Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook
Hörbuch

€ 24,00 [DE] | CHF 33,90 [CH] | € 24,70 [A]

€ 18,99 [DE] | CHF 22,00 [CH]

€ 24,00 [DE] | CHF 33,90 [CH] | € 27,00 [A]

Gary Shteyngart

Willkommen in Lake Success

Roman
„Eines der 100 besten Bücher 2018“ – The New York Times

Am Puls des heutigen Amerika - »man möchte schreien, weil dieser Roman so wahr und so unglaublich lustig ist« (Richard Ford)

Eines frühen Morgens entledigt sich Barry Cohen, Master of the Universe, der Fesseln seines allzu perfekten Lebens. Der Sohn eines jüdischen Poolreinigers hat eine traumhafte Karriere gemacht: Seine Hedgefonds spülen ihm Millionen aufs Konto, für ihn zählen nur Status, Ruhm, Prestige und Perfektion. Doch dann kommt der Tag des tiefen Falls: Er begreift, dass sein Sohn niemals in seine Fußstapfen treten wird. Mit nichts als seinen Lieblingsuhren im Gepäck flieht Barry mit einem Greyhound-Bus aus New York. Sein irrwitziger Plan: nach zwanzig Jahren seine College-Liebe Layla in El Paso zu treffen. Ob er mit ihr das echtere Leben von damals wieder aufnehmen kann?

Bestsellerautor Gary Shteyngart nimmt uns in dieser Great American Novel mit auf eine turbulente Reise durch das zutiefst gespaltene Amerika der Vor-Trump-Ära - und erzählt von der Suche eines Mannes nach dem wahren Glück. Großherzig, klug und witzig!

Das Buch spielt in El Paso, Vereinigte Staaten von Amerika

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart

Von: Gedankenlabor Datum: 12. Juni 2019

„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart hat mich um ehrlich zu sein anfangs erstmal ein paar Nerven gekostet. Ich brauchte eine kleine Weile, ehe ich richtig in das Buch reingefunden hatte, denn die Art wie diese Geschichte erzählt wird und die Charaktere sind doch sehr speziell, ich glaube das ist eines der Bücher die man entweder mag, oder nicht. Ich fürchte hier gibt es wenig Grauzone. Letztlich wollte ich dem Buch aber absolut eine Chance geben und das hat sich auch gelohnt! Unser Protagonist Barry Cohen, millionenschwerer Master of the Universe ist auf der Flucht vor seinem scheinbar perfekten Leben. Er steigt in einen Greyhound-Bus und fährt durchs Land, auf der Suche nach seiner College-Liebe Layla. Schnell wird im Verlauf der Geschichte klar, dass nicht alles Gold ist was vermeidlich glänzt und das dasnLeben, sowie jeder einzelne Mensch Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten hat. Shteyngart zeigt hier viele Fassetten und Charakterzüge der einzelnen Protagonisten und schaffte es letztlich für mich als Leser einen detaillierten Blick auf die Protagonisten werfen zu können und zwar auf eine humoristische, zynische und dann wieder ernste Art und Weise. Mein Fazit: Absolut lesenswert, wenn auch speziell! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gefällt mir das Buch im gesamten wirklich gut und hatte einfach mal eine andere Art zu erzählen, für mich letztlich auf positive Art und Weise!

Willkommen in Lake Success

Von: Thursdaynext Datum: 03. Juni 2019

Master of the Universe könnte man Barry Cohen, den armseligen Helden aus Lake Success nennen. Hedgefondsmanager der Milliarden verwaltet, mit der Finanzaufsicht im Genick und auf der Flucht vor dem Diagnoseergebnis seines dreijährigen Sohnes. Es waren noch andere Unanehmlichkeiten und Gedankenspielereien, die ihn dazu trieben den Greyhound nach Westen zu besteigen und seine gewohnte Einflußsphäre zu verlassen. Weshalb er sich auf diese Reise queer durch die USA unter völlig ungewohnten Bedingungen begibt entblättert Gary Shteyngart mit Überschneidungen, Zeitrückblenden in einem packenden, furiosen Erzählstil.

Sympathisch, dass der Unsympath Cohen von seiner menschlichen Seite gezeigt wird, in all seiner unreflektierten Verwirrt- und Zerrissenheit, die er trotz seines Alters, gepaart mit einer immensen Naivität an den Tag legt. Er ist auf dem Weg zu seiner Jugendliebe Layla, dem Bild in seiner Vorstellung, das ihn lockt, verspricht es doch Seelenfrieden und ist so viel leichter, als mit den Verletzungen und Enttäuschungen fertigzuwerden, die ihn heutzutage heimsuchen.

Shteyngart nimmt seine Leser*innen vom ersten Satz an mit in die Zeit kurz vor dem Amtsantritt des US-Präsidenten, dessen Name niemals mehr genannt werden sollte (wird er), aber er ist präsent im Amerika vor der Wahl. Mit Verve, Witz und quasi im Vorbeifahren erfährt man lichtblitzartige, kleine aber feine Details aus der Stimmungslage der amerikanischen Bevölkerung von den Ärmsten bis hin zu den monströs, obszön Reichen. Mittendrin Barry Cohen, seine junge Frau Seema, die auf ihre eigene Art versucht, ihre lauernden, gedanklich verzweifelten Dämonen in den Griff zu kriegen, etliche Uhren und seltsam, skurrile Erscheinungen und die wunderbare schön bis schäbige Kulisse der Vereinigten Staaten.

Willkommen in Lake Success hat Sog, es ist reines Vergnügen, diesen Roman zu lesen, obwohl der Autor nicht zimperlich mit seinem Personal umgeht und die Seelentiefe der Protagonisten detailliert und ohne Beschönigung auslotet. Es sind auch nur Menschen wie wir alle. Auf der Suche nach Glück, Liebende, Verzweifelte, verirrte Suchende. Shteyngart schafft es in einem Moment den Leserzynismus auf 100 % zu pushen, um ihm dann vor Augen zu führen, dass es schlicht menschliches Verhalten ist, erklärbar, wenn auch nicht immer nachvollziehbar. Wenn Barry im Greyhound seine Zugehörigkeit zum Judentum negiert und sich auf eine Stufe mit dem rechtslastigen selbstgerechten Prediger stellt, indem er klagt, ebenfalls seinen Sohn nicht mehr sehen zu dürfen, weil seine Frau ihn nicht mehr liebt, dann ist das trotz völliger Verdrehung der Tatsachen in diesem Moment tatsächlich seine ganz eigene „Wahrheit“. Shteyngart wendet diesen Kunstkniff immer wieder an und so erhalten die Leser*innen einen differenzierten Blick, sowohl auf auf die potentiellen Trumpwähler wie auch in die Gefühls- und Denkwelten der Protagonisten. Das liest sich locker und lässig und nie seicht auch wenn die Hirneinhalte der Skizzierten durchaus flach daherkommen. In ihrer Weltsicht sind sie es nicht, da gibt es nur diese selbstgewählte Alternativlosigkeit, die ihnen unumstösstlich erscheint. Diesen Erzählerblick und Stil, so amüsant und furios und voller Liebe zu diesem Land und seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen, beglückt mit Wellnesslesen auf hohem Niveau.

mehr Leserstimmen anzeigen

Mein Flop des Jahres 2019

Von: Caro Datum: 02. Juni 2019

Zum Inhalt:
Barry ist besessen von Uhren. Und völlig überfordert mit seinem autistischen Sohn Shiva. Nachdem seine Firma den Bach hinuntergeht beschließt er aus seinem Leben, welches ihn zutiefst unglücklich macht, auszubrechen. Die Ehe mit seiner Frau ist am Ende und so macht Barry sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe Layla. Für diesen Roadtrip nimmt er den Greyhoundbus und trifft dabei auf Charaktere, die ihn prägen, zum Nachdenken bringen, ihn selbst aber nur wenig verändern.


Meine Meinung:
Mir fällt es nicht ganz leicht für dieses Buch eine Rezension zu schrieben. Es handelt sich mit Abstand um den größten Flop, den ich dieses Jahr gelesen habe.


Hin und wieder lese ich gerne Geschichten über einen Roadtrip. Hier erwartete ich mir einen Roadtrip mit politischem Hintergrund. Diesen bekam ich auch irgendwie. Aber auch nur irgendwie. Über die meiste Zeit folgen wir Barry im Greyhoundbus durch Amerika. Wir begegnen gemeinsam mit ihm den verschiedensten Personen, erleben wie er hier und da eine Affäre hat. Leider ist diese Geschichte sowas von nichts sagend, dass mir eigentlich fast die Worte für eine Rezension fehlen. Die Botschaft der Geschichte hat sich mir bis zum Ende nicht erschlosse und so frage ich mich nach über 400 Seiten, wofür ich eigentlich meine Zeit verschwendet habe.


Die Charaktere sind ebenso nervig, wie nichts sagend. Da ist zum einen Seema, Barrys Frau, die sofort nach seinem Weggang eine Affäre mit ihrem Nachbarn anfängt und zudem überall den Schein wahren will. Ihr Sohn Shiva scheint ihr dabei nur peinlich und eine Last zu sein, auch wenn sie ihn liebt. Shiva ist ein autistischer dreijähriger Junge, von dem man nicht mehr mitbekommt, als dass er Wutanfälle bekommt und nur durch wenig zu beruhigen ist. Und dann ist da noch Barry selbst. Selten habe ich so einen schrecklichen Protagonisten erlebt. Egoistisch, selbstverliebt und nur an seine Uhren denkend ist dieser Mann nicht als nervtötend. Ich verstehe diesen Charakter auch überhaupt nicht, weiß nicht, was ich von ihm lernen soll, wie ich eine Verbindung zu ihm hätte finden sollen. Mehr als Geld und hin und wieder mal Sex hat er nicht im Sinn.


Der Schreibstil passt leider ins Bild und trägt einiges dazu bei, dass das Lesen für mich mehr und mehr zur Qual wurde. Er ist holprig, übertrieben und vieles wirkt zu gewollt. Es macht keinen Spaß der Geschichte zu folgen. Es gibt Bücher, die sind so gut geschrieben, dass man die Sätze förmlich aufsaugen und immer wieder lesen will. Dieses Buch gehört mit Abstand nicht dazu und ist in so ziemlich allem das genaue Gegenteil. Sehr schade um diese doch so intelligent und gut wirkende Idee.


Fazit:
Mein bisheriger Flop des Jahres. Das Lesen wurde von Seite zu Seite immer mehr zur Qual. Anstrengende Charaktere, ein extrem anstrengender Schreibstil und eine Handlung, deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, machten dieses Buch zu einem meiner größten Negativerlebnisse.

Willkommen in Lake Success: Roman von Gary Shteyngart

Von: Balalaika Datum: 31. Mai 2019

Barry Cohen, New Yorker Hegdefond-Manager, erlebt gerade den größten Misserfolg seines Lebens. Sein Fond „This Side of Capital“ fährt durch falsche Investitionen riesige Verluste ein, die Börsenaufsicht ist hinter ihm wegen dubioser Geschäfte her, seine junge Frau liebt ihn nicht mehr und sein bis dahin einziges Kind erfüllt ihm seine Träume von der perfekten Familie auch nicht – er ist Autist oder wie es im Buch so schön heißt „im Schema“. Also was macht Barry in dieser für ihn alles andere als erfreulichen Position? Er schnappt sich in höchster Eile eine Rollkoffer, stopft 4 seiner teuren Lieblingsuhren hinein, wirft Handy und Kreditkarte weg, um seine Spuren zu verwischen und macht sich mit dem Greyhoundbus auf den Weg zu seiner Jugendliebe, wo er sich wahres Glück erhofft. Unterwegs begegnen ihm jede Menge mehr oder weniger verkrachte Existenzen, alte Freunde, die keine sind, neue Freunde(innen), mit denen er sich nicht lang genug beschäftigt, um sie wirklich kennenzulernen und jede Menge Amerika in verschieden Bundesstaaten mit den unterschiedlichsten Meinungen und Vorstellungen des eigenen Landes. Während Barry vor seinem Leben flieht, versucht seine Frau mit der neuen Situation klar zu kommen, hüpft mit ihrem Nachbarn bei anscheinend jeder sich bietenden Gelegenheit ins Bett, ist meist mit ihrem Kind überfordert, bringt es nicht über sich, wenigstens die eigene Familie mit ins Boot zu holen und ist derweil aber wieder schwanger. Und möglicherweise wird auch der zweite Sohn autistisch sein.
Das Buch zählte 2018 zu den besten 100. In meinem Bücherschrank wird es wohl leider nicht ganz weit vorn stehen. Ich mag keinen, wirklich keinen der Charaktere im Buch. Der selbstmitleidige Poolreinigersohn Barry, der, nachdem er Millionen gescheffelt hat, sich großartig vorkommt, weil er mit der Unterschicht der USA reist, obwohl er eigentlich nur Angst hat, wegen seiner Geschäfte ins Gefängnis zu kommen und weil er zu feige ist, sich mit der Krankheit seines Sohnes auseinanderzusetzen. Seine Frau, die ihren autistischen Sohn versteckt vor anderen Menschen, ihn rund um die Uhr von Angestellten umsorgen lässt, kaum ist der eigenen Mann weg, mit dem Mann der Nachbarin ins Bett geht. Der verlogene Nachbar, dessen Frau als Ärztin kaum Zeit für etwas anderes als Arbeit hat. Die Ärztin, die schon an ihren 3jährigen Anforderungen stellt, wo ich mir an den Kopf greife und mich frage, wann und ob das Kind denn auch Kind sein darf. Und so geht es für mich durch das ganze Buch. Großherzigkeit und Witz wie in der Buchbeschreibung angekündigt finde ich nur in ganz seltenen Momenten, z. B. als Barry ein Frühstück spediert bekommt, als er nichts mehr hat. Vielleicht verstehe ich aber den Humor der Amerikaner nicht. Und vielleicht verstehe ich auch einfach die Gesellschaft in den USA nicht. Deshalb möchte ich das Buch nicht schlechter schreiben, als es ist. Es lässt sich leicht lesen und man hat schon irgendwie das Gefühl, mit im Greyhoundbus zu sitzen. Dennoch, mich hat das Buch eher deprimiert und aufgeregt als unterhalten und erheitert. Und noch einen Kritikpunkt muss ich unbedingt loswerden. Ich weiß ja nicht, wie es im amerikanischen Original ist: aber müssen wir Studenten jetzt wirklich als Studierende bezeichnen? Das erste Mal ist mir das auf Seite 301 aufgefallen und leider zieht sich das auch über die nächsten Seiten weiter so. Keine Studenten mehr, nur Studierende. Tut mir leid, aber wenn in Zukunft in allen neuen Büchern dieser Neusprech angewendet wird, werde ich wohl keine tollen neuen Geschichten mehr lesen. Denn ich liebe meine Landessprache so wie sie ist. (Man mag mich jetzt verbal steinigen, ist aber so.)

,,Willkommen in Lake Success''

Von: Maya Datum: 28. Mai 2019

,,Willkommen in Lake Success'' handelt von Barry der eigentlich den typischen ,,American Dream'' lebt. Er ist als Sohn eines jüdischen Poolreinigers aufgewachsen, lebt jetzt aber als Millionär mit seiner Frau Seema und seinem kleinen Sohn in New York.
Trotzdem ist Barry nicht glücklich. Sein Sohn hat Autismus, mit seiner Frau läuft es nicht mehr gut und auch in seinem Job ist es gerade schwierig. Somit begibt sich Barry auf einen Roadtrip durch Amerika auf der Suche nach seiner Jugendliebe Layla.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Besonders interessant fand ich zusehen wie sich Barrys und auch Seemas Sicht auf die verschiedenen Gesellschaftsgruppen, einzelne Menschen und Orte verändert hat, nur weil sie jetzt einer höheren Schicht angehören. Barry beurteilt die Menschen nur nach Geld und ihren Uhren. Barry ist nämlich ein riesen Uhrenfanatiker. Doch als Barry auf seinem Roadtrip in einem herunter gekommenen Viertel auf einen armen Jungen trifft, der durch Drogen dealen sein Geld verdienen muss hilft er diesem. Ihm werden die anderen Seiten Amerikas wieder klar. Generell fand ich Barrys Entwicklung sehr faszinierend.
Nicht so gut gefallen hat mir hingegen der Erzählstrang über die Beziehung mit seinem Autistischen Sohn. Das Potenzial wurde leider nicht 100%ig genutzt, da die Emotionen nicht wirklich rüber kamen. Im Allgemeinen konnte ich viele Handlungen von Barry und auch von Seema nicht nachvollziehen. Dies war das Grundproblem warum mich das Buch nicht wirklich gepackt hat. Die Charaktere waren zwar interessant aber ich konnte mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren.

Der Schreibstil war an sich sehr schön. Der Autor hat viele tolle Sprachliche Mittel verwendet, jedoch hat er Dinge des öfteren zu detailliert beschrieben.

Insgesamt hat der Autor die Themen und die Probleme der ,,Vor-Trump-Ära'' sehr gut aufgegriffen.
Mich konnte das Buch aber einfach nicht packen.

Greyhound meets Hedgefondmanager

Von: Waiako Datum: 28. Mai 2019

Das Buch ist definitiv eine moderne amerikanische Lektüre, welche direkt und indirekt die Gesellschaft Amerikas skizziert. Es geht um Familie, Zugehörigkeit, Autismus, Eheprobleme, Geldangelegenheiten, Uhren, das Scheitern der Hauptfigur als Ehemann, Vater und Manager und vor allem um Selbstfindung via einer Busreise mit Greyhound. Es ist sehr eingehend geschrieben, so dass man sich oft mit der Hauptfigur identifizieren kann, auch wenn man nie diese "Probleme" hatte.
Fazit: Auf jeden Fall lesen, teilweise sehr ironisch und witzig!!!

Sehr interessanter Einblick ins Leben eines Fondmanagers

Von: Kristina Freyer Datum: 25. Mai 2019

Der Roman beschreibt den Ausstieg eines amerikanischen Fondsmanagers aus seinem momentan sehr schwierigen Leben. Im Privatleben wird seine Ehe sehr stark dadurch belastet , dass bei seinem dreijährigen Sohn Autismus diagnostiziert wurde. Seine Ehefrau beginnt eine Affäre mit einem Nachbarn. Beruflich hat er Probleme mit der Börsenaufsicht. Um den Kopf klar zu kriegen, beschließt er, mit dem Bus durchs Land zu reisen, um Land und Leute und das normale Leben der Amerikaner kennenzulernen. Der Autor gibt einen Einblick in die Welt der Finanzen und die zwischenmenschlichen Beziehungen in dieser Arbeitswelt.

Willkommen in Lake Success

Von: Karl-Heinz Datum: 25. Mai 2019

Barry, superreich, superoberflächlich und besessen von seinem Faible für teure Uhren verläßt Hals über Kopf Frau und Kind. Nur mit einem Rollkoffer voller Uhren reist er mit dem Bus quer durch Amerika. Unterwegs lernt er einen einäugigen Mexikaner, ein süßes Mädchen, einen Drogendealer kennen, er lebt eine Weile bei seiner verflossenen Jugendliebe und deren Sohn, wird von der eigenen Frau verraten, angeklagt und verurteilt. Immer wieder kommt er auf die Füße, stürzt niemals ganz ab, doch auf der Suche nach sich selbst bleibt die wahrhaftige Läuterung schließlich aus.
Ein unterhaltsames Buch, den vielen Gedankensprüngen ist jedoch nicht immer leicht zu folgen. Eine Geschichte aus einer Welt, die dem durchschnittlichen Leser wohl verborgen bleiben wird. Wer trinkt schon, wie selbstverständlich, mit seinem Nachbarn einen 23000$ teuren Whiskey?
Der moderne Schreibstil ist sicher kunstvoll, aber es bleibt am Ende die Frage offen: was will der Autor eigentlich sagen?

Uhren

Von: mayada Datum: 25. Mai 2019

Dieses Buch ist wunderbar zu lesen aber auch verstörend. Wenn Amerika wirklich so tickt - und ich hoffe doch sehr dass der Autor da "überspitzt" hat - muss einen an der dortigen Politik nichts mehr wundern. Es geht den meisten Menschen wohl hauptsächlich um Geld, Sex und Drogen, so auch der Hauptperson. Er begibt sich auf eine Reise auf der Suche nach Liebe zu der aber nicht fähig ist. Für dieses Buch sollte man Uhren- und andere Luxusmarken kennen, da ansonsten einiges an Lesespass verloren geht.

Langwierig, dann aber interessant

Von: Ralf B. Datum: 25. Mai 2019

Das Buch beginnt mit einem Banker, der nur mit Koffer und seinen geliebten Uhren vor seiner eigenen Familie flieht. Es wird am Anfang oft von seinem kranken Sohn geschrieben. Bis aber mal gesagt wird, was er wirklich hat, dauert es mir zu lange. Es gibt anfangs für mich ein zu großes Durcheinander der Geschichte, so dass man nur schwer hinein findet. Gibt man aber nicht auf und hat man diesen etwas langwierigen Teil erst überwunden, entwickelt sich die Story dann doch interessant. Mehr möchte ich aber nicht verraten.

Sehr entspannend!

Von: Lena_C300 Datum: 25. Mai 2019

Mit seinem humorvollen Schreibstil und seinen bildhaften Beschreibungen schafft es der Autor, dass der Leser sich in die Rolle des Protagonisten hinein versetzen kann. Spannend zu lesen uns entspannend nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Roman über skurrilen Roadtrip

Von: Ma73 Datum: 25. Mai 2019

Das Buch ist eigentlich gut geschrieben und einfach zu lesen. In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte eines frisch getrennten Ehepaars erzählt, einerseits die von Hedgefonds-Manager Barry Cohen, der sich entschließt, mit dem Greyhound-Bus durch die USA zu seiner Jugendliebe zu fahren und andererseits die seiner Frau, die nach der Trennung ein Verhältnis mit einem Nachbarn anfängt.
Viele Handlungen der Hauptpersonen waren für mich schwer nachzuvollziehen. Ich konnte mich auch nicht wirklich mit einer Person identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Um den Humor des Buchs, Anspielungen und Gesellschaftskritik in Gänze zu verstehen, muss man wahrscheinlich ein besserer Kenner der amerikanischen Gesellschaft sein.

Gute Unterhaltung mit komplexem Handlungsaufbau

Von: Leo Z. Datum: 24. Mai 2019

Eingebettet in eine komplexe Handlung beleuchtet das Buch die amerikanische Gesellschaft aus vielen Blickwinkeln. Die Story bleibt dauerhaft spannend. Das Personal ist abwechslungsreich und die Protagonisten haben mich beide bis zum Schluss gefesselt. Es wird deutlich, wie viele unterschiedliche Facetten ein Mensch haben kann und warum wir bislang Entscheidungen treffen, die wir später bereuen.
Auf den ersten Blick ist es die Geschichte über eine gescheiterte Ehe. Doch der Autor schafft es, sozialkritisch zu sein, ohne dass die Handlung an Entertainment verliert.
In meinen Augen ein Buch, das den Leser unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Empfehlenswert!

Milliardär im Greyhound

Von: Eve Datum: 24. Mai 2019

Gary Shteyngarts Buch: "Willkommen in Lake Success" nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Reise durch Amerika zur Zeit der letzten Präsidentschaftswahlen.

Barry Cohen, ein Hedgefond Milliardär flieht eines Nachts, nachdem er mit einem Nachbarn eine Flasche Whisky im Wert eines Kleinwagens geleert hat, aus seinem bisherigen Leben. Einem Leben, das perfekt zu sein scheint. Seine Frau hat er nach bestimmten Kriterien ausgewählt, in seine Vorstellung hat er drei perfekte Kinder. Doch sein Sohn passt nicht in dieses Schema, Spektrum wie der Autor es bezeichnet. Sein Sohn ist Autist.

Blutend und mit einem Rollkoffer, der keine Kleidung aber dafür eine Auswahl seiner sehr teuren Lieblingsuhren enthält, steht er am Busbahnhof und hat die Idee per Greyhound-Bus zu seiner Jungendliebe zu reisen.
Doch bereits das Kaufen des Tickets schafft er nicht ohne seine Sekretärin. Als diese versucht, ihm zu folgen und seine Aufenthaltsorte durch seine Kreditkartenbuchungen ermittelt, wirft Barry diese in den nächsten Mülleimer, genauso wie sein Handy. Nun muss er mit dem bisschen Bargeld, das er in den Taschen hat, seine Reise bestreiten.

Auf seiner Reise, die zur Zeit der Präsidentschaftswahlen Clinton vs. Trump stattfindet, trifft er Menschen aller Gesellschaftsschichten, kontroverserer Einstellungen. Barry lernt, aber reflektiert er auch?

Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen, hat witzige und traurige Momente. Es ist kein gesellschaftskritischer Roman, aber ein sehr schön zu lesender.

Interessanter, humorvoll-ironischer und gesellschaftskritischer Roman übers "Land der unbegrenzten Möglichkeiten"...

Von: Amanda2006 Datum: 23. Mai 2019

"Willkommen in Lake Success" ist inzwischen der 4. erfolgreiche Roman von Gary Shteyngart.
Barry Cohen, aus kleinen Verhältnissen stammend, hat es mit enormen Fleiß im Studium, großem Interesse am Job, dem wichtigen "richtigen Riecher" und einem guten Händchen für Geschäfte und nicht zu vergessen, auch nicht so legalen Tricks und Kniffen sehr weit gebracht. Frei nach dem Motto der typischen amerikanischen Klischee-Filme: vom Tellerwäscher zum schwerreichen New Yorker Hedgefonds-Manager.
Eigentlich sollte er mit seinem Leben zufrieden sein, aber... wer viel hat, will mehr. Der familiäre Hintergrund ist auch nicht das, was er sich erträumt. Sehr weit oben ist man doch recht allein, wahre echte Freunde gibts nicht.
Er möchte sein Leben ändern, alles hinter sich lassen und erhofft sich all das, was er meint versäumt zu haben.
Der Roman liest sich flüssig, obwohl er doch recht lang ist. Man möchte wissen, ob ihm die Kehrtwende gelingt und er ein anderes sinnfüllendes Leben für sich finden kann.
Ich kann den Roman Lesern empfehlen, die sich für die typisch amerikanische Geschichte interessieren. Und... der krasse Gegensatz, die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich ist wohl nirgends so weit auseinander wie in den USA.

Mein Exemplar ist schon im Freundeskreis auf "Lesereise";-))

Willkommen!

Von: Michelles Bookworld Datum: 22. Mai 2019

Barry Cohen, ein Hedgefonds-Manager, kommt morgens betrunken und blutend an einem Greyhound-Busbahnhof an. Er hat nur einen Rollkoffer mit seinen Lieblingsuhren dabei. Seine Ehe ist gescheitert, sein Sohn Shiva schwer autistisch (er kann zu ihm keinen Kontakt aufbauen) und ihm sitzt das FBI wegen Insidergeschäften im Nacken. Er will seine frühere Freundin Layla aus Studienjahren in El Paso besuchen. Er ist ein dermaßen unsympathischer Typ, nur ichbezogen, geldgeil und triebgesteuert. Das Buch spielt 2016, also noch Obama, aber Trump möchte Präsident werden.
Als zweiten Handlungsstrang begleiten wir seine Frau Seema durch das Buch. Sie will auf jeden Fall verhindern, dass bekannt wird, dass ihr Sohn Shiva Autist ist. Sie ist schwanger und hat ein Sexverhälnis mit ihrem Nachbarn. Später treibt sie das Kind ab, da sie Angst hat, dass es auch Autist wird, oder was weiß ich aus welchem Grund, denn nähere Umstände werden nicht bekannt.
Die einzigen Protagonisten die mir in diesem Buch gefielen, waren Julianna, eine Nachbarin und der Vater von Seema, aber auf beide wurde nicht näher eingegangen.
Das Buch hätte wirklich ein tolles Buch werden können, aber dann fällt dem Autor etwas ein, was er noch einfügen könnte und schwupps ist das gute Leseerlebnis vorbei. Die wirklich guten Einfälle wurden nicht vertieft und waren schnell abgearbeitet. Es war alles in allem ein zu viel des Guten und ich war froh, als ich endlich den gerafften Schluss lesen konnte.
Was ich dem Autor Gary Shteyngart zu Gute halten muss, war sein Schreibstil, nur leider hat er versucht vieles überflüssige hinein zu interpretieren. Auch war vieles nur einfach an den Haaren herbei gezogen und auch übertrieben. Auch zum Schluss hin, dachte ich, dass mir einige Seiten fehlen. Aber nein, der Autor hat einfach nur gerafft, um möglichst schnell zum Ende zu kommen.
Ich verstehe nicht, dass dieses Buch in Amerika so hoch gelobt wurde.
Auch den Titel des Buches „Willkommen in Lake Success“ verstehe ich nicht, denn er hat mit dieser Reise im Greyhound-Bus überhaupt nichts zu tun.

aberwitzig

Von: welikaja Datum: 20. Mai 2019

Das Buch hat mir gut gefallen. Ich mag Satire und dieses überzeichnete Bild von dem heutigen Amerika ist einfach köstlich. Sehr kurzweilig und nebenbei noch lehrreich. Ich empfehle es gern weiter.

Pseudointellektueller Roman

Von: Raphaelaswelt Datum: 20. Mai 2019

Ich habe den Roman vorab als Randomhouse Testleser kostenlos erhalten und darüber bin ich sehr froh, denn sonst wäre ich wirklich sehr enttäuscht gewesen. Der Roman liest sich nicht sehr flüssig und kommt mit allerlei Fachwörtern und aus anderen Sprachen entlehnten Begriffen daher, die mir ja etwas sagten, weil ich viel reise und viel lese, aber das kann man ja nicht von jedem voraussetzen. Viele Sachen werden nur oberflächlich behandelt und Autismus wird auch erst sehr spät ausgesprochen und man fühlt die Peinlichkeit des Protagonisten. Die Reise per Greyhoundbus durch die USA ist sehr skurril und man weiß irgendwie nie, auf welcher Seite Barry steht, man kann ihn auch vom Alter schwer einschätzen und ihn sich auch nicht gut vorstellen: in manchen Szenen wirkt er alt und behäbig (seine Lust, Uhren zu sammeln), in manchen Szenen kommt er pubertär daher (Sex mit einer soeben erst im Bus kennengelernten Schwarzen im Hotelzimmer). Das Buch springt immer zwischen seiner ihn betrügenden Ehefrau, die mit dem autistischen Sohn in New York zurückbleibt und nichts über den Verbleib ihres Mannes weiß und dem durch die USA reisenden Ehemann Barry Cohen hin und her, was mich irgendwie verwirrte. Der Lesefluss und das Lesevergnügen blieben auf der Strecke, da man sich wieder erst einmal auf jede neue Situation einstellen musste. Aber wenn es ein "intellektuelles" Buch ist, dann muss es ja ein Erfolg in den USA werden, ich kann mir nur erklären, dass es sich im Original irgendwie flüssiger liest - für mich war es in meiner Muttersprache eher anstrengend!

Ein Roadtrip auf der Suche nach sich selbst

Von: worte.sind.magie Datum: 19. Mai 2019

Barry Cohen ist kein sympathischer Protagonist.
Vom Sohn eines Poolreinigers zum ultrareichen Hedgefondmanager, lebt er scheinbar den amerikanischen Traum, aber es ist mehr Schein als Sein und seine Welt gerät nach und nach ins Wanken als sich seine lieblose Ehe auflöst, bei seinem Sohn Autismus diagnostiert wird und sich zu guter letzt auch noch die Börsenaufsicht an seine Fersen hängt. Barry flieht mit einem Greyhoundbus quer durch Amerika auf der Suche nach sich selbst und läßt seine Frau und seinen kleinen Sohn Zuhause die Scherben seines Lebens aufräumen.

Barry trifft auf seinem Roadtrip durch Amerika auf Menschen, die sich am anderen Ende der sozialen Skala befinden. Gary Steyngard arbeitet hier mit sozialen Extremen. Barrys Blick auf diese Menschen und Situationen sind sehr detailiert, aber emotional distanziert und seine fast hilflose Art und Weise, sich einzubringen, zu helfen oder einfach teilzuhaben, ist tragisch, manchmal tragisch-komisch in seiner Hilflosigkeit.
Barry ist ein einsamer, verlorener Mann auf der Suche nach Nähe. Ein Vater, der vor seinem nicht kommunizierenden Sohn (Barrys Wahrnehmung) zurückschreckt, obwohl er selbst Probleme hat, emotional mit Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ein Mann, der Nähe sucht und diese nicht geben kann.
Bleibt die Frage ob Barry sich selbst gefunden hat. Zum Ende seiner Reise, würde ich mit "Jein" antworten. Barry ist wie seine Frau Sheema sich selbst treu geblieben. Er hat sich nicht wirklich verändert, eher seinen Frieden mit dem, was nicht zu ändern ist, gemacht. Im Epilog erlebt der Leser Barry und auch Seema 10 Jahre weiter und erst hier habe ich den Eindruck, die Geschichte würde sich für mich zufriedenstellend schließen.

“Vorsicht Spoiler!”
Im Epilog hält sein Sohn den traditionellen Segensspruch während seiner Bar Mizwa Feier.
Er kommuniziert über einen Sprachcomputer und erwähnt auch seinen Vater: (Zitat) "Viele Leute können sich nicht erinnern, wie sie drei gewesen sind, aber ich kann das. Und damals habe ich an meinen Vater immer als den Vogel-Vater gedacht, weil er der Arbeit wegen dauernd weggeflogen ist. Und jedesmal, wenn er wegflog, wurde ich wütend und bin ausgerastet. Und jedes Mal, wenn er heimkehrte, wollte ich ihn umarmen, doch konnte ich es nicht, weil ich bin, wie ich bin. Und als ich älter war, jagte ich im Madison Park den Tauben hinterher, und ich habe immer gedacht, eine davon sei mein Vater in Gestalt einer Taube. ... Und heute ist mein Vater zurückgeflogen. Und hat mir den besten Tag meines Lebens geschenkt."
Es ist sehr berührend, wie letztendlich der dreizehnjährige Sohn seinem Vater die Hand reicht und mit Worten die Kluft in ihrer Beziehung überbrückt. Und auch die Reaktion von Barry ist sehr schön. Typisch und passend für ihn, aber ich konnte zum Schluss tatsächlich doch noch Sympathie und Verständnis für diesen Mann aufbringen.

Es ist ein amerikanischens Buch mit kritischem Blick auf die amerikanische Gesellschaft der "Vor-Trump-Ära". Diesen Punkt habe ich in meine Meinung hier nicht einfließen lassen, da ich nicht ausreichend Wissen über die amerikanische Gesellschaftsstruktur und -entwicklung habe. Sicher habe ich das Buch aus diesem Grund auch mit einer anderen Gewichtung gelesen und vermute, dass ich einige Zusammenhänge nicht wirklich verstanden habe.

Seltsame Reise mit dem Greyhound-Bus

Von: JR Datum: 19. Mai 2019

Die Geschichte über Barry Cohen und seine Reise mit dem Bus von New York nach El Paso hörte sich auf dem Klappentext sehr vielversprechend an und hat gleich mein Interresse geweckt. Der Protagonist flieht aus seinem perfekten Leben, aus der oberen Schicht der New Yorker Hedgefonds-Manager mit dem Greyhound-Bus zu seiner Jungendliebe Layla. Zurück lässt er in New York seine Frau und seinen autistischen Sohn, zu dem er keinen Zugang findet. Mit auf seine Reise nimmt er nur einen Rollkoffer mit seiner teuren Uhrensammlung. Sein Handy und seine Papiere entsorgt er. Sein perfektes Leben und seine traumhafte Karriere lässt er hinter sich. Während der Reise im Bus begegnen ihm viele liebenswerte und auch merkwürdie Gestalten. Bei so mancher Seite, weiß man nicht was man davon halten soll. Ich konnte nicht so ganz nachvollziehen, was genau sein Problem ist. Der Sohn, der nicht in sein perfektes Leben passt oder die Flucht vor der Börsenaufsicht. Die meiste Zeit kommt Barry Cohen egoistisch, geldgeil und triebgesteuer rüber. Zeitgleich wird die Geschichte seiner Frau erzählt, die ebenfalls mit der Krankheit ihres Sohnes nicht zurecht kommt und es geheim hält. Warum sie eine Affäre mit ihrem Nachbar anfängt erschließt sich mir ebenfalls nicht. Die politsche Kritik an der amerikanischen Regierung nimmt man wahr, ist aber nur teilweise geglückt. Mich hat das Buch von Gary Shteyngart nicht überzeugt. Es fehlte der Funke der mich an ein Buch fesselt.

Unterhaltsamer, aber nicht immer glaubwürdiger Selbstfindungs- und Road-Trip eines Hedgefonds-Millionärs auf der Suche nach seiner alten College-Liebe

Von: Dirk Hoffmann Datum: 19. Mai 2019

Als Sohn eines jüdischen Poolreinigers hat es Barry Cohen weit gebracht und den amerikanischen Traum gelebt: Nach seinem Studium in Princeton machte er Karriere an der Wall Street und verwaltete einen eigenen Hedgefonds, der ihm Millionen, aber schließlich auch Probleme mit der Börsenaufsicht einbrachte. Der „freundlichste Typ der Wall Street“ hat aber nicht nur innerhalb von drei Jahren achthundert Millionen Dollar seiner Anleger verzockt, sondern auch mit privaten Problemen zu kämpfen. Während sein dreijähriger Sohn Shiva aufgrund seiner autistischen Störung nicht spricht und definitiv nicht in Barrys Fußstapfen tritt, unterhält seine schwangere Frau Seema auch noch eine Affäre mit dem Mann einer neuen Freundin, deren Sohn sich auch noch mit ihrem eigenen angefreundet hatte. Barry sehnt sich auf einmal nach seiner Jugendliebe Layla und steigt aus seinem Luxus-Leben aus. Nur mit seinen (sündhaft teuren) Lieblingsuhren im Gepäck steigt er in New York in einen Greyhound-Bus und macht sich auf den Weg nach El Paso. Auf der Fahrt macht er die Bekanntschaft von Drogensüchtigen, Studentinnen und Lebenskünstlern und lernt so die andere Seite des American Way of Life kennen.
„Es war alles so scheißlächerlich. Sein erstes Lachen allein, solange er sich erinnern konnte. Niemanden interessierte seine schwarze Amex, niemand interessierte Seans blutendes Gesicht, niemanden interessierte, dass sein Sohn schwer autistisch, dass seine Ehe gescheitert war, niemanden interessierte sein Valupro-Fiasko oder was der Frau zustoßen würde, die mit nichts als einem Föhn ein Hotelzimmer bezogen hatte, als der Morgen zum Tag wurde. Die schiere Ausdehnung des Landes war viel zu groß für seine Sorgen.“ (S. 63)
Nach seinen drei Bestsellern „Handbuch für den russischen Debütanten“, „Absurdistan“ und „Super Sad True Love Story“ schildert der in Leningrad als Sohn jüdischer Eltern geborene und seit seinem siebten Lebensjahr in den USA lebende Schriftsteller Gary Shteyngart mit seinem vierten Roman „Willkommen in Lake Success“ den unterhaltsamen Zwangsausstieg eines typischen Wall-Street-Karrieristen, der zwar alles hat, was man mit Geld kaufen kann – vor allem unverschämt teure Uhren -, aber plötzlich vor den Trümmern seines exklusiven Lebens steht, als er feststellen muss, dass sein Sohn nicht der perfekte Nachfolger im Investment-Sektor sein wird und seine Frau ihn nicht mehr liebt. Aus der Sehnsucht nach seiner College-Liebe Layla entwickelt sich ein Road-Trip, der den Protagonisten Barry Cohen mit den unteren Milieuschichten der amerikanischen Bevölkerung auf dem engen Raum eines Greyhound-Busses konfrontiert, woraus sich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen interessante Einsichten über die Wähler von Donald Trump und Hilary Clinton gewinnen lassen. Allerdings wirken die Figuren recht klischeehaft gezeichnet und die Geschichte vom geläuterten Hedgefonds-Millionär, der in der wirtschaftlichen und privaten Krise sein Leben mit teils nostalgischer Verklärung, teils selbstkritischer Reflexion Revue passieren lässt und auf einmal die einfachen Menschen kennenlernt, auf die er zuvor nur abschätzig hinabgesehen hat, etwas arg konstruiert, zumal mit dem überraschend versöhnlichen, etwas unglaubwürdigen Ausklang. Nichtsdestotrotz gewährt Shteyngart seinen Lesern interessante Einblicke in die amerikanische Seele, in die enttäuschten Erwartungen und Träume der Unter- und Mittelschicht. Dabei lässt der Autor sowohl sanfte humoristische Töne und ein wenig Erotik einfließen, erweist sich stellenweise auch als guter Beobachter der unterschiedlichen Mentalitäten und der politischen Meinungsbildung, so dass ein wenig deutlicher wird, warum ein zynischer Scharlatan wie Donald Trump überhaupt die Massen so manipulieren konnte, dass er zum Präsidenten gewählt worden ist.

Ein grandioses Buch!

Von: FrauPPunkt Datum: 19. Mai 2019

Ein bisschen erinnert's an "Tod eines Handlungsreisenden": wie Willy Loman verschließt Barry auf schmerzhafte Art die Augen vor dem eigenen menschlichen und finanziellen Verfall. Mit teils kindlicher Naivität, oft dreister Ignoranz sieht er nur sich, sich, sich und seine vermeintlichen Sorgen, die er leicht in den Griff bekommen könnte, wenn er nur endlich verstehen würde, dass er dafür erwachsen werden und Verantwortung übernehmen müsste.
Ein grandioses Buch, zwischen Road Movie und (verspäteter) Coming of Age-Story angesiedelt - ein großer Spaß, das zu beobachten: dass man nicht alles Scheitern in seinem Leben immer wieder auf den frühen Tod der Mutter, die Erkrankung des Sohnes und eine einzige berufliche Fehlentscheidung schieben kann.
Man kann oft nur den Kopf schütteln über die Egozentrik dieses Mannes, der dann ganz am Ende doch noch ETWAS versteht, worauf es ankommt. Lesen!

Auf der Suche nach dem Glück

Von: Angel Datum: 19. Mai 2019

Barry Cohen hat es geschafft. Er managt einen Hedgefonds, schwimmt in Geld, hat eine sündteure Wohnung in New York, eine schöne, junge Frau und ein Kind. Doch was auf den ersten Blick wie der amerikanische Traum schlechthin aussieht, entpuppt sich Stück für Stück als Fassade hinter der eine nicht ganz so heile Welt auf ihre Chance zum Durchbruch lauert.

Der Fonds steckt in Schwierigkeiten, ja mehr noch, es droht die Pleite. Das Kind liegt "im Spektrum", wie es Barry gerne nennt. Es hat eine schwere Form von Autismus und mit drei Jahren immer noch kein Wort gesprochen. Barrys Frau ist wieder schwanger, aber es steht zu befürchten, dass auch das zweite Kind wieder als Autist zur Welt kommt. Bei einer Einladung bei Nachbarn beginnt es zu brodeln und schließlich eskaliert ein Streit so sehr, dass Barrys Frau handgreiflich wird und Barry überstürzt eine Tasche packt, ein paar seiner geliebten, selbstverständlich achteuren, Uhren hineinwirft und sich mit dem Greyhound Bus in Richtung Süden aufmacht. Er hofft, mit seiner Collegeliebe ein neues Leben beginnen zu können, doch noch den Traum von den drei fröhlichen und gesunden Kindern zu verwirklichen und all seine Sorgen los zu werden.

Barry will seine Spuren verwischen, nicht zuletzt, um auch den Fahndern der Börsenaufsicht zu entkommen, die wegen Insiderhandel gegen ihn ermitteln. Er wirft sein iPhone weg und später auch die schwarze Amex. Zu spät erkennt er, dass er zu wenig Bargeld hat und nun auf die Hilfe Fremder angewiesen ist, wenn es bis zu seiner Ex-Freundin schaffen will. Ganz anders als in dem Haifischbecken in dem er sich sonst bewegt, bekommt er nun aber Hilfe, hier mal eine Mahlzeit geschenkt, dort ein Dach über dem Kopf organisiert und man hat ein offenes Ohr für ihn.

Während Barry noch auf dem Weg ist, beginnt seine Frau ein Affäre mit dem Nachbarn, einem gehypten Schriftsteller, der sein Geld aber eher mit den Reden macht, zu denen er eingeladen wird, als mit seinen unverständlichen Büchern. Auch das ist nicht von Dauer. Das Baby treibt sie ab. Gleichzeitig freundet sie sich mit der Frau des Schriftstellers an, die ein gutes Händchen für das autistische Kind hat. Eine schwierige Situation für alle...

Das Buch ist rasant geschrieben, hat auch witzige Momente. Es ist sehr amerikanisch und man muss die Art mögen, wie Menschen aufsteigen, zu fallen drohen oder auch wirklich fallen. Die Welt des Barry Cohen ist weit ab von dem was man als normaler Mensch erlebt. Man jagt als Leser mit Barry im Greyhound dem kleinen, stillen Glück nach, das am Ende doch noch irgendwie erscheint, wenn auch ganz anders, als Barry sich das erträumt hatte.


Eher verfrühte Midlifecrisis als abenteuerlicher Roadtrip

Von: Booksnotdead_13 Datum: 18. Mai 2019

„Willkommen in Lake Success“ handelt von einem stinkreichen Hedgefonds-Manager, der aus seinem Leben Reißaus nimmt und mit dem Greyhound-Bus quer durch Amerika fährt.

Er hat eine Frau, die ihn nicht liebt, einen autistischen, 3-jährigen Sohn, der wesentlich mehr emotionale Betreuung benötigt, als sein Vater ihm bieten kann und das FBI sitzt ihm auf Grund dubioser Machenschaften an der Börse auch noch im Nacken.

Nach einem Streit mit Frau und Kindermädchen packt Barry ein paar teure Uhren (sein größtes Hobby) in einen Koffer und macht sich auf gen Busbahnhof. Der Plan: Eine Reise mit dem Greyhound-Bus quer durch die USA, die sich kurz vor Donald Trumps geschichtsträchtigen Wahlsieg befindet. Ziel ist El Paso, dort wohnt seine erste große Liebe Layla.

„Willkommen in Lake Success“ ist ein super kurzweiliger Roman, den ich in zwei Tagen ratzfatz durchgezogen habe. Die Sprache ist flüssig, es lässt sich sehr angenehm lesen. Aber so richtig wollte bei mir das „Roadtrip-Feeling“ nicht aufkommen, und da kann der Autor noch so oft auf Jack Kerouac, Alan Ginsberg und „On The Road“ verweisen. Barry ist ein unsympathischer, egoistischer und rücksichtsloser Kerl, der komischerweise als stets „super-freundlich“ beschrieben wird - wirkt irgendwie gar nicht so. Diese Tour mit dem Bus ist viel mehr ein Selbstfindungstrip eines unzufriedenen Mittvierzigers, als eine Tour mit interessanten Bekanntschaften und abenteuerlichen Erlebnissen. Die Personen, die Barry trifft, wirken eher karikiert als realistisch. Nichtsdestotrotz war es ein nettes Leseerlebnis.

Ps.: Der Roman wurde übrigens in den USA als eines der erfolgreichsten Bücher 2018 gefeiert. Für mich persönlich nur so semi nachvollziehbar.

Aufregend

Von: kristall1972 Datum: 18. Mai 2019

Das Buch hat ich von Anfang an sehr gefesselt. Das fing schon bei der kurzen Inhaltsbeschreibung und beim Titel an. Durch den schönen Schreibstil kam man gleich mitten ins Geschehen hinein. Die Story an sich ist fesselnd und interessant und die Charaktere vielschichtig angelegt. Die Spannung war von Anfang an da und konnte durch einige geschickte Wendungen bis zum Ende hin erhalten bleiben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur empfehlen.

Eine teilweise gelungene Gesellschaftskritik

Von: Soulfee Datum: 16. Mai 2019

Ein typisch amerikanischer Roman, der eigentlich eine Gesellschaftskritik abbilden soll, es aber meiner Meinung nach nicht unbedingt schafft.
Es handelt sich um den Protagonisten Barry Cohen, der eigentlich im Leben fast alles erreicht hat.
Tolle Karriere, viel Geld, aber natürlich nicht nur mit legalen Mitteln. Aus diesem Grund ist die Börsenaufsicht hinter ihm her.

Er denkt sich, dass sein Leben doch nicht so toll ist. Eine große Enttäuschung ist sein autistischer Sohn, der eben nicht so ist, wie er es gerne hätte in seiner perfekten Welt.

Gedanken an seine Vergangenheit und Jugendliebe blitzen auf und er trifft die Entscheidung, quer durch’s Land zu fahren um sie zu finden,...

Zuviel möchte ich hier nicht verraten, nur dass es leider nur teilweise geglückt ist, fesselnd zu schreiben und das Buch einige Längen hat. Bei 432 Seiten hätte man etwas kürzen können. Ob die Gesellschaftskritik als diese deutlich rüberkommt muss jeder für sich entscheiden.

Läuterungsreise quer durch die Staaten

Von: YukBook Datum: 14. Mai 2019

Schon der erste Absatz dieses Romans gibt einen guten Vorgeschmack auf das verrückte Abenteuer der Hauptfigur Barry Cohen, auf das wir uns auf über 400 Seiten einlassen werden. Der schwerreiche New Yorker Hedgefonds-Manager steckt ganz offensichtlich in großen familiären und beruflichen Schwierigkeiten und will so schnell wie möglich der Misere entfliehen. Er kauft sich kurzerhand ein Greyhound-Ticket und macht sich auf den Weg nach Richmond zu seiner Jugendliebe Layla.

Es wird eine Selbstfindungs- und Läuterungsreise quer durch die Staaten bis nach San Diego, die in krassem Gegensatz zu seinem gewohnten Lebensstil steht. Auf der Suche nach dem echten Lebensgefühl macht er Bekanntschaft mit den Fahrgästen, darunter Studentinnen, Abgebrannte und Drogensüchtige, und setzt sich allmöglichen demütigenden Situationen aus. Parallel lässt uns der Autor am Leben der Manhattener Elite im Allgemeinen und der verlassenen Ehefrau und seinem autistischen Sohn im Speziellen teilhaben. Seine genauen Beobachtungen und treffsicheren Beschreibungen geben uns ein authentisches Bild der verschiedenen Schichten und politischen Ansichten kurz vor der Trump-Wahl.

Obwohl Barry jenen Typen verkörpert, der glaubt, mit Geld alles im Leben steuern zu können, konnte ich nicht umhin, Mitgefühl für den tragischen Helden zu entwickeln. Er ist keineswegs ein allein von Profitgier angetriebener gefühlskalter Mensch. Im Gegenteil: Er wünscht sich nichts mehr als wahre Freunde, Zuwendung und Nähe – was sich leider darin äußert, dass er seinen Mitmenschen ständig seine Hilfe als Mentor anbietet.

Das war mein erstes Buch von Gary Shteyngart und ich bin begeistert von seiner fulminanten Erzählkraft, seinem bissigen und zugleich warmherzigen Humor und der lebensprallen Geschichte. Noch immer sehe ich den verzweifelten Barry auf seiner Odyssee vor mir und die vielen schrägen Figuren, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Hat mich leider nicht gefesselt

Von: Michaela Lohr Datum: 14. Mai 2019

Ich war anfangs sehr gespannt auf das Buch, da ich es liebe, über Menschen und ihre Entwicklung zu lesen. Im Mittelpunkt steht der reiche Fondshändler Barry Cohen, der wegen verschiedener Rückschläge in seinem Leben seine Jugendliebe wiederfinden möchte und dazu per Bus quer durch Amerika reist.
Interessant fand ich die Erzählweise des Autors, da abwechselnd aus Barrys und Seemas (seine Ehefrau) Sicht geschrieben wurde. Auch wenn der Protagonist eine Verwandlung durchmacht, konnte ich diese oft nicht nachvollziehen und mich nicht in seine Entscheidungen hineinversetzen.
Außerdem waren einige Passagen aus meiner Sicht zu langatmig, weshalb die Spannung nachließ. Die verschiedenen Stationen seiner Reise wurden gut beschrieben, allerdings konnte ich mit vielen Details nichts anfangen, vielleicht weil ich nicht in Amerika lebe und mir so der persönliche Bezug fehlt.
Auch mit Begriffen, die aus dem Bereich der Börse stammen, konnte ich wenig anfangen, da mir dazu das nötige Hintergrundwissen fehlt.

Ich werde das Buch wahrscheinlich nicht noch einmal lesen, da es mich persönlich weder einbezogen noch gefesselt hat.

Amerikanischer Traum - gescheiterte Existenz, flache Kritik an Geld regiert die Welt

Von: ente2107 Datum: 14. Mai 2019

Obwohl der reiche Hedgefondsmanager Barry als Sohn eines Poolreinigers auch aus kleinen Verhältnissen stammt kann er sich auf seiner Reise im Überlandbus quer durch die USA schlecht auf Probleme anderer Leute einlassen und träumt weiter von sich als Macher. Aus seiner egozentrischen Betrachtungsweise reißt ihn nur der Nerd-Sohn seiner Jugendfreundin heraus, welcher auch kaum Kontakte zu seiner Umgebung schließen kann. Aber auch dannach gelingt es ihm noch nicht sich voll auf seinen autistischen Sohn Shima einzulassen und er versucht ihm wie einem "normalen" Kind Schwimmen beizubringen. Das geht schief und er hat jahrelang keinen engen Kontakt mit seinem Sohn, erst viel später wird ihm deutlich, das sein Sohn sich ihm nur nicht mitteilen konnte, ihn aber sehr wohl wargenommen hat und ihn auch weiter liebt. - Ein Anstoß auch auf Menschen, die anders sind zuzugehen und ihnen Selbstbestimmung zuzugestehn.

Ein Roman, wie eine Naturgewalt

Von: Susanne Kalisch Datum: 12. Mai 2019

„Willkommen in Lake Success“ ist ein so gewaltiger Gesellschaftsroman, er überrollt einen, wie eine Naturgewalt. Der Autor ist russisch-jüdischer Abstammung, so hat er einen einzigartigen Blick auf die amerikanische Gesellschaft, kurz vor der Trump Ära. Der Protagonist bricht alle Zelte hinter sich ab, verlässt Frau und Kind, wirft seine Kreditkarte weg und macht sich auf einen einzigartigen Roadtrip quer durch Amerika. Die Begegnungen, die er in dieser Zeit im Bus hat, lesen sich, wie ein Querschnitt durch die amerikanische Gesellschaft. Man lernt im Roman die superreiche High Society genau so kennen, wie Drogen Junkies und Menschen ganz unten in der Gesellschaftshirarchie. Nirgendwo klafft wohl die Schere zwischen Arm und Reich so weit auseinander, wie in Amerika. Und nur so lässt sich erklären, wie Donald Trump überhaupt an die Macht kommen konnte. Wie der Roman ausgeht, möchte ich nicht verraten, nur soviel, man rechnet nicht mit diesem Ende. Mein Fazit : Es ist das beste Buch, dass ich in diesem Jahr bisher gelesen habe. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und nun liest mein Mann es mit der gleichen Begeisterung.

Willkommen in Lake Success

Von: Deniz Datum: 11. Mai 2019

Ein Trader auf der Flucht vor seinem perfekten Leben? In einem Greyhound - Bus fährt er quer durch das ganze Land. Im Gepäck seine einzigartigen Uhren. Sein Ziel? Seine Jugendliebe Layla zu finden. Auf der Reise erlebt er unglaubliche Abenteuer. Ob am Ende alles gut wird? Man wünscht es ihm. Dieser Roman ist so wahr, und so herzlich.

Willkommen in Lake Success

Von: Miel Datum: 11. Mai 2019

Am Anfang lässt sich das Buch etwas schwierig zu lesen. Sehr viele fremde Ortsbeschreibungen, unbekannte Markennamen, mit denen ich nichts anfangen kann. Habe erstmals einen Durchblick im Begriffsdschungel gebraucht. Dennoch, je weiter ich das Buch lese, desto interessanter wird es. Bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung.

Mehr USA-Feeling erwartet!

Von: Bettina Datum: 11. Mai 2019

Das Buch liest sich ganz gut, da die Sätze einfach und klar verständlich gehalten sind. Die Story um die desolate Ehe von Barry und Seema ist meiner Meinung nach eher eine flache Story, die sich zu sehr mit den Ticks des Hauptakteurs Barry beschäftigt. Wenn man nicht gerade Uhrensammler ist, sind die Ausschweifungen über diverse Modelle eher langweilig und nicht nachvollziehbar. Der Klappentext hörte sich für mich total interessant an, da im Mittelpunkt die Reise quer durch die USA im Greyhound-Bus stehen sollte. Dieser Teil des Buches war jedoch eher langweilig und ich hätte mir dabei mehr USA-Feeling gewünscht, was jedoch gänzlich auf der Strecke blieb. Schade, aber so war es eben nur eine (langweilige) "Geschichte" mit kauzigen Hauptfiguren - schnell gelesen und genauso schnell wieder vergessen. Leider kein Buch, was mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Sommer vor der Trump-Wahl

Von: Lesefreundin Datum: 10. Mai 2019

Dem mir bislang unbekannten Autor Gary Shteyngart gelingt es, über den Protagonisten Barry als Hedgefonds-Manager mit seinen beruflichen und privaten Höhen und Tiefen ein besonderes Bild von Amerika vor der Wahl von Donald Trump zu zeichnen.

Barry flieht vor sich selbst, seiner Frau und seinem autistischen Sohn, also seinem vermeintlich bis dahin allzu perfektem Leben mit Status, Ruhm und Prestige, nur mit seiner teuren Uhrensammlung im Greyhound-Bus, von New York bis El Paso, um seine College-Liebe Layla nach 20 Jahren zu finden.
Diese Selbstfindungsreise durch die USA beschreibt eine Suche nach Authentizität, die den unglücklichen Millionär zum Besucher verschiedener Gesellschaftsbereiche werden lässt. Aber ob er sein wahres Ich findet?

Für mich persönlich war die Vater-Sohn-Beziehung und die u.U. daraus resultierenden Erwartungen an den eigenen Sohn interessant.

Gesellschaftskritik

Von: Eckhard Schmittner Datum: 10. Mai 2019

Der großartige Schreibstil des Autors Gary Shteygart beschreibt sehr unterhaltsam, aber auch sehr eindringlich die Skrupellosigkeit des Finanzmarkts. Charakterisiert durch die Romanfigur Berry Cohen.
Durch seine Reise durch die Gesellschaftsschichten Amerikas, zur Zeit des Wahlkampfes von Trump, gelingt es dem Autor, eine schonungslose Gesellschaftskritik, in einem sehr angemessenen Ton zu formulieren.
Fazit: Amerikas Mittelschicht sind die Verlierer. Es lebe Geld und Macht.
Eckhard Schmittner, Autor

Auf Wiedersehen Lake Success !

Von: Mary James Datum: 10. Mai 2019

Der Roman „Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart handelt von Barry einem Hedgefonds- Manager, der aufgrund familiärer Probleme eine Busreise durch Amerika zurück zu seiner College- Liebe antritt. Auf der Fahrt begegnet er verschiedenen Menschen, darunter auch Trump- Anhängern, deren Beweggründe kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 eine besondere Rolle spielen.

Ein wichtiges und entscheidendes Thema im Roman ist der Umgang mit Geld oder Vermögen generell, schon allein durch Barrys Beruf als Manager von Hedgefonds in Millionenhöhe. Ich finde die Auseinandersetztung mit diesem ist dem Autor sehr gelungen, denn Reichtum wird weder auf- noch abgewertet. Man kann aus dem Roman für sich also ganz eigene Schlüsse über die wahre Bedeutung von Geld ziehen. Ich habe für mich mitgenommen, dass Geld allein nicht glücklich macht.

An dieser Stelle möchte ich aber auch anmerken, dass es für mich als Laien nicht immer einfach war Barrys Aktivitäten an der Börse zu verstehen. Ich habe mir einen Zettel mit Begriffserklärungen angelegt und würde das auch jedem empfehlen, um der Handlung besser folgen zu können. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich etwas über die Börse und wirtschaftliche Vorgänge gelernt habe. Die Spannung der Geschichte leidet, meiner Meinung nach, jedoch eindeutig unter dem informierenden, weiterbildenden Aspekt der Lektüre. Daher ist oft Durchhaltevermögen gefragt.

Die Romanhandlung war in meinen Augen oft unrealistisch, was grundsätzlich nicht negativ konotiert sein muss, es ist schließlich ein Roman. In diesem Fall für mich schon. Ich hätte es spannender gefunden darüber zu lesen, wie Barry auf Rückschläge reagiert hätte. Bei Begegnungen zum Beispiel scheint für ihn immer alles so zu verlaufen, wie er sich das vorstellt. Das hat mir nicht gefallen und den Protagonisten für mich auch irgendwie unsympathisch gemacht. Leider konnte ich für keine Figur im Roman tatsächliche Sympathien hegen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Roman bedauerlicherweise überhaupt nicht meinen Humor getroffen hat, obwohl viele Kritiker von diesem humorvollen Buch schwärmten. Ich konnte mich nicht mit den Protagonisten identifizieren und das wiederkehrende Motiv der Uhr hat mich irgendwann nur noch genervt. Die Entwicklungsprozesse der Figuren waren gut zu verfolgen, lassen aber trotzdem zu wünschen übrig. Die versteckte Gesellschaftskritik hat mir gefallen. Ich habe einiges gelernt, obwohl ich mir noch mehr Inhalt zur Präsidentschaftswahl von Donald Trump gewünscht hätte. Dieser Aspekt des Romans war für mich nämlich der Grund, warum ich ihn lesen wollte.
Meine Erwartungen wurden leider überhaupt nicht erfüllt und deshalb kann ich nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Amerika-Satire

Von: Moma Datum: 08. Mai 2019

Ja und nein - einerseits hält Shteyngart den Amerikanern samt Kultur teilweise den Spiegel vor und ist scharfsinnig, anderseits ziehen sich durchs Buch viele Wiederholungen die irgendwann langweilig werden zu lesen. Für mich ist es eine Mischung aus Comedy und Wallstreet-Satire, wäre da nicht der autistische Sohn der für den nötigen Ernst herhalten muss. Dieser Roman liest sich (gespickt mit Markennamen, mit denen der Durchschnittsleser nichts anfangen kann) wie die tragische Geschichte eines traurigen gescheiterten Mannes - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Greyhound-Trip durch USA

Von: leseratte1310 Datum: 07. Mai 2019

Der Hedgefonds-Manager Barry Cohen hat eine Bilderbuch-Karriere gemacht, da er über die nötige Skrupellosigkeit verfügte. Nun aber ist die Börsenaufsicht ihm auf den Fersen. Auch zu Hause läuft es nicht rund, denn sein dreijähriger Sohn Sheeva hat eine autistische Störung und er und seine Frau Seema tun alles, um das zu überspielen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Da erinnert sich Barry an seine Jugendliebe. Ohne Gepäck, aber mit seinen Lieblingsuhren, macht er sich per Greyhound auf einen Weg durch Amerika, um nach zwanzig Jahren Layla in El Paso zu treffen.
Der Schreibstil ist wirklich toll, allerdings konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen.
Diese überstürzte Flucht von Barry geschieht zu Zeiten, als Donald Trump seinen Wahlkampf in Amerika führt. Er begegnet vielen unterschiedlichen Menschen auf dieser Tour. Man begreift im Laufe der Geschichte, wie gespalten Amerika ist. Gesellschaftspolitisches wird angerissen, aber nie vertieft.
Neben dem Protagonisten gibt es noch eine ganze Reihe von unterschiedlichen Charakteren, die gut beschrieben sind.
Barry Cohen ist Sohn eines jüdischen Poolreinigers. Aber er hat Karriere gemacht, gut verdient und eine wundervolle Frau ergattert. Eigentlich ist doch alles perfekt – oder? Er hat sich ursprünglich ein ganz anderes Leben erträumt und nun versucht er diesen Traum zu finden. Doch es ist nur eine Flucht vor den Realitäten. Barry war mir von Anfang an nicht sympathisch. Er ist ein Mensch, mit dem ich nie etwas zu tun haben möchte. Ich konnte auch nicht erkennen, dass er auf seinem Trip wirklich etwas reflektiert hat und sich damit entwickelt hat. Daher ist auch das Ende für mich nicht schlüssig.
Dies war mein erstes Buch des Autors Gary Shteyngart. Ich hatte wohl aufgrund der Kritiken andere Erwartungen, so dass mich die Geschichte nicht packen konnte und der großartige Schreibstil hat es nicht rausgerissen.

"Eine Busfahrt durch die USA"

Von: Somnia Bunt Datum: 06. Mai 2019

(Vorsicht Spoiler!)Der Hedgefonds-Manager Barry hatte bisher ein erfolgreiches Leben. Seine Karriere ging nach Princeton steil bergauf. Er ist mit einer wunderschönen eleganten Frau verheiratet. Doch irgendwann kam es zu einer Wende. Seine Frau Semma bringt ein Kind zur Welt, welches später als Kind mit „besonderen Eigenschaften“ beschrieben wird. Der Junge ist Autist. Ebenfalls stürzt seine Karriere steil ab.Barry versucht verzweifelt durch eine Reise mit dem Bus und wenigen Geldmittel zu seiner Jugendliebe zu sich selbst zu finden und den Mann wiederzufinden der er einmal war. Auch seine Frau erlebt Veränderungen in der Zeit der Abwesenheit ihres Mannes. So beginnt eine Affäre die jedoch scheitert.Ich bin hin und her gerissen, ob mir das Buch gefällt. Die Geschichte um den Zerfall seiner Familie und der Karriere berührt mich. Das Leben mit einen autistischen Kind ist nicht einfach. Dazu kommt, dass die beiden alles tun, um diese Schwierigkeiten zu überspielen. Denn wie schwer ist es für Eltern ein Kind groß zu ziehen und zu fördern, wenn es weder spricht, kaum Gefühle und Bedürfnisse äußern kann und durch Wutausbrüche sich selbst verletzt.
Fazit: Was mich unglaublich beim Lesen nervte, war das viele Gequatsche über politische Themen und Herr Trump. Dennoch konnte ich das Buch flüssig lesen. Einige Stellen waren sehr interessant und anderen zogen sich langweilig in die Länge. An sich finde ich das Buch nicht schlecht, aber nur wenn man sich auch für politische Themen interessiert. Ich selbst würde es leider nicht noch einmal lesen. 3 Sterne weil mich die familiäre Situation stark berührte.

Ein meisterhafter Roman mit Sogwirkung, der seine Message gekonnt und mit Witz rüber bringt. Ein absolutes Must-Read!

Von: Buchlady Datum: 06. Mai 2019

Dieses Buch ist ein herrliches Gesellschaftspanorama der USA und spielt während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016. Trump hat die Wahl noch nicht gewonnen, wird aber heftig diskutiert. Diese Diskussion ist ungeheuer wichtig, meint eine der Personen im Roman, denn immer wenn in ihrem Leben etwas schief läuft, denke sie an Trump und merke dann, dass die wirklichen Katastrophen eigentlich woanders als in ihrer Familie passieren. Man merkt sofort, das Buch hat einen bissigen und intelligenten Humor.


Hauptthema ist jedoch nicht der Wahlkampf, sondern das New Yorker Wall Street-Milieu. Barry Cohen, Anfang 40, ist Manager eines milliardenschweren Hedgefonds. Nun ja, jedenfalls war der Fonds milliardenschwer, bis es den einen oder anderen Verlust gegeben hat. Die Börsenaufsicht hat sich noch nicht direkt gemeldet. Aber weil es in Barrys Leben in einer 400 qm-Wohnung in Manhattan ohnehin gerade nicht so rund läuft – seine Frau ist am Boden zerstört seit der gemeinsame 3-jährige Sohn eine bestimmte Diagnose bekommen hat, die sein etwas seltsames Verhalten erklärt – beschließt er, dass er sich ändern muss. Amerika ist ein freies Land, und nichts ist so inspirierend wie ein Road Trip in einem Greyhound Bus.


Barry reist per Bus quer durch die USA, um seine Collegeliebe wiederzufinden. Mit ihr wäre das Leben sicher genauso, wie er es sich immer erträumt hat, oder? Barry begegnet unterwegs allem, was man zwischen Manhattan und El Paso, Texas so erwarten kann: Farbigen Menschen, Drogen, einem einäugigen Mexikaner, religiösen Fanatikern und einer blutjungen Frau, die scharf auf Barry ist. Er sieht heruntergekommene Vorstädte und Motels, muss zwischendurch hungern und sich mit dem Gestank im Bus abfinden. Das kann Barry nur deshalb ertragen, weil er in seinem Koffer einige seiner Luxusarmbanduhren nebst Uhrenbewegern mitgenommen hat. Nichts beruhigt Barry so sehr, wie dem Sekundenzeiger einer goldenen Piaget mit den Augen zu folgen.


„Die Uhr saugte das unmenschliche Leuchten des umliegenden Raums in sich auf und ersetzte es durch Schönheit und Hoffnung.“ (S. 15)


Gary Shteyngart, der lustigerweise selbst einen großen Uhrentick hat, wie die Figur Barry einen jüdischen Hintergrund hat und dessen Vorname sich kaum von dem seiner Hauptfigur unterscheidet, nimmt diverse Klischees und Gesellschaftsschichten – einschließlich sich selbst - aufs Korn. Dabei gibt es immer wieder versteckte Seitenhiebe in Richtung Trump und anderer Tycoone, etwa wenn Barrys spätere Ehefrau überlegt:


„Ein so reicher Mann konnte nicht dumm sein. Oder war das, dachte Seema, jetzt der große Trugschluss im Amerika des einundzwanzigsten Jahrhunderts?“ (S. 110)


Shteyngarts Satire kommt gerade zur rechten Zeit, während sich Europa (und der halbe Rest der Welt) immer mehr fragt, wie es die USA zu einem Präsidenten wie Trump bringen konnten und dieser sich auch noch im Amt hält. Die groteske Story ist hinreißend komisch. Das Lachen bleibt einem jedoch zuweilen im Halse stecken, wenn man feststellen muss, dass es tatsächlich eine große Anzahl von Menschen zu geben scheint, die so denken, leben und handeln wie die Charaktere des Buches.

Auf der Suche nach einem besseren Leben

Von: Daniela Datum: 04. Mai 2019

"Willkommen in Lake Success" ist ein Roman des Autors Gary Shteyngart. Erschienen ist die Deutsche Ausgabe 2019 im Penguin Verlag.
Die Hauptperson Barry Cohen ist Hedgefonds- Manager, lebt den "American Dream" und schwimmt geradezu im Geld.
Doch mit einem mal wird ihm klar, das er eigentlich gar nichts hat. Die Liebe zur Ehefrau gescheitert, ein autistischer Sohn der nie so sein wird wie er und die Börsenaufsicht auf seinen Fährten.
So setzt er sich in einem Greyhound-Bus ab um ein glücklicheres Leben zu finden, bei seiner Jugendliebe Layla.

Es beginnt eine Reise die sein Leben verändert und es hat mir Spaß gemacht dabei zu sein.

Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Die Charaktere sind bildhaft und überzeugend dargestellt. Das Buch war für mich eine Überraschung und ich kann es nur jedem empfehlen!

Willkommen in Lake Success

Von: Klaus-Peter Datum: 28. April 2019

Der große Finanzmanager Barry kommt mit seinem Leben nicht mehr zurecht. Er verlässt seine jüngere Frau und den gemeinsamen authistischen Sohn, um seinem Leben nochmal einen Sinn zu geben. Er steigt in den Greyhound, um seine große Liebe der Studienzeit wiederzusehen. Aberwitzige Sizuationen prägen diese Reise. Unterwegs lernt er immer wieder neue Menschen und Lebensstile kennen. Doch letztendlich kehrt er wieder in seine Heimatstadt zurück. Er hat zwar viele neue, bzw. alte Wege beschritten, aber doch keinen neuen Sinn für sein Leben gefunden. Er fällt aber glücklicherweise immer wieder irgendwie auf die Füße. Für mich ist es ein einfacher Roman, den ich nicht zu den Top 100 zählen würde. Aber wer den Schriftsteller, seine Schreib- und Ausdrucksweise mag, liegt hier wieder 100% richtig.

Skurril, witzig, gesellschaftskritisch

Von: Tara Datum: 27. April 2019

„Willkommen in Lake Success“ ist der vierte Roman des US-amerikanischen Autors Gary Shteyngart mit russischen Wurzeln.

Barry Cohen ist Hedgefonds-Manager, hat eine großartige Karriere gemacht und alles was für ihn zählt ist Ansehen und Reichtum. Als das zu zerbrechen droht, ihm bewusst wird, dass seine Liebe zu seiner Frau Seema gescheitert ist und ihr gemeinsamer autistischer Sohn ihm niemals nacheifern wird, beschließt er kurzfristig New York zu verlassen. Er fährt mit einem Greyhound-Bus nach El Paso wo seine Jugendliebe Layla wohnt.

Es beginnt eine abwechslungsreiche, vielseitige Reise durch alle Gesellschaftsschichten, bei der ich regelrecht das Gefühl hatte dabei zu sein. Die vielen unterschiedlichen Charaktere, denen Barry während seiner Reise begegnet werden sehr facettenreich dargestellt. Obwohl sie zum Teil ein wenig überzeichnet und skurril sind, wirken sie authentisch und glaubwürdig. Es macht einfach Spaß ihnen zu begegnen.

Aber der Roman ist nicht nur unterhaltsam. Immer wieder kommt deutliche Gesellschaftskritik durch bei der besonders die Skrupellosigkeit des Finanzmarktes und die Macht der Reichen erschreckend sind. Seine Kritik kommt an und der Autor trifft dabei genau den richtigen Ton.

Der Schreibstil von Greyhound-Bus ist flüssig und angenehm, so dass sich der Roman trotz seiner 432 Seiten recht flott lesen lässt. Es ist an keiner Stelle vorhersehbar und hat mich zum Schluss nochmals überrascht.

Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es empfehlen.

Skurril, witzig, gesellschaftskritisch

Von: Tara Datum: 27. April 2019

„Willkommen in Lake Success“ ist der vierte Roman des US-amerikanischen Autors Gary Shteyngart mit russischen Wurzeln.

Barry Cohen ist Hedgefonds-Manager, hat eine großartige Karriere gemacht und alles was für ihn zählt ist Ansehen und Reichtum. Als das zu zerbrechen droht, ihm bewusst wird, dass seine Liebe zu seiner Frau Seema gescheitert ist und ihr gemeinsamer autistischer Sohn ihm niemals nacheifern wird, beschließt er kurzfristig New York zu verlassen. Er fährt mit einem Greyhound-Bus nach El Paso wo seine Jugendliebe Layla wohnt.

Es beginnt eine abwechslungsreiche, vielseitige Reise durch alle Gesellschaftsschichten, bei der ich regelrecht das Gefühl hatte dabei zu sein. Die vielen unterschiedlichen Charaktere, denen Barry während seiner Reise begegnet werden sehr facettenreich dargestellt. Obwohl sie zum Teil ein wenig überzeichnet und skurril sind, wirken sie authentisch und glaubwürdig. Es macht einfach Spaß ihnen zu begegnen.

Aber der Roman ist nicht nur unterhaltsam. Immer wieder kommt deutliche Gesellschaftskritik durch bei der besonders die Skrupellosigkeit des Finanzmarktes und die Macht der Reichen erschreckend sind. Seine Kritik kommt an und der Autor trifft dabei genau den richtigen Ton.

Der Schreibstil von Greyhound-Bus ist flüssig und angenehm, so dass sich der Roman trotz seiner 432 Seiten recht flott lesen lässt. Es ist an keiner Stelle vorhersehbar und hat mich zum Schluss nochmals überrascht.

Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es empfehlen.

Willkommen in Lake Success

Von: Amadea Datum: 24. April 2019

Der Bestseller Autor Gary Shteyngart spiegelt das amerikanische. Volk in seinen Buchcharakteren auf brilliante Weise. Man schmunzelt beim Lesen und ist die ganzen 428 Seiten gespannt, wie sich die Geschichten der Akteure entwickeln.Die Übersetzung aus dem Amerikanischen ist sehr überzeugend, gut gemacht! Es geht nichts vom Humor und der Schreibflüssigkeit verloren. Lasst Euch auf die Geschichte ein, und lest nicht zu viel vom Klappentext. Ein durch und durch gelungener Roman.

Hedgefonds, Trump und Lebenskrisen

Von: gedanklicher_purzelbaum Datum: 23. April 2019

Ein eindringlicher Roman, der seine Protagonisten sehr plastisch und dreidimensional mit ihren doch oftmals eingefahrenen, nur schwer ablegbaren Gewohnheiten, vermeintlichen Wünschen und echten Sehnsüchten, tiefliegenden und aufgesetzten Charaktereigenschaften zeigt. Angesetzt ist die Story im Goldfischteich-Milieu der New Yorker Hedgefonds-Millardäre, in dem sich eliteuniversitätsbeschulte Intellektuelle und Schwätzer tummeln, zu Zeiten der Präsidentschaftswahlen nach Obama. Barry, schwankend erfolgreicher Hedgefonds-Manager jüdischer Herkunft Mitte 40, ist mit Seema, indischer Migrationshintergrund und Jurastudium, noch keine 30, verheiratet. Womit weitere Klischees bedient werden. Doch ein mehr als verpatztes Geschäft und die Krankheit des gemeinsamen Sohnes Shiva belastet das Paar. Barry setzt sich in den Kopf, "sein" Amerika im Greyhound-Bus kennenlernen und zu seiner Uni-Liebe zurückkehren zu müssen. Auf seiner Reise, während der sich die zurückgelassene Seema ebenfalls neu ausrichtet, anders als Barrys gesammelte Luxusuhren, die er mit sich herumschleppt und um die er sich rührender kümmert als um sein Kind, die offensichtlich den Geist aufgeben werden, trifft Barry auf "authentische" Menschen, auf die er sich unbedingt einlassen will, und die sich tatsächlich auch, zumindest eine Weile, auf ihn einlassen. Doch lernt der Geschichtenerzähler, wie er selbst seinen Beruf beschreibt, wirklich aus seinen Erlebnissen, entwickelt er sich zum besseren Menschen, Ehemann und Familienvater? An der ein oder anderen Stelle scheint man auch herauslesen zu dürfen, wie es zur Wahl Trumps hat kommen können.
Grandios in Worte gekleidet, zum lachen, weinen und wütend werden.
Das Cover kann gar nicht anders als einen Greyhound-Bus zu zeigen. Die Sprechblase als Durchsage eines Busfahrers mit Autor und Titel dargestellt vor einem melancholischen Himmel mit Motel-Werbeschild fällt ins Auge und lässt zum Buch greifen, so dass nur noch der Klappentext überzeugen muss, was er definitiv tut.

Willkommen in Lake Success

Von: Ruth Gäbele Datum: 23. April 2019

Das Cover des Buches fand ich ganz interessant und wollte so das Buch unbedingt lesen. Den Autor habe ich nicht gekannt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind sorgfältig ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.
Leider kam bei mir kein wirklicher Lesefluss auf und für mich war das Buch einfach nur langweilig und sehr zäh.
Barry ist seines Lebens überdrüssig und lässt seine Familie mit seinem behinderten Sohn hinter sich. Er möchte seine alte Liebe wieder auf suchen und sich mit ihr versöhnen. Ob ihm das wohl gelingt, werde ich an dieser Stelle nicht verraten.
Wie gesagt, mir hat dieses im Vorfeld schon hochgelobte Buch, leider nicht gefallen. Es passiert sehr wenig, so dass das Wesentliche auf ein paar Seiten beschränkt werden hätte können. Ich war froh, als ich das Buch beendet hatte, ich habe mich regelrecht durch gequält und ich kann es nicht empfehlen, mir hat es gar nicht gefallen.

Reise durch Amerika

Von: Udo Datum: 22. April 2019

Der Roman " Willkommen in Lake Success " hat mir sehr gut gefallen. Es handelt von dem scheiternden Hedgefonds-Managers Barry Cohen , seiner Frau und seinen autistischen Sohn. Als Barry zu Hause und in seiner Firma alles über den Kopf wächst, erinnert er sich an seine Jugendliebe, setzt sich in den nächsten Greyhound-Bus und reist quer durch Amerika um seine damalige Liebe zu treffen. Während der langen Fahrt trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen und erlebt diverse Abenteuer. Ein spannender und zeitgenössischer Roman.

Gary Shteyngart. Willkommen am Lake Success

Von: Jacqueline Masuck Datum: 12. April 2019

Mit großer Begeisterung habe ich diesen Roman über jenen Sommer 2016 gelesen, als noch nicht klar war, ob Trump Präsident werden würde oder nicht.
Um diese Geschichte am Puls des "wahren Amerika" erzählen zu können, lässt Shteyngart Barry Cohen - einen New Yorker Hedgefonds-Manager - in den erstbesten Greyhound-Bus steigen und auf seinem Trip Unglaubliches erleben. Barry gerät in skurrile, gefährliche aber auch sehr berührende Situationen.
Er ist ein komischer Typ, der zwar Millionen gewinnen und wieder verlieren kann, dem es aber extrem schwer fällt, seine wundervolle Frau Seema zu verstehen oder sich seinem autistischen Sohn Shiva zu nähern. Mit viel Gefühl und zugleich absurd komisch erzählte Story.