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Buch
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Isabelle Broom

Wintersterne

Roman

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Das Buch spielt in Prag, Tschechien

Leserstimmen

Rezension zu Wintersterne von Isabelle Broom

Von: lebenslesezeit Datum: 18. November 2017

Klappentext
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Meine Meinung
Auf das Buch gestoßen bin ich beim Stöbern auf der Seite des Bloggerportals, als ich nach Weihnachts- bzw. Winterbüchern gesucht habe. Da mich das Cover sofort angesprochen hat, las ich mir den Klappentext durch. Als auch dieser mir sehr gefiel, habe ich das Buch angefragt und es wurde mir dann auch freundlicherweise zur Verfügung gestellt, worüber ich mich sehr gefreut habe, da mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Ich war schon davon begeistert, als ich in der Beschreibung las, dass es in Prag spielt. Einer Stadt, der ich vor über 15 Jahren auch schon mal einen Besuch abgestattet habe und welche ich unbedingt wieder sehen will. Erst recht,nach der Lektüre des Buches. Man kann sich gar nicht nicht in die Stadt und seine Bewohner verlieben. Denn die Autorin schreibt so detailgetreu und leidenschaftlich, dass man manchmal vergisst, dass man im grauen Deutschland und nicht im verschneiten Prag ist. Der Schreibstil allgemein hat mir auch sehr gut gefallen. Er war einfach, schön und umhüllend, ohne einfach und langweilig zu sein. Man flog geradezu durch die Seiten und hat mitgefiebert, mitgelacht und des öfteren auch mal geweint. So ging es zumindest mir. Denn auch die Charaktere waren richtig echt und griffig. Zwar hatte ich manchmal meine Probleme mit den Protagonistinnen, da mir ihre Wesen und Gedanken manchmal etwas fremd waren und auf die Nerven gingen, aber alles in allem muss man sagen, dass wir Frauen eben manchmal so sind. Womit ich jedoch wirklich etwas meine Probleme hatte, war ein Gefühl,dass ich beim lesen oftmals hatte. Und zwar das, dass die Autorin nicht so recht wusste, welche Ansichten in Sachen "Beziehung", "Gleichberechtigung" und "Selbstständigkeit" sowie "Feminismus" die Frauen haben sollten. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass jede Frau für eine stereotype Einstellung stand und sich aber im Laufe der Geschichte wandelt. An sich finde ich das nicht unbedingt schlecht. Aber es war mir etwas zu konzipiert. Das ist auch der Grund, wieso das Buch von mir keine 5 Sterne bekam sondern 4.

Jedoch hat mir die Geschichte, abgesehen davon, wirklich sehr gut gefallen. Ich fand die Themen klasse und die Schicksale der Frauen sehr interessant. Ich habe die ganze Zeit überlegt, was wohl dahintersteckt. Was passiert ist, was sie nicht sagen. Und je näher das Ende kam, desto größer wurden meine Befürchtungen. Bei einer hatte ich recht, bei der anderen lag ich total daneben. Aber das macht für mich ein gutes Buch aus. Das Miträtseln und wenn es nicht offensichtlich ist, woraus es hinausläuft.

Im Nachhinein muss ich sagen,dass es mir dieses Mal doch schwer fällt, über das Buch zu reden. Denn es war stellenweise wirklich emotional und hatte mich gefangen. Auch lässt es sich nicht wirklich in eine Spate, ein Genre einteilen. Es ist viel mehr als ein Liebesroman. Aber "nur" Roman zu sagen würde sich auch nicht richtig anfühlen. Es ist irgendwie eine Reise, da man auch über sich selbst nachdenkt. Über sein Leben, seine Ziele, Wünsche, Träume und Hoffnungen. Und obwohl das Buch ein, für mich, wunderschönes Ende hat, hat es doch kein klassisches HappyEnd. Das hat mir persönlich auch noch sehr gut gefallen.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich mich gefragt, was denn der Titel "Wintersterne", eigentlich mit dem Buch zu tun hat und habe dann vorne mal geschaut, wie denn der Originaltitel ist. Und ... er passt so so gut! Ich frage mich immer wieder, wieso Verlage die Titel teilweise so arg ändern?! Vielleicht hätte der Originaltitel nicht deutlich gemacht, dass es sich um ein Winterbuch handelt. Ich weiß es nicht. Schade ist es aber auf jeden Fall.

Empfehlen kann ich das Buch nur jedem, der literarisch gerne Reisen unternimmt und sich auch gerne wegträumt. Denn trotz aller Emotionalität ist das Buch ein richtiges Wohlfühlbuch für das nasskalte und graue Wetter. Also, zieht Euch Kuschelsocken und einen dicken Pulli an, kuschelt Euch in eine Decke, genießt einen warmen Tee, Kakao oder Glühwein, ein paar Naschereien und verschwindet ins Prag der Vorweihnachtszeit.

3 Wintersterne

Von: frau.nat Datum: 18. November 2017

Ich liebe Winter- und Weihnachtslektüre! Ich liebe die Weihnachtszeit sogar noch ein wenig mehr als den Herbst. So war es für mich klar, neben Weihnachtsklassikern von Charles Dickens auch neue Veröffentlichungen zu lesen. Vielen lieben Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Titel: Wintersterne
Autor: Isabelle Broom
Verlag: Diana Verlag
Preis: € 9.99
Seitenanzahl: 448 Seiten
Erster Satz: „Als die Nacht hereinbrach, begann es zu schneien, und mit dem Schnee kam die Stille.“

Darum geht's:

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.(Quelle: randomhouse.de)
Meine Gedanken zum Buch:
Als ich mit dem Lesen dieses Buches begann war ich auf vorfreudige Art und Weise aufgeregt. Es war meine erste Winterlektüre dieses Jahr und das ist immer etwas Besonderes für mich.
Dazu kommt, dass wir im Dezember nach Prag reisen wollen und da dieses Buch eben dort spielt, freute ich mich umso mehr auf das Lesen.Wie es schon bei „Darum geht’s“ steht, handelt dieses Buch von drei Frauen, welche sich in der Bar eines Prager Hotels kennenlernen. Allerdings hatte ichdurch diese Beschreibung sofort eine falsche Vorstellung von dem Buch. Ich habe sofort gedacht, dass es sich eventuell um drei einsame Frauen handelt, Frauen, die Single sind, allein, der Männerwelt den Rücken zeigen. Typisch Sophie Kinsella eben, das wäre für mich naheliegend gewesen, allerdings war dem nicht so. Denn die Frauen sind nicht alle allein in Prag und das Hauptaugenmerk liegt auch nicht nur auf ihnen.Die Kapitel sind recht kurz, was ich sehr gern mag, insbesondere, da die Kapitel abwechselnd von den Frauen handeln, bzw. die Gedanken abwechselnd beschrieben werden. Normalerweise mag ich solche Wechsel nicht, besonders, wenn zwischen Männlein und Weiblein gewechselt wird, was hier glücklicherweise nicht der Fall ist. Was ich anfangs sehr schön fand, nervte mich nach ca. 250 Seiten zunehmenst: Prag wurde ausführlich beschrieben! Nur leider dachte ich irgendwann, ich lese einen Reiseführer. Einerseits war es, als liefe ich höchstpersönlich durch die Stadt, was wirklich schön ist, andererseits wurde es einfach zu viel, ich brauch beim Lesen nun wirklich nicht jede Sehenswürdigkeit abklappern.Die Charaktere sind größtenteils authentisch und detailliert beschrieben, allerdings kam mir während des Lesens vieles wie aus der Luft gegriffen und nicht sinnvoll durchdacht vor. Einige Charaktere waren mehr beschrieben als andere, es war fast so, als könnte man beim Lesen erahnen, wen die Autorin lieber hatte und wer „eben zur Geschichte gehörte“. Zum Ende hin wurde es teilweise sehr unrealistisch und ich war wirklich kurz davor, das Buch schnaubend durch die S-Bahn zu fegen.Allerdings möchte ich das Buch gar nicht so schlecht hinstellen, wie es bisher scheint. Der Schreibstil ist wirklich richtig gut und man fliegt nur so über die Seiten. Das Problem war nur, erst einmal mit dem Lesen zu beginnen. Ich hatte nie Lust, dieses Buch zu lesen und so brauchte ich beinahe zwei Wochen, was schon sehr lang für meine Verhältnisse ist. An sich ist die Geschichte wirklich sehr süß und auch typisch für einen Roman, allerdings hat mir ein Höhepunkt gefehlt. Spannend wurde es erst am Ende, als ich von den 448 Seiten nur noch 35 oder 40 vor mir hatte. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und mit jedem neuen Kapitel hoffte ich, dass endlich etwas passieren würde. Die Geschichte ist einfach künstlich in die Länge gezogen und fast 450 Seiten finde ich für einen Roman dieser Art einfach zu viel. 350 Seiten hätten eindeutig ausgereicht.Als dann schlussendlich etwas passierte, rührte es mich sogar zu Tränen, was dem grandiosen Schreibstil geschuldet ist. Es war nicht nur ein Schniefen oder ein Seufzen, es kullerte eine Träne und ein Taschentuch musste herhalten. Es war so unendlich traurig!

Fazit:

Dieses Buch ist ein schönes Winterbuch, keine Frage. Allerdings ist es eher etwas für Leserinnen, die sehr an Umgebungsbeschreibungen interessiert sind und nicht erwarten, dass ständig etwas passiert. Es gibt ein rührendes Ende, der Schreibstil ist sehr gut, das Cover ist ein Traum und die Charaktere sind weitestgehend authentisch. Ich vergebe 3 von 5 Sterne und spreche eine bedingte Leseempfehlung aus. Schlecht ist das Buch keinesfalls, nur war es einfach nicht mein Fall, beziehungsweise hatte ich andere Vorstellungen und Erwartungen.

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"Diese Stadt hat etwas Magisches."

Von: Stef von Bookiedreams.blogspot.de Datum: 18. November 2017

Klappentext:
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit, mit ihren Herzenswünschen und führen sie zu besonderen Begegnungen.

Erster Satz:
Als die Nacht hereinbrach, begann es zu schneien, und mit dem Schnee kam die Stille.

Meinung:
Zu Beginn starte ich direkt mit dem Cover von Wintersterne. Es ist wirklich wunderschön �� als ich es zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich direkt Appetit auf Nüsse, Orangen und Heidelbeeren *grins* aber... (es folgen leider noch ein paar) das Cover passt nicht so richtig zum Inhalt. Es ist zwar eine winterlich weihnachtliche Geschichte, aber es geht in dieser Geschichte um Prag, um die Magie dieser Stadt, daher fände ich ein Bild von der Stadt irgendwie schöner. Karlsbrücke, dunkler Sternenhimmel (würde ja auch zum Titel passen)... irgendwie so etwas. Wenn es eine Szene gegeben hätte, wo eine Teekanne, Orangen, Nüsse etc. eine Rolle gespielt hätten, wäre das auch wieder etwas Anderes. Doch die gab es nicht... Soll ich euch etwas sagen? Das englische Cover passt perfekt! Da gefällt mir auch der Titel besser *lach* a Year and a Day.

In dem Roman geht es um drei Frauen, die sich in Prag kennenlernen und versuchen, sich selbst zu finden. Jede hat ihre persönlichen Sorgen und Ängste, die sie versuchen zu lösen. Die Blickwinkel wechseln pro Kapitel und es ist dadurch sehr abwechslungsreich, weil man jederzeit bei den Frauen in die Köpfe schauen kann. Ich muss aber dem Klappentext widersprechen. Gemeinschaftliche Streifzüge? Wenn man es ganz genau nimmt, waren die Frauen einmal zusammen Glühweintrinken und treffen sich entweder zum Frühstück oder zum Abendessen im Hotel. Unter gemeinschaftlichen Streifzügen verstehe ich etwas Anderes, und das fand ich sehr schade.

Megan fand ich am Anfang ziemlich cool, lässig, witzig, aber umso weiter ich gelesen habe, umso genervter wurde ich. Zwischendurch hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil sie nur an sich gedacht hat und nicht auf den Punkt gekommen ist.
Hope war sehr mütterlich, lieb und freundlich, auch des Öfteren besorgt, bei ihr war es so, dass ich mich immer weniger für sie interessiert habe. Sie hatte zwar ihren besonderen Herzenswunsch oder machte sich Sorgen um ihren Partner, aber sie blieb eher im Hintergrund.
Nun zu Sophie, die Dritte im Bunde. Sie fand ich am interessantesten, denn sie war geheimnisvoll und sehr zurückhaltend. Ich fand ihre Erinnerungen, die sie mit Prag verbunden hat, immer ganz schön. Außerdem fragt man sich die ganze Zeit, was mit ihr los ist und genau das fragen sich dann auch irgendwann Megan und Hope.

Der Prolog vom Buch ist sehr schockierend und genau zu dieser Situation wollte ich die ganze Zeit kommen, aber es passierte nichts. Ich glaube, es gibt Leser/innen, die hätten schon viel eher abgebrochen, aber ich wollte wissen, was es mit dem Prolog auf sich hat. Und das war der Grund, warum ich so lange durchgehalten habe. Ich habe 366 Seiten gelesen und dann wurde es spannend. Das Blöde ist, das Buch endet mit Seite 443. Das fand ich soooo schade, denn das Buch hatte Potential!

Der Schreibstil ist toll, die Beschreibungen vom winterlichen Prag sind bezaubernd. Ich liebe Prag, ich war schon oft dort und bin immer wieder verzaubert von den vielen kleinen Wundern. Vieles habe ich wiedererkannt. Doch zwischendurch passierte nichts, ich habe es beiseite legen können ohne den Drang zu haben: Du musst weiterlesen. Die Spannung blieb immer wieder auf der Strecke bis auf die Wendung am Ende. Den Epilog fand ich wieder sehr schön, denn dort erfuhr man, was aus den drei Frauen geworden ist.

Das Buch ist im Großen und Ganzen schön, aber mich hat es leider erst am Ende gefesselt und das ist schade.

Ich durfte das Buch kostenlos lesen und bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

Fazit:
Ein winterlich weihnachtlicher Roman im verschneiten Prag über drei Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Wer auf Spannung verzichten kann, ruhigere Liebesgeschichten mag und mehr von der wunderbaren Stadt Prag erfahren möchte, für den ist es genau das Richtige.

Atmosphärischer Roman, der drei unterschiedliche Liebesgeschichten erzählt und dabei Lust auf die Stadt Prag macht

Von: schnäppchenjägerin Datum: 17. November 2017

Drei unterschiedliche Paare aus England lernen sich während eines Kurzurlaubs im verschneiten Prag kennen.

Ollie ist Lehrer und hat seine beste Freundin Megan, die Fotografin ist, gebeten, ihn nach Prag zu begleiten, um sich auf eine Klassenfahrt vorzubereiten. Megan arbeitet derzeit an einem Projekt für eine Fotoausstellung und nimmt die Gelegenheit wahr, um in Prag Fotomotive für die Ausstellung abzulichten.
Da die beiden sich ein Doppelzimmer teilen, hatte Megan bereits vor der Abreise Bedenken, ob dies eine gute Idee sein würde. Sie ahnt, dass Ollie mehr für sie empfindet und seine Gefühle und die Anziehung, die auch sie zu ihm spürt, werden ihnen unter Alkoholeinfluss an einem Abend in Prag zum Verhängnis und gefährden ihre Freundschaft. Während Ollie sich in Megan verliebt hat, ist sie verunsichert und gibt ihm zu verstehen, dass sie keine Beziehung möchte.

Hope ist dagegen frisch verleibt. Sie und Charlie erleben ihren ersten Urlaub miteinander, nachdem sich Hope von ihrem Ehemann Dave getrennt hat. Sie leidet allerdings darunter, dass ihre Tochter Annette nicht mehr mit ihr spricht, die sie in flagranti mit ihrem Fahrlehrer erwischt hatte. Hope kann den Urlaub nicht genießen und überlegt, ob es nicht die falsche Entscheidung war, sich so schnell wieder an einen Mann zu binden, nachdem ihr in ihrer Ehe die Möglichkeiten zur Selbstentfaltung gefehlt hatte. Zudem möchte sie auch ihre Tochter nicht verlieren. Als Charlie sich in Prag aus Hopes Sicht so benimmt, als ob er etwas zu verbergen habe, steht sie kurz davor, ihn zu verlassen.

Sophie ist allein in dem Hotel, als sie die beiden Paare kennenlernt. Sie wartet auf ihren Mann Robin, mit dem sie schon mehrere Urlaube in Prag verbracht hat und der nachkommen wollte. Hope macht sich bald Sorgen um die zarte Sophie, die so zerbrechlich wirkt und dann auch tatsächlich noch vor der erwarteten Ankunft ihres Mannes zusammenbricht.

"Wintersterne" erzählt von drei Frauen und der Liebe und den damit verbundenen Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten und versetzt den Leser dabei in das malerische, winterliche Prag, das man mit den Paaren lebhaft erkundet. Durch die detaillierten Beschreibungen hat man das Gefühl, tatsächlich in Prag zu sein, die Stadtführung lenkt aber auch etwas von der Handlung ab.

Die drei Erzählstränge werden im Wechsel erzählt, wobei die Geschichten um die beiden Paare den größten Umfang einnehmen. Verbindendes Element ist die Stadt Prag und das Hotel, in dem sie eingebucht sind und wo sie sich an Bar oder beim Frühstück immer wieder begegnen. Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant kommen sie auch länger ins Gespräch.

Je länger alle fünf in Prag sind, desto bedrückender wird die Stimmung. Nachdem Megan und Ollie eine Nacht miteinander verbracht haben, hat insbesondere Megan Schuldgefühle und weiß nicht, wie sie mit Ollie umgehen soll. Sie ist völlig verunsichert, verletzt ihn, indem sie ihm aus dem Weg geht und hat eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Angst, dass sie nicht gleichzeitig ihren Beruf als Fotografin ausüben und eine Beziehung zu einem Mann haben kann - dabei vergöttert Ollie Megan und lässt ihre alle Freiheiten. Megan steht sich selbst im Weg und gefährdet dabei ihre gute Freundschaft zu Ollie, an dem sie trotz allem sehr hängt.

Hope und Charlie benehmen sich dagegen zu Beginn des Aufenthalts in Prag frisch verliebt, bis Hope Charlie gegenüber immer misstrauischer wird und ihr die gestörte Beziehung zu ihrer Tochter Sorgen bereitet, die den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat. Auch Hope erkennt nicht, dass Charlie sie aufrichtig liebt und nur das Beste für sie möchte. Er würde sie nie so einschränken, wie ihr Ehemann Dave dies getan hat.

Sophie ist in freudiger Erwartung auf ihren Ehemann und während sie sich die Stadt allein anguckt, schwelgt sie immer wieder in Erinnerungen an ihn und die gemeinsamen Urlaube in Tschechien und exotischeren Ländern. Man spürt ihre Melancholie und Trauer, dass Robin nicht da ist und spätestens als die dünne Frau körperlich zusammenbricht, ahnt man, dass mehr hinter der verspäteten Ankunft von Robin stecken muss.

"Wintersterne" ist ein Roman, der Lust darauf macht, sich Prag selbst einmal anzusehen und der drei Liebesgeschichten erzählt, bei der sich die Frauen oft selbst und ihrem (Liebes-)glück im Wege stehen. Es ist ein berührendes Buch, bei dem sich jede Leserin - auch aufgrund der unterschiedlichen Alter der Frauen und Stadien der Beziehungen - mit mindestens einer der Protagonistinnen und ihren Ängsten identifizieren kann.

"Wintersterne" ist ein atmosphärischer Roman, der Freud und Leid der Liebe aufzeigt und bei dem bis zum Ende offen ist, wies mit den einzelnen Paaren enden wird. Er ist damit eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Weihnachts-/ Winterromanen bei denen ein Happy End vorhersehbar ist.

3 Liebesgeschichten in einer romantischen Kulisse

Von: Magische Farbwelt Datum: 15. November 2017

Taschentücher- und Tränenalarm! Ja, zumindest habe ich auf den letzten Seiten richtig gehend geschnieft und die Tränchen kullerten, weil mich die Gefühle einfach so übermannten. Also das hat die Autorin Isabelle Broom in ihrem wunderbar zauberhaften Roman „Wintersterne“ schon mal geschafft. In „Wintersterne“ treffen sich drei Frauen auf ihrer Reise in Prag, die alle eines vereint: Die Liebe! Auf den ersten Blick denkt der Leser womöglich, dass sich in dem Buch drei Geschichten finden lassen. Und ja, so ist es ja eigentlich auch. Aber diese drei Einzelschicksale finden im Verlauf des Buches ihren Weg zueinander. Immer wieder war ich fasziniert von den Schilderungen der Autorin über die Stadt Prag, so, als wäre man als Leser mittendrin. Für einen Liebesroman passend handelt die Geschichte im Winter, wodurch sich der Leser in einer verschneiten Stadt wieder findet. Isabelle Broom hat es geschafft, die Gefühle der einzelnen Protagonisten auf mich zu übertragen, so dass mich hier und da Gänsehaut überkam. Also wer gerade jetzt in der – fast – adventlichen Zeit einen wunderbar gefühlvollen Roman mit einer traumhaft verschneiten Kulisse lesen möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten. Aber: Taschentücher bereithalten!

Wintersterne

Von: niwibo Datum: 10. November 2017

Nach ihrem ersten Buch "Olivensommer" - vorgestellt hier -
entführt uns die Autorin nun ins kalte, winterlichen Prag.
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Freuen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb.
Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit, mit ihrem Herzenswünschen und führen sie zu besonderen Begegnungen.
Ich war noch nie in Prag, das wird sich nach der Lektüre aber hoffentlich ändern,
habe jedoch die Schauplätze, die die Autorin wunderbar beschreibt, fast bildlich vor mir sehen können. Die alte Burg, das etwas verrüschte Hotel, die urige Kellerkneipe und vor allem die vielen bunten Stände mit Glühwein und Bratwurst und die Künstler an jeder Ecke der schönen Stadt.
In dieser Kulisse stellen sich die drei Frauen ihren so unterschiedlichen Problemen, vor denen sie unabhängig voneinander aus England geflüchtet sind. Dabei sind ihre Reisebegleiter ihnen nicht immer große Hilfe, aber immer öfters Lacher wert.
Das Buch liest sich flüssig, das Ende ist auch hier ein Happy End, aber bis es soweit ist, nimmt diese Geschichte mit ein wenig Dramatik, viel Emotionen und jeder Menge Winterzauber immer wieder eine scharfe Kurve und ist somit nicht vorhersehbar.
Es ist kein Weihnachtsbuch, aber das richtige Buch für einen heißen Tee, eine kuschelige Decke und ein paar ungestörte Augenblicke. Und für jeden natürlich, der Prag liebt oder noch lieben lernen möchte...

Recht nett....

Von: EvaMaria Datum: 05. November 2017

Hier erzählt uns die Autorin, die Geschichte von Megan, Hope und Sophie. Alle drei reisen nach Prag und die Erzählstränge verbinden sich erst nach einer gewissen Zeit, denn die drei treffen sich ja erst das erste Mal in Prag.

Ich fand die Idee hinter der Geschichte wirklich wunderbar, denn ich habe mich schon auf eine wunderschöne Handlung in Prag gefreut. Allerdings war das Buch nicht so ganz, wie ich erwartet hatte. Zu Beginn wirkt die Handlung eher locker und leicht, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr verschwand die Leichtigkeit, was ich irgendwie schade fand. Ich meine, wer mag schon gerne Bücher mit belastenden Themen lesen. Es ist so, dass diese drei Hauptprotagonistinnen, alle zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt in ihrem Leben beschrieben werden und wir so als Leser sehr viele Eindrücke bekommen.

Die Abschnitte von Sophie fand ich am unterhaltsamsten und ich habe mich auch immer gefreut, wenn sie wieder dran war. Auch die anderen beiden empfand ich als recht authentisch beschrieben, obwohl ich Megan, eher als anstrengend bezeichnen würde.

Loben muss ich allerdings das Setting. Die Autorin hat Prag wirklich sehr ansprechend und romantisch beschrieben. Ich hatte sofort den Wunsch verspürt diese Stadt mal besuchen zu müssen. Auch hat sie immer wieder Sehenswürdigkeiten mit in die Handlung fließen lassen und so konnte man sich vieles sehr gut bildlich vorstellen.

Die Schreibweise war sehr angenehm zu lesen. Die Handlung war trotz der vielen Wechseln der Erzählperspektive sehr gut verständlich. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass in der Handlung viel los war. Es gab aus meiner Sicht jetzt nicht wirklich einen Höhepunkt und die Geschichte fließt eher vor sich hin.

Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und ich finde es passt gut zu einer Weihnachtsgeschichte.



Fazit:

3 von 5 Sterne. Ich kann das Buch nur bedingt weiterempfehlen.

Stimmungsvoller Winter,,,

Von: Angela Busch Datum: 04. November 2017

Rezension

INHALT: Das Buch erzählt uns die Lebens - und Liebesgeschichten von drei recht unterschiedlichen Frauen, die sich per Zufall im winterlichen Prag in einem Hotel kennenlernen und sehr mutig von ihren unterschiedlichen Erfahrungen berichten. Da sind die ältere Hope mit einer gescheiterten Ehe und einem Liebhaber an ihrer Seite, die junge, quirlige Fotografin Megan , unterwegs mit ihrem besten Freund und die auf ihren Bräutigam wartende romantische Sophie, die kurz vor ihrer Hochzeit steht.
Das winterliche Prag mit seinen freundlichen Menschen bezaubert alle,,,,

MEINE MEINUNG: Ich bin sehr schnell in diese leicht und einfach zu lesende Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil hat mich zu Beginn nicht so begeistert , wie ich es erhofft hatte. Er war in meinen Augen einfach *nicht besonders* und hat mich nicht ausreichend gefesselt. Ich konnte das Buch ohne Bedauern öfter an die Seite legen und dann schnell wieder einsteigen. Die Autorin beschreibt die drei Frauen und ihre unterschiedlichen Lebens- und Stimmungslagen sehr minutiös und man wird schnell mit ihnen vertraut. Doch eine gewisse, prickelnde Spannung bleibt in manchen Erzählabschnitten öfter aus, oder wird nicht genügend ausgebaut. Die Story plätschert über 400 Seiten immer so dahin . Manchmal hatte ich als Nicht-Kennerin von Prag sogar das Gefühl in einem Reiseführer zu blättern. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich alles anders und begeisternder liest, wenn man die Stadt kennt und persönliche Erlebnisse damit verbinden kann.
Das wunderschöne Cover verspricht Gemütlichkeit und eine winterliche, stimmige Atmosphäre. Dieses Versprechen hält das Buch auch ein, wir lernen viele gemütliche Lokale, Schnee, Eiseskälte und charmante, hilfsbereite Menschen kennen , hören bei interessanten Gesprächen mit und geniessen im Kopf das winterliche, wohl wunderschöne Prag.

Es ist ein angenehmes und erfreuliches Buch, dem ich einige nette Lesestunden verdanke und im Genre Liebesromane drei *** gute Sterne vergebe.
Herzlichen Dank für das stimmungsvolle Rezensionsexemplar!

Wundervolles Buch

Von: Tami von Little corner for my books Datum: 04. November 2017

Meine Meinung zum Buch: Das Cover finde ich traumhaft schön! Es ist recht einfach und verrät nicht wirklich etwas vom Inhalt. Die Inhaltsangabe fand ich sehr interessant, also habe ich gespannt zu lesen begonnen.
Man liest immer abwechselnd über Sophie, Hope und Megan und ihre Geschichten. Der Einstieg ist in alle drei Geschichten sehr leicht, man lernt sie langsam kennen und erfährt, was sie nach Prag treibt. Die drei sind sehr unterschiedlich, doch mir waren sie alle sympathisch. Hope und ihr Mutter- und Beschützerinstinkt, Sophie, wie eine kleine zarte Elfe und Megan, die ihr Ziel genau vor Augen hat. Auch Ollie, Megans Begleiter und Charlie, Hopes Begleiter, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Beide wirken herzensgut und kümmern sich liebevoll um die anderen.
Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, packend und flüssig zu lesen. Vorhersehbar fand ich in dem Buch kaum etwas, hin und wieder hatte ich so eine Ahnung, was passieren wird, doch sicher war ich mir nie. Humor gibt es ein bisschen, Drama schon etwas mehr, Liebe auch einen Hauch. Vor allem eines der drei Schicksale hat mich sehr berührt, sodass auch einige Tränen geflossen sind.
Ganz besonders toll sind die Infos über Prag. Straßen und Sehenswürdigkeiten werde sehr detailliert beschrieben und es gibt viel Hintergrundinfo zu allem. Teilweise liest es sich schon fast wie ein Reiseführer, jedoch ohne zu trocken oder gar langatmig zu werden.
Manche Szenen haben sich für meinen Geschmack etwas zu sehr gezogen. Das Ende kam dann recht plötzlich, ist aber auf jeden Fall zufriedenstellend.

Mein Fazit: Ein sehr emotionales Buch mit tollen, authentischen Charakteren und vielen Infos über Prag. Auf jeden Fall empfehlenswert!

Danke an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Meine Meinung wurde in keinster Weise beeinflusst.

Ein perfektes Buch für diese Jahreszeit!

Von: Susanne Glueck Datum: 04. November 2017


Lieblingsbücher Unterhaltungsromane
Wintersterne (enthält affiliate Link)
November 4, 2017

von Isabelle Broom
Klappentext:
Drei Frauen.
Drei Liebesgeschichten.
Eine unvergessliche Stadt..

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb.

Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie sich mit ihrer Vergangenheit, mit ihren Herzenswünschen und führen sie zu besonderen Begegnungen.

Als die Nacht hereinbrach, begann es zu schneien, und mit dem Schnee kam die Stille.

Für mich ein wunderbarer, erster Satz…

Meine Meinung:

Als das Buch mit der Post kam, war die Freude groß. Denn bereits das wunderschön gestaltete Cover hat mir große Lust auf das Buch gemacht. Für mich ist Wintersterne perfekt für kalte Herbst- und Winterabende: mich abends mit einer gemütlichen Decke auf die Couch kuscheln, eine Tasse Tee und dazu dieses wundervolle Buch. Das winterliche Prag ist die ideale Kulisse für die Geschichte. Obwohl die drei Frauen unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich im Laufe der Geschichte eine tiefe Freundschaft zwischen Meg, Hope und Sofie. Trotzdem bringt noch eine jede von ihnen ihre eigene Geschichte mit. Die Charaktere finde ich alle samt sehr gelungen und glaubhaft, denn jede von ihnen hat mit Problemen und Zweifeln zu kämpfen, die man auch aus dem wahren Leben kennt. Meine Lieblingsfigur ist Meg, so wie auch ihre Geschichte mag ich am liebsten. Aber an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten. �� Ich hatte total angenehme Lesestunden mit Wintersterne und musste an mich halten, es nicht zu verschlingen, sondern jede Seite zu genießen.

Prag im Winter

Von: Eifel Bücherwurm Datum: 04. November 2017

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Diana
Seiten: 448
Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 09.10.2017

Inhalt:

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Design:

Herrlich winterlich! Mit dem Holz, den Zitrusfrüchten, Beeren, Nüssen, der Schokolade und dem Tee fühlt man sich direkt wohl. Mir gefällt besonders, dass das Cover winterlich, aber nicht weihnachtlich ist. Es spielt zwar im Winter, hat aber nicht den typischen Kitsch mit dem knalligen Rot, Grün und Glitzer. Dann liest man es auch eher in den anderen Jahreszeiten als nur zu Weihnachten.
Neben der Optik gefällt mir auch die Haptik des Buches sehr gut. Der Einband ist mit vertikal laufenden leichten Rillen versehen. Ich streiche immer wieder darüber und genieße das Gefühl der Struktur. Es ist fast so als könne man das Holz spüren.

Meine Meinung:

Prag im Winter und drei Frauen, die zu sich selbst finden: Megan, Hope und Sophie. In den ersten drei Kapiteln wird jede der drei kurz vorgestellt. Ihre aktuelle Situation wird beleuchtet und ich tauchte sofort in die Geschichte ein.
Die Kapitel danach wechseln sich weiterhin ab und die Frauen begegnen sich zunächst nur selten. So hat jeder der drei Erzählstränge genug Zeit sich zu entwickeln und wir haben die Möglichkeit die drei Protagonistinnen näher kennenzulernen. Erst bei der Hälfte des Buches verbringen alle drei Parteien den Abend zusammen.

Die drei Frauen, aber auch die männlichen Gegenstücke, sind schön ausgearbeitet und haben jeder sein Päckchen zu tragen. Ich wüsste im Nachhinein nicht welche Person ich am liebsten gehabt habe, denn sie sind mir alle auf ihre eigene Art und Weise ans Herz gewachsen, auch wenn man sie manchmal schütteln wollte!

Viele Sehenswürdigkeiten von Prag werden so detailliert dargestellt, dass es sich anfühlt als wäre man selbst vor Ort. Insgesamt ist die Sprache sehr bildhaft. Man muss diese Menge an Beschreibungen schon mögen, sonst kann es schnell zu viel werden. Wenn man die ganzen Ortsbeschreibungen wegstreichen würde, würde nach meinem Gefühl mehr als die Hälfte des Romans fehlen. Mir hat es zwar ganz gut gefallen, aber manchmal war es etwas viel und wiederholte sich häufig. Mir kommt es so vor als könne man sich direkt in Prag zurechtfinden, nur aufgrund der Lektüre dieses Buches. Wie toll wäre es dieses Buch vor Ort dabei zu haben und den Charakteren auf ihren Streifzügen zu folgen. Es interessiert mich wirklich, ob das klappen würde.

Die Kapitel sind schön kurz gehalten mit meistens sogar unter 10 Seiten, so dass man immer mal wieder eins zwischendurch lesen kann. Der Schreibstil von Isabelle Broom hat mir sehr gut gefallen. Schön flüssig und leicht zu lesen. An keiner Stelle stolperte ich über Formulierungen. Diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und nächstes Jahr im Sommer ihren Roman "Olivensommer" lesen.

Zwischen den drei Frauen und ihrem Aufenthalt in Prag gibt es zwar immer wieder Überschneidungen, doch die meiste Zeit sind die Frauen alleine bzw. mit ihrem Partner unterwegs. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr gemeinsame Szenen von allen drei Frauen zusammen gegeben hätte. Dies hatte ich nach dem Lesen der Inhaltsangabe eigentlich erwartet.

Dafür, dass die Geschichte die meiste Zeit eher gemächlich voranschreiten, macht sie gegen Ende plötzlich riesige Sprünge und es passiert sehr viel auf einmal. Das ging mir fast schon zu schnell und hielt mich so lange wach, bis ich das Buch beendet hatte. Man fiebert richtig mit! Ich habe sogar ein paar Tränchen vergossen, sowohl aus Trauer, als auch aus Freude. Überrascht wurde ich jedoch nicht, für mich waren die Geschehnisse recht vorhersehbar. Das hat aber auch wieder den Vorteil, dass mir das Buch genau das gegeben hat, was ich erwartet habe.

Fazit:

Romantisch und berührend, aber durchaus realistisch. Wer ein winterliches, aber nicht weihnachtliches Buch im Romantik-Sektor mit vielen Beschreibungen von Prag sucht - für den ist das die ideale Lektüre! Ich habe richtig Lust mir diese Stadt im Winter einmal anzuschauen.
Mir waren es manchmal etwas zu viele Beschreibungen von Prag, die sich auch häufig wiederholten. Daher werde ich einen kleinen Stern abziehen. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen und ich werde es bestimmt noch einmal lesen.

Ein Ausflug ins winterliche Prag

Von: Susanne Edelmann Datum: 03. November 2017

Vor fast 18 Jahren war ich einmal für ein langes Wochenende in Prag. An diese Reise wurde ich nun wieder lebhaft erinnert und das verdanke ich diesem stimmungsvollen Roman, der im winterlichen Prag spielt:

Drei sehr unterschiedliche Frauen treffen sich in einer Prager Hotelbar und freunden sich an: Megan, 30, ist mit ihrem besten Freund Ollie angereist, der allerdings gern mehr wäre als nur ihr platonischer Freund. Megan jedoch hat nach einer Verletzung in der Vergangenheit Angst davor, Gefühle zuzulassen und konzentriert sich lieber auf ihre Karriere als Fotografin. In Prag will sie Motive für ihre erste Ausstellung finden. Sich zu verlieben gehört definitiv nicht zu ihrem Plan.

Hope, 50, hat gerade nach einer unglücklichen Ehe ihren Mann verlassen und ist zu ihrem Liebhaber Charlie gezogen, sehr zum Missfallen ihrer erwachsenen Tochter Annette, zu der sie bisher ein sehr enges Verhältnis hatte. Nun herrscht Funkstille und Charlie versucht, Hope mit der Prag-Reise aufzumuntern. Die allerdings stellt dort die ganze Beziehung in Frage und will herausfinden, wer sie selbst eigentlich ist und was sie sich für ihre Zukunft wünscht.

Und dann ist da noch Sophie, 28, die einst in Prag ihren Verlobten Robin kennengelernt hat. Die beiden Weltenbummler sind seitdem viel gereist, aber immer wieder nach Prag zurückgekommen. Jetzt aber ist sie allein da, weil Robin verhindert ist und nachkommen will, wie Sophie ihren beiden neuen Freundinnen erzählt. Das Alleinsein fällt ihr allerdings sehr schwer, weil jede Ecke von Prag sie an ihren Liebsten erinnert.

Jedes Kapitel des Romans begleitet im Wechsel eine der drei Frauen auf ihren Streifzügen durch die Stadt, die sie mal allein, mal mit ihren Partnern unternehmen. Der Leser besucht dabei die bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Altstädter Ring, die Astronomische Uhr, die Burg, den Veitsdom, das Strahov-Kloster, die Moldau und natürlich die Karlsbrücke, die eine ganz besondere Rolle im Roman spielt. Sehr schön ist dabei die Atmosphäre der winterlichen Stadt beschrieben, man spürt förmlich die beißende Kälte, hört den Schnee unter den Füßen knirschen, genießt den Duft von Glühwein und deftigem Gulasch in den kuschelig-warmen Kneipen.

Allerdings können die drei Frauen die Atmosphäre nur bedingt genießen, viel zu sehr sind sie mit ihren eigenen Sorgen, Ängsten und Zweifeln beschäftigt. Und das gerät leider streckenweise etwas langatmig und wird für meinen Geschmack auch etwas zu oft wiederholt. Zum Glück kratzt die Geschichte dann aber doch noch die Kurve und nähert sich unaufhaltsam einem sehr dramatischen Höhepunkt, der eine der Frauen beinahe das Leben kostet. Das wiederum ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und das Ende ist so bewegend, dass ich dabei ein paar Tränchen verdrückt habe.

Alles in allem ist dies ein wunderschönes Buch über Freundschaft und über die verschiedenen Gesichter der Liebe, über Ende, Aufbruch und Neubeginn (sehr schön auch dadurch symbolisiert, dass das letzte Kapitel drei Monate später und somit im Frühling spielt). Außerdem macht der Roman definitiv Lust auf Prag, ich jedenfalls habe nach dem Lesen gleich mein altes Fotoalbum hervorgekramt. Einen kleinen Punktabzug gibt es lediglich für den langatmigen Mittelteil, hier hätte man meiner Meinung nach durchaus noch etwas straffen können.

Ganz klare Leseempfehlung

Von: TemptationLady Datum: 02. November 2017

Ich habe mich, so glaube ich, die ersten 100-200 Seiten gefragt, was ich da lese. Ob es sich vielleicht um einen Reiseführer für die Stadt Prag handelt, denn es wurde durchaus sehr viel die Stadt beschrieben. Die 5 Hauptpersonen spielten nach meinem Gefühl eher eine Nebenrolle.
Später wurde es dann besser, das Gefühl eines Reiseführers wurde besser und ich konnte besseren Bezug zu den einzelnen Personen aufbauen.

Da wäre Megan, die eine sehr schwere Zeit hinter sich hat und an sich selber zweifelt, dank ihres ExFreundes. Doch sie reist mit ihrem besten Freund nach Prag um zu fotografieren. Sie will ihre eigene Foto-Ausstellung vorbereiten, doch hat sie durchaus Versagensängste.
Hope ist mit ihrem neuen Freund Charlie nach Prag gereist. Doch auch an ihr nagen Zweifel, so hat sie sich doch mit ihrer Tochter gestritten, sehr heftig sogar.
Und dann ist da noch Sophie. Eine ruhige, eher unscheinbare Person, die allein durch Prag schweift und darauf wartet, das ihr Freund nach kommt.
Alle drei lernen sich erst an der Hotelbar kennen und verbringen den einen oder anderen Abend zusammen.

Nachdem die Anfangsschwierigkeiten weg waren, konnte ich, wie ich oben schon schrieb, Bezug zu den Personen aufbauen. Ich mochte alle drei Frauen auf ihre Art und Weise gern. Jede ein anderer, sicherlich auch schwieriger Charakter. Und doch hat die Geschichte mich nachdenklich gestimmt.
Es war das erste Buch seit langen, welches ich beendet habe, bei dem ich nicht sofort das Buch zugeschlagen und ein neues angefangen habe.

Ich möchte nicht weiter ausholen, was dieses Buch und seine Geschichte angeht. Ich kann nur sagen, lest es, es lohnt sich. Ich habe mittlerweile ein Reiseziel mehr auf meiner Liste, welche Städte ich gern mal besuchen möchte.


Eine klare Leseempfehlung, um in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Eine Stadt, die ihren Charme hat und den die Autorin sehr gut rübergebracht hat. Trotz der Anfangsschwierigkeiten gebe ich dem Buch 5 Sterne!!!!

Wintersterne

Von: ShalimaMoon Datum: 02. November 2017

Neulich blätterte ich durch die Neuerscheinungen des Diana-Verlags und wurde von einem Titel sofort angesprochen. Als ich sah, dass dieser Titel auch noch in Prag spielt, wusste ich, dieses Buch muss gelesen werden.

Ein Vorwort

Prag, die goldene Stadt. Auch mich konnte sie 2015 verzaubern und seitdem lese ich es sehr gerne, wenn Prag der Schauplatz eines Buches ist. Autorin Isabelle Broom wählt die einzelnen Orte sehr sorgsam aus und erzählt von Ihnen so lebhaft, dass man beinahe das Leuchten in Ihren Augen beim Schreiben spüren kann. Mit ihrem sehr leichten Schreibstil, lässt sie den Leser schnell in ihre Geschichte einsteigen und lässt abwechselnd die weiblichen Protagonisten zu Wort kommen.

Die Handlung

Aus völlig unterschiedlichen Gründen und aus ganz anderen Regionen in Großbritannien kommend schlägt es fünf Leute zur Weihnachtszeit ins verschneite Prag. Durch Zufall kommen sie ins Gespräch und verbringen daraufhin immer mehr Zeit zusammen. Doch jeder hat so sein eigenes Päckchen zu tragen.
So lernen wir zunächst Megan kennen. Sie hat spontan ihrem guten Freund Ollie zugesagt mit ihm nach Prag zu reisen, weil er dort den Unterricht für seine Schüler über Prag vorbereiten möchte. Sie selbst strebt eine Karriere als Fotografin an und hofft in Prag inspirierende Bilder zu finden. Doch sie hat auch etwas Sorge, dass Ollie in die Reise zu viel hineininterpretiert, da sie denkt, dass er heimlich in sie verliebt ist. Als nächstes lernen wir Hope kennen. Sie hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt und lebt nun mit ihrer Affäre Charlie zusammen. Das missbilligt jedoch ihre Tochter, was Hope sehr bekümmert. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, reist Charlie mit ihr nach Prag.
Als letztes erscheint noch Sophie in Prag. Sie schwebt in Gedanken immer wieder bei ihrem Verlobten Robin, der nach Prag nachreisen soll. Über Sophie erfährt man lange Zeit am wenigsten.

Meine Meinung

Wintersterne ist in Buch, das man nicht wirklich als schlecht bezeichnen kann. Es ist aber leider auch kein wirklich gutes Buch. Das liegt zum einen daran, dass die Handlung des Buches nicht für die Seitenanzahl von knapp 450 ausreicht. So streckt Broom immer wieder Passagen unnötig in die Länge und erzeugt dadurch vor allem eins: Langeweile. Während man am Anfang noch gut in das Buch hineinfindet, erstreckt sich die mittlere Hälfte Seite über Seite mit belangloser Handlung. Die Urlaube der drei Gruppen werden bis ins kleinste Detail beschrieben. Wenn sie wenigstens dabei etwas Spannendes erlebt hätten, aber es bleibt dann doch bei den typischen touristischen Sehenswürdigkeiten. Lediglich das letzte Viertel schafft es dann herauszustechen und trifft den Leser noch einmal völlig unerwartet.
Der andere Negativpunkt sind die Gedanken der Charaktere. Denn egal, mit welchem Problem sie sich herumschlagen, sie erzählen es in jedem Kapitel wieder und das seitenlang. Megan, die sich fragt, ob sie nicht doch Gefühle für Ollie hat und das dann innerlich immer wieder abstreitet. Hope, die sich die ganze Zeit fragt, wie sie wieder Kontakt zu ihrer Tochter herstellen kann und sich ständig von Charlie bevorzugt fühlt. Sophie, die nur über ihre absolut perfekte Beziehung zu Robin denken kann. Nachdem die Charaktere mit ihren Sorgen und Ängsten einmal vorgestellt wurden, hat es mir mit der Jammerei bereits gereicht. Das gleiche aber immer und immer wieder lesen zu müssen, ohne das die Charaktere eine neue Erkenntnis gewonnen hätten, war dann doch sehr ermüdend. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Auch lobte ich zu Anfang noch die traumhafte Beschreibung Prags. Doch auch dies nimmt immer wieder zu viel Platz ein, um das Buch künstlich zu strecken. Irgendwann hat man einfach verstanden, wie unglaublich toll die Stadt ist. Auch scheinen die Beschreibungen immer wieder von vorherigen Seiten kopiert worden, denn die Wortwahl ändert sich kaum. Wer einmal in Prag war, versteht die Begeisterung der Autorin für die Stadt, trotzdem nervt es immer das gleiche zu lesen.

Fazit

Kurzum ist Wintersterne viel zu lang für die mickrige Handlung, lässt die Charaktere Kapitel um Kapitel auf der Stelle stehen, gibt ihnen aber seitenlang die Möglichkeit immer wieder das gleiche zu denken und übertreibt mit den ausführlichen Beschreibungen. Dadurch zieht sich das Buch bis zum letzten Viertel in dem das Buch dann doch noch einmal punkten konnte. Schade, denn das Buch klang vielversprechend und bot auch wesentlich mehr Potential, was leider nicht genutzt wurde.

„Wintersterne“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

zur Problembewältigung nach Prag

Von: Ulla Leuwer Datum: 01. November 2017

Meine Meinung:
Ach, da wurden Erinnerungen geweckt. Vor Jahrzehnten war ich zu Ostern in Prag und es hat geschneit und war kalt. Also fühlte ich mich mit den Protagonisten bestens verbunden. Allerdings hatte ich nicht ganz so viel Schnee, wie sie. Aber die Sehenswürdigkeiten habe ich ebenfalls besucht und es machte mir richtig Spaß, ganz besonders Megan mit ihrer Kamera zu begleiten.
Aber ich kann von mir behaupten, dass ich damals nicht diese Probleme mit mir herum tragen musste, wie die drei Protagonistinnen.
Ich hatte dieses Buch ja gefunden, als ich auf der Suche nach Büchern war, die im Winter spielen und die sich wunderbar für die Advents- und Weihnachtszeit eignen. Ich lasse das Buch jetzt mal in meiner Liste, aber die Probleme hätten auch zu jeder anderen Jahreszeit bewältigt werden können. Allerdings hätten alle dann nicht den leckeren Glühwein getrunken und eine Schneeballschlacht machen können.

Die Autorin hat sich einiges an Problemen ausgedacht mit denen die Frauen klar kommen sollten. Es war nicht leicht und jede tat sich auch sehr schwer. Die eine, weil sie etwas nicht wahr haben wollte, die andere, weil sie sich zu viele Gedanken machte und Angst hatte sich zu binden und die dritte konnte nicht loslassen und sich auf etwas neues schönes einlassen.
Sehr packend hat Isabelle Broom beschrieben, wie sie alle damit umgingen und am Ende es irgendwie geschafft haben. Ich konnte jetzt nicht alles nachvollziehen, aber ich steckte ja auch noch nie in eine der Situationen. Auf jeden Fall hat es mir gefallen, wie die Autorin die Schönheiten von Prag in die Geschichte einbezogen hat.


Fazit:
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass es eine leichte Lektüre ist, was die Autorin uns Lesern da geboten hat. Es fällt jetzt nicht unter einem weihnachtlichen Wohlfühlbuch, aber trotzdem würde ich keinem vom Lesen abhalten. Man muss sich einfach darauf einstellen, dass viele Schicksale behandelt werden.

Irgendwie fehlt die Romantik und das winterliche Glitzern und Funkeln

Von: KatiKatharinenhof Datum: 29. Oktober 2017

Drei vom Wesen völlig unterschiedliche Frauen lernen sich im winterliche Prag an der Hotelbar kennen. Schnell wird klar, dass diese drei zusammenpassen, und so begibt sich das Kleeblatt auf Tour durch das verschneite Prag. Der Zauber der Stadt öffnet nicht nur das Herz, sondern auch die Seele und die Frauen werden mit ihren Problemen, ihren Wünschen und besonderen Begegnungen konfrontiert...

Isabelle Broom hat mit "Wintersterne" einen Roman geschrieben, der mich eigentlich ins Winterwunderland der Stadt Prag entführen soll. Ich habe mich auf eine magische literarische Reise in die Goldene Stadt  gefreut und bin nun, nach Beendigung des Buches, enttäuscht.
Zwar werden die Erzählstränge von Megan, Hope und Sophie schön miteinander verbunden, doch im Verlauf des Buches geht immer mehr die Leichtigkeit und der winterliche Zauber verloren.
Es schleicht sich Melancholie ein, und diese drückt das Buch und macht es schwermütig.
Die ernsten Themen nehmen Oberhand und so verfliegt schnell der Gute-Laune-Modus, der sich zu Beginn des Buches eingestellt hat.
Auch geht mir Megan ziemlich auf den Zeiger, denn ihre Art, sich an ihre Vergangenheit zu klammern, war wirklich nervig.
Lediglich die wunderschönen und ausführlichen Beschreibungen des verschneiten Prag haben mich wieder versöhnlich gestimmt und ein wenig Schneekugelzauber verbreitet.
Daher vergebe ich 3 Sterne und kann dieses Buch nur bedingt weiter empfehlen.

Herzlichen Dank an Corinna Schindler vom Diana Verlag. Sie hat mir dieses Rezi-Exemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

Ereignissreiche Tage im winterlichen Prag

Von: zauberblume Datum: 27. Oktober 2017

In ihrem neuen Roman "Wintersterne" entführt uns die Autorin Isabelle Broom ins winterliche Prag. Nachdem schon ihr ersten Roman Olivensommer für mich ein absolutes Lesehighlight war, habe ich mich riesig auf dieses Buch gefreut. Und so begebe ich mich mit der Autorin und ihren wunderbaren Protagonisten auf eine interessante Reise nach Prag.

Der Inhalt: Megan, Hope und Sophie treten aus unterschiedlichen Gründen eine Reise in das magische, verschneite Prag an. An der Hotelbar lernen sich die drei unterschiedlichen Frauen, die alle irgendwie vor ihren Problemen weglaufen, kennen und verstehen sich auf Anhieb. Die Streifzüge durch Prag konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit, mit ihren Erwartungen und führen auch zu ganz besonderen Begegnungen.

Und ich muss gleich zu Beginn sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden. Die Autorin hat mich von Anfang an wieder mit ihrer Geschichte total begeistert. Es ist spannend, unterhaltsam und voller Gefühle. Ich lerne ganz besondere wunderbare Menschen, bzw. Paare kennen. Da sind Megan und Ollie, die als nur als Freunde nach Prag reisen. Begeistert habe ich sie auf ihren Streifzügen durch die Stadt begleitet (am liebsten würde ich ja sofort meinen Koffer packen) und habe all die Sehenswürdigkeiten bestaunt. Ich sehe eine begeisterte Megan, die in ihrer Leidenschaft - der Fotografie - förmlich aufblüht. Und dann ist da Ollie, der äußerst sympathisch ist und Megan auf ihren Unternehmungen stets begleitet. Dann sind da Hope und Charlie. Ein Paar, das man einfach gern haben muss. Obwohl jeder von ihnen sein Päckchen zu tragen hat. Und dann Sophie und Robin. Sophie umgibt eine ganz besondere Aura. Und alle zusammen erleben die Stadt mit ihren eigenen Augen. Es ist einfach alles so liebevoll beschrieben, man würde sich dieser Gruppe gerne anschließen. Aber dann passiert etwas, dass mich wirklich erschüttert und tief berührt hat. Was wird wohl aus all den Paaren, wenn sie wieder zuhause sind?

Für mich ist diese herrliche Geschichte wieder ein absolutes Lesehighlight. Ich habe wunderbare Lesestunden mit dieser Lektüre verbracht. Sie regt auch zum Nachdenken an. Man soll seine eigenen Wünsche und Träume nicht aus den Augen verlieren.
Das Cover ist ja auch wieder ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

Schöne winterliche Geschichte über drei Frauen und ihre Schicksale

Von: Conny G. Datum: 21. Oktober 2017

Megan, Hope und Sophie reisen unabhängig voneinander und aus unterschiedlichen Gründen nach Prag. In der Hotelbar lernen sie sich zufällig kennen und verbringen dann immer wieder Zeit miteinander. Obwohl sie sowohl altersmäßig als auch charakterlich recht unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb gut und es entwickeln sich sogar langsam Freundschaften.

Isabelle Broom erzählt hier die Geschichte der drei Frauen zunächst in verschiedenen Handlungssträngen. Zu Beginn erleben wir die drei Frauen bei ihren Reisevorbereitungen, lernen sie ein bisschen kennen und erfahren etwas über ihre Gründe, nach Prag zu reisen.
Nachdem sie in Prag im Hotel aufeinander getroffen sind, verknüpfen sich die Handlungsstränge. Relativ schnell wird klar, welche Sorgen oder Probleme Megan und Hope bewegen, nur Sophie bleibt lange Zeit ein bisschen undurchsichtig. Bei vielen Besichtigungstouren durch die Stadt und gemeinsam verbrachten Abenden erfährt man viel über die drei sympathischen Frauen und ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Interessant fand ich auch, die Darstellung der Wahrnehmungen und Einschätzungen der Frauen gegenseitig. So bekommen alle drei Figuren eine gewissen Tiefe.
Und so geht die Story voran und ich war gespannt, wie sich die Dinge für die drei entwickeln würden. Dabei gab es viele emotionale Momente, fröhliche, traurige, melancholische und dabei gelingt es der Autorin nicht zu sehr dramatisch oder bedrückend zu werden sondern die Unterhaltung im Vordergrund stehen zu lassen.
Die Geschichte verläuft relativ ruhig, wenn auch nicht ereignislos, aber Spannung gab es bis zu einem gewissen Punkt keine. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch dann aber nicht mehr aus der Hand legen bis ich das Ende erreicht hatte. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin noch einen Teil anfügt, in dem mit einem Zeitabstand von fünf Monaten gezeigt wird, wie sich Entscheidungen und Ereignisse ausgewirkt haben. Ich finde, das rundet die Geschichte gut ab und bringt sie zu einem schönen Abschluss.

Dieses Zitat gibt den Kern der Geschichte gut wieder:
„Sie alle waren nach Prag gekommen, um Antworten zu finden, und die Stadt hatte sie ihnen gegeben, auf die einzige Art, die sie kannte - indem sie sie zusammengeführt hatte.“ (Seite 405)

Wirklich gut gefallen und auch beeindruckt hat mich die liebevolle und detaillierte Beschreibung von Prag. Die Autorin war entweder selbst schon oft dort und liebt die Stadt oder sie hat sehr gut recherchiert. Neben den Beschreibungen von Straßen, Plätzen und Sehenswürdigkeiten liefert sie auch noch etliche Hintergrundinformationen zur Geschichte, Kultur, Essen und den Menschen dort. Bei den vielen Streifzügen der Protagonisten durch die Stadt hatte ich oft das Gefühl, selbst dabei zu sein.
Die Geschichte spielt im Winter und man spürt beim Lesen fast die Kälte und den Schnee aber auch das besondere Flair der Stadt in der Vorweihnachtszeit. Das gibt der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.

Dieses emotionale Buch hat mich mit gut gezeichneten Protagonisten, vielen Emotionen, ein bisschen Dramatik und viel Winterzauber in Prag gut unterhalten! Wer eine schöne Geschichte zur Einstimmung auf die kalte Jahreszeit, vielleicht bei einem Becher Glühwein, sucht, liegt mit diesem Buch sicher richtig!


Fazit: 4 von 5 Sternen

Eine sehr schöne und einfühlsame Geschichte

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 20. Oktober 2017

Inhaltsangabe:
Megan, Hope und Sophie reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Prag. Dort lernen sie sich in einer Hotelbar kennen und verstehen sich auf Anhieb.
Gemeinsam erkunden sie das winterliche Prag und gestehen sich gegenseitig ihre Wünsche und Sorgen.

Meine Meinung:
Was für eine wundervolle und einfühlsame Geschichte. Winterstürme ist das zweite Buch der Autorin. Olivensommer hat es auf meine Jahresbestenliste geschafft, von daher war ich sehr gespannt, wie mir wohl das neueste Werk von Isabelle Broom gefallen würde.
Und um es gleich Vorweg zu nehmen, Wintersterne zähle ich ebenfalls zu meinen Jahreshighlights.
Mir gefällt der gefühlvolle Schreibstil der Autorin sehr gut, der den Leser mit allen Emotionen am Geschehen teilhaben läßt und der Geschichte und den Protagonisten richtig Tiefe gibt.
Ich habe bei Megan und Olli, sowie Hope und Charlie richtig mitgefiebert und mitgebangt. Bei Sophie und Robin hatte ich Tränen in den Augen. Mich haben die sechs Schicksale sehr berührt, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch den Schluß fand ich absolut passend und hat die Geschichte richtig schön abgerundet.
Nichts wirkt kitschig oder überladen, im Gegenteil, ich mochte alle so gerne und konnte sie richtig liebgewinnen, sodass ich jetzt nach Beendigung der Geschichte das Gefühl habe, lieb gewonnene Freunde verlassen zu müssen.
Isabelle Broom schreibt zudem sehr bildhaft, ich war noch nie in Prag, habe aber so richtig Lust bekommen, mal dorthin zu fahren. Nach den traumhaften Beschreibungen muß es dort ja wunderschön sein.
Auch das Cover, welches sehr schön zu Olivensommer paßt, verdient ein großes Lob.
Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, gerade zu dieser Jahreszeit ist es absolut passend und mit einer schönen Tasse Tee genossen verspricht es viele schöne und behagliche Lesestunden.

Wintersterne

Von: Ladysmartypants Datum: 18. Oktober 2017

Der Herbst hat gerade Einzug gehalten und die Zeit der flauschigen Decken, warmen Socken, leckeren Tees und heimelig-winterlichen Bücher mit sich gebracht. Eines dieser Bücher ist zweifellos Wintersterne von Isabelle Broom, das am 9. Oktober 2017 beim Diana Verlag erschienen ist. Die britische Autorin entführt uns in diesem Buch in das winterlich-verschneite Prag und erzählt eine Geschichte besonderer Begegnungen in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

In »Wintersterne« treffen drei komplett unterschiedliche Erzählstränge aufeinander, alle drei führt es in das Winterwunderland Prag und dort verbinden sie sich. Einerseits Fotografin Megan und ihr Freund Olli (nur ein Freund), die in Prag im Prinzip nach Inspiration suchen. Dann die kürzlich geschiedene und neu verliebte Hope und ihr geliebter Charlie. Und zu guter Letzt Sophie, die auf ihren Verlobten Robin wartet, den sie vor vielen Jahren in Prag kennen und lieben gelernt hatte. Anfangs verbindet sie lediglich das gemeinsame Hotel, doch das sollte sich bald und nachhaltig ändern.

Das Buch ist gestern Nachmittag bei mir eingetrudelt und ich habe es im Zuge der #Leseparty gestern Abend noch ausgelesen. Das alleine sollte schon sehr aussagekräftig sein. Es ist mir wirklich extrem leicht gefallen, mich einzulesen und ich war gefesselt, bevor ich es merkte. Sicher, anfangs hat die Autorin mal einen Namen verwechselt und an manchen Stellen wirkt die Übersetzung etwas holprig, aber an sich ist »Wintersterne« ein wirklich gutes Buch.

Die Charaktere sind sympathisch, die Story, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, wirklich liebevoll gestaltet und die Stadt selbst mit einer unheimlichen Liebe zum Detail beschrieben. Der Reichtum an Bildern und Emotionen verwandelt das Lesen wirklich in ein Vergnügen und, so viel sei gesagt, ohne Taschentücher ging es bei mir absolut nicht. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt eindeutig und auch die, wie soll man sagen, nicht unbedingt jugendfreien Szenen, die wenigen die es gibt, sind absolut nicht obszön und charmant umschrieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Megan, Hope und Sophie erzählt, da die drei Frauen in gewisser Weise auch den Kern der Erzählung bilden. Dabei erfährt man nicht nur mehr über die Innenwelt der Charaktere, sondern auch darüber, wie sie sich gegenseitig wahrnehmen. Vor allem diese zusätzliche Dimension habe ich als eine wirkliche Bereicherung empfunden.

Dazu kommt das wirklich angenehme Erzähltempo und ein strategisch klug strukturierter Plot, der die Story stetig vorantreibt, bis sie einen gewissen Punkt erreicht, an dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Das war für mich der Punkt, an dem feststand, dass ich »Wintersterne« nicht mehr aus der Hand legen würde, bis die Geschichte zu Ende ist.

<a href="https://ladysmartypants.wordpress.com/2017/10/13/wintersterne/">Die vollständige Rezension auf ladysmartypants.wordpress.com </a>

wie auch schon der Debütroman, ist auch dieser 2. Roman der Autorin sehr emotional und ergreifend

Von: Gudrun Datum: 17. Oktober 2017

Das Cover lässt von der Machart her sofort an den Debütroman "Olivensommer" der Autorin denken. Ich mag es sehr gerne, wenn nicht nur Schreibweise und dergleichen, sondern eben auch bereits das Cover auf Autoren schließen lassen. Die Haptik, geriffelt und äusserst angenehm beim Lesen und auch die Abbildungen schaffen eine heimelige und wunderschöne Atmosphäre und hier wird der Bezug zum Titel genial aufgegriffen. Es stimmt passend in die Jahreszeit ein.



Die Schreibweise ist flüssig und obwohl ich durch die unterschiedlichen Handlungsstränge anfangs ab und an etwas zurückblättern musste, um mich orientieren zu können, hat sich das innerhalb kurzer Zeit erledigt und ich war vollauf mitten im Geschehen.



Die geschilderten Charaktere kommen authentisch und glaubhaft rüber und ich hatte das Gefühl, als würde ich mich an Ort und Stelle befinden.



Es werden die unterschiedlichsten Beziehungskonstellationen mit den dementsprechend daraus resultierenden Emotionen aufgezeigt. Diese werden sehr intensiv und realistisch gezeigt, so dass man hier einen tiefen Einblick vermittelt bekommt.



Schön ist es auch, wie die verschiedenen Eindrücke von Prag durch die unterschiedlichen Blickwinkel der Mitwirkenden wahrgenommen werden. Diese Szenerien hat die Autorin gekonnt in den sich abwechselnden Kapiteln eingefangen. Den intensiven und detailreichen Erläuterungen von Prag mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und lauschigen Plätzen kann man entnehmen, dass die Autorin begeistert von den örtlichen Gegebenheiten ist und es scheint so, als wäre sie direkt vor Ort gewesen, denn die Eindrücke werden lebendig und genau beschrieben. Ebenso verhält es sich mit der Darstellung der Wesensart der dort Ansässigen. Da will man doch zu gerne dorthin reisen.



Die Eindrücke werden sehr gekonnt durch die unterschiedlichsten Erzählweisen und äusserst interessant in die Geschichte verflochten, so dass im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, wenn zu ausschweifend davon berichtet wird, hier keinerlei Langeweile aufkommt und man deshalb auch keine Zeile überfliegt.



Die Herangehensweise, die Geschichte durch drei Geschichtsstränge, die sich um die Protagonistinnen Megan, Hope und Sophie drehen, sich immer wieder abwechselnd zu erzählen, ist abwechslungsreich und lässt die Neugier, was denn da so hinter den Geschehnissen und Beweggründen liegt, mehr und mehr erwachen. Stück für Stück werden die Zusammenhänge immer weiter aufgedeckt und ergeben letztendlich ein schlüssiges Bild.



Mein Fazit: wie auch schon der Debütroman, ist auch dieser 2. Roman der Autorin sehr emotional und ergreifend

3 Frauen in Prag

Von: Ritja Datum: 16. Oktober 2017

Das Buch ist ein wunderbarerer Reiseführer für Prag. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen und in Erinnerungen schwelgen können. Wer Prag noch nicht kennt, wird vielleicht nach dem Lesen des Buches Lust auf diese wunderschöne Stadt bekommen.
Die Autorin beschreibt in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil und sehr detailliert die schönsten Sehenswürdigkeiten und bringt eine magische Stimmung über die Stadt.

Es gibt drei Lebens-Liebes-Geschichten (Megan, Hope und Sophie), die abwechselnd erzählt werden. Anfangs wirken alle recht heiter und locker, jedoch werdem sie mit jeder Seite etwas dunkler und ernster. Die Leichtigkeit geht schnell verloren und die ernsten Themen und die Widersprüche drängen nach vorn. Jeder, der drei Frauen, geht ganz unterschiedlich mit der Entwicklung um. Ich fand die Geschichten gut gemacht. Isabelle Broom zeigt, dass man in jedem Lebensabschnitt in Situationen kommt, die schmerzen und die man nicht verdrängen kann.

Mit Sophie und auch Hope sind ihr die Geschichten gut gelungen. Jedoch Megan hat mich einfach nur genervt. Sie will das Beste von allem, aber selber nicht zurückstecken oder etwas zurückgeben. Sie klammert sich an eine gescheiterte Beziehung, die ihr, für alles als Ausrede herhalten muss. Es war anstrengend immer die gleichen Diskussionen, Gedankengänge und Widersprüche zu lesen.

Insgesamt ist es jedoch ein gutes Buch, das einlädt nach Prag zu reisen und vorallem die Vorweihnachtszeit in Prag zu genießen.

Blick über den Tellerrand ...

Von: Diane Jordan Datum: 15. Oktober 2017

Wintersterne

Diane Jordan


Man merkt, dass man älter wird, wenn man sinniert und sagt, weißt du noch oder erinnerst du dich nicht? Grins ☺ , ich ertappe mich immer öfter dabei und auch hier in meiner neusten Lektüre „Wintersterne“, kann ich mir diesen wehmütigen Rückblick nicht verkneifen. Das Cover ist, meiner Meinung nach, geschmackvoll und passend gestaltet. Heißer Punsch, ein blau, kariertes Tuch, Apfelsinen und ein paar geschnittene Orangenscheiben sowie Nüsse auf einem Holztisch. Die Struktur der Bretter scheint man förmlich zu spüren, da werden dann auch die taktilen Reize bedient. Der warme Holz-Ton vermittelt Wärme und Geborgenheit. Einfach schön und passend zur Winterzeit! Die Sinne werden angesprochen, meine zumindest und man bekommt Lust auf dieses Buch, ob man will oder nicht! PRAG, diese goldene Stadt an der Donau, umgeben von erdigen Hügeln, mit verwinkelten Gässchen, hübschen Brücken und historischen, fotogenen Bauten in der Altstadt. Ein Schauplatz der eben eine gute Filmkulisse, aber auch den Romanstoff bietet. Ich habe vor Jahren eine Stufenfahrt dorthin unternommen und bin seitdem schwer begeistert und würde jederzeit gerne wieder dorthin reisen. Ihr merkt, ich schwelge in Erinnerungen. Die tschechische Hauptstadt ist wunderschön und geheimnisvoll, immer eine Reise wert, sei es gedanklich und genau das mache ich jetzt auch. Ich lasse mich von Megan, Hope und Sophie, den gut gewählten Protagonistinnen, in den Bann ziehen. Ich genieße den Flair der winterlich verzauberten Stadt, die von der Autorin Isabelle Broom beschrieben wird, dass man sich sofort zu erinnern meint. Die zarten ersten Bande die beim Kennenlernen geknüpft werden, das Vertrauen, dass entsteht und langsam aufgebaut wird. Die Einblicke ins „tiefste Innere“ der Romanfiguren, den man als Leser erhält. Einfach nur gut gemacht. Der Stil von Isabelle Brooms gefällt mir sehr gut. Sie beschreibt die sympathischen Frauen und die Stadt detailliert, liebevoll und flüssig. Man spürt die winterliche Kälte, aber auch den Zauber der bei den gemeinschaftlichen Unternehmungen der Protagonistinnen in Prag entsteht. Und mal ganz ehrlich, ist es nicht mega romantisch, sich die strahlenden Himmelskörper in dieser zauberhaften Stadt anzusehen und von der Liebe zu träumen und oder sie zuzulassen? Lasst euch darauf ein und lest dieses Buch doch einfach selber... Vielleicht sogar in Rekordzeit wie ich ☺. Und vielleicht macht sich der eine oder andere sogar auf den Weg, die Stadt selbst zu erkunden. Wer weisssss??? Schreibt mir mal.


Inhalt:
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.


Die Autorin:
Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. «Wintersterne» ist ihr zweiter Roman im Diana Verlag.

Uta Rupprecht studierte in München Germanistik und übersetzte dann einige Jahre lang Literatur aus dem Englischen. Von 1996 bis 2009 arbeitete sie als Verlagslektorin in München und Berlin. Sie lebt als Übersetzerin und freiberufliche Lektorin in München.


Weitere Bücher:
Olivensommer

Fazit: 5***** Drei Frauen. Drei Liebesgeschichten. Eine unvergessliche Stadt. Der Roman „Wintersterne“ ist im Diana Verlag erschienen und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 9,99 Euro.




Ein berührender Roman mit dem Flair des winterlichen Prags

Von: sommerlese Datum: 14. Oktober 2017

Für die drei Frauen Megan, Hope und Sophie ist eine Reise ins verschneite Prag die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Obwohl sie völlig unterschiedliche Typen sind, haben sie beim Kennenlernen an der Hotelbar sofort einen guten Draht zueinander. Es folgen gemeinsame Besichtigungen durch die winterlich verzauberte Stadt. Bei ihren Erlebnissen und Gesprächen kommen sie ihrer Vergangenheit näher und setzen sich mit den eigenen Problemen auseinander. Dabei führt diese Reise am Ende sogar zu sich selbst.


Diesen Roman habe ich fast in eins weg verschlungen. Mir haben besonders die vielfältig und authentisch wirkenden Charaktere gefallen, sie werden mit viel Tiefgang und beladen mit einigen Problemen gezeigt und doch geht die Unterhaltung dabei nicht verloren. Man fiebert mit ihnen mit und ist gespannt auf ihre jeweiligen Entwicklungen und wie sie ihr weiteres Leben gestalten werden.


Gleichzeitig führt die Autorin gekonnt wie eine Stadtführerin durch die Strassen und zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Prags, dass man meint, selbst alles mitzuerleben und sich ebenfalls in einem Kurzurlaub zu befinden. Wenn man diese Stadt kennt, ist dieser Eindruck sicher noch ausgeprägter. Beim Lesen dieser typischen Stadtansichten hatte ich häufig eigene Bilder vor Augen. Gerade in der Winterzeit scheint Prag einen ganz besonderen Zauber zu verbreiten. Man merkt, wie sehr sich die Protagonisten dort wohlfühlen.


Der Schreibstil Isabelle Brooms gefällt mir ausgezeichnet. Sie schreibt sehr flüssig, wunderbar detailliert, geht nachfühlbar auf die Gefühle, Sorgen und zwischenmenschlichen Beziehungen ein und so lässt sich der Roman unvergleichlich gut weglesen.


Die Einblicke in die persönlichen Geschichten der Frauen geben so manches dunkle Geheimnis preis. Jede Frau hat ihre eigene Bürde zu tragen und dennoch wirkt die Handlung nicht dramatisch oder schwer beladen. Auch wenn es manchmal sehr emotional wird, gelingt es der Autorin, die Leichtigkeit nicht verloren gehen zu lassen.

Wintersterne

Von: Ladysmartypants Datum: 13. Oktober 2017

Der Herbst hat gerade Einzug gehalten und die Zeit der flauschigen Decken, warmen Socken, leckeren Tees und heimelig-winterlichen Bücher mit sich gebracht. Eines dieser Bücher ist zweifellos Wintersterne von Isabelle Broom, das am 9. Oktober 2017 beim Diana Verlag erschienen ist. Die britische Autorin entführt uns in diesem Buch in das winterlich-verschneite Prag und erzählt eine Geschichte besonderer Begegnungen in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

In Wintersterne treffen drei komplett unterschiedliche Erzählstränge aufeinander, alle drei führt es in das Winterwunderland Prag und dort verbinden sich. Einerseits Fotografin Megan und ihr Freund Olli (nur ein Freund), die in Prag im Prinzip nach Inspiration suchen. Dann kürzlich die kürzlich geschiedene und neu verliebte Hope und ihr geliebter Charlie. Und zu guter Letzt Sophie, die auf ihren Verlobten Robin wartet, den sie vor vielen Jahren in Prag kennen und lieben gelernt hatte. Anfangs verbindet sie lediglich das gemeinsame Hotel, doch das sollte sich bald und nachhaltig ändern.

Das Buch ist gestern Nachmittag bei mir eingetrudelt und ich habe es im Zuge der #Leseparty gestern Abend noch ausgelesen. Das alleine sollte schon sehr aussagekräftig sein. Es ist mir wirklich extrem leicht gefallen, mich einzulesen und ich war gefesselt, bevor ich es merkte. Sicher, anfangs hat die Autorin mal einen Namen verwechselt und an manchen Stellen wirkt die Übersetzung etwas holprig, aber an sich ist Wintersterne ein wirklich gutes Buch.

Die Charaktere sind sympathisch, die Story, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, wirklich liebevoll gestaltet und die Stadt selbst mit einer unheimlichen Liebe zum Detail beschrieben. Der Reichtum an Bildern und Emotionen verwandelt das Lesen wirklich in ein Vergnügen und, so viel sei gesagt, ohne Taschentücher ging es bei mir absolut nicht. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt eindeutig und auch die, wie soll man sagen, nicht unbedingt jugendfreien Szenen, die wenigen die es gibt, sind absolut nicht obszön und charmant umschrieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Megan, Hope und Sophie erzählt, da die drei Frauen in gewisser Weise auch den Kern der Erzählung bilden. Dabei erfährt man nicht nur mehr über die Innenwelt der Charaktere, sondern auch darüber, wie sie sich gegenseitig wahrnehmen. Vor allem diese zusätzliche Dimension habe ich als eine wirkliche Bereicherung empfunden.

Dazu kommt das wirklich angenehme Erzähltempo und ein strategisch klug strukturierter Plot, der die Story stetig voran treibt, bis sie einen gewissen Punkt erreicht, an dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Das war für mich der Punkt, an dem feststand, dass ich Wintersterne nicht mehr aus der Hand legen würde, bis die Geschichte zu Ende ist.

Sprachlich passt Wintersterne sehr gut in das Genre und wirkt alles in allem sehr authentisch. Auch die Geschichte an sich wirkt stimmig und hat trotz gewisser Genreklischees die ein oder andere Überraschung parat. Und nachdem ich Wintersterne dermaßen genossen habe und ganze eindeutig Lust auf mehr Isabelle Broom habe, ist ihr Debütroman Olivensommer direkt auf meine Wunschliste gewandert. Wem solche romantischen, und oft leicht dramatischen, Erzählungen liegen, der wird mit Wintersterne auf jeden Fall glücklich werden. Auch wer unbedingt mal Prag im Winter erleben möchte oder ein Buch mit winterlicher Stimmung sucht, liegt mit diesem Buch absolut richtig.

Solltet ihr neugierig geworden sein und Lust haben, das verschneite Prag selbst zu erkunden, Wintersterne ist auf der Verlagsseite oder auf Amazon bestellen. (Wer, wie ich, einen Tolino hat, der wird hier vielleicht eher finden, was er sucht.)

Abschließend möchte ich mich herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

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