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Jean-Gabriel Causse

Arthur und die Farben des Lebens

Roman

Dieser Roman macht das Leben bunter!

Von einem Tag auf den anderen verschwinden die Farben von der Erde. In dieser neuen Welt in Schwarz-Weiß setzt sich ein kurioses Duo in den Kopf, die Menschheit aus der Depression zu retten - eine abenteuerliche Suche nach den Farben beginnt. Arthur ist eine gestrandete Existenz mit unwiderstehlichem Charme, der in einer Buntstiftfabrik arbeitet, bis diese Konkurs anmelden muss. Charlotte ist seine Nachbarin. Sie ist von Geburt an blind und hat sich als Wissenschaftlerin auf ein Gebiet spezialisiert, das sie niemals sehen konnte: Farben. Sie werden unterstützt von einem kleinen Mädchen mit einer geheimnisvollen Gabe, einem New Yorker Taxifahrer und den Bewohnern eines Altenheims, das an eine Ferienkolonie erinnert. Auf ihren Fersen ist eine Horde von Nichtsnutzen im Auftrag der chinesischen Mafia …

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Leserstimmen

Ein Lesehighlight

Von: Amber144 Datum: 20. Mai 2018

Gerade als Vielleser ist es sehr schwer noch Bücher zu finden, die eine Geschichte beinhalten, die neu ist und man noch nicht kennt.
Genau das findet man hier als Leser, außerdem regt das Buch auf eine sehr sanfte und wunderschöne Weise an doch mit offenen Augen durch seine Umgebung zu gehen.

Das Cover fand ich wunderschön und es passt perfekt zum Inhalt. Auch den Klappentext fand ich sehr gut gewählt. Er verrät nicht zu viel vom Buch, gibt aber einen guten kurzen Einblick.

Der Schreibstil ist einfach toll und das Buch an sich war für mich viel zu kurz. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und habe es innerhalb eines Tages beendet.

Ich habe das Buch in meinem Garten sitzend gelesen und als immer wieder Farben verschwinden habe ich mich umgesehen und mich gefragt, wie trostlos es doch wäre, wenn wirklich die Farben verschwinden würden.

Die Idee der Geschichte hat mir total gut gefallen und auch die Umsetzung ist sehr gut gelungen.

Das Buch ist nicht einfach zum weglesen gedacht, sondern man sollte als Leser immer wieder inne halten und genau über diese Situation einmal nachdenken.

Ein wirklich tolles Buch mit einer interessanten Geschichte und einer sehr gelungenen Umsetzung der Idee.

Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Ein wirklich tolles Buch!

Von: Daniel Allertseder | WeLoveBooks Datum: 16. Mai 2018

Farben. Eine Inkarnation des Lebens, ein Synonym für Freude, Glück und das barmherzige Leben. Farben bringen Botschaften, Farben erstrahlen in den unterschiedlichsten Tönen; wie laut trötende Posaunen machen sie die Welt, und vor allem das sonst so triste Menschendasein bunter und geben uns den Grund, die Augen jeden Tag überhaupt zu öffnen. Doch was wäre, rein hypothetisch betrachtet, wenn plötzlich alle Farben der Welt verschwinden würden? Was würde passieren, besonders bezogen auf uns Menschen, wenn alles schwarz, grau und weiß wäre, wenn nichts mehr, kein Objekt, kein Lebewesen, nicht einmal mehr die Natur farbenfroh erstrahlen würde? Der Autor Jean-Gabriel Causse hat sich mit genau dieser Frage beschäftigt. Eine Frage, die vielleicht irrelevant erscheinen mag, aber dennoch berechtigt und mit großen, negativen Auswirkungen verbunden wäre. Monsieur Causse stellt sich in seinem Roman „Arthur und die Farben des Lebens“ eine Welt vor, die jegliche Farbe verloren hat – was passiert mit uns Menschen? Was bewirken die Farben auf uns, und wie schätzen wir diese sehr wichtigen Elemente unseres Lebens, beziehungsweise das lebenswerte Fundament unseres Daseins? Jean-Gabriel Causse beginnt diese Prämisse, diesen Konflikt mit einem sehr sympathischen Protagonisten, Arthur, der, mehr oder weniger mit einem steinigen Leben verflucht, bald seinen Job in einer Farbstiftfabrik verlieren wird. In ebenjener Fabrik geschieht am letzten Tag etwas Merkwürdiges: Nachdem die letzten Holzfarbstifte übers Band gelaufen sind, verschwindet jegliche Farbe auf dieser Welt. Die Erde, die Menschheit gerät ins Chaos, und es liegt an Arthur, Charlotte und Louise, diese Farben wiederzufinden. Allein schon wegen der Idee möchte ich dem Autor danken, denn niemand vor ihm hat sich so instinktiv mit diesem Thema beschäftigt, niemand sonst hat eine so reale Welt kreiert, wie sie sein könnte, wenn die frohen Farben aus unserem Leben verschwinden würden. Mit einem mehr als ausgereiften Schreibstil und einer regen Fantasie konstruierte Monsieur Causse eine spannende und durchdachte Geschichte, die vor realen und authentischen Szenen nur so trotzt. Die handelnden Figuren im Roman, unsere Protagonisten, Arthur, Charlotte und auch Louise, gingen mir als Leser sehr ans Herz; Charlotte war dabei in dieser Mischung die wohl Einzigartigste, denn sie war blind, ist aber eine „Farb-Wissenschaftlerin“ und liebevolle Mutter. Man bemerkt bei dieser Figur keinerlei stereotypische Elemente, man hat als Leser Mitleid, auf der anderen Seite aber feuert man sie an, möchte ihr unter die Arme greifen und bewundert diese äußerst selbstbewusste und starke Frau. Es gab noch einige Deuteragonisten, die ebenfalls eine tragende Rolle im Buch spielen, die, genauso wie unsere Hauptfiguren ans Herz wachsen und begeistern (vor allem am Ende, beim großen Finale!).

Ich bin vollkommen begeistert von diesem Buch! Man sieht die Welt nach dieser tollen Lektüre mit ganz anderen Augen! Humorvoll, spannend, mit tollen Charakteren, ein flüssiger Schreibstil, mit schönen, kurzen Kapitel und aufheiternden Illustrationen und einer Pointe, die unglaublich wertvoll ist! Mehr als empfehlenswert!

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Gelungenes Buch, das den Nerv der Zeit trifft und ihn auf charmante Art kritisiert

Von: Tintenwelten Datum: 12. Mai 2018

Eines Tages verschwinden auf mysteriöse Art und Weise alle Farben, die Welt versinkt in trostloses schwarz-weiß. Zunächst geraten die Menschen in Panik. Wo sind die Farben hin und wann beziehungsweise kommen sie überhaupt zurück? Doch hat sich wirklich so viel verändert?

Arthur hat grade seinen Job in einer Buntstift-Fabrik verloren, er ist Alkoholiker. Seine blinde Nachbarin Charlotte ist Wissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich mit Farben und deren Bedeutung. Grade sie, die nichts sehen kann, zeigt dem Leser eine ganz andere Sicht auf das Leben. Es ist fast so, als wäre man selber bisher der Blinde gewesen. Sie nimmt alles ganz anders, viel intensiver und sehr faszinierend wahr und sieht damit die wirklich wichtigen Dinge, zum Beispiel ihre kleine Tochter, die sie mit viel Liebe aufzieht.

Zusammen machen Arthur und Charlotte es sich zur Aufgabe den Menschen die Farben zurückzubringen. Dabei bekommen sie Hilfe durch einen Taxifahrer und die Bewohner eines Seniorenheims. Zusätzlich ist ihnen auch noch die chinesische Mafia auf den Fersen. All diese Charaktere sind etwas ganz besonderes und liebevoll ausgearbeitet. Es macht Spaß sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Wie man vielleicht schon merkt ist die Geschichte ein wenig verrückt und skurril, dabei aber auch humorvoll. Sie regt zum Nachdenken an und öffnet die Augen auf unsere heutige Welt, die trotz Farbpracht dennoch teilweise sehr farb- und trostlos ist. Oft sind schwarz, weiß und grau dominierende Farben, ob bei Kleidung, Autos oder der Wohnungseinrichtung. Die Denkweise ist oft “schwarz-weiß” oder findet in sogenannten Schubladen statt.

Der Schreibstil ist poetisch, teilweise aber auch voller Sarkasmus und an einigen Stellen leicht überzogen. Dies lässt die Geschichte zwar kurzweilig erscheinen, doch sie gibt dem Leser so viel mit und ist auf ihre eigene Art und Weise sehr gehaltvoll und lässt das eigene Leben reflektieren.

Man erfährt zudem viel über Farblehre. Bestimmte Farben begünstigen beispielsweise die Emotionen: grün die Hoffnung, gelb den Neid, rot steht für Leidenschaft und Aggression.

Zusätzlich wird das Buch durch einige liebevolle und detaillierte Illustrationen aufgewertet, die sich vor jedem Kapitel befinden.

Ein sehr gelungenes Buch, das den Nerv der Zeit trifft und ihn auf charmante Art kritisiert. Absolut lesenswert!

Von: Lea Fäßler Datum: 08. Mai 2018

Soeben habe ich das wundervolle Buch "Arthur und die Farben des Lebens" ausgelesen, und bin nach wie vor etwas sprachlos. Schon das ungewöhnliche Cover hat mich angesprochen. (...) Von Anfang an hat mir die Geschichte sehr gefallen. Es gibt so viele Dinge, die sie besonders machen! Arthur, der ganz unten angekommen ist, dem man im Laufe der Geschichte dabei zusehen kann wie er aufblüht und wieder einen Sinn im Leben findet; Charlotte, die nie sehen konnte, und doch so viel mehr sieht und versteht als die, die ihr ganzes Leben lang schon sehen konnten; die kleine Louise, die die Farben wieder zurückholen kann. Das ganze Buch hat etwas Magisches, das mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Und auch die versteckten Lektionen über die Farbe und was sie den Menschen bedeutet, haben mir sehr gefallen. Ich habe mir vorgestellt, wie es wohl sein würde, wenn auch in unserer Welt plötzlich die Farben verschwinden würden. Ich bin einfach begeistert von dem Buch, regelrecht "verzaubert" (...) Und ich kann es kaum erwarten diese tolle Geschichte an die Kunden weiterzuempfehlen.

Mein Buch des Monats April 2018

Von: Judikos Welt Datum: 07. Mai 2018

Trotz der Farblosigkeit, eins der buntesten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

Diese Geschichte klingt nicht nur irre verrückt, sie ist es auch!

Es geht um Arthur, der nach einem erfolgreichen Leben abdriftet und am Ende zum Alkoholiker wird und nichts mehr hat.

Um sich über Wasser, bzw. Schnaps zu halten, braucht er dringend einen Job, denn das Arbeitsamt droht ihm schon die Zahlungen zu streichen. So kommt es, zu Beginn der Geschichte, dass er als einfacher Arbeiter in einer Buntstiftfabrik anfängt, die leider auch rote Zahlen schreibt.

Als die Firma Konkurs anmeldet, verballert Arthur aus Wut einfach sämtliche Farbpigmente, sodass der Vorrat aufgebraucht ist. Der letzte gelbe Buntstift, fließt vom Band, in einem gelb, dass Arthur nie leuchtender gesehen hat.

Kurz darauf verschwindet auf mysteriöse Weise die Farbe Gelb, auf der Erde. Danach folgen die restlichen Farben. Nach und nach sehen die Menschen nur noch schwarz-weiß.

Nun versucht Arthur, mit Hilfe seiner blinden Nachbarin, die komischerweise Wissenschaftlerin auf dem Gebiet Farben ist und deren kleinen Tochter, mit einer besonderen Begabung, die Welt vorm Schwarz-weiß-Denken zu befreien.

Was es bedeutet, wenn tatsächlich alles nur schwarz-weiß wäre, war mir vorher nicht klar. Ich bin so froh diese skurrile Geschichte entdeckt und gelesen zu haben, denn sie hat mir auch ein Stück weit die Augen geöffnet. Kaum eine Geschichte hat mich, auch über das Lesen hinaus, so stark beschäftigt, wie diese.

Der Schreibstil war flüssig, leicht und oft mit einer Prise Humor versehen. Trotzdem hatte die Geschichte auch seinen Tiefgang. Sie hat mir Antworten gegeben, über Fragen, die ich unter normalen Umständen niemals gestellt hätte, die mich sogar richtig interessiert haben. Was mal wieder deutlich zeigt, dass auch banale, für uns selbstverständliche Dinge, sehr interessant sein können.

Ein kurzes und schnelles Lesevergnügen, weil man durch diese herrliche Geschichte nur so durchhuscht und sie kaum aus der Hand legen kann.

Mit Recht mein Buch des Monats April 2018!

Poetische Suche nach dem Wesen des Seins

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 02. Mai 2018

Jean-Gabriell Causse ist im „wahren Leben“ Farbendesigner. Und so ist dieses Romandebüt inhaltlich nur konsequent ausgestaltet, denn es geht um Farben, Vielmehr darum, was bei einem „Mangel an Farben“ dem Leben verloren geht.

Eine Analogie auf das, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten sich als „Moderne“ herausgeschält hat. Eine poetische Betrachtung des verloren gehenden „Inneren“ zugunsten eines „stromlinienförmig durch das Leben hetzen“.

Wie eben auch seine Hauptfigur, Arthur, zu Zeiten mal ziemlich „oben“ in diesen Abläufen, inzwischen nicht nur „zur Seite geschoben wurde“, was das erfolgreiche Berufsleben angeht, sondern auch sich selbst mehr und mehr verloren geht.

„„Ich sollte mit dem Trinken aufhören“, denkt Arthur, und winkt dem Kellner für das nächste Bier“.

Was ihn noch hält, sind zu Anfang noch zwei Dinge. Seine (unterbezahlte) Arbeit in einer Buntstiftfabrik und seine Nachbarin von gegenüber, Charlotte, die er immer wieder aus dem Fenster heraus in ihrer Wohnung beobachtet.

Die blinde Charlotte. Die aber keineswegs jemand ist, der sich nicht zu helfen wüsste. Die ihre kleine Tochter wunderbar im aufwachsen begleitet und die so ihre Möglichkeiten hat, auch ohne Sehkraft, zu merken, wenn ihr einer „auf die Pelle rückt“.

Könnte es sein, dass Arthur in einem Anfall von Ärger für das zuständig ist, was nun auf der Welt passiert? Das ihm die drohende Insolvenz der Farbstiftfirma und die schon herumtanzenden „Heuschrecken“, bereit zur Plünderung der Wertgegenstände des alten Familienbetriebes zu einer unbedachten Handlung führt?

Oder, auf höherer Ebene des Romans betrachtet, ist es das „Graue“ der Menschen, was dazu führt, dass innerhalb kürzester Zeit weltweit dem Leben die Farben entschwinden und die Welt sich in einem „schwarz-weiß Film“ wiederfindet?

Mit Folgen, die den Nerv der Zeit treffen und die Causse, neben seiner Hauptgeschichte um die mögliche-unmögliche Liebe zwischen Arthur und Charlotte mit all ihren Irrungen und Wendungen herum, wunderbar wie nebenbei dem Leser ins Herz pflanzt.

Wie plötzlich der Konsum einbricht und damit drastisch klar wird, dass dieser nur auf einer Welt der „bunten Bilder“ beruht.

Die Hermes Tasche, die nun grau in grau völlig verwaschen und einfach hässlich aussieht.
Die opulenten Gewänder der religiösen Vereinigungen.
Die Online beworbenen Produkte, nun aller Farbenpracht beraubt.

Die Welt in Verwirrung, keine Frage.

Und zugleich setzt Causse eben mit der blinden Charlotte, dem eh alles düster sehenden Arthur und mit Charlottes Vater, einem rüstigen Pensionär in einem ganz besonderen Altersheim (das fast einen eigenen Roman wert wäre) wiederum „Farbtupfer“, Zeichen einer anderen inneren Einstellung, die bei diesen Personen eben nicht verloren geht und Lebensfreude auch in einer grauen Welt sich nicht nehmen lassen wird.

Dass im Lauf der Jahrzehnte die ehemalige Lust an den Farben (was Kleidung, Lackierungen von Automobilen und vielem mehr) angeht einem strikten und eher uniformierten schwarz und grau in allen Richtungen bereits gewichen ist, auch dies lässt Causse, wunderbar nebenbei mitlaufend, in die Ereignisse des Romans mit einfließen.

In einer bestens gesetzten, fließenden, poetischen Erzählweise, die von großem Sprachschatz und dennoch von einfacher Form gekennzeichnet ist.

Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, wunderbarer und berührender Roman, der das gegenwärtige Leben in ganz anderen „Farben“ lebendig werden lässt.

„Arthur und die Farben des Lebens“ ist literarische Medizin gegen schlechte Laune, bei der man getrost auch eine Überdosis einnehmen kann.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 30. April 2018

Ganz plötzlich verschwinden sämtliche Farben auf der Erde. Die Menschen sehen alles nur noch in tristem Schwarz-Weiß. Arthur, Mitarbeiter einer in Konkurs gegangenen Buntstiftfabrik, versucht zusammen mit Charlotte, seiner blinden Nachbarin und Wissenschaftlerin, der Menschheit die Farben wieder zurückzugeben. Unterstützung finden sie durch Charlottes Tochter Louise, die Zeichnungen anfertigt, die erstaunlicherweise die Welt wieder farbig machen.

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Man wird bereits auf den ersten Seiten durch den herrlich erfrischenden, knappen Schreibstil Causses in eine magische Welt entführt. In einer Mischung aus realitätsnahem Drama und mystischem Märchen erzählt der Autor eine philosophische Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch zum Träumen einlädt. Gerade durch die unkomplizierte Erzählweise und die kurzgehaltenen Kapitel liest man sich in Windeseile durch den Plot und übersieht so manche Ungereimtheit mit einem Lächeln auf den Lippen, weil es einfach nur schön ist, was man da serviert bekommt. Manchmal fühlt man sich von der Ausgangssituation und den im Text versteckten philosophischen Andeutungen an ein Buch des genialen Michael Ende erinnert, der mit ähnlicher Leichtigkeit an solche weltbewegende Themen heranging und seine Leser damit zum Nachdenken aufforderte. „Arthur und die Farben des Lebens“ ist literarische Medizin gegen schlechte Laune, bei der man getrost auch eine Überdosis einnehmen kann.
Auch das Cover könnte den „Geist“ der Geschichte nicht besser treffen. Man ertappt sich dabei, dass man zwischendurch immer wieder mal seinen Blick auf das einerseits schlichte und andererseits sehr aussagekräftige Umschlagmotiv richtet.

Es erscheint wie ein kleines Wunder, das den Leser beim Lesen dieses Buches erfasst. Denn Causse schreibt weder detailliert noch hochliterarisch – und dennoch entsteht eine Verbindung zwischen den geschriebenen Wörtern und dem Leser, die ins Herz eindringt und es erfasst. Ich kann gar nicht erklären, wie dieser Sog entsteht. Fakt ist, dass er schlichtweg da ist und man sich ihm (erfreulicherweise) nicht entziehen kann. Der Roman ist witzig, melancholisch, einfallsreich, außergewöhnlich und manchmal sogar einfach nur abgedreht. Diese Mischung ist es wahrscheinlich auch, die den ungewöhnlichen Reiz dieses Romans ausmacht, den man locker innerhalb eines Tages „weglesen“ kann. Man fühlt sich wohl dabei, wenn man die Protagonisten auf ihrer Lebensreise begleitet. Und obwohl vieles, wie oben schon erwähnt, teilweise mit sehr einfachen Worten beschrieben wird, versteckt sich darin eine gewisse Tiefe, von der man unweigerlich ergriffen wird.

Aber „Arthur und die Farben der Welt“ steckt nicht nur voller schöner Ideen, sondern hat auch ein paar Ecken und Kanten. Da wären zum einen die im ersten Absatz bereits erwähnten Ungereimtheiten, die man zwar (gerne) überliest, die dem Plot aber leider Logikfehler verschaffen, die der tollen Ausgangsidee einen Wermutstropfen verleihen. Auch wenn das Buch eine nachhaltige Wirkung auf den Leser hat, beschäftigt sich dieser dennoch auch mit der leicht fehlerhaften Konstruktion desselben. Manches wirkt zu konstruiert und verschafft der an sich schönen Stimmung einen leichten Dämpfer. Desweiteren bin ich persönlich auch der Meinung, dass hundert oder hundertfünfzig Seiten mehr zum einen den Charakterzeichnungen und zum anderen den fabelhaften Ideen mehr Tiefe und Raum zum Entwickeln verliehen hätten und dadurch der gesamten Handlung die Chance gegeben hätten, sich besser zu entfalten. Man liest auf jeden Fall aus den Erklärungen und Abhandlungen über das Phänomen „Farbe“ heraus, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. In der Autorenbeschreibung erfährt man dann auch, dass sich Causse als Farbberater von u.a. Jill Sander betätigt und bereits ein Sachbuch über Farben verfasst hat. „Arthur und die Farben des Lebens“ mischt geschickt die Zutaten eines Romans mit denen eines informativen Sachbuchs, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Es scheint wohl auch bereits eine Verfilmung anvisiert, von der ich mir vorstellen könnte, dass sie unter Umständen sogar besser funktionieren könnte als der Roman, denn eine triste farblose Welt auf der Kinoleinwand zurück in ein farben- und lebensfrohes Umfeld zurückzuverwandeln hat mit Sicherheit einen großen optischen Reiz.
Doch genug der Jammerei: „Arthur und die Farben des Lebens“ ist trotz seiner geringen Schwächen ein außergewöhnliches, unbedingt lesenswertes Buch über das Menschsein, die Liebe und die Hoffnung. Ich denke, ich werde es auch noch einmal in die Hand nehmen.

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Fazit: „Arthur und die Farben des Lebens“ ist literarische Medizin gegen schlechte Laune, bei der man getrost auch eine Überdosis einnehmen kann.

© 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Gelbgrün, Pistaziengrün, Flaschengrün

Von: Alittlebookconversation Datum: 19. April 2018

Der Pariser Arthur hat erst kürzlich einen Job in der Bunstiftfabrik Gaston Cluzel angenommen, als diese Konkurs anmeldet.
Am letzten Produktionstag mischt Arthur gerade die Inhaltsstoffe der 24 verschiedenen Minen zusammen, als er spontan die Dosis der Pigmente auf das Maximum erhöht. Wozu noch sparsam arbeiten, ab Morgen ist eh alles vorbei!
Zufrieden betrachtet er die außergewöhnlich stark leuchtenden Farben und geht mit dem Gefühl, zum Schluss noch etwas Besonderes geschaffen zu haben.
Doch plötzlich verschwindet auf der ganzen Welt die Farbe gelb. Und kurz darauf verblassen auch alle anderen Farben zu grau.
Die Menschen werden traurig und depressiv in diesem schwarz-weißen Chaos. Die Droge LSD wird zum Bestseller, weil man durch sie für einen Moment wieder in einen Farbrasch verfällt.
Arthur wird zum Alkoholiker und verbringt seinen Alltag damit, die hübsche Nachbarin Charlotte mit ihrer kleinen Tochter Louise zu beobachten. Bis er Louise eines Tages einen ehemals rosafarbenen Stift von Gaston Cluzel schenkt. Denn kurz darauf mein Arthur, die Farbe rosa wieder sehen zu können. Oder spielt nur der Alkohol in ihm verrückt?

Jean-Gabriel Causse, Farbdesigner und nun auch Buchautor, hat mit "Arthur und die Farben des Lebens" einen ganz außergewöhnlich Roman geschaffen. Allein die Idee zu dieser Geschichte ist genial und so viel komplexer, als man im ersten Augenblick denkt. Denn für uns Menschen ist die bunte Welt doch absolut selbstverständlich und einfach normal. Warum sollten wir darüber nachdenken, wie die Welt ohne braun oder violett aussehen würde...?

Sehr humorvoll und äußerst intelligent erzählt Causse diese aberwitzige Geschichte um die verschwundenen Farben. Beim Lesen flog ich nur so durch die Seiten - im wahrsten Sinne. Denn ich habe dieses Buch an nur einem Tag gelesen. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert und ich habe es wahnsinnig genossen, den Tag mit allerhand charmanten Protagonisten zu verbringen. Mit dem entspannten Arthur, der aufgeweckten Louise, der blinden Wissenschaftlerin Charlotte, den wahrlich komischen Bewohnern eines unkonventionellen Altenheims und dem indischen Taxifahrer Ajay.

Für mich: ganz große Klasse im Unterhaltungssegment.
Ein amüsanter, schwungvoller Roman mit einer klaren, bedeutenden Botschaft. Jean-Gabriel Causse hat für mich mit diesem vielschichtigen Buch alles richtig gemacht. So viele großartige Kniffe und herrliche, teilweise widersprüchliche Verknüpfungen. Bravurös!
"Arthur und die Farben des Lebens" bereitet großes Lesevergnügen, regt zum Nachdenken und regerer Wahrnehmung an dank überzogener Spitzen und auch ruhigen, gräulichen Momenten. Ein Glücklichmacher!

Grandios��

Von: Sonja/Shaaniel Datum: 09. April 2018

����️Rezensionsexemplar��️��
-Bloggerportal Randomhouse -

��️����Arthur und die Farben des Lebens������️

Autor: Jean-Gabriel Causse
Verlag: C. Bertelsmann
Preis: 20€, Gebundenes Buch, Schutzumschlag
Seiten: 288 Seiten
ISBN: 978-3-570-10346-3
Erscheinungsdatum:

5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

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Inhaltsangabe:
Entnommen von:www.randomhouse.de
Dieser Roman macht das Leben bunter!
Von einem Tag auf den anderen verschwinden die Farben von der Erde. In dieser neuen Welt in Schwarz-Weiß setzt sich ein kurioses Duo in den Kopf, die Menschheit aus der Depression zu retten - eine abenteuerliche Suche nach den Farben beginnt. Arthur ist eine gestrandete Existenz mit unwiderstehlichem Charme, der in einer Buntstiftfabrik arbeitet, bis diese Konkurs anmelden muss. Charlotte ist seine Nachbarin. Sie ist von Geburt an blind und hat sich als Wissenschaftlerin auf ein Gebiet spezialisiert, das sie niemals sehen konnte: Farben. Sie werden unterstützt von einem kleinen Mädchen mit einer geheimnisvollen Gabe, einem New Yorker Taxifahrer und den Bewohnern eines Altenheims, das an eine Ferienkolonie erinnert. Auf ihren Fersen ist eine Horde von Nichtsnutzen im Auftrag der chinesischen Mafia …
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Weitere Informationen:
https://www.randomhouse.de/Buch/Arthur-und-die-Farben-des-Lebens/Jean-Gabriel-Causse/C.-Bertelsmann/e535889.rhd
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https://www.randomhouse.de/Autor/Jean-Gabriel-Causse/p636124.rhd
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https://www.randomhouse.de/Verlag/C-Bertelsmann/3000.rhd
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http://www.jg-causse.com/phone/index.html
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https://www.facebook.com/jeangabriel.causse
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Hey ihr Süßen��
Ich habe gerade dieses wunderbare Werk von Jean-Gabriel Causse beendet und es fällt mir unheimlich schwer diese Rezension zu schreiben. Denn ganz ehrlich dieses Buch ist grandios und einfach unvergesslich und einzigartig. Ich kann den Inhalt einfach nicht in Worte fassen, also versuche ich es erst gar nicht und bitte euch, den Klappentext zu lesen!

Dieses Buch ist einfach wahnsinnig schön, poetisch, tiefsinnig, satirisch, sarkastisch und einfach nur voller Liebe und Herzlichkeit.

Jean-Gabriel, schaft es einem die Farben so nahe zu bringen, daß wenn man die Augen schließt, sie hören, riechen, schmecken und sehen kann. Es ist fast so als würde man seine Welt vollkommen neu entdecken, als wäre man zuvor Blind durch die Welt gelaufen, ohne ihre Vielfalt von Farben zu betrachten.

Charlotte, eine Protagonistin aus dem Buch, ist Blind und durch die Erzählungen von Jean-Gabriel, kann man sich genauso fühlen, es ist absolut nichts schlimmes daran Blind zu sein, im Gegenteil Teil Charlotte zeigte mir mit ihrer wundervollen Art und Weise Farben zu sehen, wie wundervoll die Welt eines Blinden Menschen sein kann. Teilweise hatte ich das Gefühl, das Charlotte so viel mehr von dieser Welt wahrnimmt, als wir "normalen", gesunden Menschen. Charlotte sieht die Welt in ihrer vollen Pracht, ganz ohne mit den Augen zu sehen.

Arthur ist ebenfalls ein bemerkenswerter Protagonist und seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist wirklich enorm!

Ich bin einfach total begeistert von diesem Buch und ganz besonders gefällt mir der Schutzumschlag, der bemalbar ist und damit wird die Welt in der Arthur und Charlotte leben lebendig. Wir als Leser erwecken sie wieder zum Leben, indem wir ihr neue Farben schenken und Lebendigkeit verleihen. Denn genau das ist diese Geschichte, lebendig und einzigartig!

Dieses Buch ist nicht für jeden etwas, aber es ist voller Humor und Gefühl, auch wenn es sehr übertrieben geschrieben ist und auch zum Beispiel eine Lösung der Menschen, wieder Farbe sehen zu können, darin besteht LSD einzunehmen, so ist dies dennoch mit unglaublich viel Witz und Sarkasmus geschrieben, man kann darüber einfach nur schmunzeln!

Und ja es ist wirklich die "Beste Medizin gegen Graue Gedanken (www.lectures.com) und ich kann es jedem empfehlen, ganz besonders Menschen in schwierigen lägen und mit physischen sowie Psychischen Erkrankungen und ganz besonders Menschen die an Depressionen leiden, sollten sich dieses Buch mal näher anschauen.

Charlotte's Tochter ist ein Sonnenschein und das spürt der Leser, sie lässt die Welt wieder in Regenbogenfarben erstrahlen!

Vielen vielen Dank für dieses beeindruckende Werk!

Sobald mein Cover fertig gestaltet ist werde ich es euch gerne zeigen ��

Lieben Gruß
Sonja/Shaaniel


Ein grellbuntes, triestes Grau

Von: Florian Eckardt Datum: 07. April 2018

Arthur Astorg hat in so ziemlich allen Belangen versagt, in denen ein Mensch versagen kann. Damit ihm die Sozialhilfe nicht gestrichen wird, nimmt er unfreiwillig einen Job in einer Buntstiftfabrik an. Zu allem Überdruss meldet diese allerdings bald darauf Konkurs an. Um seine Arbeit wenigstens zu einem gelungen Abschluss zu führen, stellt er die leuchtkräftigsten Buntstifte her, die die Welt je gesehen hat.
Die Sache hat nur einen Haken: Den von einem Tag auf den anderen verschwinden alle Farben von der Welt, die daraufhin mehr und mehr im Chaos versinkt.
Arthurs einziger Hoffnungsschimmer ist der Anblick seiner blinden Nachbarin Charlotte, die sich als Neurowissenschaftlerin mit der Wahrnehmung von Farben auskennt. Um ihr endlich näher zu kommen, schenkt er ihrer Tochter Louise einen pinken Buntstift. Das Bild das sie damit malt ist Pink und nicht wie erwartet Einheitsgrau. Und jeder, der das Bild betrachtet kann wieder Pink sehen.
Und so kommt es, dass Arthur – gemeinsam mit Charlotte und Louise – damit beginnt, die Farben wieder zurück in die Welt zu holen. Gar nicht so einfach, wenn man ein paar Nichtsnutze der chinesischen Mafia am Hacken hat.

Die vollständige Rezension ist zu finden auf: weltenbibliothek.de

Von: Tobias Wrany Datum: 22. Januar 2018

Da sich kaum abstreiten lässt, dass "Arthur und die Farben des Lebens" vor allem von seiner originell fabulierten Grundidee lebt, hätte man eigentlich dem ganzen Roman eine etwas verspieltere Erzählhaltung gewünscht. Nicht, dass der Autor so gar keinen Sinn für bunte Ideen hat und im Zweifel wird jede Humorgeschmacksrichtung hier oder da gut bedient (aus realsatirischer Sicht stechen die Karl Lagerfeld Episode und der kurze Seitenhieb auf die "Game of Throne" Fans hervor); in der Gesamtschau überwiegt jedoch ein undefinierbarer, etwas geschmacksneutraler Heiterkeitsbrei, gewürzt mit viel Lebensratgeberweisheit. Und gewiss gibt es auch ein Publikum für solche Art Literatur - unter Umständen tatsächlich dasselbe, wie jenes, das mit Begeisterung Ausmalbücher für Erwachsene koloriert; nicht nur deshalb darf das Titelbild als ausgesprochen treffend und gelungen gewählt bezeichnet werden.

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