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Mikael Bergstrand

Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half

Roman

Die Fortsetzung des Überraschungserfolgs!

Abwarten und Eiscreme essen. So oder so ähnlich könnte man Göran Borgs Lebensmotto zusammenfassen. Der Mittfünfziger aus Malmö ist nach seinem Jahr in Indien wieder im schwedischen Alltag angekommen – und mitten in einer Identitätskrise. Einziger Lichtblick: die bevorstehende Hochzeit seines besten Freundes aus Delhi, Yogi. Doch die wird immer wieder verschoben – aufgrund »horoskopieller« Umstände. Trotzdem reist Göran spontan nach Delhi und findet schnell heraus: Die Hochzeit mit der schönen Lakshmi wurde aus ganz anderen Gründen verschoben …

Das Buch spielt in Darjeeling, Indien

Leserstimmen

Humorvoll, liebevoll, intelligent, genial

Von: Sigismund von Dobschütz - Buchbesprechung Datum: 14. März 2018

Wirklich herzhaft lachen, ohne dass dieses Buch gar lächerlich oder banal wäre, darf man guten Gewissens bei der Lektüre des Romans „Der 50-Jährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half“ des schwedischen Autors Mikael Bergstrand (57). Es ist nach seinem Bestseller „Der 50-Jährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte“ (2014) der zweite Band der überaus humorvollen Trilogie um den etwas phlegmatischen Mittfünfziger Göran Borg, erstmals 2016 auf Deutsch, im Dezember 2017 nun auch als Taschenbuch im btb-Verlag erschienen. Nach seinem einjährigen Aufenthalt in Indien – davon berichtete uns der erste Band – arbeitet der Schwede Göran Borg nun wieder im heimatlichen Malmö, plagt sich mit seiner Midlife-Crisis und seiner an ihm verzweifelnden Psychotherapeutin herum, muss am Arbeitsplatz in der Werbeagentur lustlos über „humorvolle Texte über Prostata und Inkontinenz“ nachdenken, sehnt sich dabei nach Indien zu seinem zehn Jahre jüngeren Freund Yogi zurück, der demnächst die schöne Lakshmi heiraten will, doch seine Hochzeit aus „horoskopiellen Gründen“ immer wieder verschiebt. Schließlich hält es Göran in Schweden nicht mehr aus und er fliegt doch spontan ein zweites Mal nach Indien - in dieses geheimnisvolle und wunderbare Land mit seinen „drei Millionen Göttern und drei Mal so vielen Inkarnationen von ihnen, 300 Millionen Kühen und 18 offiziellen Sprachen“. So sehr sich dieses asiatische Land mit britisch-kolonialer Geschichte durch seine Kultur, seine Einwohner und deren Lebensart von uns unterscheidet, gelingt es dem Autor auf eine intelligente, humorvolle, leicht spöttische, niemals überhebliche, sondern besonders liebevolle Art, uns Indien und seine Bewohner mit allen Stärken und Schwächen derart nahe zu bringen, dass man beim Lesen selbst versucht ist, wie Protagonist Göran Borg sofort alles stehen und liegen zu lassen und nach Darjeeling aufzubrechen. Denn genau dort nimmt diesmal das Schicksal seines Freundes Yogi und dessen Braut Lakshmi seinen verhängnisvollen und abenteuerlichen Lauf – auf einer heruntergekommenen Teeplantage. Natürlich findet das Abenteuer ein glückliches Ende, an dessen Zustandekommen auch Göran Borg beteiligt ist und dadurch sein bröckelndes Selbstbewusstsein des Mittfünfzigers wieder stärkt und seinem Leben neuen Sinn gibt. In jedem Satz dieses Romans, in jeder Situationsschilderung spürt man die Faszination und Empathie, die Autor Mikael Bergstrand mit Indien verbindet. Immerhin arbeitete er selbst seit 2007 vier Jahre lang als Korrespondent in Neu-Delhi, hat also Indien genau kennenlernen dürfen. Seine Eindrücke und Erlebnisse verarbeitete er seit seiner Rückkehr in dieser Trilogie um den etwas phlegmatischen Göran Borg, wobei gewisse Gemeinsamkeiten des Protagonisten mit dem heute 57-jährigen Autor wohl nicht auszuschließen sind. Diesen zweiten Band kann man auch gut lesen, falls man Band 1 verpasst hat. Doch sollte man keinesfalls im Mai 2018 die deutsche Erstausgabe von Band 3 verpassen. Denn dann kommt Görans indischer Freund Yogi nach Schweden und mischt die kühlen Skandinavier als „Der Apfelblüten-Guru“ auf. Wir dürfen freudig gespannt sein.

Eine schöne Indien-Reise

Von: Diamondgirl Datum: 06. März 2018

Das Buch ist der 2. Teil einer Trilogie von Mikael Bergstrand um den Schweden Göran Borg, der im ersten Band offenbar seine Liebe zu Indien entdeckte und dort einen sehr guten Freund fand: Yogi - wie er er von seinen Freunden genannt wird.
Mit Göran einen Draht zu bekommen, fiel mir nicht leicht. Er ist ein echter Langeweiler und bemitleidet sich mehr selbst als jeder andere Protagonist, über den ich bisher gelesen habe. Er dümpelt also in Schweden so vor sich hin - geschieden und 2facher Vater, wobei er seinen Sohn so gut wie nie sieht. Seine Tochter hingegen pflegt regelmäßigen Kontakt mit ihm und sagt ihm auch deutlich genug, was sie von ihm hält.
Er besucht außerdem eine Therapeutin, die sich bestmöglich bemüht, ihn auf die Füße zu stellen. Also sucht er wieder etwas Kontakt zu Freunden, die er lange vernachlässigt hat und trifft dabei auf einen Unbekannten, der ihm innig vertraut vorkommt. Er verbringt einen guten Teil seiner Freizeit mit ihm, bis ihm ein erschreckender Verdacht kommt.
Statt das Gespräch zu suchen, tut er das, was er offenbar am besten kann: Er ergreift die Flucht! Und zwar natürlich wieder nach Indien, wo sein Freund Yogi in einigen Wochen heiraten möchte, auch wenn die Hochzeit bereits verschoben wurde. So erreicht er auf Seite 81 dann Indien und der eigentliche Handlungsstrang beginnt. Zur Handlung möchte ich gar nicht mehr erzählen, denn alles würde nur als Spoiler dienen und die Spannung nehmen. Denn Überraschungen gibt es wirklich genügend im Verlauf des Buches.
Vielleicht noch etwas zu den anderen Personen: Yogi ist ein (für mich) nerviger Schwadlappen, der keinen kurzen Satz formulieren kann, sondern alles möglichst blumig und umständlich ausdrücken muss. Da diese Satzgebilde jedoch auch höchst amüsant sind, machte es mir überhaupt nichts aus. Nur im richtigen Leben würde mich so jemand komplett abschrecken. Seine geliebte Amma (Mutter) hingegen ist ein rechter Hausdrache und eine Helikopter-Mutter erster Güte. Sie leitet und lenkt die Geschicke des Hauses, das außer Yogi und Amma noch einige Dienstboten umfasst. Dann ist da noch Lakshmi, die Verlobte von Yogi. Sie ist in etwa eine jüngere Ausgabe von Amma, mit dem Unterschied, dass sie doch weniger herrisch vorgeht und daher auch für andere Beteiligte deutlich erträglicher ist.

Bergstrand hat einen ausgesprochen erfrischenden, modernen Schreibstil und mir ist keine Sekunde langweilig bei der Lektüre gewesen, die mir vom Inhalt her eigentlich überhaupt nicht interessant erschien. Es war mehr ein Verzweiflungsbuch, da es die einzige passable Möglichkeit für mich als VdM war. Mein Instinkt, ein Buch eines Skandinaviers zu wählen, erwies sich wieder einmal als richtig.
Das Buch ist in weiten Teilen durchaus turbulent durch seine teils abenteuerlichen Wendungen und Geschehnisse. Dabei immer amüsant und manches Mal musste ich doch kichern oder grinsen bei den Schilderungen. Meines Erachtens bietet sich die Geschichte absolut als Filmstoff für eine Komödie an!
Man merkt dem Autor seine Liebe zu Indien an. Seine Landschaftsschilderungen und vor allem die Beschreibung der Mentalität sind ihm hervorragend gelungen! Den ersten Band kenne ich leider nicht, aber ich werde den dritten Band sicher irgendwann lesen.
Manchmal haben mich jedoch etwas die verklärten Blicke in Richtung Yogi gestört. Da das Buch aus Sicht von Göran geschrieben ist, kann man an seinen Gedanken durchweg teilhaben und da dachte ich oft, dass so doch niemand denkt - außer von dem Partner in den man gerade verliebt ist oder vielleicht von eigenen Kindern (bei denen ja oft die rosa Brille vor der Wahrheit schützt). Da mir solch ein Verhalten total fremd ist, hatte ich damit oft Schwierigkeiten und das Buch wurde an diesen Stellen für mich total unglaubwürdig.
Dennoch kann ich es nur weiterempfehlen!

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Ein bisschen Indien

Von: Heidi Datum: 26. Januar 2018

Zum Inhalt:
Göran Borg hat eigentlich immer Angst. Durch seine Therapie kann er diese sogar in Zahlen ausdrücken, und beschreiben wo er seine aktuelle Situation gerade einstufen würde. Für alleine diesen Zweck hat er sich seine persönliche Unbehagen-Skala eingerichtet.
Wochen nach seiner Auszeit in Indien versucht er die Therapievorschläge seiner Therapeutin umzusetzen. Als er allerdings hinter das Geheimnis seines neuen Freundes kommt, versetzt ihn das so sehr in Panik das er umgehend seine Koffer packt und wieder nach Indien fährt. In Indien angekommen stellt er fest das doch nicht alles so einfach und so leicht ist wie er es in Erinnerung hat. Allerdings lernt er dieses mal mit Situationen umzugehen die Monate zuvor für ihn noch unvorstellbar gewesen wären.

Mein Fazit:
Ich hätte das Buch nur auf Grund des Titels niemals gelesen. Hier hat mich die Kurzbeschreibung neugierig werden lassen. Auch finde ich das Cover nicht so passend wie bei einigen anderen Büchern.
Aber es ist ein geniales Buch was auf eine sehr unterhaltsame Art eine fiktive Geschichte erzählt. Alle Charaktere sind sehr stimmig und jeder passt auf seine Weise. Situations-Komik lässt sich in vielen Momenten finden und man muss unweigerlich grinsen. Auch mit den typischen Unter- und Übertreibungen eines Inders wird hier nicht gespart. Einige Klischees werden auf jeden Fall bedient .Was der Geschichte allerdings wirklich gut tut, und dadurch besondere Momente gibt.
Ich würde die Geschichte als spannend, unterhaltsam, abwechslungsreich und lustig beschreiben. Daher vergebe ich sehr gerne 5 ***** und eine Leseempfehlung.

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