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Ayesha Harruna Attah

Die Frauen von Salaga

Roman

Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.

Das Buch spielt in Salaga, Ghana

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Leserstimmen

Gefangen in Ghana

Von: die Wörterwölfin Datum: 13. Mai 2019

Als erstes müsst ihr wissen, dass der Titel viel mehr über den Inhalt des Buches aussagt als der Klappentext. Ich habe mit einer verstrickten Dreiecksromanze gerechnet und bin stattdessen zwei Frauen auf ihren gar nicht so unterschiedlichen Lebenswegen als Sklavin und Königstochter gefolgt. Die fremde Kultur hat mich gefangen genommen und die politischen Ränkespiele waren interessant zu beobachten. Ich wünschte der Roman wäre weniger schnell und sprunghaft erzählt und die Begegnungen der Figuren wären detailreicher beschrieben. Trotzdem lohnt es sich diesen beiden „gefangenen“ Frauen dabei zu zuschauen, wie sie versuchen ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Empfehlenswert.

Von: Regine Hoffmann Datum: 09. Mai 2019

Das Buch ist sehr unterhaltsam und gut zu lesen.
Die Technik, das Schicksal der 2 Frauen, immer im Wechsel darzustellen. erweist sich als geglückt, denn ich wartete gespannt darauf, wann sich ihre Wege endlich kreuzen würden.
Es war äußerst interessant einen Eindruck von den Verhältnissen zur Sklavenzeit in Ghana zu bekommen.

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Fremde Kultur

Von: Krausi-Mausi Datum: 09. Mai 2019

Ich habe eine Zeit gebraucht ,um mich in die Geschichte richtig einzufinden.Besonders schwer fielen mir die sehr fremden Begriffe /Wörter,die man leider auch nicht im Buch nachschlagen konnte.Aber sonst eine ganz nette Geschichte.

Inhaltlich interssant, aber emotionslos

Von: LeseNune Datum: 09. Mai 2019

Die Thematik des Buches scheint zunächst spannend und interessant, deswegen hatte ich den Roman ausgewählt.
Leider bin ich nicht richtig ins Lesen gekommen, da sich der Text eher wie ein Bericht liest, der noch dazu unübersichtlich ist. Das tatsächlich erzählende und damit fesselnde Element fehlt.
Schade!

Beginn zu ausschweifend, sodass am Ende die Tiefe fehlte

Von: Buechertatzen Datum: 09. Mai 2019

Der Einstieg in das Buch fiel mir leider etwas schwer, da ich mir anfänglich die Namen kaum merken und so keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Auch der Einstieg in das Setting hat mich zu Beginn etwas ratlos zurückgelassen. Der Klappentext verrät schon ziemlich viel über das Buch und somit hatte ich mir einen etwas schnelleren Einstieg erhofft. Tatsächlich plätschert es aber etwas vor sich hin und die erste Hälfte des Buches ist gefühlt die Einleitung, bis die wirkliche Story beginnt. Bei der insgesamt eher geringeren Seitenzahl war ich dadurch dann etwas enttäuscht, da man sich hier deutlich hätte kürzer fassen und den Hauptteil besser hätte ausbauen können.

Im Verlauf konnte ich mich dann auch endlich an die afrikanischen Namen gewöhnen und gerade zu den Protagonistinnen eine Bindung aufbauen, sodass ich mich dann deutlich mehr in das Buch gezogen fühlte. Die Story wurde endlich interessant und insgesamt schafft "Die Frauen von Salaga" einen sehr guten Einblick in die Thematik. Beide Frauen sind Kämpferinnen und wünschen sich mehr von ihrem Leben. Sie setzen sich dafür ein, dass sich etwas ändert und müssen doch immer wieder mit den Klischees und Herausforderungen kämpfen.

Der Schreibstil hat mir bis auf die etwas lange Einleitung ansonsten sehr gut gefallen. Nachdem ich endlich richtig eingestiegen war, ließ sich das Buch wahnsinnig flott lesen. Der Perspektivenwechsel war sehr gut gewählt und beide Seiten kamen somit ausreichend zur Sprache. Am Ende hätte ich mir allerdings einfach deutlich mehr Tiefe gewünscht, die leider aufgrund der Kürze des Buches nicht so ausgebaut werden konnte, wie ich es erhofft hatte.

Trotz allem kann ich das Buch empfehlen.

Wunderbare Geschichte mit kleinen Fehlern

Von: Nk Datum: 09. Mai 2019

Amina lebt in einem in einem kleinen Dorf. Viel passiert in ihrem Leben nicht bis Sklavenräuber das Dorf überfallen. Sie überlebt.
Ausserdem geht es um eine Prinzessin namens Wurche, die verheiratet werden soll gegen ihren Willen.

Das Äußere:
Das Hardcover ist schön. Die Schrift ist sehr gross.

Rezension:
Die Geschichte bwechselnd aus Aminahs und Wurches Sicht. Wir begleiten die Lebenswege beider Frauen. Die Autorin schreibt sehr gut, leider nur etwas distanziert. Richtig mitfühlen konnte ich bei der Geschichte nicht. Leider werden auch am Ende des Buches nicht alle Fragen beantwortet. Das fand ich ein bisschen frustrierend. Trotzdem ist spannend die Lebenswege der beiden Frauen zu verfolgen. Jedoch hätte der Geschichte ein bisschen mehr Detailverliebtheit gut getan. Auch hätte ich gerne mehr über die Hintergründe erfahren.

Entführung in eine andere Welt

Von: Silke Datum: 08. Mai 2019

Ich muss zugeben, dass ich vor dem Lesen dieses Buches noch wenig Berührungspunkte mit der ghanaischen Kultur oder Geschichte hatte. Trotzdem oder gerade deshalb weckte der Buchumschlag und der Text der Rückseite mein Interesse. Definitiv ein Buch, das verzaubert, wenn man sich auf die ruhige, unaufgeregte und manchmal beinahe distanzierte Schreibweise Attahs einlässt. Kapitel für Kapitel wird der Leser von der Welt Aminahs in die Welt Wurches katapultiert - grösser könnte der Kontrast nicht sein. Kein Buch, welches ich in einem Tag verschlungen habe. Aber eines, das ich immer wieder gerne in die Hand genommen habe und welches nachgewirkt hat!

Ein Roman, der von wahren Begebenheiten inspiriert wurde

Von: Jane Datum: 08. Mai 2019

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, allerdings fand ich es enorm schwer in die Geschichte hinein zu finden.
Erst in der 2. Hälfte des Buches treffen sich die zwei Protagonistinnen und die Geschichte dieser zwei sehr unterschiedlichen Frauen verwebt sich. Wer, anhand des Klappentextes, ein romantisches Buch erwartet, wird enttäuscht. Trotz allem finde ich das Buch lesenswert und den Umgang mit dem Thema Sklaverei im 19. Jahrhundert sehr interessant. Außerdem hat mich fasziniert, dass dieser Debütroman von Ayesha Harruna Attah von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert wurde.

Hier wird einem seine Freiheit bewusst

Von: Janina Datum: 07. Mai 2019

Ich habe zwar ein bisschen gebraucht, um in dieses Buch hineinzukommen, danach habe ich es aber förmlich verschlungen und mit den Charaktären mitgefiebert.
Es erzählt die Perspekive zweier Frauen aus Ghana, mit dessen Erfahrungen man so gar keine Erfahrung hat. Amira wird aus ihrem Allag gerissen und muss von nun an als Sklavin arbeiten. Natürich ist einem bewusst, wie schlimm so eine Erfahrung ist, Ayesha Harruna Attah ist es jedoch wunderbar gelungen, dieses Schicksal eindrucksvoll aus Amiras Sicht zu beschreiben, man leidet förmlich mit ihr. Wurche ist die reiche Tochter eines Königs, die dazu gezwungen wird, eine Ehe mit einem Mann einzugehen, den sie nicht liebt. Ihre Freiheiten werden also auf eine andere Art und Weise eingeschränkt, auch sie ist nicht glücklich.
(Vorsicht Spoiler) Wurche kauft Amira im Laufe des Buches. Sie findet den Sklavenhandel jedoch fragwürdig und behandelt Amira im Gegensatz zu ihrem Vorgänger sehr gut. Es ist interessant auch mal einen Eindruck von einer anderen Seite zu bekommen und eben nicht nur schwarz und weiß in gut und böse zu denken. Außerdem lernt man durch diese Lektüre wirklich zu schätzen, was es heißt in Freiheit zu leben - und wie wichtig es ist, zu verzeihen.

Auf durch die Buchseiten nach Afrika in längst vergangene Zeiten...

Von: Lesendes Federvieh Datum: 07. Mai 2019

Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Aminah wird von Sklavenjägern brutal entführt und auf dem Sklavenmarkt verkauft. Wurche gehört einer gehobenen Klasse an. Ihr bleibt zwar das Schicksal Aminahs erspart, dennoch zwingt ihr Vater sie aus politischen Gründen eine Vernunftehe einzugehen. Die Wege der beiden Frauen kreuzen sich, als Wurche Aminah auf dem Sklavenmarkt kauft. Von nun an sind ihre Schicksale miteinander verbunden, die gar nicht so unterschiedlich sind, denn beide Frauen wünschen sich Freiheit, sie gehen dafür hohe Risiken ein...

Ayesha Harruna Attah ist ein gelungenes Porträt zweier starker afrikanischer Frauen gelungen, die zwar viel gemeinsam haben, deren Leben aber aufgrund ihrer Stellung in der Gesellschaft nicht unterschiedlicher sein könnte. Trotzdem versucht jede auf ihre Weise für ihre Ziele zu kämpfen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen gewissen Freiraum zu schaffen. Durch den stetigen Perspektivwechsel zwischen Aminah und Wurche war die Geschichte von Anfang an spannend und mitreißend. Das liegt sicher auch am flotten, flüssigen und klaren Schreibstil der Autorin.

Man erfährt durch die beiden aber auch viel über die Menschen in Afrika und ihre Kultur, über ihre Lebensbedingungen, ihre Gebräuche, die Art zu wohnen, zu essen, Handel zu betreiben, aber auch die düsteren Kapitel der Geschichte werden angesprochen. Detailgetreu, historisch fundiert und genau auf den Punkt gebracht erzählt sie von Stammeskonflikten, von den Kolonialmächten England und Deutschland, die ihre Finger nach Ghana ausstreckten und über den unseligen Sklavenhandel. Die Autorin hat gerade diese Themen so detailliert und eindringlich geschildert, dass ich Gänsehaut bekam. Wie grausam die Menschen einfach verschleppt und gnadenlos auf Sklavenmärkten verkauft wurden ist einfach nur schrecklich. Durch die sympathische Aminah, die dieses Schicksal erleiden musste, fand ich diese Passagen noch berührender und unmenschlicher.

"Die Frauen von Salaga" ist ein mitreißendes, sehr unterhaltsames Buch, das vom Schicksal der Ururgroßmutter der Autorin inspiriert ist. So gut und interessant kann Geschichte auch vermittelt werden.

Fazit: "Die Frauen von Salaga" sind auf jeden Fall eine Reise wert. Auf durch die Buchseiten nach Afrika in längst vergangene Zeiten...

Zwei Frauen und ihr Wunsch nach Freiheit

Von: Alexandra Datum: 07. Mai 2019

Das Leben von Aminah und Wurche könnte auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein:
die eine wird bei einem brutalen Überfall auf ihr Dorf von Sklavenhändlern gefangen genommen, die andere ist die priviligierte Tocher aus königlichem Hause. Doch genauso wie Aminah, die Sklavin, ist Wurche nicht frei in ihren Entscheidungen, muss sie doch aus politischen Gründen einen Mann heiraten, den sie nicht liebt und der ihr alles verbietet, was sie ausmacht.
Die beiden Frauen werden später aufeinander treffen, die eine wird zur Besitzerin der anderen. Und ja, beide verlieben sich in den selben Mann. Und genau das ist die Stelle im Klappentext, die mich fast davon abgehalten hätte, dieses Buch zu lesen, da man den Eindruck bekommt, es wäre wieder einer dieser typischen (kitschigen) historischen Romane mit dramatischer Liebesgeschichte.
Aber das hat dieses Buch nicht nötig! Diese Zeitreise in das vorkolonianische Ghana, das sich gerade kulturell im Umbruch befindet,
ist eine ganz besondere. Es geling der Autorin in ihrer einfachen Sprache so gut, Menschen, Orte, sogar das Essen zu beschreiben, dass man schnell in die Atmosphären der einzelnen Orte eintauchen kann. Wir begleiten Wurche und Aminah immer abwechselnd in den Kapiteln. Und auch dieser Wechsel ist niemals anstrengend. Das Thema Sklaverei ist niemals wertend behandelt und das , obwohl dieses Buch durch das Schicksal der Ururgroßmutter der Autorin, die Sklavin war, inspiriert wurde. Aber gerade durch die Art, wie die Autorin über dieses Thema schreibt, das leider auch heute noch aktuell ist, habe ich mehr darüber nachgedacht.

Ich habe vorher noch keinen Roman gelesen, der in der Kultur Afrikas spielt -aber nun habe ich Lust auf mehr.

Leben und Schicksal zweier Frauen in Westafrika

Von: Ariane C. Datum: 07. Mai 2019

Geschichter zweier Frauen in Ghana, Ende des 19. Jahrhunderts.
Aminah wächst in einfachen Verhältnissen in einer Großfamilie auf dem Land auf und Wurche als privilegierte Tochter des Herrschers von Salaga. Ihre beider Leben werden miteinander verknüpft als Wurche auf Aminah aufmerksam wird und auf dem Sklavenmarkt als Pflegemutter für ihren Sohn ersteht.
Es hat Spaß gemacht einen Roman zu lesen, der in einer vollkommen anderen Welt spielt. Die beiden Frauenrollen werden eindrucksvoll geschildert. Zu Beginn des Buches muß man sich durch den ständigen Wechsel zwischen den Protagonistinnen erst in die Geschichte hineinfinden, zum Ende des Buches gelingt dies mühelos. Eine klare Empfehlung für Leser, die sich für andere Kulturen interessieren.

Puh ... harter Tobak, manchmal etwas zu nüchtern verpackt ...

Von: Isabel Rommel Datum: 07. Mai 2019

Das Buch ermöglichte mir einen sehr intimen und persönlichen Blick auf das Leben in Ghana Ende des 19. Jahrhunderts. Die Autorin kommuniziert die mögliche Realität über die beiden Frauen Wurche und Aminah, die in ihrer Verschiedenheit dennoch den gleichen Wunsch hegen und zwar den nach Freiheit.
Während es bei Wurches Familie um Macht geht, kommt sie doch aus einer hochgestellten Familie, sehnt sich Animah nach einem von ihr gewählten Leben und vor allem mit einem von ihr gewählten Mann. Doch das Leben schmeißt den Beiden nicht nur Steine in den Weg. Nein, manchmal müssen sie sich sogar ihr nacktes Überleben erkämpfen. Viele Szenen waren sehr brutal und für mich schwer vorstellbar. An dieser Stelle hätte ich mir manchmal ein wenig mehr Emotionen seitens der Autorin erwartet, schreibt sie doch auch über ihre eigenen Ururgroßmutter und wie es wohl gewesen war.
Das Buch hat mich beeindruckt und vermittelte mir Informationen über eine Welt, die sich mir bis jetzt noch wenig erschlossen hatte. Mit den afrikanischen Namen hatte ich ein wenig zu kämpfen, dennoch spreche ich eine Leseempfehlung an diejenigen Leser aus, die auch gerne mal vom Pfad der Mainstreamromane abweichen möchten ...

"Die Frauen von Salaga"

Von: Ramona Datum: 07. Mai 2019

Zuallererst muss ich sagen, dass ich mich sehr darüber gefreut habe dieses Buch zu bekommen und meine Meinung dazu abgeben zu dürfen.
Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen gehabt, die Welt zu entdecken, indem ich sie durch Bücher wie diese kennen lernen kann.
Dieses Buch bot mir die Möglichkeit zwei spannende Menschen zu begleiten, Wurche und Aminah.
Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Aminah stammt aus einfachen Verhältnissen, wohingegen Wurche einer königlichen Familie entstammt. Und doch gleichen sie sich mehr als man auf den ersten Blick meint. Beide sind stark, sie besitzen innere Stärke, die Ihnen in schwierigen und gefährlichen Situationen weiterhilft. Aber natürlich haben sie auch Schwächen, wie jeder Mensch sie hat.
Es hat mich sehr fasziniert, dass die Autorin es auf so wunderbare Art und Weise schafft, mich als Leserin mitfiebern zu lassen, dass ich manchmal nur den Kopf schütteln konnte, über das was passiert, ich aber trotzdem alles nachvollziehen konnte.
Es gab auch Gewaltszenen, die so selbstverständlich und alltäglich klangen, dass sie mich mehr verstörten, als es eine detailierte Beschreibung, je könnte.
Ich habe versucht so wenig wie möglich über den Inhalt zu verraten, da ich denke, das man dieses Buch einfach entdecken und mit diesen Menschen reisen muss ohne etwas zu wissen, denn was wäre eine Reise wenn man das Ziel schon kennt?

Zwei starke Frauen aus unterschiedlichen Welten

Von: SaBrini Datum: 06. Mai 2019

Die Geschichte spielt in Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Die eine Hauptdarstellerin - Aminah - wird von heute auf morgen zur Sklavin und muss Schlimmes durchleben. Die andere Hauptdarstellerin - Wurche - kommt aus gutem Hause, aber wird gezwungen eine Ehe aus politischen Gründen einzugehen. Beide Frauen versuchen ihrem Schicksal zu entkommen... so weit so gut. Leider findet die Begegnung der beiden Frauen recht spät im Buch statt, sodass man sich ständig fragt, wann denn nun die Handlung so kommt, wie sie hinten auf dem Buch beschrieben ist. Alles in allem ein gutes Buch mit einer eindrucksvollen Geschichte, aus der man viel lernen kann - vor allem auch geschichtlich. Aufgrund der weiblichen Hauptrollen spricht das Buch wohl eher Frauen an. Es dauert ein bisschen bis man in die Geschichten reinfindet: innerhalb des Buches gibt es ständig den Perspektivenwechsel von Aminah und Wurche, was es auch spannend macht. Aber anfangs hat man etwas zu tun mit den ganzen afrikanischen Namen und der Zuordnung zur Handlung.
Ich würde das Buch jenen empfehlen, die Interesse an einer Geschichte von zwei starken Frauen haben, in der nichts verschönert wird und die auch mal grausam sein kann, aber letztendlich sehr beeindruckend und lehrreich.

Auf der Suche nach Unabhängigkeit

Von: Merle Datum: 06. Mai 2019

Dies ist die Geschichte von Wurche und Aminah, zwei junge Frauen, die Ende des 19. Jahrhunderts in Ghana leben und aufwachsen. In einem von Männern regierten Land versuchen sie auf ihre jeweils eigene Weise Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen, dabei bestimmen ihre unterschiedlichen familiären Herkünfte stark ihren Werdegang.

Wurche, die Tochter eines Clanoberhauptes, möchte in die politischen Geschäfte ihres Vaters einsteigen und mit dem Mann zusammen sein, den sie liebt. Sie wird jedoch mit einem anderen Mann verheiratet, der ihre Freiheitsgedanken nicht gestattet. Dahingegen wächst Aminah in einem Dorf in einfachen Verhältnissen auf, bis eines Tages Sklavenhändler das Dorf überfallen und die Familie auseinanderreißen. Aminah muss sich ihrem Schicksal ergeben und versuchen, als Sklavin zurechtzukommen. Die Lebenswege der beiden Frauen verbinden sich im Laufe des Buches auf eine besondere Art miteinander.

Das Buch "Die Frauen von Salaga" beschreibt eine Welt und eine Zeit, die den meisten Lesern in vielerlei Hinsicht fremd sein dürfte. Unbekannte Bräuche und Gepflogenheiten werden dargestellt, dabei vor allem die Lebensgewohnheiten und Lebensbedingungen insbesondere der Frauen in Westafrika. Im Zentrum des Buches steht die Hilflosigkeit der Frauen, die sich der Kultur fügen müssen und dennoch immer wieder hart dafür arbeiten, die ihnen gesetzten Grenzen zu überwinden.

Der Schreibstil des Buches ist meiner Meinung nach gut zu verstehen und leicht zu lesen. Die Perspektiven von Wurche und Aminah werden abwechselnd in jeweils einem Kapitel dargestellt, so dass es mir ohne Mühe gelang, beiden Figuren gedanklich zu folgen. Der Autorin Ayesha Harruna Attah ist es gelungen, ein einfühlsames und interessantes Werk zu erstellen, welches ich gerne weiterempfehle.

Die Frauen von Salaga

Von: Angelika Datum: 06. Mai 2019

Das Buch spielt im vorkolonialen Ghana und erzählt die Geschichte zweier Frauen aus komplett entgegengesetzten Gesellschaftsschichten, auf der einen Seite Aminah, die aus ihrem Leben brutal herausgerissen wird und schließlich als Sklavin verkauft wird. Auf der anderen Seite Wurche, die Tochter des Herrschers über Salaga. Zunächst springt die Handlung von Kapitel zu Kapitel zwischen den Geschichten der einzelnen Frauen, dann begegnen sich beide und das Schicksal beider verbindet sich.
Insgesamt ein fesselnder und emotionsgeladener Roman, den man gerne zur Hand nimmt. Allerdings sind die vielen verschiedenen und ungewohnten Namen etwas verwirrend, sodass man manchmal noch einmal zurückblättern muss, um den Überblick zu behalten. Ein Glossar mit der Beschreibung bestimmter afrikanischer Ausdrücke und eine Personenübersicht würden dem Leser dabei helfen. Aber ansonsten ein gelungener Roman.

Die Frauen von Salaga

Von: Steini Datum: 06. Mai 2019

Zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein können treffen Ende des 19. Jahrhunderts in Westafrika aufeinander und Ihr Schicksal wird unwiderbringlich miteinander verknüpft.
Aminha, die Tochter eines Schuhmachers, die davon träumt - wie ihr Vater - Schuhe zu fertigen und diese mit den Karawanen in die Königsstädte zu bringen und zu verkaufen. Der Traum endet abrupt als Sklavenhändler ihr Dorf überfallen und Aminah in die Sklaverei verkauft wird.
Wurche , die Tochter eines Königs - die lebt, reitet und schiesst wie ein Mann und doch nach dem Willen des Vaters an einen ungeliebten Mann verheiratet wird.
Auf dem Sklavenmarkt trifft sie Aminah und ihr gemeinsames Schicksal nimmt seinen Lauf.
Ayesha Harruna Attah schreibt in einem prägnanten Stil , der den Leser sofort gefangen nimmt und ihn mitnimmt auf eine Reise in eine vergangene und fremde Welt.
Man kann ohne Probleme den fremden Orten und Namen folgen und es ist ein Leichtes, dies Buch in " einem Rutsch " zu lesen.

Ayesha Harruna Attah „Die Frauen von Salaga“: Frauenschicksale in Westafrika Ende des 19. Jahrhunderts

Von: Karin Winter Datum: 05. Mai 2019

Zuerst einmal wirkt dieses Buch durch seine optische Aufmachung: ein Touch von moderner afrikanischer Folklore. Erst dann durch seinen Inhalt. Der Leser wird entführt in eine fremde Welt und erlebt diese aus den Perspektiven zweier junger Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Aminah ist eine Sklavin und Wurche eine Königstochter. Beide versuchen, aus ihrer Rolle und der damit verbundenen Unfreiheit zu entfliehen. Dabei geraten sie an denselben Mann, der seltsam diffus charakterisiert wird. Allerdings haben wir es hier nicht mit einer Dreiecksgeschichte zu tun, wie der Klappentext suggeriert. Wie aus dem Titel "Die Frauen von Salaga" abzuleiten, wirken die Frauen, die - egal ob versklavt oder privilegiert - wenig bis gar keine Macht besitzen, sehr viel stärker als die Männer dieser patriarchalischen Gesellschaft.
Interessant an diesem Roman empfinde ich, dass trotz aller Unterschiede zu unserer heutigen Welt in Europa die Gefühlswelt der zwei Frauen nachvollziehbar ist und letztendlich gar nicht so weit von der unsrigen entfernt liegt. Abzug gebe ich für die doch recht einfache, distanziert wirkende Sprache, was aber möglicherweise auf die Übersetzung zurückzuführen ist. Hilfreich ist die Karte, die dem Roman vorangestellt ist, Erläuterungen zu speziellen Begriffen, z.B. der Speisen, fehlen allerdings. So hat der Leser die Möglichkeit, seine Fantasie einzusetzen oder Details zu recherchieren. Das Ende des Romans gibt Hoffnung, einige Handlungsfäden werden nicht weiter gesponnen, aber es wirkt realistisch.

Die Frauen von Salaga

Von: Sibylle Klein Datum: 05. Mai 2019

Ayesha Harruna Attah beschreibt in ihrem Roman das Leben zweier junger afrikanischer Frauen Ende des 19. Jahrhunderts. Während Aminah davon träumt, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und ihr Leben durch Ausübung eines Handwerks selbt gestalten zu können, interessiert sich die reiche Tochter Wurche für die politischen Geschicke des Landes und will diese mitgestalten.
Für beide Frauen hat das Schicksal andere Karten bereit. Aminah wird entführt und als Sklavin verkauft. Wurche zu einer strategischen Heirat gezwungen. Als Wurche dann Aminah als Sklavin kauft scheint ihnen ein gemeinsamer Weg bevorzustehen. Dass dieser Weg auch wieder ungeahnte Wendungen nimmt, liegt nicht nur an der politischen Situation des Landes.
Ein Roman, der Leser mitnimmt in eine Welt in der Frauen nur wenig Möglichkeiten haben ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Kein historischer Roman, wie andere, wenn auch auf historischem Hintergrund geschrieben.

Unerwartet spannend

Von: travelcat Datum: 05. Mai 2019

Zugegeben - der Einstieg über die ersten 50 Seiten ist etwas schwierig: viele Namen die irgendwie ähnlich klingen und doch anders, Familienverhältnisse die etwas undurchdringlich sind, ich tue mich anfangs schwer und finde das alles etwas langatmig.
Wenn man dann aber mal drin ist ist es ein spannendes und tiefgründiges Buch der etwas anderen Sorte. Und es fesselt so, dass man es irgendwann doch nicht mehr aus der Hand legen will.
Im Übrigen ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und was die Handlung angeht fand ich den Klappentext nicht wirklich sinnvoll: das erwartete Zusammentreffen der beiden Frauen, was ich als Hauptthema erwartete, hat sich erst im letzten Drittel des Buches realisiert. Und eine Liebesgeschichte ist es in der Form wie man es erwarten würde auch nicht. Etwas mehr Hintergrundwissen wäre sicher von Vorteil gewesen, aber dennoch ist es ein aussergewöhnliches und durchaus lesenswertes Buch.

Eintauchen in eine fremde und doch so bekannte Welt

Von: Welki Datum: 05. Mai 2019

Die beiden starken und doch in ihrer Verletzlichkeit eindrücklich beschriebenen Frauen ermöglichen eine tiefe Identifikation der Leserin.
Jedoch dauert es ein wenig, sich in dem doch fremden, äußeren Setting zurechtzufinden.
Ein lesenswertes Buch, welches ich gerne weitergegeben habe und zu interessanten Gesprächen führte.

Ab der ersten Seite gefangen

Von: Becca1 Datum: 05. Mai 2019

Bereits nach den ersten Seiten fühlt man sich Mitten nach Afrika versetzt, man taucht in das Leben von Aminah und Wurche ein, in Ihre Träume, Wünsche und Gedanken. Das Buch fesselt einen bis zur letzten Seite!

Als Aminah von Sklavenhändlern aus ihrer Familie gerissen wird, beginnt ein Leidensweg für die junge Frau der mit viel Gewalt, Tränen und Demütigungen gesäumt ist, bis sie von Wurche gekauft wird. In dem Haushalt von Wurche wird sie zum ersten Mal nach langer Zeit wieder menschlich behandelt. Das Heimweh, der Schmerz und die Traurigkeit können trotzdem nicht geheilt werden.

Wurche ist eine starke und eigenwillige junge Frau, durchlebt aber einen langen und harten Weg, der immer wieder von Männern bestimmt wird, bis sie sich ihren Wunsch nach Freiheit teilweise erfüllen kann. Beide Frauen verbindet ein gemeinsamer Wunsch, der Wunsch nach Freiheit und ein eigenständig geführtes Leben. Das Ziel ist zwar das Selbe, aber im Detail sehr unterschiedlich.

Das Buch spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts, aber beim Lesen wird einem durch die vielseitigen erzählten Blickwinkel die Ähnlichkeiten zu unserer Zeit bewusst. Es bleibt nicht aus, darüber nachzudenken, wo es tatsächlich noch Parallelen gibt. Ein Roman der zum Nachdenken anregt, man in die zauberhaften Momente der Verliebtheit eintaucht, den Kummer und die Angst der Hauptfiguren spürt sowie deren Glücksmomente. Ein tolles Buch, dass ich nur weiter empfehlen kann, mit einem Ende das man nicht unbedingt erwarten würde.

Frauenschicksale

Von: Dagmar M. Datum: 05. Mai 2019

Die Geschichte von zwei Frauen mit unterschiedlicher Herkunft und Familiengeschichte ist spannend geschrieben. Leicht verständlich und mit klarer Sprache ausgedrückt, kann man sich in die verschiedenen Situationen hineinversetzen. Das Thema berührt durch die ungeschminkte Darstellung der Frauenrolle im 19. Jahrhundert auf dem afrikanischen Kontinent. Es ist zugleich ein kritisches Buch, dass die Zeitumstände beleuchtet, aber auch Geschichten über die Liebe erzählt.
Ich habe das Buch sehr schnell gelesen, weil mich die Handlung interessiert hat. Meine Empfehlung an Frauen und auch Männer, die sich mit der Stellung der Frau in anderen Gesellschaftsformen beschäftigen wollen und zeitgeschichtliche Vorgänge dabei erleben können.

Sehr empfehlenswertes Buch

Von: Dk1980 Datum: 05. Mai 2019

Das Buch erzählt die Geschichte zweier Frauen im Afrika der Kolonialzeit. Die beiden haben sehr unterschiedliche familiäre Hintergründe, dennoch werden ihre Geschichten untrennbar miteinander verwoben und weisen etliche Übereinstimmungen im Bereich der eben nicht vorhandene Selbstbestimmung auf. Auch wenn eine von beiden dachte, sie wäre vollkommen frei in ihren Entscheidungen, treffen dann doch Männer die wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens für sie.

Ein wirklich gut geschriebenes Buch, das über die ganze Länge unterhaltend ist und die Kultur der damaligen Zeit hervorragend nahe bringt. Das Buch liest sich sehr gut und ich habe es an zwei Abenden gelesen.

Von mir eine absolute Leseempfehlung.

Ausflug nach Afrika

Von: Ninamein Datum: 04. Mai 2019

Das Buch spielt im vorkolonialen Ghana und handelt von den Schicksalen zweier Frauen, die miteinander verwoben sin. Die eine wird entführt und in die Sklaverei verkauft, die andere ist eine Prinzessin und muss einen Mann heiraten, den sie nicht liebt um die Macht ihres Vaters zu stärken.
Es ist trotz der eigentlich spannenden Geschichte ein ruhiges und unaufgeregtes Buch, das sich zwar Anfangs wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht liest, den Leser am Ende aber etwas gelangweilt zurück lässt.
Bestimmt ist es für Menschen, die sich für Afrika und die Geschichte der Sklaverei interessieren ein empfehlenswertes Buch, aber mich hat es weder gefesselt noch besonders gut unterhalten.

Freiheit

Von: Heiko Datum: 03. Mai 2019

Aminah und Wurche sind zwei grundverschiedene Frauen, die Ende des 19 Jahrhunderts in Ghana auf ein einander treffen. Die eine träumte bescheiden davon das Schusterhandwerk ihres Vaters zu erlernen, die andere träumt davon Einfluss in das Geschick der Stadt zu haben. Beiden wird ihr Traum verwehrt, denn Aminah wird als Sklavin verkauft, Wurche gegen ihren Willen verheiratet. Für beide platzt damit der Traum von ein wenig Selbstbestimmung und Emanzipation in einem von Männern dominierter Gesellschaft und Jahrhundert. Beide sind jedoch nicht bereit sich ihrem Schicksal ganz zu ergeben und schließen sich zusammen und für ein wenige Freiheiten zu kämpfen. Als sich die beiden jedoch in denselben Mann verlieben, scheint ihr gemeinsamer Kampf in einem Eklat zu enden.

Der Roman Die Frauen von Salaga von Ayesha Harruna Attah hört sich zuerst einmal nach einem historisch, gesellschaftskritischen Roman an, in den eine Liebesgeschichte eingebettet ist und in dem der Frage nachgegangen wird, was Freiheit für jeden Einzelnen bedeutet. Diese Idee selbe finde ich sehr spannend und auch lesenswert, allerdings hat mir der distanzierte, eher protokollarische Schreibstil Schwierigkeiten gemacht und so wurde ich weder richtig mit der Handlung noch den beiden Hauptprotagonisten und ihrem Schicksal richtig warm. Auch die fehlenden Zusatzinformationen zu verschiedenen Begriffen, die einem Europäer eher nicht geläufig sind, haben das Verständnis manchmal schwierig gestaltet. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, im Anhang zu erklären, was verschiedene, eher unbekannte Begriffe wie zum Beispiel Otienu oder Tuo genau bedeuten.

Trotzdem, auch wenn der Roman meinen Wissensdurst vor allem bezüglich des politischen Situation im Ghana des 19 Jahrhunderts und der religiösen und ethnischen Eigenheiten nicht gestillt hat, ist der Roman doch für Leser zu empfehlen, die gerne historische Romane lesen, aber nicht in die Tiefe gehen wollen.

Eine kulturelle Reise

Von: BookedOut Datum: 03. Mai 2019

Das Buch “Die Frauen von Salaga” hat mich thematisch sehr angesprochen, da ich gerne Romane lese, in denen ich etwas über fremde Kulturen, Länder und Lebensweisen erfahre. Die Geschichte, wie ein Mädchen gekidnappt wird und so auf dem Sklavenmarkt in Salaga endet, beinhaltet all dies. Und: Ich kann sagen, der Klappentext hält, was er verspricht!

Anfangs fand ich den Schreibstil der Autorin gewöhnungsbedürftig. In den meisten Romanen, die ich lese, wird viel umschrieben. Das spart sich die Autorin und schreibt stattdessen weitgehend objektiv. Auf den ersten Seiten bin ich daher regelrecht von all den Informationen umgehauen worden und habe einige Abschnitte zweimal gelesen. Insbesondere die vielen Namen haben mich verwirrt; zum einen, weil sie fremd klangen (z.B. Etuto und Obado) und zum anderen, weil sie sich so ähnlich sind, was wahrscheinlich an der Verwandtschaftsbeziehung liegt (z.B. Na, Issa-Na und Issa). Auch die Städte und Gerichte haben außergewöhnliche Namen. Nachdem ich die ersten Seiten besonders aufmerksam gelesen und mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, fand ich das Buch sehr eindrucksvoll.

Die Geschichte an sich ist so überwältigend, dass jegliche Form von ausgeschmückt beschriebenen Gefühlen die Geschichte entweder weniger glaubhaft gemacht oder den Leser überfordert hätte. Wer fühlt nicht mit einem Mädchen, das von seiner Familie getrennt und als Sklavin gehalten wird? Oder mit einer jungen Frau, die zwar in besseren Verhältnissen aufwächst, aber eine ungewollte Ehe eingehen muss und fortan nicht mehr über ihr eigenes Leben entscheiden kann? Man fühlt automatisch mit – egal, ob die Autorin die Gefühle der Charaktere hier und da besonders hervorhebt, oder nicht.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren – neben der Geschichte selbst – die Beschreibung der Umgebung und des Essens. Obwohl ich noch kein Oasendorf gesehen habe, habe ich mich mittendrin gefühlt. Genauso ging es mir auch auf dem Gehöft der Familie, dem Hinterzimmer des Sklavenhändlers, dem großen Fluss oder bei der Vorstellung der Speisen. Viele der Gerichte würde ich gerne mal probieren.

Ich habe besonders mit einer der beiden Hauptcharakteren, Aminha, mitgefühlt. Dies lag zum einen an ihrer prekären Situation und geringen Chance, hieran etwas zu ändern. Zum anderen lag es aber auch an Aminhas Charakter. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die sich selbst hintenanstellt und alle für ihre Familie tun würde. Dennoch hat sie einen weichen Kern und Träume, die sie eines Tages verfolgen möchte.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für fremde Kulturen und Geschichte interessiert.

Zwei Junge Frauen deren Schicksale sich unwiderruflich miteinander verbinden und ein gemeinsamer Traum: Freiheit

Von: Zeikat Datum: 02. Mai 2019

Wurche und Aminah, zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten, sie leben Ende des 19 Jahrhunderts in Ghana.
Aminah, eine Junge Frau die in dem Oasendorf Botu lebt, mit allerhand aufgaben und Verantwortung.
Tochter eines Schusters, träumt davon eines Tages das Handwerk ihres Vaters zu erlernen.
Wurche, eine privilegierte Junge Frau, als Tochter des Herrschers über Salaga sind ihre Leidenschaften Politik, Reiten und Schießen, sie lebt in Kpembe, in der Stadt, in der nur Mitglieder der königlichen Familie leben dürfen.
Auch sie hat einen Traum: sie möchte, genau wie ihre Brüder, Einfluss auf die Geschicke der Stadt nehmen.
Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden Frauen, so wird Aminah brutal aus ihrem zuhause gerissen, und als Sklavin verkauft.
Derweilen wird Wurche von ihren Vater gezwungen eine ungewollte Ehe einzugehen.
Der Traum von Freiheit und Selbstbestimmtheit zerplatzt von einem Moment auf den anderen.
Als sich beide dann auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander.

In diesem besonderen, mit viel Herz und Einfühlungsvermögen, geschriebenem Roman darf man diese zwei mutigen Frauen begleiten.
Das Cover ist wunderschön, mit seinen Kräftigen Farben und dem markantem Muster, absolut passend!
Der Schreibstiel ist flüssig und unmissverständlich, klar.
Der Roman hat mich abgeholt in das vorkoloniale Ghana und mich während einer ergreifenden Geschichte um zwei mutige Frauen, auch über einige Geschichtliche Aspekte sowie Sitten und Bräuche Ghanas Ende des 19. Jahrhunderts aufgeklärt.
Am Anfang tat ich mich mit den fremden Namen, Städten und Bezeichnungen etwas schwer, aber das lies schnell nach.
Ein Buch dass an eine Zeit erinnert, die wir uns heute, gerade als Frauen kaum mehr vorstellen können!
Empfehlen kann ich die Geschichte all denjenigen die Historische Romane mögen und dabei auch etwas über fremde Kulturen erfahren wollen.
Und wer ein wenig mit "Gefühl" zwischen den Zeilen lesen kann, für den hält es eine etwas andere Liebesgeschichte bereit und eine, wie ich finde, wichtige Botschaft!

Ich möchte mich ganz herzlich bei Random House und dem DIANA Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!

Zwei Frauen, wie sie nicht unterschiedlicher sein können//Liebe und so

Von: Die blonde Frau Datum: 02. Mai 2019

Ich habe mich wieder in Afrika befunden.
Afrika//WiederErkennungsWert

Flüssig geschrieben.
Einblicke ins Matriarchat.
Einblicke in div Regiolekte.

*Spoiler*
Die hingebungsvoll geprägte Sklavin und die KönigsTochter.
Im Roman ist alles drin.

Wer Afrika und seine Sprache//Landschaft//Menschen liebt, wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Leider die Erwartungen nicht erfüllt.

Von: SvennySvenson Datum: 01. Mai 2019

Der Klappentext war mehr als nur spannend. Erwartet hatte ich einen starken Roman mit starken, femininen Hauptdarstellern. Außerdem hatte ich viel Tiefgang erwartet, auf Grund der Beschreibung.
Leider habe ich überhaupt nicht in die Story hinein gefunden.
Der Schreibstil ist leider platt und wenig mitreißend. Die Sätze sind kurz und auch noch mit wenig Tiefgang.
Die Idee ist gut, an der Umsetzung hat es leider gehapert.

Sehsucht nach Freiheit.

Von: Booklove15_11 Datum: 01. Mai 2019

Ende des 19. Jahrhunderts. Die Königstochter Wurche würde gern wie ihre Brüder Einfluss auf die Regierung der Stadt haben. Sie liebt Politik, Schießen und Reiten. Doch alles, was sie beitragen darf, ist, einen wichtigen Verbündeten ihres Vaters zu heiraten. Zur ihrer Familie liebe willigt sie ein, aber ihre Träume schenkt Wurche zur eine anderen Mann. Sooft sie kann, entflieht sie von ihrem gehassten Ehemann und reitet in die Stadt. Dort begegnet Wurche dem Sklaventreiber Moro und beginnt eine heimliche Affäre mit gefährlichen Konsequenzen…

Aminah ist ein glückliches, verträumtes Mädchen. Sie lebt mit ihrer Familie in ein kleines Dorf und träumt davon, wie ihr Vater das Schusterhandwerk zu lernen und mit den Karawanen in die Städte zu ziehen. Doch als Sklavenhändler ihr Dorf überfallen, Bewohner in die Wüste treiben, wurde ihre Träume genau wie ihr Dorf zerstört. Als Sklavin eines Gutsherrn übersteht Aminah zwei harte Jahre und verliert sie jede Hoffnung. Dann wird sie auf dem Sklavenmarkt von Salaga erneut zum Verkauf angeboten. Als Aminah und Wurche auf dem Sklavenmarkt begegnen, verbinden sich ihre Schicksale miteinander. Beide träumen von Freiheit, beide riskieren ihr Leben und beide verlieben sich in denselben Mann...

Erstmal möchte ich eins hier betonen! Wer hier, Grund des Klappentextes eine historische Liebesgeschichte hofft, die würde ich leider enttäuschen. Natürlich hier spielt die Liebe eine große Rolle aber meiner Meinung nach, es ist eher die Nebengeschichte. Daher finde ich den Klappentext völlig unpassend und ich denke, der lenkt die Leser in eine andere Richtung!

Der Autorin hat sie sich von ihren Ururgroßmutter' Lebensgeschichte inspirieren lassen und nimmt die Leser in die Kolonialzeit in Afrika mit. Erzählt wird die ganze Kapitelweise abwechselnd aus der Sicht von beiden Protagonistin, was den Leser einen sehr guten Einblick deren Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Das Cover ist ein Blickfang und vor allem, wenn man weiß, die Farbe Blau eine Bedeutung in die Geschichte hat, finde ich sehr passend. Der Schreibstil ist leicht, allerdings ein großer Kritikpunkt ist die viele afrikanische Namen, Ortschaften, Essensnamen usw.… Da hätte ich mir so in der Art wie Namensverzeichnis oder wenigstens eine Erklärung für die ganze leckeren essen gewünscht.

In großen und ganzen eine gut gelungenes Debüt und wer historische afrikanische Geschichten lesen mag, kann ich nur weiterempfehlen.


Die Frauen von Salaga

Von: Solist0145 Datum: 01. Mai 2019

Sehr leichtes, einfühlsames Buch. Sehr gut zum Lesen. Leicht verständlicher Schreibstil.

Die Sklavin und ihre Herrin - Freiheitsträume der "Frauen von Salaga"

Von: Eva Krafczyk Datum: 29. April 2019

Vorsicht, Spoiler

Aminah wächst als Tochter eines Schuhmachers auf einem Gehöft in dem westafrikanischen Marktflecken Botu auf. Wurche ist die Tochter eines lokalen Herrschers, stolz, wild und gänzlich unwillig, sich dem klassischen Frauenbild zu fügen. Beide sind "Die Frauen von Salaga" in dem Roman der ghanaischen Schriftstellerin Ayesha Harruna Attah, der Ende des 19. Jahrhunderts im prekolonialen Ghana spielt, wo aber bereits der "scramble of Africa" absehbar ist.

Beide Frauen träumen von einem Leben, das ihnen traditionell verwehrt bleibt - Aminah würde gerne ihren Vater auf seinen Reisen begleiten, wünscht sich, sein Handwerk zu lernen. Wurche wiederum, die eine bessere Reiterin ist als ihr eher verträumter Bruder, möchte ebenfalls an Wettrennen teilnehmen, ihre Stimme im Rat der Männer erheben, Entscheidungen treffen.

Doch es kommt ganz anders. Sklavenjäger überfallen Botu und die angrenzenden Dörfer. Aminah und ihre Geschwister werden auseinandergerissen, mit anderen Sklaven immer weiter getrieben, desorientiert und erschöpft: "Als sie den felsigen Ort verließen, war der Gedanke an den Tod fast verführerisch. Fliehen war zu kraftraubend." Sie erlebt die Demütigung der Sklavenauktion, wird von ihrem Besitzer sexuell missbraucht und landet schließlich durch Weiterverkauf in Salaga.

Dort ist Wurche, die als Frau einer Adelsfamilie eigentlich das Recht hätte, ihren Ehemann selbst auszusuchen, aus politischen Gründen eine arrangierte Zweckehe eingegangen. Sie verachtet ihren Ehemann Adnan, doch die Ehe bedeutet ein Bündnis, mit dem ihr Vater militärische Rückendeckung für seine eigenen Ambitionen hat. Wurche, die für ihren Ehemann nur Verachtung übrig hat, verschafft sich in ihrer heimlichen Beziehung mit einem Sklavenhändler eine Art Ventil, fühlt sich aber nach der Geburt ihres kleinen Sohnes immer mehr als Gefangene in ihrer Rolle als Frau und Mutter: "Bei allem musste sie Adnan um Erlaubnis fragen, und er nutzte seine Macht über sie trefflich aus."

Die politisch ambitionierte Wurche kritisiert vergeblich Tribalismus und plädiert für Einigkeit als starke Positionierung gegen die Weißen, die sie einerseits faszinierend findet, deren Absichten sie aber auch misstraut. Als Wurche Aminah kauft, beginnt für die "Frauen von Salaga" ein gemeinsamer neuer Lebensabschnitt. Doch beide träumen von einem anderen Leben und brauchen sich letztlich gegenseitig, um ein solches Vorhaben umzusetzen.

Ayesha Harruna Attah verzichtet - für mich erfreulich - auf süßliche Exotik oder Herz-Schmerz-Tragik bei der Schilderung des schwierigen Lebenswegs der beiden sehr unterschiedlichen Frauen. Dabei ist Wurche bei allen Rückschlägen diejenige, die vorwärtsdrängt und Pläne schmiedet, während Aminah eher die Träumerin ist - vielleicht auch ein Ausgleich zur harten Arbeit, zu der sie als Sklavin verpflichtet ist. Doch auch die eher sachlich-distanzierte Beschreibung bleibt nahe dran an den beiden Frauen, ihren Sehnsüchten und Hoffnungen.

Und auch wenn es vordergründig ganz um die Gechichte von Aminah und Wurche geht, so wird es auf den letzten Seiten doch eindeutig politisch, wenn Wurche auf Geschlossenheit der Volksgruppen gegen die starken Europäer pocht - ein Thema, das nicht nur in Ghana, sondern in vielen der postkolonialen afrikanischen Staaten, in denen Entscheidungen an der Wahlurne nach wie vor gerne entlang religiöser und ethnischer Grenzen fallen, aktuell ist: "Es sind schon genug Menschen gestorben. Es wird Zeit, an einem Strang zu ziehen."

Gutes Buch

Von: Nadine Datum: 28. April 2019

In dem Buch „Die Frauen von Salaga“ von Ayesha Harruna Attah geht es um die Geschichte zweier Frauen, dessen Welten nicht unterschiedlicher sein könnten und doch gleich sind. Die eine, eine reiche Frau die unfreiwillig eine Ehe eingeht und die andere eine Frau aus armen Verhältnissen, die zur Sklavin wird.

Ayesha Harruna Attah schafft es mit ihrem sichtwechselnden Schreibstil die Welten der beiden Frauen gut zu beschreiben und fesselt einen an die Geschichte aus dem 19. Jahrhundert.
Die gesellschaftlichen Hintergründe aus der Zeit wurden gut widergespiegelt und realistisch in die Geschichte integriert.
Ingesamt ist „Die Frauen von Salaga“ ein sehr gelungenes Buch, was ich nur weiterempfehlen kann.

Zwei starke Frauen im vorkolonialen Ghana

Von: Barbara Datum: 28. April 2019

Das Buch "Die Frauen von Salaga" beschreibt aus wechselnder Perspektive die Leben zweier Frauen mit sehr unterschiedlichen Vorgeschichten, die einen Lebensabschnitt gemeinsam als Herrin und Sklavin verbringen.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich finde es persönlich sehr schade so wenig über afrikanische Geschichte zu wissen und auch wenn das Buch kein historisches Lehrbuch ersetzt, so bekommt man doch einen Eindruck über die Leben der zwei Frauen. Was sind die Widerstände mit denen sie zu kämpfen haben und wie sieht ihr Alltag aus? Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Sätze sind einfach und klar strukturiert, so dass man sich gut auf die Handlung konzentrieren kann.
Verwirrend waren für mich anfangs die vielen afrikanischen Namen, deren Klänge sehr ungewohnt sind und die dadurch leicht verwechselt werden können. Ein Stammbaum oder Namensverzeichnis im Anhang wäre dafür hilfreich gewesen. Das Buch reißt viele Problematiken an, beispielsweise den Sklavenhandel, aber auch das Auftauchen der Weißen in Ghana, was einerseits eindrucksvoll zeigt, mit was die Bevölkerung in dieser Zeit alles zu kämpfen hatten. Andererseits ist schade, das vieles nicht ausdiskutiert werden kann. So wird zum Beispiel auch das Thema der Homosexualität angerissen, allerdings erfährt der Leser nichts darüber, welche Haltung die Gesellschaft zu dem Thema vertritt.
Ich denke, dass das Buch für jeden, der sich für afrikanische Geschichte oder Frauen-Biografien in verschiedenen Zeiten und Gesellschaften interessiert, sehr geeignet ist. Man kann für sich selbst vermutlich noch mehr aus dem Buch herausholen, wenn man nebenher selbst zu den allgemeinen Umständen im 19. Jahrhundert in Ghana recherchiert.

Eine interessante Geschichte über zwei starke Frauen

Von: frau_von_wurfspiess Datum: 28. April 2019

"Die Frauen von Salaga" erzählt die Geschichte zweier Frauen im vorkolonialen Ghana. Der Klappentext erweckte bei mir den Anschein, der Streit um den Mann, in den beide verliebt sind, stünde im Vordergrund. Dies ist aber (glücklicherweise) nicht der Fall. Es ist ein Buch über zwei Frauen, die von Freiheit träumen. Eine möchte der Sklaverei entfliehen, die andere der Frauenrolle ihrer Zeit. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, die Erzählung findet abwechselnd aus der Sicht Aminahs, der Sklavin, und Wurches, der Königstochter, statt. So kann man sich sehr gut in beide Frauen einfühlen. Für alle Fans Afrikas und/oder geschichtlicher Romane ist dieses Buch absolut empfehlenswert.

Zwei Frauenschicksale der Kronkolonie Goldküste um 1890

Von: Ingrid von buchsichten.de Datum: 27. April 2019

Der Roman „Die Frauen von Salaga“ ist der Debütroman der in Ghana geborenen Ayesha Harruna Attah, die heute im Sengal lebt. Ihre Schilderungen basieren auf den wahren Erlebnissen ihrer Ururgroßmutter, die den Hintergrund für die Geschehnisse rund um Aminah, eine der Protagonistinnen, bilden. Das Cover des Buchs schwelgt in intensiven Farben die auch bei der Gestaltung afrikanischer Waxprints Anwendung finden. Der Titel führte mich direkt nach Afrika in eine Region, in der noch keine Erzählung der von mir gelesenen Bücher spielte. Ich freute mich daher nicht nur auf gute Unterhaltung sondern auch auf eine kulturelle Reise. Die Geschichte spielt um das Jahr 1890 in der britischen Kronkolonie Goldküste, dem heutigen Ghana.

Aminah ist 15 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Oasendorf. Am liebsten möchte sie Schumacher werden wie ihr Vater, der immer wieder zum Verkauf seiner Ware mit Karawanen auf Reisen geht. Doch während einer seiner Abwesenheiten wird das Dorf überfallen und verbrannt, Menschen und Vieh werden verschleppt. Nach einer Zeit als Sklavin auf einem Gehöft wird sie auf dem Markt von Salaga erneut zum Kauf angeboten. Hier begegnet sie der kaum älteren Wurche, der Tochter eines Stammesführers, die wie Aminah davon träumt, eines Tages in die Fußstapfen ihres Vaters treten zu können. Taktik ist ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Führungsmacht. Daher wird für Wurche gegen ihren Willen eine Ehe arrangiert. Bei gelegentlichen Ausflügen nach Salaga verliebt sie sich in Moro, einen jungen Sklavenhändler, mit dem sie sich fortan heimlich im Hinterzimmer eines Landlords trifft. Hier begegnet sie bei einem ihrer Ausflüge Aminah und beschließt spontan, sie zu kaufen.

Ayesha Haruna Attah hat mir mit ihrer Geschichte eine mir unbekannte Kultur näher gebracht. Zunächst benötigte ich einige Zeit, ehe mir die fremden Bezeichnungen und Eigennamen geläufig wurden. Die Beschreibung von Kleidung, Mahlzeiten, Geräuschen, Gerüchen und auch verschiedene Ansichten der Stammesmitglieder brachten mir das Leben an der Goldküste kurz vor dem 20. Jahrhundert näher. Der Roman ist in einer für die Gegend wechselhaften Epoche angesiedelt, während der die Stämme, die führende Ethnie der Aschanti, die Briten, Deutsche und Franzosen um die Vormacht kämpften. Daraus ergibt sich ein buntes Sprachengemisch.

Obwohl die Autorin Handlungen schildert, die für uns verwerflich sind, versucht sie nicht zu werten und ihre eigenen Emotionen nicht einfließen zu lassen. Doch vor allem ihren beiden Protagonistinnen gesteht sie tiefgreifende Gefühle zu. So konnte ich an manchem inneren Konflikt von Aminah und Wurche teilhaben wie beispielsweise bei der Klärung der Frage, ob man einen Sklavenhändler trotz seiner anstößigen Tätigkeit lieben kann und darf. Sowohl Aminah wie auch Wurche haben keine Chance sich gegen ihr Los aufzulehnen. Es wird deutlich, dass vielfach das Leben des Einzelnen fremdgelenkt und -geleitet wird und in der Bevölkerung eine gewisse Schicksalsergebenheit vorherrscht. Gezeigt wird auch, dass der wachsende Einfluss der Europäer die Einheimischen zu neuen Lebensweisen zwingt.

„Die Frauen von Salaga“ beschreibt eine bewegten Zeit in der Kronkolonie der Goldküste. Gekonnt verknüpft Ayesha Harruna Attah das Leben zweier junger Frauen mit unterschiedlichem Rang. Beide besitzen Träume, die durch das vorherrschende Patriarchat bedroht werden. Einige unvorhersehbare Wendungen gestalten den Roman abwechslungsreich und lesenswert. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Interessantes Thema

Von: buchina Datum: 26. April 2019

Bei diesem Buch hat mich das Cover angelockt. Es ist farbenprächtig und fällt dadurch auf. Der Hintergrund erinnert mich an afrikanische Stoffmuster. Man sieht sofort, dass es Afrika als Thema hat, ohne das es mit diesen typischen Kitschbeladen Afrikabildern versehen ist.
Der Klappentext erzählt schon sehr viel über diese Geschichte, die zwar im vorkolonialen Afrika spielen soll, aber eigentlich ist Afrika schon mitten drin in der Zeit der Fremdbestimmung. Die Protagonisten sind zwei sehr verschiedene Frauen, die jede auf ihre Weise um Unabhängigkeit kämpfen. Wobei Aminah, gefangen von Sklavenjägern, das härtere Los erwischt. Wurche dagegen, Tochter einer Herrscherfamilie, kämpft vor allem um Emanzipation.
Im Buch wechseln sich die Kapitel über Wurche und Aminah ab, das erhöht natürlich die Spannung, da man gerne wissen möchte wie es mit dem Handlungsfaden weitergeht, der gerade unterbrochen wird. Das Aufeinandertreffen der Frauen erfolgt erst sehr spät, da erzählt der Klappentext einfach schon zu viel.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, auch wenn er wenig Emotionen transportiert, was ich aber gerade bei den schrecklichen Ereignissen, die Aminah erlebt hat, gut fand. Aminahs Gefühle brauchten auch Schutz, weshalb sie ihre Gefühle anderen und auch dem Leser kaum zeigte. Dennoch die Trennung von ihrer Familie und deren Schicksal haben mich tief berührt. Wurches Charakter hat mich zu anfangs nicht so stark berührt. Sie ist doch sehr eigensinnig und zum Teil doch sehr egoistisch. Dennoch fand ich ihre Entwicklung sehr spannend.
Insgesamt fand ich die Hintergründe, vor allem das Leben am Hof bei Wurche sehr interessant, denn darüber habe ich bis jetzt sehr wenig gelesen. Gerne hätte die Autorin da noch ausführlicher sein können. Auch das Zusammentreffen mit den Europäern war für mich aus dieser Sichtweise, also von Wurche aus gesehen, sehr interessant.
Für mich ein sehr gelungener historischer Roman, der eine spannende und wenig beleuchtete Zeit in Afrika zum Thema hat. Insgesamt hätte er ruhig ausführlicher sein können und auch das Ende ließ mich nicht ganz befriedigt zurück. Dennoch hoffe ich in Zukunft noch mehr Bücher der Autorin lesen zu können.

Die Frauen von Salaga

Von: Amanda Datum: 26. April 2019

Wie auch schon in den anderen Kritiken erwähnt, war es etwas schwierig sich die fremdartigen Namen und Bezeichnungen zu merken.
Die Autorin versucht an Hand der Geschichte zweier Frauen uns einen Einblick in die Geschichte von Ghana zu geben.
Mir fehlte die Vielschichtigkeit, und das Buch ist meiner Meinung nach etwas hölzern geschrieben.
Alles in Allem ein eher durchschnittliches Lesevergnügen.

Interessant, aber leider vieles nur angerissen...

Von: teddysschwarzertag2 Datum: 25. April 2019

Das Buch ist wie das Leben - am Ende des Romans bleiben viele lose Fäden, nicht alles wird aufgeklärt.

Der Schreibstil der Autorin Ayesha Harruna Attah umfasst kurze Sätze ohne Emotionen, teilweise spannend, wobei ich das Gefühl hatte, dass das Buch nicht für Europäer geschrieben worden ist. Viele Begebenheiten sind einfach nur angerissen worden, was Afrikaner verstehen, aber leider nicht Europäer. Hier hätte ich mir einen kleinen Abriss mit Erklärungen am Ende des Buches gewünscht. Dass das Buch Ende des 19. Jahrhunderts spielt habe ich aus dem Klappentext erfahren, nicht aus dem Buch.

Das Buch ist interessant geschrieben und lässt sich gut lesen. Am Anfang war ich von dem Buch begeistert, nur dann wurden viele Situationen einfach nur angerissen, das gefiel mir überhaupt nicht.

"Die Frauen von Salaga" ist ein unterhaltsamer, teilweise spannender, vor allem aber interessanter Roman, der für viele Leser*innen sicher gewöhnungsbedürftig ist (schon allein wegen der Namen), aber letztlich eine tolle Geschichte erzählt.

Die Frauen von Salaga

Von: Andan Datum: 25. April 2019

Ein sehr schönes und bunt umschriebenes Buch

Zwei Frauen, eine Hoffung: Freiheit

Von: Bücherwurmin Datum: 24. April 2019

„Die Frauen von Salaga“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Frauen in Westafrika im späten 19. Jahrhundert: Da ist zum einen Aminah, die als Jugendliche entführt und versklavt wird, und zum anderen Wurche, eine Königstochter, die gegen ihren Willen verheiratet wird und deren politische Ambitionen von ihrer Familie ignoriert werden. Beide träumen davon, frei zu sein, und doch hat das Wort Freiheit für jede eine ganz eigene Bedeutung.

Der Roman ist der bereits der dritte von Ayesha Harruna Attah, die selbst in Ghana geboren wurde, und gibt spannende Einblicke in das Leben zu Kolonialzeiten. Sie zeigt, wie Privilegien das Leben prägen, und wie auch die privilegierteste Frau noch am Patriarchat scheitert. In klarer Sprache und gemächlichem Erzähltempo trottet die Geschichte vor sich hin, der es aufgrund der eher oberflächlichen Beschreibung der Geschehnisse leider bisweilen etwas an Komplexität fehlt. Wer ein paar spannende Eindrücke aus einer Zeit, die sonst zumeist aus weißer Sicht erzählt wird, und keine hochanspruchsvolle Literatur sucht, wird mit „Die Frauen von Salaga“ aber sehr glücklich werden.

Ein Reise in die vorkoloniale Zeit Westafrikas

Von: Ayda Datum: 22. April 2019

Auf "Die Frauen von Salaga" war ich sehr gespannt. Cover,Titel und Klappentext haben mich sehr angesprochen. Insgesamt hat mir das Buch auch gut gefallen. Ich hätte mir allerdings etwas mehr über die historischen Gegebenheiten gewünscht aber die Autorin hat hier ein Teil der Geschichte ihrer Großmutter erzählt und uns daran teilhaben lassen. Schauplatz ist Ghana im 19 Jhr. Wir lernen Aminah und Wurche kennen. Zwei Frauen aus unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Aminah stammt aus ärmlichen Verhältnissen und lebt in einem Dorf. Wurche hingegen ist Prinzessin und lebt in wohlhabenden Verhältnissen. Im Laufe der Geschichte treffen beide Frauen aufeinander und es wird deutlich,dass unabhängig ihrer Stämme alle Frauen einges verbindet, die Hoffnung nach Freiheit und Selbstbesimmung...Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich kam nur manchmal bei den Namen durcheinander. Für ein Debüt hat die Autorin einen tollen Roman geschrieben, der ganz viel Authentizität beinhaltet. Ich interessiere mich sehr für diesen schönen Kontinent und ihre Menschen,daher habe ich das Buch sehr gern gelesen und bedanke mich ganz herzliche bei der Autorin und dem Diana-Verlag für das Buch.

Ein Reise in die vorkoloniale Zeit Westafrikas

Von: Ayda Datum: 22. April 2019

Auf "Die Frauen von Salaga" war ich sehr gespannt. Cover,Titel und Klappentext haben mich sehr angesprochen. Insgesamt hat mir das Buch auch gut gefallen. Ich hätte mir allerdings etwas mehr über die historischen Gegebenheiten gewünscht aber die Autorin hat hier ein Teil der Geschichte ihrer Großmutter erzählt und uns daran teilhaben lassen. Schauplatz ist Ghana im 19 Jhr. Wir lernen Aminah und Wurche kennen. Zwei Frauen aus unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Aminah stammt aus ärmlichen Verhältnissen und lebt in einem Dorf. Wurche hingegen ist Prinzessin und lebt in wohlhabenden Verhältnissen. Im Laufe der Geschichte treffen beide Frauen aufeinander und es wird deutlich,dass unabhängig ihrer Stämme alle Frauen einges verbindet, die Hoffnung nach Freiheit und Selbstbesimmung...Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich kam nur manchmal bei den Namen durcheinander. Für ein Debüt hat die Autorin einen tollen Roman geschrieben, der ganz viel Authentizität beinhaltet. Ich interessiere mich sehr für diesen schönen Kontinent und ihre Menschen,daher habe ich das Buch sehr gern gelesen und bedanke mich ganz herzliche bei der Autorin und dem Diana-Verlag für das Buch.

Ergeifend

Von: Uschi Datum: 20. April 2019

"Vorsicht Spoiler"..... zwei Frauen, zwei Schicksale, allerdings unterscheiden sie sich darin, dass eine aus ärmlichen Verhältnissen und die andere aus königlichen Verhältnissen kommt. Die Geschichte spielt in Afrika, um das 19. Jahrhundert, als noch Sklaverei herrschte. Am Anfang sind die Namen noch was gewöhnungsbedürftig, was sich allerdings schnell legt. Leider blicke ich bei der Politik immer noch nicht durch.... In dem Buch wird jedenfalls deutlich, dass Frauen dort um ihr Leben kämpfen müssen. Vergewaltigungen und Misshandlungen sind an der Tagesordnung.
Aminah, die von Sklavenhändlern entführt wird und erst ein Leben als Dienerin führen muss - und Wurche, die vor ihrem brutalen Ehemann, mit dem sie zwangsverheiratet wurde, flieht. Beide treffen sich am Sklavenmarkt und Wurche kauft Aminah. Ihr Schicksal ist die Liebe zum gleichen Mann, der Menschenräuber ist. Beide erleben eine ereignisreiche Zeit zusammen, an deren Ende Wurche Aminah freigibt.
Das Buch hat mich sehr berührt, da man sich so ein Leben bei uns gar nicht vorstellen kann. Mir hat sehr gut gefallen, dass es einmal aus der Sicht von Aminah und dann wieder aus der Sicht von Wurche dargestellt wird. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ein toller Roman, über dessen Ende ich mich gefreut habe.

Die Sklavin und die Prinzessin

Von: Arturo Datum: 18. April 2019

Das Buch hat mein Interesse geweckt, weil ich vor kurzem den schönen Roman titels "Heimkehren" von Yaa Gyasi gelesen habe. Auch bei "Die Frauen von Salaga" sollte es sich um Schicksal afrikanischer Frauen handeln. Tatsächlich, treffen wir hier zwei junge Frauen, aber anders als im Fall von "Heimkehren", wird die Handlung, statt von Generationen zu erzählen, von Anfang an bis zum Ende auf dem Leben der beiden konzentriert. Es scheint vielleicht ein bisschen klischeehaft, dass eine von den Protagonistinnen eine Sklavin ist, die andere eine Königstochter, aber ihre Beziehung ist alles andere als banal. Es ist wirklich interessant ihre Gefühle, Ambitionen und auch ihre Relation zueinander zu beobachten und die Charaktere der Frauen sind gut und komplex gezeichnet. Das Einzige was mir nicht gefallen hat, war das Finale, dass vielleicht ein bisschen zu kurz und zu oberflächlich beschrieben wurde. Ich habe von dem Buch ein bisschen mehr erwartet, wer aber, wie ich, Geschichten über ehrgeizige, interessante Frauenfiguren in afrikanischem Umfeld mag, wird nicht bedauern, diesen Roman gelesen zu haben.

Ausflug in eine ferne Kultur

Von: Coffeetabletalks Datum: 14. April 2019

Aminah und Wurche - zwei Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten auf ihrem Weg ins Leben. Das Buch entführt in die ferne Kultur Afrikas und gibt einen einfühlsamen, spannenden und detailgetreuen Einblick in die Lebenswelt von zwei jungen Frauen, die nach Selbstbestimmung suchen.
Ich habe es sehr gerne gelesen, wenn ich auch ein wenig gebraucht habe, um mit den unbekannten Namen warm zu werden. Dennoch passt es wunderbar in die aktuelle Frauenbewegung und #metoo-Debatte und zeigt auf, dass Frauen in allen Zeiten und allen Kontinenten gleich sind und ihr Schicksal zu bestimmen wussten - auch, wenn der Weg dorthin voller Verlust und Aufopferung steckte.

Eine kulturelle Reise

Von: Aileen Datum: 14. April 2019

Das Buch “Die Frauen von Salaga” hat mich thematisch sehr angesprochen, da ich gerne Romane lese, in denen ich etwas über fremde Kulturen, Länder und Lebensweisen erfahre. Die Geschichte, wie ein Mädchen gekidnappt wird und so auf dem Sklavenmarkt in Salaga endet, beinhaltet all dies. Und: Ich kann sagen, der Klappentext hält, was er verspricht!

Anfangs fand ich den Schreibstil der Autorin gewöhnungsbedürftig. In den meisten Romanen, die ich lese, wird viel umschrieben. Das spart sich die Autorin und schreibt stattdessen weitgehend objektiv. Auf den ersten Seiten bin ich daher regelrecht von all den Informationen umgehauen worden und habe einige Abschnitte zweimal gelesen. Insbesondere die vielen Namen haben mich verwirrt; zum einen, weil sie fremd klangen (z.B. Etuto und Obado) und zum anderen, weil sie sich so ähnlich sind, was wahrscheinlich an der Verwandtschaftsbeziehung liegt (z.B. Na, Issa-Na und Issa). Auch die Städte und Gerichte haben außergewöhnliche Namen. Nachdem ich die ersten Seiten besonders aufmerksam gelesen und mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, fand ich das Buch sehr eindrucksvoll.

Die Geschichte an sich ist so überwältigend, dass jegliche Form von ausgeschmückt beschriebenen Gefühlen die Geschichte entweder weniger glaubhaft gemacht, oder den Leser überfordert hätte. Wer fühlt nicht mit einem Mädchen, das von seiner Familie getrennt und als Sklavin gehalten wird? Oder mit einer jungen Frau, die zwar in besseren Verhältnissen aufwächst, aber eine ungewollte Ehe eingehen muss und fortan nicht mehr über ihr eigenes Leben entscheiden kann? Man fühlt automatisch mit – egal, ob die Autorin die Gefühle der Charaktere hier und da besonders hervorhebt, oder nicht.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren – neben der Geschichte selbst – die Beschreibung der Umgebung und des Essens. Obwohl ich noch kein Oasendorf gesehen habe, habe ich mich mittendrin gefühlt. Genauso ging es mir auch auf dem Gehöft der Familie, dem Hinterzimmer des Sklavenhändlers, dem großen Fluss oder bei der Vorstellung der Speisen. Viele der Gerichte würde ich gerne mal probieren.

Ich habe besonders mit einer der beiden Hauptcharakteren, Aminha, mitgefühlt. Dies lag zum einen an ihrer prekären Situation und geringen Chance, hieran etwas zu ändern. Zum anderen lag es aber auch an Aminhas Charakter. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die sich selbst hintenan stellt und alle für ihre Familie tun würde. Dennoch hat sie einen weichen Kern und Träume, die sie eines Tages verfolgen möchte.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für fremde Kulturen und Geschichte interessiert.

Spannende Geschichte, kurzes Ende.

Von: FritziFritz88 Datum: 14. April 2019

Das Buch beschreibt das Leben von zwei jungen Frauen in einem von Unruhen geplagten Land zur Zeit des Kolonialismus. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden schön herausgearbeitet. Man fiebert mit den beiden Frauen mit und zieht unwillkürlich immer wieder die Parallelen zur Neuzeit. Wie leben wir als junge Frauen heute und sind wir wirklich selbstbestimmt bzw. emanzipiert genug, um unsere eigenen Entscheidungen zu treffen? Einziger Kritikpunkt ist die dargestellte Zeitspanne. Anfangs noch sehr ausführlich, fällt die Geschichte insbesondere zum Ende deutlich ab. Durch das etwas aprubte Ende bleibt man als Leser mit dem Gefühl "und dann?" zurück. Insgesamt aber eine Lese- und Kaufempfehlung.

Ghana im ausgehenden 19. Jahrhundert

Von: cosmea Datum: 13. April 2019

Im Mittelpunkt des Romans “Die Frauen von Salaga“ stehen zwei junge Frauen, deren Schicksale sich eine Zeit lang verbinden. Die 15jährige Aminah lebt glücklich mit ihren Eltern und Geschwistern, bis ihr Dorf eines Tages von bewaffneten Reitern überfallen wird. Sie wird geraubt und als Sklavin an einen Gutsherrn verkauft. Nach zwei harten Jahren wird sie erneut auf dem Sklavenmarkt angeboten, wo die junge Wurche sie kauft. Wurche stammt aus einer adligen Familie. Ihr Vater macht sich Hoffnung auf den Königstitel und braucht im Kampf gegen die kriegerischen Ashanti, die Briten und die Deutschen einen mächtigen Verbündeten. Deshalb zwingt er sie, eine ungewollte Ehe mit dem unsympathischen herrischen Adlan einzugehen. Wurche ist eine jungenhafte Frau, die hervorragend reitet und schießt und gern in der Politik mitmischen würde. Vor allem letzteres bleibt ihr als Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft aber versagt. Wurche mag Aminah und behandelt sie gut. Beide sehnen sich nach einem selbstbestimmten Leben. Dies ändert jedoch nichts daran, dass sie Herrin und Sklavin sind.
Der aus Ghana stammenden Autorin gelingt ein eindrucksvolles Porträt von den Verhältnissen in Ghana im ausgehenden 19. Jahrhundert. Es gibt eine Vielzahl von Sprachen, unterschiedliche Religionen und kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen. Die Handlung spielt zum großen Teil in der Stadt Salaga, einem berüchtigten Zentrum des Sklavenhandels. Der Originaltitel “The Hundred Wells of Salaga“ ist dabei wie so oft wesentlich aussagekräftiger als der deutsche, spielt er doch auf die Tatsache an, dass diese hundert Brunnen gebaut wurden, um die Sklaven vor dem Verkauf zu waschen. Sklavenhandel hatte in der Region Tradition und entwickelte sich zu einem sehr lukrativen Geschäft. Ethische Bedenken kommen nur wenigen Figuren im Roman, z.B. Wurche und dem Sklavenjäger Moro, den beide Frauen lieben, aber nur eine von ihnen hat eine Chance auf ein gemeinsames Leben.
Mit kapitelweise wechselnder Perspektive erzählt die Autorin die Geschichte von Amina und Wurche. Der Roman besticht durch sorgfältige Charakterisierung vor allem der beiden Frauenfiguren und bringt viele Aspekte afrikanischen Lebens zur Sprache, die der europäische Leser so nicht kannte. Mir hat das Buch gut gefallen.

Wunsch nach Freiheit

Von: Melanie E. Datum: 13. April 2019

"Die Frauen von Salaga" ist ein Roman, der von dem Drang nach Freiheit bereichtet und dabei sehr facettenreich und bunt erscheint, auch wenn das Thema Sklaverei natürlich sehr barbarisch ist. Nach Aminahs Entführung wird sie mehrfach verkauft und es zeigt sich schnell, das man als Frau seine Rechte auch an seinem Körper verliert, wobei Aminah dabei Glück im Unglück hat. Wäre eine Vergewaltigung oder anderer Missbrauch zu lesen gewesen, hätte es mich noch mehr erschüttert. Aminah ist lediglich Fleisch, welches zum Arbeiten genutzt wird.
Die Autorin verarbeitet in diesem Roman das Leben ihrer Urgroßmutter, daher wirkt die Story definitiv authentisch und eindrücklich. Es schildert von einem wirklich harten Leben, wobei die Protagonisten zunächst sehr unterschiedlich erscheinen. Aminah wird zur Sklavin und Wurche, reich geboren, wird ihre Freiheit durch Zwangsheirat und der Tatsache eine Frau zu sein, einbüßen müssen. Keine wirklichen Rechte zu haben oder seine Meinung frei äußern zu können, ist grausam und dieses zieht sich komplett durch das Buch.
Die Zeit aus der die Story berichtet, ist gelungen dargestellt. Die Autorin besitzt einen sehr fesselnden Schreibstil, der das Leben von Aminah und Wurche wunderbar spiegeln kann. Meine eigenen Empfindungen während des Lesens konnte ich außen vor lassen, wobei ein bitterer Beigeschmack durch sehr viel Unrecht immerzu vorhanden war. Beim Lesen wird mir immer wieder bewusst, wie einfach mein Leben als Frau im Heute ist. Ich darf Entscheidungen treffen, ohne Angst vor Strafen. Ich muss meinen Körper nicht zur Schau stellen lassen, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Das Sklaverei barbarisch ist, müsste ich eigentlich nicht erwähnen, wobei es Aminah noch gut getroffen hat, im Vergleich anderer Sklavinnen. Wurche ist eine Prinzessin, selbstbewusst und definitiv auch sehr klug, wobei manches Handeln Konsequenzen mit sich zieht, die dem geschuldet ist, als Frau nicht frei entscheiden zu dürfen, da Traditionen im Weg stehen. Selbstbestimmung sieht anders aus.
Zeitlich ist die Story an die Koloniealisierung Ghanas angepasst und kann somit überzeugen. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die trotz ihrer Unterschiede lernen miteinander zu agieren. Für mich ein sehr gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehlen kann. Ein hartes Leben mitunter, welches eindrücklich und authentisch wiedergegeben wurde. Das Einzige, was mir mitunter schwer gefallen ist, ist die vielen Menschen mit ihren doch sehr schweren Namen auseinander zu halten. Irgendwann im Laufe des Lesens konnte sich dieses verbessern. Letztendlich ein sehr interessantes Buch, welches zwar anders war, als ich erwartet hatte, aber dadurch nicht weniger überzeugend.

Kampf für die Freiheit

Von: Buchwoerter Datum: 12. April 2019

"Die Frauen von Salaga" ist ein ungewöhnliche und emotionale Geschichte über zwei Frauen unterschiedlichen Standes im frühen 19. Jahrhunderts in Westafrika. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein: Aminah lebt ein einfaches Leben in einem Dorf - Wurche hingegen ist privilegiert und Prinzessin eines Stammes. Beide Protagonistinnen kämpfen ganz unterschiedlich für ihre Wünsche, Hoffnungen und Ziele. Dabei erfährt man viel über die Handlungsbeziehung, Sklavenhandel und Lebenssituationen im heutigen Ghana.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin durch das Schicksal ihrer Großmutter inspiriert wurde. Dies ist kein Buch, welches sich so einfach weglesen lässt, sondern eines was Konzentration einfordert. Durch die zahlreichen Namen, Beziehungen und dem doch nicht ganz flüssigen Sprachstil benötigt man an einigen Stellen wahre Konzentration und Durchhaltevermögen. Doch dies schmälert den Inhalt des Buches nicht. Ich kann jedem die "Frauen von Salaga" empfehlen, die mehr über die Sklavenpolitik und das Leben in Ghana eingebettet in einer Geschichte um zwei Frauen, die für sich und ihre Überzeugungen kämpfen, erfahren möchten.

Eine Königstochter und eine Sklavin, aber dennoch kein Märchen

Von: Annette Datum: 11. April 2019

Am Anfang ist es nicht so leicht in dieses Buch hinein zu finden. Ungewohnte Namen, schwierige Orte und eine Erzählerin die ungewohnt emotionslos berichtet. Aber es lohnt sich der Geschichte von Aminah der Schustertochter und Wurche, der Königstochter zu folgen. Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig die Geschichte von Ghana vor der Kolonialisierung beschreibt und das Leid der Sklaverei erahnen läßt.

Die Frauen von Salaga

Von: operator1 Datum: 11. April 2019

Eine spannende Geschichte von 2 Frauen (Aminah und Wurche) denen das gleiche Schicksal widerfahren ist, und die auf dem Slavenmarkt nach ihrer Freiheit suchen. Ich habe es in kurzer Zeit verschlungen.

2 Frauen - 2 Schicksale

Von: Matroschka92 Datum: 11. April 2019

Dieses Buch spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Westafrika. Es wird abwechselt über das Leben zweier junger Frauen berichtet, die aus verschieden Familien und Schichten kommen. Zum einem gibt es die wunderschöne Aminah, diese wird aus ihrem Dorf entführt und als Sklavin weiterverkauft. Zum anderen gibt es die junge Prinzessin Wurche, diese soll verheiratet werden, möchte sich aber viel lieber mit der Politik und dem Volk auseinandersetzten. Beiden Frauen liegt ein schwerer Weg vorraus, doch sobald diese sich in Salaga treffen - sind diese verbunden. Ein wirklich toll geschriebener Roman von Ayesha Harruna Attah, der vom Leben ihrer Ururgroßmutter inspiriert ist. Ich finde den Schreibstil und die Geschichte ganz wunderbar, und kann diese nur weiterempfehlen. Vielen Dank für dieses tolle Buch

Ein fesselnder Roman

Von: Rebecca Datum: 11. April 2019

Wenn man mit "Die Frauen von Salaga" begonnen hat, kann man es nicht mehr weglegen. Die fesselnde Geschichte der beiden Frauen Aminah und Wurche, die so verschieden scheinen und doch sich so sehr ähneln, fesselt den Leser von Anfang an und lässt ihn das Buch nicht mehr zur Seite legen. Inspiriert von einem wahren Schicksal schafft es die Autorin, den Leser tief in das Westafrika des 19. Jahrhunderts eintauchen zu lassen. Ich habe bis zuletzt mit den beiden Protagonistinnen mitgefiebert, wohin ihr Weg sie wohl führen wird. Klare Empfehlung!

Die Frauen von Salaga

Von: Jennifer Datum: 10. April 2019

*VORSICHT SPOILER*
Der Roman “Die Frauen von Salaga” handelt von zwei jungen Mädchen, der Sklavin Aminah und der Königstochter Wurche, deren Leben sich kreuzen und die sich beide nach Freiheit sehnen.
Ich war zu Beginn des Romans wirklich skeptisch, gerade weil ich bei den ganzen mir fremden Begriffen und Namen nicht wirklich durchgeblickt habe, und es schwer war, die Leute auseinander zu halten. Aber sehr schnell konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, so sehr haben mich die Geschichten der beiden Mädchen gefesselt. Aminah zeigt unglaubliche Stärke, als sie und ihre Geschwister gefangen genommen werden, und sie versucht diese und sich selbst zu beschützen. Sie entwickelt sich leider kaum weiter, ist jedoch schon zu Beginn der Geschichte unglaublich erwachsen, und so stört ihre fehlende Entwicklung nicht. Immerhin schafft sie es mit der Zeit, ihre Angst vor Männern zu überwinden und sich sogar in einen zu verlieben. Wurche ist der vielleicht beeindruckendste Charakter, über den ich seit langem gelesen habe. Sie ist eine unglaublich kluge und fortschrittliche Frau, die sich ein Mitspracherecht in den Geschäften ihres Vaters wird, anstatt dessen aber in einer erzwungenen Ehe leben muss. Sie steht in einem ständigen Kampf mit sich selbst, in dem sie zwischen Ihrer Familie und einer möglichen Freiheit wählen muss. Im Laufe der Geschichte entscheidet sie sich für die Freiheit, um dann doch zu Ihrer Familie zurück zu kehren.
Beeindruckt hat mich Attahs Roman vor allem wegen seiner Tiefsinnigkeit. Attah geht intensiv auf die Schrecklichkeit der Sklaverei ein, zeigt sowohl schlechte als auch gute Sklavenhalter und lässt Aminah einen weg von Depressionen bis hin zur Freiheit gehen. Gleichzeitig beweist sie dem Leser, dass auch mächtige Frauen Pflichten unterliegen und teilweise kaum freier sind, als ihre Sklaven. Des Weiteren bringt sie den Konflikt zwischen Afrikanern und Europäern, sowie den zwischen Europäern untereinander, ein und macht einem bewusst, wie extrem das Leben der afrikanischen Einwohner sich durch das Auftauchen der Europäischen Einwanderer veränderte. Ich hätte mir eine stärkere Auseinandersetzung mit diesem Thema gewünscht, gerade weil Wurche schließlich eine Affäre mit einem Deutschen beginnt. Doch Attah hat sich so intensiv mit dem Thema Freiheit beschäftigt, dass wenig Platz für die Auseinandersetzung mit der Kolonialisierung blieb. Attah macht einem bewusst, wie wichtig die Freiheit für die seelische Gesundheit des Menschen ist, und hat mich auf jeden Fall nachdenklich gemacht. Ich war erstaunt, wie schnell und abrupt die Geschichte endete, und hätte mich gefreut mehr über den Rest der Geschichte beider Mädchen zu erfahren, jedoch ist es Attah wunderbar gelungen, den Leser nachdenklich und mit dem Wunsch, in andere Ihrer Geschichten einzutauchen. Ich kann diesen Roman jedem, der neue Hoffnung sucht, und sich näher mit den Themen Sklaverei, Freiheit und Feminismus beschäftigen möchte, wärmstens empfehlen. Es ist eine unglaublich tiefgreifende Geschichte, voller Liebe und Hass, Hoffnung und Angst. Das Lesen lohnt sich!

Eine fremde Welt...

Von: Cécilia13 Datum: 10. April 2019

Von der ersten Seite an entführt Ayesha Harruna Attah einen in eine fremde Welt. Beinahe beiläufig erfährt man viel über das Leben der einfachen sowie der reichen Leute, den Sklavenhandel und die politischen Verhältnisse im Westafrika des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Beim Lesen bringen einen immer wieder einzelne Situationen, Diskussionen der Charaktere oder kleine Details dazu, eigene (europäische) Denkmuster zu hinterfragen.
Die Handlung des Buches ist zwar nicht besonders überraschend oder ausgefallen, aber dies unterstützt eher die Authentizität der gesamten Geschichte. Eine gelungene Mischung aus Familientragödie, romantischen Verwicklungen, dem Vertrauen auf Freundschafts- und Familienbande und den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Obwohl alles in dieser fremden Welt spielt, kann man sich sehr gut in die Hauptpersonen hineinversetzen: zwei starke junge Frauen, die ihren eigenen Weg gehen wollen. Ein rundum sehr zu empfehlendes Buch!

Mutige Frauen aus Salaga

Von: Buecherseele79 Datum: 09. April 2019

Salaga Ende 19. Jahrhunderts.

Aminah lebt mit ihren Geschwistern, Müttern und Vater ein ruhiges Leben in einem Dorf, ihr Vater verkauft Schuhe die er selbst herstellt.
Ihr Leben ist einfach aber glücklich...doch dies ändert sich schlagartig als der Vater von einer seine Reisen nicht mehr Heim kehrt und Sklavenhändler das Dorf brutal überfallen und Aminah sowie ihre Geschwister ihrer glücklichen Kindheit entreissen....

Wurche lebt ein gehobenes Leben, zusammen mit ihren Brüdern wetteifert sie um die Aufmerksamkeit ihres Vaters Etuto.
Wurche möchte mit ihrem Vater die Verhandlungen mit den Verbündeten übernehmen, doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr und somit muss sich Wurche der Zwangsheirat beugen...

2 Frauen, 2 Schicksale und doch werden beide einen gemeinsamen Weg finden....

Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist selbst in Ghana geboren und lebt mittlerweile wieder im Senegal.
Sie erzählt in diesem Buch „Die Frauen von Salaga“ die Geschichte ihrer Ururgroßmutter.

Dass die Autorin sich mit der ganzen Thematik intensiv auseinandergesetzt hat ist alleine an ihrem Schreibstil zu bemerken.
Sie schreibt so bilderhaft, so intensiv, so bunt dass ich ständig bunte Bilder vor Augen hatte, die Trommeln gehört habe, ich war auf den verschiedenen Märkten, Pferderennen, Verhandlungen, habe Gerüche und Geräusche vor Augen gehabt.
Alleine deswegen lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen!

Die zwei Protagonisten Wurche und Aminah habe ich beide sofort in mein Herz geschlossen, unterschiedlicher könnten ihre Leben nicht sein, und doch müssen sie sich gewissen Gesetzen, Familien und Traditionen beugen, wirklich frei sind beide nicht.

Mit Aminah leidet man starkt mit, die Autorin beschreibt hier sehr deutlich und ungeschönt wie es damals zu Sklavenmärkten kam bzw. wie man diese Sklaven „ für sich gewinnen“ konnte, es war ein lukratives Geschäft.
Menschenleben, Schicksale von Familien haben hier nicht interessiert.

Wurche ist sehr selbstbewusst und darf zwar einiges als Tochter von einem Stammesanführer aber auch hier wird sehr schnell klar, sie ist immer noch eine Frau und ein König kann nicht auf alle Wünsche seiner Tochter Rücksicht nehmen, auch sie muss sich Familie, Traditionen und Wünschen von anderen Menschen richten.

Zwei Welten und doch merkt man als Leser sehr schnell- in gewissen Bereichen sind sie sich erschreckend ähnlich.

Auch ein sehr interessanter Aspekt der in diese Geschichte mit einfließt ist die Verhandlungen und Machtverteilungen durch die Kolonialmächte, hier mit Deutschland, England und Frankreich.
Jedes Land wollte sich ein Stück von Afrika „erkaufen“, es sich zu Eigenen machen, es beherrschen, mit dem König oder Stammesanführer zusammenarbeiten.
Ob dies immer von Vorteil für ein Land, ein Dorf, eine Stadt war wird in diesem Buch auch sehr interessant und gekonnt dargestellt.

Dieser Roman bringt einem ein Afrika von früherer Zeit intensiv sehr nahe und besticht durch einen tollen und bilderhaften Schreibstil, mit zwei starken Protagonisten und eine Entwicklung die glaubwürdig und fantastisch beschrieben ist.
Mich konnte dieser Roman auf jeden Fall begeistern und ich spreche für dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung aus!

Mutige Frauen von Salaga

Von: Buecherseele79 Datum: 09. April 2019

Salaga Ende 19. Jahrhunderts.

Aminah lebt mit ihren Geschwistern, Müttern und Vater ein ruhiges Leben in einem Dorf, ihr Vater verkauft Schuhe die er selbst herstellt.
Ihr Leben ist einfach aber glücklich...doch dies ändert sich schlagartig als der Vater von einer seine Reisen nicht mehr Heim kehrt und Sklavenhändler das Dorf brutal überfallen und Aminah sowie ihre Geschwister ihrer glücklichen Kindheit entreissen....

Wurche lebt ein gehobenes Leben, zusammen mit ihren Brüdern wetteifert sie um die Aufmerksamkeit ihres Vaters Etuto.
Wurche möchte mit ihrem Vater die Verhandlungen mit den Verbündeten übernehmen, doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr und somit muss sich Wurche der Zwangsheirat beugen...

2 Frauen, 2 Schicksale und doch werden beide einen gemeinsamen Weg finden....

Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist selbst in Ghana geboren und lebt mittlerweile wieder im Senegal.
Sie erzählt in diesem Buch „Die Frauen von Salaga“ die Geschichte ihrer Ururgroßmutter.

Dass die Autorin sich mit der ganzen Thematik intensiv auseinandergesetzt hat ist alleine an ihrem Schreibstil zu bemerken.
Sie schreibt so bilderhaft, so intensiv, so bunt dass ich ständig bunte Bilder vor Augen hatte, die Trommeln gehört habe, ich war auf den verschiedenen Märkten, Pferderennen, Verhandlungen, habe Gerüche und Geräusche vor Augen gehabt.
Alleine deswegen lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen!

Die zwei Protagonisten Wurche und Aminah habe ich beide sofort in mein Herz geschlossen, unterschiedlicher könnten ihre Leben nicht sein, und doch müssen sie sich gewissen Gesetzen, Familien und Traditionen beugen, wirklich frei sind beide nicht.

Mit Aminah leidet man starkt mit, die Autorin beschreibt hier sehr deutlich und ungeschönt wie es damals zu Sklavenmärkten kam bzw. wie man diese Sklaven „ für sich gewinnen“ konnte, es war ein lukratives Geschäft.
Menschenleben, Schicksale von Familien haben hier nicht interessiert.

Wurche ist sehr selbstbewusst und darf zwar einiges als Tochter von einem Stammesanführer aber auch hier wird sehr schnell klar, sie ist immer noch eine Frau und ein König kann nicht auf alle Wünsche seiner Tochter Rücksicht nehmen, auch sie muss sich Familie, Traditionen und Wünschen von anderen Menschen richten.

Zwei Welten und doch merkt man als Leser sehr schnell- in gewissen Bereichen sind sie sich erschreckend ähnlich.

Auch ein sehr interessanter Aspekt der in diese Geschichte mit einfließt ist die Verhandlungen und Machtverteilungen durch die Kolonialmächte, hier mit Deutschland, England und Frankreich.
Jedes Land wollte sich ein Stück von Afrika „erkaufen“, es sich zu Eigenen machen, es beherrschen, mit dem König oder Stammesanführer zusammenarbeiten.
Ob dies immer von Vorteil für ein Land, ein Dorf, eine Stadt war wird in diesem Buch auch sehr interessant und gekonnt dargestellt.

Dieser Roman bringt einem ein Afrika von früherer Zeit intensiv sehr nahe und besticht durch einen tollen und bilderhaften Schreibstil, mit zwei starken Protagonisten und eine Entwicklung die glaubwürdig und fantastisch beschrieben ist.
Mich konnte dieser Roman auf jeden Fall begeistern und ich spreche für dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung aus!

2 Frauen, 2 Situationen, 1 Gefühl - Gefangenschaft

Von: Narnia Datum: 09. April 2019

Die Frauen von Salaga erzählt lebhaft die Geschichte von Aminah und Wurche, die zwar aus komplett unterschiedlichen Lebensverhältnissen stammen, aber in ihren Schicksalen verbunden sind.
Man könnte meinen, eine Königstochter und ein typisch bürgerliches Mädchen vereint in ihrem Heimatland Ghana nicht viel, doch wie die Cuts zwischen den Kapiteln kleiner werden, desto mehr erfährt der Leser von ihren Gemeinsamkeiten.

Das Buch zeigt Frauen als starke Persönlichkeiten, die sich nicht durch Geschlechterrollen, Herrschaft, Religion, sexueller Belästigung oder Ehe einengen lassen, sondern aus ihren (sehr unterschiedlichen) "Sklavenlagern" ausbrechen können. Durch genaue Beschreibungen, landestypische Wörter und Gedanken der Protagonisten, versetzt das Buch den Leser in die Körper der zwei Mädchen und lässt sie ihr Schicksal miterleben.

Nebenbei lernt man, durch das Kennenlernen der Frauen, auch ihre Kultur und ihre Religionen (Islam und Glaube an Otienu) kennen. Außerdem ist man dauerhaft dazu angehalten sein Leben und bestimmte Sitten und Normen (wie die Stellung der Frau) zu hinterfragen und wird von neuen Werten geprägt.

Auch wenn das Leben dieser Frauen von der tragischen Geschichte Ayesha Harruna Attahs Ururgroßmutter inspiriert ist, vermittelt es schlussendlich Hoffnung und eine neue Wertschätzung des Lebens.

absolut lesenswert

Von: TinaB Datum: 06. April 2019

Selten hat mich ein Buch so berührt, erschüttert und nachdenklich gemacht. Ich war total gefesselt und habe bis tief in die Nacht gelesen und auch jetzt lässt mich die Geschichte noch immer nicht los.
Ayesha Harruna Attah hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, das machte das Lesen sehr angenehm. Man spürte sehr deutlich, das ihr das Thema Sklaverei und die Freiheit an sich am Herzen liegt. Die historischen Details wirkten authentisch und gut recherchiert.
Die Erzählperspektive wechselt stetig zwischen den beiden Hauptprotagonisten Aminah und Wurche, was mir wirklich gut gefiel. Beide wirkten auf mich facettenreich, authentisch und sympathisch und ihre Handlungen waren für mich gut nachvollziehbar und schlüssig.
Ich hatte eine tolle Lesezeit und habe dieses Buch auf keinem Fall zum letzten Mal gelesen. Über eine Fortsetzung würde ich mich freuen. Von Wurche und Aminah gibt es sicher noch einiges zu berichten.

Die Frauen von Salaga

Von: kleinebuecherwelt Datum: 03. April 2019

Die Geschichte wird aus der Sicht von Aminah und Wurche erzählt, die sich erst später begegnen. Beide leben unterschiedliche Leben, doch träumen letztendlich vom selben: Ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Autorin gelingt es die Unterschiede beider Frauen nachvollziehbar darzustellen, sodass sich der Leser schnell in den Leben beider jungen Frauen zurechtfindet. Im Verlauf der Handlung passieren immer wieder überraschende Dinge, die die Geschichte spannend bleiben lassen und den Leser berühren.
Beide Frauen werden vom Schicksal gezeichnet. Die verträumte Aminah verliert ihr Zuhause und wird als Sklavin verkauft. Ihre Lage wird gefühlvoll beschrieben und ich habe mit ihr gelitten, weil ihre Geschichte unter die Haut geht.
Wurches Leben wirkt auf den ersten Blick perfekt, doch schnell wird dem Leser klar, dass sie es trotz ihres adligen Bluts nicht einfach hat. Sie möchte mitreden, wenn es um Politik geht, doch darf das nicht, weil sie eine Frau ist. Dann wird sie verheiratet und man merkt, wie unglücklich sie das macht. Vor allem, weil sie zuvor sehr selbstbewusst und unabhängig wirkt. Auch ihr Schicksal nimmt den Leser mit, weil sie in einen anderen Mann verliebt ist, aber keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft hat.
Die Geschichte entwickelt sich in einem guten Tempo. Nichts wird zu schnell erzählt und die Autorin lässt sich Zeit dafür, um die Entwicklungen zu beschreiben. Nicht nur vieles an den äußeren Umständen verändert sich, sondern auch im Inneren der Frauen. Man erkennt bei Aminah und Wurche eine Entwicklung, die realistisch dargestellt wird. Besonders schön finde ich, dass vor allem Aminah trotz dem Leid, das sie erfährt, niemals die Hoffnung verliert, sondern stark bleibt, ohne sich unterkriegen zu lassen.
Auf jeden Fall nimmt die Geschichte den Leser mit und berührt. Der Autorin gelingt es, Gefühle zu wecken, sodass man die beiden Frauen gespannt auf ihren Weg begleitet.
Während dem Lesen erfährt man auch Zahlreiches zur afrikanischen Kultur, was ich interessant finde. Man merkt hierbei, dass die Autorin weiß, worüber sie schreibt, weil alles glaubwürdig erzählt wird. Dank ihrem anschaulichen Schreibstil kann man sich auch alles gut vorstellen.
Etwas, das mir an Die Frauen von Salaga ebenfalls gut gefällt ist die Vielseitigkeit des Buchs. Anfangs dachte ich, dass vielleicht eine Dreiecksgeschichte im Fokus stehen würde, aber dem ist nicht so. Die Liebe wird hier eher im Hintergrund behandelt. Stattdessen stehen die Veränderungen beider Frauen im Fokus und besonders interessant finde ich die politischen Aspekte. So wird zum Beispiel auch das Thema Kolonialisierung stark behandelt und von einer anderen Seite beleuchtet.
Das Ende ist nicht vorhersehbar. Es lässt den Leser mit gemischten Gefühlen zurück, weil es kein rundes Happy End ist und eine der beiden Frauen mit Leid zurücklässt. Dennoch verspricht es Hoffnung und wirkt realistisch, weshalb ich es gut gewählt finde.

Fazit: Die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen, die den Leser berührt und nicht mehr loslässt.

Intensive Einblicke in ein früheres Afrika

Von: Buchperlenblog Datum: 20. März 2019

Mit der Lektüre dieses Buches begibt man sich in das Afrika der früheren Tage. Wie auch diese Kultur der unseren fremd ist, so sind es auch die Namen. Ich gebe zu, ich hatte zu Beginn einige Schwierigkeiten, denn man folgt in diesem Buch zwei Handlungssträngen. Der eine Weg folgt Aminah, einer jungen Frau, die brutal aus ihrem Zuhause in Botu gerissen wird, von Sklavenhändlern ge- und ihrer Wurzeln beraubt.

Der andere Weg zeigt uns Wurche, ebenfalls jung, ebenfalls vom Schicksal gezeichnet. Sie ist die Tochter des Königs von Salaga-Kpembe, ein mächtiger Mann seiner Zeit. Sie will bei den Verhandlungen mit den Europäern dabei sein, will ihrem Vater helfen und wird doch immer wieder in ihre Rolle als Frau zurückgedrängt. Als sie schließlich aus taktischen Gründen zwangsverheiratet wird, bricht etwas in ihr auseinander.

Zu beiden Geschichten, die sich Schritt für Schritt immer weiter verweben, gehören viele Namen von Familienangehörigen, die sich für uns Europäer zuerst etwas anstrengend zuordnen lassen. Die Rede ist von Na, von Issa-Na, von Mma, Etuto und vielen mehr. Beinahe hätte ich mir zwei Familienstammbäume aufgezeichnet, um den Geschichten besser folgen zu können. Auch werden afrikanische Gerichte oder Traditionen mit Namen bezeichnet, die man zu gern direkt nachschlagen würde. Hier wäre es wirklich schön gewesen, wäre ein kleines Glossar an das Buch angeschlossen gewesen. Nichtsdestotrotz hatte ich mich irgendwann häuslich niedergelassen in dieser Geschichte und folgte mit Staunen, wie zwei junge Frauen ihrem Licabili – Schicksal – zustrebten. Im Grunde genommen wollen beide dasselbe: Ihr Leben selbst in die Hand nehmen, und beiden werden von außen Steine in den Weg geworfen,die sie zwar behindern, aber nicht beirren. Die Erzählstruktur ist dabei ein Auf und Ab. Mal vergehen innerhalb weniger Zeilen viele Wochen, mal verweilt man lange in einem einzigen Augenblick. Das Schicksal der beiden, sowie auch das weitere Schicksal Afrikas berührte mich und jagte mir am Ende einen kleiner Schauer über den Rücken.

Ayesha Harruna Attah wurde zu dieser Geschichte von dem Leben ihrer Urgroßmutter inspiriert und man hört ihr an, dass sie weiß, von was sie erzählt.

Fazit
Hat man sich einmal mit den vielen Namen angefreundet, die auf einen einprasseln, erlebt man Teile zweier Leben, die unterschiedlicher und zugleich identischer nicht sein könnten. Und die einen in eine fremde Welt entführen, die man viel zu selten betritt.

Zwei Frauen mit der selben Hoffnung auf Freiheit

Von: Lesemademoiselle Datum: 18. März 2019

✏️„Aber wir brauchen jemanden, zu dem wir aufsehen können, und das bist du, auch wenn du erst fünfzehn bist. Wir haben keine andere Wahl. Du hast keine andere Wahl.“✏️
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Klappentext:
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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.
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Die Autorin Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren. Sie studierte in den USA und lebt heute im Senegal. Ihr Roman „Die Frauen von Salaga“ ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert. Es ist ein Roman, der einen eintauchen lässt in eine unbekannte, fremde Lebenswelt im vorkolonialen Ghana. Er erzählt von Freiheit, Liebe und Vergebung.
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Ayesha Harruna Attah beschreibt sehr bildhaft das Leben in einem Gebiet, das heute zu Ghana behört. Zwei sehr unterschiedliche Frauen sind die Hauptcharaktere ihrer Geschichte. Da ist Aminah, die aus einem einfachen Dorf kommt und von Sklavenräubern aus ihrem Leben gerissen wird und da ist Wurche, Tochter eines Königs, die auch nicht frei über ihrer Leben bestimmen kann. So unterschiedlich sie auch aufwachsen, sie verbindet der Traum von einem selbstbestimmten Leben. Im Laufe der Geschichte werden sich ihre Lebenswege kreuzen und miteinander verschlingen.
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Die Autorin versteht es geschickt das alte Ghana auferstehen zu lassen. Man riecht förmlich die Gewürze, hört die Trommeln und spürt die Hitze der Savanne. Die Lebensumstände im Dorf waren hart. Die verschiedenen Stämme gingen mehrfach kriegerisch aufeinander los um sich die Vorherrschaft zu sichern. Die Dörfer sind abgeschnitten von der Außenwelt. Die einzige Verbindung sind die Karawanen, die durch die Wüsten ziehen. Das Buch gibt Einblick in die faszinierende Lebensweise in einer afrikanischen Dorfgemeinschaft.
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Aminah in ihrem Leben zu begleiten ist an vielen Stellen nicht leicht. Sie verliert erst ihren Vater, dann muss sie mit ansehen wie ihre Mutter in ihrem Haus verbrennt und schließlich wird sie auch noch von ihren Schwestern getrennt, als sie verschleppt wird. Aber sie ist stark und sie findet stets neuen Lebensmut. Sie wird benutzt und missbraucht, aber sie hält durch und kämpft für ihre Freiheit.
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Wurche hadert damit eine Frau zu sein und damit nicht die Stellung einnehmen zu können, die sie gerne hätte. Sie will sich nicht einem Mann unterordnen, sie ist eigen, unbeugsam aber herzensgut. Auch sie kämpft für ihre Träume, ihre Liebe zu einem Mann und für Anerkennung in einer Männergesellschaft.
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Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Das Buch habe ich an einem Samstagnachmittag gelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und es hat mich sehr berührt. Es ist ein wichtiges Zeitzeugnis aus einer uns doch eher unbekannten Vergangenheit Afrikas. Ich wusste bisher wenig darüber, wie Sklavenhandel überhaupt entstanden ist und wie der ursprüngliche Sinn durch die Kolonisierung verloren ging und dann zu einer Sklavenmaschinerie wurde.
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Ein Roman, der einen in eine vollkommen andere Welt eintauchen lässt und die Geschichte von zwei Frauen erzählt, welche man sehr gerne in ihren Leben begleitet und die einem sicher auch noch lange in Erinnerung bleiben werden. Denn das Ende des Buches ist wunderbar versöhnlich und hoffnungsvoll.
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Vielen Dank Ayesha Harruna Attah für diese außergewöhnliche Geschichte.