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Hilly Martinek

Marmelade im Herzen

Roman

Tildas Leben läuft prima, und eigentlich hat sie allen Grund, zufrieden zu sein. Doch manchmal fragt sie sich, was sie daran hindert, wirklich glücklich zu sein. All diese Gedanken werden unwichtig, als ihr auffällt, dass ihr Vater immer mehr Dinge vergisst. Angst greift nach ihr – denn das hat sie schon einmal erlebt: als ihr Großvater Amandus an Alzheimer erkrankte. Und plötzlich sieht sie wieder das 11-jährige Mädchen vor sich, das sie damals war, voller Mut, Liebe und Abenteuergeist. Am Abend stöbert sie in den Tagebüchern, die sie über diese traurigste, verrückteste und intensivste Zeit ihres Lebens geschrieben hat. Alles begann, als Oma starb …

Das Buch spielt in Hamburg, Deutschland

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Leserstimmen

Vergesslichkeit ...

Von: Diane Jordan Datum: 06. August 2018

Marmelade im Herzen

Diane Jordan

Ups, wenn das Kurzzeitgedächnis einen im Stich lässt, kann das hin und wieder ganz lustig sein. Ich kenne das selber ☺ und habe doch tatsächlich erst neulich versucht das Geschirr in die Waschmaschine zu stellen. Und musste dann herzlich über mich selber lachen. Aber, wenn die Schusseligkeit ein gewisses Maß überschreitet, wird es für die nächsten Mitmenschen unangenehm. Mein neuster Sommerroman „Marmelade im Herzen“ von Hilly Martinek befasst sich mit dem heiklen Thema Demenz innerhalb der eigenen Familie in Romanform und Tagebuchrückblicken. Einfühlsam und sehr authentisch beschreibt die Autorin anhand ihres Großvaters und Vaters ihre Anekdoten des täglichen Lebens. Gepaart mit hilfreichen Hintergrundinfos erhält der Leser unaufdringlich und ohne erhobenen Zeigefinger Hintergrundinfos zur Volkskrankheit Demenz. Was ist eine Demenz? Wie geht man mit ihr um? Symptome und Verlauf ... Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lasse ich mich auf die Thematik ein. Stelle mir vor, wie es wäre, wenn man in der eigenen Familie betroffen wäre oder später gar ich selber. Wie würde man damit umgehen? Wie sich verhalten? Die Protagonisten sind vortrefflich gewählt. Tilda ist super beschrieben und meines Erachtens sehr realistisch. Der Spagat „Rückblick“ Großvater bis ins „hier und jetzt“ zum Vater und die Vergleiche gefallen mir außerordentlich gut. Und ich denke mir, auch ein wenig mit Angst und Sorge im Hinterkopf, „Altern ist nichts für Feiglinge!“ Aber vielleicht merken es ja auch nur die Anderen und die Betroffenen haben weniger Stress, weil sie es ja nicht mehr realisieren? Fragen über Fragen. Auf alle Fälle macht das Buch sehr nachdenklich und geht auch ziemlich unter die Haut. Das Cover ist mit dem ansprechenden Marmeladenherz dekoriert , das für mich ein Symbol für Liebe und Zuneigung ist, daher ein echter Eyecatcher. Des weiteren sind mehrere roten Marmeladen-Klekse auf dem Cover. Vermutlich sind sie, durch die zitternde Hand, vom Löffel getropft. Ein Sinnbild für die Gebrechlichkeit des Alters. Nicht zu vergessen der Strohhut, der passender nicht ausgewählt werden konnte. Nach dem Motto „Wenn der Topf aber nun ein Loch hat“ oder aber „Stroh im Kopf“, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer, sofern dies noch für den Betroffenen möglich ist. Und ich empfehle diesen bemerkenswerten und lesenswerten Roman daher gerne weiter, denn am Rad der Zeit kommt Niemand vorbei .

Fazit: 5***** für dieses besondere Buch.





























Ernstes Thema in ergreifender Geschichte

Von: buchglueck Datum: 27. Juli 2018

Die Autorin ist hauptsächlich als Drehbuchautorin bekannt, wodurch ihr erstes Buch "Marmelade im Herzen" grob gesagt nichts anderes ist als eine Buchfassung des Filmes "Honig im Kopf".

Doch anders als im Film lernt man in dem Roman Hauptprotagonistin Tilda auch noch anders kennen, nämlich als erwachsene Frau. Dadurch bekommt das Buch einen Aufbau, in dem die Handlung zwischen zwei Zeiten spielt. Angefangen im "Jetzt", dem Jahre 2017, und den Rückblicken zu Tildas Zusammenleben mit Opa Amandus 1998 im Zusammenspiel mit Tagebucheinträgen, welche die erwachsene Tilda liest und sich dann erinnert.

Obwohl zwischen zwei Zeiten regelmäßig hin und her gewechselt wird, lässt sich der Roman flüssig und schnell lesen. Hilly Martinek schreibt sehr einfach und verständlich. Das Buch enthält trotz ernstem Thema (Alzheimer) durch Opa Amandus Pannen einiges an Witz, welcher aber nicht überrascht sofern man den Film bereits kennt.

Tilda als erwachsene Frau scheint sich selbst verloren zu haben. Sie lebt für ihren erfolgreichen Anwaltsgatten Philipp und ihre gemeinsamen Kinder Max und Käthe. Sie führt die Buchhaltung der Kanzlei ihres Mannes, beginnt sich aber mehr vom Leben zu wünschen. Die kleine verrückte, unbeschwerte und lebensfrohe Tilda ist noch irgendwo in ihr verborgen und möchte wieder zum Vorschein kommen.
Philipp nimmt für mich die Negativrolle in dem Roman ein. Er wirkt gefühlskalt, ohne einen Funken Empathie gegenüber seiner Frau, wenn diese versucht mit ihm Gespräche zu führen. Ihren Wunsch nach neuer beruflicher Orientierung verweigert er ihr schlicht.
Aber wenigstens hat Tilda über all die Jahre ihre Freundin Smylla an ihrer Seite gehalten, die ihr auf ihrer Reise zurück zu sich selbst und Opa Amandus eine große Hilfe ist.

"Marmelade im Herzen" gefiel mir als Buch persönlich sehr gut und ging mir, wie auch der Film, sehr nah. Wofür ich aber in meiner Bewertung etwas abziehe ist, dass es wirklich, bis auf die erwachsenen Teile, 1 zu 1 "Honig im Kopf" ist und das Buch selbst wenig neues bietet. Trotzdem ein empfehlenswertes Buch!

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Eine herzergreifende Geschichte

Von: sommerlese Datum: 22. Juli 2018

Hilly Martinek schreibt Drehbücher, so auch für den Kinofilm "Honig im Kopf" 2014. Ihr erster Roman "Marmelade im Herzen" ist sozusagen das literarische Remake dazu. Er erscheint 2018 im Penguin Verlag.

Tilda wohnt mit ihrer Familie in Hamburg und hat ein sorgenfreies Leben. Doch die Sorge um ihren Vater, der immer mehr Dinge vergisst, macht ihr zu schaffen. Sie bekommt regelrecht Angst, denn all das hat sie schon mit ihrem an Alzheimer erkrankten Großvater Amandus erlebt. Damals war sie 11 Jahre alt und schrieb über die Erlebnisse und Abenteuer mit ihrem Opa sogar Tagebuch.
Mit diesen schriftlichen Eintragungen beschäftigt sich Tilda und erinnert sich zurück an eine einzigartige Zeit und eine besondere Reise.

Hilly Martinek arbeitet in ihrem Roman auf berührende Art ein persönliche Lebenserfahrung ein, denn ihr eigener Vater erkrankte an Alzheimer.
Im Buch spielt Tilda zwei Rollen, einmal als Erwachsene, Mutter und Ehefrau und dann in ihren Erinnerungen und Tagebucheinträgen die 11-jährige Tilda, ein liebenswürdiges Mädchen, die sich rührend um ihren dementen Großvater kümmert und mit ihm noch einmal eine große Reise in die Vergangenheit unternimmt.

Die erwachsene Tilda bemerkt bei ihrem Vater immer mehr Anzeichen einer beginnenden Demenz. Das hat sie schon einmal erlebt, damals als 1-Jährige mit ihrem Opa. Doch so wie sie als Kind ihren Großvater einfach angenommen hat, gelingt ihr das mit ihrem Vater nur schwer. Wie soll sie damit umgehen? Auch das Zusammenleben mit ihrer Familie bedrückt Tilda. Ihren eigenen beruflichen Weg hat sie zugunsten ihrer Familie auf einen Job in der Kanzlei ihres Schwiegervaters beschränkt. Ihr Mann Philipp ist als Anwalt rund um die Uhr beschäftigt und so hängt die Kindererziehung von Käthe und Max weitgehend an ihr. Immerhin hat sie eine gute Freundin, Smylla, die ihr stets hilfreich zur Seite steht. Sie ist auch die treibende Kraft, die Tildas Leben einen neuen Impuls gibt. Gemeinsam unternehmen die Freundinnen noch einmal die Reise nach Venedig, die Tilda mit ihrem Opa erlebt hat. Mit der Reise reißen alte Wunden auf, es werden aber auch wunderschöne Erinnerungen geweckt an die rührende Beziehung zwischen Opa und Enkelin auf ihrer großen Fahrt in die Vergangenheit des Opas und seiner geliebten Frau.


Der Verlauf von Demenz und Alzheimer wird realistisch und dennoch mit einem Augenzwinkern erzählt, einige bewegende Szenen, in denen die Krankheit deutlich wird, gehen sehr unter die Haut. Als betroffener Angehöriger weiß man häufig nicht mit der Krankheit umzugehen, Kinder haben häufig die Gabe, ganz unbefangen darauf zu reagieren und die Person als solche anzunehmen.
Genauso erleben wir Tilda als Kind und dürfen mit ihr eine unglaubliche Erfahrung mitmachen. Die Reise in Opas Vergangenheit nach Venedig läuft zwar mit einigen Handicaps ab, doch sie führt letztendlich zum Ziel. Dabei kann man besonders die enge Beziehung zwischen Opa und Enkelin genießen. Ihre enge Verbundenheit ist spürbar dargestellt, die Geschichte ist traurig, komisch und zutiefst warmherzig erzählt.



Wenn man den Film "Honig im Kopf" mit dem großartigen Dieter Hallervorden bereits gesehen hat, erkennt man einige humorvolle und berührende Sprüche wieder. Aber auch dieser Roman ist sehr gut geschrieben und mit den Rückblenden toll gemacht. Er hat auf den Leser ähnliche Wirkung wie der Film.

Das Buch berührt, amüsiert, macht traurig und nachdenklich mit der Thematik Demenz. Es ist eine sehr lesenswerte und emotionale Geschichte.

Eine herzerwärmende Geschichte

Von: Nadine Dietz Datum: 18. Juli 2018

Ich bin aufgrund des Aufklebers "Honig im Kopf"auf den Roman aufmerksam geworden. Tilda ist jetzt erwachsen und das Schicksal der Alzheimererkrankung scheint sich bei ihrem Vater Nico zu wiederholen. Die Geschichte spielt immer abwechselnd im Heute und in der Vergangenheit und ich erlebte mit Tilda erneut ihre schöne,aber auch aufwühlende Kindheit mit ihrem Opa. Tilda realisiert jetzt wie wertvoll jeder Tag an der Seite ihres Vaters ist. Der Roman ist sehr flüssig und liebevoll geschrieben und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ich konnte mich gut in Tilda einfühlen und habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut.
Das Cover finde ich auch sehr passend und die Parallelen zum Film werden aufgegriffen;

Fazit:
Ich habe mich gefreut, die erwachsene Tilda kennenzulernen und vergebe dafür 4/5 ��