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Jonas Jonasson

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Roman

Ein Mörder, der mit Jesus spricht, eine Pfarrerin, die mit Gott hadert, und ein frustrierter Hotelmitarbeiter, der von der Liebe überrascht wird. Ein unbeschreiblich skurriles Trio, das zu einer großen Mission aufbricht: Sie wollen die Menschen glücklicher und den eigenen Geldbeutel voller machen. Und das auf ihre ganz besondere Weise: tollkühn, unverfroren, mit viel Glück (und ein wenig Verstand) …

Das Buch spielt in Stockholm, Schweden

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Leserstimmen

Mörder Anders, der eigentlich gar kein Mörder mehr ist

Von: leseratte_bookworm Datum: 11. Mai 2018

„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind“, erschienen im Penguin Verlag, wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Ich glaube, dass ich nichts vorwegnehme, wenn ich euch sage, dass ich das Buch auch definitiv selbst gekauft hätte – es hat mir nämlich super gefallen.

Das Buch gehört in das Genre der Schelmenromane, die ja seit einigen Jahren eine kleine Renaissance in der Literatur erleben. Schelmenromane sind charakteristisch für ihre Protagonisten, die stets aus der unteren Gesellschaftsschicht stammen und daher nicht wirklich gebildet sind, aber ein gehöriges Maß an Bauernschläue besitzen. Sie wurden meist vom Pech verfolgt, bis sie irgendwann die Ungerechtigkeit der Welt entdecken.

Nach dieser Erkenntnis begeben sich die Protagonisten nun auf eine Reihe von Abenteuern, die sie durch sämtliche Gesellschaftsschichten führen (was dazu dienen soll, die jeweilige Schicht zu spiegeln, ähnlich wie in Fabeln die verschiedenen Tiere eine gewisse Art Mensch aus der jeweiligen Gesellschaft, oder sogar eine konkrete Person, darstellen und oft ins Lächerliche ziehen). In den Abenteuern, auf die die Protagonisten keinen Einfluss haben, passieren die verrücktesten (und oft auch kriminelle) Dinge, und es gelingt den Protagonisten immer, sich aus allen Situationen auf abenteuerliche Weise zu retten.
Am Ende der Geschichte sind die Protagonisten meist geläutert und begeben sich auf die legale Seite der Gesellschaft.

Jonas Jonasson hat mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ sowie „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ bereits zwei, meiner Meinung nach, wunderbare Schelmenromane verfasst. Beide Bücher fand ich wirklich schön, daher war eigentlich klar, dass ich auch „Mörder Anders [..]“ lesen musste. Allerdings hatte ich nicht so wahnsinnig viel Gutes über das Buch gehört, weshalb ich echt lange gezögert habe, ob ich es wirklich lesen sollte.
Klappentext
„Ein Mörder, der mit Jesus spricht, eine Pfarrerin, die mit Gott hadert, und ein frustrierter Hotelmitarbeiter, der von der Liebe überrascht wird. Ein unbeschreiblich skurriles Trio, das zu einer großen Mission aufbricht: Sie wollen die Menschen glücklicher und den eigenen Geldbeutel voller machen. Und das auf ihre ganz besondere Weise: tollkühn, unverfroren, mit viel Glück (und ein wenig Verstand) …“

Ich hätte definitiv nicht so lange warten brauchen. Das Buch zu lesen hat mir sehr viel Spaß gebracht, sogar so sehr, dass ich des Öfteren in der Öffentlichkeit komisch angeguckt wurde, weil ich wohl ein bisschen zu laut gelacht habe.

Mörder Anders heißt eigentlich Jonas Andersson, aber da er bereits drei Mal im Gefängnis saß, für drei Morde, die er ausversehen begangen hat, ist es eigentlich sehr verständlich, dass er diesen Spitznamen bekam.
Als Mörder Anders nun aus dem Gefängnis entlassen wird steht für ihn fest, dass er definitiv niemanden mehr töten wird. Dafür muss er sich nur von allem Alkohol (außer Bier) und allen anderen Drogen fernhalten, denn die sorgen ja dafür, dass er wütend wird und Menschen (er)schlagen muss.
Mörder Anders wohnt also in einem eher schäbigen Hotel und verdient sein Geld damit, dass er für verschiedene Gangster Menschen vermöbelt, die ebendiese Gangster um Geld oder andere Dinge betrogen haben.
Doch eines Tages führt Mörder Anders einen Auftrag nicht vernünftig aus. Der Auftraggeber kommt ins Hotel, aber findet nur einen Rezeptionisten anstelle des Mörders, der kein Mörder mehr ist, vor. Also droht der Auftraggeber einfach dem Rezeptionisten.
Nun liegt es am Rezeptionisten Mörder Anders mitzuteilen, dass er entweder seinen Auftrag vernünftig erfüllen soll, oder dass er mit der Hälfte des Honorars leben müsse… Leider ist Mörder Anders schwer von Begriff und glaubt, dass man ihn übers Ohr hauen wolle. In seiner Angst erschlagen zu werden, schlägt der Rezeptionist Mörder Anders ein Geschäft vor.

Ich muss sagen, dass mich der Schreibstil von Jonas Jonasson mal wieder sehr begeistert hat. Er schreibt sehr einfach, aber das ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil. Man kann einfach immer ganz entspannt weiterlesen, ohne dass man merkt, wie die Zeit vergeht.
Außerdem hat Jonasson einen genialen Humor, recht trocken, ein bisschen auf Kosten einiger Charaktere, aber auch sehr sympathisch. Ich musste oft laut lachen, weil viele Sätze oder Abschnitte einfach zu lustig waren. Hier hat die Übersetzerin wirklich sehr gute Arbeit geleistet.

„Die Brüder hatten nur zwei Möglichkeiten: Sie konnten den Auftrag entweder annehmen…
oder ihn annehmen.“ (S. 194)

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich gebe 5/5 Sternen und hoffe, dass Jonas Jonasson noch ein weiteres tolles Buch verfassen wird.

Wieder einmal ein geniales Buch von Autor Jonas Jonasson

Von: Leander Rose Datum: 01. März 2018

Nachdem ich den Hundertjährigen von Jonas Jonasson geliebt habe, hatte ich sehr hohe Anforderungen an dieses Buch, aber auch große Zweifel, ob ihm so ein Geniestreich nochmal gelingen würde. Aber was soll ich sagen, meine Zweifel waren völlig unbegründet. Wieder einmal ist dem Autor ein wirklich großartiges Buch gelungen, voller Witz, Absurditäten und doch voller Logik. Kein anderer Autor versteht sich so sehr darauf, unmögliche Szenerien so normal und logisch erscheinen zu lassen. Während des Lesens glaubt man tatsächlich, dass sich alles so zutragen könnte, obwohl es gegen jeden gesunden Menschenverstand geht. Dafür liebe ich die Werke des Autoren.

Auch bei diesem Buch musste ich wieder sehr viel lachen und schmunzeln und den Kopf schütteln, über die Entwicklung der Handlung und die Charaktere.

Der Schreibstil des Autors, aus dem man den Sarkasmus und die Ironie deutlich heraushört, ist einfach großartig und seine humorvolle Art, die Vorfälle zu erzählen, einzigartig.

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Herlich komisch, aber leider auch wahr

Von: Sigismund von Dobschütz Datum: 10. Februar 2018

Herrlich skurril und komisch ist auch der dritte Roman „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ (2016) des schwedischen Bestseller-Autors Jonas Jonasson (56), der im September 2017 beim Penguin-Verlag als Taschenbuchausgabe erschien. Nach dem unvergleichlichen Erfolg seines auch verfilmten Erstlingswerks „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (2011) und dessen Folgeband „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ (2013) ist dies nun Jonassons dritter Roman in ähnlicher Erzählweise. Und wie bei allen Serien besteht auch hier die Gefahr der Routine und Gleichförmigkeit und beim Leser die Gefahr der Langeweile. Doch dem Schweden ist es tatsächlich noch einmal gelungen, auch mit diesem dritten Buch wieder zu begeistern. Vielleicht war auch der große zeitliche Abstand zu den Vorbänden ein Vorteil. Allein schon die Handlung und Jonassons anfangs dumm erscheinende, dann doch gewitzte Protagonisten lassen schmunzeln, sofern man nicht alles allzu ernst und wörtlich nimmt. Natürlich ist es im wörtlichen Sinne überhaupt nicht komisch, wenn Johanna, die gottlose und ständig fluchende Pfarrerin, und Per, der mit Gott und der Welt unzufriedene Rezeptionist eines zu einer Billigpension umgewandelten Billigbordells, gemeinsam mit dem brutalen Mörder Anders eine Knochenbrecher GmbH gründen, um mit Auftragsmorden reich zu werden. Doch Jonassons Figuren sind derart skurril und überzeichnet, andererseits so liebevoll beschrieben, dass man ihnen nicht wirklich böse sein kann. Im Gegenteil: Gerade im zweiten Teil des Romans, wenn alle drei, nachdem Mörder Anders zum Entsetzen seiner Geschäftspartner aus purem Zufall ein gottesfürchtiger Mann geworden ist, blitzschnell aus ihrer geschäftlichen Not eine „Tugend“ machen und ihre eigene Kirchengemeinde gründen, wird aus humiriger Fiktion fast traurige Realität, der Witz des Autors wandelt sich in Sarkasmus: Kennen wir doch alle jene Sekten unserer Welt, die tatsächlich nichts anderes im Schilde führen, als ihren Anhängern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie wollen wir es da dem vom Schicksal benachteiligten Pärchen Johanna und Per verübeln, dasselbe zu versuchen, um auch ein kleines Stück vom Glückskuchen abzubekommen? Man gönnt ihnen fast den Erfolg, wenn ihre Mitmenschen doch so dumm sind. Vordergründig mit Witz, aber hintergründig voller Sarkasmus verspottet der schwedische Autor so manche Fehlentwicklung unserer Gesellschaft, kritisiert unseren überzogenen Bürokratismus und überzeichnet menschliche Eigenarten, die uns so vertraut sind, bis ins Lächerliche. Andererseits erscheinen Jonassons Figuren aber doch so liebenswert, dass man weder dem Autor noch seinen Charakteren böse sein kann - selbst wenn sie morden. „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ist trotz des absurd langen Buchtitels ein überaus kurzweiliger Roman, der seinen Leser oft zum Schmunzeln bringen kann - vorausgesetzt, der Leser hat Sinn für Nonsens oder zumindest ein Fünkchen Humor.

Skurril aber schwächer als die ersten

Von: Lovely Mix Datum: 28. Januar 2018

Jonas Jonasson hatte mich mit „Dia Analphabetin, die rechnen konnte“ total verwirrt dann aber doch begeistert. Mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ setzte er noch einmal eins obendrauf. Was vermutlich auch daran lag, dass ich mit dem Schreibstil nicht mehr warm werden musste, sondern schon vollauf gefangen war. Da war es natürlich klar, dass ich auch unbedingt „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind“ lesen wollte.

An seinen ersten beiden Büchern konnte er mich nicht nur mit seinem witzig, sarkastisch-ironischen und vollkommen überzogenen, rasanten Schreib- und Erzählstil begeistern. Sondern vor allem mit seinen schwarz-humorigen politischen und historischen Spitzen. Der Schreib- und Erzählstil war auch in diesem Buch wieder altvertraut, peitschte mich nur so durch das Buch und konnte mich wieder auf der wilden Fahrt mitreisen. So richtig politisch und historisch war es dieses Mal nicht, zumindest nicht weltweit gesehen. Stattdessen nimmt Jonas Jonasson mit Mörder Anders und seinen Freunden vor allem die Religion und eher die schwedische Politik bzw. Reglementierungslage aufs Korn.

Wie der Titel schon verrät, handelt die Geschichte um Mörder Anders, der eigentlich gar nicht mehr morden will und durch unglückliche oder auch glückliche Umstände plötzlich Kontakt zu Jesus hat, allen voran wegen diesem vorzüglichen Abendmahl, vor allem den flüssigen Teil. Dann wirft er noch eine Pfarrerin, die mit Gott hadert und einen frustrierten Rezeptionisten namens Per Persson mit in den Raum. Ein skurriles Trio, das auf großer Mission ist: Sie wollen Menschen glücklicher, aber allen voran ihren Geldbeutel voller machen. Und das auf verschiedenste abgedrehte, verrückte, abenteuerliche Weise. Bei diesen ungeheuerlichen Abenteuern begleiten wir das Trio quer durch Schweden.

Wie immer eine vollkommen unrealistische aber amüsante Geschichte. Skurille und überspitze Charaktere, die das Buch genau zu dem unterhaltsamen Trip machen, das es ist. Dennoch war es für mich etwas schwächer als der Hundertjährige, da es mir ein bisschen zu lang wurde und diese typischen vollkommen wirren Verstrickungen fehlten.

Ein verrücktes Abenteuer

Von: GrossesBüchergewusel Datum: 15. Januar 2018

Meine Meinung

Schon beim Lesen des Klappentextes wird klar, dass es sich bei diesem Buch um ein typisches Buch von Jonasson handelt.

Wie immer ist es eine urkomische Geschichte, die von Seite zu Seite immer komischer wird.

Die Charaktere sind alle sehr verrückt und alles andere als normal. Jonasson hat es wieder geschafft diese lustigen Charaktere zu erschaffen und ihnen allen eine andere Art von Komik mitzugeben.

Alle zusammen ergeben das perfekte Chaos und erleben das perfekte Abenteuer.

Die Liebesbeziehung die sich zwischen dem Hotelmitarbeiter, der sehr unzufrieden mit seinem Leben ist, und der Pfarrerin, die nicht an Gott glaubt, entwickelt, macht die Gesamtsituation nur noch verrückter. Die beiden versuchen alles, um besser dazustehen und sich irgendwann gemeinsam absetzen können. Während die Beziehung zu Beginn noch eher nach einer Zweckgemeinschaft aussieht, scheint sich im laufe der Zeit eine echte Bindung zwischen den beiden aufzubauen, die stärker als die Bindung zu allem anderen ist. Sie verlassen irgendwann ihren Mörder und lassen ihm mit seinem Schicksal alleine.

Doch die drei wären nicht ein so unschlagbares Trio, wenn sie nicht am Ende wieder zusammenfinden würden um ihre verrückten Pläne weiter durchzusetzen.

Der Schreibstil ähnelt sehr den vorhergegangenen Büchern. Er zeichnet Jonasson aus. Die Sätze sind häufig sehr lang und verstricken sich ineinander.

Richtige Gespräche wird man wieder nicht finden. Es sind mehr nacherzählte Gespräch.

Dieses Buch ist wieder ein typische Jonasson. Wenn man etwas anderes erwartet, dann ist dieses Buch nichts für einen. Nichts läuft hier normal ab und wie die Charaktere reiten sich in jede unmögliche Situation.

Allerdings erschafft Jonasson wieder eine tolle Dynamik und reist den Leser mit in eine verrückte Welt.

Sehr Unterhaltsam

Von: Schwanenfeder Datum: 05. November 2017

Ein Mörder, eine Pfarrerin und ein Hotelrezeptionist gründen eine "Körperverletzungsagentur" und verletzen andere im Auftrag von anderen.....
Jonasson ist wie immer sehr unterhaltend. Ein weiteres Buch das man gerne liest und sich amüsiert. Ich finde es sehr empfehlenswert. Eigentlich schade, dass die Handlung nicht noch weiter gegangen ist.