Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook
Hörbuch

€ 15,00 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 15,50 [A]

€ 9,99 [DE] | CHF 12,00 [CH]

€ 14,99 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 16,90 [A]

Ellen Sandberg

Der Verrat

Roman

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt ...

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.

Das Buch spielt in Saar, Deutschland

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Gut erzählter Familienkrimi

Von: Kris Datum: 16. Januar 2019

Dies ist eine gut erzählte Geschichte über zwei Familien, die sich der Vergangenheit stellen müssen um die Zukunft neu gestalten zu können. Es geht um drei Schwestern von denen jede für sich mit einem Verrat umgehen müssen und deren Wege sich durch die Liebe immer wieder kreuzen. Dazu kommt eine stimmungsvolle Bildsprache, die das Lesen zum Vergnügen macht!

schön zu lesen

Von: Yogi69 Datum: 15. Januar 2019

Der Roman ist schön zu lesen.
Nach der liebevollen und detailreichen Beschreibung des Weingutes und der Landschaft kann man fast Lust bekommen es zu besuchen. Leider existiert es real eher nicht..
Das Buch glänzt aber nicht nur mit Landschaftsbeschreibungen, sondern führt durch die Beschreibung der 3 Schwestern, ihr Umfeld und ihre persönliche Entwicklung zur "Tat " von Nele. Die Charaktere und die jeweiligen Ent- und Verwicklungen werden durch die Beschreibung der Vorgänge in verschiedenen Zeitzonen sehr gut ausgearbeitet. Der Wechsel Vergangenheit Gegenwart und zurück belebt das Buch sehr.
Vieles wird vielleicht erahnt und doch ist das Ende des Buches sehr ehrlich und wie ich finde in einem postiven Sinn überraschend.
Es hat Spaß gemacht diesen Roman zu lesen.

mehr Leserstimmen anzeigen

Der Verrat - Ellen Sandberg

Von: Terezilya Datum: 15. Januar 2019

Das Buch spielt abwechselnd auf den zwei unterschiedlichen Zeitebenen von 1997/98 und 2018 und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Idee des Buches finde ich grundsätzlich gut, jedoch fehlt es meiner Meinung nach etwas in der Umsetzung.
Zeitweilig treten Stellen auf die sich sehr in die Länge ziehen, zu den Figuren habe ich keinen richtigen Zugang gefunden und das Ende wirkt auch etwas abrupt und für mich unbefriedigend.
Trotz dieser aufgeführten Kritikpunkte, würde ich das Buch empfehlen. Wie schon erwähnt, ist die Geschichte an sich interessant und grundsätzlich auch spannend gestaltet.

Ein dunkles Geheimnis überschattet die Familie und droht ans Licht zu kommen

Von: Stefanie W. Datum: 15. Januar 2019

Zum Inhalt

Eine verzwickte Familiengeschichte. Eine Tragödie und ein Mord. Pia lebt mit ihrem Ehemann Thomas auf dessen Weingut. Bevor die beiden sich kennenlernten hatte Thomas eine kurze sexuelle Affäre mit Nane, Pia's Schwester. Nane ist jedoch sehr labil und schmiedet Rachepläne gegen ihre Schwester. Doch leider geht der Plan schief und nicht Pia, sondern jemand anderes stirbt. Doch nicht alles scheint so zu sein, wie es all die Jahre behauptet wird.

Meine Meinung

Das Buch “Der Verrat” wurde von Ellen Sandberg geschrieben. Erschienen ist das Buch im Dezember 2018 im Penguin Verlag München in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

Auf dem Cover des Buches sieht man eine altes Backsteinhaus, welches auf einem Berg steht Rundherum sieht man grüne Weinfelder. Der Himmel ist mit dunklen Gewitterwolken bedeckt in denen man einige Vögel sieht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Es gibt immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit, damit den heutigen Zusammenhang besser versteht. Auch die Gefühlsebenen der verschiedenen Protagonisten kommt dadurch besser zur Geltung.

Ellen Sandberg hat mich mit ihren Figuren sehr überrascht. Mich hat das Buch und vor allem die Figuren sehr überzeugt.

Angefangen von Pia und Thomas. Ein dunkles Geheimnis hat ein jeder für sich. Zusammen scheinen sie das perfekte Paar zu sein.

Pia's Schwester Nane und Birgit spielen auch eine wesentliche Rolle. Vor allem jedoch Nane. Denn sie ist ein wenig exzentrisch und sehr labil. Von Hassgefühlen geleitet, begeht sie den größten Fehler ihres Lebens.

Doch auch Thomas Schwester Margot spielt eine große Rolle in diesem großen Geheimnis. Sie spinnt eine Intrige nach der nächsten und ist eine absolut schreckliche Person, die jedoch eher Gier geleitet ist.

Die Geschichte an sich möchte ich nicht anreißen, da ich einfach keine wertvollen Hinweise geben möchte.

Fazit

Ein überaus spannender Thriller. Sehr zu empfehlen für alle die ein paar Stunden abtauchen wollen und das Geheimnis der Familie von Manthey lüften will. Eine absolute klare Leseempfehlung gibt es von mir.


super Buch

Von: gismonr59 Datum: 14. Januar 2019

Zu dem Inhalt braucht man nichts mehr schreiben, das steht im Klappentext, in der Beschreibung und darüber haben andere schon geschrieben.
Sofort nach Erhalt des Buches habe ich angefangen zu lesen. Nach ca. 20 - 30 Seiten war ich enttäuscht und wollte das Buch weglegen, aber wie bei fast jedem anderen Roman wollte ich auch diesem eine Chance geben.
Und ich war angenehm überrascht. Der Roman wurde so gut, dass ich das Buch nur noch beim Schlafen aus der Hand legte. Dieser Roman hat wirklich alles erfüllt, was man sich von einem guten Krimi erhofft und dazu gab es gleich jede Menge Einblick in interessante psychische Strukturen.
Ellen Sandberg hat viele Wendungen eingebaut, und so bleibt es bis zum Schluss offen, was damals wirklich geschah. Mit ihrem sehr guten Schreibstil hat sie ein wunderbares Kopfkino ausgelöst. Die Emotionen aller Protagonisten reißen den Leser förmlich mit

Spannende Charaktere, gelungene Umsetzung eines Familiendramas

Von: Stylefluesterin Datum: 14. Januar 2019

Die ersten paar Seiten plätschert die Handlung so vor sich hin - bis sich die schicksalshafte Verwicklung der beiden Schwestern um den selben Mann abzeichnete. Unterschiedlicher können Schwestern fast nicht sein - das Bild hat die Autorin Ellen Sandberg in ihrem zweiten Roman treffend gezeichnet. Die spannende Familiengeschichte nimmt Fahrt auf und immer mehr drängt sich die Frage nach dem Familiengeheimnis in den Vordergrund. Das Ende ist absolut unerwartet und stellt den Leser vor den Gewissensfrage, wie geht man mit Schuld um. Ein lesenswertes Buch.

Der Verrat

Von: irene diehl Datum: 14. Januar 2019

genial, ich konnte nicht mehr mit lesen aufhören. Ich bin begeistert.

Wer Charlotte Link mag, wird Ellen Sandberg lieben

Von: miki094 Datum: 14. Januar 2019

Ein Buch , das geradezu nach einer Verfilmung schreit.
Nach 20 Jahren im Gefängnis kehrt Nele zurück und will die Wahrheit erfahren, was DAMALS wirklich passiert ist.
Das löst ein dramatisches Geschehen aus und überrascht auch den erfahrenen Krimileser mit einer überraschenden Lösung, wo er doch dachte, er hätte schon früh das Rätsel gelöst.
Ellen Sandberg schreibt flüssig und sorgt durch Ihre geschickt gesetzten Rückblenden für kontinuierliche Spannung.
Ich habe mich bestens unterhalten und kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.

Der Verrat von Ellen Sandberg

Von: Paulazwei Datum: 14. Januar 2019

Der Roman spielt hauptsächlich auf einem Weingut in Deutschland. Es werden mehrere Charaktere betrachtet. Die Handlung findet in der Gegenwart und in der Vergangenheit vor 20 Jahren statt und es dreht sich alles um ein Verbrechen, das vor 20 Jahren statt gefunden hat. Das Buch hat mich gefesselt , Ich konnte es nicht mehr zu Seite legen, da es sich so spannend entwickelte und letztendlich ganz anders endete, als man dachte.

Spannend bis zur letzten Zeile

Von: Antje Datum: 14. Januar 2019

Heute morgen an einem regnerischen Sonntag habe ich begonnen, diesen Roman zu lesen. Vom ersten Moment an hat mich die Geschichte der drei Schwestern gefesselt. Ellen Sandberg hat eine Geschichte geschaffen, die im Hier und in der Vergangenheit spielt. Dieses Wechselspiel bringt eine Dynamik in den Roman, so dass ich das Buch an nur einem Tag durchgelesen habe. Drei Schwestern, keine wirklich glücklich. Pia und Nane hassen sich, warum erfährt der Leser nach und nach. Doch die eigentliche Tragik kommt erst zum Schluss ans Licht. Bis zu diesem Moment fragt man sich, was ist passiert? Man begeht eine Achterbahn der Gefühle und erkennt, dass alles ganz anders ist, als es anfänglich im Buch scheint. Ellen Sandberg hat einen Roman geschaffen, der vieles vereint: Spannung, Tragik, Liebe und letztendlich auch klassische Familiendramen. Ich kann nur jedem empfehlen: Lest das Buch! Es ist jede Minute wert und jede Zeile spannend!

Absolut lesenswert

Von: KatjaLuu Datum: 13. Januar 2019

Schon nach den ersten Seite wird man von der Spannung gepackt und MUSS einfach weiterlesen ... immer tiefer wird man hineingezogen und Zeuge einer Familientragödie, die einen mit Irrungen und Wirrungen tiefer in ihren Bann zieht. Ein facettenreicher und unvorhersehbarer Krimi oder doch eher eine Liebesgeschichte... machen Sie sich selber eine Meinung - sehr lesenswert.

Familiendrama mit teils unsympathischen Charakteren

Von: Engel07C Datum: 13. Januar 2019

In " Der Verrat " von Ellen Sandberg geht es um Rache , Hass , Neid , Missgunst aber auch um Sehnsüchte und Gefühle . Da ist Nane. Nach 20 Jahren wird sie aus dem Gefängnis entlassen , wo sie wegen Mord einsaß . Sie möchte wissen wie es soweit mit ihr kommen könnte .Und sie möchte Vergebung. Lag es nur an Ihrem Temperament oder an Ihrer Tablettensucht ? Liegt der vielbesagte " Familienfluch " auf Ihr ?
Ihre Schwester Pia verheiratet mit dem Winzer Thomas ( Der vorher mit Nane zusammen war) versucht alles um ihr aus dem Weg zu gehen . Wieso kann sie ihrer Schwester nicht vergeben . Was verbirgt sie ?
" Der Verrat " ist ein Familiendrama mit unerwarteten Wendungen .

Familiendrama mit Krimi-Faktor

Von: trueglow Datum: 13. Januar 2019

Die Autorin lässt einen kriminiellen Schauplatz und seine wahre Geschichte um die Umstände nach und nach an den Leser heran. Dabei erzählt sie aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Protagonisten und wechselt in den einzelnen Zeitebenen. Es entsteht eine dramatische Handlung um drei Schwestern, die sich unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren und dadurch fälschlich eine Abneigung entwickeln, die für den späteren Ausgang der Erzählung der Schlüssel ist...
Fazit: Ein besonders fesselnder und psychologisch berührender Roman, wobei das Motiv des Verrats für mich schwierig nachzuvollziehen ist.

Spannung und wechselnde Gefühle

Von: Astrid Datum: 13. Januar 2019

Als das Buch ankam, habe ich mich sehr gefreut: schwer, gute Haptik und 461 Seiten zu lesen
und das in den Weihnachtsferien, herrrrrlich!
Es beginnt mit dem Prolog in der Vergangenheit und wechselt dann in die Gegenwart.
So läuft es weiter und Gegenwart und Vergangenheit kommen aufeinander zu.
Der Stil ist flüssig zu lesen. Ausführliche Beschreibungen dort, wo es notwendig ist.
Die Personen gewinnen an Farbe und ich lerne einige sehr ambivalente Charaktere kennen.
Ich tauche ein in eine Familiengeschichte, wo es unter der vermeintlich heilen Oberfläche brodelt.
Stück für Stück erschließt sich die Wahrheit, welche 20 Jahre lang vertuscht war.
Am Ende findet die Heldin, zwar verletzt, dann doch ihren Frieden.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, manchmal konnte ich kaum aufhören.
Meine Sympathie wechselte häufig, mal war ich auf Seite der einen, dann wieder auf Seite der anderen Schwester.
Das Buch ist in meinen Augen ein "Frauen-Thema-Buch".

Spannend

Von: B.M. Datum: 13. Januar 2019

Das Beste Buch, welches ich sei langem gelesen habe! Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere der 3 Schwestern sind von der Autorin so gut beschrieben, dass ich genau verstehe, was sie bewegt.
Ich werde es sicher noch ein 2. Mal lesen, was ich sonst nie tue.
Empfehlen würde ich es jedem, ob Mann, Frau, alt oder jung.....

Kann man das Familiengeheimnis nach 20 Jahren lüften?

Von: egni1510 Datum: 13. Januar 2019

Ein schöner Roman, der von den drei Schwestern Nane, Birgit und Pia handelt. Nach 20 Jahren Haft kehr Nane wieder mit Hilfe ihrer Schwester Birgit in das frühere Elternhaus zurück und versucht wieder einen Neuanfang. Doch die Schwester Pia möchte nichts mit ihr zu tun haben und schirmt ihren Mann und ihre Tochter total von ihr ab. Was war von 20 Jahren wirklich geschehen, wir erfahren viel von den drei Schwestern und sind mitten drin bei der Auflösung. Spannung pur und sehr schön geschrieben!

Sehr fesselnder Roman

Von: Theresa Datum: 12. Januar 2019

Sobald man diesen Roman in die Hand nimmt möchte man nicht mehr aufhören zu lesen.
Super fesselnde Geschichte, um eine Familienintrige.
Sehr zu empfehlen.

erschreckendes Familiendrama

Von: Vivi 73 Datum: 12. Januar 2019

Inhalt: Nane wird nach 20 Jahren aus der Haft entlassen und soll nun versuchen sich ein normales Leben aufzubauen. Ihre Schwester Birgit hilft ihr dabei wo sie nur kann. Doch Nane kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen und versucht Kontakt zu dem Mann ihrer älteren Schwester Pia aufzunehmen. Zu viele Fragen sind noch unbeantwortet und der damalige Tathergang zu verschwommen. Doch Pia stellt sich ihr in den Weg und verbietet den Kontakt zu Thomas.
Sonja, Thomas seine Enkeltochter, möchte ein Buch über ihren verstorbenen Vater schreiben und begibt sich für ihre Recherche auf das Gut ihres Großvaters. Pia scheint darüber ebenso wenig erbaut, als über die Tatsache, dass Margot versucht ihren Sohn die Leitung des Weingutes, welches Thomas gehört, zu übertragen. Warum stellt sich Pia nur so quer? Welches Geheimnis trägt sie mit sich?

Wertung: Ellen Sandberg hat in ihrem Roman "Der Verrat" ein überaus heikles Bild einer doch so nach außen scheinenden gut funktionierenden Familie erstellt. Ihr pendeln von Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück deckt jede Menge Ungereimtheiten auf und zeigt die Rivalität unter den drei Geschwistern, die laut ihrer Mutter verflucht seien. Die Charaktere jeder einzelnen den Schwestern sind sehr gut dargestellt und zeigen deutlich, wie unterschiedlich sie doch sind. Während des Lesens wird einem die ach so heile Welt immer mehr in kleine Stücke gerissen. Schließlich führt die Story zu Fassungslosigkeit und Entsetzen beim Leser.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Der Spannungsbogen scheint stetig zu wachsen und kaum abzuebben. Bis auf kleine Längen in denen die Autorin ein wenig zu weit in Belanglosigkeiten abschweift, fliegt der Leser durch die Seiten. Durch ihre farbliche Ausschmückung ist es auch ebenso leicht, sich selbst in der Story zu finden und die Atmosphäre deutlich zu erleben.

Fazit: Dieses Buch zeigt deutlich, dass auch bei anscheinend bilderbuchhaften Familien der Wurm drin ist. Dieser kann sogar bis zu Extremen heranwachsen. Vielleicht ist die Story was den Realitätsbezug betrifft ein wenig überzogen. Aber ich denke, dieses Buch ist sehr wohl lesenswert. Da dies der zweite Roman der Autorin ist, werde ich mir definitiv auch ihr erstes Werk beschaffen und lesen.
Ellen Sandberg schreibt außerdem auch unter dem Namen Inge Löhnig. Unter diesem Namen hat sie bereits schon einige erfolgreiche Werke zu Tage gebracht.

Spannend bis zum Schluss

Von: B.M. Datum: 11. Januar 2019

Das beste und packendste Buch, das ich seit langem gelesen habe!
Ich wollte unbedingt wissen, wie es nun ausgeht? und bis fast zum Ende hatte ich keine Ahnung oder Idee.
Es als Roman einzustufen, fand ich fast zu schwach, aber als Thriller auch zu reißerisch. Wobei ich davor dann auch Angst gehabt hätte; Krimis lese ich auch nicht gerne. Aber dieses Buch von Ellen Sandberg fand ich total klasse.
Wie die Charaktere der drei Schwestern oder anderer Personen beschrieben wurden, teilweise sehr intensiv, hat es für mich so interessant gemacht.
Ob die Person nun impulsiv oder eher langweilig ist, ob sympathisch oder nicht, denke ich spielt gar keine Rolle.

So mancher ist die Asche einer Glut, die er nie war ... Abgründe in der Idylle eines Weinberges

Von: Buechertatze Datum: 10. Januar 2019

Ich muss zugeben, dass ich die Autorin bislang nicht kannte, doch die Buchbeschreibung versprach ein spannendes Familiendrama in der Idylle eines Weingutes an der Saar ... und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht:
Die Charaktere wirken im dichten Netz aus familiären Rivalitäten, Verbrechen und Intrigen zu jeder Zeit authentisch und die Handlung überrascht durch seine Wendungen. Die Suche nach Wahrheit und die Frage nach Schuld und Sühne wird zu einem kurzweiligen Lesespaß ...
An einigen Stellen fand ich, dass die Autorin zu oft die gleichen Formulierungen benutzt hat, aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch und die Autorin werde ich mir ganz bestimmt merken ;)

Ellen Sandberg "Der Verrat"

Von: C.K. Datum: 09. Januar 2019

Ein Weingut an der Saar; Ein altes Verbrechen; Eine Schuld, die nie verjährt
Der Verrat ist ein spannender Roman vollgepackt mit Rätseln. Geteilt in 2 Zeitepochen, die Rückblicke lassen erahnen warum sich die Personen in der Zukunft genau so verhalten und nicht anders.
Man lernt die einzelnen Charaktere besser kennen, auch wenn nicht alle gleich sympathisch sind. Ein glaubwprdiges Fsmiliendrama, die Ausarbeitung der Charaktere mit ihren Emotionen und Reaktionen wirken sehr plausibel und authentisch. Alles in allem ein super Buch, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

Ein Fitzek unter Pseudonym???

Von: hexe1997 Datum: 08. Januar 2019

Ein spannender Roman, der zwischen Hinplätschern und Hochspannung alles bietet.
Alles was klar ist, wird verworfen - alles was man meint zu ahnen, wandelt sich.
Auch eine Prise Erotik fehlt nicht.
Alles in allem ein fesselnder Roman, den man gerne weiter empfiehlt.

Spannende Zeitreise

Von: bjoern677 Datum: 08. Januar 2019

ein sehr guter und spannender Krimi der einen fesselt und durch die Sprünge durch die verschiedenen Zeitepochen den Verlauf sehr abwechslungsreich gestaltet. Ein wirklich hervorragender durchdachter Krimi.

Elen Sandberg der Verrat

Von: sunnydrummer Datum: 08. Januar 2019

Das Buch fesselt einen von der ersten Seite an. Es ist sehr authentisch geschrieben u. man könnte meinen, man wäre an dem Geschehen direkt beteiligt.

Super Buch

Von: Smnfvr Datum: 08. Januar 2019

Sehr engagiert geschrieben, von der ersten bis letzten Seite spannend. Man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Mit einem überraschenden Ende.

Soviel Hass

Von: Petra Wiechmann Datum: 06. Januar 2019

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.
Diese Geschichte ist verstörend denn keine der Hauptfiguren ist sympathisch weil alle so egoistisch sind, das sie erst Handeln bevor sie denken und damit für sich und andere die schlimmst möglichen Folgen hervor rufen. Die Autorin schreibt so mitreißend das man das Buch, erst nach dem man es durch gelesen hat, aus der Hand legen kann.
Ein solcher Roman ist mir bisher nicht untergekommen, ich glaube so etwas ist selten, denn eigentlich erwarten wir Leser eine Figur mit der wir uns zu mindestens identifizieren können. Es ist mutig von der Autorin so etwas zu schreiben und obwohl das Buch mich lange nicht loslassen wird, möchte ich mehr von Frau Sandberg lesen

Trügerische Idylle

Von: Anna B. Datum: 06. Januar 2019

Schon das Cover des Romans von Ellen Sandberg verrät, dass sich hier an diesem idyllischen Fleckchen, einem Weingut in schöner Lage an der Saar, etwas zusammenbraut.
Die Idylle trügt, das Leben der Winzefamilie ist auf einmal brüchig geworden, weil eine Geschichte, die sich 20 Jahrn ereignete, wieder in die Aufmerksamkeit gerät und Dinge zu Tage fördert, die lange unter den Teppich gekehrt worden sind.
Nane wird nach 20 Jahren aus der Haft entlassen, plagt sich aber noch immer mit der Schuld, die sie auf sich geladen hat. Es gibt Dinge, die sie im Laufe der Zeit nicht mehr klar sehen kann und die sie nun noch einmal klären möchte. Und dafür muß sie mit ihrer Schwester Pia und vor allem mit deren Mann Thomas reden, auf deren Weingut damals das Unglück seinen Lauf genommen hat.
Doch Pia fürchtet die Wahrheit, könnte es doch das glückliche Leben, das sie führt, in Gefahr bringen. Äußere Umstände und Feindseligkeiten erschweren erst einmal die Aufklärung, doch nach und nach offenbart sich dem Leser, was damals geschehen ist, und das ist sehr spannend aufbereitet.
Kapitelweise, immer abwechselnd aus den Jahren 2018 und 1998, erfahren wir ein bisschen mehr über die Familie und die Umstände, die zum Ereignis führten, das vorangestellt schon angedeutet wird, ein Unfall mit Todesfolge. Häppchenweise eröffnet sich das ganze Ausmaß des Geschehens, und wenn man zu ahnen glaubt, wie es gewesen sein könnte, kommt noch ein ganz anders Mosaiksteinchen hinzu. Das hält wunderbar die Spannung aufrecht und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Was ist damals wirklich passiert? Warum wird dauernd von einem Lügengebäude geredet? Und stimmt es wirklich, was die Mutter der Schwestern immer wieder betont, dass ein Fluch auf den Frauen der Familie liege, wenn es um die Liebe geht? Gemeinsam mit Sonja, der Enkelin des Winzers, die Schriftstellerin werden möchte und dieses Stück Familiengeschichte schreibend aufarbeiten will, begibt sich der Leser auf Den Weg, diese Fragen zuklären.
Ein spannender Roman für gemütliche Winterabende, ein flüssiger Schreibstil und viele Überraschungen sowie einem angenehmen Schrreibbild. Ich gebe 5 Sterne und werde mir den Vorgängerroman, den ich noch nicht kenne, gerne als nächstes vornehmen!




Spannend und fesselnd, mit großem Finale.

Von: Kingfan19 Datum: 06. Januar 2019

Ellen Sandberg versteht es in diesem Buch den Leser zu fesseln. Mit jedem Kapitel steigert sie gekonnt die Spannung. Den Wechsel zwischen den Jahrzehnten verflechtet sie gekonnt ineinander. Mit fortschreiten des Buches hat sich bei mir eine Erwartungshaltung bezüglich des Finales gebildet, welche letztlich nicht ganz zutreffend, sondern noch übertroffen wurde. Ich habe mit offenem Mund kurz innegehalten. Ich habe mit nur kurzen Unterbrechungen das Buch bis zum Ende gelesen, ich war kaum noch in der Lage es aus der Hand zu legen. Auch ihr Erstlingswerk werde ich mir zulegen.
Jedem, der gerne spannende Bücher liest und in familiäre Abgründe abtauchen will, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Familiendrama

Von: Kopfkino Datum: 06. Januar 2019

Mit Begeisterung habe ich den Vorgängerroman von Ellen Sandberg " Die Vergessenen" gelesen, sodaß meine Freude groß war, das Buch " Der Verrat" als Testleserin zu bekommen. Der Roman ist spannend und interessant geschrieben, er lässt sich meist flüssig lesen und macht Lust auf die Weinberge im Saarland. Kleinere Längen finden sich manchmal in der Vergangenheitsebene der Geschichte, die für den Verauf nicht wichtig wären meiner Meinung nach. Obwohl ich durchaus Mitleid mit der Hauptfigur Ariane hatte, bekam ich keinen Bezug zu ihr. Irgendwie empfand ich keine Sympathie: weder für sie noch für ihre Schwester Pia und ihren Mann Thomas oder die blass bleibende Schwester Birgit. Trotz des durchaus guten Schreibstils bin ich der Geschichte und ihren Personen gegenüber diszanziert geblieben und habe keinen richtigen Zugang gefunden. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich Geschichten mit Familienintrigen nicht so gern lese. Mein Fazit: ein interessantes und spannendes Buch wenn man intrigante Familiengeschichten mag!

Ellen Sandberg - Der Verrat

Von: Andrea Datum: 06. Januar 2019

Ich liebe Familiengeschichten und dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Es ist sehr flüssig geschrieben, so dass es mir schwer fiel, eine Pause einzulegen. Die Spannung wird über den ganzen Verlauf aufrecht erhalten.
Die Personen sind detailreich beschrieben, so dass man das Gefühl hat, sie gut zu kennen. Sympathien empfand ich für keine der drei Schwestern, was für mich persönlich einen besonderen Reiz ausmacht. Man überlegt, mit welcher der Schwestern man am ehesten sympathisiert und kommt einfach zu keinem Ergebnis.
Die Orte, an denen die Geschichte spielt, sind nicht allzu weit von meinem Wohnort entfernt, wodurch das Buch für mich einen zusätzlichen Charme hat.
Ich lese viel und für alle, die mit einer schönen Geschichte mit Inhalt gut unterhalten werden möchten, ist das Buch eine klare Empfehlung.

Ein bis zur letzten Seite spannendes Familiendrama

Von: Jens Löffler Datum: 05. Januar 2019

Ariane, genannt Nane, kommt nach 20 Jahren Haft auf Bewährung frei. Wohnung und Arbeit erhält sie von ihrer Schwester Birgit. Doch es ist die Schuld von damals, die schwer auf ihren Schultern lastet und die eine Frage, die Nane klären muss. Was hat sie damals in der Nacht am Telefon gesagt, in der Henning, der Sohn von Thomas starb? Dazu muss sie Kontakt zu Thomas aufnehmen, doch das bedeutet auch, dass sie mit ihrer anderen Schwester Pia konfrontiert wird. Die hat die letzten 20 Jahre gut gelebt auf dem Weingut Graven, mit dem Mann, den Nane geliebt hat, Thomas. Welche Wahrheit steckt hinter all dem, was einst war und was aller Leben beeinflusst hat?

Der Verrat ist ein Familiendrama, wie man es packender und spannender kaum schreiben kann. Nicht nur, dass die Autorin atmosphärisch so dicht schreibt, dass man sich als Leser tatsächlich in die Ereignisse hineinversetzt fühlt, sondern gleichzeitig mit den verschiedenen Zeitebenen so geschickt spielt, dass sich dem Leser die notwendigen Wissenshäppchen genauso versetzt präsentieren, wie es auch bei der Protagonistin der Fall ist. Diese ist von ihrem Charakter und ihrem Wesen so tief und vielschichtig, dass sich der Leser lange Zeit nicht wirklich entscheiden kann, ob sie einem sympathisch ist oder nicht. Der geübte und vielseitige Leser wird stets bemüht sein, dem Plot vorzugreifen und die tatsächliche Auflösung der Geschichte zu erraten, um sich am Ende bestätigt zu fühlen. So erging es auch mir. Die Handlung bietet dafür auch mehr als genug Ansätze und Möglichkeiten, doch wird es wohl den meisten Lesern wie mir ergehen. Die Komplexität der Wahrheit ist derart umfangreich, dass ein Vorausahnen kaum möglich ist, vor allem nicht vollumfänglich. Genau das macht dieses Buch besonders, wie ich als Vielleser finde, denn um es gänzlich zu verstehen, muss man es bis zum Ende lesen. Das Cover, welches ich vor bzw. zu Beginn des Lesens als wenig ansprechend empfand, weil es ein „allerwelts“-Cover war, stellt sich am Ende als genau das Richtige heraus, denn es fängt die erzählerische Atmosphäre nahezu perfekt ein.
Alles in allem war Sandbergs Verrat ein wirklich gutes Buch, ein angenehmer Start ins neue Jahr und definitiv eine Empfehlung für jeden, der auf verstrickte und vielschichtige Dramen steht, dem es nicht um Action in Hollywoodmanier geht, sondern die Spannung aus der guten Erzählweise und der noch besseren Geschichte zieht, die man selber ungerne erleben würde.

packendes Familiendrama

Von: MinnieMaus1983 Datum: 05. Januar 2019

Ein wahnsinnig spannend geschriebenes Familiendrama, welches ich innerhalb von 2 Tagen komplett verschlungen habe.
Die Hauptfiguren und Schauplätze des Buches sind wunderbar beschrieben und man kann sich alles bildlich vorstellen.
Durch die abwechselnden Kapitel in der Gegenwart und der Vergangenheit bekommt man nach und nach mit warum Nane's Leben sie dazu geführt hat die letzten 20 Jahre im Gefängnis zu verbringen. Und man erfährt eigentlich erst in den letzten Kapiteln, ob es nun wirklich Nane's Schuld war oder ob sie zu Unrecht im Gefängnis saß...
Dies war mein erster Roman von Ellen Sandberg, aber sicherlich nicht der letzte! Da mir ihre Art zu schreiben einfach sehr gut gefallen hat.

Familie hat man - Freunde sucht man sich selbst aus

Von: Baba23 Datum: 05. Januar 2019

Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt...
Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Das Buch liest sich sehr gut, auch wenn die Schwestern Nane, Birgit und Pia einem nicht immer sympathisch erscheinen, Nane hat Verlustängste und klammert, Pia ist rational und kühl und Birgit ist die Vermittlerin und will es allen recht machen. Und zudem liegt ein Fluch auf den Frauen der Familie. Dies wird öfters erwähnt und meiner Meinung nach etwas zu oft (war schon im ersten Roman von Ellen Sandberg "Der Verrat" so). Auch die kleinen weissen Helferlein von Nane und dem "Wunderland" haben mich mit der Zeit genervt.
Ansonsten fand ich den Roman sehr spannend und durch die Erzählung mit der Vergangenheit und der Gegenwart erfährt man als Leser viel schneller was in den Jahren 1997/98 geschah. Auch wurde mir Nane gegen Schluss immer sympathischer und ich habe sehr mit ihr gefühlt... ein solcher Verrat und verlorene Jahre sind wirklich sehr schlimm.
Ich freue mich auf weitere Bücher von Ellen Sandberg, auch wenn ich finde, dass ihr neuer Schreibstil doch sehr an eine andere deutsche Schriftstellerin erinnert.

Ganz nett

Von: Gurki Datum: 03. Januar 2019

Als Freizeit Roman ist es ganz nett . Liest sich schnell runter . Gut geschrieben und spannend .

Verräterische Idylle

Von: Books2Read Datum: 03. Januar 2019

Zuerst einmal ist die Geschichte an sich ganz gut erzählt, es kommt zum gelungenen Spannungsaufbau und der man anmerkt, dass der Konflikt zwischen den Schwestern langsam eskaliert. Wiederum fand ich es schwierig, den vielen Zeitsprüngen zu folgen, ebenso waren die Schwestern, die abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen, etwas monoton aufgebaut: man merkt im Schreibstil leider nicht, dass jede von ihnen eine eigene Persönlichkeit hat, die grundverschieden ist. Das Ende bzw. die letzten Sätze sind gelungen und nehmen nochmals ein Motiv aus der Buchmitte auf.

Vorsicht Spoiler!
Der Herzinfarkt von Thomas, der über 70 ist, kommt nicht überraschend und dass er sterben könnte, ist für den Leser vorhersehbar. Ebenso fragt man sich, berufend auf diverse Krimi-Serien, warum eine nach 20 Haftjahren wohl immer noch labile bzw. gebrochenere Frau wie Nane aus dem Gefängnis darf, ohne wirklich beaufsichtigt zu werden, sei es eben durch ihre Schwester Birgit oder den Bewährungshelfer. Sie macht eigentlich das, worauf sie Lust hat und niemand hält sie auf. Auch stellt sich die Frage, wie zwei grundverschiedene Frauen sich in ein und denselben Mann (wie schon gesagt über 20 Jahre älter) verlieben. Dass Nanes Ex-Mann, den sie nach der Trennung gestalkt hat, ihr am Ende noch anbietet, seinen Sohn, von dem er lange nichts wusste, mit großzuziehen, wirkt etwas seltsam.

Eine tragischer Familienroman

Von: Susanne Becker Datum: 03. Januar 2019

Ellen Sandbergs Roman "Der Verrat" ist von der ersten Minute an unglaublich spannend. Dies macht diesen Roman aus, denn im Gegensatz zu anderen Romanen, in die man sich erst einmal reinlesen muss, steht man in diesem Roman direkt im Geschehen.
Der Leser erfährt zum Beginn, dass Nane (eine von drei Schwestern) wegen eines Mordes im Gefängnis saß und auf Bewährung frei gelassen wurde. In der Folgenden Handlung erfährt man immer mehr Details über die Mordnacht im Jahre 1998, die der Grund dafür ist, dass Nane verurteilt wurde. Durch elegant geschriebene Zeitsprünge zwischen der Gegenwart und dem Jahre 1998, bleibt der Leser lange im unklaren, was genau geschehen ist. Dadurch bleiben für den Leser viele Fragen offen, welche die Spannung in dem Roman erzeugen.
Meiner Meinung nach erlauben diese Zeitsprünge aber auch die wechselnden Perspektiven (verschiedene Personen erzählen was sie erlebt und beobachtet haben) ein sehr komplexes Betrachtungsfeld auf die Geschichte. Dennoch ist der Roman so geschrieben, dass man keine Probleme hat der Geschichte zu folgen. Der einzige Nachteil an diesen Sprüngen ist nur, dass einige Passagen wiederholend wirken und damit dem Roman eine gewisse länge geben. Aber das ist nicht weiter schlimm, sondern sorgt nur für einen Stern Abzug in der Bewertung.
Alles in allem ist "Der Verrat" ein sehr zu empfehlendes Buch das zerrüttende Familiengeschehnisse beschreibt und den Leser zum nachdenken anregt, wie man selbst im manchen Situationen reagiert hätte.

Der Verrat

Von: SigiLovesBooks Datum: 03. Januar 2019

Inhalt:


"Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte, und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welcdh zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache - oder Vergebung." (Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:

"Der Verrat" ist der erste Roman, den ich von der vielgelobten Spannungsautorin Ellen Sandberg alias Inge Löhnig gelesen habe. Der Klappentext geht auf das Motiv und die Faszination der Autorin ein, weshalb sie diesen Roman schrieb: Es geht hier um ein Familiendrama, das vielleicht aus der Kindheit der drei sehr unterschiedlichen Schwestern Pia, Birgit und Nane stammen könnte und in "der Tat" im Jahre 1998 ihren Höhepunkt findet. Dramatisch die Familienkonstellation (leider werden die Eltern der 3 Schwestern nur schemenhaft umrissen), in der sich Rivalität und Neid aufbaut und auf allen Frauen der Familie ein "Fluch" lasten soll: Ein Drama aber auch, dass durch absolutes Desinteresse und fehlenden Bezug und Nähe zueinander Beziehungen entstehen, die Verletzungen nach sich ziehen, gar Gewalt, Wut und Rachsucht sowie Lügen, die jahrzehntelang vertuscht werden.

Die Autorin nimmt besonders Nane und Pia ins Fadenkreuz, eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch Thomas von Manthey, den Pia später ehelicht: In dieser Konstellation nimmt das Unglück seinen Lauf und Ellen Sandberg versteht es hervorragend, dem Leser einen hohen Spannungsbogen zu liefern, der bis zur letzten Seite anhält.

Ausser Nane war mir kein/e Protagonist/in wirklich sympathisch: Pia, die älteste Schwester wird als sehr rational, emotionslos schon fast, unnahbar, kühl und herrisch sowie dominant gezeichnet; Birgit, die mittlere Schwester, spielt eher eine Nebenrolle und ist (dazwischen) wohl nicht ohne Grund immer um Ausgleich bemüht; Nane, die Jüngste, tritt nach 20 im Knast abgesessenen Jahren auf den Plan, da sie eine Frage beschäftigt, die mit dem Unfall 1998 zu tun hat.... Die Ablehnung, die sie von Pia erfährt, ist schon erschreckend genug, aber auch die Rivalität von Pia gegenüber Margot, die wie eine Schwester mit Thomas aufwuchs, gipfelt darin, dass sie ihre eigene Tochter, die noch Weinbau studiert, dem Winzer Marius, der Sohn von Margot, vorzieht und sich hier ebenfalls ein Machtkampf entspinnt, der tragische und dramatische Folgen haben soll - aber auch der endgültigen Aufklärung dient letztendlich, was wirklich im Sommer 1998 geschah....

Die kleine Exkursion zur Geschichte des Saarweins hat mir gut gefallen; der Schreibstil der Autorin ebenfalls, ganz überzeugen konnte mich der Plot jedoch nicht, da mir die Handlung der überaus auf Sicherheit bedachten und strenger Selbstkontrolle unterworfenen Pia (gerade was den betreffenden Protagonisten betrifft) nicht einleuchtet und etwas "dick aufgetragen" erscheint: An dem Gefühlsausbruch nahm ich keinen Anstoß, aber das Gegenüber passte hier m.E. überhaupt nicht, da solcherart kontrollierter Menschen, die kaum Zugang zur eigenen Gefühlswelt (und damit auch -tiefe) haben oder entwickeln konnten, nicht völlig unkontrolliert an der hier exakt "falschen" familiären Stelle ihre Keuschheit fallen lassen.

Ansonsten fühlte ich mich durch den atmosphärischen und spannenden Schreibstil gut unterhalten und wünsche Nane, die für mich die authentischste Figur war, dass sie sich auf ihrer Wanderung wiederfinden möge.

Fazit:

Ein unterhaltsamer, dramatischer Spannungsroman, der am Ende jedoch so einige Fragen für mich offenließ. Ich vergebe knappe 4*

Spannende Familiengeschichte mit unglücklichen Verstrickungen

Von: Carmen Datum: 02. Januar 2019

Ich habe das Buch innerhalb von nur drei Tagen verschlungen. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und handelt von unterdrückten Familiengeheimnissen, nicht gelösten Problemen und Spannungen innerhalb der 2 Familienstränge in Frankfurt am Main und auf einem Weingut an der Saar. Die Handlung ist mehrschichtig aufgebaut und spielt in der Gegenwart mit Rückblicken in die Zeit 20 Jahre vorher. Es handelt von drei Schwestern, die sehr unterschiedlich von ihrer Mentalität und damit teilweise eifersüchtig auf die andere sind. Sie vertrauen sich daher nicht, haben sich nicht viel zu sagen haben und das Nichtausgesprochene führt dann zur Katastrophe. Die Liebe zu einem Winzer verursacht unglückliche Verstrickungen, die in einer kriminellen Handlung mündet, allerdings erfährt die Geschichte am Ende eine überraschenden Wendung.
Ich kannte die Schriftstellerin vorher nicht und möchte nun auch das erste Buch " Die Vergessenen" lesen.

Gekonnt erzählter Psychokrimi und Familienroman

Von: Nik Datum: 02. Januar 2019

„Warum willst du diese Geschichte überhaupt in ein Genre pressen?“, wird Sonja gefragt, eine der Figuren im Roman „Der Verrat“ von Ellen Sandberg. Sonja möchte als Schriftstellerin mit einem Buch über die Ereignisse debütieren, die auch in ihrem eigenen Leben tiefe Spuren hinterließen und hier aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei miteinander verschränkten Zeitebenen erzählt werden. „Nimm dir doch die Freiheit, den Stoff so zu bearbeiten, wie du willst. Unterwirf dich nicht einer Form.“ So lautet der Rat an sie. Der Stoff: Das Schicksal zweier Familien, die durch Hass und Liebe, Wohlstand und Neid vielfältig verknüpft und unheilvoll verschlungen sind.
Vielleicht führte auch die Autorin Ellen Sandberg ein ähnliches Gespräch wie ihre Figur Sonja im Buch, als es darum ging, für das vorliegende Familienkriminaldrama mit romantischen und detektivischen Elementen die richtige Schublade zu finden. Sie entschied sich, die Schubladen zu umgehen und sich nicht festzulegen.
Genregrenzen zu durchbrechen und zu überwinden finde ich sympathisch und sehr reizvoll. Allerdings hätte Ellen Sandberg nach meinem Geschmack von allen Elementen noch mehr hineinbringen können und damit der Handlung, den Charakteren und ihren Motiven noch mehr Tiefe verleihen können.
Aber auch so ist „Der Verrat“ ein atmosphärisch-psychologisches und gekonnt erzähltes Familien- und Kriminaldrama, das seine Spannung aus der allmählichen Aufdeckung des Familiengeheimnisses bezieht.

Unterhaltsames Lesevergnügen

Von: Ilka Datum: 02. Januar 2019

Mit „Der Verrat“ ist Ellen Sandberg ein lesenswerter und spannender Roman gelungen.
Es geht um große Themen, wie Mord, Schuld, Leidenschaft, Intrigen und Verrat.
Ein unterhaltsames Lesevergnügen mit leichter, klarer Sprache. Zahlreiche Charaktere und ihre sozialen Verbindungen werden wirklich sehr gut dargestellt. Die Handlung wird Schritt für Schritt aufgebaut und im zeitlichen Wechsel, vor 20 Jahren und heute, immer weiter aufgedeckt. Man ahnt natürlich, dass hinter dem Mord noch mehr stecken muss, als zunächst angenommen. Es wird genügend Spannung aufgebaut, um das Buch zu Verschlingen und nun endlich die Auflösung zu erfahren. Das Ende hingegen ist für meinen Geschmack ein wenig zu knapp und unbefriedigend.
Ein großes Problem dieses Romans ist jedoch, dass es zu viele Details gibt, die für die Handlung unwichtig sind und daher ein wenig konstruiert wirken. Beispielsweise dass die Enkelin Sonja einen Roman über den Tod ihres Vaters schreiben möchte, der seinerzeit einen Roman über seinen Vater schreiben wollte, der seine Ehefrau erschlug. Oder der Terroranschlag in Ägypten und dass Nanes Ex-Mann Mark plötzlich mit der Vaterschaft eines Kleinkindes konfrontiert ist. Zudem bekommt jede noch so unwichtige Person in diesem Roman einen Namen, wobei man sich als Leser die ganze Zeit fragt, ob man sich diesen Namen jetzt merken muss oder nicht.
Weniger ist nun manchmal mehr.
Ein bisschen mehr Drumherum zum geographischen Setting oder zur Winzerei hingegen wären schön gewesen.
Trotz allem eine geeignete Lektüre für Winternachmittage, die einen nicht so schnell loslässt.

einfach toll...

Von: Katharina S. Datum: 02. Januar 2019

Es war mein erster Roman von dieser Autorin und ich war begeistert...
Auf der einen Seite gibt es drei Schwestern, aus deren Sicht die Familiengeschichte erzählt wird. Auf der anderen Seite erzählt der Winzer Thomas seine... Beide Familien verbindet ein tragisches Ereignis...
Ich möchte gar nicht zu viel vom Inhalt ausplaudern, daher nur so viel.
Durch die wechselnden Perspektiven der Protagonisten kann man sich gut in die jeweiligen Personen versetzten. Sehr spannend geschrieben. Ziemlich bis zum Schluss des Buches war ich mir nicht sicher, wer, wie für das Unglück verantwortlich ist.
Wirklich empfehlenswert. Ich freue mich schon auf einen neuen Roman von der Autorin

Vor 20 Jahren...

Von: Katjuschka Datum: 01. Januar 2019

Nane wird mit Mitte 40, nachdem sie eine 20jährige Haftstrafe verbüßt hatte, aus dem Gefängnis entlassen.
Nach und nach entfaltet sich die Geschichte rund um ein Verbrechen, welches so nie geplant war und das Leben von mehreren Menschen nachhaltig verändert hat.
Dazu gibt es immer wieder Rückblenden in das Leben und die Vergangenheit der unterschiedlichen Protagonisten, ohne jedoch verwirrend oder langatmig zu werden.
Im Gegenteil. Man lernt Nanes Hintergrund innerhalb ihrer Familie näher kennen, das problematische Verhältnis zu den Eltern, die Rivalität unter den Schwester, besonders zu Pia!
Die Konfliktsituationen "Eltern-Kinder" und auch "unter Geschwistern", trägt sich durch die gesamte Geschichte!
So steht auch die Familie rund um Thomas, dem Ehemann von Pia, im Fokus: Seine Schwester Margot mit Sohn Marius, sein Sohn Henning aus erster Ehe und dessen Tochter Sonja.
Sie müssen sich nach der Heirat von Thomas und Pia neu positionieren, innerhalb der Familie neu definieren.
Die unterschwelligen Animositäten treten jedoch erst richtig in den Vordergrund, als Nane auf Bewährung entlassen wird. Alte Konflikte brechen auf, es werden neue Allianzen gebildet!
Die Verflechtung der beiden Familien reicht weit zurück und wird sich auch niemals entwirren lassen.

Nane will, jetzt wieder in Freiheit, endlich genau wissen, was damals, vor 20 Jahren, wirklich geschah.
Hat sie tatsächlich diese große, sie unglaublich bedrückende Schuld auf sich geladen, wegen der ein Mensch uns Leben gekommen ist?
Warum kann sie sich an diesen letzten Anruf nicht mehr erinnern?
Wollte sie Thomas noch warnen oder hat sie ihn am Telefon nur beschimpft, wie er vor Gericht ausgesagt hat? Wer lügt, wer hat etwas zu verbergen?
Nane, der die Vergangenheit keine Ruhe lässt, stellt immer neue Fragen und dringt damit immer tiefer in die Vorkommnisse dieses einen tragischen Tages vor.
Nach und nach treten immer mehr Ungereimtheiten zutage und langsam wird klar, welch tragische Geschichte hinter dem "Mord" steckt!

Der Schreibstil von Ellen Sandberg ist phänomenal. Jeder einzelne Protagonist bekommt genügend Raum um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, wird so wichtig für die Handlung.
Auch die Perspektivwechsel lassen einen immer tiefer in die Geschichte eintauchen, verleihen sie so der Handlung immer wieder neue Aspekte, neue Blickwinkel.
Ich persönlich fand besonders die Frauenfiguren und deren sehr unterschiedlichen Gedankengänge und Gefühle sehr bildhaft und authentisch beschrieben.

Auch hat sich von Kapitel zu Kapitel die Geschichte langsam immer deutlicher abgezeichnet - durch die verschiedenen Rückblenden bestens ergänzt!
Auch wenn sich irgendwann (nicht zu früh) abgezeichnet hatte was vor 20 Jahren geschehen war, konnte die Autorin recht spät trotzdem noch eine kleine überraschende Wendung einbauen.

"Der Verrat" ist ein sehr spannende Geschichte mit einem sehr realistischen Ende, welche ich sehr gern gelesen habe!

Durchaus spannend

Von: Gabriele Schulze Datum: 01. Januar 2019

Weder das erste Buch der Autorin unter dem Pseudonym Ellen Sandberg noch eines ihrer Bücher unter ihrem Klarnamen kenne ich, deshalb hatte ich keine Erwartungen an diesen Roman und war gespannt darauf.
Trotz kleiner Kritikpunkte - die erotischen Passagen überzeugen mich nicht besonders, es gibt für mich zu viele Fachausdrücke aus dem Weinanbau, dass ein Flugzeug an einem Finger andockt, den Begriff kannte ich nicht und manches wird zu langatmig erzählt und auch immer wiederholt - lässt sich der Roman flüssig und sehr angenehm lesen. Ich kann ihn empfehlen, denn es ist eine durchaus spannende und tragische Familiengeschichte, die hier erzählt wird.

Positiv überrascht

Von: Tara Datum: 30. Dezember 2018

Ich habe das erste Buch von Ellen Sandberg nicht gelesen, daher bin ich an die Sache wie ein Buch mit leeren Seiten dran gegangen.
Ich kannte ihren Schreibstil nicht und auch nicht, wie die Geschichten aufgebaut sind.
Ich fange einfach mal mit dem ersten Eindruck an.
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Die dunklen Wolken über dem Weinberg lassen eine Schwere spüren und das sich etwas schreckliches anbahnt. Leider habe ich auch einen negativen Punkt. Es ist schade, das man soviel von den Weinbergen und der Saar schreibt und dann kein Bild davon auf dem Cover ist. Man hätte so tolle Bilder von den Weinbergen und der Saar nehmen können und sie mit Bearbeitungsprogrammen genau so düster erscheinen lassen. Dies finde ich persönlich sehr schade.
Zur Geschichte selbst:
Nane hat zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mord gesessen. Sie hat zwei Schwestern, zu der ältesten ist der Kontakt sehr schlecht. Pia die älteste der Schwestern, lebt mit ihrem Mann Thomas, auf einem Weingut an der Saar. Ihre Schwerster Nane taucht dann plötzlich wieder in ihrem Leben auf und Pia ahnt das ihr Glück wohl nicht mehr lange halten wird.
Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, dachte ich, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen werde, weil mir das erste Kapitel überhaupt nicht zugesagt hat. Diese Arroganz und diese Oberflächlichkeit mit dem das Weingut und ihre Bewohner beschrieben werden, fand ich sehr überzogen. Ich dachte wenn ich noch eine Seite lesen muss, werfe ich das Buch weg. Habe ich zum Glück nicht gemacht, denn das Buch wurde immer besser und ich habe nach zwei bis drei Kapiteln verstanden, das es einfach aus der Sicht von Pia, das Weingut beschrieben wurde und Pia ist ein sehr arroganter Charakter, weshalb auch nicht wirklich Sympathie aufgetreten ist. Pia hat im Buch jede Chance ergriffen sich unbeliebt zu machen. Die Art wie sie mit ihren Mitmenschen umgegangen ist und ich meine nicht nur Nane fand ich sehr egoistisch. Nane dagegen hat sich direkt in mein Herz gestohlen . Ich fand den Charakter so toll beschrieben,trotz ihrer vielen Fehler,war sie ein guter selbstloser Charakter, der mir von Anfang an sehr gut gefallen hat.
Das Buch ist gut aufgebaut. Die Kapitel wechseln sich in den Jahreszeiten ab. Es spielt zwischen 1987 und 2018 und wird abwechselt dem Leser erzählt, was damals passierte und was sich in der Gegenwart abspielt. Man konnte gut folgen und der Schreibstil war flüssig. Es wurde immer aus verschieden Sichtweisen der einzelnen Personen erzählt. So konnte man noch mehr Einsicht in die Geschehnisse bekommen. Die Geschichte wurde immer spannender und man wollte endlich wissen, was den der Verrat ist. Meine Nerven wurden immer mehr gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Das Familiendrama in einen Krimi zu verpacken ist hier sehr gut gelungen. Ich bin froh das ich weiter gelesen habe. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Sowas ist mir nämlich persönlich sehr wichtig.
Mein Fazit:
Sehr gelungenes Buch, sehr spannend erzählt und was mir auch immer wichtig ist, man kann sich in die verschiedenen Personen einfühlen und man kann verstehen, warum sie so handeln, auch wenn die Moral und Ethik etwas anderes Sagen.
Ich kann es nur weiter empfehlen.

Grandioses Familiendrama

Von: JR Datum: 30. Dezember 2018

Der Roman von Ellen Sandberg hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Die Geschichte handelt von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Von Liebe, großen Verlustängsten, Eifersucht, Schuld und schockierenden Lügen.

Die Autorin erzählt geschickt die Geschichte in zwei Zeitspannen, die mit jeder Seite immer neue, kaum fassbare Erkenntnisse über die Ereignisse, die vor 20 Jahren geschehen sind, hervorbringt. Es ergeben sich immer wieder Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Stück für Stück kommt man der Auflösung und somit der Wahrheit immer näher und ist am Ende erschüttert, wie berechnend boshaft die Menschen sein können.

Ein wirklich packender und absolut lesenswerter Roman.

Spannende Familiengeschichte voller Tragik und großen Gefühlen

Von: Johanna Steinert Datum: 28. Dezember 2018

In dem Buch geht es um drei Schwestern Nane, Pia und Birgit. Das Schicksal hat die drei Frauen miteinander verbunden, die Geschichte ist allerdings auf Nane und Pia focussiert. Zwei Frauen, die im ständigen Kampf miteinander leben. Nane wurde zur einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und hat große Probleme mit ihrer Freiheit, da sie viele Sachen aus der Vergangenheit noch immer nicht aufgearbeitet hat. Die Perspektive der Erzählung wechselt zwischen 1998 und 2018, so werden Verknüpfungen hergestellt, die immer wieder überraschend sind.
Zu meinem großen Erstaunen war mir von Anfang an keine Figur in dem Roman sympatisch, was sich am völlig überraschendem Ende des Romans auch noch einmal bestätigte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

Verrat trennt alle Bande

Von: Patricia Nossol Datum: 27. Dezember 2018

Sie stürmte mit „Die Vergessenen“ die Bestsellerlisten. Nun ist beim Penguin Verlag Ellen Sandbergs neue Roman „Der Verrat“ erscheinen.
Die Geschichte spielt auf einem Weingut an der Saar und wie auf dem Cover ersichtlich, ziehen dunkle Wolken über die idyllische Landschaft.

Im Sommer 1998 beobachtet Renate Soffas folgendes: „Das Auto überschlug sich zwei-, dreimal, bis die umherwimmelnden Lichter erloschen und nur noch metallisches Scheppern und das Bersten von Glas zu hören waren, dem Stille folgte, als der Wagen endlich liegen blieb.“ (Auszug aus „Der Verrat“)

Zwanzig Jahre später hat Nane ihre Strafe wegen Mordes verbüßt und wird aus dem Gefängnis entlassen. Sie ist eine von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Birgit sich rührend um Nane kümmert, möchte Pia ihre Schwester nicht wiedersehen. Als erfolgreiche Restauratorin führt sie inzwischen mit ihrem Mann Thomas ein schönes Leben und hat erfolgreich die Ereignisse von damals verdrängt. Doch plötzlich droht Pias Scheinwelt zu zerbrechen.
Was ist in dieser Sommernacht 1998 wirklich geschehen?

In wenigen Seiten hatte mich Ellen Sandberg mit ihrem fesselnden Schreibstil in den Strudel der Ereignisse gezogen und ich wollte dem lange gehüteten Geheimnis auf den Grund gehen. Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch an nur zwei Abenden verschlungen habe.

Dabei sind die Hauptakeure wenig heldenhaft. Sie sind eigenwillig, von Neid, Wut, Rache und Zorn getrieben, leben mitunter in einer Traumwelt, haben Angst vor der Wahrheit und scheuen sich, die Konsequenzen ihres Handels zu tragen. Die Schuld lastet schwer auf ihren Schultern und Verdrängung funktioniert nur bedingt. Mir schien es mutig von Ellen Sandberg, die Schwächen ihrer Charaktere so stark in den Fokus der Geschichte zu stellen. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, denn es regt zum Nachdenken an.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der Kindeskinder. Sie sind die Sympathieträger auf der Suche nach der Wahrheit. Sie agieren quasi als Vermittler zwischen den Fronten.
Man spürt beim Lesen, dass die Autorin viel Zeit in die Ausarbeitung ihrer Figuren investiert hat.
Nur die Inszenierung der Pia konnte mich in Teilbereichen nicht ganz überzeugen.

Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und entschlüsselt Stück für Stück, was sich in der Sommernacht 1998 auf Gut Graven ereignete. Ich mochte die geheimnisvolle Buchatmosphäre, die Tempo in die Story bringt.
Aufgrund der detaillierten Ortsbeschreibungen konnte ich mir die räumlichen Gegebenheiten gut vorstellen und habe nebenbei interessante Hintergrunfinformationen rund um den Weinanbau erhalten.

Für mich war dieser Roman ein fesselndes 5 Sterne-Lese-Highlight!

„Verrat trennt alle Bande“ - wie schon Friedrich Schiller zu sagen pflegte.

Die Leseprobe am Ende des Buches hat meine Neugier auf den Vorgängerroman von Ellen Sandberg geweckt

Verbrannt, ohne je zu brennen

Von: Gaby Hochrainer Datum: 27. Dezember 2018

„Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere daran stirbt“. Dieser Satz, hin gekritzelt an einer Bushaltestelle, gibt genau den Zustand wieder, in dem sich Ariane „Nane“ Rauch befindet, als sie von den wahren Umständen erfährt, die zu ihrer lebenslangen Verurteilung als Mörderin geführt haben.
Nane wird nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und will endlich Klarheit haben über die Nacht auf dem Weingut Graven, die ihr Leben so verändert hat. Nur ihr Schwager Thomas kann ihr helfen zu klären, ob sein Sohn Henning durch ihre Schuld ums Leben kam. Aber nach einem Herzinfarkt liegt dieser im Krankenhaus und seine Frau Pia, ihre Schwester, versucht alles um sie von ihm fern zu halten. Warum? Nane beginnt die Suche nach der Wahrheit und findet Entsetzliches heraus...

Ellen Sandbergs neuer Familienroman hat mich gleich ab der ersten Seite in sich hineingezogen. Ich lerne die überspannte, chaotische, unberechenbare Ariane „Nane“ Rauch, ihren Exmann Mark, ihre konfliktscheue, immer um Vermittlung bemühte Schwester Birgit, ihre pragmatische, geerdete, emotionslose Schwester Pia mit ihrem charismatischen Ehemann Thomas von Mantey, Sohn Henning aus Thomas´ erster Ehe, deren Tochter Lissy, deren Enkelin Sonja – die Tochter von Henning, die einen Krimi über den Mord an ihrem Vater schreiben will und Thomas Zieh-Schwester Margot und ihren Sohn kennen. Alle sind detailliert und absolut menschlich beschrieben. Den einen mag ich mehr, den anderen weniger.

Durch den flüssigen, bildreichen und leicht zu lesenden Schreibstil sehe ich die Handlung bildlich in meinem Kopf an mir vorbei ziehen. Durch die vielen Geheimnisse, die es zu geben scheint, weiß ich allerdings erst sehr spät, wohin die Reise geht und was in der besagten Nacht wirklich passiert ist.

Die Geschichte zieht sich über zwei Zeitebenen. Ich bin dabei, wie Nane im Sommer 1998 nach zwei mehr oder weniger schmerzhaften Trennungen die Kontrolle verliert und eine große Dummheit begeht, die sie schließlich in den Knast bringt. Nach und nach erfahre ich, wie es dazu kommen konnte. Im Sommer 2018 wird Nane entlassen und versucht sich in ihr neues Leben hineinzufinden. Und sie will unbedingt wissen, was in der Nacht, die aller Leben verändert hat, wirklich geschehen ist. Was ist passiert, wenn „die Andere“ in ihr die Kontrolle übernahm.

Von Anfang an breitet sich auf den Leseseiten eine düstere Spannung auf, die für mich aber noch nicht zu greifen ist. Es ist damals etwas passiert. Aber was? Das kristallisiert sich im Laufe der Geschichte immer weiter heraus. Ganz langsam tritt das ganze Ausmaß dieser Familientragödie zutage und lässt mich etwas bestürzt zurück.

Ein großartiger Roman über Liebe, Leidenschaft, Geschwisterliebe und Schuld, der mich ab der ersten Seite berührt hat und den ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann. Absolut lesenswert!

spannend und überraschend

Von: Caro Datum: 27. Dezember 2018

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war so spannend, dass ich es in 2 Tagen gelesen hatte. Zeitweise hat der Roman unnötige Längen, wie ich finde. Da gibt es dann Wiederholungen nur aus anderer Sicht, das fand ich etwas störend. Hier kann man durchaus schnell darüber hinweg lesen. Das Schöne ist, dass es immer wieder neue Wendungen gibt und für Überraschung und Spannung gesorgt ist!

Tragische Familiengeschichte, eine Erzählung über Neid, Schuld und Rache

Von: Lena Datum: 27. Dezember 2018

Ariane, "Nane", wird nach 20 Jahren vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen und von ihrer Schwester Birgit aufgenommen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände im Sommer 1998 führten letztlich zu ihrer Verurteilung wegen Mordes.
Geplagt von Schuldgefühlen und Erinnerungslücken möchte sie mit ihrem ehemaligen Liebhaber Thomas von Manthey sprechen, der ihre Schwester Pia geheiratet hat und dessen Sohn Henning im Sommer 1998 bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Sie möchte wissen, was sie ihm in ihrem letzten Telefonat erzählt hat. Zu einem klärenden Gespräch kommt es nicht, da Thomas in seinen Weinbergen einen Herzinfarkt erleidet und ins Koma fällt.
Während dieser Zeit beginnen die handelnden Frauen des Romans - nicht nur die drei Schwestern, sondern auch Hennings Tochter Sonja und Pias Tochter Lissy - sich mit den Ereignissen der Vergangenheit zu beschäftigen.
Widersprüche treten in Bezug auf den Charakter Henning, der für Sonja immer nur der liebende Vater gewesen war, und im Hinblick auf den Verlauf des Abends, an dem dieser starb, auf.

Der Roman ist abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und gerade zu Beginn ist es schwierig, die Vielzahl an handelnden Personen zu durchdringen und die Verwandtschaftsverhältnisse zu durchschauen.
Dann aber steigt die Spannung kontinuierlich an und man fragt sich, wie viel Schuld Nane tatsächlich am Tod von Henning hat oder ob dieser verhindert hätte werden können.

"Der Verrat" ist eine tragische Familiengeschichte, eine Erzählung über Neid, Schuld und Rache. Die Mehrzahl der Frauen erscheint verbittert und boshaft, getrieben von Eifersucht und scheinen alle etwas zu verbergen zu haben. Dies beschäftigt sogar noch die nachfolgende Generation an Töchtern.

Auch wenn man als Leser keine Sympathien für einen Charakter entwickelt, ist man von der Handlung gepackt und verfolgt mit Spannung, wie die Ereignisse der Vergangenheit durch Rückblenden und gezielten Nachforschungen aufgedeckt werden.
Dabei sind vor allem die beiden rivalisierenden Schwestern Nane und Pia tragische Figuren, die geprägt von ihrer Erziehung und dem Glauben an einen Fluch der Weiblichkeit, nicht zu Liebe fähig sind.

Wie der Titel "Der Verrat" bereits suggeriert, ist nichts so, wie es zunächst erscheint. Nach der Entlassung Nanes aus der Haft, werden alle Beteiligten von den Fehlern der Vergangenheit überrollt, denn eine Schuld, insbesondere eine unverbüßte, währt ewig und lässt auch in diesem Fall die handelnden Akteure auch 20 Jahre später noch nicht los. Fast zu spät gelangt man zu der Erkenntnis, dass das Leben nicht von Hass bestimmt werden darf.

Dunkle Familiengeheimnisse

Von: tinaliestvor.de Datum: 26. Dezember 2018

Mit Verrat hat Ellen Sandberg einen Roman geschaffen, der sich nicht in ein einziges Genre einordnen lässt. Während die Familienmitglieder um ihre dunkle Vergangenheit und um ihre Geheimnisse bemühen, gerät dieser Schein der perfekten Familie mit exzellentem Weingut gehörig ins Wanken.

Der Leser befindet sich mehrfach im Zwiespalt mit Nane. Die Mörderin, die schon in jungen Jahren von Rache und unendlicher Eifersucht zerfressen ihren Plan in die Tat umsetzt und dabei einen Unschuldigen tötet. Aber war dieser auch wirklich unschuldig? Mit so vielen Leichen im Weinkeller werden einige Strippen gezogen, Irrungen aus dem Weg geschafft und alte Beweismittel im passenden Moment als Druckmittel aus der Tasche gezogen.

Da ich aus dieser Gegend stamme, fällt mir es leicht, sich das hügelige Weingut und die engen Nadelkurven vorzustellen. Das Thema Wein ist geschickt verpackt und macht diese so ganz eigene Welt dem Leser ein wenig verständlicher ohne dabei das eigentliche Familiendrama aus den Augen zu verlieren.

Ein gelungener Lokalkrimi-/roman mit einer Familienfehde bei der auch nach so vielen Jahren noch nicht das letzte Wort der Wahrheit gesprochen scheint!

Die Schuld überlebt

Von: Simone Datum: 26. Dezember 2018

Die Schwestern, Pia, Birgit und Ariane (Nane) können nicht unterschiedlicher sein. Während Nane eine zwanzigjährige Haftstrafe abgesessen hat, lebt Pia glücklich auf dem Weingut Graven mit ihem Mann Thomas zusammen. Aber diese Idylle wird von einer schweren Schuld überschattet. Als Nane wieder auf freien Fuß ist, wird sie und der Rest der Familie mit der grausamen Wahrheit konfrontiert.

Wie auch schon der vorherige Roman von Ellen Sandberg, hat auch dieser mir wieder keine Gelegenheit gelassen das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist von Liebe, Intrigen und Mord überschattet. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und der Schreibstil ist ein wahrer Lesegenuss.

Fesselnde Charaktere und Geschichte

Von: JaneMu Datum: 25. Dezember 2018

Ich habe das Buch beim lesen nur so verschlungen, da die Geschichte aus verschiedenen Sichten der dort handelnden Personen und zu verschiedenen Zeiten erzählt wurde. Die Geschichte fesselt einen, da immer mehr „Geheimnisse“ gelüftet werden und es immer wieder neue Erkenntnksse gibt. Es ist ein Buch mit einem nicht vorhersehbaren Ende, welches einen wirklich überrascht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Liebe und Eifersucht, Verrat und Rache – und dunkle Geheimnisse

Von: Elisabeth Bulitta Datum: 25. Dezember 2018

Mit „Der Verrat“ präsentiert Ellen Sandberg ihren zweiten großen Familien- und Spannungsroman. Er ist im Dezember 2018 bei Penguin erschienen und umfasst 480 Seiten.
Nach zwanzigjähriger Haft wegen Mordes am Stiefsohn ihrer Schwester, Pia, wird Nane im Sommer 2018 aus dem Gefängnis entlassen. Da noch immer eine große Schuld auf ihr lastet, sucht sie Versöhnung mit ihrer Schwester und deren Mann, Thomas. Doch als Thomas einen Herzinfarkt erleidet und infolgedessen im Koma liegt, verwandelt sich die Suche nach Vergebung in eine Suche nach der Wahrheit. Was geschah wirklich im Sommer 1998 in den Weinbergen hoch oben über der Saar?
Ich lese eher selten Familienromane, doch hat mich der Umstand, dass sich hinter dem Pseudonym Ellen Sandberg die Münchener Kriminalschriftstellerin Inge Löhnig verbirgt, zum Griff nach diesem Werk veranlasst. Und ich wurde in keinerlei Hinsicht enttäuscht: Der Roman liest sie spannend wie ein Psychothriller.
Der Spannungsbogen ist von Anfang an gegeben, gegen Ende steigt er sogar bis ins Unermessliche. Immer wieder wird man beim Lesen auf falsche Fährten gelockt und durch unvorhergesehene Wendungen überrascht. Am Ende wird das Familiengeheimnis lückenlos aufgeklärt und hinterlässt einen tragischen Eindruck – so jedenfalls ging es mir.
Auch dem Schreibstil der Autorin ist die durchgehende Spannung zu verdanken: Sprachlich nicht ohne Anspruch, aber dennoch gut verständlich, vermag es Sandberg, die Dramatik auch über den Satzbau zu transportieren. Kurze, fast fragmentarische Sätze wechseln sich mit eher beschreibenden Elementen ab und verleihen dem Lesen Tempo. Hatte ich einmal mit dem Lesen begonnen, gab es kein Halten mehr.
Das Geschehen wird auf zwei Zeitebenen geschildert, die einander abwechseln: den aktuellen Ereignissen aus dem Sommer 2018 und denjenigen aus den Jahren 1997/98. Beide Zeitebenen verwebt die Autorin gekonnt miteinander, sodass man beim Lesen nach und nach die Tragik und die Umstände des zurückliegenden Mordfalls erfasst.
Die Zahl der Charaktere ist übersichtlich, sie entstammen vor allem zwei Familien. Über weite Strecken des Romans bestimmen Frauen das Geschehen: die drei Schwestern Pia, Birgit und Nane. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch sein mögen, eines haben sie alle drei gemeinsam: In ihnen schlummern dunkle Geheimnisse. Doch ebenfalls die übrigen Handelnden sind wandelbar sowie detailliert und lebensnah gezeichnet. Am Ende bleibt man mit der Frage zurück, wem man eigentlich noch trauen kann.
Im Ganzen genommen, vereint „Der Verrat“ alles, was einen guten Roman ausmacht: Spannung, Dramatik und meisterliche Erzählweise. Ich jedenfalls kann dieses Buch allen nur wärmstens empfehlen.
Sehr herzlich bedanke ich mich beim Penguin Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Highlight kurz vor Jahresende

Von: Daniela Keller Datum: 23. Dezember 2018

Allein vom Klappentext her klang „Der Verrat“ nicht wirklich interessant für mich, aber da Ellen Sandberg / Inge Löhnig mich bisher noch nie enttäuscht hat, war mir der Inhalt zunächst einmal egal und mir war klar, dass ich diesen Roman auf jeden Fall lesen muss.

Eine gute Entscheidung, denn kurz vor Jahresende habe ich hier nochmal ein Buch gefunden, dass es auf meine Highlights 2018 Liste geschafft hat.

„Der Verrat“ ist ein Roman, aber es könnte genauso gut ein Krimi sein. Der Spannungsbogen geht stetig nach oben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Handlung ist ein wenig von allem. Familiengeheimnisse, Rivalität unter Geschwistern, Liebesgeschichte, Lügen, Mord. Quasi alles, was man sich nur vorstellen kann. Im Zentrum stehen die Schwestern Pia und Ariane, genannt Nane. Es gibt noch eine dritte Schwester, Birgit, die jedoch mehr als Randfigur fungiert.
Ihr ganzes Leben lang standen Pia, die Perfektionistin und Nane, die Chaotische, im Konkurrenzkampf zueinander, der in einer Verkettung von Ereignissen gipfelt und Nane für 20 Jahre ins Gefängnis schickt. Nun ist sie wieder auf freiem Fuß. Ihr größter Wunsch ist es, das Unglück von damals zu klären, aber nicht alle Beteiligten sind damit einverstanden.

Diese Geschichte ist so vielschichtig, wie eine Matroschka Puppe. Es gibt keinen klaren Täter oder Opfer. Jedes Mal, wenn ich dachte, durchschaut zu haben, was passiert ist, öffnete sich eine neue Tür und weitere Verstrickungen kamen zu Tage. Erst ganz zum Schluss wird das Ausmaß der Tragödie offenbart und ließ mich direkt einen Moment lang schockiert zurück.
Am Ende ist man nicht unbedingt froh, den Bösewicht gefunden zu haben sondern es überwiegt ein Gefühl der Bestürzung über die Vielzahl der zerstörten Leben, ausgelöst durch eine Verkettung von Zufällen und Fehlentscheidungen.
Ein großartiger Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Wie schon mit Kommissar Dühnfort ist es der Autorin übrigens erneut gelungen, eine männliche Hauptfigur zu erschaffen, auf die ich beim Lesen selbst ein Auge geworfen habe. Der Winzer Thomas von Manthey war sozusagen mein book crush in „Der Verrat“ und definitiv eine Figur, die dafür gesorgt hat, dass ich die Geschichte mit noch größerem Interesse verfolgt habe.

Die Lüge

Von: Miss Norge Datum: 23. Dezember 2018

Nane, Birgit und Pia, drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und ein 20 Jahre altes, gut gehütetes Geheimnis, welches so langsam an die Oberfläche dringt. Nane kommt nach 20 Jahren aus dem Gefängnis frei und Starthilfe leistet ihre Schwester Birgit, die ihr eine Unterkunft und Arbeit stellt, damit die restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Pia, die an der Saar auf dem Weingut Graven ihres Mannes Thomas lebt, hat den Kontakt zu ihren beiden Schwestern schleifen lassen, zu Nane sogar ganz abgebrochen, aus gutem Grunde. Doch nun ist Nane wieder frei und will wissen, was damals 1998 wirklich geschehen ist. Sie reißt alte Wunden auf und einige Menschen in ihrem Umfeld werden nervös und hoffen, das nie zu Tage kommt, was vor 20 Jahren geschah. Der Plot ist zum großen Teil mit weiblichen Personen belegt und diese lassen nichts aus. Neid, Hass, Feindschaften und Rache spielen eine große Rolle und diese Eigenschaften haben mich keiner der Frauen näher gebracht. Im Grunde möchte man mit keiner verwandt oder befreundet sein, nur Nane tat mir ein bißchen leid. Was damals 1998 geschah erfährt man Häppchenweise und irgendwie spürte ich beim Lesen, dass das doch noch nicht alles gewesen sein kann. Mir dieser Unruhe und Ungewissheit spielt Ellen Sandberg hervorragend. Man wartet förmlich auf die Wendungen die einen endlich ans wahre Ziel führen, doch dafür lässt sie sich lange Zeit, fast bis ganz zum Schluß. Ein wenig Kritik muss ich leider auch üben, denn an einigen Stellen, vor allem in der Mitte des Romans, wurde es mir etwas zu zäh und zu ausufernd. Nach über 200 Seiten weiß ich als Leserin wie die Figuren ticken, welche privaten Probleme sie haben, ob alleine und untereinander. Dies wurde mir zu oft erwähnt. Zudem hat dieser Roman es nicht nötig gehabt, diese erotischen Szenen so detailliert zu beschreiben, hier wäre weniger mehr gewesen. Diese wirkten für mich etwas deplatziert und sprachlich zu hölzern. Dieses Roman (Krimi? / Thriller? / Psycho-Thriller?) hat mir gefallen, trotz meiner kleinen Kritikpunkte, aber "Die Vergessenen" fand ich um einiges besser. Da haben mich die Personen und das Thema mehr packen können, was hier leider auf der Strecke blieb.