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Sue Fortin

Sister, Sister - Zwei Schwestern. Eine Wahrheit.

Psychothriller

Zwei Schwestern. Eine erzählt die Wahrheit. Die andere ist eine Mörderin.

Eines wird Clare nie vergessen: den Tag, an dem ihr Vater ihre kleine Schwester Alice nach Amerika entführte. Nach zwanzig Jahren Ungewissheit kommt endlich ein Brief: Alice will ihre Familie wiedersehen. Überglücklich schließen sie die verloren Geglaubte in ihre Arme. Aber bald fallen Clare seltsame Dinge auf: Wieso trifft Alice heimlich Clares Chef? Was sucht sie nachts im Atelier von Clares Mann? Niemand nimmt ihre Bedenken ernst. Sie entdeckt, dass Alice ihre Kleider trägt – doch Alice behauptet, sie sei paranoid. Wer lügt, und wer sagt die Wahrheit? Eine von beiden spielt ein böses Spiel. Und jeder muss selbst entscheiden, wem er glaubt.

Das Buch spielt in London, Großbritannien

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Leserstimmen

Gelungener Plot, relativ vorhersehbar

Von: Melanie E. Datum: 24. Januar 2019

"Sister, Sister - Zwei Schwestern. Eine Wahrheit" ist ein gelungener Psychothriller, der anfangs große Verwirrung stiftet, um dann ab Mitte des Buches innerhalb der Story dahin abdriftet vorhersehbar zu werden. Die Vorstellung seine jüngere Schwester zu verlieren ist grausam und die Freude darüber diese endlich nach langer Zeit wieder in die Arme zu schließen nachvollziehbar. Alice drängt sich der Familie förmlich auf und nimmt sehr viel Raum ein, sodass Clare irgendwann beginnt an ihrem Mann und ihrem eigenem Verstand zu zweifeln. Ist dies alles ein perfider Plan oder wird Clare langsam verrückt? Wichtige Akten verschwinden und Dinge werden zerstört und die Schuld wird regelmäßig bei Clare gesucht. Auch im Leser werden Zweifel an Clares Unschuld gestreut, denn Alice wirkt zunächst wie ein Lämmchen, welches niemanden schaden könnte. Wäre sie vielleicht sogar die bessere Ehefrau für Luke? Langsam aber sicher wird Clare aus der Familie gedrängt, verliert Freundschaften und ihren Verstand gleich mit dazu. Sie flieht förmlich aus dieser neuen Familienkonstellation und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Mich hat es nicht erschüttert herauszufinden, was wirklich geschehen ist, denn die Grundidee der Story ist nicht neu, sondern mir schon in einem ähnlich gestrickten Thriller begegnet, was aber keine Kritik ist, lediglich ein Hinweis darauf, dass der Überraschungseffekt dadurch eher klein geblieben ist.
Das Cover zeigt durch die zwei Frauen die sich Rücken an Rücken stehen eine gewisse Distanz, was sich auch genauso durch den Thriller zieht. Alice und Clare kommen sich nicht nah, sondern entfernen sich immer mehr voneinander. Die kleine Schwester aus Clares Erinnerungen hat sich zu einer Frau entwickelt, die sich in Clares Familie drängt, ohne Rücksicht auf Verluste, zumindest erscheint es so. Die andere Seite könnte aber auch sein, dass Clare aus Eifersucht Handlungen vollzieht, die einem Wahnsinn gleichen. Interessant hierbei ist auch, warum der Vater nur die eine Tochter mit sich nimmt und die andere Tochter in der Obhut der Mutter lässt. Fragen über Fragen die letztendlich eine Antwort finden werden.
Auch wenn ich "Sister, Sister - Zwei Schwestern. Eine Wahrheit" als sehr vorhersehbar erachte, hat mir dieses die Lesefreude nicht genommen, da viele Momente auch so gelungen dargestellt sind, dass eine gewisse Spannung erspürbar war. Gerne eine Leseempfehlung, da ich mich doch relativ gut unterhalten gefühlt habe.