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Elizabeth Fremantle

Die Rivalin der Königin

Ein Tudor-Roman

Im Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt.

Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Das Buch spielt in London, Großbritannien

Leserstimmen

Wunderschöner Tudorroman

Von: DerPandaliest Datum: 06. November 2017

Ich durfte Elizabeth Fremantles Tudor Roman „Die Rivalin der Königin“ für den C.Bertelsmann Verlag lesen und bin verzaubert.

Als großer Fan historischer Romane die im alten England spielen, vor allem wenn das englische Königshaus im Mittelpunkt steht, war es mir eine besondere Freude erneut in diese Welt voller Prunk und Pracht, Intrigen und Macht einzutauchen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

In „Die Rivalin der Königin“ lernt der Leser Penelope Devereux kennen, ein junges Mädchen das im zarten Alter von 18 Jahren eine der Hofdamen der damals herrschenden Elizabeth I. wird.
Ihr Ruf am Hofe stand zu diesem Zeitpunkt schon unter Beschuss, aufgrund ihrer Mutter, welche nicht besonders angesehen wird von der Königin. Sie steht deshalb schon von vorn herein zwischen den Fronten, zwischen der mächtigsten Frau Englands und ihrer Mutter welche ihrer Familie wieder den früheren Stand und Einfluss bescheren will und hierfür ihre Tochter benutzt.

Zwischen den Machtspielchen am Hofe muss sich die schöne, mutige und clevere Penelope behaupten. Hierbei beweist die junge Frau Besonnenheit, sie beobachtet und spielt auch gewitzt diese Spielchen mit. Sie macht sich Freund wie auch Feind am Hofe, als sie versucht sich gemeinsam mit Ihrem Bruder dem Graf von Essex beim „Spiel um den Thron“ auf die richtige Seite zu stellen, da Queen Elizabeths Thronfolge nicht festgesetzt werden kann aufgrund deren Weigerung den Ehebund einzugehen.
Auch kämpft sie gegen Ihre eigenen Dämonen in Gestalt ihres Ehemannes, den sie gezwungen wurde zu heiraten um die Stellung ihrer Familie voran zu bringen. Sie handelt einen Deal aus, zwei Söhne wird sie Ihm schenken, und er verspricht sie freizugeben.

Ich liebe die Person der Penelope, denn auch wenn die Autorin die Geschichte rund um sie mit fiktiven Elementen gespickt hat, war sie eine beeindruckende Persönlichkeit.

Der Schreibstil der Autorin ist fein und poetisch, in einer angenehmen Atmosphäre gibt sie die Beschreibungen rund um den Hof detailliert wieder, und würzt dieses wunderbare Setting mit spannenden Dramen und raffinierten Machtspielchen.

Ein wundervolles Werk das mich in frühere Zeiten katapultiert hat und einlädt zu träumen. Die Faszination welche die Tudor Dynastie in mir auslöst kann ich nicht beschreiben, aber dieser Roman sollte selbst Gegner dieser Art von Roman überzeugen können.

Als Hofdame zur Zeit 1600

Von: Jandy Datum: 06. November 2017

Klappentext

Im Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt.

Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Meinung

Ich hatte an einigen Stellen des Buches meine Probleme mich in die Geschichte ein zu finden und wusste so manches mal nicht um was es jetzt genau genommen geht. Trotz einiger Lücken, die aber dem Historischen Richtigkeit zu zu sprechen ist, finde ich die Geschichte über Penelope sehr interessant. Es war mein erster Historischer Roman und wird es unwahrscheinlich auch nicht bleiben, da ich großes Interesse an der Englischen Historik hege.

Kritik

Die vorgewiesenen Lücken im geschichtlichen Verlauf sind nach vollziehbar, da so etwas eine sehr Zeit intensive Recherche von nöten ist, wofür ich die Autorin respektiere.

Empfehlung

Ich selbst kann diesen Roman nur ein geschworene Historik-Fans und nicht Anfängern in diesem Bereich empfehlen.

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Einfach Toll! <3

Von: Annemarie Datum: 26. Oktober 2017

Fakten:

Erscheinungsdatum: 09.05.2017 (1.Auflage Bertelsmann Verlag)

Seiten: 480

ISBN: 978-3570102879

Originaltitel: Watch the Lady

Preis: 19,99 € (HC)

Meine Meinung:

Da es nunmal mein erster historischer Roman ist hab ich leider kein Vergleich zu anderen Romanen, die um die Zeit spielen, aber ich versuche meine Meinung gut rüber zu bringen. Das Buch ist ein Tudor Roman und spielt Ende des 16. Jahrhunderts, als Elisabeth I. auf dem Thron sitzt. Die Virgin Queen spielt eine wichtige Rolle in dem Buch, aber vor allem begleiten wir Penelope Devereux durch ihr Leben und was sie am Hof alles erlebt.

Penelope ist eine sehr starke selbstbewusste Frau, sie ist schön und klug und es ist ihr völlig egal was andere über sie denken. Ich fand die Frau einfach Klasse und ich konnte mit dem Charakter sehr mitfühlen. Damals waren Intrigen und Verrat am Hof an der Tagesordnung und die Frauen hatten wenig, ja gut, eher gar kein Mitspracherecht bei der Wahl des Ehegatten. Penelope erfährt eines Tages, dass sie den unsympathischen, steifen Lord Rich heiraten soll. Sie muss sich dem beugen, obwohl ihr Herz eigentlich einem anderen gehört.

Durch einen unglücklichen Zufall erfährt sie was für ein dunkles Geheimnis ihr Ehegatte hat. Sie arrangieren sich und Penelope schlägt einen Handel vor, der beiden zugute kommt. Wird sie ihre Zukunft mit ihrem Geliebten verbringen können?

Natürlich ist dieses Buch kein reiner Liebesroman! Der zweite Handlungsstrang handelt von ihrem Bruder Essex, der Liebling der Königin. Zusammen mit seiner Schwester Penelope schmieden er und seine Verbündeten Pläne über mögliche Zusammenarbeit mit dem schottischen König. Inwieweit die Intrigen sich entwickeln und wer dies zu verhindern versucht müsst ihr selber lesen. ��

Fazit:

Ich war total begeistert von dem Buch! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und das wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein, geschweige denn mein letzter historischer Roman �� Obwohl ich von vielen gehört hab, dass es eigentlich eher nichts für Anfänger in dem Genre ist, möchte ich es euch dennoch ans Herz legen.

���������� /5 Sterne



Mitreißender historischer Roman um die Tudors

Von: HEIDIZ Datum: 24. Oktober 2017

• Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
• Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1. Auflage (9. Mai 2017)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3570102874
• ISBN-13: 978-3570102879
• Originaltitel: Watch the Lady
• Größe und/oder Gewicht: 16 x 4,5 x 23,3 cm

Preis: 19,99 €

Hauptcharakter in Elizabeth Fremantles Roman ist Penelope Devereux. Sie wir als mutige Frau dargestellt, die unumwunden ihren Weg geht. Die schöne und kluge Frau lebt zur Zeit Elisabeth I. Ränkespiele bei Hofe sind an der Tagesordnung. Hier ist auch Penelope involviert. Sie wird gezwungen, den ihr unsympathischen Robert Rich zu heiraten. Allerdings schafft sie es, dass er verspricht, sie gehen zu lassen, sobald sie ihm zwei Söhne geboren hat. Philip Sidney ist ihre große Liebe.

Elizabeth Fremantle lässt die wahre Geschichte dieser Frau und ihrer Zeit sowie ihres Umfeldes lebendig werden. Es handelt sich um Band 3 der Trilogie um die Tudors. „Im Schatten der Königin“ und „Spiel der Königin“ sind die Vorgängerbände.

Leseprobe:
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Die Schauspieler – noch immer in ihren Kostümen – haben sich im ganzen Gemach verteilt. Einer ist als alter König verkleidet, mit grässlich schwarzer Augenschminke im kalkweißen Gesicht und einer schief sitzenden Krone auf dem Schädel. Ein anderer lümmelt neben ihm in einem halb aufgeschnallten Brustharnisch eines Soldaten, der von roter Farbe besudelt ist.

Das Buch ist extrem lebendig geschrieben. Es hat mich überzeugt und bestens unterhalten. Die Autorin schaffte es, mich von Beginn bis Ende in die Handlung zu involvieren und mich davonzutragen. Ich habe das Buch durchweg mit kurzweiliger Spannung gelesen. Ich fand, die Autorin hat die Charaktere sehr gut in ihrer Entwicklung während der Romanhandlung dargestellt. Man fühlt sich zu 100 Prozent in diese Zeit hineinversetzt und die lebendig authentische Schreibweise passte optimal zum Inhalt. Oft wurde die wörtliche Rede verwendet, die es dem Leser außerdem leicht macht, sich involviert zu fühlen. Ein wirklich gelungenes Finale der Tudor-Trilogie.

Ganz tolles Buch

Von: Suse Datum: 23. August 2017

m Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt.

Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Die Autorin:
Elizabeth Fremantle hat als Journalistin für Magazine wie Elle, Vogue und Vanity Fair gearbeitet. Die Rivalin der Königin ist der dritte Roman, in dem sie die Welt der Tudors zum Leben erweckt. Elizabeth Fremantle lebt in London.

Meine Meinung:
Ich habe lange keinen historischen Roman mehr gelesen und hatte einfach mal wieder Lust in eine längst vergangene Zeit zu reisen. Die Geschichte rund um die Tudor Zeit interessiert mich sehr und da ich die Autorin bereits von einem anderen Buch kenne nahm nun dieses zu Hand. Ich wurde wieder nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt schon etwas anspruchsvoller und man muss sich auf die Geschichte einlassen. Die Seiten fliegen nicht so wie bei einem lockeren Frauenroman aber hier erfahren wir ausführlich etwas von der Geschichte, den Hintergründen und das macht es so anschaulich. Ich war in der Geschichte gefangen und konnte mir alles ganz genau vorstellen. Die Geschichte ist mitreizend und spannend und hat Höhen und Tiefen. Ein Buch was man als Leser der historischen Bücher unbedingt gelesen haben sollte. Eine tolle Autorin in diesem Gengre. Und für mich sehr zu empfehlen. Es ist anschaulich beschrieben, flüssig zu lesen und sehr informativ. Immer wieder bin ich erstaunt, wie viel man doch noch aus Büchern lernen kann. Ich kann einfach nicht genug von dieser Zeit bekommen und diese Autorin schafft es die Zeit so bildhaft darzustellen das man als Leser total in die Geschichte versinkt. Ein tolles Buch und ich freue mich schon auf ihr nächstes.

Eine starke Frau

Von: Motte Enna Datum: 19. August 2017

Inhalt
Mit gerade einmal 18 Jahren kommt die junge Penelope Devereux, die Tochter des verstorbenen Grafen von Essex, an den Hof der englischen Königin Elizabeth I. Vor diesem Tag hat sie Angst, da ihre Familie nach dem Tod des Vaters bei der Königin in Ungnade gefallen ist, als die Mutter erneut geheiratet hatte. Durch ihre Schönheit und ihrer Fähigkeit, ihre eigene Meinung auf charmante Weise zu äußern, gewinnt sie aber schnell die Zuneigung der Königin und sichert sich einen ganz besonderen Platz am königlichen Hof. Es scheint, dass ihr Leben nun eine positive Wendung nehmen soll, da sie auch bereits seit Kindertagen mit dem angesehenen Dichter Philipp Sidney verlobt ist. verliebt sich nach einer Weile sogar in ihn, aber das Schicksal hat zunächst andere Pläne für Penelope.
Durch den gesellschaftlichen Fall ihrer Familie wurde die Verlobung bereits vor Jahren gelöst und Penelope wird zur Hochzeit mit dem Puritaner Lord Rich gezwungen. Dies soll aber für lange Zeit die letzte Entscheidung gewesen sein, die gegen ihren Willen für sie getroffen werden sollte. Ein paar Monate nach der Eheschließung entdeckt Penelope, dass ihr Gatte ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat und nutzt dieses für ihre Zwecke aus. Sie schließen beide einen Handel, dass Penelope ihrem Herzen folgen darf, sobald sie zwei Jungen bekommen hat, auch wenn die Ehe weiterhin bestehen soll.

In den folgenden zwanzig Jahren nutzt sie dieses Talent Geheimnisse zu entdecken und durch Geschick für ihre Zwecke zu nutzen. Ihrem Bruder, dem Graf von Essex, verhilft sie auf diesem Weg wieder zu Ruhm und Reichtum. Auch ihren anderen Geschwistern verhilft sie zu guten Positionen. Von hohem Interesse ihrer Familie steht auch die ganze Zeit die Frage nach dem Thronfolger, da die Königin selbst keinen Erben vorweisen kann. Ihr größter Widersacher findet sie da in dem königlichen Berater Robert Cecil, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt und seine eigenen Favoriten für den Nachfolger hat.
Fazit
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, sowohl der Schreibstil als auch der Aufbau der Geschichte. Wie eben schon erwähnt basiert die Story auf historischen Fakten. Da es ein Roman und kein Sachbuch ist hat Elizabeth Fremantle sich die Freiheit genommen Lücken fiktiv zu füllen. Zum Beispiel wieso Penelopes Gatte Lord Rich es geduldet hat, dass seine Frau einen Geliebten hat und mit diesem auch Kinder bekommen hat.
Elizabeth Fremantle schafft es dem Leser zu zeigen, mit welchen Tricks und Raffinesse eine Frau im 16. Jahrhundert die Politik eines ganzen Landes beeinflussen konnte ohne offensichtlich zu rebellieren oder gar Gewalt anzuwenden. Bewundernswert ist es, dass dies zu einer Zeit der Fall ist, in der Frauen keinerlei Rechte zugesprochen wurden, geschweige denn die Fähigkeit zum denken.
Penelope Devereux repräsentiert eine starke Frau, die sich durchaus ihrem Schicksal der Ehefrau und Mutter beugt, aber sich dabei selbst nicht ganz verleugnet und die persönlichen Ziele verfolgt und vorantreibt.
Minimaler Manko für mich war, dass beim Lesen die Atmosphäre der Tudorzeit nicht so gut rüber kommt wie bei anderen Büchern, die ich schon gelesen habe. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der dieses Genre mag und gerne von starken Frauen liest.

Macht, Intrigen und Verschwörungen

Von: Bücherliebe99 Datum: 02. August 2017

Penelope Devereux hat große Mühe, im Ansehen der Königin Elizabeth I. zu steigen, denn sie wächst bei ihrem Onkel auf – ihr Vater ist tot, die Mutter wurde vom Hof verbannt. Sie versucht mit allen Mitteln, sich mit der Königin gut zu stellen und dadurch an Macht zu gewinnen. Da die Königin schon alt ist und noch keinen Nachfolger bestimmt hat, versucht auch ihr Bruder Robin ihre Gunst zu gewinnen. Allerdings gilt Robin als der ärmste Graf Englands und erntet nur Spott von seinen Mitstreitern. Als Penelope schließlich als Zofe an den Hof geholt wird, steigt sie hoch in der Gunst der Königin und geht am Hofe ein und aus. Einige Jahre später hat auch Robin es geschafft, sich mit der Königin gut zu stellen und sie behandelt ihn fast wie einen Sohn. Alles wäre so, wie Penelope sich das vorgestellt hat, wäre da nur nicht Robert Cecil, der Sohn des engsten Beraters der Königin. Auch er versucht mit allen Mitteln, sich bei der Königin gut zu stellen und vor allem seinen Vater zu beeindrucken und ihn Stolz zu machen. Da Cecil die emporkommende Familie Devereux ein Dorn im Auge ist und er Robin seit dem Kindesalter nicht ausstehen kann, setzt er alles daran, die Königin gegen Robin und Penelope auf zu hetzten. Dabei befinden sich beide Parteien in ständiger Gefahr, beim Intrigen spinnen erwischt zu werden und des Hochverrats angeklagt zu werden. Wird die Familie Devereux dem stand halten können oder wird sie untergehen, bevor sie sich einen sicheren Platz neben der Königin beansprucht hat?

Die Geschichte wird sowohl aus Penelopes Sicht, als auch aus der von Robert Cecil dargestellt, was die beiden zu den Hauptcharakteren macht. Die Handlung wird über mehr als 15 Jahre erzählt, doch die beiden scheinen sich kaum zu verändern.

Penelope wird mit 19 in eine Heirat gezwungen, in der sie sich monatelang unglücklich fühlt, da sie einen anderen liebt. Durch eine außerordentliche Entdeckung kann sie ihren Ehegatten zu einer Abmachung überzeugen, die ihr mehr oder weniger die Freiheit schenkt. Penelope ist sehr an Politik interessiert und hat auch viele Freunde am Hofe der Königin, den sie nach ihrer Heirat verlassen muss. Sie und Robin bauen über die Jahre ein Netzwerk an Freunden und Verbündeten an, dem kaum eine Nachricht entrinnen kann. Trotzdem können sie niemandem trauen. Penelope geht am Hofe der Königin ein und aus und wird von ihr wie eine gute Freundin behandelt. Sie allerdings hat keine vergleichbare Meinung von Elizabeth, da diese ihre Mutter vom Hofe verbannt hat und dafür gesorgt hat, dass diese ein unangenehmes Leben vor sich hat. Dies ist eine Tatsache, die Penelope sich nicht aus dem Kopf schlagen kann. Auch die Aussage, dass die Königin ihren Vater getötet hat, indem sie ihn in einen schlecht finanzierten und geplanten Krieg geschickt hat, bei dem ihm nichts anderes übrig blieb als das Leben zu lassen. Dies lastet schwer auf Penelope und Robin, die zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters schon alt genug waren, um alles mitzukriegen. Also versucht Penelope mit viel Wissen und damit auch Macht ihre Stellung am Hofe zu bewahren, koste es was es wolle.

Robert Cecil ist ein hässlicher Mann. Deswegen fühlt er sich von Robin Devereux auch so angegriffen, da diesem in seinem Aussehen nichts nachsteht. In seinen Augen fliegt Robin alles zu, was er möchte, nur er muss hart für seinen Willen arbeiten. Er steht hoch in der Gunst der Königin, da sein Vater, Burghley, seit Jahren einer ihrer engsten Berater ist. Er hat Macht und Einfluss und ein beträchtliches Netzwerk an Spionen, die ihm alles zuflüstern, was im Königreich vor sich geht und wer mit wem Briefverkehr führt und wer nicht. Ihm entgeht quasi nichts. Als dann aber seine Spione nicht mehr zu 100% zuverlässig sind und scheinbar seine Gunst bei der Königin zu fallen scheint, beginnt er damit, einen Plan für den Fall der Familie Devereux zu schmieden, der mehr Zeit in Anspruch nimmt, als er je ahnen konnte.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein unglaublich gut recherchierter historischer Roman mit kaum Längen, den man sehr flüssig lesen kann. London und umgebung sind wirkliche eindrucksvoll beschrieben, man kann sich die einzelnen Schauplätze wirklich sehr gut vorstellen. Mit den verschiedenen Namen, also dass Robin Devereux auch der Lord Essex ist, hatte ich keine Probleme, ich lese häufig Bücher, in denen soetwas auch vorkommt. Ich kann allerdings verstehen, wenn es den ein oder anderen Leser verwirren sollte. Allerdings konnte mich das Ende leider nicht sehr überzeugen.

Meine Bewertung: 7/10

Intrigen, Liebe und Verrat einer außergewöhnlichen Frau,Eine außergewöhnliche Frau hält Aufstieg und Fall ihrer Familie in den Händen...

Von: Corisbuchwelt Datum: 01. August 2017

Dieser Roman basiert auf dem Leben einer außergewöhnlichen Frau, die während der Regentschaft von Königin Elisabeth I durch Intrigen und Ränkeschmieden versucht, den gesellschaftlichen Platz ihrer Familie zu sichern. Die Hauptfigur, Penelope Devereux, hat tatsächlich gelebt und einige Spuren in der Geschichte Englands hinterlassen, die durch die Autorin nunmehr aufgegriffen wurden. Der Charakter und die einzelnen Begegnungen im Roman selbst entstammen jedoch der Fantasie der Autorin, die dunklen Geheimnisse der Gräfinnen und Grafen sind daher (möglicherweise) Fiktion - und doch so treffend charakterisiert, dass man fast meinen könnte, die Autorin habe im 16. Jahrhundert tatsächlich hinter verschlossene Türen geblickt....

Mit zarten 18 Jahren wird Penelope eine der Hofdamen von Königin Elisabeth. Bewaffnet mit großem Charme und außergewöhnlicher Schönheit gewinnt sie die Gunst der Königin - doch sie weiß, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Ihre eigene Mutter hat das Vertrauen der Monarchin unlängst verloren, da sie sich ohne deren Einverständnis vermählte. Schon ein einziges Wort bei Hofe kann reichen, um mit dem Vorwurf des Verrates und den schrecklichen Strafen konfrontiert zu werden.

Auch Penelope muss lernen, dass eine junge Frau im Jahre 1581 kein Mitspracherecht hat, was ihre Zukunft angeht. Doch ein gebrochenes Herz und ein missbilligender Ehemann verändern die Schönheit auf eine unerwartete Weise. Sie begreift, dass sie nicht so machtlos ist, wie sie dachte und beginnt bald, Allianzen zu schmieden und Intrigen zu spinnen.

Mit der Gunst der Königin im Rücken bringt sie die Familie Devereux an die Spitze der Gesellschaft und sorgt dafür, dass ihr Bruder Robert der Liebling ihrer Majestät wird. Doch währen die Jahre vergehen und die ungesicherte Thronfolge England in Angst versetzt, muss auch Penelope erkennen, dass sie nicht jede Schlacht gewinnen kann. Sie und ihr Bruder werden in ein gefährliches Spiel verstrickt, das den gesellschaftlichen Absturz der Familie und sogar ihre Hinrichtung zur Folge haben könnte...

Elizabeth Fremantle schreibt den Roman aus der Erzählperspektive und folgt hierbei nicht nur den Erlebnissen von Penelope sondern auch denen ihres größten Widersachers bei Hofe: Robert Cecil. Dieser versucht seinem Vater nachzufolgen und Staatssekretär der Königin zu werden. Dabei sind ihm die Ambitionen der Familie Devereux und besonders Graf Robert Essex, Penelopes vergötterter Bruder, mehr als einmal ein Dorn im Auge. Cecil hat ein Netzwerk aus Spionen, welches das der Devereux sogar zu übertreffen vermag und liefert sich einen harten Kampf um die Gunst der Königin und hofft, die Familie Devereux ein für alle Mal vom Hof zu entfernen.

Die wechselnden Charaktere geben Einblick in die verschiedensten Vorgänge bei Hofe und die gezielte Entwicklung von Intrigen und Gerüchten. Das Verhalten der Mitglieder des Hofstaates und wie schnell auch nur ein in die falschen Hände geratener Brief oder ein Gerücht Opfer fordern können, wird klar thematisiert und schafft eine Atmosphäre der Anspannung der Unsicherheit, die Penelope ihr ganzes Leben begleitet.

Die imposante Königin wird älter und ihre Nachfolge ist nicht gesichert - die heimliche Korrespondenz mit potentiellen Thronfolgern und vor allem auch die Versuche, die Königin zu beeinflussen, werden gerade in Cecils Kapiteln stark thematisiert. Durch den Einblick in die Gedanken von Penelope und Cecil kann sich der Leser einen sehr guten Einblick in die Welt bei Hofe und die Normen der Gesellschaft zu dieser Zeit machen. Auch die Angst vor einem Krieg und der unsicheren Zukunft, die nicht nur bei Hofe sondern auch bei der einfachen Bevölkerung umgeht, finden spielend Platz im Roman und verschmelzen simpel mit der Haupthandlung, ohne den Fokus von der beeindruckenden Durchsetzungsfähigkeit und dem Intellekt Penelopes oder dem gerissenen Vorgehen Cecils zu nehmen.

Mehrfach werden im Roman auch die Dichtkunst von Shakespeare und dem Penelope vollkommen verfallenen Sir Philip Sidney gewürdigt. Dabei fließen die Texte mit Leichtigkeit in den Stil des Romans hinein, denn die wiedergegebenen Unterhaltungen wirken durch die verwendeten Ausdrücke sehr zeitgemäß. Dennoch muss man sich nicht auf seitenweise Ausschweifungen voller blumiger Satzbauten gefasst machen, die Autorin achtet hier durchaus darauf, einen fließenden Schreibstil beizubehalten und die Unterhaltungen so kurz wie die Beschreibungen lebendig zu halten.

Punktabzug gibt es von meiner Seite jedoch dafür, dass beim Lesen gerade bis zu den letzten Kapiteln nicht übermäßig viel Spannung aufgebaut wurde. Das liegt nicht an den Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln (eine Notwendigkeit, wenn ein Roman ein aufregendes Leben widerspiegeln soll) sondern an der Erzählung an sich. Trotz Kapiteln aus der Perspektive der beiden Figuren wird stets ein gewisser Abstand gewahrt, welcher bei anderen Unterhaltungsromanen nicht gegeben ist. Die Handlungen und Gefühle von Penelope und Cecil werden zwar beschrieben, für mich ist jedoch nicht richtig "der Funke übergesprungen". Womöglich hätte ich die Entwicklungen als spannender empfunden, wenn die Autorin noch mehr auf die Charaktere eingegangen wäre.

Dennoch war es sehr interessant, in die Welt am Hofe von Königin Elisabeth I einzutauchen und ich kann das Buch durchaus empfehlen, wenn man Interesse an Adel, Intrigen und geschichtlichen Ereignissen hat. Der Roman ist ein Gesamtpaket, das Wissen über die Ereignisse von 1581 bis 1603 und zudem Respekt für eine ungewöhnliche und bewundernswerte Frau vermittelt. ,Dieser Roman basiert auf dem Leben einer außergewöhnlichen Frau, die während der Regentschaft von Königin Elisabeth I durch Intrigen und Ränkeschmieden versucht, den gesellschaftlichen Platz ihrer Familie zu sichern. Die Hauptfigur, Penelope Devereux, hat tatsächlich gelebt und einige Spuren in der Geschichte Englands hinterlassen, die durch die Autorin nunmehr aufgegriffen wurden. Der Charakter und die einzelnen Begegnungen im Roman selbst entstammen jedoch der Fantasie der Autorin, die dunklen Geheimnisse der Gräfinnen und Grafen sind daher (möglicherweise) Fiktion - und doch so treffend charakterisiert, dass man fast meinen könnte, die Autorin habe im 16. Jahrhundert tatsächlich hinter verschlossene Türen geblickt....

Mit zarten 18 Jahren wird Penelope eine der Hofdamen von Königin Elisabeth. Bewaffnet mit großem Charme und außergewöhnlicher Schönheit gewinnt sie die Gunst der Königin - doch sie weiß, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Ihre eigene Mutter hat das Vertrauen der Monarchin unlängst verloren, da sie sich ohne deren Einverständnis vermählte. Schon ein einziges Wort bei Hofe kann reichen, um mit dem Vorwurf des Verrates und den schrecklichen Strafen konfrontiert zu werden.

Auch Penelope muss lernen, dass eine junge Frau im Jahre 1581 kein Mitspracherecht hat, was ihre Zukunft angeht. Doch ein gebrochenes Herz und ein missbilligender Ehemann verändern die Schönheit auf eine unerwartete Weise. Sie begreift, dass sie nicht so machtlos ist, wie sie dachte und beginnt bald, Allianzen zu schmieden und Intrigen zu spinnen.

Mit der Gunst der Königin im Rücken bringt sie die Familie Devereux an die Spitze der Gesellschaft und sorgt dafür, dass ihr Bruder Robert der Liebling ihrer Majestät wird. Doch währen die Jahre vergehen und die ungesicherte Thronfolge England in Angst versetzt, muss auch Penelope erkennen, dass sie nicht jede Schlacht gewinnen kann. Sie und ihr Bruder werden in ein gefährliches Spiel verstrickt, das den gesellschaftlichen Absturz der Familie und sogar ihre Hinrichtung zur Folge haben könnte...

Elizabeth Fremantle schreibt den Roman aus der Erzählperspektive und folgt hierbei nicht nur den Erlebnissen von Penelope sondern auch denen ihres größten Widersachers bei Hofe: Robert Cecil. Dieser versucht seinem Vater nachzufolgen und Staatssekretär der Königin zu werden. Dabei sind ihm die Ambitionen der Familie Devereux und besonders Graf Robert Essex, Penelopes vergötterter Bruder, mehr als einmal ein Dorn im Auge. Cecil hat ein Netzwerk aus Spionen, welches das der Devereux sogar zu übertreffen vermag und liefert sich einen harten Kampf um die Gunst der Königin und hofft, die Familie Devereux ein für alle Mal vom Hof zu entfernen.

Die wechselnden Charaktere geben Einblick in die verschiedensten Vorgänge bei Hofe und die gezielte Entwicklung von Intrigen und Gerüchten. Das Verhalten der Mitglieder des Hofstaates und wie schnell auch nur ein in die falschen Hände geratener Brief oder ein Gerücht Opfer fordern können, wird klar thematisiert und schafft eine Atmosphäre der Anspannung der Unsicherheit, die Penelope ihr ganzes Leben begleitet.

Die imposante Königin wird älter und ihre Nachfolge ist nicht gesichert - die heimliche Korrespondenz mit potentiellen Thronfolgern und vor allem auch die Versuche, die Königin zu beeinflussen, werden gerade in Cecils Kapiteln stark thematisiert. Durch den Einblick in die Gedanken von Penelope und Cecil kann sich der Leser einen sehr guten Einblick in die Welt bei Hofe und die Normen der Gesellschaft zu dieser Zeit machen. Auch die Angst vor einem Krieg und der unsicheren Zukunft, die nicht nur bei Hofe sondern auch bei der einfachen Bevölkerung umgeht, finden spielend Platz im Roman und verschmelzen simpel mit der Haupthandlung, ohne den Fokus von der beeindruckenden Durchsetzungsfähigkeit und dem Intellekt Penelopes oder dem gerissenen Vorgehen Cecils zu nehmen.

Mehrfach werden im Roman auch die Dichtkunst von Shakespeare und dem Penelope vollkommen verfallenen Sir Philip Sidney gewürdigt. Dabei fließen die Texte mit Leichtigkeit in den Stil des Romans hinein, denn die wiedergegebenen Unterhaltungen wirken durch die verwendeten Ausdrücke sehr zeitgemäß. Dennoch muss man sich nicht auf seitenweise Ausschweifungen voller blumiger Satzbauten gefasst machen, die Autorin achtet hier durchaus darauf, einen fließenden Schreibstil beizubehalten und die Unterhaltungen so kurz wie die Beschreibungen lebendig zu halten.

Punktabzug gibt es von meiner Seite jedoch dafür, dass beim Lesen gerade bis zu den letzten Kapiteln nicht übermäßig viel Spannung aufgebaut wurde. Das liegt nicht an den Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln (eine Notwendigkeit, wenn ein Roman ein aufregendes Leben widerspiegeln soll) sondern an der Erzählung an sich. Trotz Kapiteln aus der Perspektive der beiden Figuren wird stets ein gewisser Abstand gewahrt, welcher bei anderen Unterhaltungsromanen nicht gegeben ist. Die Handlungen und Gefühle von Penelope und Cecil werden zwar beschrieben, für mich ist jedoch nicht richtig "der Funke übergesprungen". Womöglich hätte ich die Entwicklungen als spannender empfunden, wenn die Autorin noch mehr auf die Charaktere eingegangen wäre.

Dennoch war es sehr interessant, in die Welt am Hofe von Königin Elisabeth I einzutauchen und ich kann das Buch durchaus empfehlen, wenn man Interesse an Adel, Intrigen und geschichtlichen Ereignissen hat. Der Roman ist ein Gesamtpaket, das Wissen über die Ereignisse von 1581 bis 1603 und zudem Respekt für eine ungewöhnliche und bewundernswerte Frau vermittelt.

Lesenswert

Von: EvaMaria Datum: 01. August 2017

Das ist mittlerweile der dritte Tudor – Roman der Autorin und in diesem hier präsentiert sie uns Penelope, die am Hof von Elizabeth I. lebt. Penelope ist eine sehr gebildete, intelligente junge Frau, die sich vor der Königin behaupten muss.
Persönlich fand ich die Geschichte um Penelope sehr spannend und interessant. Man bekommt als Leser sehr viele Eindrücke vom Hof und der dortigen Lebensweise. Besonders begeistert haben mich die Abschnitte über Elizabeth, denn ich fand die Erzählweise der Autorin sehr interessant. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass uns hier die Autorin neue Eindrücke präsentiert.
Aber auch der Rest über Penelope und wie sie sich damals versucht hat durchzusetzten und wie sie ihr Leben gelebt hat, hat mich fasziniert, denn die Autorin hat alles sehr genau und detailliert beschrieben. Manches Mal hatte ich das Gefühl, dass es vielleicht einen Ticken zu viel des Guten ist.
Die Schreibweise hat mir allerdings im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich finde die Kulisse, die aufgebaut wurde sehr gelungen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Handlung wird uns aus der Sicht von Penelope erzählt. Die Zeitsprünge in der Geschichte haben mich leider manchmal durcheinander gebracht. Ansonsten empfand ich das Buch als sehr verständlich geschrieben.
Penelope hat mir als Hauptcharakter sehr gut gefallen. Auf mich wirkte sie sehr sympathisch und ich fand ihre Einstellung und Lebensweise für die damalige Zeit sehr beeindruckend.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es passt wunderbar zur Geschichte.
Fazit:
4 von 5 Sterne. Für Tudor Fans definitiv ein Muss.

Spannend und lebensnah beschrieben

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 10. Juli 2017

Penelope Devereux ist nicht nur schön, sie ist auch hochintelligent und durchschaut die Machenschaften am Hofe Elizabeths I. sehr schnell. Mit 18 Jahren wird sie Hofdame bei Elizabeth und schnell wird sie in die Verwicklungen hineingezogen, die sich um die starrsinnige Königin ranken. Da Elizabeth sich weigert zu heiraten, bleibt die Thronfolge Zeit ihres Lebens ungeklärt und im Hintergrund werden zahlreiche Koalitionen geschmiedet, die den einen oder anderen königlichen Zweig nach ihrem Tod auf den Thron bringen sollen. Penelope und ihr Bruder, der Graf von Essex, versuchen sich in diesem Spiel auf die richtige Seite zu stellen und müssen sich dabei mit mächtigen Gegenspielern auseinandersetzen.
Elizabeth Freemantle hat mit „Die Rivalin der Königin“ einen umfangreichen und geradezu opulenten historischen Roman abgeliefert, der einen direkt an den Hof von Elizabeth I. transportiert. Die Beschreibungen sind so detailliert und lebensnah, dass sich beim Lesen sofort Bilder im Kopf einstellen und man Penelopes Geschichte fast wie in einem Kinofilm erlebt. Die Figuren sind dabei sehr abwechslungsreich beschrieben, es gibt nicht nur Gut und Böse, alle bewegen sich in einem Schattenreich aus Grautönen um ihr eigenes Überleben zu sichern und die Position ihrer Familien zu stärken. Das führt zu Intrigen und Streitereien, die nicht selten im Tower und auf dem Schafott enden können, wenn man bei der Königin in Ungnade fällt. Penelope beherrscht dieses Spiel sehr schnell annähernd perfekt und treibt so ihre Gegner in den Wahnsinn, ganz im Gegensatz zu ihrem emotionalen Bruder, der die Familie mit seinen Leidenschaften fast in den Untergang treibt.
„Die Rivalin der Königin“ von Elizabeth Freemantle ist ein großartiger historischer Roman, der sehr schöne Einblicke in das Leben am Hofe von Elizabeth I. gibt und historische Tatsachen mit einer spannenden Story verbindet. Dieser Roman fesselt einen als Leser von der ersten Seite an und lässt einen nicht wieder los.

Angenehm und interessant!

Von: Tiefseezeilen Datum: 29. Juni 2017

Dieser Roman gehört zu den Büchern, die ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Zuerst war es schwer zu sagen an was es lag, denn es ist nicht überaus spannend und es gibt langatmige Stellen, aber es ist der ruhige Schreibstil der es mir angetan hat.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1589 und wir begleiten die junge und hübsche Penelope Devereux auf ihrem Weg. Als Hofdame ist sie, nicht immer ganz freiwillig, bei den Intrigen und Ränkespielen am Hofe von Elizabeth I. dabei und versucht ihr Leben noch so gut wie möglich selbst zu bestimmen. Als mutige Frau mit einem starken Willen gerät sie oftmals in schwierige Situationen und auch ihr Herz muss immer wieder leiden.

Ausführlich und in gewandter Sprache erzählt die Autorin Penelopes Lebensweg und schafft eine angenehme, ruhige Atmosphäre mit vielen kleineren Höhepunkten, die mich dazu gebracht hatten es fast in einen Zug zu lesen. Außerdem schafft sie es ganz interessante Einblicke in die Charaktere zu zeigen, insbesondere von Elizabeth I. sehen wir verschiedene Seiten.
Auf der anderen Seite gibt es langatmige Stellen, die einen seufzen lassen, aber die Intrigen und Dramen haben es gut ausgeglichen.

Die Protagonistin Penelope Devereux ist ein überaus interessanter Charakter, denn noch bevor sie an den Hof kommt wird sie verfolgt von Klatsch und Tratsch, weil ihre Mutter einst die Gunst der Königin verloren hat. So steht sie schnell zwischen zwei Parteien und versucht nicht die Fehler ihrer Mutter zu wiederholen. Aber ob das sie glücklich macht?
Neben ihr verfolgt die Autorin auch andere Charaktere und die Handlung wird somit aus mehreren Sichten beleuchtet, was mich immer wieder gepackt hat, aber dazu möchte ich nicht mehr verraten!

Ein sehr angenehmer historischer Tudor-Roman, den ich Fans von dem Jahrhundert ans Herz lege. Mit gewandter Sprache und packenden Momenten konnte mich Elizabeth Fremantle überzeugen und ich bin mir sicher, dass noch weitere Bücher von der Autorin bei mir einziehen werden.

Ein Vipernnest

Von: Schneeflocke2013 Datum: 19. Juni 2017

Autor: Elizabeth Fremantle
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3-370-10287-9
Erschienen: Mai 2017
Preis: 19,90 €
Seiten: 478


Zitat: Aber Zorn ist eine großartige Kraft, und eines Tages wird sie vielleicht daraus schöpfen wollen. [S.251, Z.1 f]


Inhalt:
Penelope Rich wird als junge Frau verheiratet. Allerdings nicht an den, der ihr versprochen war. Robert Rich wird ihr Mann und es dauert eine Weile bis sie erfährt, warum der Vollzug der Ehe so lange gedauert hat. Nach einer Vereinbarung mit ihrem Mann entwickelt sie sich zu einer politischen Größe, die sich im Hintergrund hält. Loyal zu ihrem Bruder steht, die Liebe kennenlernt und es schafft sich immer wieder aus der Schlinge zu ziehen.

Meine Meinung:
Und wieder bin ich eingenommen von einer interessanten Persönlichkeit. Elizabeth Fremantle schafft es durch ihre Quellen Fakten und künstlerische Freiheit unter einen Hut zu bringen.
Robert Essex, ist mir - als Tudorfan und Kenner der Zeit - natürlich ein Begriff, doch seine Schwester war für mich eine Person im Hintergrund. da liege ich nicht ganz falsch mit. Denn die junge Frau versucht ihren Bruder aus dem Hintergrund zu lenken, damit er keine Fehler macht. Das ist natürlich nicht so einfach und für sie jedes Mal eine Nervensache.
Die Geschichte ist leicht, flüssig und für mich sehr nachvollziehbar geschrieben. Da ich mich unter den Namen auskenne und bei den meisten weiß wer mit wem über wie viel Ecken verwandt ist hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen.
Für Neulinge in dem Bereich wird es etwas komplizierter sein.
Den ein Teil ist schon auf die Verwandtschaft bei Hofe bezogen um möglichst viele Vorteile zu erhaschen. Schließlich muss jeder irgendwo bleiben und sich hervorbringen.
Beim Lesen ging mir ein paar Mal durch den Kopf, dass Penelope einen hervorragenden Politiker abgegeben hätte. Wenn sie keine Frau wäre.

Mit dem Schreiben des Buches aus zwei Perspektiven, Penelope Rich und Robert Cecil, gibt es gleichzeitig zwei Seiten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerdings sind die beiden Personen nicht so anders wie sie glauben wollen.
Beide wollen nicht untergehen in den Intrigen, Spielen und Gefahren bei Hof. Der ein verlogener Ort ist. Wo man niemanden trauen kann, außer vielleicht der eigenen Familie. Selbst wenn es Vorwürfe hagelt.

Penelope ist eine junge, sehr schöne, kluge und politisch engagierte Frau. Sie weiß was sie möchte, schafft es daran zu gelangen und muss trotzdem auf vieles verzichten was sie gerne hätte. Bei Allem was sie macht ist sie sorgfältig in ihrer Wortwahl und versucht nie zu zeigen was sie denkt.
Robert Rich ist ein Mann mit viel Einfluss, Geld und einem sehr dunklen Geheimnis was ihn den Kopf kosten kann. Ohne was zu sagen nimmt er die Dinge wie sie kommen. Akzeptiert das auch in seinem Haushalt nicht alles mit rechten Dingen zu geht.
Lettice Knolly ist eine interessante, verbitterte aber auch besorgte Frau und Mutter. Verbannt vom Hof, weil sie Robert von Leicester geheiratet hat, lebt sie zurück gezogen auf dem Land. Sie muss ertragen wie die Königin ihr alles wichtige nimmt: Mann und die Kinder. Aus dem Grund hasst sie Elisabeth I., schweigt aber die ganze Zeit. An den Hof geladen wurde sie nie wieder.
Dorothy, Penelopes jüngere Schwester, ist genau so schön wie diese denkt aber anders. Sie lässt sich nicht in das übliche Vorgehen einspannen und heiratet nach dem Herzen. Was sie ihre Stellung bei Hof kostet. Erst später wird sie wieder an den Hof aufgenommen.
Robert Essex - der älteste Bruder Penelopes und Lettice ältester Sohn - ist ein junger, von sich selbst überzeugter, arroganter, selbstverliebter aber auch ängstlicher Mensch. Er glaubt als Elisabeths Favorit kann ihm nichts und niemand etwas antun. In meinen Augen eine sehr dumme Einstellung. Und gefährlich noch dazu.
Robert Cecil ist vom Herzen Politiker. Nicht sehr gut aussehend, dafür mit einem scharfen Verstand gezeichnet und sehr darauf bedacht die Königin nicht zu verärgern und gleichzeitig Robert Essex zu Fall zu bringen. Was diesem Favoriten angeht ist er wirklich von Hass zerfressen. Keine sehr angenehme Mischung, da er auf sehr schmalen Graden wandert.
Robert Leicester, Elisabeths Favorit, ist Penelopes Stiefvater und schuld daran, dass ihre Mutter nicht mehr an den Hof kann. Zu dem Zeitpunkt nicht mehr so jung, aber immer noch charmant, geistreich, gutaussehend, mit Kalkül gesegnet und äußerst erpicht darauf seine Stiefkinder gut zu verheiraten. denn das bringt ihm weiteren Einfluss.
Elisabeth I. Eine Frau auf dem englischen Thron. Unverheiratet, klug, sehr gebildet, Kinderlos, politisch sehr zurückhaltend und auf Frieden aus. Auf der anderen Seite machtbewusst, eifersüchtig, kalt, berechnend und jeden Tag darauf bedacht es könnte ihr letzter sein.
Sie versucht selbstverständlich auch keine Fehler zu machen, denn die wären für ihr Volk garantiert und je nachdem auch tödlich.
Es ist schwer alles zu verstehen was sie tut. Doch hinterfragen darf es niemand.

Auch die ganzen anderen Charakter des Buches haben ihre wichtigen Rollen. Manche mehr, manche weniger.
Frances Warringham, Sidney, Burghley (Cecils Vater), Charles Bount, die Bandon Brüder, Christopher Bount, Knolly (ein Onkel), Raigah, George und viel mehr.

Ich muss sagen wen ich am wenigsten mochte war Robert Essex. Auch wenn mir ein Teil von dem was ihm passierte leid tat bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden. einiges was er getan hat war so unnötig und dumm, dass ich den Kopf nur geschüttelt habe.
Blut muss wirklich dicker als Wasser sein, da Penelope immer zu ihm stand.

Durch die ganzen Details und Beschreibungen habe ich mich sehr schnell wieder an dem Tudorhof versetzt gefühlt. Innerhalb von drei Seiten war ich gefangen in der Geschichte.
Mein Lesehighlight für den Mai.

Ein Roman, der erst etwas Anlaufzeit brauchte, um mich von sich zu überzeugen

Von: Anna Datum: 19. Juni 2017

Inhalt

Penelope Devereux wird mit 18 Jahren an den Hof der alternden Königin Elizabeth I. gerufen. Zwischen Machtspielen, unbarmherziger Rivalität und mörderischen Intrigen versucht sie zurecht zu kommen. Als Penelope in eine Ehe gezwungen wird beschließt die junge Frau sich nicht weiter bevormunden zu lassen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Mit ihrem Charme und ihrer Intelligenz schmiedet sie Allianzen, um ihre Familie vor jeglichen Intrigen zu beschützen. Doch ihr größter Widersacher Robert Cecil, ist einer der wichtigsten Berater der Königin und bald spitzt sich die Lage zu, denn die Königin altert und sie hat noch keinen Thronfolger bestimmt.

Ein historischer Roman der zunächst etwas Anlauf brauchte, um mich doch noch zu überzeugen.

Als ich bei C. Bertelsmann gesehen habe, dass Elizabeth Fremantle einen neuen Tudor Roman herausgebracht hat wollte ich das Buch unbedingt lesen. Ihr Roman „Im Schatten der Königin“ hat mir bereits sehr gut gefallen und das erste Buch der Autorin steht auch noch in meinem Regal. Ich habe „Die Rivalin der Königin“ direkt beim Bloggerportal von Randomhouse angefragt und das Buch freundlicherweise zugeschickt bekommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Der Einstieg in das Buch ist mir jedoch recht schwer gefallen. Die Geschichte der Familie Devereux ist mir nicht bekannt gewesen. Ich hatte zwar von dem Tudor Blut in der Familie, durch die Mutter, gewusst, aber das war es auch schon. Die genauen Familienverhältnisse, die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder und die Vorgänge am Hof der bereits älteren Königin Elizabeth I. sind mir recht unbekannt gewesen. Da ich aber bereits sehr viele Tudor Romane gelesen habe und mich auch darüber hinaus recht gut damit auskenne hat es nicht sehr lange gedauert, bis ich mich auch zu dieser Zeit zurecht gefunden habe. Trotzdem musste ich ab und an das Internet nach einigen Begebenheiten und Familienverhältnissen befragen. Elizabeth Fremantle setzt einiges an Wissen voraus und es hat mir tatsächlich sehr geholfen das vorangegangene Buch von ihr gelesen zu haben, obwohl die Bücher eigentlich unabhängig voneinander sind. Ein klein wenig war ich dann schon enttäuscht und habe schon damit gerechnet, dass es eher schwieriger wird mich in diesem Buch zurecht zu finden, doch dann, nach knapp 200 Seiten, hat es plötzlich klick gemacht. Ich weiß nicht recht was passiert ist, aber plötzlich bin ich in der Geschichte angekommen.

„Dum Spiro, Spero. – Solange ich atme, hoffe ich.“ (S. 192)

Am Anfang habe ich nur schwer Zugang zu Penelope gefunden. Sie war so jung, unerfahren und naiv. Ich konnte in ihr niemanden erkennen, der sich am Hof behaupten kann. Dann ändert sich das Blatt jedoch und Penelope wird langsam aber sicher erwachsen. Sie erkennt wo ihre Stärken liegen und arbeitet so für ihre Familie. Sie möchte sich nicht mehr herumschubsen lassen, sie will kämpfen. Nicht wie die Männer, sondern im Hintergrund. Ihre Schönheit hilft ihr natürlich dabei sich in dieser Welt durchzusetzen und Penelope weiß, dass sie der Königin schmeicheln muss, um in ihrer Gunst zu steigen. Es ist ein Drahtseilakt für sie, denn die Interessen der Königin sind nicht immer die Interessen der Devereux.
Penelope möchte unbedingt, dass die Königin einen Thronfolger benennt, doch die Königin selbst möchte nicht daran denken, dass ihr Ende womöglich naht und weigert sich. Trotzdem setzt Penelope sich für Kontakte ein, damit ihre Familie nach dem Tod der Königin auf der sicheren Seite steht. Was die Politik angeht ist sie sehr bedacht und achtet auf jede Feinheit. Es ist ihr wichtig, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt und dieser Drahtseilakt scheint ihr zu gelingen.
Ihr Privatleben hingegen ist alles andere als harmonisch und glücklich. Ihre Ehe ist nur zweckmäßig und von Anfang an völlig lieblos. Bis Penelope etwas herausfindet und damit alles ändert. Sie lässt sich nicht mehr bevormunden und trifft eigene, unabhängige Entscheidungen. Sie scheint damit auch mehr als einen Schritt zu weit zu gehen, doch es schadet ihrem Ansehen nicht. Viele bewundern sie für das, was sie sagt, tut und bewegt. Und diese Bewunderung hat auch auf mich abgefärbt. Penelope ist eine so starke und selbstbewusste Frau, der es völlig gleichgültig scheint, was andere von ihr denken. Und für ihre Zeit, ist sie schon sehr viel weiter. Sie hat erkannt, dass Frauen nicht völlig Spielzeuge von Männern sein müssen, denn sie können ihren Verstand ebenso gut nutzen wie Männer Stahl. Ihre Art zu denken, ihre Entschlossenheit und ihr Mut haben mich sehr beeindruckt.

„Niemals wieder würde sie ihr Schicksal allein Gott überlassen.“ (S. 161)

Doch nicht nur Penelope ist in diesem Buch zu Wort gekommen, sondern auch ihr größter Widersacher Robert Cecil. Die beiden sind im selben Alter und doch grundverschieden. Cecil ist körperlich entstellt, wird von der Königin als Zwerg beschimpft und scheint nichts und niemandem gerecht werden zu können. Er ist ein überaus intelligenter Mann, der schon früh mit Intrigen und Machtspielchen in Berührung gekommen ist. Trotzdem leidet er an seinem Aussehen und hat aus diesem Grund nur wenig Selbstvertrauen. Sein Vater ist ihm eine große Stütze und von ihm lernt er alles, was er wissen muss, um am Hof der Königin bestehen zu können.
Penelope ist für ihn auf der einen Seite ein absoluter Dorn im Auge und auf der anderen hegt er ein unglaubliches Verlangen nach ihr und ihrer Schönheit. Er kann seine Gefühle ihr gegenüber nicht kontrollieren und verfängt sich immer wieder in ihrem Charme. Sie verwirrt ihn, denn ihre Miene ist nur schwer zu ergründen. Auch wenn er eigentlich Penelopes schärfster Gegner ist habe ich ihn gemocht. Er hat auf ganz andere Weise bei den Spielchen des Hofes teilgenommen und, ebenso wie Penelope, versucht seine Familie auf der Siegerseite zu halten. Auch er hat versucht sich selbst aus der Sacher herauszuhalten, um sich zu schützen und trotzdem seine Interessen zu vertreten und es ist ihm, ebenso wie seiner Gegnerin, meisterhaft gelungen.

Die Ränke der Familien am Hof der Königin zu verfolgen hat mir nach der Hälfte des Buches großen Spaß gemacht. Gegen Ende hat sich die Lage rasant zugespitzt und das Buch ist richtig spannend geworden. Wie ich bei meinen Recherchen, und im Nachwort der Autorin, später herausgefunden habe, hat sich Fremantle sehr genau an die historischen Begebenheiten gehalten und das habe ich besonders an diesem Buch geschätzt. Natürlich ist es immer noch ein Roman, trotzdem hat sie alle belegten Fakten mit eingearbeitet und lediglich die Leerstellen mit ihren möglichen Lösungen gefüllt. Es gibt noch einige mehr Möglichkeiten, sie hat sich jedoch für etwas entscheiden müssen und mir hat jede dieser Entscheidungen sehr gefallen. Sie hat die Charaktere unwahrscheinlich lebendig dargestellt und die Welt, in der sie gelebt haben toll beschrieben.
Fazit

Auch dieser Tudor-Roman aus der Feder von Elizabeth Fremantle hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch wenn es Anlaufschwierigkeiten gegeben hat, bin ich doch wieder in diesem Buch aufgegangen und habe mich erneut wohl am königlichen Hof gefühlt. Für Anfänger in diesem Genre ist das Buch jedoch wirklich nichts, denn sehr viele Fakten rund um die Herkunft Königin Elizabeths I. werden vorrausgesetzt. Wer noch nie etwas über die Tudor Zeit gelesen hat, sollte nicht mit diesem Buch den ersten Versuch starten. Für alle, die bereits einiges darüber gelesen haben, kann ich das Buch sehr empfehlen.

Packend

Von: Thebookpassion Datum: 12. Juni 2017

Penelope Devereux ist einer der auserwählten Hofdamen der Königin. Als Hofdame befindet sie sich im Zentrum der Macht. Eine absolute Verlockung für die junge Frau, denn sie ist nicht nur schön und mutig, sondern auch intelligent und gerissen. Penelope verfolgt daher nicht nur gespannt die Intrigen um Macht und Geld, sondern beteiligt sich an der ein oder anderen Intrige.


Vor einiger Zeit habe ich den Roman „Im Schatten der Königin“ von Elizabeth Fremantle gelesen und war absolut begeistert und so wollte ich auch unbedingt ihr neuestes Werk lesen. Ich finde die Zeit in der die Familie Tudor ihre Blütezeit erlebte einfach sehr faszinierend und freue mich immer, wenn ich auf Romane oder Serien über eben diese Familie stoße.
Zusammen mit der Protagonistin Penelope taucht man in eine längst vergangene Zeit ein. Erlebt gefährliche Intrigen und Machtspielchen. Aber auch Gefühle und Liebe kommen bei dem Roman nicht zu kurz. Die Protagonistin führt ein aufregendes und gefährliches Leben. Sie steht zum einen zwischen den Stühlen, denn sowohl die Königin als auch ihre eigene Mutter stellen andauernd Ansprüche an sie, das Prekäre ist, dass die Königin Penelopes Mutter absolut verabscheut und ist es für Penelope eine gefährliche Gratwanderung zwischen beiden Frauen. Zum anderen verfolgt sie jedoch auch eigene Ziele und möchte eigentlich einfach nur ihr Leben selbst bestimmen. Sie ist beriet zu Handeln und ihre Familie weiter nach vorn zu bringen, sodass sie nicht nur von Bewunderern umgebenen ist, sondern auch von Feinden. Sie ist ihrer Zeit deutlich voraus und hadert deswegen das ein oder andere Mal mit ihrem Leben.

Elizabeth Fremantle schildert das Leben der Protagonistin Penelope recht ausschweifend und geht dadurch auf viele Details ein. Ich hatte dadurch einfach das Gefühl, dass ich die Protagonistin und ihr Leben wirklich kennen lerne und alles wirkte auf mich sehr authentisch und realistisch. Durch die genauen Beschreibungen erlangt man so zudem einen grandiosen Einblick in die Unruhen, die das Land heimsuchen. England wird von seinen Feinden stärker denn je bedroht aber auch religiöse Unruhen belasten das Land.

Insgesamt konnte mich die Autorin auch mit ihrem neusten Todur Roman überzeugen. Eine tolle Protagonistin, die Versucht ihren eigenen Weg zu finden und sich nicht nur als Spielball benutzen lassen will. Die Sprache und Wortwahl als auch die Beschreibungen des Lebens der unterschiedlichen Figuren wirkten auf mich sehr realistisch und nicht aufgesetzt oder flach.

Beeindruckende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau

Von: Janine Z Datum: 26. Mai 2017

Eine sehr beeindruckende Geschichte über eine junge Frau, die sich vor der mächtigsten Frau behaupten muss, ohne dabei den 'Kopf' zu verlieren, aber an Grenzen stößt, die sie fast aus der Bahn geworfen hätten.

Elizabeth Fremantle erzählt in ihrem (dritten) Tudors-Roman über Penelope Devereux, die mit 18 Jahren zur Hofdame von Queen Elizabeth I wird und später einen Mann heiraten soll, für den die Ehe nichts weiter als eine Gegebenheit ist und andere Interessen im Kopf hat, aber natürlich männliche Nachkommen haben will.

Für Penelope beginnt nicht nur ein Kampf um ihr Herz, sondern auch einer, der sie mit vielen Menschen vereinen könnte - aber gleichzeitig auch entzweien lässt.

Dabei ist die Erzähl weise sehr ausführlich - an manchen Stellen zu ausschweifend - und tiefgründig. Als Leser lernt man eine vollkommen andere Seite der Königin kennen und man beginnt sich zu fragen, ob die Eifersucht und ihre Angst um ihren Thron, ihr Herz hat zu Eis werden lassen oder ob es nur an die Sichtweise liegt, die man beim Lesen erfährt.
William Shakespeare Zitate kommen vor, was ich überaus gelungen finde und andere lyrische und poetische Ergüsse der damaligen Zeit darf man während des Lesens erleben.
Diese Geschichte hat mich sehr berührt un ich bin wirklich dankbar, sie gelesen zu haben. Als Tudors Fan versuche ich mein Wissen bestmöglich zu ergänzen, erweitern und natürlich vervollständigen, obgleich viel Fiktion ist, so entspricht vieles der Realität.

Manchmal war mir Penelope etwas anstrengend, doch für das, was sie alles erleben und aufgeben muss, kann ich in diesem Fall auch ein Auge zu drücken. Sie ist sehr beeindruckend und ich denke, ich werde nicht alleine mit meiner Meinung stehen.

Ob ich die anderen Tudors-Romane lesen würde?

Ich bin mir ziemlich sicher.

Elizabeth Fremantle schreibt, als käme sie direkt aus dem 16. Jahrhundert und inspiriert mit ihrer Gabe zu ungewöhnlichen Beschreibungen.

Mein erster Roman dieser Autorin hat mich wirklich überzeugt.

:-)

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