Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook
Hörbuch

€ 10,99 [DE] | CHF 16,90 [CH] | € 11,30 [A]

€ 10,99 [DE] | CHF 14,00 [CH]

€ 14,99 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 16,90 [A]

Lucinda Riley

Der verbotene Liebesbrief

Roman

Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann ...

Das Buch spielt in London, Großbritannien

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Ein mysteriöser Liebesbrief

Von: Das Yogamädchen liest - Bücher, Yoga und mehr Datum: 14. Oktober 2018

Joanna Haslam hat einen freien Tag, den sie krank im Bett verbringen muss. Jedoch wird sie von ihrem Chef "gebeten" für ihre Zeitung bei der Trauerfeier des verstorbenen Sir James Harrison teilzunehmen.
Während dieser Trauerfeier sitzt neben ihre eine alte Dame. Als sich am Ende ihrer Sitzreihe ein Herr im Rollstuhl hinstellt, bekommt die alte Dame einen Hustenanfall. Joanna geleitet die Dame zu einem Taxi und bringt sie dann auf Wunsch der alten Dame nach Hause.
Tage später bekommt sie von dieser alten Dame ein Kurvert mit unter anderen einen Liebesbrief zugeschickt. Dies entfacht in Joanna die Lust zu recherchieren und raus zu finden, wer das Liebespaar war, dass seine Liebe nicht ausleben durfte.
Auf ihrem Weg kommt sie den Enkeln von Sir James Harrison sehr nahe. Aber auch in ihrem nahen Umfeld kommen Geheimnisse auf, die sie letztlich alle zur Antwort führen werden.
Ich habe für das Buch sehr gemischte Gefühle. Zu Beginn ist sehr viel die Familie von Sir James Harrison im Vordergrund. In meinen Augen etwas zu langatmig, bis es wirklich los geht. Zudem hat mich am Buch gestört, wie oft es eine Wendung gab. Öfters als ein oder zwei Mal, macht es den Anschein, als würde Joanna der Lösung auf der Spur sein und dann fängt wieder alles von vorne an. Für meinen Geschmack zu oft.
Jedoch hat das Buch auch sehr spannende und fesselnde Phasen, in denen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die letztendliche Auflösung und das Ende danach fand ich sehr gut.

Anders als erwartet, aber spannend

Von: KittysKiste Datum: 13. September 2018

Als die Journalistin Joanna Haslam von der Trauerfeier für den berühmten Schauspieler Sir James Harrison berichten soll, trifft sie auf eine alte, seltsame Frau, von welcher sie später einen Liebesbrief erhält. Dieser soll sie auf die Spur einer mysteriösen Liebesgeschichte führen. Voller Neugier macht sie sich auf die Suche nach der Lösung eines Rätsels, durch welche sie in das Fadenkreuz des MI6 und damit in höchste Gefahr gerät. Doch auch ihre Gefühle werden kräftig durcheinander gewirbelt, als sie bei ihren Ermittlungen auf den charismatischen, aber auch egozentrischen Enkel Harrisons, Marcus, trifft.

Obwohl ich schon einige Bücher von Lucinda Riley in meinem Regal stehen habe, ist dieses nun das Erste, welches ich tatsächlich von ihr gelesen habe und ich muss sagen, dass ich garantiert auch ihre anderen Bücher lesen werde.

Die Autorin hat nämlich einen sehr angenehmen, bildlichen und leicht lesbaren, aber dennoch nicht anspruchslosen Schreibstil, der mich super packen konnte und so sind die Seiten nur so vor sich hin geflogen. Dabei wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich wirklich gelungen fand.

Und auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen, wenn auch diese anders war, als ich von einem Buch von Lucinda Riley erwartet hätte. Nachdem ich schon einiges über ihre Geschichten gehört hatte, rechnete ich nämlich mit einer ganz normalen Familiengeschichte über mehrere Zeitebenen. So jedoch nicht hier, denn nicht nur, dass sich die Geschichte auf eine Zeitebene konzentriert, ist die Familiengeschichte nur eher im Hintergrund wichtig. Dafür gibt es aber ein riesiges Thrillerelement und ein Rätsel, welches für die ganze britische Historie eine wichtige Rolle spielt. Hiermit hat es die Autorin geschafft, den Leser mit gelungenen Wendungen immer wieder auf eine falsche Fährte zu locken und selbst als die Sache klar zu sein schien, war die Geschichte noch immer nicht zu ende. Dafür wurde es noch einmal richtig spannend und man erfuhr nach und nach, was es mit besagtem Liebesbrief auf sich hatte. Allerdings fand ich die tatsächliche Auflösung des ganzen Rätsels ein bisschen zu verworren und ich musste noch einmal genau nachlesen, um zu verstehen, was denn nun Sache ist. Und auch das Ende des Buches fand ich ein bisschen zu übertrieben, wenn es auch recht romantisch ist.

Was die einzelnen Charaktere angeht, so hat es die Autorin geschafft, sehr unterschiedliche und einzigartige Persönlichkeiten zu erschaffen. Die Protagonistin Joanna mochte ich wirklich gern und ich habe es wahrlich genossen, mit ihr auf die Suche zu gehen. Ebenso habe ich Marcus, Zoe und Simon in mein Herz geschlossen.

Mich konnte dieses Buch mit seinem tollen Schreibstil, der spannenden, emotionalen Geschichte und den super geschriebenen Charakteren wirklich überzeugen und ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Bücher der Autorin.

mehr Leserstimmen anzeigen

Love!

Von: readingwheneverican Datum: 01. August 2018

Cover: Das Cover ist einfach wunderschön. Es ist wirklich passend zu der Handlung.

Schreibstil: Sie schreibt mit vielen Details und genau das passt auch zu den Handlungen die sie schreibt.

Meinung: Der verbotene Liebesbrief ist mein erstes Buch von Lucinda gewesen und weil es so gut war habe ich danach "Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda gelesen. Die Handlung war einfach toll gemacht. Ich hatte noch nie zuvor ein buch mit 649 Seiten gelesen und war mir nicht sich ob ich es schaffe, doch ich habe es geschafft und jede Sekunde des Buches einfach genossen.

Fazit: Jede der 649 Seiten waren das lesen einfach wert! Eine Empfehlung von mir wenn euch das oben genannt gefällt.

wieder ein Higlight der Autorin

Von: Jessica S. Datum: 13. Juni 2018

Inhalt:
Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann ...
Fazit: Dieses Buch hat mich überrascht - es war umgeben von Emotionen und vor allem Wendepunkten in der Geschichte, welche ich nie erwartet habe. Ich bin überrascht so ein Buch von Lucinda Riley gelesen zu haben - es unterscheidet sich total von der Reihe "Die sieben schwestern", aber genau das macht dieses Buch auch aus.

Spannung bis zur letzten Seite

Von: Martina Datum: 11. April 2018

Joanna arbeitet als Enthüllungsjournalistin bei einer großen Tageszeitung in Londen. Als der berühmte und beliebte Schauspieler Sir James Harrison stirbt, soll Joanna die Berichterstattung über die Trauermesse übernehmen.
In der Kirche sitzt Joanna neben einer betagten, etwas kränklichen Dame. Als diese einen Herrn im Rollstuhl zu Gesicht bekommt, wird sie plötzlich nervös und kurzatmig und bittet Joanna, sie nach draussen zu begleiten. Joanna ordert ein Taxi für die alte Dame, muss aber, da der Taxifahrer die alte Dame in diesem Zustand nicht ohne Begleitung fahren wollte, die alte Damen nach Hause begleiten.
Einige Tage später erhält Joanna von der alten Dame einen Brief und die Bitte, mit ihr Kontakt aufzunehmen, da sie Vertrauen zu ihr gefasst hatte und ihr ein Geheimnis anvertrauen will. Als Joanna die alte Dame besuchen will, erfährt sie, dass diese verstorben sei.
Joannas Ehrgeiz wird gepackt und sie beginnt, den geheimnisvollen Brief entschlüsseln zu wollen, ohne zu wissen, welche Gefahren damit verbunden sind. Es beginnt für sie eine aufregende, schwierige und gefahrvolle Zeit, in der sie nicht mehr weiss, wem sie überhaupt noch vertrauen kann.

Fazit:
Der Schreibstil des Buches hat mich sofort gepackt und, hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich das Buch nicht aus der Hand gelegt. Durch den zunehmenden Spannungsbogen im Verlauf der Geschichte sowie den häufigen Wendungen, ist es ein Genuss, dieses Buch zu lesen. In diesem Buch sind meiner Meinung nach mehrere Genres vereint - vom Krimi, Thriller bis hin zum Liebesroman.

Enorm wendungsreich, emotional und brisant

Von: Magische Momente Datum: 06. März 2018

Lucinda Riley hat mir mit ihrem neuen Roman wieder gezeigt, warum ich ihre Bücher so gern mag.
An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.
Hier ist Lucinda Riley ein vielschichtiger und emotionaler Roman gelungen, der vor allem durch seine Thematik hervorsticht.
Sie verbindet gekonnt Thrillerelemente, tiefe Emotionen und tief verborgene Geheimnisse.

Im Fokus des Ganzen stehen ganz unterschiedliche Personen. Doch allen voran, ist es die Journalistin Joana, der man überwiegend folgt. Nicht nur Joanas Perspektive erfahren wir hier, auch andere begleiten uns. Das gibt ihm zum einen enorme Tiefe und Präsenz. Zum anderen erweitert sich dadurch auch der Fokus und man hat die Chance verschiedene Seiten zu betrachten.
Man taucht in unterschiedliche Gesellschaftsschichten ein und verinnerlicht dabei auch, was diese mit sich bringen. Abgründe und ungeahnte Möglichkeiten, aber auch Gefahren bleiben da nicht außen vor.

Joana kommt in den Besitz rätselhafter und geheimnisvoller Schriftstücke, die ihr Leben komplett umkrempeln.
Plötzlich geht es um mehr als um eine Story.
Es geht um ihr Leben, die Zukunft und die Vergangenheit.
Was ist so wichtig, das sie bis aufs Blut gejagt wird?
Joana ist nicht nur klug, sondern auch mutig, sie überraschte mich dabei immer wieder. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen.
Und daneben sind auch andere Charaktere sehr beeindruckend, ausdrucksstark und verstehen emotional zu bewegen und einfach mitzureißen.
Mir hatten es ganz besonders Joana , Marcus und auch Simon angetan.

Bereits der Einstieg in die Geschichte, hat mich völlig elektrisiert und neugierig gemacht.
Im Laufe der Stoey wurde es immer interessanter, faszinierender und wendungsreicher,
Ich fand keine Ruhe und wollte mehr als alles andere, hinter das Geheimnis kommen.
Es erstreckte sich ein Weg aus Verlusten, Herausforderungen und ungeahnten Bedrohungen.
Man kann nicht glauben, wie einem geschieht.
Was sich daraus herauskristallisiert.
Man fühlt sich verletzt, fast taub und ist unglaublich erschüttert, bewegt und wütend.
Die Abgründigkeit, die Brisanz trifft bis ins Mark.
Und obwohl die Thematik sehr ernst ist , hat es die Autorin verstanden, emotionale Leichtigkeit hineinzubringen.
Man zittert und fiebert unglaublich mit den Charakteren mit. Die allesamt authentisch und greifbar sind.
Man erfährt so unglaubliches, das es wirklich zusetzt.
Bis zum Ende weiß man nicht, worauf es hinausläuft. Teilweise hab ich es kommen sehen und doch gab es eine Sache, die hat mich doch üerrascht.Wenn es auch zwiespältige Gedankengänge in mir auslöste.
Es ist sicher kein Roman, den man nebenher lesen kann.Ich hab mich teilweise wie in einem Thriller gefühlt. Er verlangt enorm viel ab, da es einfach nicht unberührt lässt und die Charaktere auch ans Herz wachsen. Die Emotionen werden dadurch intensiver und einfach vollkommen.
Man fühlt Schmerz, Traurigkeit und unglaubliche Wut. Aber es gibt aucvh wahnsinnig schöne Gefühle, die einfach glücklich machen und für einen einzigen vollkommenen Momente, fühlt man sich losgelöst, einfach glücklich.
Die Autorin schreibt wieder so fesselnd und mitreißend, das man durch die Seiten fliegt. Einfach bewundernswert , das bei 700 Seiten , die Spannung konstant oben gehalten wird.
Ein beeindruckendes Werk, auch wenn ich mir persönlich das Ende etwas anders vorgstellt hätte.

Fazit:
Mit ihrem neuen Roman konnte mich die Autorin wieder vollkommen mitreißen und begeistern.
Auch wenn es nicht gänzlich ohne Klischees auskommt, so überzeugt es doch durch sein Facettenreichtum.
Enorm wendungsreich, emotional und brisant.
Thrillerelemente werden gekonnt in eine Geschichte voller Geheimnisse und Gefahren eingewoben, bei der auch die Liebe nicht zu kurz kommt.
Fans der Autorin werden dabei auf ihre Kosten kommen.

Sehr spannend...

Von: EvaMaria Datum: 02. Januar 2018

Ich glaube, dass Buch ist mein Zweites oder Drittes der Autorin und ich bin wieder definitiv begeistert, denn ich empfand diesen Roman hier, als nicht unbedingt typisch für die Autorin. Hauptsächlich schreibt sie ja Familiengeschichten, was auch der Klappentext hier hat vermuten lassen, was aber dann doch überraschend anders ist.

Die Handlung hat mir gut gefallen, denn ich fand diese sehr spannend und ich hatte das Gefühl, dass der Spannungsbogen von Beginn bis zum Schluss gehalten wurde. Mir hat es echt gut gefallen, dass Joanna versucht hier ein Geheimnis zu lüften und wir sie auf ihrem Weg begleiten dürfen. Ich fand es auch sehr gelungen, wie die Autorin alle Details von Joannas Arbeit beschrieben hat, denn es wirkt aus meiner Sicht alles qualitativ sehr hochwertig und genau beschrieben.

Das Ende empfand ich als sehr überraschend, denn ich hätte jetzt nicht unbedingt damit gerechnet. Es gab nämlich während der Handlung doch immer wieder einige Twists des Plots und so wurde mir als Leser nicht langweilig.

Joanna war eine sehr gelungene Hauptprotagonistin. Sie wirkte sehr sympathisch auf mich und vor allem ihre Neugier fand ich einen tollen Pluspunkt, denn ich würde mich auch als recht neugierig einschätzen.

Auch die Nebencharaktere fand ich auch sehr toll beschrieben. Ich fand vor allem die Familie Harrison sehr interessant und zum Teil auch sehr unterhaltsam.

Der Schreibstil war wieder sehr toll. Ich finde es toll, wie komplex die Autorin schreibt. Alles wirkt sehr toll recherchiert und alles wirkt gar nicht oberflächlich, was ich echt super finde, wenn ich am lesen bin. Ich fand es auch toll, wie spannend es war.

Das Cover gefällt mir gut und es freut mich, dass es zu den anderen Büchern der Autorin passt.



Fazit:
5 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

Spannung, Action und viele Überraschungen

Von: Conny G. Datum: 30. Dezember 2017

Dieses Buch erschien im Original bereits im Jahr 2000 unter dem Titel „Seeing double“ und wurde 2017 in überarbeiteter Form unter dem Titel „The Love Letter“ neu aufgelegt.
Anders als in ihren sonstigen Romanen erzählt Lucinda Riley hier die Geschichte nicht auf zwei Zeitebenen sondern siedelt die Story nur in der Gegenwart an. Dennoch ist der Dreh- und Angelpunkt ein Geheimnis, das weit in der Vergangenheit liegt.
Die Journalistin Joanna soll über die Trauerfeier des kürzlich verstorbenen Schauspielers Sir James Harrison berichten. Auf der Trauerfeier begegnet sie einer alten Dame namens Rose, die einen Schwächeanfall erleidet. Joanna begleitet sie nach Hause und dort erzählt ihr Rose eine mysteriöse Geschichte. Wenig später schickt sie Joanna auch noch mehrere alte Dokumente, u. a. auch einen Liebesbrief voller merkwürdiger Andeutungen. Joanna wird neugierig und wittert eine große Story, so dass sie mit Recherchen beginnt.
Was sie damit auslöst könnte man fast als „Stich ins Wespennest“ bezeichnen. Es geschehen merkwürdige Dinge, in Joannas Wohnung wird eingebrochen und Rose verstirbt ganz plötzlich.

Dieser Roman ist ganz anders als die anderen Bücher der Autorin. Die Geschichte ist sehr geheimnisvoll, absolut fesselnd mit einem hohen Spannungsbogen. Man kann sagen, dass sie sogar Thrillerelemente beinhaltet.
Joanna verbeißt sich regelrecht in ihre Recherchen und möchte das Rätsel unbedingt lösen. Aber es geht sehr langsam voran und nur allmählich setzen sich die Puzzleteilchen zusammen. Dadurch hat mich die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen und sich dann auch zum Pageturner entwickelt. Denn die große Frage, wie das alles zusammen hängt und was das große Geheimnis ist, klärt sich vollständig erst am Ende.
Neben Joanna gibt es weitere wichtige Figuren. Da ist ihr bester Freund Simon, sowie Zoe und Marcus Harrison, die Enkel des verstorbenen Schauspielers.
Die Erzählperspektiven wechseln häufig zwischen den Protagonisten, so dass der Leser gegenüber Joanna oft einen Informationsvorsprung hat. Dadurch wird aber nichts entscheidendes verraten sondern eher noch mehr Spannung aufgebaut.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Wie schon der Klappentext andeutet, bahnt sich zwischen Joanna und Marcus eine Beziehung an, die sich perfekt in die Geschichte einfügt, eine wichtige Rolle spielt aber nicht kitschig wird oder sich gar in den Vordergrund drängt.
Mit hohem Tempo und einem sehr mitreißenden Schreibstil erzählt Lucinda Riley hier eine Geschichte voller dunkler Geheimnisse, Intrigen und Lügen, deren gesamte Auswirkungen aus tiefer Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen. Die Auflösung des so gut gehüteten Geheimnisses war spektakulär und überraschend und das Ende sehr unerwartet aber durchaus passend.

Dieses Buch zeigt eine ganz andere Seite von Lucinda Riley und hat mich wirklich begeistert. Über 600 Seiten voller Spannung, Action, vielen Überraschungen und Wendungen sowie gut gezeichnete Charaktere machen das Buch zu einem packenden Lesevergnügen.
Ich würde mich freuen, wenn Lucinda Riley ihr „kriminalistisches Talent“ noch einmal in einem Buch umsetzen würde und empfehle diesen Roman voller Begeisterung weiter!


Fazit: 5 von 5 Sternen

Ein Liebesbrief mit Geheimnis

Von: World of books and dreams Datum: 28. Dezember 2017

Bei der Beerdigung des Schauspielers Sir James Harrison lernt die junge Journalistin Joanna Haslam eine alte Dame kennen. Da es der Dame, die sich Rose nennt, übel geworden ist, kann Jo es nicht übers Herz bringen, sie allein zu lassen. So verzeichtet sie auf ihren Zeitungsbericht und begleitet die ältere Dame stattdessen nach Hause. Doch dort angekommen ist Jo eher verwirrt, denn die Dame haust in einer Wohnung, die mit alten Teekisten zugestellt ist. Kurze Zeit später erhält Jo von Rose eine Nachricht und einen alten Liebesbrief und in der Nachricht bittet sie Jo um absolutes Stillschweigen über den Brief, denn sie würde sich sonst in Lebensgefahr begeben. Doch Jo ist nicht umsonst Journalistin und ihre Neugier wird jetzt erst recht angefacht. Sie ignoriert Roses Warnung und beginnt zu forschen, doch dabei gerät sie in einen Strudel voller Geheimnisse und Intrigen.
Meine Meinung:
Für viele ist Lucinda Riley ja eine der ganz besonderen Autorinnen, doch ich muss zugeben, dass dieses Buch erst mein zweites aus ihrer Feder war. Doch dieses Mal konnte die Autorin mich durchaus mit ihrer Geschichte fesseln und mitreißen und das ist bei einem Buch von 700 Seiten durchaus eine Kunst. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, hat auf jeden Fall die richtige Mischung, um den Leser am Ball, bzw. in diesem Fall am Buch zu halten und neugierig zu machen. Es lässt sich auf jeden Fall leicht und gut verständlich lesen und bietet dem Leser auch so einiges an Möglichkeiten, mit um das Geheimnis zu rätseln.
Tatsächlich schafft Lucinda Riley es ganz gut, auf die gesamte Länge des Buches die Spannung aufrecht zu halten. Langeweile kommt hier nicht auf, denn Riley legt immer nur kleine Spuren an Geheimnissen und wenn mal etwas gelöst wird, steht man gleich vor neuen Fragen. Hier kommt so einiges zusammen und man muss durchaus konzentriert bleiben, um auch wirklich alle Zusammenhänge mitzubekommen. Dabei ist es aber zum Glück so gut geschrieben, dass man hier das Gefühl hat, einem Flm beizuwohnen, ausführlich, aber nicht zu detailreich, beschreibt sie Ereignisse und Personen und so nach und nach bekommt der Leser ein großes Gesambild präsentiert.
Wenn man nur den Klappentext liest, so hat man zunächst das Gefühl, dass es hier hauptsächlich um die Recherchen der Journalistin Joanna Haslam, genannt Jo, geht. Doch neben ihr gibt es doch einige Nebencharaktere, die für die Geschichte und deren Entwicklung wichtig sind. Dementsprechend wechselt Riley immer wieder die Perspektiven zwischen einigen Charakteren, auch wenn die Geschichte durch einen personellen Erzähler in dritter Person geschrieben ist.
Jo ist hier die Protagonistin, mit der der Leser gemeinsam beginnt, die Fäden in Richtung Vergangenheit aufzulösen. Erzählt wird hier aber komplett in der Gegenwart, die im Jahr 1995 spielt. Vergangenes erfahren wir eher durch gedankliche Rückblicke, nicht durch Sprünge in der Zeit. Neben Jo lernen wir noch die Enkel des Schauspielers James Harrison kennen, zum einen Zoe, eine aufstrebende, junge Schauspielerin, die ebenfalls ein Geheimnis mit sich herumträgt, zum anderen Marcus, der charmant und charismatisch erscheint, aber eher ein Lebemann ist. Aber auch Jos bester Freund Simon wird immer mal wieder ins Zentrum des Geschehens gerückt. Somit hat man hier einen guten Überblick, allerdings dauert es doch so einige Zeit, bis auch der Durchblick kommt.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, da sie durchaus facettenreich sind und Ecken und Kanten haben. Gerade Jo als Protagonistin konnte mich mit ihrer Darstellung hier überzeugen. Auch sonst passten die Handlungen der Einzelnen hier gut in die Geschichte und waren, bis auf ganz kleine Momente, nachvollziehbar.
Das Ende der Geschichte konnte mich dann nicht ganz überzeugen und hatte etwas von einem drittklassigen Krimi, doch das ist ja eigentlich auch immer eine Geschmackssache.
Mein Fazit:
Alles in allem konnte mich Lucinda Riley über die vielen Seiten ihrer Geschichte gut unterhalten und fesseln. Das Buch ist leicht und spannend geschrieben und bietet genügend bildliche Details, so dass ich hier ein deutliches Kopfkino beim Lesen hatte. Die Charaktere haben mir gut gefallen und brachten Abwechslung in die Geschichte. Die Geschichte selber steckte voller Geheimnisse und Rätsel und ließ mich mitraten, was damals wirklich geschah. Ein Buch, das ich gerne empfehle.

Als Enthüllungsjournalist lebt es sich nicht ganz ungefährlich.

Von: Janine2610 Datum: 27. Dezember 2017

Was für ein hinreißender Roman! - Ich bin immer noch völlig hin und weg davon. Lucinda Riley hat hier mal wieder hervorragend bewiesen, dass sie es einfach kann: Schreiben!! Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen, aber an keinem habe ich so sehr gehangen, keines fand ich bis jetzt spannender. Die Geschichte um ein Komplott rund um das englische Königshaus hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Genau genommen hänge ich immer noch ein bisschen drin, weil ich die Geschehnisse weiterhin "verarbeiten" muss.

~ Das Problem mit uns Menschen ist, dass wir Angst vor jeder Veränderung haben und sie deswegen scheuen wie die Pest. ~
(S. 34)

Wer annimmt, dass man als Enthüllungsjournalist ein aufregendes und spannendes (Berufs)leben führt, hat Recht. Allerdings ist es in Joannas Fall zusätzlich gefährlich. Was sie auf diesen 649 Seiten alles mit- und durchmachen muss, ist alles andere als leicht. Hätte sie sich doch nur nie in diese Sache mit dem ominösen Brief und der geheimnisvollen alten Dame verstricken lassen. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass ein paar so harmlos wirkende Dinge und Tatsachen einen solchen Rattenschwanz an Problemen und Schwierigkeiten nach sich ziehen würde? Niemand. Und Joanna hätte viel früher mit ihren Recherchen aufhören sollen. Dass das noch richtig gefährlich werden würde, hat niemand erwartet, auch ich bin nicht von solch einer Gefahr ausgegangen ...

Man merkt schon: hierin ist reichlich Stoff vorhanden, der es zu fesseln schafft! Außerdem gelingt es Riley wunderbar zu überraschen und zu schockieren. Nicht nur das Geheimnis, das der Geheimdienst um jeden Preis vertuschen möchte, hat mich am Ende umgehauen ... auch der eine oder andere Todesfall ließ mich nicht mehr los. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Nicht nur einmal habe ich mir gedacht: "Nein, das kann Riley doch jetzt nicht wirklich bringen!?".

~ »Aber ... sie ist sehr still. So habe ich sie noch nie erlebt. Die ganze Sache mit diesem jungen Mann hat ihr wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen.« ~
(S. 507)

Anders als in Rileys bisher in Deutsch erschienen Romanen wirkt "Der verbotene Liebesbrief" also wie ein Krimi. Jedoch sind Krimi-Elemente nicht das einzige, das hierin zu finden ist, nein, selbstredend hat die Autorin die Liebe nicht zu kurz kommen lassen: Die Protagonistin Joanna erfährt in dieser Hinsicht nämlich so einiges an scheinbaren Ungerechtigkeiten und weil ich sie gleich zu Beginn so liebgewonnen habe und außerordentlich sympathisch fand, litt ich im Laufe der Geschichte mit ihr. Eine zweite Liebesgeschichte, in der ein Charakter des Königshauses involviert ist, und die ebenfalls durch und durch verfolgenswert ist, rundet das Ganze perfekt ab und sorgt für zusätzlichen Lesegenuss.

~ Die Liebe lässt uns die tollkühnsten - und oft auch törichtsten - Entscheidungen treffen. ~
(S. 595)

Das Ende der Geschichte ist überaus überzeugend, für mich aber leider nicht gänzlich zufriedenstellend, denn irgendwie schreit es geradezu nach einer Fortsetzung ... ;)

Als Enthüllungsjournalist lebt es sich nicht ganz ungefährlich.

Von: Janine2610 Datum: 27. Dezember 2017

Was für ein hinreißender Roman! - Ich bin immer noch völlig hin und weg davon. Lucinda Riley hat hier mal wieder hervorragend bewiesen, dass sie es einfach kann: Schreiben!! Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen, aber an keinem habe ich so sehr gehangen, keines fand ich bis jetzt spannender. Die Geschichte um ein Komplott rund um das englische Königshaus hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Genau genommen hänge ich immer noch ein bisschen drin, weil ich die Geschehnisse weiterhin "verarbeiten" muss.

~ Das Problem mit uns Menschen ist, dass wir Angst vor jeder Veränderung haben und sie deswegen scheuen wie die Pest. ~
(S. 34)

Wer annimmt, dass man als Enthüllungsjournalist ein aufregendes und spannendes (Berufs)leben führt, hat Recht. Allerdings ist es in Joannas Fall zusätzlich gefährlich. Was sie auf diesen 649 Seiten alles mit- und durchmachen muss, ist alles andere als leicht. Hätte sie sich doch nur nie in diese Sache mit dem ominösen Brief und der geheimnisvollen alten Dame verstricken lassen. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass ein paar so harmlos wirkende Dinge und Tatsachen einen solchen Rattenschwanz an Problemen und Schwierigkeiten nach sich ziehen würde? Niemand. Und Joanna hätte viel früher mit ihren Recherchen aufhören sollen. Dass das noch richtig gefährlich werden würde, hat niemand erwartet, auch ich bin nicht von solch einer Gefahr ausgegangen ...

Man merkt schon: hierin ist reichlich Stoff vorhanden, der es zu fesseln schafft! Außerdem gelingt es Riley wunderbar zu überraschen und zu schockieren. Nicht nur das Geheimnis, das der Geheimdienst um jeden Preis vertuschen möchte, hat mich am Ende umgehauen ... auch der eine oder andere Todesfall ließ mich nicht mehr los. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Nicht nur einmal habe ich mir gedacht: "Nein, das kann Riley doch jetzt nicht wirklich bringen!?".

~ »Aber ... sie ist sehr still. So habe ich sie noch nie erlebt. Die ganze Sache mit diesem jungen Mann hat ihr wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen.« ~
(S. 507)

Anders als in Rileys bisher in Deutsch erschienen Romanen wirkt "Der verbotene Liebesbrief" also wie ein Krimi. Jedoch sind Krimi-Elemente nicht das einzige, das hierin zu finden ist, nein, selbstredend hat die Autorin die Liebe nicht zu kurz kommen lassen: Die Protagonistin Joanna erfährt in dieser Hinsicht nämlich so einiges an scheinbaren Ungerechtigkeiten und weil ich sie gleich zu Beginn so liebgewonnen habe und außerordentlich sympathisch fand, litt ich im Laufe der Geschichte mit ihr. Eine zweite Liebesgeschichte, in der ein Charakter des Königshauses involviert ist, und die ebenfalls durch und durch verfolgenswert ist, rundet das Ganze perfekt ab und sorgt für zusätzlichen Lesegenuss.

~ Die Liebe lässt uns die tollkühnsten - und oft auch törichtsten - Entscheidungen treffen. ~
(S. 595)

Das Ende der Geschichte ist überaus überzeugend, für mich aber leider nicht gänzlich zufriedenstellend, denn irgendwie schreit es geradezu nach einer Fortsetzung ... ;)

Ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit

Von: Bookpoint Datum: 25. Dezember 2017

Ich muss ehrlich zugeben, dass Der verbotene Liebebrief mich nicht von Anfang an gepackt hat. Trotzdem habe ich ihm eine Chance gegeben, auch wenn dieser Roman so ganz anders ist, als die Bücher, die ich sonst so von Lucinda Riley kenne.

Als ziemlich "kitschig", "an den Haaren herbeigezogen" und "schlimmer als jede Seifenoper" hätte ich den Roman nach den ersten 200 Seiten beschrieben. Die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Protagonistin Joanna war mir genau so wenig sympathisch, wie ihr Liebhaber Marcus und was soll eigentlich diese Geschichte um den Schauspieler Sir James Harrison? Zu Beginn habe ich mich in ein anderes Zeitalter zurückversetzt gefühlt.. und nicht gerade auf die Art und Weise, wie ich es sonst von Riley kenne und liebe..

Doch wie gesagt: Ich habe der Geschichte eine Chance gegeben, auch weil ich genau weiß, dass mich bisher jedes Buch von Riley überzeugen konnte, weil die Autorin eine wunderbare Geschichtenerzählerin ist. So habe ich dann doch an einem Wochenende die letzten Seiten "verschlungen" und ich muss ehrlich zugeben, dass die Autorin mich zum Schluss fassungslos zurückgelassen hat!

Die Autorin schafft einige Charaktere, die alle unmittelbar miteinander verbunden sind. Es werden Intrigen gesponnen und falsche Fährten gelegt, sodass der Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Dieser Roman von Riley ist extrem spannend, jedoch völlig anders als ihre bisherigen Geschichten. Auch wenn sich dieser Roman um ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit dreht, ist die Geschichte auf einer Zeitebene angesiedelt. Das Geheimnis, welches Joanna auf der Spur ist, ist von nationaler Bedeutung und so haben verschiedenen Parteien ein großes Interesse daran, dass dieses auch geheim bleibt...

Mein Fazit: Man muss diesem Roman eine Chance geben! Wer hier allerdings eine typische Riley-Familiengeschichte erwartet wird von dem Roman enttäuscht sein. Denn was den Leser erwartet ist ein rasanter Thriller, der den Leser fassungslos zurücklässt.

Unglaublich Spannend

Von: Sophie Marak Datum: 08. Dezember 2017

Mit "Der verbotene Liebesbrief" hat Lucinda Riley wieder einmal ein wundervolles Buch geschrieben. Der Roman ist relativ untypisch für Riley. Die zwei verschiedenen Handlungsstränge verschiedener historischer Zeiten, die typisch für Riley sind, findet man in diesem Buch nicht. Dafür bekommt der Leser ein unglaublich spannende Geschichte, die fast schon einem Thriller gleicht. Natürlich darf auch die ein oder andere Romanze nicht fehlen. Mit Joanna und Zoe hat Riley zwei tolle Protagonistinnen erschaffen, mit denen der Leser sofort mitfiebern kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Perfekte Kombination aus packender Spannung und rätselhaften Geheimnissen

Von: Buchherz Datum: 23. November 2017

Joanna Haslam ist eine junge ehrgeizige Journalistin, die sich gerade bei einer großen Londoner Klatschzeitung ihre ersten Sporen verdient. Obwohl sie eine dicke Erkältung hat, schleppt Joanna sich auf die Beerdigung des berühmten Schauspielers Sir James Harrison. Das ganze Land trauert und Joanna soll von dem großen Ereignis berichten. Doch alles kommt anders, als sie auf der Beerdigung einer alten Dame begegnet, die fast einem Herzinfarkt erliegt.

Von der alten Dame erhält Joanna einige alte Dokumente, darunter auch einen mysteriösen Liebesbrief. Ihre Neugier ist geweckt und Joanna begibt sich auf Suche nach Antworten. Wer waren die beiden Liebenden und was ist in der Vergangenheit geschehen? Doch die Mission, auf die Joanna sich begibt, ist nicht nur sehr gefährlich, sondern verändert ihr Leben für immer. Denn Joanna begibt sich auf der Reise in die Vergangenheit Schritt für Schritt in ihr eigene neue Zukunft.

Meine Meinung

Der verbotene Liebesbrief von Lucinda Riley ist ein extrem spannender Roman über verbotene und düstere Geheimnis in der Vergangenheit des berühmten Schauspielers Sir James Harrison. Das Buch ist in dem sehr bildlichen und mitreißenden Schreibstil der Autorin verfasst, der mich auch schon in vielen ihrer anderen Bücher begeistert hat. Lucinda Riley hat auch in diesem Roman sehr viel recherchiert und bietet damit einen authentischen Hintergrund für die Geschichte.

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven von den Charakteren Joanna, Zoe, Marcus und Simon geschrieben. Durch diesen abwechslungsreichen Erzählstil kann der Leser in das Geschehen eintauchen und erfährt nach und nach unterschiedliche Sichtweisen über die Vergangenheit. Dieser Roman ist anders, als zum Beispiel die Sieben Schwestern von Lucinda Riley, da dieses Buch gänzlich in der Gegenwart spielt. Die Geheimnisse deckt Joanna durch Gespräche mit den Leuten in der Gegenwart auf. Außerdem weißt dieser Roman einige kriminalistische Elemente auf, die die Geschichte umso spannender gestalten.

Die Charaktere sind, wie in allen Riley Romanen, sehr detailliert mit Stärken, Schwäche und vielen einzigartigen Charakterzügen ausgestattet. Sowohl der Hauptcharakter Joanna, als auch Zoe, Marcus und Simon sind authentische Personen, mit denen man sich leicht identifizieren kann.
Von der ersten bis zur letzten Seite hat der Roman mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Teilweise steigert sich die Spannung in der Geschichte rund um Sir James Harrisons rätselhafter Vergangenheit ins Unermessliche. Dies geschieht dadurch, dass Joana bei ihrer Recherche einige Morde aufdeckt und viele neue geschehen. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite und das Ende deckt ein schockierendes Geheimnis auf.

Fazit

Der verbotene Liebesbrief von Lucinda Riley ist ein extrem spannender Roman mit kriminalistischen Elementen über rätselhafte Geheimnisse und Morde in der Vergangenheit. Die Kombination aus atemberaubendem Schreibstil, authentischen Charakteren, einer ausführlichen Recherche und düsteren Geheimnissen, machen den Roman zu einem packenden Leseerlebnis. Ich kann das Buch nur begeistert empfehlen.

Der verbotene Liebesbrief // Lucinda Riley

Von: allys_books Datum: 18. November 2017

"Der verbotene Liebesbrief" wurde mir vom Goldmann-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Schon eine ganze Weile bin ich in den Buchhandlungen immer um die Bücher von Lucinda Riley rumgeschlichen, war mir aber unsicher, mit welchem der Bücher ich anfangen sollte, da viele Teile einer Reihe sind und ich mich da nie zurechtgefunden habe. "Der verbotene Liebesbrief" war also mein erstes Buch der Autorin und ich bin mit hohen Erwartungen an den Roman hingegangen. Die Meinungen, die ich bisher über Lucinda Rileys Bücher gehört habe, waren überwiegend positiv, daher hatte ich natürlich gehofft, dass sie auch mich überzeugen konnte - und das hat sie auch geschafft.

An und für sich muss ich sagen, dass ich sehr gut in das Buch und die Geschichte reingekommen bin. Es ging gleich spannend und interessant los, durch die ersten zweihundert Seiten hindurch war ich richtig begeistert. Die Protagonistin Joana, aus deren Perspektive zu Beginn erzählt wurde, war mir sehr sympathisch, was den Einstieg sicherlich auch erleichtert hatte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging und war auf einmal dann schon mittendrin, obwohl ich ursprünglich nur kurz reinlesen wollte.
Was ich sehr cool fand, war, dass einige Dinge, die ich von Anfang an geahnt hatte, tatsächlich eingetreten waren. Dadurch wurde das Buch nicht langweiliger, sondern zog mich umso mehr in seinen Bann, da ich unbedingt erfahren wollte, wie es weiterging.
Der Spannungsaspekt hat mir an "Der verbotene Liebesbrief" allgemein sehr gut gefallen. Ich bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Liebesroman handeln würde, und obwohl auch einige Romanzen erzählt wurden, konzentrierte sich die Handlung doch hauptsächlich auf das Rätsel rund um den Liebesbrief und die Geschichte von Sir James Harrison, was dahinter steckte und auch, wie sich das auf die Gegenwart auswirkte.

Trotz seiner Länge ließ sich das Buch sehr angenehm und flüssig lesen, sodass es nie zu zäh wurde. Lediglich ein paar Mal hatte ich persönlich das Gefühl, dass manche Dinge zu schnell abgehandelt wurden, während wieder andere Sachen etwas mehr Aufmerksamkeit bekamen, als nötig gewesen wäre. Wirklich gestört hat mich das aber nicht. Vor Allem die Romanzen waren teilweise etwas übereilt, auch wenn die Charaktere das selbst so gesehen haben. Da das Buch aber doch einen etwas größeren Zeitraum behandelte, kam mir das vielleicht auch nur so vor und tat der Story an sich jedenfalls keinen Abbruch.
Auch gegen Ende ließ die Spannung nicht nach; das hatte ich - zugegebenermaßen - nicht unbedingt erwartet, doch es gab immer wieder viele Wendungen, die ich nicht hatte kommen sehen. Die Spannungsmomente am Ende der Kapitel waren definitiv auch immer sehr gut und haben den Lesefluss vorangetrieben. Es gab auch ein paar Szenen, die den Leser etwas im Dunkeln darüber gelassen hatten, was gerade eigentlich passiert war, was ich absolut genial fand. Ich saß wirklich da und dachte mir "ist das gerade wirklich so passiert?!", nur um dann ein paar Seiten weiter zu erfahren, was tatsächlich geschehen ist - echt genial gemacht.

Allerdings gab es auch ein paar Aspekte, die mir nicht so gut gefallen haben. Zum Einen fand ich die Vielzahl der Personen, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, nicht ideal. Einerseits war mir von den Protagonisten nicht jeder sympathisch, auch die nicht, die sicherlich Sympathieträger hätten sein sollen. Natürlich hat man so mehr über die Geschichte erfahren, was an sich nicht negativ war, sondern viel dazu beitrug, dass die Story spannender wurde, da man teilweise mehr wusste als die einzelnen Personen selbst und auch immer geraten hatte, wie es weitergehen würde. Aber es wurde immer schwieriger, den auch sehr abrupten Perspektivenwechseln zu folgen, da teilweise vom einen Satz auf den anderen gewechselt wurde. Joana war nach wie vor meine Lieblingsprotagonistin, wobei ich beispielsweise auch Marcus und Zoe sehr gerne mochte.
Zum Anderen waren die Konversationen manchmal etwas platt. Es war eindeutig, dass gewisse Unterhaltungen nur geführt wurden, um ein bestimmtes Ereignis einzuleiten oder darauf hinzuführen. Auch wirkten die Wendungen innerhalb der Gespräche stellenweise sehr erzwungen und zu sprunghaft - gerade unterhielt man sich noch über das Eine, und dann ging es plötzlich, ohne vorherige Andeutungen oder Gründe, um etwas völlig Anderes. Manche Ausdrucksweisen, beispielsweise "Oh Gott!", wurden auch sehr oft wiederholt, zwar in einem passenden Kontext, aber irgendwann war es einfach ein bisschen viel.

"Der verbotene Liebesbrief" hat mir gut gefallen und ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, noch mehr Bücher von Lucinda Riley zu lesen. Zu Beginn konnte mich das Buch absolut begeistern, gegen Ende wurde es dann aber etwas schwächer, nicht, weil es nicht mehr spannend war, sondern eher, weil man immer wieder auf etwas gestoßen wurde, das sich dann doch als falsch herausstellte.
Von der kompletten Auflösung am Ende war ich dann so ein klein wenig enttäuscht, da sie etwas hastig und übereilt wirkte und wirklich auch erst auf den letzten Drücker kam, aber es gab noch ein paar andere Geschehnisse, die das komplett wieder aufgewogen hatten.
Insgesamt hat Lucinda Riley es geschafft, einen überzeugenden Einzelband aus einer Geschichte zu machen, die mehrere Bände hätte füllen können. Dann wären sicher auch einige Mängel beseitigt worden, z.B. die sehr zielführenden Konversationen oder das etwas übereilte Ende.
Deshalb vergebe ich vier Sterne für "Der verbotene Liebesbrief" von Lucinda Riley.

Spannende Lesestündchen

Von: get lucky Datum: 12. November 2017

Ja, und ein gutes Buch hab ich für euch heute auch dabei:

Lucinda Riley --- Der verboten Liebesbrief

Meine Lieblingsschriftstellerin (klick) hat sich einer ganz andere Genre angenommen,
huch, ein Krimi, ja, genau so ging es mir nach den ersten paar Seiten, dieses eigentlich ganz romantisch anmutenden Titels.

"Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt."

Auf ca. 650 Seiten ist man immer gut auf die Folter gespannt, ein Grund auch dafür , warum ich es oft nur ungern aus der Hand gelegt habe. Die Person der Joanna Haslam war mir durch alle Wirren dieses Romans hindurch äußerst sympathisch und am Herzen gelegen. Auch die Mitglieder der Harrison Familie empfand ich als reizvoll und liebenswert, einzig und allein ihr Sandkastenfreund Simon gibt das ganze Buch hindurch Rätsel auf. Gut so !!!
Lucinda Riley steht einfach immer dafür, dass sie gut recherchiert, einen wunderbaren Schreibstil hat und die Leser immer auf eine besondere Reise mitnimmt - dieses mal eben verwoben in einen Krimi.

Ob nun an einem gemütlichen Plätzchen oder schon als erstes Weihnachtsgeschenk, das Buch ist für mich ein Volltreffer!
Und habe ich richtig recherchiert, wenn die letzten Worte im Buch auf eine Fortsetzung hoffen lassen?!!

Anders als erwartet

Von: Pimisbuecher Datum: 24. Oktober 2017

In ihrem neuen Roman „Der verbotene Liebesbrief“ schreibt Lucinda Riley ungewohnt spannend, ja schon fast krimimäßig, wohingegen ihre vorherigen Romane eher ruhige Erzählungen sind.

Es geht in „Der verbotene Liebesbrief“ um die junge Journalistin Joanna, die auf die Beerdigung des Schauspielers Sir James Harrison in London geschickt wird um über diese zu berichten. Dort trifft sie auf eine alte Dame, die fast einen Herzinfarkt erleidet und die Joanna notgedrungen nach Hause begleitet. Diese alte Dame ist etwas skurill, sie wohnt inmitten von Teekisten und sie verhält sich extrem seltsam. Joanna fährt verwirrt zurück zur Trauerfeier. Doch die alte Dame, lässt nicht locker, sie schickt Joanna einen Brief und bittet sie eindrinlich darum, sich mit ihr zu treffen und einer Geschichte über Sir James Harrison nachzugehen. Doch als Joanna sich mit der alten Dame treffen möchte, ist diese bereits tot und es sieht nicht so aus, als wäre sie eines natürlichen Todes gestorben.

Hier beginnt die Story und wir begleiten Joanna dabei, wie sie ein lang gehegtes Geheimnis rund um Sir James Harrison auf zu decken versucht. Hierbei lernt sie die Enkel von Sir James kennen, Marcus und Zoe, die Joanna sofort sympathisch sind.

Anderes als sonst, bewegt sich die Autorin in diesem Roman nicht auf zwei Zeitebenen. Wir bleiben in der Gegenwart (bzw. 1996 denn das Buch ist bereits in den 90ern geschrieben worden), was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat. Im Gegenteil, ich fand es super spannend nicht zu wissen, wie sich alles genau zugetragen hat. Wir Leser bekommen nur die Details, die Joanna auch bekommt und wir sind ebenso entsetzt, überrascht und verängstigt.

Das Buch hat 649 Seiten und ist ein richtig dicker Klopper, doch dank des lockeren Stils von Riley liest es sich in einem Rutsch weg. Hinzu kommt, dass ich die Story super spannend fand. Das Ende war ein bisschen sehr „rosa Blümchen mäßig“und ich finde, dass es das Buch nicht unbedingt gebraucht hätte, aber es ist ein Buch von Lucinda Riley und nicht von Stephen King oder George R.R. Martin und ich denke, dass viele Riley-Leser, genau dieses Ende auch fordern würden.

gewohnt großartig

Von: Manuela G. Datum: 19. Oktober 2017

Über die Autorin:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste North Norfolk und in West Cork, Irland. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten - darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußert gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt - denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison ist ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann...

Meine Meinung:
Beim ersten Kapitel muß man aufpassen, dass man den Anschluß nicht verliert, da die verwandtschaftlichen Beziehungen etwas kompliziert sind. Aber je weiter man liest umso tiefer taucht man in die Geschichte ein und wird ein Teil davon. Joanna Haslam hat mir sehr gut gefallen. Eine tolle Frau, die offen durchs Leben geht. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar und sehr tiefgründig gestaltet. Man kann sich in jeden einzelnen hineinversetzen und seine Gefühlen und Gedanken nachvollziehen. Man fliegt einfach nur so durch die Geschichte hindurch. Diese ist spannend und hat mich total begeistert. Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und zieht den Leser in die Geschichte hinein. Wie immer bei Romanen von Lucinda Riley ist auch dieser wieder sehr gut recherchiert. Hier wimmelt es nur so von dunklen Machenschaften, Intrigen und Verbrechen. Ein absolut hohes Spannungslevel und Wendungen, die der Leser nicht erwartet. Dafür diesmal ohne die zwei Zeitebenen, derer sich die Autorin normalerweise gerne bedient. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, auch das kann sie.

Cover:
Das Cover ist ein Blickfang und stellt eine wunderschöne Naturlandschaft dar.

Fazit:
Ein großartiges Lesevergnügen einer großartigen Autorin. Ihre Bücher kann man blind kaufen.

Für mich das beste Buch von Lucinda Riley

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 18. Oktober 2017

Inhaltsangabe:
Die Journalistin Joanna Haslam wird auf die Trauerfeier des berühmten Schauspielers Sir James Harrison geschickt. Dort begegnet sie einer alten Dame, die ihr ein Kuvert überreicht, das einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen enthält.
Neugierig geworden, beginnt Joanna zu recherchieren und begibt sich immer mehr in Lebensgefahr.....

Meine Meinung:
Wow, was für eine Geschichte! Diesmal lernen wir Lucinda Riley von einer ganz anderen Seite kennen. Sie schreibt hier nicht, wie sonst üblich ein Familiengeheimnis mit zwei Zeitebenen. Hier wird zwar auch abwechselnd über Zoe, der Enkeltochter des verstorbenen James und Joanna geschrieben, doch die beiden Stränge vereinen sich schon sehr bald und dem Geheimnis wird sich gemeinsam genähert. Zudem enthält die Geschichte diesmal viel Krimianteile, was mir sehr gut gefallen hat und für unendliche Spannung sorgte. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, es gab soviele überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Man konnte sich auch nicht mehr sicher sein, wem man noch vertrauen kann.
Ich finde, hier hat sich die Autorin selbst übertroffen und für mich ist es ihr bestes Buch.

Über den Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten, als der Klappentext hergibt, denn das würde der Geschichte die ganze Spannung nehmen.

Von mir gibt es jedenfalls eine ganz große Leseempfehlung und ich würde mich sehr freuen, wenn Lucinda Riley noch mehr Geschichten in diese Richtung gehend veröffentlichen würde. Obwohl mir ihre Familiengeheinmisse auch enorm gut gefallen.
Ein süchtigmachender Schreibstil und Spannung ohne Ende. Hier war ich besonders auf den Schluß gespannt und der hat mich das Buch mit einem glücklichen Lächeln schließen lassen. Dieses Buch werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen.

Lucind Riley von einer ganz anderen Seite

Von: LeseBlick Datum: 13. Oktober 2017

Ein ganz großer Teil der Leser kennt und liebt die Romane von Lucinda Riley.
Auch ich zähle mich dazu.
Bisher habe ich Merkmale, wie Familiengeschichten, große Emotionen und die zwei verschiedenen Zeitebenen geliebt. Mit ihrem neu in Deutschland veröffentlichten Roman, „Der verbotene Liebesbrief“, welchen die Autorin bereits im Jahr 2000 schrieb und veröffentlichte, zeigt sie eine andere Seite von sich und ihrem Können.
Ich hätte tatsächlich nicht damit gerechnet, dass die Autorin auch anders schreiben kann, doch in diesem Werk beweist sie es.

Lässt der Klappentext noch auf die altbekannten Merkmale schließen, so kommt es doch ganz anders. Denn der Roman ist von vielen krimitechnischen Kennzeichen durchzogen. Dies stellt den Punkt Emotionen zwar in den Hintergrund, aber hebt den Fakt Spannung enorm herauf. Ich war begeistert mit welchem Tempo uns Riley durch dieses Werk treibt. Zu keiner Sekunde hätte ich aufhören wollen zu lesen.
Wer nun denkt, dass es schade um die großen Gefühle ist, welche die Autorin sonst so gezielt in Szene zu setzen weiß, der brauch absolut nicht enttäuscht sein. Die verschiedenen Geheimnisse und die Vielzahl an Charakteren, bringen Verluste und Vereinigungen mit sich, dies bedeutet also auch Emotionen.

Joanna war für mich die Protagonistin, weil ihr ziemlich zu Beginn die Aufgabe zu kam, das Geheimnis um diesen mysteriösen Liebesbrief zu lüften.
Waren die Geheimnisse in den bisher erschienen Büchern der Autorin nie leicht zu lösen, stellt Riley ihre Figur Joanna vor eine schwierige Aufgabe, welche nicht nur mit Zeit und Mühe, sondern auch mit großer Gefahr verbunden ist.

In diesem Werk gilt es Freundschaften zu erkennen und schätzen zu wissen, aber auch skeptisch zu sein, wer denn nun ein Freund und wer sich als Feind herausstellt. Auch die Liebe ist in den Riley-Romanen kein einfaches Spiel, so auch hier. Sowohl die Prota Joanna, als auch Zoe Harrison, die Enkeltochter des verstorbenen Schauspielers, welcher im Klappentext erwähnt wird, haben es alles andere als leicht, DIE Liebe zu finden.
Ich habe beide auch unheimlich gern auf diesem Weg begleitet.

Für mich das absolute Highlight war allerdings der Weg zur Lösung des Geheimnisses. Riley schafft es, diese Auflösung fast über das gesamte Buch im Schatten stehen zu lassen. Man hat Ahnungen, aber so richtig weiß man erst am Ende Bescheid.

Schreibstiltechnisch hatte ich bei Lucinda Riley noch nie etwas zu bemängeln, so auch hier nicht. Es liest sich nahezu perfekt und ist für mich und wahrscheinlich auch für euch ein absoluter Pageturner.

Ob ich die zweite Zeitebene vermisst habe?
Wenn ich ganz ehrlich bin, nicht wirklich. Die durchgängige Spannung hat es absolut wett gemacht. In Bezug auf die Geschichte hätte es mit zwei Zeitebenen sogar funktionieren können, aber ich denke, dass die Autorin sich dabei etwas gedacht hat. War ich mir ziemlich sicher, dass dies ihr erstes Werk ist und sie sich dort noch in einem anderen Stil versucht hat, war ich überrascht, dass „Seeing Double“ (Originaltitel) erst 8 Jahre nach ihrem ersten Roman erschien.
Da bleibt mir nun dafür eine umso größere Hoffnung, dass Riley irgendwann nochmal zu diesen Spannungselementen greifen wird.

Mein Fazit
„Der verbotene Liebesbrief“ überraschte mich total, aufgrund des ganz anderen Stils der Autorin. Umso mehr konnte sie mich mit dieser spannenden und actionreichen Geschichte um den Finger wickeln. Es ist sehr schön zu sehen, wenn Autoren plötzlich eine ganz andere Art zu schreiben zeigen.
Ich bin begeistert und freue mich, dass diesen Monat bereits ein weiteres Buch von ihr in Deutschland erscheint.

Ein Pageturner par excellence

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 10. Oktober 2017

Wenn man denkt, man weiß ziemlich genau, in welche Richtung Lucinda Rileys Romane mit beeindruckender Regelmäßigkeit gehen, dann kommt sie mit einem neuen Buch um die Ecke und überrascht einen komplett. Genau so war es mit Der verbotene Liebesbrief. Zwar dreht sich auch diese Geschichte wieder um ein verhängnisvolles Geheimnis aus der Vergangenheit, dessen Enthüllung weitreichende Folgen für den Entdecker hat, aber es spielt durchgehend auf einer Zeitebene. Der Leser begleitet die angehende Journalistin Joanna bei ihren Recherchen zu einem mysteriösen Liebesbrief, der ihr unter ebenso mysteriösen Umständen zugespielt wird. Und auch wenn er aus den 1920er Jahren stammt, verlässt Riley die Zeitebene der Gegenwart (hier 1995) nicht, sondern lässt den Leser diesmal genau das entdecken, was auch die Protagonistin entdeckt. Wir lernen das geheimnisvolle Leben des Schauspielers James Harrison also anhand alter Dokumente und verworrener Spuren durch die Augen von Joanna und seinen Angehörigen kennen - das ist aber nicht minder spannend. Mir hat das sehr gut gefallen und es bringt frischen Wind in Rileys Romane.

Spannend sind Rileys Geschichten ja sowieso, aber mit Der verbotene Liebesbrief wagt sie sich einmal in ein völlig anderes Genre vor. Dieses Buch liest sich nämlich nicht nur durchgehend wie ein Thriller, es ist auch einer. Das Geheimnis, dem Joanna auf der Spur ist, ist von nationaler Bedeutung und so gibt es natürlich mehrere Parteien, die vor allem daran interessiert sind, dass es ein Geheimnis bleibt. Eine gefährliche Situation jagt die andere, Paranoia und Skepsis lassen bei Joanna immer wieder Zweifel daran aufkommen, ob sie wirklich noch einen Schritt weitergehen kann. Aber wie auch der Leser wird sie in einen Sog gezogen, dem sie nicht entkommen kann und ist schon bald an einem Punkt, an dem sie nicht mehr aufhören kann.

Langeweile kommt bei der rasanten Handlung garantiert nicht auf. Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Die Mischung aus Familiengeheimnis und Action-Thriller hat mich von Anfang bis Ende in Atem gehalten und ich muss sagen, dass Riley diesen Genre-Mix bravourös bewältigt hat. Anders als bei vielen anderen Romanen, kommt bei Der verbotene Liebesbrief nicht erst auf den letzten Seiten Spannung auf. Riley platziert wohl dosiert und vor allem geschickt einen Plot Twist nach dem anderen und dem kann man sich einfach nicht entziehen.

Mich haben hier viele Dinge fasziniert und zum Nachdenken angeregt. Etwa die Rolle des Staates und der Monarchie, die teils fragwürdige Existenz von Geheimdiensten, die man vielleicht ab und an kritisch hinterfragen sollte, und vor allem dieses schwerwiegende, unfassbare Geheimnis, das Joanna und alle, die es aufdecken wollen, in große Gefahr bringt. Obwohl Riley den Leser systematisch mit der Nase darauf stößt, hatte ich bis zuletzt keine Ahnung, worum es geht. Wie immer grandios eingefädelt!

Natürlich kann ich keine Aussage dazu treffen, wie realitätsnah Riley die Arbeit der Geheimdienste schildert - ob man hier wirklich über Leichen gehen würde, um ein Geheimnis zu wahren, das über ein halbes Jahrhundert in der Vergangenheit liegt? Einerseits, nein. Das würde man nicht denken. Andererseits: Großbritannien ist ein traditionsreiches Land und wer weiß, wie viele Leichen die großen Adelsfamilien so im Keller haben. Eine Menge, würde ich denken. Das ganze packende Szenario würzt Riley außerdem mit einer ordentlichen Prise Romantik - wer ihre Bücher kennt, weiß, dass die nicht fehlen darf. Auch wenn sie sich hier einmal mehr einiger Klischees bedient und am Ende vielleicht ein kleines Bisschen über das Ziel hinausschießt, darf die Romanze einfach nicht fehlen. Und schließlich beginnen ja wohl die meisten bedeutenden Geschichten mit einem Romeo-und-Julia-Szenario, oder? ;)

Übrigens: Kennt ihr diese Horrorfilme, in denen die beiden verbliebenen Jungfrauen über den Killer siegen und sich selig in den Armen halten? Und dann gibt es einen Schnitt, es erscheint der Schriftzug "x Monate später" auf dem Bildschirm und wir sehen den Irren, wie er, die Axt hinter sich her schleifend, die Straße entlanggeht? Macht euch auf ein spannendes Ende gefasst ;)

Mein Fazit:
Wow - wieder einmal hat mich Lucinda Riley komplett überrascht. Einerseits bleibt sie ihrem Schema (sehr zu meiner Freude) treu und entführt den Leser wieder einmal in eine längst vergangene Zeit mit großen Rätseln und Geheimnissen. Andererseits aber ist der Der verbotene Liebesbrief ein spannender Thriller, der einen kaum zu Atem kommen lässt. Das hatte ich nicht erwartet und es hat mir außerordentlich gut gefallen. Trotz vielleicht einiger nicht ganz so realistischer Situationen ist das Buch Unterhaltung pur - von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Pageturner par excellence.

Alte Lucinda, neues Kleid....

Von: Herr Buch Datum: 09. Oktober 2017

Sicher gehöre ich nicht in die klassische Zielgruppe der Autorin. Vor etwa einem Jahr bin ich zufällig an ihre Bücher geraten und fühle mich ganz gut unterhalten. Es sind reine Unterhaltungsgeschichten, die lustig geplottet sind. Quasi Seifenopern in geschriebener Form. Wenn es zu "romantisch" oder kitschig wird, überblättere ich gern einige Seiten - mich interessiert eher der meist kurzweilige Aufbau.

Da es mal wieder an der Zeit für diese Art der Unterhaltung war, habe ich das Buch beim Verlag angefordert und freundlicherweise erhalten. Vielen Dank dafür!

Die Journalistin Joanna Haslam erhält den Auftrag, über die Trauerfeier eines jüngst verstorbenen Schauspielers zu berichten. Auf der Veranstaltung lernt sie eine ältere Dame kennen, über die sie an einen Brief aus vergangenen Tagen gerät. Genauer gesagt einen Liebesbrief, von dem Absender (und auch der Empfänger) unklar sind. Als Joanna ahnt, dass mehr dahinter steckt und die Auswirkungen des Briefes bis in die aktuelle Zeit reicht, beginnt sie zu recherchieren.

Ein weiterer Teil der Handlung dreht sich um die Nichte des verstorbenen Darstellers, ihren Bruder und ihr Liebesleben. Nach und nach vermischen sich beide Stränge zu einem großen Ganzen. Es gibt Elemente aus Agentengeschichten und dem klassischen Riley-Thema Familiendrama.

Erst nach dem Lesen habe ich erfahren, dass das Buch im englischsprachigen Raum bereits um die Jahrtausendwende herauskam, damals unter Pseudonym. Für Deutschland handelt es sich um die Erstveröffentlichung unter richtigem Namen der Autorin.

Es ist fast ein bisschen lustig - von Lucinda Riley scheinen mir ihre älteren Bücher (oder eben erst jetzt hier aufgelegten) besser zu gefallen als die neu geschriebenen. Schon beim "Engelsbaum" fühlte ich mich mehr unterhalten als in jüngeren Titeln von ihr.

So auch hier. Der Anfang erinnerte mich etwas an Bridget Jones. Verplante Reporterin übernimmt ungewollten Job, alles geht schief. Anders als bei Riley sonst, ist das sogar wirklich lustig ge- und beschrieben. In diesen Szenen nimmt die Autorin alles nicht wirklich ernst und schreibt locker drauf los, was man sofort bemerkt. In meinen Augen sollte sie es öfter so halten, da das Geschehen dadurch nicht so statisch wirkt.

Glücklicherweise zieht sich dieser Stil größtenteils durch das ganze Buch. Es gibt Anspielungen auf Charaktere aus Agentenfilmen, lustige Dialoge und - ja wirklich - Tote. Die Liste an untypischen Riley-Elementen ist recht lang.

Viele Elemente werden erst später enthüllt. Anfangs wird man so angenehm im Dunkeln gelassen und immer wieder überrascht von den preisgegebenen Details. Dadurch ist die Geschichte an sich automatisch interessant. Entgegen ihrer anderen Bücher steht in dieser nicht das Liebesleben der Protagonisten im Mittelpunkt, sondern tatsächlich das Mysterium um den Brief und seinen Ursprung. Zugegeben: Die Verwicklungen werden immer abstruser und komplizierter, ich habe teilweise den Überblick verloren. Und auch in diesem Buch gibt es natürlich einen gewissen Anteil an Liebeschaos, Tendenz im Verlauf jedoch eher abnehmend und nicht süßlich beschrieben.

Daher kann man ein passendes Genre schwierig zuordnen, falls man denn wollte. Ich selbst beschreibe es als Spannungsgeschichte mit Familiendrama. Wobei die Spannung nicht an wirkliche Thriller heranreicht, dafür bleibt es zu zahm. Oft zerreden die Figuren das Geschehen, statt weiter zu agieren. Längen bleiben dadurch nicht ganz aus in meinen Augen, hier fand ich sie jedoch verschmerzbar.

Zusammengefasst eines ihrer besten Bücher in meinen Augen. Wenn man auf verrückte Wendungen und leichte Unterhaltung steht, bekommt man diese hier definitiv geboten.

Es bleibt zu hoffen, dass auch ihre kommenden Werke in diesem Stil geschrieben sind, statt zu sehr in Kitsch abzudriften. Hier ist es gelungen.

Ein spannender Riley

Von: Martinas Buchwelten Datum: 05. Oktober 2017

"Der verbotene Liebesbrief" ist eine Neuauflage eines der ersten Bücher von Lucinda Riley, das sie unter dem Pseudonym Lucinda Edmonds geschrieben hat. Im Jahr 2000 wurde das Buch mit dem Titel "Seeing Double" veröffentlicht. Nun wurde der Roman nochmals überarbeitet. Nächstes Jahr wird er nochmals im Englischen mit dem Titel "The Love Letter" und natürlich mit den Namen Lucinda Riley am Cover, erscheinen. (Quelle: Goodreads)

Im Vergleich zu ihren letzten Romanen bewegt sich Lucinda Riley hier nicht wie gewohnt auf zwei Zeiteben, sondern bleibt in der Gegenwart, die in den 90ern spielt.
Im Zentrum des Geschehens steht Sir James Harrison, ein berühmter Schauspieler, der zu Beginn des Romanes stirbt (kein Spoiler!). Seine Enkelin Zoe hat ihn liebevoll gepflegt und ist auch in seine beruflichen Fußstapfen getreten. Sie steht am Anfang einer großen Karriere als Schauspielerin. Zoe hat jedoch einen unehelichen Sohn, dessen Erzeuger sie beharrlich verschweigt.

Joanna Haslam ist Journalistin und soll für die Zeitung, für die sie arbeitet, von den Begräbnisfeierlichkeiten berichten. Bei der Trauerfeier erleidet eine ältere Dame, die neben ihr Platz genommen hat, einen Schwächeanfall und Joanna begleitet sie darauhin nach Hause. Sie erzählt Joanna eine ziemlich haarsträubende Geschichte von einer verbotenen Liebe. Joanna nimmt dies vorerst nicht ernst, doch als sie einige Tage später mysteriöse Dokumente von dieser Dame namens Rose erhält, wird ihre Neugierde geweckt. Als sie Rose besuchen möchte, ist diese plötzlich verstorben. War es ein natürlicher Tod? Und was hat es mit den Dokumenten und den dubiosen Liebesbrief auf sich?

Lucinda Riley's "neuer alter" Roman ist absolut fesselnd und hat einen hohen Spannungslevel. Die 700 Seiten flogen nur so dahin. In der gemeinsamen Blogger-Leserunde hat es noch viel mehr Spaß gemacht, da wir alle zusammen wirklich viel gerätselt haben, welches Geheimnis hinter diesem ominösen Brief stecken könnte. Der Roman erinnert mehr an einem Krimi oder einem Romantic Thriller, als den üblichen Romanen der Autorin. Das kann einige Riley Fans etwas irritieren, die sich mehr Liebesgeschichte und/oder die zwei Zeitebenen wünschen. Ich war allerdings von dieser anderen Seite der Autorin begeistert und für einen Roman, den sie bereits vor 17 Jahren geschrieben hat, fand ich "Der verbotene Liebesbrief" wirklich großartig. Die dunklen Machenschaften und Verbrechen im Dunstkreis der vier Protagonisten sind sehr überzeugend und fesselnd dargestellt.
Auch der Einstieg und die ersten fünfhundert Seiten konnten mich begeistern, ebenso der hohe Spannungslevel. Danach hatte ich allerdings das Gefühl, dass bis auf das Geheimnis die Geschichte nun erzählt sei. Ich fragte mich, was die Autorin die nächsten zweihundert Seiten noch alles einbringen möchte. Die Auflösung war für mich okay und konnte teilweise auch noch überraschen. Das Ende fand ich dann allerdings etwas zu dick aufgetragen und zu unglaubwürdig. Deswegen muss ich leider einen Stern abziehen.

Neben Joanna und Zoe, spielen auch Simon und Marcus eine große Rolle. Simon ist Joannas bester Freund, der im Dienste der Krone steht. Zoe's Bruder Marcus ist das Enfant terrible in der Familie, der sich ziemlich erfolglos als Regisseur versucht. Liebeleien und sein Hang zum Alkohol lassen ihn auch mehr Geld ausgeben, als er eigentlich besitzt.
Bei einigen Charakteren fehlte es noch etwas an Tiefe, wobei aber die Bösewichte absolut überzeugen konnten. Die beiden Liebesgeschichten konnten mich nicht wirklich überzeugen, was ich schade fand.

Schreibstil:
Obwohl der Roman bereits im Jahr 2000 erschienen ist, war Lucinda Rileys Schreibstil schon damals bildhaft und fesselnd. Die Geschichte liest sich absolut flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Das Miträtseln macht sehr viel Spaß und die Autorin hat hier ein tolles Puzzle erschaffen, das sich erst nach und nach zusammensetzt. Die Buchabschnitte sind mit Figuren aus einem Schachspiel benannt und darunter steht eine kleine Beschreibung der Schachfigur und eventueller Züge. Da ich leider kein Schach spiele, ist mir die Bedeutung dieser Erklärungen nicht wirklich geläufig.

Fazit :
Ein etwas anderer Riley, der mit viel Spannung und überraschenden Wendungen punkten kann und absolut fesselt. Das Ende war mir dann allerdings zu überspitzt und unglaubwürdig, sodass ich keine 5 Sterne vergeben kann. Trotzdem ein absolutes Lesevergnügen!

Ein Frühwerk der Autorin, mit einem spannenden Suspenseplot, aber auch einigen Längen und Schwächen. Romancefans könnten enttäuscht sein!

Von: Happy-End-Buecher.de- Nicole Datum: 30. September 2017

Die Journalistin Joanna Haslam, möchte, nachdem sie von ihrem Freund verlassen wurde und nun unter einer schlimmen Erkältung leidend, schniefend auf der Couch liegt, eigentlich nur eines, ihre Ruhe. Doch ihr energischer Chef denkt gar nicht daran, Joanna ihre Krankheit auskurieren zu lassen. Er schickt die fiebrige Joanna stattdessen zu einer Trauerfeier eines Prominenten. Sir James Harrison, der im Alter von fünfundneunzig Jahren verschied, war einer der größten britischen Schauspieler überhaupt. Auch sein Sohn Charles und dessen Kinder, Zoe und Marcus, sind diesem Genre treu verbunden. Während aus Charles ein berühmter Hollywoodregisseur wurde, der seit vielen Jahren in den USA lebt, strebt Zoe eine Schauspielkarriere an. Da sie äußerst talentiert ist, werden ihre beruflichen Schritte gerne von der Presse verfolgt. Auch das enfant terrible der Familie, Marcus, arbeitet am großen Durchbruch seiner Regisseurkarriere, doch bislang hat der Erfolg noch auf sich warten lassen. Zwar hat er ein vielversprechendes Drehbuch in petto, doch fehlt es ihm an Startkapital, nach einem desaströsen Flop an den Kinokassen zuvor.

In der Kirche, während die Trauerfeier ihren Lauf nimmt, erleidet die Sitznachbarin Joannas, die sich Rose nennt, einen Schwächeanfall. Mitleidig bringt Joanna die ältere, betagte Dame zum Taxi und begleitet sie bis vor deren Haustür. Rose umgibt jedoch ein Geheimnis, dass sie, als sie erfährt, dass Joanna eine Journalistin ist, zu gerne teilen möchte. Doch sie warnt die junge Frau auch davor, denn es könnte sie in Lebensgefahr bringen. Joanna, die die große Story wittert, lässt sich nicht abbringen. Als sie, wenige Tage später, ominöse Dokumente per Post von Rose zugestellt bekommt, will sie Rose aufsuchen, doch diese wurde von der Nachbarin tot aufgefunden. Ist Rose tatsächlich eines, natürlichen Todes gestorben? Schließlich war sie bereits sehr schwach und kränklich, als sie sich in Joannas Begleitung befand.

Joanna will unbedingt Roses Geheimnis in Erfahrung bringen. Doch plötzlich werden ihr von überall Steine in den Weg gelegt. Es scheint, als wolle jemand verhindern, dass das Geheimnis ans Licht kommt. Lediglich Marcus, der Enkel von Sir James Harrison, den sie bei einem Interview kennenlernt, möchte ihr helfen. Joanna ist hin und hergerissen, denn Marcus ist ein äußerst attraktiver Mann, mit einem schlechten Ruf was Frauen angeht. Soll sie, nach ihrer letzten Enttäuschung in Sachen Liebe, tatsächlich noch einmal einem Womanizer vertrauen?

Ich hatte bereits viel Gutes über Lucinda Rileys Romane gehört, doch immer wenn eine Autorin so sehr gehypt wird, werde ich unsicher, ob ich den vielen positiven Stimmen Glauben schenken soll, oder lieber nicht. Als nun „Der verbotene Liebesbrief“, erschien, der ein Einzelband ist, hat mit meine Neugierde dann doch keine Ruhe gelassen, zumal ich Romanen mit dunklen Familiengeheimnissen, im Stile einer Kate Morton, Katherine Webb, Susanna Kearsley etc., einfach nicht aus dem Wege gehen kann. ;-) Im Inneren des Romans wurde als Originaltitel „The Love Letter“ angegeben, mit dem Hinweis, dass das Buch im Jahre 2017 auch in englischer Sprache erscheinen wird. Beim Recherchieren, nachdem ich das Buch gelesen hatte, stieß ich dann allerdings auf einen anderen Originaltitel und mir wurde einiges klar. Es handelt sich bei „Der verbotene Liebesbrief“ nämlich um einen, bereits im Jahre 2000 veröffentlichten Roman der Autorin, den sie damals unter ihrem Pseudonym Lucinda Edmonds schrieb. (Seeing Double)

Nun habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten, weiß also nicht, ob sich Lucinda Rileys Schreibstil im Laufe der Jahre stark verändert hat, doch falls es so ist, was ich glaube, hat man der Autorin mit der Neuveröffentlichung, dieses Romantic Suspense Romans, keinen Gefallen getan. Zugegeben, der Suspenseanteil in „Der verbotene Liebesbrief“ ist äußerst undurchsichtig gestrickt, so dass man lange Zeit darüber im Dunklen tappt, welches Geheimnis Rose hatte und wieso dafür so viele Menschen sterben mussten. Und für den Suspenseanteil würde ich gerne die volle Punktzahl vergeben, doch leider gab es dann doch so einiges, was ich als recht schwach geschrieben empfand.

Zunächst einmal sind die Protagonisten in diesem Roman alles andere als facettenreich konstruiert. Man erfährt zwar viel über ihren privaten Hintergrund, doch wenig über ihre Gefühlswelt. Und ihre gemeinsamen Dialoge wirken sehr oft dermaßen hölzern und klischeehaft, dass man zwischenzeitlich glaubt, man habe einen Rosamunde Pilcher Roman vor sich. Fans dieser Autorin mögen mir bitte diesen Vergleich verzeihen. Erschwerend kommt dazu, dass die Autorin keinerlei Liebesszenen eingebaut hat. Was an sich, wären die Gespräche zwischen ihren Figuren intensiver geraten, ja kein Problem darstellen würde. So aber fragt man sich beim Lesen, wieso Marcus, ein alkoholabhängiger Möchtegernregisseur, so plötzlich vom Alkohol ablassen kann, obwohl er Joanna erst zweimal getroffen hat. Er weiß sofort, dass sie die Frau seines Lebens ist. Und das, obwohl beide zu diesem Zeitpunkt, erst recht wenig übereinander wissen. Auch die verständnisvolle Art eines kleinen, zehnjährigen Jungen, der kurz zuvor seinen Großvater verloren hat, wirkte dermaßen unglaubwürdig geschrieben, dass ich mir nur verwundert die Augen reiben konnte.

Dazu ist der Roman mit seinen fast 650 Seiten alles andere als kurz und so habe ich mich zwischenzeitlich, ziemlich durch die Seiten quälen müssen, einfach weil er einige, wie ich fand, vermeidbare Längen aufweist. Ein wenig erinnert mich Lucinda Rileys Frühwerk, an das von anderen berühmten und bekannten Autorinnen; wie zum Beispiel Susan Elizabeth Phillips (Glitterbaby) oder aber Nora Roberts und Sandra Browns erste Versuche im Romantic Suspense Genre. „Der verbotene Liebesbrief“ ist alles andere als ein schlechter Roman, doch leider auch keine durchweg fesselnde Lektüre, sondern zeigt gewisse Schwächen von Debütautoren noch recht deutlich. Wenn man darüber hinwegsehen kann, eingefleischter Fan der Autorin oder einfach nur neugierig ist, auf den ansonsten gelungenen Suspenseplot, kann man aber trotzdem ruhig zugreifen.