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Susanne Goga

Die vergessene Burg

Roman

Eine Reise an den Rhein führt zu einem dunklen Geheimnis

1868. Paula Cooper führt ein zurückgezogenes Leben, bis sie einen unerwarteten Brief erhält. Ihr schwer kranker Onkel Rudy bittet eindringlich um ihren Besuch – im fernen Bonn. Voller Neugier reist Paula von England an den Rhein. Fasziniert von der malerischen Landschaft entdeckt sie eine fremde Welt und lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen. Aber sie ahnt, dass ihr Onkel etwas verheimlicht, und auch die Widersprüche um das Schicksal ihres verstorbenen Vaters mehren sich. Welcher dunklen Wahrheit über ihre Familie muss sich Paula stellen?

Das Buch spielt in Bonn, Deutschland

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Leserstimmen

Tolle Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln

Von: Noeffis Buecherkiste Datum: 15. November 2018

1868: Paula Cooper ist als Halbwaise aufgewachsen und führt ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Eines Tages erreicht sie ein Brief aus Bonn von ihrem Onkel väterlicher Seits. Er lädt sie zu sich ein. Voller Hoffnung und mit vielen Fragen über den verstorbenen Vater reist sie in die wundervolle Stadt am Rhein und wohnt bei dem kranken Mann. Eines Tages trifft sie den Fotografen Benjamin Trevor. Dieser begleitet sie auf der Suche nach Antworten und nach ihren eigenen Wurzeln. Doch immer wieder gerät sie in Sackgassen und stößt auf so einige dunkle Geheimnisse.

Der Plot und die gesamte Kulisse sind klasse und machen Lust auf mehr. Die Geschichte beginnt recht spannend und man stößt schnell auf das ein oder andere Geheimnis. Doch der Spannungsbogen ist relativ flach und der Story fehlt es etwas an Pfiff, denn sie kommt relativ ruhig daher. Das tut dem Lesespaß dennoch kein Abbruch, denn dieser Roman kommt auch ohne Pauken und Trompeten aus.
Der Leser ist hautnah an der Entwicklung von Paula von einer ruhigen zu einer schlagfertigen und toughen Frau dran und das baut eine gewisse Beziehung zur Protagonistin auf.

Ein ruhiger Historischer Roman mit einer Prise Romantik. Perfekt für regnerische Herbsttage.

Ein leises, feines Abenteuer mit interessanten Wendungen

Von: Chili07 (Lovelybooks), Nadine (Amazon) Datum: 14. November 2018

Herzlichen Dank der Randomhouse Verlagsgruppe (Diana Verlag ) für das Rezensionsexemplar.

Dieses Buch ist der erste historische Roman seit längerer Zeit mal wieder und ich bin begeistert. Die Autorin schaffte es innerhalb kürzester Zeit mich in die Welt Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts zu führen und mich in die Protagonistin Paula hinein zu versetzen. Paula lebt als Gesellschafterin einer Verwandten ein sehr behütetes Leben, dessen enge Grenzen sie nie überwinden konnte. Für moderne Frauen unvorstellbar, aber damals fügte man sich eben. Innerlich hadert sie mit ihrem tristlosen Dasein, bringt aber nicht den Mut auf, es in Frage zu stellen oder gar zu ändern. Ein Brief bringt den Stein ins Rollen und führt sie nach Bonn und in ihre eigene Vergangenheit. Paula befindet sich plötzlich mitten in ihrem eigenen Abenteuer – sie beschließt den vor ihr bislang verheimlichten Rätseln auf den Grund zu gehen. Dieser eine Brief hat ihr Leben völlig verändert, denn nichts ist mehr so wie es schien und sie wird gezwungen ihre Erinnerungen und sämtliche Erzählungen in Frage zu stellen.

Der Leser wird wunderbar mitgenommen – nicht nur auf ihren Entdeckungsreisen in und um Bonn, sondern auch bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Zunächst zaghaft, aber dann mit größeren Schritten entdeckt Paula ihr neues, modernes Ich. Es ist sehr schön zu verfolgen, wie das Selbstbewußtsein der jungen Frau wächst. Ohne zuviel verraten zu wollen, ein junger, aufstrebender Fotograf kreuzt auch irgendwann ihren Weg.

Mitten im Buch hatte ich eine kurze Durststrecke, da war die anfängliche Spannung leider kurzfristig abhanden gekommen. Ein wenig zuviel des Guten waren für mich die sich wiederholenden Schilderungen des An-/Umkleidens – das Wort „Krinoline“ ging mir 2 Tage nicht mehr aus dem Kopf. Sehr schnell nahm die Handlung jedoch wieder an Fahrt auf und überraschte immer wieder mit Wendungen und Ereignissen. Sehr erfrischend fand ich im Übrigen ihren Onkel Rudy (dessen Existenz ihr übrigens bis zu dem Brief gänzlich unbekannt war), eine interessant aufgebaute Persönlichkeit. Selbst das Ende wartet nochmals mit einer für mich sehr überraschenden Kehrtwendung auf, die ich niemals annähernd erwartet hätte. Dieses Buch ist wirklich toll, es erzählt sehr gekonnt ein eher leises aber dennoch sehr interessantes Abenteuer. Die Autorin hat einen Schreibstil, der mich persönlich sehr gut gefällt – es ist sehr angenehm zu lesen.

Man merkt dem Buch darüber hinaus an, dass sehr viel Recherchearbeit geleistet wurde, denn es macht insgesamt einen authentischen Eindruck. Im Nachwort hat die Autorin noch erwähnt, das die Schilderungen bis auf eine Ausnahme der Realität entsprechen – dieses Nachwort darf man allerdings bitte erst nach Beendigung des Buches lesen, denn dort wird der Spoiler schlecht hin erwähnt.

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"Die vergessene Burg"

Von: booksbaeumchen.de Datum: 13. November 2018

Die Aussicht ein Buch zu lesen, dass in Deutschland des 19. Jahrhunderts spielt, hat mich total gefreut. Denn normalerweise ist es ja meistens so, dass die Deutschen nach England reisen �� .

Das Buch ist sehr einfach und leicht geschrieben. Deswegen ist es mir auch leicht gefallen, es relativ schnell durchzulesen. Schön fand ich, die Beschreibung des alten Bonn, was sehr malerisch gewesen sein muss. Leider fehlt mir zum heutigen Bonn der “Vergleich”. Zwar war ich während der Schulzeit mal in Bonn, als es dort noch den Bundestag gab ��, habe aber die Stadt um mich herum nicht richtig wahr genommen.

Alles in allem ist die Geschichte ist schön geschrieben. Trotzdem hat sie mich leider nicht zu 100% in seinen Bann gezogen.

Wieder ein toller historischer Roman von der Autorin

Von: lenisvea Datum: 05. November 2018

Rezension 

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(* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-35972-7

NEU
Erschienen:  10.09.2018

Klappentext

Eine Reise an den Rhein führt zu einem dunklen Geheimnis
1868. Paula Cooper führt ein zurückgezogenes Leben, bis sie einen unerwarteten Brief erhält. Ihr schwer kranker Onkel Rudy bittet eindringlich um ihren Besuch – im fernen Bonn. Voller Neugier reist Paula von England an den Rhein. Fasziniert von der malerischen Landschaft entdeckt sie eine fremde Welt und lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen. Aber sie ahnt, dass ihr Onkel etwas verheimlicht, und auch die Widersprüche um das Schicksal ihres verstorbenen Vaters mehren sich. Welcher dunklen Wahrheit über ihre Familie muss sich Paula stellen?

Zur Autorin

Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und SPIEGEL-Bestsellerautorin. Sie wurde mit dem DELIA-Literaturpreis sowie dem Goldenen Homer ausgezeichnet und ist seit 2016 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Erster Satz

Kein Hauch von Licht im Flur, die Türen nur Rechtecke in einem noch tieferen Schwarz.

Meine Meinung

Ich habe im letzten Jahr mit Begeisterung Das Haus in der Nebelgasse gelesen. Dieses Buch hat mich dazu ermutigt, mehr historische Romane zu lesen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Autorin ein neues Buch herausgebracht hat.

Zu dem Schreibstil kann ich sagen, dass ich wieder sehr flüssig durch die Geschichte gekommen bin. Mit der Hauptprotagonistin Paula konnte ich mich schnell anfreunden. Sie hat kein leichtes Leben als Gesellschafterin ihrer Cousine, die sich auch immer sehr egoistisch verhält. Als Paula dann dahinter kommt, dass ihr ein sehr wichtiger Brief vorenthalten wurde, bricht sie mit ihrer Cousine und ihrer Mutter und macht sich auf den Weg nach Bonn zu ihrem kranken Onkel, von dem sie bisher noch nicht einmal wusste.

Näheres erfahrt ihr auch in meiner Videorezension:


Mein Fazit

Alles in allem hat mir auch dieser historischer Roman der Autorin wieder sehr gut gefallen. Ich kann eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mir hat das vorherige Buch zwar noch besser gefallen, aber auch diese Geschichte konnte mich durchaus fesseln.

Von mir bekommt das Buch sehr gute 4 Sterne.






Cover: ©Diana Verlag
Klappentext/Infos zur Autorin: ©Diana Verlag
Rezension: ©lenisveasbücherwelt
Sterne: ©icons8.de
Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt


Fesselnder historischer Roman

Von: vielleser18 Datum: 03. November 2018

1868. Die 32jährige Paula Cooper lebt als Gesellschafterin bei ihre Tante Harriet in einem kleinen englischen Dorf sehr zurückgezogen. Als sie einen Brief aus Deutschland von ihrem Onkel Rudy erhält, den ihre Tante ihr auch noch vorenthalten will, zögert sie nicht lange, denn bis dahin wußte sie von diesem Onkel nichts. Paula wächst daher nicht nur über sich selbst hinaus, weil sie es wagt alleine nach
Bonn an den Rhein zu reisen, sondern auch, weil sie kurz vor ihrer Abreise auch noch erfährt, dass es noch einige Rätsel über ihren Vater gibt, den sie seit 30 Jahren tot glaubt.

"Die vergessene Burg" ist ein historischer Roman, der mich sehr gefesselt hat, weil der alles zu bieten hat, was eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre ausmacht: Geheimnisse, Liebe, Verwicklungen und ein lebendiger Schreibstil. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten und Landschaften machen neugierig. Gerade die beschriebene Rheinlandschaft von Bonn bis Rüdesheim macht Lust dorthin selbst einmal zu reisen.

Susanne Goga erzählt aus Sicht von Paula, mit ihr begeben wir uns auf Spurensuche. Die Neugier auf das, was damals, in Paulas Kindheit mit ihrem Vater geschah, ist bei dem Leser genauso groß wie bei der Protagonistin. Dadurch ist immer eine Grundspannung vorhanden. Man kann sich gut in die Figur hinein versetzen, sie wirkt authentisch und es macht Freude ihre Entwicklung mitzuerleben.
Doch nicht nur diese Entwicklung und die Spurensuche sind gut beschrieben, auch die romantische Beziehung wird gut in das Geschehen mit hinein gearbeitet. Der lebendige Erzählstil, mit den interessanten Dialogen runden das ganze ab, ebenso wie die historischen Begebenheiten und die interessanten Alltagssituationen, die mich beim Lesen in die Vergangenheit versetzt haben.
"Die vergessene Burg" hat mir interessante und fesselnde Lesestunden beschert.
Für mich war es das erste - und sicherlich nicht das letzte - Buch der Autorin.

Eine Reise zu den Schatten der Vergangenheit

Von: Rebecca K. Datum: 29. Oktober 2018

Paula Cooper führt als Gesellschafterin bei einer Cousine ihrer Mutter ein sehr zurückgezogenes Leben. Als sie aber einen Brief von ihrem Onkel Rudy aus Bonn erhält der sie um einen Besuch bittet ändert sie ihr Leben von heute auf morgen.
Voller Neugier macht sich Paula auf die Reise nach Bonn und fühlt sich sofort zu der fremden Landschaft hingezogen.
Als Paula den Fotografen Benjamin Travis kennenlernt fühlt sie sich irgendwie zu ihm hingezogen, doch sie spürt auch das ihr Onkel ihr etwas verheimlicht was wohl mit ihrem Vater zu tun hat den sie nicht kennengelernt hat.

Mich hatte bei diesem Roman zuallererst der Klappentext angesprochen und da ich schon den einen oder anderen Roman von Frau Goga gelesen habe wußte ich das Buch möchte ich unbedingt lesen.
Mir ist der Einstieg in den Roman zuerst nicht ganz leicht gefallen, aber als ich dann richtig in den Roman eingetaucht war bin ich sehr gut voran gekommen.
Obwohl es nicht viele Erzählstränge sind haben mich diese zu Beginn des Romans etwas irritiert, doch als ich die Zusammenhänge verstanden habe war dies kein Problem mehr.
Dem Handlungsverlauf an sich konnte man wirklich sehr gut folgen und auch wenn der Roman zu einer anderen Zeit spielt kann man doch alle Entscheidungen bis auf eine die im Laufe der Handlung getroffen wurden wirklich sehr gut nachvollziehen.
Auch der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt und auch wenn es ab und zu ein paar kleine Stellen gab die mir etwas zu langatmig waren wurden es nie zu langatmig oder gar langweilig was ich immer sehr begrüße.
Die Figuren des Romans empfand ich alle als sehr gut beschrieben, so dass man sie sich alle sehr gut während des Lesens vorstellen konnte.
Paula hatte es noch nie leicht in ihrem Leben und es scheint so als würde sie zum ersten Mal so angenommen wie sie ist.
Ein Teil der Handlungsorte kenne ich durch Ausflüge an den Rhein andere nur aus Zeitschriften oder dem Fernsehen aber alle waren so bildlich beschrieben, dass ich keinerlei Probleme hatte mir diese vor dem inneren Auge entstehen lassen zu können.
Alles in allem hatte ich sehr unterhaltsame Lesestunden mit dem Roman verbracht und dich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte hat der Roman mich auch vollständig überzeugen können.
Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne.

Aufdeckung dunkler Geheimnisse

Von: Leseherz Datum: 27. Oktober 2018

In einem behütetem Zuhause aufzuwachsen hat im gewissen Sinne auch so seine Vorteile. Das ist heute so, als auch im Jahre 1868. Aber manchmal verliert man dann doch den Bezug zur Realität, wie die Welt wirklich ist. So dachte sich das auch Margaret Cooper und Harriet. Paula Cooper, Tochter von Margaret weiß nichts von dem dunklem Geheimnis dieser Familie. Sie weiß nur eins: ihr Vater, William Cooper, ist tot und stehen oft am Grab. Doch Paula hat keinerlei Erinnerungen an ihn. Wie viele Kinder malen sich aus, wie der Vater oder die Mutter ausgesehen haben könnte?

Eines Tages, als Paula sich aufopfernd um ihre Cousine Harriet kümmert, erhält sie einen Brief von ihrem Onkel Rudy. Er bittet sie, da er schwer krank ist, nach Bonn zu kommen. Für Reisekosten und Unterkunft käme er auf — er wolle nur eins: seine Nichte noch einmal wieder zu sehen! Paula kommt diesem Wunsch nach und reist von London alleine an den Rhein. Mit wenigen Deutschkenntnissen gelangt sie an ihr Ziel, doch nicht nur ihr schwerkranker Onkel beschäftigt sie. Sie fragt ihn, wer und wie William Cooper war.

Paula lernt trotz allem den Rhein kennen und schließt, durch den großen und engen Bekanntenkreis ihres Onkels, schnell Kontakte, die ihr die Umgebung zeigen. Sie stößt auf einen ungehobelten Mann — Benjamin Trevor, Fotograf und eng mit dem Trevor Verlag verbunden.

In Paulas Innerem tauchen immer mehr Fragen auf und bittet ihren Onkel um Antworten. Er gab ihr die letzten Briefe seines Bruders… Benjamin unterstützt Paula in ihrem Vorhaben — doch auf sie wartet nicht nur die bittere Wahrheit über ihre Familie…



Ein toller historischer Roman! Unbedingt lesen!

Ein wunderbarer historischer Roman! Paulas schicksalshafte Reise an den Rhein war unvergleichlich schön!

Von: Gina1627 Datum: 22. Oktober 2018

Paula Cooper hat heimlich immer von einem aufregenden Leben geträumt, doch als Gesellschafterin von ihrer invaliden Tante Harriet ist sie weit davon entfernt. Sie wird ausgenutzt, unterdrückt und hat nicht viel Abwechslung in Kings Langley. Umso erfreuter ist sie, als sie von Reverend Cranston gebeten wird, für eine abendliche Veranstaltung „Das Lied der Lorely“ von Heinrich Heine vorzulesen. Schon beim Einüben erweckt es eine Sehnsucht nach dem fernen Land und dem Rhein in ihr. Als sie dann auch noch durch Zufall einen an sie adressierten Brief von Onkel Rudy aus Bonn entdeckt, entschließt sie sich dazu, ihn auf seine eindringliche Bitte hin, zu besuchen. Gegen den Willen ihrer Mutter macht sie sich 1868 auf die abenteuerliche Reise auf nach Bonn und erlebt dort eine nicht für möglich gehaltene wunderschöne und spannende Zeit. Die Begegnung mit ihrem Onkel Rudy und dem Reisefotografen Benjamin Trevor verändert ihr Leben auf eine ganz besondere Weise. Können sie ihr auch helfen, dass Rätsel um den Tod ihres vermissten Vaters zu lüften?

„Die vergessene Burg“ war für mich das erste Buch von Susanne Goga und ich war restlos begeistert von ihrer fesselnden, extrem bildlichen, poetischen, warmherzigen und unglaublich schönen Erzählweise. Sie schafft von Anfang an eine ganz besondere Atmosphäre rüberzubringen und man fühlt sich kopfkinomäßig sofort in die vergangene Zeit zurückversetzt. Ich war gefühlt in England, Bonn und der weiteren Umgebung des Rheins. Gerade weil ich schon einige ihrer Handlungsorte besucht habe, muss ich Susanne Gogas tolle, traumhafte und realitätsgenaue Beschreibung der Schauplätze hervorheben. Mit Paula zusammen von London aus auf die Reise zu gehen, ihre aufregenden Eindrücke hautnah mitzuerleben und letztendlich ihren äußerst liebenswerten Onkel Rudy kennenlernen zu dürfen, war das reinste Vergnügen. Einen besonderen Reiz in der Geschichte macht auch das Kennenlernen von Benjamin Trevor und Paula aus und später auch die spannende und schwierige Suche nach Spuren von ihrem verschollenen Vater. In Bonn erblüht Paula regelrecht und ich habe ganz oft mit einem Lächeln auf dem Gesicht ihre Geschichte gelesen, die voller Emotionen steckte.

Susanne Goga hat in ihrem Buch mit ganz viel Liebe unheimlich tolle, interessante und vielfältige Menschen erschaffen. Meine beiden Lieblingscharaktere waren Paula und Onkel Rudy, die mir im Laufe der Geschichte unglaublich ans Herz gewachsen sind. Paula ist so eine liebenswürdige, kluge, warmherzige und großzügige Frau und ich fand es wundervoll, wie selbstbewusst, mutig und weltgewandt sie in Bonn wurde. Onkel Rudy hätte ich die ganze Zeit umarmen können. So einen lebensfrohen, humorvollen, lieben und aufmerksamen Menschen hätte jeder gerne an seiner Seite und seine Beziehung zu seinem Freund August war herzerwärmend schön. Rudy und Paula verbindet nach so kurzer Zeit schon ein starkes familiäres Band, dass Paulas Mutter Margaret niemals so zu ihrer Tochter hatte. Sie kommt als verbitterte, selbstsüchtige und herzlose Frau rüber und hat mich die ganze Zeit polarisiert. Aber auch Benjamin Trevor ist ein toller Mann, der fast durch sein Stillschweigen in einer prekären Angelegenheit, seine zarte Annäherung an Paula aufs Spiel gesetzt hätte.

Zum Ende hin wurde die Geschichte noch unglaublich bewegend, berührend und mit einem wunderbaren Ausblick auf eine hoffnungsvolle Zukunft abgeschlossen.

Mein Fazit:

Susanne Goga hat mich mit “Die vergessene Burg“ außerordentlich gut unterhalten! Es ist ein wunderschönes Herzensbuch, das ich jedem Liebhaber von historischen Romanen und Familiengeschichten sehr gerne ans Herz legen möchte. Hervorzuheben ist auch noch die perfekte Buchgestaltung mit tollen bildlichen Eindrücken von Bonn und seiner Umgebung. Ich habe hier eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich auf jeden Fall noch weitere Bücher lesen werde. Verdient vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.

Auf den Spuren des verlorenen Vaters

Von: Karin Wenz-Langhans Datum: 17. Oktober 2018

1868: Durch ihre Arbeit als Gesellschafterin für die kranke Verwandte Harriet Farley führt Paula Cooper ein ziemlich zurückgezogenes Leben. Als sie einen Brief von ihrem Onkel Rudy aus Bonn erhält und dazu noch erfährt, dass das Grab ihres Vater leer ist, macht sie sich auf die Reise an den Rhein, um dort mehr über ihren Vater zu erfahren, der seit ihrer frühesten Kindheit tot ist. In Bonn lernt sie den Fotografen Benjamin Trevor kennen, der sie bei ihrer Spurensuche unterstützen möchte.

Mit diesem Buch nimmt die Autorin die Leser auf eine Reise zu den malerischen Landschaften des Rheins, so dass man danach richtig Lust bekommt, ein Schiff zu besteigen, um all die Orte zu besuchen, denen Paula bei der Suche nach Hinweisen auf ihren Vater begegnet.

Paula Cooper ist eine alleinstehende Frau Anfang Dreißig, die jahrelang von ihrer Mutter eingetrichtert bekommen hat, dass eine Frau in ihrer Position nicht viel vom Leben zu erwarten hat und froh sein kann, sich als Gesellschafterin um Cousine Harriet zu kümmern. Dabei fesselt Harriet Paula mit ihren eingebildeten Krankheiten regelrecht an sich und unterbindet damit jegliche persönliche Entfaltung der jungen Frau.

Diese Einengung von Paulas Persönlichkeit, der Brief von Onkel Rudy aus Bonn und der Erkenntnis, dass ihre Mutter sie jahrelang über das Schicksal ihres Vater im Unklaren gelassen hat, sind der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: Paula beschließt, sich alleine auf die Reise nach Bonn zu machen, um den schwer kranken Bruder ihres Vaters zu besuchen.

Rudy Cooper ist ein toller und moderner Mensch, der schnell erkennt, dass Paula in ihrem bisherigen Leben nicht viel erlebt und kennengelernt hat. Entsprechend möchte er sie und ihre Talente fördern und sie davon überzeugen, dass ihr das Leben durchaus mehr zu bieten hat.
Dabei ist es sehr schön zu beobachten, wie Paulas Selbstbewusstsein wächst und sie endlich ihre Persönlichkeit entfalten kann und bereit ist, auch Träume für die Zukunft zuzulassen. Paula ist ein ganz lieber und toleranter Mensch, außerdem ist sie eine mutige Frau, was sie selbst am meisten überrascht. Als sie den Fotografen Benjamin Trevor kennenlernt, hat sie schnell das Gefühl, endlich einen Menschen gefunden zu haben, mit dem sie sich austauschen kann.

Ein Ziel verliert Paula jedoch nicht aus den Augen, nämlich die Suchen nach Hinweisen auf den Verbleib ihres Vaters, auch wenn die Ereignisse bereits dreißig Jahre zurückliegen. Was weiß ihre Mutter darüber, sagt sie Paula die ganze Wahrheit über ihre Zeit damals am Rhein? Je mehr Paula nachforscht, umso deutlicher wird es, dass sie einem dunklen Familiengeheimnis auf der Spur ist.

Die Charaktere werden von Susanne Goga wieder liebevoll und detailliert dargestellt. Spannend war auch die widersprüchliche Darstellung von Paulas Mutter, bei der ich mir lange nicht sicher war, aus welcher Motivation sie so gehandelt hat, wie sie es getan hat. Dazu kommen die lebendigen Landschaftsbeschreibungen, die den besonderen Zauber dieser Gegend gekonnt einfangen. Was mir völlig unbekannt war, dass zu der damaligen Zeit viele Briten am Rhein gelebt haben, die des milden Klimas wegen in diese schöne Landschaft gezogen sind.

Mich konnte das Buch mit seiner Mischung aus faszinierenden Beschreibungen, interessanten Figuren und einem dunklen Familiengeheimnis, dem Paula und die Leser Schritt für Schritt auf die Spur kommen, wieder überzeugen.

Eine aufregende Reise in die Vergangenheit

Von: zauberblume Datum: 11. Oktober 2018

"Die vergessene Burg" ist der erste historische Roman, den ich von der Autorin Susanna Goga gelesen habe. Und ich bin total begeistert. Die Autorin nimmt uns auf eine spannende und aufregende Reise mit, die in England beginnt und uns an den Rhein und nach Bonn führt.

Der Inhalt: Wir befinden uns im Jahr 1868 in England. Hier lebt die Engländerin Paula Cooper als Gesellschafterin für eine kränkelnde Verwandte in einem kleinen beschaulichen Dorf. Doch eines Tages reißt sie ein Brief aus Bonn aus ihren eigentlichen langweiligen Leben. Onkel Rudy, von dem sie bisher nichts gewusst hat, bittet sie um einen Besuch. Er ist schwer krank und möchte seine Nichte gerne noch einmal sehen. Paula ist entsetzt, was hat ihre Mutter alles verschwiegen? Und warum wurde Onkel Rudy nie erwähnt? Paul quälen noch mehr Fragen, und zwar "Warum eigentlich nie über ihren schon lange verstorbenen Vater geredet wurde?" Paula hält nichts mehr in Englang. Voller Neugierde reist sie an den Rhein. Bei Onkel Rudy wird sie mit offenen Armen empfangen, lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen und beginnt ein aufregendes Leben. Doch auch ihr Onkel scheint Geheimnisse zu haben. Wird es Paul gelingen, diese zu lüften?

Ein Wahnsinnsbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht, sie hat mich gefesselt und einfach nicht mehr losgelassen. Eine berührende spannende Geschichte, die mich auch berührt hat. Noch jetzt nach Beendigung des Buches habe ich ein gewisses Gänsehautfeeling. Die Autorin hat einen herausragenden Schreibstil. Ich habe jetzt noch wunderbare Bilder von Paulas Reise nach Bonn vor meinem inneren Auge. Man fühlt sich auch sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Hier war das Erreichen mancher Ziel mit einigen Anstrengungen verbunden, doch Paula hat diese mit Bravour gemeistert. Auch die Charaktere, allen voran Paula, werden vor meinem inneren Auge lebendig. Ich sehe Paula als Gesellschafterin vor mir, sie hat sich viel gefallen lassen müssen. Und dann kommt die mutige Paula, die sich allein auf Reisen begibt, was in der damaligen Zeit ja auch nicht selbstverständlich war. Ich gibt auch so viele geschichtliche Informationen, die meine Neugieride geweckt haben.
Gab es doch damals in Bonn eine britische Kolonie, sehr interessant. Paula blüht bei Onkel Rudy völlig auf. Schön ihre Verwandlung zu beoachten. Aber auch Paulas Neugierde ist geweckt, denn Onkel verwickelt sich auch in Widersprüche. Und so begibt sich Paula auf die Suche nach ihrem Vater. Sie will endlich wissen, welches Schicksal in ereilt hat. Doch wird es ihr gelingen, dieses lang verborgene Familiengeheimnis zu lüften?

Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Ein wunderschöner Blick auf den Rhein, eine absolute Traumkulisse. Auch ich habe solche eine Rheinreise schon einmal unternommen, habe beeindruckende Burgen besucht und stand auf dem Lorelyfelsen. Beim Lesen dieser gigantischen Lektüre werden viele Erinnerungen wieder wach. Viele ich wundervoll.

Für mich ist diese beeindruckende Werk ein absolutes Lesehighlight. Man merkt einfach, dass die Autorin selbst eine Rheinreise unternommen und viele vergessene Sehenswürdigkeiten besucht hat. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

Ein interessanter History-Roman, der am schönen Rhein spielt

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum: 08. Oktober 2018

Ich lese eher weniger History-Romane und weiß gar nicht wieso. Nach diesem Buch, habe ich da wieder richtig lust drauf bekommen! Ganz interessant fand ich die Idee, dass eine Engländerin nach Deutschland reist, denn meistens ist es ja eher umgekehrt, dass solche Romane in England spielen oder Schottland etc. Doch es spielt überwiegend in Bonn.

Wir starten allerdings in England mit Paula, die ihren Vater sehr früh "verloren" hat. Das glaubt sie zumindest, aber sie hinterfragt, die Geschichte um ihres Vaters Verschwinden. Das geschah in Bonn, wo auch ihr Onkel Rudy lebt.

Ich will auch nicht zu viel spoilern, denn das Buch lohnt sich wirklich, denn es war nicht nur historisch interessant, sondern auch wirklich spannend, wie z.B. das Familiengeheimnis zu lüften.

Aber die Mutter und ihre Cousine, wo Paula arbeitet, sind echt eine Nummer für sich.

Da meine Mutter das Buch mir, sobald ich es ausgelesen hatte, direkt aus den Händen geschnappt hat, weil sie es auch lesen wollte, regen wir uns nun gemeinsam über ihre Familie auf ^^

Dieses Buch beeindruckt also auch auf einer generationsübergreifenden Ebene. Wir hatten viel Spaß es zu lesen. Jetzt überlegen wir, welches Buch wir als nächstes von der Autorin lesen.

Auf den Spuren eines Familiengeheimnisses

Von: LEXI Datum: 07. Oktober 2018

Ein Gedichtband von Heinrich Heine mit seinem „Lied der Loreley“ und ein Brief aus Deutschland bringen das ruhige, ereignislose Leben der jungen Engländerin Paula Cooper unvermittelt in Aufruhr. Paula ist seit zwölf Jahren die Gesellschafterin einer Verwandten, erduldet die vorgetäuschten Krankheiten und die emotionale Erpressung der einsamen Invalidin Harriet Farley, die Paula jegliche Freude missgönnt und ihr die Luft zu atmen nimmt. Als ihr schwer erkrankter Onkel sie kontaktiert, entspricht sie seinem Herzenswunsch und bricht zu einer Reise zu ihm nach Bonn auf, die ihre gesamte Existenz auf den Kopf stellen wird. Denn ihre Mutter Margaret hatte nicht nur tunlichst vermieden, über Paulas längst verstorbenen Vater und dessen Bruder zu sprechen, sondern auch andere Dinge verheimlicht. In Deutschland macht sie die Bekanntschaft des englischen Fotografen Benjamin Trevor, der sie bei ihrer Suche nach Hinweisen zum Verbleib ihres Vaters unterstützt. Paulas ehemals graues, tristes Leben in Harriet Farleys grauem Haus in Kings Langley, Hertfordshire, mutiert zu einem atemberaubenden Abenteuer, das ihr gesamtes Dasein in Frage stellt und ihr Leben vollständig und unwiderruflich verändert.

Die Umsetzung dieser Geschichte ist der Autorin hervorragend gelungen. Susanne Gogas Schreibstil ist äußerst einnehmend, ihre wunderschöne bildhafte Sprache erweckte in mir unvermittelt den Wunsch, dieses Abenteuer selber erleben, das leuchtende Feuer der untergehenden Sonne mit der Ruine einer Burg über dem funkelnden Rhein mit eigenen Augen betrachten zu dürfen. Die detaillierten Beschreibungen der Autorin ließen sowohl ihre überzeugenden und ausgezeichnet charakterisierten Protagonisten und Nebenfiguren, als auch die wunderschöne Landschaft am Ufer des Rheins in meinem Kopf lebendig werden. Durch die Geheimniskrämerei um Paulas spurlos verschwundenen Vater wird ein großer Spannungsfaktor ins Buch eingebracht, der sich mit dem Verlauf der Geschichte kontinuierlich erhöht und schließlich zu einem aufregenden Finale hinführt.

Mit Paula Cooper präsentiert Susanne Goga eine sympathische Protagonistin, die im Verlauf der Handlung eine große Veränderung durchläuft. Ihre ruhige, aufmerksame und warmherzige Art, ihr kluger Verstand und nicht zuletzt ihr Mut haben mich tief beeindruckt. Als männlicher Gegenpart erscheint Benjamin Trevor auf der Spielfläche, der zunächst durch seine ungehobelte Art und eine nachlässige Kleidung auffällt. Aus Paulas anfänglichen Antipathie entwickelt sich jedoch nach und nach respektvolle Anerkennung und schließlich tiefe Freundschaft, die dazu führt, dass der attraktive und gutherzige Fotograf sie bei ihren Recherchen unterstützt. Sehr gut gefallen hat mir die Tatsache, dass die Autorin stets auch die engen Familienangehörigen ihrer Protagonisten in die Geschichte einbringt und man als Leser durch deren Interaktionen und ihren Briefwechsel, der in kursiver Schrift dargestellt wird, nähere Details über die Vergangenheit erfährt. Meine favorisierte Nebenfigur war Paulas Onkel Rudolph „Rudy“ Frederick Cooper, der mir mit seiner exzentrischen und überschwänglich-herzlichen Art, seiner Großzügigkeit und seiner offen zur Schau gestellten Liebe zu seiner lange vermissten Nichte augenblicklich ans Herz gewachsen ist. Als meine persönlichen Antagonisten darf ich ganz eindeutig Paulas herzlose Mutter Margaret Cooper sowie deren Cousine Harriet Farley benennen, die Paula mehr als drei Jahrzehnte ihres Lebens stahlen, ihr jegliche Lebensfreude raubten und sie lebenslänglich emotional vernachlässigten und belogen.

Fazit: „Die vergessene Burg“ ist eine imposante Familiengeschichte, die mich vollständig in seinen Bann zog. Susanne Goga glänzt mit einem hervorragenden und zum Teil poetischen Schreibstil. Es ist ihr gelungen, mich vollends zu begeistern und mir mit dieser abenteuerlichen und spannungsgeladenen Geschichte allergrößtes Lesevergnügen zu bereiten.

(stark gekürzte Fassung)



Die Liebe zum Rhein

Von: Miss Norge Datum: 02. Oktober 2018

✿ Meine Meinung ✿
Mein erster Roman von Susanne Goga und bestimmt nicht mein Letzter. Ich bin ja meist überfordert bei zu vielen historischen Daten und Details, aber hier ist ein wunderbarer Mix gelungen. Die Autorin hat es geschafft, mich restlos zu begeistern mit ihrer malerischen Erzählweise und den Bildern vom Rhein und seiner Umgebung. Die Charaktere sind wunderbar auserzählt und Paula, die Hauptperson, hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Sie ist 32 Jahre alt und hat den Großteil ihres Lebens ihrer Tante Harriet gedient, als Gesellschafterin. Sie kam kaum aus dem kleinen englischen Dorf hinaus und weiß eigentlich nichts vom Leben und der Liebe. Doch mit einem Brief ihres Onkels Rudy aus Deutschland ändert sich alles. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt und Paula lernt zu "leben". Sie fällt alleine Entscheidungen, fügt sich nicht mehr allem und jedem, sondern wägt ab und lässt sich von der Liebe zum Fotografen Benjamin leiten. Neben diesen liebevollen Situationen muss sie sich aber auch einem dunklen Geheimnis stellen. Paula kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur, welches man seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Doch wird es Paula gelingen das Verschwinden ihres Vater zu klären? Wird ihre Liebe zu Benjamin stark genug sein und dies alles überstehen?
✿ Fazit ✿
Ein historischer Roman, der mich dazu animiert, mich vielleicht mal wieder öfter einem Buch aus diesem Genre zu widmen. "Die vergessene Burg" hat mich sehr gut unterhalten und vereint die Liebe, ein neues Leben und die Suche nach dem Vater, also alles was einen spannenden Roman für mich sehr lesenswert macht.

Unterhaltsame Reise einer jungen Engländerin

Von: Kathrin Nievelstein Datum: 01. Oktober 2018

„Du bist auch früher ohne sie (Ergänzung: Freude, Auftrieb, Sehnsucht) zurechtgekommen, sagte der Verstand. Aber auch hier widersprach das Herz: Wenn man einmal von etwas gekostet hat, mag man den Geschmack nicht mehr missen.“ (Auszug S. 34, 1. Abschnitt)

Die Engländerin Paula Cooper hat viele Jahre als Gesellschafterin ihrer kranken Tante ein zurückgezogenes Leben geführt, als ein Brief aus Deutschland ihr Leben auf den Kopf stellt. Ein ihr bislang unbekannter Onkel bittet sie, nach Bonn zu kommen... und dies ist der Beginn einer langen Reise – nicht nur aufgrund des Ortswechsels, sondern auch eine Entwicklung von einer schüchternen jungen Dame zu einer mutigen, neugierigen jungen Frau. Auf der Suche nach ihrem Ich, nach ihrer Vergangenheit begibt sie sich 1868 auf eine Reise, deren Ziel sowohl ihre Mutter als auch Tante mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Doch bald hat sie neue Begleiter an ihrer Seite, mit Hilfe derer sie nicht nur Neues und Spannendes kennenlernt, sondern auch einem langjährigen Familiengeheimnis auf die Spur kommt.

„Die vergessene Burg“ ist mein erstes Buch von der Autorin Susanne Goga. Mich hat besonders die Tatsache gereizt, dass die Geschichte in einer Gegend in Deutschland stattfindet, von der ich geglaubt habe, sie gut zu kennen... und ja, vieles konnte ich aus der Geschichte wiedererkennen. Aber dennoch hat mich die Autorin immer wieder mit Sagen und gut recherchierten Fakten überrascht und somit für mich den Roman zu einem besonderen gemacht.

Sprachlich scheint mir der Roman eher der Zeit des 19. Jahrhunderts angepasst zu sein, was aber den Inhalt lebendig macht: „Gewiss, es gab noch Hoffnung. Falls Paula eine angenehme Zeit in Bonn verbrachte...“ (Auszug S. 121, vorletzter Absatz). Es mag etwas angestaubt klingen, aber passt einfach zu der Zeit und auch dem kriminalistisch angehauchten Inhalt. Einiges ist vorhersehbar, aber so manchen Überraschungsmoment hält die Autorin parat.

Ist „Die vergessene Burg“ ein typischer Historienroman? Ich meine Nein, denn er greift viel Fortschrittliches auf und zeigt eine starke Tendenz zur „neuen Welt“ auf. Wer sich aber gerne unterhalten lässt, mit einem ordentlichen Schuß Krimi leben kann und sich für die Sagen & Mythen des „Vaters Rhein“ interessiert, dem kann ich diesen Roman ans Herz legen. Mich hat er jedenfalls bei einer gemütlichen Tasse englischen Tee, eingemummelt in eine kuschelige Decke auf der herbstlichen Terrasse sehr gut unterhalten und mitgenommen.

Malerisch, geheimnisvoll und spannend - ganz großes Kino

Von: katikatharinenhof Datum: 29. September 2018

Paula führt ein eher beschauliches Leben in England als Gesellschafterin ihrer Tante. Das wird jäh beendet, als sie einen Brief ihres Onkels aus Bonn erhält. Er bittet sie dringend um einen Besuch, da er erkrankt ist und fürchtet, nicht mehr lange zu Leben. Doch warum hat Paulas Mutter diesen Brief erst vor ihr geheim gehalten ? Was hat das alles mit dem Verschwinden ihres verstorbenen Vaters zu tun ? Paula begibt sich auf die Reise ans Rheinufer und ahnt nicht, dass dieser Ausflug der Schlüssel zum dunklen Geheimnis ihrer Familie ist....

Susanne Goga hat mit ihrem neuen Buch "Die vergessene Burg" eine wahrhaft wundervolle Liebeserklärung an den Rhein und seine Sehenswürdigkeiten geschrieben.
Der malerische Erzählstil nimmt mich sofort gefangen und führt mich auf eine wunderschöne Reise entlang der Rheinauen und ihre Städte, um dort gemeinsam mit Paula auf Spurensuche zu gehen. Dabei legt die Autorin sehr viel Herzblut in diesen Roman, der mit Einfallsreichtum und einer bildhaften Darstellung brilliert. Mit jeder Flussbiegung kommt Paula dem dunklen Geheimnis näher und es ist so wahnsinnig spannend, wie sie die vielen kleinen Erinnerungsfetzen zu einem wahrhaft gelungenen Mosaik zusammensetzt. Die Charaktere sind sehr vielschichtig angelegt, reichen von der warmherzigen Hauptprotagonistin bis hin zur kaltherzigen Mutter und einer hypochondrischen, verbissenen Tante , erfüllen den Roman mit sehr viel Leben und lassen so die Erzählung seht authentisch wirken. Es ist fast so, als würde ich Paula auf ihrer aufschlussreichen Suche begleiten, die Sehenswürdigkeiten des Rheins bestaunen und mit ihr gemeinsam schrittweise die gewonnenen Informationen zu verarbeiten und zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzusetzen. Susanne Goga vereint mit diesem Buch die malerische Landschaft des Rheins mit einer zarten Liebesgeschichte, streut ein düsteres Familiengeheimnis ein und kürt das ganze mit einer wirklich wundervollen Schlussszene...für mich ganz, ganz großes Kino.

Absolute Leseempfehlung !

Spannend und emotional

Von: diebecca Datum: 26. September 2018

In dem Buch Die vergessene Burg von Susanne Goga geht es um Paula Cooper. Sie führt ein zurückgezogenes Leben in England, doch eines Tages erhält sie einen Brief von ihrem schwer kranken Onkel, der sie um einen Besuch in Bonn bittet. Paula reist von England an den Rhein und ist fasziniert von der Landschaft. Sie entdeckt eine fremde Welt und lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen. Sie ahnt, dass ihr Onkel ihr etwas verheimlicht und die Widersprüche um den Tod ihres Vaters mehren sich. Welcher dunklen Wahrheit über ihre Familie muss Paula sich stellen?


Titel und Cover passen gut zusammen wie ich finde, beides deutet schon auf einen historischen Roman hin.

Der Schreibstil ist flüssig und der Zeit, in der das Buch spielt (1868), angemessen.

Besprochene Themen sind die Familie und das Geheimnis, das sich darum rankt, sowie die Vergangenheit.

Deutschland und England wird thematisiert, die Engländer in Deutschland. In diesem Zusammenhang auch das Reisen, vor allem zur damaligen Zeit, war es ja noch nicht so schnell wie heute.

Das Fotografieren spielt eine kleine Nebenrolle, man erfährt aber auch einiges darüber.

Über das Leben im 19. Jahrhundert erfährt man einiges, vor allem über die Rolle der Frau.

Das Thema Verliebt sein in der damaligen Zeit spielt ebenfalls eine kleine Rolle.

Das Buch ist sehr spannend, man will es gar nicht weglegen, man will das Geheimnis unbedingt gelüftet wissen. Es nimmt einen gefangen, auch emotional.

Ein rundum gelungener historischer Roman, dem es an nichts mangelt.

Dunkle Geheimnisse rund um den Rhein

Von: TemptationLady Datum: 25. September 2018

Mein zweites Buch von Susanne Goga, und wieder war ich sofort von ihrem Schreibstil gefesselt. Auch wenn er in meinen Augen recht einfach gehalten ist, wirkte der Schreibstil nicht langweilig und langatmig. Susanne Goga hat mich mit diesem Stil mitgerissen.

Sie erzählt die Geschichte der jungen Paula Cooper, die bisher recht klein gehalten wurde. Durch einen Zufall erfährt sie von einem Brief, über dessen Existenz sie niemals hätte erfahren dürfen.
Der Brief stammt aus Deutschland, von ihrem kranken Onkel Rudy, von dem sie keinerlei Erinnerungen hat, noch von dessen Existenz wusste.
Paula setzt sich gegen Harriet, aber vor allem gegen ihre Mutter durch, die beide verhindern wollen, dass sie nach Deutschland reist.
Kurz vor ihrer Abreise erfährt Paula, dass das Grab ihres Vaters eigentlich leer ist. Aber warum? Was ist wirklich mit ihrem Vater passiert?
Mit diesen Informationen begibt sich Paula auf die Reise nach Deutschland und lernt dort Rudy kennen, der aber scheinbar auch Geheimnisse hat.

Der Charakter Paula hat mir sehr gefallen, auch wenn ich manchmal daran gezweifelt habe, ob es zu der Zeit auch schon so starke Frauen gab, die sich gegen ihre Familie stellten. Auch fragte ich ich, ob es schicklich war, allein zu reisen.
Dennoch hatte Paula etwas bestimmtes an sich, dass ich weiterverfolgen wollte, wie sie an den Aufgaben wächst, was aus ihr wird, wie sie sich weiterentwickelt. Und im Laufe des Buches hat sie sich von einer grauen Maus zu einem sehr odentlichen Menschen entwickelt, der sich etwas zutraut und nicht klein beigibt.
Rudy hingegen war für mich erst ein wenig undurchsichtig. Diverse Fragen kamen auf, meint er es ehrlich mit Paula oder ist er jemand, dem man nicht trauen sollte? Ich war hin- und hergerissen und das fand ich sehr gut.

Die Geschichte, die Susanne Goga geschrieben hat, hat mich auf ein Abenteuer mitgenommen. Ein Abenteuer voller Rätsel und Spannung. Ich wollte wissen, was diverse Charaktere zu verbergen haben. Das ist der Autorin definitiv gelungen!

Mein Fazit:

Ein tolles Buch der Autorin, die mit ihrem Schreibstil, aber auch mit ihrer Geschichte überzeugt. Möchtest du mit auf eine Reise über den Rhein? Dann solltest du dir dieses Buch nicht entgehen lassen. 5 Sterne für "Die vergessene Burg" von Susanne Goga.

Mutig in ein neues Leben

Von: leseratte1310 Datum: 24. September 2018

Paula Cooper wurde von ihrer Mutter Margaret vor vielen Jahren zu deren Cousine Harriet geschickt. Seither lebt sie ziemlich zurückgezogen in dem kleinen Ort Kings Langley, Hertfordshire. Harriet ist kränklich und genießt es umsorgt zu werden. Durch einen neugierigen Postboten erfährt Paula, dass ein Brief für sie angekommen ist. Den hat Harriet in Übereinkunft mit Margaret Paula vorenthalten. So erfährt Paula, dass sie einen Onkel hat, der in Bonn lebt. Rudy ist schwer erkrankt und möchte seine Nichte noch einmal sehen. Paula macht sich auf die Reise, um ihren Onkel kennenzulernen und mehr über ihren Vater zu erfahren, denn ihre Mutter schweigt beharrlich. In Bonn lernt sie den Fotografen Benjamin Trevor kennen, der sich mit ihr auf die Suche macht, um das Geheimnis von Paulas Familie zu ergründen.
Ich liebe die Bücher von Susanne Goga und auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen.
Wir haben das Jahr 1868, als sich Paula auf die Reise macht. Reisen ist noch mit vielen Unbequemlichkeiten verbunden, aber das Reiseunternehmen Thomas Cook ist schon damals bemüht, das Reisen möglichst komfortabel zu gestalten. So kommt Paula nach Bonn, wo sich eine britische Kolonie angesiedelt hat. Sie sieht eine Landschaft, die nicht nur sie selbst fasziniert, sondern die auch ihren Vater vor vielen Jahren angezogen hat. Die Örtlichkeiten sind alle so gut beschrieben, dass man gleich Lust bekommt, auf Paulas Spuren zu wandeln. Aber auch die Menschen sind sehr gut charakterisiert.
Ich mochte Paula vom ersten Moment an. Sie hat sich hingebungsvoll um Harriet gekümmert und für sich selbst vom Leben nichts erwartet. Inzwischen ist sie 32 Jahre alt und für damalige Verhältnisse eine alte Jungfer. Da wirft ihr das Schicksal einen Ball zu und Paula greift mutig zu. Auch ihr Onkel Rudy ist ein ganz besonderer Mensch. Er ist warmherzig, großzügig und ein wenig exzentrisch. Obwohl er krank ist, will er Paula so viel bieten. Seinem langjährigen Freund Professor August Hergeth bereitet das Sorgen, denn Rudy übernimmt sich. Auch Benjamin Trevor hat mir gut gefallen, obwohl er sich erst einmal ziemlich danebenbenommen hat. Aber er unterstützt Paula sehr eifrig und immer, wenn sie in einer Sackgasse landen, tut sich doch wieder eine Tür auf. Nicht nur für Paula ist es wichtig, hinter das Geheimnis zu kommen, auch Rudy hat seinen Bruder schmerzlich vermisst und möchte wissen, was geschehen ist.
Über Paulas Mutter habe ich mich immer wieder aufgeregt. Wie kann sie ihrem Kind die Erinnerungen an den Vater vorenthalten indem sie ihn totschweigt.
Ich habe die Spurensuche durch das Rheintal sehr gerne begleitet, denn es waren ganz interessante Charaktere mit im Spiel und es war schön zu beobachten, welche Entwicklung Paula durchmacht.
Ich kann dieses wundervolle Buch nur empfehlen.

: Spannende Spurensuche im malerischen Rheintal- Atmosphärischer Schmöker, der dem Leser die Rheinromantik näher bringt

Von: Nicole Gauert (Nicole Happyendbuecher) Datum: 21. September 2018

Paula lebt bereits seit einigen Jahren bei ihrer kränkelnden Tante Harriet im fernen Hertfordshire. Paulas Mutter schickte sie einst fort aus London, was Paula innerlich sehr traf. Und nun fürchtet sie, langsam auf dem Land zu verdorren, da Harriet ihr kaum Freizeit und Raum zur Entfaltung bietet. Ein deutsches Gedicht bringt schließlich einen Stein ins Rollen. Paula fühlt sich den atmosphärischen Zeilen sehr verbunden und in ihr entsteht ein Sehnen, das sie nicht begründen kann. Als sie eines Tages erfährt, dass Harriet einen an sie gerichteten Brief unterschlagen hat, der aus dem fernen Deutschland kommt, ist Paula außer sich. Sie stellt Harriet zur Rede und verlangt den besagten Brief sofort ausgehändigt zu bekommen.

Harriet knickt ein und Paula erfährt wenig später, beim Lesen des Briefes, dass sie einen Onkel hat, der in der Rheinregion lebt und sie nun innständig darum bittet, ihn zu besuchen, da er schwer erkrankt ist und fürchtet, nicht mehr lange unter den Lebenden zu weilen. Trotz Harriets Protesten reist Paula nur wenig später ab, macht zuvor aber einen Abstecher nach London, um dort ihre Mutter zur Rede zu stellen. Diese gibt sich, wie immer, wenn es um das Schicksal des bereits früh verstorbenen Gatten geht, sehr zugeknöpft was Paula in dem gefassten Beschluss nach Deutschland zu reisen, um der Sache auf den Grund zu gehen und mehr über ihren Vater in Erfahrung zu bringen, bekräftigt.

Der unverheiratete Rudy Cooper freut sich über den Besuch seiner Nichte, ist jedoch überrascht, als er erfährt, dass Paula nur sehr wenig über ihren Vater weiß und lange Zeit glaubte, dieser wäre im fernen England beerdigt. Während er ihr mehr über seinen Bruder erzählt, reift in Paula der Wunsch, die Tage bis zu dessen Verschwinden, dreißig Jahre zuvor, zurückzuverfolgen, was ganz in Rudys Sinne ist. Die englische Gemeinde im Ort ist durchaus zahlreich zu nennen und hilft Paula bei ihren Bemühungen. Aber auch der junge Photograf Benjamin Trevor, der die Orte, die am Rhein gelegen sind, bereist um idyllische Schnappschüsse für einen Bildband zu machen, unterstützt Paula und bringt ihr Herz zum Klopfen…

Als Fan von Susanne Gogas atmosphärischen historischen Romanen, habe ich mich bereits im Vorfeld sehr gefreut auf das Erscheinen ihres aktuellen Werks „Die vergessene Burg“. Diesmal führt die Autorin ihre Leser ins wunderschöne Rheintal, lässt dank ihres sehr bildhaften Erzählstils, die am Rhein gelegenen Orte, direkt vor dem Auge ihrer Leser entstehen, was mir sehr gut gefallen hat. Viele örtliche Beschreibungen riefen in mir schöne Erinnerungen hervor, da wir selbst ebenfalls schon oft in der Rhein/Moselregion unterwegs waren. Mit Paula, hat Susanne Goga, diesmal eine etwas reifere Frau in den Fokus dieser Geschichte gestellt, denn Paula ist bereits über dreißig Jahre alt und im Begriff ein Mauerblümchen zu werden. Bis ein Wendepunkt in ihrem Leben eintritt und Paula Mut fasst, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Paula ist eine sympathische Romanheldin und auch ihren Onkel Rudy und dessen Lebensgefährten mochte ich sehr. Dass das Leben für homosexuelle Paare in der damaligen Zeit nicht einfach war, findet ebenfalls Erwähnung und man kann sich gut in die Romanfiguren hineindenken.

Für alle Romantikfans, erzählt die Autorin nebenher eine kleine Liebesgeschichte zwischen Paula und Trevor, doch ausgerechnet mit dieser hatte ich leider so meine Probleme. Paula und Trevor gehen dermaßen förmlich miteinander um, dass das gewisse Knistern zwischen ihnen praktisch nicht spürbar ist. Susanne Goga hat einen so ausgezeichneten Erzählstil, an dem nichts zu rütteln ist, doch finde ich, nach dem Lesen bereits mehrerer Bücher aus ihrer Feder, dass ihr das Schreiben von Liebesgeschichten, leider nicht so sehr liegt. Das ist für mich eigentlich auch kein Problem, da ich die historischen Romane von ihr, in erster Linie so sehr schätze, weil die Autorin in der Lage ist, so spannende Geschichten, mit ungewöhnlichen Themen zu erzählen. Möchte ich eine historische Romance lesen, greife ich dagegen zu Büchern anderen Autoren und Autorinnen. Susanne Gogas Romane haben besagte Liebesgeschichten auch gar nicht nötig, wie ich finde. „Die vergessene Burg“ hätte somit gut „ohne“ auskommen können und wäre trotzdem ein unterhaltsamer historischer Schmöker. Die ersten 200 Seiten lasen sich wie im Flug und Paulas Recherchen, um mehr über das Verschwinden ihres Vaters herauszufinden, fand ich ebenfalls spannend erzählt. Zwischenzeitlich schlichen sich allerdings leichte Längen ein, doch das „Showdown“ gegen Ende entschädigte die besagten leichten Längen wieder.

Spannende Suche nach verschwundenem Vater am Rhein im Jahr 1868

Von: Ingrid Eßer Datum: 19. September 2018

Ein breiter Fluss, ein Schloss an seinem Ufer … zunächst dachte ich bei dem Cover des Romans „Die vergessene Burg“ an eine englische Landschaft, doch die Mönchengladbacherin Susanne Goga entführte mich mit ihrer Geschichte an den wunderschönen Rhein nach Bonn. Ich begleitete die Protagonistin Paula Cooper im Jahr 1868 bei der Suche nach ihrem Vater, der seit Jahren verschwunden ist. Ihre Nachforschungen führen sie bis zur Ruine der Burg Ehrenfels unweit von Rüdesheim am Rhein. Die Innenklappen des Buchs sind liebevoll gestaltet und zeigen einige Fotos von Bonn und der Landschaft um den Drachenfels am Rhein, die die Autorin selbst aufgenommen hat.

Die 32jährige Paula lebte in den vergangenen Jahren als Gesellschafterin bei einer älteren, kränklichen Cousine ihrer Mutter in einer kleinen Ortschaft unweit Londons. Eines Tages erreicht sie ein Brief von einem ihr bisher unbekannten Onkel aus Bonn. Darin steht, dass er schwer erkrankt sei und sie bitte, ihn noch vor seinem Tod zu besuchen. Als sie das Grab ihres Vaters wieder einmal aufsucht, erfährt sie durch Zufall, dass das Grab leer ist. Paula ist nicht nur in ihrer Stellung unzufrieden, sondern durch die Ereignisse verständlicherweise auch über ihre Mutter und deren Lügen sehr verärgert, so dass sie beschließt nach Bonn zu reisen.

Ihr Onkel, der Andenkenhändler Rudy Cooper, weiß leider auch nichts Genaues über den Verbleib ihres Vaters, doch sie gewinnt sehr schnell sein Vertrauen. Daher unterstützt Rudy die Idee, ihren Vater zu suchen. Begleitet wird sie von dem englischen Fotografen Benjamin Trevor, den sie in Bonn kennen gelernt hat. Nicht nur das Verschwinden ihres Vaters ist Paula rätselhaft, sondern ihr fallen auch ein seltsames Verhalten ihres Onkels und das des Fotografen auf, die sie nicht einordnen kann. Durch ihre Hartnäckigkeit gelingt es ihr mit und mit den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Die Figur der Paula und ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Lange Zeit hat sie dem Wunsch der Mutter entsprochen, sich um deren Cousine zu kümmern und dadurch ein versorgtes Leben zu führen. Sie hat sich dabei einen gewissen gesellschaftlichen Stand erhalten, ohne von einem Ehemann abhängig zu sein. Allerdings traten ihre eigenen Interessen in den Hintergrund und sie hat verlernt, Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Der Brief ihres Onkels bringt sie zum Nachdenken über ihre Zukunft, sie beginnt sich selbst und ihre Gefühle zu hinterfragen. Während sie bisher noch nie außerhalb von England war, so fasst sie jetzt den Mut zu einer Reise bei der sie auf sich allein gestellt sein wird. Das Gelingen stärkt ihr Selbstwertgefühl. Bei ihrem Onkel wartet bereits eine neue Herausforderung. Sie ist stolz, als sie diese ebenfalls ohne große Probleme meistert. Doch auch die weiteren Charaktere zeichnet Susanne Goga abwechslungsreich und interessant durch die kleinen Geheimnisse die jeder verbirgt wie beispielsweise Paulas Onkel Rudy, dessen besten Freund, Paulas Mutter und Benjamin Trevor.

Es hat mich gefreut, dass der Roman in einer Gegend spielt, die ich auch schon mehrfach besucht habe. Die Autorin versteht es die zauberhafte Landschaft trefflich zu beschreiben. In ihren Schilderungen ist ihre eigene Liebe für die Umgebung zu spüren. Ein Gedicht von Heinrich Heine erinnerte mich an dessen Vertonung. Rund um die Berufe der handelnden Personen Rudy und Benjamin erfuhr ich mehr über Andenken und den Stand der Fotografie im Jahr 1868. Dank ihrer sehr guten Recherche und entsprechend genauer Beschreibung befand ich mich auf den Spuren der damaligen Touristen am Rhein, zu denen auch Mitglieder der Englisch Community in Bonn gehörten.

Susanne Goga schreibt leicht lesbar und unterhaltsam. Mehrere Familiengeheimnisse hat sie geschickt in die Handlung eingebunden und deckt diese in kleinen Teilen auf, so dass bis zum Schluss eine unterschwellige Spannung vorhanden ist. Das Setting hat mich angesprochen ebenso wie die Einbindung von zeitlich passenden kulturellen Elementen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und daher empfehle ich ihn gerne weiter an alle Leser historischer Romane.