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Robert Harris

Konklave

Roman

Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner ... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt. Ist der aufrechte Kirchenmann der neue Hoffnungsträger in Zeiten von Krieg und Terror oder ein unerbittlicher Rivale mit ganz eigenen Plänen? Die Welt wartet, dass weißer Rauch aufsteigt ...

Das Buch spielt in Rom, Italien

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Leserstimmen

Spannungsträchtiger Roman erster Güte!

Von: The Book and the Owl Datum: 30. April 2018

Ich habe das Buch VERSCHLUNGEN. Die Charaktere, das Fachwissen, die Recherche, die Storyline... Das alles wirkt so real als handele es sich hierbei um keinen Roman, sondern um ein Zeitzeugnis.


Bildlich wurden Intrigen, Machtspiele, Korruption, menschliche Fehltritte, Zufälle und der Bezug zu Gott geschildert. Wir haben hier verschiedene Ansätze der katholischen Theologie, mit der sich nicht nur die Leser auseinandersetzen müssen, sondern auch die am Konklave teilnehmenden Kardinäle.

Das Ende überzeugt mit einer unerwarteten Wendung, die eigentlich wieder zu erwarten war. Klingt nach einem Widerspruch, ist aber so.

Letzten Endes bleibt der Roman eine spannende Lektüre, die einfach pflichtgelesen werden sollte. Robert Harris ist ein wirklich herausragender Schriftsteller und hat sein Können mit "Konklave" einmal mehr unter Beweis gestellt. Einfach nur toll!

Papswahl mit unnötigem Twist

Von: Tharos Datum: 25. Februar 2018

Robert Harris ist bekannt dafür, dass er sich historische Vorbilder für eine Thriller nimmt und dann Fiktion und Wahrheit schlau vermengt. Sei es in Vaterland (ein Krimi in einem Nachkriegsdeutschland, dass als Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging), in seiner Cicero-Thrilogie, in der er das leben Ciceros als spannenden Politthriller niederschreibt oder Pompeji, welches er in den letzten Tagen von Pompeji spielen lässt, bevor der Vulkanausbruch die Stadt unter sich begräbt.

In Konklave widmet er sich der Kardinalsversammlung zur Wahl eines neuen Bischofs von Rom (und damit auch Papstes) - ein geheimnisumwittertes Prozedere, dass immer wieder für Thriller, Verschwörungstheorien und Co herhalten darf. Wer jetzt große Action erwartet, sollte Konklave aber besser gleich im Regal stehen lassen. Konklave ist, wie oftmals bei Harris, ein Thriller, der sein Hauptaugenmerk weniger auf Action sondern auf Macht, Intrigen und Verschwörungen legt.

Von guten und bösen Kardinälen
Das Tempo des Buches ist eher gemächlich. Harris beschreibt im wesentlichen das Konklave, ein trockener, ritueller Prozess, der sich seit vielen hundert Jahren wiederholt und sich an seine vorgegebenen Abläufe halten muss. Trotzdem schafft er es, das Interesse des Lesers für dieses recht trockene Thema zu wecken.

Ein großes Problem des Buches ist aber, dass es allzu vorhersehbar ist. Auch die Personen haben nicht wirklich die Tiefe, die man sich vielleicht erhofft hätte. Die Kardinäle sind teilweise doch arg schablonenhaft angelegt wurden. Es gibt gute, weniger gute, und welche, die der Vorstellung eines machtgierigen Kirchenherrscher aus dem Mittelalter recht nahe kommen. So ist im Prinzip schon extrem früh klar, worauf das ganze hinausläuft und man wartet eigentlich nur drauf, wie Harris den Roman zu diesem Ende führen wird. Leider hat er bei der Wahl des "Wendepunktereignisses" nicht wirklich eine gute Wahl getroffen. Das Ganze wirkt an dieser Stelle arg konstruiert, dem Zwang das gewünschte Ende zu finden geschuldet.

Twists die die Welt nicht braucht
Der größte Fehltritt des Buches: Der "Twist" am Ende. Ich hab keine Ahnung was Harris dort geritten hat.... Der Twist ist für das Buch vollkommen unnötig, total unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Während man bis zu dieser Stelle immer wieder denkt: "OK, das könnte jetzt schon so oder zumindest so ähnlich beim Konklave ablaufen" ist hier definitiv der Punkt zu sagen "Ja, ne, ist klar..." - für einen Harris Roman ziemlich ungewöhnlich (und störend).

Das mag jetzt teilweise doch recht negativ klingen - trotzdem war ich (bis auf die zwei angesprochenen Situationen) durchaus von Konklave gefesselt. Es passiert (für Thrillerverhältnisse) zwar erstaunlich wenig, aber Harris schafft es das Interesse des Leser für das (doch recht träge) System Papstwahl zu wecken. Selbst wenn das Ende zu erwarten ist, fragt man sich, wie der Weg dorthin aussehen wird.

Hätte Harris hier nicht das Wendeereignis und (vor allem) die Schlusspointe versaut, wäre der Eindruck wirklich sehr gut gewesen. So hat die Wertung leider ein paar Schrammen bekommen.

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Hey, das war echt nett - fast schon ein erstes Jahreshighlight!

Von: Domics Pinnwand Datum: 19. Februar 2018

Hey, das war echt nett - fast schon ein erstes Jahreshighlight! Das sind tendenziell eher 4.3 - 4.8 Sterne, also ein echt gelungenes Buch. Von Herrn Harris mag ich gerne noch mehr lesen, aber dieses Römerthema seiner anderen Bücher ist nicht so meins. Das war nicht mein erstes Buch im "Konklave"-Umfeld (gibt's da nicht auch was von Dan Brown?). Die Story wirkte auf mich gut recherchiert und in sich stimmig -spannend, ohne grausam oder zu reißerisch zu sein. Und das Ende fand ich auch nochmal eine überraschende Wendung. Vielen Dank nochmal an den Booktube-Kanal von Padilovebooks, die das Buch in ihren Jahreshighlights vorgestellt hatte!

Mein erstes Jahreshighlight!

Von: readingMarry Datum: 14. Februar 2018

Das Buch hat mich am Anfang noch etwas zweifelnd stehen gelassen, weil es mich nicht wirklich mitgerissen hat. Doch dann hat es mich gepackt und nicht mehr losgelassen! Dieses Gefühl, einfach durch die Seiten zu fliegen und das Buch unbedingt in einer Nacht zu verschlingen, hat mich schon so lange nicht mehr gepackt wie bei diesem Buch.


Die Story hat mir wahnsinnig gut gefallen. Robert Harris schafft es ein Stück Geschichte lebendig und gleichzeitig authentisch rüber zu bringen. Im Großen und Ganzen geht es um das Konklave und die dahinter steckenden Wahlkämpfe und Intrigen der Kardinäle. Man erhascht in dem Buch einfach einen fiktiven Blick hinter die Kulissen. Natürlich ist es kein echter Bericht, denn niemand weiß wirklich was während der Konklave in der Sixtinischen Kapelle vorgeht.

Ich liebe ja Geschichte im Allgemeinen und gerade deswegen hat mich dieses Buch so begeistert. Robert Harris bringt dem Leser die Traditionen des Vatikans während des Konklaves näher und auch wie z. B. die Kardinäle ihr Amt erhalten.


Mein Fazit:

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights! Deswegen bekommt das Buch von mir volle 5 Sterne. ����������