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Yrsa Sigurdardóttir

DNA

Thriller

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Das Buch spielt in Reykjavik, Island

Leserstimmen

Ein spannender Thriller mit psychologischem Tiefgang

Von: Circlestones Blog Datum: 26. Januar 2018

Inhalt:
Helgi muss an diesem Morgen zu einem wichtigen Meeting. Da sieht er die beiden Söhne des Nachbarn mitten auf der Straße stehen. Seine Frau verständigt die Polizei. Kriminalkommissar Huldar und sein Kollege Ríkhardur werden gerufen, denn die Mutter der beiden Jungen ist grausam ermordet wurden. Unter dem Bett findet Huldar die kleine Tochter der Ermordeten, Margrét, die so zu einer wichtigen Zeugin für die Polizei wird. Kurz darauf wird eine weitere Frau ähnlich brutal ermordet.
Es ist der erste Fall, der Kommissar Huldar als leitendem Ermittler übertragen wird. Ein extrem schwieriger Fall, da es keinerlei Spuren gibt und auch keine Zusammenhänge zwischen diesen beiden Fällen zu finden sind, obwohl es sich um den selben Täter handeln muss. Beinahe unmöglich ist auch die notwendige Befragung von Margrét, erst die Psychologin Freyja kann ein gewisses Vertrauen zu ihr aufbauen.
Doch was hat der Chemiestudent Karl Pétursson mit diesem Fall zu tun, ein begeisterter Amateurfunker, der plötzlich über einen Zahlensender täglich Meldungen erhält, die nur aus Zahlenreihen bestehen, darunter seine ID und die ID Nummern von zwei ihm völlig unbekannten Frauen? …

Der bekannten isländischen Autorin ist hier wieder ein atmosphärisch dichter Thriller mit psychologischem Hintergrund gelungen. Thema sind Adoptionen und davon betroffene Kinder. Es geht aber auch im Kinder als Zeugen oder Opfer von Verbrechen, die nur mit äußerster Zurückhaltung und Fingerspitzengefühl von der Polizei einvernommen werden können. Sehr gut geschildert ist auch die Zusammenarbeit mit Kinderpsychologen in Bezug auf Fragenstellung, Interpretation und Glaubwürdigkeit. Themen, die mehrmals und in unterschiedlichen Settings auftreten, sind Familie, der Verlust der Mutter, Zusammenhalt unter Geschwistern.

Der ermittelnde Kommissar Huldar wurde eher durch Zufall mit diesem Fall betraut und ist so plötzlich der Vorgesetzte seiner bisherigen Kollegen. Ihm ist klar, dass es ihm unbedingt gelingen muss, den Fall zu lösen. Dieses Wissen im Hintergrund verunsichert ihn manchmal, lässt ihn ungeduldig werden und je deutlicher es wird, dass sie alle völlig im Dunkeln ermitteln, weil es kaum Spuren gibt, desto größer wird der innere Druck. „Es war sicher angenehm, ein Berg zu sein, der nie in Schwierigkeiten geriet oder Aufgaben übernehmen musste, denen er nicht gewachsen war.“ (Zitat Seite 182)
Auch wenn er in zwischenmenschlichen Beziehungen etwas tollpatschig agiert, ist er ein insgesamt sympathischer Ermittler, dessen Gedankengänge auf der Suche nach dem Täter und auch die Anstrengungen, aus seinen Leuten ein Team zu bilden, authentisch bleiben.

Der immer ernste, sehr korrekte, an den Folgen seiner gerade stattfindenden Scheidung leidende Ríkhardur ist sein Freund und engster Mitarbeiter, der sich vor allem mit der mühsamen Durchsicht aller Unterlagen und Recherchen beschäftigt. Auf Grund eines Vorfalls mit dessen damals Noch-Ehefrau Karlotta hat Huldar ein stetes schlechtes Gewissen gegenüber Ríkhardur, was auch die Zusammenarbeit beeinflusst.

Die junge Psychologin Freyja hat sich vor kurzer Zeit von ihrem Lebensgefährten getrennt und bewohnt die Wohnung ihres Bruders und versorgt seine Hündin Mollý, während dieser eine Gefängnisstrafe absitzt. Obwohl persönlich noch immer von Hulgar enttäuscht und zornig auf ihn, lernt sie seine Arbeit im Zuge der Ermittlungen schätzen.

Karl Pétursson könnte man als Loser bezeichnen, auch er selbst sieht das so. Durch den Tod seiner Ziehmutter aus der Bahn geworfen, quält er sich irgendwie durch sein Chemie-Studium, trifft sich mit seinen einzigen Freunden Börkur und Halli, ähnliche Einzelgänger wie er selbst. Er gibt jedoch die Hoffnung nicht auf, sein Leben ändern zu können, was ihn für den Leser sympathisch macht. Seine wirkliche Leidenschaft ist der Amateurfunk und als er zufällig einen geheimnisvollen Sender abhört, wo jemand eigenartige Zahlenreihen vorliest, scheint für ihn sein Leben endlich wirklich spannend und abenteuerlich zu werden.

Die Geschichte beginnt mit einem Ereignis, das 28 Jahre vor der aktuellen Handlung liegt und wo es zunächst keinen erkennbaren Zusammenhang gibt. Dieses Ereignis ist nur dem Leser bekannt, nicht den ermittelnden Kommissaren, sodass es der Phantasie des Lesers überlassen ist, mögliche Verbindungen zu den aktuellen Verbrechen herzustellen. Dadurch beginnt die Handlung spannend und die Autorin hält diesen Spannungsbogen bis zum Finale und Aufklärung aufrecht. Sie entwickelt mehrere mögliche Lösungen, denen sie auch die Ermittler folgen lässt, um sie dann durch einen Twist als falsch zu erklären und statt dessen neue Varianten anzubieten. Dennoch bleibt die Handlung nachvollziehbar und auch die Erklärung der Lösung des Falles ist stimmig.

Die Sprache ist dem spannenden, sachlichen Genre Thriller angepasst, mit detaillierten Beschreibungen der einzelnen Protagonisten, ihres Lebensumfeldes und auch der örtlichen Gegebenheiten. Bei der Schilderung der Morde ist es ihr wesentlich wichtiger, das verzweifelte Schwanken zwischen Angst und Hoffnung der Opfer zu zeigen, als verbale Blutbäder zu verfassen.

Ein spannender Thriller einer bekannten Autorin, die Themen und Charaktere geben dem Plot den notwendigen Tiefgang, um ein umfassendes Lesevergnügen zu garantieren.

Alles begann mit einer Adoption...

Von: d.bibliomaniac Datum: 23. Januar 2018

Autor: Yrsa Sigurdardóttir

Verlag: btb

Genre: Thriller

Preis: 10€

Seitenanzahl: 479 Seiten

Inhalt:

ER SCHLÄGT ERBARMUNGSLOS ZU. WIE AUS DEM NICHTS.

Zwei tote Frauen innerhalb kürzester Zeit. Ermordet zu Hause, im Schutz der eigenen vier Wände, auf brutalste Weise.

Kommissar Huldar muss sich beweisen – doch die Zusammenarbeit mit der jungen Psychologin Freyja wird zur Herausforderung.



Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavík. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel.

Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat.

Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Meine Meinung:

Ich bin ein großer Fan der isländischen Schriftstellerin. Bis jetzt habe ich zwei Thriller von ihr gelesen und sie haben mir beide sehr gut gefallen. DNA sogar noch besser als Sog, was daran liegt, dass die Geschichte noch einfallsreicher, noch tief gehender ist. Ich mag die Charaktere, also Freyja und Huldar, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und glaubwürdig. Der Kommissar ist kein Held; er kennt seine Grenzen und macht Dinge falsch, steht allerdings immer dazu und ist in jeder Hinsicht sympathisch, ganz genauso wie die junge Kinderpsychologin, die wirklich mit dem Herzen bei der Sache ist.

Der Schreibstil ist flüssig, das Buch liest sich wirklich gut und die Dialoge sind ebenfalls überzeugend. Es werden interessante Einblicke in die Polizeiarbeit geboten und man ist gezwungen, die ganze Zeit mitzurätseln, wer denn der Mörder sein könnte und ist frustriert, wenn wieder einmal eine Spur ins Leere führt.

Auch die parallelen Handlungsstränge, die auf eine gegenseitige Konfrontation hinauslaufen, machten das Geschehen noch spannender, weil der Leser weiß, wie es wirklich aussieht und die Polizei eben nicht. Das hat mir mitunter auch gut gefallen.

Der Mörder, die Morde und seine Motive sind Yrsa ebenfalls gelungen, wie ich finde. Ich habe den zweiten Band schon vor dem ersten gelesen und hatte deshalb von Anfang einen Verdacht – der sich bewahrheitet war – und dennoch war ich überrascht, als es zur Auflösung kam, also war es für mich nicht ganz so schlimm gewesen, herauszufinden, dass ich recht hatte.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

Fazit:

Spannend, niemals langatmig und mit zwei sehr sympathischen Hauptcharakteren gesegnet.

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Packender Thriller !

Von: Enum Datum: 21. Januar 2018

- I N H A L T -

" Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen." 

Quelle: www.Blogger.randomhouse.de

- M E I N U N G -

Der Thriller "DNA" ist in verschiedenen Perspektiven geschrieben, zum einen aus der des Polizisten Huldar, der Kinderhausarbeiterin Freyja, des Chemiestudenten Karls und den verschiedenen Opfern, die dem Mörder quasi ausgeliefert sind.

Ich hatte keine Probleme in das Buch rein zukommen und fand vorallem die isländischen Namen und Orte der Geschichte mal sehr erfrischend. Es ist immerwieder schön mal Geschichten zu lesen, mit eher mal außergewöhnlichen Namen, die einem somit auch eher im Gedächtnis bleiben !

Wie schon gesägt, ist der Schreibstil der Autorin mehr als angenehm, ich habe mich direkt in der Geschichte wieder gefunden und hatte ab Seite 100 dann auch das Problem, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen Wollte.

Es ist wirklich mehr als spannend und unendlich nervenaufreibend ! So individuell wie die Charaktere sind so außergewöhnlich und vorallem brutal waren auch die Morde.

Gerade, wenn man viele Thriller liest, kommt man desöfteren an den Punkt, wo man das Gefühl hat irgendetwas irgendwo schonmal gelesen zu haben, doch nicht hier !  Ich habe bisher kein vergleichbares Buch gelesen und kann es so wirklich nur jedem Thriller-Fan ans Herz legen.

Freyja und die kleine Magret sind mir besonders ans Herz gewachsen, sowie Molly. Ich habe stetig mitgefiebert und teilweise Verbindungen gezogen, wo keine waren, da man teilweise erstmal im Dunkeln tappt, bis dann das unglaublich packende finale mit einer unbeschreiblichen Wendung über einen hineinbricht und man wirklich erstmal die Zeit braucht das alles zu verdauen !

Ich kann dieses BH wirklich nur empfehlen, es ist in meinen Augen sowohl für Thriller-Neulinge, als auch für Thriller-Fans geeignet. Ich werde definitiv noch weitere Werke von Yrsa Sigurdardottir lesen !

- B E W E R T U N G -

Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 Sternen !

Großartiger Thriller

Von: Geschichtenentdecker Datum: 21. Januar 2018

Auf dem Cover, das ich übrigens sehr ansprechend finde, steht, dass Erik Axl Sund über Yrsa Sigudardottir gesagt hat, sie sei eine „brillante Autorin“ und dem kann ich nur zustimmen. Ich bin schon lange Fan von ihren Thrillern und konnte auch diesen nicht aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite gelesen habe.

DNA ist der Start einer neuen Serie um den Komissar Huldar und die Psychologin Freyja. Nach dem ersten Mord treffen die beiden aufeinander und sind so gar nicht begeistert darüber, dass sie nun zusammenarbeiten müssen. Aber es bleibt nicht viel Zeit, denn der Mörder hat einen zweiten Mord angekündigt und außer ein paar kleinen Anhaltspunkten, gibt es keine Zeugen und Spuren, die zum Täter führen…

Yrsa Sigurdardottir, hat einen fesselnden Schreibstil, der einfach gut zu lesen ist und bringt durch immer neue Wendungen Spannung in ihr Buch, die einem zwischendurch den Atem nimmt. Die Charaktere sind dabei so gut beschrieben und ausgearbeitet, dass sie authentisch und real wirken und auch die Handlungsorte sind ausreichend und bildlich beschrieben, dass einen manchmal richtig das Grauen überwältigt. Die Realität entsteht auch durch ihre gute Recherche und realistische Beschreibung mir völlig unbekannter Dinge, wie hier zum Beispiel die Arbeit der Amateurfunker!

"Darin lag der Charme. Diese Zahlenfolgen, von gefühllosen, kalten und gleichzeitig unschuldigen Stimmen ganz exakt vorgetragen, ordneten möglicherweise Hinrichtungen oder Angriffe an." (Zitat / Seite 53)

Ich lese viele Thriller und bin mir oft schon nach ein paar Kapiteln sicher, wie das Buch ausgeht, aber diese großartige Autorin schafft es immer wieder mich auch noch auf der letzten Seite total zu überraschen!

Fazit:
Für dieses Buch vergebe ich ⭐⭐⭐⭐⭐ /⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne!!
Jeder, der Thriller mag, wird dieses Buch lieben. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Folgen!

ich bin ein absoluter Island Fan ob Land, Fußball oder hier Schriftsteller. Spannend mit Gänsehaut-Garantie

Von: Melanie Berg Datum: 07. Januar 2018

Rezension von Melanie zu DNA (Kommissar Huldar und Psychologin Freyja, Band 1) von @Yrsa Sigurdardóttir

5 von 5 �� ich bin ein absoluter Island Fan ob Land, Fußball oder hier Schriftsteller. Spannend mit Gänsehaut-Garantie

Inhalt
Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Meinung
Ich bin zum einen wg. dem Cover und dem unaussprechlichen Namen der Autorin auf das Buch aufmerksam geworden. Und als bekennende Thrillerqueen ist es genau mein Genre. Ungewöhnliche Todesarten sind für mich ein regelrechter Magnet gewesen. Und läßt mich wie üblich mit der Frage zurück: was bewegt einen zu so einem Mord?

Das Cover passt hervorragend zur Story ein Kreuz für Tod aus Panzertape, was es damit auf sich hat lest mal schön selber.

Die Namen der Protagonisten sind für unser eins gewöhnungsbedürftig.

Es gibt irgendwie 2 Storylines, die sich im Laufe des Voranschreitens immer mehr annäherten.

Toller flüssiger Schreibstil klar und sehr detailverliebt. Und der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufgebaut.

Charaktere
-Huldar, ist Kommissar, oder doch Zimmermann ��, bekommt den Fall als Einsatzleiter, da die Polizei ein Imageproblem hat und er noch unbelastet ist. Er ist Single und findet aber gerne mal eine Frau für eine Nacht. Irgendwie ein Trottel was seine kurzweiligen Romanzen angeht, aberichtet auch ehrgeizig, unbeholfen und sympathisch.
- Freyja, eine junge Psychologin, die für das Jugendamt arbeitet, sucht eine eigene Wohnung und einen guten Mann; lebt zur Zeit in der Wohnung ihres Bruders, der im Gefängnis sitzt. Klug, hübsch und sympathisch.
- dann gibt es 2 Kollegen in Huldars Team eine Frau, die mehr Mann ist als der Kollege, dieser ist immer penibel angezogen und herausgeputzt. Wurde frisch von seiner Frau verlassen. Alle im Team arbeiten aber bis zur Erschöpfung.

- dann sind da noch die Brüder Karl ( ein Loser, der nichts auf die Reihe kriegt und als Funker 90 % seiner Freizeit verbringt damit, er ist adoptiert) und Arnar ( das totale Gegenteil von Karl, ist charismatisch, erfolgreich und verheiratet, er lebt in Amerika und ist auch adoptiert ).
Man will wissen, was diese beiden Männer und diverse Funknachrichten mit den beiden Morden zu tun hat!

Absolut gelungener erster Teil von Huldar und Freyja. Klare Leseempfehlung! Ich freue mich diebisch auf die nächsten Teile.

Fakten
512 Seiten
TB 10,00 €
Ebook 8,99 €

Erschienen im @btb Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier :
https://www.amazon.de/gp/aw/d/344271575X/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1514645725&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=dna+yrsa+sigurdardóttir&dpPl=1&dpID=61AGtZgW8vL&ref=plSrch#mediaMatrix_secondary_view_div_1514647196157

Selbstgekauft in Berlin!
Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

brutalen Vorzeichen

Von: Himmelsblume Datum: 28. Dezember 2017

Von Autorin Yrsa Sigurdardóttir kenne ich bereits die Bücher Nebelmord, die eisblaue Spur, sowie das Büchlein Seelen im Eis und bin daher mit Ihrer Schreibweise vertraut. Es verwundert also kaum, dass ich in die Story gut hineingefunden hatte und mich sofort wohl fülte. Wobei, bei einem Thriller man sich nie wirklich wohlfühlt und sich so ihre Gedanken mit dem Geschehen macht. Es kommt hin und wieder auch vor, dass man sich durch einen Thriller und deren Spannung dahinter sehr unwohl fühlt… Obwohl das auch schon wieder fast das falsche Wort dafür ist. Aber besonders die Mädels unter Euch, kennen das Gefühl bei einem Horrorfilm nicht hinschauen zu können. So ähnlich ist das Gefühl hin und wieder auch bei solchen Büchern.

Das Buch ist Mal wieder das beste Beispiel dafür, wie viel Fantasie einem im Kopf entstehen kann und wie Real es dennoch zugehen könnte. Schon im ersten Kapitel geht es mit einem grausamen Versprechen los, und hierbei wurde alles so bildlich beschrieben, dass man denken könnte, die Autorin hat es live mit erlebt. Doch genau das ist es, was mich immer wieder dazu bringt, die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir zu lesen. Aber kommen wir zurück zu Story.

*Der nächste Abschnitt des Beitrages enthält Spoiler, sowie einen sehr erschreckenden und brutalen Einblick in das Buch. NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN*

An den frühen Morgenstunden wurden Zwei Jungs mit Schlafanzügen auf der Straße entdeckt. Zuerst denkt man an nichts Böses, und die Zwei hätten sich nur ausgesperrt und die Eltern der beiden schlafen noch. Doch als die Polizei herbeigerufen wird und man im Hause, nach dem rechtem schaute, wird die junge Mutter tot aufgefunden. Ihr Gesicht ist mit Klebeband umwickelt und im Rachen steckt das Rohr eines Staubsaugers. Noch schlimmer, unter dem Bett finden sie die 7 jährige Tochter Margrét. Sie scheint den Mord beobachtet zu haben und …

Was für eine Geschichte. Es fiel einen unglaublich schwer, dass Buch aus den Händen zu legen. Man wollte unbedingt lesen wie es weiter geht, den an einem Mord bleib es nicht. Eine weitere junge Frau wurde solch einer Art zu tote gequält und man leidet so sehr mit. Aber fiebert auch Kommissar Huldar und Psychologin Freyja entgegen. Beide haben übrigens sehr interessante Charaktere, harmonieren zudem gut zusammen. Doch möchte ich in diesem Punkt gerne Schluss machen und das Büchlein Euch wärmsten empfehlen.

Ich werde demnächst mit Band zwei anfangen und bin sehr gespannt, wie es mit Kommissar Huldar und Psychologin Freyja weiter geht. Welche Fälle noch auf einen warten und ob sie diese Story toppen kann. Meine Erwartungen sind also hoch.

Yrsa Sigurdardóttirs „DNA“ – Mörderisches Island

Von: Simon Sperl Datum: 15. November 2017

Brutale Morde – ungewohnte Tatwaffen

Als am frühen Morgen zwei Jungen in Schlafanzügen auf der Straße entdeckt werden, ahnen die Nachbarn noch nichts Böses. Doch die herbeigerufene Polizei muss schnell feststellen, dass die Jungen sich nicht bloß ausgesperrt haben und die Eltern noch schlafen, sondern die junge Mutter ermordet im Bett liegt. Gefesselt, ihr Gesicht mit Klebeband umwickelt und im Rachen das Rohr des Staubsaugers – grausam und widerwärtig. Doch am aller Schlimmsten: Unter dem Bett liegt die siebenjährige Tochter Margrét, die als einzige Zeugin den grausamen Mord an ihrer Mutter miterleben musste.

Mit dem Fall betreut wird Kommissar Huldar, der bei den Ermittlungen nur deswegen den erfahrenen Kollegen vorgezogen wird, weil diese wegen einiger Skandale aus der Öffentlichkeit genommen werden sollen. Um die kleine Margrét überhaupt vernehmen zu können, wird die Psychologin Freyja hinzugezogen. Eigentlich eine gute Idee, wäre da nicht der Zwischenfall zwischen ihr und Huldar. Denn zwischen den beiden ist es kurz zuvor zu einem One-Night-Stand gekommen. Klingt gar nicht so dramatisch, wenn Huldar nicht einen falschen Namen, einen anderen Beruf genannt hätte und am Morgen ohne Abschied verschwunden wäre. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen Rikhardur und Kollegin Erla gestaltet sich als schwierig. Denn beide haben Probleme ihren ehemaligen Kollegen als Vorgesetzten zu akzeptieren, zumal Huldar auch mit Rikhardurs Frau eine Nacht verbrachte. So beginnen die Ermittlungen unter ungünstigen Voraussetzungen.

Doch das Team muss funktionieren, denn es bleibt nicht bei einem Mord: Astros, eine pensionierte Lehrerin, wird in Wohnung umgebracht. Ebenso brutal – diesmal nicht mit einem Staubsauger, sondern mit einem Lockenstab. Trotz aller Anstrengungen will sich bei den Ermittlungen kein Fortschritt einstellen. Alle Verdächtigen entpuppen sich als falsche Spur und die Sorge vor dem nächsten Mord wächst von Tag zu Tag.

Und dann ist da noch Student Karl: Nur zwei Freunde Halli und Börkur, ein bislang erfolgloses Chemie-Studium, ein Bruder in Amerika, die Mutter tot, dafür aber begeisterter Hobby-Funker. Ausgerechnet er empfängt im Keller einen isländischen Zahlensender, der stündlich kryptische Nachrichten sendet. Als er eine der Zahlenreihen als seine Personen-ID identifiziert, wird er neugierig und entdeckt, dass eine weitere der Reihen zur ermordeten Mutter Margréts gehört. Aus Neugier unternimmt er den Versuch, auch die Inhalte der anderen Sendungen zu entschlüsseln. Dass er sich und seine Freunde in Gefahr bringt, ahnt er da noch nicht.

Grausamer und brillanter Auftakt der Thriller-Reihe

Mit „DNA“ startet die isländische Bestsellerautorin Yrsa Sigurdardóttir die neue Reihe um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Aus dem Norden ist man harte Krimi- und Thriller-Kost gewohnt, das trifft auch auf „DNA“ zu. Diese Härte betrifft sowohl die Beschreibung körperlicher als auch psychischer Gewalt, ohne jedoch die Taten an sich en Detail zu beschreiben. Einerseits schildert sie die Morde wort- und vor allem bildgewaltig, andererseits lassen die Beschreibungen so viel Phantasie, um im Kopf eigene Bilder entstehen zu lassen.

Mit Huldar und Freyja hat die Autorin zwei Charaktere angelegt, die von Beginn an faszinieren. Huldar als erfahrener Kommissar, der aber in seiner Chefermittlerrolle Neuland betritt und fast schon überfordert ist. Privat aber noch mehr Schwierigkeiten hat, die ihm dann auch noch in seiner Funktion als Polizist und bei den Ermittlungen hinderlich sind. Denn ausgerechnet mit Freyja musste er sich in einem One-Night-Stand hingeben und dann auch noch belügen. Kein Wunder also, dass die Stimmung zwischen den beiden miserabel ist. Natürlich steht der Fall der ermordeten Frauen im Vordergrund, gleichzeitig ist es spannend zu sehen, wie sich das Verhältnis zwischen Huldar und Freyja entwickelt. Gerade vor dem Hintergrund, dass es eben eine Thriller-Reihe mit diesen beiden Akteuren sein wird und mit „Sog“ bereits ein zweiter Fall veröffentlicht ist.

Lange Zeit, quasi bis kurz vor dem Ende, tappt man sowohl über Motiv als auch den Täter (oder die Täterin) im Dunkeln: Spuren werden gelegt und wieder verworfen. Zu keinem Zeitpunkt lässt sich ahnen, wer dahinter steckt. Auch der Prolog und das Wissen darum, dass dieser für die Taten eine Rolle spielen, helfen nicht weiter. Dafür wird man als Leser/in immer wieder in die Irre geleitet und zusätzliche Spannung aufgebaut. So dass am Ende die Verblüffung über die Hintergründe und die Auflösung groß ist. „DNA“ ist nichts für schwache Nerven und kann für Schlafmangel sorgen.

* Sie erhalten Informationen kostenlos und unverbindlich per E-Mail. Nach Absenden der gewünschten Mail-Adresse bekommt der Empfänger eine E-Mail mit der Bitte, die Aufnahme in den Verteiler zu bestätigen. Mit dieser Bestätigung wird der Eintrag in den Verteiler aktiviert. Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier. Bei Fragen und Anmerkungen senden Sie bitte eine E-Mail an Datenschutz@randomhouse.de