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Heather Cooper

Die Zeit der Rose

Roman

Als 1862 die Eisenbahn Einzug auf der verschlafenen Isle of Wight hält, verspricht das moderne Transportmittel Abenteuer und neue Möglichkeiten. Aber die Inselbewohner halten an alten Werten fest – so auch die Familie Stanhope. Es ist höchste Zeit, eine gute Partie für die jüngste Tochter Eveline zu finden. Denn sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, lernt lieber fotografieren und schwimmen, als die vornehme Dame zu spielen. Auch das Elend der Arbeiterschicht, das sie durch den Bau der Schienen kennenlernt, lässt sie nicht los. Doch der smarte und attraktive Chefingenieur Thomas Armitage will nichts von ihren Beschwerden wissen …

Das Buch spielt in Isle of Wight, England

Leserstimmen

Altbewährtes mit modernen Aspekten

Von: Kathrinshome Datum: 17. Januar 2018

In ihrem Erstlingsroman nimmt sich die Engländerin Heather Cooper dem Aufbruch-Zeitalter im 19. Jahrhundert an. Ihre Protagonistin Eveline erlebt als Tochter der Upperclass-Familie Stanhope das aufregende Ereignis im Jahre 1862, als die Eisenbahn auf der Isle of Wight gebaut wurde. Aber anfänglich wehrt sie sich gegen die Zerstörung der schönen Natur, die mit dem Bau der Schienen und des Bahnhofs einher geht. Sie ist die Rebellin in der Familie, die sich für Fotografie und Dinge wie das Schwimmen im Meer interessiert, was bislang den Männern vorbehalten ist. So macht sie ihrer Mutter das Leben schwer, die nach dem Tod ihres Mannes verzweifelt versucht, ihren Haushalt und ihren Status in der gehobenen Gesellschaft beizubehalten.

Schon das romantisch gestaltete Buchcover passt sich dem Inhalt an, aber auch die Bildsprache, welche von der Autorin meines Erachtens treffend eingesetzt wird, schafft vor meinem inneren Auge eine Geschichte, die mich mitnimmt. Mal ist es das Leben mit schönen Kleidern und Frisuren, welche „Up to Date“ sein müssen, mal ist es die einfache und bodenständige Küche, in der sich Eveline besonders wohlfühlt. Mit ihrer Freundin Jennie, einer jungen Angestellten des Hauses, verbindet sie die Leidenschaft zur Fotografie, die beide heimlich erlernen. Nach und nach bricht die jüngste Tochter aus dem starren Familienleben aus, überschreitet heimlich Grenzen und erweitert ihren Horizont, so dass sie im Verlauf des Romans ihren Schwestern wertvolle Hilfestellung in deren Familienleben geben kann. Eveline ist mutig und setzt sich für andere ein. Und sie verliebt sich... wie soll es anders sein ;) natürlich nicht in den Mann, den die Familie vor sie vorsieht.

Mir gefällt die Geschichte, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, hier wird die heutige Zeit zu sehr mit dem Beginn der Industrialisierung vermischt, so dass harte Brüche in der Geschichte geschehen. Aber irgendwie wirkt dies auch interessant! Manchmal scheint es, als ob eine junge neugierige Frau aus dem 20. Jahrhundert zurückversetzt wird in die Vergangenheit... und es bleibt in mir die Hoffnung, dass durch das offene Ende es Heather Cooper im angekündigten zweiten Teil schafft, die junge Eveline in die neue Welt mitzunehmen, zu deren Reise sie am Ende eingeladen wird.

Fazit: eine schöne Geschichte, die man sicherlich schon oft gelesen hat (Zeit des Aufbruchs, rebellierende jüngste Tochter, Egoismus und aufkeimendes soziales Gefühl gegenüber der Arbeiterklasse...), die aber durch eine abwechslungsreiche Vermischung verschiedener Teilgeschichten rund um die Mutter und ihre drei Töchter interessant zu lesen ist. Ich empfand ein gewissen Bedauern, als der Roman zu Ende war und hoffe, Teil 2 kommt zügig auf den Markt. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung an all diejenigen, welche gerne historische Roman lesen und auch gerne mal Altbekanntes im neuen Gewand und mit moderner Problematik lesen möchten.

Kurzweilige, nette Unterhaltung,,,

Von: Angela Busch Datum: 15. Dezember 2017

INHALT:
Wir befinden uns im Jahr 1862 auf der Isle of Wight und verfolgen das Geschehen um die Familie Stanhope. Die Hauptprotagonistin und jüngste Tochter Eveline unterscheidet sich vom Charakter und Verhalten ein wenig von ihren Geschwistern und fällt heraus aus dem üblichen Verhalten von Frauen ihrer Zeit. Sie möchte ein selbstbestimmtes Leben führen und ist zum Kummer ihrer Mutter noch nicht verheiratet. Ihr Interesse gilt der neu aufkommenden Fotografie und sie erlernt das Schwimmen als Frau. Das ist sehr ungewöhnlich für diese Zeit.
Auch andere aufregende Veränderungen erschüttern die Insel. Es wird eine Eisenbahnlinie neu erbaut und Eveline ist trotz ihrer unabhängigen Denkweise anfangs davon nicht erbaut, da sie der Meinung ist , diese Bautätigkeiten verschandeln die schöne Landschaft. Sie lernt den jungen Ingenieur Thomas Armitage kennen und die Geschichte nimmt ihren Lauf,,,,,

MEINE MEINUNG:
Ich hatte mir vom Titel und Klappentext eine entspannende und leichte Geschichte erhofft und meine Erwartungen wurden tatsächlich erfüllt.
Die Autorin hat einen ansprechenden, durchweg ruhigen und angenehmen Schreibstil, der mir bildhaft diese Zeit vor Augen geführt hat. Das Geschehen plätschert locker vor sich hin und man kann getrost auch eine Lesepause einlegen, kommt trotzdem sofort immer wieder in diese Geschichte, die von Familienfesten und neuen Lebenserfahrungen der jungen Eveline geprägt sind, wie dem Schwimmenlernen in einem altmodische Badekleid, mit der Unterstützung eines Badekarren.
Leider schafft es die Autorin nicht , den Spannungsbogen bis zum Ende des Buches zu erhalten. Es passiert einfach nicht so viel und in meinen Augen ist die Persönlichkeit von Eveline zu stark unserem modernen , heutigen Frauenbild angepasst. Das wirkt etwas überzogen und passt nicht zur Realität der damaligen Zeit.

Trotzdem hat mich das Buch zeitweise sehr gut unterhalten und ich gebe ihm gern DREI *** GUTE STERNE in meiner Bewertung.

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So richtig schön zum dahinschwelgen

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 10. Dezember 2017

Meine Meinung:
1862 Isle of Wight: Die Eisenbahn hält Einzug, doch noch ist die Bevölkerung sehr skeptisch. Doch spätestens nach der Jungfernfahrt ändert sich dies und man erkennt den Nutzen, die das Gefährt bringt.
In der Geschichte lernen wir auch Eveline kennen, die für die damalige Zeit schon sehr moderne Ansichten hatte, nichts als gegeben hinnimmt und auch viel hinterfragt. So möchte sie z.B. einen Hilfsfonds gründen, für die Angehörigen, die ihren Partner bei einem Eisenbahnunglück verloren haben.
Auch gilt ihre ganze Leidenschaft der Fotografie, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die ihre Tochter gut verheiratet wissen möchte und sie es daher sehr gerne sehen würde, wenn sie den gut situierten Charles Sandham heiraten würde.
Doch nichts liegt Eveline ferner, zumal ihr auch noch der Chefingenieur der Eisenbahn Thomas Armitage im Kopf herumschwirrt.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist zwar ohne besondere Höhen und Tiefen, doch das hat mir nichts ausgemacht, eine Geschichte muß nicht immer spannend sein.
Die Autorin hat einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil, der mir das 19. Jahrhundert nahe gebracht hat und man konnte so richtig schön dahinschwelgen.
Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, vor allem Eveline mochte ich sehr gerne, die einerseits ausbrechen möchte, ihr aber andererseits ihrer Abstammung wegen die Hände gebunden sind.
So setzt sie sich auch in manches Fettnäpfchen, doch sie hat so einen natürlichen Charme, das man ihr nichts lange verübeln kann.

Genauso wunderschön und romantisch wie das Cover, war für mich die Geschichte. Man kann richtig schön abschalten und sich auf die Personen einlassen.
Ich freue mich sehr, dass es hier einen zweiten Teil geben wird, dem ich schon sehr entgegenfiebere.

Informatives, unterhaltsames, ruhiges Sittengemälde, das die viktorianische Ära und die Lebensweise und Gedankenwelt der Menschen dieser Epoche, in den Fokus stellt

Von: Happy-End-Buecher.de- Nicole Datum: 05. Dezember 2017

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, muss dessen Witwe, Mrs. Stanhope mit dem verbliebenen monatlichen Einkommen haushalten. Denn ihre Kinder sind gewisse gehobene Standards gewohnt und Mrs. Stanhope möchte nicht, dass ihre Kinder davon erfahren, wie nah ab finanziellen Abgrund sie sich mittlerweile befinden. Von ihren Nöten sollen auch die Nachbarn nichts zu Ohren bekommen und so werden einmal im Monat prächtige Feste im Haus gegeben. Zum Haushalt gehören neben Mrs. Stanhope und ihren Kindern, wobei die ältesten Töchter, Louise und Beatrice bereits vermählt und ausgezogen sind, Tante George und ihre Freundin nebst Hausangestellten. Eveline, die noch unvermählte Tochter, so würde es die Mutter begrüßen, sollte möglichst bald eine gute Partie machen und hat bereits einen jungen Mann aus gutem, adligem Haus im Auge, doch Eveline hat ganz andere Pläne. Sie interessiert sich sehr für die Photografie und hat das große Glück, dass ihr der nette Photograf aus dem Ort wichtiges technisches Wissen vermitteln möchte. Doch Eveline muss mit harten Bandagen mit ihrer Mutter um dieses angebotene Privileg kämpfen. Überhaupt fühlt sich die junge Frau von der strengen Etikette oftmals wie erdrückt und würde gerne freier und moderner sein.

Als Eveline eines Tages, während einer im Haus ihrer Mutter gegebenen Abendgesellschaft, auf den Chefingenieur Thomas Armitage trifft, geraten der stille, ernste Mann und die quirlige Eveline schnell aneinander. Denn Eveline begrüßt den Fortschritt, den die Eisenbahn mit sich bringt absolut nicht. Sie sieht lediglich die Verschandelung der Natur und die Nachteile für die Bewohner des Ortes. Um Eveline eine andere Sichtweise näher zu bringen, lädt Thomas, Eveline und ihre Familie zur baldigen Eröffnung der neuen Bahnstrecke ein und seltsamerweise schlägt Evelines Herz in Thomas Nähe plötzlich schneller…

Nach dem Lesen des Romans war ich neugierig geworden auf die Autorin, hatte nach dem Lesen daher ein wenig im Netz recherchiert und dabei herausgefunden, dass es sich bei „Die Zeit der Rose“, um den Debütroman der Autorin handelt, der bislang noch nicht als TB in England herausgegeben wurde; zumindest fand ich keinerlei Einträge auf Verkaufsplattformen zu „Stealing Roses“. Immerhin allerdings einen Zeitungsausschnitt, in dem Heather Cooper über ihre Autorentätigkeit erzählt. „Die Zeit der Rose“, ist ein schöner, ruhiger historischer Roman der seine Leser in die viktorianische Ära entführt. Und was mir besonders gut gefallen hat, war, wie gut es die Autorin vermochte trotz der eher spärlichen Vermittlung von fachlichem Hintergrundwissen, was die Technik der Eisenbahn anging, dennoch einen so rundum gelungenen, lebhaften Einblick in besagte Zeitepoche zu schaffen. Statt der Technik, stellte die Autorin nämlich ganz die Eindrücke und die Gedankenwelten ihrer Akteure in den Fokus.

Man konnte sich daher sehr gut in die Akteure hineindenken und ebenso gut verstehen, was der Fortschritt für sie bedeutet haben mag. Überhaupt fand ich die Einblicke in die viktorianische Ära spannend beschrieben, selbst wenn die Handlung auf das Alltagsleben der Frauen und Männer beschränkt blieb. Entfernt erinnerte mich die unaufgeregte, ruhige aber eingängige Erzählweise der Autorin, an die von Astrid Lindgren. Es mag zwar nicht allzu viel geschehen, in Evelines Heimatort; zudem wurde viel „aus dem Off“ geschildert, Dialoge etwas spärlich eingesetzt und manche der Akteure, wirkten nicht allzu facettenreich beschrieben, doch für einen Debütroman fand ich die Leistung von Heather Cooper beachtenswert. Wenn sie ihre Figuren in Zukunft noch ein wenig tiefschürfender charakterisiert, ihnen mehr aussagekräftige Dialoge auf den Leib schreibt, könnte ich mir vorstellen, dass man noch einiges von ihr lesen wird.

Ein atmosphärischer historischer Roman

Von: Buecherliebe99 Datum: 30. November 2017

Wir befinden uns im Jahr 1862 auf der Isle of Wight und begleiten die Familie Stanhope. Evelines Schwestern Louisa und Beatrice sind bereits verheiratet, weshalb es nun an der Zeit ist, einen passenden Gatten für Eveline zu finden - das ist zumindest der Wille von Mrs. Stanhope, dem Familienoberhaupt. Aber Eveline möchte nicht heiraten, vor allem nicht Charles Sandham, den ihre Mutter für sie ausgewählt hat. Sie interessiert sich mehr für Bücher, Fotographie und die Natur. Schließlich lernt sie den Ingenieur Thomas Armitage kennen, der sie über die Vorgänge bezüglich der Eisenbahn informiert, die demnächst auf der Isle of Wight neue Möglichkeiten und Abenteuer bereit halten wird. Eveline ist von dem Konzept gar nicht begeistert, auch Mr. Armitage macht auf sie keinen besonders guten Eindruck. Doch das ist nicht der einzige Schatten, der über die Isle of Wight fällt, denn ein weiteres Drama überschattet die Familie Stanhope...

Eveline ist eine sehr moderne Frau mit ebenso modernen Ansichten. Sie wehrt sich sehr gegen die Rolle der feinen Dame, die ihr von ihrer Familie aufgezwängt wird. Sie ist sehr neugierig, aufgeschlossen und clever. Auch empfindet man als Leser ihren Charakter als sehr sympathisch, da sie genau das sagt, was sie gerade denkt und nie ein Blatt vor den Mund nimmt.

Durch Heather Coopers detaillierte Beschreibungen wird man in eine wirklich wunderschöne Umgebung geführt, die aber nicht nur die Vorzüge der Oberschicht im 19. Jahrhundert darstellt, sondern auch die Leiden der Unterschicht zur Zeit der Industrialisierung. Die Darstellung der Geschehnisse hat mir auch sehr gut gefallen, denn der Schreibstil der Autorin war grandios.

Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis ich wirklich in der Geschichte drin war, da sie auch nur schleppend vorwärts gekommen ist, meiner Meinung nach. Dies ist aber der einzige Schwachpunkt von Heather Coopers "Die Zeit der Rose".

Der Klappentext lässt entnehmen, dass wir uns auch bald auf einen Folgeband freuen dürfen, da es als "Historischer Zweiteiler" bezeichnet wird.

Meine Bewertung: 4/5

Die Zeit der Rose

Von: Ladysmartypants Datum: 20. November 2017

England hat Europa mit der industriellen Revolution in ein neues Zeitalter geführt und die Zukunft maßgeblich beeinflusst. 1862 war diese Revolution schon in vollem Gange und hat auch die Isle of Wight erreicht, das kleine Paradies, das Heather Cooper für das Setting ihres Debütromans Die Zeit der Rose auserkoren hat. Erschienen ist ihr Erstling am 20.11.2017 beim Goldmann Verlag und glücklicherweise hat er am selben Tag den Weg zu mir gefunden, wo er direkt gierig verschlungen wurde.

Die Zeit der Rose handelt von der Geschichte Evelines, deren Mutter sie dringlichst verheiraten möchte. Doch Heirat steht auf Evelines Liste nicht wirklich an erster Stelle, da sich das altmodische Konzept kaum mit ihrer modernen Gesinnung vereinen lässt. Eveline sehnt sich nach Freiheit und nach Abenteuern, zwei Dinge, die einer anständigen Lady selbstredend nicht zustehen. Das hält Eveline jedoch nicht davon ab, offen ihre Meinung zu sagen, sehr zum Missfallen ihrer Mutter, und ihren eigenen Weg zu gehen.

Direkt am Anfang hat mich diese Geschichte sehr an zwei meiner Lieblingsbücher erinnert, nämlich Pride and Prejudice und North and South. Alle drei Bücher haben eine willensstarke und moderne Protagonistin, die den Leser in den Bann zieht und sich nicht von der Gesellschaft vorschreiben lässt, was sie zu tun hat. Weiter als das ging die Ähnlichkeit jedoch nicht, da Die Zeit der Rose eine andere Richtung einschlägt. Trotz der vergleichbaren Umstände der Protagonistin, ist Evelines Geschichte nicht mit der von Elizabeth Bennet oder Margareth Hale zu vergleichen.

Auch wenn viele Charaktere anfangs wirken als wären sie einem klassischen Novel of Manners entsprungen, so findet doch eine Charakterentwicklung und eine gewisse Modernisierung der Ideale statt. Vor allem an der Veränderung der Werte erkennt man den modernen Einfluss, der eine wirkliche Bereicherung für diese Geschichte ist. Was eine altbackene Liebesgeschichte hätte sein können, ist die Geschichte einer starken Frau, die auf eigenen Beinen stehen will, ihr Leben in die Hand nimmt und ihre Familie von ihren Idealen überzeugt. Dabei gibt es in der Geschichte zwar schon einige wenige flache Charaktere, doch diese eignen sich wunderbar als Kontrastmittel und betonen diverse Charakterentwicklungen.

Eveline steht im Zentrum der Geschichte, doch auch ihre zwei älteren Schwestern, ihre Tante und sogar ihre Mutter tragen einen wichtigen Teil bei. Wie die meisten Charaktere, ist Eveline wirklich sympathisch und bildet sich nichts auf ihren Stand ein, was aus damaliger Sicht zwar skandalös, aus heutiger jedoch erfrischend ist. Der Plot schreitet in einem angenehmen Tempo voran und hält die ein oder andere unerwartete Wendung bereit. Allgemein wirkt die Erzählung rund und stimmig, lediglich das Ende macht einen leicht gehetzten Eindruck. Es ist kein schlechtes Ende, absolut nicht, es passt sogar sehr gut zur Geschichte, doch mir ist es ein wenig zu offen, wenn man die Strenge der damaligen Konventionen bedenkt. Sprich, auch wenn es ein schönes Ende ist, wäre es vielleicht effektiver gewesen, es etwas zeitgemäßer zu gestalten.

Alles in allem habe ich die Lektüre wirklich genossen und das Buch auch dementsprechend schnell verschlungen – in weniger als 12 Stunden, um genau zu sein. Es ist eine oberflächlich leichte Geschichte mit überraschend Tiefgang, die einen vor allem über die Rolle der Frau reflektieren lässt. Im Grunde kann ich dieses toll geschriebene und lesenswerte Buch nur empfehlen und hoffen, dass wir alle unsere Wege mit derselben Entschlossenheit gehen wie Eveline, Elizabeth und Margareth.

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