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Martin Horváth

Mein Name ist Judith

Roman

Wenn sich Geschichte wiederholt … ein hellsichtiger und sehr berührender Roman

Wien in der nahen Zukunft. Seit einem Attentat auf dem Hauptbahnhof ist der Ausnahmezustand zur Regel geworden. Auch die Welt des Autors León Kortner ist aus den Fugen geraten: Bei dem Anschlag sind Frau und Tochter umgekommen, seitdem führt er ein Leben unter Toten. Einsam versucht er einen Roman über die jüdische Familie Klein zu schreiben, die bis zur Flucht vor den Nazis eine Buchhandlung in dem Haus führte, in dem León wohnt. Eines Morgens sitzt ein fremdes Mädchen in einem altmodischen Mantel in seiner Küche. Wer ist diese Judith, die behauptet, dass ihrem Vater der Buchladen gehört?

Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit – ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-vergessen-Können.

Das Buch spielt in Wien, Österreich

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Leserstimmen

Leider nicht überzeugend!

Von: Tausendléxi Datum: 29. Mai 2019

Die Welt von dem Autor León Kortner wird auf den Kopf gestellt. Er verliert bei einem Attentat am Wiener Hauptbahnhof, seine Liebsten, seine Frau und seine Tochter. Seit diesem tragischen Ereignis, lebt León wie in einem Vakuum gehüllt, von der Realität ausgeschlossen.

Eines Morgens dann, sitzt ganz unverhofft, ein etwa zehnjähriges Mädchen in seiner Küche. Bekleidet ist sie mit einem auffälligen, altmodischen Mantel. Ihr Name ist Judith Klein. Sie behauptet allen Ernstes, dass ihrem Vater die Buchhandlung unten im Haus gehört. Doch diese besagte Buchhandlung gibt es schon lange nicht mehr. Die Familie Klein musste die Buchhandlung Ende der 1930 Jahre aufgeben. Sie flüchteten vor den Nazis.

Durch Judith wird León aus seiner Lethargie und Schwermüdigkeit gerissen. Nicht nur das, denn León ist auch seines Lebens müde, ohne seine Familie fühlt er sich verloren. Er weiß um das Schicksal der Familie Klein, doch möchte er diesem Kind die schmerzliche Wahrheit ersparen und erfindet sehr geschönte Geschichten.

>Aber die Lügen waren, so sei zu meiner Verteidigung vorgebracht, der Barmherzigkeit entsprungen. Sie waren aus Liebe geboren. Aus der Liebe eines Vaters, der wusste, was es bedeutete ein Kind zu verlieren.<

An sich liest sich das interessant, jedoch, ich sollte eines Besseren belehrt werden. Martin Horváth ist ein abwechslungsreicher Plot gelungen, der mich auf den ersten Blick angezogen hat. Doch waren mir einige Handlungsstränge zu verwirrend und mein Feuer der Geduld war bei 230 Seiten endgültig verraucht. Martin Horváth´s Schreibstil ist durchaus poetisch zu bezeichnen. Dies war auch der Anlass weiter an der Story dran zu bleiben, um den Sinn zu verstehen, weshalb er Vergangenheit, Gegenwart und Phantasie oder diverse Wahrnehmungen derart vermischt. Leider, und dies sage ich mit Ausdruck, konnten das Buch und ich unsere gemeinsame Reise nicht zu Ende führen, dennoch werde ich Martin Horváth gerne im Auge behalten.

Konnte mich leider nicht überzeugen!

Von: Tausendléxi Datum: 29. Mai 2019

Die Welt von dem Autor León Kortner wird auf den Kopf gestellt. Er verliert bei einem Attentat am Wiener Hauptbahnhof, seine Liebsten, seine Frau und seine Tochter. Seit diesem tragischen Ereignis, lebt León wie in einem Vakuum gehüllt, von der Realität ausgeschlossen.

Eines Morgens dann, sitzt ganz unverhofft, ein etwa zehnjähriges Mädchen in seiner Küche. Bekleidet ist sie mit einem auffälligen, altmodischen Mantel. Ihr Name ist Judith Klein. Sie behauptet allen Ernstes, dass ihrem Vater die Buchhandlung unten im Haus gehört. Doch diese besagte Buchhandlung gibt es schon lange nicht mehr. Die Familie Klein musste die Buchhandlung Ende der 1930 Jahre aufgeben. Sie flüchteten vor den Nazis.

Durch Judith wird León aus seiner Lethargie und Schwermüdigkeit gerissen. Nicht nur das, denn León ist auch seines Lebens müde, ohne seine Familie fühlt er sich verloren. Er weiß um das Schicksal der Familie Klein, doch möchte er diesem Kind die schmerzliche Wahrheit ersparen und erfindet sehr geschönte Geschichten.

>Aber die Lügen waren, so sei zu meiner Verteidigung vorgebracht, der Barmherzigkeit entsprungen. Sie waren aus Liebe geboren. Aus der Liebe eines Vaters, der wusste, was es bedeutete ein Kind zu verlieren.<

An sich liest sich das interessant, jedoch, ich sollte eines Besseren belehrt werden. Martin Horváth ist ein abwechslungsreicher Plot gelungen, der mich auf den ersten Blick angezogen hat. Doch waren mir einige Handlungsstränge zu verwirrend und mein Feuer der Geduld war bei 230 Seiten endgültig verraucht. Martin Horváth´s Schreibstil ist durchaus poetisch zu bezeichnen. Dies war auch der Anlass weiter an der Story dran zu bleiben, um den Sinn zu verstehen, weshalb er Vergangenheit, Gegenwart und Phantasie oder diverse Wahrnehmungen derart vermischt. Leider, und dies sage ich mit Ausdruck, konnten das Buch und ich unsere gemeinsame Reise nicht zu Ende führen, dennoch werde ich Martin Horváth gerne im Auge behalten.

3 von 5

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Abgebrochen....

Von: Franzip86 Datum: 18. Mai 2019

Inhalt: " Wien in der nahen Zukunft. Seit einem Attentat auf dem Hauptbahnhof ist der Ausnahmezustand zur Regel geworden. Auch die Welt des Autors León Kortner ist aus den Fugen geraten: Bei dem Anschlag sind Frau und Tochter umgekommen, seitdem führt er ein Leben unter Toten. Einsam versucht er einen Roman über die jüdische Familie Klein zu schreiben, die bis zur Flucht vor den Nazis eine Buchhandlung in dem Haus führte, in dem León wohnt. Eines Morgens sitzt ein fremdes Mädchen in einem altmodischen Mantel in seiner Küche. Wer ist diese Judith, die behauptet, dass ihrem Vater der Buchladen gehört?"

Meinung: Leider bin ich in die Geschichte nicht rein gekommen. Ich habe das Buch auf Seite 130 abgebrochen. Es war mir persönlich zu langatmig und zu viel hin und her. Die Geschichte ist aus der des Protagonisten geschrieben und es gibt keine richtigen Dialoge.

Da ich das Buch abgebrochen habe, vergebe ich nur einen Stern.

Martin Horváth beschreibt die traumatischen Ereignisse im Leben des Schriftstellers Leòn Kortner.

Von: Birgit Pirker Datum: 16. Mai 2019

Wien, im Jahre 2032. Martin Horváth beschreibt die traumatischen Ereignisse im Leben des Schriftstellers Leòn Kortner. Nachdem dieser bei einem Attentat auf den Wiener Bahnhof seine Frau und Tochter verliert, zieht er sich vollkommen aus seinem bisherigen Alltag zurück. Er beginnt zunehmend zu vereinsamen. Die Wohnung ist still, dennoch befinden sich an allen Ecken die Erinnerungen an seine Familie. Und plötzlich sitzt da ein junges Mädchen in seiner Wohnung: Nicht seine Tochter, aber Judith Klein!
Leòn braucht nicht lange um zu verstehen, dass Judith nur in seiner Fantasie existiert …

Martin Hováth ist mit seinem zweiten Roman hochkarätige Literatur gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, dennoch lyrisch und poetisch. Auch die Art, wie er die Geschichte an den Leser transportiert ging mir durch Mark und Bein.
„Mein Name ist Judith“ ist eine Geschichte, die sicher nicht immer leicht zu lesen ist, da sie unweigerlich einen eher bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Auch wenn viele Details aus der Vergangenheit nur bildlich angesprochen werden, bleibt der Schrecken des 2. Weltkrieges auf jeder Seite präsent.

Leòn Kortner flüchtet sich immer wieder in die Vergangenheit: Zunächst erscheint es, als wäre Judith eine Erscheinung, die aus seinem eigenen Kopf entspringt, da er sich vermehrt mit den Kleins auseinandersetzt. Einer jüdischen Familie mit 3 Kindern, die früher in seiner Wohnung lebten und über Jahrzehnte eine Buchhandlung im Erdgeschoss des Zinshauses geführt haben. Judith ist die jüngste Tochter und bis heute ist ihr Schicksal ungewiss.
Die Auseinandersetzung mit Gegenwart und Vergangenheit wird vom Autor sehr gelungen erzählt und hat mich definitiv zum Nachdenken gebracht. Drama, Liebesgeschichte und fantastische Elemente ergeben ein rundes Gesamtbild!

Die schriftstellerische Freiheit ein Bibelzitat, dass uns aus dem Johannesevangelium bekannt ist „Am Anfang war das Wort …“, zu nutzen, um seinen Protagonisten hervorzuheben, finde ich zwar spannend gewählt, in meinen Augen hätte dieses Element aber vom dem Autor noch besser eingesetzt bzw. verflochten werden können. Das Zitat kommt zwar immer wieder durch, den Bezug zu der Geschichte muss man sich aber erst selbst erarbeiten …

Martin Horvàth lässt seine Leser in diesem Buch neue Wege gehen und animiert uns immer wieder zum Umdenken!

Hochkaratisch-literarisch gegen das Vergessen

Von: AnnaikasBooks Datum: 01. Mai 2019

Drei Buchstaben und eine Interpunktion beschreiben ganz gut, was ich während und nach dem Lesen von Mein Name ist Judith gedacht habe: WOW! In diesem Wort steckt je nachdem, in welchem Kontext es verwendet wird, eine andere Aussage. So kann Trauer, Wut, aber Freude darin stecken. In dem Kontext des Buches ist es für mich eher Sprachlosigkeit. Mein Freund würde es wahrscheinlich als „harten Tobak“ bezeichnen und ich würde ihm da eindeutig zustimmen.
Nach dem Anschlag, wo sich jemand aus politisch-religiösen „Überzeugungen“ in die Luft gesprengt hat, in Wien sind zwei Jahre für León vergangen. Er lebt immer noch in der Wohnung, wo er vorher mit Frau und Kind gewohnt hat. Diese liegt in einem alten Haus über einem kleinen Lebensmittelladen, welcher früher eine von Juden geführte Buchhandlung war. Als studierter Historiker wollte er schon immer ein Buch schreiben und stößt durch Nachbarn auf die Geschichte der Familie Klein, macht die Kinder und Enkel der ehemaligen Buchhändler ausfindig und freundet sich mich diesen an. Im Endeffekt sind das die beiden wichtiger Handlungsstränge, die das Buch bestimmen. Wenn ich jemanden persönlich von dem Buch erzähle frage ich an dieser Stelle: „Was fällt dir auf?“ Tja, was fällt denn auf? Wir haben zwei verschiedene Jahrhunderte. Einmal wird die Geschichte einer jüdischen Familie mit ihrer Flucht und ihrem Leben im Exil erzählt. Dann haben wir unsere heutige Zeit, wie sie vielleicht in zwei/drei Jahren aussehen könnte. Es passiert nicht wieder dasselbe wie zur Nazizeit, aber: Ausländerhass steigt wieder; viele Menschen leben in Angst; durch ein paar „Menschengruppen“ und deren Ansichten gegenüber anderslebenden Menschen sterben viele. Was mich daran erschreckt hat, ist die Tatsache, dass es tatsächlich passieren kann. Die geschilderte Atmosphäre und Situation kann schnell auftreten, damit auch die Angst. Das ist das eine was auffällt. Das andere, was auffällt, ist die Darstellung in der Sprache: Die Geschichte wird aus Leóns Sicht erzählt. Wir finden hier zwar die Ich-Perspektive, aber er gibt sein Erlebtes nur aus seiner Sicht wieder. Dadurch gibt es keine direkte Rede. Der Charakter León erzählt uns als Leser also seine Erinnerung an das Erlebte und bewertet es somit indirekt. Am Anfang war das tatsächlich etwas schwer für mich, aber ich fand diesen Erzählstil echt verdammt genial! Für mich wirkte das dadurch, auf gewisse Weise, ehrlich. Wie wenn mein Opa mir aus seiner Kindheit erzählt und dabei Gespräche wiedergibt.
Leóns Verzweiflungs, dass er nicht weiß, wo er mit seiner Trauer hin soll, gepaart mit der Erscheinung von Judith Klein, der vermissten Tochter der Buchhändlerfamilie, gibt der Geschichte die genaue Parallele zwischen den Zeiten, den Geschehnissen und der Wiederholung. Außerdem wurde auf mich oftmals der Eindruck vermittelt, dass zwischen dem Wirklichem und der Einbildung nicht unterschieden werden kann. Wie weit kann man das auch nach einem traumatisierten Ereignis?
Ein wirklich hochkaratisch-literarischer Roman, der lange in einem nachklingen kann. So werden mir auch jetzt immer noch einige Dinge bewusst, die ich beim Lesen noch nicht wahrgenommen habe. Der Inhalt vermittelt ein wichtiges Thema, welches auf sensible, aber dennoch eindringliche Art aufgezeigt wird. Einfach grandios! Ein kleines Manko habe ich jedoch und den möchte ich an der Stelle nicht unerwähnt lassen: Wer, wie ich, denkt, dass die Geschichte der Familie Klein und auch von Judith im Vordergrund steht, irrt. Ja, ich dachte, dass am Ende alles aufgeklärt ist, aber so ist es nicht und das macht es umso ehrlicher, weshalb ich mit einem Zitat jetzt ende: "Warum fällt es mir so schwer, den Namen Auschwitz auszusprechen?"(Horváth, Martin: Mein Name ist Judith, München: Penguin Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH 2019, S.117)

Eine ganz besondere Geschichte

Von: Lesemademoiselle Datum: 22. April 2019

„Ich, der als Kind von einem Ort zum nächsten geschleppt wurde und keine Wurzeln schlagen konnte, brauche meine Trauer nicht an einem Ort, einem Grab, einem Stein festzumachen. Ich trage einen Friedhof in mir.“

Martin Horváth hat es mir nicht leicht gemacht mit seinem Roman „Mein Name ist Judith“. Es ist eine Geschichte, die in Ruhe gelesen werden will. Jedes Wort, jeder Satz, jeder Abschnitt ist fein komponiert, aufeinander abgestimmt und so unendlich wichtig. Ich musste öfters Sätze noch einmal lesen um ganz sicher zu sein, dass ich sie auch richtig erfasst habe. Horváth lässt sich Zeit für seine Figuren. Es dauerte bei mir bis León und Judith Gestalt annahmen und für mich greifbar wurden. Aber dann haben beide mich sehr berührt.

Der Roman ist aus mehreren Erzählungen zusammengesetzt. Manchmal weiß man nicht genau, ob sie nun real oder nur geträumt sind. Manche Erzählungen erscheinen zusammenhanglos, manche erzählen eine fortlaufende Geschichte. Erst am Ende verweben sich alle Stränge zu einem großen Ganzen. Das Ende selbst versöhnt und schenkt Hoffnung.

Leóns Familie wurde bei einem Bombenattentat ausgelöscht, die Familie Klein verlor Judith in der NS-Zeit. Die Trauer und Verzweiflung darüber ist die Verbindung zwischen den beiden Geschichten. Sehr sensibel beschreibt Horváth wie Geschichte sich immer wieder wiederholt. Er erzählt von Verfolgung und Flucht, damals wie heute, und er schreibt über das Vergessen-Wollen und Nicht-vergessen-Können.

„Auschwitz blieb in seinen Erzählungen – auch Judith gegenüber – bis zum Schluss eine Lücke, die durch Worte nicht zu füllen war.“

Mit ganz großer Sensibilität schreibt Martin Horváth über Leóns Begegnung mit sich selbst, über seine Vergangenheit und über seine Erinnerungen an eine glücklichere Zeit. Und Horváth erzählt von der Familie Klein, die überlebt hat und die ihren Platz nach der Zeit der Shoa auch wieder finden musste.

Ein Roman, der in mir noch immer nachhallt. Erst mit Abstand beginne ich zu begreifen, was für eine besondere Geschichte ich gelesen habe. Es mag ein Buch sein, das nicht für jeden geeignet ist, aber wen es erreicht, dem wird dieses Buch unvergesslich bleiben.

Gegen das Vergessen

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 27. März 2019

Inhaltsangabe: Quelle Penguin-Verlag
Wien in der nahen Zukunft. Seit einem Attentat auf dem Hauptbahnhof ist der Ausnahmezustand zur Regel geworden. Auch die Welt des Autors León Kortner ist aus den Fugen geraten: Bei dem Anschlag sind Frau und Tochter umgekommen, seitdem führt er ein Leben unter Toten. Einsam versucht er einen Roman über die jüdische Familie Klein zu schreiben, die bis zur Flucht vor den Nazis eine Buchhandlung in dem Haus führte, in dem León wohnt. Eines Morgens sitzt ein fremdes Mädchen in einem altmodischen Mantel in seiner Küche. Wer ist diese Judith, die behauptet, dass ihrem Vater der Buchladen gehört?

Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit – ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-vergessen-Können.

Meine Meinung zum Autor und Buch:
Martin Horváth, hat mit seinem zweiten Buch, einen sehr brillanten, Anspruchsvollen und klugen Roman geschrieben. Eine Geschichte die einem sehr fordert beim Lesen, die ist sehr tiefgründig, ein geschehen das einem beim Lesen sehr fesselt, wenn man sich mal festgebissen hat. Sein Schreibstil, ist sehr Einfühlsam, Stilsicher, Bildhaft und flüssig. Die Geschichte seines Haupt Protagonisten León, basiert auf dessen Erinnerungen, auch um das Vergessen, den Kampf des Überleben und die Unmenschlichkeit. Gleichzeitig ist diese Geschichte auch ein Mahnmal an eine mit der dunkelsten Epochen unserer Geschichte, und an unsere Politik heute. Beim Lesen dachte ich oft an den Satz: Die Geister die ich rief, aus dem Zauberlehrling von Goethe . Ergreifend, fordernd von der ersten bis zur letzten Seite. Oft fragte ich mich was ist real, oder sind es León Geister, die in seinem Kopf gegenwärtig sind. Man wird ob man es will oder nicht, in den Strudel der Geschichte gezogen.

Mit viel Feingefühl hat er den Autor León Kortner, beschrieben , ein traumatisierten Menschen, der sein liebstes bei einem Anschlag verloren hat, seine Frau und Tochter. Er kann die beiden nicht vergessen, auch nicht die Familie Klein,eine Jüdische Familie die in dem Haus und seiner Wohnung wohnte. Er schreibt an deren Geschichte, die vor den Nazis damals fliehen mussten. Es ist als ob er die Geister von Damals zum Leben erweckt hätte, den plötzlich taucht diese kleine Judith auf, ich sah sie an seinem Küchentisch sitzen,in ihrem altmodischen grauen Wollmäntelchen und der roten Mütze auf dem Kopf. So plötzlich wie sie auftauchte aus dem nichts, so oft verschwindet sie auch wieder. Man spürt hier León Ratlosigkeit , seine Selbstzweifel und die innere Zerrissenheit. Den sie kann es ja nicht sein, ist sie ein Geist oder spielt ihm sein Gehirn einen Streich. Langsam gehen beide aufeinander zu, den Judith behauptet immer noch die Tochter vom Buchhändler Klein zu sein.
Den die Familie gibt es schon lange nicht mehr, und so fängt León an, für Judith die Geschichte ihrer Familie zu erzählen. Sie ist voller Wehmut und trauriger Erinnerungen. Eine Botschaft die einem Nachdenklich macht, eine Geschichte mit einem berührenden und versöhnlichen Ausgang, alle losen Fäden laufen zu einem ganzen zusammen. Ich kann diesen Roman nur Empfehlen zu Lesen.

Gegen das Vergessen

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 27. März 2019

Martin Horváth, hat mit seinem zweiten Buch, einen sehr brillanten, Anspruchsvollen und klugen Roman geschrieben. Eine Geschichte die einem sehr fordert beim Lesen, die ist sehr tiefgründig, ein geschehen das einem beim Lesen sehr fesselt, wenn man sich mal festgebissen hat. Sein Schreibstil, ist sehr Einfühlsam, Stilsicher, Bildhaft und flüssig. Die Geschichte seines Haupt Protagonisten León, basiert auf dessen Erinnerungen, auch um das Vergessen, den Kampf des Überleben und die Unmenschlichkeit. Gleichzeitig ist diese Geschichte auch ein Mahnmal an eine mit der dunkelsten Epochen unserer Geschichte, und an unsere Politik heute. Beim Lesen dachte ich oft an den Satz: Die Geister die ich rief, aus dem Zauberlehrling von Goethe . Ergreifend, fordernd von der ersten bis zur letzten Seite. Oft fragte ich mich was ist real, oder sind es León Geister, die in seinem Kopf gegenwärtig sind. Man wird ob man es will oder nicht, in den Strudel der Geschichte gezogen.

Mit viel Feingefühl hat er den Autor León Kortner, beschrieben , ein traumatisierten Menschen, der sein liebstes bei einem Anschlag verloren hat, seine Frau und Tochter. Er kann die beiden nicht vergessen, auch nicht die Familie Klein,eine Jüdische Familie die in dem Haus und seiner Wohnung wohnte. Er schreibt an deren Geschichte, die vor den Nazis damals fliehen mussten. Es ist als ob er die Geister von Damals zum Leben erweckt hätte, den plötzlich taucht diese kleine Judith auf, ich sah sie an seinem Küchentisch sitzen,in ihrem altmodischen grauen Wollmäntelchen und der roten Mütze auf dem Kopf. So plötzlich wie sie auftauchte aus dem nichts, so oft verschwindet sie auch wieder. Man spürt hier León Ratlosigkeit , seine Selbstzweifel und die innere Zerrissenheit. Den sie kann es ja nicht sein, ist sie ein Geist oder spielt ihm sein Gehirn einen Streich. Langsam gehen beide aufeinander zu, den Judith behauptet immer noch die Tochter vom Buchhändler Klein zu sein.
Den die Familie gibt es schon lange nicht mehr, und so fängt León an, für Judith die Geschichte ihrer Familie zu erzählen. Sie ist voller Wehmut und trauriger Erinnerungen. Eine Botschaft die einem Nachdenklich macht, eine Geschichte mit einem berührenden und versöhnlichen Ausgang, alle losen Fäden laufen zu einem ganzen zusammen. Ich kann diesen Roman nur Empfehlen zu Lesen.

Am Anfang war das Wort

Von: Melanie E. Datum: 25. März 2019

Martin Hovàth ist mit "Mein Name ist Judith" hochkarätige Literatur gelungen. Die schriftstellerische Freiheit ein Bibelwort zu nutzen, um den Protagonisten hervorzuheben, ist mir allerdings bitter aufgestoßen, da diese umgeschrieben worden sind und denen den der Beginn des Johannesevangeliums bekannt ist, werden dieses sicherlich ähnlich befremdlich finden wie ich. Ich wählte dieses als Titel meiner Rezension, da es immer wieder einfließt. Einmalig hätte ich es nicht als störend empfunden, aber mehrfach gelesen fand ich es unpassend, denn es machte mir den Protagonisten sofort unsympathisch. Dieses ist eine persönliche Meinung, daher kann ich es nennen, da es mir mehrfach aufgefallen war.
Ansonsten konnte ich mich sehr gut auf "Mein Name ist Judith" einlassen. Mir fiel das ruhige Cover auf der Verlagsseite auf und ich beschäftigte mich sofort mit dem Klappentext. Auch dieses empfand ich als ansprechend und freute mich darüber, das Buch lesen zu dürfen.
Wir schon erwähnt, handelt es sich bei diesem Roman um hochkarätige Literatur, welche nicht immer leicht zu lesen ist, da ein bitterer Nachgeschmack definitiv nicht ausbleibt. Auch wenn vieles lediglich bildlich angesprochen wird, ist der Schrecken des Krieges und der Verfolgung immerzu präsent. Judith, die eine Geistererscheinung zu sein scheint, tritt urplötzlich in Leòn Kortners Leben. Dieser hat selbst ein hartes Schicksal erlitten und trägt Traumata mit sich. Es scheint zunächst als wäre Judith ein Geist, den er selbst produziert, da er sich mit dem Buchladen auseinandersetzt. Dieser ist schon einige Zeit nicht mehr vorhanden, aber in seinem und Judiths Kopf immer noch so, als wäre er nie verschwunden.
Die Auseinandersetzung mit Gegenwart und Vergangenheit ist sehr gelungen und stimmt definitiv nachdenklich. Bücher mit eindrücklichen Botschaften sind einfach beachtlich, zumal die schriftstellerische Fähigkeiten des Autors immer wieder andere Wege gehen. Drama, Liebesgeschichte und fantastische Elemente ergeben ein rundes Gesamtbild, sodass ich sehr gerne eine Leseempfehlung vergeben möchte. Es lohnt sich genau zu lesen, damit man die Wertigkeit dessen nicht überliest, was Geschehen ausmacht und zukünftiges Geschehen dabei auch nicht ausblendet, wobei dieses zunächst erst einmal Fiktion bleibt.