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Daniel Wolf

Die Gabe des Himmels

Historischer Roman

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

Das Buch spielt in Varennes, Frankreich

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Leserstimmen

Grandios

Von: Taehti77 Datum: 15. August 2018

Mittendrin statt nur dabei.
Die Gabe des Hinmels hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich würde wetten, dass es jedem, der historische Romane zu schätzen weiss, genauso geht.

Ein fesselnder, spannender Mittelalterroman von Daniel Wolf

Von: Literaturblogsaarland Datum: 31. Juli 2018

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...


Vita :

Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen »Das Salz der Erde«, »Das Licht der Welt« und »Das Gold des Meeres« gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Speyer.

Daniel Wolf nimmt uns im 4.Band der Fleury-Serie mit ins Jahr 1346.

Wir lernen Adrianus Fleury, einen Studenten der Medizin kennen. Durch unglückliche Umstände wird er der Universität in Montpellier verwiesen. Adrianus, der bei dem Wundarzt Herve Laxart eine Unterkunft gefunden hat, geht diesem als Gehilfe zur Hand. Als Herve eine Pilgerreise antreten will, beschließt Adrianus nach Hause zurückzukehren und in Varennes-Saint-Jacques selbstständig als Wundarzt zu arbeiten.

Da Adrianus aus einer angesehenen Familie kommt, wird sein Ansinnen mit Argwohn aufgenommen. Die Zunft beschließt, dass er seine Mutzeit von etwa 2 Jahren bei dem Wundarzt Jacques als Geselle ableistet.

Zeitgleich lernen wir die jüdische Heilerin Lea kennen, die mit ihrem Vater eine Apotheke im abgegrenzten jüdischen Teil der Stadt betreibt. Nach und nach kommen sich Lea und Adrianus näher, aber die Beziehung muss streng geheim bleiben, denn Verbindungen zwischen Juden und Christen sind bei Strafe verboten.

Als dann aber die Pest in Varennes ausbricht und fast alle fähigen Heiler und Ärzte verschwinden, arbeiten die beiden Hand in Hand zusammen, um die schreckliche Seuche zu bekämpfen.

Beeindruckend waren die Kenntnisse um die Heilkraft vieler Kräuter und Pflanzen. So verwendet Adrianus einen sogenannten Schlafschwamm zur Betäubung des Patienten. Viele Erkenntnisse über die Wirkweise von Heilpflanzen haben sich über die Jahrhunderte bewährt und werden heute noch in ähnlicher Form angewendet.

Daniel Wolf entführt den Leser in eine völlig fremde Welt. Wir lernen die Kenntnisse der Mediziner des 14.Jahrhunderts kennen, so z.B. die Vier- Säfte-Lehre und ähnliches. Auch der Aderlass war zu dieser Zeit eine bewährte Maßnahme zur Linderung fast aller Leiden.

Natürlich dürfen in einem historischen Roman auch Intrigen und die tägliche Stadtpolitik, insbesondere die Machenschaften der Zünfte, nicht fehlen.

Mir waren die Protagonisten Lea und Adrianus von Anfang an sehr sympathisch, als Gegenspieler lernen wir den ehemaligen Zunftmeister Luc kennen und fürchten.

Nach vielen Intrigen und Schandtaten gebrandmarkt und aus der Stadt verstoßen, kehrt Luc ein Jahr später als Anführer der Flagellantenbewegung nach Varennes-Saint-Jacques zurück. Uns Lesern wird spätestens bei seiner Hetzrede gegen die Juden seine Gefährlichkeit bewusst.

Ich habe die fast 1000 Seiten nur so verschlungen und werde mir auf jeden Fall auch noch die drei Vorgängerbände besorgen. Wer einen richtig tollen Schmöker für lange Sommertage sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Ein Glossar am Ende erklärt die wichtigsten Begriffe. Leider habe ich dies erst nach Beendigung des Buches entdeckt :-)))))).

Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen für diesen tollen Pageturner !!!!!


Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Sehr fesselnd und unterhaltsam

Von: Die Buchfluesterin Datum: 14. Juli 2018

Die Gabe des Himmels

von

Daniel Wolf



Inhalt:

Anno Domini 1346.
Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt.
Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos.
Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne.
Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung.
Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr.
Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...



Cover:

Ein typisches Cover für einen historischen Roman.
Momentan sehen die irgendwie alle gleich aus.



Meinung:

Da der Schreibstil recht locker gehalten wurde, war der Einstieg in diesen Wälzer überhaupt kein Problem.
Die Sätze fliessen nur so dahin, so dass es wirklich Spaß macht dem Leben dund Treiben der Familie Fleury, speziell Adrien ( Adrianus ) zu folgen.
Da ich die vorherigen Teile nicht gelesen hatte ( habe mir aber nun alle vorherigen Teile zugelegt ), hatte ich zunächst Bedenken, ob ich der Geschichte überhaupt ohne Weiters folgen könnte.
Aber wie sich herausstellte, waren meine Bedenken überflüssig. Denn jedes Buch handelt von einer anderen Generation der Familie Fleury, mit ihren eigenen Problemen und den Widrigkeiten des jeweiligen Jahrhunderts.
In diesem historischen Roman werden die typischen Probleme der unterschiedlichen Bevölkerungsschichten des 14. Jahrhunderts, fantastisch aufgezeigt und genauestens beschrieben.
Der Roman ist sehr gut recherchiert und unterhaltsam umgesetzt.
Die Probleme der damaligen Städte werden dargelegt.
Leere Stadtkassen trotz hoher Steuern, wegen der Verschwendungs- und Geltungssucht der Patrizier, der ständige Kampf des Proletariats gegen die Obrigkeiten und die Ungerechtigkeiten im Allgemeinen, die Pest hält Einzug und dezimiert die Bevölkerung in Europa um ein Vielfaches und die Probleme der Juden in Varennes ( und auch anderswo), ihre Ausgrenzung durch die Christen und die ständigen Schuldigen für alles Schlechte dieser Welt.
Überhaupt wird hier der religiöse Wahn und seine desaströsen Auswirkungen derart glaubhaft dargestellt, dass sich mir so manches Mal die Nackenhaare, über die Verblendung und die Borniertheit dieser Menschen, aufstellten.
Alle diese Themen in einem Buch vereint und darin eingebettet eine kleine, aber unmögliche Liebesgeschichte zwischen einem Christen und einer Jüdin.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Hier gibt es schon eine klischeehafte Einteilung von Gut und Böse, aber einige Charaktere dürfen sich auch weiterentwickeln oder als geläutert betrachtetet werden, um dann eine Persönlichkeitsentwicklung durchzumachen und gerade die gesunde Mischung empfinde ich als sehr gelungen.
Der Schreibstil ist, wie schon angedeutet, eine wahre Freude.
Sehr flüssig zu lesen, unglaublich unterhaltsam geschrieben.
Ich habe überhaupt keine Längen bemerkt und das soll bei einem historischen Roman von fast 1000 Seiten, schon etwas heißen.
Tatsächlich hatte ich den dicken Schinken schneller durchgelesen, als ich dachte.




Fazit:

Historische Romanelese ich eher selten, da mir die meisten zu öde sind, aber dieser hier hat mir richtig gut gefallen.
Die Geschichte um die Familie Fleury ist sehr einnehmend und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.



Empfehlung:

Kann ich uneingeschränkt Fans von Historischen Romanen empfehlen und Lesern, die vielleicht mal dieses Genre ausprobieren möchte.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

Rezension Die Gabe des Himmels

Von: Ninespo Datum: 29. Juni 2018

Nachdem ich die ersten drei Bände der Fleury-Saga geliebt und verschlungen habe, war klar, dass ich Daniel Wolfs neustes Werk Die Gabe des Himmels auch unbedingt lesen muss. Dabei konnte Band vier meine Erwartungen vollkommen erfüllen.

Daniel Wolfs Die Gabe des Himmels ist ein authentischer historischer Roman

Was mir bei historischen Romanen ja immer besonders wichtig ist, ist die Authentizität. Das bedeutet für mich vor allem, dass das Setting passend zur dargestellten Zeit kreiert wird, Sprache und Beschreibungen dazu passen und auch historische Ereignisse eingebunden werden. Dass Daniel Wolf diese Kunst sehr gut beherrscht, konnten schon die drei Vorgängerbücher beweisen.

In Band vier steht der junge Medicus Adrien de Fleury im Mittelpunkt der Handlung, der in Varennes gegen die Pest ankämpft. Das Gesamtbild nicht nur der Pestepidemie, sondern auch des Berufs des Heilers im Mittelalter ist sehr treffend dargestellt. Daniel Wolf hat – wie wir es von ihm gewohnt sind – sehr gewissenhaft nach Quellen zu Heilmethoden der Pest recherchiert.

Das Figurenpersonal ist gewohnt groß, aber sehr liebevoll gestaltet, wobei die Hauptfiguren natürlich ein wenig detaillierter dargestellt sind, als Nebenfiguren. Vor allem die Spannungen zwischen Christen und Juden zur Zeiten der Pest wurden sehr akkurat dargestellt, ohne moralische Bewertung und ohne dabei diskriminierend zu sein. Denn während Léa als Jüdin von den meisten Christin geschnitten wird, bricht Adrien mehr als nur einmal eine Lanze für sie.

Wie schon bei den vorangegangenen Büchern auch, liegt der Fokus des Romans auf einem Mitglied der Familie Fleury. Was mir an diesem Band so gut gefallen hat, war, dass wir als Leser einen Fleury auf Abwegen begleiten. Denn anders als seine Vorfahren hat Adrien es nicht so mit dem Handel. Das kennen wir zwar schon von Michels Sohn Remy, allerdings nicht so ausgeprägt. Vor allem die Beziehung zu Léa und das sehr vielversprechende wie offene Ende lässt mich noch einiges erwarten. Schön fand ich, dass der Großteil der Handlung – abgesehen von einigen Kapiteln – in Varennes spielte. Denn ich muss schon zugeben, dass mir die kleine fiktive Stadt mit all ihren Figuren, Ereignissen und Eigenheiten ans Herz gewachsen ist.

Sprachlich war Die Gabe des Himmels wieder großes Kino. Daniel Wolf schafft es, Ortsbeschreibungen anschaulich, detailliert und spannend zu gestalten, ohne zu ausschweifend zu werden. Die Wortwahl ist weder modern noch antiquiert und passt für mich perfekt zur dargestellten Zeit. Auch die Darstellung von mittelalterlichen Verhältnissen ist für mich gut getroffen, da hier keine Stereotypen des Mittelalters vorgestellt werden. Auch medizinische Aspekte der Zeit wurden gut getroffen, große Schriftgelehrte namentlich eingearbeitet – was mich sehr gefreut hat.

Ihr merkt es, ich bin wieder einmal rundherum glücklich mit Die Gabe des Himmels. Ich bin sehr gespannt darauf, auf welche Abenteuer uns Daniel Wolf in seiner Fleury-Saga noch entführt.

Beeindruckend

Von: Martina B. Datum: 21. Juni 2018

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, konnte es kaum aus der Hand legen. Auch wenn es ein historischer Roman ist, sind die aktuellen Bezüge unübersehbar. Irgendeinen Sündenbock braucht man immer, Epidemien , neue Krankheiten oder Naturkatastrophen gibt es auch heute immer und selbsternannte Messias auch. Fachleute, die neuen Methoden skeptisch gegenüber stehen und sich in einem erlesenen Kreis für etwas besseres halten. Eigentlich hat die Menschheit in den letzten Jahrhunderten nicht viel dazu gelernt, zumindest in Bezug was man aus Fehlern lernen kann. Die damalige Lebenssituation wird anschaulich beschrieben und man fühlt und leidet mit den beiden Hauptpersonen.

Genialer vierter Band der Fleury-Reihe

Von: HEIDIZ Datum: 19. Juni 2018

Wir steigen in dieser Fortsetzung - die man aber gut und gern auch separat und losgelöst von den Vorgängern lesen kann - im Jahr 1346 in die Handlung ein. Adrien de Fleury will Medicus werden, allerdings ist er nicht damit einverstanden, wie man ihm an der Universität Wissen vermittelt, es ist ihm zu einseitig - so ist er auch nicht allzu traurig, als er wegen eines Vorfalls vorzeitig, die Prüfungen waren nicht mehr weit, in Unehren entlassen wird.

Er kehrt nach Hause zurück, der Vater geht in einen Orden, es ist nichts mehr wie es war, es passiert viel, wir lernen den Bruder und seine Familie kennen, lernen die Frau kennen, die Adrien in sein Herz schließt .... Allerdings kann erst einmal aus dieser Liebe nichts werden ... warum ? Das verrate ich nicht, lest selbst ...

Im Verlauf des Buches gibt es Auf und Ab - Liebe, Machtspielchen, Intrigen und Krankheiten, die schlimmste Krankheit damals überhaupt hällt Einzug und Adrien versucht, sie zu bekämpfen ... Schafft er es ???

Das Mittelalter lebt auf, Wolf schafft es auch mit diesem historischen Roman um die Familie in Varennes wieder einmal, diese Zeit lebendig werden zu lassen. Ich fühlte mich wohl in die Handlung - wurde kurzweilig und spannend unterhalten und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Schicksalhaft möchte man sagen, spinnt sich alles durch diese Handlung - die Charaktere werden in ihren Handlungen sehr gut beschrieben und die Schreibweise des Autors passt perfekt zum Mittelalter und zum Genre historischer Roman, man fühlt sich bildhaft unterhalten, ich könnte mir sehr gut eine Verfilmung vorstellen, wobei schon das Buch wie ein Film vor meinem geistigen Auge vorbeizog.

Super genial - gern mehr !!!

Pest, Liebe und Medizin

Von: diebecca Datum: 10. Juni 2018

In die Gabe des Himmels von Daniel Wolf geht es um den Medicus Adrien de Fleury, der vor seiner bisher größten Herausforderung steht: Die Pest wütet in Varennes und er kämpft um das Leben der Bürger - und um das Herz einer Frau.


Beim Titel habe ich mich gleich gefragt, um was es sich bei dem Talent wohl handelt? Das Cover ist einfach, man sieht aber auf den ersten Blick, dass es sich um einen historischen Roman handelt.

Zu Beginn gibt es gleich ein Personenverzeichnis, was gerade bei so dicken Büchern immer gut zum Nachschlagen ist.

Der Schreibstil ist flüssig und passend zum 14. Jahrhundert.

Das Medizinstudium der damaligen Zeit sowie der Beruf von verschiedenen Ärzten wird thematisiert. Das Praktizieren als Arzt wird sehr gut dargestellt.

Die Verhältnisse damals, die Rechte von Männern und Frauen, die Berufe sowie die Machtausübung spielen eine Rolle und werden sehr gut dargestellt.

Der Glaube, die Religion werden genauso thematisiert wie die Sünden, die Buße und Gott. Christen und Juden spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Familie und die Liebe spielen eine wichtige Rolle.

Die Pest ist ausgebrochen. Die Krankheit an sich wird näher beleuchtet, ebenso die Zustände, die herrschen, nachdem viele gestorben bzw. erkrankt sind.

Im Nachwort wird erläutert, was von dem Erzählten einen wahren Hintergrund hat. Das finde ich immer super interessant.

Ein sehr gelungener historischer Roman, der sehr vielfältig ist, von der Pest über die Familie und die Liebe bis hin zur Machtausübung. Sehr interessant.

Großartig, großartig, großartig: Historischer Roman der Superlative

Von: AUSGEbuchT - Petra Molitor Datum: 07. Juni 2018

Die Fakten:

Am 19. März 2018 ist im Goldmann-Verlag mit „Die Gabe des Himmels“ der vierte Band der Fleury-Saga von Autor Daniel Wolf erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 960 Seiten und ist für 9,99 Euro im örtlichen Buchhandel und auf allen gängigen Verkaufsplattformen erhältlich. Weiterhin verfügbar sind das E-Book, eine Audio-Fassung und ein Hörbuchdownload.

Hinter dem Pseudonym Daniel Wolf verbirgt sich Christoph Lode. 1977 geborene Schriftsteller war u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik tätig, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und „Das Gold des Meere“ stürmte er die Bestsellerlisten und schuf sich eine große Fangemeinde. Der Autor lebt mit seiner Frau und den Katzen in Speyer, einer der ältesten Städte Deutschlands.

Wie es aussieht:

„Die Gabe des Himmels“ reiht sich ansatzlos in die Gestaltung der Vorgängerbände ein. Ich finde die Titelbilder, die Bezug nehmen auf die Buchmalerkunst, die in der Handlung eine bedeutende Rolle spielt, sehr gelungen. Hoher Wiedererkennungswert. Auch die im Umschlag enthaltenen Karten sind wertvoll, sie helfen, sich Varennes-Saint-Jacques bildlich besser vor Augen führen zu können.

Um was es geht (Klappentext des Verlages):

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

Wie es mir gefallen hat:

Kurz und knapp: Hervorragend.

Ich durfte Christoph Lode in diesem Jahr bei einer Lesung zu „Die Gabe des Himmels“ live erleben. Das war mein erster Kontakt mit dem Schriftsteller. Ich fand ihn sehr sympathisch und war sofort von der Story angefixt. Also startete ich von Anfang an in die Saga, die insgesamt bis jetzt fast 4.000 Seiten umfasst. Von Beginn an war ich komplett gefesselt von den Ereignissen um die Familie Fleury. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gehandelt, gute und schwere Zeiten durchgemacht. Lodes Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißend, bildgewaltig und historisch perfekt recherchiert. Seine Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und vielschichtig. Man merkt, wie viel Wert darauf gelegt wird, die handelnden Personen zu skizzieren. Der Leser wird mitgenommen auf eine unterhaltsame, aber auch lehrreiche Reise ins Mittelalter.

Daniel Wolf/Christoph Lode schreibt auf einem Niveau, das ich bisher nur von Rebecca Gablé kannte. Ihre Waringham-Reihe war für mich stets das absolute Maß der Dinge, Christoph Lode macht ihr den Platz an der Spitze des Genres allerdings streitig und braucht den Vergleich mit der „Grande Dame des historischen Romans“ nicht ansatzweise zu scheuen.

Die Bände sollten in der Reihenfolge ihres Erscheinens gelesen werden, sonst gehen dem Leser viele bedeutsame Handlungsstränge und Beziehungen verloren. Zu „Das Gold des Meeres“ ist eine E-Book-Only-Kurzgeschichte mit dem Titel „Der Vasall des Königs“ erschienen. Diese ist allerdings nicht notwendig, um die weiteren Bände zu verstehen.
Zu meinem größten Bedauern hat Christoph Lode im Juni 2018 in seinem Newsletter mitgeteilt, dass er momentan nicht weiß, ob, wie und wann die Reihe weitergeführt wird. Er bräuchte erst einmal eine Pause von den Fleurys und arbeite an einem neuen Stoff. Auch wenn das für Fans wie mich eine traurige Nachricht ist, kann ich die Beweggründe sehr gut nachvollziehen und freue mich schon auf Neues vom Autor. Ich bin mir sicher, dass ich auch davon begeistert sein werde.

Leider kann ich nur 5 von 5 Sternen vergeben. Die Fleury-Saga ist ein Muss für jeden Fan historischer Romane.

Würdige Fortsetzung mit vielen Details

Von: Lea Datum: 01. Juni 2018

„Die Gabe des Himmels“ ist bereits der vierte Band der Mittelalter-Saga um die Kaufmannsfamilie Fleury. Es geht jedoch immer um eine neue Generation, sodass die Teile unabhängig voneinander gelesen werden können. Daniel Wolf verwebt wie immer die Entwicklung der Protagonisten, eine Liebesgeschichte, die äußeren Umstände und einen Bösewicht miteinander, und das bewährte Rezept geht voll auf.

Zwar sind die Kategorien „Gut“ und „Böse“ recht klar umrissen, dennoch sind die Protagonisten vielschichtig und nahbar. Mein heimlicher Held ist indes César, Adrianus‘ Bruder, der die stärkste Entwicklung durchmacht. Nicht jede Wendung der Geschichte war indes völlig unerwartet, hier und da hätte ich mir fast noch mehr Verwicklungen und Konsequenzen gewünscht. Der Spannung beim Lesen tat das allerdings keinen Abbruch.

Ich habe beim Lesen kaum gemerkt, wie die knapp 1000 Seiten verflogen sind, und ich hätte die Figuren gerne noch länger begleitet. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

Ich konnte nicht aufhören zu lesen

Von: Lea's Lesezauber Datum: 22. Mai 2018

Das Cover ist passend für einen historischen Roman und hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe vorher immer mal wieder von dem Autor gehört und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich dann auch endlich mal ein Buch von ihm lesen! Leider hätte ich mich genauer erkundigen sollen da es sich hier um den 4. Band einer Reihe handelt, rund um die Familie Fleury. Das war jetzt nicht besonders schlimm, da es sich ja trotzdem um eine eigene Geschichte handelt aber es ist doch nicht schlecht wenn man vorher die anderen Teile auch schon Gelsen hat. Ich werde das eventuell noch nachholen, da der Autor einfach einen tollen Schreibstil hat.

Dann kommen wir mal zu dem Schreibstil, der erstmal sehr bildhaft ist, was ich besonders mag und vor allem bei der Seitenanzahl eine wahnsinnige Leistung ist. Der Leser wird entführt und durch die Geschichte getragen, die Seiten verfliegen und die Spannung ist die ganze Zeit greifbar.

Die Charakter sind alle mit tollen Charakterzügen gezeichnet, jeder hat eine richtige Persönlichkeit nicht einer wirkt aufgesetzt oder unrealistisch. Natürlich habe ich besonders Lèa in mein Herz geschlossen, was aber nicht nur am Namen liegt sondern auch an ihrer Ausstrahlung. Daniel Wolf hat wirklich ganze Arbeit geleistet!!!

Einziger Minuspunkt war, dass manche Stellen relativ schnell abgehandelt wurden, für meinen Geschmack etwas zu schnell. Dadurch kamen mehrere Dinge zum Ende wohingegen andere Stellen relativ lang gezogen waren. Da hätte ich mir etwas mehr Ausführung gewünscht. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau schließlich sprechen wir sowieso schon von 1000 Seiten, der Autor hätte also anbauen müssen um manche dinge noch weiter führen zu können. Außerdem wäre das Buch dann wohl recht unhandlich!


Fazit:

Ein Buch, dass einen mitreißt und man fliegt nur so durch die 1000 Seiten am Ende habe ich mir gewünscht nicht mehr aufzuhören mit der Geschichte denn auch die Thematik war spannend und die Protagonisten und Charaktere einfach toll beschrieben. Ein wirklich interessanter historischer Roman und ich bin richtig traurig die ersten drei Bände nicht zu kennen, ich hoffe das kann ich zeitlich mal nachholen!

Medizin

Von: Michael Sterzik Datum: 11. Mai 2018

Der vorliegende Band „Die Gabe des Himmels“ von Daniel Wolf ist der vierte Band der Fleury-Saga. Der in Speyer lebende Autor Christoph Lode hat unter seinem o.g. Pseudonym, eine herausragende und vielseitig, spannende historische Reihe geschaffen.

Seit dem ersten Band um die Patrizierfamilie Fleury hat diese fiktive Familie für die kleine Stadt Varennes-Saint-Jacques viel erreichen können.
„Das Salz der Erde“ spielte im historischen Zeitraum 1173 – 1206, der zweite Band „Das Licht der Welt“ umfasste die Jahre 1214-1248 und die Handlung von „Das Gold des Meeres“ spielt zwischen den Jahren 1256 – 1261.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 1346. Die Stadt ist gewachsen, der Wohlstand seiner Bürger ebenfalls, Handwerker haben sich in Zünfte organisiert, der nationale und internationale Handel floriert – doch es gibt es auch viele Probleme. Der Unmut der Bevölkerung wächst, der Rat der Stadt kann nicht jedem Berufszweig gerecht werden, eine gewisse soziale Unruhe breitet sich in den Straßen und Häusern von Varennes aus. Der Neid auf die „erfolgreichen“ Juden, die wie in vielen anderen Städten auch, in ihrem eigenen Viertel leben, entfaltet sich zu einem riskantem Hass.
Auch die Familie Fleury hat ihre Probleme: Josseline Fleury, ein angesehener Kaufmann und Ratsmitglied verschenkt, große Teile seines Besitzes an die Kirche um seine Sünden reinzuwaschen. Sein Sohn Cesar, der ebenfalls Kaufmann ist, bekommt damit erhebliche wirtschaftliche Probleme und sieht berechtigterweise, die Existenz seiner Familie gefährdet. Adriannus, auch genannt Adrien Fleury studiert Medizin an der Fakultät Montpellier. Mit seinem wachem Geist, und seinem querdenkendem, aber wissenschaftlichem Fokus, gerät er in einem Konflikt mit der traditionellen Schulmedizin und wird kurz vor der Abschlussprüfung rausgeschmissen. Seine erworbenen, medizinischen Kenntnisse und seine tatkräftige Hilfe bei einem ansässigen Wundarzt bereiten ihn allerdings auf eine epochale Katastrophe vor, die Europa heimsuchen wird – der Pest.

Spielte die Handlung des dritten Teils „Das Gold des Meeres“ größtenteils, wie der Titel schon preisgibt auf den Meeren, konzentriert sich der Autor mit nun auf die Stadt Varennes. Fast alle Haupt- und Nebenhandlungen komprimieren sich innerhalb dieser Stadtgrenzen und mit ihnen alle Probleme. Das Thema Medizin im Mittelalter, ist uns spätestens seit Noah Gordons „Der Medicius“ wohlbekannt. Auch Daniel Wolf befasst sich zu einem großen Anteil mit diesem sehr interessanten und vielfältigen Beruf. Das ist auch gut so, denn wenn sich schon die ersten drei Bände fast ausschließlich mit kaufmännischen Herausforderungen befassen, warum nicht mal einen anderen Weg einschlagen. Doch es bleibt nicht nur bei der Medizin; auch Themen wie der aufkeimende und dann später eskalierende Antisemitismus gegenüber der jüdischen Bevölkerung, und der Unmut der Handwerkszünfte wird von Daniel Wolf hervorragend in die Handlungen eingepasst. Natürlich darf die Religion in einem mittelalterlichen Epos nicht fehlen, und so finden auch die Flagellanten und Geisler Einzug in die Handlung.

Daniel Wolf baut diese einzelnen Parts gewitzt und gekonnt auf, um diese dann innerhalb der Handlung zu einem Handlungsstrang zu verweben. Großartig gemacht – da sich der Spannungsbogen auf über 900 Seiten nicht abwärts bewegt. Im Gegenteil – die Erzählkunst des Autors ist ein verdammt imposantes Panorama, dem sich der Leser nicht entziehen kann. Größere und kleine Konflikte nicht nur der Hauptpersonen werden bestens in Szene gesetzt, ohne sich dabei in Langwierigkeiten zu verlieren.

Die Haupthandlung neben der Medizin und dem „Schwarzen Tod – das große Sterben“ ist die Situation der Juden. Massive Einschränkungen und Übergriffe und spätere hasserfüllte Gewaltorgien werden thematisiert. Aber nicht nur diese Übergriffe, sondern werden vom Autor vielmehr auch die Gründe und Vorurteile auf dem literarischen Tisch gebracht.

Auch die soziale Spaltung der Bevölkerung findet seine Gewichtung. Der Zwist zwischen den Patriziern und den Zünften mündet in einem gewalttätigen Aufstand, der auch die jüdische Bevölkerung angreift.

„Die Gabe des Himmels“ ist ein großartiges Epos. Fakten und Fiktion feinsinnig miteinander kombiniert. Die Figuren mitunter und größtenteils nicht nur klassisch eindimensional, sondern facettenreich spielend aufgestellt. Die Spannung ist immer vorstellig – im gesamten Roman gibt es keine Passagen, die Langweile aufkommen lassen. Analysiert man die Verteilung der Themen, so hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der Anteil der religiösen Massenhysterie weniger ausgebaut hätte sein können, dafür aber der Ausbruch und die Behandlung der Pest größere Betrachtung finden könnte.

Fazit

„Die Gabe des Himmels“ ist einer der stärksten, historischen Romane und nach „Das Salz der Erde“ wohl mit der interessanteste und spannendste dieser Reihe. Er ist nicht vergleichbar mit „Der Medicus“, auch wenn es natürlich wenige Parallelen gibt. Jedem Leser empfehle ich allerdings, die Reihe chronologisch zu lesen – es geht auch ohne, doch die Eigenarten und der Einfluss der Familie Fleury versteht man dann doch deutlich besser.

„Die Gabe des Himmels“ von Daniel Wolf ist ein historisches Panorama, dass Spannung garantiert und die dunklen Kapitel des Mittelalters etwas heller beleuchtet.
Pageturner und ein must-read-titel im historischen Genre.

Michael Sterzik

guter Historischer Roman

Von: Jessica S. Datum: 11. Mai 2018

Ich bin ehrlich, aber ich hab schon lange kein Buch mehr gelesen, welches derart viele Seiten hat. Zu Beginn hat es mich etwas geschockt, dass die Seitenanzahl so "hoch" war: hier kommt meine Rezi:

Der 4. Teil der Fleury-Saga:Im Jahr 1346 treffen wir die Familie Fleury in Varennes-Sint-Jacques wieder. Ungefähr zwei Generationen liegen zwischen den Geschehnissen in „Das Gold des Meeres“ und diesem Teil.
Varennes hat sich verändert, eine Handvoll reicher Patrizier hat das alleinige Sagen. Die Handwerker und einfachen Leuten werden ausgebeutet und die Juden sehen sich zunehmender Feindlichkeiten ausgesetzt. César Fleury hat es als Kaufmann zu Reichtum gebracht. Doch sein Vater Josselin verschenkt den Großteil des Besitzes an das Kloster und nun steht er praktisch mittellos da. Sein Bruder Adrianus kehrt nach einem Medizinstudium in Montpellier nach Hause zurück, um als Wundarzt zu praktizieren. Bald lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen.
Als die Pest über Varennes herfällt und erbarmungslos wütet, ändert sich alles.

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich die anderen Teile nicht kenne und deswegen nicht wusse, was ich von dem Buch erwarte. Ich lese nicht oft historische Romane, doch dieses Buch hat mir zugesagt. Man kann sich regelrecht in die Zeit hineinversetzen und die unterschiedlichen Perspektive der Menschen (Juden, Christen, Kaufmänner usw.) zeigen deutlich, wie die Denkweisen zu der damaligen Zeit gewesen sein mussten.

Neben den Hauptcharaktetren César und Adrianus ist Daniel Wolf auch dieses Mal mit der Jüdin Léa eine starke weibliche Hauptfigur gelungen.

Ich bin sehr gespannt,ob der Autor uns auch eines Tages wieder in die Welt des Mittelalters entführen wird

Wieder eintauchen ins Mittelalter

Von: Elisabeth Datum: 29. April 2018

Ich verfolge nun schon seit längerem die Wege der Familie Fleury in Ihren Büchern und hatte mir "Die Gabe des Himmels" in freudiger Erwartung auch schon vorbestellt und muss sagen - ich wurde wieder nicht enttäuscht!
Der Autor versteht es perfekt, mir als Leser das Mittelalter näher zu bringen und mich eintauchen zu lassen in eine faszinierende Welt. Leider sind die 945 prall gefüllten Seiten nun schon wieder zu Ende gelesen und ich würde mir eine Fortsetzung wirklich wünschen!

Tiefe Einblicke in die dunkelste Zeit des Mittelalters

Von: Sylke Datum: 25. April 2018

Die Geschichte der Kaufmannsfamilie Fleury geht endlich weiter! Das mittlerweile 4. Buche der Reihe ist im 14. Jahrhundert angesiedelt und handelt von einem jungen Wundarzt zur Zeit der Pest! Der Autor beschreibt eindrücklich den Stand der damaligen Medizingelehrten und somit den Umgang mit Krankheiten (eine verschreckende Erfahrung), vergisst aber auch nicht das Schicksal der Hauptfiguren Adrién und Lea fesselnd darzustellen vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Geschehnissen (Judenhass) jener Zeit. Das ganze historisch korrekt und sehr lehrreich! Man muss einfach weiter und weiterlesen.... Ich habe auch öfters einen Blick in Google bzw. Wikipedia geworfen, um mehr über das eine oder andere historische Detail zu erfahren! Der Autor hat gründlich recherchiert und trennt Fiktion und Realität gut. Die Geschichte vermittelt tiefe Einblicke in die dunkelste Zeit des Mittelalters und dennoch wünscht man sich ab und an dort hin. Trotz der Länge, keine Spur langweilig.... und auch etwas für Neulinge im Mittelalter-Genre. Auch ohne die anderen Bücher der Reihe zu kennen, findem man sich leicht in das Buch rein, aber ich persönlich habe alle 4 Bände hintereinander verschlungen! Meines Erachtens, das stärkste Buch der Reihe! Absolute Leseempfehlung.

Die Pest in Varennes

Von: Eliza Datum: 18. April 2018

Daniel Wolf alias Christoph Lode hat wieder mal einen historischen Roman geschrieben, der mich für ein paar Stunden in eine mittelalterliche Stadt entführt und wo man das hier und jetzt komplett vergisst.
Das Cover passt sehr gut zu den vorherigen drei Büchern und macht somit auch optisch etwas her. Sehr schön gestaltet ist der Klappumschlag, vorne findet sich die Karte der Stadt Varennes, hinten ist Europa zur damaligen Zeit mit seinen wichtigen Städten abgebildet. Zu Beginn bekommen wir Leser durch ein Personenverzeichnis einen guten Überblick über die handelnden Personen. Insgesamt gliedert sich der Roman in drei Bücher, wobei man ganz klar sagen muss, dass das dritte Buch das Kürzeste ist.
Sehr gut gefallen hat mir, dass wir wieder die Familie Fleury begleiten dürfen und mit ihr einen Einblick in das Leben der Kaufleute, Handwerker und Bürger in einer mittelalterlichen Stadt bekommen. Es sind nicht so sehr die Mächtigen und Reichen, die im Mittelpunkt stehen, sondern die einfachen Menschen. Es geht somit weniger um historische Persönlichkeiten, sondern mehr um den einfachen Mann und die einfache Frau.
Herausragend finde ich in diesem Buch die Zeichnung der Figuren und ihre Entwicklung. Gerade Adrianus und Cesar Fleury, die ungleichen Brüder, sind für mich absolute Protagonisten, die ich ins Herz geschlossen habe. Besonders herausheben möchte ich Cesar, der in diesem Roman eine sehr glaubwürdige Wandlung durchlebt und damit zu einem ungemeinen Sympathieträger des Romans wird.
Ein großes Thema des Romans sind die Arbeiten des Medicus, des Wundarztes und der Kräuterkundigen. Der Leser erfährt sehr viel Informatives und Interessantes, auch was die Rangordnung in der Gesellschaft, die Ausbildung, das Herstellen von Arzneien angeht. Die Behandlung der Pest stellt allerdings alle Berufsgruppen vor ein Problem und bringt selbst den besten Arzt an seine Grenzen.
Ein weiteres Thema des Romans sind die fanatischen Glaubensbruderschaften, in diesem Roman die Flagellanten. Die Gruppen verschafften sich aufgrund von Missständen Gehör und gewannen so immer mehr an Einfluss. Ein Thema welches sich leider öfters durch die Geschichte und damit auch durch Romane zieht ist der Hass auf die Juden. Sie wurden nicht nur wie allgemein bekannt für die Pest verantwortlich gemacht, sondern auch für Armut, Misswirtschaft und viele andere Dinge. Ein Volk was wahrlich genug Hass, Angst und Zorn ertragen muss. Tragen wir heute Verantwortung dafür, dass dies nie mehr geschieht!
Der Schreibstil des Autors ist wie immer sehr angenehm und gut zu lesen. Die knapp 1000 Seiten vergehen wie im Fluge und sind ruck-zuck gelesen. Erstaunlich ist auch, dass der Autor es zum Ende seines Romans schafft, alle losen Fäden zusammen zu führen, ohne dass es zu sehr konstruiert wirkt. Der Leser hat zu keiner Zeit das Gefühl dem Autor nicht folgen zu können oder zu sehr im Unklaren gelassen zu werden. Ein durch und durch spannender Roman, der vor allen Dingen von der Empathie des Lesers mit den Protagonisten lebt und der herausragenden Zeichnung der Figuren.
Ein wirklich sehr, sehr guter historischer Roman der mich wieder restlos begeistert hat. Ich kann diesen Roman nur empfehlen und wünsche mir, dass die Fleurys noch viele, viele Fans bekommen. Mein Dank geht auch an meine Mitleserinnen der Leserunde bei Büchereule.de und Daniel Wolf, der bereitwillig sich unseren Fragen gestellt hat.
Auch bedanke ich mich herzlich bei der Verlagsgruppe Random House, dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Das Buch kann locker mit den großen Namen mithalten

Von: WinnieHex Datum: 18. April 2018

Eines Mal Vorweg, wenn man das Buch gelesen hat muss man wirklich Teil 1 – 3 auch noch lesen, denn es macht große Lust auf mehr. Was ich nicht wusste, dass es schon der vierte Teil der Kaufmannsfamilie Fleury ist.

Wir schreiben das 14. Jahrhundert, Adrien Fleury hat einen großen Wunsch er möchte gerne Arzt werden. Der junge Mann springt aus einer guten situierten Kaufmannsfamilie und kann sich aufgrund dessen auch die Universität von Montpellier leisten. Die Stadt blüht auf, Handwerker und das Bürgertum wächst. Eigentlich könnte jeder zufrieden sein, eigentlich aber die ärmeren Bürger der Stadt fühlen sich durch den Rat immer weiterbenachteiligt. Aber die Eifersucht und der Neid gehen noch weiter und man prangert die Juden an, dadurch resultiert sogar der aufsteigende Hass gegen diese Religionsgemeinschaft. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommen erste Gerüchte auf das aus Italien eine große Seuche in die Stadt vordringt. Durch sein Studium der Medizin kann Adrien Fleury seine bisher erworbene Kenntnisse als Wundarzt während der Ausbreitung anwenden. Aber wird sich die Stadt von den Konflikten und der Seuche nochmal erholen können?

In der Geschichte von Daniel Wolf geht es in erster Linie um das Thema der Medizin, natürlich hat der Autor die schlimmste Zeit von Europa dazu genutzt um seine Handlung dort spielen zulassen. Wenn man ehrlich ist, interessiert uns doch sehr die Zeit um die Pest um ihrer Ausbreitung, damit hat der Autor schon mal viele Leser in den Bann gezogen.

Was ich auch sehr interessant fand ist das hier auch das Thema der Judenverfolgung aufkam, Sie wurden für alles Schlechte der Menschheit verantwortlich gemacht. Das dadurch die Bevölkerung gespalten wurde kann ich mir gut vorstellen, denn der Hass gegen diese Menschen wurde durch den aufkeimenden Wohlstand immer größer. Da man grundsätzlich die Schuld immer bei einem anderen zu dieser Zeit gesucht hat, kamen die Juden der besseren Hälfte der Bevölkerung gerade recht.

Ich mochte diese Mischung sehr, der Schriftsteller hat ein Bildgewaltigen Roman geschrieben in dem man sich als Leser schon verlieren kann. Was mir immer besonders wichtig ist, dass ich als Leser mir ein Bild vor Augen zeichnen kann wie es damals ausgesehen hat und das hat Daniel Wolf bei mir geschafft. Deswegen bekommt er von mir 5 von 5 Sternen dafür!

Historisch

Von: Mysterry Datum: 18. April 2018

Die Gabe des Himmels von Daniel Wolf, war für mich das erste Buch aus der Reihe der Familie Fleury. Was hier aber nicht weiter schlimm ist, da man die Bücher nicht zwingend chronologisch lesen muss. Die Handlung im Buch ist im Jahr 1346 angesiedelt und behandelt hier viele Themen die zur damaligen Zeit present waren.

Vorsicht Spoiler
Adrien de Fleury Sohn einer reichen Kaufmanns Familie aus Varennes kommt nach seinem abgebrochen Studium der Medizin über eine Pilgerreise zurück in seine Heimatstadt. Hier muss er allerdings feststellen das sich viele Dinge verändert haben. Sein Bruder Cesar hat sich mit dem Vater überworfen, da dieser seine Sünden die er als Kaufmann angehäuft hat büßen möchte um nicht sein Seelenheil zu verlieren. Um Buße tun zu können hat sämtlichen weltlichen Besitz einem Kloster vermacht. Dadurch ist die Familie bankrott und Adriens Bruder hat alle Hände voll zu tun das familäre Unternehmen zu retten.
Als Adrien dann auch noch beichtet er habe sein Studium abgebrochen und wurde von der Universität verwiesen und möchte nun als "einfacher" wundarzt arbeiten kommt auch zwischen ihm und seinen Bruder zum Streit der sich im Laufe des Buches immer mehr zu spitzt.
Adrien ist glücklich in seiner Stadt und arbeitet dort gerne als wundarzt er wird von vielen Bewohnern geschätzt und geachtet. Durch ein Raupenbefall in Kräutergarten wo er seine Medizin anpflanzt und diese durch die Raupen zerstört wird, lernt er die Apothekerstochter Lea kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft und später auch Liebe. Diese Liebe muss viele Höhen und Tiefen durchleben da Lea Jüdin ist und zur damaligen Zeit eine Verbindung mit einem Christ und einer Jüdin mit Folter und teilweise dem Tod bestraft wird. Dadurch sind beide gezwungen ihre Liebe geheim zu halten.
Als die Pest in Varennes einzieht wird der Juden Hass immer größer die Menschen damals dachten das Juden das Wasser vergiften usw.
Zu allem elend haben sich auch noch fanatische gläubige vor den Stadttoren gesammelt die sich Flagellanten nennen und von Luc angeführt werden, der früher in Varennes als Metzgermeister arbeitete und dann Verband wurde. Die Flagellanten bestärken das Stadtvolk in ihrem Glauben das die Pest nur zu denjenigen kommt die nicht ihren Sünden bereuen und Buße tun und auch das die Juden dran schuld seien. Es ist Gottesstrafe an die Christen.
Adrien kämpft gegen die Pest, für seine Liebe und um Varennes.

Daniel Wolf schafft 938 Seiten zum Lesen die Spannung im Buch aufrecht zu erhalten. Beim Lesen wurde es mir nie langweilig. Auch dadurch das er zwischen den Protagonisten wechselt und man so auch Einblicke in deren Denken und Handeln bekommt. Versteht man die Geschichte die der Schriftsteller in dem Buch aufbaut mehr.
Ich selbst werde mir sicher auch die anderen drei Bücher der Fleury Reihe kaufen.

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum: 17. April 2018

Die ersten beiden Bände der Reihe waren großartig, der dritte hat dann meiner Meinung nach etwas nachgelassen und deshalb war ich gespannt, wie wohl der vierte Teil auf mich wirken wird. Mit 960 Seiten ist es schon ein ganz schön dicker Schinken und was soll ich sagen: ich bin nur so durch die Seiten geflogen!

Daniel Wolf hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut zu fesseln und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen!

Mittlerweile sind wir im 14. Jahrhundert angelangt und ich war sehr fasziniert von den vielen Details zur Medizin, dem Handwerk und dem Leben aus dieser Zeit, die der Autor detailliert eingeflochten hat, ohne jedoch mit all dem Wissen zu langweilen. Vielmehr wurde die Geschichte dadurch lebendig und konnte in all ihrer Authenzität beeindrucken.

Im Mittelpunkt steht Adrien Fleury, Adrianus genannt, da er als Medizinstudent den lateinischen Namen angenommen hat. Die Ärzte zur damaligen Zeit, also da kann man froh sein dass sich da einiges getan hat, denn die Methoden waren schon ziemlich brachial, um es mal einfach auszudrücken. Der Unterschied des "gelehrten Physicus", der nur sein Fachwissen vom Stapel lässt, entgegen dem Handwerker und "Knochenbrecher", der sich tatsächlich um die Kranken und ihre Symptome kümmert, war sehr eindrucksvoll! Adrianus hat es nicht leicht, aber er geht seinen Weg und macht eine große Entwicklung durch.
Wie übrigens alle Figuren, sei es sein geldgieriger Bruder César oder auch die Jüdin Léa, die mit ihrer Familie im Judenviertel der Stadt Varennes lebt. Die Problematik der Juden wurde hier sehr gekonnt aufgegriffen; sei es der Hass und das Unverständnis von den Christen, aber auch die vielen Versuche, die Völker dieser beiden Religionen friedlich zusammenleben zu lassen.
Natürlich gibt es auch einen Bösewicht, der ständig für Unruhe sorgt und auch wenn hier manches vorhersehbar war, war ich nie gelangweilt und fühlte mich durchweg gut unterhalten!

Dazu trägt auch der flüssige Schreibstil bei, der sich, trotzdem er der damaligen Zeit angepasst ist, super lesen lässt und eine einnehmende Atmosphäre schafft. Die Perspektiven wechseln dabei immer zwischen den Hauptfiguren, was ein übersichtliches Bild aller Ereignisse geschaffen und meine Neugier wie es weitergeht hochgehalten hat.

Ich habe absolut nichts auszusetzen und fand es rundum gelungen!

Abenteuer: Die Gabe des Himmels

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 16. April 2018

Auch der vierte Roman rund um St. Jacques-des-Varennes und die Familie Fleury ist eine Wucht. Anschaulich und spannend geht es jetzt im 13. Jahrhundert weiter, man erlebt die Auswirkungen der Pest samt Flagellanten und Antisemitismus ebenso lebendig mit wie den oft haarsträubenden Aberglauben. Fiese Bösewichte und liebenswerte Haudegen sind ebenso mit von der Partie als auch gut eingeflochtene historische Zusammenhänge. Dazu eine gute Geschichte, ein Sofa oder Liegestuhl in der Sonne, und dem Schmökern steht nichts im Weg.

Wolf hat gut recherchiert und beschreibt das öffentliche Leben um 1346 in einer mittelalterlichen Stadt hervorragend: wie die Zünfte sich organisierten, wie das Rechtswesen funktionierte, den Unterschied zwischen akademischen Doktor und handwerklichem Chirurg ebenso wie das jüdische Leben im Getto. Hochspannend und kein bisschen langweilig vermengt Wolf seine Zutaten und lässt über 900 Seiten Schmöker entstehen.

Die Gabe des Himmels

Von: Vicky Datum: 15. April 2018

Durch Recherche konnte ich erfahren, dass man nicht unbedingt die ersten drei Teile gelesen haben muss um der Geschichte zu folgen. Ich habe schon sehr viele historische Romane gelesen und leider wird dieses Buch nicht zu meinem Favorit werden. Es ähnelt Anfang zu sehr dem Medicus . Und die Geschichte der Juden ist für meine Verhältnisse auch nichts Neues. Ich würde sagen, dass das Buch nicht für jeder Mann ist. Leider fand ich die Erzählung nicht so fesselnd.

Guter Historienroman

Von: Ilona66 Datum: 08. April 2018

Der Roman ist sehr gut geschrieben und sehr gut recherchiert. Man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, da man unbedingt wissen möchte wie es weitergeht. Leider habe ich die ersten Bücher der Reihe noch nicht gelesen, aber das werde ich auf jeden Fall nachholen.

Daniel Wolf "Die Gabe des Himmels" Rezension

Von: Yannik Tipirdamaz Datum: 05. April 2018

Der Roman "Die Gabe des Himmels" ist der vierte historische Roman von Daniel Wolf und ein gelungenes Meisterwerk. Die Geschichte ist ergreifend und der Handlung fehlt es an nichts. Daniel Wolf weiß, wie man eine spannende Geschichte erzählt und so kam es, dass ich das Buch verschlungen habe und so einige schlaflose Nächte hatte. Ich kann jedem Mittelalter-Fanatiker dieses Buch empfehlen. Vom ersten Kapitel an war ich begeistert und werde mir unbedingt die anderen Teile kaufen. Ich vergebe dem Roman 4/5 Sternen, da teilweise der Schluss ein bisschen zu schnell für meinen Geschmack war. Nichtsdestotrotz könnte Daniel Wolfs "Die Gabe des Himmels" eines meiner Lieblingsbücher werden. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
Yannik Tipirdamaz

Fesselnder Roman

Von: Arunaswelt Datum: 04. April 2018

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich war von der ersten Seite bis zum Ende gefesselt. Ich konnte mich richtig gut in das Mittelalterleben reinversetzen. Wobei ich sagen muss das dieses Buch nicht nur für Mittelalterfans sehr lesenswert ist. Absolute Kaufempfehlung meinerseits

Eintauchen ins Mittelalter

Von: Stan82 Datum: 04. April 2018

Nachdem ich Band 1-3 schon verschlungen habe, fesselt auch Band 4. Die Geschichte der Stadt schlägt einen wiedereinmal in den Bann und man kann nicht aufhören zu lesen:-)

Spannender Lesestoff von der ersten bis zur letzten Seite

Von: Jay von "Bücher wie Sterne" Datum: 04. April 2018

In den letzten paar Wochen habe ich einiges aufgeholt und alle Bücher der Fleury-Reihe verschlungen, die ich bereits seit Jahren auf meinem SuB liegen hatte. Obwohl historische Romane bestimmt nicht das Hauptgenre in meinem Blog repräsentieren, mag ich sie hin und wieder recht gerne, denn das Mittelalter fasziniert mich und viele Fantasyromane sind schließlich an diese Zeit angelehnt. Die Gabe des Himmels ist der derzeit der aktuellste Band der Reihe von Daniel Wolf, doch es werden sicher noch weitere Bücher folgen. Die Handlung spielt, wie auch schon die Bücher davor, in der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques in Lothringen im 14. Jahrhundert. Es ist eine Zeit, die der Bevölkerung eine ganze Menge abverlangt, denn immer wieder bedrohen Krankheiten die Menschen, für die es kein Heilmittel gibt und die von den Menschen oft als Strafe Gottes gesehen werden. So auch die Pest, die im Laufe des Buches auch Varennes heimsucht. Gut gefallen haben mir die Charaktere, die Daniel Wolf für sein Buch erschaffen hat. Sie sind Menschen mit allerlei Ecken und Kanten und bei Weitem nicht frei von Sünden und Verfehlungen. Im Zentrum der Geschichte steht der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury, der nach acht Jahren Studium der Medizin in seine Heimatstadt zurückkehrt und diese verändert vorfindet. Die einfachen Menschen werden von den reichen Kaufleuten ausgebeutet, das Unrecht herrscht in der Stadt an der Mosel. Die kleine Gemeinde der Juden muss sich tagtäglich vor Übergriffen der Christen in Acht nehmen, obwohl sie von den Bütteln der Stadt geschützt werden. Interessant wird es, als sich Adrien in die jüdische Apothekertochter Léa verliebt und sie beide die Beziehung vor der Öffentlichkeit geheim halten müssen. Insgesamt ist es eine sehr explosive Mischung, die Daniel Wolf seiner Rahmenhandlung gibt und die es den Lesern oft nahezu unmöglich macht, die Ereignisse voraus zu sehen. Was mir an Wolfs Romanen so gut gefällt, ist sein mitreißender Schreibstil und die vielen kleinen Details über die Lebensverhältnisse im Mittelalter, die er in seine Geschichten mit einflicht. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin in der Handlung und man kann das Buch quasi nicht mehr zur Seite legen. Gleichzeitig wechselt er immer wieder die Handlungsstränge und gibt den Lesern die Möglichkeit die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu beobachten. Da aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, hat man zudem einen guten Einblick in die Gedankenwelt der Pro- und Antagonisten und erfährt so Einiges über ihre Beweggründe, Sorgen und Hoffnungen. Die Handlung spitzt sich über mehrere Monate immer weiter zu, und als schließlich die Pest auch Varennes erreicht gleicht die Stadt einem Pulverfass in dem die Menschen nach Schuldigen für die Seuche suchen. Übermäßiger religiöser Eifer tut das Übrige, um die Schuldigen zu finden. Was Menschen in ihrem religiösen Wahn alles zustande bringen, hat Wolf in diesem neuen Roman überaus gut beschrieben. Was den jüdischen Einwohnern in Varennes (und auch in anderen Städten des Heiligen Römischen Reichs) alles Schreckliches widerfährt, beschreibt Daniel Wolf ohne die Dinge zu beschönigen, jedoch auch ohne die Gewalt unnötig bildlich auszumalen. Besonders hat mir gefallen, dass er sich beim Schreiben von Die Gabe des Himmels auch eingehend mit den Sitten und Gebräuchen der Juden beschäftigt hat und man einen interessanten Einblick in den religiösen Alltag des Volkes bekommt.
Eine Sache gab es letztendlich, die mich nicht so angesprochen hat, nämlich der Schluss für den Hauptcharakter Adrien Fleury. Mir persönlich hätte ein anderes Ende wesentlich besser gefallen, aber lest selbst. Ich wünsche viel Spaß im Lothringen des 14. Jahrhunderts.

Pesthauch im Mittelalter

Von: Angela Busch Datum: 02. April 2018

INHALT:
Wir befinden uns im Jahr 1346 in dem kleinen Städtchen Varennes-Saint-Jaques (Lothringen), in dem die Kaufmanns-Familie Fleury schon seit einigen Generationen zu einer angesehenen Patrizierfamilie aufgestiegen ist.
Doch der junge Sprössling Adrien Fleury verfolgt andere Ziele und beginnt ein Medizinstudium in fernen Montpellier, welches er leider nur teilweise beenden kann, da er den Professoren zu wissbegierig und aufrührerisch erscheint. Er wagt sich sogar an Leichensezierungen heran, was zur damaligen Zeit völlig verpönt und verboten war. Adrien wird gezwungenen das Studium abzubrechen, geht zurück in seine Heimatstadt und wird dort schnell ein beliebter und erfolgreicher Heiler.
Das ist auch bitter nötig, denn die Pest und ein allgemeiner Hass auf die jüdischen Gemeinden und ihre Verfolgung durch die christliche Bevölkerung verbreiten sich rasend schnell in Europa. Auch das kleine , beschauliche Städtchen wird nicht verschont und der Leser erlebt die Pest mit schrecklichen Bildern im Kopf hautnah mit. Die christliche Bevölkerung beobachtet nun die jüdische Minderheit mit Argwohn, Hass und vielen Vorurteilen.

Der junge Christ Adrien wertschätzt die jüdische Heilerin Lea und diese zarte Liebesgeschichte zwischen den jungen Leuten unterschiedlicher Konfessionen gibt dem Roman eine ganz besondere Zärtlichkeit und Würze.

MEINE MEINUNG:
Neunhundertfünfzig Seiten konnten mich nicht abschrecken , diesem sehr interessanten und spannendem Roman zügig zu folgen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und bin dank der blumigen und prägnanten Ausdrucksweise von Daniel Wolf tief in die damalige Zeit eingetaucht. Das Städtchen Varennes-Saint-Jaques war mir sehr vertraut, da ich die drei vorigen Bände über das Schicksal der Familie Fleury mit Begeisterung gelesen habe.
Dieser vierte Band ist jedoch auch als alleiniger, erster Lesegenuss des begabten Schriftstellers zu empfehlen.
Der Autor hat die unterschiedlichen Charaktere von Adrian und seinen Familienangehörigen wunderbar klar herausgearbeitet. Die Charakter-Beschreibungen der christlichen und jüdischen Bevölkerung in dieser Kleinstadt erzeugen sofort bildhafte und den damaligen Zuständen entsprechende, zeitgemässe Vorstellungen im Kopf.
Allgemeine Armut, Unwissenheit und die religiöse Besessenheit der Flagellanten (Geißler, eine christliche Laienbewegung des 13. und 14. Jahrhundert , die auf Besitz verzichtet und Buße durch Selbstkasteiung ausführt), nehmen einen grossen Stellenwert im öffentlichen Leben ein. Daniel Wolf widmet sich intensiv den Beziehungen zwischen der kleinen jüdischen Gemeinde und der christlichen Bevölkerung. Er hat sehr gut recherchiert und der Leser erfährt viel über jüdische Bräuche im Mittelalter. Das alltägliche Leben dieser jüdischen Minderheit, die unauffällig und friedlich ihr Auskommen in einem eigenen Viertel sucht, wird anschaulich dargestellt.
Die christlich geprägte Stadt-Gemeinschaft , schon organisiert in verschiedenen Handwerkergilden, wird vom Autor ebenso sorgfältig beschrieben.


Gängige Heilmethoden mit Kräutern und Elixieren wie zum Beispiel Theriak, waren im Mittelalter sehr beliebt und wurden oft gegeben und Daniel Wolf hat viele Informationen über die Anwendung dieser Arznei in seinem Buch verarbeitet. Dieses Theriak ist eine Mischung aus ca. fünfzig Zutaten wie unterschiedlichen Opiaten, Kräutern, tierischen Häuten (Schlange und deren Fleisch plus Sud aus den Giftbissen), Entenblut, Krötenfleisch und Exkrementen, von denen wir nach heutigen Standards lieber nichts wissen möchten. Auch chirurgische Eingriffe und Maßnahmen werden genauestens im Roman geschildert.
Doch die Pest, deren Verbreitung nicht aufgehalten werden kann, macht vor niemanden Halt in der Kleinstadt. Die Juden werden beschuldigt Brunnen zu vergiften und diese unbekannte Seuche zu verbreiten.
So nimmt das Leben und Leiden für alle Bewohner von Varennes-Saint-Jaques einen unheilvollen Verlauf.

Für mich war dieser Roman ein Highlight im Genre *Historischer Roman* und ich bewerte dieses grossartige Buch gerne mit FÜNF ***** Sternen.

Super!

Von: Harakirisleseecke.jimdo.com Datum: 30. März 2018

Och – schon zu Ende? Selbst nach 940 Seiten kam der Schluss noch viel zu früh. Zu gern hätte ich noch weiter gelesen. Bei so dicken Wälzern passiert es mir oft, dass ich irgendwann denke, das ist zu langgezogen und jetzt reicht es dann. Aber die Fleurys begeistern mich immer wieder aufs Neue!
Dieser Band spielt ca 50 Jahre nach Ende des letzten Buches „Das Gold des Meeres“ und die Nachfahren von Balian und Blanche Fleury leben noch immer in Varennes. Cesar ist Kaufmann und Adrien – nach einem missglückten Medizinstudium – Wundarzt. Beide bewirken Gutes, machen sich jedoch nicht nur Freunde. Cesar legt sogar noch den Grundstein zu einer Judenbekämpfung. Und dann bricht auch noch die Pest in Varennes aus! Adrien macht dabei eine wichtige Entdeckung und verliebt sich in ein jüdisches Mädchen. Doch diese Liebe kann in solchen Zeiten keinen Bestand haben!
Es ist wirklich Wahnsinn, wie toll Daniel Wolf schreibt. Man fliegt nur so durch die Seiten und bangt mit seinen Charakteren. Naja, nicht mit allen, denn natürlich gibt es auch böse Widersacher, die nichts Gutes im Schild führen. Und denen es tatsächlich auch oft gelingt, Böses zu bewirken.
Das Leben im Mittelalter war ja nun wirklich nicht einfach und dem Autor gelingt es sehr gut, die Zustände der damaligen Zeit einzufangen und dem Leser nahe zu bringen. Man wähnt sich fast dabei. Seine Charaktere sind facettenreich und sympathisch und jeder hat seinen Platz.
Natürlich kann man drüber streiten, ob die immer gleich verlaufende Handlung – starke Fleurys, die sich Feinde machen und gegen diese bestehen müssen – nicht langsam etwas breit getreten ist, aber gerade das ist ja das Salz in der Suppe. Gerade die Szenen mit den Widersachern machen die Handlung spannend. Was es jetzt bei diesem Band aber gar nicht gebraucht hätte, denn die Gefahr durch die Pest und der Hass auf die Juden hätten schon gut ausgereicht.
Fazit: Wolf bezeichnet diesen Band als den stärksten der Reihe. Ich kann ihm da uneingeschränkt zustimmen, wobei ich schon Band 1-3 sehr gut fand.

Über den besten historischen Roman

Von: Wortfiebern Datum: 30. März 2018

Wie fange ich eine Rezension an über ein Buch, deren Vorgänger mich erst zu diesem Genre gebracht haben und die ersten Bücher waren, die mich in die Welt des viel Lesens geführt haben. Ich habe nach diesen Büchern, so einige historische Romane verschlungen, aber keines konnte an die Bücher von Daniel Wolf heranreichen. Vielleicht am besten mit dem Inhalt, des vierten Bandes, des großartigen Mittelalter-Epos, rund um die Familie de Fleury. Erwähnen möchte ich jedoch vorab, dass es sich auch nach dem Lesen, bestätigt hat, dass dieser Band auch unabhängig und völlig eigenständig gelesen werden kann. Im vierten Band wurde eine Generation übersprungen, die Vorfahren tauchen zwar auch hier und da mal auf, aber ohne groß etwas vorweg zunehmen. Das bedeutet man könnte dieses Buch als erstes lesen und danach trotzdem noch mit dem ersten Band beginnen.

1346 Varennes -Saitnt-Jaques

Adrien de Fleury studiert entgegen seiner Vorfahren, als erster Fleury Medizin, denn er möchte der nächste Physikus ins einer Stadt werden. Er arbeitet neben seinem Studium für ein wenig Taschengeld, bei bei einem Wundheiler ( auch Chirurgen zu dieser Zeit ). Gerade deswegen beeindrucken ihn die immer gleichen Vorträge der Universität, die Lehre der Säfte langweilit ihn zunehmend. Bis er auf die Idee kommt, eine Leiche zu sezieren, was zu dieser Zeit verboten ist. Er fliegt von der Universität und beginnt seine Ausbildung, in zu dieser Zeit zählenden Handwerklichen Beruf als Chirurg.

Als er nach Varennes zurückkehrt, erwarten ihn viele Hürden. Sein Vater hat den gesamten Besitz der Kaufmannsfamilie weggegeben, um ein gottgefälliges Leben zu führen. Sein Bruder steht vor einem Rätsel wie er die Familie noch retten kann. Als die Pest die Stadt heimsucht und die Juden für diese Seuche verantwortlich gemacht werden, bricht das große Chaos über Varennes.

Meine Meinung

Daniel Wolfs selbst, sagte es soll sogar der beste Band der Reihe werden. Ich finde es wirklich schwer seine Vorgänger zu übertrumpfen. Ganz sicher aber hat es nicht an Qualität verloren. Das Thema Medizin zu dieser Zeit, ist schon sehr interessant. Und auch wenn ich bereits so einige Bücher darüber gelesen habe, konnte ich noch immer was von Daniel Wolf lernen. Seine Geschichten sind immer großartig recherchiert.

Er erzählt in Zusammenhang mit tollen Charakteren, interessanten, spannungsreichen Plot, Geschichten der Mittelschicht. Das Buch hat fast 1000 Seiten, in keiner Seite langweilt man sich, oder hat das Gefühl es sei zu breit getreten. Gegen ende des Buches, hat man sogar noch das Gefühl es könnte nochmal 500 Seiten weiter gehen und man hätte nichts dagegen.

Auf eine Entwicklung war ich besonders neugierig, wir haben ein paar gar nicht mehr so perfekten Fleurys in der Familie. Die Entwicklung die einige Charaktere machen mussten, war grandios.

Der Schreibstil ist der Zeit perfekt angepasst, aber dennoch flüssig zu lesen, es lässt einen schon ein paar Seiten ein Kopfkino entstehen. Immer wieder dachte ich mir, na wie willst du das Runder nochmal rumreißen? Die Lösung aufgrund dessen immer wieder unerwartet.

MEIN FAZIT:

Ein Teil der Reihe, die unabhängig von den anderen teilen gelesen werden kann. Toll recherchiert, wieder einzigartige, sympathische, kluge und heldenfafte Charaktere. Verzwickter, gut konstruierter Plot der einen oftmals den Atem anhalten lässt. Wieder hat Daniel Wolf begründet, wieso er mein Lieblingsautor in diesem Genre ist.

unbedingt lesen !!!!!

Von: michael kober Datum: 28. März 2018

finde diese Reihe absolut spannend geschrieben.
die Beschreibung der handelnden Personen , die Handlung selbst,

Hat mich gefesselt und begeistert

Von: jiskett Datum: 27. März 2018

"Die Gabe des Himmels" hat mich ebenso begeistert wie der Vorgänger, der für mich bis dahin der beste Band der Reihe war. Nicht nur, dass der Autor den Leser mühelos in die Zeit, in der die Geschichte spielt, zurückversetzen kann und das Buch trotz seines Umfangs keinerlei Längen hat, auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet - besonders die Nebenfiguren, die zwar nicht alle sympathisch sind, sich jedoch teilweise stark weiterentwickeln. Das hat mir wirklich gefallen und dadurch habe ich mit Figuren mitgelitten, die ich zu Beginn nicht unbedingt mochte, was zeigt, wie gut Wolf ihre Entwicklung dargestellt hat. Auch Adrien, der Protagonist, verändert sich im Lauf des Buches. Er ist sehr sympathisch und seine Entschlossenheit, anderen zu helfen, ist bewundernswert, aber mir war er fast schon ein bisschen zu gut, obwohl er durchaus Schwächen hat und Fehler macht, die dann Konsequenzen haben.

Die Handlung selbst ist von Anfang an interessant und nimmt noch einmal so richtig Fahrt auf, als der Schwarze Tod in Varennes-Saint-Jacques ankommt. Der Leser kennt die Stadt aus den vergangenen drei Bänden bereits sehr gut und zumindest mir ist sie irgendwie auch ans Herz gewachsen, sodass es schmerzhaft war zu sehen, wie die Pest dort wütete, sie zerstörte und viele unschuldige Opfer forderte. Da der Protagonist Wundarzt ist, ist er natürlich die ganze Zeit involviert und man ist hautnah dabei, wenn er versucht, Menschen zu heilen und zu retten. Wolf hat die Entsetzlichkeit des Ganzen sehr eindringlich geschildert und sich nicht gescheut, auch liebgewonnene Charaktere in große Gefahr zu bringen, wodurch die Geschichte noch einmal spannender war. Generell ist ihm die Balance zwischen Schicksalsschlägen für die Protagonisten und großen, alles umfassenden Problemen sehr gut gelungen.

Neben dem Schwarzen Tod spielt noch der Judenhass eine große Rolle und auch diesen hat der Autor realistisch dargestellt, sowohl aus der Sicht der Juden selbst als auch aus anderen Blickwinkeln. Die Liebesgeschichte von Adrien und Léa fand ich aus diesem Grund interessant und die Gefühle der beiden wurden überzeugend dargestellt. Dazu kommt, dass Léa ein toller Charakter ist, weshalb ich es mochte, mehr über ihre Gedanken und Emotionen zu erfahren.

Von mir bekommt "Die Gabe des Himmels" 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung. Es gibt zwar ein paar Kleinigkeiten, die ich nicht ganz gelungen fand, aber davon abgesehen konnte das Buch mich fesseln und begeistern.

Die Gabes des Himmels

Von: Melanie Datum: 24. März 2018

Ich hatte zu spät gesehen, dass ich den 4. Teil der Fleury-Reihe in den Händen hielt. Nach Lesen des Buches muss ich aber sagen, dass man die Gabe des Himmels unbedingt lesen sollte, selbst wenn man die Vorgänger nicht kennt.

Ich möchte nun auch die Bücher 1-3 lesen, da mir die Geschichte um Adrianus und Lea sehr gut gefallen hat, auch wenn die Charaktere in den Vorgängerbüchern noch nicht vorkommen.

Zuerst dachte ich, dass ich auf ein Buch á la Medicus gestoßen war, was auch aufgrund der Seitenlänge gut hätte passen können. Ähnlichkeiten sind vorhanden, dennoch konnte mich Daniel Wolfs Schmöker mehr fesseln.

Anhand des Schreibstils konnte mich die Geschichte wirklich schnell in ihren Band nehmen, denn der Schreibstil ist nicht hochtrabend oder gar schwülstig, sondern einfach passend zur damaligen Zeit gewählt.

Der Autor beschreibt nicht nur den Umgang mit Krankheiten und Seuchen zu früheren Zeiten, sondern spricht auch das Thema Judenverfolgung und Judenhass an, was damals wie heute immer noch nicht aus den Köpfen der Menschen verbannt wurde.

Das Buch ist auf keinen Fall langweilig. Sicher hatte ich zum Ende hin den Drang, es nun endlich fertig lesen zu wollen, jedoch habe ich es kaum zur Seite gelegt und es wirklich in einem Rutsch gelesen, weil es eben so hochinteressant war.

Für jemanden, der ansonsten sonst nur schmale Bücher liest, war dies wahrlich eine Herausforderung.

Mein Fazit

Wer auf gut recherchierte Historienromane steht, dem wird die Gabe des Himmels gefallen.

ein sehr umfangreiches historisches Buch

Von: Ulla Leuwer Datum: 19. März 2018

Meine Meinung:
Dieses Buch ist das vierte einer Serie, in der die Familie Fleury im Vordergrund steht. Ich hatte die anderen vorher nicht gelesen, konnte aber auch feststellen, dass ich dadurch keine Probleme hatte.
Diesmal stand Adrien Fleury im Mittelpunkt. Adrien studierte in Montpellier Medizin und musste dort aber feststellen, dass er mit den Unterrichtsmethoden überhaupt nicht klar kam. Änderungen waren erforderlich, aber gleichzeitig musste er feststellen, dass sich in seiner Heimat ebenfalls vieles verändert hatte.
Der Autor hat sehr aufwändig recherchiert und konnte uns Lesern durch Adrien vieles über die Geschehnisse der damaligen Zeit vermitteln. Ob es nun die Pest und deren Auswirkungen betraf oder das Leben der Juden in den Städten, es war dramatisch. Die Unterschiede in den Bevölkerungsschichten - reiche Patrizier oder das einfache Volk sorgten ebenfalls dafür, dass das Leben damals nicht leicht war.
Auf jeden Fall hat Daniel Wolf es verstanden, einen an das Buch zu fesseln, denn es war ja klar, dass Adrien das Leserherz eroberte und mit Spannung beobachtet wurde, ob er schafft, was er sich vorgenommen hatte.
Sehr gut hat mir das Nachwort und das Glossar am Ende des Buches gefallen, denn viele Begriffe werden in mittelalterlichen Büchern benutzt, aber nicht immer ist die genaue und richtige Deutung bekannt.


Fazit:
Wer gerne historische Bücher liest und sich auch nicht davon abschrecken lässt, ein dickes Buch in den Händen zu halten, wird hier das richtige finden.

Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich vorab lesen und somit sehr zeitnah eine Rezension einstellen konnte. Denn diesmal hat es auch bei mir etwas länger gedauert, bis ich das Buch ausgelesen hatte.

Kurzmeinung

Von: no_Fauxpas Datum: 15. März 2018

Ihr lieben Leseratten,
etwas schreckliches ist passiert... ich hatte eine ausführliche Rezension zu Daniel Wolfs "Die Gabe des Himmels" geschrieben und dann ist mir leider die Festplatte meines Laptops durchgebrannt - die Rezension ist damit leider auch von den ewigen Abgründen des Computerhimmels verschluckt worden ������������

Sowas ist mir noch nie passiert und es tut mir unendlich leid, dass ich Euch mittelen muss, dass ich Euch vor dem Veröffentlichungstermin (in vier Tagen) leider keine Rezension online stellen kann... aber ich möchte Euch dennoch kurz das Buch vorstellen.

Es grüßt Euch herzlichst

Daniela - die Nele ��

Klappentext:


Eine gefährliche Liebe
Eine schicksalshafte Aufgabe
Eine epochale Katastrophe

1346: Als die Pest in Varenns wütet, steht Medicus Adrien de Fleury vor seiner bisher größten Herausforderung und kämpft um das Leben der Bürger Varennes - und das Herz einer Frau.

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jaqurs zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Lea kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt...

Um es kurz zu machen: Wer sich gerne in einer wundervoll geschriebenen Geschichte verlieren will, wer historische Romane mag und wer bei einer guten Tasse Tee den Alltag vergessen möchte, der ist mit "Die Gabe des Himmels" von Daniel Wolf auf der richtigen Seite. Abgesehen davon, dass man hier für 9,99 Euro einen richtig schön dicken Roman in seinen Händen hält, der liebevoll gestaltet und mit historischen Karten versehen ist, hat Daniel Wolf "Die Gabe des Himmels" auf eine angenehme, interessante und keinesfalls langatmige Art geschrieben. Man legt das Buch nur ungern aus den Händen, denn die Geschichte fesselt einen schon sehr.

Über den Autor:

Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen »Das Salz der Erde«, »Das Licht der Welt« und »Das Gold des Meeres« gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Speyer.

Interview mit Daniel Wolf
Aus dem Dezember 2017
Was fasziniert Sie am Genre des Historischen Romans?
Seit meiner Kindheit interessiert mich Geschichte. Mit meinen Büchern kann ich das Mittelalter für meine Leserinnen und Leser erlebbar machen. Während sie in eine packende Romanhandlung eintauchen, erfahren sie quasi nebenbei eine Fülle von Fakten über die Menschen vergangener Epochen – über ihre Lebensweise, ihre Sitten, ihre Schicksale. Der Historische Roman macht Geschichte lebendig und anschaulich.
Wie kamen Sie auf die Idee einen Roman zu schreiben, der im 14. Jahrhundert spielt?
Das 14. Jahrhundert war eine besonders dunkle Epoche; es gab Hungersnöte, endlose Kriege, die Pest, enorme gesellschaftliche Umbrüche. Ideales Material für spannende Geschichten also. Ich warf meine Kaufmannsfamilie Fleury mitten hinein und überlegte, wie sie mit all diesen Katastrophen und Umwälzungen umgehen würde. Diesmal müssen die Fleurys besonders viele Gefahren, Hindernisse und Schicksalsschläge überstehen. Aber sie dürfen auch lichte Momente erleben: Trotz der düsteren Thematik erzählt »Die Gabe des Himmels« von Hoffnung, Freundschaft, Liebe und Erneuerung.
Wie lange haben Sie an Ihrem aktuellen Roman „Die Gabe des Himmels“ geschrieben?
Alles in allem 18 bis 20 Monate inklusive Recherche, Plotarbeit und Überarbeitung. Es war wieder ein dicker Brocken Arbeit, aber ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich die Mühe gelohnt hat. Für mich ist »Die Gabe des Himmels« der stärkste Roman der Fleury-Saga. Er ist noch spannender und abwechslungsreicher als die vorherigen Bände.
In Ihrem Roman treten jede Menge starke Persönlichkeiten auf. Insbesondere die Heilerin Léa ist eine sehr interessante Frau. Würden Sie uns verraten, was Sie an ihr fasziniert?
Mich faszinieren Menschen, die gegen den Strom schwimmen und gegen die herrschenden Verhältnisse aufbegehren. Im Mittelalter waren Frauen Menschen zweiter Klasse, sie waren gesellschaftlich benachteiligt und wurden von der Kirche als Ursprung aller Sünden diffamiert. Léa hat es sogar doppelt schwer; sie ist Jüdin und wird mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Hass konfrontiert. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft jeden Tag aufs Neue für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben.
Copyright Interview: Goldmann Verlag

WOLFS ERZÄHLTALENT – EINE GABE DES HIMMELS!

Von: Ulrike Rosina Datum: 12. März 2018

Varennes im Jahre 1346. Adrien Fleury, Kaufmannssohn aus Varennes, studiert in Montpellier Medizin. Arzt will er werden. Den Menschen helfen. Bei seiner Rückkehr erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Überall herrscht Aufruhr und Unruhe. Das einfache Volk geht auf die Barrikaden gegen Unterdrückung und Armut. Noch ahnen sie nicht, dass Ihnen das Schlimmste noch bevorsteht.

Eine Gabe des Himmels ist auch Daniel Wolfs neuer Roman. Spannend und packend von der ersten Seite an. 960 Seiten, die mir nie langweilig oder zu langatmig waren.

Aus wechselnden Perspektiven wird das Leben im Mittelalter lebendig und in all seiner Intensität geschildert.

AN DIESES BUCH “VERSCHWENDET” MAN GERNE EIN WOCHENENDE

Die Gabe des Himmels von Daniel Wolf bekommt von mir ein klares Daumen hoch! Ein wirklich toller historischer Roman, den ich jedem nur ans Herz legen kann.