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Melanie Raabe

Der Schatten

Thriller

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?

Das Buch spielt in Wien, Österreich

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Leserstimmen

Ein ruhigerer Thriller mit langsamen Spannungsaufbau und überraschender Auflösung!

Von: Schurkenblog Datum: 02. August 2018

Die Journalistin Norah Richter lässt alles hinter sich. Sie zieht von Berlin nach Wien, doch dort wartet der Tod. Oder zumindest eine Bettlerin, die ihr prophezeit, dass sie den Tod bringt und am 11. Februar einen Arthur Grimm ermorden wird.

Melanie Raabe schreibt auch den dritten Thrillerroman beinahe poetisch. Langsam führt sie den Leser durch die Geschichte, packt nach und nach nicht nur Umzugskartons sondern auch Geheimnisse und Vergangenes aus. Bis fast zum letzten Dritten muss man diesen langsamen Storyaufbau aber mögen, sonst empfindet man ihn eher als schleppend.
Und auch Norah Richter muss man mögen, was an einigen Stellen etwas schwer fällt. Denn diese Journalistin, die für Toleranz und Gerechtigkeit steht, handelt selbst in manchen Situationen sehr intolerant. Besonders bei ihren eigenen Freunden, von denen sie erwartet, dass diese immer Zeit für sie haben müssen, wenn sie gerade mal wieder ihre Probleme bei ihnen abladen möchten. Ansonsten schmollt sie trotzig wie ein kleines Kind.

Wer langsamen Storyaufbau mag, Geheimnisse liebt, und sich von einer überraschenden Auflösung überraschen lassen mag, ist mit „Der Schatten“ richtig.

Suggestion Deluxe

Von: Melanie E. Datum: 31. Juli 2018

Da mir "Die Falle" und auch "Die Wahrheit" der Autorin sehr zusagten, war ich natürlich höchst erfreut über die Zusage des Bloggerportals den neusten Thriller lesen zu dürfen. Dieser stand auch nicht lange im Regal, da ich sehr neugierig darauf war, was der Feder der Autorin entsprungen ist. Meine Begeisterung versuche ich nun in Worte zu fassen, da ich auch dieses Mal sehr fasziniert von der Wandlung der Story war, die für mich völlig unvorhersehbar war. Ich habe schon lange nicht mehr einen Thriller gelesen, dessen Ende ich mir schnell möglichst herbeigesehnt habe. Ich flog förmlich durch die Seiten, um die Wahrheit der Suggestion zu erkennen, denn darum geht es letztendlich. Viele Zufälle oder Begebenheiten führen dazu, dass Norah sich vor dem 11. Februar fürchtet, denn es ist ihr vorausgesagt, dass sie an diesem Tag am Prater einen Menschen ermorden wird. Was unglaublich klingt zieht sich nun wie ein roter Faden durch die Story und es ist nicht erkennbar, wer hier die Fäden in den Händen hält. Irgendwann ist Norah so voller Hass, dass es nur logisch erscheint, dass sie Arthur Grimm töten wird. Es war für mich äußerst spannend zu sehen, wie leicht wir Menschen beeinflusst werden können und auch vor Mord nicht zurückschrecken. Ich fand die Grundidee und auch die sich langsam aufbauende Spannung ideal für meinen Lesefluss. Der Strudel der Manipulation in dem sich Norah befindet ist gigantisch und sehr beklemmend. Es zeigt sich, dass Norah mit ihrer Vergangenheit nicht abgeschlossen hat und der Mord an Arthur Grimm einer Erlösung gleich kommen soll. Die Grundstimmung ist und bleibt bis zum Ende düster, dennoch ist das Ende wirklich genial, da ich mit einem anderen Ausgang gerechnet hätte. Brutaler und wenig menschenwürdig, aber es ändert sich alles und für einige Menschen wird damit Heilung der Seelenqualen offenbar. Man nehme einen von sich komplett überzeugten Menschen, der scheinbar nur sich selbst liebt, andere um den Finger wickelt und damit dafür sorgt, dass jemand anderes kurz davor ist durchzudrehen. Dies ergibt einen Thriller der mich wirklich von der ersten Seite begeistern konnte und daher eine Leseempfehlung wert ist. Für mich war alles ausgewogen und nahezu perfekt. Vielen Dank dafür!

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Der Tod gehört nach Wien

Von: ulrike rabe Datum: 31. Juli 2018

Die Journalistin Norah Richter versucht nach beruflicher und privater Katastrophe einen Neuanfang. Dazu verlegt sie ihren Wohnsitz von Berlin nach Wien. Doch kaum in Wien angekommen, prophezeit ihr eine Bettlerin, dass sie zu einem bestimmten Datum an einem bestimmten Ort einen Mann ermorden wird. Norah ist der Mann allerdings völlig unbekannt.
Melanie Raabe kann unbestritten schreiben, mühelos und spannend liest sich ihr dritter Roman Der Schatten. Die Autorin lässt ihre Protagonistin Grenzen ausloten. Im düsteren winterlichen Wien erscheint die unwirkliche Gaslichtstimmung, die Norah erleben muss gleich umso bedrohlicher. Und doch war gut ab der Hälfte des Buches die Inszenierung durchschaubar, die Auflösung deckt sich mit den eigenen Vorahnungen.
Ich gebe zu, ich bin unverbesserlich beeinflussbar, wenn ein Thriller in meiner Heimatstadt spielt und sich mir liebe Büchermenschen sehr motivierend zu diesem Buch äußerten. Doch es war nicht nur die vorhersehbare Entwicklung der Geschichte, die es mir mit dem Buch nicht leicht machte. Gewisse geografische Unzulänglichkeiten, so etwas, dass die türkische und brasilianische Botschaft weder benachbart sind noch sich, genauso wenig, wie das Belvedere, im 7. Bezirk befinden oder der großartige Spruch „Never forget, if you can touch it, it also can touch you“ nicht am Volkstheater sondern an einer Performancebühne des Wiener Künstlerhauses angebracht ist, mag ja noch als dichterische Freiheit und nicht als Recherchefehler ausgelegt werden. Aber niemand, wirklich niemand sagt in Wien „am“ Prater. Eine Phrase, die im Schlüsselsatz des Buches leider viel zu oft vorkommt. Schade, dass es im btb Lektorat niemand mit mehr Wien-Affinität gibt.
Man möge mir meine Befindlichkeiten verzeihen, es wird andere wahrscheinlich nicht stören und vom Lesegenuss nicht abhalten.

Mordet sie?

Von: leseratte1310 Datum: 30. Juli 2018

Die Journalistin Norah wollte ihrem Leben nach der Trennung von ihrem Freund eine neue Richtung geben und ist daher gerade von Berlin nach Wien gezogen. Auf der Straße wird sie von einer Bettlerin angesprochen, die ihr prophezeit, dass Norah am 11. Februar am Prater einen Mann namens Arthur Grimm ermorden wird. Norah ist irritiert. Sie kennt niemanden mit dem Namen und schon gar nicht ist sie eine Mörderin. Allerdings gab es da vor vielen Jahren einen schrecklichen Vorfall an diesem Datum. Sie schiebt das Ganze beiseite. Doch dann taucht tatsächlich ein Mann mit dem Namen Arthur Grimm in ihrem Leben auf. Was ist damals geschehen? Hat sie einen Grund, diesen Mann zu töten?
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Melanie Raabe und es hat mich von Anfang an gepackt. Die Örtlichkeiten sind gut und bildhaft beschrieben, so dass ich das Gefühl hatte, mich auch durch Wien zu bewegen. Hauptsächlich wird aus der Sicht von Norah berichtet.
Es dauert eine ganze Weile, bis wir mehr über Norahs Vergangenheit erfahren. Sie wirkt anfangs ziemlich geheimnisvoll. Dabei hat sie eine Art an sich, die sie mir nicht wirklich nahebringt. Norah brauchte eine Veränderung in ihrem Leben und hat einen Schnitt gemacht, aber nun fühlt sie sich einsam und weiß nicht so recht, ob das richtig war. Nach der Begegnung mit der Bettlerin fängt sie an, an sich selbst zu zweifeln und dann passieren auch noch ständig merkwürdige Dinge. Umso mehr erstaunt es mich, wie couragiert sie sich dann verhält, manchmal regelrecht leichtsinnig.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben und nicht jeder ist leicht zu durchschauen. Aber auch für mich blieb die Geschichte bis zum Ende überraschend und undurchschaubar. Das Ende ist schlüssig, aber irgendwie fehlte mir doch manchmal etwas Spannung. Dennoch ein interessanter Psychothriller, der mit gefallen hat.

Ein Thriller vom Feinsten

Von: MelaKafer Datum: 29. Juli 2018

Die Journalistin Norah lässt ihr altes Leben in Berlin hinter sich und wagt einen Neuanfang in Wien. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft prophezeit ihr eine Bettlerin in der Fußgängerzone, dass sie am 11. Februar am Prater aus freien Stücken eine Mann namens Arthur Grimm töten wird. Über ihr wohnt eine junge Frau, die genauso aussieht wie ihre beste Freundin Valerie, die sich mit sechszehn Jahren das Leben genommen hat. Sie fängt an Nachforschungen anzustellen. Hat Arthur Grimm etwas mit dem Tod von Valerie zu tun? Was hat es mit den SMS auf sich, die sie von einer Unbekannten erhält? Ist sie zu einem Mord fähig?
Ich war von der ersten Seite an gefesselt von diesem Buch. Die Sprache nimmt einen sofort mit und lässt einen nicht mehr los. Die Geschichte ist unglaublich spannend und verschlungen. Wieder ein absolutes Meisterwerk von Melanie Raabe. Sie ist der mein neuer Stern am Thrillerhimmel. Unbedingt lesen.

Mehr als spannend

Von: Buchlieblinge Datum: 27. Juli 2018

Inhalt:

Norah ist Journalistin und gerade von Berlin nach Wien gezogen. Denn in Wien möchte sie noch einmal ganz von vorne beginnen. Kurz nach ihrer Ankunft stellt sich ihr eine Bettlerin in den Weg und behauptet: "Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund." Norah ist entsetzt, denn der 11. Februar hat für sie eine ganz besondere - nicht gerade schöne - Bedeutung. Dennoch tut sie die Bettlerin als verwirrt ab. Doch kurz darauf stößt sie tatsächlich auf einen Arthur Grimm und auch andere merkwürdige Dinge geschehen. Bis sich Norah schließlich fragt, ob sie tatsächlich einen Grund hat, Arthur Grimm zu töten.

Meine Meinung:

Ein passendes Buchcover

Das Buchcover passt wunderbar zu den anderen beiden Büchern von Melanie Raabe und ist auch zum Inhalt dieses Buches überaus passend. Mir gefällt es ganz gut, allerdings würde es im Buchladen wohl nicht direkt in mein Auge springen.

Ein spannender Schreibstil

Der Schreibstil von Melanie Raabe hat mich sofort gepackt. Er ist ziemlich spannend und die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass es mich permanent dazu verführt hat, weiterzulesen und das Buch wirklich schwer aus der Hand zu legen war. Erst ist Norahs Vergangenheit sehr geheimnisvoll. Doch nach und nach erfährt der Leser, was in Wien passiert ist und vor allem auch, was es mit dem 11. Februar auf sich hat. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, nach und nach mehr über Norah und ihre Vergangenheit zu erfahren. Aber auch die Gegenwart ist sehr interessant, denn es passieren viele aufregende und verwirrende Dinge, die mich absolut an das Buch gefesselt haben. Großes Kompliment an Melanie Raabe, das war einfach toll!

Geheimnisvolle Charaktere

Wie schon erwähnt, war Norah für mich anfangs sehr geheimnisvoll und ich war ziemlich gespannt auf ihre Geschichte und was sie nach Wien geführt hat. Als Charakter ist sie mir zwar nicht wirklich ans Herz gewachsen, denn sie hat schon eine sehr spezielle Art, mit der ich mich nicht immer identifizieren konnte. Dafür hat sie mich aber oft sehr überrascht, denn sie ist unerschrocken und mutig und traut sich so manche Sache zu, von der ich ihr lieber abgeraten hätte. Überhaupt habe ich oft mit offenem Mund über Norah und ihre Aktionen gelesen und hätte sie am liebsten gebremst. Das hat wirklich viel Spaß gemacht und das Lesen zu etwas sehr Emotionalem gemacht.

Aber auch die anderen Charaktere, denen ich im Buch begegnet bin, haben mir alle gut gefallen. Max und Paul habe ich - im Gegensatz zu Norah - sofort in mein Herz geschlossen und bei manch anderem Protagonisten bin ich ziemlich überrascht worden. Wenn Ihr auch Protagonisten mögt, die nicht leicht zu durchschauen sind, dann seid Ihr hier genau richtig. Schnappt Euch das Buch und lest drauf los!

"Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist. Wir sehen die Welt, wie wir sind."

Dieses Zitat von Seite 413 hat mich sehr beeindruckt und lässt mich einfach nicht mehr los, denn es ist so wahr. Es wird sicherlich noch einige Zeit in meinem Kopf herumspuken und das Buch in wunderbarer Erinnerung halten.

Mein Fazit:

"Der Schatten" von Melanie Raabe ist ein unglaublich spannender Thriller mit einem Ende, das mich wirklich komplett überrascht hat. Wer gerne bis zum Schluss des Buches miträtseln möchte und viele kleine und große Überraschungen mag, ist hier genau richtig. Ich hatte unglaublich spannende Lesestunden und kann das Buch nur absolut weiterempfehlen.

Der Schatten

Von: Christel Härich Datum: 24. Juli 2018

Ich mache das mal in Versorm:

Jetzt, wo die Sonne erbarmungslos brennt
und jeder schnell nach Hause rennt,
stellt sich mir ja schon die Frage:
Was tun an einem solchen Tage ?
Am 17.07.2018 morgens, wunderbar:
"ihr bestelltes Buch ist da"
so lautete die Mail -
ich eilte schnell.
Der Schatten von Melanie Raabe!
und sie hat eine ganz besondere Gabe:
Sie hält die Spannung bis zum Schluss,
dass man einfach weiterlesen muss.
Nach zwei anderen Werken, die ich auch besitze-
möchte ich anmerken:Danke, Frau Raabe, das ist Spitze!
Denn am 20.07. waren 414 Seiten gelesen,es hat sich gelohnt und ist spannend gewesen.
Ich freu mich auf den 11.September,
denn da liest Frau Raabe in unserer Buchhandlung selber.

Absolute Leseempfehlung

Von: Tintenhain Datum: 24. Juli 2018

Melanie Raabe schafft in ihrem neuesten Thriller ein spannendes Szenario. Eine Prophezeiung, die absurder nicht sein kann. Wieso wollte die junge Journalistin einen ihr unbekannten Mann töten? Ausgerechnet sie, die kaum einer Fliege etwas zuleide tun kann und mit der Ungerechtigkeit der Welt hadert. Norahs Waffen sind eher Worte und diese nutzt sie in Reportagen über Obdachlose oder psychischen und physischen Missbrauch von Frauen durch einflussreiche Männer. In einer Bank lässt sie einen Bankangestellten, der eben noch beleidigend und herabwürdigend mit einer Transgender-Kundin umgesprungen ist, sprachlos zurück. Das sind Norahs Waffen. Aber ein Mord?!

„Der Schatten“ steigt gleich in eine sehr düstere, bedrückende Atmosphäre ein, betont durch abgehackte, kurze Sätze, die schnell eine Beklemmung hervorruft, die sich wie ein dunkles Tuch auf die Seele legt. Norah wirkt wie gefangen und gleichzeitig getrieben. Die Ungerechtigkeit der Welt macht ihr zu schaffen. Als Journalistin versucht sie, Missstände aufzudecken und anzuprangern und doch zieht sie schon der Anblick der Fernsehnachrichten in einen Strudel aus Wut, Ohnmacht und Fassungslosigkeit. Man merkt sehr schnell, dass ein Ereignis aus der Vergangenheit auf ihr lastet. Immer wieder blitzen Erinnerungen auf, ausgelöst von Kleinigkeiten. Ein gefundenes Fressen für die Person, die alles daran setzt, dass Norah sich erinnert und ihre Schlüsse zieht.

Norah ist ein toller Charakter, stark und prinzipientreu, doch gleichzeitig möchte man sie fest in den Arm nehmen und trösten. Ich mochte sie sehr gern und auch ihre Einstellung zu aktuellen Themen wie die Asyldiskussion oder die #metoo-Debatte. Es ist unglaublich faszinierend, wie sehr sich diese junge, reflektierte Frau in einen Strudel der Manipulation hinein begibt und kaum realisiert, was eigentlich mit ihr geschieht. Zu sehr ist sie gefangen von der Suche nach Gerechtigkeit und den Schatten der Vergangenheit.

Melanie Rabe schreibt mitreißend und kraftvoll. Es entsteht ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dabei bekommt man durchaus immer kleine Puzzleteil zugespielt und ahnt auch schon, wie sich das Szenario aufbaut. Es ist faszinierend, wie man mitraten kann, sich aber trotzdem immer noch ein Stückchen von der Wahrheit entfernt befindet. Die zwischendurch eingestreuten Einblicke in die Gedanken des Drahtziehers lassen Spekulationen zu, verraten aber nicht zuviel. Sehr gefallen hat mir auch, dass alle Fäden wieder zusammengeführt werden und es für jede Nebenhandlung auch einen Abschluss gibt.

Ein wirklich tolles Buch, das ich nicht nur an einem Tag gelesen habe, sondern unbedingt auch weiterempfehlen möchte.

© Tintenhain

Ein absolutes Lesehighlight

Von: Nalik Datum: 24. Juli 2018

Melanie Raabe ist mit diesem Buch ein Meisterstück gelungen, dass sie definitiv auf gleicher Stufe mit den großen Autoren stehen lässt.

Zum Inhalt:
Norah wagt einen Neustart in Wien. Geflüchtet aus Deutschland vor privaten und beruflichen Dingen beginnt sie motiviert ihren Job als Journalistin. Doch kaum hat sie angefangen überschlagen sich die Ereignisse. Sie bekommt von einer Bettlerin prophezeit, dass sie am 11. Februar am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten wird. Einen Namen, den sie noch nie gehört hat, der sie von nun an aber ständig und überall begleitet. Als dann auch noch Sachen aus ihrer Wohnung verschwinden und andere dafür bei ihr auftauchen, ihre Freunde keine Zeit mehr für sie haben und sich von ihr abwenden steht Norah verzweifelt alleine da und fühlt sich bedroht. Wer möchte ihr schaden und spielt ihr so übel mit?

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Raabe schafft es einen von Seite eins an direkt in die Geschichte hineinzukatapultieren und hält einen dann bis zur letzten Seite gefangen. Ich konnte dieses Buch nicht mehr zur Seite legen, so sehr hat es mich gefesselt und fasziniert. Ich muss gestehen, dass mir Norah nicht unbedingt sympathisch war, jedoch finde ich sie als Protagonistin geradezu passend und authentisch. Mir war bis zum Schluss nicht klar wie dieses Buch endet, alles ist möglich. Oft wurde ich im Buch auf eine falsche Fährte gelenkt. Dies versteht Raabe sehr geschickt zu tun. Auf dem Buch liegt ausserdem der Hauch von Mysteriösem, der dem Buch noch das gewisse Etwas verleiht.

Wer ein spannendes Buch lesen möchte, das einen so fesselt, dass man nur noch lesen möchte ist hier genau richtig.

Schatten der Vergangenheit

Von: sommerlese Datum: 21. Juli 2018

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Die junge Journalistin Norah ist nach der Trennung von ihrem Freund nach Wien gezogen, als ihr eine alte Bettlerin diese Worte entgegenwirft. Norah ist verstört, denn mit diesem Datum, mit der Nacht des 11. Februar, verbindet sie schreckliche Erinnerungen. Sie tut das Ganze als irren Zufall ab und doch tritt dieser mysteriöse Mann namens Arthur Grimm in ihr Leben. Welchen Grund hätte Norah, sich an Grimm zu rächen? Hängt das mit dem Erlebten vom 11. Februar zusammen? Es gilt nun für Gerechtigkeit zu sorgen, fragt sich nur, wie!

"Die Einsamkeit kroch auf Norah zu wie die Flut." Zitat Seite 110


Mit Norah, lernen wir eine junge Frau kennen, sie ist 34, tätowiert und Journalistin. Gerade hat sie sich von ihrem Freund Alex getrennt und ist nach Wien gezogen, dort findet sie einen neuen beruflichen Wirkungskreis. Aber irgendetwas ist schräg an dieser Hauptfigur. Sie ist neben ihrer normalen Lebensweise innerlich zerrissen, wirkt oft niedergeschlagen und einsam und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Irgendwie trägt sie die Mitschuld am Tod einer früheren, engen Freundin.

Melanie Raabe hat eine besondere Gabe, Bücher zu schreiben. Ich mag den Schreibstil, die kurzen, prägnanten Sätze, die atmosphärischen Beschreibungen. Ihre Thriller fallen durch ihren besonderen Schreibstil auf, der mich gespannt durch dieses Buch lesen lässt. Mit einfachen stilistischen Mitteln versteht es die Autorin geschickt, die Spannung durch das gesamte Werk aufrecht zu erhalten und am Schluss durch eine überraschende Wendung noch zu steigern.

Die Gedanken der Figuren und die intensive Ich-Erzählweise lassen die Charaktereigenschaften sehr deutlich präsent werden. Dadurch erlebt man die geschilderten Vorgänge auch intensiv mit und fühlt sich genau wie Norah von den Vorgängen überrollt. Es ist eine schauderhafte Vorstellung, wenn man angeblich zur Mörderin werden soll und diese Person nicht einmal zu kennen glaubt.

Es gibt einen Kritikpunkt, der mir zu diesem Buch auffällt, nämlich die etwas offensichtliche Verbindung einer bestimmten Figur, die neu in Norahs Leben tritt. Schnell war mir die Bedeutung dieser Person klar, allerdings konnte ich mir keinen genauen Reim darauf machen und insofern hat es auch dort noch eine Überraschung gegeben.


Ein einzelner vorhergesagter Mord und die atmosphärische Dichte um die Fragen, die dieser Mord aufwirft, sorgen für fesselnde Lesezeit und reichen für die Rahmenhandlung. Zumal der Thriller ohne blutrünstige Vorgänge und die in manchen Büchern üblichen rasanten Verfolgungsjagden auskommt.

Hier geht es viel subtiler zu, Norah wendet ihre journalistischen Recherchefähigkeiten an, zapft Internet-Quellen an und observiert das besagte Mordopfer. Nach und nach findet sie die Verbindung zu Arthur Grimm heraus und hätte damit sogar ein denkbares Mordmotiv, doch wird sie ihn töten?


Der Schatten ist ein unblutiger Thriller, ein sprachgewaltiges psychologisches Verwirrspiel, bei dem der Leser mit der Protagonistin den unweigerlich vorhergesagten Weg geht. Man wird in eine geheimnisvolle Handlung geführt, bei der sich eine Weissagung wie ein Schatten, ein Fluch über Norah legt, der sie zur Mörderin machen soll. Zur Mörderin an einem scheinbar unbekannten Mann, Arthur Grimm. Wer ist dieser Mann und welche Gründe könnten für Norah ein Mordmotiv sein? Wird sich diese Vorhersage erfüllen, auch wenn die Protagonistin noch so dagegen angeht? Als Leser ist es genau diese Frage, die einen antreibt weiter zu lesen. Die Inszenierung kommt wie erwartet, doch dann folgt eine überraschende Wende.


Der Schatten konnte mich mit seiner Sprache und dem psychologischen Verwirrspiel fesselnd unterhalten. Wer Thrillerdarstellungen lieber unblutig mag, für den ist dieses Buch perfekt. Die Spannung kommt durch die unheimlichen Vorgänge dennoch nicht zu kurz.

Meisterhaft! Nicht verpassen, es lohnt sich!

Von: Heidi Haspinger Datum: 18. Juli 2018

Straße prophezeit, dass du töten wirst? Und dir auch noch Datum, Ort und den Namen deines Opfers nennt. Tust du sie als Verrückte ab und denkst nicht mehr daran oder beginnst du, zu grübeln und nachzuforschen? Wie Norah, eine Journalistin, die von Berlin nach Wien gezogen ist, um neu anzufangen. Und die beginnt, in dieser Prophezeiung eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit zu sehen. Wird sie es tun? Wird sie den Mann wirklich töten?

Melanie Raabe versteht es meisterhaft, langsam einen Spannungsbogen aufzubauen und ihre Leser immer wieder mit neuen Wendungen zu überraschen. Ein psychologischer Spannungsroman um Verrat, Wut, Täuschung und Einsamkeit. In bildhafter Sprache erzählt und mit einem verblüffenden Finale. Für alle Leserinnen von Mary Higgins Clark und Sabine Kornbichler. Nicht verpassen, es lohnt sich!

Der Titel ist Programm

Von: Kim Datum: 17. Juli 2018

Bei Melanie Raabes "Der Schatten" ist der Name Programm!
Während der gesamten Lesezeit ist es so, als ob über der Geschichte ein Schatten schwebt -
ein grauenhaftes Geheimnis, bei dem man hofft, dass es auch aufgeklärt wird.
Jede Person in diesem Buch scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und das dunkelste ist das der Protagonistin selbst.
Durch einige unvorhersehbaren Wendungen wurde es auch nie langatmig.

Ich war von Anfang an gefesselt von dieser flüssigen und spannenden Erzählweise,
auch die kurzen Kapitel gefielen mir sehr gut (wenn man mal nicht so viel Zeit zum lesen hat, aber die Finger doch nicht vom Buch lassen kann).

Für mich ist dieser Roman uneingeschränkt weiterzuempfehlen.

Fantastischer Schreibstil - macht große Lust am Weiterlesen !!!

Von: Marian Datum: 13. Juli 2018

"Vorsicht Spoiler !"
Wieder einmal hat es Melanie Raabe geschafft so fesselnd zu schreiben das man sofort nach der Leseprobe ihres Buches das ganze Buch weiter lesen möchte- sich am besten dafür eine Nacht um die Ohren schlagen würde weil die Leseprobe so spannend ist und an einer solch spannenden Stelle aufhört das man ganz heiß darauf ist wie die Geschichte weitergeht.
Eine Frau die der Journalistin Norah voraussagt sie wird am 11.Februar einen Mann Namens Arthur Grimm töten.
Sie beschließt bei ihrer neuen Redaktion in Wien ( Sie hat den Arbeitsplatz in Berlin verlassen als Journalistin- und bekam ein Jobangebot aus Wien) einen Artikel über Obdachlose zu schreiben.
Sie sucht die Frau die ihr die schlimme Voraussage machte sie würde den Mann "Arthur Grimm" töten- aber sie scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein.

Absolute Empfehlung für Liebhaber von spannenden Thrillern !!

Spannung wie in einem Hitchcock-Film

Von: Markus Felsmann Datum: 25. Juni 2018

Melanie Raabe hat mit "Der Schatten" wieder einen spannenden Psycho-Thriller vorgelegt. Kaum zu glauben, dass sich die Autorin nach ihren vorangegangenen - ebenfalls sehr lesenswerten - Romanen noch steigern konnte. "Der Schatten" ist für mich ihr bester Thriller. Das Finale ist eine große Überraschung, mit der man so nicht gerechnet hat. Mein Thriller-Highlight im Herbst.

Sehr, sehr zu empfehlen!!!!!!

Von: Tanja Bemerl Datum: 15. Juni 2018

***ACHTUNG SPOILER***



Wow, das nenne ich mal ein tolles Buch. Ich war gefesselt von der 1. Seite an. Es war sehr gut geschrieben und spannend ohne Ende. Ich war fasziniert, wie man mit dem Wissen, dass man am 11. Februar einen Menschen tötet umgeht, obwohl man doch kein Mörder ist. Und es dann „irgendwie“ doch tut.

Man wird dauernd in die Irre geleitet, und man leidet regelrecht mit Norah mit. Ein impulsives aber irgendwie schwer vorstellbares Ende. Gerade durch diese Manipulation von dem Professor.

Aber trotz diesem kleinen „komischen“ Ende ist das Buch der absolute „Hammer“.

Sehr, sehr zu empfehlen!!!!!!

Der Schatten könnte auch die Falle heißen

Von: Bettina Schmitt-Bauer Datum: 03. Juni 2018

Bereits das Buch "Die Falle" der Autorin war sehr gut und raffiniert geschrieben. Der Schatten schlägt das Buch aber trotzdem für mich um Längen. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und war verblüfft, wie die Autorin es versteht mit dem Leser zu spielen, clevere Wendungen einbaut und die Spannung bis ganz zum Schluß aufrecht erhält. Für mich ein Meisterwerk. Unbedingt lesen!

Spitzenklasse!!!

Von: Theresa Hans Datum: 14. Mai 2018

Spitzenklasse!!! Leider habe ich den Fehler gemacht, das Leseexemplar zu einer letzten Tasse Kaffee nach dem Frühstück in die Hand zu nehmen. Mann, Kinder, Haushalt - total vergessen! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Melanie Raabe hält die Spannung bis auf die letzten Seiten. Ich mochte auch die anderen Bücher von ihr, aber "Der Schatten" übertrifft sie noch.

„Der Schatten“ stellt vorheriges in den Schatten…

Von: Hauke Harder alias der "Leseschatz" Datum: 02. Mai 2018

Man hört oft, das dritte Buch soll immer das Beste sein. Melanie Raabe scheint dieses Sprichwort sehr angespornt zu haben. Gleich am Anfang, nach dem Prolog, wird man regelrecht in die „Schatten“ gezogen. Die Handlung ist sofort spannend und die Sprache ist flüssig und dennoch für einen Thriller kunstvoll. Die Charaktere sind sofort präsent und nisten sich in dem Kopf des Lesers ein. „Die Falle“ war ein sehr gelungenes Debüt. „Die Wahrheit“ konnte dann mit dem Debütroman nicht ganz mithalten, aber nun hat sich Melanie Raabe gesteigert und „Der Schatten“ stellt die vorherigen in den Schatten…