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Deana Zinßmeister

Das Lied der Hugenotten

Historischer Roman
Die Hugenotten 1

Wenn um den Glauben gekämpft wird, kann nur die Liebe gewinnen.

Paris 1572. In der blutigen Bartholomäusnacht muss der Hugenottenjunge Pierre miterleben, wie sein Zuhause ausgelöscht wird. Sein Vater flüchtet mit ihm und der kleinen Schwester Magali in die Provinz Touraine. Um in Frieden leben zu können, passen sie sich dem katholischen Dorf an. Jahre später ahnen selbst Pierre und Magali nicht, dass sie einmal Hugenotten waren. Doch eines Tages erfährt Pierre durch einen Zufall die Wahrheit und seine Erinnerung kehrt zurück – mit schrecklichen Folgen ...

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Leserstimmen

Glaube & Liebe

Von: Eliza Datum: 20. September 2017

Es gibt Romane, die nehmen einen vom ersten Augenblick gefangen, so ging es mir, als ich in die ersten Seiten des Prologs eintauchte. Genau dieser Prolog ist auch der Dreh- und Angelpunkt dieses Romans.
Das Cover ist sehr gut historisch gewählt und hat, wenn man einen Blick in die Vorschauen wirft, auch einen guten Wiedererkennungswert. Der Klappentext bietet eine gute und kurze Zusammenfassung des Geschehens. Das Schicksal der Familie ist mit den Händen greifbar und man kann sich sehr gut die Not und die Verzweiflung vorstellen.
Die Bartholomäusnacht hat in Frankreich unglaublich vielen Hugenotten das Leben gekostet, eine Nacht des Grauens, die bis heute nicht ihren Schrecken verloren hat, wenn man sich die Bilder vor Augen führt.
Besonders gut an diesem Roman hat mir die Ausarbeitung der Figuren gefallen. Mit Pierre und Oliver hat die Autorin zwei Jungen geschaffen, die die Herzen der Leser im Sturm erobern. Oliver, der von seinem Ziehvater nur gescholten und für seine Arbeitskraft missbraucht wird. Pierre, der zwar von seinem Vater geliebt wird, aber keine Freude an dem findet was er tun soll, denn die Glasbläserei ist einfach nicht sein Lebensziel. Magali, die kleine Schwester von Pierre, weiß was sie tun muss, um von ihrem Vater und großen Bruder jeden Wunsch von den Lippen abgelesen zu bekommen. Dennoch verfolgt sie ihre eigenen Ziele und vergisst dabei manchmal wer ihr wirklich wohl gesonnen ist.
Meine Lieblingsfigur allerdings ist die Kräuterfrau Fleur. Sie ist nicht nur Mutterersatz für Pierre und Magali, nein sie wird auch noch zur wundervollen Ratgeberin für den Vater der beiden, kümmert sich um den Haushalt und bereitet den dreien einen Weg ins neue Leben.
Der Roman zieht seine Spannung aus der Flucht, Vertreibung und dem damit verbundenem Schicksal der Familien. Gegliedert ist der Roman, neben dem bereits erwähnten Prolog in drei Teile, die in einem gewissen Abstand zueinander erzählt werden. Durch diese Zeitraffung nimmt die Autorin sich die Freiheit die Figuren anders entwickeln zu lassen, als es am Ende des vorherigen Teils den Anschein hatte. Auch ist so der Spannungseffekt größer und die eine oder andere Überraschung verführt den Leser zum Weiterlesen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, mit sehr guten Dialogen würzt sie den Roman, leider bleiben Beschreibungen oder innere Monologe rar. Durch den auktorialen Erzähler bekommt man einen guten Einblick in die verschiedenen Erzählstränge, bevor diese immer mehr ineinander verwoben werden. Ein Personenverzeichnis, Nachwort, eine Danksagung und Bibliographie runden das sehr gelungene Bild des Romans ab.
Für diesen Roman spreche ich sehr gerne eine volle Lese- und Kaufempfehlung aus und empfehle diesen Roman allen Fans von historischen Romanen und solchen, die es noch werden wollen.
Ich bedanke mich sehr bei der Verlagsgruppe Random House und dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, „Der Turm der Ketzerin“ (Teil 2 der Hugenotten-Saga) ist schon auf meinen Wunschzettel gehüpft.

Das Lied der Hugenotten - wie erwartet ein tolles Buch!

Von: Virginie Völker Datum: 15. September 2017

Ich war auf der Suche nach einem historischen Roman, wusste nicht genau, worauf ich mich einlassen soll.....bis mir dein Buch in die Hände fiel. Überlegen musste ich nicht, da ich deine Bücher kenne. Wie erwartet war es eine Zeit der Kurzweil und interessanter Eindrücke. Ein tolle Beschreibung der Ereignisse und eine für mich bessere Beschreibung der Emotionen der Darsteller. Mittlerweile gehörst du zu meinen drei bevorzugten Autoren mittelalterlicher Romane. Danke dir, Deana.

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Das Lied der Hugenotten - wie erwartet ein tolles Buch!

Von: Virginie Völker Datum: 15. September 2017

Ich war auf der Suche nach einem historischen Roman, wusste nicht genau, worauf ich mich einlassen soll.....bis mir dein Buch in die Hände fiel. Überlegen musste ich nicht, da ich deine Bücher kenne. Wie erwartet war es eine Zeit der Kurzweil und interessanter Eindrücke. Ein tolle Beschreibung der Ereignisse und eine für mich bessere Beschreibung der Emotionen der Darsteller. Mittlerweile gehörst du zu meinen drei bevorzugten Autoren mittelalterlicher Romane. Danke dir, Deana.

Toller Historienschmöker

Von: Petra Donatz Datum: 07. September 2017

Klappentext
Wenn um den Glauben gekämpft wird, kann nur die Liebe gewinnen.

Paris 1572. In der blutigen Bartholomäusnacht muss der Hugenottenjunge Pierre miterleben, wie sein Zuhause ausgelöscht wird. Sein Vater flüchtet mit ihm und der kleinen Schwester Magali in die Provinz Touraine. Um in Frieden leben zu können, passen sie sich dem katholischen Dorf an. Jahre später ahnen selbst Pierre und Magali nicht, dass sie einmal Hugenotten waren. Doch eines Tages erfährt Pierre durch einen Zufall die Wahrheit und seine Erinnerung kehrt zurück – mit schrecklichen Folgen

Die Autorin
Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland.

Meine Meinung

Story
Die Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 ist als die Bartholomäusnacht in die Geschichte Frankreich eingegangen. Eine Nacht unvorstellbarer Grausamkeiten gegen die damaligen Protestanten, auch Hugenotten genannt. Dieses Ereignis ist auch der Ausgangspunkt des neuen Roman von Deana Zinßmeister. Der Glasmacher Jacon wird wie alele anderen von den Ereignissen überrollt und muss aus Paris fliehen. Sein Wunsch nach La Rochell zu kommen wird im durch die Krankheit seiner erst ein paar Tage alten Tochter verwehrt. Er lebt fortan unter Christen und lebt seinen Glauben nicht öffentlich aus. Jahre später holen ihn die Ereignisse aber wieder ein und Jacon muss um das Leben seiner Familie fürchten. Neben dem Erzählstrang um Jacon kommt noch das Schicksal Olivers hinzu. Oliver und seine Schwester müssen seit dem Tod ihrer Mutter bei Verwandten unterkommen, doch die verhalten sich Oliver gegenüber ziemlich Sadistisch

Schreibstil
Das Buch ist einfach zu lesen. Die Autorin ist bekannt für ihre guten Recherche zu historischen Themen. So werden dem Leser Einblicke in das Leben der Hugenotten gegeben, ohne dass der Leser davon erdrückt wird bez. das Ganze zu langatmig wird

Charaktere
Deanna Zinßmeister versteht es sehr gut den Charakteren Leben einzuhauchen. Man fühlt als Leser mit. Insbesondere das Schicksal von Olivers geht einem sehr nahe.

Mein Fazit

Ganz besonders hat mir gefallen, dass Deana Zinßmeister zwar die Geschichte um Jacon erzählt, aber sich dabei kein Urteil erlaubt. Sie bleibt bei dem christlich /protestantischen Krieg neutral. Denn auch die Hugenotten stehen in Grausamkeit dem Christen nahe .Das Buch ist ein schöner, lesenswerter Roman, der alles hat was man sich um einen Historienroman wünschen kann. Egal ob Figuren oder Ereignisse, die Autorin versteht es sehr gut, genau so viel zu erzählen, das der Leser genug weiß um der Geschichte zu folgen, ohne dass dabei Längen aufkommen.
Ich vergebe eine Leseempfehlung und volle fünf von fünf Leseratten/Sternen.

[Rezension] „Das Lied der Hugenotten“

Von: Ninespo Datum: 09. Juni 2017

„Das Lied der Hugenotten“ in drei Worten?

Fesselnd, emotional, begeisternd.

Cover & Gestaltung von „Das Lied der Hugenotten“?

Wie schon so oft habe ich „Das Lied der Hugenotten“ wegen des interessanten Covers näher ins Auge gefasst. Das Buch wartet mit einem typischen Genre-Cover auf, dessen satter Blauton mir direkt ins Auge gesprungen ist. Darüber sieht man eine historische Abbildung auf (vermutlich) Pergament, dazu eine Kette und der erhabene, in Gold gehaltene Titel. Alles in allem ein hübsch anzuschauendes Cover.

Worum geht’s in „Das Lied der Hugenotten“?

Im Roman geht es um den Glashersteller Jacon und seine Familie, die während der Bartholomäusnacht 1572 aus ihrer Heimatstadt Paris flüchten. Der Roman handelt im Weiteren vom Schicksal der Familie nach ihrer Flucht und die Wirrungen, die durch diese entstanden. „Das Lied der Hugenotten“ ist der Auftaktband zu einer Familiensaga.

Der Schreibstil von Deana Zinßmeister?

Ich liebe gut geschriebene und recherchierte historische Romane. Und mit „Das Lied der Hugenotten“ habe ich genau das erhalten. Deana Zinßmeister schreibt unglaublich flüssig und emotional. Sie schafft es, den Leser mit ihrer flüssigen und angenehmen Schreibweise zu packen, die Spannung des Plots sorgt dann dafür, dass einen das Buch nicht mehr loslässt. Deana Zinßmeisters Ausdruck ist historisch passend und dennoch nicht anachronistisch, sodass man leicht vorankommt.

Das Figurenpersonal in „Das Lied der Hugenotten“?

Jacon und seine Familie haben mich direkt in mein Herz gestohlen. Pierre und Magali sind auch herzallerliebst und die Kräuterfrau Fleur hat mir besonders gut gefallen. Die Figuren sind sehr schön konzipiert. Sie haben Tiefe, ihre Eigenheiten und entwickeln sich innerhalb ihrer Möglichkeiten sehr realistisch weiter. Das Schicksal der Familie hat mich ans Buch gefesselt, da sie vom Glück stellenweise gebeutelt werden. Besonders schön war dann aber die familiäre Interaktion zwischen den Figuren, die so greifbar wirkte. Die Antagonisten waren ebenfalls gut gezeichnet. So gut, dass ich eine tiefe Abneigung gegen sie empfunden habe.

Positives zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich bin begeistert! Schlicht und ergreifend begeistert, weil Plot, Figuren und Schreibstil mir so gut zusagen. Der Roman ist sehr gut recherchiert und schafft es, historische Begebenheiten und fiktive Handlungsstränge gekonnt zusammenzufügen, ohne Brüche zu erzeugen. Ich bin in die Handlung eingetaucht und Teil der Geschichte, der Familie geworden.

Empfehlung zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich empfehle „Das Lied der Hugenotten“ wärmstens allen Liebhabern von historischen Romanen. Der Auftaktband der Hugenotten-Reihe hat mich angeteasert, gefesselt und begeistert. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal von Herzen für ein Rezensionsexemplar von „Das Lied der Hugenotten“.

Erschreckend realistisches Bild der Bartholomäusnacht und der Folgen

Von: Susanne Winand Datum: 03. Mai 2017

Ich hatte das große Glück, das Buch im Monatsgewinnspiel zu gewinnen, herzlichen Dank dafür! Von der ersten bis zur letzten Seite kann man hier mit den Personen die Schrecken der Batholomäusnacht und die weit reichenden Folgen erleben. Alle Figuren kann man sich nahezu bildlich vorstellen und so ganz in die Geschichte eintauchen. Deana Zinßmeister ist hier ein lesenswerter Historienroman gelungen, der geschichtlich verbriefte Fakten mit einer berührenden Familieneschichte verknüpft. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Einfach nur grandios

Von: 365-Seiten Datum: 22. März 2017

Erster Satz

Sie wusste, dass es mitten in der nacht war, denn kein Sonnenstrahl fiel durch die Spalten der Fensterläden.

Meinung

Jacon Desgranges und seine Frau Catherine erwarten ihr zweites Kind, als der Glasmacher am Bartholomäustag eine Lieferung in den Louvre bringt und den Abend mit seinem Freund dem Koch verbringt. Nachts werden die beiden Freunde von Hilferufen und Schreien geweckt und erfahren von den grausamen Taten der Katholiken. Überall in Paris werden Hugenotten ermordet und geschändet, der König selbst soll es befohlen haben. Jacon macht sich auf den gefährlichen Weg zu seiner Familie, doch dort angekommen findet er die verstümmelte Leiche seiner Frau und seinen verängstigten Sohn Pierre vor, der sich zusammen mit seiner neugeborenen Schwester versteckte. Gemeinsam mit seinen Kindern flüchtet er aus Paris und versucht sich ein neues Leben auf zubauen, doch die Vergangenheit holt die Familie immer wieder ein. 

Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht eines unbeteiligten Erzählers, welcher zu Beginn der Familie Desgranges und dem jungen Olivier folgt, später dann auch einigen anderen Charakteren. Der Schreibstil der Autorin ist informativ, aber nicht langweilig, sondern flüssig und auf Anhieb fesselnd gewesen. 
Die Geschichte war selbst in seichteren Phasen immer spannend, selbst zum Ende hin hielt sie noch einige Überraschungen parat. Die Charaktere waren alle überzeugend und glaubhaft, besonders Pierres Geschichte ergriff mich. Der Junge kann sich nicht an die grausame Nacht erinnern und nur durch Zufall bekommt er von seiner Vergangenheit zu wissen. Seine gesamte Kindheit wuchs er im falschen Glauben auf und versteht von heut auf morgen die Welt nicht mehr und versucht aus dem kleinen Dorf und seinem bisherigen Leben auszubrechen. 
Ebenso der elternlose Olivier, Pierres bester Freund, der bei seiner Tante und dessen Mann lebt und von ihnen wie Dreck behandelt wird.. Der Junge flüchtet wann immer es geht und lässt die Gehässigkeiten und Prügeleien über sich ergehen. Erst als Pierres Vater ihn in der Werkstatt einstellt sieht er eine Möglichkeit auf ein besseres Leben.


Fazit

Ein Buch, welches ich gar nicht so auf der Rechnung hatte, aber sehr froh bin, es gelesen zu haben. Hier geht es nicht um die große Intrige oder den Kampf gegen die Übermacht, sondern um das Leben einer Familie, die versucht mit dem Verlust der Frau und Mutter klar zu kommen. 5/5 Sternen

Toller Beginn der Hugenotten-Trilogie

Von: Klaus Prediger Datum: 19. März 2017

Hallo Frau Zinßmeister, mit großem Interesse und mit viel Spannung habe ich soeben den ersten Teil ihrer Trilogie über die Hugenotten gelesen. Großes Kompliment, hat mir sehr gut gefallen, spannend bis zur letzten Seite. Warte nun auf die Nachfolger. Als geborener und immer noch in Ludweiler wohnender, hatte ich schon sehr früh Kontakt mit den Hugenotten und kenne daher ihre Geschichte. Auch die im Dankeschön-Teil stehenden Namen Desgranges, Kirst, Conrad und Paulette Müller sind mir persönlich bekannt. Als getaufter Katholik ist es mir selbst eine Ehre, dass ich als Zeichen meiner Verbundenheit zu meinem Hugenotten-Heimatort ebenfalls das Hugenotten-Kreuz an einer Kette trage. Ich wünsche ihnen für die Zukunft weiterhin ein gutes Händchen für die noch ausstehenden Teile. Ich selbst mache mich inzwischen an ihre weiteren Bücher (Pestreihe).
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Prediger, Ludweiler

Ein sehr gelungener historischer Roman

Von: Birgit M. Datum: 19. März 2017

Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil. Volle 5 Sterne von mir. Ich habe alle Bücher von Deana Zinssmeister gelesen und bin ein grosser Fan von ihr und hoffe, dass sie noch recht viele so phantastische historische Romane schreiben wird.

Von: Marliese Butkereit Datum: 19. März 2017

Ein tolles Buch da ich aus dem Hugenottendorf Ludweiler stamme war das Buch Pflicht für mich . Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Mitreißend und historisch fundiert

Von: Stephanie Fey Datum: 27. Februar 2017

Mit Spannung habe ich Deana Zinßmeisters neuen Roman erwartet und jetzt mit großer Begeisterung zu Ende gelesen. Dieses Mal geht es um die grausame Bartholomäusnacht in Paris 1572, in der die Hugenotten zu tausenden ermordet wurden. Das Ganze ist aus der Sicht von ein paar Figuren erzählt. Sobald ich die hochschwangere Catherine und ihrem fünfjährigen Sohn Pierre kennengelernt hatte, bangte ich mit ihnen. Werden sie einen Ausweg aus dem in Mordlust brodelnden Paris finden? Auch der kleine Olivier hat ein schweres Los. Seine Mutter liegt auf dem Sterbebett und bittet ihn eine Zeichnung von ihr anzufertigen, die er fortan als einzige Erinnerung bei sich trägt. Später wird er zwar für dieses Bildnis ausgelacht, doch dann schmückt eine Höhle mit Wandmalereien, was zu einer meiner Lieblingspassagen im Roman gehört.
Deana Zinßmeister erschafft sehr schöne Bilder und Szenen und lässt hautnah mitfühlen, was Flucht bedeutet. Kunstvoll bringt sie uns Lesern persönliche Schicksale inmitten von historischen Fakten nahe. Außerdem erklingt in jedem Kapitel die Hugenotten-Melodie.
Wie immer hat die Autorin genau recherchiert, so erfährt der Leser nicht nur die historischen Zusammenhänge der Glaubensverfolgung, die Eigenheiten des Hugenotten-Glaubens, sondern auch alles über das Glasbläserhandwerk, das den Hugenotten im Roman das Auskommen sichert. „Die Glasmacherkunst wird die letzte unter allen Künsten in der ganzen Welt sein! Denn wenn Gott dieses Weltgebäude durch die Gewalt des Feuers verzehrt, so wird alles zu Glas werden.“

Rundherum gelungener historischer Roman

Von: HEIDIZ Datum: 20. Februar 2017

Das Lied der Hugenotten hat mich neulich gefangen genommen. Ich hatte mich schon sehr auf die Lektüre gefreut und bin absolut begeistert.

Einführend, das ist gut, bei den doch recht zahlreichen Charakteren, erhält man eine Auflistung der handelnden Personen. Die, welche tatsächlich gelebt haben, sind mit einem Sternchen versehen. Gegliedert ist hier in die Handlungsorte Paris und Vernou-sur-Brenne.

Wir befinden uns im Paris des Jahres 1572. Katholische Soldaten überfallen die Hugenotten - es ist die Bartholomäusnacht. Pierre ist fünf Jahre und muss mit ansehen, wie seine Familie und sein Zuhause niedergemetzelt wird. Magali, seine Schwester, neugeboren, und er können sich retten. Pierres Vater lebt und finde die Geschwister, geht mit ihnen nach Lothringen und beginnt ein neues Leben - Pierre hat eigentlich alles aus der Vergangenheit vergessen, nur plagen ihn ständig Albträume .... Und dann ist da Olivier - Pierres Freund, der ....

Mehr verrate ich mal nicht, um nicht die Spannung und zu viel vom Inhalt vorwegzunehmen.

Leseprobe:
========

"Na und? Mit dreizehn ist sie alt genug, um Nächstenliebe zu empfinden. Auch wenn sie dich nur für ihren Cousin hält. Aber sie ist ein eigensüchtiges Biest."
"Rede nicht so unfreundlich von ihr, sonst ...", brauste Olivier auf und sah Fleur zornig an.
...

Dieser historische Roman ist wieder mal einer von den Feinsten. Die Autorin versteht es, ihre Leser/Innen in die Handlung einzubinden, zu fesseln und kurzweilig spannend zu unterhalten. Zu aller spannender Unterhaltung erlebt man die Zeit, in der die Handlung spielt lebendig und glaubwürdig. Man fühlt sich hinein versetzt in die Handlung und gefesselt vom Geschriebenen, was bildhaft während des Lesens vor dem geistigen Auge abläuft.

Man spürt, dass die Autorin hervorragend recherchiert hat und sich selbst im Inhalt fühlt. Die Geschichte ist an einem Spannungsbogen entlang gehangelt und die Figuren agieren nicht vorhersehbar, sondern gefühlsbetont, man fühlt mit ihnen. Außerdem ist der geschichtliche Hintergrund sehr interessant und aufschlussreich in die fiktive Handlung eingebunden - alles glaubwürdig zusammengewürfelt.

Mir hat das Buch zu 100 Prozent gefallen - ich empfehle es Leserinnen und Lesern, die historische Romane mögen.

Schreckliche Bartholomäusnacht!

Von: Angela Busch Datum: 17. Februar 2017

INHALT: Wir tauchen ein in das Frankreich des 16. Jahrhundert und schreiben das Jahr 1572. Es ist eine unruhige Zeit . Ganz Europa wird von religiösen Macht - und Glaubenskämpfen der Christenheit und seiner weltlichen Führer heimgesucht, auch in Frankreich gibt es grosse Konflikte zwischen Katholiken und den Hugenotten. Jacon Desgranges, ein junger Glashüttenbetreiber aus Paris hat es geschafft mit seinen vorzüglichen, künstlerischen Arbeiten sogar den Königshof beliefern zu dürfen. Er ist ein fürsorglicher Familienvater, seine Frau Catherine erwartet ein Kind und der älteste Sohn Pierre ist fünf Jahre alt. Doch das Glück der jungen Hugenotten-Familie zerbricht in der sogenannten BARTHOLOMÄUSNACHT. Tausende Hugenotten werden von Katholiken in dieser Nacht grausam öffentlich verfolgt, vertrieben und ermordet . Auch Catherine befindet sich unter den Toten und die Werkstatt von Jacon wird erbarmungslos zerstört. Jacon sieht keine Zukunft mehr für sich, den Sohn Pierre und die neugeborene Tochter Magali in der Stadt. Er begibt sich auf eine gefährliche und abenteuerliche Reise mit dem Ziel La Rochelle an der Atlantikküste, immer mit der Angst lebend, als Hugenotte im Land erkannt und verfolgt zu werden. In La Rochelle sollen Hugenotten ihren Glauben leben dürfen….

MEINE MEINUNG: Die Autorin hat einen sehr gut recherchierten, spannenden historischen Roman geschrieben. Sie beeindruckt mit einem flüssigen , leicht aufzunehmenden Schreibstil und einer klaren, eindeutigen Sprache. Ich wurde nicht durch zuviel ausführliches Fachwissen über die historischen Hintergründe dieses Religionskonfliktes gelangweilt. Wer mehr und ausführlichere Informationen darüber möchte, kann sich gerne über den untenstehenden, anzuklickenden Link informieren. Deana Zinßmeister hat geschickt fiktive Erlebnisse mit geschichtlichen Fakten verbunden. Das ausführliche Personenregister am Beginn des Buches ist sehr aufschlussreich und ausführlich. Geschichtlich verbürgte Persönlichkeiten wurden mit einem Sternchen gekennzeichnet. Sie hat ihren Roman in drei Zeitabläufe gegliedert und so die Flucht, das dörfliche Leben im Verborgenen unter falschen Identitäten und den Neubeginn eines neuen Lebens geschildert. Auch zwei unterschiedliche Zeit - und Erzählstränge, das Leben von Olivier und der Familie Desgranges (Marty) hat sie fliessend zusammenlaufen lassen.
Manchmal hatte der Roman einige Längen beim Lesen, die sie mit zu vielen einfachen Schilderungen des Alltags der damaligen Zeit erzeugt hat. Für viele unbedarfte Leser von historischen Romanen ist das sicher spannend, ich hab es schon oft in anderen Büchern gelesen.
Ich möchte eine Leseempfehlung mit vier Sternen aussprechen und danke der Autorin und dem Goldmann-Verlag herzlich für das schöne Lesevergnügen.

Ein wirklicher toller Histrosicher Roman!

Von: We lived a thousand lifes Datum: 27. Januar 2017

Erster Satz

„Sie wusste, dass es mitten in der Nacht war, denn kein Sonnenstrahl fiel durch die Spalten der Fensterläden.“

Inhalt
Paris 1572 zur Zeit der schrecklichen Bartholomäusnacht, in der die Hugenotten nur so von den Katholiken abgeschlachtet werden.
In dieser Nacht muss Pierre miterleben, wie seine ganze Welt auf den Kopf gestellt wird und zusammenbricht. Sein Vater flüchtet mit ihm und seiner kleinen Schwester aus der Stadt in ein kleines Dorf. Um dort in Frieden leben zu können, hält sein Vater seine wahre Glaubensrichtung geheim und erzieht Pierre und seine Tochter streng katholisch. Pierre soll in die Fußstapfen des Vaters treten und ebenfalls Glasbläser werden, doch das ist eigentlich genau das, was Pierre nicht will. Als er dann durch Zufall von dem Geheimnis erfährt, das sein Vater jahrelang gehütet hat, beschließt Pierre fortzugehen. Doch dies nicht ohne Folgen.
Oliver ist gerade fünf Jahre alt, als seine Mutter stirbt. Als Waisen kommen er und seine wenige Wochen alte Schwester zu ihrer Tante. Dort werden sie alles andere als freundlich aufgenommen. Nur das Geld, welches die Mutter den Kindern vermacht hat, besänftigt die Verwandten. Während seine Schwester wie das eigene Kind behandelt wird, muss Oliver arbeiten und lebt ein klägliches Dasein. Doch dann kommt ihm sein Talent zu Nutzen und es scheint, als würde er dem Elend entkommen.

Schreibt-Stil
Der Schreibstil ist super. Er lässt sich flüssig lesen und man kann nichts an ihm aussetzen. Er hat mir wirklich gut gefallen und ich konnte mir die Szenen sehr bildlich vorstellen.

Charaktere
Pierre: Pierre ist der Sohn eines Glasmachers. Sein Vater sieht in ihm seinen Erben, aber eigentlich möchte Pierre nicht in die Fußstapfen des Vaters treten. Pierre ist sehr führsorglich und kümmert sich gut und manchmal ein wenig überbehütend um seine Schwester. Am liebsten würde er reisen und die Welt entdecken.
Er hat mir als Charakter wirklich gut gefallen und war sehr sympathisch.

Oliver: Oliver kam mit fünf zu seiner Tante und zu seinem Onkel, zusammen mit seiner Schwester. Wohl oder Übel, wobei er eher das Übel war, nahmen die Verwandten ihn auf, obwohl sie zunächst nur seine Schwester nehmen wollten. Nun fristet Oliver ein klägliches Dasein, er muss von seinem Onkel stets Prügel einstecken und wird ausgenutzt. Trotz des schlechten Einflusses des Onkels bewahrt (hat) er sich seinen tollen, liebenswerten und hilfsbereiten Charakter und ist die gute Seele in Person.

Cover und Titel
Das Cover hat mich sofort angesprochen, da es einfach wunderschön ist. Ebenso der Titel, der mich richtig neugierig gemacht hat. Der Titel bezieht sich hervorragend auf den Inhalt, denn: Es ist das traurige Lied das bleibt und das damalige Schicksal der Hugenotten beklagt. Im Roman wird dieses Schicksal anhand der individuellen Lebenswege der Protagonisten deutlich und lebendig.

Fazit
Durch das Cover und den Titel bin ich sofort auf das Buch aufmerksam geworden, denn es hat meine Neugier geweckt. Ich liebe historische Romane, wenn auch bevorzugt solche, die in England spielen. Diesmal interessierte mich zur Abwechslung ein anderes Land und der Klappentext hat sich wirklich vielversprechend angehört.
Da ich nicht viel über Frankreich, beziehungsweise Paris und seine Geschichte weiß, wollte ich in diese eintauchen und das ist mir auch gelungen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang ahnungslos war, was es mit der Bartholomäusnacht auf sich hatte. Als ich dann zu lesen und zu begreifen begann, war ich einfach nur sprachlos. Das Schicksal, das viele Hugenotten erlitten haben, ist mir sehr nahe gegangen und manchmal konnte ich einfach nur den Kopf schütteln – und ich habe mich gefragt, wozu Menschen nur alles in der Lage sind. Die Bartholomäusnacht ist ja kein Einzelfall, denn selbst heute werden noch Menschen aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet.
Auch wenn dem Roman eine erschreckende Nacht zugrunde liegt, hatte er dennoch erfreuliche Teile. Er zeigt ebenso, wie Menschen, denen großes Leid wiederfahren ist, stark geblieben sind und ihren Weg fortgesetzt haben. Ebenso, dass nicht jeder der breiten Masse hinterherspringt und selbst noch denken und gewisse Sachen hinterfragen kann.
Deana Zinßmeister hat es geschafft, dass ich mich in das Frankreich des 16. Jahrhunderts zurückversetzt gefühlt habe. Auch die Umstände, dass sie Schicksale in den Roman eingebettet hat, die wirklich so geschehen sind, haben mir sehr gut gefallen.
Alles in allem ist „Das Lied der Hugenotten“ ein wirklich toller historischer Roman, der mir sehr viel Freude beim Lesen bereitet hat.

Würden wir dort gerne leben?
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich zu dieser Zeit nicht in Frankreich, vor allem in Paris, hätte leben wollen. Aber wer hätte das schon? Es ist wirklich grausam wie viele Hugenotten ums Leben gekommen sind.

Quelle Zitate – Autorin: Deana Zinßmeister. Titel: Das Lied der Hugenotten. Verlag: Goldmann.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Tolles Buch

Von: Friedchen Datum: 16. Januar 2017

Ich war total begeistert

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