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Ann Baiano

Sizilianisches Verderben

Luca Santangelo ermittelt 3

Der Journalist Luca Santangelo recherchiert in einem Kloster mitten in Palermo. Einst war es berühmt, jetzt leben hier nur noch drei betagte Nonnen. Als eine von ihnen zusammenbricht, wird Luca misstrauisch – sie scheint keines natürlichen Todes gestorben zu sein. Will jemand die Schwestern beseitigen, um an die wertvollen Schätze des Klosters zu kommen? Geht es um etwas Persönliches? Während Luca noch das wahre Motiv sucht, ereignet sich ein weiterer Mord. Lucas Freundin Ada stößt währenddessen in der Bibliothek des Klosters auf ein altes Tagebuch, dem eine junge Nonne die Geschichte um eine große Liebe anvertraut hat, um falsche Versprechen und bittere Rache …

Das Buch spielt in Palermo, Italien

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Leserstimmen

Mord im Kloster?

Von: Sternenstaubfee Datum: 05. August 2018

Der Journalist Luca Santangelo recherchiert gemeinsam mit seinem Freund Matteo in einem alten Nonnenkloster in Palermo. Früher war das Kloster berühmt und wohlangesehen, jetzt leben nur noch drei sehr alte Nonnen in dem riesigen Gebäude. Als eine der Nonnen - Matteos Tante - tot zusammenbricht, ist Matteo davon überzeugt, dass jemand seine Tante ermordet hat. Niemand will ihm glauben, da die alte Nonne bereits über 80 war. Auch Luca zweifelt an der Theorie seines Freundes. Doch dann gibt es einen zweiten Todesfall, und nun kommen auch Luca Zweifel...

Mein Leseeindruck:

Obwohl "Sizilianisches Verderben" bereits der dritte Band einer Reihe ist, kann man das Buch auch problemlos als Einzelband lesen. Mir hat der Fall, den Luca Santangelo in diesem Band zu lösen hat, sehr gut gefallen!

Besonders gelungen ist für mich die Verbindung der Gegenwart mit der Vergangenheit. Es gibt in diesem Buch einige Abschnitte, die uns Leser zurückführen ins 19. Jahrhundert. Hier erzählt ein junges Mädchen von seinem nicht freiwilligen Eintritt ins Kloster und seiner großen Liebe, von Verrat und Rache.

Wie die Geschichte von damals mit den Ereignissen von heute verknüpft ist, wird erst nach und nach aufgedeckt, was die Handlung für mich nur um so spannender hat werden lassen.

Obwohl die Geschichte sehr spannend ist, ist es doch eine ruhige Art der Spannung. Action und Nervenkitzel gibt es hier kaum, dafür aber viel Dramatik und große Gefühle.

Für mich ist dieses Buch ein perfekter Sommer-Krimi!

Sizilianisches Verderben

Von: scarlett59 Datum: 01. August 2018

Zum Inhalt:
Als der Journalist Luca seinen Freund Matteo bei der Reportage in einem Kloster unterstützt, in dem nur noch drei sehr alte Nonnen leben, stirbt eine davon. Matteo vermutet Mord, doch Luca kommt dieser Verdacht erst, als ein weiterer Todesfall –und zwar eindeutig ein Mord- geschieht. Lucas Freundin Ada entdeckt derweil in der Klosterbibliothek ein altes Tagebuch, das von einer unglücklichen Liebe erzählt, und fragt sich, ob dies mit den Morden zusammenhängt …

Meine Meinung:

Ich hatte nach der Leseprobe und dem Klappentext eigentlich einen „normalen“ Krimi erwartet. Doch es ist eine gelungene Symbiose zwischen einem Krimi und einer historischen Geschichte.

Die Autorin entwickelt beide Erzählstränge behutsam parallel, ohne dass es den Leser verwirrt. Vielmehr wollte ich, je tiefer ich in die Story einstieg, immer noch mehr über die Hintergründe erfahren.

Zusätzlich erfährt man auch so einiges über die Landschaft sowie die Eigenarten von Sizilien und seinen Bewohnern. Hilfreich ist hier, dass in der vorderen Umschlagklappe eine kleine Karte der Insel abgedruckt ist.

Fazit: ein etwas anderer Krimi, der mich gut unterhalten hat, und eine Empfehlung für alle Fans von Geschichten wie sie auch Dan Brown schreibt

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Kulinarisch anregend und mörderisch spannend

Von: yesterday Datum: 24. Juli 2018

Da ich schon die beiden ersten Krimis um Journalist Luca Santangelo genossen habe, musste ich mir auch hier wieder ein Exemplar organisieren. Luca ist ein Charakter direkt aus dem Leben, mit verständlichen Schwächen (Familie und Freunde sowie Spaghetti und Weißwein) und richtig dosierten Stärken. Er ist aufmerksam und hartnäckig, meist an den richtigen Stellen, kann aber auch zurückstecken und macht Pläne für die Zukunft. Dennoch ist er kein heimlicher “Superman”, was angenehm rüberkommt.

In “Sizilianisches Verderben” stolpert er mehr oder weniger durch Zufall in seltsame Ereignisse rund um das Kloster der Santa Caterina von Alessandria in Palermo. So entspannt und genussvoll man durch die Romane von Ann Baiano ansonsten auch die Insel Sizilien erleben kann, umso mörderischer wird sie, wenn Luca auf der Bildfläche erscheint.

Doch diesmal will er das Offensichtliche nicht erkennen und wiegelt die Beobachtungen und Verdächtigungen seines Freundes Matteo und seiner Freundin Ada mit guten Argumenten ab. Ada ist in diesem Krimi die Verbindung zur Vergangenheit. Baiano liebt es, die aktuelle Handlung mit Abschnitten zu verknüpfen, die Dutzende Jahrzehnte früher auf Sizilien stattgefunden haben. Zwar ist alles fiktiv, aber dennoch wundervoll recherchiert und aufbereitet.

Ada, Übersetzerin von Beruf, gräbt in diesem Buch also Vergangenes wieder aus und enthüllt Luca die Geheimnisse des Klosters bis er schließlich die Zusammenhänge und dunklen Taten nicht mehr ignorieren kann und mitten in einem gefährlichen Fall steckt.

Dank der zurückhaltenden Sprache lassen sich die 281 Seiten wie im Flug lesen - was die Wartezeit auf eine Fortsetzung allerdings noch länger macht.

Sizilianisches Verderben

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 02. Juli 2018

Inhalt:
Luca Santangelo recherchiert in einem einst sehr berühmten Kloster in Palermo, in dem jetzt nur noch drei sehr betagte Nonnen wohnen.
Eine der Nonnen bricht tot zusammen und trotz ihres hohen Alters glaubt Luca nicht an einen natürlichen Tod. Aber wer könnte Interesse am Tod der Nonne haben? Sind vielleicht die anderen beiden Schwestern auch in Gefahr? Da ereignet sich auch schon ein zweiter Mord.....

Meine Meinung:
Leider habe ich erst am Ende des Buches bemerkt, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt und dies schon der dritte Teil ist. Das ist eigentlich nicht schlimm, denn in jeder Geschichte wird ja ein eigenständiger Fall behandelt. Was aber für mich nicht so von Vorteil war, dass ich keinen Bezug zu Luca und Ada gefunden habe. Irgendwie wurde ich leider mit den beiden nicht warm. Dies ist allerdings schon mein einziger Kritikpunkt, wofür ich auch keinen Stern abziehe.
Ich denke, wenn man die Reihe von Anfang an verfolgt und miterlebt wie Luca und Ada eingeführt werden, hat man auch bestimmt einen Bezug zu den beiden. Daher werde ich auch die anderen beiden Bände unbedingt lesen.
Die Geschichte an sich hat mir nämlich sehr gut gefallen, sie beginnt gleich mit dem Mord und bleibt durchgehend spannend. Das Buch ist nicht sehr dick, muß auch nicht sein, dafür gab es nämlich keine Längen. Im Gegenteil, es passiert sehr viel, denn neben Lucas Recherchen findet Ada das rührende Tagebuch einer Nonne, dem sie eine große Liebe anvertraut.
Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und bildhaft, man bekommt zudem einen guten Einblick ins Klosterleben.
Auch der Schluß konnte mich überraschen, daher möchte ich die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen.

Ich möchte mich ganz herzlich beim Bloggerportal und beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Von: Barbara Pernter Datum: 20. Juni 2018

"Sizilianisches Verderben" ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman, denn es geht nicht nur um den möglicherweise unnatürlichen Tod einer Nonne, sondern auch um eine Nonne im 19. Jahrhundert. Das Schicksal des Mädchens, das als Zweitgeborene in einem abergläubischen und bigotten Sizilien gewzungen wurde ins Kloster einzutreten, hat mich sehr bewegt und war für mich der interessantere Teil des Buches.

Interessanter und gut geschriebener Krimi!

Von: Bianca von Protagonist Places Datum: 31. Mai 2018

INHALT

Luca Santangelo ist Journalist. Seine neusten Recherchen führen ihn in ein Kloster in Palermo, bei dem er unmittelbarer Zeuge davon wird, wie eine der drei dort lebenden Nonnen zusammenbricht. Ihr Tod kommt trotz ihres Alters überraschend und Luca wird misstrauisch. Zeitgleich findet seine Freundin Ada ein altes Tagebuch einer Nonne, deren Geschichte sie nicht mehr loslässt. Ob die beiden Geschichten miteinander zusammenhängen? Als ein zweiter unnatürlicher Todesfall dem Kloster den Atem raubt, beginnt eine spannende Ermittlung auf eigene Faust.


MEINUNG

Wie ich erst im Nachhinein herausgefunden habe (tatsächlich erst eben beim checken der Seitenzahl im Internet), handelt es sich bei diesem Kriminalroman bereits um den dritten Band einer Reihe. Vorneweg sei gesagt: Ich habe keine Wissenslücken gehabt, hin und wieder wurde zwar mal ein Thema angerissen, das sich wohl in der Vergangenheit des Protagonisten abgespielt hat, aber das hätte auch in einem für sich stehenden Roman Platz gefunden. Also auch für Neueinsteiger ist Luca Santangelo ein empfehlenswerter buchiger Begleiter.

Das Thema Kloster und Nonnen ist eines, an das ich mich eher selten herantraue. Ich habe über diese Thematik nur wenig Vorkenntnisse und ärgere mich dann oft, dass ich Dinge nicht nachvollziehen kann, dass Riten nicht genug erklärt werden. Das war hier nicht der Fall und obwohl sich der Roman keinesfalls an ein Sachbuch angleicht, habe ich hier einige Eindrücke des Klosterlebens erhalten, was ich als sehr schönen Nebeneffekt betrachte.

Die Handlung an sich ist spannend und ich finde sie sehr interessant aufgeteilt. Sie beginnt mit dem Tod der Nonne und steigert sich dann immer mehr in die Thematik herein. Während man erst noch nicht unbedingt von einem Mordfall ausgehen muss, verdichten sich die Themen schließlich derart, dass es wirklich spannend wird. Die Idee mit dem Tagebuch, das Lucas Freundin findet und das sich schnell zu einem wahren Schlüsselobjekt entpuppt, gefiel mir gut. Diese zwei Geschichten in einer, die immer mehr ineinander verfließen, fand ich unheimlich spannend.

Die Figuren an sich sind mir persönlich leider etwas flach gewesen. Luca konnte ich lange Zeit überhaupt nicht greifen, bei Ada fiel das nicht so auf. Im Nachhinein muss ich natürlich einräumen, dass diese Kritik vermutlich nicht aufgekommen wäre, wenn ich die beiden vorherigen Teile der Reihe auch gelesen hätte, von daher gibt es an dieser Stelle nur minimalen Abzug.

Ein kleiner Kritikpunkt ist außerdem der happige Preis von 15 Euro für nicht einmal 290 Seiten im Taschenbuchformat. Auch wenn sich das keinesfalls auf das literarische Auswirkt, finde ich es im Gesamtpaket dennoch erwähnenswert.

FAZIT

Ein interessanter Krimi, bei dem es neben einem spannenden Fall und einer unkonventionellen Ermittlung noch einige Bezüge zum Thema Kloster und Religion gibt. Außerdem spielt sie Geschichte im schönen Italien, was gleich ein doppelter Grund ist, einen Blick in dieses Buch zu werfen.

4 VON 5 SIZILIANISCHE BUCHHERZEN ♥♥♥♥

Giftig: Sizilianisches Verderben

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 22. Mai 2018

Ein Krimi und der zweite Fall rund um den Journalisten Luca, der zusammen mit Freunden einen Fall aufklärt. Die Polizei kommt vor, spielt allerdings nur eine marginale Rolle. Dies vorweg!

Das Buch ist schlank. Es liefert einen an sich gut ausgetüftelten Krimi, der leider auch seine Längen hat. Das heißt, der eigentliche Krimi spielt in der Gegenwart, auf Sizilien und in einer ausgesprochen interessanten Umgebung. Die Figuren sind fein ausgearbeitet, offenbaren zu gegebener Zeit immer mehr von sich, so dass sich die möglichen Ansätze, das hier ein Mord vorliegen könnte, immer mehr verdichten. Die Spannung wird gehalten. Auch kommt ein wenig mehr Turtelei vor als beim letzten Mal. Das tut der Geschichte gut! Was ihr meiner Meinung nicht gut tut, ist der Krimi im Krimi. Es gibt einen zweiten Erzählstrang als eigene Geschichte kursiv abgesetzt. Diese trägt zwar mit zur Aufklärung des Gegenwart-Krimis bei, aber das hätte gerne auch kürzer gefasst werden können. Statt als zusätzlichen Erzählstrang hätten es mehr Dialog mit entsprechendem Inhalt auch getan und wären für den eigentlichen Krimi wesentlich besser gewesen.

Der Schreibstil ist wunderbar, man kann sich die Orte des Geschehens und die Akteure gut vor dem inneren Auge vorstellen. An einem Sommernachmittag durchgelesen!