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Antonin Varenne

Äquator

Roman

Dieb und Brandstifter in Nebraska, Deserteur im amerikanischen Bürgerkrieg, Mörder in Nevada: Pete Ferguson ist ein Mann auf der Flucht. Er ist auf der Suche nach dem Äquator, dem Ort, wo sich angeblich alles ins Gegenteil verkehrt, die Träume wahr werden und er von seinen Dämonen befreit wird. Wird er dieses verheißungsvolle Land finden? In Äquator schildert Antonin Varenne virtuos Pete Fergusons Weg von den großen Weiten des amerikanischen Westens über Guatemala bis in die dichten Urwälder Brasiliens. Mit dieser atemberaubenden und zutiefst ergreifenden Odyssee bestätigt der Autor seinen Ruf als Erneuerer des großen Abenteuerromans mit den erzählerischen Mitteln des 21. Jahrhunderts.

Das Buch spielt in Nebraska, USA

Leserstimmen

Weites Land

Von: wal.li Datum: 05. Mai 2018

Pete Ferguson, der Deserteur, ist ein Suchender. Seinen kleinen Bruder hat er vor dem amerikanischen Bürgerkrieg gerettet. Er hat mit seinem Vater gestritten, der die Brüder nicht gut behandelte. Er hat einen Mann um gebracht. Ferguson reist unter falschem Namen. Er geht auf Bison-Jagd, schon in dem Wissen, dass es bald keine Bisons mehr geben wird. Er zieht Richtung Mexico, wo er bei wandernden Komantscheros unterkommt. Diese bezahlen ihn für die Teilnahme an einer Revolution in Guatemala, eine Revolution, die er im letzten Moment verhindert. Und langsam kommt Pete Ferguson seinem Ziel näher, dem Äquator.

Am Äquator sei alles besser, hat man ihm erzählt. Dort müsse man sich Steine in die Tasche stecken, um die Verbindung zur Erde nicht zu verlieren, die Flüsse flössen anders herum. Auf dem Weg zum gelobten Äquator lernt Pete Menschen kennen, die ihm helfen, denen er zuhört, bei denen er etwas lernt. Doch er trifft auch solche, die ihm Übles wollen, ihm nach dem Leben trachten. Pete weiß sich zu wehren, immer wieder schafft er es Gefahren zu entrinnen. Manchmal allerdings wird es wirklich knapp. Und sein Ziel scheint lange nicht wirklich näher zu rücken.

Was ist überhaupt das Ziel? Offensichtlich konnte man im Jahr 1871 noch Menschen begegnen, die glauben, dass auf der anderen Erdhalbkugel alles auf dem Kopf steht, die es als großes Abenteuer sehen, sich selbst auf den Kopf zu stellen. Vielleicht ist ja gerade das das Ziel, sich selbst auf den Kopf stellen, sein raues Wesen in ein umgänglicheres zu wandeln, seine Angst und Wut in eine Kraft zu kanalisieren, die es ermöglicht, eine gute Beziehung einzugehen. Vielleicht muss man den Äquator nicht einmal erreichen, um sich zu läutern, um in sich zu gehen. Seine Gedanken niederzuschreiben, seine Ansichten auszutauschen. Pete Ferguson ist eine Persönlichkeit, der man sich langsam nähert, die aber in dieser Langsamkeit eine ungewöhnliche Anziehungskraft entwickelt. Für Pete gibt es irgendwann ein Vorwärts, dass ihn zu einer ganzen Person werden lässt.

Antonin Varenne versteht es ausgesprochen gut, mit ungewöhnlichen Geschichten zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen.

Der endgültige Ritt in die Freiheit?

Von: tinaliestvor Datum: 29. April 2018

Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums andere Mal.

In Nebraska verflucht er die neuen Siedler und findet Anschluss an einen Bisonjägertrupp um auch hier erneut für seine Überzeugung einstehen zu müssen. Sein erbitterter Gerechtigkeitssinn macht ihn erneut zum Mörder und treibt ihn weiter in den Süden, gejagt von den Weißen, gehasst von den Indianern, bis nach Guatemala.

Als Spielball eines Schriftstellers und dessen Versuch, dieses geschundene Land zu retten, trifft er auf eine Verbündete. Maria, die Xinca-Indio-Frau, die zu gleichen Teilen wie Pete den Hass in sich trägt, schließt sich ihm an. Mit einer verwunschenen Vorstellung treten die beiden gemeinsam Petes letzte Reise an. Dem Ziel, die Mitte von Petes Tätowierung, am Äquator angekommen, scheint die Flucht aber auch das Leben ein Ende gefunden zu haben.

Antonin Varenne hat mit Pete Ferguson einen Mann der Gerechtigkeit erschaffen, der in der heutigen Zeit nur schwer zu finden ist.

Mit unstillbarem Hass, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Barmherzigkeit schließt man Pete und auch Maria in sein Herz und hofft inständig, dass Beide ihre Erlösung finden werden, auch wenn man den Verlauf der „wahren“ Geschichte kennt.

Mit wunderbaren Sätzen wie „mein Herz gehört zur Hälfte ihm. Jeder zweite Schlag habe er für ihn aufgespart“ und „Es ist schwer, ihn Schönheit zu Sterben“ fliegt man mit Pete und seinem Mustang Reunion über die Prärie hinweg in die endgültige Freiheit.

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Ein düsterer und bemerkenswerter Abenteuerroman!

Von: Magische Bücherwelt Datum: 25. März 2018

Meinung

Ausgewählt habe ich dieses Buch, da sich die Geschichte rund um Pete Ferguson, seinem inneren Kampf und seinen Dämonen sehr interessant und spannend angehört hat. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Das Cover finde ich wunderschön und düster zugleich. Ein Einzelgänger auf seinem Pferd mit einem magischen Himmel.

In dem neuen Roman von Antonin Varenne geht es um einen Einzelgänger namens Pete Ferguson, der ein ziemlich hartes Leben hat und stets auf der Flucht ist. Hier geht es um viele Erinnerungen, die ihn stets verfolgen, wohin er auch geht. Er hat keine gute Vergangenheit und seine Taten waren schrecklich. Kann er sich von all seinen Dämonen befreien, wenn er das verheißungsvolle Land findet?


Die Geschichte beginnt sehr spannend und nimmt immer mehr an Fahrt auf. Pete ist kein Mann der großen Worte und bleibt lieber für sich. Auch andere Menschen, die ihn nach seiner Vergangenheit fragen, hält er sich lieber auf Abstand. Unter den verschiedensten Namen beginnt er seine lange und beschwerliche Reise.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, ist aber dennoch nichts für zwischendurch. Hier sollte sich viel Zeit genommen werden, um jedes Detail genau mitzubekommen und alle Zusammenhänge zu verstehen. Alle Orte und auch die Personen wurden hautnah und wahnsinnig gut ausgestaltet.

Pete Ferguson war am Anfang des Buches noch ein großes Geheimnis für mich. Im Laufe der Geschichte wurde dann immer mehr von ihm bekanntgegeben, sodass man sich hier ein gutes Bild von ihm und seinem Leben machen konnte. Auch wurde einiges aus seiner Vergangenheit preisgegeben, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. So konnte ich mich sehr gut in die Situation und das Geschehen hineinversetzen. Einige Handlungen von ihm sind wirklich grausam und entsetzlich, was wohl auch der Grund für die lange Reise zum Äquator ist.

Alles in allem hat mir Pete als Person sehr gut gefallen. Er ist mutig, abenteuerlustig und nichts kann dem, was er sich in den Kopf setzt, in die Quere kommen. Auch viele der Nebenfiguren haben mir gut gefallen, da alle sehr detailreich ausgearbeitet wurden und hier viele verschiedene Charaktere aufeinander treffen.

Das Ende konnte ich so definitiv nicht vorhersehen, war aber wirklich wunderschön. Ich habe stets gehofft, dass Pete das bekommt, wonach er sich sehnt und wonach er sucht.

Fazit

Dieser wunderbare Roman hat mir durch seine wahrlich gute Ausgestaltung und die detailreichen Beschreibungen sehr gut gefallen. Man lernt auf Petes Reise viele Städte kennen und erkundet sie. Seine Abenteuer sind sehr spannend und die Vergangenheit wahnsinnig aufschlussreich. Auch die Personen, welche er auf seiner Mission trifft, haben mir gefallen. Sie alle wurden etwas ganz besonderes durch den tollen Schreibstil von dem Autor Antonin Varenne.

Dieser Abenteuerroman ist absolut lesenswert und empfehlenswert!

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