Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook

€ 20,00 [DE] | CHF 28,90 [CH] | € 20,60 [A]

€ 15,99 [DE] | CHF 19,00 [CH]

David Foenkinos

Die Frau im Musée d'Orsay

Roman

Wer »Nathalie küsst« mag, wird »Die Frau im Musée d'Orsay« lieben

Warum nur flieht Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben …

Ein kluger, feinfühliger Roman, der vom Mut erzählt, dem Leben eine neue Wendung zu geben – und eine Liebesgeschichte voller Momente der Schönheit.

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Eine gefühlvolle Geschichte

Von: Amber144 Datum: 17. Juni 2019

Das Cover ist wunderschön und hat mir sofort gefallen. Es ist ansprechend gestaltet.

Das Buch ist insgesamt in vier Teile aufgeteilt. Erst am Ende haben die Aufteilungen für mich Sinn ergeben und man erkannte, was der Autor mit dieser Aufteilung bewirken wollte.

Ab Abschnitt zwei kam ich ziemlich ins stocken. Für mich passte es nicht mehr zu der Geschichte und zu dem Inhalt. Ich hatte eine Geschichte rund um das Museum erwartet und davon entfernte es sich immer weiter.

Umso weiter man liest, umso mehr erschließt sich alles. Das hat mir sehr gefallen und der Roman ist so gefühlvoll geschrieben, dass man in die Geschichte eintauchen kann und sich gleich wohl fühlt.

Wer einen leichten Roman erwartet, wird hier enttäuscht werden. Das Buch hat sehr viel Tiefgang und man kann mit Antoine mitfühlen, wenn immer mehr ans Licht kommt, warum er im Musée d'Orsay begonnen hat.

Für mich ein toller Roman mit Tiefgang und überraschenden Ende.

Ich war begeistert und vergebe 5 Sterne.

Überraschend anders

Von: Ulivosole Datum: 17. Juni 2019

Ein tolles Buch, welches ich an nur einem Tag durchgelesen habe. Es ist super leicht zu lesen und hält den Leser durch den speziellen Aufbau des Buches bei der Stange. Sicherlich es ist kein enorm anspruchsvoller Roman aber dies habe ich auch nicht erwartet. Inhaltlich wurde ich ein wenig überrascht, denn mit einem solch ernsten und traurigen Thema hätte ich ab der Hälfte des Buches nicht gerechnet. Alles in allem empfehlenswert für all diejenigen, die leichte Lektüre mögen und sich dennoch von ernsthaften Themen nicht abschrecken lassen.

mehr Leserstimmen anzeigen

Französischer Charme und Tragödie

Von: Blütenzauber Datum: 16. Juni 2019

Fließend und mit französischem Charme erzählt der Autor die Geschichte einer Tragödie und wie die Hauptfigur es schafft danach den Sinn des Lebens wieder zu finden.
Die Handlung wird dem Leser sehr schön durch die verschiedenen Gefühle und Gedanken der einzelnen Figuren erzählt.

Bewegende Geschichte

Von: Kacy Schwarzer Datum: 16. Juni 2019

Inhalt: Warum nur flieht Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben …

Viele Fragen kommen beim Durchlesens des Klappentext in einem auf, was muss einen renommierten Professor wieder fahren, dass er sich entscheidet seinen Lehrstuhl zu verlassen, in eine Position überzugehen für welche er deutlich überqualifiziert ist und dann noch 400 km entfernt von seinem Zuhause.

Zunächst einmal muss ich ehrlich zugeben, dass ich ein kleiner Kulturbanause bin und etwas Angst hatte mich an das Buch zu wagen, aufgrund von Foenkinos Schreibstil, er schreibt sanft doch tief gehend zugleich, durch ihn kommt man Antoine, der am Anfang des Buches unendlich fern wirkt scheinbar Stück für Stück näher. Doch durch seine wankende Gefühlswelt entfernt man sich auch von ihm, erst langsam nach seiner Ankunft in Lyon verklärt sich der Nebel um ihn.
!ACHTUNG SPOILER!
Camilles Geschichte trifft einen ins Mark, durch das Mitverfolgen ihrer Aufstiege und noch viel mehr die ihrer Tiefpunkte. Die Vergewaltigung von ihr und der nachfolgenden Bedrohung lässt einen erschaudern, noch schlimmer ist die Tatsache, dass Duris sich für den Freitod, der jungen, starken und zugleich zerbrechlichen Seele verantwortlich macht. Der Roman behandelt, jedoch nicht nur schwere Themen sondern behandelt auch die Krafft der Kunst und die eines Neuanfangs.
!ENDE SPOILER!
Zusammenfassend ist das Buch, trotz der schweren Kost empfehlenswert, es lässt einen zwar zerrüttet und sprachlos zurück und bewegt Vorgänge in einem.

Die Frau im Musée d'Orsay

Von: Vanessa Steis Datum: 16. Juni 2019

Es ist ein leichtes Buch. Es ist nicht allzu spannend, eher plätschert es so vor sich hin. Trotzdem erzählt es eine schöne Geschichte von der Flucht aus dem derzeitigen Leben, zwischenmenschlicher Tragik und neu gefundener Hoffnung. Ein Professor, den das Schicksal einer seiner Studentinnen so mitnimmt, dass er es zuhause und auf der Arbeit nicht mehr aushält und woanders neu beginnt. Es dauert, aber er findet wieder Hoffnung und Lebensfreude. Man kann es gut nachvollziehen, wer möchte nicht ab und an umziehen und eine neue Arbeitsstelle antreten um neu zu starten? Für meinen Geschmack könnte das Buch ein paar Seiten mehr enthalten und etwas weniger seicht sein.

Ein gefühlvoller Roman voller Kunst, Liebe und Geheimnissen

Von: Vanessa Schediwy Datum: 15. Juni 2019

Der französische Roman von David Foenkinos ist ein vielschichtiger Roman, welcher die Handlungsstränge in ungewöhnlicher Reihenfolge preisgibt. Aus diesem Grund schlägt das Finale beim Leser regelrecht ein, baut sich jedoch etwas zu träge auf.
Von Beginn an arbeitet man der Hauptfigur Antoine Duris entgegen, dessen Geheimnissen man auf die Spur kommen will. Dieser jedoch will den vergangenen Geschehnissen entfliehen und gibt die geliebte Professorentätigkeit an der Kunsthochschule in Lyon auf.

Vorsicht Spoiler!
Das Kennenlernen von Mathilde Mattel, der Personalchefin des Musée d'Orsay, fließt zunächst recht unbedeutsam in den Verlauf ein. Die plötzlich enorm vertraute Verbindung zwischen beiden wirkt nach der langen Pause zwischen ihren Begegnungen doch recht überzogen. Auf tieferer, feinfühligerer Ebene scheinen sich die beiden Kunstliebhaber jedoch gesucht und gefunden zu haben, zumal Mattel dem wenig bekannten Mann spontan in seine Heimatstadt Lyon folgt, in der das Geheimnis im wahrsten Sinne begraben liegt. Doch sie spürt, dass sie nur auf diese Weise hinter den abrupten Lebenswandel des Kunstprofessors kommen kann.

Der Autor versteht es, durch seinen auktorialen Erzähler die Gefühlsebene seiner Figuren klar offenzulegen und so einen ungeschönten Blick auf die unterschiedlichsten Beweggründe und die Gedankenwelt der Menschen zu ermöglichen. Leider gehen dadurch Beschreibungen von Orten, aber vor allem von Personen unter, die äußerst knapp ausfallen. Hierdurch wäre es leichter gewesen, nicht nur in die Personen, sondern auch in das gesamte Geschehen einzutauchen. Kunst ist die zentrale Ausdrucksform im Buch; egal ob Künstler, Lehrer oder Rezipient. Wer die Gabe hat, die verschiedensten Kunstformen in seinem Inneren sprechen zu lassen und "zwischen den Pinselstrichen" lesen kann, ist für dieses Buch wie geschaffen.

lesenswert

Von: mimi Datum: 15. Juni 2019

Es ist recht interessant geschrieben, und die angeschnittenen Situationen sind aus dem Leben gegriffen, wobei der Schreibstil durchaus ein spezieller ist (eben französisch).Ich finde den Professor sehr liebenswert.Es ist lesbar, und ich kann es empfehlen.

Bewegende Geschichte

Von: Calendula13 Datum: 14. Juni 2019

Im Werk des Autors David Foenkinos „ Die Frau im Musée d’ Orsay“ entflieht der Protagonist Antoine Duris, ein Hochschulprofessor aus seinem bisherigen Leben. Und zwar Hals über Kopf zieht er nach Paris um im Museum d’Orsay den einfachen Posten eines Wärters anzunehmen. Der Grund ist erstmal unbekannt für den Leser.
In Rückblenden erfährt der Leser immer mehr über seine Gründe. Der Roman ist sehr emotional und ruhig geschrieben. Auch schafft es der Autor seinen Figuren Leben einzuhauchen und sie für den Leser interessant zu machen. Sehr gern empfehle ich das berührende Buch weiter.

Verträumter Roman

Von: VMM Datum: 14. Juni 2019

Der Roman von David Foenkinos erzählt in kurzen Paragraphen und vielen Perspektivwechseln von dem Professor Antoine Duris und seiner Studentin Camille.
Durch den raschen Erzählstil kommt man als Leser schnell rein in die Geschichte aber die manchmal abgehakten Gespräche und Sprünge zwischen den Charakteren machten die Geschichte für mich nicht ganz flüssig. Auch an die verschrobene Art der Professors, das er zum Beispiel oft "lügt" aber seine Aussage dann sofort wieder revidiert, musste ich mich erst gewöhnen. 3 Sterne weil der Roman noch etwas mehr Potenzial gehabt hätte aber durch seine schöne, verträumte Sprache glänzt und es denn Auto dadurch gelingt, den Leser gedanklich nach Frankreich zu versetzen.

Die Frau im Musée d'Orsay

Von: katthi Datum: 14. Juni 2019

Ein sanfter Roman über die Kraft der Kunst, herbe Schicksalsschläge und die unergründlichen Wege, die sich Herz und Seele suchen, um diese vielleicht überwinden und überleben zu können.

Ich muss zugeben, anfangs fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Auch fehlte – und fehlt mir noch immer – der Bezug zum Musée d'Orsay, ganz zu schweigen von der dortigen Frau. Beides spielt zwar am Rande eine Rolle, aber so ganz passt der Titel in meinen Augen nicht zur Geschichte. Auch die Heiterkeit, mit der der Roman auf einschlägigen Seiten beworben wird, kann ich nicht entdecken. Diese wäre hier auch fehl am Platz. Ich hatte mit einer Art Liebesroman gerechnet, aber die Geschichte nimmt doch eine ganz andere, wenn auch spannendere, dramatische Wendung und schafft es ab Kapitel 3 doch, den Leser zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen. Für eine Übersetzung aus dem Französischen finde ich den Text sehr flüssig und gut lesbar. Kompliment!

Gute Geschichte aber leider zu oberflächlich

Von: Hanni1980 Datum: 11. Juni 2019

Intelligente, anrührende und lehrreiche Unterhaltung. Ich persönlich finde ich den Schreibstil von David Foenkinos etwas zu leicht. Habe mir ganz ehrlich etwas mehr von diesem Buch erwartet. Die Geschichte an sich bewegt den Leser, allerdings ist mir das Ganze zu oberflächlich.

Wer den Autor und seinen Schreibstil mag, der sollte dieses Buch unbedingt kaufen.

Eindrucksvolle tragische Geschichte

Von: Tine13 Datum: 10. Juni 2019

Kunsthistoriker Antoine Duris flieht aus seinem alten Leben. Es verlässt seine Professorenstelle an der Hochschule in Lyon und setzt sich nach Paris ab. Dort bewirbt er sich um eine Stelle als Aufseher im Musée d’Orsey. Was ist nur mit ihm geschehen? Sein Umfeld ist ratlos, seine Schwester ist verzweifelt auf der Suche nach ihm und die Personalchefin des Museums Mathilde, fragt sich ebenfalls, was sie mit dem völlig überqualifizierten sympathischen Antoine anfangen soll.....


Der Roman “Die Frau im Musée d’Orsey”, vom Pariser Schriftsteller und Drehbuchautor David Foenkinos hat eine ruhige, fast melancholische Handlung. Es geht um fein geistige Künstler, die Schönheit der Malerei und das zwischenmenschliche Verhalten und dessen Analyse. Dazu kommt ein sprachloses Entsetzen, ausgelöst durch eine einzige brutale Handlung, die bei einem jungen Menschen ein Trauma auslösen kann und dessen Konsequenzen Missverständnisse und Auswirkungen auf alle Beteiligten. Die Schönheit von Kunst und Bildern kann helfen und heilen, aber nicht die Qual von der Seele nehmen. Es gelingt nicht jedem einen Ausweg zurück ins Leben zu finden, schmerzlich wird das im Roman bewusst! Der Autor beeindruckt mit leisen Tönen, beeindruckenden Szenen und erzählt seine Geschichte aus mehreren Perspektiven. Jeder seiner Protagonisten ist gefangen in seinen eigenen Empfindungen und Auslegungen.

Ein schönes eindrucksvolles und gefühlvolles Werk, mit überraschenden Wendungen. Ein Roman, der mir gut gefallen und mich mit seinem Inhalt auch überrascht hat. Eigentlich hatte ich eine Geschichte über Antoine erwartet und habe eine Tragödie über ein verlorenes junges Mädchen gefunden.

Die Frau im Musée d’Orsay

Von: Scout Finch Datum: 08. Juni 2019

Antoine Duris verlässt sein bisheriges Leben in Lyon, sowie seine Stelle an der Hochschule der Schönen Künste, um nach Paris zu ziehen und im Musée d’Orsay als Wärter zu arbeiten. War es Antoines Liebeskrise , die diese Änderung verursachte? Und warum möchte er ausgerechnet als Wärter arbeiten, obwohl er ein erfolgreicher Kunstprofessor war ?
Was als eine charmante Geschichte über die (Neu)Entdeckung des Sinns des Lebens anfängt, wird plötzlich zu einer bewegende Erzählung , als eine junge hochbegabte Künstlerin Camille ins Spiel kommt . Was ist Camilles Geschichte und wie ist sie mit der von Antoine verbunden ? Und welche Rolle spielt das Musée d‘Orsay dabei ?
In seinem unverwechselbaren Schreibstill erzählt David Foenkinos eine Geschichte über Kunst , Liebe und Schönheit.

Die Frau im Musée d’Orsay – David Foenkinos

Von: Luisa Vinçon Datum: 08. Juni 2019

*enthält Spoiler*

Der Roman „Die Frau im Musée d’Orsay“ wurde von David Foenkinos geschrieben und 2018 im Pengiun Verlag veröffentlicht. Inhaltlich beschäftigt sich der Roman allerdings weniger mit einer Liebesgeschichte, wie im Klappentext angekündigt, als mehr mit einem schrecklichen Schicksal.

Wir verfolgen zwei Handlungsstränge. Der Protagonist ist Antoine Duris, Professor für Kunstgeschichte. Nach seiner Scheidung flüchtet er aus seiner Heimatstadt Lyon und reist nach Paris. Dort lernt er eine Frau kennen, und lässt sich auf sie ein, vertraut sich ihr an. Es stellt sich heraus, dass Antoines Vergangenheit mit dem Schicksal einer seiner ehemaligen Studentinnen zusammenhängt. Sie war ein Grund, dass er nicht länger in Lyon bleiben konnte.
Den Großteil des Romans verbringen wir damit der Geschichte eines jungen Mädchens zu folgen, die von ihrem Kunstlehrer missbraucht wurde und sich schließlich das Leben nahm.

Durch seinen leichten Schreibstil ist das Buch schnell zu lesen und man könnte sagen eine „leichte Lektüre“. Die Thematik allerdings bewegt den Leser.

Die Charaktere sind für meinen Geschmack zu flach. Man hält eine Distanz zu ihnen, lernt sie nicht wirklich kennen. Auch in Sachen Charakterentwicklung lässt sich nicht wirklich viel erkennen, die allerdings für die Handlung erforderlich wäre.

Insgesamt ein Roman, den man gut und einfach lesen kann, dem aber an manchen Stellen noch etwas Tiefe fehlt.

Zwischen Traurigkeit und Hoffnung

Von: Capri Datum: 07. Juni 2019

In dem Buch „Die Frau im Musée d’Orsay“ geht es um den sensiblen Kunstprofessor Antoine Duris der seinen Job an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon Hals über Kopf kündigt, sich per Mail von seiner Familie und seinen Freunden verabschiedet und verschwindet.

Niemand weiß wohin Antoine gegangen ist.

Er fängt im Musée d’Orsay in Paris als Museumswärter an, um seinen inneren Schmerz an der Schönheit der Dort ausgestellten Bilder von Monet, Manet und Modigliani zu lindern.

Die Personalchefin Mathilde – welche zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Rolle in seinem Leben spielen wird – versteht nicht, dass sich ein Kunstprofessor in dem Museum als Museumswärter bewirbt, da dieser für diese Aufgabe eigentlich überqualifiziert ist.

Mathilde sieht Antoine seine Traurigkeit und Einsamkeit an und gibt ihm eine Chance.

Mathilde gibt Antoine wieder Mut und Hoffnung und die beiden nähern sich langsam an.

Was ist der Grund dafür, dass der Professor so traurig ist? Ist es seine gescheiterte Beziehung zu Louise mit welcher er 7 Jahre lang glücklich zusammen war? Oder spielt die Studentin Camille eine größere Rolle als zunächst angenommen?

Die Geheimnisse offenbaren sich nach und nach…..

 

David Foenkinos hat einen eigenen Schreibstil, der zunächst ungewöhnlich ist, in welchen man sich allerding schnell einliest. Man fühlt sich hier als stiller Beobachter und sieht die Handlung von außen.

Das Buch ist eher ein trauriges Buch, welches am Schluss noch etwas Hoffnung zeigt.

Trotz der Traurigkeit hat mich das Buch gefallen und ich kann es jedem weiter empfehlen, dem die Traurigkeit in der Geschichte nichts ausmacht.

Meine Leserstimme

Von: Angela Datum: 07. Juni 2019

Eine spannende und emotionale Geschichte über einen "Neuanfang", die mich sehr berührt hat.
David Foenkinos besitzt einen Schreibstil, der zum Weiterlesen verführt - ich zumindest konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

einfühlsam

Von: Babs Datum: 07. Juni 2019

Die Frau im Musée d'Orsay
Antoine Duris verlässt von heute auf morgen seine Professorenstelle in Lyon,
er geht nach Paris und wird Musée d'Orsay Aufsicht .
Niemand aus seinem Umfeld weiß wohin er geht oder auch weshalb er von heute auf morgen verschwindet.
Was Ihn aus der Bahn geworfen hat erfährt der Leser ziemlich am Ende des Buches.
Die Geschichte wird von hinten aufgerollt und man leidet und freut sich mit Antoine Duris

Schönheit der Kunst im Kontrast zu den Dämonen eines grausamen Verbrechens

Von: Verena Datum: 07. Juni 2019

„Es gibt zwei Arten von menschlichem Leid. Leid, gegen das der Körper sich wehrt, und Leid, gegen das der Geist sich wehrt. Dass beide sich wehren, ist selten.“
Eine zarte, melancholische Geschichte über die Bedeutung von Kunst und Inspiration für das Leben eines Menschen. Vorsicht jedoch: der deutsche Titel und auch der Klappentext sind sehr irreführen, da sie eine Liebesgeschichte in den Mittelpunkt stellen. Diese kommt zwar vor, ist allerdings kaum ausschlaggebend für die Handlung. Im französischen Original heißt der Roman „Vers la beauté“, was man grob mit „In Richtung der Schönheit“ übersetzen könnte. Dieser Originaltitel ist in Retroperspektive sehr treffend gewählt, den der Roman erzählt die Geschichte(n) von Antoine und Camille, zunächst unabhängig voneinander, dann verwoben. Antoine ist Kunstprofessor, Camille kunstbegeisterte Schülerin und schließlich auch Studentin. Es ist schwer, die Komplexität des Romans zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. Im Kontrast zur Schönheit der Kunst stellt die Geschichte ein grausames Verbrechen. (Ich bin mir sicher, dass etliche Leser eine Triggerwarnung gewollt hätten.) Die Dämonen dieses Verbrechens lassen ihrem Opfer keinen Frieden, überlagern die Schönheit der Kunst. Obwohl beide Protagonisten aus der Kunst Lebensfreude, Inspiration und Hoffnung ziehen, schaffen es nicht beide, vor ihren Monstern zu fliehen.

Ein Roman über die Widerstandskraft des Bösen und die heilsame Kraft der Kunst

Von: R. Borges Datum: 05. Juni 2019

David Foenkinos erzählt die Geschichte eines Kunstprofessors, Antoine Duris, der den Halt im Leben verliert. Dass seine Beziehung nach vielen Jahren, ohne dass er es kommen sehen hat, zerbrochen ist, ist nur der eine Grund. Denn Antoines Schicksal hängt auch mit dem seiner Studentin Camille zusammen, deren Geschichte zwischen der Rahmenhandlung um Antoine erzählt wird. Es bleibt bis zuletzt spannend, was Antoine so erschüttert hat und ob er einen neuen Weg beginnen kann.
Eng verbunden mit dem persönlichen Schicksal der Figuren ist die Kunst. Sie taucht als tröstende Schönheit auf und Foenkinos Beschreibungen von Gemälden, Schaffensprozessen und Künstlerinnenleben stehen denen eines echten Kunstprofessors in nichts nach.
Diese Gemäldebeschreibungen sind auch für mich das besondere an Foenkinos Sprache. Was mir persönlich weniger gefallen hat, sind die Fußnoten mit philosophischen Gedanken und die schnelle Analyse von Nebencharakteren. Sie wirken teilweise fehlplaziert oder zu oberflächlich – aber vielleicht liegt das auch an der Übersetzung aus dem Französischen, denn bei jeder Übersetzung geht ja etwas verloren. Ansonsten ist die Übersetzung gut gelungen und hält den pariser Charme aufrecht.
Das Buch ist etwas für Parisliebhaber, Kunstliebhaber und alle, die manchmal nicht mehr wissen, wie sie mit Schicksalsschlägen oder Schuld umgehen sollen. Für all solche erzählt Foenkinos eine hoffnungsweisende Geschichte über die Liebe zur Kunst.

Berührende Geschichte

Von: Katzenmicha Datum: 05. Juni 2019

Warum nur flieht Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d’Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben …

Fazit zum Buch:

Antoine Duris kündigt seine Profesorenstelle und flieht aus seimem bisherigem Leben.Er läßt Famile und Freunde ohne Grund zurück.Um in Paris eine Stelle im Kunstmuseum Museè d`Orsauy als Wächter anzunehmen.

Man erfährt von Louise-die Antoine nach sieben Jahren verlassen hat und von dem Schicksal seiner ehemaligen Studentin Camille.

Der Schreibstil des Autos David Foenkinos berührt wie er die Geschichte erzählt,sie zieht einen in seinen Bann.Ich fand die Geschichte so gefühlvoll,und habe mich auch einige Tränen nicht geschämt.5Sterne und vielen Dank das ich das Buch lesen durfte.

Faszinierende Story!

Von: Tausendléxi Datum: 05. Juni 2019

>Das Herz trifft manchmal grundlose Entscheidungen.<

Plötzlich und unerwartet kündigt der Professor Antoine Duris an der Hochschule der >Schönen Künste< in Lyon. Er zieht von heute auf morgen nach Paris. Sein näheres Umfeld ist erstaunt und kann sich keinen Reim darauf machen, wieso dieser beliebte Professor, ohne für sie alle ersichtlichen Grund, das Weite sucht.

In Paris angekommen bemüht sich Antoine um einen Job als Wärter im Musée d´Orsay. Die Personalchefin Mathilde, stellt ihn trotz seiner Überqualifizierung ein. Von nun an betrachtet er während seiner Arbeitszeit ein Porträt von Jeanne Hébuterne, ihre Schönheit, ihr Anblick scheinen Antoine gut zu tun.

>Ich mochte die Malerei, ich weiß nicht, warum. Ich bin gern ins Museum gegangen, so wie Sie. Die Jugend war für mich eine schwierige Zeit. Da war das Museum ein Ort, an dem ich Trost fand.< >Ja, stimmt, Schönheit hat etwas hat etwas tröstliches……………..< sagte Camille ernst. Sie hielten einen Augenblick inne, vielleicht würde ja aus der Stille ein Gedanke entstehen.

Antoines Schwester Eléonore, macht sich große Sorgen um ihren Bruder. Er wurde erst kürzlich von seiner langjährigen Freundin verlassen. Ist dies der Grund seiner unverständlichen Kurzschlussreaktion? Ist Antonie in eine Depression versunken? Sie bemüht sich ihren Bruder ausfindig zu machen und erhofft sich so Licht in die ganze Angelegenheit zu bringen. Doch Antione gibt sich bedeckt und verschließt sein Seelenleben in der Tiefe seines Herzens.

Mathilde und Antoine nähern sich an, sie gehen gemeinsam aus und führen sehr behutsame Gespräche des kennen lernens. Gelingt es Mathilde den verschlossenen Antoine zu öffnen?

David Foenkinos hat mich schon mit seinem Buch > Charlotte< überzeugen können. Nun hier, mit > Die Frau im Musée d´Orsay < ist ihm wiederholt eine faszinierende Story gelungen, die vom Stil her, teilweise etwas lakonisch anmutet, doch durch scheinbar sehr gezielte Sätze eine sehr reizvolle Stimmung vermitteln. Diese homogene Mischung lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Auf der Suche nach dem warum, dem Auslöser von Antoines Ausbruch aus seinem Leben in Lyon, erfolgt die Entlohnung, eine Geschichte die interessant und magnetisch nachhallt. Große Leseempfehlung!

4,5 von 5

Die heilende Kraft der Schönheit

Von: YukBook Datum: 04. Juni 2019

Ein Beruf, den ich mir schon immer als ziemlich langweilig vorgestellt habe, ist der des Museumswärters, und das obwohl ich mich für Kunst interessiere. Genau auf diese Tätigkeit hat es jedoch Antoine Durin, Held dieses Romans abgesehen. Völlig überstürzt verlässt er seinen Posten als Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon, um in Paris einen Neuanfang zu wagen.

David Foenkinos zeichnet einen Mann, der gesellschaftlichen Zwängen entkommen, sich unsichtbar machen und einfach nur von schönen Gemälden umgeben sein will – bis er Mathilde Mattel, die Personalchefin des Museums, näher kennenlernt. Ihre Begegnungen und Verabredungen schildert der Autor voller Poesie. Gerade durch das Unausgesprochene entfaltet sich eine besondere Atmosphäre und Magie zwischen ihnen.

Ich ertappte mich dabei, wie ich mehrmals wunderbare Sätze unterstrich wie „Die Schönheit war immer noch das beste Mittel gegen den Zweifel“ oder „Das Absurde ist immer ein guter Freund brennender Sehnsucht“. Natürlich endet die Gechichte nicht einfach mit einem Happy End, denn da ist ja noch die Vergangenheit von Antoine, die ihn noch immer quält, aber über die er partout nicht sprechen will. Erst durch Mathilde gelingt es ihm, sich einem tragischen Ereignis zu stellen, über das der Leser im dritten Teil endlich mehr erfährt.

Das Besondere an diesem leise erzählten Roman ist nicht nur die ungewöhnliche Konstruktion, sondern auch die feinen Nuancen. Ganz plötzlich schlägt eine Stimmung voller Leichtigkeit und Lebensfreude um in Enttäuschung, Düsterheit oder unfassbares Leid. Foenkinos zeigt einerseits, wie zerbrechlich das Glück ist und andererseits wie die Schönen Künste Trost spenden, den Schmerz lindern und im besten Fall sogar neue Hoffnung und Lebensfreude wecken können.

Feinfühliger Roman über Liebe, Kunst und Schönheit

Von: Barbara T. Datum: 03. Juni 2019

Die Direktorin des Musée d`Orsay im Paris staunt nicht schlecht, als sie die Bewerbungsunterlagen von Antoine Duris sieht. Er bewirbt sich um die Stelle des Museumswächter, dabei unterrichtet er selbst an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon.
Der renommierte und hochgeschätzte Professor steht auf dem Höhepunkt seiner Karriere, seine Vorlesungen sind sehr gut besucht, die Studenten lieben ihn. Trotzdem kündigt er seine Professorenstelle, löst seine Wohnung auf und begibt sich nach Paris. Er verwischt all seine Spuren, ab sofort können die Verwandten und Bekannten ihn nicht mehr erreichen.
Was hat ihn zu diesem radikalen Schritt bewogen? Warum gibt er sein bisheriges Leben auf?


Diese Fragen lässt der Autor des Romans lange unbeantwortet. Im ersten Teil des Buches beschreibt er den Neuanfang von Antoine Duris, verrät viel über seinen Charakter und seinen aktuellen Gemütszustand. Das Rätsel um seinen Lebenswandel bleibt weiterhin ungelöst und sehr oft kann man das Verhalten von Antoine nicht nachvollziehen.

Im zweiten Teil erfährt der Leser einiges aus der Vergangenheit von Antoine: über seine große Liebe, sein Lebensstil, seine Familie und sein Berufsleben.

Und dann kommt der „Dritter Teil“ des Buches, in dem sich der Autor mit der bewegenden Geschichte von Camille befasst.
Der „Vierter Teil“ und der darauffolgende kurze „Epilog“ bringen die Antworten auf die am Anfang gestellte Fragen und vollenden diese wunderbare Geschichte.

Diesen gefühlvollen Roman liest man in einem Atemzug. Es ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Kunst und Schönheit, die die seelischen Wunden heilen und die Hässlichkeit der Welt zu vergessen helfen. Die Schicksale der Protagonisten berühren das Herz des Lesers, kluge Kommentare und Anmerkungen bewegen zum Nachdenken. Feinfühlig und gleichzeitig sehr spannend geschrieben macht dieser Roman neugierig auf die anderen Werke von David Foenkinos. Sehr empfehlenswert!

Tiefgründige Geschichte

Von: Anonym Datum: 02. Juni 2019

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und hat eine interessante Geschichte. Man möchte unbedingt erfahren, was den Protagonisten dazu bewegt hat die Stelle im Museum anzunehmen und sein altes Leben hinter sich zu lassen. Die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven macht die Geschichte sehr interessant. Die Liebesgeschichte habe ich als eher nebensächlich wahrgenommen.
Ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen!

Starke Kontraste - zwischen Kunst & Verbrechen

Von: Annegreat Datum: 01. Juni 2019

Antoine Duris flieht aus seinem bisherigen Leben von Lyon nach Paris. Er gibt seine Stelle als Professor an der Hochschule der Schönen Künste auf und arbeitet stattdessen als Wärter im Musèe d`Orsay. Zunächst ist sein Wandel vollkommen unklar, was ihn dazu bewogen hat, warum er so niedergeschlagen ist und welche Last er mit sich herumträgt. Die Museumsdirektorin Mathilde ist von dem Mann - der Tag für Tag still für sich die Gemälde betrachtet - faszniert und die beiden beginnen sich ganz behutsam einander anzunähern. Nach und nach wird klar, dass Antoine durch das Schicksal seiner hochbegabten Kunststudentin Camille so aus der Bahn geworfen wurde.

Der Schreibstil von David Foenkinos ist klar und deutlich. Er beschönigt nichts und seine Schilderungen sind brutal und sensibel zugleich. Während es zu Beginn hauptsächlich um Antoine geht, wechselt dies und man erfährt verstörend viele Einzelheiten über Camille. Ihre Gefühle werden dermaßen autenthisch beschrieben, dass mir zeitweise die Luft weggeblieben ist.

Die Charaktere werden detailliert beschrieben, so dass man ein gutes Bild von ihnen bekommt und ihr Handeln nachvollziehen kann. Antoines Entwicklung ist beeindruckend - vom Professor zum Museumswärter und zurück ins Leben. Dieses Buch hat bei mir Emotionen jediglicher Art hervorgerufen - Überraschung, Wut, Trauer, Freude, Entsetzen.

Mich hat das Gelesene sprachlos zurückgelassen und ich musste diese enorme Diskrepanz zwischen der Schönheit der Kunst und dem grausamen Verbrechen ersteinmal zu fassen bekommen.

Mein Fazit: Ein großartig geschrieber, nicht vorhersehbar, spannender aber auch verstörender Roman, der aus meiner Meinung nach absolut lesenswert ist.

Die Heilkraft der Kunst …

Von: Herbstrose Datum: 31. Mai 2019

Warum nur will der angesehene Professor der Kunsthochschule in Lyon, Antoine Duris, plötzlich im Musée d’Orsay in Paris als Museumswärter arbeiten? Darüber wundert sich auch Mathilde Mattel, die Personalchefin des Museums, als sie ihn einstellt. Nun sitzt der schweigsame Mann Tag für Tag „Jeanne Hébuterne“, einem Gemälde von Modigliani, gegenüber, dessen Schönheit ihn offenbar tief berührt. Was hat Antoine zu verbergen, dass er von einem Tag auf den anderen alle Brücken in Lyon hinter sich abgebrochen hat? Mathilde ist von der Niedergeschlagenheit und Verlassenheit, die der Professor ausstrahlt, fasziniert. Auch Antoine ist von Mathilde beeindruckt uns sucht zögerlich ihre Nähe. Ganz allmählich gehen sie aufeinander zu, immer noch auf Abstand bedacht, bis ein Ereignis eintritt, das eine schnelle Entscheidung erfordert. Nun muss er sich seiner Vergangenheit stellen …

David Foenkinos, geb. 28.10.1974 in Paris, ist ein französischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Er studierte an der Sorbonne Literatur und Musik. Seine Bücher, für die er in Frankreich bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, wurden in vierzig Sprachen übersetzt. Einige seiner Romane hat er, zusammen mit seinem Bruder Stéphane, selbst verfilmt. Seine Werke seien nicht autobiografisch, wie er anlässlich einer Lesung 2013 in Weimar erklärte.

Wie in den meisten Romanen Foenkinos‘ ist auch „Die Frau im Musée d’Orsay“ sehr problembeladen und in einer melancholischen Grundstimmung gehalten. Diese wird noch durch eine brutale Gewalttat, die dem Leser in aller Deutlichkeit geschildert wird, verstärkt. Taktvoll und mit viel Einfühlungsvermögen berichtet der Autor über die Gefühle des Opfers, über die bleibenden psychischen Schäden und die wiederkehrenden Ängste. Ein weiteres großes Thema ist die Kunst, die Kunst die Menschen verbindet, die Gefühle weckt, deren Schönheit berührt, die kaputte Seelen heilt und die sogar helfend und unterstützend für eine angstfreie Zukunft sein kann.

Der Schreibstil passt gut zur Geschichte, knapp und dennoch sehr aussagekräftig. Der Leser fungiert als Beobachter und Begleiter der wichtigsten Personen und ist somit stets auf dem Höhepunkt des Geschehens. Auch hier, wie oft bei Foenkinos, ist der männliche Protagonist etwas eigenbrötlerisch und unstet in seinen Handlungen, ihm fehlen auch häufig die Worte. Sein Tun und seine Aktionen sind oft schwer nachvollziehbar. Ein erwähnenswertes Stilelement sind die gelegentlich eingefügten Fußnoten, die etwas zur Auflockerung beitragen. Das Ende des überwiegend traurigen und sentimentalen Buches ist eher zuversichtlich und mit hoffnungsvollem Ausblick auf die Zukunft.

Fazit: Ein außergewöhnlicher und gefühlvoller Roman, erschreckend und schockierend, der den Leser innehalten lässt und einlädt, über das Leben nachzudenken – für zart besaitete Menschen evtl. weniger geeignet.

Anders als erwartet....

Von: Sylvia B. Datum: 30. Mai 2019

Ein Buch das rückwärts seine Geschichte erzählt und doch anders ist als alle anderen, die rückwärts erzählen !!!
Jedes neue Teilstück der Geschichte, die er zählt wird, wird aus einer neuen Perspektive, von einer anderen Person als Protagonist erzählt. Alles hängt irgendwie zusammen, aber dies erschließt sich erst nach und nach.
Und es ist definitiv NICHT die erwartete Liebesgeschichte, dieses Buch birgt ein Geheimnis, eine Geschichte in der Geschichte...

Wunderbar und fesselnd geschrieben, nimmt David Foenskinos uns an die Hand und lässt die Geschichte sich vor unseren Augen entfalten ! Großes Kopfkino !

Zwischen Schönheit und Schmerz

Von: Mrs. Granger Datum: 28. Mai 2019

"Die Frau im Musée d'Orsay" ist ein im Mai 2019 im Penguin-Verlag erschienener Roman des Autors David Foenkinos.

Antoine Duris, Professor für Kunstgeschichte an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon, kündigt plötzlich und unerwartet seinen Job und bricht aus seinem bisherigen Leben aus. Er bewirbt sich in Paris als Wärter im Musée d'Orsay. Zwischen den Werken großer Künstler versucht er, Frieden zu finden und einen Weg zurück in das Leben, das ihn mit einem Mal unter den Füßen weggezogen wurde.

Kurzweilig, präzise, ohne Schnörkel und trotzdem sehr feinfühlig erzählt David Foenkinos die Geschichte eines Menschen, der durch einen Schicksalsschlag völlig aus der Bahn geworfen wird. Während des Lesens ebbt die Spannung niemals ab, man ahnt, wohin die Handlung führen wird, kann das Buch jedoch nur schwerlich aus der Hand legen. Dies liegt im flüssigen Schreibstil und der sehr gelungenen Ausdrucksweise des Autors begründet. Er zeichnet ein klares Bild der handelnden Figuren. Somit ist es möglich, ihnen bis in die tiefste Seele zu schauen und dort zu entdecken, was ein einzelner schrecklicher Vorfall in einem Menschen auslösen kann und wie seine Umwelt davon betroffen ist. Der Roman behandelt ein wichtiges und immer aktuelles Thema. Er zeigt auf, auf welch grausame Art ein Mensch einen anderen verletzen kann. Zugleich schockierend und zutiefst berührend.

"Die Frau im Musée d'Orsay" erhält von mir eine klare Leseempfehlung. Ich empfehle ihn Lesern, die Interesse an der menschlichen Psyche in und nach Schicksalsschlägen haben - sowohl der des direkt Betroffenen als auch der seines Umfeldes. Unter dem etwas unscheinbaren Cover verbirgt sich eine Geschichte, die Spuren hinterlässt. Ein ernstes Thema wird packend aufgearbeitet.

Vollkommen

Von: Dori Datum: 28. Mai 2019

Dieses Buch kann man einfach nicht aus der Hand legen.
Erst mal ist die Aufmachung gut, das Cover, die Struktur in 4 Bücher und kurzen Kapiteln und vielen Absätzen.
Der Autor benutzt einfache Sätze, trifft allerdings jede Emotion auf den Punkt. Man kann die Gedankengänge nachvollziehen und jedes Wort in diesem Buch ist wichtig. Die Personen sind sehr gut beschrieben und es werden keine offenen Handlungsstränge hinterlassen.
Es geht hier viel um Psychologie und ich denke jeder kann sich in der einen oder anderen Person wiederfinden, da die sonne bei wohl niemandem immer scheint.
Klar geht es auch um Kunst, aber man braucht kein Hintergundwissen.

Sehr sehr gutes Buch das ich jedem empfehlen kann.

Antoine liebt die Kunst

Von: Sonnenfrau23 Datum: 28. Mai 2019

Antoine Duris verlässt vvon heute auf morgen seine Professorenstelle in Lyon, um in Paris im Musée d'Orsay als Aufsicht zu arbeiten. Aber niemand weiß warum. Und auch wir Leser erfahren dies erst recht spät, quasi gemeinsam mit Antoine.
Ein kleines Buch mit einer feinen Geschichtte, die mich an 'Nachtzug nach Lissabon' erinnert. Der Protagonist ist mir sympathisch und man versteht seine Beweggründe und bewundert seinen Mut und seine Entschlossenheit.

Hat mich überzeugen können

Von: Carolin Datum: 27. Mai 2019

Anfangs war mir nicht klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln sollte. Wir begleiten einen ehemaligen Professor, der anscheinend eine Lebenskrise durch macht, bzw. habe ich das vermutet, und erst im letzten Drittel des Buches wurde mir klar, worauf es hinausläuft. Denn wir verfolgen nicht nur unseren Protagonisten, sondern auch noch jemand Anderen. Zunächst schien es, als ob zwischen den Personen keinerlei Kontakt herrsche, aber das täuscht. Allerdings hier eine kurze Triggerwarnung (mit einem Spoiler): es kommt ca. in der Mitte des Buches zu einer Vergewaltigungsszene, die sehr unschön ist und die auch mich emotional aufgewühlt hat. Das soll nur als Vorwarnung an alle diejenigen gehen, die ebenfalls sensibel auf dieses Thema reagieren und die das triggert. Spoiler Ende
Ansonsten hat es mir sehr gefallen, wie die Schicksale der beiden Charaktere miteinander verwoben wurden und wir beide sehr gut kennen lernen konnten.

Des Weiteren sollte ich erwähnen, dass wir uns im ersten Teil (Seite 1 bis 66) in der Gegenwart von dem Professor befinden, im zweiten Teil jedoch (Seite 69 bis 115) in seiner Vergangenheit. Obwohl ich Rückblicke eigentlich nicht leiden kann, hat der Autor das sehr gut eingesetzt, um uns Antoines Geschichte zu erzählen. Anfangs habe ich gedacht "Aha! Jetzt weiß ich warum Antoine geflüchtet ist!" aber weit gefehlt... Das kann man da noch gar nicht wissen. Und das hat mir sehr gefallen.

Die Charaktere, vor allem Antoine, aber auch die Nebencharaktere, wirken sehr plastisch. Nicht perfekt, aber so als könnte man auch in seinem eigenen Leben einen Antoine oder eine Camille oder eine Mathilde kennen und das macht den Roman so authentisch und lebhaft. Es sind ganz gewöhnliche Leute, die ein Leben wie wir auch führen und gerade dadurch wirkt die Geschichte sehr intensiv auf einen.

Kommen wir nun zum Schreibstil: Dieser ist eigentlich sehr trocken und sachlich (also nur eine Aneinanderreihung von Fakten), aber dennoch gibt es sehr viele philosophische Denkansätze. Hier ein paar meiner Lieblingszitate im Folgenden:


"Es gibt immer Abwechslung im Gleichen." (s. S. 56)

"[...] Oft fühlt man sich in solchen Momenten, in denen man mit Komplimenten überschüttet wird, die Teil einer gesellschaftlichen Höflichkeitsübung sind und somit jeglichen Wert verlieren, innerlich leer." (s. S. 38)

"Manchen Leuten fällt es schwer, andere Menschen anzusehen und ihnen gleichzeitig zuzuhören. (s. S. 20)


Vor allem das letzte Zitat hat es mir angetan. Ich hatte nicht gedacht, dass irgendwer auch so empfindet und es nicht nur eine Macke von mir ist.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass es ab und zu Fußnoten gibt. Jeder, der Nevernight von Jay Kristoff auch gelesen hat, weiß was ich meine. In Nevernight allerdings gingen die Fußnoten teilweise über die halbe Seite und in diesem Buch sind es maximal 2 kurze Sätze, weshalb ich die Fußnoten sehr gern gelesen habe. Es hat mich auch nicht im Lesefluss gestört.

Fazit
Insgesamt sind weder Handlung noch Charaktere einzigartig, aber die Erzählart von Foenkinos und seine Kunst, den Leser mit einer alltäglichen Geschichte zu fesseln, ist so beeindruckend, dass ich das Buch dennoch oder gerade deswegen nur weiter empfehlen kann.

PS.: Ich habe mir nach Beenden dieses Buches auch bereits weitere seiner Werke bestellt, um zu sehen, ob diese mir auch so gut gefallen könnten.

Tolles Buch

Von: Enni Datum: 25. Mai 2019

Es geht darum, warum nur Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben flieht? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal...

Das Buch ist ausgezeichnet von Rückblenden und einer Geschichte in der Geschichte. Es reißt einen sehr mit und bewegt zum nachdenken! Ich war plötzlich so geschockt und hab mit der einen Handlung nicht gerechnet (obwohl es absehbar war), dass ich Tränen in den Augen hatte.
Dieser Roman mit seinen 236 Seiten liest sich sehr schnell durch. Die Charaktere sind alle sehr schön beschrieben und man kann sich gut hineinfühlen.

Einfühlsam und doch spannend

Von: Dieter Minkhart Datum: 25. Mai 2019

In“Die Frau im Musée d‘ Orsay „ beschreibt David Foenkinos Lebensabschnitte des Lyoner Kunstprofessors Antoine Duris. Obwohl erfolgreich und bei seinen Studenten beliebt gibt er von Heute auf Morgen seine Anstellung auf, bricht alle Brücken hinter sich ab und bewirbt sich als Saalaufsicht beim Pariser Musée d‘ Orsay. Was ist der Grund für diesen Bruch im Leben des Lyoner Kunstprofessors Antoine Duris? Welche Rolle spielen die Museumsdirektorin und die zurückhaltende Studentin Camille in seinem weiteren Leben?
Foenkinos beschreibt einfühlsam und doch spannend Etappen des Lebens von Professor Duris.
Lesenswert.

Ein Meisterwerk der Gefühle

Von: KAEM Datum: 22. Mai 2019

Keiner weiß, warum der beliebte Professor Antoine Duris seine Stelle an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon aufgibt und als Aufsicht, im Musèe d`Orsay, nach Paris geht. Umgeben von der Kunst, die sein ganzes Leben bestimmt und der Personalchefin Mathilde, findet Antoine einen Weg der seinen Lebensschmerz lindert. Foenkinos fesselt seine Leser auf hohen Niveau mit der Geschichte von Antoine, dessen Gefühlslage aus dem Gleichgewicht geraten ist. Emotional geladen, sensibel und mit viel Spannung schreibt Foenkinos wie das Gute und Böse unser Leben beeinflusst und die Schönheit der Kunst Einfluss auf unser Leben hat. Es ist eines der Bücher in die man versinkt und erst wieder in der Realität ankommt, wenn es lange zu Ende gelesen ist. Danke für dieses wundervolle Buch! Tolles Cover! Unbedingte Leseempfehlung! Super Geschenk, besser als Blumen und Schokolade!

Ein Buch über die Schönheit der Kunst das nachdenklich macht

Von: Baksi Datum: 22. Mai 2019

Mein erster Eindruck von diesem Buch? Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet - das Cover mit zwei Personen die einem den Rücken zuwenden, und auch der Klappentext ließen für mich keinen wirklichen Schluss auf den Inhalt zu. Ein Liebesroman? Wer weiß... also, ließ ich mich überraschen - und wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei jeder Abschnitt wiederum einen eigenen Teil der Geschichte von Antoine erzählt. Dem Grund warum er, ein renommierter Professor an der Kunsthochschule von Lyon, auf einmal lieber als Museumswärter im Musée d‘Orsay arbeitet, als Vorlesungen zu halten. Dem Grund, warum er an manchen Stellen genauso reagiert, wie er reagiert und was in seinem Inneren vorgeht. Hiervon erfährt man im ersten Abschnitt nämlich so gut wie nichts. Was aber auch irgendwie zu Antoine und seiner Geschichte - und dem Erlebten passt. Er wird zu Beginn des Buches beschrieben als „still und verdutzt [...] als wäre er vom Himmel gefallen“. Und das trifft es meiner Meinung nach genau auf den Punkt. Würde man ihn treffen, man würde ihn vermutlich nicht weiter wahrnehmen.

Dennoch fand ich Antoine von Beginn an sympathisch. Vielleicht gerade weil er so still ist, kaum einen Ton rausbrachte und eher weltfremd wirkte. Dieses Verhalten passt einfach zu der Geschichte und dem Erlebten, und je weiter man liest, desto besser versteht man warum er so ist und auf diese und jene Art und Weise handelt. Auch die anderen Charaktere wirken auf mich sehr authentisch - insbesondere Camille und ihre Geschichte hat mich berührt und teilweise sprachlos und nachdenklich zurückgelassen. Berührend fand ich auch, wie der Bezug der Charaktere zur Kunst dargestellt wurde, die Liebe der Figuren zu den einzelnen Kunstwerken machen direkt Lust, selbst wieder einmal ins Museum zu gehen.

Der Schreibstil des Buches ist schnörkellos. Ohne ausufernde Gefühlsbeschreibungen ohne umschweifende Adjektive. Schlicht und einfach auf den Punkt gebracht. Die Sätze sind relativ kurz gehalten, teilweise springt die Sichtweise in einem Satz zwischen den Personen. Allerdings hat mich das beim Lesen überhaupt nicht gestört. Man könnte der Geschichte von Beginn an sehr gut folgen, die Sichtwechsel haben aus meiner Sicht genau gepasst und machten das Lesen zu keiner Zeit „hektisch“. Insgesamt aus meiner Sicht sehr angenehm zu lesen.

Dennoch gibt es von mir einen Stern Abzug. Der Grund ist der Schreibstil bzw. die Tiefe der Geschichte die mir an einzelnen Stellen doch etwas zu wenig Gefühl gezeigt haben bzw. an manchen Stellen hätte ich mir noch ein paar mehr Details gewünscht. Nichts was das Buch aber weniger lesenswert macht.

Was bleibt jetzt von meinem ersten Eindruck - der ja gar keiner war. Eine Liebesgeschichte ist es aus meiner Sicht nicht ganz - oder nur sekundär. Die Liebe spielt eine Rolle, eine neue Liebe, leider icht und unsicher, eine vergangene Liebe, mit den Rissen, die diese nunmal hinterlässt, vor allem aber, die Liebe zur Kunst, die an jeder Stelle dieses Buches spürbar wird.

Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

Die Kunst und Leid

Von: Jkox Datum: 22. Mai 2019

Ein so wunderbarer und emotionaler Roman, der die menschlichen Abgründe hinsichtlich Leid, Scham und Trauer pointiert aufzeigt. Nicht nur das stärkende und zufluchtgebende Wesen der Kunst, welches durchweg im Hintergrund schwebt, gibt dieser Geschichte seine Außerordentlichkeit, sondern natürlich auch Melancholie und die profunden Charaktere, die vielschichtig, gebrochen und zugleich liebenswert auftreten, sodass man am Ende einen kleinen Stich im Herzen spürt.

Mehr Traurigkeit, wie Liebe

Von: christinemee Datum: 21. Mai 2019

Mit leicht düsterer Stimmung und spürbarer Verzweiflung schreibt David Foenkinos in "Die Frau im Musée d'Orsay". Es geht um unerwartete Entscheidungen, die unterschiedliche Verarbeitung von traumatischen Ereignissen und eine Bekanntschaft, aus der Liebe wird. Foenkinos beschreibt Antoine, die Hauptfigur, als undurchschaubar, still und unkommunikativ. Auch für den Leser bleibt das Geheimnis und der Grund des plötzlichen Lebenswandels von Antoine lange verborgen. Ich habe dadurch eine leichte Langatmigkeit beim Lesen verspürt, trotz dass der Autor feinfühlig in jedem Kapitel Hinweise auf die weitere Handlung preisgegeben hat. Der Roman ist aus unterschiedlichen Blickwinkeln und in Vergangenheit und Gegenwart geschrieben, sodass der Leser sich in das Geschehen hineinversetzen kann. Der Schreibstil hat in mir während des ganzen Buches eine traurige Stimmung ausgelöst, als dass es den Zauber einer Liebesgeschichte rübergebracht hat. Trotz spürbarer depressiver Stimmung ist es dem Autor gelungen keine Hoffnungslosigkeit zu erwecken. Für jeden geeignet, der Bücher mit Geheimnissen liebt.

Etwas anderes erwartet

Von: Janina Jaegers Datum: 20. Mai 2019

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, erwartete ich die Geschichte eines Mannes, der aufgrund bestimmter Erlebnisse sein bisheriges geordnetes Leben über den Haufen wirft. Wer aber einen Roman vermutet, der einzig und allein darin mündet, dass Antoine Duris am Ende die große Liebe findet, der befindet sich auf dem Holzweg. Vielmehr sind seine Begegnungen mit Frauen nur Randinformationen zu seinem Gemütszustand, rosarote Wolken wird der Leser nicht finden. Die Handlung nimmt auch erst ab der Mitte des Buches Fahrt auf, wenn der Autor – endlich – zu den Hintergründen gelangt, was Antoine Duris dazu veranlasst hat, sich als Hochschulprofessor um einen Job als Wärter in einem Museum zu bewerben. Und hier wird nun eine neue Hauptfigur mit ihrer Geschichte bekannt - die eigentliche Geschichte des Romans, die einem im Gedächtnis bleibt, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat.

Für mich war „Die Frau im Musée d’Orsay“ ein Roman, der mich dahingehend überrascht hat, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte.

Stilistisch ist der Roman flüssig zu lesen und enthält keine Passagen, die so ausschweifend sind, dass man am Ende eines Satzes nicht mehr weiß, wie der Satz begonnen hat. Über die vom Autor verwendeten Fußnoten kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Ich empfand diese eher als störend, weil sie den Lesefluss unterbrechen, und hätte eine Verarbeitung im laufenden Text besser gefunden.

Das Buch verfügt über ca. 230 Seiten und sorgt daher eher für eine kurzzeitige Unterhaltung. Wer gerne Schicksalsromane liest, der wird hier gut bedient.

"Die Trauer vergeht bei Botticelli, die Angst bei Rembrandt und der Kummer bei Chagall."?

Von: ojosefine Datum: 20. Mai 2019

Was bringt einen Hochschulprofessor dazu, seinen Posten zu kündigen und eine Anstellung als Museumswärter anzunehmen?
Antoine Duris ist ein respektierter und beliebter Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon. Eines Tages kündigt er seinen Posten, löst seine Wohnung auf, lagert seinen Besitz ein und verlässt Lyon, nachdem er sich bei Freunden und Verwandten per Mail abgemeldet hat. In Paris bewirbt er sich auf eine Stelle als Wächter im Musée d'Orsay. Er ist erleichtert, diesen Job zu bekommen und verrichtet seinen Job als Saalaufsicht, wobei er viel Zeit in stummer Zwiesprache mit seinem bevorzugten Bild, Modiglianis Bildnis der Jeanne Hébuterne, verbringt.
Bals muss er feststellen, dass er auch in Paris in Zeiten des Internets nicht untertauchen kann, seine Schwester spürt ihn auf, und dass er auch dort nicht völlig Kontakten aus dem Weg gehen kann, seien es nun Kollegen oder Nachbarn.
Man ahnt, dass der Flucht aus seinem bisherigen Leben eine Krise vorangegangen sein muss. Aber man erfährt aber gleich zu Beginn, dass die Trennung von seiner langjährigen Partnerin Louise nicht der Auslöser war, sondern dass es eine andere, schwerere Erschütterung gegeben hat.
Die Geschehnisse in Lyon vor Antoines Flucht werden erzählt in Rückblenden, die nicht nur seine sympathischen Züge offenbaren, und bei denen oftmals die Erzählperspektive mitten im Absatz wechselt. Irritierend sind zunächst auch die vielen eingestreuten Fußnoten, die den Lesefluss ausbremsen. Diese erlauben dem Leser jedoch zusätzlich eine ironische Distanz.

"Die Frau im Musée d'Orsay" hat mir nicht so ganz gut gefallen wie erst kürzlich "Das geheime Leben des Monsieur Pick", dazu fand ich manche Figuren zu blass und auch das Ende zu vage. Dennoch habe ich wieder die Leichtigkeit, mit der die teilweise tragische Handlung daherkommt und den feinfühligen Erzählstil des Autors sehr genossen. Ich bin gespannt auf weitere Romane von David Foenkinos.


Ein sehr tiefes und fesselndes Buch

Von: Sabine Datum: 20. Mai 2019

Antoine, ein Professor für Kunstgeschichte bewirbt sich im Musee d'Orsay.
Zunächst wird sein Hintergrund dazu nicht klar. Langsam darf sich eine Liebesgeschichte mit Mathilde entwickeln.
Genau so langsam erfährt der Leser den Grund seiner Flucht von der Universität.

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Ich habe vom Autor noch nie etwas gelesen. Seine Art zu schreiben hat mich berührt und ins Buch mit hineingenommen, so dass es mir schwerfiel es aus der Hand zu legen.
Er zeigt ganz fein auf, dass wir oft die falschen Schlüsse über das Verhalten andrer Menschen ziehen und oft fälschlich davon ausgehen, dass ihr Verhalten direkt mit uns etwas zu tun hat.
Ein Liebesroman, der keiner ist, weil er viel mehr ist.

Wunderschön geschriebene Geschichte über die Frage, was Menschen dazu bringt aus Ihrem Alltag auszubrechen

Von: Gerdi83 Datum: 19. Mai 2019

In der Zusammenfassung auf der Rückseite wird davon gesprochen, dass es ein "Roman, der vom Mut erzählt, dem Leben eine neue Wendung zu geben" sei - nun, dieser Auffassung kann ich mich nach der Lektüre nicht anschließen, denn meine Definition einer mutigen Entscheidung wird im Buch nicht gelebt. Das schmälert meinen sehr positiven Eindruck des Werkes von David Foenkinos aber in keiner Weise.

Der Autor schafft es seinen Figuren Leben einzuhauchen und den Leser für deren Geschichte zu interessieren. Das Buch ist unheimlich feinfühlig geschrieben und regt definitiv zum Nachdenken an, ohne dabei aber schwerfällig, erzieherisch oder neunmalklug daher zu kommen. Die Zerbrechlichkeit und Zartheit einiger der Figuren, werden durch den Schreibstil des Autors meiner Meinung nach sehr schön unterstrichen und transportiert.

Absolute Leseempfehlung. Einen Stern Abzug gibt es lediglich deshalb, weil ich mich an der ein oder anderen Stelle gefragt habe "Okay, ob das jetzt so realistisch ist", aber das kann natürlich auch subjektive Meinung sein.

Vorsicht Spoiler / Professor und Studentin in schicksalshafter Begegnung

Von: Sabine Meyer Datum: 19. Mai 2019

Antoine erlebt mehr Tiefen als Höhen in seinem Leben als Mann und Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon.
Nach dem Selbstmord einer hochbegabten Studentin, an dem er sich schuldig fühlt, gibt er seine Stellung auf und wird Museumswärter in Paris. In einer Rückschau erfährt man, dass auch das Leben dieser Studentin von Ängsten und einem nicht verarbeitetem Trauma geprägt war. Antoine Duris lernt in seiner neuen Stellung die Frau seines Lebens kennen, mit deren Hilfe sich alles zu einem versöhnlichen Ende fügt.
David Foenkinos Roman hat mich anfangs angesprochen, im Verlaufe der Geschichte empfand ich die Handlung jedoch überzogen und den Schluss zu hastig zu einem positiven Ende gebracht. Es mag der Möglichkeit der Verfilmung geschuldet sein. Auffallend und dem Lesevergnügen nicht zuträglich sind die kurzen Sätze, die den Schreibstil für mich charakterisieren. Einen Anflug von Humor fand ich bei all der französischen Melancholie in den zahlreichen Fußnoten. Verwirrend unnötig ist die Namensgleichheit von vier Personen.

Eine bittersüße Geschichte über Liebe und Kunst

Von: Dagmat L. Datum: 19. Mai 2019

Antoine, Kunstprofessor in Lyon, reist plötzlich mit unbekanntem Ziel ab, selbst Familie und Freunden sagt er nicht, wohin er fährt und ist für sie ab sofort nicht mehr erreichbar. Seine Schwester stöbert ihn schließlich in Paris auf, er hat dort einen Job als Saalwächter im Musée d´Orsay angenommen. Aber auch sie kann ihm die Motive seiner Flucht nicht entlocken. Die einzige Person, der sich Antoine öffnen kann, ist Mathilde, die Personalchefin des Museums. Mit ihr fährt er einige Zeit später zurück nach Lyon, und nach und nach kommen tragische Ereignisse der Vergangenheit ans Licht, die sowohl Antoine als auch eine junge Frau namens Camille betreffen.

Der sehr emotional und bewegend geschriebene Roman spielt im Umfeld von Künstlern und Kunst Lehrenden. Er zeigt, dass die Schönheit der Kunst manche seelische Wunde zu heilen vermag, aber dass es auch Verletzungen der Seele gibt, bei der sie versagt.

Einfühlsam und von leiser Melancholie

Von: Bibliomarie Datum: 19. Mai 2019

Antoine ist Professor für Kunst an der Hochschule in Lyon. Von einem Tag auf den anderen lässt er sein Leben hinter sich. Er kündigt seine Anstellung, seine Wohnung, lagert seine Besitztümer ein, verabschiedet sich per Mail von allen Freunden und Verwandten und ist nicht mehr erreichbar. Er arbeitet fortan als Saalaufsicht im Musée d’Orsay. Besonders das Portrait von Jeanne Hébuterne hat es ihm angetan. Ihre zarte Schönheit berührt ihn und scheint seine Trauer zu lindern.

Es dauert nicht lange, da kursiert ein Foto von ihm im Netz. Ehemalige Studenten haben ihn dort zufällig gesehen und wiedererkannt und spotten nun über ihren früheren Lehrer. Doch das alles ficht Antoine nicht an.
Später erfahren wir von der gescheiterten Beziehung zu Louise, die ihn nach sieben gemeinsamen Jahren verlassen hat. Ist das der Grund für seinen Rückzug? Oder doch eher das Schicksal seiner Studentin Camille?

Es ist ein leiser, ein wenig melancholischer Roman des Franzosen David Foenkinos. Hier steht ein Mensch an einem Scheideweg, er trägt eine Last mit sich, die er nicht benennen mag. Er weiß nur, dass sein Leben aus den Fugen geraten ist. Trotzdem finden sich leise humorige Szenen, manchmal in kleinen ironischen Fußnoten, manchmal in Gedanken oder Erinnerungen Antoines. Stück für Stück enthüllt der Autor die Geschichte hinter Antoines Entschluss, sein Leben radikal zu ändern und vergrößert meine Empathie mit der Hauptfigur. Das Ende darf – zumindest für Antoine – hoffnungsvoll sein.

Wieder gelingt es Foenkinos mich mit seiner Sprache, seinen Ideen und seinen Protagonisten in Bann zu ziehen. Er schreibt mit einer Leichtigkeit und einer Eleganz, die oft nur französische Autoren so gut beherrschen. Auch die Übersetzung finde ich ausgezeichnet. Es ist Unterhaltung auf hohem Niveau .

Einfühlsam und von leiser Melancholie

Von: Christine A. Datum: 19. Mai 2019

Antoine ist Professor für Kunst an der Hochschule in Lyon. Von einem Tag auf den anderen lässt er sein Leben hinter sich. Er kündigt seine Anstellung, seine Wohnung, lagert seine Besitztümer ein, verabschiedet sich per Mail von allen Freunden und Verwandten und ist nicht mehr erreichbar. Er arbeitet fortan als Saalaufsicht im Musée d’Orsay. Besonders das Portrait von Jeanne Hébuterne hat es ihm angetan. Ihre zarte Schönheit berührt ihn und scheint seine Trauer zu lindern.

Es dauert nicht lange, da kursiert ein Foto von ihm im Netz. Ehemalige Studenten haben ihn dort zufällig gesehen und wiedererkannt und spotten nun über ihren früheren Lehrer. Doch das alles ficht Antoine nicht an.
Später erfahren wir von der gescheiterten Beziehung zu Louise, die ihn nach sieben gemeinsamen Jahren verlassen hat. Ist das der Grund für seinen Rückzug? Oder doch eher das Schicksal seiner Studentin Camille?

Es ist ein leiser, ein wenig melancholischer Roman des Franzosen David Foenkinos. Hier steht ein Mensch an einem Scheideweg, er trägt eine Last mit sich, die er nicht benennen mag. Er weiß nur, dass sein Leben aus den Fugen geraten ist. Trotzdem finden sich leise humorige Szenen, manchmal in kleinen ironischen Fußnoten, manchmal in Gedanken oder Erinnerungen Antoines. Stück für Stück enthüllt der Autor die Geschichte hinter Antoines Entschluss, sein Leben radikal zu ändern und vergrößert meine Empathie mit der Hauptfigur. Das Ende darf – zumindest für Antoine – hoffnungsvoll sein.

Wieder gelingt es Foenkinos mich mit seiner Sprache, seinen Ideen und seinen Protagonisten in Bann zu ziehen. Er schreibt mit einer Leichtigkeit und einer Eleganz, die oft nur französische Autoren so gut beherrschen. Auch die Übersetzung finde ich ausgezeichnet. Es ist Unterhaltung auf hohem Niveau .

Wunderschön melancholisch

Von: Biggi Schuhwerk Datum: 18. Mai 2019

Dieses Buch ist ein Juwel.
Es ist tiefsinnig, melancholisch, sentimental, feinfühlig und einfach wunderschön zu lesen.
Es erzählt vom Leben und Leiden dreier verschiedenen Personen. Von geschundenen Seelen und der Macht der Liebe und der Macht der Kunst.
Ein verlassener,unglücklicher Kunstprofessor; eine alleinerziehende,berufstätige Mutter und einer todunglücklichen ,hochbegabten Kunststudentin.
Das Buch handelt von einem hässlichen Verbrechen, der Liebe und der Kraft der Kunst.
Es ist wunderschön melancholisch geschrieben, ohne schwermütig zu werden.
Ich kann es nur empfehlen.

Bewegend

Von: Lilli Datum: 17. Mai 2019

Dieses Buch hat mich emotional sehr bewegt. Die Gefühle des Antoine waren für mich nachvollziehbar. Auch die Geschichte der Camille ist realitätsnah und deswegen auch glaubwürdig. Des weiteren gefällt mir der Schreibstil des Autoren und seine Sätze wie z. B.: Das Absurde ist immer ein guter Freund brennender Sehnsucht. Wunderbar. Ich habe das Buch an einem Vormittag gelesen, da es mich sehr gefesselt hat.

Wieder ein Meisterwerk von David Foenkinos, das mich vollkommen von sich überzeugen konnte!

Von: buecherwolfde Datum: 16. Mai 2019

Die Handlung: David Foenkinos erzählt eine Geschichte über einen Mann, der alles Hals über Kopf liegen lässt und von seinem bisherigen Leben flieht. Der Grund ist für den Leser zunächst unbekannt, doch das Antoine seine Arbeit als Professor an einer Hochschule, für die eines einfachen Wärters im Kunstmuseum Musée d'Orsay in Paris, aufgibt und seine Familie und Bekannte ohne einen triftigen Grund verlässt, ist zunächst alles andere als erklärbar. 

Das Buch ist in 4 Teile unterteilt. Der erste befasst sich mit der im Klappentext erwähnten Handlung. Enden tut er mit dem Tod von Camille, einer mysteriösen Frau, die vorerst keinen erkennbaren Zusammenhang zu Antoine besitzt. Ab dann wird sich der Leser mit dem Leben und den Gründen für ihren Tod auseinandersetzen. Ihre Geschichte hat bei mir viele Affekte auslösen können: Wut, Trauer, Freude, Überraschung, und noch viele mehr. Ihre Gedanken und Gefühle haben auch mich angesteckt und ich bin überrascht, wie stark sie mich berührt hat. 

Als großer Fan des Autors war für mich einfach klar, dass ich auch sein neuestes Werk lesen muss. Meine Erwartungen waren aber dementsprechend auch sehr hoch. Doch die Tatsache, dass die Handlung dieses Mal nicht 100% mein Interesse geweckt hat und es David Foenkinos trotz dessen gelungen ist, mich mit seinem Roman in den Bann zu ziehen, spricht schon sehr für "Die Frau im Musée d'Orsay". Daher kann ich nur sagen (selbst wenn die Handlung nicht komplett mit meinem Leseverhalten übereinstimmt): Ich habe es nicht bereut, dieses wundervolle Buch gelesen zu haben. Und ich muss zugeben, das Geheimnis um Antoine, und noch mehr das um Camille, hat mich gänzlich von sich überzeugen können. Ich konnte und wollte dieses Buch nicht vor Beendigung aus der Hand legen! Dafür war die Handlung zu spannend und ereignisreich.

Mein Fazit: Wieder ein Meisterwerk von David Foenkinos, das mich vollkommen von sich überzeugen konnte!

Eine Geschichte, die einen mit voller Wucht trifft

Von: Lesemademoiselle Datum: 16. Mai 2019

✏️„Die Betrachtung der Schönheit war für ihn ein Mittel gegen die Hässlichkeit der Welt. Das Wunderbare war immer noch die beste Waffe gegen den Schmerz.“✏️

Was für ein außergewöhnlicher Roman. David Foenkinos neues Buch „Die Frau im Musée Orsay“ hat mich mitten ins Herz getroffen. Der Roman erzählt von der wunderbaren, tröstenden Kraft der Kunst und dem Zerreißen von Herzen und Seelen. Ein Roman der unendlich traurig ist, zugleich aber auch amüsiert und der nicht die Hoffnung verliert. Ich war auf die Thematik nicht vorbereitet und so traf mich diese Geschichte mit voller Wucht.

Schon auf den ersten Seiten dieses Buches merkt man, dieser Roman ist anders. Eine tiefe Melancholie durchzieht die Buchseiten. Foenkinos zärtlicher, sanftmütiger Erzählstil ist erkennbar, doch die Schwere der Traurigkeit erdrückt die Leichtigkeit, die sonst seine Geschichten prägt.

Foenkinos hat seinen Roman in vier Kapitel unterteilt. Im ersten Teil flüchtet Antoines Duris nach Paris und bewirbt sich als Aufseher im Musée d‘Orsay. Eigentlich ist Antoine Professor der Schönen Künste in Lyon. Aber irgendetwas hat ihn komplett aus der Bahn geworfen. Er zieht sich von seiner Familie und seinen Freunden zurück, bricht jeden Kontakt ab. In Paris verkriecht er sich in sein Schneckenhaus, will keine neuen Kontakte knüpfen. Als Aufseher versinkt er täglich in Modiglianis Bildnis der Jeanne Hébuterne. Was bedrückt diesen Mann?

Der zweite Teil springt in der Zeit zurück von erzählt von Antoines gescheiterter Beziehung und einer belanglosen Affäre mit einer Kollegin. Nur stückchenweise gibt David Foenkinos Einzelheiten über die Beweggründe von Antoine preis. Hat ihn die Trennung von Louise doch so tief getroffen? Verzweifelt er an unbegründeter Hoffnung? Er beginnt Louise zu verfolgen. Er will ihr neues Leben sehen, ihren neuen Partner, die Tochter, die er in die Beziehung mitbringt. Flüchtet er vor dem Glück von Louise? Zerbricht er dran? Welche Richtung nimmt der Roman?

Der dritte Teil erzählt die Geschichte von Camille Perrotin. Dieser Teil des Buches ist verstörend, dramatisch und schrecklich. Er traf mich mit voller Wucht. Camilles Ängste, ihre Qualen und ihr Schmerz brennen sich beim Lesen ins Herz. Ich möchte hier keine Details vorwegnehmen, das würde die Geschichte zerstören. Wie Camille und Antoine zusammenhängen erzählt Foenkinos im vierten Teil.

Hier schließt sich der Erzählkreis. Die Zusammenhänge kommen ans Licht und die Buchzeilen verschwanden vor meinen Augen unter einem Tränenschleier. Ich musste erst einmal tief durchatmen.

Der Roman erzählt von einem Trauma, es geht um Schuld, um menschliche Gewalt und die Zerstörung eines Menschen, aber auch um den Weg zurück ins Leben – hier mit Hilfe der Kunst, um mit der Schönheit der Gewalt zu trotzen.

Es ist ein großartiges Buch und wer Foenkinos „Charlotte“ mochte, der wird „Die Frau im Musée Orsay“ lieben. Lesen, lesen, lesen!

Der Roman wurde wieder vom großartigen Christian Kolb ins Deutsche übersetzt.

Spannend

Von: Adigirb Datum: 12. Mai 2019

kann man nur empfehlen, einfach spannend!

Von: Barbara Pernter Datum: 08. März 2019

Eine melancholische, traurige Geschichte, die ihre Geheimnisse nur langsam preisgibt. Auch wenn Verzweiflung und Hilflosigkeit immer spürbar sind, ist die Geschichte dennoch wunderschön erzählt und nicht hoffnungslos.