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Buch
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Emma Donoghue

Das Wunder

Roman

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?

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Das Buch spielt in Irland

Leserstimmen

Faszinierender Krimi zwischen Glaube und Wissenschaft

Von: Friedelchen Datum: 14. Januar 2018

Irland, 1859: In einem kleinen irischen Dorf soll ein Wunder geschehen sein. Seit 4 Monaten hat die elfjährige Anna O'Donnell keinen Bissen mehr zu sich genommen und erfreut sich trotzdem bester Gesundheit. Die englische Krankenschwester Lib wird abbestellt, das Mädchen 2 Wochen lang rund um die Uhr zu überwachen, um zu klären, ob es sich um einen Schwindel oder tatsächlich ein gottgegebenes Wunder handelt. Doch mit dem Ausmaß dessen, wie die kleine Anna ihr Leben verändern wird, hat Lib nicht gerechnet...

Ich habe euch erst vor kurzem von einem Buch aus dem Wunderraum Verlag vorgeschwärmt und nun ist es wieder so weit. Das Wunder aus der Feder von Emma Donoghue, die mit ihrem Roman Raum Weltberühmtheit erlangt hat, ist schon jetzt ein Jahreshighlight für mich. Die Geschichte erzählt auf überaus fesselnde Weise vom Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft, von der leidgeprüften irischen Nation und von einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen einer Krankenschwester und ihrer jungen Patientin.

Die realen historischen Geschichten von sogenannten Fastenmädchen, die für eine gewisse Zeit als Beweis ihres festen Glaubens auf Nahrung verzichtet haben, waren die Inspiration für Das Wunder. Angesiedelt ist die Handlung wenige Jahre nach der großen irischen Hungersnot, an der damals 12% der Bevölkerung starben. Die harten Lebensumstände und den wohl auch daraus resultierenden festen Gottesglauben bekommt man von Anfang an zu spüren. Alles wirkt, als würde ein grauer, leicht schmutziger Schleier über allem liegen, der Landschaft, den Häusern, den Menschen und das Buch hat eine merkwürdig triste, schwere Atmosphäre verströmt.

In dieser von Aberglaube und Armut geprägten Umgebung prallen zwei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die kriegserfahrene, leidgeprüfte Krankenschwester, die nicht an Gott glaubt, und ein kleines Mädchen, dessen naive Unschuld nur noch von ihrem felsenfesten Glauben an Gott und seine Gesetze übertroffen wird. Lib hält den Umstand, dass das Mädchen scheinbar seit Monaten ohne Nahrung überleben kann, von Anfang an für einen Schwindel und geht zunächst mit kalter, sachlicher Art daran, den Trick dahinter aufzudecken. Doch je länger sie erfolglos bleibt, desto mehr wächst ihr das Mädchen ans Herz. Wie auch mir, denn ich habe Anna beim Lesen, trotz ihrer Naivität, sehr liebgewonnen und mit ihr mitgefiebert.

Es liest sich fast wie ein Krimi, wie Lib sich auf Spurensuche begibt und versucht, einen Betrug aufzudecken. Und wie bei einem guten Krimi habe ich auch hier mitgerätselt, ob Anna tatsächlich ein göttliches Wunder ist oder sie doch irgendwie an Nahrung kommt. Die Auflösung und auch das Ende der Geschichte an sich erschien mir sehr schlüssig und ich konnte das Buch befriedigt zuklappen. Aber mehr werde ich euch natürlich nicht verraten :-)

Mein Fazit: Das Wunder erzählt eine faszinierende, fesselnde und auch lehrreiche Geschichte vom Konflikt zwischen religiösem Fanatismus, Aberglaube und Wissenschaft, von Wahrheit und Wundern und von einer Frau und einem Mädchen, die eine tiefe, ungewöhnliche Freundschaft zueinander entwickeln. Für mich ist es jetzt schon ein Jahreshighlight, welches ich euch sehr ans Herz legen möchte!

Beklemmend, berührend und bewegend

Von: Federzauber Datum: 11. Dezember 2017

Die junge Krankenschwester Lib reist nach Irland, um ihre neue Arbeitsstelle anzutreten. Ihre Aufgabe ist ein junges Mädchen 2 Wochen lang zu beobachten, das angeblich seit 4 Monaten nichts mehr gegessen hat. Ist es nur ein Schwindel oder wurde sie tatsächlich vom Herrn auserwählt?

Das Buch zeichnet sich schon von vornherein aus durch seinen sehr angenehmen Schreibstil, der mich sofort ins 19.Jahrhundert katapultiert hat. Es ist nicht unbedingt spannend. Zeigt aber so ganz gut den eintönigen Arbeitstag der Krankenschwester Lib. Ihre Beobachtungen und Gedanken, die sich um das Kind drehen.
Im Laufe der Geschichte, verdüstert sich die Stimmung zusehends und hinterließ in mir ein zunehmendes beklemmendes Gefühl, und den Drang zu wissen was mit der kleinen Anna wirklich ist. Ab Mitte des Buches fiel es mir sehr schwer, das Buch wegzulegen. Das Buch war für mich so stark bedrückend, dass der Drang endlich zu wissen was Sache ist, extrem hoch war. Mich hat die ganze Situation, die Reaktion der Familie und der Gemeinde, die kleine Anna und Lib zusehends immer mehr berührt und bewegt. Und war schlussendlich sehr überrascht was es alles in mir ausgelöst hat an Emotionen, die ich nicht erwartet habe.

"Das Wunder" kann man mit dem Bestseller "Raum" der Autorin überhaupt nicht vergleichen. Ich habe an keinem einzigen Moment erkannt, dass es die gleiche Person geschrieben hat. Wobei es vielleicht auch daran liegt, dass es diesmal historisch ist und eine frei erfundene Geschichte ist, die aber sehr gut recherchiert wurde. Dies war sehr gut zu spüren.

Im Endeffekt hat mich das Buch sehr beeindruckt. Mit einem sehr ruhigen Anfang der sich im Laufe der Geschichte immer weiter aufbaut und sich steigert.
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht unbedingt jeden begeistern wird, aber mich konnte es auf alle Fälle überzeugen und bewegen!!!

Note:4,5/5

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Ein außergewöhnlicher Roman!

Von: Meine Lieblingsbücher Datum: 10. Dezember 2017

Die Krankenschwester Lib Wright wird in ein kleines irisches Dorf gerufen, um bei der Aufdeckung eines Betrugs oder eines Wunders mitzuhelfen. Seit vier Monaten soll die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung mehr zu sich genommen haben. Das streng gläubige Mädchen ist überzeugt davon, dass sie durch Gottes Liebe allein leben kann, ohne zu essen. Lib und eine Nonne überwachen das Mädchen nun für zwei Wochen um herauszufinden, ob es sich hierbei tatsächlich um ein Wunder oder nur einen Schwindel handelt.

Das Thema des Buches hat mich sofort gepackt. Genauso wie Lib wollte ich unbedingt herausfinden ob Anna lügt oder tatsächlich ein Wunderkind ist. Meiner Meinung nach war es eine grandiose Idee von der Autorin, dass Lib der ganzen Sache kritisch gegenübersteht. Sie lässt das Mädchen wirklich keine Sekunde aus den Augen und so kann man sich auch ganz sicher sein, dass einem nichts entgeht. Lange habe ich nicht mehr so mitgerätselt und überlegt beim Lesen, wie bei "Das Wunder". Die Geschichte lässt einem nicht mehr los, vor allem, da es auch Themen wie Erziehung und Religion sehr kritisch betrachtet. Das fand ich fantastisch!

Die Figuren Lib und Anna habe ich schnell ins Herz geschlossen. Gerade Lib fand ich sehr interessant, da sie anfangs nur wenig über sich preis gab, aber sich dann Schritt für Schritt immer mehr öffnete. Anna fand ich wahnsinnig faszinierend und ich werde auch nach dem Lesen bestimmt noch oft an sie denken. Der Autorin ist es wirklich gelungen wundervolle Charaktere zu schaffen, auch über die beiden Protagonistinnen Lib und Anna hinaus, die die ohnehin schon interessante Geschichte noch spannender und vielfältiger machen. Besonders gut gefiel mir auch der Schreibstil. Die leicht historisch angehauchte Sprechweise lässt den Roman, dessen Geschichte Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, noch authentischer wirken und zieht den Leser in den Bann.

Einen Stern Abzug gab es aber für das Ende. Grundsätzlich fand ich die Auflösung sehr spannend und ich habe sie gebannt gelesen, aber irgendwie griff dann doch alles zu gut ineinander, als das es vielleicht in Wirklichkeit geschehen könnte. Das Ende war mir einfach ein bisschen zu konstruiert, weshalb ich dann doch etwas enttäuscht war. Ich möchte darauf nicht genauer eingehen, um nicht zu spoilern, aber wenn ihr das Buch gelesen habt, dann wisst ihr bestimmt was ich meine. Alles in allem war das Buch aber fantastisch und unglaublich spannend geschrieben!

FAZIT:
Wunder oder Betrug? Ein spannender Roman, der mich bis auf das Ende, durchwegs überzeugen konnte und denn ich vor lauter Spannung nicht aus der Hand legen wollte. Ich kann das Buch, trotz des Abzugs von einem Stern, mit bestem Gewissen wirklich nur Jedem empfehlen!

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