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Chanel Cleeton

Nächstes Jahr in Havanna

Roman

Mein Herz gehört Havanna

Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.

Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll …

Das Buch spielt in Havanna, Kuba

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Leserstimmen

Interessante Hintergründe zur Geschichte Kubas, aber etwas melodramatische Geschichte mit eindimensionalen Charakteren

Von: schnäppchenjägerin Datum: 23. Juni 2019

Elisa ist eine der Töchter eines wohlhabenden Zuckerrohrplantagenbesitzers und gehört damit zur oberen sozialen Schicht in Kuba. Über Politik hat sich die 19-Jährige bisher kaum Gedanken gemacht, doch dann schließt sich erst ihr Bruder den Rebellen an und wenig später lernt sie Pablo, einen Freiheitskämpfer, kennen und verliebt sich in diesen. Für eine unsichere Zukunft mit Pablo, der in den Wäldern gegen das politische System Kubas unter Staatspräsident Fulgencio Batista sein Leben riskiert, müsste Elisa ihr komfortables Leben aufgeben und mit ihrer Familie brechen.

60 Jahre später ist Elisa verstorben und Marisol, ihre Enkelin, für die Elisa wie eine Mutter war, begibt sich von Florida in die Heimat ihrer Ahnen um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen: ihre Asche in dem Land zu verstreuen, das sie verlassen musste und als Exil-Kubanerin nie wieder betreten konnte. Erst dort erfährt Marisol von der großen Liebe ihrer Großmutter, die diese ihr verschwiegen hatte. Marisol verliebt sich selbst nicht nur in das Land, sondern auch in den Enkel einer Freundin von Elisa und zieht als Journalistin, die einen Artikel über Kuba schreiben möchte, das Misstrauen der Regierung auf sich.

"Nächstes Jahr in Havanna" ist der erste Band der zweiteiligen Kuba-Saga, der vom Schicksal zweier Frauen der kubanischen Familie Perez handelt und auf zwei Zeitebenen in den Jahren 1958/1959 bzw. 2017 spielt. Der Titel drückt die Sehnsucht der Exil-Kubanerinnen auf, die davon träumten, wieder in ihre Heimat Kuba zurückkehren zu können.

Beide Erzählstränge weisen Parallelen auf, denn beide junge, wohlhabende, etwas naiv wirkende Frauen verlieben sich auf Kuba in Männer, die das gegenwärtige politische System vor Ort ablehnen bzw. aktiv bekämpfen. Die Liebesgeschichten sind in die politische Lage eingebettet, die von der Autorin - selbst Nachfahrin von Exil-Kubanern - kritisch betrachtet wird.
Die Geschichte ist damit etwas einseitig und die Charaktere klischeehaft. Man spürt jedoch, dass der Roman mit Herzblut geschrieben wurde, weshalb mich die Geschichte, die in der Vergangenheit spielt, berühren konnte. Der Zwiespalt von Elisa, aber auch die Situationen ihrer Schwestern, die alle mit ihren Rollen in der gut situierten Familie nicht zu Rande kamen, sind nachvollziehbar dargestellt.

Der Roman hat allerdings seine Längen und lässt vor allem in der Gegenwart an Spannung vermissen, da die Annäherung von Marisol und Luis doch sehr vorhersehbar ist. Die schnelle Entwicklung ihrer tiefen Liebe und innigen Zukunftspläne empfand ich als wenig realistisch. Sowohl Elisa als auch Marisol sind zu flach dargestellt, so dass es schwer fällt, wirklich mit ihnen zu fühlen.

Die realen Hintergründe der Geschichte sind interessant und ich hätte durch diesen Roman gerne mehr über das Land Kuba, die politische Situationen in den vergangenen 60 Jahren und die Geschichte des Landes erfahren, allerdings beschränkt sich die Autorin in ihrer Erzählung auf die Aneinanderreihung von Floskeln. Die Ziele der verschiedenen widerstreitenden Kräfte werden nicht klar, die Entwicklung der Revolution 1958/1959 bleibt damit unverständlich und zu oberflächlich. Der Erzählstrang in der Vergangenheit endet sehr abrupt.
Die Situation in der Gegenwart empfand ich sehr abenteuerlich und zu melodramatisch. Ich hatte auf beiden Erzählebenen das Gefühl, dass mir wichtige Details zum Verständnis fehlten und die Autorin nur vage an der Oberfläche kratzt. Welche Motive Pablo und Luis haben, welche Wege sie für Demokratie und Freiheit gehen wollen, erschließt sich nicht wirklich. Die Leidenschaft der Revolutionäre ist nicht spürbar.

Auch wenn man bedenkt, dass die Autorin die sich entwickelnde Öffnung Kubas in der Gegenwart beschreiben wollte, hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die Vergangenheit gewünscht, um zumindest einem der beiden Handlungsstränge durch eine historische Recherche mehr Tiefgang zu verleihen.

Rezension zu "Nächstes Jahr in Havanna"

Von: Zsadista Datum: 20. Juni 2019

Kuba 1958. Die Zeiten sind hart und der Umschwung steht bevor. Elisa und ihre Familie werden des Landes verwiesen, nachdem Castro an die Macht gekommen ist. Viele reiche Familien müssen ohne Besitztümer das Land verlassen. Elisas Familie wandert nach Amerika aus und baut sich dort ein neues Leben auf.

Miami 2017. Marisol ist die Enkelin von Elisa und will die Asche ihrer verstorbenen Großmutter nach Kuba bringen. Elisas Wunsch war es, dass ihre Asche in Kuba verstreut werden soll.

So macht sich Marisol auf die gefährliche Reise nach Kuba. Es fängt schon damit an, dass sie die Asche durch den Zoll schmuggeln muss. Marisol ist Journalistin und will offiziell in Kuba Artikel über die Vertriebenen und ihr Schicksal schreiben.

Vor Ort stellt sie fest, dass Kuba fast in 1958 stehen geblieben ist. Viel hat sich in der Zeit nicht verändert. So geht sie auf die Suche nach geeigneten Orten für die Asche ihrer Oma.

„Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Chanel Cleeton.

Am Anfang muss ich erwähnen, dass dieser Roman keine Lektüre ist, die ich normalerweise lesen würde. Ich mag keine Familiendramas und Liebesgeschichten. Mir wurde das Buch vom Verlag geschenkt und ich gab ihm einfach eine Chance.

Der Roman wechselt immer in den Zeiten von 1958 und 2017. Abwechselnd wird entweder von Elia oder Marisol erzählt. Am Anfang jedes Kapitels wird auch gesagt, wo man sich gerade befindet. Das fand ich sehr gut, da es auch oft anders ist und man sich zuerst einmal zurechtfinden muss.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lies sich flüssig und recht schnell lesen. Mich interessierte zwar die vordergründige Geschichte um die Liebe der beiden Damen recht wenig. Dafür interessierte mich der Hintergrund der Geschichte umso mehr.

Die Autorin verstand es fantastisch mir die Welt von Kuba näher zu bringen. Die Lebensart der Menschen und wie es dort aussieht. Die Armut und doch der Stolz und die Lebensfreude der Leute. Dabei hat sie nicht einmal ausschweifende Erklärungen gegeben. Ich merkte, dass der Autorin Kuba sehr am Herzen liegt.

Von den Figuren her und der Familiengeschichte bin ich nicht ganz so begeistert. Elisa ist die typische reiche Tochter, die macht was man ihr sagt. Aber so war das halt einmal in der Zeit. Wobei sich das hier fast noch nach viel früher anhörte. Man darf sich nicht bilden, man heiratet, wen man muss und man arbeitet auf keinen Fall als Frau. Ok, ich nahm das dann so hin.

Marisol ist ebenfalls reiche Tochter und ist geschockt über die Armut im Land. Da kann man sagen, zum Glück hat die Familie einen starken Neuanfang geschafft und wurde in kürzester Zeit, ohne Grundkapital oder Besitztümer im neuen Land wieder reich und angesehen.

Naja, wie schon gesagt, normal lese ich solche Bücher nicht. Dies hier hat mich eben in der Hintergrund Story gefangen und gebannt. Die Geschichte über Kuba hat mir sehr gefallen, die Geschichte der Familie weniger. Daher vergebe ich hier gute 3 Sterne für ein wunderbares Kuba und seine Menschen.

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Eine tragische Familiengeschichte

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 19. Juni 2019


Meine Meinung zur Autorin und Buch:

Es ist mein erster Roman, von Chanel Cleeton und sie hat mich begeistert mit ihrer Familiengeschichte über Kuba. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut sie in die Geschichte gesteckt hat, den ihre Familie stammte aus Kuba, auch hat sie einen Masterabschluss in Internationaler Politik, was fier mit einfließt. Ihre Familiengeschichte wurde zur Grundlage dieses wundervollen Buches. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen , die sie sehr schön mit einander verbunden hat. Sie erzählt von dem Politischen Klima, den schwierigen Zeiten, den Entbehrungen, der großen Revolution 1958, die Flucht von Diktator Batista 1959, und der Widerstandsbewegung durch Fidel Castros, der die macht übernahm und das Land und die Menschen noch mehr ins Unglück stürzte. Von Kampf und Unzufriedenheit, wir erfahren soviel vom Leben 1958 und 2017, wo heute noch Angst herrscht, die Lebensmittel knapp und rar für die Einwohner sind. Es ist ein so interessanter Geschichtsunterricht, ich erfuhr soviel neues was ich bisher nicht bewusst war. Ihr Schreibstil ist sehr spannend und mitreißend, Ihre Figuren sehr Authentisch und real, sie gewährt uns viele tiefe Einblicke in die Seelen ihrer Protagonisten. Ich freue mich jeden falls schon auf Band 2 „ Wir träumten von Kuba“ der im Dezember erscheint.


Sehr schön erzählt sie das Schicksal von Großmutter Elisa und das ihrer Enkelin Marisol, zwei Frauen die so vieles verbindet, sie verlieben sich in die falschen Männer, Pablo und Lius sind beide Revolutionäre, die für ihr Land und dessen Freiheit kämpfen, aufmerksam machen wollen auf die Missstände, sich selbst dabei in Gefahr bringen. Ob 1958 oder 2017 Kuba befindet sich in Politischen Umwälzungen, ein falsches Wort, und man verschwindet in den berüchtigten Gefängnissen, obwohl Fidel Castro Tod ist, ist das Land nicht wirklich frei, vielleicht nur für die Touristen, aber die Kubaner sind noch tief verstrickt in das Politische geschehen. Jedenfalls war es schön mit Marisol von Miami nach Havanna zu reisen, mit ihr das Land und die Menschen kennen zu lernen. Sehr angetan haben es mir Ana, die Freundin von der verstorbenewo sie ihre letzte Ruhestätte finden soll, es war ihr Wunsch. n Elisa kennen zu lernen, und Magda das ehemalige Kindermädchen der Perez-Familie, und mit ihnen abzutauchen in deren Vergangenheit, die mehr als Abenteuerlich und Gefährlich war, zwei Freundinnen die durch dick und dünn gingen, aber auch Magda gab Elisa oft Rückendeckung. Sehr nah ging mir Elisa deren verbotene und tragische Liebe zu Pablo dem Revolutionär, der sie über die Lage ihres Landes aufmerksam macht. Aber auch Marisol ihre Enkelin, gewann ich mit der Zeit lieb, die heimlich die Asche von Großmutter Elisa nach Havanna bringt, sehr Mutig von ihr, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden soll, es war ihr großer Wunsch.

Auch Marsol verliebt sich ausgerechnet in Luis, den Enkelsohn von Ana, mit dem sie das Kuba kennen lernt, die vertrauten Plätze von Elisa . Die Gastfreundschaft die Ana ihr gewährte, fand ich sehr schön, sie nahm sie mit offenen Armen auf. Ana hat noch ein Vermächtnis ein Kästchen von Elisa , das sie bei der Flucht zurückließ, das Briefe von Pablo und einen Ring enthält. Beim Lesen und der Suche nach Pablo, stossen wir auf traurige Geschichten und einem gut verwahrten Familiengeheimnis. Es war sehr spannend auf den Spuren von Elisa mit Marisol zu wandeln. Eine Geschichte mit einem unerwarteten Ende…..


https://www.lovelybooks.de/autor/Chanel-Cleeton/N%C3%A4chstes-Jahr-in-Havanna-Roman-1810700211-w/rezension/2096833150/

Lehrreich: Nächstes Jahr in Havanna

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 18. Juni 2019

Eine Familiengeschichte, erzählt in zwei Erzählsträngen und Zeiten. In gewisser Weise lernt man beim Lesen dieses Romans ziemlich viel. Da wäre die Geschichte Kubas ab 1958 samt der damaligen Ansichten. Allerdings erzählt aus der Perspektive einer reichen kubanischen Familie. Die Mehrheit der Bevölkerung wird hier also nicht abgebildet. Und dann eine Art Rückblick aus der heutigen (2017) Sicht auf die damaligen Ereignisse erlebt durch die Enkelin, die auf den Spuren ihrer Großmutter das frühere Kuba erlebt.

Vieles wiederholt sich

Das betrifft sowohl die Erlebnisse als junges Mädchen der Großmutter im ersten als auch die ihrer Enkelin im zweiten Erzählstrang. Beide durchleben spezielle Liebesgeschichten, wenn auch mit unterschiedlichem Ausgang. Auch die Geschichte der beiden ähnelt sich. Es ist der Lauf der Geschichte selbst, dass sich vieles wiederholt, Menschen immer wieder dieselben Fehler und Erkenntnisstufen durchlaufen. Im kleinen Rahmen zeigt Cleeton dies auf. Auf den Roman bezogen, erhält man als Lesende/r so einige Längen. 

Trotz dieser Längen lohnt es sich dieses Buch zu lesen, denn man lernt viel über die Geschichte Kubas und die Mentalität der Wohlhabenden dort. Hinzu kommt ein flüssiger Schreibstil und gut herausgearbeitete Figuren. Lesenswert!

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Gelinde Datum: 11. Juni 2019

Nächstes Jahr in Havanna, von Chanel Cleeton

Cover:
Ein Eyecatcher, echt toll gemacht.

Inhalt:
Eine Geschichte die auf zwei Ebenen erzählt wird.
Es geht um die Familie Perez.
Einmal in der Vergangenheit 1959 in Kuba, aus der Sicht der 19 jährigen Elisa.
Dann im Hier und Heute als Marisol, eine Exilkubanerin, die in Maimi geboren und aufgewachsen ist, wieder nach Kuba zurückkehr, um dort den letzen Willen ihrer Großmutter Elise zu erfüllen und deren Asche, nachdem sie nun verstorben ist, in Kuba zu verstreuen.
Und genau hier in Havanna, beginnt dann für Marisol eine Liebesgeschichte, die der ihrer Großmutter gleicht, was Marisol aber nicht weiß und erst Stück für Stück ausgräbt.

Meine Meinung:
Kuba, ein Paradies in dem Böses, Böses vertrieben hat und der größte Anteil der Bevölkerung nie aus dem Leiden herauskam?

Hier in diesem Buch finde ich werden zwei Schwerpunkte gelegt.

Einmal geht es um die Liebes- (und Leidensgeschichte) zweier junger Frauen, die sich sehr gleichen und auch wiederholen (nur mit unterschiedlichem Ausgang).

Dann wird auf die Politische und gesellschaftliche Lage in diesem wunderschönen Paradies eingegangen. Es wird sehr viel „Politik“ erklärt, aber immer so, dass es zur Geschichte passt und die Handlung nicht erdrückt wird.

Das Ganze wird aus der Sicht der Perez-Familie erzählt und diese ist sehr wohlhabend. Vor dem Exil sowie auch danach!
Deshalb denke ich, auch wenn die Probleme der ganzen Bevölkerung aufgezeigt werden, dass wir nur einen kleinen Zipfel des Elends der „normalen“ Bevölkerung erleben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Personen und die Handlung sehr emotional und vor allem das Paradies wird wunderschön und bildlich beschrieben.
Am liebsten möchte man sofort einen Urlaub in Kuba buchen.

Autorin:
Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf.

Mein Fazit:
Ein Buch (mit zwei Liebesgeschichten) das mir die schlimmen Zustände in Kuba wieder ins Gedächtnis gerufen hat, das aber auch mein Fernweh nach diesem Paradies erneut geweckt hat.
Von mir 4 Sterne.

Interessante Geschichte

Von: katikatharinenhof Datum: 10. Juni 2019

Marisol mach sich auf den Weg nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorben Großmutter zu erfüllen – sie soll die Asche der Toten in das Land bringen, in dem sie einst Zuhause war.
Marisol ahnt nicht, dass sie auf der Suche nach dem richtigen Platz sich auch auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, in der die Träume ihrer Großmutter zum Scheitern verurteilt waren.
Ein junger Mann namens Luis erobert Marisols Herz in Kuba und es scheint so, als würde sich die Geschichte von damals wiederholen…

„Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein gesellschaftskritischer Roman, der die politischen Verwicklungen in Kuba zum Thema hat und diese in die Familiengeschichte der Perez und Ferrara einbindet.
Chanel Cleeton beschreibt in ihrem Buch ein Kuba der Zwänge, der Knechtschaft und der Unterdrückung, das fernab von jeglichem Touristenkitsch um seine Existenz kämpft. Sowohl im Jahr 1958 als auch im Jahr 2017 sind die Arme der Unterdrücker lang und erreichen Ausmaße, die man sich lieber nicht vorstellen möchte.
Die Geschichte um Elisa besteht aus Pomp und Protz, sowie Standesunterschieden und gibt den Einblick in den Alltag einer jungen Frau wieder, die mit viel Geld und Einfluss aufgewachsen ist, deren einziger Lebensinhalt aber darin besteht, einfach nur schön auszusehen und zu schweigen.
Erst als die Liebe in ihr Leben Einzug hält, blüht Elisa auf und sie öffnet nicht nur ihr Herz, sondern geht auch mit anderen Augen durch „ihr“ Kuba.
Als die politischen Ereignisse ihre Zukunft verändern, blutet ihr Herz und ihre Erinnerungen im Exil an ihre Heimat verblassen nie.
Die Autorin zeigt die romantisierten Bilder von Elisa sehr farbenfroh und lebendig, aber irgendwie fehlt mir manchmal das gewisse Etwas, um gänzlich in Elisas Haut schlüpfen zu können. So bleibe ich außen vor und bin nur stiller Beobachter, was sehr schade ist, denn gerade Elisas Lebensgeschichte könnte bewegender und dymamischer gestaltet sein.
Genauso ergeht es mir bei Marisol – die junge Frau durchlebt zwar eine emotionale Achterbahnfahrt, aber ihre Gefühle wirken auf mich leider nicht mitreißend. Manchmal hat man beim Lesen das Gefühl, dass Marisol selbst nicht mit sich und dem Erlebten klarkommt und sich deswegen in eine Art Kokon verschließt, der die Ereignisse nur in abgeschwächter Form an sie heranlässt. Sie wirkt wie ein Statist in ihrer eigenen Geschichte.
Wenn ich an Kuba denke, fällt mir Leidenschaft, flirrende Hitze, Erotik und starke Gefühle ein- doch von genau diesen Empfindungen fehlt es hier an allen Ecken und Enden. Die Erzählung wirkt getragen, an manchen Stellen emotionslos, obwohl der Inhalt und die damit verbundene Handlung doch genügend Zündstoff für einen Roman bietet, der einen vor Begeisterung aus dem Sessel haut.
Lediglich die letzten 150 Seiten bieten an Emotionen genau das auf, was ich mir zu Beginn des Buches erhofft habe…so kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben, da die Idee des Buches gut ist, das Potential aber an einigen Stellen nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Herzlichen Dank an Corinna Schindler und den Heyne Verlag für die kostenfreie Bereitstellung dieses Belegexemplares. Diese Tatsche hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

Verlust und Liebe so nah

Von: tinaliestvor.de Datum: 01. Juni 2019

Marisol begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Als ihre innig geliebte Großmutter stirbt, wünscht sich diese sehnlichst, dass ihre Asche den Weg nach Kuba zurückfindet.

Mit einem Rechercheauftrag für ein Reisemagazin und der Asche ihrer Großmutter begibt sich Marisol nach Havanna. Dort angekommen wird sie bei Ana, einer alten Freundin ihrer Großmutter Elisa aufgenommen. Luiz, Universitätsprofessor und Rebell der Familie Anas spielt den Reiseführer und merkt schnell, das Marisol nicht nur eine eingebildete reiche amerikanische Touristin ist.

Marisol begreift schnell, warum Elisas Herz so an Kuba hing und die Flucht nach Amerika so schmerzhaft war.

Als Elisas Vermächtnis in Form von geheimen Briefen an ihren Liebsten in die Hände von Marisol gelangen, beschließt Marisol trotz vieler Warnungen, sich auf die Suche nach der wahren Liebe ihrer geliebten Großmutter zu machen.

Mit Marisol und Elisa begibt sich der Leser auf eine innige Reise nach Kuba. Hart umkämpft, rebellisch und von viel Leid geprägt, zeigt sich diese atemberaubende Stadt als eherne Festung, für die es sich als kubanisches Volk stets zu kämpfen lohnte.

Unterdrückung, Verstaatlichung, Gewalt und Folter stehen an der Tagesordnung. Vertrauen, Liebe und Hoffnung findet man nur im Verborgenen.

Elisas Vergangenheit und das ihrer großen Familie zeigt einem die von Rebellion und Umschwüngen geplagten Insel. Flucht scheint die einzige Überlebenschance, Florida scheint so nah.

Marisol hingegen ist sich der andauernden Gefahr erst bewusst, als sie sich in Luiz verliebt und hautnah zu spüren bekommt, was Rebellion bedeutet. Mutig, voller Hoffnung und mit einem klaren Ziel vor Augen, tritt Marisol immer mehr in die Fußstapfen ihrer Großmutter und die Vergangenheit schließt sich in einem tiefen Kreis von Flucht und einer unbekannten neuen Zukunft.

Chanel Cleeton hat mit „Nächstes Jahr in Havanna“ einen wunderschönen Roman über Liebe, Vergangenheit und Rebellion geschaffen. Während man den Mut von Elisa bewundert, rebelliert man mit Luiz und lüftet mit Marisol dunkle Familiengeheimnisse. Eine Hommage an Havanna, an eine lange vergangene Zeit und an die Freundschaft.

Viele Fakten, die meinen Lesefluss gebremst haben

Von: scarlett59 Datum: 28. Mai 2019

Zum Inhalt:
Nachdem Elisa, die Großmutter und Bezugsperson von Marisol verstorben ist, macht diese sich von Miami aus auf eine Reise nach Kuba. Das Land, in dem Elisa aufgewachsen ist und von dem sie Marisol so viel erzählt hat. Marisol soll die Asche ihrer Großmutter dort verstreuen. Doch das Kuba, das sie dort vorfindet, unterscheidet sich sehr von den Erzählungen ihrer Verwandten …

Meine Meinung:

Das Buch erzählt abwechselnd die Geschichte von Elisa und ihrer Familie im Kuba der 50er Jahre sowie von Marisol in der heutigen Zeit.

Beides sind Liebesgeschichten, diese werden jedoch mit viel kubanischem Kolorit ergänzt. Auch wird viel von der Geschichte und Entwicklung Kubas erzählt, wobei auch gesellschaftspolitische Kritik nicht zu kurz kommt. Diese Fakten sind zwar recht interessant, haben meinen Lesefluss jedoch stellenweise massiv ausgebremst.

Fazit: ein interessantes Buch, das m.E. jedoch durch Beschreibung und Klappentext etwas anderes / leichteres erwarten lässt