Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook

€ 19,99 [DE] | CHF 28,90 [CH] | € 20,60 [A]

€ 15,99 [DE] | CHF 19,00 [CH]

Stephen Dobyns

Ist Fat Bob schon tot?

Roman

Connor Raposo wird zufällig Zeuge eines grässlichen Unfalls: Ein Motorradfahrer ist gegen einen Laster geprallt, die Identifizierung gestaltet sich schwierig. Ist der Tote tatsächlich Robert »Fat Bob« Rossi? Und war es tatsächlich ein tragischer Unfall? Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse, Morde geschehen, Leute verschwinden, die Polizei tritt auf den Plan – und mittendrin Connor, der von einer aberwitzigen Situation in die nächste stolpert, bis ihm dämmert, dass man auch hinter ihm her ist. Mit umwerfender Situationskomik und lakonischen Dialogen jagt Stephen Dobyns seine Helden durch eine höchst raffinierte Krimigeschichte, die in einem so furiosen wie unerwarteten Showdown mündet. Ein Lesevergnügen für alle Freunde des schrägen Humors.

Das Buch spielt in New London, Connecticut, Vereinigte Staaten von Amerika

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Naja....

Von: Yanthara Datum: 04. Oktober 2017

Das Buch ist einer der seltsamsten und lustigsten Krimis, die ich seit langen gelesen hab. Die einzelnen Charakter des Buches sind so liebenswert, wie sie seltsam sind.

Die Geschichte spielt in New London und beginnt mit einem tragischen Unfall. Ein Mann namens Connor Raposo holt sich ein Paar Schuhe und geht aus dem Laden, und sieht einen Müllwagen, der plötzlich auf der Straße zu sehen ist und wie er direkt vor der Harley-Davidson "Fat Bob", die Fat Bob gehört hält. Das Bike wird dann vom LKW erfasst und Körperteile, die vermeintlich zu Fat Bob gehören, fliegen überall herum. Es ist kein schöner Anblick und auch nicht so ein guter Start für ein Buch, ok für einen Krimi schon.

Es ist ein schrecklicher Unfall - oder? Zwei Detektive namens Manny Streeter und Benny Vickstrom sind dabei den Fall zu untersuchen und die Dinge werden schnell sehr verwirrend. Connor Raposo, der Hauptzeuge, arbeitet für eine Bande von Greifern namens Bounty Inc. Sie sind in der Stadt aufgetaucht, die einen Betrug sammelt, der Spenden für verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen wie Prom Queens Anonymous, befreie Beagle von der Nikotinsucht und ähnliches sammelt. Aber das letzte was er will, ist in die Vermittlungen der Polizei verwickelt zu werden. Aber Connor wird nicht gerade vom Glück verfolgt und hat Schwierigkeiten mit wütenden Frauen, einer sexy Frau  und seinem eigenen Bruder. Es ist kein einfaches Leben für ihn und genau das macht diesen sehr unterhaltsamen Roman aus. Dadurch ist die Story aber für die ein oder andere Überraschung gut und verläuft nicht so geradlinig, wie die meisten es mögen.

Ich finden den Schreibstil teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, weil man dann doch etwas mit unnützen Infos überhäuft wird. Mir gefällt die Idee des Romans, aber der Schreibstil leider nicht so - was aber auch an der Übersetzung liegen kann. So allem in allem finde ich das Buch weder besonders gut, noch besonders schlecht.

Humor mit Katzen

Von: Justine Datum: 29. September 2017

Endlich mal wieder Literatur und nicht nur schnell geschriebene Unterhaltung. Mal wieder ein guter Beleg dafür, dass ein gutes Buch nicht immer die aller neusten Ideen braucht. Es muss nur so geschrieben sein, dass jeder es lesen will.
Ebenfalls ein ziemlicher Plus Punkt: Es gibt Überraschungen.
Nicht nur auf der Lacherseite, sondern auch was den Fall angeht.
Ist Bob jetzt tot oder nicht? Und was zur Hölle macht eigentlich die Katze auf dem Cover? Oder ist es ein Kater? Ist es vielleicht Bob? So viele Fragen, aber die Antworten werde ich Euch nicht geben. Wir wollen ja nicht spoilern.
Also von mir eine komplette Empfehlung, die mich selbst super überrascht hat.

mehr Leserstimmen anzeigen

Konnte mich trotz des grandiosen Schreibstils leider nicht vollends überzeugen

Von: Tintenwelten Datum: 23. Juni 2017

Connor wird Zeuge eines Unfalls, bei dem ein LKW und ein Motorrad aufeinander treffen. Der Motorradfahrer zieht den Kürzeren. Im Verlauf des Buches versuchen die Polizisten Manny und Vikström die Frage zu klären, wie es zu dem Unfall kam, beziehungsweise, ob es überhaupt ein Unfall war. Derweil stolpert Connor von einer aberwitzigen Situation in die nächste und merkt bald, dass er verfolgt wird.

Im Buch begegnen uns einige Charaktere, die vielseitig, unterschiedlich, skurril und interessant sind. Conner, der mit seinen Partnern ein dubioses Spendenunternehmen aufbaut. Die beiden Ermittler Manny und Vikström, die eine Hass-Liebe verbindet und die mit Situationskomik und humorvollen Dialogen aufwarten. Bei denen sich zeigt, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind, wie sie denken und sich doch ständig gegenseitig aufziehen. Es treten noch andere Personen auf den Plan: der ein oder andere Kleinkriminelle oder auch ein etwas größerer Fisch aus der Ganovenszene.

Herausragend ist der allwissende Erzähler. Er erlaubt einen Rundumblick über Ereignisse und in die Gedankenwelt der Protagonisten. Er weiß nicht alles, stellt daher auch Vermutungen an und spekuliert. Er spricht den Leser direkt an. Dadurch, dass er immer wieder Parallelen und Zusammenhänge erklärt, Personen zusammen führt, wird ein sehr spannender und lesenswerter Plot kreiert.

Einziges Manko für mich war, dass ich sehr lange für das Lesen gebraucht habe, weil das Buch doch irgendwie langatmig daher kam. Es gab einige Erzählungen und Details, die eher unwichtig waren und die Story nicht voran getrieben haben, so dass ich oft das Gefühl hatte ewig zu lesen, um dann fest zustellen, dass es grade mal zehn Seiten gewesen sind. Woran genau es lag, kann ich gar nicht fest machen. Es lag NICHT daran, dass das Buch langweilig war oder dass nichts passiert ist, denn so war es ganz und gar nicht. Es ist tatsächliche sehr viel passiert, es gab viele tolle Charaktere, hatte einen grandiosen Schreibstil. Dennoch hat es mich leider nicht vollends fesseln und flashen können. Schade!

Ein buntes Kuriositätenkabinett

Von: tinaliestvor Datum: 14. Juni 2017

Ein in Stücke gerissener Harley Davidson Fahrer beschäftigt die beiden Polizisten Manny und Vikström. Die beiden Ermittler verbindet eine deratige Hassliebe, das man auf jeder nächsten Seite darauf wartet, dass die beiden sich gegenseitig erschießen.
Verdächtige gibt es am laufenden Band auf vorbeibretternden Harleys, die alle mal dem scheinbaren Opfer gehörten. Ausgerechnet eine Gruppe von Charitybetrügern stößt mit ihrem Teilhaber Connor auf die wahre Identität des toten Motorradfahrers und löst dabei eine Lawine von irrwitzigen Zufällen, konfusen Racheakten und naja, auch den ein oder anderen Toten aus.
Während der Tote noch fleißig mit seiner Fat Bob durch die Gegend knattert, ist der Rest dieser zusammengewürfelten kuriosen Truppe damit beschäftigt, Morde zu beauftragen, Morde zu verhindern, am Telefon Spenden für die anonymen Ballköniginnen zu sammeln und den Sinn des eigenen Lebens zu ergründen.
Ein durchaus komischer Krimi, bepackt mit kuriosen Dialogen, aussergewöhnlichen Charakteren und einem durchaus liebenswürdigen Kleinganoven.

Sprachlich und inhaltlich eine Wucht!

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 29. Mai 2017

„Was ist das für ein Geschäft, auf das Connor Raposo sich eingelassen hat? Ist es legal? „Es ist ein Familienunternehmen seit vier Generationen“, sagt Didi it dem wegwerfenden Lachen eines Mannes, der das strahlende Licht seines Stolzes unter den Scheffel der Bescheidenheit stellt“.

Solche Sätze reiht Dobyns mit traumwandlerischer Sicherheit aneinander, immer mit leichter bis „fetter“ Ironie versehen, immer mit einem gnadenlosen, humorvollen und auf den Punkt kommenden Blick für die Eigenarten, Marotten, die Substanz und den Kern seiner Figuren.

Sei es, dass „Manny“, Detektive, seinen Partner „Vikström“ aus ganzer Tiefe seines Herzens verachtet und dessen „intuitive Art“ konsequent zum Scheitern bringen will (was nicht immer so war, aber dann hat er, in einem schwachen Moment seinem Partner von seinem liebsten Hobby erzählt. Seitdem ist der Wurm drin).

Sei es, dass „Fat Bob Fat Bob´s verkauft“. Beziehungsweise verkauft hat, denn „Fat Bob“ scheint aktuell ziemlich „zerstreut“ zu sein. Auf dem Asphalt der kleinen Stadt, in der oben erwähnter Connor eigentlich nur ein Paar Schuhe vom Schuster holen wollte. Als „Fat Bob“ mit seiner „Fat Bob“ ungebremst in einen Tieflader fuhr. Da sein Kopf noch nicht gefunden wurde (Connor aber sehr wohl seine Motorradkappe mit einigem But daran „gesichert“ hat (und weiter verschenkt)) ist die Identifizierung aber nicht ganz so einfach.

Wobei auch der Hergang des Unfalls Fragen aufwirft. Zumindest bei Vikströms „Bauchgefühl“, was Manny sofort auf den Plan ruft, alles an Ermittlungen in die Gänge zu setzen, was Vikström lächerlich machen könnte.

Während Connor außerhalb der Stadt in einem „Winnepago“ Wohnwagen mit einigen eigenartigen Individuen „an etwas dran ist“.

Was das ist? Ob er dazu überhaupt dazu kommt? Warum ihn die „gemachten“ Brüste einer Mitbewohnerin eher klinisch interessieren und andererseits der kurze Eindruck einer ihm fremden Frau, deren Mann er hilfreich war, nicht aus dem Sinn geht? All das sind Fragen, die im zunächst im Hintergrund mitlaufen werden, um dann, zum genau richtigen Zeitpunkt, ihre zentrale Rolle zeigen können.

Während Connor in der Zwischenzeit alle Hände voll zu tun hat, dem zunehmenden Gewirr von ermittelnden Behörden, sich merkwürdig verhaltenden Kipplastern und den Allüren seines vermeintlichen „Onkels“ Didi Herr zu werden.

Was sich erschwert durch Connors Unvermögen , mit der Wahrheit hinter dem Berg zu halten. Jede Frage aufrecht zu beantworten ist unter bestimmen Umständen (was „Geschäfte“ angeht und einen zerfetzen Biker betrifft) nicht unbedingt immer von Vorteil.

Gut aber für den Leser, dass dieser Connor nicht anders kann, den so strotzt das Buch, neben einer gehörigen Grundspannung und der lässig-legeren Sprache Dobyns, auch an manchen Stellen mit herrlicher Situationskomik. Die allerdings nie in den Slapstick abgleitet, sondern immer genau den passenden Grat der Beförderung der Geschichte einhält.

Mit Überraschungen, die auf den Leser nur zu warten scheinen, mit hartnäckigen Ermittlern, die mal nicht ein „Buddy-Team“ bilden, sondern eigene Probleme in sich tragen und mit der Notwendigkeit, auch auf Nebensätze zu achten, denn wer weiß, wo die Lösung all dessen verborgen sein könnte und welche Spuren dahinführen?

Eine anregende Lektüre mit einer ganz eigenen Atmosphäre und der „Dobyns-besonderen“ Sprache.

Ist Fat Bob schon tot?

Von: Manuela Hahn Datum: 09. Mai 2017

Inhalt: Connor wird Zeuge eines grässlichen Unfalls, dessen Opfer schwer zu identifizieren ist durch den Aufprall auf einen LKW wird einem Motorradfahrer der Kopf abgetrennt und der ist erst mal nicht zu finden. Erste Ermittlungen deuten auf Robert Rossi, genannt Fat Bob, hin. Doch bald schon stellt sich die Frage: War es wirklich ein Unfall oder Mord und ist Fat Boy schon tot?
Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, gerät Connor zwischen die Polizei und das organisierte Verbrechen.


Meine Meinung:
Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch unbedingt lesen, endlich mal einen anderen Krimi, nicht immer so todernst und doch nicht albern, humorvoll aber ohne Schenkelklopfer.
Lakonisch schien mir da passend, schräger Humor auch.
Es dauerte bis ich mich mit dem für mich ungewöhnlichen Schreibstil arrangiert hatte, der Autor lässt eine nicht vorgestellte Person erzählen. Diese beschreibt die Örtlichkeiten und Personen, führt unsere Blicke über die Landschaft hält kurz inne um unser Augenmerk auf bestimmte Personen zu richten, die nicht zwingend etwas mit der Handlung zu tun haben müssen, ihm aber interessant erscheinen oder auch nicht, vielleicht will er auch nur unseren Blick für scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten schärfen, die sich im Laufe der Handlung als wichtig entpuppen.
Leider verliert er sich teilweise, wie auch bei den Dialogen, in häufige Wiederholungen, ich gehöre doch eher zu den Menschen, die die meisten Dinge beim ersten, spätestens beim zweiten Mal begreifen, als Beispiel sei da der Zwist zwischen den beiden ermittelnden Beamten Vikström und Streeter genannt, die sich wegen einer lächerlichen, privaten Differenz absolut nicht ausstehen können, deren Dialoge und Gedanken, waren beim ersten Mal amüsant, später nur noch ermüdend, fast wäre ich versucht gewesen die eine oder andere Seite zu überblättern, doch da war ja noch der Erzähler, der gleich zu Beginn versuchte unseren Blick für die Kleinigkeiten zu schärfen, also ließ ich das mit dem Überblättern lieber bleiben und habe versucht mich nicht ablenken zu lassen.
Die Krimihandlung an sich war spannend, sie hatte alles was einen guten Krimi ausmacht, unverhoffte Wendungen, interessante, eigentlich recht clevere Ermittler und ein Ende ganz nach meinem Geschmack. Die Hauptperson Connor Raposo, wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer, so das ich ihm ein gutes Ende wünschte.Ob es wirklich gut für ihn ausging? Das müsst ihr selber lesen.
Ich muss leider ein paar Abstriche zu meiner Leseempfehlung machen,vielleicht ging bei der Übersetzung einiges von dem von mir erwarteten schrägen Humors verloren, vielleicht verstehe ich etwas anderes darunter als der Autor, ich weiß es nicht, auch das ist etwas das jeder für sich selber herausfinden muss.