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Anna Simons

Verborgen

Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell

Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.

Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …

Das Buch spielt in München, Deutschland

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Leserstimmen

Gelungener Auftakt!

Von: Stephanie Gutermann Datum: 08. November 2018

Die Ärztin Eva Korell tritt Ihren neuen Job als Gefängnisärztin in der JVA an. Gleich am ersten Tag muss sie feststellen, dass sie die völlig andere Welt im Gefängnis unterschätzt hat und sich auf ein unbekanntes und nicht immer freundliches Umfeld einstellen muss.
Parallel mit Antritt ihrer neuen Stelle wird Eva außerdem in einen Fall verwickelt, der wie sich herausstellt mit einem Insassen der JVA zu tun hat. Eine ihr unbekannte Frau, die sich offenbar in großer Not befindet, bittet Eva um Hilfe und noch bevor Eva die Zusammenhänge erkennen kann, überschlagen sich die Ereignisse.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eva Korell ist eine Figur, die Unsicherheiten zeigt und offenbar Vorkommnisse oder Erlebnisse in ihrer Vergangenheit gemacht hat, die mit dazu geführt haben, dass sie ihr Leben mit diesem Jobwechsel so komplett auf den Kopf gestellt hat. Die näheren Hintergründe werden noch nicht genauer ausgeführt. Was mir aber auch gut gefallen hat! Man wird damit sehr neugierig auf weitere Teile der Reihe.
Ebenfalls gefallen hat mir die Figur der Eva Korell. Gerade die Fehler, die sie am Anfang macht und der gewissen Idealismus und die Naivität, mit der sie sich am Anfang im Gefängnisalltag bewegt, habe ich als realistisch und schlichtweg sympathisch empfunden. Die Geschichte ist zudem spannend und temporeich erzählt, psychologisch glaubwürdig ausgeführt und ich glaube auch sehr gut recherchiert. Dieses Gefühl bekommt man jedenfalls beim Lesen. Ich habe selber noch nie ein Gefängnis betreten, kann mir aber nach der Lektüre dieses Buches sehr gut vorstellen, dass Besuche und Arzttermine unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen auch genauso ablaufen, wie die Autorin es beschreibt.
Ich bin jedenfalls sehr neugierig geworden, wie es weitergeht und freue mich darauf, hoffentlich bald einen nächsten Teil der Reihe in Händen halten zu können.
Klarer Lesetipp von mir!

Es hat mich regelrecht gepackt!

Von: Glitzerfee Datum: 08. Oktober 2018

Inhalt:

Eva freut sich auf ihren Neustart in München. Als Gefängnisärztin wird sie diesen beginnen. Doch bevor sie überhaupt richtig ankommt, wird sie in einen Kriminalfall verwickelt. Hätte sie doch nur der Frau eines Inhaftierten zugehört. Doch plötzlich ist sie verschwunden und Eva macht sich große Sorgen. Sie versucht im Alleingang rauszukriegen, was passiert sein muss und begibt sich damit in Gefahr.

Meine Meinung:

Der Auftakt der neuen Serie, rund um Gefängnisärztin Eva Korell hat mich gleich angesprochen. Schon alleine die Idee und das Setting versprechen Spannung. Die Autorin, Anna Simons hat gezeigt, was in ihr steckt und einen grandiosen Start hingelegt.

Unsere Protagonistin ist eine taffe und selbstbewusste Frau. Eva will endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne Blicken. Doch so einfach wird es Eva nicht gemacht. Nicht nur, dass sie eine Frau medizinisch versorgt, die ein wenig ängstlich und voller Verletzungen ist. Auch im Gefängnis will der erste Patient seine Grenzen austesten. Als besagte Frau auch noch plötzlich verschwindet, obwohl sie einen Tag vorher, Eva etwas Wichtiges sagen wollte, macht sie sich Vorwürfe.

Wie Eva Korell mit der ganzen Geschichte umgeht und wie sie versucht, Licht ins Dunkle zubekommen, hat mir sehr gut gefallen. Alles war logisch und gut durchdacht. Wir bekommen einen Einblick von Evas Umfeld und auch von ihrer neuen Arbeit. Die Szenen im Gefängnis wirken so Real, fast so, als wenn man mit ihr zusammen dort arbeitet.
Insgesamt schafft es Anna Simons den Spannungsbogen die ganze Zeit zu halten. Durch einige Wechsel der Blickwinkel, die immer mal wieder auftauchen, wurde dies noch erhöht.

Natürlich erfahren wir auch einiges von der Vermissten, Nicole, die es in ihrem Leben nicht einfach gehabt hat. Aber auch die beste Freundin von Eva kommt sehr schön zur Geltung. Man hat die Charaktere vor Augen und bangt und hofft mit ihnen förmlich mit.

Die eigenständigen Ermittlungen aber auch die, der Behörde sind schlüssig und passend.

Anna Simons hat Brutalität, Spannung aber auch einiges an Gefühl in diese packende Geschichte gesteckt. Man spürt die Energie beim Lesen. Das Buch wollte ich gar nicht zur Seite legen. Es hat mich regelrecht gepackt!

Ein grandioser Auftakt, ich bin jetzt schon auf die nächsten Teile gespannt. Denn man möchte unbedingt wissen, wie es mit unserer Gefängnisärztin weitergeht. Dort wird es bestimmt nicht langweilig.

Fazit:

Verborgen – Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell von Anna Simons verspricht eine aufregende und spannende Serie. Mit ihrem Auftakt zeigt die Autorin, was in ihr steckt und fesselt den Leser mit ihrer packenden Geschichte.

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Richtig guter Krimi

Von: Jonas Erne Datum: 08. Oktober 2018

Was geschieht, wenn die neue Gefängnisärztin noch vor ihrem Dienstantritt am neuen Wohnort in einen Kriminalfall verwickelt wird, der einen ihrer zukünftigen Patienten betrifft? Richtig – sie hilft der Polizei, diesen zu lösen. Dr. Eva Korell war noch dabei, sich in München einzuleben, als sie Erste Hilfe leisten muss. Die Frau, der sie hilft, ist mit einem der Insassen des Gefängnisses verheiratet, in welchem sie als Ärztin arbeiten wird. Sie bittet Eva um Hilfe, die sie zunächst ablehnt. Doch gegen ihren Willen wird sie immer tiefer in dessen Geschichte verwickelt, was am Ende sogar zu ihrer Entführung führt. Mit Ehre, Leib und Leben versucht sie, die Opfer zu beschützen, doch die Falle schnappt zu, und wer weiß, was ohne das rechtzeitige Eintreffen der Polizei noch alles geschehen wäre…

Unter den gut 80 Büchern, die ich dieses Jahr bereits gelesen habe, ist dies ein ganz spezieller Leckerbissen für mich. Ich hätte nie gedacht, als ich die Beschreibung des Buches las, dass mich dieses so überzeugen würde, aber bislang ist das der beste Roman meiner diesjährigen Lesezeit. Ich habe noch selten einen Krimi gelesen, wo einfach alles gepasst hat: Der Spannungsbogen bleibt konstant erhalten, der Leser taucht in den ersten Seiten mitten ins Geschehen ein, und die Charaktere sind mit einer wirklich umwerfenden Echtheit – mit allen Ecken und Kanten menschlichen Lebens – entworfen und gestaltet. Gerade dieser letzte Punkt macht für mich viel aus. In den meisten Büchern klingen alle Figuren gleich, haben außer ihrer Biographie kaum ein echtes Eigenleben. Das ist mir bei früheren Autoren wie Charles Dickens oder William Shakespeare besonders bewusst geworden, weil diese Autoren sich immer viel Mühe gegeben haben, ihre Figuren sehr individuell und verschieden klingen zu lassen. Das ist mir auch im Roman von Anna Simons aufgefallen.

Der Spannungsbogen wird mit Gesprächen aus unterschiedlichen Sichtweisen aufrecht erhalten. Zwischendurch telefoniert der Bösewicht, aber der Leser hat keine Ahnung, um wen es sich handelt. Auch die Beschreibung der Gewalt hält sich wohltuend in Grenzen. Wer mich kennt, weiß, dass mir das wenig ausmacht, wenn es graphische Beschreibungen davon gibt, aber zu viele Autoren schwelgen dann geradezu darin. Das finde ich dann eher abstoßend. Zu einem Krimi gehört ein gewisses Maß an Kriminalität und Gewalt, aber mehr als dieses Maß ist überflüssig. Meines Erachtens hat die Autorin in diesem Buch genau das richtige Maß davon getroffen. Amüsant fand ich, dass sich im Buch bereits so etwas wie eine vorsichtige, zurückhaltende Beziehung anbahnt. Auch das lässt wohl so manchen Leser auf die Fortsetzung warten. Schließlich will man wissen, wie das weiter geht.

Wenn man das Buch, die Story insgesamt, befragt, was die Autorin der Welt mitteilen möchte, so sind das insbesondere zwei Dinge: Gerechtigkeit siegt. Wer Unrecht begeht, wird irgendwann davon eingeholt, macht Fehler, wird ungeduldig und süchtig nach mehr davon und manövriert sich irgendwann unvorsichtig in eine Situation, in welcher sein Unrecht bekannt wird. Und zweitens: Biographie prägt. Der Übeltäter – so verantwortlich er für sein Handeln ist – war in seiner Kindheit und Jugend selbst das Opfer anderer Menschen. Anna Simons versucht damit nicht, sein Unrecht herunterzuspielen oder zu relativieren, zu entschuldigen oder den Fehler anderen in die Schuhe zu schieben. Aber ihr Appell ist klar: Was wir tun, hat Folgen. Was wir anderen Menschen antun, wird sie ein Stück weit prägen. Lasst uns deshalb auf unsere Handlungen besser achtgeben!

Fazit:

Die Autorin, die ich auch unter anderen Namen bislang noch nicht kannte, ist eine echte Entdeckung für mich. Ich kann das Buch jedem Krimifan empfehlen und bin gespannt, wie die Serie in einem Jahr weitergeht. 5 von 5 Sternen.