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Buch
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Paolo Cognetti

Acht Berge

Roman

Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.

Das Buch spielt in Aostatal , Italien

Leserstimmen

Über die Liebe zu den Bergen und einer jahrzehntelangen tiefen Freundschaft

Von: Wuestentraum Datum: 15. November 2017

Pietro lebt mit seinen Eltern in Mailand. Seine Eltern, die beide aus den Bergen kommen, die Dolomiten bestiegen haben und am Fuße der drei Zinnen getraut wurden, fühlen sich in der großen Stadt nicht wirklich wohl. So fahren sie jeden Sommer in den Ferien nach Grana, im Aostatal, wo sie ihre Liebe zu den Bergen ausleben können. Pietro’s Vater liebt das Bergsteigen und versucht seinen Sohn, genauso dafür zu begeistern, obwohl Pietro an der Höhenkrankheit leidet und sich jedes Mal sehr quält. In Grana lernt Pietro Bruno kennen, einen Jungen etwas älter als er selbst. Die beiden freunden sich an und streunen jeden Sommer gemeinsam durch die Berge. Als Jugendlicher rebelliert Pietro. Er will nicht mehr mit seinem Vater auf Wanderungen gehen und kehrt später für lange Zeit nicht nach Grana zurück und so verlieren Pietro und Bruno sich aus den Augen. Als Pietro 31 Jahre alt ist, verstirbt plötzlich und unerwartet sein Vater. Dieser hinterlässt ihm eine Ruine in den Bergen von Grana. Pietro kehrt zurück und baut die verfallene Hütte mit Bruno innerhalb einiger Monate zusammen wieder auf. Obwohl sie sich lange nicht gesehen haben, besteht ihre tiefe Freundschaft ohne Worte weiter. Das Erbe seines Vaters bringt Pietro so zurück nach Grana, in die Berge und zurück zu Bruno. Während Bruno alles was er hat, für seinen Traum opfert, reist Pietro als Dokumentarfilmer nach Nepal. Dort bekommt er die Legende von den Acht Bergen erzählt.
Paolo Cognetti bringt mit „Acht Berge“ die Berge zu uns nach Hause. Mit ruhigem Ton beschreibt er die Berge, Wiesen, Gebirgsbäche, Täler, das ganze Naturschauspiel der Berge detailliert. Man merkt dem Auto seine eigene Liebe zu den Bergen sofort an, da die Beschreibungen sehr romantisch und liebevoll sind. Die Geschichte von Pietro und Bruno wird dagegen sehr nüchtern erzählt, was aber zu dem Erzählstil des Autors insgesamt gut passte. Einfach erzählt, aber durch die teilweise poetische und philosophische Art tiefgreifend.
Fazit:
Ein schöner Roman, poetisch und philosophisch, über die Liebe zu den Bergen, mit vielen bildhaften und detailreichen Naturbeschreibungen und einer tiefen, jahrzehntelangen Freundschaft. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hatte wunderschöne Lesestunden.

Acht Berge

Von: Marius Müller Datum: 06. November 2017

Die Berge als Sehnsuchtsort – davon erzählt Paolo Cognettis Roman Acht Berge. Manch einer mag dieses Phänomen kennen – man steht am Fuße eines Berges, schaut hinauf und irgendetwas in einem zieht einen dort hinauf. Das Leben am Berg erscheint einfacher, entschleunigt und löst große Sehnsucht aus. Der Bergsteiger Heinrich Harrer fasste das einmal in die Worte: „Wenn ich die Zivilisation hinter mir lasse, fühle ich mich sicherer“.

Paolo Cognetti füllt diese Worte mit Leben, indem er von zwei ganz unterschiedlichen Menschen erzählt, deren beider Lebensentwürfe von Bergen dominiert werden. Es ist die Lebensgeschichte des Ich-Erzählers Pietro und seines besten Freundes Bruno. Die beiden freunden sich als kleine Kinder im Bergdorf Grana an, in das Pietro mit seinen Eltern jeden Sommer zurückkehrt. Pietros Vater weckt in ihm die Leidenschaft, die Berge zu bezwingen und sämtliche Gipfel der Dolomiten und darüber hinaus zu erklimmen. Bruno ist ein einfacher Bauernsohn im Dorf, der stets die Vision eines Lebens als Bergbauer in sich trägt.

Cognetti beobachtet nun im Lauf des lediglich rund 240 dicken Büchleins die Leben dieser beiden Männer, die sich immer mal wieder voneinander entfernen, um dann wieder am Berg zueinanderzufinden. Mehr soll vom Inhalt an dieser Stelle gar nicht verraten werden, um die Freude der Lektüre nicht zu schmälern.

Acht Berge ist eine der bislang größten Entdeckungen dieses Bücherherbstes für mich. Obwohl das Buch nun wahrlich nicht umfangreich ist, stecken so viele Themen in diesem Buch, sodass es zu den inspirierendsten und nachdenklichsten Bücher zählt, denen ich in meinem Bücherschrank Obdach gewähren darf. Allein schon die zarte Schilderung des Verhältnisses von Pietro zu seinem Vater ist wunderbar gelungen. Auch sitzen alle anderen Wörter und Sätze an den Stellen, an denen sie es tun sollen und funktionieren aufs Beste (die Übersetzung verdankt man Christiane Burkhardt). Man könnte das Ganze auch als Pathetisch, Kitsch oder sentimental schelten, für mich haben in Acht Berge allerdings Inhalt und Sprache wunderbar und sehr stimmig zueinander gefunden.

Paolo Cognettis Buch ist von einem berührenden Ton durchzogen, der mich oftmals innehalten und Passagen auch noch einmal lesen ließ. Wie unauffällig es dem Italiener gelingt, alle wichtigen Fragen des Lebens auf diesen wenigen Seiten zu verhandeln eben ohne in jenen Coelho-haften Kitsch oder Pathos abzugleiten, das nötigt mir Respekt ab. Dem Buch sind unzählige Leser zu wünschen, da Cognettis Themen universell sind und alle LeserInnen betreffen, egal ob Väter, Söhne, Bergliebhaber, Sinnsucher, Alpinisten oder alle, die besondere Bücher zu schätzen wissen. Ein wirkliches Kleinod mit einer nachdrücklichen Leseempfehlung!

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Acht Berge

Von: Tanja Hammer Datum: 01. November 2017

Acht Berge

Acht Berge von Paolo Cognetti erschien am 11.9.2017 bei DVA.

Aus der Vanity Fair ist die erste Empfehlung direkt auf der Innenseite des Umschlages: „Ein zeitloser Roman mit dem Zeug zum Klassiker… Eine Großartige Geschichte über Freundschaft.“
Hätte ich das mal vorher gesehen! Als Vielleser hat man ja irgendwann mal eine Idee davon, welchen Empfehlungen man traut, und welchen, naja…
Nun habe ich aber nur den Klappentext gelesen und das wunderschöne Cover gesehen (das auch haptisch einen hervorragenden Eindruck macht) und musste das Buch unbedingt haben. In Italien soll der Roman ein regelrechter Überraschungserfolg gewesen sein. Es gab sogar einen Literaturpreis, den Premio Strega.

Ich lies mich von der Vanity Fair erst einmal nicht beirren und freute mich auf eine schöne Geschichte vor dem Hintergrund des Monte-Rosa-Massivs. Ich wollte Felsen, Ausblicke, Berge, vielleicht ein bisschen Almöhi, die viel beschworene und mehrfach angekündigte Männerfreundschaft. Zuerst war alles ganz in Ordnung, nicht berauschend, aber okay. Ein Ich-Erzähler als Protagonist, eine Geschichte, die sich so ganz langsam entwickelt, Rückblicke (S. 12: „Aber diese Vergangenheit machte sich bemerkbar, wenn man es am wenigsten erwartet.“), Innenansichten der Figuren, Empfindungen („Erst sehr viel später sollte mir meine Mutter gestehen, dass sie sie beim ersten Mal als überraschend beklemmend empfunden hatte.“ S. 13), sehr viele italienische Ortsangaben (überrascht stellte ich fest, dass ich mich damit schwer tue – diese Sprache entspricht nicht meinen Lesegewohnheiten, es fällt mir schwer, die einzelnen Bezeichnungen zu memorieren und auseinanderzuhalten). Ich bildete mir ein, gleich auf Seite 9 einen kleinen literarischen Höhenflug zu erkennen. Das Motiv „Fluss“ wird ausgebreitet. „in den Siebzigern wohnten wir in einem Haus, das an einer breiten stark befahrenen Allee stand. Unter dem Asphalt floss angeblich ein Fluss, die Olona. Tatsächlich führte die Straße an Regentagen Wasser, und dann stelle ich mir vor, wie der Fluss da untern im Dunkeln brodelte…“ „Doch es war der andere Fluss aus Autos, [Aufzählung div. Fahrzeuge …] der ständig Hochwasser hatte.“ Das Motiv Fluss passt doch ganz wunderbar zum Freundschaftsthema, denke ich. Ich erkenne im weiteren Verlauf des Buches jedoch, dass das Motiv nicht fortgeführt wird. Schade, hätte es doch so schön gepasst.

Vater und Sohn laufen den Berg hoch, die Mutter bleibt im Haus. Sie nehmen sich Zeit, der Erzähler auch. Vater und Sohn laufen weiter, keine Gespräche. Der wanderlustige Vater und Pietro überholen andere Wanderer. Das war das erste Mal, dass ich keine Lust mehr auf das Buch hatte. Das geht mir zu langsam. Ich habe nun Pietro und seine Eltern ausgiebigst kennengelernt, auch Bruno ist schon in Pietros Welt getreten. Aber die Sprache des Buches ist nicht meine. Man sagt Cognetti nach, seine Sprache würde subtil und unaufgeregt nach dem Sinn des Lebens fragen.

Eine Woche Abstinenz, dann erneuter Anlauf. Ich habe die Namen der Berge, der Gegenden, der wenigen Menschen vergessen. Das ist nicht gut, also noch mal von vorne lesen. Es fühlt sich nicht mehr nach literarischen Höhenflügen an, nicht mehr nach preisverdächtiger Story, nicht mal das wunderschöne Cover funktioniert noch. Ich lese weiter, es passiert im Grunde nichts. Wenn der Plot nicht voran geht, will ich wenigstens eine fantastische Sprache, oder die Art der Sprache soll mir eine Geschichte erzählen. Aber nein! Ich glaube, ich verstehe einfach nicht, was das Buch mir sagen will. Alles Wesentliche habe ich schon im Klappentext erfahren.

Fazit:
Probiert es aus! Irgendwas muss ich überlesen haben.

Männer und Berge

Von: Bookmarked Datum: 28. Oktober 2017

Bisher haben mich italienische Autoren noch nicht enttäuscht und so konnte mich auch „Acht Berge“ mit seiner stillen und eher melancholischen Atmosphäre begeistern. Und das obwohl ich die Leidenschaft der handelnden Personen zum Wandern und Bergsteigen persönlich gar nicht teile.

Der 11-jährige Pietro lebt mit seinen Eltern in Mailand und wird mit der großen Unzufriedenheit seines Vaters konfrontiert. Dieser kommt aus einer ländlichen Gegend und fühlt sich in der Großstadt sehr unwohl, weswegen sich die kleine Familie dazu entschließt eine bescheidene Hütte in dem verschlafenen Bergdorf Grana zu kaufen und zukünftig jeden Sommer dort zu verbringen. Pietro’s Vater nutzt diese Aufenthalte um die umliegenden Berggipfel zu besteigen und nimmt seinen Sohn auf diese Wanderungen mit, obwohl sich dieser ab einer bestimmten Höhe sehr schwer tut und unwohl fühlt. Die Vater-Sohn Beziehung ist schwierig, von Sprachlosigkeit und falschen Erwartungen auf beiden Seiten geprägt. Gleichzeitig lernt Pietro in Grana einen gleichaltrigen Jungen namens Bruno kennen mit dem sich ganz behutsam und fast wortlos eine Freundschaft entwickelt, die trotz der sehr unterschiedlichen Lebenswege, Jahrzehnte andauern soll.

Die Naturbeschreibungen konnten mich sehr begeistern. Das Buch vermittelt eine große Liebe zum kargen und einfachen Leben in den Bergen sowie die körperlichen Strapazen und Einsamkeit beim Wandern und illustriert darüber hinaus die Sehnsucht, welche die handelnden Personen immer wieder zurück in die Berge zieht, egal wie ihr Leben ansonsten verläuft.

Die Handlung konzentriert sich dabei auf die männlichen Figuren und deren Beziehungen untereinander. Frauen spielen also eher eine untergeordnete Rolle und werden höchstens in Hinblick auf ihren Einfluss auf die männlichen Charaktere betrachtet. Da diese Männerbeziehungen in erster Linie von kargen Dialogen und emotionaler Distanz geprägt sind, konnten mich die Konflikte als Leserin nicht immer erreichen. Hier hätte ich mir hin und wieder etwas mehr Gefühl gewünscht. Die interessanten Aspekte stecken zwischen den Zeilen, also in allem was die männlichen Figuren nicht ausdrücken können. Dies ist auch die Hauptursache für die sehr melancholische Stimmung des Buches.

Fazit:
Ein unheimlich ruhiges Buch, das sehr gut in die kalte Jahreszeit passt und die besondere Sehnsucht von Menschen beschreibt, die es immer wieder in die karge Landschaft der Berge zieht und ein Buch das passend zu dieser rauen Natur einige Analogien zum Leben aufzeigt und die wortlosen aber intensiven Beziehungen zwischen Männern thematisiert. Sicherlich nicht jedermanns Sache, für mich aber sehr lesenswert.

Poetisch über die Facetten des Lebens

Von: Lydia von SometimesWonderland Datum: 25. Oktober 2017

Meine Meinung

Geschichte

Eine Geschichte über das Erwachsen werden.
Pietro ist noch jung, als er die Berglandschaften mit seinem Freund Bruno erkundigt. Aufgewachsen in der Natur und trotzdem liegt seine Sehnsucht woanders.
Diese Geschichte ist eine Ode an all die Zwickmühlen und Kreuzungen im Leben. Wohin führt der Weg? Was wünsche ich mir? Was wünsche ich anderen? Das Erwachsen werden ist nicht leicht und wenn der Weg für einen vorbestimmt ist, so möchte man ihn doch am liebsten durchbrechen.
Das muss Protagonist Pietro selbst erfahren. Als Kind wird man stets von seinen Eltern und seinem Umfeld geprägt. So auch er. Sein Vater ist begeisterter Bergsteiger und so wünscht er sich nichts sehnlicher, als irgendwann mit seinem Sohn die Berge zu erkunden. Doch was macht man, wenn man seine Liebsten nicht enttäuschen will, aber eigentlich etwas ganz anderes möchte?
Pietro geht seinen eigenen Weg. Durchlebt einen Mix aus eigenem Willen und liebevolle Entscheidungen für andere. Er versucht seinen Wurzeln gerecht zu werden und gleichzeitig seinen Wünschen und Vorstellungen vom Leben.
Dadurch, dass die Geschichte in erster Linie einen Lebensablauf darstellt, wirkte die Geschichte manchmal zäh. Es ist definitiv nichts, was man in ein oder zwei Tagen durchgelesen hat. Ich brauchte immer wieder Pausen nach ein paar Kapiteln. Einmal durchatmen, sacken lassen, nachdenken.
Dennoch punktete das Buch mit seinen Botschaften und der poetischen Ader. Die Wörter trugen etwas magisches, fesselndes in sich.

Charaktere

In erster Linie ist natürlich von unserem Protagonisten Pietro die Rede. Er versucht seinen Weg zu finden, Seine Gedankengänge waren tiefgründig und doch simpel. Ich konnte mit ihm fühlen und ihn verstehen, obwohl ich nie in seiner Situation war. Doch die Entwicklungen sind in einer gewissen Weise doch gleich.
Sein Freund Bruno bildet einen zweiten essenziellen Charakter. Er ist ein großer Stützpunkt in Pietros Leben und er bildet den Kontrast. Während Pietro seinen Wurzeln folgen möchte aber nicht kann, so war für Bruno immer klar, wohin er gehört. So klar, dass er alles andere aus den Augen verliert. Es werden zwei Extreme aufgezeigt.
Viele andere Charaktere gibt es auch gar nicht. Nebst Pietros Eltern, von denen man nur nebensächlich etwas erfährt, liegt der Fokus nur auf ihm und seinem Freund Bruno.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr poetisch und tiefgründig. Er bringt eine Melodik, die einen selbst ganz melancholisch werden lässt. Ab und zu werden kleine Denkanstösse gegeben. Rätsel von Pietros Vater, die man für sich selbst beantworten kann. Auch wenn mich der Schreibstil einnahm, so brauchte ich dennoch manchmal Pausen, da die Geschichte an sich keine großen Wendungen und Geschehnisse hat.
Geschrieben ist das Buch aus Pietros Sicht in der Ich-Perspektive.

Zitat

"Vielleicht hatte meine Mutter recht, wenn sie sagt, dass in den Bergen jeder eine andere Lieblingshöhe hat: eine Landschaft, die ihm entspricht und in der er sich heimisch fühlt."
- Seite 42

Fazit

Ein poetisches Buch, welches stark zum Nachdenken anregt und die Facetten des Lebens und des Erwachsenwerdens aufzeigt. Jedoch teilweise langatmig, da das Leben nun einmal nicht immer Spannung pur ist.

Lesenswertpunkt für Berg-Afficionados (und nicht nur die)

Von: Arnold Zimprich Datum: 09. Oktober 2017

Als ich las, dass Cognettis autobiographisch eingefärbter Roman in den Seitentälern des Aostatals spielt, war es schon um mich geschehen. Eine Kindheit zwischen Mailänder Großstadt-Tristesse und piemontesischem Bergidyll, eine Jugend zwischen Kletterfelsen und den Verlockungen der Großstatdt, eine Geschichte zweier Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Buch auch, das versucht herauszufinden, was die Faszination Berg ausmacht und was es bedeutet, in einem Umfeld aufzuwachsen, in dem die Berge eine große Rolle spielen und eine große Faszination ausüben. Ich bin nich nicht ganz durch damit - und freue mich auf jede weitere Seite.

Die Geschichte einer Freundschaft in den Bergen — und was Zeit und Entscheidungen mit ihr gemacht haben.

Von: Tina / Kill Monotony Datum: 08. Oktober 2017

„Acht Berge“ von Paolo Cognetti hat mich zugegebenermaßen zunächst mit der wunderschönen Covergestaltung angezogen. Als ich dann noch mehr über den Inhalt in Erfahrung gebracht hatte, war klar: Das muss ich lesen! Und als es dann bei mir ankam, war ich richtig baff über die Gestaltung des Umschlags: Vom Optischen her kam es mir vor wie ein Ölgemälde, und der Sternenhimmel glitzert tatsächlich! So ein schönes Buch habe ich selten gesehen! Es war Liebe auf den ersten Blick. <3 Die Geschichte handelt vom jungen Pietro, der mit seiner Familie teils in Mailand, teils in den Bergen lebt. Jeden Sommer fährt er mit seiner Familie hoch in die Berge, wo ihnen eine kleine Hütte gehört. Und jeder Sommer ist für Pietro etwas Besonderes. Dort oben wartet sein bester Freund Bruno auf ihn, der sein Leben lang noch nichts anderes gesehen und erlebt hat als die Berge und die Alm seines Vaters. Die beiden sind in den Wochen und Monaten, wenn Pietros Familie in den Bergen weilt, unzertrennlich. Pietros Vater ist zudem leidenschaftlicher Bergsteiger und möchte, dass Pietro wortwörtlich in seine Fußstapfen tritt. Doch als dieser bemerkt, dass er unter der Höhenkrankheit leidet, zerbricht das Verhältnis zu seinem Vater mehr und mehr und während Pietro immer älter wird, werden die Berge und die gemeinsame Zeit in den Bergen für ihn immer weniger wichtig. Von Zeit zu Zeit besucht er Bruno jedoch, der sein Leben lang dort geblieben ist. Pietro fragt sich, ob er die richtige Wahl getroffen hat, indem er sich gegen die Berge entschieden hat, und ob Bruno ebenso richtig entschieden hat, indem er die Berge niemals verließ.

Als ich in die Geschichte Pietros eintauchte, umfing mich sofort dasselbe wohlige Gefühl, das ich beim Lesen von Seethalers „Ein ganzes Leben“ auch hatte. Paolo Cognetti erzählt bedacht, sanft und klar von den beiden zu Beginn der Handlung doch sehr ähnlichen Freunde, die das Leben aber auseinanderdriften lässt. Cognetti schafft es, so viel Atmosphäre und Ernst in die Handlung zu stecken und dabei den Leser nicht zu erdrücken, dass das Buch einen einlullt, packt und nicht mehr gehen lässt. Die charakteristische Stille der Männer spiegelt zugleich die Stille der Landschaft wieder, alles erscheint friedlich, dort oben in den Bergen. Doch der Schein trügt, denn der von Bruno liebevoll „Berio“, Stein, betitelte Pietro fragt sich während seines Heranwachsens nicht nur, ob Bruno sich für das richtige Leben oben bei der Alm entschieden hat, sondern ärgert sich auch über seinen Vater, zu dem die Beziehung immer schwieriger zu werden scheint. Während also Pietros Vater Berg nach Berg besteigt und Bruno eine Familie und einen eigenen Betrieb in den Bergen gründet, führt Pietro ein Leben in der Stadt, studiert und filmt Dokumentarfilme. Doch es zieht ihn immer wieder zu den Bergen und eines Tages ist bei seinem Besuch nichts, wie es vorher war.

Fazit: Eine wahnsinnig schöne, realistische und teilweise auch sehr melancholische Geschichte über eine Männerfreundschaft und die Liebe zu den Bergen. Stimmungsvoll, authentisch und mit Liebe zum Detail schafft Paolo Cognetti mit „Acht Berge“ ein kleines Stück Bergluft für alle, die ein wenig Fernweh kitzelt. Der Kontrast zwischen Stadt- und Landleben wird mit Cognettis Buch wieder einmal deutlicher denn je, überschattet das Leben in den Bergen allerdings auch mit einer gewissen Perspektivenlosigkeit. Dieser Aspekt und die Tatsache, dass man als Leser Pietro zwar aus der Ich-Perspektive erfährt, allerdings irgendwie keine tiefere Verbindung zu ihm aufbauen kann, macht im Endeffekt für mich den Unterschied zwischen einem 5- und einem 4-Sterne Buch aus.

Ein kluger, erbaulicher Roman über die elementaren Dinge des Lebens

Von: Klusi Datum: 08. Oktober 2017

Dieses Buch hat mich in mehrerlei Hinsicht förmlich angezogen. Da ist zum einen das wunderschöne Cover mit einer fast magischen Ausstrahlung. Es zeigt das Aquarell einer wilden Berglandschaft, gekrönt von einem Meer glitzernder Sterne. Auf einem Hügel unterhalb der verschneiten Berggipfel liegt eine einsame Hütte neben einer großen Lärche. Schon in diesem Bild kann man regelrecht versinken.
Die vielen begeisterten Stimmen und der Hinweis, dieses Buch könnte für die Leser von Robert Seethalers Romanen interessant sein, haben mich letztendlich dazu bewogen, es lesen zu wollen.
Es beginnt mit Kindheitserinnerungen des Ich-Erzählers. Er lebte mit seinen Eltern in Mailand, aber sein Vater, ein Einzelgänger und Eigenbrötler, fühlte sich nie wohl in der Stadt. In seiner Freizeit erobert er die Bergwelt,und von seinem Sohn fordert er Leistungen, die dieser nicht erfüllen kann. Während eines Aufenthalts in dem kleinen Bergdorf Grana lernt der damals ca. zehnjährige Pietro den fast gleichaltrigen Bruno kennen, und die beiden Jungen freunden sich an. Aus dieser Kameradschaft entsteht eine Freundschaft fürs Leben.
Es ist eine eher ruhige, erdende Geschichte, die nicht von großer Spannung getragen wird, sondern von ihrer schönen, bildhaften Sprache lebt, welche klar ist wie ein stiller Bergsee.
Hier geht es um die elementaren Dinge des Lebens, um die Schönheit der Natur, um Freundschaft, Liebe und die Facetten einer nicht einfachen Eltern-Kind-Beziehung. Bruno und Pietro führen Gespräche, die pragmatisch und philosophisch zugleich sind.
Es ist ein Entwicklungsroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die ein Leben lang anhält.
Paolo Cognettis Roman hat autobiographische Züge, obwohl vieles in seinem Leben völlig anders ist als bei seinem Protagonisten. Eingebracht hat er jedoch auf jeden Fall seine Liebe zu den Bergen und seine Achtung vor der Natur und ihrer Gewalten.
Dass ich keine vollen fünf Sterne vergebe, liegt daran, dass ich weder Pietro noch Bruno und auch den anderen Charakteren im Lauf der Geschichte nicht wirklich nahe gekommen bin. Es blieb immer eine gewisse Fremdheit und Distanz.

„Was auch immer das Schicksal für uns bereithält – es kommt von den Bergen, die über uns emporragen“

Von: Barbara62 Datum: 06. Oktober 2017

Zwei große Geschenke hat der Ich-Erzähler Pietro Guasti von seinen Eltern erhalten: die Liebe zu den Bergen und die Freundschaft zu Bruno. Ersteres wird ihm in die Wiege gelegt von seinen aus dem Veneto stammenden Eltern, die als Kinder und Jugendliche die Dolomiten geliebt haben und am Fuße der Drei Zinnen getraut wurden, und nun, da sie in Mailand leben, die Sommer regelmäßig mit dem Sohn in Grana im Aostatal verbringen. Die Freundschaft zum wenige Monate älteren Kuhhirten Bruno bahnt 1984 zunächst die Mutter an, als der zurückhaltende, einsame Pietro elf Jahre alt ist. Viele Sommer verbringen sie zusammen, doch als Pietro mit 16 rebelliert, die Wanderungen mit seinem Vater einstellt, sogar den Kontakt zu ihm weitgehend abbricht und schließlich nicht mehr nach Grana kommt, verlieren sich auch Pietro und Bruno aus den Augen. Erst als der Vater dem 31-jährigen Pietro nach seinem Tod eine verfallene Hütte auf einer Hochebene über Grana hinterlässt, die er gemeinsam mit Bruno wiederaufbauen soll, kommen die beiden Freunde sich aufs Neue ganz nah. Das Erbe wird zur zweiten Chance für die unterbrochene Freundschaft, zur Rückkehrhilfe nach Grana, und erweist sich so als wohlbedachte Gabe.

Nun könnte man meinen, Pietro und Bruno wären die Protagonisten des Romans, aber in Wahrheit sind es – wie man auf dem wunderschönen Cover erkennt – die Berge, zusammen mit dem Wald, den Wiesen, Tälern, Gebirgsbächen, Wasserfällen, Seen, Geröllfeldern und Gletschern, die Paolo Cognetti so eindrucksvoll beschreibt. Für Bruno sind es die Berge seiner Heimat und er opfert dem Traum vom Leben als Bergbauer alles, Pietro dagegen zieht es als Dokumentarfilmer bis zu den Bergen Nepals. Von dort bringt er eine Legende mit, die symbolisch für ihrer beider Leben steht: Sumeru, der hohe Berg und Mittelpunkt der Welt, ist umgeben von acht Bergen. Die Nepalesen stellen sich die Frage, wer mehr gelernt hat, derjenige, der die acht Berge bestiegen hat (wie Pietro), oder derjenige, der „nur“ auf dem Gipfel des Sumeru war (wie Bruno)?

Acht Berge ist eine eindrückliche Hymne an das Gebirge und die Natur ohne übertriebene Romantik, eine Freundschaftsgeschichte über nahezu 30 Jahre und eine tragische Vater-Sohn-Geschichte. Der 1978 in Mailand geborene Autor Paolo Cognetti hat mit Acht Berge nicht nur einen Bestseller in seiner Heimat gelandet, sondern auch den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, erhalten. Zurecht, denn der Roman über zwei Einzelgänger, mit dem Vater sogar drei, vor einer grandiosen Kulisse hat mich mit seiner ruhigen Erzählweise stark berührt, auch wenn er an Robert Seethalers Ein ganzes Leben, mit dem er zum Teil verglichen wird, nicht ganz heranreicht.

Stiller, bewegender, stimmungsvoller und philosophischer Roman über eine innige Männerfreundschaft und ein trauriges Vater-Sohn-Verhältnis.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 05. Oktober 2017

Pietro und Bruno kennen sich seit Kindheitstagen und verbringen viel Zeit miteinander in den Bergen. Eines Tages verlässt Pietro die Bergwelt und zieht in eine Großtstadt, während Bruno in den Bergen bleibt. Im Laufe ihres Lebens begegnen sie sich immer wieder und frischen ihre Freundschaft auf. Auch Pietros Vater verbindet die beiden Männer und als dieser stirbt, treffen sie erneut aufeinander.

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Wenn man in Paolo Cognettis Roman zu lesen beginnt, versinkt man schon nach wenigen Minuten in eine wunderbare, andere Zeit, die die wenigsten Menschen der neueren Generation noch kennen. Ich darf mich glücklich schätzen, genau solch eine naturverbundene Kindheit, wie sie in „Acht Berge“ geschildert wird, noch genauso erlebt zu haben. Es ist absolut faszinierend, mit welcher Hingabe und Detailgenauigkeit Cognetti die Bergwelt schildert und sie dem Leser auf eine grandiose Art mitteilen kann, die ihn förmlich dabei sein lässt. Man riecht die Wälder und spürt die kühle Luft, hört das Plätschern des Gebirgsbaches und fühlt tief in sich drin das Gefühl der Freiheit und des Lebendigseins, wenn man sich in den Bergen aufhält. Es ist wirklich unglaublich, wie intensiv diese Empfindungen einen während des Lesens ergreifen. Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen gehen eine melancholische Symbiose mit der Schilderung einer außergewöhnlichen Männerfreundschaft ein, die einen dermaßen in den Bann zieht, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Es bleibt dem Leser selbstverständlich selbst überlassen, ob er in der Intensität dieser Freundschaft auch ein klein wenig homoerotische Gefühle hineininterpretieren möchte – ich für meinen Teil habe ein paar Andeutungen in dieser Richtung heraus gelesen.

Zu dieser lebenslangen Freundschaft zweier Männer gesellt sich noch ein sehr eindringliches Vater-Sohn-Verhältnis hinzu, das glaubwürdiger nicht sein könnte. Man spürt die zwei Seiten des Vaters, der, auf der einen Seite als „Stadtmensch“ unzufrieden und gereizt ist, und andererseits als „Bergmensch“ einen völlig neuen Charakter zeigt. Ich konnte mich an diesen Szenen, die sich in den Bergen zwischen Vater und Sohn abgespielt haben, gar nicht mehr satt lesen, zumal sie mich oft an mein eigenes Leben erinnert haben. In einer nostalgischen Art schildert Paolo Cognetti Bergbesteigungen, die sich im Nachhinein anfühlen, als wäre man tatsächlich selbst dabei gewesen. Bewegend und tiefgründig erzählt Cognetti in einer zwar einfachen, aber nichtsdestoweniger sehr stilvollen Art und Weise, um was es im Leben wirklich geht. Ruhig und besonnen kommt die Geschichte daher und wirkt schon während des Lesens sehr melancholisch. Und nach Genuss dieses wunderbaren Kleinods kommt diese ohnehin schon unglaublich intensive Atmosphäre mit einer Wucht in die Gedanken des Lesers zurück, dass man meint, man habe seine eigene Lebensgeschichte gerade gelesen. Man kann schwer beschreiben, was zwischen den Zeilen dieses Werkes steckt, wenn man vieles davon nicht selbst erlebt hat. Der Roman macht einen traurig, melancholisch, nostalgisch aber auch glücklich.

Besonders beeindruckend empfand ich das Fehlen sämtlicher technischer Errungenschaften der Neuzeit. Der Leser wird mit der Natur und dem Leben konfrontiert und nicht mit Smartphones, Computern und anderen elektronischen (unnützen) Gerätschaften. „Acht Berge“ zeigt das wirkliche Leben, wie es sein sollte und wahrscheinlich niemals wieder sein wird, sofern man sich nicht tatsächlich in eine Berghütte zurückzieht. Cognetti legt sein Augenmerk auf menschliche Emotionen und die Verbundenheit zur Natur, lässt den Leser zumindest für einen kurzen Moment vergessen, in welcher Welt wir wirklich leben. „Acht Berge“ ist ein stiller, ruhiger Ausflug in eine noch heile Welt. Natürlich passieren in dieser „heilen“ Welt auch unangenehme Dinge und die Stille, in der sich die Protagonisten bewegen, ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Aber Natur und Freundschaft in solch tiefer Innigkeit zu erleben (oder in diesem Falle zumindest einmal zu lesen) ist Balsam für die Seele. Für mich eines der ganz großen Bücher des Jahres 2017, das, obwohl es verständlich für jeden geschrieben ist, erstaunlicherweise eine philosophische Tiefe in und auch zwischen den Zeilen hervorbringt, die einfach nur beeindruckt und bewegt.
Es fehlen einem manchmal die geeigneten Worte, um dieses kleine, große Werk entsprechend zu beschreiben, so dass es der Geschichte auch gerecht wird. Ich für meinen Teil bin absolut begeistert und bin sicher, dieses Büchlein noch mindestens ein zweites Mal zu lesen.

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Fazit: Stiller, bewegender, stimmungvsoller und philosophischer Roman über eine innige Männerfreundschaft und ein trauriges Vater-Sohn-Verhältnis.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Eine schöne Geschichte über Leben und lieben

Von: Carolin Datum: 05. Oktober 2017

Nun zu meinem ersten Eindruck: Das Cover ist ein absolutes Augenschmauß und man bekommt auch genau das, was man erwartet. Es geht offensichtlicher Weise um Berge. Ich liebe es übrigens auch, dass auf dem Cover ein kleines Häuschen rechts steht. Dieses spielt nämlich auch eine große Rolle im Buch. Aber mehr möchte ich dazu gar nicht verraten.

Der Schreibstil ist sehr poetisch und es wurden super viele stylistische Mittel verwendet. Das macht das Buch sehr vielseitig und leicht zu lesen. Ich persönlich bin ein großer Fan von Metaphern und Alliterationen. Und mittels diesen bildreichen Schreibstils, kann man sich sehr präzise und genau das Setting der italienischen Alpen vorstellen. Jeder Bach, jeder Wiese, jeder Fels ist so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl bekommt, den Duft von einer Blumenwiese und Harz in der Nase zu haben. Eventuell könnte jemand anders das als langatmig empfinden, ging mir aber überhaupt nicht so.

Am Anfang des Lesens habe ich keine Ahnung gehabt, was mich erwartet. Das liegt vor allem daran, dass der Klappentext nicht viel von der Handlung durchscheinen lässt, aber das ist auch gut so. Man sollte sich einfach blind in die Geschichte fallen lassen. Sie wird einen definitiv auffangen.
Ein großes Thema ist Freundschaft. Was Freundschaft alles durchmachen kann, wie stark sie sein kann und wie sehr man einen guten Freund im Leben braucht.
Weiterhin verfolgt man die Reise eines Mannes von seiner Kindheit bis ins hohe Alter und wie er auf der Suche nach dem Glück in die Welt hinaus reist, nur um immer wieder nach Hause zurück zu kommen.

Mir ist außerdem eine weitere Sache aufgefallen. Nicht nur, dass dieses Buch zum Nachdenken anregen will und sehr philosophisch angehaucht ist, sondern auch, dass die Lärche sehr oft vorkam. Wenn nicht mindestens 3x pro Kapitel in irgendeiner Form eine Lärche vorkam, habe ich mich direkt gewundert und nur darauf gewartet. Es war aber nicht in einer so plumpen Art und Weise: "Oh sieh mal, eine Lärche! ..... Oh sie mal, noch eine Lärche! ...... So viele Lärchen!" So nicht. Es war eher immer subtil eingebaut. Ich gehe mal davon aus, dass die Lärche auch eine Art Symbolcharakter in diesem Buch hat. Das wird sogar mal in einer Szene näher erläutert.

Der einzigste Grund, warum ich einen halben Stern abziehen würde, war, dass mir die Charaktere nicht so nah ans Herz gingen und ich am Ende mehr geschockt bzw überrascht war mit diesem Ausgang, und weniger traurig und erschüttert.

Eine schöne Geschichte

Von: Bücherliebe99 Datum: 03. Oktober 2017

Pietro wohnt in Mailand und geht dort zu Schule. Den Sommer über verbringt er mit seiner Mutter und seinem Vater in Grana, einem Ort in den Bergen Italiens.

Bruno wird in Grana geboren und wächst dort auf. Er hat seine Heimat noch nie wirkliche verlassen und wenn er es tut, merkt er, wie sehr ihm die Berge am Herzen liegen.

Pietro und Bruno sind seit dem Moment Freunde, in dem sie zum ersten Mal miteinander gesprochen haben, dabei könnten sie unterschiedlicher gar nicht sein. Während Bruno nur die Berge im Kopf hat, will Pietro in die Ferne und kämpft gegen die Wanderlust an. Die beiden lernen sich kennen, als sie beide 7 Jahre alt sind. Während des Buches sieht man die Freundschaft der beiden auseinander brechen, da Pietro zurück in die Stadt geht um zu studieren, während Bruno in Grana bleibt um Maurer zu werden. Pietros Vater ist völlig verrückt nach den Bergen und nimmt Pietro und Bruno oft mit auf eine seiner Bergtouren. Doch als Pietro ihm sagt, dass er keine Lust mehr darauf hat, geraten die beiden in einen Streit und sprechen sich jahrelang nicht mehr. Als der Sohn aber beschließt, auf den Vater zu zu gehen, ist es schon zu spät und er verstirbt. Durch sein Erbe zieht es Pietro wieder in die Berge, denn er hat ein Grundstück in der Nähe von Grana geerbt, das er nicht kennt. Schließlich bringt ihm Bruno zu dem Grundstück und erzählt ihm, wieso sein Vater es Pietro vermacht hat. Mit einem Mal merkt er, was er während seiner Zeit in der Stadt verpasst hat: Bruno und sein Vater haben in den Jahren ohne ihn viel unternommen und scheinbar kennt Bruno Pietros Vater nun besser als er selbst. Bruno berichtet, der Wille seines Vaters sei es, es Haus auf dem Grundstück zu errichten. Gemeinsam mit ihm bewältigt Pietro dieses Projekt und merkt, dass das Ziel seines Vaters nicht das Haus war, sondern die wiedergefundene Verbundenheit der beiden, die inzwischen Männer sind. Doch dann geschieht etwas, mit dem keiner von beiden gerechnet hatte und das einzige, was die beiden und ihre Freundschaft noch retten kann sind sie selbst. Aber können sie es aufhalten?

Der Autor Paolo Cognetti hat einen wirklich schönen Schreibstil. Er kann die Umgebung und die Berge beschreiben, ohne sich darin zu verlieren und trotzdem den Zauber der Natur übermitteln, die immerhin eine tragende Rolle in dem Buch spielt. Mich hat das Buch ein wenig an die Neapolitanische Saga von Elena Ferrante erinnert, da es in „Acht Berge“ um eine Männerfreundschaft in Italien geht, deren Probe die Zeit ist. Allerdings findet, wie bereits berichtet, das Buch von Cognetti in den Bergen statt, während Ferrantes Werk in Neapel statt findet und weitaus komplexer dargestellt wird. Allerdings sind es nur äußere Faktoren, die diese Bücher gemeinsam haben. „Acht Berge“ ist eine schöne Geschichte, die ich zwar nicht nochmal lesen werde, die es aber definitiv in sich hatte.

Faszinierend

Von: Krisi-WurmsuchtBuch Datum: 03. Oktober 2017

Wer schon einmal in den Bergen wandern war, weiß, dass der Wanderer oben auf dem Gipfel eine andere Welt betritt. Sie regt zum Denken an und kann Menschen verändern…

Paolo Cognetti thematisiert in seinem Roman die Entscheidungen im Leben, von welchen man nie weiß, ob sie das Leben nicht von Grund auf verändert haben oder verändern werden. Was wäre wenn? – Eine Frage, die im Nachhinein einen Menschen nur noch verunsichern, aber nicht weiterbringen kann. Der Autor beschreibt die Gefühle der Charaktere sehr anschaulich und arbeitet mit Metaphorik, welche den Leser staunend zurücklässt. An der ein oder anderen Stelle fehlte mir der Tiefgang in den Gedankengängen. Es erschien, als würden manche Themen eher angerissen, als wirklich thematisiert. Dennoch stechen die Charaktere heraus, da sie einerseits einen „gewöhnlichen“ Menschen verkörpern und doch durch die geschilderten Schicksale zu etwas so viel mehr für den Leser werden. Diese Entwicklung unterstreicht Paolo Cognetti durch seinen Schreibstil, welcher nicht nur die oben genannte Metaphorik herausstechen lässt, sondern auch unvergessliche Bilder in den Kopf des Lesers schreibt.

Fazit

Acht Berge ist ein Roman, welcher das Leben auf so wundervolle Weise beschreibt, dass der Leser von sich selbst und der Geschichte überrascht wird

Acht Berge

Von: Mylittlebookpalace Datum: 29. September 2017

Handlung:Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.

Orte:Mir haben die Orte ein den Bergen sehr gut gefallen, obwohl ich selber nicht wirklich der Wander-Typ bin, dafür mag ich die Natur umso mehr und es war toll mit den beiden Jungs durch die Täler und berge zu streifen. Ich konnte mir die Orte auch gut vorstellen.

Personen: Ich mochte Pietro und Bruno beider sehr gerne, obwohl sie ja beide eher unterschiedlichere Charaktere sind. Einerseits Bruno mit seinem Reise und Arbeits-Drang und dann Bruno, der einfach dort bleiben möchte, wor er ist. Ich konnte beide verstehen.

Gestaltung:Mir gefällt das Cover wirklich gut, vor allem die kleinen Glitzer teile oben , als Himmel. Ich mochte auch die Kapitelgestaltung, auch wenn die Schriftart für meine schlechten Augen vielleicht ein winziges bisschen zu klein war.

Schreibstil: Mit dem Schreibstil hatte ich ein paar Probleme und es hat eine Weile gedauert bis ich drin war, aber dann hat er mir doch gut gefallen und ich bin gut damit klar gekommen.

Geschichte: Mir hat die Handlung und die Geschichte an sich sehr gut gefallen. Ich mochte das ende und auch den Anfang sehr gerne, zwischendurch ist es manchmal etwas langweilig geworden, aber trotzdem hat es mir relativ gut gefallen.

Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen, es gab ein paar kleine Problemchen, weshalb ich mal einen halben Punkt abziehe, aber sonst hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte die Protagonisten, den Schreibstil, die Geschichte und die Handlung, weshalb ich 4,5 von 5 Sternen gebe.

Über die wichtigen Dinge des Lebens

Von: buecherecke Datum: 29. September 2017

Inhalt:
Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Mein Lieblingszitat:


Meine Meinung:
Auf diesen Roman bin ich ganz einfach durch das Cover aufmerksam geworden. Ich finde die Vorderseite des Buches schlicht und ergreifend atemberaubend, vor allem der glitzernde Himmel ist wunderschön und es passt auch noch perfekt zur Geschichte! Einmal mit dem Lesen angefangen, habe ich nicht allzu lange gebraucht, um den Roman zu beenden, da er relativ kurz, aber dafür echt schön zu Lesen war. Er ist in drei Kapitelchen eingeteilt ("Berge der Kindheit", "Haus der Versöhnung" und "Winter eines Freundes") die die einzelnen Lebensabschnitte des Hauptprotagonisten Pietro und seines besten Freundes Bruno erzählen. Inhaltlich ist das Buch einfach wunderbar, es wird sich mit den großen Themen des Lebens, darunter Freundschaft und dem Verlagen nach einer Heimat, beschäftigt. Vom Anfang bis zum Ende bleibt die Handlung auf einem hohen Niveau, verstärkt durch das Erzählen aus der Ich-Perspektive, das mich noch leichter in das Geschehen eintauchen ließ und die Gedanken und Gefühle von Pietro gut nachvollziehbar machte. Paolo Cognetti schreibt zudem in sehr veranschaulichenden Worten, die oft verwendet werden, um die Berglandschaft des kleinen Dörfchens Grana zu beschreiben. Die wunderbare Beschreibung der Natur ist ein weiteres Merkmal, das mich an "Acht Berge" beeindruckt hat. Faszinierend war auch, wie realitätsnah der Autor seine Figuren gezeichnet hat, ich konnte mir jede einzelne gut vorstellen und war ergriffen von der ausdauernden Freundschaft der beiden Hauptcharaktere. Zum Ende möchte ich an dieser Stelle nicht viel verraten, ich sage nur, dass es sehr überraschend kam.



Fazit:
Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der ein Buch über eine unerschütterliche Freundschaft und die wichtigen Fragen des Lebens lesen möchte.

Vielen Dank, auch für das schöne Gedankenbüchlein an den DVA Verlag und Sonja Grau!

Acht Berge bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Acht Berge

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 26. September 2017

Zwei Familien, zwei Jungs, zwei Lebensstile und ein Dorf im Aosta-Tal, dazu viel Berge, Natur drumherum. Eine Freundschaft, die zwischen zwei Jungs - einem Hirtenjungen und einem Ferienkind aus der Stadt - entsteht und über Jahrzehnte anhält. Mit zwei völlig unterschiedlichen Lebensentwürfen, Auffassungen von Natur und anderem, die später als Erwachsene kaum gegensätzlicher sein können. Ein sehr ruhig geschriebenes Buch, die Geschichte wirkt von innen. Unterschiede werden ebenso deutlich herausgearbeitet wie die Anziehungskraft der sehr gut dargestellten Akteure. Egal, ob den Vater des Ferienkinds betrifft, der seinen Sohn zu mehr Sportlichkeit durch Bergsteigen erziehen möchte und in den Hütten mit Wonne die Gästebücher liest. Oder den Hirtenjungen, der sich nicht vorstellen kann aus dem Tal wegzuziehen und als Mann gelernt hat sich wie Gämsen an Steilhängen zu bewegen. Während sein Freund die Qual der Wahl durch gute Ausbildung, vielseitige Lebensweisen kennengelernt hat und sich unter anderem als Dokumentarfilmer in entfernten Gefilden versucht. Den Bergen bleiben beide Männer treu und auch ihre Freundschaft hält.

Dynamisch wird die Geschichte durch äußere Impulse seitens der Eltern des Stadtkinds oder auch Geschehnisse außerhalb des Tals. Cognetti führt außerdem eine sehr klare, kraftvolle Sprache - eine, bei der man sich gut in die Protagonisten hinein versetzen und sich alles bildlich vorstellen kann. Ohne langatmig zu werden, versteht sich. Ein sehr dicht gewebter Roman und sehr besonders.

Gehen oder bleiben?

Von: YukBook Datum: 25. September 2017

Viele Großstädter zieht es in ihrer Freizeit sommers wie winters in die Berge, was regelmäßig für verstopfte Autobahnen sorgt. Bei den Mailändern ist es wohl nicht anders. Paolo Cognetti erzählt in seinem Roman „Acht Berge“ von der Familie Guasti, die regelmäßig die Sommermonate im Feriendorf Grana im Aostatal verbringt. Vor der Kulisse des Monte-Rosa-Massivs begegnet der elfjährige Sohn Pietro dem gleichaltrigen Kuhhirten Bruno und freundet sich zögerlich mit ihm an. Sie tun das, was Jungs in dem Alter gewöhnlich tun: Sie stromern an Wildbächen entlang und unternehmen Streifzüge durch die verlassenen Häuser des Bergdorfs. Die Spannung der Geschichte wird vor allem durch starke Kontraste erzeugt – zwischen dem zurückhaltenden Jungen aus einer intellektuellen Familie und dem selbstbewussten Sohn eines Bergbauern, oder auch zwischen der Schönheit und der Härte der Natur.

Dynamik in die Handlung bringen auch Pietros Eltern hinein. Während die Mutter Brunos Schulbildung fördern und ihm Zukunftsperspektiven bieten möchte, fühlt sich Bruno eher von dem naturverliebten Vater Pietros verstanden. Die Figuren sind unglaublich fein ausgearbeitet: zum Beispiel Pietros Vater, der die Gipfelbesteigung als Training ansieht, seinen Sohn ebenfalls dafür begeistern will und nichts lieber tut, als auf der Hütte Gästebücher zu studieren. Oder Bruno, dessen Ansichten so starr sind wie das Bergmassiv, das ihn umgibt und das er über alles liebt, sogar mehr als Frau und Kind. Für ihn steht fest, dass er niemals sein Heimatdorf verlassen wird. Pietro dagegen ist eher wie ein Fluss, der seinen Platz auf der Welt noch nicht gefunden hat, und sich auf Reisen begibt, unter anderem nach Nepal, um Dokumentarfilme zu drehen.

Paolo Cognetti hat eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft zwischen zwei gegensätzlichen Jungen und ihr Erwachsenwerden geschrieben. Ihre Beziehung ist weniger durch Worte als durch gemeinsame Taten geprägt. Als Kinder fühlen sie sich wie Abenteurer, die ihre Umgebung erkunden und erobern, später bauen sie wie ein eingespieltes Team gemeinsam eine Berghütte. Obwohl ihre Lebenskonzepte so unterschiedlich sind, zieht es Pietro immer wieder nach Grana zu seinem Freund zurück. Zwei Bilder sind mir besonders im Gedächtnis geblieben: Pietro, der sich im Wildbach wäscht, um den Geruch der Stadt loszuwerden, und Bruno, der sich von den Gämsen die Technik abgeguckt hat, auf allen vieren Steilhänge zu erklimmen. Ähnlich wie die Figur Bruno vermag Cognetti ganz unspektakulär durch seine klare und kraftvolle Sprache eine intensive Atmosphäre zu schaffen, die mit allen Sinnen erfahrbar wird.

Von: Ilsa Rölcke Datum: 21. Juni 2017

Ein ruhiges und trotzdem mitreißendes, weises und dabei sehr unterhaltsames Buch zum Abtauchen, Genießen und immer wieder Lesen - ich bin einfach rundum begeistert!

Von: Ruben Schömers Datum: 14. Juni 2017

Ein ruhiger und einfühlsamer Roman. Eine beeindruckende Geschichte über Freundschaft, Erwachsen werden und das Leben mit der Natur. Paolo Cognetti ist ein grosser Wurf gelungen. Hut ab!

Von: Schmid Datum: 01. Juni 2017

gleichsam archaisch - und wohltuend schön

Von: Sonja Freyberger Datum: 29. Mai 2017

Ein wunderschönes Buch mit großer emotionaler Tiefe, das mich sehr berührt hat. Gerne werde ich es empfehlen und möglichst vielen Lesern ans Herz legen.

Von: Monika Weidenbach Datum: 15. Mai 2017

Welch ein grandioser Roman. Eigentlich wollte ich das Buch nur kurz anlesen, um es dann in den Urlaubskoffer zu packen. Bis dahin hat es das Buch nicht mehr geschafft. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die ruhige, schnörkellose Sprache, die Naturbeschreibungen und natürlich die Freundschaft zwischen Pietro und Bruno haben mich nicht losgelassen. Der Roman zeigt kein idealisiertes, romantisches Leben in den Bergen. Er beschreibt sowohl die Schönheit der Natur, als auch die Schattenseiten. Beeindruckt hat mich die Figur des Bruno. Er weiß sehr früh, wo und wie er leben will und lässt sich nicht beirren, diesen Weg trotz vieler Hindernisse zu gehen. Ein perfektes Buch.

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