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Jens Lapidus

SCHWEIGEPFLICHT

Thriller

Emelie Jansson ist frisch gebackene Anwältin - und hoffnungsvoller Nachwuchs einer der angesehensten Anwaltsfirmen des Landes. Teddy ist ein Ex-Knacki, der für diese Firma Spezialnachforschungen betreibt und sich fortan auf der anständigen Seite des Lebens bewegen will. Doch dann wird in einem Sommerhaus auf den Stockholmer Schären ein schrecklich zugerichteter Toter gefunden, ein bewusstloser Mann wegen dieser Tat in U-Haft genommen, und ein Karussell setzt sich in Fahrt, das alles in Frage stellt, wofür Emelie und Teddie angetreten sind: Karriere, Freiheit, eine Zukunft. Wird es den beiden gelingen, die richtigen Entscheidungen zu treffen?

Das Buch spielt in Stockholm, Schweden

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Leserstimmen

Überzeugender Thriller

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 29. Mai 2019

„„Ich muss nach Hause“, hatte er gesagt, als sie ihn aufforderte, zu bleiben“.

Eine kleine Szene nur der Zusammenarbeit der frischgebackenen Anwältin (und in diesem Fall des jungen Mannes Benjamin pro bono, heimlich und nervös unterwegs) und des freien Mitarbeiters der Kanzlei, ihres Arbeitgebers, Teddy. Der einen gravierenden Fehler begangen hatte vor in etwa einem Jahrzehnt, für diesen äußerlich bezahlt hat und innerlich noch zahlt.

Und sich nun eine merkwürdige Querverbindung ergibt. Denn der verletzte junge Mann, der in der Nähe eines Mordschauplatzes einen Verkehrsunfall erlitten hat und nun des Mords verdächtigt wird, ist der Sohn genau jenes Mannes, den Teddy durch seine damalige Tat „aus der Bahn geworfen hat.

Was nicht die letzte Querverbindung bleiben wird, denn Teddys Neffe, auch mit einigen Schwierigkeiten in seiner Person und seinem Umfeld versehen, hat seine Zeit in einem Erziehungsheim hinter sich gebracht und drängt (und wird gedrängt) mit einiger Wucht wieder in seine alte Gang.

Zwei scheinbar voneinander getrennte Dinge, die Teddy dennoch überaus beschäftigten werden, samt einer ominösen Festplatte, deren Dateien Teddys damaliges Opfer schockiert geöffnet hatte.

Das in den kriminellen Kreisen Stockholms ebenso eine „Omerta“ herrscht, wie in den klassischen Mafia Kreisen weltweit, dass Nikola, sein Neffe, in Gefahr geraten wird, dass die Kreise des „Clans“ nicht nur durch Ermittlungen der Polizei und die internen Verbindungen, die Teddy herstellen wird, unter Druck geraten, sondern auch durch stramm rechts-nationale politische Kräfte Gewalt mit ins Spiel geraten wird, all das verkompliziert (für den Leser in bester Weise) den zunächst einfach erscheinenden Fall eines Gewaltverbrechens und führt Teddy und Emilie mehr und mehr an den Rand der Belastbarkeit in jedwedem Sinne.

Bis klar wird, dass die beiden nicht nur mit ihrer Reputation, ihrem Einkommen, ihrem Beruf spielen, sondern auch das körperliche Wohl mehr und mehr gefährdet wird und auch vor den Familien nicht Halt gemacht werden wird.

Was Lapidus lange Zeit undurchschaubar fast gestaltet, den Leser aber dennoch mit den roten Fäden der Personen (die differenziert ausgestaltet vorliegen) und der Fälle eine klare Erzähllinie an die Hand gibt, die anregend, unterhaltsam, überaus spannend und zugleich rätselhaft vor die Augen des Lesers tritt.

Wobei Lapidus zudem einige hochaktuelle Themen geschickt zu einem, am Ende, großen Ganzen verknüpft. Vom zunehmenden Einfluss der (in Teilen auch gewaltbereiten) „neuen Rechten“, von Übergriffen und Anschlägen auf Flüchtlinge, vom Missbrauch und Themen der Kinderpornographie bis hin zur Parallelwelt krimineller Vereinigungen mit ganz eigenen, überaus strikten Regeln.

Sprachlich, vom Erzähltempo her und in der Feingestaltung ein hervorragender Thriller, der von der ersten bis zur letzten Zeile fesselt.

Darf ich euch ein neues Herzbuch vorstellen?

Von: Chrissi Datum: 13. Mai 2019

Darf ich euch ein neues Herzbuch vorstellen? Gleichzeitig hasse ich es aber auch an dieser Rezension zu arbeiten. Es ist mir unheimlich schwergefallen. Als jemand der eigentlich einen großen Bogen um skandinavische Krimis macht, bin in ich von mir selbst überrascht, wie leicht mich Schweigepflicht überzeugt hat. Dabei können 640 Seiten nicht nur auf den ersten Blick abschreckend wirken. Doch wer tief in die Geschichte eingetaucht ist, der merkt: Dieses Buch ist jede Seite wert.

In einem schwedischen Sommerhaus wird eine verstümmelte Leiche entdeckt. Keine 200m vorm Haus liegt ein Mann bewusstlos in seinem PKW. Er wird direkt festgenommen und angeklagt. Seine sehr junge Anwältin Emelie Janson versucht alles um herauszufinden, was passiert ist, doch sowohl Anklage als auch ihr Mandant schweigen unerbittlich.

640 Seiten. Ein Monster. Aber für diese verzwickte und komplexe Geschichte hätte es auch keine Seite weniger sein dürfen. Es hat 250 Seiten gebraucht bis ich einen ersten Überblick hatte um wen und was es alles geht. Denn das Buch ist aus vielerlei Perspektiven geschrieben, die sich anfänglich gar nicht alle auseinanderdröseln oder zusammenpuzzeln lassen. Manchmal habe ich mich gefragt: Wozu brauche ich denn hier all die Namen und 50 Seiten später taucht ein Name in einem Handlungsstrang auf, dem ich ihn gar nicht zugeordnet hatte und langsam entstanden Verbindungen zwischen den verschiedenen Perspektiven.

Emelie Janson hat grade erst ihr Jurastudium beendet. Das Buch beginnt quasi mit ihrer Abschlussprüfung. In der Woche darauf soll sie direkt in einer Kanzlei als Wirtschaftsanwältin beginnen, doch ein ihr unbekannter Mann nennt sie als seine Anwältin. Im Zwiespalt zwischen Brotjob und dem Wunsch das richtige tun zu wollen nimmt Janson den Fall an und stochert in alten Wunden herum.

Teddy war Jahre lang im Gefängnis, weil er von einigen Jahren Mats Emanuelsson für die jugoslawische Mafia in Stockholm entführt hatte. Jetzt arbeitet er für die gleiche Kanzlei wie Janson und unterstützt sie bei ihren Ermittlungen. Er bereut seine damalige Tat und möchte nicht glauben, dass Emmanuelsons Sohn nun jemanden umgebracht hat. Es hat ein bisschen was von Wiedergutmachung, aber er hat eben auch noch Kontakte bei denen er versucht Hinweise zu bekommen.

Mats Emanuelsson arbeitete als Banker, war spielsüchtig und hatte sich mit den falschen Leuten eingelassen. Vor einigen Jahren nahm er sich das Leben und wir erfahren seine Vorgeschichte nur aus alten inoffiziellen Vernehmungsprotokollen, wo er unter dem Decknamen Marina erzählt, was er für die jugoslawische Mafia tun musste, um seine Spielschulden zu begleichen. Dabei stößt er irgendwann auf einen Computer und Dateien, die nicht für seine Augen bestimmt waren.

Sein Sohn Benjamin wird nun am Tatort gefunden und direkt angeklagt. Da die Staatsanwaltschaft und Benjamin selbst schweigen, muss Janson alleine herausfinden was in jenem Sommerhaus passiert ist.

Teddys Neffe Nikola wird zu Beginn der Geschichte aus einer Rehabilitationsanstalt für Straffällige Jugendliche entlassen. Er lässt sich aber direkt wieder von seinen kriminellen Kumpeln in die Arme nehmen und bewegt sich wieder im zwielichtigen Milieu, wie einst sein Onkel.

Vielleicht habt ihr bereits eine grobe Vorstellung davon, wie verzwickt es ist, wenn stetig zwischen so vielen Perspektiven gewechselt wird. Zudem sind die Kapitel nicht kurz. Ich hatte jedenfalls sehr großen Spaß beim Entdecken der Figuren und aller Zusammenhänge. Jens Lapidus ist ein wahrer Meister darin, seine Charaktere durch unterschiedliche Akzente und Sprachstile voneinander abzugrenzen und ihnen eigene Stimmen zu geben. Schweigepflicht ist allerdings kein einfaches Buch für mal eben zwischendurch. Ich musste mir schon eine ruhige Minute suchen und mich sehr auf alles konzentrieren, um nicht ein wichtiges Wort zu überlesen. Während man am Anfang langsam in die Geschichte wächst, klotzt das letzte Drittel actionmäßig schon ein bisschen rein. Mir haben der Showdown und die Auflösung des Mords auf jeden Fall sehr gut gefallen. Nix an den Haaren herbeigezogenes und einfach sehr schlüssig alle Fäden zusammengeführt.

Und auch wenn ich skandinavische Krimis sonst nicht so gerne lese, weil es mir zu viel Geplänkel der ermittelnden Figuren gibt muss ich sagen, dass es sich hier sehr ausgewogen in Grenzen hielt oder eben doch Fallrelevant war. Das kann bei mir natürlich direkt extra Punkten! Schweigepflicht kann ich Thrillerfans nur empfehlen!

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Emelies erster Fall ...

Von: Angi Datum: 04. Mai 2019

Von Jens Lapidus kannte ich bisher nur die Stockholm Noir-Trilogie, die auch schon erfolgreich verfilmt wurde. So war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt zu einer neuen Reihe.
Hauptperson ist diesmal die junge Anwältin Emelie Jansson, die gerade erst ihre Prüfung erfolgreich absolviert hat und bereits eine der großen Hoffnungsträgerinnen der renommiertesten Wirtschaftsanwaltskanzlei Schwedens ist.
Dann ist da noch Teddy, ein inzwischen rehabilitierter Kleinkrimineller, der in seiner Vergangenheit einen schweren Fehler gemacht hat. Er hat im Auftrag Unbekannter einen Mann gekidnappt und dieser hat sich schließlich das Leben genommen aufgrund der schlimmen Erlebnisse in der Gefangenschaft. Teddy fühlt sich deshalb der Familie gegenüber schuldig.
So ist es für ihn selbstverständlich, dass er dem Sohn des Mannes helfen will, als dieser unter Mordverdacht festgenommen wird. Benjamin wurde unweit eines Tatorts in seinem verunfallten Auto gefunden, die Indizien sind erdrückend und er kann sich an nichts erinnern.
Er fordert Emelie als seine Strafverteidigerin an, was deren Chef allerdings nicht erlaubt. Sie entschließt sich, den Fall trotzdem anzunehmen und es zu verheimlichen. Unter sehr erschwerten Bedingungen stürzt sich die junge Anwältin also in ihren ersten eigenen Fall und ermittelt mit Teddy zusammen auf eine Faust. Sie stoßen auf ein Netz aus Korruption und legen sich mit dem organisierten Verbrechen an. Es wird gefährlich für alle Beteiligten …

Jens Lapidus ist ja selbst ein sehr angesehener Strafverteidiger und plaudert somit aus dem Nähkästchen. Solche Bücher liebe ich immer sehr, denn man spürt einfach, dass er weiß, worüber er schreibt.
Dazu hat er sich noch einige wirklich liebenswerte sympathische Charaktere ausgedacht, die ich gleich ins Leserherz geschlossen habe. Die toughe Emelie, ihre Anwaltskollegin Josephine, Teddy und dessen Neffe Nikola und viele mehr machen die Story zu einem Erlebnis, bei dem man gern mit den Beteiligten mitfiebert.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut, zunächst kann man einige Passagen, die ein Informantengespräch dokumentieren, nicht richtig einordnen, aber so nach und nach ergibt alles ein stimmiges Bild. Es geht um Geldwäsche und andere dunkle Finanzgeschäfte, um Diebstahl, Bandenkriminalität und vieles mehr. Ein Einblick in die finstersten Ecken Schwedens. Toll und mitreißend beschrieben, so dass man beim Lesen einfach gefesselt ist.

Was mir dann allerdings nicht so gefallen hat, das war das Ende: ein Cliffhanger, der wirklich neugierig auf die Fortsetzung macht. Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange darauf warten.
Mir hat dieser Thriller einige Stunden beste Leseunterhaltung beschert, die Story ist komplex und prima durchdacht, ich mag die Protagonisten und bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht!

4,5 Sterne

Hat mich nicht wirklich fesseln können

Von: Rosmarie Dobler Datum: 29. April 2019

Bei diesem Buch habe ich mich vom schönen Cover und den Lobeshymnen auf den Autor auf dem Buchrücken verführen lassen.
Leider bin ich mit der Handlung nicht wirklich warm geworden. Die ersten 400 Seiten sind so dahingeplätschert und für mich hat die Spannung erst im letzten Drittel etwas angezogen.

Den Plot fand ich durchaus interessant. Ein unbekannter Toter, ein komatöser Hauptverdächtiger und ein ungleiches "Ermittlerteam".

Die Hauptcharaktere waren für mich weder sympathisch noch irgendwie glaubhaft. Emelie scheint die ganze Zeit total überfordert und zaubert dann wenn es darauf ankommt, juristische Kunststücke aus dem Hut.
Teddy kommt trotz aller Bemühungen nur schwer aus seinem alten Leben, der organisierten Bandenkriminalität, heraus. Die alten Bekannten begegnen ihm überall.

Für mich waren die Beschreibungen der kriminellen Machenschaften rund um Geldwäsche, Scheinfirmen, Strohmänner ... interessanter als die 'Mordermittlung'.

Die Bezeichnung Thriller ist für mich hier nicht treffend. Ein ordentlicher Krimi würde ich sagen.

Durch den Cliffhanger am Schluss vermute ich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ob ich die lesen würde, halte ich momentan noch für fraglich.

Weil ich an etwas glaube

Von: Elisabeth Bulitta Datum: 15. April 2019

Jens Lapidus‘ hoch gelobter 637-seitiger Thriller „Schweigepflicht“ ist im April 2019 bei btb erschienen.
Sie: Emelie, frisch gebackene Anwältin in einer der renommiertesten Wirtschaftskanzleien des Landes.
Er: Teddy, Ex-Knacki auf dem Weg der Läuterung und freier Mitarbeiter in ebendieser Kanzlei
Als auf einer Schäreninsel ein grausam zugerichteter Leichnam gefunden und daraufhin der bewusstlose Benjamin Emanuelsson des Mordes verdächtigt wird, engagiert dieser Emilie als seine Verteidigerin. Gemeinsam mit Teddy begibt sie sich daraufhin auf die Suche nach dem wahren Hintergrund – und stößt dabei auf einen Fall, der schon viele Jahre zurückliegt.
Der Beginn des Buches ist etwas verwirrend, werden doch viele verschiedene Charaktere und scheinbar unzusammenhängende Handlungsstränge rasch nacheinander eingeführt, was andererseits aber auch neugierig darauf macht, diese zu durchdringen. Und tatsächlich werden im Laufe des Lesens Zusammenhänge immer ersichtlicher. Das Auffinden der Leiche gleich zu Beginn weckt ebenfalls Interesse und baut einen Spannungsbogen auf, der allerdings etwas später ziemlich rasch einbricht. Über weite Strecken des Thrillers dümpelt die Handlung eher so vor sich hin, und Rückblenden in das Leben der Protagonistin berühren die Thematik des Romans eher am Rande. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder an Tempo zu und endet schließlich in einem überraschenden Finale. Der Epilog mit seinem Cliffhanger lässt eine mögliche Fortsetzung offen.
Das Geschehen wird aus unterschiedlichen Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen geschildert, wobei vor allem Aktennotizen den Zusammenhang zum mehrere Jahre zurückliegende Fall herstellen.
Stil und Sprache des Autors sind flott zu lesen und durchaus vielfältig sowie der jeweiligen Perspektive angepasst, was an sich ein Pluspunkt wäre; allerdings mochte ich Wörter wie „voll krass“ und „naiß“ am Ende kaum mehr lesen. Was auf der einen Seite ein gutes sprachliches Mittel darstellt, um ein Milieu zu verdeutlichen, kann auf die Dauer recht ermüdend wirken. Insofern verstehe ich nicht so recht, was an diesem Roman „sprachlich genial“ sein soll, vor allem da sprachlich Ausgefeiltes oder Besonderes gänzlich fehlt.
Die Charaktere sind vielschichtig und entwicklungsfähig gezeichnet, was man insbesondere Teddys und Nikolas Darstellung entnehmen kann. Dennoch wurde ich mit keinem der Charaktere wirklich „warm“, bleiben sie doch trotz allem eher distanziert. Vor allem Emelie fiel mir mit ihrer teilweise doch sehr unprofessionellen Herangehensweise immer wieder auf die Nerven.
Der Thriller spielt vor allem im Umfeld der schwedischen Jugoslawen-Mafia, die Grundstimmung ist entsprechend eher deprimierend, ohne dass jedoch eine ansonsten in diesem Bereich anzutreffende Brutalität zum Tragen käme, was mir persönlich positiv aufgefallen ist. Anhand von Teddys Neffen Nikola werden zudem Probleme aufgezeichnet, die Jugendliche haben, wenn sie ihren Platz in der Gesellschaft suchen.
Punkten konnte der Thriller bei mir auf jeden Fall mit der integrierten Kritik am Justizwesen, wenn Emelie am Ende sagt: „Ich will zu einem System beitragen, das alle unterstützt, (…) sich um die Menschen bemüht, die schwach und isoliert sind.“
Lapidus präsentiert mit „Schweigepflicht“ einen Thriller, der eine durchaus lesenswerte Botschaft übermitteln will, der meiner Meinung nach jedoch aufgrund von Längen und einer teilweise doch sehr eintönigen und zu milieuhaften Sprache einiges an Spannung und Wirkung einbüßt: ein Buch, das man lesen kann – aber nicht muss.

Nichts für schwache Nerven!

Von: Petra Kurbach Datum: 24. Februar 2019

WOW! Ein großartiger "Schwedenkrimi", ordentlich Stoff und eine verwickelte, spannende Geschichte mit interessanten Charakteren. Das Buch hätte ein Hardcover verdient, aber als Paperback ist dieser Autor, der leider (immer) noch nicht so bekannt ist wie verdient, sicher besser zu verkaufen. Freu mich schon, es zu empfehlen. Emelie und Teddy sind in all ihren Brüchen und Eigenschaften "Ermittler", die vielschichtig und interessant beschrieben werden. Ich hoffe auf weitere Fälle. Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen! Tolle Covergestaltung. Die Perspektive, mal nicht aus Sicht der Polizei, fand ich auch eine gelungene Idee.

Funke sprang nicht über

Von: Bettina Schmitt-Bauer Datum: 18. Januar 2019

Leider ist der Lesefunke nicht übergesprungen und ich habe das Buch nicht fertig gelesen. Einige Passagen waren gut geschrieben, so dass ich 3/4 des Buches gelesen habe, aber der Rest hat mich leider nicht gereizt. Aufgrund der guten Passagen vergebe ich 3 Sterne, vielleicht lag es ja auch an mir ….

„Scandic Noir“

Von: Tobias Wrany Datum: 15. Januar 2019

Mit „Schweigepflicht“ hat Jens Lapidus einer jener komplexen „Scandic Noir“-Geschichten verfasst, welche dem nordeuropäischen Kriminalroman seinen guten Ruf verschafft hat. Und während so mancher Kollege zwar ebenso umfangreiche Thriller verfasst, sich die aufgeblähte Seitenzahl dann leider als Behälter für Leerlauf und/oder austauschbare Privatprobleme der Beteiligten entpuppt, sind die über sechshundert Seiten hier dicht gefüllt mit diversen Hintergrundgeschichten, Haupt- und Nebensträngen, sowie vielschichtigen Charakterstudien, welche jedoch in der Gesamtschau ein in sich zwingend stimmiges (und stimmungsmäßig recht düsteres) Gesamtbild ergeben. „Schweigepflicht“ kann also gerne auch jenen Kundenkreisen empfohlen werden, die damals mit Stieg Larsson Feuer gefangen hatten.

Lapidus; Schweigepflicht

Von: Buchhandlung Baeuchle Datum: 05. Januar 2019

Wir sind mit Utting einer Meinunge, Keine Lesepflicht.
Aus dem Surrounding, der Szene, dem Set hätte man mehr machen können. Leider ist der erste Lapidus nicht, was er verspricht und mit den Larsson-Krimis kann er es auch nicht aufnehmen. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung

Keine Lesepflicht

Von: Martina Datum: 13. Dezember 2018

Bedingt packend und sprachlich wenig überraschend. Für mich gehört der Thriller definitiv nicht zu den Büchern, die ich nicht mehr weglegen konnte. Schade. Vielleicht ist der zweite Fall überzeugender...