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Nicci French

Der Sommermörder

Thriller

Ein perfider Mörder, hilflose Opfer und eine überforderte Polizei: Geniale Spannung made by Nicci French.

Es ist heiß in diesem Sommer in London, ungewöhnlich heiß, und die Stadt heizt sich täglich mehr auf. Der Jahrhundertsommer, am Anfang freudig begrüßt, wird langsam zur Qual. Nur einer genießt die Hitze: Er beobachtet die Körper der Frauen. Heimlich. Er riecht sie, er prägt sie sich ein, er ergötzt sich an ihrer schweißnassen Haut ... Dann terrorisiert und schließlich tötet er sie. Die Polizei setzt alles daran, ihn zu überführen, doch der »Sommermörder« ist immer etwas schneller als sie – bis er an Nadia gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt.

Das Buch spielt in London, Großbritannien

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Leserstimmen

Kein blutiger, aber ein spannender Thriller

Von: JenWi90 Datum: 21. Juni 2019

Ein scheinbar harmloser Liebesbrief kann sich manchmal ganz schnell in etwas gefährliches verwandeln. Diese Erfahren müssen in „Der Sommermörder“ von Nicci French drei junge Frauen in London erleben. Der Täter treibt seine Opfer in die >Fänge der Angst und greift genau dann an, wenn die Angst am größten ist und die Verzweiflung der Frauen zum Greifen nah.

Die Handlung selbst hat mich sehr angesprochen. Ein unbekannter Mörder, eine raffinierte Art zu töten und ein unfähiges Ermittlerteam haben dem Buch ein gutes Fundament geboten. Leider konnte ich mich mit der Art und dem ein oder anderen Charakter der Opfer / Protagonistinnen nicht anfreunden. Die Naivität und ihre Handlungen haben mich mehr als einmal fast um den Verstand gebracht. Dies war ein Hauptgrund dafür, dass ich das Buch mehrere Wochen auf die Seite legen musste.

Trotz all der Aufregung wollte ich natürlich trotzdem wissen, wer der Täter im Buch ist, denn dieses Geheimnis wird bis zum Ende nicht aufgedeckt! Das letzte Opfer hat dann zum Glück auch die vorigen in Punkto Charakter ausgestochen und mir das Finale definitiv wieder schmackhaft gemacht.

Nicci French führt seine Leser aus Sicht der Opfer durch die Geschehnisse. Dies führt zu einem guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Frauen. Dies kann, je nach Geschmack, gefallen oder nicht. Für mich hat es dieses Mal nicht immer gepasst. Wie bereits erwähnt, hat mich vor allem das zweite Opfer aufgrund ihrer Naivität und Dummheit wirklich aufgeregt und ich musste dadurch sogar das Buch aus den Händen legen.
Dem Schreibstil insgesamt ist nichts entgegnen zu setzen Die Zeilen lesen sich super einfach und schnell und es wird auch stets darauf geachtet, einen hohen Spannungsbogen zu halten. Durch Abschnitte, welche aus Sicht des Täters beschrieben werden, kommt immer wieder frischer Schwung in die Geschichte und der Leser kann von einer durchlaufenden Grundspannung profitieren.

Auf blutige Szenen muss man in diesem Thriller verzichten aber insgesamt wird man von der Geschichte nicht enttäuscht. Man kann bis zum Ende mitfiebern und am Ende den großen AHA-Effekt erwarten.

Gelungener Thriller mit Unterhaltungsfaktor.

Von: Wuschel Datum: 25. April 2019

Meinung:

Viele haben ja schon von Nicci French geschwärmt, deswegen wollte ich auch mal in den Genuss kommen. Also bot sich der Einzelband hierfür an und die Geschichte klang ebenfalls interessant. Das übermäßig vertretene Pink erwähne ich besser nicht.

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt. Die Opfer! Während die ersten beiden Teile etwa knapp über die Hälfte des Buches einnehmen, wird der dritten Frau der Rest gewidmet. Zoe fand ich sehr sympatisch und oft konnte ich mich total in sie hinein versetzten. So dass ich den Abschnitt recht zügig weg gelesen hatte. Zu der Dame danach, deren Name ich dann sogar schon direkt vergessen habe, hatte ich null Zugang. Ich empfand sie einfach als nervig. Gefühlt war an ihr und ihrem Leben einfach alles nur falsch und aufgesetzt. Hier hatte ich stellenweise nicht mal mehr Lust wirklich dran zu bleiben und legte das Buch immer mal wieder weg. Als ich dann endlich bei Nadia ankam, war ich ich wieder voll dabei. Granaten starke Frau! Sie schlägt definitiv mehr die Richtung von Zoe ein, aber dennoch ist sie ganz anders. Tja, und Nadia wird dann dem Mörder auch direkt zum Verhängnis. (Zum Glück verrät das ja sogar der Klappentext!)

Die Story an sich gefiel mir super gut! Ich denke, dass ich nicht zu viel verraten, wenn ich euch erzähle, dass alles mit einem Brief beginnt. Entsprechend subtil ist auch die Spannung aufgebaut, die sich immer weiter hoch schaukelt, bis der Faden bis zum Zerreißen gespannt ist. Gelegentliche Einblicke in die Sicht des Täters sorgen immer mal wieder für frischen Wind im Geschehen. Auch das Gewaltniveau hält sich absolut in Grenzen. Natürlich kommt man um ein paar Tote nicht drum rum, aber naja, es artet eben nicht in Mord und Totschlag aus. Ich denke, dass alle wissen was gemeint ist, bevor ich mich jetzt um Kopf und Kragen schreibe. Die Auflösung des "Falls" war einfach überragend! In der Mitte des letzten Abschnitts dachte ich mir wirklich, dass das doch nicht wahr sein kann. Ich hatte wirklich Angst, die Geschichte würde sich verfahren und das Ende keinen Sinn machen, aber weit gefehlt. Nadia ist ein wirklich helles Köpfchen und der Abschluss war einfach richtig gelungen. Ich wurde überrascht!

Die jeweiligen Abschnitte sind immer aus der Perspektive des Opfers verfasst. Der Schreibstil ist schön und einfach zu lesen. Es dürfte wohl nicht das letzte Buch des Autoren-Duos gewesen sein, das ich gelesen habe. Wesentliche Unterschiede sind mir jetzt nicht aufgefallen - außer vielleicht, dass ich Protagonistin Nummer zwei nicht leiden konnte. Die Art, wie Nicci French die Frauen rüber brachte, war für mich absolut einnehmend. Gerne wäre ich mit Zoe oder Nadia mal einen Kaffee trinken gegangen. Ich konnte mir die beiden bildlich vorstellen.

Fazit:

Ein gelungener Psychothriller mit (teilweise) tollen Charakteren, Unterhaltungsfaktor und Spannung!

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Heiß, Heißer, French

Von: Bine Datum: 03. März 2019

Der Sommermörder ist eine Neuauflage von Nicci French und wir befinden uns im drückend heißem London.

Zoe ist Erzieherin in einem Kindergarten und möchte den Kindern eine Melone vorstellen, die sie in einem Sackerl zum Kindergarten bringt. Als im Bus eine ältere Frau brutal ausgeraubt wird, stellt sie den Räuber mit der Melone im Sack.

Das wird natürlich in der Zeitung gebracht und sie bekommt viele Briefe von Menschen die ihr gratulieren und natürlich auch einige seltsame Briefe.

Als sie dann immer wieder seltsame Briefe eines Typen erreichen, entschließt sie sich die Polizei einzuschalten. Sie glaubt auch, dass der Typ in ihre Wohnung eingebrochen ist. Vor allem als in einem Schulbuch eine Zeichnung von ihr in ihrem Schlafzimmer gefunden wird. Die Polizei nimmt das alles dennoch nicht allzu ernst und sie beschließt, zu einer Freundin zu ziehen, da sie ohnehin ihre Wohnung verkaufen will.

Gerade als sie ihre Sachen packt, wird sie umgebracht.

Deshalb ist die Polizei auch gleich alamiert, als Jessica eine wohlhabende Mutter zweier Söhne wieder seltsame Briefe bekommt.

Jetzt ist es genau anders rum, die Polizei macht sich Sorgen, während Jessica die Briefe erst nicht ernst nimmt. Doch die Briefe werden immer brutaler und verletzen sie nicht nur mental sondern auch körperlich...

Mord(s)geschichten …

Von: Diane Jordan Datum: 21. Februar 2019

Ich stöbere gerne in Buchläden und lasse mich nur allzu gerne von Neuerscheinungen anlocken und verzaubern. Krimis haben es mir besonders angetan und Thriller erst recht. „Der Sommermörder“ von Nicci French ist zwar nicht wirklich neu, aber fällt natürlich als Spiegel Online Bestseller in mein Beuteschema. Das Cover ist faszinierend, in herrlichen, flirrenden weichen Farben einer Sommernacht. Durch die Langzeitbelichtung und die damit geschaffenen Lichtspuren, wird man direkt in das Buch hineingezogen. Auf den ersten Blick erkennt man sofort einige London Highlights. Eine wohlige Wärme macht sich in mir breit, ich spüre förmlich die Hitze. Ich drehe das Buch um und lese gespannt die Rückseite des Buches...

„Ein perfider Mörder, hilflose Opfer und eine überforderte Polizei: Geniale Spannung made by Nicci French.“
Juchhu, dass muss ich haben und lesen. Als erstes fällt mir auf, dass der Thriller von Birgit Moosmüller übersetzt wurde, genau wie die, auch schon von mir gelesenen vorherigen Bücher des „Duos French“. Der Plot des Sommermörders erinnert mich ein wenig an „Das Parfum“ von Süskind. Ob die beiden Autoren sich da wohl gedanklich und inhaltlich inspirieren haben lassen? Wer sich nicht mehr daran erinnert, es geht in dem Roman, um die Geschichte eines Mörders, der ein krankhaftes Verhältnis zu Düften hat.
Ein psychologisches Verwirrspiel erster Güte, ähnlich zwar, aber eben doch ganz anders und neu aufbereitet. Die Protagonisten sind drei Frauen und der noch unbekannte Sommermörder. Die Frauen heißen Zoe, Jenny und Nadia und haben auf den ersten Blick, bis auf die Tatsache das der Mörder sie terrorisiert und ihnen nach dem Leben trachtet, nichts gemeinsam. Wow, fixiert wie ein „Kaninchen vor einer Schlange“ bin ich unfähig das Buch aus der Hand zu legen, so ungeheuer spannend ist der Verlauf. Der Schreibstil von French ist flüssig und der Thematik angepasst. Die Erzählperspektive der Frauen ist in der Ich-Form. Die Geschichte wird demnach aus der Sicht einer einzigen Figur erzählt, weshalb der Leser nur wahrnehmen kann, was diese fühlt und sieht oder im Austausch mit anderen erfährt, das gefällt mir als Stilmittel ausgezeichnet, denn es unterstreicht den Charakter des Buches.
Die Seiten fliegen daher beim Lesen nur so dahin. Und ruckzuck habe ich es daher auch durchgelesen und muss gestehen, dass dies wieder erstklassige Unterhaltungslektüre auf hohem Niveau war. Grins ☺ und nach und nach, werde ich zu einem „real fan“ der Schriftsteller, was ich nur allzu gerne zugebe und mich schon auf das nächste Buch der Beiden freue.

Inhalt:

Es ist heiß in diesem Sommer in London, ungewöhnlich heiß, und die Stadt heizt sich täglich mehr auf. Der Jahrhundertsommer, am Anfang freudig begrüßt, wird langsam zur Qual. Nur einer genießt die Hitze: Er beobachtet die Körper der Frauen. Heimlich. Er riecht sie, er prägt sie sich ein, er ergötzt sich an ihrer schweißnassen Haut ... Dann terrorisiert und schließlich tötet er sie. Die Polizei setzt alles daran, ihn zu überführen, doch der »Sommermörder« ist immer etwas schneller als sie – bis er an Nadia gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt.

Die Autorin /Der Autor :
Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

Weitere Bücher:
Der achte Tag: Thriller - Frieda Klein: das fesselnde Finale (Psychologin…Bd. 8)
Blutroter Sonntag: Thriller Bd. 7
Böser Samstag: Thriller - Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd. 6
Mörderischer Freitag: Thriller - Frieda Kleins härtester Fall Bd. 5
Dunkler Donnerstag: Thriller - Der neue Fall für Frieda Klein Bd. 4…
Schwarzer Mittwoch: Thriller - Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd. 3…
Eisiger Dienstag: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd. 2
Blauer Montag: Thriller - Ein Fall für Frieda Klein Bd.1 (Psychologin Frieda…

Fazit: 4 Sterne**** Der broschierte Thriller hat 432 Seiten und ist im Penguin Verlag erschienen.




























Sommermord

Von: Benedikt Bögle Datum: 21. Februar 2019

Zoë hat es zu kurzzeitiger Berühmtheit gebracht: Mit einer Wassermelone konnte sie einen Dieb abwehren. Sie schafft es in die Zeitungen und bekommt Fanpost. Haufenweise. So geht ein beunruhigender Brief unter, kurze Zeit später folgt ein zweiter: Ein anonymer Schreiber droht Zoë den Tod an. Sie wird sterben. Die junge Frau denkt nicht viel darüber nach, hält es für einen äußerst schlechten Scherz. Sie will dennoch die Polizei einschalten. Dort nimmt man den Fall anfangs auch nicht ernst. Zoë wird immer panischer, bekommt immer mehr Angst – und genau das will ihr Mörder erreichen.

Zoë muss sterben und die Polizei sieht ihren Fehler ein. Kurz darauf erhält eine andere Frau Briefe. Auch wenn sie selbst nicht viel darauf gibt, nimmt die Polizei jetzt alles von Anfang an ernst. Nur: Ohne Erfolg. Erst das dritte Opfer schafft es, sich vor dem unbekannten Mörder zu verteidigen. Sie kommt ihm auf die Schliche – und das keine Sekunde zu früh. Nicci French hat einen spannenden und fesselnden Roman vorgelegt – Leseempfehlung!

Nicci French: Der Sommermörder
Penguin 2001, 428 Seiten, EUR 10

Wer einen blutigen Thriller erwartet wird enttäuscht. Eher ein Thriller mit einer anhaltenden Grundspannung

Von: miissbuch Datum: 17. Februar 2019

REZENSION
Der Sommermörder, der Name ist Programm. Ein Mörder, der seinen Opfern Briefe schickt, ihnen mitteilt, dass er sie töten wird, ihnen Angst einjagt. Opfer, die nichts gemeinsam haben und doch scheint es eine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Die Polizei die im Dunkeln tappt und eine Frau, die ihr Leben so sehr liebt, dass sie sich nicht geschlagen geben möchte.

Die Farben des Covers finde ich sehr gut zum Titel passend. Ich finde die Orange- und Rottöne spiegeln die Hitze sehr gut wider. Was ich total unpassend finde sind die nassen Straßen. Denn dieses Buch spielt in einem der heißesten Sommer in London. Den Titel hingegen finde ich wieder sehr passend und gut zu lesen. Er passt sehr gut zum Inhalt des Buches ohne zu viele Details zu offenbaren.

Ich kenne Nicci French nur von der Frieda-Klein-Reihe und war ganz überrascht, dass es noch ein weiteres Buch gibt. Noch überraschter war ich, als ich gesehen habe, dass es sich nur um eine neue Auflage eines alten Buches handelt. Dies hat aber keinen Einfluss auf den Inhalt. Bei diesem Buch handelt es sich um ein Einzelband und dennoch kann ich mir gut vorstellen, noch weitere Bücher mit den Ermittlern zu lesen.

In dem Buch begleitet man die 2 Opfer des Sommermörders. Zunächst beschreibt Zoë, eine junge Frau, die als Waise in London lebt ihr Leben. Wie der Sommermörder Teil dieses wurde, wie wenig sie die Drohung zunächst ernst genommen hat und wie viel der Sommermörder und seine Drohungen ihr Leben im Endeffekt beeinflusst haben. Bei dieser Frau nimmt die Polizei die Drohungen noch nicht so Ernst, wie Zoë und ihre Kolleginnen und Freundinnen sich das gewünscht hätten. Auf der anderen Seite lebt sie ihr Leben entspannt weiter und ich ziehe den Hut vor ihrer Unbeschwertheit. Ich finde die Gestaltung von Zoës Charakter und ihrem Verhalten sehr authentisch, dies finde ich allerdings bei allen 3 Frauen, sodass French mein Respekt gebührt, denn 3 verschiedene Frauen so authentisch zu gestalten ist schon eine große Leistung.

Jennifer ist die Mutter von 3 Söhnen und Ehefrau. Da ihr Mann Clive genügend Geld verdient, kann sie sich voll und ganz um die Renovierung des Hauses kümmern und ansonsten ihr Leben genießen. Zunächst fand ich Jennifer sehr überheblich und arrogant. Dies hat sich aber im Laufe der Zeit geändert, da sie gelernt hat, auf welche Dinge es im Leben wirklich ankommt. Die Polizei ist in diesem Teil des Buches ebenfalls viel präsenter. Sie hat die Gefahr erkannt und tut alles dafür sie auch zu bannen. Die Ermittler und Aufpasser finde ich eher etwas kühl, was vielleicht aber auch mit Jennifers Charaktereigenschaften zu tun hat. Die Beweise verdichten sich, Jennifers Leiden wird trotzdem größer und zunächst erwartet man im 3. Teil des Buches, dass der Täter noch seine Sicht der Dinge beschreibt, doch dies geschieht nicht.

Nachdem ich den 1. Schock über den Inhalt des 3. Teils überwunden habe, war sofort klar, dass dieser Teil ganz anders wird. Nadia, eine junge und lebenslustige Frau, die zwar alles andere als ein normales Leben lebt, aber dennoch so sehr daran hängt, dass sie den Täter finden möchte. Durch verschiedene Umstände erfährt sie von den vorherigen Morden und ihr Wunsch, dem Mörder auf die Schliche zu kommen steigt mit jedem Brief. In diesem Teil ist die Polizei auch deutlich präsenter, was die Schwere des Vergehens zeigt. Dieser Teil war zwar relativ langweilig, was die Präsenz des Täters angeht, dafür aber sehr spannend aus Nadias Sicht beschrieben.

Ich war von dem Schreibstil Nicci French sehr angetan. Mir hat die Ich-Perspektive der Frauen sehr gut gefallen, auch wenn die Ermittlungsarbeit somit nur sehr oberflächlich bis gar nicht beschrieben wurde. Dies fand ich auf der einen Seite sehr schade, auf der anderen Seite machte es aber das Buch zu etwas besonderem. Besonders interessant fand ich immer die kurzen Einschübe aus der Sicht des Täters, die genauso oberflächlich waren, wie die Ermittlungsarbeit selbst und die keinerlei Hinweise auf die Identität des Täters zuließen. Bis zum Ende des 2. Teils hab ich wirklich im Dunkeln getappt. Ich fand es schade, dass der Täter dann schon bekannt war, da dies die Spannung im 3. Teil etwas herausnahm, auch wenn das Ende nochmal eine kleine Wendung beinhaltete.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch aber wirklich gut, es war nicht unbedingt ein blutiger Thriller, sondern eher ein Thriller, der durch unterschwellig Spannung geglänzt hat. Die Lesestunden waren aber auf jeden Fall sehr angenehm und ich vergebe 4 Sterne.

Der Sommermörder

Von: Anetts Bücherwelt Datum: 28. Januar 2019

Ein perfider Mörder, hilflose Opfer und eine überforderte Polizei: Geniale Spannung made by Nicci French.

Der Satz allein reichte, um mich neugierig auf das Buch zu machen. Aber konnte es mich wirklich überzeugen?

Gleich am Anfang des Buches darf der Leser in die Gedankenwelt des Sommermörders eintauchen und man erahnt schon den Wahn von ihm.
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, die er ins Auge gefasst hat, und die er am Ende töten will.
Da ist zuerst Zoe, eine Grundschullehrerin, die eben erst nach London gezogen ist und für meine Begriffe auch ziemlich naiv ist. Bei ihr habe ich das Gefühl, hat der Mörder leichtes Spiel. Er schreibt ihr grausame Briefe und als Leser kann in der einen oder anderen Situation schon mal eine Gänsehaut entlang laufen.

Die zweite Frau ist Jennifer. Eine verheirate Frau, drei Kinder und das Leben hat sie fest im Griff. Denkt man. Es ist am Ende mehr Schein als Sein und mit den Briefen des Mörders kommen auch die innersten Gedanken und Gefühle von ihr zum Vorschein. Sie hält lange stand und ist ziemlich abgehärtet, aber am Ende knickt auch sie ein.

Die dritte Frau auf des Mörders Plan ist Nadja. Und mit ihr hat er sich eine ernsthafte Gegnerin geholt. Denn Nadja ist schlau. Sie fragt nach, will nicht alles nur als gegeben hinnehmen und wird in den Augen der Polizei ziemlich unbequem. Aber Nadja will sich nicht kampflos ergeben, auch wenn es immer wieder Momente gibt, wo auch sie nahe dem Zusammenbruch ist.

Apropos Polizei. Diese bekleckert sich hier nicht gerade mit Ruhm. Sie verschweigt, manipuliert und kein Ermittler aus dem Team ist mir wirklich sympathisch. Sie lässt sich vom Täter auf der Nase rum tanzen und man muss sich bei der schlampigen Polizeiarbeit nicht wundern, dass der Mörder immer eine Nasenlänge voran ist.

Geschrieben ist das Buch in typischer Nicci French Manier, spannend und unterhaltsam. Nachdem ich ja die Serie um Dr. Frieda Klein beendet hatte, war dieses Buch noch eine kleine Versöhnung, denn ich mag den Schreibstil der beiden Autoren total gerne, die Spannung und die Psychologie des Aufbaus ist einfach nur genial. Außerdem wohnt den Thrillern von Nicci French immer eine gewisse Ruhe und Unaufgeregtheit bei, ohne an der Spannung zu kratzen, die mir einfach nur gut gefällt.

Was mich etwas verwirrt hatte war das Cover. Denn das passt eigentlich perfekt in die Frieda Klein Serie, deswegen dachte ich erst, es gehörte zu dieser Serie. Aber „Der Sommermörder“ ist ein Einzelband und steht für sich.

Mein Fazit daraus: Ich könnte noch mehr von Nicci French lesen, spannend, aber nicht blutrünstig. Jedoch sollte man beachten, dass dies hier eine Neuauflage ist, das Erscheinungsjahr des Thrillers war bereits im Jahr 2003 (damals im Goldmann Verlag).

Ein Serienmörder im schwül-heissen London

Von: Literaturblogsaarland Datum: 24. Januar 2019

Ein perfider Mörder, hilflose Opfer und eine überforderte Polizei: Geniale Spannung made by Nicci French.

Es ist heiß in diesem Sommer in London, ungewöhnlich heiß, und die Stadt heizt sich täglich mehr auf. Der Jahrhundertsommer, am Anfang freudig begrüßt, wird langsam zur Qual. Nur einer genießt die Hitze: Er beobachtet die Körper der Frauen. Heimlich. Er riecht sie, er prägt sie sich ein, er ergötzt sich an ihrer schweißnassen Haut ... Dann terrorisiert und schließlich tötet er sie. Die Polizei setzt alles daran, ihn zu überführen, doch der »Sommermörder« ist immer etwas schneller als sie – bis er an Nadia gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt.


Vita :

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.


Im unerträglich heissen London geht ein unheimlicher Frauenmörder um und die Polizei ist machtlos.

Der Thriller von Nicci French ist in drei Teile gegliedert. Wir begleiten die Opfer Zoe, Jennifer und Nadia ein Stück weit durch ihr Leben. Dadurch wachsen sie dem Leser so sehr ans Herz, dass es schier unerträglich ist, was wohl auf die Frauen zukommt.

Die Briefe, die der Täter den Opfern schreibt, steigern die Spannung und das Tempo noch zusätzlich. Die Spannungskurve bleibt konstant hoch und als Leser kann man das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich war richtig am mitfiebern bis zum jeweiligen bitteren Ende.

Obwohl die drei Frauen sich komplett voneinander unterschieden, sind sie mir doch alle drei ans Herz gewachsen. Man begleitet die Frauen ein kleines Stückchen in ihrem Leben und trotzdem steuert man auf das unvermeidbare Ende zu. Vor allem mit Nadia habe ich mitgelitten, die es zu guter letzt schafft zu entkommen und den Mörder dingfest zu machen.

Nicci French gelingt es perfekt, die bedrückende Atmosphäre des schwül heissen London einzufangen. Als Leser ist man richtig am mitschwitzen und möchte nur noch ein reinigendes Gewitter und hofft und betet, dass die Frauen in London endlich wieder ruhig schlafen können.

Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder Einschübe mit den Gedanken des Killers, was dem ganzen noch eine zusätzliche "Würze" verleiht. Man ist als Leser praktisch im Kopf des Killers und kann den armen Frauen doch niccht helfen.

Die Auflösung war auch stimmig und schlüssig und vor allem völlig unvorhersehbar. So soll ein guter Thriller sein. Für mich war dies ein rundum gelungenes Buch und ein perfekter Lesegenuss.

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.


Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Entblößung ihres Seins – für zwei der Opfer zerstört das ihr Leben, das dritte Opfer beginnt sich zu wehren.

Von: Ingo-Maria Langen Datum: 30. Dezember 2018

NICCI FRENCH: Der Sommermörder
Penguin 1. A. 2018

Die Entblößung ihres Seins – für zwei der Opfer zerstört das ihr Leben, das dritte Opfer beginnt sich zu wehren.

Die authentische Kulisse ist London, die City als Tatort: Holloway Road, wenige alte Tudorhäuser, viele Läden, Sammelsurium an Nachkriegsbauten, nicht wirklich einladend. Anders Primrose Hill mit schönen Parkanlagen nahe dem Regent’s Park, dem London Zoo oder St. John’s Wood Chruch Gardens. Sir Wilfrid Laurier Secondary Scholl, Millbank Drive. Camden unweit entfernt von Primrose Hill und dem London Zoo. Der Kreis schließt sich.

Zoë

Der heiße Sommer verwandelt die Stadt in einen Brutkasten. Die Hitze spiegelt sich auf den Körpern: sie schwitzen, dünsten, sind aufgedunsen, verquollen. Kleider kleben am Leib, schon der frühe Morgen hält keine Kühle mehr bereit.
Die junge Lehrerin Zoë findet sich unverhofft in der Presse: sie hat einem Handtaschenräuber das Handwerk gelegt und wird als Heldin in London gefeiert. Das Leben verläuft eintönig, wenn auch nicht ohne Partys und Unterhaltung, aber es bleibt ein kleiner Wurf. Der spiegelt sich auch in ihrem Apartment, das mehr einem Gelass als einer Wohnung ähnelt, weshalb es ihr nicht gelingt, sie zu verkaufen, um das ersehnte Häuschen mit Garten dagegen einzutauschen. In alledem wuseligen Durcheinander findet sich unter den vielen Briefen, die sie aufgrund ihrer Heldengeschichte bekommt, eines Tages einer, der ihr ankündigt, dass sie bald sterben werde. Der Briefschreiber kennt sie offenbar ziemlich genau, Details aus ihrer Nähe.

Der folgende Wechsel in der Perspektive deutet auf den Briefschreiber: er kennt sie gut, sogar sehr gut, sein Beobachtungsinn ist extrem ausgeprägt, der Leser ist unsicher.
„Liebe Zoë, ich möchte in dich hineinsehen, und dann möchte ich dich töten. Es gibt nichts, was du tun kannst, um mich aufzuhalten. Aber noch ist es nicht so weit.“
Jemand aus ihrer unmittelbaren Nähe? Aber da ist etwas, das dazu nicht passen will. Die Polizei widmet sich ihrem Anliegen nur widerwillig und unzureichend. „Es könnte sich um einen Scherz handeln. Manche Leute haben einen seltsamen Sinn für Humor.“
„Das finde ich nicht zum Lachen. Jemand hat damit gedroht, mich zu töten“, entgegnet sie entsetzt. Doch dann taucht bei einem Schulkind aus Zoë’s Klasse ein Bild von einer verstümmelten und entstellten Frau in dessen Klassenheft auf – Zoë erkennt sich selbst. Das Leben beginnt ihr zu entgleiten...

Jennifer

Endlich hat Jennifer ihr neues Projekt: den Umbau des alten, frühviktorianischen Hauses, für den sie sich reichlich Zeit nehmen will. So eine Bauphase ist hektisch, es passiert viel, manches geht daneben, um alles muss Nadine sich selbst kümmern. Sie genießt es daher, jeweils am Vormittag zu einer ruhigen Minute die Post zu sortieren. An jenem Morgen fällt ihr dann ein ungewöhnlicher Brief in die Hände: mit fein säuberlicher Handschrift ist ihre Adresse aufgetragen, während der Zettel im Umschlag viel zu klein ist und nur wenige Sätze enthält: „Liebe Jenny, ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich dich Jenny nenne. Ich finde dich nämlich sehr schön. Du riechst sehr gut, Jenny, und du hast eine schöne Haut. Und ich werde dich töten.“

Im Gegensatz zu Zoë ist die Polizei hier schnell am Ball. Die beratende Psychologin ebenfalls. Wird jetzt alles besser? Doch die Ignoranz von Clive und Jennifer droht die präventiven Ermittlungen zu konterkarieren: ihre Selbstversunkenheit, gerade auch die nahezu neurotische Spiegelanalyse ihres Äußeren bringt Jenny dazu, in ihrem Blick in sich selbst und ihrer unmittelbaren Umgebung gefangen zu bleiben. Sie lebt eine konstruktivistische Wahrheit.

Kann der Tod einen betrügen? Vielleicht. Jedenfalls denkt der Täter das. Und er blickt sehr genau hinter die Fassade von Jenny, ihr aufgesetztes Lachen, das durchgestylte Make-up, ihr eitles Posieren vor den Schaufenstern der Läden, er sieht in sie hinein. Sie ist versiegelt für die Welt, doch nicht für ihn. Er schafft es an der Polizei vorbei direkt zum Haus zu kommen...

Noch wehrt Jenny den Gedanken ab, ernsthaft in Schwierigkeiten zu sein. Spätestens als sie ihre blutverschmierten Hände betrachtet und die Rasierklingen in dem Umschlag, die sie verursacht haben, beginnt ihr Umdenken. Ein Fazit ihres Lebens wird unausweichlich: der Schein ihres früheren Lebens als Model, das verblassende Make-up ihres Daseins, das Betrogensein, die sinnentleerte Ehe ohne Liebe. Der Verfall unterspült ihr vermeintliches Fundament immer mehr. Demütigung, Wut, Angst gehen über in Resignation und die Zersetzung ihrer Seele. Der Tod des Körpers ist die unausweichliche Folge...

Nadia

Wieder trifft es eine chaotische, junge Frau, die versucht irgendwie ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Wieder ein facettenreiches, kohärentes soziales Umfeld, Lebenslinien, die ähnlich verlaufen. Doch bevor Nadia zum Opfer wird, dreht sie geschickt den Spies um. Sie instrumentalisiert die Polizei, recherchiert ihre Vorgängerinnen, gleicht Gemeinsamkeiten zu ihnen ab. Dann taucht ein erster substanzieller Verdacht auf. Doch der potenzielle Täter weist ein Alibi nach! Allerdings beruht das auf einer Täuschung. Es beginnt ein finaler Schlagabtausch zwischen Opfer und Täter.

Detailreiche Schilderung des Lokalkolorits, immer gebrochen durch die Innensicht von Zoë, ihre langsam aufkeimende Angst, die sich zur Panik steigert. Dazu trägt mehr und mehr die Konzentration auf die Kleinwohnung bei, die ab einem Punkt in ein klaustrophobisches Kammerspiel mündet. Das Leben der Protagonistin spielt sich mehr und mehr in einem ‚geschlossenen Raum‘ ab. Selbst das große Haus von Jenny wird zum Brennglas eines bedrängten Lebens, erst Nadia schafft es aus der bereits angelegten Schlinge zu entwischen, indem sie geschickt den Spieß umdreht.

Die Klangfarbe der Sprache der Figuren differenziert sich zwischen den Opfern, ist alltagsgrundiert, bodenständig, leicht und bietet einen angemessenen Facettenreichtum. Daraus erwächst die jeweilige psychologische Zeichnung der Frauen, mit ihren speziellen Entwicklungen hin zu Furcht, Angst und Panik, der Auflösung ihres Lebens. Diese Auflösung ist klebrig, sie bleibt im Kopf des Lesers. Zugleich wird die Auflösung auch zum fein ziselierten Frauenporträt. – Zu kurz kommen leider die männlichen Protagonisten, ihre Zeichnung bleibt eher flach, klischeehaft. Seinen Grund findet das in der Perspektive: der Sicht des Opfers. Damit bleibt der Leser nah an den Protagonistinnen, verliert aber ein Gefühl für die anderen Figuren. Das lässt sich als kompositorisches Mittel werten, um die klassischen Thrill-Elemente wie Unsicherheit, Identifikation mit dem Opfer und Angstgefühle zu transportieren.

Fazit: Vier Sterne von fünf!
Ingo-Maria Langen

Sein Ziel ist es, Macht zu haben …

Von: Tina Datum: 25. Dezember 2018

Der Sommer in London ist heiß und lang. Luftig gekleidete Frauen und Mädchen flanieren durch die Straßen, haben Spaß und genießen ihr Leben. Einer genießt den Sommer sogar noch ein bisschen mehr als andere. Er beobachtet die Körper der Frauen, er prägt sie sich ein, er riecht sie - dann terrorisiert er sie und am Ende tötet er sie. Er ist immer ein bisschen schneller als die Polizei, bis er an Nadia gerät. Sie lässt sich nicht manipulieren und wehrt sich…

Mein Eindruck:

Sein Ziel ist es, Macht zu haben …

Zoe

Zoe ist das erste Opfer. Sie ist eine ziemlich naive Grundschullehrerin, erst vor kurzem aus der Provinz in die große Stadt gezogen. Sie hat noch keine großartigen Bindungen und wechselnde Männerbekanntschaften, weil sie noch auf der Suche ist. Durch einen Zufall wird sie von den Zeitungen als Heldin präsentiert, was ihr eine Menge “Fanpost” einbringt. Einer dieser Fans ist der Sommermörder. Seine Briefe versetzen sie in Angst und schrecken und lösen eine Art Panik bei ihr aus. Sie verfällt zusehends, magert ab und ihr Ende scheint festzustehen.

Jennifer

Sie ist das zweite Opfer und ganz das Gegenteil von Zoe. Jennifer ist verheiratet, auch wenn ihre Ehe wohl eher Schein als Sein ist. Sie hat drei Söhne, baut gerade eine alte Villa um und hat alles fest im Griff. Die Briefe des Sommermörders zwingen sie, gewissen Tatsachen ins Auge zu sehen- ihre Ehe ist faktisch am Ende und von ihrer ehemaligen Model-Schönheit ist nicht mehr viel da. Indem er ihr all das vor Augen führt, zerstört er nach und nach ihre Seele - am Ende muss zwangsläufig ihr körperlicher Tod folgen.

Nadia

Nadia soll Opfer Nummer drei werden, allerdings hat sich der Sommermörder hier gehörig verrechnet. Sie glaubt kein Wort davon, was die Polizei ihr sagt, sondern forscht auf eigene Faust nach, was sie und ihre zwei “Vorgängerinnen” gemeinsam haben. Unter Einsatz ihrer körperlichen Reize erfährt sie von ihren Bewachern alles, was sie wissen will. Am Ende entlarvt sie den Sommermörder und es kommt zu einem heftigen Showdown.

Polizei

Die Polizei spielt natürlich in dieser Geschichte auch eine Rolle - aber leider keine besonders rühmliche. Sie nehmen weder die Opfer noch ihre Aufgabe besonders erst. Die einen dürfen nichts sagen, die anderen machen was sie wollen und wann sie es wollen - kein Wunder, dass der Täter immer einen Nasenlänge Vorsprung hat. Nadia setzt mit einem Trick dann der Desinformation ein Ende und erzwingt Akteneinsicht - was die Sache dann voranbringt und die Polizei ziemlich dumm dastehen lässt.

Täter

Der Tätersicht wird hier viel Raum gegeben, was ich nicht immer mag. Allerdings bezieht die Geschichte hieraus auch einen sehr großen Teil der Spannung, da man als Leser immer weiß, was der Täter vorhat und man gerne die betreffenden Personen warnen möchte - was natürlich Blödsinn ist :-) Aber es wird auch auf keine Art und Weise versucht Verständnis für den Täter auszubauen, insofern konnte ich mich mit der ausführlichen Tätersicht dann doch anfreunden.

Stil

Nicci French hat auch in diesem Buch ihren ruhigen, etwas behäbigen Stil beibehalten ohne dabei auch nur einen Hauch an Spannung einzubüßen. Ich finde gerade ihre ruhige, ausführliche Art, Geschehnisse und Personen zu beschreiben trägt ungemein zum Spannungsaufbau bei. Das die Geschichte schon 18 jahre alt ist und sich die Dinge und dann doch, gerade bei der Polizei und vor Gericht schon ein bisschen geändert haben (ja, ich weiß noch nicht genug) ist für mich allerdings hier eher ein Nachteil, da es nicht wirklich erwähnt wird.

Mein Fazit:

Der Sommermörder ist ein ruhiger Thriller ohne viel Action. Aber genau daraus bezieht er viel Kraft und Spannung, die mühelos durch das ganze Buch gehalten wird. Für Freunde subtiler Spannung auf jeden Fall eine Empfehlung! Allerdings sollte man, bei aller Spannung, das tatsächliche Erscheinungsdatum im Jahre 2000 im Auge behalten.

Absolut spannend!

Von: Anjas Buchstunden Datum: 19. Dezember 2018

Gleich zu Beginn bekommt der Leser einen Einblick in den Kopf des Täters, somit gibt es schonmal einen kleinen Einblick in den Wahn, der dieses Buch begleiten wird. Das konnte ja eigentlich nur spannend werden!

Nach und nach lern man dann die potenziellen Opfer kennen. Da diese wirklich gut und mit viel Tiefe beschrieben wurden und man einen Einlick in deren Leben bekommt, fühlt man sich natürlich irgendwie mit ihnen verbunden. Umso größer der Schock, wenn der Mörder ihnen immer näher kommt. Die Briefe des Mörders an seine Opfer waren zwar knapp, aber dennoch so beängstigend, dass ich richtig Gänsehaut bekommen habe.

In diesem Buch erfährt man nicht erst am Ende, sondern schon etwas eher, bei wem es sich um den Täter handelt. Kluger Schachzug, ich mag das sonst gar nicht, aber in diesem Punkt hat es alles umso spannender gemacht und perfekt gepasst. Auch die Ermittler waren interessant und nicht so farblos wie oft in anderen Büchern gestaltet. Vor allem beim dritten Opfer dann auch nochmal ein sehr interessantes Zusammenspiel zwischen Opfer und Ermittler(n). Auch das Ende hat mir richtig gut gefallen, es war spannend und vor allem mutig. Sehr schön, dass keine Fragen mehr offen geblieben sind und das Buch wunderbar abgeschlossen wurde.

nglaublich tolle Geschichte. Gutgeschrieben

Von: Daniel Datum: 18. Dezember 2018

Ich möchte damit anfangen das der Aufbau der Geschichte wirklich gut gelungen ist. Es ist immer aus der Sicht der Opfer das Geschehen beschrieben. Deswegen ist das Buch auch in 3 Abschnitte aufgeteilt worden. Meiner Ansicht nach eine wirklich gute Idee. So bekommt man ein Gefühl für das jeweilige Opfer. Man kann auch mal eine Pause dazwischen machen, empfand ich sogar als wichtig.
Geschrieben fand ich das Buch sensationell gut und ich bin mir sicher das ich von den beiden Autoren, die hinter dem Namen stecken, nochmal etwas lesen werde. Ich habe richtig Blut geleckt. Meine Frau aber auch, die hat das Buch direkt nach mir gelesen. Wir sind eigentlich beide keine Thriller Fans doch dieser hier konnte uns von mehr überzeugen. Ich kann mir manchmal nicht vorstellen das es einfach ist ein Thriller zu schreiben. Diese Morde in ein Buch zu packen. Doch es fasziniert mich wie man das kann. Hier wurde das wieder geschafft. Nach diesem Buch bin ich wirklich mehr als fasziniert wieder.

Auch in den kalten Monaten wirklich packend

Von: VB00KS Datum: 09. Dezember 2018

Meine Zusammenfassung:
Zoë ist junge 23 Jahre alt und Lehrerin in einer Grundschule. Sie liebt ihren Job und macht ihn, soweit sie das selbst beurteilen kann, recht gut. Seit kurzem ist sie mit Fred zusammen, den sie zufällig gemeinsam mit seinen drei besten Kumpels in einer Bar kennengelernt hat. Fred sieht ziemlich gut aus, ist bisher aber noch nicht einmal über Nacht geblieben und scheint auch sonst nicht unbedingt der rücksichtsvollste Typ zu sein.

Seit ungefähr sechs Monaten allerdings versucht Zoë ihre Wohnung zu verkaufen, doch ihr Makler Guy scheint ziemlich erfolglos. Sie gibt eine Party zum sechsmonatigen Jubiläum, zu dem sie ihre engsten Freunde, die wenigen die sie hat seit sie in London lebt, zu denen auch ihre Arbeitskollegin Louise gehört, ein. Bei ihr in den Wohnung gehen ständig Leute ein und aus, seien es ihre Freunde, der Makler oder die ganzen Leute, die ihre Wohnung besichtigen wollen. Plötzlich tauchen einige seltsame Briefe auf, die Zoë ziemlich beunruhigen …

Jenny ist seit bald 16 Jahren mit ihrem Ehemann Clive verheiratet und sie haben drei gemeinsame Söhne, Josh, Harry und Chris und sie geht langsam auf die 40 zu. Clive verdient als Anwalt ziemlich gutes Geld, sodass sie sich in gehobenere Klassen bewegen. Sie haben sich vor kurzem das Haus gekauft, in dem sie aktuell wohnen und das einer Baustelle am nächsten kommt. Überall liegen Farben und Teile rum und es herrscht ein reger Verkehr an Arbeitern, die sich um die Renovierung des Hauses und den Garten kümmern.

Sie selbst würde sich nicht unbedingt als glücklich bezeichnen, früher einmal war sie Hand-Model doch sie und Clive haben sich damals geeinigt, dass sie die Arbeit aufgibt, sobald die Kinder auf der Welt sind. Seit dem führt sie ein Leben als Mutter und Hausfrau, was ebenfalls ein anstrengender Full Time Job ist, trotz Unterstützung durch ein Kindermädchen und Hausangestellte. Sie hegt allerdings den Verdacht, dass ihr Mann, der ständig bis spät in die Nacht arbeitet, nicht nur seine Arbeit im Kopf hat. Und auch sie erhält auf einmal sehr beunruhigende Briefe …

Nadia ist 28 Jahre alt und arbeitet als Entertainerin für Kinder bis neun Jahren gemeinsam mit ihrem Partner Zach. Es ist nicht der Traumberuf schlechthin, aber immerhin lässt sich davon ganz gut leben. Sie hat sich gerade von ihrer längerfristigen Beziehung mit Max getrennt, wobei er sich viel mehr von ihr getrennt hat, und ist fest entschlossen, auch alleine klarzukommen. Hier und da wartet immer wieder ein Job auf einem Kindergeburtstag auf sie, doch irgendwie kommt es nie dazu, dass sie und Zach jemals ein weiteres Mal für eine Party bei derselben Familie gebucht werden. In ihrer Wohnung sieht es aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen, aber grundsätzlich fühlt sie sich wohl damit. Doch plötzlich erhält auch sie beunruhigende Briefe von einem Unbekannten.

Was haben diese drei unterschiedlichen Frauen gemeinsam? Jemand will sie töten. Doch warum? Das gilt es, für die Polizei so schnell wie möglich herauszufinden, denn der Täter ist ihnen immer ein Stück voraus und die nächste Frau hat er schon im Blick. Kann die Polizei ihn jemals aufhalten? Oder wird er weiterhin wahllos Frauen töten?

Meine Meinung:
Nicht schlecht. Ich muss ja sagen, letztendlich hatte ich nicht erwartet, was mich bei dieser Geschichte angetroffen hat. Meine Güte. Ich bin ja doch ziemlich begeistert von dieser Geschichte. Ich muss zugeben, ich habe noch nicht ein Buch von Nicci French gelesen, ich hatte es immer vor, aber irgendwie kam es nie dazu und dann habe ich gleich so einen echt guten Thriller auf dem Tablett und bin begeistert.

Auch wenn ich gestehen muss, dass mir gleich klar war, wer der anonyme Briefverfasser ist, da gefühlt irgendwie auch kein Geheimnis darum gemacht wurde, dass man ihm gleich auf die Spur kommt, und ich mir die kompletten Tathergänge fast perfekt zusammengereimt habe. Manchmal staune ich selbst über meine detektivischen Fähigkeiten oder lasse mich zumindest selbst in dem Glauben, dass ich welche hätte und nur ich diejenige bin welche, die das Rätsel so schnell lösen konnte.

Was mir allerdings etwas gefehlt hat, ist mehr Input von dem Täter selbst. Es hat der Geschichte natürlich keinen Abriss getan aber irgendwie hätte ich mir doch mehr von ihm gewünscht. Mehr seiner Gedanken und Gefühle kennengelernt. Am Anfang des Buches hat man noch mehr von ihm erfahren, später ist es doch sehr stark abgeflaut was natürlich daran liegen kann, dass - halt! Ich will ja nicht spoilern! ;D

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und habe mir vorgenommen, endlich die Reihe um Frieda Klein, von der ich schon so viel gutes gelesen und gehört habe, zu lesen. Mal sehen, wann ich die Zeit finde, das in Angriff zu nehmen aber jetzt empfehle ich euch erstmal diesen klasse Thriller.

Mein Fazit:
Man muss kein Genie sein, um dem Täter auf die Schliche zu kommen, aber man muss den Mumm dazu haben, sich seiner Angst zu stellen.

4 von 5 Sternen.