei Schwestern von denen jede für sich mit einem Verrat umgehen müssen und deren Wege sich durch die Liebe immer wieder kreuzen. Dazu kommt eine stimmungsvolle Bildsprache, die das Lesen zum Vergnügen macht!

schön zu lesen

Von: Yogi69 Datum: 15. Januar 2019

Der Roman ist schön zu lesen.
Nach der liebevollen und detailreichen Beschreibung des Weingutes und der Landschaft kann man fast Lust bekommen es zu besuchen. Leider existiert es real eher nicht..
Das Buch glänzt aber nicht nur mit Landschaftsbeschreibungen, sondern führt durch die Beschreibung der 3 Schwestern, ihr Umfeld und ihre persönliche Entwicklung zur "Tat " von Nele. Die Charaktere und die jeweiligen Ent- und Verwicklungen werden durch die Beschreibung der Vorgänge in verschiedenen Zeitzonen sehr gut ausgearbeitet. Der Wechsel Vergangenheit Gegenwart und zurück belebt das Buch sehr.
Vieles wird vielleicht erahnt und doch ist das Ende des Buches sehr ehrlich und wie ich finde in einem postiven Sinn überraschend.
Es hat Spaß gemacht diesen Roman zu lesen.

Der Verrat - Ellen Sandberg

Von: Terezilya Datum: 15. Januar 2019

Das Buch spielt abwechselnd auf den zwei unterschiedlichen Zeitebenen von 1997/98 und 2018 und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Idee des Buches finde ich grundsätzlich gut, jedoch fehlt es meiner Meinung nach etwas in der Umsetzung.
Zeitweilig treten Stellen auf die sich sehr in die Länge ziehen, zu den Figuren habe ich keinen richtigen Zugang gefunden und das Ende wirkt auch etwas abrupt und für mich unbefriedigend.
Trotz dieser aufgeführten Kritikpunkte, würde ich das Buch empfehlen. Wie schon erwähnt, ist die Geschichte an sich interessant und grundsätzlich auch spannend gestaltet.

Ein dunkles Geheimnis überschattet die Familie und droht ans Licht zu kommen

Von: Stefanie W. Datum: 15. Januar 2019

Zum Inhalt

Eine verzwickte Familiengeschichte. Eine Tragödie und ein Mord. Pia lebt mit ihrem Ehemann Thomas auf dessen Weingut. Bevor die beiden sich kennenlernten hatte Thomas eine kurze sexuelle Affäre mit Nane, Pia's Schwester. Nane ist jedoch sehr labil und schmiedet Rachepläne gegen ihre Schwester. Doch leider geht der Plan schief und nicht Pia, sondern jemand anderes stirbt. Doch nicht alles scheint so zu sein, wie es all die Jahre behauptet wird.

Meine Meinung

Das Buch “Der Verrat” wurde von Ellen Sandberg geschrieben. Erschienen ist das Buch im Dezember 2018 im Penguin Verlag München in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

Auf dem Cover des Buches sieht man eine altes Backsteinhaus, welches auf einem Berg steht Rundherum sieht man grüne Weinfelder. Der Himmel ist mit dunklen Gewitterwolken bedeckt in denen man einige Vögel sieht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Es gibt immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit, damit den heutigen Zusammenhang besser versteht. Auch die Gefühlsebenen der verschiedenen Protagonisten kommt dadurch besser zur Geltung.

Ellen Sandberg hat mich mit ihren Figuren sehr überrascht. Mich hat das Buch und vor allem die Figuren sehr überzeugt.

Angefangen von Pia und Thomas. Ein dunkles Geheimnis hat ein jeder für sich. Zusammen scheinen sie das perfekte Paar zu sein.

Pia's Schwester Nane und Birgit spielen auch eine wesentliche Rolle. Vor allem jedoch Nane. Denn sie ist ein wenig exzentrisch und sehr labil. Von Hassgefühlen geleitet, begeht sie den größten Fehler ihres Lebens.

Doch auch Thomas Schwester Margot spielt eine große Rolle in diesem großen Geheimnis. Sie spinnt eine Intrige nach der nächsten und ist eine absolut schreckliche Person, die jedoch eher Gier geleitet ist.

Die Geschichte an sich möchte ich nicht anreißen, da ich einfach keine wertvollen Hinweise geben möchte.

Fazit

Ein überaus spannender Thriller. Sehr zu empfehlen für alle die ein paar Stunden abtauchen wollen und das Geheimnis der Familie von Manthey lüften will. Eine absolute klare Leseempfehlung gibt es von mir.


super Buch

Von: gismonr59 Datum: 14. Januar 2019

Zu dem Inhalt braucht man nichts mehr schreiben, das steht im Klappentext, in der Beschreibung und darüber haben andere schon geschrieben.
Sofort nach Erhalt des Buches habe ich angefangen zu lesen. Nach ca. 20 - 30 Seiten war ich enttäuscht und wollte das Buch weglegen, aber wie bei fast jedem anderen Roman wollte ich auch diesem eine Chance geben.
Und ich war angenehm überrascht. Der Roman wurde so gut, dass ich das Buch nur noch beim Schlafen aus der Hand legte. Dieser Roman hat wirklich alles erfüllt, was man sich von einem guten Krimi erhofft und dazu gab es gleich jede Menge Einblick in interessante psychische Strukturen.
Ellen Sandberg hat viele Wendungen eingebaut, und so bleibt es bis zum Schluss offen, was damals wirklich geschah. Mit ihrem sehr guten Schreibstil hat sie ein wunderbares Kopfkino ausgelöst. Die Emotionen aller Protagonisten reißen den Leser förmlich mit

Spannende Charaktere, gelungene Umsetzung eines Familiendramas

Von: Stylefluesterin Datum: 14. Januar 2019

Die ersten paar Seiten plätschert die Handlung so vor sich hin - bis sich die schicksalshafte Verwicklung der beiden Schwestern um den selben Mann abzeichnete. Unterschiedlicher können Schwestern fast nicht sein - das Bild hat die Autorin Ellen Sandberg in ihrem zweiten Roman treffend gezeichnet. Die spannende Familiengeschichte nimmt Fahrt auf und immer mehr drängt sich die Frage nach dem Familiengeheimnis in den Vordergrund. Das Ende ist absolut unerwartet und stellt den Leser vor den Gewissensfrage, wie geht man mit Schuld um. Ein lesenswertes Buch.

Der Verrat

Von: irene diehl Datum: 14. Januar 2019

genial, ich konnte nicht mehr mit lesen aufhören. Ich bin begeistert.

Wer Charlotte Link mag, wird Ellen Sandberg lieben

Von: miki094 Datum: 14. Januar 2019

Ein Buch , das geradezu nach einer Verfilmung schreit.
Nach 20 Jahren im Gefängnis kehrt Nele zurück und will die Wahrheit erfahren, was DAMALS wirklich passiert ist.
Das löst ein dramatisches Geschehen aus und überrascht auch den erfahrenen Krimileser mit einer überraschenden Lösung, wo er doch dachte, er hätte schon früh das Rätsel gelöst.
Ellen Sandberg schreibt flüssig und sorgt durch Ihre geschickt gesetzten Rückblenden für kontinuierliche Spannung.
Ich habe mich bestens unterhalten und kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.

Der Verrat von Ellen Sandberg

Von: Paulazwei Datum: 14. Januar 2019

Der Roman spielt hauptsächlich auf einem Weingut in Deutschland. Es werden mehrere Charaktere betrachtet. Die Handlung findet in der Gegenwart und in der Vergangenheit vor 20 Jahren statt und es dreht sich alles um ein Verbrechen, das vor 20 Jahren statt gefunden hat. Das Buch hat mich gefesselt , Ich konnte es nicht mehr zu Seite legen, da es sich so spannend entwickelte und letztendlich ganz anders endete, als man dachte.

Spannend bis zur letzten Zeile

Von: Antje Datum: 14. Januar 2019

Heute morgen an einem regnerischen Sonntag habe ich begonnen, diesen Roman zu lesen. Vom ersten Moment an hat mich die Geschichte der drei Schwestern gefesselt. Ellen Sandberg hat eine Geschichte geschaffen, die im Hier und in der Vergangenheit spielt. Dieses Wechselspiel bringt eine Dynamik in den Roman, so dass ich das Buch an nur einem Tag durchgelesen habe. Drei Schwestern, keine wirklich glücklich. Pia und Nane hassen sich, warum erfährt der Leser nach und nach. Doch die eigentliche Tragik kommt erst zum Schluss ans Licht. Bis zu diesem Moment fragt man sich, was ist passiert? Man begeht eine Achterbahn der Gefühle und erkennt, dass alles ganz anders ist, als es anfänglich im Buch scheint. Ellen Sandberg hat einen Roman geschaffen, der vieles vereint: Spannung, Tragik, Liebe und letztendlich auch klassische Familiendramen. Ich kann nur jedem empfehlen: Lest das Buch! Es ist jede Minute wert und jede Zeile spannend!

Absolut lesenswert

Von: KatjaLuu Datum: 13. Januar 2019

Schon nach den ersten Seite wird man von der Spannung gepackt und MUSS einfach weiterlesen ... immer tiefer wird man hineingezogen und Zeuge einer Familientragödie, die einen mit Irrungen und Wirrungen tiefer in ihren Bann zieht. Ein facettenreicher und unvorhersehbarer Krimi oder doch eher eine Liebesgeschichte... machen Sie sich selber eine Meinung - sehr lesenswert.

Familiendrama mit teils unsympathischen Charakteren

Von: Engel07C Datum: 13. Januar 2019

In " Der Verrat " von Ellen Sandberg geht es um Rache , Hass , Neid , Missgunst aber auch um Sehnsüchte und Gefühle . Da ist Nane. Nach 20 Jahren wird sie aus dem Gefängnis entlassen , wo sie wegen Mord einsaß . Sie möchte wissen wie es soweit mit ihr kommen könnte .Und sie möchte Vergebung. Lag es nur an Ihrem Temperament oder an Ihrer Tablettensucht ? Liegt der vielbesagte " Familienfluch " auf Ihr ?
Ihre Schwester Pia verheiratet mit dem Winzer Thomas ( Der vorher mit Nane zusammen war) versucht alles um ihr aus dem Weg zu gehen . Wieso kann sie ihrer Schwester nicht vergeben . Was verbirgt sie ?
" Der Verrat " ist ein Familiendrama mit unerwarteten Wendungen .

Familiendrama mit Krimi-Faktor

Von: trueglow Datum: 13. Januar 2019

Die Autorin lässt einen kriminiellen Schauplatz und seine wahre Geschichte um die Umstände nach und nach an den Leser heran. Dabei erzählt sie aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Protagonisten und wechselt in den einzelnen Zeitebenen. Es entsteht eine dramatische Handlung um drei Schwestern, die sich unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren und dadurch fälschlich eine Abneigung entwickeln, die für den späteren Ausgang der Erzählung der Schlüssel ist...
Fazit: Ein besonders fesselnder und psychologisch berührender Roman, wobei das Motiv des Verrats für mich schwierig nachzuvollziehen ist.

Spannung und wechselnde Gefühle

Von: Astrid Datum: 13. Januar 2019

Als das Buch ankam, habe ich mich sehr gefreut: schwer, gute Haptik und 461 Seiten zu lesen
und das in den Weihnachtsferien, herrrrrlich!
Es beginnt mit dem Prolog in der Vergangenheit und wechselt dann in die Gegenwart.
So läuft es weiter und Gegenwart und Vergangenheit kommen aufeinander zu.
Der Stil ist flüssig zu lesen. Ausführliche Beschreibungen dort, wo es notwendig ist.
Die Personen gewinnen an Farbe und ich lerne einige sehr ambivalente Charaktere kennen.
Ich tauche ein in eine Familiengeschichte, wo es unter der vermeintlich heilen Oberfläche brodelt.
Stück für Stück erschließt sich die Wahrheit, welche 20 Jahre lang vertuscht war.
Am Ende findet die Heldin, zwar verletzt, dann doch ihren Frieden.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, manchmal konnte ich kaum aufhören.
Meine Sympathie wechselte häufig, mal war ich auf Seite der einen, dann wieder auf Seite der anderen Schwester.
Das Buch ist in meinen Augen ein "Frauen-Thema-Buch".

Blut ist eben doch nicht immer dicker als Wasser...

Von: nicigirl85 Datum: 13. Januar 2019

Nachdem ich "Die Vergessenen" von der Autorin gelesen hatte, war klar dass ich bei der Schreibqualität auch ihr nächstes Werk lesen muss. Bei dem vorliegenden Buch haben wir nun zwar eine ganz andere Geschichte, die aber nicht minder spannend ist, sondern uns ebenfalls in die menschlichen Abgründe blicken lässt.

In der Geschichte geht es um die drei Schwestern Pia, Nane und Birgit, deren Leben unterschiedlicher kaum gelaufen sein könnte. Während Pia ein glückliches Leben führt, hält sich Birgit gerade so über Wasser und Nane ist eben erst aus dem Gefängnis entlassen worden. Pia möchte zu ihrer Knastschwester keinen Kontakt, doch warum ist das so? Was passierte vor zwanzig Jahren wirklich, was die Schwestern so sehr entzweit hat?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich jede Figur für sich zu Beginn des Buches mochte, einfach weil alle sehr authentisch und aus dem Leben gegriffen wirken.

Mit Nane konnte ich mich dabei am meisten identifizieren. Leider hat sie mich bei ihren Männergeschichten doch sehr oft an eigene Erfahrungen und die von Freundinnen erinnert. Sicherlich ist sie psychisch gesehen nicht die Stabilste, aber wer kann es ihr verübeln bei den Erfahrungen, die sie machen musste?

Pia mochte ich am Anfang richtig gern. Man genießt regelrecht mit ihr zusammen ihr gutes Leben. Dass es hinter der Fassade reichlich brodelt, merkt man erst im Verlauf der Handlung und erst da wird klar, dass Pia gar nicht so ist wie sie scheint.

Birgit bleibt als Einzige der Schwestern etwas blass beschrieben, aber auch ihr Schicksal hat mich berührt. Man weiß nun mal nicht wo die Liebe hinfällt und ob man sich damit ins Unglück stürzt oder eben nicht.

Der eigentliche Fall kristallisiert sich erst im Verlauf der Handlung raus, denn am Anfang ist gar nicht klar warum Nane eigentlich zwanzig Jahre ins Gefängnis musste.

Der Autorin gelingt es in dem Buch vor allem Charaktere mit dunklen Geheimnissen zu schaffen und das so real, dass man genau deswegen eine Gänsehaut bekommt.

Die Auflösung des Falls ist sehr strukturiert und stets nachvollziehbar. Zu keiner Zeit hatte ich Zweifel daran, dass es genauso und nicht anders passiert ist.

Besonders ist zudem, dass die Abgründe hier innerhalb einer Familie stattfinden und man sich beim Lesen echt fragt, ob es einem auch so ergehen könnte oder ob die eigenen Familienmitglieder gefestigtere Charaktere sind?

Fazit: Ein Roman, der mich sehr begeistern konnte und mir spannende Lesestunden im Urlaub verschafft hat. Ich spreche sehr gern eine Leseempfehlung dafür aus!

Spannend

Von: B.M. Datum: 13. Januar 2019

Das Beste Buch, welches ich sei langem gelesen habe! Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere der 3 Schwestern sind von der Autorin so gut beschrieben, dass ich genau verstehe, was sie bewegt.
Ich werde es sicher noch ein 2. Mal lesen, was ich sonst nie tue.
Empfehlen würde ich es jedem, ob Mann, Frau, alt oder jung.....

Kann man das Familiengeheimnis nach 20 Jahren lüften?

Von: egni1510 Datum: 13. Januar 2019

Ein schöner Roman, der von den drei Schwestern Nane, Birgit und Pia handelt. Nach 20 Jahren Haft kehr Nane wieder mit Hilfe ihrer Schwester Birgit in das frühere Elternhaus zurück und versucht wieder einen Neuanfang. Doch die Schwester Pia möchte nichts mit ihr zu tun haben und schirmt ihren Mann und ihre Tochter total von ihr ab. Was war von 20 Jahren wirklich geschehen, wir erfahren viel von den drei Schwestern und sind mitten drin bei der Auflösung. Spannung pur und sehr schön geschrieben!

Sehr fesselnder Roman

Von: Theresa Datum: 12. Januar 2019

Sobald man diesen Roman in die Hand nimmt möchte man nicht mehr aufhören zu lesen.
Super fesselnde Geschichte, um eine Familienintrige.
Sehr zu empfehlen.

erschreckendes Familiendrama

Von: Vivi 73 Datum: 12. Januar 2019

Inhalt: Nane wird nach 20 Jahren aus der Haft entlassen und soll nun versuchen sich ein normales Leben aufzubauen. Ihre Schwester Birgit hilft ihr dabei wo sie nur kann. Doch Nane kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen und versucht Kontakt zu dem Mann ihrer älteren Schwester Pia aufzunehmen. Zu viele Fragen sind noch unbeantwortet und der damalige Tathergang zu verschwommen. Doch Pia stellt sich ihr in den Weg und verbietet den Kontakt zu Thomas.
Sonja, Thomas seine Enkeltochter, möchte ein Buch über ihren verstorbenen Vater schreiben und begibt sich für ihre Recherche auf das Gut ihres Großvaters. Pia scheint darüber ebenso wenig erbaut, als über die Tatsache, dass Margot versucht ihren Sohn die Leitung des Weingutes, welches Thomas gehört, zu übertragen. Warum stellt sich Pia nur so quer? Welches Geheimnis trägt sie mit sich?

Wertung: Ellen Sandberg hat in ihrem Roman "Der Verrat" ein überaus heikles Bild einer doch so nach außen scheinenden gut funktionierenden Familie erstellt. Ihr pendeln von Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück deckt jede Menge Ungereimtheiten auf und zeigt die Rivalität unter den drei Geschwistern, die laut ihrer Mutter verflucht seien. Die Charaktere jeder einzelnen den Schwestern sind sehr gut dargestellt und zeigen deutlich, wie unterschiedlich sie doch sind. Während des Lesens wird einem die ach so heile Welt immer mehr in kleine Stücke gerissen. Schließlich führt die Story zu Fassungslosigkeit und Entsetzen beim Leser.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Der Spannungsbogen scheint stetig zu wachsen und kaum abzuebben. Bis auf kleine Längen in denen die Autorin ein wenig zu weit in Belanglosigkeiten abschweift, fliegt der Leser durch die Seiten. Durch ihre farbliche Ausschmückung ist es auch ebenso leicht, sich selbst in der Story zu finden und die Atmosphäre deutlich zu erleben.

Fazit: Dieses Buch zeigt deutlich, dass auch bei anscheinend bilderbuchhaften Familien der Wurm drin ist. Dieser kann sogar bis zu Extremen heranwachsen. Vielleicht ist die Story was den Realitätsbezug betrifft ein wenig überzogen. Aber ich denke, dieses Buch ist sehr wohl lesenswert. Da dies der zweite Roman der Autorin ist, werde ich mir definitiv auch ihr erstes Werk beschaffen und lesen.
Ellen Sandberg schreibt außerdem auch unter dem Namen Inge Löhnig. Unter diesem Namen hat sie bereits schon einige erfolgreiche Werke zu Tage gebracht.

Spannend bis zum Schluss

Von: B.M. Datum: 11. Januar 2019

Das beste und packendste Buch, das ich seit langem gelesen habe!
Ich wollte unbedingt wissen, wie es nun ausgeht? und bis fast zum Ende hatte ich keine Ahnung oder Idee.
Es als Roman einzustufen, fand ich fast zu schwach, aber als Thriller auch zu reißerisch. Wobei ich davor dann auch Angst gehabt hätte; Krimis lese ich auch nicht gerne. Aber dieses Buch von Ellen Sandberg fand ich total klasse.
Wie die Charaktere der drei Schwestern oder anderer Personen beschrieben wurden, teilweise sehr intensiv, hat es für mich so interessant gemacht.
Ob die Person nun impulsiv oder eher langweilig ist, ob sympathisch oder nicht, denke ich spielt gar keine Rolle.

So mancher ist die Asche einer Glut, die er nie war ... Abgründe in der Idylle eines Weinberges

Von: Buechertatze Datum: 10. Januar 2019

Ich muss zugeben, dass ich die Autorin bislang nicht kannte, doch die Buchbeschreibung versprach ein spannendes Familiendrama in der Idylle eines Weingutes an der Saar ... und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht:
Die Charaktere wirken im dichten Netz aus familiären Rivalitäten, Verbrechen und Intrigen zu jeder Zeit authentisch und die Handlung überrascht durch seine Wendungen. Die Suche nach Wahrheit und die Frage nach Schuld und Sühne wird zu einem kurzweiligen Lesespaß ...
An einigen Stellen fand ich, dass die Autorin zu oft die gleichen Formulierungen benutzt hat, aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch und die Autorin werde ich mir ganz bestimmt merken ;)

Unfassbar spannend!

Von: Anna von liveyourlifewithbooks Datum: 10. Januar 2019

Inhalt

Nach zwanzig Jahren ist Nane endlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Vieles hat sich verändert, die Welt hat sich weiter gedreht. Nur zwei Dinge sind genau so geblieben: ihre Schuld mitsamt der Erinnerung an eine Nacht, die ihr gesamtes Leben zerstört hat und die zerrüttete Beziehung zu ihrer Schwester Pia.
Pia selbst hat es gut getroffen, denn sie lebt als erfolgreiche Restaurateurin mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Sie kann leicht verdrängen, was tief in der Vergangenheit verborgen liegt. Doch als ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben tritt weiß sie, dass damit alles untergehen kann. Möglicherweise ist nun die Zeit der Wahrheit und damit die der Rache gekommen.. oder aber die der Vergebung.

Durch die liebe Juliane von iamjane.de bin ich auf „Der Verrat“ und Ellen Sandberg aufmerksam geworden. Sie hat das Buch bei Instagram vorgestellt und es hat mein Interesse geweckt. Kurz darauf kam eine Mail vom Verlag, die mir genau dieses Buch vorgeschlagen hat. Also habe ich es angefragt und zugeschickt bekommen, worüber ich sehr glücklich bin. Danke an dieser Stelle an den Verlag und an Juliane!

Bücher wie „Der Verrat“ gefallen mir. Es ist ein unglaublich spannungsgeladener Roman, der eine tolle Stimmung vermittelt. Man weiß, dass etwas unter der Oberfläche brodelt. Man weiß, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, doch man kommt von alleine nicht darauf. Man braucht Hilfe und die Autorin hat diese Hilfe bereitgestellt. Vor zwanzig Jahren ist ein Mord passiert, die Mörderin Nane wurde gefasst, verurteilt und eingesperrt. Heute ist sie frei und möchte aufarbeiten, was damals passiert ist, denn ein Detail passt nicht in ihre Erinnerung. Irgendetwas war da, doch sie kann sich selbst nicht vertrauen, denn die Schuld lastet auf ihr wie eine zweite Haut. Nichts kann sie von ihr abwaschen und doch möchte sie in diesem einen Punkt Gewissheit haben. Dass Nane damit aber längst angesetzten Staub wieder aufwirbelt, wird ihr erst bewusst, als sie tief in den Verstrickungen dieser verhängnisvollen Nacht steckt.
Grade diese Verwicklungen, Zufälle und schließlich das Endergebnis haben mir gefallen. Nichts ist wie es scheint, jeder hat seine Geheimnisse und wieder einmal beweist ein Buch, zu welchen Taten Menschen fähig sind, wenn die Verzweiflung die Oberhand gewinnt.

Das Buch ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben und unterteilt sich außerdem in Kapitel aus 2018 und 1998. Man erlebt sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit aus unterschiedlichen Perspektiven, was es dem Leser möglich macht ein Gesamtbild zu erhalten. Ich muss zugeben, dass ich die Aufteilung sehr gelungen finde, die Charaktere jedoch allesamt nicht leiden kann. Nane, Pia als auch Pias Schwägerin Margot, die alle drei am häufigsten zu Wort kommen, sind bösartig, intrigant aber auch alle auf ihre eigene Weise verzweifelt. Sie haben keine Skrupel das durchzusetzen, was sie möchten und schrecken vor nichts zurück. Durch ihre Feindseligkeiten schaukelt sich die Situation von Seite zu Seite immer weiter hoch. Man spürt förmlich, wie man auf einem Pulverfass sitzt, das jede Sekunde droht in die Luft zu fliegen.

Ellen Sandberg hat es geschafft die Brotkrumen zur Lösung der Geschichte geschickt zu platzieren. Man bekommt immer gerade so viel zu fassen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Man möchte einfach wissen wie es weiter geht, man rätselt, fiebert regelrecht mit, um herauszufinden was damals passiert ist. Was wirklich passiert ist. Oder ist Nane gar nicht vertrauensvoll und bringt den Leser selbst auf eine falsche Fährte? All diese Unsicherheiten haben mir Spaß gemacht, auch wenn ich ziemlich schnell eine Vermutung hatte, die sich nicht hundert Prozent, aber zu einem Großteil bestätigt hat. Es hat mir jedoch nichts ausgemacht, dass ich schon vorhersehen konnte, was passiert ist, denn der Weg, den die einzelnen Charaktere bestritten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, war ungemein spannend.
Ich hatte letztlich nur ein kleines Problem mit dem Ende, denn das kam sehr schnell und sehr plötzlich. Das Buch war sozusagen einfach zu Ende und ich war eigentlich gedanklich noch lange nicht soweit. Der Fall war sozusagen gelöst, doch alles was danach kommt ist im Dunkeln geblieben. Es hätte mich wirklich interessiert, was im Nachgang noch passiert ist, doch Ellen Sandberg schweigt dazu. Auf der einen Seite ist es für die Geschichte sehr passend auf der anderen Seite hätte ich diese Informationen doch gerne gehabt.

Fazit

Dieser Spannungsroman hat mich begeistert, mir Spaß gemacht und mich mitfiebern lassen. Auch wenn ich richtig gelegen habe mit meiner Vermutung, wie die Geschichte ausgehen wird, so hat mich der Weg dorthin wirklich wunderbar unterhalten. Ellen Sandberg vermag es auf ganz besondere Weise eine Atmosphäre zu kreieren, die einen als Leser an die Geschichte bindet, bis das Buch zu Ende ist. Ich freue mich schon darauf, noch mehr von der Autorin zu lesen, denn Ellen Sandberg ist lediglich ein Pseudonym einer sehr erfolgreichen deutschen Krimi Autorin, die nun auf meinem Radar erschienen ist.

Ellen Sandberg "Der Verrat"

Von: C.K. Datum: 09. Januar 2019

Ein Weingut an der Saar; Ein altes Verbrechen; Eine Schuld, die nie verjährt
Der Verrat ist ein spannender Roman vollgepackt mit Rätseln. Geteilt in 2 Zeitepochen, die Rückblicke lassen erahnen warum sich die Personen in der Zukunft genau so verhalten und nicht anders.
Man lernt die einzelnen Charaktere besser kennen, auch wenn nicht alle gleich sympathisch sind. Ein glaubwprdiges Fsmiliendrama, die Ausarbeitung der Charaktere mit ihren Emotionen und Reaktionen wirken sehr plausibel und authentisch. Alles in allem ein super Buch, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

Ein Fitzek unter Pseudonym???

Von: hexe1997 Datum: 08. Januar 2019

Ein spannender Roman, der zwischen Hinplätschern und Hochspannung alles bietet.
Alles was klar ist, wird verworfen - alles was man meint zu ahnen, wandelt sich.
Auch eine Prise Erotik fehlt nicht.
Alles in allem ein fesselnder Roman, den man gerne weiter empfiehlt.

Spannende Zeitreise

Von: bjoern677 Datum: 08. Januar 2019

ein sehr guter und spannender Krimi der einen fesselt und durch die Sprünge durch die verschiedenen Zeitepochen den Verlauf sehr abwechslungsreich gestaltet. Ein wirklich hervorragender durchdachter Krimi.

Elen Sandberg der Verrat

Von: sunnydrummer Datum: 08. Januar 2019

Das Buch fesselt einen von der ersten Seite an. Es ist sehr authentisch geschrieben u. man könnte meinen, man wäre an dem Geschehen direkt beteiligt.

Super Buch

Von: Smnfvr Datum: 08. Januar 2019

Sehr engagiert geschrieben, von der ersten bis letzten Seite spannend. Man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Mit einem überraschenden Ende.

Soviel Hass

Von: Petra Wiechmann Datum: 06. Januar 2019

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.
Diese Geschichte ist verstörend denn keine der Hauptfiguren ist sympathisch weil alle so egoistisch sind, das sie erst Handeln bevor sie denken und damit für sich und andere die schlimmst möglichen Folgen hervor rufen. Die Autorin schreibt so mitreißend das man das Buch, erst nach dem man es durch gelesen hat, aus der Hand legen kann.
Ein solcher Roman ist mir bisher nicht untergekommen, ich glaube so etwas ist selten, denn eigentlich erwarten wir Leser eine Figur mit der wir uns zu mindestens identifizieren können. Es ist mutig von der Autorin so etwas zu schreiben und obwohl das Buch mich lange nicht loslassen wird, möchte ich mehr von Frau Sandberg lesen

We are family .. oder so ähnlich.

Von: Annaikas Datum: 06. Januar 2019

Nachdem mich Die Vergessen von Ellen Sandberg thematisch sehr gefesselt hat, wollte ich ihren zweiten Roman einfach nur wegen ihren Namens drauf haben. Dabei hat mich die Thematik auf den ersten Blick nicht direkt mein Interesse geweckt. Das änderte sich, nachdem ich das Vorwort der Autorin gelesen habe.

„Familie hat jeder von uns. Man liebt sich, man hasst sich (….) Und oft weiß man nicht, welche verborgenen Kräfte dabei in einem walten.“
Sandberg, Ellen: Der Verrat, München: Penguin Verlag/Verlagsgruppe Random House GmbH, 1. Auflage 2019.

Mit genau diesen Worten hat sie mein Interesse geweckt und dieses Interesse wurde mit im Laufe ihres Romans dann auch gefüttert.

Das Setting ist meiner Meinung nach perfekt: Ein weitläufiges Weingut, welches still und abgelegen daliegt. Für mich eine komplett romantische Vorstellung. Nach diesem Buch nicht mehr. Während Nane im Gefängnis saß, hat ihre Schwester Pia ihr Leben und ihre Familie auf einem solchen Gut gefunden. Sie ist komplett glücklich bis ihre Schwester Nane wieder auftaucht und Antworten will. Diese Antworten kann sie nur von ihrer Schwester und deren Familie bekommen. Den Hass, der ihr dabei entgegenschlägt hält sie nicht davon ab. Sie will die Wahrheit wissen. Diese eine Wahrheit… Oh, ich wollte auch die Wahrheit wissen. Ellen Sandberg hat diese eine Wahrheit, diesen einen Fakt verpackt in verschiedenen Charaktere und Szenarien, die alle aufeinander aufbauen und doch niemanden so wirklich bekannt sind.

Fazit:

Voller Begeisterung habe ich dieses Buch gelesen. Dabei lag die Begeisterung an der Spannung und Erzählweise. Keine Familie ist perfekt. Überall kommt mal Streit auf. Und dazu kommt noch, dass wir alle Individuen sind. Wenn viele Individuen aufeinander treffen, kann schon mal eine Situation eskalieren und man vergisst oder verdrängt, dass man eine Familie ist. Das zeigt dieser Roman. Einerseits etwas unvorherstellbares für mich, aber dennoch wirkte das Szenario sehr real auf mich. Was ich auf die Ausarbeitung der Charaktere schließe.

Alles in allem ein sehr gutes, spannungsgeladenes Buch, welches einen zum Nachdenken anregt.

Trügerische Idylle

Von: Anna B. Datum: 06. Januar 2019

Schon das Cover des Romans von Ellen Sandberg verrät, dass sich hier an diesem idyllischen Fleckchen, einem Weingut in schöner Lage an der Saar, etwas zusammenbraut.
Die Idylle trügt, das Leben der Winzefamilie ist auf einmal brüchig geworden, weil eine Geschichte, die sich 20 Jahrn ereignete, wieder in die Aufmerksamkeit gerät und Dinge zu Tage fördert, die lange unter den Teppich gekehrt worden sind.
Nane wird nach 20 Jahren aus der Haft entlassen, plagt sich aber noch immer mit der Schuld, die sie auf sich geladen hat. Es gibt Dinge, die sie im Laufe der Zeit nicht mehr klar sehen kann und die sie nun noch einmal klären möchte. Und dafür muß sie mit ihrer Schwester Pia und vor allem mit deren Mann Thomas reden, auf deren Weingut damals das Unglück seinen Lauf genommen hat.
Doch Pia fürchtet die Wahrheit, könnte es doch das glückliche Leben, das sie führt, in Gefahr bringen. Äußere Umstände und Feindseligkeiten erschweren erst einmal die Aufklärung, doch nach und nach offenbart sich dem Leser, was damals geschehen ist, und das ist sehr spannend aufbereitet.
Kapitelweise, immer abwechselnd aus den Jahren 2018 und 1998, erfahren wir ein bisschen mehr über die Familie und die Umstände, die zum Ereignis führten, das vorangestellt schon angedeutet wird, ein Unfall mit Todesfolge. Häppchenweise eröffnet sich das ganze Ausmaß des Geschehens, und wenn man zu ahnen glaubt, wie es gewesen sein könnte, kommt noch ein ganz anders Mosaiksteinchen hinzu. Das hält wunderbar die Spannung aufrecht und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Was ist damals wirklich passiert? Warum wird dauernd von einem Lügengebäude geredet? Und stimmt es wirklich, was die Mutter der Schwestern immer wieder betont, dass ein Fluch auf den Frauen der Familie liege, wenn es um die Liebe geht? Gemeinsam mit Sonja, der Enkelin des Winzers, die Schriftstellerin werden möchte und dieses Stück Familiengeschichte schreibend aufarbeiten will, begibt sich der Leser auf Den Weg, diese Fragen zuklären.
Ein spannender Roman für gemütliche Winterabende, ein flüssiger Schreibstil und viele Überraschungen sowie einem angenehmen Schrreibbild. Ich gebe 5 Sterne und werde mir den Vorgängerroman, den ich noch nicht kenne, gerne als nächstes vornehmen!




Spannend und fesselnd, mit großem Finale.

Von: Kingfan19 Datum: 06. Januar 2019

Ellen Sandberg versteht es in diesem Buch den Leser zu fesseln. Mit jedem Kapitel steigert sie gekonnt die Spannung. Den Wechsel zwischen den Jahrzehnten verflechtet sie gekonnt ineinander. Mit fortschreiten des Buches hat sich bei mir eine Erwartungshaltung bezüglich des Finales gebildet, welche letztlich nicht ganz zutreffend, sondern noch übertroffen wurde. Ich habe mit offenem Mund kurz innegehalten. Ich habe mit nur kurzen Unterbrechungen das Buch bis zum Ende gelesen, ich war kaum noch in der Lage es aus der Hand zu legen. Auch ihr Erstlingswerk werde ich mir zulegen.
Jedem, der gerne spannende Bücher liest und in familiäre Abgründe abtauchen will, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

4,0 von 5 SternenFamiliendrama mit vielschichtigen Charakteren

Von: World of books and dreams Datum: 06. Januar 2019

Zwanzig Jahre ist es her, seit der Nacht, die Nane zum Verhängnis wurde, die Nacht des Mordes an Henning, dem Sohn des Weingutbesitzers Thomas von Manthey. Zwanzig Jahre hat Nane im Gefängnis verbracht, doch die Schuld nagt noch immer an ihr. Auch wenn sie nun von ihrer Schwester Birgit und ihrem Exmann Mark unterstützt wird, um wieder Fuß in der veränderten Welt zu schaffen, kann ihr eine nicht verzeihen: ihre Schwester Pia, Frau des Weingutbesitzers. Doch an Pia nagt etwas seit der Nacht vor zwanzig Jahren und seitdem Nane aus dem Gefängnis entlassen wurde, wird es Pia erst richtig bewusst, auf welch wackeligem Fundament ihr nach aussen hin so glückliches Leben erbaut wurde. Doch was geschah in der Nacht des Unfalls wirklich?
Meine Meinung
Das Cover passt hier natürlich hervorragend zum Inhalt, erinnert aber auch ein wenig an den vorherigen Band der Autorin, was vielleicht ein wenig in die Irre führen könnte, denn die Geschichten selber unterscheiden sich völlig.
Der Einstieg in den Roman fällt recht leicht, man bekommt einen ersten Eindruck von den Hauptcharakteren und erfährt ein wenig darüber, warum Nane vor zwanzig Jahren wegen Mordes verurteilt wurde. Doch so nach und nach beginnt sich hier herauszukristallisieren, dass der scheinbar so klare Fall einige Geheimnisse birgt.
Das es sich bei dem Namen Ellen Sandberg um ein Pseudonym handelt, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein und das die Autorin, die hinter diesem Namen steckt, schreiben kann, ist auch bekannt. Auch hier ist es der flüssige, klare Schreibstil, der den Leser durchaus an den Roman fesselt. Mit wenigen, aber eindrücklichen Details versetzt die Autorin den Leser in die Weinberge rund um das Weingut der Familie von Manthey. Ereignisse und Personen sind klar vorstellbar und man tastet sich Puzzlestück für Puzzlestück näher an die Wahrheit.
Dabei ist die Geschichte in zwei Zeitebenen aufgeteilt, zum einen gibt es Rückblicke auf die Ereignisse von vor zwanzig Jahren und kann sich ein Bild von den Ereignissen machen. Allerdings waren gerade in den Rückblicken auch ruhigere Momente, die die Geschichte langatmiger erscheinen ließen. Die Gegenwart las sich für mich spannender, wobei man durch die Rückblicke durchaus mehr über die Charaktere der Personen erfahren hat und deren Handlungen in der Gegenwart dadurch logischer und klarer erschienen. Worauf es letzten Endes hinausläuft, hatte ich dann irgendwann erahnt, aber da werde ich an dieser Stelle natürlich nicht mehr verraten. Alles in allem war es ein gutes und vor allem auch logisches und schlüssiges Familiendrama, welches sich als sehr vielschichtig erwies. Seien es Schuld und Reue, Verrat und Irreführung, Rivalität und Verlustängste, alles wurde hier sehr gekonnt und geschickt miteinander verknüpft.
Erzählt wird aber nicht nur auf zwei Zeitebenen, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei hier zwei der drei Schwestern deutlicher im Vordergrund stehen. Da wäre Nane, die nach zwanzig Jahren Haft mit Mitte Vierzig aus dem Gefängnis entlassen wird, nachdem sie wegen eines Mordes verurteilt wurde. Aber auch ihre Schwester Pia, die mit dem Weingutbesitzer Thomas von Manthey verheiratet ist, nimmt viel Raum der Geschichte ein. Hin und wieder gibt es dann auch kleinere Perspektiven, alle zusammen ergeben immer wieder kleiner Puzzleteile, die am Ende erst das gesamte Bild zeigen.
Die Charaktere fand ich sehr glaubwürdig und authentisch, wenn auch nicht alle sympathisch waren. Hatte ich zu Beginn der Geschichte noch so ein Gefühl von Verbundenheit durch Mitleid mit Nane, veränderte sich dieses Gefühl immer wieder im Laufe der Geschichte. Aber auch alle weiteren Charaktere waren sehr vielschichtig dargestellt und nicht immer wusste man, was wirklich wahr ist und was auf Lügen basiert. Pia war mir alles andere als sympathisch, denn ihre Art war kalt und berechnend, Thomas von Manthey, den man hauptsächlich im Rückblick kennenlernt, fand ich nur schwer einschätzbar. Alles in allem waren es hier die Charaktere, die die Geschichte für mich sehr lebendig machten.
Mein Fazit
Wer hier nicht gleich an die Geschichte mit den Erwartungen eines Buches wie “Die Vergessenen” herangeht, wird ein gelungenes und vor allem glaubwürdiges Familiendrama erhalten. Zwar gab es hier für mein Empfinden die ein oder andere Länge, trotzdem hat mir vor allem wieder der Schreibstil und die Ausarbeitung der Charaktere richtig gut gefallen. Gerade die Charaktere mit all ihren Gefühlen und Reaktionen machten die Geschichte glaubwürdig. Ein stimmiges und authentisches Familiendrama.

4,0 von 5 SternenFamiliendrama mit vielschichtigen Charakteren

Von: World of books and dreams Datum: 06. Januar 2019

Zwanzig Jahre ist es her, seit der Nacht, die Nane zum Verhängnis wurde, die Nacht des Mordes an Henning, dem Sohn des Weingutbesitzers Thomas von Manthey. Zwanzig Jahre hat Nane im Gefängnis verbracht, doch die Schuld nagt noch immer an ihr. Auch wenn sie nun von ihrer Schwester Birgit und ihrem Exmann Mark unterstützt wird, um wieder Fuß in der veränderten Welt zu schaffen, kann ihr eine nicht verzeihen: ihre Schwester Pia, Frau des Weingutbesitzers. Doch an Pia nagt etwas seit der Nacht vor zwanzig Jahren und seitdem Nane aus dem Gefängnis entlassen wurde, wird es Pia erst richtig bewusst, auf welch wackeligem Fundament ihr nach aussen hin so glückliches Leben erbaut wurde. Doch was geschah in der Nacht des Unfalls wirklich?
Meine Meinung
Das Cover passt hier natürlich hervorragend zum Inhalt, erinnert aber auch ein wenig an den vorherigen Band der Autorin, was vielleicht ein wenig in die Irre führen könnte, denn die Geschichten selber unterscheiden sich völlig.
Der Einstieg in den Roman fällt recht leicht, man bekommt einen ersten Eindruck von den Hauptcharakteren und erfährt ein wenig darüber, warum Nane vor zwanzig Jahren wegen Mordes verurteilt wurde. Doch so nach und nach beginnt sich hier herauszukristallisieren, dass der scheinbar so klare Fall einige Geheimnisse birgt.
Das es sich bei dem Namen Ellen Sandberg um ein Pseudonym handelt, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein und das die Autorin, die hinter diesem Namen steckt, schreiben kann, ist auch bekannt. Auch hier ist es der flüssige, klare Schreibstil, der den Leser durchaus an den Roman fesselt. Mit wenigen, aber eindrücklichen Details versetzt die Autorin den Leser in die Weinberge rund um das Weingut der Familie von Manthey. Ereignisse und Personen sind klar vorstellbar und man tastet sich Puzzlestück für Puzzlestück näher an die Wahrheit.
Dabei ist die Geschichte in zwei Zeitebenen aufgeteilt, zum einen gibt es Rückblicke auf die Ereignisse von vor zwanzig Jahren und kann sich ein Bild von den Ereignissen machen. Allerdings waren gerade in den Rückblicken auch ruhigere Momente, die die Geschichte langatmiger erscheinen ließen. Die Gegenwart las sich für mich spannender, wobei man durch die Rückblicke durchaus mehr über die Charaktere der Personen erfahren hat und deren Handlungen in der Gegenwart dadurch logischer und klarer erschienen. Worauf es letzten Endes hinausläuft, hatte ich dann irgendwann erahnt, aber da werde ich an dieser Stelle natürlich nicht mehr verraten. Alles in allem war es ein gutes und vor allem auch logisches und schlüssiges Familiendrama, welches sich als sehr vielschichtig erwies. Seien es Schuld und Reue, Verrat und Irreführung, Rivalität und Verlustängste, alles wurde hier sehr gekonnt und geschickt miteinander verknüpft.
Erzählt wird aber nicht nur auf zwei Zeitebenen, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei hier zwei der drei Schwestern deutlicher im Vordergrund stehen. Da wäre Nane, die nach zwanzig Jahren Haft mit Mitte Vierzig aus dem Gefängnis entlassen wird, nachdem sie wegen eines Mordes verurteilt wurde. Aber auch ihre Schwester Pia, die mit dem Weingutbesitzer Thomas von Manthey verheiratet ist, nimmt viel Raum der Geschichte ein. Hin und wieder gibt es dann auch kleinere Perspektiven, alle zusammen ergeben immer wieder kleiner Puzzleteile, die am Ende erst das gesamte Bild zeigen.
Die Charaktere fand ich sehr glaubwürdig und authentisch, wenn auch nicht alle sympathisch waren. Hatte ich zu Beginn der Geschichte noch so ein Gefühl von Verbundenheit durch Mitleid mit Nane, veränderte sich dieses Gefühl immer wieder im Laufe der Geschichte. Aber auch alle weiteren Charaktere waren sehr vielschichtig dargestellt und nicht immer wusste man, was wirklich wahr ist und was auf Lügen basiert. Pia war mir alles andere als sympathisch, denn ihre Art war kalt und berechnend, Thomas von Manthey, den man hauptsächlich im Rückblick kennenlernt, fand ich nur schwer einschätzbar. Alles in allem waren es hier die Charaktere, die die Geschichte für mich sehr lebendig machten.
Mein Fazit
Wer hier nicht gleich an die Geschichte mit den Erwartungen eines Buches wie “Die Vergessenen” herangeht, wird ein gelungenes und vor allem glaubwürdiges Familiendrama erhalten. Zwar gab es hier für mein Empfinden die ein oder andere Länge, trotzdem hat mir vor allem wieder der Schreibstil und die Ausarbeitung der Charaktere richtig gut gefallen. Gerade die Charaktere mit all ihren Gefühlen und Reaktionen machten die Geschichte glaubwürdig. Ein stimmiges und authentisches Familiendrama.

Familiendrama

Von: Kopfkino Datum: 06. Januar 2019

Mit Begeisterung habe ich den Vorgängerroman von Ellen Sandberg " Die Vergessenen" gelesen, sodaß meine Freude groß war, das Buch " Der Verrat" als Testleserin zu bekommen. Der Roman ist spannend und interessant geschrieben, er lässt sich meist flüssig lesen und macht Lust auf die Weinberge im Saarland. Kleinere Längen finden sich manchmal in der Vergangenheitsebene der Geschichte, die für den Verauf nicht wichtig wären meiner Meinung nach. Obwohl ich durchaus Mitleid mit der Hauptfigur Ariane hatte, bekam ich keinen Bezug zu ihr. Irgendwie empfand ich keine Sympathie: weder für sie noch für ihre Schwester Pia und ihren Mann Thomas oder die blass bleibende Schwester Birgit. Trotz des durchaus guten Schreibstils bin ich der Geschichte und ihren Personen gegenüber diszanziert geblieben und habe keinen richtigen Zugang gefunden. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich Geschichten mit Familienintrigen nicht so gern lese. Mein Fazit: ein interessantes und spannendes Buch wenn man intrigante Familiengeschichten mag!

Ellen Sandberg - Der Verrat

Von: Andrea Datum: 06. Januar 2019

Ich liebe Familiengeschichten und dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Es ist sehr flüssig geschrieben, so dass es mir schwer fiel, eine Pause einzulegen. Die Spannung wird über den ganzen Verlauf aufrecht erhalten.
Die Personen sind detailreich beschrieben, so dass man das Gefühl hat, sie gut zu kennen. Sympathien empfand ich für keine der drei Schwestern, was für mich persönlich einen besonderen Reiz ausmacht. Man überlegt, mit welcher der Schwestern man am ehesten sympathisiert und kommt einfach zu keinem Ergebnis.
Die Orte, an denen die Geschichte spielt, sind nicht allzu weit von meinem Wohnort entfernt, wodurch das Buch für mich einen zusätzlichen Charme hat.
Ich lese viel und für alle, die mit einer schönen Geschichte mit Inhalt gut unterhalten werden möchten, ist das Buch eine klare Empfehlung.

Ein bis zur letzten Seite spannendes Familiendrama

Von: Jens Löffler Datum: 05. Januar 2019

Ariane, genannt Nane, kommt nach 20 Jahren Haft auf Bewährung frei. Wohnung und Arbeit erhält sie von ihrer Schwester Birgit. Doch es ist die Schuld von damals, die schwer auf ihren Schultern lastet und die eine Frage, die Nane klären muss. Was hat sie damals in der Nacht am Telefon gesagt, in der Henning, der Sohn von Thomas starb? Dazu muss sie Kontakt zu Thomas aufnehmen, doch das bedeutet auch, dass sie mit ihrer anderen Schwester Pia konfrontiert wird. Die hat die letzten 20 Jahre gut gelebt auf dem Weingut Graven, mit dem Mann, den Nane geliebt hat, Thomas. Welche Wahrheit steckt hinter all dem, was einst war und was aller Leben beeinflusst hat?

Der Verrat ist ein Familiendrama, wie man es packender und spannender kaum schreiben kann. Nicht nur, dass die Autorin atmosphärisch so dicht schreibt, dass man sich als Leser tatsächlich in die Ereignisse hineinversetzt fühlt, sondern gleichzeitig mit den verschiedenen Zeitebenen so geschickt spielt, dass sich dem Leser die notwendigen Wissenshäppchen genauso versetzt präsentieren, wie es auch bei der Protagonistin der Fall ist. Diese ist von ihrem Charakter und ihrem Wesen so tief und vielschichtig, dass sich der Leser lange Zeit nicht wirklich entscheiden kann, ob sie einem sympathisch ist oder nicht. Der geübte und vielseitige Leser wird stets bemüht sein, dem Plot vorzugreifen und die tatsächliche Auflösung der Geschichte zu erraten, um sich am Ende bestätigt zu fühlen. So erging es auch mir. Die Handlung bietet dafür auch mehr als genug Ansätze und Möglichkeiten, doch wird es wohl den meisten Lesern wie mir ergehen. Die Komplexität der Wahrheit ist derart umfangreich, dass ein Vorausahnen kaum möglich ist, vor allem nicht vollumfänglich. Genau das macht dieses Buch besonders, wie ich als Vielleser finde, denn um es gänzlich zu verstehen, muss man es bis zum Ende lesen. Das Cover, welches ich vor bzw. zu Beginn des Lesens als wenig ansprechend empfand, weil es ein „allerwelts“-Cover war, stellt sich am Ende als genau das Richtige heraus, denn es fängt die erzählerische Atmosphäre nahezu perfekt ein.
Alles in allem war Sandbergs Verrat ein wirklich gutes Buch, ein angenehmer Start ins neue Jahr und definitiv eine Empfehlung für jeden, der auf verstrickte und vielschichtige Dramen steht, dem es nicht um Action in Hollywoodmanier geht, sondern die Spannung aus der guten Erzählweise und der noch besseren Geschichte zieht, die man selber ungerne erleben würde.

spannung pur

Von: Martine's Leseecke Datum: 05. Januar 2019

Als Nane nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, kann sie ihr Schuldgefühl nicht abstreifen. Einen Menschen auf dem Gewissen zu haben kann man nicht wiedergutmachen. Aber tief in sich drin hat Nane Zweifel..... Nicht nur an sich sondern auch an den Abläufen des Unfalls der ihr angelastet wird. Ellen Sandberg spannt die Geschichte langsam auf. Zeitsprünge von vor dem Unfall und nach der Entlassung von Nane steigern die Spannung. Was sehr gut gelingt. Auch wenn die Art und Weise wie die Autorin Szenen und Gefühle beschreibt mir phasenweise zu oberflächlich ist. Zu unemotional. Die Geschichte an sich ist sehr gut gefunden. Es gibt eine roten Faden, eine logische Abfolgerung. Die Protagonisten sind gut definiert und stehen realistisch für menschliche Abgründe. Bis zum Schluss ist nicht vorhersehbar, was wirklich passiert ist. Auch wenn die Sprache für mich etwas holprig ist, ist es ein spannender Roman der absolut lesenswert ist

packendes Familiendrama

Von: MinnieMaus1983 Datum: 05. Januar 2019

Ein wahnsinnig spannend geschriebenes Familiendrama, welches ich innerhalb von 2 Tagen komplett verschlungen habe.
Die Hauptfiguren und Schauplätze des Buches sind wunderbar beschrieben und man kann sich alles bildlich vorstellen.
Durch die abwechselnden Kapitel in der Gegenwart und der Vergangenheit bekommt man nach und nach mit warum Nane's Leben sie dazu geführt hat die letzten 20 Jahre im Gefängnis zu verbringen. Und man erfährt eigentlich erst in den letzten Kapiteln, ob es nun wirklich Nane's Schuld war oder ob sie zu Unrecht im Gefängnis saß...
Dies war mein erster Roman von Ellen Sandberg, aber sicherlich nicht der letzte! Da mir ihre Art zu schreiben einfach sehr gut gefallen hat.

Ganz nett

Von: Gurki Datum: 03. Januar 2019

Als Freizeit Roman ist es ganz nett . Liest sich schnell runter . Gut geschrieben und spannend .

Verräterische Idylle

Von: Books2Read Datum: 03. Januar 2019

Zuerst einmal ist die Geschichte an sich ganz gut erzählt, es kommt zum gelungenen Spannungsaufbau und der man anmerkt, dass der Konflikt zwischen den Schwestern langsam eskaliert. Wiederum fand ich es schwierig, den vielen Zeitsprüngen zu folgen, ebenso waren die Schwestern, die abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen, etwas monoton aufgebaut: man merkt im Schreibstil leider nicht, dass jede von ihnen eine eigene Persönlichkeit hat, die grundverschieden ist. Das Ende bzw. die letzten Sätze sind gelungen und nehmen nochmals ein Motiv aus der Buchmitte auf.

Vorsicht Spoiler!
Der Herzinfarkt von Thomas, der über 70 ist, kommt nicht überraschend und dass er sterben könnte, ist für den Leser vorhersehbar. Ebenso fragt man sich, berufend auf diverse Krimi-Serien, warum eine nach 20 Haftjahren wohl immer noch labile bzw. gebrochenere Frau wie Nane aus dem Gefängnis darf, ohne wirklich beaufsichtigt zu werden, sei es eben durch ihre Schwester Birgit oder den Bewährungshelfer. Sie macht eigentlich das, worauf sie Lust hat und niemand hält sie auf. Auch stellt sich die Frage, wie zwei grundverschiedene Frauen sich in ein und denselben Mann (wie schon gesagt über 20 Jahre älter) verlieben. Dass Nanes Ex-Mann, den sie nach der Trennung gestalkt hat, ihr am Ende noch anbietet, seinen Sohn, von dem er lange nichts wusste, mit großzuziehen, wirkt etwas seltsam.

Eine tragischer Familienroman

Von: Susanne Becker Datum: 03. Januar 2019

Ellen Sandbergs Roman "Der Verrat" ist von der ersten Minute an unglaublich spannend. Dies macht diesen Roman aus, denn im Gegensatz zu anderen Romanen, in die man sich erst einmal reinlesen muss, steht man in diesem Roman direkt im Geschehen.
Der Leser erfährt zum Beginn, dass Nane (eine von drei Schwestern) wegen eines Mordes im Gefängnis saß und auf Bewährung frei gelassen wurde. In der Folgenden Handlung erfährt man immer mehr Details über die Mordnacht im Jahre 1998, die der Grund dafür ist, dass Nane verurteilt wurde. Durch elegant geschriebene Zeitsprünge zwischen der Gegenwart und dem Jahre 1998, bleibt der Leser lange im unklaren, was genau geschehen ist. Dadurch bleiben für den Leser viele Fragen offen, welche die Spannung in dem Roman erzeugen.
Meiner Meinung nach erlauben diese Zeitsprünge aber auch die wechselnden Perspektiven (verschiedene Personen erzählen was sie erlebt und beobachtet haben) ein sehr komplexes Betrachtungsfeld auf die Geschichte. Dennoch ist der Roman so geschrieben, dass man keine Probleme hat der Geschichte zu folgen. Der einzige Nachteil an diesen Sprüngen ist nur, dass einige Passagen wiederholend wirken und damit dem Roman eine gewisse länge geben. Aber das ist nicht weiter schlimm, sondern sorgt nur für einen Stern Abzug in der Bewertung.
Alles in allem ist "Der Verrat" ein sehr zu empfehlendes Buch das zerrüttende Familiengeschehnisse beschreibt und den Leser zum nachdenken anregt, wie man selbst im manchen Situationen reagiert hätte.

Der Verrat

Von: SigiLovesBooks Datum: 03. Januar 2019

Inhalt:


"Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte, und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welcdh zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache - oder Vergebung." (Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:

"Der Verrat" ist der erste Roman, den ich von der vielgelobten Spannungsautorin Ellen Sandberg alias Inge Löhnig gelesen habe. Der Klappentext geht auf das Motiv und die Faszination der Autorin ein, weshalb sie diesen Roman schrieb: Es geht hier um ein Familiendrama, das vielleicht aus der Kindheit der drei sehr unterschiedlichen Schwestern Pia, Birgit und Nane stammen könnte und in "der Tat" im Jahre 1998 ihren Höhepunkt findet. Dramatisch die Familienkonstellation (leider werden die Eltern der 3 Schwestern nur schemenhaft umrissen), in der sich Rivalität und Neid aufbaut und auf allen Frauen der Familie ein "Fluch" lasten soll: Ein Drama aber auch, dass durch absolutes Desinteresse und fehlenden Bezug und Nähe zueinander Beziehungen entstehen, die Verletzungen nach sich ziehen, gar Gewalt, Wut und Rachsucht sowie Lügen, die jahrzehntelang vertuscht werden.

Die Autorin nimmt besonders Nane und Pia ins Fadenkreuz, eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch Thomas von Manthey, den Pia später ehelicht: In dieser Konstellation nimmt das Unglück seinen Lauf und Ellen Sandberg versteht es hervorragend, dem Leser einen hohen Spannungsbogen zu liefern, der bis zur letzten Seite anhält.

Ausser Nane war mir kein/e Protagonist/in wirklich sympathisch: Pia, die älteste Schwester wird als sehr rational, emotionslos schon fast, unnahbar, kühl und herrisch sowie dominant gezeichnet; Birgit, die mittlere Schwester, spielt eher eine Nebenrolle und ist (dazwischen) wohl nicht ohne Grund immer um Ausgleich bemüht; Nane, die Jüngste, tritt nach 20 im Knast abgesessenen Jahren auf den Plan, da sie eine Frage beschäftigt, die mit dem Unfall 1998 zu tun hat.... Die Ablehnung, die sie von Pia erfährt, ist schon erschreckend genug, aber auch die Rivalität von Pia gegenüber Margot, die wie eine Schwester mit Thomas aufwuchs, gipfelt darin, dass sie ihre eigene Tochter, die noch Weinbau studiert, dem Winzer Marius, der Sohn von Margot, vorzieht und sich hier ebenfalls ein Machtkampf entspinnt, der tragische und dramatische Folgen haben soll - aber auch der endgültigen Aufklärung dient letztendlich, was wirklich im Sommer 1998 geschah....

Die kleine Exkursion zur Geschichte des Saarweins hat mir gut gefallen; der Schreibstil der Autorin ebenfalls, ganz überzeugen konnte mich der Plot jedoch nicht, da mir die Handlung der überaus auf Sicherheit bedachten und strenger Selbstkontrolle unterworfenen Pia (gerade was den betreffenden Protagonisten betrifft) nicht einleuchtet und etwas "dick aufgetragen" erscheint: An dem Gefühlsausbruch nahm ich keinen Anstoß, aber das Gegenüber passte hier m.E. überhaupt nicht, da solcherart kontrollierter Menschen, die kaum Zugang zur eigenen Gefühlswelt (und damit auch -tiefe) haben oder entwickeln konnten, nicht völlig unkontrolliert an der hier exakt "falschen" familiären Stelle ihre Keuschheit fallen lassen.

Ansonsten fühlte ich mich durch den atmosphärischen und spannenden Schreibstil gut unterhalten und wünsche Nane, die für mich die authentischste Figur war, dass sie sich auf ihrer Wanderung wiederfinden möge.

Fazit:

Ein unterhaltsamer, dramatischer Spannungsroman, der am Ende jedoch so einige Fragen für mich offenließ. Ich vergebe knappe 4*

Spannende Familiengeschichte mit unglücklichen Verstrickungen

Von: Carmen Datum: 02. Januar 2019

Ich habe das Buch innerhalb von nur drei Tagen verschlungen. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und handelt von unterdrückten Familiengeheimnissen, nicht gelösten Problemen und Spannungen innerhalb der 2 Familienstränge in Frankfurt am Main und auf einem Weingut an der Saar. Die Handlung ist mehrschichtig aufgebaut und spielt in der Gegenwart mit Rückblicken in die Zeit 20 Jahre vorher. Es handelt von drei Schwestern, die sehr unterschiedlich von ihrer Mentalität und damit teilweise eifersüchtig auf die andere sind. Sie vertrauen sich daher nicht, haben sich nicht viel zu sagen haben und das Nichtausgesprochene führt dann zur Katastrophe. Die Liebe zu einem Winzer verursacht unglückliche Verstrickungen, die in einer kriminellen Handlung mündet, allerdings erfährt die Geschichte am Ende eine überraschenden Wendung.
Ich kannte die Schriftstellerin vorher nicht und möchte nun auch das erste Buch " Die Vergessenen" lesen.

Gekonnt erzählter Psychokrimi und Familienroman

Von: Nik Datum: 02. Januar 2019

„Warum willst du diese Geschichte überhaupt in ein Genre pressen?“, wird Sonja gefragt, eine der Figuren im Roman „Der Verrat“ von Ellen Sandberg. Sonja möchte als Schriftstellerin mit einem Buch über die Ereignisse debütieren, die auch in ihrem eigenen Leben tiefe Spuren hinterließen und hier aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei miteinander verschränkten Zeitebenen erzählt werden. „Nimm dir doch die Freiheit, den Stoff so zu bearbeiten, wie du willst. Unterwirf dich nicht einer Form.“ So lautet der Rat an sie. Der Stoff: Das Schicksal zweier Familien, die durch Hass und Liebe, Wohlstand und Neid vielfältig verknüpft und unheilvoll verschlungen sind.
Vielleicht führte auch die Autorin Ellen Sandberg ein ähnliches Gespräch wie ihre Figur Sonja im Buch, als es darum ging, für das vorliegende Familienkriminaldrama mit romantischen und detektivischen Elementen die richtige Schublade zu finden. Sie entschied sich, die Schubladen zu umgehen und sich nicht festzulegen.
Genregrenzen zu durchbrechen und zu überwinden finde ich sympathisch und sehr reizvoll. Allerdings hätte Ellen Sandberg nach meinem Geschmack von allen Elementen noch mehr hineinbringen können und damit der Handlung, den Charakteren und ihren Motiven noch mehr Tiefe verleihen können.
Aber auch so ist „Der Verrat“ ein atmosphärisch-psychologisches und gekonnt erzähltes Familien- und Kriminaldrama, das seine Spannung aus der allmählichen Aufdeckung des Familiengeheimnisses bezieht.

Unterhaltsames Lesevergnügen

Von: Ilka Datum: 02. Januar 2019

Mit „Der Verrat“ ist Ellen Sandberg ein lesenswerter und spannender Roman gelungen.
Es geht um große Themen, wie Mord, Schuld, Leidenschaft, Intrigen und Verrat.
Ein unterhaltsames Lesevergnügen mit leichter, klarer Sprache. Zahlreiche Charaktere und ihre sozialen Verbindungen werden wirklich sehr gut dargestellt. Die Handlung wird Schritt für Schritt aufgebaut und im zeitlichen Wechsel, vor 20 Jahren und heute, immer weiter aufgedeckt. Man ahnt natürlich, dass hinter dem Mord noch mehr stecken muss, als zunächst angenommen. Es wird genügend Spannung aufgebaut, um das Buch zu Verschlingen und nun endlich die Auflösung zu erfahren. Das Ende hingegen ist für meinen Geschmack ein wenig zu knapp und unbefriedigend.
Ein großes Problem dieses Romans ist jedoch, dass es zu viele Details gibt, die für die Handlung unwichtig sind und daher ein wenig konstruiert wirken. Beispielsweise dass die Enkelin Sonja einen Roman über den Tod ihres Vaters schreiben möchte, der seinerzeit einen Roman über seinen Vater schreiben wollte, der seine Ehefrau erschlug. Oder der Terroranschlag in Ägypten und dass Nanes Ex-Mann Mark plötzlich mit der Vaterschaft eines Kleinkindes konfrontiert ist. Zudem bekommt jede noch so unwichtige Person in diesem Roman einen Namen, wobei man sich als Leser die ganze Zeit fragt, ob man sich diesen Namen jetzt merken muss oder nicht.
Weniger ist nun manchmal mehr.
Ein bisschen mehr Drumherum zum geographischen Setting oder zur Winzerei hingegen wären schön gewesen.
Trotz allem eine geeignete Lektüre für Winternachmittage, die einen nicht so schnell loslässt.

einfach toll...

Von: Katharina S. Datum: 02. Januar 2019

Es war mein erster Roman von dieser Autorin und ich war begeistert...
Auf der einen Seite gibt es drei Schwestern, aus deren Sicht die Familiengeschichte erzählt wird. Auf der anderen Seite erzählt der Winzer Thomas seine... Beide Familien verbindet ein tragisches Ereignis...
Ich möchte gar nicht zu viel vom Inhalt ausplaudern, daher nur so viel.
Durch die wechselnden Perspektiven der Protagonisten kann man sich gut in die jeweiligen Personen versetzten. Sehr spannend geschrieben. Ziemlich bis zum Schluss des Buches war ich mir nicht sicher, wer, wie für das Unglück verantwortlich ist.
Wirklich empfehlenswert. Ich freue mich schon auf einen neuen Roman von der Autorin

Vor 20 Jahren...

Von: Katjuschka Datum: 01. Januar 2019

Nane wird mit Mitte 40, nachdem sie eine 20jährige Haftstrafe verbüßt hatte, aus dem Gefängnis entlassen.
Nach und nach entfaltet sich die Geschichte rund um ein Verbrechen, welches so nie geplant war und das Leben von mehreren Menschen nachhaltig verändert hat.
Dazu gibt es immer wieder Rückblenden in das Leben und die Vergangenheit der unterschiedlichen Protagonisten, ohne jedoch verwirrend oder langatmig zu werden.
Im Gegenteil. Man lernt Nanes Hintergrund innerhalb ihrer Familie näher kennen, das problematische Verhältnis zu den Eltern, die Rivalität unter den Schwester, besonders zu Pia!
Die Konfliktsituationen "Eltern-Kinder" und auch "unter Geschwistern", trägt sich durch die gesamte Geschichte!
So steht auch die Familie rund um Thomas, dem Ehemann von Pia, im Fokus: Seine Schwester Margot mit Sohn Marius, sein Sohn Henning aus erster Ehe und dessen Tochter Sonja.
Sie müssen sich nach der Heirat von Thomas und Pia neu positionieren, innerhalb der Familie neu definieren.
Die unterschwelligen Animositäten treten jedoch erst richtig in den Vordergrund, als Nane auf Bewährung entlassen wird. Alte Konflikte brechen auf, es werden neue Allianzen gebildet!
Die Verflechtung der beiden Familien reicht weit zurück und wird sich auch niemals entwirren lassen.

Nane will, jetzt wieder in Freiheit, endlich genau wissen, was damals, vor 20 Jahren, wirklich geschah.
Hat sie tatsächlich diese große, sie unglaublich bedrückende Schuld auf sich geladen, wegen der ein Mensch uns Leben gekommen ist?
Warum kann sie sich an diesen letzten Anruf nicht mehr erinnern?
Wollte sie Thomas noch warnen oder hat sie ihn am Telefon nur beschimpft, wie er vor Gericht ausgesagt hat? Wer lügt, wer hat etwas zu verbergen?
Nane, der die Vergangenheit keine Ruhe lässt, stellt immer neue Fragen und dringt damit immer tiefer in die Vorkommnisse dieses einen tragischen Tages vor.
Nach und nach treten immer mehr Ungereimtheiten zutage und langsam wird klar, welch tragische Geschichte hinter dem "Mord" steckt!

Der Schreibstil von Ellen Sandberg ist phänomenal. Jeder einzelne Protagonist bekommt genügend Raum um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, wird so wichtig für die Handlung.
Auch die Perspektivwechsel lassen einen immer tiefer in die Geschichte eintauchen, verleihen sie so der Handlung immer wieder neue Aspekte, neue Blickwinkel.
Ich persönlich fand besonders die Frauenfiguren und deren sehr unterschiedlichen Gedankengänge und Gefühle sehr bildhaft und authentisch beschrieben.

Auch hat sich von Kapitel zu Kapitel die Geschichte langsam immer deutlicher abgezeichnet - durch die verschiedenen Rückblenden bestens ergänzt!
Auch wenn sich irgendwann (nicht zu früh) abgezeichnet hatte was vor 20 Jahren geschehen war, konnte die Autorin recht spät trotzdem noch eine kleine überraschende Wendung einbauen.

"Der Verrat" ist ein sehr spannende Geschichte mit einem sehr realistischen Ende, welche ich sehr gern gelesen habe!

Durchaus spannend

Von: Gabriele Schulze Datum: 01. Januar 2019

Weder das erste Buch der Autorin unter dem Pseudonym Ellen Sandberg noch eines ihrer Bücher unter ihrem Klarnamen kenne ich, deshalb hatte ich keine Erwartungen an diesen Roman und war gespannt darauf.
Trotz kleiner Kritikpunkte - die erotischen Passagen überzeugen mich nicht besonders, es gibt für mich zu viele Fachausdrücke aus dem Weinanbau, dass ein Flugzeug an einem Finger andockt, den Begriff kannte ich nicht und manches wird zu langatmig erzählt und auch immer wiederholt - lässt sich der Roman flüssig und sehr angenehm lesen. Ich kann ihn empfehlen, denn es ist eine durchaus spannende und tragische Familiengeschichte, die hier erzählt wird.

Perfides Spiel innerhalb zweier Familien

Von: Foxis Bücherschrank Datum: 31. Dezember 2018

Das Cover zeigt schon an, wie düster es auf dem Weingut zugehen wird und wie sich alles über die Familien zusammenbraut.

Es war ein Buch, da weiß ich gar nicht, wo ich mit dem Schreiben anfangen soll. Es war nicht wirklich so mein Fall, aber ich habe mich durchgebissen und habe immer mal wieder festgestellt, dass ich selten einen Roman gelesen habe, der in unserer heutigen Zeit am Anfang wie ein Roman von Hedwig Courths-Mahler rüber kommt und im Verlauf von so viel Lug, Betrug, Intrigen, Sex mit Schutzbefohlenen, Mordgelüsten und sogar Mord – abgesehen von unglaublichen Machenschaften – die in nur (!) 2 Familien, vorkommt.

Gerade, wenn man meint, schlimmer kann es nicht mehr werden, kommt der nächste Knüller seitens der Weinhändler-Familie die mit Nane und ihre Familie eng verknüpft sind.

Der Verrat ist ein perfides Spiel mit überraschenden Wendungen.

Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der Andere daran stirbt

Von: Barbara Diehl Datum: 30. Dezember 2018

Die 46jährige Ariane – Nane – Rauch kommt nach 20 Jahren auf Bewährung aus dem Gefängnis frei. Nach all den Jahren hat sie zwar ihre Schuld gegenüber der Gesellschaft verbüßt – sich selbst kann sich jedoch noch immer nicht aus der Schuld entlassen, denn seit 20 Jahren quält sie nur eine einzige Frage: Was hat sie in der Nacht in der Henning, der Sohn ihres Schwagers, durch ihre Hand starb, am Telefon zu Thomas gesagt? Hat sie ihn gewarnt? Das ist das, woran sie in ihrer Erinnerung festhält. Oder hat sie ihn beschimpft? So steht es als Zeugenaussage in der Ermittlungsakte. Es wäre einfach, wenn sie Thomas danach fragen könnte, doch als sie ihren Schwager in seinem Weinberg aufsucht, bekommt dieser einen Herzinfarkt und muss mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden. Sein Zustand ist kritisch. Pia, Thomas‘ Frau und Nanes‘ Schwester, versucht alles in ihrer Macht stehende, Nane vom Weingut Graven und auch vom Krankenhaus, in dem Thomas sich befindet, fern zu halten.

Warum möchte Pia verhindern, dass Nane mit Thomas spricht?
Gibt es eine andere Wahrheit als die, die in den Gerichtsakten steht?

Ich wurde über eine Aktion des Randomhouse Bloggerportals auf dieses Buch aufmerksam und als gebürtige Saarländerin lockte mich ein Buch, das auf einem Weingut an der Saar spielt, natürlich sofort hinter dem Ofen hervor. Als „Spannungs- und Familienroman“ deklariert und mit einem Klappentext, der eher zu einem Krimi als einem Familienroman gehören könnte, wurde ich neugierig auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht.

Hauptprotagonisten in dieser Geschichte sind die Schwestern Ariane (Nane), Pia und Brigitte.

Durch die Story bedingt, erfährt der Leser über Pia und Nane mehr, als über die anderen Charaktere. Die Geschichte von Brigitte wird natürlich auch erzählt, sie bleibt aber mehr blass und im Hintergrund. Sie ist harmoniesüchtig und möchte gerne, dass sich alle Schwestern vertragen. Sie ist es auch, die Nane unter ihre Fittiche nimmt, für sie Geld auf einem Konto gesammelt hat und ihr einen Job gibt.

Ebenso wird die Mutter der Schwestern dargestellt und beschrieben, auf welche Art und Weise sie das Tun und Denken ihrer Töchter beeinflusst hat.

Neben den Schwestern lernen wir Margot kennen. Als ihre Eltern bei einem Unfall starben, haben die von Mantheys Margot wie selbstverständlich aufgenommen und als Thomas‘ Schwester großgezogen. Sie wurde jedoch nie offiziell adoptiert oder an Kindes statt angenommen. Seit 30 Jahren arbeitet sie im Büro des Weinguts und auch ihr Sohn Marius hat den Beruf des Winzers erlernt, arbeitet jedoch auf einem anderen Weingut. So würde Margot es natürlich sehr gerne sehen, dass Marius die Geschäfte auf Graven leitet, während sich Thomas im Krankenhaus befindet und nicht Lissy, die leibliche Tochter von Thomas und Pia, die sich noch mitten in ihrem Studium befindet. Margot kann es nicht verhelen, dass sie Pia nicht mag und sie ist ziemlich einfallsreich wenn es darum geht, ihren eigenen Vorteil durchzuboxen.

Dann gibt es Lissy, die Tochter von Pia und Thomas, die sich zum Zeitpunkt des Herzinfarktes ihres Vaters in Urlaub befindet. Ganz unkompliziert bricht sie ihren Urlaub ab, um sich der Aufgabe zu stellen, die Thomas ihr vom Krankenbett aus auferlegt hat – sie soll sich um das Weingut Graven kümmern, so lange er ausfällt. Sie bringt ihren Freund David mit, den permanent eine Wolke von „Grasgeruch“ umgibt und der deswegen von Pia nicht mit offenen Armen aufgenommen wird.

Sonja, Hennings Tochter, hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihrem Großvater Thomas, weil ihre Mutter nach Hennings Tod den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Sonja hatte dann von sich aus vor 5 Jahren Kontakt zu Thomas aufgenommen und in diesem Sommer hat sie sich auf dem Weingut einquartiert, weil sie den Tod ihres Vaters in einem Buch aufarbeiten möchte. Muss Sonja feststellen, dass ihr Vater den Stellenwert gar nicht verdient hat, den sie ihm gibt?

Nun aber wieder zurück zu Nane und Pia:

Ariane/Nane kommt gerade aus dem Gefängnis frei und muss sich erst mal wieder ihren Platz im Leben suchen. Sie weiß noch nicht, was sie in Zukunft mit ihrer Zeit anfangen möchte. Um sich selbst die Tat von vor 20 Jahren vergeben zu können, muss sie herausfinden, was genau sie am Telefon zu Thomas gesagt hat. Ihr ganzes Tun und Handeln ist darauf ausgerichtet, dieses Geheimnis zu lüften und dafür setzt sie auch ihre Bewährung aufs Spiel. Von Nane erfährt der Leser logischerweise am meisten Hintergrundinfos und sie ist heute wie auch damals für mich extrem labil und bräuchte dringend psychologische Hilfe. Bei einigen Dingen die Nane getan hat, dachte ich nur „geht‘s noch?“, aber genau das sind ja die Gründe, warum sie das getan hat, was sie getan hat. Manchmal wurde von der Autorin zu sehr auf ihre Tablettensucht eingegangen, da hätte es auch etwas kürzer sein dürfen, ansonsten brauchte es diese Hintergrundinformationen für den Leser natürlich schon. Im Gegenwart-Strang ist ihr Ex-Mann Mark für sie eine große Stütze und ich empfand ihn als sehr sympathisch.

Pia ist ein Kopfmensch, sie handelt rational und nicht emotional und in einer anderen Rezension habe ich den Begriff „geerdet“ gelesen. Ja, genau das ist Pia. Für sie selbst ist es noch immer kaum verständlich, dass sie mit Thomas von Mantey verheiratet ist, da sie ihm emotional recht wenig bieten kann. Als Ehefrau von Thomas von Mantey versucht Pia mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihre Schwester Nane mit jemandem über diese Nacht von vor 20 Jahren spricht, ihr Handeln hat etwas von Verbissenheit. Um sie von Thomas und dem Weingut fern zu halten, erwirkt Pia eine Einstweilige Verfügung gegen ihre Schwester. Auch Brigitte kann sie nicht zum Einlenken überreden.

Die Geschichte wird in 2 Handlungsebenen erzählt. Einmal in der Gegenwart, im Jahr 2018, als Nane aus dem Gefängnis entlassen wird und einmal in der Vergangenheit, im Jahr 1997/1998, das Jahr, in dem Henning mit dem Auto in den Weinberg stürzte und dabei umgekommen ist.

Ein Satz, im ersten Drittel des Buches eingeflochten, lässt mich als Leser schon ahnen, dass die Wahrheit, wie sie nach außen hin präsentiert wird, von jemandem zurechtgebogen wurde. Von wem und warum, das erschließt sich jedoch erst nach und nach. Durch die wechselnden Zeitebenen ist der Leser Nane immer eine Nasenlänge voraus. Am Schluss zeigt sich dann deutlich, dass jedes Spiel sein Bauernopfer braucht.

Ich kenne weder das 1. Buch der Autorin unter ihrem Pseudonym „Ellen Sandberg“, noch kenne ich eines der Bücher, die sie unter ihrem Klarnamen „Inge Löhnig“ veröffentlicht hat. Sie hat einen sehr schönen Schreibstil, der einen als Leser direkt gefangen nimmt und ich hatte das Buch in kurzer Zeit gelesen.

„Der Verrat“ ist von Anfang bis Ende spannend, weil man einfach wissen möchte, was sich damals zugetragen hat und warum sich 2 Schwestern so sehr hassen, dass sie sich gegenseitig den Tod wünschen.

Herzlichen Dank an das Randomhouse Bloggerportal, an die Autorin Ellen Sandberg sowie an den Penguin-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches als Rezensionsexemplar.

Positiv überrascht

Von: Tara Datum: 30. Dezember 2018

Ich habe das erste Buch von Ellen Sandberg nicht gelesen, daher bin ich an die Sache wie ein Buch mit leeren Seiten dran gegangen.
Ich kannte ihren Schreibstil nicht und auch nicht, wie die Geschichten aufgebaut sind.
Ich fange einfach mal mit dem ersten Eindruck an.
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Die dunklen Wolken über dem Weinberg lassen eine Schwere spüren und das sich etwas schreckliches anbahnt. Leider habe ich auch einen negativen Punkt. Es ist schade, das man soviel von den Weinbergen und der Saar schreibt und dann kein Bild davon auf dem Cover ist. Man hätte so tolle Bilder von den Weinbergen und der Saar nehmen können und sie mit Bearbeitungsprogrammen genau so düster erscheinen lassen. Dies finde ich persönlich sehr schade.
Zur Geschichte selbst:
Nane hat zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mord gesessen. Sie hat zwei Schwestern, zu der ältesten ist der Kontakt sehr schlecht. Pia die älteste der Schwestern, lebt mit ihrem Mann Thomas, auf einem Weingut an der Saar. Ihre Schwerster Nane taucht dann plötzlich wieder in ihrem Leben auf und Pia ahnt das ihr Glück wohl nicht mehr lange halten wird.
Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, dachte ich, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen werde, weil mir das erste Kapitel überhaupt nicht zugesagt hat. Diese Arroganz und diese Oberflächlichkeit mit dem das Weingut und ihre Bewohner beschrieben werden, fand ich sehr überzogen. Ich dachte wenn ich noch eine Seite lesen muss, werfe ich das Buch weg. Habe ich zum Glück nicht gemacht, denn das Buch wurde immer besser und ich habe nach zwei bis drei Kapiteln verstanden, das es einfach aus der Sicht von Pia, das Weingut beschrieben wurde und Pia ist ein sehr arroganter Charakter, weshalb auch nicht wirklich Sympathie aufgetreten ist. Pia hat im Buch jede Chance ergriffen sich unbeliebt zu machen. Die Art wie sie mit ihren Mitmenschen umgegangen ist und ich meine nicht nur Nane fand ich sehr egoistisch. Nane dagegen hat sich direkt in mein Herz gestohlen . Ich fand den Charakter so toll beschrieben,trotz ihrer vielen Fehler,war sie ein guter selbstloser Charakter, der mir von Anfang an sehr gut gefallen hat.
Das Buch ist gut aufgebaut. Die Kapitel wechseln sich in den Jahreszeiten ab. Es spielt zwischen 1987 und 2018 und wird abwechselt dem Leser erzählt, was damals passierte und was sich in der Gegenwart abspielt. Man konnte gut folgen und der Schreibstil war flüssig. Es wurde immer aus verschieden Sichtweisen der einzelnen Personen erzählt. So konnte man noch mehr Einsicht in die Geschehnisse bekommen. Die Geschichte wurde immer spannender und man wollte endlich wissen, was den der Verrat ist. Meine Nerven wurden immer mehr gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Das Familiendrama in einen Krimi zu verpacken ist hier sehr gut gelungen. Ich bin froh das ich weiter gelesen habe. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Sowas ist mir nämlich persönlich sehr wichtig.
Mein Fazit:
Sehr gelungenes Buch, sehr spannend erzählt und was mir auch immer wichtig ist, man kann sich in die verschiedenen Personen einfühlen und man kann verstehen, warum sie so handeln, auch wenn die Moral und Ethik etwas anderes Sagen.
Ich kann es nur weiter empfehlen.

Grandioses Familiendrama

Von: JR Datum: 30. Dezember 2018

Der Roman von Ellen Sandberg hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Die Geschichte handelt von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Von Liebe, großen Verlustängsten, Eifersucht, Schuld und schockierenden Lügen.

Die Autorin erzählt geschickt die Geschichte in zwei Zeitspannen, die mit jeder Seite immer neue, kaum fassbare Erkenntnisse über die Ereignisse, die vor 20 Jahren geschehen sind, hervorbringt. Es ergeben sich immer wieder Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Stück für Stück kommt man der Auflösung und somit der Wahrheit immer näher und ist am Ende erschüttert, wie berechnend boshaft die Menschen sein können.

Ein wirklich packender und absolut lesenswerter Roman.

Spannende Familiengeschichte voller Tragik und großen Gefühlen

Von: Johanna Steinert Datum: 28. Dezember 2018

In dem Buch geht es um drei Schwestern Nane, Pia und Birgit. Das Schicksal hat die drei Frauen miteinander verbunden, die Geschichte ist allerdings auf Nane und Pia focussiert. Zwei Frauen, die im ständigen Kampf miteinander leben. Nane wurde zur einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und hat große Probleme mit ihrer Freiheit, da sie viele Sachen aus der Vergangenheit noch immer nicht aufgearbeitet hat. Die Perspektive der Erzählung wechselt zwischen 1998 und 2018, so werden Verknüpfungen hergestellt, die immer wieder überraschend sind.
Zu meinem großen Erstaunen war mir von Anfang an keine Figur in dem Roman sympatisch, was sich am völlig überraschendem Ende des Romans auch noch einmal bestätigte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

Der Verrat!

Von: Die-Rezensentin Datum: 27. Dezember 2018

Auf den Frauen der Familie liegt ein Liebesfluch, jedenfalls, wenn man der Mutter glauben darf. Bisher scheint es für die drei Schwestern auch zuzutreffen. Nane stürzt von einer unglücklichen Liebe in die nächste, Birgit hat genauso ein Pech und auch bei Pia sieht es nicht so rosig aus. Das ändert sich allerdings, als sie den viel älteren Winzer Thomas kennen lernt, alles scheint sich jetzt zum Guten zu wenden. Wenn sich nicht plötzlich herausstellte, dass er auch mit ihrer Schwester Nane schon zusammen war....

Ellen Sandberg hat mit `Der Verrat` einen fesselnden Roman geschrieben. In verschiedenen Handlungssträngen blickt sie zwanzig Jahre zurück und erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch erfährt der Leser immer Stückchen der damaligen Geschehnisse und kann sie wie bei einem Puzzle zusammensetzen.

Die zahlreichen Sprünge von 2018 zu 1998 machen den Roman für mich zu einem packenden Pageturner. Immer möchte man wissen, wie es weitergeht, doch die Autorin serviert nur häppchenweise.

`Der Verrat' ist kein Krimi oder Thriller, sondern einfach ein Roman, den ich aber extrem spannend fand. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt, ich konnte es nur schlecht aus der Hand legen. Die Autorin hat einige Wendungen eingebaut, mit denen man gar nicht rechnete. Vor der Kulisse des idyllischen Weinbergs haben sich anscheinend dramatische Szenen abgespielt. Wieso wurde Nane damals zur Mörderin und wieso kann sie nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis nicht mit der Vergangenheit abschließen? Welches düstere Geheimnis bewahren Pia und Thomas? Lügen, Verrat, Eifersucht, Rache, Neid, Missgunst, Mord, hier ist alles vertreten. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für diese tragische Familiengeschichte, in der es keine Gewinner gibt!

Verrat trennt alle Bande

Von: Patricia Nossol Datum: 27. Dezember 2018

Sie stürmte mit „Die Vergessenen“ die Bestsellerlisten. Nun ist beim Penguin Verlag Ellen Sandbergs neue Roman „Der Verrat“ erscheinen.
Die Geschichte spielt auf einem Weingut an der Saar und wie auf dem Cover ersichtlich, ziehen dunkle Wolken über die idyllische Landschaft.

Im Sommer 1998 beobachtet Renate Soffas folgendes: „Das Auto überschlug sich zwei-, dreimal, bis die umherwimmelnden Lichter erloschen und nur noch metallisches Scheppern und das Bersten von Glas zu hören waren, dem Stille folgte, als der Wagen endlich liegen blieb.“ (Auszug aus „Der Verrat“)

Zwanzig Jahre später hat Nane ihre Strafe wegen Mordes verbüßt und wird aus dem Gefängnis entlassen. Sie ist eine von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Birgit sich rührend um Nane kümmert, möchte Pia ihre Schwester nicht wiedersehen. Als erfolgreiche Restauratorin führt sie inzwischen mit ihrem Mann Thomas ein schönes Leben und hat erfolgreich die Ereignisse von damals verdrängt. Doch plötzlich droht Pias Scheinwelt zu zerbrechen.
Was ist in dieser Sommernacht 1998 wirklich geschehen?

In wenigen Seiten hatte mich Ellen Sandberg mit ihrem fesselnden Schreibstil in den Strudel der Ereignisse gezogen und ich wollte dem lange gehüteten Geheimnis auf den Grund gehen. Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch an nur zwei Abenden verschlungen habe.

Dabei sind die Hauptakeure wenig heldenhaft. Sie sind eigenwillig, von Neid, Wut, Rache und Zorn getrieben, leben mitunter in einer Traumwelt, haben Angst vor der Wahrheit und scheuen sich, die Konsequenzen ihres Handels zu tragen. Die Schuld lastet schwer auf ihren Schultern und Verdrängung funktioniert nur bedingt. Mir schien es mutig von Ellen Sandberg, die Schwächen ihrer Charaktere so stark in den Fokus der Geschichte zu stellen. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, denn es regt zum Nachdenken an.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der Kindeskinder. Sie sind die Sympathieträger auf der Suche nach der Wahrheit. Sie agieren quasi als Vermittler zwischen den Fronten.
Man spürt beim Lesen, dass die Autorin viel Zeit in die Ausarbeitung ihrer Figuren investiert hat.
Nur die Inszenierung der Pia konnte mich in Teilbereichen nicht ganz überzeugen.

Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und entschlüsselt Stück für Stück, was sich in der Sommernacht 1998 auf Gut Graven ereignete. Ich mochte die geheimnisvolle Buchatmosphäre, die Tempo in die Story bringt.
Aufgrund der detaillierten Ortsbeschreibungen konnte ich mir die räumlichen Gegebenheiten gut vorstellen und habe nebenbei interessante Hintergrunfinformationen rund um den Weinanbau erhalten.

Für mich war dieser Roman ein fesselndes 5 Sterne-Lese-Highlight!

„Verrat trennt alle Bande“ - wie schon Friedrich Schiller zu sagen pflegte.

Die Leseprobe am Ende des Buches hat meine Neugier auf den Vorgängerroman von Ellen Sandberg geweckt

Verbrannt, ohne je zu brennen

Von: Gaby Hochrainer Datum: 27. Dezember 2018

„Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere daran stirbt“. Dieser Satz, hin gekritzelt an einer Bushaltestelle, gibt genau den Zustand wieder, in dem sich Ariane „Nane“ Rauch befindet, als sie von den wahren Umständen erfährt, die zu ihrer lebenslangen Verurteilung als Mörderin geführt haben.
Nane wird nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und will endlich Klarheit haben über die Nacht auf dem Weingut Graven, die ihr Leben so verändert hat. Nur ihr Schwager Thomas kann ihr helfen zu klären, ob sein Sohn Henning durch ihre Schuld ums Leben kam. Aber nach einem Herzinfarkt liegt dieser im Krankenhaus und seine Frau Pia, ihre Schwester, versucht alles um sie von ihm fern zu halten. Warum? Nane beginnt die Suche nach der Wahrheit und findet Entsetzliches heraus...

Ellen Sandbergs neuer Familienroman hat mich gleich ab der ersten Seite in sich hineingezogen. Ich lerne die überspannte, chaotische, unberechenbare Ariane „Nane“ Rauch, ihren Exmann Mark, ihre konfliktscheue, immer um Vermittlung bemühte Schwester Birgit, ihre pragmatische, geerdete, emotionslose Schwester Pia mit ihrem charismatischen Ehemann Thomas von Mantey, Sohn Henning aus Thomas´ erster Ehe, deren Tochter Lissy, deren Enkelin Sonja – die Tochter von Henning, die einen Krimi über den Mord an ihrem Vater schreiben will und Thomas Zieh-Schwester Margot und ihren Sohn kennen. Alle sind detailliert und absolut menschlich beschrieben. Den einen mag ich mehr, den anderen weniger.

Durch den flüssigen, bildreichen und leicht zu lesenden Schreibstil sehe ich die Handlung bildlich in meinem Kopf an mir vorbei ziehen. Durch die vielen Geheimnisse, die es zu geben scheint, weiß ich allerdings erst sehr spät, wohin die Reise geht und was in der besagten Nacht wirklich passiert ist.

Die Geschichte zieht sich über zwei Zeitebenen. Ich bin dabei, wie Nane im Sommer 1998 nach zwei mehr oder weniger schmerzhaften Trennungen die Kontrolle verliert und eine große Dummheit begeht, die sie schließlich in den Knast bringt. Nach und nach erfahre ich, wie es dazu kommen konnte. Im Sommer 2018 wird Nane entlassen und versucht sich in ihr neues Leben hineinzufinden. Und sie will unbedingt wissen, was in der Nacht, die aller Leben verändert hat, wirklich geschehen ist. Was ist passiert, wenn „die Andere“ in ihr die Kontrolle übernahm.

Von Anfang an breitet sich auf den Leseseiten eine düstere Spannung auf, die für mich aber noch nicht zu greifen ist. Es ist damals etwas passiert. Aber was? Das kristallisiert sich im Laufe der Geschichte immer weiter heraus. Ganz langsam tritt das ganze Ausmaß dieser Familientragödie zutage und lässt mich etwas bestürzt zurück.

Ein großartiger Roman über Liebe, Leidenschaft, Geschwisterliebe und Schuld, der mich ab der ersten Seite berührt hat und den ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann. Absolut lesenswert!

Verrat trennt alle Bande

Von: Patno Datum: 27. Dezember 2018

Sie stürmte mit „Die Vergessenen“ die Bestsellerlisten. Nun ist beim Penguin Verlag ihr neuer Roman „Der Verrat“ erscheinen.
Die Geschichte spielt auf einem Weingut an der Saar und wie auf dem Cover ersichtlich, ziehen dunkle Wolken über die idyllische Landschaft.

Im Sommer 1998 beobachtet Renate Soffas folgendes: „Das Auto überschlug sich zwei-, dreimal, bis die umherwimmelnden Lichter erloschen und nur noch metallisches Scheppern und das Bersten von Glas zu hören waren, dem Stille folgte, als der Wagen endlich liegen blieb.“ (Auszug aus „Der Verrat“)

Zwanzig Jahre später hat Nane ihre Strafe wegen Mordes verbüßt und wird aus dem Gefängnis entlassen. Sie ist eine von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Birgit sich rührend um Nane kümmert, möchte Pia ihre Schwester nicht wiedersehen. Als erfolgreiche Restauratorin führt sie inzwischen mit ihrem Mann Thomas ein schönes Leben und hat erfolgreich die Ereignisse von damals verdrängt. Doch plötzlich droht Pias Scheinwelt zu zerbrechen.
Was ist in dieser Sommernacht 1998 wirklich geschehen?

In wenigen Seiten hatte mich Ellen Sandberg mit ihrem fesselnden Schreibstil in den Strudel der Ereignisse gezogen und ich wollte dem lange gehüteten Geheimnis auf den Grund gehen. Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch an nur zwei Abenden verschlungen habe.

Dabei sind die Hauptakeure wenig heldenhaft. Sie sind eigenwillig, von Neid, Wut, Rache und Zorn getrieben, leben mitunter in einer Traumwelt, haben Angst vor der Wahrheit und scheuen sich, die Konsequenzen ihres Handels zu tragen. Die Schuld lastet schwer auf ihren Schultern und Verdrängung funktioniert nur bedingt. Mir schien es mutig von Ellen Sandberg, die Schwächen ihrer Charaktere so stark in den Fokus der Geschichte zu stellen. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, denn es regt zum Nachdenken an.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der Kindeskinder. Sie sind die Sympathieträger auf der Suche nach der Wahrheit. Sie agieren quasi als Vermittler zwischen den Fronten.
Man spürt beim Lesen, dass die Autorin viel Zeit in die Ausarbeitung ihrer Figuren investiert hat.
Nur die Inszenierung der Pia konnte mich in Teilbereichen nicht ganz überzeugen.

Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und entschlüsselt Stück für Stück, was sich in der Sommernacht 1998 auf Gut Graven ereignete. Ich mochte die geheimnisvolle Buchatmosphäre, die Tempo in die Story bringt.
Aufgrund der detaillierten Ortsbeschreibungen konnte ich mir die räumlichen Gegebenheiten gut vorstellen und habe nebenbei interessante Hintergrunfinformationen rund um den Weinanbau erhalten.

Für mich war dieser Roman ein fesselndes 5 Sterne-Lese-Highlight!

„Verrat trennt alle Bande“ - wie schon Friedrich Schiller zu sagen pflegte.

Die Leseprobe am Ende des Buches hat meine Neugier auf den Vorgängerroman von Ellen Sandberg geweckt.

spannend und überraschend

Von: Caro Datum: 27. Dezember 2018

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war so spannend, dass ich es in 2 Tagen gelesen hatte. Zeitweise hat der Roman unnötige Längen, wie ich finde. Da gibt es dann Wiederholungen nur aus anderer Sicht, das fand ich etwas störend. Hier kann man durchaus schnell darüber hinweg lesen. Das Schöne ist, dass es immer wieder neue Wendungen gibt und für Überraschung und Spannung gesorgt ist!

Ellen Sandberg - Der Verrat

Von: Christina Wagener Datum: 27. Dezember 2018

Könntet ihr ein Geheimnis 20 Jahre mit euch herumtragen?
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*** REZENSION von ©Flotte Buchlotte***
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Angaben zum Cover:

Dieses Buchcover mit dem abgelegenen Weingut im Hintergrund und der düsteren Atmosphäre macht neugierig auf diesen Roman.
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Meine Meinung:

Das ist bereits der zweite Roman der unter dem Pseudonym der Autorin Ellen Sandberg veröffentlicht wird. Ich war schon sehr gespannt auf dieses Buch, da mit das vom letzten Jahr noch sehr gut in Erinnerung geblieben war.

In diesem Buch war man einfach sofort im Geschehen drin. Dies lag zum einen daran, dass die Story im Laufe des Buches immer mehr an Fahrt aufnahm und die Spannung bis ins Höchste auserkoren wurde. Dieser Spannung trugen auch die einzelnen Kapitel bei, wobei die Erzählweise zwischen den Geschehnissen im Heute und denen von vor 20 Jahren, also was sich im Sommer 1997/98 abgespielt hatte wechselte.

Der Schreibstil war zudem super angenehm und flüssig zu lesen und man flog nur so über die einzelnen Seiten. Es ging im Wesentlichen um die drei Schwestern Nane, Birgit und Pia, die sich nicht so ganz grün waren. Nane war 20 Jahre im Gefängnis, wo sich ihre beiden Schwestern ein Leben und eine Zukunft aufgebaut hatten. Nane tat mir ein wenig leid, sie kam für mich als guter Charakter rüber, der aus seinen Fehlern zu lernen schien. Zum Glück konnte sie bei ihrer einen Schwester Birgit Unterschlupf und einen neuen Job finden. Birgit war Lehrerin, und auch sie war eine liebevolle und großzügige Person, denn: muss man nicht auch verzeihen können? Dies konnte Pia wie es schien, aber nicht so leicht wie ihre Schwester. Pia war für mich eher die eingebildete von den drei Schwestern, die mit ihrem Ehemann Thomas auf einem Weingut lebte und der es an nichts zu fehlen schien.

Mit der Zeit nahm die Anzahl der Verstrickungen zu und es kam somit auch immer mehr ans Tageslicht. Die Autorin wusste von Anfang an, wo ihr Weg hingehen sollte. Es war alles bildlich dargestellt und ich sah mich eine Zeit lang selbst vor der Hütte auf dem Weinberg stehen.

Durch die immer wechselnden Perspektiven und Erzählweisen der verschiedenen Personen, war es dem Leser unmöglich, die Sache schon irgendwo zu besiegeln. Das Ende nahm dann noch einmal eine kuriose Wendung, mit der man als Leser so gar nicht gerechnet hätte.

_________________
Fazit:

Auch das bereits zweite Buch der Autorin konnte mich wieder vollends in seinen Bann ziehen und somit begeistern. Ein spannender Roman, den man auch locker als rasanten Thriller einstufen lassen könnte. Im Vergleich würde mir denke ich aber das erste Buch einen Ticken besser gefallen, da dieses einen Hauch von historischem bereithält und dies hier eher ein Familiendrama/Tragödie ist. Aber nichts desto trotz volle:

--> 5 von 5 Sterne <--

Tragische Familiengeschichte, eine Erzählung über Neid, Schuld und Rache

Von: Lena Datum: 27. Dezember 2018

Ariane, "Nane", wird nach 20 Jahren vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen und von ihrer Schwester Birgit aufgenommen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände im Sommer 1998 führten letztlich zu ihrer Verurteilung wegen Mordes.
Geplagt von Schuldgefühlen und Erinnerungslücken möchte sie mit ihrem ehemaligen Liebhaber Thomas von Manthey sprechen, der ihre Schwester Pia geheiratet hat und dessen Sohn Henning im Sommer 1998 bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Sie möchte wissen, was sie ihm in ihrem letzten Telefonat erzählt hat. Zu einem klärenden Gespräch kommt es nicht, da Thomas in seinen Weinbergen einen Herzinfarkt erleidet und ins Koma fällt.
Während dieser Zeit beginnen die handelnden Frauen des Romans - nicht nur die drei Schwestern, sondern auch Hennings Tochter Sonja und Pias Tochter Lissy - sich mit den Ereignissen der Vergangenheit zu beschäftigen.
Widersprüche treten in Bezug auf den Charakter Henning, der für Sonja immer nur der liebende Vater gewesen war, und im Hinblick auf den Verlauf des Abends, an dem dieser starb, auf.

Der Roman ist abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und gerade zu Beginn ist es schwierig, die Vielzahl an handelnden Personen zu durchdringen und die Verwandtschaftsverhältnisse zu durchschauen.
Dann aber steigt die Spannung kontinuierlich an und man fragt sich, wie viel Schuld Nane tatsächlich am Tod von Henning hat oder ob dieser verhindert hätte werden können.

"Der Verrat" ist eine tragische Familiengeschichte, eine Erzählung über Neid, Schuld und Rache. Die Mehrzahl der Frauen erscheint verbittert und boshaft, getrieben von Eifersucht und scheinen alle etwas zu verbergen zu haben. Dies beschäftigt sogar noch die nachfolgende Generation an Töchtern.

Auch wenn man als Leser keine Sympathien für einen Charakter entwickelt, ist man von der Handlung gepackt und verfolgt mit Spannung, wie die Ereignisse der Vergangenheit durch Rückblenden und gezielten Nachforschungen aufgedeckt werden.
Dabei sind vor allem die beiden rivalisierenden Schwestern Nane und Pia tragische Figuren, die geprägt von ihrer Erziehung und dem Glauben an einen Fluch der Weiblichkeit, nicht zu Liebe fähig sind.

Wie der Titel "Der Verrat" bereits suggeriert, ist nichts so, wie es zunächst erscheint. Nach der Entlassung Nanes aus der Haft, werden alle Beteiligten von den Fehlern der Vergangenheit überrollt, denn eine Schuld, insbesondere eine unverbüßte, währt ewig und lässt auch in diesem Fall die handelnden Akteure auch 20 Jahre später noch nicht los. Fast zu spät gelangt man zu der Erkenntnis, dass das Leben nicht von Hass bestimmt werden darf.

Im Strudel der Gefühle ...

Von: Angi Datum: 27. Dezember 2018

„Der Verrat“ ist ein fesselndes Familiendrama, in dem psychologische Aspekte eine vorherrschende Rolle spielen.

Die Autorin erzählt die Geschichte dreier Schwestern: Ariane (Nane), Birgit und Pia. Nane kommt gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis frei, in dem sie eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßt hat. Birgit führt das Antiquitätengeschäft der Eltern und Pia ist Restauratorin und lebt mit ihrem Mann Thomas auf dessen erfolgreichem Weingut.
Schnell wird klar, dass es in dieser Familie kaum Harmonie gibt, einzig Birgit hält das instabile Gefüge mit ihrer diplomatischen Art noch etwas zusammen.
Nane will nur eines: die Ereignisse vor 20 Jahren aufklären, um endlich Gewissheit zu haben, wie schwer ihre Schuld wirklich wiegt. Doch Pia will das um jeden Preis verhindern … das Rachespiel beginnt.

Die Charaktere sind allesamt sehr fein ausgearbeitet, facettenreich und wirken lebendig und glaubwürdig. Leider sorgt zu viel Authentizität bei mir meist dafür, dass ich für die Personen keine uneingeschränkte Sympathie empfinden kann. So ging es mir auch hier und am meisten mochte ich Mark, den Ex-Mann von Nane. Trotzdem konnte ich gut mitfühlen, vor allem mit Nane.
Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt: wir lesen in wechselnden Kapiteln, was in der Gegenwart geschieht und was vor 20 Jahren passierte. Dies ist so vielschichtig, dass immer wieder neue Enthüllungen für Überraschungen sorgen und dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.
Fesselnd und mitreißend wird man immer weiter in einen Strudel aus Rache, Hass, Sucht und zerstörerischer Leidenschaft gesogen, dem man bis zur letzten Seite nicht mehr entkommt.
Der Schreibstil ist atmosphärisch und niemals langatmig, obwohl die Ereignisse sehr ausführlich erzählt werden.
Das Ende lässt Spielraum für eigene Interpretationen und ich fand es sehr stimmig.

Besonders interessant war für mich die psychologische Komponente: welche Macht haben unsere Gefühle über uns und wie bestimmen sie unser Handeln? Können wir dem bewusst entgegensteuern oder sind wir hilflos ausgeliefert?

Ein intelligent gestrickter Roman, der viele unterhaltsame Lesestunden garantiert. Das Buch empfehle ich gerne weiter an alle, die spannende Familiengeschichten oder auch Psychothriller mögen.

Der Verrat von Ellen Sandberg - eine düstere Familienfehde

Von: Timo's Blog Datum: 26. Dezember 2018

Der Roman „Die Vergesssenen“ von Ellen Sandberg war eines der beliebtesten Bücher bei Literatur-Bloggern in diesem Jahr. Daher sind Viele von uns gespannt, was für dunkle Geheimnisse uns im neuen Roman erwarten werden.

Das Buch ist angesiedelt auf einem beschaulichen Weingut an der Saar. Es dreht sich alles um ein altes Verbrechen und die Schuld, die nie verjährt.

Nane wird nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen, abgeschlossen hat sie mit der Schuld bislang nicht. Die Erinnerungen an eine Nacht, die ihr Leben zerstörte, sind bis heute wach.

Pia hingegen ergeht es günstig. Sie ist erfolgreiche Restaurateurin und lebt mit ihrem Mann auf einem beschaulichen Weingut an der Saar. Es lässt sich leicht beiseitedrängen, auf welch fragilem Fuß ihr Glück gebaut ist.

Als ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben tritt, ahnt Pia, was kommen wird: Die Zeit für die Wahrheit ist da. Es bleibt die Frage ob es dazu die Zeit für Rache oder Vergebung ist.

Dunkle Familiengeheimnisse – fesselnd geschrieben.

Mit „Der Verrat“ hat Ellen Sandberg eine düstere Familiengeschichte zum Leben erweckt, die sich nicht in einziges Genre hineinzufügen vermag.

Der Roman ist geprägt von Gegensätzen und Zwiespalten, die der Leser regelmäßig für sich entscheiden muss. Auf der einen Seite sind die Mitglieder der Familie, die bemüht darum sind ihre dunkle Vergangenheit ihre Geheimnisse zu hüten. Dieser Schein der perfekten Familie mit brillantem Weingut gerät auf der anderen Seite gehörig ins Wanken.

Der Leser kann schnell im Zwiespalt über den Charakter der Nane geraten. Als Mörderin, von Rache und Eifersucht zerfressen, hat sie einen Unschuldigen tötet. Die Geschichte weckt aber schnell erste Zweifel nach der Unschuld des Toten. Es gibt viele Leichen im Weinkeller, es werden Strippen gezogen und es tauchen alte Beweismittel zur passenden Zeit auf.

Als Weinliebhaber finde ich es sehr geschickt, wie die Autorin nebenbei die ganz eigene Welt des Weins in den Roman einfädelt, ohne die eigentliche Geschichte zu vernachlässigen. Alles in allem ist „Der Verrat“ von Ellen Sandberg ein gelungener Kriminalroman mit Lokalkolorit und einer fein komponierten Familienfehde. Das Buch liest sich gut und macht Lust auf mehr Werke der Autorin.

Eine dramatische Geschichte, die mich so richtig gepackt hat

Von: brigitta Datum: 26. Dezember 2018

Kurze Zusammenfassung:
Pia ist glücklich mit ihrem Mann Thomas. Thomas könnte vom Alter her fast ihr Vater sein, doch beide haben sich ein schönes gemeinsames Leben aufgebaut, eine kluge und fleißige Tochter und gehen erfolgreich ihren Berufen nach.
Dann tritt Nane wieder in ihr Leben und scheint dieses Glück zerstören zu wollen.
Vor zwanzig Jahren brachte Nane Thomas Sohn Henning um und nun ist Nane auf Bewährung frei.
Nane sucht nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis schnell den Kontakt zu Thomas. Seit zwanzig Jahren sucht sie nach Antworten die ihr nur Thomas geben kann.
Doch die Begegnung endet für Thomas im Krankenhaus und Nane muss sich ihre Antworten an anderer Stelle suchen.
Pia, Thomas Frau und Nanes Schwester, will dies verhindern, denn Pia weiß mehr über die Nacht von Hennings Tod als Nane ahnt.
Während Nane verzweifelt versucht mit ihrer Schuld zu leben und Klarheit zu bekommen, wird immer deutlicher, dass sie schon vor vielen Jahren zum Spielball wurde ....


Fazit:
Ellen Sandberg hat hier ihren zweiten Roman präsentiert und auch dieses Buch ist eine überaus gelungene Geschichte, die der Spur einer Schuld über Generationen folgt.
Schuld vergeht nie und auch wenn der Schuldige schon lange aus dem gemeinsamen Leben verbannt wurde und die Tat fast in Vergessenheit geraten ist, wird es immer Menschen geben die noch an dieser Schuld tragen oder durch diese Schuld leiden.
Die Schuld wird sich immer einen Weg an das Licht suchen und dauert es noch so lange.
In diesem Roman liegt die Schuld zwanzig Jahre zurück und alle Beteiligten hatten ebenso viel Zeit sich das Leben unter den dadurch veränderten Umständen einzurichten.
Sonja, Hennings Tochter, wuchs nun ohne Vater auf, mit einer Mutter, die den Kontakt zur väterlichen Familie unterband, Nach vielen Jahren fand sie den Weg zurück zu Thomas, ihrem Großvater, wird aber von Pia, ihrer Stiefgroßmutter nur mit wenig Wärme aufgenommen.
Margot, Thomas Ziehschwester, rechnete sich nach Hennings Tod aus, dass eines Tages ihr Sohn Marius das Weingut der Familie von Manthey übernehmen wird.
Doch Lissy, die spät geborene Tochter von Pia und Thomas, durchkreuzt ihre Pläne.
Pia hat Nane ganz aus ihrem Denken gestrichen und versucht nach der Tat mit Thomas ein glückliches und normales Leben aufzubauen, bis Nane Antworten sucht, die Pia ihr auf keinen Fall geben darf.
Birgit, Nanes und Pias Schwester, hat sich nach einem eigenen Fehltritt mit ihrem Leben und ihrem Platz in der Familie arrangiert und steht nun zwischen ihren Schwestern.
Lissy, Pias und Thomas Tochter, wurde nach der Tat geboren, doch durch ihre Position in der Erbfolge ist auch sie von den unmittelbaren Folgen durch Hennings Tod betroffen....
So könnte ich noch einige Personen mehr aufzählen deren Leben sich direkt oder indirekt durch diese alte Schuld verändert hat.
Doch diese Menschen erleben die Veränderungen nicht gemeinsam, sie tauschen sich nicht aus, reden nicht.
Sie gehen vielmehr ihren eigenen Interessen nach und versuchen ihre Zukunft auf einem Fundament voller unausgesprochener Dinge aufzubauen.
Erwartungen, Forderungen, Wünsche und Ziele werden mehr oder weniger eigennützig verfolgt und damit werden die Leben der Beteiligten ein zweites Mal einer Manipulation unterzogen.
Doch was ist, wenn alles, woran diese Menschen glaubten gelogen ist? Wenn alle Vorwürfe an den Falschen gerichtet wurden, das Vertrauen manipuliert wurde?
Was passiert dann mit diesem fragilen Gefüge? Was würden sie tun um die Wahrheit unter Verschluss zu halten oder zu was sind sie fähig, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?
Auf einfühlsame und doch äußerst spannende Weise geht Ellen Sandberg diesen Fragen nach.
Dabei gelingt es ihr, mit manchmal nur wenigen Sätzen, eine Charakterstudie der Protagonisten zu entwickeln, dass einem die Person förmlich aus dem Roman entgegen springt.
Obwohl ich mit dem Milieu, in dem der Roman spielt, nichts zu tun habe, hatte ich trotzdem das Gefühl die Personen alle zu kennen.
Die Charaktere sind alle sehr vertraut, weil ihre Persönlichkeiten auch in der realen Welt zu finden sind.
Auch die Familiengefüge kann man genau so in der Realität wiederfinden. Wenn man sich die üppige Kulisse des Weingutes und ein paar Millionen Einkommen weg denkt, dann kann man diese Strukturen vielleicht sogar in der eigenen Umgebung wieder finden.
Dadurch bekommt die Geschichte noch mal eine ganz eigene Lebendigkeit.
Mich hat "Der Verrat" sehr begeistert und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht.
Ellen Sandberg ist das Pseudonym der bekannten Krimi-Schriftstellerin Inge Löhnig und auch unter dem Pseudonym, mit einem ganz anderen Blickwinkel der viel tiefer geht, als in ihren Krimis, hat sie wieder einen Pageturner geschaffen.

vorhersehbarer und weniger packend als erwartet

Von: huckleberryfriendz Datum: 26. Dezember 2018

Bei „Der Verrat“ handelt es sich um den zweiten Roman, den Inge Löhning unter ihrem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht hat. Da ich ihren ersten Roman ( „Die Vergessenen“) in ihrem neu entdeckten Genre sehr spannend, informativ und zutiefst berührend fand, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk. Krimi-Veröffentlichungen unter dem Namen Inge Löhning habe ich noch keine gelesen.





„Der Verrat“ thematisiert einen Verrat innerhalb zweier Familien; zwei Schauplätze dieses Romans, der in zwei, sich abwechselnden Zeitsträngen (1998 und 2018) erzählt wird, bleiben ein Weingut an der Saar und ein Haus in Frankfurt, samt dem Antiquitätengeschäft im Erdgeschoss, welches das Elternhaus der drei Schwestern Pia, Birgit und Nane war. Das Geschäft wurde 1998 von ihren Eltern betrieben, heute von Birgit.

Im Sommer 1998 hat sich auf dem Weingut ein Unfall ereignet, oder war es mehr als das? Jedenfalls wird Nane im Jahr 2018 nach 20jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen, da sie für diesen Vorfall angeklagt und verurteilt wurde. Sie hat Erinnerungslücken und Zweifel an ihrer Schuld, versucht Licht in ihr Dunkel zu bringen, für sich Details zu klären um mit ihrer Schuld umgehen zu können.







Wie schon erwähnt, hatte ich mich auf einen spannenden, gut recherchierten Roman gefreut, der ein Geheimnis lüftet und nachwirkt, so wie ich es bei „Die Vergessenen“ erlebt habe. Doch diesen Roman habe ich leider ganz anders erlebt:

Von Anfang an ist man als Leser exakt auf der richtigen Spur, kein wirklich retardierendes Moment, keine besondere Spannung; die Protagonisten werden nahezu allesamt als psychisch labil oder krank dargestellt, jeder fühlt tief in sich eine zweite Person, versucht diese zweite Seite aus Gewalt, Neid, Hass, Gier, Lust oder Liebe zu besiegen und erliegt ihr doch immer wieder. Dabei gibt es im Roman stets Wiederholungen, die hinterher nur noch nerven, sei es die gebetsmühlenartige Erwähnung eines Fluches, die Frauen der einen Famile betreffend oder die ständige Erwähnung von weißen Helferlein, deren Einnahme, Entsorgen und Absetzen oder dem „Wunderland zwischen ihren Beinen“. Weder die Charaktere noch die Handlungen konnten mich überzeugen; beide waren mir zu stereotyp und wenig glaubhaft. Der Spannungsaufbau lief häufig nach dem Muster drei Schritte vor und zwei zurück; gab es mal einen mutigeren Vorstoß, wurde sofort zurückgerudert, z.B. wurden Beweise entwendet, sodass eine Gefahr für ganz kurze Zeit gebannt zu sein schien, und sofort festgestellt, dass ein Beweis übersehen und sichergestellt werden konnte. Dieses Hin und Her zieht sich durch den ganzen Roman, dessen Ende mir zu glattgelutscht mit einer Überdosis Friede, Freude und Eierkuchen endet, samt der in Aussicht gestellten Erfüllung eines Lebenstraumes, phantastisch aus dem Hut gezaubert. Aber ich möchte gar nicht zuviel vom Inhalt verraten und halte mich lieber etwas zurück...



Im Roman gibt es eine Figur, die das Leben und den Tod ihres Vaters in einem Roman verarbeiten möchte und nicht sicher ist, welchem Genre sie es zuordenen soll – Krimi, Liebes-, Schicksals- roman....? Nach einer Diskussion mit ihrem Freund entscheiden sie sich dafür, dass er von jedem ein bisschen haben und keinem wirklich zuordnenbar sein sollte. So geht es mir mit diesem Roman auch, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass weniger Wiederholungen und viele Kürzungen ihn auf die Hälfte hätten schrumpfen lassen und den ich am ehesten als Heimat- und Weingutroman, empfinde. Vieles war mir zu vorhersehbar, nicht stimmig oder glaubhaft, eher krampfhaft zusammengefügt.



Ich hatte einen tiefgründigen, krimiartigen Roman erwartet, was leider nicht erfüllt wurde.

Eine Familie wird von ihren Lügen eingeholt

Von: Ritja Datum: 26. Dezember 2018

Selten hatte ich ein Buch, welches mich so gefesselt hat, obwohl mir keine einzige Figur symphatisch war. Aber Ellen Sandberg hat einen Erzählstil, der mich an die Geschichte gebunden hat. Man wollte am Ende schon gern wissen, wer mit wem und warum.

Es ist eine Geschichte voller Lügen und Misstrauen, Neid und Hass und Wut. Leider findet dies auch noch alles in einer Familie statt, die es nicht schafft miteinander zu reden. Ellen Sandberg erzählt die Geschichte anhand von zwei Handlungssträngen. Der eine Handlungsstrang startet nach der Entlassung von Nane aus dem Gefängnis im Jahr 2018, der andere Handlungsstrang erzählt wie alles begann im Jahr 1998. Es gibt viele Wendungen und noch mehr Details, die es aufzunehmen gilt. Je mehr Details aufgedeckt werden, umso mehr gerät die heile Welt in Schieflage. Besonders Pia ist davon betroffen und kämpft nun, um den Erhalt ihrer ganz eigenen heilen Welt, die leider nur auf einer Lüge aufgebaut ist.

Der Schreibtsil ist sehr gut und dadurch lässt sich das Buch gut und schnell lesen. Und obwohl ich ein Fan der Autorin bin, muss ich diesmal leider zu geben, dass mich die Personen genervt haben. Ich wurde mit keiner Figur warm. Sie waren mir allesamt zu hysterisch. Manche Reaktion konnte ich nicht nachvollziehen. Sie wirkten auch etwas konstruiert, damit eben diese Wut, der Hass entstehen kann. Mit klarem Blick und etwas mehr Einsatz des Verstandes wären wahrscheinlich einige Situationen vermeidbar gewesen. Das Ende war für mich zu schnell abgearbeitet, aber das ist leider bei den meisten Romanen der Fall.

Insgesamt ist es ein gut zu lesender Roman über eine Familie, die von ihren Lügen eingeholt wird. Es gibt jedoch bessere Romane von Ellen Sandberg alias Inge Löhnig.

Dunkle Familiengeheimnisse

Von: tinaliestvor Datum: 26. Dezember 2018

Nane, frisch nach zwanzig Jahren wegen Mordes aus dem Gefängnis entlassen, ist immer noch voller Rache. Während ihre Schwester Pia und deren Mann Thomas von Manthey ihr Leben auf dem Weingut Graven an der Saar genießen und in Ruhm und Reichtum schwelgen, kommt Nane bei ihrer zweiten Schwester Birgit unter, die ihr auch den notwendigen Job zur Verfügung stellt.

Doch Nane kann nicht vergessen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und in die lange und dunkle Vergangenheit.

In Graven an der Saar kämpft Pia unterdessen mit einem Herzinfarkt ihres Mannes. Die Stiefschwester Margot macht ihren Platz im Weingut streitig und Pia beginnt zu begreifen, dass der heraufbeschworene alte Familienfluch nun auch von ihr endlich Besitz zu ergreifen scheint.

Während sich Tochter Lissy um das Weingut kümmert und Enkelin Sonja die Familiengeschichte von einer ganz anderen Seite aufrollt, wird von dieser dunklen Lawine nicht nur ein Stein ins Rollen gebracht.

Mit Verrat hat Ellen Sandberg einen Roman geschaffen, der sich nicht in ein einziges Genre einordnen lässt. Während die Familienmitglieder um ihre dunkle Vergangenheit und um ihre Geheimnisse bemühen, gerät dieser Schein der perfekten Familie mit exzellentem Weingut gehörig ins Wanken.

Der Leser befindet sich mehrfach im Zwiespalt mit Nane. Die Mörderin, die schon in jungen Jahren von Rache und unendlicher Eifersucht zerfressen ihren Plan in die Tat umsetzt und dabei einen Unschuldigen tötet. Aber war dieser auch wirklich unschuldig? Mit so vielen Leichen im Weinkeller werden einige Strippen gezogen, Irrungen aus dem Weg geschafft und alte Beweismittel im passenden Moment als Druckmittel aus der Tasche gezogen.

Da ich aus dieser Gegend stamme, fällt mir es leicht, sich das hügelige Weingut und die engen Nadelkurven vorzustellen. Das Thema Wein ist geschickt verpackt und macht diese so ganz eigene Welt dem Leser ein wenig verständlicher ohne dabei das eigentliche Familiendrama aus den Augen zu verlieren.

Ein gelungener Lokalkrimi-/roman mit einer Familienfehde bei der auch nach so vielen Jahren noch nicht das letzte Wort der Wahrheit gesprochen scheint!

Dunkle Familiengeheimnisse

Von: tinaliestvor.de Datum: 26. Dezember 2018

Mit Verrat hat Ellen Sandberg einen Roman geschaffen, der sich nicht in ein einziges Genre einordnen lässt. Während die Familienmitglieder um ihre dunkle Vergangenheit und um ihre Geheimnisse bemühen, gerät dieser Schein der perfekten Familie mit exzellentem Weingut gehörig ins Wanken.

Der Leser befindet sich mehrfach im Zwiespalt mit Nane. Die Mörderin, die schon in jungen Jahren von Rache und unendlicher Eifersucht zerfressen ihren Plan in die Tat umsetzt und dabei einen Unschuldigen tötet. Aber war dieser auch wirklich unschuldig? Mit so vielen Leichen im Weinkeller werden einige Strippen gezogen, Irrungen aus dem Weg geschafft und alte Beweismittel im passenden Moment als Druckmittel aus der Tasche gezogen.

Da ich aus dieser Gegend stamme, fällt mir es leicht, sich das hügelige Weingut und die engen Nadelkurven vorzustellen. Das Thema Wein ist geschickt verpackt und macht diese so ganz eigene Welt dem Leser ein wenig verständlicher ohne dabei das eigentliche Familiendrama aus den Augen zu verlieren.

Ein gelungener Lokalkrimi-/roman mit einer Familienfehde bei der auch nach so vielen Jahren noch nicht das letzte Wort der Wahrheit gesprochen scheint!

Spannung entwickelt sich langsam bei diesem Familiendrama

Von: Biggi Friedrichs Datum: 26. Dezember 2018

Da ich Ellen Sandbergs Debüt-Roman "Die Vergessenen" nur so verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf den zweiten Roman dieser Autorin.

Nane kommt nach zwanzig Jahren auf Bewährung aus dem Gefängnis. Sie ist sich immer noch nicht sicher, ob sie Schuld trägt an den Ereignissen vor 20 Jahren oder ob sie die Beteiligten über einen Telefonanruf gewarnt hat. Sie möchte Gewissheit darüber haben und besucht Pia und ihren Mann Thomas auf deren Weingut. Nur Thomas weiß, ob sie eine Warnung ausgesprochen hatte. Doch Thomas landet mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus und Pia möchte keinen Kontakt mehr mit ihrer Schwester haben.

"Der Verrat" ist ein Familiendrama. Neid und Eifersucht zwischen den Geschwistern, unglückliche Zufälle, Schuld und Rache spielen eine große Rolle in der Geschichte. Die Mutter der drei Schwestern behauptet, dass die Frauen in der Familie kein Glück in Liebesdingen haben. Diese Behauptung zieht sich durch den ganzen Roman.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich. Nane ist eifersüchtig und neidisch auf Pia und hat Angst, verlassen zu werden, was wohl aus ihrer Kindheit herrührt. Pia ist die kühle, rational denkende Schwester, der alles zufliegt und die scheinbar ein glückliches Leben führt. Birgit ist die Vermittlerin zwischen den Schwestern.

Anfangs war ich von "Der Verrat" nicht so sehr gefesselt. Zu viele verschiedene Personen tauchten anfangs auf und bis auf die Frage, was vor zwanzig Jahren wirklich passiert ist und ob Nane Schuld an dem Tod von Henning ist, war noch keine Spannung vorhanden.

Die Story liest sich flüssig, die Handlungsstränge wechseln zwischen 2018 und 1997/98 und werden über verschiedenen Personen erzählt.

Es hat sich jedoch gelohnt, dass ich mich auf die Geschichte eingelassen habe. Sie wurde immer spannender auf beiden Zeitebenen und hat mich am Ende sehr überrascht.

Rezension zu "Der Verrat"

Von: Zsadista Datum: 26. Dezember 2018

Pia, Birgit und Nane sind drei Schwester, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Pia lebt mit ihrem Mann Thomas auf einem Weingut an der Saar. Während Thomas mit Hilfe von Margot, der adoptierten aber nicht angenommenen Schwester, das Weingut führt, ist Lissy die Tochter auf ihr Studium fixiert. Sie soll später das Weingut übernehmen. Pia geht weiterhin ihrer Arbeit als Restaurateurin von alten Bildern nach.

Birgit war einst Lehrerin. Nach einem großen Fehler in der Vergangenheit hat sie das Antiquitätengeschäft ihrer Eltern übernommen. Sie ist harmoniesüchtig und hätte gerne, dass sich die drei Schwestern wieder vertragen.

Nana, eigentlich Ariane genannt, kommt nach 20 Jahren Haft frühzeitig wieder aus dem Gefängnis. Sie hat eingesessen, weil sie Schuld am Tod von Henning, Thomas Sohn, hat. Durch ihre Schuld kam er durch einen Autounfall ums Leben. Sie hasst Pia seit über 20 Jahren.

Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

„Der Verrat“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ellen Sandberg.

Die Inhaltsangabe hörte sich spannend an. Dazu spielt der Roman noch in meiner Heimat, das Saarland. Ich freute mich also auf einen spannenden Fall aus meiner Heimat.

Das Buch an sich wurde dann doch ganz schnell eine Herausforderung an mich. Ich mag solche Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ überhaupt nicht. Und „Der Verrat“ fiel für mich in genau diese Sparte.

Spannend fand ich das Buch so gut wie gar nicht. Man hatte durch Zeitsprünge Einblicke in die Jahre 1997/98 und 2018. Ab und an fand ich die Erzählung interessant, aber mehr war da bei mir leider wirklich nicht. Auch die Verbindung zum Saarland war mehr als spärlich. Grinste ich noch auf der ersten Seite über Schwenker, Gefillde und die Saar, war es das auch schon fast wieder.

Der Schreibstil selbst ließ sich recht flott und gut lesen. Auch kam man nicht durch verwinkeltes schreiben oder Handlungsstränge aus dem Lesefluss heraus.

Die Personen waren für mich durchweg nervig und unerträglich. Einzig Pia war mir anfänglich sympathisch, was sich aber später dann auch wieder legte.

Ich fand Pia gut, dass sie keine große Lust auf Familienzusammenführung und heile Welt hatte. Nur weil man zufällig mit bestimmten Personen verwandt ist, muss man sich trotzdem nicht mit denen in den Armen liegen. Ich fand die Einstellung sehr gut und kann sie nachvollziehen.

Birgit ging mir auf die Nerven mit ihrer Harmonie und dem Verständnis, das man Nane gegenüber zeigen sollte. Das Gleiche gilt für Lissy, die Tochter von Pia. Den Kiffersohn lasse ich mal ganz weg.

Auf Sonja hätte ich auch verzichten können, gehörte aber zur Story und musste sein. Eine unzufriedene, nichtsverdienende Möchtegernschriftstellerin. Als Enkeltochter von Thomas zieht sie im Buch ins Haus ein und will einen Roman schreiben.

Nane ist die Krönung der Unsympathie. Sollte man Mitleid mit ihr haben? Wahrscheinlich. Habe ich Mitleid mit ihr? Nein. Selbst am Ende des Buches habe ich kein Mitleid mit ihr.

Im Großen und Ganzen war der Roman nicht überraschend für mich. Alleine ein paar Teile von Pia überraschten mich am Ende dann doch und machten sie im Nachhinein ebenfalls unsympathisch für mich.

Die Story an sich setzte sich aus Intrigen, Hass, Rache, Sex und Geheimnisse zusammen. So ziemlich alle Punkte, bis auf Geheimnisse, die ich an einem Roman nicht sehr mag. Dazu fehlte mir einfach die Spannung. Gerade die Abschnitte aus der Vergangenheit fand ich recht langweilig. Wichtig vielleicht, aber eben langatmig. Man hätte sie für mich wohl besser stark eingekürzt. Auch hatte der Roman so einige Hänger, die für mich nicht schlüssig waren. Näher möchte ich nicht darauf eingehen, sonst müsste ich spoilern.

Für mich war das Buch am Ende nicht so der Renner, da ich kein Fan von Familien Soaps und Intrigenspinnerei bin.

Die Schuld überlebt

Von: Simone Datum: 26. Dezember 2018

Die Schwestern, Pia, Birgit und Ariane (Nane) können nicht unterschiedlicher sein. Während Nane eine zwanzigjährige Haftstrafe abgesessen hat, lebt Pia glücklich auf dem Weingut Graven mit ihem Mann Thomas zusammen. Aber diese Idylle wird von einer schweren Schuld überschattet. Als Nane wieder auf freien Fuß ist, wird sie und der Rest der Familie mit der grausamen Wahrheit konfrontiert.

Wie auch schon der vorherige Roman von Ellen Sandberg, hat auch dieser mir wieder keine Gelegenheit gelassen das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist von Liebe, Intrigen und Mord überschattet. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und der Schreibstil ist ein wahrer Lesegenuss.

Fesselnde Charaktere und Geschichte

Von: JaneMu Datum: 25. Dezember 2018

Ich habe das Buch beim lesen nur so verschlungen, da die Geschichte aus verschiedenen Sichten der dort handelnden Personen und zu verschiedenen Zeiten erzählt wurde. Die Geschichte fesselt einen, da immer mehr „Geheimnisse“ gelüftet werden und es immer wieder neue Erkenntnksse gibt. Es ist ein Buch mit einem nicht vorhersehbaren Ende, welches einen wirklich überrascht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Liebe und Eifersucht, Verrat und Rache – und dunkle Geheimnisse

Von: Elisabeth Bulitta Datum: 25. Dezember 2018

Mit „Der Verrat“ präsentiert Ellen Sandberg ihren zweiten großen Familien- und Spannungsroman. Er ist im Dezember 2018 bei Penguin erschienen und umfasst 480 Seiten.
Nach zwanzigjähriger Haft wegen Mordes am Stiefsohn ihrer Schwester, Pia, wird Nane im Sommer 2018 aus dem Gefängnis entlassen. Da noch immer eine große Schuld auf ihr lastet, sucht sie Versöhnung mit ihrer Schwester und deren Mann, Thomas. Doch als Thomas einen Herzinfarkt erleidet und infolgedessen im Koma liegt, verwandelt sich die Suche nach Vergebung in eine Suche nach der Wahrheit. Was geschah wirklich im Sommer 1998 in den Weinbergen hoch oben über der Saar?
Ich lese eher selten Familienromane, doch hat mich der Umstand, dass sich hinter dem Pseudonym Ellen Sandberg die Münchener Kriminalschriftstellerin Inge Löhnig verbirgt, zum Griff nach diesem Werk veranlasst. Und ich wurde in keinerlei Hinsicht enttäuscht: Der Roman liest sie spannend wie ein Psychothriller.
Der Spannungsbogen ist von Anfang an gegeben, gegen Ende steigt er sogar bis ins Unermessliche. Immer wieder wird man beim Lesen auf falsche Fährten gelockt und durch unvorhergesehene Wendungen überrascht. Am Ende wird das Familiengeheimnis lückenlos aufgeklärt und hinterlässt einen tragischen Eindruck – so jedenfalls ging es mir.
Auch dem Schreibstil der Autorin ist die durchgehende Spannung zu verdanken: Sprachlich nicht ohne Anspruch, aber dennoch gut verständlich, vermag es Sandberg, die Dramatik auch über den Satzbau zu transportieren. Kurze, fast fragmentarische Sätze wechseln sich mit eher beschreibenden Elementen ab und verleihen dem Lesen Tempo. Hatte ich einmal mit dem Lesen begonnen, gab es kein Halten mehr.
Das Geschehen wird auf zwei Zeitebenen geschildert, die einander abwechseln: den aktuellen Ereignissen aus dem Sommer 2018 und denjenigen aus den Jahren 1997/98. Beide Zeitebenen verwebt die Autorin gekonnt miteinander, sodass man beim Lesen nach und nach die Tragik und die Umstände des zurückliegenden Mordfalls erfasst.
Die Zahl der Charaktere ist übersichtlich, sie entstammen vor allem zwei Familien. Über weite Strecken des Romans bestimmen Frauen das Geschehen: die drei Schwestern Pia, Birgit und Nane. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch sein mögen, eines haben sie alle drei gemeinsam: In ihnen schlummern dunkle Geheimnisse. Doch ebenfalls die übrigen Handelnden sind wandelbar sowie detailliert und lebensnah gezeichnet. Am Ende bleibt man mit der Frage zurück, wem man eigentlich noch trauen kann.
Im Ganzen genommen, vereint „Der Verrat“ alles, was einen guten Roman ausmacht: Spannung, Dramatik und meisterliche Erzählweise. Ich jedenfalls kann dieses Buch allen nur wärmstens empfehlen.
Sehr herzlich bedanke ich mich beim Penguin Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Gelungenes, spannendes Familiendrama mit unerwarteten Wendungen

Von: Lesendes Federvieh Datum: 25. Dezember 2018

Nane wurde vor zwanzig Jahren wegen Mordes verurteilt. Nach dieser langen Zeit wurde sie nun vorzeitig auf Bewährung entlassen. Sie kämpft immer noch mit ihrer Schuld und denkt seit zwanzig Jahren darüber nach was in der verhängnisvollen Nacht schief gelaufen ist. Antworten können ihr nur ihre Schwester Pia und deren Ehemann Thomas geben. Doch wird Pia mit ihr sprechen? Was wirkt stärker? Rache oder Vergebung?

Das Buch "Der Verrat" habe ich sehr gerne gelesen. Es beginnt als "normaler" Familienroman und entwickelt sich zunehmend zu einem fesselnden Drama mit vielen unterschiedlichen Wendungen. Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch ein düsteres Familiengeheimnis, sie zeigt auf, wohin Geschwisterrivalität führen kann bis zum bitteren Ende.

Die Handlung ist logisch aufgebaut und gut durchdacht, es "stimmt" einfach von Anfang an. Auch die Verflechtung der beiden Handlungsstränge Vergangenheit/Gegenwart sorgen für ein unterhaltsames Lesevergnügen. Gerade durch den steten Wechsel zwischen 1997/98 und 2018 wird der Verrat aus verschiedenen Ebenen betrachtet und erst ganz zum Schluss aufgelöst. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere sind gut und realitätsnah ausgearbeitet. Nane, Pia und auch Margot waren mir nicht sympathisch, ihr Verhalten und ihre Einstellungen sind so gar nicht meins. Aber gerade das passte perfekt und hat für mich dieses Familiendrama so interessant gemacht. Beim Lesen wurde ich überhaupt nicht davon beeinflusst, dass mir eine Protagonistin lieber gewesen wäre als die andere.

Gut gewählt finde ich als Kulisse ein herrschaftliches Weingut inmitten von Weinbergen und lieblicher Landschaft. Wer denkt denn schon, dass sich in solch einer Idylle ein düsteres Familiengeheimnis verbirgt. Beim Lesen dachte ich oft "Das gibt's doch nicht", denn der Abgrund wurde von Wendung zu Wendung breiter und tiefer. Das war für mich fast schon wie in einem Psychothriller. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, so gefesselt war ich. Das lag sicher auch am klaren und flüssigen Schreibstil der Autorin, die Seiten verlogen im Nu.

Fazit: Gelungenes, spannendes Familiendrama mit unerwarteten Wendungen

Schuld und Sühne

Von: danielamariaursula Datum: 25. Dezember 2018

Die drei ungleichen Schwestern Pia, Birgit und Ariane (Nane) wachsen in Frankfurt am Main auf, in einem gutbürgerlichen Haushalt, in dem ihre schöne Mutter ihre Schuld hinter einem Mythos versteckt und der Vater geistig/emotional abwesend ist. Pia, die kühle Schöne, die rational Pragmatische ist der Liebling der Eltern und ihr scheint alles zu gelingen. Was ihr nicht zufliegt, das nimmt sie sich. So sieht es zumindest ihre jüngste Schwester Nane, die stets eine tiefe Abneigung gegen die scheinbar Perfekte hegt, ein Umstand, den die harmoniebedürftige Mittlere Birgit mit all ihren Vermittlungsbemühungen nicht ändern kann. Birgit folgt ihrem Herzen und Nane lässt ihren Emotionen freien Lauf. Beide sind damit nicht gut gefahren und Pia schwört sich, nie so zu werden wie sie. Als Restaurateurin Pia heiratet, nimmt das Unglück seinen Lauf, ein Unglück, das Nane für 20 Jahre ins Gefängnis bringt, während Pia ein Leben wie aus dem Bilderbuch führt, auf einem schlossgleichen Weingut, hoch über den Saarschleifen. Nach 20 Jahren endlich wird Nanes Restfreiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Alles in ihr schreit nach Klarheit, denn ihre Erinnerungen an die Nacht von vor 20 Jahren sind verschwommen Sie will wissen, wie groß ihre Schuld wirklich ist, mit der sie leben muß. Dabei ist sie bereit alles zu riskieren, doch sie muss es wissen, sie ist getrieben.

Dies ist der neue Roman der Bestsellerautorin Ellen Sandberg („Die Vergessenen“) und psychologisch spannender und packender als die meisten Krimis, die ich dieses Jahr gelesen habe. Es geht um die ganz großen Gefühle, die die Menschen antreibt. Liebe, Verlangen, Hass, Rache, Schuld, Sühne, Geborgenheit, Angst und trotz der Komplexität der Gefühle wird es nie kitschig oder rutscht ins Triviale ab.

Nane weiß nicht mehr genau was damals vor 20 Jahren geschehen ist, aber sie braucht die Klarheit und Gewissheit, daß sie nicht völlig skrupellos ist, um weiterleben zu können. Sie versucht die Puzzlestücke zusammenzusetzen, auch wenn die, die es gut mit ihre meinen, ihre Getriebenheit nicht nachvollziehen können. Aber Nane kann nicht anders, sie muss es wissen! Daher wird die Geschichte in zwei Zeitebenen geschildert. Damals 1997/1998 als sich das Drama anbahnte und heute, nachdem Nane vorläufig wieder auf freiem Fuß ist. Vorläufig, denn sie steht unter laufender Bewährung, verstößt sie gegen die Auflagen, ist die Freiheit nur von kurzer Dauer gewesen. Doch es gibt da jemanden, der sie lieber heute als morgen wieder in der vermeintlichen Sicherheit der Mauern einer Justizvollzugsanstalt wüsste. Dies ist ein Punkt, der mir sehr gut gefällt. In diesem Roman stimmt alles, auch die juristische Seite, es ist sehr gut recherchiert (gut, mit dem Weinbau kenne ich mich nicht genug aus, aber daher geht die Autorin auch hier nicht so sehr ins Detail, ebenso bei der medizinischen und juristische Seite. Aber was sie schreibt, das stimmt.).
Normalerweise mag ich Erzählungen in Rückblicken nicht so. Oft finde ich es unnötig und habe den Eindruck, daß es sich nur um eine literaturtechnische Mode handelt. Doch hier ist dies nicht nur sinnvoll, sondern zwingend, aus der Geschichte heraus. Neben Nane sucht auch die Tochter des Opfers nach der Wahrheit dessen, was damals wirklich passiert ist, um darüber ein Buch zu schreiben. Dabei ist die Umsetzung ganz klar, man weiß stets, in welcher Zeit der aktuelle Erzählstrang spielt, denn es steht fett über jedem Zeitsprung.
Nane ist emotional nicht die Stabilste. Sie kennt die ganz großen Gefühle und das bringt sie oft in unglaubliche Schwierigkeiten. Mithilfe von kleinen weißen Pillen (sie werden nie benannt, es dürfte sich aber wohl um den Wirkstoff Diazepam) handeln, versucht sie ihr Leben in den Griff zu bekommen. Dabei übertreibt sie es auch hier mit der Dosis und sie merkt, wie sie sich selbst entgleitet. Immer wieder versucht sie davon loszukommen, aber das Zeug und ihre Emotionen sind tückisch. Das ist unglaublich gut geschildert, sehr nah und sehr realistisch, wie ich es nach den Schilderungen eines Substitutionsmediziners sehe, mit dem ich mal lange sprach. Interessant sind auch immer wieder kulturelle Anspielungen auf Kunst, Literatur und Antiquitäten.
Unglaublich geschickt finde ich das Spiel der Autorin mit den Emotionen des Lesers. Eigentlich ist Nane ziemlich unmöglich und dennoch komme ich nicht umhin sie zu mögen, ebenso wie ihre idealistische Schwester Birgit, während mir Pia immer unsympathischer wird und ich spüre, wie Nane mich für sich vereinnahmt. Da die Arbeit auf einem Weingut vieler Hände bedarf, dreht sich nicht alles nur um diese drei Schwestern, doch auch die übrigen Charaktere sind vollständig ausgearbeitet und man fragt sich stets, was man von ihnen halten soll? Sind sie gut, sind sie böse? Welche Rolle spielen sie eigentlich in diesem Drama shakespeareschem Ausmaßes?

Unglaublich packend und spannend, dabei immer emotional nachvollziehbar, detailreich und gut recherchiert. Trotz der Details fand ich es nie langatmig und hatte ausnahmsweise nicht das Bedürfnis dieses über 400 Seiten lange Buch zu kürzen. Man ahnt, was auf einen zukommt, aber kommt es tatsächlich? Sind die bösen Vorahnungen richtig? Am Ende dachte ich mal, oh, nun ist sie zu weit gegangen, nun hat sie es übertrieben, aber nein, es kommt anders. Die Personen bleiben sich treu und das macht diesen Roman nicht nur fesselnd, sondern gibt ihm auch einen runden Abschluss. Absolut gelungen.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Penguin Verlag für dieses Vorabexemplar mit der absoluten Leseempfehlung.

Der Verrat

Von: Nicole Plath Datum: 23. Dezember 2018

Nane wird nach zwanzig Jahren auf Bewährung aus der Haft entlassen und kommt bei ihrer Schwester Birgit unter. Doch auch in Freiheit wird Nane ihre Schuldgefühle nicht los. Sie möchte mit ihrem Schwager sprechen. Ihre Schwester Pia möchte allerdings nichts mehr mit ihr zu tun haben. Sie ist glücklich mit Thomas verheiratet, und das Auftauchen von Nane verändert alles.

Nane versucht, nach der Zeit im Gefängnis in der heutigen Gesellschaft klar zu kommen. Dazu gehört auch, eine Frage aus der Vergangenheit beantwortet zu bekommen. Jedoch setzt ihre Schwester Pia alles daran, dass Nane sich von ihrer Familie fernhält. Zusätzlich hat Pia auch noch mit Problemen auf ihrem Weingut zu kämpfen. Ihr aufgebautes Leben gerät immer mehr ins Wanken.

Viele gut bis sehr gut ausgearbeitete Figuren mit ihren eigenen Sorgen und Nöten machen das Lesen zum Vergnügen. Die mittlere Schwester Birgit kommt allerdings etwas unscheinbar beim Leser an. Doch auch das ist passend für diese Figur, denn Birgit ist die ruhige, zurückhaltende Schwester. Sie hat ebenfalls ihre Stärken, diese sind zwischen den Zeilen zu finden.

Immer wieder gibt es Rückschauen auf das Jahr 1998, das das Leben aller Charaktere verändert. Einige Situationen werden aus verschiedenen Sichtweisen geschildert, was einen weiteren Reiz dieses Buches ausmacht. Die Wahrnehmung dieser unterschiedlichen Personen zeigt gut, wie unterschiedlich eine Situation gedeutet werden kann.

Ellen Sandberg hat viele Wendungen eingebaut, und so bleibt es bis zum Schluss offen, was damals wirklich geschah. Mit ihrem sehr guten Schreibstil hat sie ein wunderbares Kopfkino ausgelöst. Die Emotionen aller Protagonisten reißen den Leser förmlich mit. Mit einer Analyse eines jeden könnte man Stunden verbringen, so vielschichtig sind diese.

„Der Verrat“ hat alles, was ein gutes Buch über Familiengeheimnisse und Dramen ausmacht. Stück für Stück kommt die Auflösung näher und sorgt immer mehr für Kopfschütteln. Den Leser erwartet eine spannende Familiengeschichte, welche bei mir ein großes Kopfkino ausgelöst hat.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penguin Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Ellen Sandberg hat 480 Seiten (ISBN: 978-3-328-10090-4) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Highlight kurz vor Jahresende

Von: Daniela Keller Datum: 23. Dezember 2018

Allein vom Klappentext her klang „Der Verrat“ nicht wirklich interessant für mich, aber da Ellen Sandberg / Inge Löhnig mich bisher noch nie enttäuscht hat, war mir der Inhalt zunächst einmal egal und mir war klar, dass ich diesen Roman auf jeden Fall lesen muss.

Eine gute Entscheidung, denn kurz vor Jahresende habe ich hier nochmal ein Buch gefunden, dass es auf meine Highlights 2018 Liste geschafft hat.

„Der Verrat“ ist ein Roman, aber es könnte genauso gut ein Krimi sein. Der Spannungsbogen geht stetig nach oben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Handlung ist ein wenig von allem. Familiengeheimnisse, Rivalität unter Geschwistern, Liebesgeschichte, Lügen, Mord. Quasi alles, was man sich nur vorstellen kann. Im Zentrum stehen die Schwestern Pia und Ariane, genannt Nane. Es gibt noch eine dritte Schwester, Birgit, die jedoch mehr als Randfigur fungiert.
Ihr ganzes Leben lang standen Pia, die Perfektionistin und Nane, die Chaotische, im Konkurrenzkampf zueinander, der in einer Verkettung von Ereignissen gipfelt und Nane für 20 Jahre ins Gefängnis schickt. Nun ist sie wieder auf freiem Fuß. Ihr größter Wunsch ist es, das Unglück von damals zu klären, aber nicht alle Beteiligten sind damit einverstanden.

Diese Geschichte ist so vielschichtig, wie eine Matroschka Puppe. Es gibt keinen klaren Täter oder Opfer. Jedes Mal, wenn ich dachte, durchschaut zu haben, was passiert ist, öffnete sich eine neue Tür und weitere Verstrickungen kamen zu Tage. Erst ganz zum Schluss wird das Ausmaß der Tragödie offenbart und ließ mich direkt einen Moment lang schockiert zurück.
Am Ende ist man nicht unbedingt froh, den Bösewicht gefunden zu haben sondern es überwiegt ein Gefühl der Bestürzung über die Vielzahl der zerstörten Leben, ausgelöst durch eine Verkettung von Zufällen und Fehlentscheidungen.
Ein großartiger Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Wie schon mit Kommissar Dühnfort ist es der Autorin übrigens erneut gelungen, eine männliche Hauptfigur zu erschaffen, auf die ich beim Lesen selbst ein Auge geworfen habe. Der Winzer Thomas von Manthey war sozusagen mein book crush in „Der Verrat“ und definitiv eine Figur, die dafür gesorgt hat, dass ich die Geschichte mit noch größerem Interesse verfolgt habe.

Wer Schuld auf seinen Schultern trägt

Von: Nadine Dietz Datum: 23. Dezember 2018

Es handelt sich um den 2.Roman unter dem Pseudonym Ellen Sandberg und er hat mich restlos begeistert. Dieser "Krimi" ist in zwei Zeitebenen gegliedert und sehr temporeich mit einem hohen Maß an Spannung geschrieben. Diese bleibt konstant bestehen. Es geht um Schuld und Sühne, der Leser wird durch neue Wendungen überrascht und geschockt. Die menschlichen Abgründe werden allzu klar sichtbar. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und wunderbar flüssig zu lesen. Alle Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Ich habe diesen Roman fast in einem Rutsch gelesen und habe atemlos die Puzzelteile zu einem grausamen Bild zusammengefügt. Das Cover verdient auch ein Lob. Der dunkle, wolkenverhangene Himmel über dem Winzergut schliesst auf ein Unheil.

Fazit:
Ein brillanter Krimi, bei dem alles passt. Ich vergebe verdiente 5/5 ��

Die Lüge

Von: Miss Norge Datum: 23. Dezember 2018

Nane, Birgit und Pia, drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und ein 20 Jahre altes, gut gehütetes Geheimnis, welches so langsam an die Oberfläche dringt. Nane kommt nach 20 Jahren aus dem Gefängnis frei und Starthilfe leistet ihre Schwester Birgit, die ihr eine Unterkunft und Arbeit stellt, damit die restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Pia, die an der Saar auf dem Weingut Graven ihres Mannes Thomas lebt, hat den Kontakt zu ihren beiden Schwestern schleifen lassen, zu Nane sogar ganz abgebrochen, aus gutem Grunde. Doch nun ist Nane wieder frei und will wissen, was damals 1998 wirklich geschehen ist. Sie reißt alte Wunden auf und einige Menschen in ihrem Umfeld werden nervös und hoffen, das nie zu Tage kommt, was vor 20 Jahren geschah. Der Plot ist zum großen Teil mit weiblichen Personen belegt und diese lassen nichts aus. Neid, Hass, Feindschaften und Rache spielen eine große Rolle und diese Eigenschaften haben mich keiner der Frauen näher gebracht. Im Grunde möchte man mit keiner verwandt oder befreundet sein, nur Nane tat mir ein bißchen leid. Was damals 1998 geschah erfährt man Häppchenweise und irgendwie spürte ich beim Lesen, dass das doch noch nicht alles gewesen sein kann. Mir dieser Unruhe und Ungewissheit spielt Ellen Sandberg hervorragend. Man wartet förmlich auf die Wendungen die einen endlich ans wahre Ziel führen, doch dafür lässt sie sich lange Zeit, fast bis ganz zum Schluß. Ein wenig Kritik muss ich leider auch üben, denn an einigen Stellen, vor allem in der Mitte des Romans, wurde es mir etwas zu zäh und zu ausufernd. Nach über 200 Seiten weiß ich als Leserin wie die Figuren ticken, welche privaten Probleme sie haben, ob alleine und untereinander. Dies wurde mir zu oft erwähnt. Zudem hat dieser Roman es nicht nötig gehabt, diese erotischen Szenen so detailliert zu beschreiben, hier wäre weniger mehr gewesen. Diese wirkten für mich etwas deplatziert und sprachlich zu hölzern. Dieses Roman (Krimi? / Thriller? / Psycho-Thriller?) hat mir gefallen, trotz meiner kleinen Kritikpunkte, aber "Die Vergessenen" fand ich um einiges besser. Da haben mich die Personen und das Thema mehr packen können, was hier leider auf der Strecke blieb.

Es lebe die Familie

Von: Gremlins2/Emotionbooksworld Datum: 22. Dezember 2018

Der Verrat
Ellen Sandberg

Ich habe den ersten Roman der Autorin unter ihrem Pseudonymen Ellen Sandberg, nicht gelesen und weiß nun daß ich dies dringend nachholen sollte! Denn ich habe zu hundert Prozent ein mega Buch verpasst.

Avantgardistisch stellt sie in ihren Sandberg Krimis die Familienbande in den Vordergrund. Und da öffnen sich Abgründe, die ausgezeichnet durchdacht und dargelegt werden.
In diesem Meisterwerk geht es um die drei Schwestern, Birgit, Pia und Nane. Nane ist die jüngste und hat zwanzig Jahre Gefängnis hinter sich. Sie wurde für den Tod an Pias Stiefsohn Henning verurteilt.
Pia lebt mit ihrem Ehemann Thomas auf dessen Weingut an der Saar. Nach ihrer Haftentlassung findet Nane keine Ruhe. All die offenen Fragen aus der Vergangenheit, will sie in der Gegenwart klären um endlich frei für eine Zukunft zu sein.
Doch ausgerechnet ihr viel älterer Schwager Thomas, der nach zwei Jahrzehnten Licht in die Dunkelheit bringen könnte, erleidet einen Herzinfarkt als er Nane erblickt.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben, dies hat die Autorin perfekt umgesetzt, während meiner gesamten Lesezeit konnte ich ihr wunderbar folgen.
Ich war zum Teil erschüttert über das was die Mutter der drei verbockt hat. Ihr Mantra Liebe bringt Unglück hat sich in den Mädchen verankert. Allerdings war ihnen nicht bewußt warum ihre Mutter dies in ihr täglich Gebet mit aufnahm. Nicht wegen eines Klinik Aufenthalt, oh nein!
Dann stellt sich die Frage, was weiß Thomas, warum bekommt er im Weinberg bei Nanes Anblick einen Infarkt und fällt ins Koma.
Die Autorin versteht es glänzend ihre Leser auf eine fantastische Lesereise zu bringen. Mich hat sie mühelos gleich zu Beginn abgeholt und mit der dargelegten Spannung in Atem gehalten.
Mitreißend habe ich Schuld und Sühne der Generationen verfolgt und war fasziniert von der Vielfalt in diesem temporeichen Krimi. Der Schreibstil ist schwungvoll, agil, bildlich und vollkommen im Fluss.
Ihren Protagonisten haucht Sie perfekt Leben ein und platziert jede einzelne Figur real in Szene. Jeder einzelne Charakter konnte mich völlig überzeugen und hat seinen ganz besonderen Reiz und Platz im Buch. Unglaublich geschätzt habe ich die konstante Spannung die sich über die komplette Buchlänge legt. Mitreißend und brillant geschrieben habe ich diesen Krimi in einem Durchlauf gelesen.
Ich vergebe sehr gerne verdiente fünf Sterne und eine absolute Kauf - und Leseempfehlung für diesen spektakulären spannenden Krimi.

Freunde kann man sich aussuchen - Familie nicht

Von: Harakiri Datum: 20. Dezember 2018

Nane wird nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Ein Neubeginn fällt schwer, zumal sie sich vom Leben stark benachteiligt fühlt und unbedingt die Antwort auf eine wichtige Frage benötigt. Doch diese wird ihr – aus gutem Grund – verweigert. Denn Pia, ihre Schwester, hat ein Geheimnis…

Ein Weingut an der Saar ist der Hauptschauplatz dieses neuen Romans von Ellen Sandberg.
Der Fall ist toll aufgezogen, allerdings nach einer Weile doch auch vorhersehbar. Macht aber nichts, weil man vorher schon genug gerätselt hat. Sandberg lässt den Leser lange zappeln, lockt ihn immer wieder mit einem Wurstzipfel und dreht dann die Handlung doch noch. Das ist aber auch ein winziger Kritikpunkt: das entscheidende Telefongespräch nahm mir mit der Zeit zu überhand, hier fühlte ich mich irgendwann nur noch hingehalten.
Die Erzählung ist in zwei Stränge unterteilt: die Gegenwart und die Vergangenheit. Der Leser erfährt durch die Handlung in der Vergangenheit, was damals geschah und weiß somit mehr als die Protagonistin, die sich die Aufklärung mühsam selber zusammenreimen muss.
Sandberg flicht in ihrem neuen Krimi Liebe, Verrat, Angst, Schuld und Geschwisterrivalität zu einem dichten Netz, aus dem es so leicht kein Entkommen zu geben scheint.
Die Charaktere haben mir überwiegend gut gefallen, vor allem die jüngere Generation, die versucht, die Fehler der älteren auszumerzen. Mit Pia wurde ich nicht recht warm und Birgit fand ich fast überflüssig, aber vor allem Sonja und ihren Freund David habe ich gleich ins Herz geschlossen.
Fazit: Freunde kann man sich aussuchen – Familie nicht. Der neue Roman von Ellen Sandberg legt den Fokus auf eine spannende Familiengeschichte, die einen kleinen Fehler in der Vergangenheit zu etwas Großem werden lässt.