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Adriana Popescu

Mein Sommer auf dem Mond

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...

Das Buch spielt in Rügen, Deutschland

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Leserstimmen

Viele und vor allem mitreißende Gefühle, jedoch auch amüsante Sprüche, die das Lesen trotz vieler Empfindungen zu einem wundervollen Spaziergang machen.

Von: Sophia's Bookplanet Datum: 08. September 2018

Ganz in Manier von Frau Popescu hat auch dieser Jugendroman begonnen und mich innerhalb weniger Seiten mit vielen Popkulturanspielungen begeistert. Egal ob Star Wars, Harry Potter, Doctor Who, Marvel oder Herr der Ringe, alles war vertreten und hat die Geschichte von der ersten Seite an sehr amüsant gestaltet. Sogar die Kapitelnamen waren Filmen zuzuordnen, passten aber auch jedes Mal auf faszinierende Weise zu dem Inhalt des nachfolgenden Kapitels. Auch wenn die Themen, die das Geschehen bestimmen, sehr ernst und teils auch bedrückend sind, haben sie mich auch sehr berühren können. Fritzi und Bastians Beziehung ist zwar etwas vorhersehbar, jedoch trotz allem süß und schön mit zu verfolgen. Auch die Freundschaft, die sich mehr widerwillig zwischen den vier "Insassen" entwickelt, konnte mich von sich begeistern und immer wieder schmunzeln oder gar auflachen lassen. Alle vier Charaktere hatten ganz eigene, interessante Züge an sich, wenn man ihren Sommer auch nur aus Fritzis und Bastians Perspektive erzählt bekommt. Jeder einzelne hat mit sich zu kämpfen und muss Herausforderungen überwinden, ohne die sie im wahren Leben wohl kaum überstehen werden. Ich will nicht zu viel von der Handlung oder den kleinen, überraschenden und doch sehr ergreifenden Wendungen erzählen, doch ich kann sie nur sehr loben. Auch wenn mir dieses Buch nicht für Ewigkeiten in Erinnerung bleiben wird, habe ich es doch für die paar Stunden genossen, mit unseren vier "Astronauten" (findet selbst heraus, wie sie zu dieser Bezeichnung kommen!) den Sommer zu durchleben und mich an ihrer Seite ihren neuen Entwicklungen und neuen Erlebnissen zu stellen.

Gemeinsam bis zum Mond und wieder zurück…

Von: Komm mit ins Bücherwunderland Datum: 19. Juli 2018

*Es hat mich sofort abgeholt und tief berührt*

Von der Autorin Adriana Popescu hatte ich bisher schon viel Gutes gehört, aber noch nichts von ihr gelesen. Deshalb war ich bei diesem Buch gleich in doppelter Hinsicht gespannt: 1. wie mir die Autorin und ihr Schreibstil wohl gefallen würden und 2. wie mir die Geschichte an sich gefällt, denn ich finde ja solche Bücher, in denen ernste Themen angesprochen und behandelt werden, immer besonders spannend.
Das Cover und der Klappentext passen, wie ich finde, sehr gut zu Geschichte, denn sie geben erste Hinweise auf das Setting und die Figuren, ohne zu viel von der Handlung zu verraten.
Vor dem Lesen hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen an die Geschichte und war deshalb auch umso erstaunter, dass es diese Geschichte nach nur wenigen Seiten geschafft hat, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Der Schreibstil der Autorin ist mir dabei direkt als Erstes aufgefallen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen hat, trotz ernstem Thema irgendwie eine positive leichte Grundstimmung. Eine Prise Sommer, ein bisschen Schwermut und vor allem ganz viel Hoffnung. Diese Mischung fand ich einfach wundervoll weil sie mich so eingehüllt hat, dass ich richtig in die Geschichte eintauchen konnte.
Auch die Figuren waren alle etwas Besonderes. Fritzi, Bastian, Tim und Sarah, die sich alle zunächst eher unfreiwillig in einem Therapiezentrum für Menschen mit psychischen Problemen kennen lernen, sind alle sehr unterschiedliche Charaktere. Jeder von ihnen hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, die auch der Leser erst nach und nach zu Gesicht bekommt. Ich kann gar nicht genau sagen, wer von den Vieren mir am besten gefallen hat, da sie alle irgendwie etwas an sich hatten, dass ich sehr gerne mochte. Fritzi war nett und schlagfertig, Bastian sehr verschlossen, Tim ziemlich aggressiv und Sarah sehr ruhig. Eine wirklich interessante Zusammenstellung, bei der im Laufe der Geschichte so einiges passiert ist. Denn je weiter die Geschichte voran geschritten ist, umso enger sind die vier Jugendlichen zusammengewachsen. Sie haben nach und nach gelernt sich zu vertrauen, füreinander da zu sein und haben erfahren, wie es ist, gemeinsam Niederlagen einzustecken und Erfolge zu feiern. Das mitzuerleben war für mich wirklich eine ganze wundervolle Leseerfahrung.
Was diese Geschichte für mich so besonders gemacht hat, war einfach diese Authentizität, die die ganze Story hatte. Es ist eine sehr realistische Darstellung von psychischen Krankheiten, die dem Leser zwar ohne Beschönigungen zeigt, wie sich solche Krankheiten und Störungen auf einen Menschen auswirken, ihn aber auch nicht verschreckt. Vielmehr bringt diese Geschichte den Leser dazu, die Menschen hinter diesen Krankheiten kennenzulernen und zu verstehen und vor allem einfach mitzufühlen. Auf diese Art bekommt man als Leser einen wirklich guten Zugang zu diesem Themengebiet und wird zum Nachdenken angeregt.

Mein Persönliches Fazit:
Ich finde diese Mischung aus ernstem Thema, einer tollen Atmosphäre, sehr individuellen und interessanten Figuren und einer tollen Story einfach perfekt! Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende durchweg begeistert!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen für dieses tolle Buch!

Lest fleißig,
eure Sabrina

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Rezension

Von: Bookslove128 Datum: 16. Juli 2018

>Mein Herz hat die Schuhe ausgezogen und tobt sich seit Minuten in einer Hüpfburg aus. Werden perfekte Zeitpunkte für Highlights im Leben nicht vielleicht total überbewertet? Muss man nicht einfach zugreifen, wenn es sich richtig anfühlt? ~Mein Sommer auf dem Mond��<
„Mein Sommer auf dem Mond“ war ein wunderbares Buch! Ich habe es sehr genossen�� Fritzi, Bastian, Sarah und Tim waren sehr gut gewählte Charaktere, in die ich mich (dank dem tollen Schreibstil) sehr leicht hineinversetzen konnte. Wie die vier alle für sich und doch zusammen gegen ihre Probleme und Schwächen gekämpft haben, hat mich sehr berührt❤️ Adriana Popescu schreibt sehr flüssig, die Seiten sind (nach ein bisschen Anfang) nur so an mir vorbeigeflogen��
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine leichte Geschichte für zwischendurch möchte, die doch Tiefsinn hat und Gefühle weckt. Vor allem für Fans der Bücher von Anne Freytag (die beiden Autorinnen kennen sich auch noch gut) ist das Buch sehr passend��

Rezension- Mein Sommer auf dem Mond

Von: buchzeilenliebe Datum: 12. Juli 2018

Meine Meinung:
Eines der besten Bücher seit langem, ich habe lange auf das Buch gewartet
und wurde nicht enttäuscht. Es zieht einen mit und man kann sich immer wieder
selbst identifizieren mit den Personen. So geht es zumindest mir, ich finde
mich immer wieder in der Geschichte und in der Geschichte sind auch kleine
Puzzleteile der Autorin versteckt. Dieses Buch muss man gelesen haben meiner
Meinung nach. Es beinhaltet einfach wahres weil es solche Probleme im
wirklichen Leben gibt und viele Menschen das verdrängen, deshalb finde ich
es super das jemand dieses Thema angesproche hat und ein komplettes Buch dazu
geschrieben hat. Die Geschichte der vier Jugendlichen ist fesselnd und ich
empfehle wirklich jedem einzelnen der auf der Suche nach einem neuem Buch
ist.Egal ob es die Stil richtung ist die man gerne liest oder nicht. Man
sollte es gelesen haben.

Bewegend und mitreißend

Von: snowyy_13 Datum: 07. Juli 2018

Ganz anders als erwartet haben sich die Hauptprotagonisten Fritzi, Basti, Tim und Sarah sich in mein Herz geschlichen. Vier Jugendliche die ihren Sommer eine Therapie in Rügen machen. Jeder trägt sein eigenes, schweres Päckchen. Doch die Umstände, dass niemand den anderen kennt und seine Vorgeschichte, lässt den vier die Möglichkeit, die Dinge endlich so anzugehen wie sie möchten. Auch wenn es scheitern sollte. Denn hier in diesem Therapiezentrum ist es endlich Zeit, den bösen Geistern den gar auszumachen.

Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass mir dieses Buch so zusagen würde. Es war humorvoll und liebevoll geschrieben und hatte eine Geschichte, wo sich bestimmt jeder Jugendliche teils wiedererkennt. Anfangs hatte ich vermutet, dass das Buch sich mit Stereotypen befasst und Klischees erfüllt, aber falsch gedacht!

Die Hauptprotagonisten könnten nicht unterschiedlicher, aber auch nicht ähnlicher sein (falls das Sinn ergeben sollte). Fritzi scheint hinter ihren frechen Sprüchen etwas zu verstecken, genauso wie Bastian, dem immer wieder Stimmen etwas zuflüstern wollen. Sarah, die am liebsten unsichtbar wäre und Tim, der wütend und aggressiv ist.

Ich glaube von allen, habe ich mich am meisten in Sarah wieder erkannt. Sie konnte aus sich herauskommen, doch sie war oft unsicher und hat sich lieber in ihr Schneckenhaus zurückgezogen aus Selbstschutz. Sie mochte ich besonders gerne in diesem Buch.

Nun zu der Handlung, die einem einen kleinen Einblick erlaubt hat, wie es aussehen könnte eine Therapie zu machen. Gruppengespräche, Einzelgespräche und dann noch gemeinsame Unternehmungen, Teamaufgaben. Besonders hat mir die Idee von den „Astronauten“ gefallen, so hieß die Therapie-Gruppe von Bastian, Fritzi, Sarah und Tim. Man konnte wunderbar mitverfolgen, wie die ersten Annäherungsversuche waren, Konflikte, aber wie es auch war, als sie sich gefunden haben und endlich zu Freunden wurden. Ich glaube das war der Aspekt, der mir in diesem Buch am meisten gefallen hat. Das die Freundschaft über all diesen Problemen stand und sie füreinander da waren, kommen was wolle.

Es gab auch eine Liebesbeziehung die sich nach und nach entwickelt hatte, die wirklich süß war. So eine Beziehung die zwischen 16-jährigen nun mal entsteht. Flüchtige Blicke, Berührungen, und irgendwann der Sprung ins kalte Wasser. Die Umsetzung war sehr toll gemacht. Und dann noch die dazu kommenden inneren Konflikte, die die Charaktere mit sich ausfechten mussten, haben mich jedes Mal mitgerissen.

Der Schreibstil war wunderbar! Es war witzig, leicht zu lesen und abwechslungsreich. Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt, aus der von Fritzi und aus der von Bastian. Man hatte einen sehr detaillierten Einblick in die instabile Gefühlswelt der beiden und wie sie damit umgingen. Auch die Kapitelüberschriften haben mir auch immer sehr gefallen, da ich jedes Mal gespannt war, was jetzt so auf mich zu kommt.

Das Ende war sehr schön ausgeführt. Das Buch fühlt sich auch wirklich beendet an, auch wenn die Zukunft ungewiss sein sollte. Aber der Abschluss hätte nicht besser sein können. Hut ab!

Fazit:
Das Buch hat mich sehr überrascht, da ich nicht damit gerechnet habe, dass es mir so sehr gefallen würde. Aber ich konnte mich super mit den Charakteren identifizieren und es war so, als hätte mich das Buch gleich mit therapiert. Der Schreibstil ist wahnsinnig lustig, die Hauptprotagonisten mit all ihren bösen Geistern und schweren Lasten sehr liebenswert. Sie haben eine so tolle Entwicklung hinter sich gelegt. Besonders der Aspekt, dass Freundschaft so groß geschrieben wurde und so viel Bedeutung in diesem Buch hatte, hat mir sehr zugesagt. Sehr schönes Buch!

4 von 5 Sternen!

Fesselnd und Berührend zugleich

Von: Bambee Datum: 24. Juni 2018

,, Eigentlich wollte Fritzi diesen Sommer mit ihrer besten Freundin auf Rügen verbringen doch es kommt alles anders als gedacht. Sie muss in Therapie und zwar auch nach Rügen aber in den Sonnenhof. Der Sonnenhof ist eine Jugend psychiatrische Einrichtung. Dort gibt es ein vielfältiges Angebot aber trotzdem ist dies kein normaler Urlaub. Sie trifft dort auf den coolen Sportler Tim, die eher stille Sarah und auf Basti. Sie alle vier verbindet etwas… sie haben eine Krankheit und wollen diese nicht akzeptieren. Stattdessen machen sie aus ihrem wahren Gesundheitszustand ein Geheimnis. Doch mit der Zeit lernen sich die vier näher kennen…''

Das Buch ist sehr fesselnd und emotional, so dass es schwierig war aufzuhören.
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Adriana Popescu und ihr Schreibstil ist einfach gehalten und leicht zum lesen.
Man liest aus der Sicht der Hauptcharaktere und dies mag ich ja besonders gerne, so bekommt man von jedem die eigenen Gefühle und Gedanken übermittelt.

Nach und nach konnte man richtig mitfühlen, wie die Charaktere zusammenwuchsen.
Das fand ich sehr schön zu lesen.



Wer die Club der Roten Bänder mag, wird auch dieses Buch lieben.


Astronauten ahoi!

Von: Anja Druckbuchstaben Datum: 13. Juni 2018

"Als ob eine Rettungsweste mich retten und damit ihrem Namen alle Ehre machen könnte." (S. 101)

Die vier Astronauten Basti, Tim, Sarah und Fritzi sind jeder auf seine Art psychisch stark belastet. Die Autorin nimmt diesen Sachverhalt sehr ernst und liefert damit eine herzerwärmende und teils auch witzige Geschichte.

Der Schreibstil von Adriana Popescu ist sehr unterhaltsam und fesselnd. Mit kleinen Details, die sie immer wieder einstreut und natürlich den Charakteren, die sie auf ihre Therapie-Bühne stellt, hat sie mich Stückchen für Stückchen immer mehr an ihr Buch gebunden. Die Astronauten sind mir rasend schnell ans Herz gewachsen.

An Fritzi mag ich besonders, dass sie ihre Zuneigung zu Basti nicht verleugnet und einfach entscheidet, sich darauf einzulassen. Das rechne ich ihr hoch an. Außerdem mag ich ihren Humor, den sie auch in schwierigen Situationen nicht zu verlieren scheint.

"Werden perfekte Zeitpunkte für die Highlights im Leben nicht vielleicht total überbewertet? Muss man nicht einfach zugreifen, wenn es sich richtig anfühlt?" (S. 171)

Basti ist mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch. Er leidet unter einer unberechenbaren psychischen Krankheit, die bei mir als Leserin allerdings auch einen gewissen Unterhaltungseffekt auslöste. Er ist so herrlich kompliziert, stur, herzlich, clever, schlagfertig und witzig.

Tim kann so ein Kotzbrocken sein und ist gleichzeitig das beste Beispiel dafür, dass man Menschen von außen nicht ansieht, mit was für Dämonen sie sich täglich rumschlagen.

Sarah ist eine 1a Segelkapitänin und ich hoffe so sehr, dass sie ihren Schmerz überwindet und das ganze fiese Pack vergisst.

Das Buch besteht aus kurzen Kapiteln, die jeweils aus den Sichten von Fritzi und Basti geschrieben sind. Das habe ich als angenehme Mischung empfunden und es hat mir sehr geholfen in die Köpfe und Gefühle der beiden zu schauen.
Dies war mein erstes Buch von Adriana Popescu, aber ganz sicher nicht mein letztes. Ich kann die Lobeshymnen auf ihren Schreibstil absolut bestätigen.

Fazit:
Eine rundum gelungene Geschichte um vier Jugendliche mit psychischen Problemen, die vom Zufall oder vielleicht auch Schicksal zusammengewürfelt werden. Das Buch ist unterhaltsam und witzig. Trotzdem habe ich keine Sekunde an der Ernsthaftigkeit dieser Geschichte gezweifelt. Volle Leseempfehlung von meiner Seite. Bitte mehr davon.

Dany

Von: Dany Datum: 06. Juni 2018

Klappentext:

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade …

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe …

Information über das Buch:

Autor: Adriana Popescu
Release: 12. März 2018
Seiten: 400 Seiten, Broschiert
Verlag: cbt Verlag
ISBN: 978-3570311981
Preis: 13,00 €
Originaltitel: –

Meine Meinung über das Buch:

Mir hat das Buch richtig viel Spaß gemacht! Nicht nur die Charaktere und das Setting waren etwas total besonderes. Auch richtig gut gefallen haben mir die Kapiteltitel. Man konnte eine Menge toller Serien, Filme und Bücher erkennen, somit habe ich förmlich mitgefiebert was als nächstes kommt.

Man konnte förmlich spüren, wie die Teenager mit der Zeit zu einer kleinen Familie geworden sind und immer mehr zu einer richtigen Gruppe Astronauten entwickelt haben. Man merkt auch gut wie alle jetzt über ihren Schatten springen und sich gegenseitig unterstützen. Das hat mir richtig gut gefallen.

Obwohl mir persönlich Geschichten mit Krankheiten jeglicher Art nicht so sehr liegen, hat mir Mein Sommer auf dem Mond doch recht gut gefallen. Ich konnte regelrecht mit den Charakteren mitfühlen und mich in ihre Welt in der sie leben hineinversetzen.

Die wechselnden Perspektiven von Fritzi und Bastian haben mir sehr gut gefallen und das ganze doch sehr aufgelockert. Dazu kam natürlich auch wieder der super gute Schreibstil von Adriana Popescu, daher war das Buch total flüssig zu lesen und man konnte es wirklich sehr schnell beenden. ��

Fazit:

Das Buch war toll und wie alle Bücher von Adriana Popescu konnte es mich echt total begeistern.

Für eine lustige und abwechslungsreiche, aber doch einfühlsame Geschichte bekommt Mein Sommer auf dem Mond 4/5 Schmetterlingen.

Ein absolut wertvolles Buch

Von: Rachel Datum: 04. Juni 2018

Fritzi muss ihren Sommer in einem Therapiezentrum in Rügen verbringen, wovon sie eher nicht begeistert ist. Ihre Station ist die der Astronauten und irgendwie fühlt sie sich ziemlich fehlt am Platz und komplett von der Außenwelt abgeschlossen. Die anderen Kids auf ihrer Station sind ihr auch nicht geheuer und überhaupt war der Sommer so überhaupt nicht geplant. Doch nach und nach beginnt Fritzi Anschluss zu finden, schließt die Astronauten mehr in ihr Herz und beginnt mehr zu sich selbst zu finden und auch zu jemand anderem.

Ich hatte bereits auf den ersten Seiten das Gefühl, dass diese Geschichte eine ganz besondere sein wird. Der leicht sarkastische Schreibstil, wenn Fritzi die Geschichte aus Ihrer Perspektive schreibt, macht es einem sehr leicht in die Geschichte hinein zu finden. Auch sorgt dies dafür, dass man schnell eine Verbindung zu der Protagonistin aufbaut, was mir sehr gefallen hat. Abwechslungsreich fand ich auch, dass man auch Bastian hat zu Wort kommen lassen und die Geschichte aus seiner Perspektive hat erzählen lassen. So konnte man auch in seine Gedankenwelt eintauchen und seine Gefühle wahrnehmen, was mir es sehr leicht gemacht hat ihn in mein Herz zu schließen. Bereits von Anfang an, ist einem bewusst, dass diese Geschichte eine besondere ist und eine doch ernstere Thematik beinhaltet, an die sich aber recht “langsam” (im positiven Sinne) heran getastet wird. Man lernt die Charaktere erst als Menschen kennen und erst viel später erfährt man ihre Diagnose, was ich sehr gut fand, da es den Gedanken aufgreift, dass Menschen zuerst Menschen und dann ihre Diagnose sind, was in Bezug auf Mental health für sehr viele Menschen noch eine nicht selbstverständliche Denkweise ist. Umso besser fand ich die hier verwendete Herangehensweise. Ich habe so erst die Figuren kennen und teilweise echt lieben gelernt und erst nach und nach im Verlauf der Geschichte ihre Geschichten erfahren. Das entfernt das Stigma, was auf psychischen Krankheiten liegt ziemlich gut. Erwähnenswert finde ich auch, dass Adriana Popescu eine Own Voice im Bereich Mental Health ist, was man auch deutlich gemerkt hat, denn die einzelnen Krankheiten waren gut recherchiert, aber es wurde kein Behandlungsansatz in dem Buch gezeigt.

Alles in allem, finde ich, dass dieses Buch unheimlich wichtig und wertvoll ist und eines meiner absoluten Jahreshighlights ist.

Locker, aber dennoch anspruchsvoll

Von: Mila Datum: 03. Juni 2018

Gleich auf der ersten Seite sympathisiert man mit Fritzi, die ihre Therapie in der jugendpsychatrischen Einrichtung "Sonnenhof" beginnt, und mit dabei Bastian, mit dem es regelmäßig Geplänkel auszufechten gilt. Durch die Sicht dieser beiden Charaktere erlebt man den gemeinsamen Sommer mit der sportlichen und viel zu gut aussehenden Nervensäge Tim und Sarah, die doch mehr drauf hat, als anfangs gedacht.

Es ist spannend, die Entwicklung der vier aus der Astronautengruppe zu beobachten und hinter die psychischen Mauern zu blicken und so Diagnosen wie Panikattacken oder dem andauernden Kampf gegen die inneren Dämonen annähernd nachvollziehen zu können.

Schade nur, dass Tims und Sarahs Gedanken und Gefühle ein wenig auf der Strecke bleiben. Klar, vier Erzähler wären zum einen zu viel und zum anderen auch langweilig, weil man ja alles weiß, doch die richtig gute Beziehung zu Tim und Sarah hatte ich nicht. Noch hinzufügend erscheint mir das Personal im Sonnenhof teilweise ungenügend kompetent und außerdem hätte das Therapieprogramm stärker herborgehoben werden sollen: Mein Eindruck war, die Jugendlichen sollten sich irgendwie selbst therapieren.

Darüber hinweg kritisiere ich das Cover (wofür die Autorin natürlich nichts kann), das zwar schon sehr schön ist, doch auf dem Cover sind vier Jugendliche deutlich zu sehen, die offensichtlich für die vier Protagonisten stehen. Dies nimmt allerdings einiges an Vorstellungskraft, denn ich war fast gezwungen, mir Fritzi, Basti, Sarah und Tim so vorzustellen wie auf dem Bild.

Trotz der Kritikpunkte hat Adriana Popescu durch ihren flotten Schreibstil der Geschichte Pfiff eingehaucht, sodass das Gefühl dieses einmaligen Sommers der Astronauten auf den Leser übertragen wird, schließlich finden sie nicht nur beste Freunde, sondern auch ihre Liebe und sich selbst.

FAZIT: "Mein Sommer auf dem Mond" ist ein perfekter Roman für einen schönen warmen Tag: locker, aber immer noch anspruchsvoll. Zunächst hat mir die Story vom Buchrücken weg zwar nicht sonderlich zugesagt, doch der Vertrauensvorschuss an Adriana Popescu hat sich gelohnt. Ein paar Tüpfelchen fehlen vielleicht, doch der Lesegenuss wird dadurch nicht zerstört.

NOTE 1 –

Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe!

Von: Cosis.bookworld Datum: 01. Juni 2018

Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar.

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...


… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mein absolutes neues Lieblingsbuch!

Ich hätte zu der Zeit als ich das Buch gelesen habe, eigentlich lernen, da ich am nächsten Tag eine Arbeit geschrieben habe, aber nachdem ich angefangen habe das Buch zu lesen konnte ich nicht mehr aufhören. Dieses Buch hat mich so unfassbar gefesselt und es war so emotional. Das Buch hat eine sehr schwere und ernste Thematik, es geht um ein Therapiezentrum, und ich kann nicht oft genug sagen, wie gut es umgesetzt wurde.

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Der Inhalt klang direkt interessant und der Schreibstil war auch unfassbar flüssig, fesselnd und einfach Emotional. Ich habe noch nie so viel geweint in einem Buch wie in diesem.

Die Geschichte hat mich so berührt und gepackt und auch die Charakter und die Geschichte haben mich einfach so sehr mitgenommen. Ich denke alle die das Buch schon gelesen haben, können es nachvollziehen. Und mehr kann ich auch nicht zu dem Buch sagen: Der Schreibstil ist unfassbar, die Geschichte packend, die Charaktere unfassbar gut ausgewählt und die Geschichte ist emotional.

Lest das Buch alle!

Nachhaltig beeindruckt

Von: Rebecca Feist Datum: 24. Mai 2018



Cover:

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Mir gefallen besonders die Farbzusammenstellung und die Schrift. Das Bild impliziert Freiheit und Unbeschwertheit. Gute Wahl.



Meinung:

Natürlich war klar, dass ich den neuen Jugendroman von Adriana Popescu lesen musste. Schon nach wenigen Seiten wurde deutlich, dass wir es hier mit einer ernsten Geschichte zu tun haben.

Der Leser lernt vier Jugendliche kennen, die alle in einer psychiatrischen Klinik gelandet sind. Erst nach und nach erfährt man die einzelnen Hintergründe. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Fritzi (Franziska) und Basti. Das hat mir sehr gut gefallen, da die beiden so noch greifbarer wurden.

Ich liebe die Art wie Adriana Popescu schreibt. Sie ist immer sehr klar und locker. Und obwohl in diesem Roman schwierige Themen eingefangen werden, packt sie das alles in ein leichtes Gewand, das den Leser nicht runterzieht oder erdrückt. Als Leser erlebt man das Geschehen quasi hautnah, weil die Autorin die Gefühle ihrer Protagonisten nicht nur wunderbar beschreibt, sondern sie auf ihre besondere Weise auf den Leser überträgt. Dadurch gibt die Autorin auch eine Menge zum Nachdenken mit, auch wenn man das Buch bereits schon länger zugeschlagen hat.

Ihre Protagonisten sind interessant und vielschichtig und reflektieren die Hoffnungen, Ängste und Träume von Teenagern sehr gut.



Fazit:

Adriana Popescu hat sich in diesem Buch wichtigen Themen gewidmet. Sie beschönigt nichts, verbreitet aber auch keine beklemmende Stimmung.

"Mein Sommer auf dem Mond" hat mich nicht nur überzeugt, sondern nachhaltig beeindruckt. Ein tolles und wichtiges Buch. Popescu at her best!

Tolle Geschichte, aber kein Highlight

Von: Melina K. Datum: 21. Mai 2018

Zuerst mal das positive: ich fand die Charaktere alle samt unglaublich toll und ich werde sie wirklich vermissen. Ich hab mich immer wieder gefreut bei den Astronauten zu sein und hatte richtig Spaß. Allerdings muss jetzt auch noch was negatives kommen, sonst hätte das Buch wohl mehr Sterne. Ich fand leider das auf die Krankheiten zwar eingegangen wurde, aber das die therapeutischen Maßnahmen, das Krankheitsbild und wie schwer das alles wirklich ist eher verherrlicht wurde oder eben kaum erwähnt. Was ich gerade bei diesem Buch super schade fand. Vor allem weil es hier ja wirklich fast nur fünf Sterne reviews gibt und das Buch ins Himmel gelobt wird. Wie gesagt ich fand es toll, hatte Spaß und für zwischendurch war es gut, aber mehr leider auch nicht. Auch der so extrem emotionale Schreibstil mit dem viele andere Leser ihre Sterne argumentierte haben, hat mir leider gefehlt. Der Schreibstil war schlicht und angenehm, aber auch nicht emotionaler als der von beispielsweise Ava Reed oder anderen Autoren/in dieses Genres. Insgesamt ist Mein Sommer auf dem Mond ein Buch was ich guten Gewissens empfehlen kann, aber eben eher für zwischendurch.

Ein wundervolles Buch - klare Leseempfehlung!

Von: Aer1th Datum: 19. Mai 2018

Ok, ich bin ehrlich. Ich habe dieses Buch beim Verlag angefragt, ohne mir vorher den Klappentext durchgelesen zu haben. Überall wurde von dem Buch geschwärmt und außerdem wollte ich endlich einmal selber ein Buch von Adriana Popescu gelesen haben.
Was soll ich sagen? – Alles richtig gemacht!

Die 16-jährige Fritzi leidet unter Panikattacken und genau deswegen steht sie nun zusammen mit ihren Eltern vor einem Therapiezentrum auf Rügen. Ein Ort, wo sie unter keinen Umständen hinwollte. Doch da ausgerechnet das Scheidungsgefecht der Eltern Fritzis Panikattacken ausgelöst haben, kann sie nur anderorts Hilfe finden.
Auch Bastian befindet sich in Therapie. Das zweite Mal bereits. Für ihn ist es höchste Zeit sich seinen eigenen inneren Dämonen zu stellen.
Zusammen mit Tim und Sarah landen die Vier auf einer Etage. Für diesen einen Sommer sind sie die Astronauten, die gemeinsam eine Reise zum Mond und zurück bewältigen müssen – zumindest fühlt es sich so an. Dabei wachsen sie zusammen und über sich hinaus, beweisen Mut und entdecken die erste große Liebe.

“Mein Sommer auf dem Mond” ist ein Jugendbuch, das gleichzeitig voller Witz und Humor steckt, aber auch sehr ernste und wichtige Themen behandelt.
Die Geschichte wird abwechselnd von Fritzi und Bastians Seite erzählt. Als Leser erhalten wir so auch Einblicke in die Gedankenwelt dieser beiden Charaktere. Auch wenn Sarah und Tim keine eigenen Kapitel erhalten haben, sind sie nicht minder wichtig für die gesamte Geschichte.
Die vier Jugendlichen sind so unterschiedlich, jeder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und doch wachsen sie zu einer Einheit zusammen, die in jeder Situation für die Anderen einsteht – einfach nur wunderschön.
Es ist total schön die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitzuerleben, zu sehen wie sie wachsen und zu sich selbst (zurück) finden.

Gerade psychische Krankheiten sind leider immer noch ein großes Tabuthema in unserer Gesellschaft heutzutage. Lieber schweigen und still leiden, als offen zuzugeben, dass man ein Problem hat. Als Jugendlicher, der mitten in der Pubertät steckt, ist das nochmal eine ganze Nummer härter.
Umso schöner finde ich es, dass Adriana Popescu sich an dieses Thema herangewagt hat. In der Danksagung verrät sie sogar, dass in diesem Buch “Mosaiksteine ihrer eigenen Geschichte versteckt liegen”. Ich finde, dass man das beim Lesen gemerkt hat. Gerade in den Charakteren und ihrer Entwicklung steckt sehr viel Herzblut.

Ich persönlich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Locker und leicht, gespickt mit sehr viel Witz und in diesem Fall mit sehr vielen Anspielungen auf mein Lieblingsfandom – Harry Potter. Man merkt dem Buch einfach an, das es von einem Geek geschrieben wurde und das ist ein sehr großes Kompliment!!

Ich finde, dass das Buch schön viel Tiefe besitzt, dafür, dass es ein Jugendbuch ist. Wichtige Themen werden thematisiert und es wird auch nicht davor zurückgeschreckt die “unschöne Seite” zu zeigen.
Das Buch macht Mut zu sich selbst zu stehen und zeigt, dass es definitiv ok ist sich Hilfe zu holen und nicht alles alleine meistern zu müssen.

Fazit

Ein Buch, das Mut macht und trotz ernster Themen mit einer großen Portion Witz und Humor glänzen kann. Ich finde, es ist ein wichtiges Buch, das die richtige Message vermittelt. Daher gibt es von mir 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Das Buch hat mich echt überwältigt!

Von: Die VOR-Leser Datum: 19. Mai 2018

„Es sieht gar nicht aus wie eine… eine…“ Meine Mutter betrachtet das große Gebäude vor uns und versucht dabei, die richtigen Worte zu finden. Schließlich zuckt sie stumm die Schultern.
„Eine Klapse?“ Mein Vorschlag bringt mir nur einen strengen Blick meines Vaters ein, der gerade meinen Koffer aus dem Auto hievt.

Fritzi ist gar nicht von dem Gedanken begeistert, ihre Sommerferien in einem Therapiezentrum auf Rügen zu verbringen, weil sie unter Panikattacken leidet. Ebenso wie Bastian, der dort nach einem gescheiterten Selbstmordversuch gelandet ist und eine schwere Bipolare Störung hat, wobei er abwechselnd depressiv und übermütig ist.

Auch Sarah und Tim, die mit Fritzi und Bastian die Gruppe „Astronauten“ bilden, sind nicht sehr überzeugt. Zuerst haben sie Probleme miteinander, vor allem mit Tim, der eine harte Schale zu haben scheint. Doch nach ein paar Tagen haben sie sich besser kennengelernt und legen ihre äußere Schicht ab.

So wird der mutige Tim zu einem einfühlsamen Jungen und die schüchterne Sarah der Kapitän der Astronauten. Sie lernen einander zu vertrauen und zuzuhören. Auch Bastian und Fritzi kommen sich näher und erleben ihre erste große Liebe. Doch wird Bastian erneut einen Fehler machen? Und können die anderen ihre Probleme und Ängste überwinden?

Das Buch ist abwechselnd aus Fritzis und Bastians Perspektive geschrieben. Ich finde es ist eine sehr schöne, emotionale Geschichte. Es geht um so viel mehr als um die psychischen Probleme der Jugendlichen. Man merkt richtig das Gruppengefühl der Vier und wie sehr sie sich vertrauen. Dort können sie sie selbst sein und müssen keine Angst haben ausgelacht zu werden. Außerdem konnte ich mich sehr gut in Fritzi hineinversetzten, unter anderem weil sie auch ein Harry Potter Fan ist.

Das Buch hat mich echt überwältigt und mir das Gefühl gegeben, bei der Geschichte, richtig dabei gewesen zu sein!

Echt empfehlenswert, an alle Jungen und Mädchen ab 14 Jahren!

Merle Schraven, 14 Jahre

Bewegend und einzigartig!

Von: Buchpanda Datum: 13. Mai 2018

Dieses Buch spielt zwar nicht auf dem Mond, sondern auf Rügen, aber es geht um vier Astronauten, vier Jugendliche in der Astronautengruppe des Therapiezentrums Sonnenhof.
Fritzi, Bastian, Sarah und Tim verbringen hier aus verschiedenen Gründen - und keines falls freiwillig - ihre Sommerferien und müssen sich ihren Problemen stellen, wobei sie nicht nur die schlechten Seiten des Lebens erfahren, sondern auch Freundschaft und Liebe kennen lernen.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, berührend und zugleich leicht sarkastisch. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will und die wechselnden ich-Perspektiven zwischen Fritzi und Bastian verschaffen dem Leser einen guten Einblick in die Charaktere.
Fritzi mit ihren Panikattacken wartet auf die Scheidung ihrer Eltern und versteckt sich hinter Büchern, Musik und Sprüchen.Sie ist ein Potterhead und diese kleinen Nerd-Momente haben mir sehr gefallen.
Bastian ist zum zweiten Mal im Sonnenhof und wird auf Schritt und Tritt von seiner schlechten Seite verfolgt - gerne in Form von Sith-Lords, Gollum oder Loki höchstselbst.
Tim und Sarah sind auch wichtig, allerdings wird deren Problem/Geheimnis erst mit der Zeit aufgedeckt.
Alle vier brauchen ihre Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, zusammen die Therapie durchzustehen und dabei auch noch seltsam gute Gefühle zuzulassen, ohne davor davon zu laufen.
Mit den Schatten der Vergangenheit und der Panik vor der Zukunft belastet, erleben Basti und Fritzi einen einzigartigen Sommer, der auch für den Leser unvergesslich bleiben wird.
Die Gefühle fahren Achterbahn, die Augen werden auch schwer trocken bleiben können und am Ende wird man sich wünschen, der Abschied von den vieren könnte noch herausgezögert werden, in dem man die Seiten langsamer umblättert.
Einen halben Punkt ist dieser Roman noch von der vollen Punktzahl entfernt, weil mir persönlich gefehlt hat, wie Fritzi (oder Bastian) im Sonnenhof therapiert werden - oft hatte ich den Einruck, als wären sie einfach nur auf einer Klassenfahrt mit besonderen Vorschriften. Ein oder zwei persönliche Gespräche mit tatsächlich hilfreichen Ansätzen der Therapeuten hätten der ganzen Sache und dem im allgemeinen doch sehr ernstem Thema etwas mehr Gewicht gegeben - und in betroffenen Lesern vielleicht auch Hoffnung geweckt oder etwas von der Angst genommen, sich mitzuteilen.

Fazit: Die Autorin erschafft in dieser Geschichte realitätsnahe Probleme und eine logische Handlung, sowie eine Darstellung aktueller Themen und damit ein Buch, das jeden Jugendlichen interessieren kann. Man muss aber die Harry Potter- Anspielungen verstehen.

Ein ganz besonderes Buch mit ganz besonderen Charakteren...

Von: Book-addicted Datum: 13. Mai 2018

*Inhalt*
"Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört.

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...
… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ..." (Quelle: Amazon)

*Erster Satz des Buches*
">Es sieht gar nicht aus wie eine...eine...< Meine Mutter betrachtet  das große Gebäude vor uns und versucht dabei, die richtigen Worte zu finden.“

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: cbt Verlag
ISBN: 978-3570311981
Preis: 13,00 € (Broschiert) / 9,99 € (Ebook)

*Infos zur Autorin*
"Adriana Popescu ist die Autorin zahlreicher Romane wie »VERSEHENTLICH VERLIEBT«, »LIEBLINGSMOMENTE« und »EWIG UND EINS«. Mit »EIN SOMMER UND VIER TAGE« legte sie ein beeindruckendes Jugendbuchdebüt vor, dem nur ein Jahr später »PARIS, DU UND ICH« folgte. Mit »MEIN SOMMER AUF DEM MOND« legt sie im März 2018 ihren - wohl persönlichsten - dritten Jugendroman vor.

Popescu arbeitete als Drehbuchautorin für das Deutsche Fernsehen und als Redakteurin für verschiedene Magazine, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete.

Sie lebt, liebt und schreibt in Stuttgart.

Mehr Infos unter: www.adriana-popescu.de
Facebook: http://www.facebook.com/Adriana.Popescu.Autorin
Twitter: https://twitter.com/Writing_Popescu" (Quelle: Amazon)

*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Adriana Popescu's Bücher sind einfach Pflichtlektüre!

-> Cover: 
Auch wenn ich eigentlich keine Bücher mit Menschen auf dem Cover mag, so finde ich dieses Cover absolut gelungen und die vier Jugendlichen kann ich absolut mit Fritzi, Bastian, Tim und Sarah in Verbindung bringen. Ein richtig schönes, schlichtes Cover!

-> Story + Charaktere: 
Es gibt Bücher, bei denen man froh ist, wenn man sie hinter sich lassen kann. Nicht, weil die Geschichte langweilig oder die Charaktere blöd waren... sondern weil man irgendwie einfach genug von dem Gesamtpaket hat. Dann gibt es Bücher, die liest man und es ist okay, wenn sie enden, aber die Fortsetzung liest man trotzdem. Und es gibt Bücher, die wachsen einem so sehr ans Herz, dass man versucht langsamer zu lesen. Man versucht, das unvermeidliche hinauszuzögern und trotzdem kann und will man nicht aufhören in dieser Welt zu versinken - weil man sich zuhause fühlt - und genau SOLCH ein Buch ist "Mein Sommer auf dem Mond".

Fritzi, Bastian, Sarah und Tim haben eines gemeinsam: Sie verbringen den Sommer in einem Therapiezentrum für psychisch erkrankte Jugendliche auf Rügen und sind in der Gruppe "Astronauten". Unsere vier Astronauten lernen sich nicht nur immer besser kennen, sondern werden im Laufe des Buches sogar richtig dicke Freunde, die sich für jeden einzelnen von ihnen einsetzen.

Adriana Popescu schafft es mit diesem Werk nicht nur, etwas anzusprechen was in unserer Gesellschaft noch viel zu sehr als Kleinigkeit, als Nichtigkeit angesehen wird, sondern auch, dem Ganzen eine gewisse Emotionalität einzuhauchen. Zeigt auf, dass psychische Erkrankungen KEINE Kleinigkeit sind und nicht einfach abgetan werden können und sollen... sie zieht uns in die Geschichte hinein und sorgt dafür, dass man nicht länger nur der Leser vor dem Buch ist, sondern mittendrin steckt und dabei nicht nur sich selbst rekapituliert, sondern von ganzem Herzen mitfühlt - und es sind eine Menge Gefühle, die da auf uns zukommen. Die Angst, ausgelacht und nicht verstanden zu werden,  die Angst, sich dem zu stellen, was einen belastet, die Angst vor der Angst. Höhenflüge, Tiefpunkte, Freundschaft, die erste Liebe, all das, was das Leben ausmacht - und noch so vieles mehr. Wir fühlen mit und manch einer erkennt sich in einem der Charaktere mit Sicherheit wieder, was nur dazu führt, das man sich umso mehr in die Geschichte einfühlt - was es nur umso persönlicher macht.

Wer Adriana Popescu ein bisschen in den sozialen Medien verfolgt, der erkennt sehr viel der Autorin in diesem Buch wieder - nicht zuletzt die Affinität zu diversen Filmen und Serien - was sie erneut einfach nur wahnsinnig sympathisch macht. Es gibt eine Menge Anspielungen und Querverweise auf, die jeden Buch- und Seriennerd zum schmunzeln bringen. :-)

Das Ende des Buches lässt den Leser mit einer positiven Stimmung zurück: Hoffnungsvoll, dass das Leben immer noch ein Hintertürchen für einen bereithält. Akzeptiert - denn es wird immer Menschen geben, die Dich so lieben, wie Du bist und wenn Du selbst damit anfängst, ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Optimistisch - dass jede kleine Hilfe, die Du jemandem bieten kannst - als Stütze, als offenes Ohr - möglicherweise jemandem ein bisschen von seinem Schmerz nehmen kann. Und es vermittelt Mut - Mut, dass wir alle Astronauten sein können, die endlich anfangen ihr Leben zu leben.

-> Schreibstil: 
Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Fritzi und Bastian erzählt, was mir persönlich wahnsinnig gut gefallen hat. Auch wenn wir nur die Sicht der beiden erleben, so erfahren wir dennoch auch genug über Tim und Sarah, die mir ebenso ans Herz gewachsen sind!

-> Gesamt: 
"Mein Sommer auf dem Mond" ist ein ganz besonderes Buch. Besonders, weil es berührt, fesselt und für jeden, dem es ähnlich geht, ein klein wenig Positives vermitteln kann. Besonders, weil es wundervolle Charaktere beinhaltet, die ich als Leserin mit all ihren Macken lieben musste. Besonders, weil es zum nachdenken anregt und mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Ernstes Thema wunderschön verpackt

Von: Tine_1980 Datum: 11. Mai 2018

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört.
Fritzi, die Sprücheklopferin, Bastian, der lässige Typ, Sarah, die Träumerin und Tim, der coole Sportler, treffen sich an einem ganz besonderen Ort, dem Sonnenhof. Jeder hat seine eigenen Geheimnisse und muss diese im Therapiezentrum auf Rügen langsam preisgeben. Vom Schicksal zusammengewürfelt, durchgeschüttelt und doch füreinander da. Alle müssen sich öffnen und einen lebensverändernden Sommer lang miteinander auskommen. Willkommen bei den Astronauten.

Da ich von <Paris, du und ich> so begeistert war, wollte ich dieses neue Buch von Adriana Popescu sehr gerne lesen. Die Autorin schaffte es auch dieses Mal, mich in die Geschichte zu schubsen und ab der ersten Seite die Reise mit den Astronauten anzutreten.
Die Charaktere waren vielschichtig, sympathisch und jeder auf seine Art liebenswert. Das Buch wird im Wechsel von Fritzi und Bastian erzählt und so lernt man die Zwei am besten kennen, doch auch Sarah und Tim bekommen genügend Spielraum in der Geschichte und so konnte man sich gut in die unterschiedlichen Persönlichkeiten einfühlen.
Tim ist der coole und gutaussehende Sportler, der zu sich selbst finden muss und Sarah ist die niedliche und verschüchterte Jüngste im Bunde der Astronauten.
Fritzi ist ein echt tolles Mädel, welches garantiert nicht auf den Mund gefallen ist. Es ist schön, diesen Einblick in ihr selbstsicheres Ich zu erhalten, denn anhand ihrer Krankheit ist sie außerhalb des Sonnenhofes ganz anders und man hofft, dass sie wieder zu ihrem wahren Ich zurückfindet. Aber man lernt auch ihre andere Persönlichkeit kennen und auch diese kann man nachvollziehen.
Bastian ist für mich der Verletzlichste der Truppe, der sich von seinen Dämonen erst befreien muss, um endlich das zu bekommen, was er am meisten möchte: Leben!
Zusammen mit Fritzi erlebt er eine gewisse Sicherheit, ein Auffangen und eine erste Liebe.
Die unterschiedlichen Krankheiten oder Probleme der Vier werden sehr authentisch beschrieben und man fühlt mit jedem der Vier mit. Dies wird aber auch durch die tolle Schreibweise und das einfühlsame, geschriebene Wort der Autorin unterstützt. Es gibt Stellen im Buch, die beklemmend sind, doch ebenso findet man so viel mehr darin. Witz, Zusammenhalt, Spannung, Diskussionen und Gespräche, ernste, aber auch liebenswerte Themen und eine schöne beginnende Liebe.
Ich fand es toll, wie der Weg von vier Einzelgängern zu einer gemeinsamen Gruppe, den Astronauten, beschrieben wurde. Wie sie nach und nach zusammenwachsen, sich Einander öffnen und die Wände langsam fallen lassen, wie sie füreinander einstehen und immer füreinander da sind, ist einfach schön.


Adriana Popescu versteht es meisterlich, die Leser in die Geschichte zu holen, sie mitfühlen zu lassen und ein ernstes Thema perfekt in das Buch zu verpacken. Die Geschichte bringt einen zum Nachdenken, Lachen und Träumen. Unbedingte Leseempfehlung!

Ein etwas anderes Jugendbuch mit wichtigem Thema

Von: queerBUCH - Der LGBT+ Buchblog Datum: 11. Mai 2018

Kurzbeschreibung Inhalt

Fritzi, Bastian, Tim und Sarah – vier Jugendliche, die alle ihr Päckchen zu tragen haben. Vier Jugendliche, die in den Sommerferien keinen Urlaub machen, sondern ihren Sommer im Sonnenhof auf Rügen verbringen, einer Einrichtung für Jugendliche mit psychischen Problemen. Hier sollen sie gesund werden, oder zumindest einen Anfang dazu finden. Klar, dass diese Aussicht nicht gerade Luftsprünge bei den Betroffenen auslöst, zumal sich auch die Frage stellt, wie man sein Verschwinden seinen Freunden erklären soll. Doch irgendwie scheinen sich dir Schwierigkeiten im Sonnenhof langsam zu lösen, und auch aneinander können die Vier wachsen, wodurch auch eine zarte erste Liebe entsteht…

Meine Meinung

Schon bevor ich wusste, dass Mein Sommer auf dem Mond auch einen queeren Charakter beinhaltet, bin ich über den außergewöhnlichen Titel gestolpert. Mond? Echt jetzt? Das klingt ja interessant! Die Geschichte spielt aber nicht tatsächlich auf dem Mond, wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt. Tatsächlich sind Fritzi, Bastian, Tim und Sarah auf dem Stockwerk der sogenannten »Astronauten« untergebracht, was immer wieder Anspielungen und Wortwitze zur Folge hat. Thematisch erinnert das Buch übrigens sehr an 100 schlimme Dinge, die mir bestimmt passieren, das könnte euch also auch gefallen. ��

Anders als ich erwartet hatte, wird die Geschichte nicht aus vier Sichtweisen erzählt, sondern nur aus Fritzis und Bastians. Das reicht allerdings auch vollkommen aus, irgendwie schafft es die Autorin trotzdem, dass man auch Tim und Sarah wie Hauptcharaktere wahrnimmt und kennen lernt. Die Frage nach dem »Warum bist du hier?« ist hier wohl ähnlich wie man das über Gefängnisse sagt: stell sie bloß nicht. Und wenn doch, erwarte keine Antwort darauf. Doch nicht nur das »Warum« vertrauen sich die Astronauten nach und nach gegenseitig an, auch das, wie es dazu kommen konnte. Plötzlich auftretende psychische Störungen kommen schließlich nicht von irgendwo her… Diese zarte Annäherung, das Fassen neuen Vertrauens und das Entstehen der Freundschaften fand ich wirklich berührend.

Die Kapitelüberschriften sind mit die besten, die ich je in einem Buch lesen durfte. Sie orientieren sich an Filmen, Serien, Büchern, Comics und all dem nerdigen Zeug, das wir Bücherfans so lieben. Die erste Kapitelüberschrift lautet »Hogwarts«. Oh ja, einer unserer Protagonisten ist großer Harry-Potter-Fan, weshalb Harry Potter sogar zur Möglichkeit wurde, in Stresssituationen die Ruhe zu bewahren. Zahlreiche Anspielungen tummeln sich im Text und lassen unsere Fangirl/-boy-Herzen höher schlagen.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wie schlagfertig doch gerade diejenigen sein können, die viel zu ertragen haben oder jeden Tag damit zu tun haben. Ob es die Wortwitze zu den Astronauten sind, Bastian mit seinem schwarzen Humor oder der Betreuer Ole, der überall das Positive sieht und sich konsequent selbst auf die Schippe nimmt. Das richtige Maß an Humor lässt die Charaktere so real wirken, dass ich mir gut vorstellen kann, dass es die Astronauten da draußen irgendwo gibt.

Und es gibt sie bestimmt – wenn auch nicht genau die Vier, von denen diese Geschichte handelt. Denn Adriana Popescu hat gut recherchiert und mit den echten Astronauten über ihre Erfahrungen gesprochen. Doch daraus entsteht auch ein kleiner Klumpen in meinem Magen. Wie viel ist realistisch und was ist nur künstlerische Freiheit? Wo sollen wir die Grenze ziehen? Wie die Autorin das Auftreten von beispielsweise Panikattaken beschrieben hat, klingt für mich realistisch. Ich kann mir vorstellen, dass es sich so oder so ähnlich anfühlt. Was ich aber fragwürdig finde, sind die Stimmen im Kopf, die sowohl Fritzi als auch Basti hören. Damit will ich nicht sagen, dass es keine psychischen Störungen gibt, in denen der oder die Betroffene Stimmen im Kopf hört, sondern nur, dass es mir in dem Zusammenhang suspekt vorkam und ich mich frage, ob das besonders bei jüngeren Lesern einen falschen Eindruck hinterlässt. Ich habe hier wirklich kein Fachwissen, ich meinte bisher nur zu wissen, dass SPOILER eine bipolare Störung und das Hören böser Stimmen von Superschurken aus Filmen, Serien und Comics immer noch zwei unterschiedliche Krankheiten sind und nicht das eine automatisch mit dem anderen einhergeht SPOILER ENDE. Es mag sein, dass ebendiese Stimmen die Geschichte ungemein auflockern und sogar für den ein oder anderen Lacher sorgen, aber ein mulmiges Gefühl blieb zumindest bei mir zurück.

Zur LGBT-Thematik habe ich noch gar nichts gesagt – das folgt jetzt. �� Ich habe ja schon erwähnt, dass einer der Charaktere queer, oder genauer gesagt, homosexuell ist. Wer das ist, verrate ich euch nicht, ein bisschen Spannung soll ja noch dabei bleiben. Da ebendiese Homosexualität mit der Auslöser für desjenigen psychischen Störung ist, machte mich zunächst skeptisch (ja, ich weiß, ich alte Skeptikerin), weil das mit ein Vorurteil gegenüber homosexuellen Menschen ist: Dass wir ja sowieso alle einen psychischen Schaden hätten. (Ich meine mich zwar zu erinnern, dass psychische Erkrankungen bei homosexuellen Jugendlichen häufiger auftreten als bei heterosexuellen, das liegt aus meiner Sicht allerdings eher an den Ängsten vor dem Anderssein, vor Ablehnung oder an tatsächlicher Ablehnung aus dem direkten Umfeld und nicht an der Homosexualität selbst.) ABER: Ich finde, das hat die Autorin wirklich toll dargestellt. Die Homosexualität als solches ist hier überhaupt kein Problem. Ihre Unterdrückung allerdings kann einen wahnsinnig werden lassen. Die Autorin zeigt, dass es eben doch noch nicht so leicht ist, zu sich zu stehen und sich zu outen, wie es heutzutage vermeintlich der Fall ist. Es gibt noch genug homophobe Menschen oder gesellschaftliche Kreise, die Homosexualität ablehnen und keinen Hehl daraus machen, wobei ich sehr gut verstehen kann, dass man sein Coming Out nur so vor sich herschiebt. Auch wenn sich diese Selbsterkenntnis und die Lösung des »Problems« dann doch recht schnell löst, zeigt die Autorin, dass das nur ein Anfang ist. Dass es nicht mit einem Coming Out bei den Eltern getan ist. Dass dieses »Problem« aber das ist, das sich am einfachsten lösen lässt.

Dieser Anfang gilt übrigens für alle Astronauten. Keiner ist nach einem Sommer plötzlich geheilt. Aber für alle geht es vorwärts. Für alle gibt es Hoffnung. Mein Sommer auf dem Mond hinterlässt ein hoffnungsvolles Gefühl. Es hinterlässt ein Gefühl von »Du bist okay, so wie du bist«. Wir alle brauchen manchmal Hilfe. Und sich Hilfe zu suchen und an sich zu arbeiten, demonstriert große Stärke. Trotzdem hat es mich nicht so sehr mitgerissen, wie ich erwartet hatte. Gegen Ende gibt es nochmal einen überraschenden Schlag – überraschend deshalb, weil ich wirklich nicht damit gerechnet hatte – der mich aber erschreckend kalt gelassen hat. Kaum Herzklopfen, kaum Mitfiebern… Da frage ich mich, ob ich durch das Viellesen irgendwann abgestumpft bin oder warum das Buch es sonst nicht geschafft hat, mich im Innersten zu erreichen. Das Buch ist toll, allerdings konnte ich es auch gut aus der Hand legen.

Fazit

Mein Sommer auf dem Mond ist ein etwas anderes Jugendbuch, das das wichtige Thema »Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen« aufgreift und damit zum Nachdenken anregt. Die Einbindung eines homosexuellen Hauptcharakters hat die Autorin sehr souverän gelöst, obwohl ich zu Beginn bezüglich der Verbindung zu dem Thema etwas skeptisch war. Dabei schreibt die Autorin sehr leicht und unterhaltsam, gleichzeitig sehr lebendig, wodurch man die Charaktere schnell liebgewinnt. Es ist ein Buch, das mich zwar nicht aus der Bahn geworfen hat, aber immer noch mit sanften Schwingen nachklingt.

Humor: ●●●●○
Anspruch: ●●●○○
Spannung: ●●○○○
Liebe: ●●●○○
Erotik: ○○○○○
Originalität: ●●●●○

Sommerliche Geschichte mit ernster Thematik

Von: Callie Wonderwood Datum: 07. Mai 2018

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört
Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...
… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...
(Klappentext)


Durch den Klappentext war ich sehr gespannt auf die Geschichte der vier Astronauten und ihrer Reise zum Mond.
Fritzi kommt im Sonnenhof in Rügen an, wo sie den Sommer über eine Therapie wegen ihrer Angststörung machen soll. Richtig begeistert ist sie davon nicht und möchte am liebsten sofort wieder nach Hause.
Im Sonnenhof lernt sie Bastian, Sarah und Tim kennen, die mit denen sie gemeinsam auf einer Etage wohnt und die auch wegen psychsichen Problemen bzw. Erkrankungen dort sind.
Zitat Fritzi : "Mein Herz ist eine Pauke, mein Kopf ein Kettenkarussell und mein Leben eine Achterbahn. Schuld daran hat nicht nur die Panik, die in Lauerstellung irgendwo hinter mir herschleicht."
Fritzi fand ich gleich sympathisch, sie liebt Harry Potter und und mochte ich ihre freche Art einfach gern. Und ihre Gedanken und Gefühle waren gut nachvollziehbar. Mit Bastian musste ich erstmal ein bisschen warm werden, aber mit Verlauf des Buches wurde er mir sympathischer.
Auch Tim und Sarah waren tolle Charaktere mit ihrer ganz eigenen Geschichte, die man auf den ersten Blick nicht erahnt. Ich fand es überzeugend gemacht, wie sie alle vier ganz unterschiedlich waren, charakterliche Tiefe hatten und wie jeder von ihnen einen inneren Kampf mit sich selbst führt.
Zu Beginn können sich die Astronauten untereinander nicht wirklich leiden und sind verschlossen gegenüber den anderen. Doch langsam entsteht eine besondere Freundschaft und eine kleine süße Liebesgeschichte. Sie erleben miteinander einen unvergleichlichen Sommer, der sie alle verändert.
Zitat Bastian : "»Vielleicht sind wir hier ja doch auf dem Mond gelandet.« Ich spreche es lachend aus, während Fritzi sich kurz umsieht. »Zu viel Wasser für den Mond.« »Spielverderberin.«"
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich hätte mir aber mehr therapeutische Einblicke gewünscht. Meiner Meinung nach wurde die Vorgehensweise in der Therapie im Sonnenhof zu wenig thematisiert, auch wenn die Auswirkungen von den psychischen Problemen gut gezeigt wurden. Es stand eher die Gruppe der Astronauten und ihre Freundschaft im Vordergrund und wie sich einander geholfen haben sich selbst mehr zu akzeptieren.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Fritzi und Bastian erzählt und jedes Kapitel und die Überschrift hat eine kleinen Bezug zu einem Film oder einer Serie, was ich schön gemacht fand. Mir hat der Schreibstil von Adriana Popescu gut gefallen, flüssig geschrieben, berührend und humorvoll, und die Seiten flogen nur so dahin.

Fazit :
Eine schöne, sommerliche Geschichte mit einer ernsten Thematik, für mich war aber zu wenig Fokus auf der therapeutischen Ebene.

Rezension zu "Mein Sommer auf dem Mond"

Von: Medeas Bookstore Datum: 05. Mai 2018

Das Cover konnte mich längst nicht so beeindrucken wie der Inhalt des Buches. Es war mein erstes Buch von Adriana Popescu und wird auch sicher nicht das letzte sein.

Fritzi, Basti, Sarah und Tim haben alle unterschiedliche Charakterzüge und Problem, aber dennoch finden sie zusammen. Sie helfen sich gegenseitig und zeigen das es sich zu kämpfen lohnt. Für seine Freunde und für sich selbst.

Ich bin ja jemand der nur schnell lies, wenn das Buch auch gut ist und ich habe "Mein Sommer auf dem Mond" innerhalb von vier Tagen gelesen. Für mich ist das recht gut. Das Buch hat mich richtig gefesselt, was nicht nur an dem tollen Jugendlichen Schreibstil lag. Die Story - auch wenn ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte - konnte mich mitreisen. Die vier erleben wunderschöne, aber auch traurige Momente zusammen. Man freut sich mit ihnen, aber Leidet auch mit ihnen. So wurden das ein oder andere Mal mein Augen feucht und am Schluss könnten sich auch ein paar Tränen aus meinen Augen befreien. Und wie ich so gern sage: Ein Buch, welches dir Tränen in die Augen treibt, ist ein gutes Buch.

Außerdem finde ich es toll, dass vereinzelt von Harry Potter und Star Wars die Rede ist. Ich bin ja ein totales Star Wars Kind.

Tim ist mir persönlich am sympathischsten da er die größte Entwicklung hintersich gebracht hat. Das macht die anderen Astronauten aber nicht weniger sympathisch. Alle vier habe ich in mein Herz geschlossen. Anders geht es gar nicht. Man muss sie einfach mögen.

Ich finde es ganz toll, dass die Autorin so viele wichtige Themen in nur einem Buch angesprochen hat. Es ist nicht leicht, wenn man psychisch Probleme hat (ja, ich rede aus Erfahrung) und die Gesellschaft einen dann noch mehr Steine in den Weg legen muss. Ein wirklich tolles Jugendbuch das ich Jung und alt Empfehlen kann!

Es ist schon fast eine Liebeserklärung ans Leben

Von: Mandys Bücherecke Datum: 03. Mai 2018

Inhalt
Fritzi, Bastian, Tim und Sarah sind auf den ersten Blick ganz normale Teenager. Doch eines verbindet die vier sehr unterschiedlichen Jugendlichen. Sie verbringen ihren Sommer im Therapiezentrum auf Rügen. Dort müssen sie ihre Geheimnisse offenbaren und sich aufeinander verlassen. Denn nur so haben sie eine Chance, dass ihr Aufenthalt dort ein Erfolg wird.

Meine Meinung
Für mich war "Mein Sommer auf dem Mond" das erste Buch von der Autorin, doch ich hatte schon viel Gutes von ihren Werken gehört. Bei diesem Werk merkt man auf jeder Seite wie viel Herzblut die Autorin in diese Geschichte rund um die vier Jugendlichen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah gesteckt hat. Auf jeder Seite steckt so viel Gefühl und eine Authenzität, die seines Gleichen sucht.

Mir gefiel hier besonders, dass die Autorin es schafft ein sensibles und schwieriges Thema, das eher totgeschwiegen wird, mit viel Humor und Liebe darzustellen. Mit ihrem Sarkasmus, ihren bildlichen Vergleichen und Metaphern konnte sie mich in ihren Bann ziehen. Dennoch wird das Ganze nicht ins Lächerliche gezogen. An den richtigen Stellen ist das Buch dramatisch, ernst oder auch traurig und ich habe hier wirklich ein Wechselbad der Gefühle mitgemacht.
Der Schreibstil der Autorin ist grandios, einfühlsam und fesselnd. Der Plot wird abwechselnd aus Fritzis und Bastians Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefiel.

Dieses Buch ist etwas besonderes und am Anfang weiß man gar nicht so recht, wieso die vier eigentlich im Therapiezentrum sind und erst nach und nach kommt man hinter ihre Geheimnisse. Doch es ist nicht nur ein Buch über die Therapie der vier, es ist auch ein Buch über Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen und die erste Liebe. Es ist ein Buch über Selbsteinsicht und dem Wunsch etwas zu verändern und zu Leben und somit schon fast eine Liebeserklärung an das Leben an sich. Die Tiefe dieses Buches hat mich unglaublich beeindruckt.

Ebenso wie die Protagonisten. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten und ihr Päckchen zu tragen, sei es Bastian, der nicht zum ersten Mal im Therapiezentrum ist, oder Sarah, die zuerst nur sehr schüchtern wirkt, sowie Fritzi, die sich hinter ihren frechen Sprüchen versteckt und Tim, der eigentlich nur Sport machen möchte. Diese vier sind so authentisch, dass ich gar nicht anders konnte als mit ihnen zu fühlen.

Der Plot ist durchweg emotional und auf eine ruhige Weise spannend. Für mich war das Buch ein Highlight und wird wohl nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, das ich gelesen habe. Vor allem das Ende ist unglaublich passend und rundet das Buch wunderbar hat. Ich bin wirklich begeistert.

Fazit
"Mein Sommer auf dem Mond" ist schon fast eine Liebeserklärung an das Leben an sich und das trotz der schwierigen Thematik. Die Autorin schildert mit viel Humor, aber auch einfühlsam und so unglaublich authentisch das Schicksal der vier Jugendlichen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, denn für mich war es ein Highlight.

Ein absolutes Jahreshighlight!

Von: Ries Bücherhimmel Datum: 03. Mai 2018

INHALT:
Niemals hätten Fritzi, Bastian, Tim und Sarah sich vorstellen können, dass ihr Aufenthalt am Therapiezentrum Sonnenhof sie so verändern wird.
Jeder der vier Jugendlichen hat seine ganz eigenen Probleme, die er versucht in diesem Sommer zu besiegen und hinter sich zu lassen.
Mit jedem Tag lernt sich die Gruppe immer mehr kennen und sie versuchen sich zu öffnen und anzuvertrauen. Doch dies ist nicht ganz so leicht, denn immer wieder holt sie die Vergangenheit ein.
Dies wird ein unvergesslicher Sommer für Fritzi, Bastian, Tim und Sophie...

MEINE MEINUNG:
Niemals hätte ich damit gerechnet, dass das Buch mich so fesseln und überzeugen kann.

Bereits der Anfang konnte mich direkt in seinem Bann ziehen. Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Der Handlungsverlauf ist geprägt von vielen Höhen und Tiefen der Protagonisten, die der Geschichte immer wieder Gefühl und etwas Spannung verleihen.
Natürlich gab es auch ab und zu ein paar Szenen, die mir persönlich nicht ganz so gut gefallen haben, doch diese konnte der Rest definitiv wieder wettmachen.
Gerne hätte ich noch gewusst, wie die Geschichte der Vier weitergeht.

Der moderne und leichte Schreibstil hat es geschafft ein schwieriges und trauriges Thema auf eine leichte Art darzustellen.
Besonders gut hat mir der Perspektivenwechsel zwischen Fritzi und Bastian gefallen. So konnte man ihre Handlungs- und Gedankenweise noch besser nachvollziehen.
Aber so hat man nicht nur etwas über Fritzi und Bastian erfahren, sondern konnte auch immer mehr in das Leben von Tim und Sarah eintauchen.
Alle vier Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert und mitgefühlt. Generell hat mir die Entwicklung der Charaktere sehr gefallen, da sie ebenfalls sehr authentisch war.

Die Geschichte ist so wundervoll, berührend, tiefgründig und gibt bestimmt vielen Leuten da draußen Kraft und Mut.
Das Buch ist definitiv nicht nur etwas für Jugendliche.

FAZIT:
"Mein Sommer auf dem Mond" behandelt ein schwieriges Thema, welches jedoch mit einer Leichtigkeit verpackt wurde und voller Emotionen steckt.

Ich vergebe 5 von 5 Sternschnuppen!

* Vielen Dank an den Verlag, der mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Die vier Astronauten

Von: die.buecherdiebin Datum: 02. Mai 2018

Inhalt: Fritzi, Bastian, Tim und Sarah lernen sich in einem Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche auf Rügen kennen. Die vier unterschiedlichen Teenager bilden für einige Wochen ein Team, die Therapiegruppe „Die Astronauten" und müssen sich wohl oder über zusammenraufen. Dabei freunden sie sich an, helfen einander und wachsen über sich hinaus.

Meine Meinung: Jugendbüchern stehe ich (ü50) immer sehr skeptisch gegenüber. Zu oft wurde ich schon enttäuscht. „Mein Sommer auf dem Mond“ hat mich aber von Anfang an begeistert. Der Schreibstil von Adriana Popescu ist absolut wunderbar und mitreißend. Sie schafft es mit bewundernswerter Leichtigkeit und Humor dem Leser ein schwieriges Thema nahe zu bringen.
Die vier Jugendlichen, die alle mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben, sind sich zunächst fremd und auch nicht besonders sympathisch. Im Laufe der Zeit werden sie jedoch zu richtig guten Freunden. Nach und nach akzeptiert jeder den anderen und vor allem sich selbst. Der Weg dorthin hat Höhen und Tiefen und ist auch am Ende des Buches noch nicht geschafft, und es ist sehr berührend, ihn begleiten zu dürfen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Fritzi und Bastian erzählt und beinhaltet auch eine kleine Liebesgeschichte. Diesen Wechsel finde ich sehr gelungen, denn er ermöglicht, beide besser zu verstehen.
Alle vier Protagonisten waren mir am Ende ans Herz gewachsen und ich hatte beinahe das Gefühl, als würde ich sie persönlich kennen.

Ein Satz der mir besonders gut gefallen hat: „Mein Herz hat die Schuhe ausgezogen und tobt sich seit Minuten in einer Hüpfburg aus“. ♥️���� Fazit: Für mich ist „Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu ein aus der Masse herausragendes Jugendbuch und auf jeden Fall auch für ältere Leser geeignet. Eine Geschichte über Freundschaft, Akzeptanz, Mut und die erste Liebe. Klare Leseempfehlung.

Ich bin ein Astronaut

Von: Bibliophilie Hermine Datum: 29. April 2018

Ich weiß gar nicht wie ich all das in Worte packen soll, all diese Gefühle die in mir toben, grade habe ich die letze Seite mit einem lachendem und einem weinendem Auge gelesen.
Ich habe viel gefühlt, vor allem aber Verständnis und Dankbarkeit.
Danke Adriana Popescu für diese Geschichte, für die Astronauten, für einfach jedes Wort in diesem Buch.

Ja ihr merkt schon vor meinem Fazit, das ist ein Buch, welches ich definitiv weiter empfehle. Und zwar in ganz großem Rahmen. Aber vor allem möchte ich diesen Buch , denjenigen ans Herzen legen , die betroffene Angehörige haben, Kinder, Freunde, Nichten , Geschwister , einfach um zu verstehen . Zu verstehen was diese Menschen nicht selbst Ausdrücken können aber oftmals so gerne möchten , nur nicht wissen wie. Für mehr Verständnis .

Es ist ein wichtiges Buch über ein wichtiges Thema . Psychosomatische Krankheiten sind nichts wofür man sich schämen muss, aber über die keiner gerne offen redet, weil einfach zu wenig Leute richtig zuhören oder Verständnis zeigen. Es ist immer noch ein Thema , was in der Gesellschaft oft belächelt wird, als schlechte Phase dargestellt wird, doch das ist es nicht. Es ist etwas, was das ganze Leben für immer beeinflussen wird.

Und diese recht harte Thematik, hat die Autorin in eine bemerkenswerte Leichtigkeit verpackt. In Worte gehüllt , die einen durch die Seiten fliegen lassen . Schwerelos wie in einem Raumschiff.
Während des Lesens , war ich ein Teil der Astronauten. Ich habe gelacht und mitgefühlt. Es ist ein einnehmender und humorvoller Schreibstil, der sich einfach im Herz festsetzt und etwas Licht in die Dunkelheit bringt.

Man liest abwechselnd Fritzis und Bastis Sicht und ich kann gar nicht sagen, welche ich lieber mochte, denn es waren beides sehr tolle Charaktere, die auf ihre Art stark sind , auch wenn sie schwach erscheinen, mit Charakterlicher Entwicklung , die authentisch ist , nicht überzogen oder beschönigt. Und die ganzen Anspielungen auf Fandoms machten die beiden noch sympatischer.

Ihr solltet euch das Buch unbedingt näher ansehen , denn es ist voller Hoffnung , Realität, Liebe , Freundschaft und wundervoller Botschaften.

Großartiger Schreibstil und eine sehr wichtige Thematik!

Von: Literally Sabrina Datum: 25. April 2018

Am Wochenende habe ich nach langer Zeit endlich wieder einen Roman von Adriana Popescu gelesen. Ihre Romane Lieblingsmomente und Lieblingsgefühle sowie Versehentlich verliebt oder auch Ewig und Eins mochte ich sehr. Doch eben genau seit der Lektüre dieser Romane habe ich meine Nase nicht mehr in eines ihrer Werke gesteckt. Am Wochenende habe ich aufgrund des fabelhaften Wetters einige Stunden lesend auf der Terrasse verbracht und habe dies zum Anlass genommen, den neuesten Roman Mein Sommer auf dem Mond von Popescu einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

In diesem Roman überrascht uns Popescu mit einem außergewöhnlichen Setting: Es geht nach Rügen auf den Sonnenhof, ein Therapiezentrum für Jugendliche. Dort lernen wir Franziska, Fritzi genannt, Bastian, Tim und Sarah kennen, wobei der Roman abwechselnd aus der Sicht von Fritzi und Bastian erzählt wird. Die vier Jugendlichen sind alle aufgrund unterschiedlicher psychischer Erkrankungen im Sonnenhof, erst im Verlauf des Roman erfährt man, mit welchen Dämonen die einzelnen Jugendlichen tagtäglich zu kämpfen haben. Sie bilden zusammen das Team der Astronauten, das im 3. Stock der Einrichtung beheimatet ist. Sowohl die beiden Jungs, als auch die beiden Mädchen teilen sich jeweils ein Zimmer. Und wie man es sich vielleicht schon denken kann, ist der Alltag im Sonnenhof alles andere als vorhersehbar und so hält dieses Buch einige Abenteuer für den Leser bereit.

Schreibstil & Aufmachung
Schon nach wenigen Seiten machte mein Herz Freudensprünge: Hier ist er wieder – Popescus großartiger Schreibstil. Der Roman ist ebenso wie die anderen Bücher von Popescu, die ich gelesen habe, ansprechend geschrieben. Er liest sich flüssig, man fliegt nur so durch die Seiten. Trotz schwieriger Thematik ist es ein locker leichtes Buch, das sich hervorragend für ein sommerliches und sonniges Wochenende eignet.

Das suggeriert auch schon bereits die pastellfarbene Gestaltung des Covers sowie die Auswahl des Schauplatzes. Wir befinden uns in Rügen am Strand, wer verspürt da nicht direkt Urlaubsfeeling? Sehr niedlich und gelungen finde ich auch die Möwen, die sowohl jeden Kapitelanfang als auch das Ende eines jeden Kapitels schmücken. Generell finde ich es immer sehr schön, wenn Elemente vom Cover im Buch selbst wieder aufgegriffen werden und sich damit wie einen roten Faden durch die Geschichte ziehen.

Über die verschiedenen Schriftarten, die verwendet werden, um die Stimmen in den Köpfen klar von dem Gesprochenen der Jugendlichen abzugrenzen, kann man sich streiten. Dass hier eine Unterscheidung in der Schriftart vorgenommen wird und nicht bloß ein neuer Absatz beginnt oder ein Einschub erfolgt, finde ich sehr schön. Einzig über die Auswahl der Schriftart bei Bastians „innerer Stimme“ bin ich ein wenig unglücklich. Manchmal musste ich die Sätze zweimal lesen, um sie korrekt entziffern zu können. Das ist ein wenig schade, aber auch nicht weiter dramatisch, da es immer nur sehr kurze Einwürfe von wenigen Worten sind. Das verkraftet man.

An manchen Stellen im Roman finde ich die Anspielungen auf Filme, Musik oder sonstigem Kulturgut ein wenig zu viel des Guten. Es wirkt ein wenig so, als ziehe Popescu alle Register und packe alles Wissen rund um die Nerd-Kultur in diesen einen Roman. Hier hätte ich mir gewünscht, dass diese teilweise wirklich sehr gelungenen Anspielungen ein wenig dosierter in den Roman eingeflochten worden wären. So wirkt es ein wenig überladen. Mehr ist nicht immer automatisch besser.
Ähnlich erging es mir bei den Untertiteln der einzelnen Kapitel. Auch hier wirkt es für mich, im Gesamtbild betrachtet, insgesamt ein wenig überladen, ein wenig zu viel des Guten.

Figuren
Es tut mir wirklich leid, dies jetzt so deutlich sagen zu müssen, aber: Die Charaktere bleiben für mich sehr konturlos, sehr schwammig. Damit meine ich jetzt nicht, dass man nur – zumindest zu Beginn des Romans – nur spärliche Informationen darüber erhält, weswegen die Jugendlichen im Sonnenhof sind, sondern vielmehr wird ihr Charakter wenig beschrieben. Man erfährt kaum etwas über die Vier, das nicht mit ihrem Leben innerhalb des Sonnenhofes oder mit ihrer Krankheit zu tun hat. Gerade in diesem Setting wäre es in meinen Augen wichtig gewesen, vielschichtige Charaktere herauszuarbeiten. So kann ich nur schwer eine Verbindung zu den Figuren herstellen, ich werde nicht Teil der Geschichte, sondern bleibe den kompletten Roman hindurch Zuschauer.

Der Klappentext verspricht einen coolen Sportler, eine niedliche Träumerin, den lässigen Underdog und eine freche Sprücheklopferin. Ich habe wirklich Mühe, diese Beschreibungen den Charakteren im Roman zuzuordnen, einfach weil sie so wenig beschrieben werden. Die Zuschreibung erfolgt vielmehr über das Ausschlussprinzip.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Fritzi und Bastian erzählt. Selbst dieser quasi doppelte Erzählstrang schafft es nicht, mich als Leser mehr in die Geschichte einzubinden. Trotz der zwei unterschiedlichen Perspektiven, aus der man auf den Roman blickt, bleiben die Charaktere für mich weiterhin konturlos.
Außerdem geht mir das mit Fritzi und Bastian viel zu schnell. Es dauert nicht einmal eine Woche, da fühlen sich die beiden derart verbunden und nah, obwohl sie kaum etwas voneinander wissen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die beiden auf irgendeine Weise wenigstens kennengelernt hätten – Gespräche über Hobbies, ihren Lieblingsfilmen oder sonstige zwanglosen Themen fernab ihrer „Krankheit“. So wirkt es ziemlich konstruiert und vorhersehbar.

Inhalt
Insgesamt passiert für mich in diesen Roman zu wenig. Oder anders ausgedrückt: Es passiert nicht das, was ich von dieser Geschichte erwartet habe. Man begleitet die Jugendlichen durch ihren – wenn man es so nennen kann – Alltag im Sonnenhof, man begleitet sie auf Ausflüge, Radtouren, Segeltörns. Man erlebt viel und doch irgendwie nichts. Oder zumindest nicht was, womit ich gerechnet habe. Ich vermisse die, wie ich zumindest dachte, für dieses Setting üblichen Therapiesitzungen oder sonstige für diese Einrichtung typischen Aktivitäten. Natürlich gehören auch die Ausflüge zur Therapie dazu, das betont Ole in diesem Roman auch öfter, aber dennoch hätte ich mir mehr therapienahe Situationen gewünscht, gerne auch Gruppensitzungen, wobei ich das bei vier unterschiedlichen Krankheitsbildern für schwierig umsetzbar halte. Aber irgendetwas in diese Richtung.

Solche Situationen sind ganz sporadisch über den gesamten Roman verteilt, beispielsweise als Bastian seinen Fragebogen am Ende des Romans ausfüllt. Aber sie sind wirklich sehr kurz und ergeben sich eher aus der Situation heraus. Ich hätte mir gewünscht, dass solche Szenen – ohne inhaltlich zu sehr in die Tiefe zu gehen – ihren festen Platz in der Geschichte haben, eben so wie sie sie auch im Alltag der Jugendlichen haben.
Die Krankheiten der Jugendlichen sind der Grund, wieso sie an diesem Ort sind und wieso sich die Vier überhaupt kennenlernen. Aber sobald sie am Sonnenhof angekommen sind, rückt dieser Aspekt vollkommen in den Hintergrund und wird nahezu gegenstandslos. Diesen Eindruck habe ich zumindest. Natürlich wird man noch Kapitel für Kapitel mit den Krankheiten der Jugendlichen konfrontiert – manchmal sogar sehr heftig – aber insgesamt dreht sich der Roman für meine Verhältnisse zu wenig um Therapie als darum, dass sie Freundschaft schließen.

Das finde ich sehr schade, denn in dieser Idee steckt so viel Potential. Man hätte die unterschiedlichen Krankheitsbilder weiter herausarbeiten und romangerecht aufbereiten können. An einigen Stellen im Roman wird auf die verschiedenen Krankheitsbilder eingegangen, es wird kurz angerissen, was eine bipolare Störung ist, es werden Suizidversuch und Panikattacken genannt. Und hier steckt das Problem. Sie werden eben nur aufgezählt und leider nicht weiter thematisiert. Bis auf Sarahs „Vorfall“ wird man als Leser nicht wirklich damit konfrontiert, was diese psychischen Erkrankungen für die Jugendlichen bedeuten, man erfasst die Ernsthaftigkeit dahinter nicht. Auch, wenn dies ein Roman und kein Sach- oder gar wissenschaftlihes Buch ist, hätte man an dieser Stelle dennoch mehr auf die Krankheitsbilder und deren Symptome eingehen können. Gefühlt jeder zweite Absatz erwähnt, dass Fritzi Angst hat, eine Panikattacke zu bekommen, aber weiter ausgeführt wird es nicht wirklich. Was ist eine Panikattacke? Wie äußert sie sich?

All solche Fragen hätten für meine Verhältnisse ein wenig mehr in diesem Roman Erwähnung finden sollen. Natürlich ist das sehr trockene Materie, aber man hätte sie in beispielsweise durch Gespräche unter den Jugendlichen in den Roman einfließen lassen können. So hätte man eine romangerechte Aufbereitung dessen, die authentisch wirkt. Denn wer, wenn nicht die Betroffenen selbst – in diesem Fall die Jugendlichen – wissen besser Bescheid, was ihre Krankheit ist und wie sie sich äußert?

Wichtige Thematik
Trotz all dieser Kritik darf natürlich nicht vergessen werden, dass dieser Roman eine sehr wichtige Thematik behandelt. Solche Bücher brauchen wir und zwar gerade in Form von Jugendbüchern! Es freut mich zu sehen, dass Popescu diese Thematik in einem Jugendbuch auftauchen lässt. Da sie hier in Romanform vorliegt, greifen auch Jugendliche danach, die sich sonst womöglich nicht weiter mit psychischen Krankheiten auseinandergesetzt hätten. Und hier punktet Mein Sommer auf dem Mond entschieden. Denn es sensibilisiert und spricht eine Zielgruppe an, die Bücher in ihrer präferierten Form – dem Roman – lesen können und dennoch wichtigen Input für Heranwachsende bekommen. Das finde ich großartig gelöst!

Schlussbetrachtung
Insgesamt betrachtet ist Mein Sommer auf dem Mond ein Roman mit unglaublich viel Potential. Popescus grandioser Schreibstil, den ich schon aus vier ihrer Romane kenne, habe ich auch hier wiedergefunden. Das freute mich ganz besonders! An mehr als einer Stelle musste ich, gerade über den anfänglichen Schlagabtausch zwischen Fritzi und Bastian, schmunzeln. Einzig die unterschiedlichen psychischen Krankheitsbilder hätten meiner Meinung nach ein wenig mehr herausgearbeitet und in die Romanhandlung eingeflochten werden können. Auch die Therapie an sich hätte ein wenig mehr Raum in diesem Roman einnehmen können. So entsteht schnell der Eindruck, als therapiere man sich ausschließlich dadurch, dass man Freundschaft untereinander schließt.

Die Mondreise der Astronauten begeistert

Von: Buchschatzjägerin Datum: 23. April 2018

WORUM GEHT ES?
Die 16-jährige Fritzi hat sich ihren Sommer doch etwas anders vorgestellt. Zusammen mit ihrer besten Freundin wollte sie auf die Ostseeinsel Rügen reisen und dort Urlaub machen. Nun ist Fritzi zwar auf Rügen, jedoch aus ganz anderen Gründen. Aufgrund ihrer Panikattacken haben ihre Eltern sie in ein Therapiezentrum gebracht. Dort wird sie in die Gruppe der Astronauten aufgenommen, denen auch die drei Jugendlichen Bastian, Tim und Sarah angehören. Anfangs kommen die vier Jugendlichen so gar nicht zurecht, scheinen sie doch alle komplett verschieden zu sein. Niemand möchte so wirklich über seine Probleme reden, jeder von ihnen möchte bloß so schnell wie möglich wieder von dort verschwinden. Doch mit der Zeit zeigt sich, dass die vier Astronauten vielleicht doch nicht ganz so verschieden sind und eigentlich sogar gut zusammenpassen.


REZENSION
Mein Sommer auf dem Mond ist ein Jugendbuch der besonderen Art. Es geht nicht um das typische Teenagerdrama, das man von Romanen aus dem Genre erwartet, denn Autorin Adriana Popescu behandelt in ihrem neusten Roman nämlich ein ganz anderes, in diesen Zeiten vielleicht sogar viel wichtigeres Thema - nämlich psychische Erkrankungen bei Jugendlichen.

Geschrieben ist der Roman aus den Perspektiven von Fritzi und Bastian, zwei Mitglieder der vierköpfigen Astronauten-Gruppe aus dem Sonnenhof, einem Therapienzentrum auf der Insel Rügen. Ich bin beim Lesen teilweise wirklich über die Seiten geflogen. Das lag zum einen an der sehr einfachen, jungen Sprache, aber auch daran, dass mich die Geschichte von den Astronauten gefesselt hat. Es gab immer wieder etwas, das einen zum Weiterlesen animiert hat, seien es nun Geheimnisse, die noch gelüftet werden mussten oder eben der eine oder andere Plottwist, der plötzlich alles umgeworfen hat und den ich so gar nicht habe kommen sehen.

Ein große Freude waren für mich auch die popkulturellen Referenzen in dem Roman. Bereits die Überschrift des ersten Kapitels hat mich zum Schmunzeln gebracht, denn der Sonnenhof wird mit Hogwarts verglichen. Und auch sonst beinhalten die Kapitelüberschriften viele popkulturelle Referenzen. Generell wird immer wieder auf Fandoms, wie Harry Potter, Star Wars und anderen angespielt.

Mein persönliches Highlight war wohl, dass Fritzi bei der Aufzählung der Gryffindor Schüler Seamus Finnigan erwähnt hat! Das ist nämlich mein Lieblingscharakter und total underrated, wie ich finde. Das hat mir beim Lesen in der Bahn auf jeden Fall ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Die vier Astronauten habe ich alle ins Herz geschlossen, wenn auch nicht sofort. Gleich zu Beginn war ich ein großer Fan von Fritzi, aber noch mehr von Bastian und wie sie aufeinander gewirkt haben.
Fritzis direkte, trockene Art fand ich super. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne. Dass sie an Panikattacken leidet, erfährt man relativ früh und ohne Umschweife. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass Fritzis Panikattacken gar nicht so richtig durchkamen. Man erfährt zwar etwas darüber und sie deuten sich auch ab und zu mal an, aber sie sind eben nicht so präsent und eindringlich thematisiert wie die Probleme der anderen Jugendlichen, sondern wirken dagegen eher passiv. Das finde ich sehr schade, da wir das Geschehene zum Teil eben besonders aus Fritzis Perspektive erfahren.

Nur zum Vergleich ist Bastians Erkrankung sehr viel präsenter, wenngleich ich auch das Gefühl hatte, dass die diagnostizierte bipolare Störung gleichzeitig auch schizophrenische Züge hatte, die aber so gar nicht thematisiert wurden. Da ich mich auf dem Gebiet aber nicht wirklich auskenne, mag ich darüber eigentlich gar nicht urteilen. Bastians Stimmungsschwankungen, die mit seiner Krankheit einhergehen, sind tatsächlich sehr gut durchgekommen und ich hatte durchaus das Gefühl, ihn und auch die Krankheit dadurch besser verstehen zu können.

Auch Tim gehört zu den Astronauten und eigentlich mochte ich ihn, trotz seiner rauen Art von Anfang an. Als hätte ich schon gewusst, dass er eigentlich kein übler Typ ist. Was Tims Problem war, habe ich irgendwie sehr schnell durchschaut und deshalb war die Überraschung hinterher nicht mehr ganz so groß, als er endlich mit der Wahrheit rausrückte. Mir gefällt es aber sehr, dass nicht so sehr auf seinen Problemen herumgeritten wird, nachdem die Bombe erst mal geplatzt ist. Man merkt, wie gut Tim der Umgang mit den anderen tut und wie sehr er sich zu seinem Vorteil entwickelt. Besonders seine Bindung zu Sarah fand ich sehr schön.

Mit Sarah hatte ich anfangs tatsächlich meine Schwierigkeiten, da ich ihre Rolle in dieser Gruppe erst so gar nicht verstanden habe. Lange Zeit war sie mir ein wahrhaftiges Rätsel und in der Gruppe um Fritzi, Bastian und Tim viel zu passiv. Man wusste nicht, wo ihre Probleme lagen und weshalb sie im Therapiezentrum war. Da allerdings immer auf ihre üppige Oberweite angesprochen wurde, habe ich mir schon gedacht, dass es etwas damit zutun haben musste. Sarahs Geschichte hat mich tatsächlich am meisten berührt und mitgenommen. Gegen Ende hat sie sich auch definitiv zu meinem Liebling gemausert.

Obwohl der Roman sehr ernste Themen, wie Scheidung, Mobbing und psychischen Erkrankungen behandelt, herrscht im wesentlichen keine durchweg bedrückende Stimmung in der Geschichte. Eher wird sie mit einer sensiblen Leichtigkeit erzählt, jedoch ohne das alles zu verharmlosen. Es wirkt realitätsnah und gerade das macht die Geschichte so ergreifend. Dass neben den psychischen Problemen auch Freundschaften und Liebe eine zentrale Rolle spielen, zeigt nur noch mehr, dass auch Jugendliche mit solchen Erkrankungen eben doch immer noch ganz normale Jugendliche sind. Es ist also von allem etwas dabei und nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.


FAZIT
In ihrem Roman Mein Sommer auf dem Mond behandelt Adriana Popescu das sensible Thema psychische Erkrankungen auf eine realitätsnahe, aber auch sehr sensible Art. Durch die vier Astronauten bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der psychisch erkrankten Jugendlichen, die darauf aufmerksam machen, dass in Menschen weitaus mehr vor sich gehen kann, als es äußerlich vielleicht scheinen mag. Die Autorin hat ein sehr ernstes Thema, in eine authentische Geschichte gepackt, die man jedem wärmstens empfehlen möchte. Auch die kleinen Fangirls und Fanboys werden durch die Einbindung von popkulturellen Referenzen auf ihre Kosten kommen. Mein Sommer auf den Mond konnte mich trotz kleiner Schwächen trotzdem überzeugen und bekommt deshalb nicht weniger als fünf von fünf Sterne.

Großatige Geschichte über ein nicht einfaches Thema

Von: BienesBücher Datum: 20. April 2018

Das Cover macht schon auf den ersten Blick den Eindruck, dass es sich um ein sommerliches Buch handelt. Ein Strand ist auch mein Lieblingsort, daher fand ich es richtig hübsch.

Bastian und Fritzi zählen zu den Astronauten im Therapiezentrum. Fritzi versucht ihre Panikattacken in den Griff zu bekommen und Bastian kämpft noch immer gegen seine Dämonen. Jeder der beiden macht eine ziemlich schwere Zeit durch und findet dort Hilfe. Später spielen dann auch noch Tim und Sarah eine wichtige Rolle, mit denen Sie die Gruppensitzungen verbringen.

Fritzi ist eine so tolle Person. Sie stellt sich ihren Problemen und lernt vieles über sich. Nur bekommt man von ihrer eigentlichen Therapie nicht viel mit, sondern eher von den Resultaten.
Von Bastian hätte ich auch gerne viel mehr erfahren. Vor allem, was genau mit seinem besten Freund passiert ist. Seine Dämonen lernt man auch kennen, die mich immer an „Engelchen und Teufelchen“, die man manchmal auf der Schulter hat, erinnert haben.
Bastian und Fritzi haben noch eine besondere Beziehung, denn beide entwickeln Gefühle für einander. Nur ist es in ihrer Situation gar nicht so einfach mit allem klar zu kommen.
Durch Tim und Sarah bekommt die Runde noch weitere Aspekte, die die Geschichte noch interessanter machen. Vor allem Sarahs Geschichte ist sehr berührend. Bei ihr kann man eigentlich die beste Entwicklung lesen, denn mit den anderen blüht sie in manchen Momenten richtig auf. Das machte teilweise den Eindruck, als sei sie plötzlich ein anderer Mensch geworden.

Sprachlich ist das Buch großartig. Wie die vier ihre Zeit zusammen verbringen und was sie alles erleben ist so anschaulich beschrieben, als wäre man selbst ein Teil der Astronauten-Gruppe. Auch der Schluss bringt noch einmal unvorhergesehene Wendungen, die dem Buch ein aufregendes Ende verleiht haben. Das Besondere an diesem Buch war, dass man lesen konnte, wie schwer manches für Jugendliche ist. Was für manche Menschen als Kleinigkeit mit dem Spruch „Komm drüber weg“ oder „Stell dich nicht so an“ abgetan wird, ist für manche eine Situation, über die man nicht ohne Hilfe wegkommen kann.

Fazit: Ein tolles Buch über vier Teenager, die sich allen ihren eigenen Problemen stellen mussten.
Klare Leseempfehlung!

Wundervoll!

Von: Ayla Datum: 19. April 2018

Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu
Als Fritzi wegen ihrer Panikattacken ins Therapiezentrum auf Rügen muss, ist sie überhaupt nicht begeistert. Eins ist klar, gestört sind hier die Anderen und eigentlich hat sie hier nichts verloren. Auch Bastian, Tim und Sarah müssen sich hier ihren Problemen stellen. Bald schon merken sie, dass Jeder sein Päckchen zu tragen hat und sie gemeinsam gar kein schlechtes Team abgeben. Doch werden sie sich zusammenraufen können?
Schon ab der ersten Seite war ich verzaubert. Wer liebt keine Harry Potter Vergleiche? Fritzi war mir sofort sympathisch. Ihre sarkastische Art hat mich gleich zum Lachen gebracht. Anfangs hat Fritzi eine starke Abneigung gegenüber dem Sonnenhof. Man merkt, wie sie mit ihrer Angst zu kämpfen hat und man kann sich sehr gut in sie einfühlen. Auch Bastian hat mit seinen Dämonen zu kämpfen, da kommt ihm sein arroganter Zimmergenosse Tim gerade recht. Bastian hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und schleicht sich mit seiner Art sofort ins Leserherz. Ich hatte meinen Verdacht, weshalb er am Sonnenhof sein könnte und war gespannt, was es mit ihm auf sich hat. Interessant fand ich dabei die Art und Weise, wie er mit den Bösewichten in seinem Kopf zu kämpfen hatte. Das hat seine Gefühle sehr gut nahgebracht. Auch wenn Tim anfangs nicht sehr charmant ist, konnte ich ihn sehr gut leiden, denn hinter einer Fassade ist er einfach liebenswert. Nicht zu vergessen ist natürlich Sarah, die mit ihrer Schüchternheit einige Fragen aufwirft. Es war einfach schön zu sehen, wie sich alle Charaktere entwickelt haben und langsam Freundschaft geschlossen haben. Dabei war es wirklich schön, dass nicht sofort alle Probleme gelöst waren und jeder ein paar Rückschläge erleiden musste. Niemand war wunderhaft „geheilt“. Die Charaktere waren alle authentisch und hätten nicht besser dargestellt werden können. Adriana Popescu hat es geschafft dieses ernste Thema von psychischen Erkrankungen an den Leser zu bringen ohne dabei die Lockerheit aus den Augen zu verlieren. Leider werden immer noch Krankheitsbilder wie Depression oder Angststörungen abgetan, weil es kein körperliches Leiden ist oder die Betroffenen werden gleich als verrückt erklärt. Dabei sind sie auch nur Menschen. Die Geschichte der Vier ist emotional, ehrlich, ernsthaft, aber auch leicht und humorvoll. Eine Geschichte über Probleme, die einen innerlich zerfressen können und Freundschaften, die alles etwas erträglicher werden lassen können.
Fazit: Für mich ein perfektes Jugendbuch mit viel Tiefgang!

Ein Sommer abschweifen

Von: jojos_books_of_love Datum: 18. April 2018

Inhalt:

Fritzi muss ihren Sommer widerwillig in einem Therapiezentrum auf Rügen verbringen.
Zusammen mit drei anderen Jugendlichen, Sarah, Bastian und Tim, stellt sie sich den Sommer über ihren Ängsten.
Dabei lernen sie sich selbst besser kennen und lernen mit ihren Schicksalen zu leben.
Manche kommen sich dabei näher, als gedacht...

Meine Meinung:

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.
An manchen Stellen gab es leider ein paar Längen, weshalb ich ziemlich lange gebraucht habe dieses Buch zu lesen.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt.
Einmal von Fritzi und einmal von Bastian.
Das hat mir sehr gut gefallen, da man so noch viel mehr von ihnen und auch von ihren Freunden erfahren hat.
Da ich normalerweise nicht so tiefgängige Bücher (hinsichtlich psychischen Erkrankungen) lese war es für mich etwas anderes und vielleicht habe ich deswegen auch länger, als gewöhnlich gebraucht.
Der Schreibstil hat sich sehr gut lesen lassen und alle vier der Protagonisten sind mir sehr sympathisch gewesen.

Fazit:

Insgesamt ein gelungenes Buch.
Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Eine wundervolle Geschichte um vier sehr schöne Charaktere

Von: Lara Datum: 18. April 2018

Meine Meinung
Gleich als ich entdeckt habe, dass Adriana Popescu ein neues Buch geschrieben hat, war ich gespannt auf dessen Inhalt. Ganz aufgeregt habe ich den Klappentext gelesen und mir sofort gedacht "Das muss ich haben!". Bisher haben mir ihre Bücher wirklich sehr gut gefallen, weswegen ich recht hohe Erwartungen an diese Neuerscheinung hatte.



Fitzi ist mir mit ihrer Hogwarts-Liebe schon auf den ersten Seiten gleich ins Herz gewachsen. Sie ist 16 Jahre alt und wird den Sommer in einem Therapierzentrum verbringen müssen, der Leser erfährt auch schnell warum. Sie hat in jeder Situation einen ironischen Spruch parat - wenn auch manchmal nur in Gedanken - und ist generell sogar ein wenig vorlaut, wie ich fand. Basti steht ihr in ironischen Sprüchen nicht nach und ist Fritzi in dem Sinne ziemlich ähnlich. Aber auch er hat mit seinen Gedanken zu kämpfen, was ihn mir gegenüber nicht unsympathisch gemacht hat. Auch Sarah und Tim habe ich nach und nach immer mehr ins Herz schließen können, auch wenn sie nicht so präsent wie Fritzi und Basti sind.



Der Roman ist nämlich in der Ich-Form aus den wechselnden Sichten von Fritzi und Basti verfasst worden. So waren mir die zwei Charaktere natürlich am nähsten. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte.



Die Handlung ist ziemlich schön, auch wenn sie gar kein so bestimmtes Ziel verfolgt. Sie begleitet eher vier Jugendliche mit psychischen Problemen, die sich in Behandlung befinden. So gibt es einige schöne Momente, über die ich wirklich schmunzeln musste, aber auch Momente, die nicht so schwerelos und glücklich sind. Der Autorin ist dabei aber ein gutes Mittelmaß gelungen. Mitgefühlt habe ich dennoch in jeder Situation, da es wirklich sehr authentisch geschrieben wurde. Ich kenne mich mit dem Leben in einem Therapiezentrum (zum Glück) nicht aus, weswegen ich in dem Punkt nichts zur Authentizität sagen kann, aber es wirkte im Großen und Ganzen ganz realistisch auf mich. Was mir ein wenig gefehlt hat, waren die Gespräche mit Therapeuten, die meines Empfindens nach sehr selten geschehen sind.

Was ich besonders schön an diesem Buch finde, ist dass kein action-reicher, spannungsgeladener Handlungsstrang im Vordergrund steht, sondern die Charaktere selbst und ihre Geschichte.



Fazit
Obwohl mit solch ernsten psychischen Krankheiten nicht zu spaßen ist, hat Adriana Popescu eine wundervolle Geschichte um vier sehr schöne Charaktere schaffen können. Ich habe das Buch wirklich sehr geliebt und super gerne gelesen. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und nach dem Ende wurde mir ganz schwer ums Herz, weil ich noch so viel mehr über die vier erfahren wollte!

Ein absolutes Wohlfühlbuch

Von: Caterina (Catas Welt) Datum: 18. April 2018

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Durch einige Lesungen, auf denen ich schon war, wollte ich mir unbedingt mein eigenes Bild zu den Büchern von Adriana Popescu machen. Gerade das, was ich vom Hörensagen kannte, klang alles sehr gut, so dass ich mehr als froh war, als ich ihr neustes Werk "Mein Sommer auf dem Mond" in den Händen halten konnte. Ihre Lesung auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse hatte mich dann so weit gepackt, dass ich dieses Werk unbedingt beginnen wollte.

Einstieg: Sogleich beginnt Adriana Popescu die eigentliche Geschichte und ich lernte zwei der "Astronauten" kennen. Fritzi ist ein Charakter, der definitiv nicht auf den Mund gefallen ist und mich mit ihrem Sarkasmus schnell abholen konnte. Aber auch mit Bastian machte ich Bekanntschaft und schloss ihn mindestens genauso schnell ins Herz. Ebenso konnte mich Adriana Popescu selber unglaublich schnell für sich gewinnen. Denn der wunderbare und mit Humor gezeichnete Schreibstil, ließ mich augenblicklich in die Geschichte eintauchen und ich fühlte mich einfach nur wohl.

Charaktere: Die Figuren sind welche, die mir sicherlich noch eine Weile in Erinnerung bleiben werden. Jeder dieser Figuren hat sein ganz einges Päckchen zu tragen und seinen ganz eigenen Grund, warum er oder sie den Sommer in einer psychischen Klinik für Jugendliche verbringen muss. Oft hat man beim Lesen ja s/einen Lieblingscharakter, aber in "Mein Sommer auf dem Mond" mag ich mich gar nicht entscheiden, weil ich sowohl Fritzi, als auch Bastian, wie auch Tim oder Sarah gleichermaßen ins Herz geschlossen habe. Fritzi hat mich durch ihren Sarkasmus absolut überzeugen können, auch wenn dieser eigentlich nur als Fassade dient. Ebenso bei Bastian, bei dem ich lange Zeit nicht wusste, was sein Grund für den Aufenthalt ist. Aber auch Sarah, die mehr oder weniger das Küken unter den Astronauten und Tim, der auf den ersten Blick nur der gutaussehende Mistkerl ist, sind Charaktere, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben. Ganz besonders möchte ich hier die Harmonie erwähnen, die Adriana Popescu so überzeugend rübergebracht hat. Mir ist nicht nur einmal das Herz voller Freude aufgegangen, wie die vier Jugendliche eine Einheit bilden und füreinander da sind. Dafür ziehe ich meinen imaginären Hut.

Handlung: Auch wenn das Buch in erster Linie an ein typisches ruhiges Jugendbuch erinnert, so versteckt sich hier weit mehr. Klar sind auch hier Elemente zu finden, die auch in anderen Jugendbüchern vertreten sind, aber das gibt diesem ganzen Werk noch das gewisse Besondere. Mir gefiel die Mischung aus Dramatik, Action, humorvollen, traurigen und ernsten Szenen wahnsinnig gut. So war mir nicht nur einmal die Überraschung, die Wut oder das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Wahnsinnig berührend fand ich die Entwicklung der Freundschaft zwischen Bastian, Fritzi, Tim und Sarah. Wie schon gesagt, sie bilden trotz ihrer eigenen Lasten eine wunderbare Einheit. Ein Wohlfühlbuch von vorne bis hinten, was aber den Ernst der Lage keineswegs beschönigt, sondern ehrlich damit umgeht.

Schreibstil: Genau wie ich Adriana Popescu bisher auf ihren Lesungen erlebt habe, so schreibt sie auch. So ist die Geschichte mit wirklich viel Humor geprägt, was aber den Ernst der Krankheiten, den Ernst der Päckchen, die Fritzi, Bastian, Tim und Sarah mit sich herumtragen, nie vergisst. Die vielen Anspielungen in diesem Buch, lockern die Stimmung immer wieder auf, aber im gleichen Moment spürt man auch wie wichtig es ist, die Augen nicht vor solchen Dämonen, mit denen die vier Astronauten kämpfen müssen, zu verschließen. Und das hat für mich Adriana Popescu sehr gut auf einen gemeinsamen Nenner gebracht.


Mein Urteil

"Mein Sommer auf dem Mond" konnte mich völlig für sich gewinnen. Ein Buch, was zwar auf der einen Seite mit wirklich viel Humor erzählt wird, aber auf der anderen Seite den Ernst der Krankheiten nicht außer Acht lässt. So schuf Adriana Popescu mit diesem Buch ein absolutes Wohlfühlbuch mit wunderbaren Figuren und einem Sommer, den man so schnell nicht vergisst. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Ich vergebe 5 von 5 Welten, für diese wunderbare und berührende Geschichte.

Ein geniales Buch ++ Unbedingt lesen!

Von: Lesehexe Mimi Datum: 17. April 2018

Fritzi leidet an Panikattacken und muss während der Sommerferien nach Rügen, in eine Klinik für Jugendliche mit psychischen Problemen. Die Trennung ihrer Eltern nimmt sie sehr mit. Außerdem hat sich ihre beste Freundin Isa lange nicht mehr bei ihr gemeldet, was sie auch sehr traurig macht. In der Klinik lernt Fritzi Bastian, Tim und Sarah kennen. Die vier Teenager sind sehr verschieden und doch verbindet sie etwas: Jeder von ihnen hat ein Geheimnis. Obwohl sie sich zunächst nicht verstehen, schließen sie Freundschaft – und erleben den Sommer ihres Lebens.

Das Buch hat mir super gefallen, weil es mich mitgerissen hat und weil ich mit den Jugendlichen mitfühlen konnte. Das gelingt wahrscheinlich auch deshalb leicht, weil die zwei Hauptpersonen (Fritzi und Bastian) beide immer abwechselnd zu Wort kommen. Das fand ich ungewöhnlich, meistens gibt es ja in Büchern nur einen Ich-Erzähler. Über die coolen Sprüche, die sich die Vier um die Ohren hauen, musste ich oft lachen. Ein paar mal musste ich aber auch ein bisschen weinen, weil ich manche der beschriebenen Situationen so traurig fand... mehr Details schreibe ich aber nicht, weil ich ja nicht spoilern will... Lest selbst, das Buch ist einfach großartig!!!

Mein Sommer auf dem Mond

Von: Denise_H Datum: 16. April 2018

Inhalt
Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...
Quelle: cbj

Meine Meinung
Vier lachende Teenager am Strand. Schaut man sich das Cover von "Mein Sommer auf dem Mond" an, könnte man meinen, dass es sich hier um eine sommerliche, leichte Geschichte handelt. Hinter dem Cover hat das Buch jedoch viel mehr zu bieten!

4 Jugendliche, die nichts anderes wollen als normal zu sein. 4 Jugendliche die zusammen einen Sommer verbringen, den sie wohl nie mehr vergessen werden. 4 Jugendliche, die endlich jemanden gefunden haben, der sie wirklich verstehen kann.
"Du lächelst lauter, als du denkst "
Auch wenn es sich hier um eine Geschichte über vier verschiedene Jugendliche handelt, hat die Autorin das Buch auf nur zwei Perspektiven aufgebaut. Somit konnten wir zwar nur zwei der Charaktere näher kennenlernen, konnten jedoch genau das, diesen zwei Blickwinkel näher kommen. Wären es vier gewesen, hätte Adriana Popescu wohl nicht so tiefgründig in jede der Persönlichkeiten eintauchen können, ohne dass das Buch viel zu lang geworden wäre.

Psychisch kranke Jugendliche ist ein sehr wichtiges, aber genauso heikles Thema. Die Angst, dass die Autorin das schwierige Thema vielleicht zu einfach oder nicht tiefgründig genug darstellen könnte, verging jedoch bereits nach den ersten Kapiteln. Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob die Darstellung der Krankheiten auch wirklich realistisch war und doch habe ich das Gefühl, dass Adriana Popescu sehr viel Recherche und Zeit in diese Geschichte gesteckt hat.

Vor allem mit kleinen Details über Hogwarts und bekannten Filmen wie etwa Thor oder Herr der Ringe, aber auch mit einem sehr einfühlsamen und schönen Schreibstil hat es die Autorin sofort geschafft, die Charaktere realistisch und liebevoll darzustellen. Es ging in diesem Buch nicht nur um Familie und Freundschaft, sondern auch um die schweren Dinge im Leben und genau diese Kombination hat die Geschichte so speziell gemacht. Die Schattenseiten des Lebens werden nie ganz verschwinden, wichtig ist nur, dass man sich helfen lässt und die guten Sachen einen weiterbringen können. Adriana Popescu hat die Krankheiten und das Leben an sich nie verschönigt oder vereinfacht dargestellt, sondern genauso wie es nun einmal sein kann. Und ganz wichtig, in dieser Geschichte löst Liebe nicht wie vielmals alle Probleme!

Fazit
Mein Sommer auf dem Mond ist wohl das erste Buch von Adriana Popescu, dass mich während sowie auch nach dem Lesen sehr zum Nachdenken gebracht hat. Tiefgründig und vor allem ehrlich erzählt sie hier eine Geschichte über vier Jugendliche, die durchaus im echten Leben hätte passieren können. Sie hat sich hier an ein Thema herangewagt, bei dem es zwar sehr wichtig ist mehr zu berichten, dass jedoch auch extrem schwierig bei der richtigen Darstellung sein kann. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall eine grosse Leseempfehlung.

berührend, bewegend und nerdig schön

Von: Ally von MagicAllyPrincess BookDreams Datum: 15. April 2018

Zitate:

Werden perfekte Zeitpunkte für die Highlights im Leben nicht vielleicht total überbewertet? Muss man nicht einfach zugreifen, wenn es sich richtig anfühlt? (Seite 171)

Kopf und Herz, das merke ich immer häufiger, müssen sich nicht einig sein. Man muss aber zur richtigen Zeit entscheiden, auf was man hören soll. (Seite 344)

Inhalt:

Die Jugendlichen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah haben zunächst nur eines gemeinsam. Sie alle sind über den Sommer hinweg Bewohner des Sonnenhofs auf Rügen. Dieser ist allerdings kein Fünf-Sterne-Hotel, sondern ein Therapiezentrum für psychische Erkrankungen. Die Vier sind dort, da sie es mit den unterschiedlichsten Problemen zu tun haben. Von der Klinikleitung werden die Jugendlichen einer Gruppe, den Astronauten, zugeteilt. Dies bedeutet, gemeinsame Sitzungen, Ausflüge, Essen etc.. Zunächst sind sich Fritzi, Bastian, Tim und Sarah fremd und daher auch wenig begeistert, soviel miteinander zu tun zu haben. Besonders die Jungs, die sich auch noch ein Zimmer teilen, können sich nicht leiden. Doch nach und nach wachsen die Vier immer mehr zu einer Einheit zusammen. Auch das Leben könnte so schön sein, wenn die eigenen Dämonen nicht so unerwartet und gnadenlos zuschlagen würden. Doch gemeinsam, und mit gegenseitigem Vertrauen, bewältigen die Astronauten so einiges.

Meinung:

Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, da „Mein Sommer auf dem Mond“ nicht nur schöne, sondern auch berührende Lesestunden versprach. Schnell lernte ich die beiden Protagonisten Fritzi und Bastian, aus deren Sicht die Geschichte im Wechsel erzählt wird, kennen. Von Fritzis Ängsten erfuhr ich sehr früh, wohingegen Bastians Krankheit nicht gleich zu Beginn angesprochen wird. Und auch über Sarah und Tim, die beiden anderen Astronauten, machte ich mir meine Gedanken. Natürlich war mir bewusst, dass es die unterschiedlichsten psychischen Krankheiten gibt und das viele Ereignisse/Begebenheiten, eine solche Erkrankung auslösen können. Selbstverständlich wusste ich auch, dass manche dieser Krankheiten auch vererbbar sind. Doch so richtig intensiv darüber nachgedacht, habe ich erst durch Adriana Popescus Roman. Man sieht den Menschen nicht an, dass ihnen etwas fehlt, sie wirken oft glücklich und vollkommen „normal“. In ihnen drin, sieht es allerdings oft ganz anders aus. Und genau diese Thematik greift die Autorin auf sehr sensible und wunderbare Weise in ihrem Roman auf. Auch wenn es nicht ganz so einfach ist, sich komplett in die vier Hauptcharaktere hineinzuversetzen, verstand ich diese, ich fühlte sehr stark mit ihnen und habe gleichzeitig auch ihren Mut bewundert.

Tim, Sarah, Fritzi und Bastian sind gezwungen, ihre Zeit im Sonnenhof gemeinsam zu verbringen. Zunächst sind die Jugendlichen eher skeptisch und beäugen die anderen Mitglieder ihrer Gruppe, die Astronauten, argwöhnisch. Doch Bastian findet Fritzi ganz interessant und will mehr über sie erfahren. Er ist auf den ersten Blick auch ein sehr aufgeweckter und humorvoller Charakter, ich mochte ihn auf Anhieb sehr. Fritzi habe ich ebenfalls sofort ins Herz geschlossen, sie ist wahnsinnig liebevoll, ehrlich und gerecht. In ihr steckt viel von Adriana Popescu, was mir ganz besonders gut gefallen hat. Sarah hingegen ist in der ersten Zeit in sich gekehrt, wohingegen Tim ein kleiner Großkotz und Möchtegern ist. Doch wenn man unter die Fassade und hinter die Mauer der vier Jugendlichen schaut, erfährt man so viel mehr. Es war unheimlich bewegend, mehr über die Probleme und deren Hintergründe zu lernen. Manche Erkrankungen lassen sich mit viel Zeit, Liebe und unbändigem Kampfwillen heilen, mit anderen müssen die Patienten ein Leben lang „klar – und auskommen“. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt Adriana Popescu den Kampf mit den inneren Dämonen und den ganz eigenen Ängsten, die für andere vielleicht lächerlich und nichtig sein mögen, für die Betroffenen aber oft schwer zu ertragen und zu bewältigen sind.

Im Verlauf des Buches verändern sich die Charaktere, sie kommen aus sich heraus. Freunden sich miteinander an und erzählen sich, nach dem das Vertrauen vorhanden ist, von ihren Krankheiten bzw. Problemen, die sie schließlich auf den Sonnenhof geführt haben. Gemeinsam gehen die vier Freunde durch einige Höhen und Tiefen. Lernen nicht nur die jeweils anderen, sondern auch sich selbst immer besser kennen. Einige Ereignisse sorgen für Herzklopfen, Angst und Zittermomente, andere wiederum für bewegende und berührende Augenblicke. Aber auch das Lachen, die Freude und Hoffnung, kommen nicht zu kurz. Während des Lesens, wurde mir wieder umso mehr bewusst, wie glücklich ich bin gesund zu sein und als so optimistischer Mensch durchs Leben zu gehen.

Trotz der Ernsthaftigkeit der Geschichte, kommt der Popescusche, wundervolle Humor nicht zu kurz. In so vielen Szenen ist er in kleinen Sequenzen versteckt, manchmal bricht er aber auch hervor, wie Sonnenlicht nach einem Regenschauer. Einfach nur großartig!!! Außerdem liebe ich die zahlreichen kleinen Anspielungen auf andere Bücher, Filme, Serien, Stars, Helden, Songs usw. die sich unter anderem auch in den einzelnen Kapitelüberschriften wiederfinden. Bei jeder einzelnen Kapitelnennung, musste ich grinsen und freute mich so nur noch mehr auf dessen Inhalt. Denn auch diese Titel spiegeln Adriana Popescu und ihr großes Fan - und Nerd-Herz so sehr wieder. Vor allem auch die vielen Hinweise und Verbindungen zu „Harry Potter“, habe ich echt genossen. Man spürt mit jedem einzelnen Wort, wie sehr die Autorin dieses Buch liebt, wie sehr sie mit diesem verwurzelt ist und wie viel ihrer eigenen Persönlichkeit in ihm steckt.

Schön war es auch, in die fantastische Kulisse Rügens einzutauchen. Ich ertappte mich nicht nur einmal dabei, wie ich mich selbst auf diese ruhige und von der Natur so verwöhnte Insel wünschte.

Je weiter die Geschichte voranschritt, umso lieber mochte ich die vier Helden, die so vieles erreicht haben und die trotz herber Rückschläge nicht aufgeben. Auch der Zusammenhalt und die starken Freundschaften, die sich langsam entwickelten, gefielen mir extrem gut. Gegen Schluss passiert so viel, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Einige Momente haben mich wirklich zu Tränen gerührt, andere zum Lachen gebracht. Diese Mischung gepaart mit einem locker, leichten Schreibstil sowie einem beschwingten und tiefgründigen Erzählstil, ist es auch, die Adriana Popescus Bücher zu wirklichen Lesehighlights machen. Die meine Seele tief berühren und die Welt bunter, bewegender und schöner werden lassen.

Auch das Ende hat mir unglaublich gut gefallen, auch wenn dieses viel zu schnell kam und ich mich so leider wieder von meinen vier liebgewonnenen Astronauten verabschieden musste.

Fazit:

„Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu, ist ihr bisher persönlichstes und auch tiefgreifendstes Buch. Mutig, sehr einfühlsam und mit einer großen (Meeres)brise Humor, erzählt die Autorin die sehr bewegende Geschichte der vier Jugendlichen. Fritzi, Bastian, Sarah und Tim, haben sich mit ihren unterschiedlichen Charakterzügen und Problemen in mein Herz geschlichen und ihre Spuren darin hinterlassen.

Berührend, authentisch, großartig!

Von: hellomybook Datum: 13. April 2018

Es gibt hin und wieder diese Bücher, die, wenn man sie vor seinem inneren Auge Revue passieren lässt, nur positiv im Gedächtnis geblieben sind. Eine Geschichte, die vollends überzeugen kann. Figuren, die zwischen den Seiten lebendig werden und man sich mit ihnen anfreunden kann. Gefühle, die einem auch noch Tage später unter die Haut gehen. „Mein Sommer auf dem Mond“ hat genau das geschafft.



Atmen tut weh. Leben tut weh. Aber sterben würde so viel mehr wehtun.

(„Mein Sommer auf dem Mond“, Seite 253)




Jugendlicher Schreibstil leitet flüssig in die Geschichte ein

Adriana Popescu, die Verfasserin der vorliegenden Lektüre, hat einen ganz wunderbaren Schreibstil. Einer, der nicht versucht, jugendliche Denkweisen nachzuahmen, sondern ganz einfach echt wirkt. Sie schafft es glaubwürdig, die innere Handlung der Protagonisten darzustellen, ohne dass es wie eine tatsächliche „Darstellung“ wirkt. Die Gefühle, die sie übermitteln möchte, treffen den Leser genauso hart wie die Figuren in der Geschichte. Ich selbst konnte mich beim Genießen dieses Buches dabei ertappen, wie ich betroffen, traurig oder rundum glücklich war, parallel zu dem Geisteszustand der handelnden Personen. Das hat schon lange kein Buch mehr geschafft.



Authentische, lebendige Charaktere nehmen uns mit auf die Reise

Der Grund, weshalb ich so emotional auf die Geschichte reagiert habe, ist wahrscheinlich der, dass man sich mit den Figuren unglaublich gut identifizieren kann. Sie werden alle unterschiedlich und realistisch beschrieben, sodass man meinen könnte, sie stammten aus dem eigenen Umfeld. Sie sind alle nicht perfekt, nicht oberflächlich, sondern tiefgründig, wechselseitig, spannend, so wie Ich und Du.



Wie alles in meinem Leben, ist auch das nicht perfekt und fehlerfrei, aber dafür umso schöner. Weil es echt ist.

(„Mein Sommer auf dem Mond“, Seite 196)



Witz, Vertrauen, Liebe und unendliche Traurigkeit

Spannend ist es, anzusehen, wie die unterschiedlichen Charaktere mit ihren abwechslungsreichen Eigenschaften aufeinanderprallen. Wie sie miteinander interagieren. Welche Veränderung sie erleben. Die „Astronauten“ werden. Sie erleben als Gruppe, und als Leser fühlt man sich in dieser Clique integriert, eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das ist es, was das Buch so spannend und vielseitig macht.



Wichtige Botschaften erkennen sie selbst

„Mein Sommer auf dem Mond“ ist glücklicherweise kein Jugendbuch, welches in eine Art Moralpredigt ausartet, nein. Die Jugendlichen setzen sich mit wichtigen Werten auseinander, erlangen jeder für sich selbst und alle für alle neue Erkenntnisse. Dabei ist das Buch nicht ein Optimismus verstreuender Roman, sondern einer, der ehrlich ist. Der sagt, dass nicht alles möglich ist, dass man Schritt für Schritt gehen muss.



Die Geschichte fühlt sich vollkommen an

Natürlich, meiner Meinung nach hätte das Buch auch gerne noch doppelt so lang gehen können, aber so, wie die Autorin ihre Geschichte beendet, finde ich es genau richtig. Es ist ein wirklich gelungenes Ende, da es offen ist, aber nicht zu viele Fragen offenlässt. Interpretationsmöglichkeiten über den Ausgang der liebenswürdigen Protagonisten lässt der Roman zu. Und nachdem man die letzte Seite umgeschlagen hat, fühlt man auch, dass die Handlung sich vollkommen anfühlt, es ist schön so, wie es ist.



Urlaubs- und Krankenhausatmosphäre greifbar

Die psychiatrische Anstalt für Jugendliche, in welcher sich der Großteil der Handlung zuträgt, befindet sich auf der deutschen Insel Sylt, die gleichzeitig ein beliebtes Urlaubsreiseziel ist. Diese Atmosphäre, die die Autorin gelungen schafft, festzuhalten, spiegelt all das wieder, was auch ich mit Freizeit am Strand verbinde. Und das ist vor allem Freiheit. Gleichzeitig verliert sie aber nie die Idee aus dem Auge, dass sie sich zur Heilung dort befinden.



Ich kenne das Gefühl. Wenn die Komfortzone immer kleiner und kleiner wird, bis wir schließlich anfangen, uns aufzulösen…

(„Mein Sommer auf dem Mond“, Seite 220)



Letztendlich lässt sich sagen, dass…

„Mein Sommer auf dem Mond“ das Zeug zu einem meiner Lieblingsbücher hat. Seit Langem schon hat mich ein Roman nicht mehr so berührt. Ganz große Klasse!



Tiefgründig aber trotzdem leicht

Von: My.book.moments Datum: 12. April 2018

Titel: Mein Sommer auf dem Mond
Autor: Adriana Popescu
Verlag: cbt
Seiten: ca. 400
Preis: 13,00€ (broschiert), 9,99€ (Ebook)

Klappentext:

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...


Meine Meinung:

Auf mein Sommer auf dem Mond bin ich hauptsächlich durch den Instagramaccount der Autorin aufmerksam geworden, ohne genau zu wissen worum es eigentlich in diesem Buch geht, habe ich aus einem Bauchgefühl heraus das Buch als Rezensionexemplar angefragt und bekommen. Vielen Dank hierfür an das Bloggerportal. Ich muss sagen, dass mich mein Bauchgefühl nicht enttäuscht hat, denn dieses Buch ist wirklich großartig.
In diesem Buch begleiten wir Fritzi, die ihren Sommer in der Pyschatrie Sonnenhof auf Rügen verbringt, denn sie hat eine Angstneurose. Neben Fritzi sind dort auch Bastian, Tim und Sarah, die alle mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben. Die vier bilden zusammen die Gruppe der Astronauten und stellen sich gemeinsam ihrer Krankheit.
Ich mochte die Geschichte sehr sehr gerne, denn sie ist zum einem locker und leicht, aber gleichzeitig enthält sie auch so viele wichtigen Aussagen, denen ich immer nur zustimmen kann. Zum einen wird in der Geschichte gezeigt, dass auch psychische Krankheiten ernst zu nehmen sind und auch dass man dennoch ein normaler Mensch ist, auch wenn man in die Psychatrie muss. Ich habe leider immer so das Gefühl, dass noch heutzutage viele Leute solche Menschen, immer noch als "verrückt" oder geistig zurückgeblieben abstempeln. Adriana Popescu behandelt meiner Meinung nach das Thema sehr gefühlvoll und man merkt, dass sie gerade bei den Krankheitbildern gut recherchiert hat. Desweiteren verstecken sich aber noch mehr wichtige Aussagen in diesem Buch z.B. wie schlimm Mobbing wirklich sein kann und dass man sich selbst akzeptieren soll. Egal welche Vorlieben hat.
Ich könnte wahrscheinlich noch stundenlang darüber reden, welche Aussagen sich alles in diesen 400 Seiten verstecken, aber ich lasse es jetzt sein. Schließlich sollt ihr selber noch einige Aussagen selbst entdecken.

Tim, Bastian, Fritzi und Sarah sind mehr oder weniger freiwillig ein Team auf dem Sonnenhof. Am Anfang gab es immer wieder kleinere Streitigkeiten und Reibereien zwischen den vieren, aber relativ schnell bemerken sie, dass Freunde einem auch helfen können. Sie wachsen dann doch recht schnell zusammen und die Clique zeigt einem was wahre Freundschaft bedeutet. Sie gehen wirklich zusammen durch ihr ganz persönliches Höllenfeuer und halten zusammen. Egal was passiert. Das hat mich besonders beeindruckt. Zwischen Ftitzi und Bastian entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte. Doch die ging mir ehrlich gesagt viel zu schnell und ihr habe ich auch nicht das Knistern zwischen den beiden gespürt. Sie waren auf einmal plötzlich zusammen, ohne dass man zuvor irgendetwas geahnt hat. Mir gefiel das ehrlich gesagt nicht und ich glaube, dass dieses Buch auch ohne Liebesgeschichte super funktioniert hat.
Meine Lieblingscharaktere waren definitiv Tim und Sarah. Die beiden sind mir besonders ans Herz gewachsen und meiner Meinung nach, kam Sarah von allen etwas zu kurz. Dabei hätte ich gerade von ihr gerne mehr erfahren. Aber auch von Tim. Der Fokus liegt dann doch sehr viel auf Fritzi und Bastian. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass Bastians Krankheitsbild besonders hervorgehoben, während man es bei Fritzi eher am Rand mitbekommt.
Dennoch wurde jeder Charakter wirklich gut herausgearbeitet und mir schienen sie auch durchaus real zu sein, was mir sehr gefallen hat.

Der Schreibstil ist trotz der Thematik und den so wichtigen Aussagen, locker und leicht. So war auch die Geschichte, was ich ausgesprochen gut fand. Adriana Popescu hat ein Talent dafür die Geschichte locker und leicht zu erzählen, aber dabei das Gewicht der Aussagen, die im Buch sind, nicht zu relativieren. Die Geschichte wird aus Bastians und Fritzis Sicht erzählt, was ich ganz gut fand. Nur habe ich mir an einigen Stellen auch die Sicht von Sarah und Tim gewünscht, denn diese beiden Charaktere hätten auch sehr viel zu erzählen gehabt und ich fand, dass sie so etwas zu kurz kamen.

Fazit:
Mein Sommer auf dem Mond ist ein sehr gutes Jugendbuch, bei dem ich mir gewünscht habe, dass ich das schon mit 15/16 hätte lesen können. Am besten in einem Sommer, denn dann hätte die Geschichte mir sicherlich noch einen Ticken besser gefallen! Mein Sommer auf dem Mond ist eine ganz klare Kaufempfehlung an alle die gerne im Jugendbuchbereich lesen. Ich vergebe den Buch 4 von 5 Sterne, denn das gewisse Etwas hat mir hier leider dann doch gefehlt.
★★★★

Mein Sommer auf dem Mond

Von: LovinBooks Datum: 11. April 2018

Die Bücher von Adriana Popescu waren für mich bisher immer eine wahre Freude sie zu lesen. Aber auf „Mein Sommer auf dem Mond“ war ich unglaublich gespannt, weil der Klappentext einfach so gut klingt.

Der Einstieg ins Buch ist mir unglaublich leicht gefallen. Sowohl Fritzi als auch Bastian sind so tolle Protagonisten. Sie sind nicht einfach und haben beide mit ihren eigenen jeweiligen Dämonen stark zu kämpfen. Der eine mehr, der andere weniger. Fritzi hat zu Beginn eine starke Abneigung gegen den Sonnenhof und auch ihre Mitbewohnerin Sarah und Basti’s Mitbwohner Tim, sind alles andere als begeistert über ihren Aufenthalt dort. Doch die vier nähern sich immer mehr an und es entsteht tatsächlich eine wunderbare Freundschaft.

Adriana Popescu hat mit den vier Charakteren, vier unterschiedliche „Probleme“ und ihre Konsequenzen dargestellt. Gerade Bastian’s Depression finde ich unglaublich gut gelungen, durch die verschiedenen Bösewichte in seinem Kopf. Es verdeutlich einem, mit was jemand zu kämpfen hat, der an dieser Krankheit leidet. Leider wird sie ja immer noch viel zu oft belächelt und ich für meinen Teil, finde es unglaublich wichtig und super, wie die Autorin hier aufklärt. Dabei hat sie einen unverwechselbaren Schreibstil, der einen einfach in den Bann zieht und mit dem man die erzählte Geschichte selbst erlebt. Sie transportiert die Emotionen so wundervoll, dass ich den Schmerz, die Freude, die Trauer und die Liebe der erzählenden Personen förmlich selber spüren kann.

Die Story erzählt sehr intensiv, wie vier verschlossene Jugendlich zu einer Einheit werden und wie sie füreinander da sind und sich stärken. Ich habe jede einzelne Seite des Buches genossen und kann abschließend nur sagen, dass Adriana Popescu für mich mal wieder einen absoluten Volltreffer gelandet hat!

FAZIT

Ehrlich, stark und emotional erzählt Adriana Popescu die Geschichte von Fritzi, Sarah, Bastian und Tim. Vier unterschiedliche „Probleme“, die einen Jugendlichen zerreissen können. Ich habe jede Seite geliebt und kann jedem „Mein Sommer auf dem Mond“ ans Herz legen!

5 von 5 Punkten

Mein Sommer auf dem Mond

Von: Mara Datum: 11. April 2018

Bisher habe ich von der Autorin fast alle ihre Bücher gelesen und alle ihre Bücher konnten mich überzeugen, deshalb wollte ich natürlich auch diesen Werk von Popescu lesen. Und auch diese Geschichte konnte mich wieder in ihren Bann ziehen, ich bin restlos begeistert. Ich bin ohne große Erwartungen in diesem Buch ran gegangen, ich dachte es wäre ein schöne Jugendgeschichte, aber es steckt viele Botschaften dahinter.
Fritzi soll den Sommer in einem Therapiezentrum für psychisch erkrankte Jugendliche auf Rügen verbringen. Das stinkt ihr erstmal gewaltig. Würde sie ihre Ferien doch lieber mit ihrer besten Freundin dort verbringen, das war schließlich schon immer der Traum der beiden.
Sie kommt zusammen mit Bastian, Tim und Sarah in die Wohngruppe “die Astronauten”. Jetzt müssen sie lernen, sich aufeinander einzulassen, zu vertrauen und sich gegenseitig zu helfen. Doch das ist gar nicht so einfach bei so vielen unterschiedlichen Charakteren, Genau dies fand ich interessant zu Lesen wie vier Jugendliche aufeinander treffen die unterschiedlicher nicht sein können, aber dabei ein schönen Sommer gemeinsam verbringen.
Jeder einzelne Charakter hatte an sich was besonderes an sich, ich fand sie recht sympatisch man fühlt mit ihnen.
Erst im laufe der Geschichte erfährt der Leser welche Probleme die Jugendliche haben, und welche Schicksale sie mit sich tragen müssen.
Gerade psychische Erkrankungen interessiere ich mich und habe mich auch teilweise damit beschäftigt und fand es toll in diesem Buch mehr darüber zu erfahren man erhält einen guten authentischen Einblick.
Auch verschiedenen Themen wie Liebe, Freundschaft und Trauer beinhalte diese Story.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar, das Buch lies sich schnell durch lesen, während dem Lesen habe ich gemerkt wie viel Herzblut Adriana Popescu rein gesteckt hat und hin und wieder kam dieses typische Humor von der Autorin zum Vorschein..
Das Buchcover passt auch gut zur Geschichte es ist zwar recht schlicht gehalten, darin sind die Jugendliche zu sehen dennoch gefällt es mir es wiederspiegelt die Geschichte einfach wieder.


Fazit
Eine klare Leseempfehlung von mir es lohnt sich dieses tolle Jugendbuch gelesen zu haben.

Ein schwermütiger und melancholischer Roman, der mich bewegt und nicht losgelassen hat

Von: Magische Momente Datum: 09. April 2018

Die Romane der Autorin mochte ich bisher sehr gern, daher war auch hier kein vorbeikommen.
Diesmal schlägt sie eine sehr nachdenkliche Seite an und setzt weniger auf Liebe, als viel mehr auf Verständnis, Zusammenhalt und tiefgründige Themen.
Mir hat die Thematik großartig gefallen. Weil es mitten aus dem Leben gegriffen ist. Weil sie damit sehr zaghaft und sanft beginnt und sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert.
Man spürt förmlich wie die Emotionen hochkochen, wie sie nach einem Ventil suchen.
Eine Handlung die so wenig vorhersehbar ist, wie das Leben selbst.

In diesem Roman geht es u Fritzi, Bastian, Tim und Sarah. 4 Jugendliche die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich gerade durch diesen Aspekt hervorheben.
Ich war etwas überrascht, das man nur Bastians und Fritzis Perspektiven erfährt, was den anderen beiden aber nicht weniger Tiefe verleiht.
Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Dämonen und sie alle finden sich an einem Ort wieder, um Heilung zu erfahren.
Das dabei auch unvorhergesehene Dinge geschehen, die sie vor weitere Prüfungen stellen, ist dabei quasi vorprogrammiert.
Ich hab sie alle fest in mein Herz geschlossen. Denn sie alle haben eine Seite in mir zum klingen gebracht.
Sie sind verletzlich, mutig und stark zugleich.

Die Atmosphäre empfand ich als schwermütig, melancholisch und vielleicht auch etwas traurig. Was angesichts der Thematik nicht verwunderlich ist.
Die Autorin entführt uns nach Rügen und mit ganz viel Feingefühl legt sie uns die Seelen der vier Jugendlichen bloß.
Ich war gefangen, habe mitgelitten und es gab Momente da hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen und dann gab es wieder Momente, in denen ich dachte, sie zerbrechen daran, es gibt keinen Ausweg. Doch genau diese Momente sind dazu da, sie zu verstehen, sie zu akzeptieren und immer wieder bei Ihnen vorzudringen.
Es sind keine leichten Themen, die uns hier begegnen. Aber sie sind echt, gewaltig und einfach komplett einnehmend.
Sie sind herausragend ausgearbeitet, überzeugen mit all den Emotionen, dem Facettenreichtum und den Geschichten dahinter.
Es ist eine Reise auf dem Mond.
Man schmeckt die Freiheit, die Angst und hat doch oft das Gefühl sich beinahe aufzulösen.
Ihre Entwicklung sind deutlich spürbar. Sie lösten in mir die unterschiedlichsten Gefühle und Gedankengänge aus.
Im Leben geht es nicht immer darum perfekt zu sein. Es geht um uns, um unser Glück, um Verständnis und vor allem geht es um Freundschaft und Akzeptanz.
Wichtige Komponente die hier sehr gut hervorgebracht werden.
Die Autorin überrascht bei diesem Roman mit einigen Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Die mir aber gezeigt haben , wie endgültig und zerbrechlich doch alles ist.
Am Ende kann ich einfach nur sagen, sie hat einen sehr bewegenden und tiefgründigen Roman geschaffen, in dem nichts ist, wie es scheint. Der nachdenklich stimmt und nicht nur unterhält.
Der ein Stück weit Mut macht und einfach aufzeigt, das man nicht allein ist.
Das es immer jemanden gibt, der dich auffängt, dir Halt gibt.
Mit ihrem leichten und doch fließenden Schreibstil hat sie mich gefesselt, mitgerissen und nicht zu Atem kommen lassen.
Ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Denn noch näher kann man dem wahren Leben kaum sein.

Fazit:
Mein Sommer auf dem Mond.
Fritzi, Bastian, Sarah und Tim
4 Jugendliche, eine Insel und ihre ganz persönlichen Dämonen.
Ein Roman der mitreißt, nachdenklich stimmt, Mut macht und dabei auch einen Hauch von Freiheit schenkt.
Es ist echt, es ist zerbrechlich und sanft.
Es ist das Leben , mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten.
Manchmal müssen wir mehr sein, als wir eigentlich wollen.
Manchmal müssen wir Grenzen zum Einsturz bringen.
Und manchmal müssen wir einfach nur wir selbst sein.
Ein schwermütiger und melancholischer Roman, der mich bewegt und nicht losgelassen hat.

Ein wahres Schätzchen für jedes heimische Bücherregal!!!

Von: youBibians Datum: 09. April 2018


Einen Sommer lang auf Rügen. Klingt nach Urlaub und Erholung. Wäre da nicht der Sonnenhof. Ein Therapiezentrum für psychisch erkrankte Jugendliche. Und genau hier muss Fritzi vier Wochen verbringen, denn ihre Panikattacken werden immer stärker. Also bleibt ihr nichts anderes übrig als ihre persönlichen Gegenstände, inklusive Handy, abzugeben, sich den therapeutischen Maßnahmen von Dr. Bellinger zu stellen und zu hoffen, dass die vier Wochen möglichst schnell vorbei gehen. Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, wird Fritzi den sogenannten Astronauten zugeordnet. Zu dieser Gruppe gehören Bastian, ein vorlauter Freak, Sarah, ihre schüchterne Zimmergenossin, und Tim, der coole Sportler und Arsch. Jeder von ihnen hat um sich herum eine hohe Mauer gebaut, die nach und nach ganz vorsichtig anfängt zu bröckeln, als die vier sich annähern und ganz langsam beginnen sich zu vertrauen.
Mit ihrem neuen Roman widmet sich Adriana Popescu einem großen Tabuthema der heutigen Gesellschaft: Psychisch erkrankte Menschen. Zugegebenermaßen, es ist ein schwer verdauliches und eher unangenehmes Thema, das nicht für jeden geschaffen ist, aber schon der Klappentext hat mich so in den Bann gezogen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Also habe ich angefangen und es so schnell nicht wieder aus der Hand gelegt. Das liegt vor allem an der Art und Weise wie Popescu den Stoff verpackt. Lockere, witzige und schlagfertige Dialoge (vor allem zwischen Fritzi und Basti), die die alltäglichen Probleme von Jugendlichen so authentisch beschreiben und mir jedes Mal ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, wechseln sich ab mit ernsthaften und dramatische Szenen, die Einblicke in die Gedankenwelt und das Gefühlschaos der Jugendlichen bieten. Sie verdeutlichen wie es ist mit so einer Krankheit zu leben. Wenn Alltäglichkeiten wie Einkaufen zur Qual werden, weil man vor Panik erstarrt, wenn man sein wahres Ich nicht zeigen kann, weil man Angst davor hat, dem Bild anderer nicht mehr zu entsprechen, oder wenn man ständig von seinem anderen Ich zu Schandtaten verleitet wird. Außerdem gefällt mir wie Popescu die Dämonen der Jugendlichen zum Leben erweckt, indem sie sie zum Beispiel als Bösewichte aus Filmen darstellt. Das ist originell und erleichtert das Lesen, weil man viel besser versteht was passiert. Auch die Jugendsprache und die unzähligen Anspielungen auf Jugendbücher wie Harry Potter machen das Lesen zur Freude und zum Genuss. Ich empfehle jedem diesen Roman zu lesen. Er ist eine wunderschöne Hommage an die Freudschaft, die gleichzeitig auf ein ernstes Tabuthema aufmerksam macht und allen „Astronauten“ eine Stimme verleiht. Ein wahres Schätzchen für jedes heimische Bücherregal!!!
(Kendra)

Eine bewegende Geschichte

Von: Bucheule1902 Datum: 06. April 2018

Meine Rezension:
Das Cover
Auf dem Cover sind vier Jugendliche zu sehen, die locker am Strand umher laufen. Unten der Sand und oben die weiten des Himmels mit ein paar Möwen.
Der Aufbau
Es beginnt mit Fritzi, die auf dem Weg nach Rügen ist und dort von ihren Eltern in das Therapiezentrum gebracht wurde.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fängt sie an, sich im Sonnenhof einzuleben und sich mit den Astronauten anzufreunden. Gemeinsam mit ihnen lernt sie segeln und fängt an, sich ihren Ängsten zu stellen.
Charaktere
Hier sind die Hauptcharaktere definitiv alle vier Jugendlichen.
Fritzi ist für mich eine der Personen, die eine riesige Wandlung durchlebt. Zu Beginn ist sie nicht sehr erfreut, dass sie in den Sonnenhof muss. Von ihrer Familie und ihrer besten Freundin ist sie mehr als enttäuscht und dann auch noch das Therapiezentrum. Dort lernt sie direkt zu Beginn Bastian kennen, der sie mit seinen zynischen Bemerkungen durchaus ein lächeln auf die Lippen bringt aber auch manchmal sehr anstrengend sein kann.
Sie fängt an, Gefühle für ihn zu entwickeln und versucht ihm näher zu kommen, was durch ihre Krankheit gar nicht so leicht ist.
Bastian ist schon das zweite Mal im Sonnenhof und alle Betreuer kennen ihn dort. Sie versuchen ihn in alltägliche Aufgaben einzubinden und so lernt er Fritzi direkt zu Beginn kennen. Bastian hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen und versucht alles etwas ins lächerliche zu ziehen, auch wenn das manchmal nicht bei allen gut ankommt. Vor allem nicht bei seinem Zimmerpartner Tim. Mit ihm gemeinsam ein Zimmer zu teilen ist ein hartes Stück Arbeit habe ich das Gefühl, denn ganz einig sind sie sich nie. Und dann sind sie auch noch gemeinsam in dem Segelkurs.
Tim ist am Anfang ein ziemlich harter Brocken und so richtig leiden konnte ich ihn nicht. Er hat immer auf mega cool gemacht und ist bei jeder Kleinigkeit ausgetickt. Ich war echt gespannt, ob er sich noch etwas bessert und dann diese krasse Wendung. Ich fand die Änderung die er durchgemacht hat mit am größten und bin auch irgendwie stolz auf ihn. Ich find das echte süß wie er für Sarah da ist und sie immer beschützt wie ein Küken. Aber niemand weiß so genau, wieso das so ist. Bis zu dem Augenblick, wo Besuchertag ist und Sarah ihre Eltern Fritzi einiges verraten.
Sarah ist die Mitbewohnerin von Fritzi. Sie ist sehr zurückhaltend und versucht so gut es geht nicht im Mittelpunkt zu stehen, geschweige denn mit einem der anderen Astronauten zu sprechen. Ein komplett anderes Bild von ihr bekommt man, als sie gemeinsam mit ihren anderen Astronauten beginnt zu Segeln. Hier ist sie ein ganz anderer Mensch und man merkt so richtig, wie sie eine Änderung durch macht. Ich bin etwas überrascht über die Wendung am Ende aber nachdem ich mehr über sie gelesen hatte und auch ihr Rätsel endlich entschlüsselt war, konnte ich ihr Verhalten verstehen (was nicht heißt das ich es für gut heiße)
Story
Die Story ist sehr bewegend. Vier Jugendliche im Therapiezentrum. Gemeinsam versuchen sie, das beste aus der Zeit dort zu machen. Die einzelnen Personen sind so authentisch dargestellt und man fühlt richtig mit ihnen mit. Man kann die Gedankengänge nachvollziehen und ich finde es eine mehr als bemerkenswerte Leistung der Autorin, dieses Thema anzusprechen. Es wurde viel zu lange dazu geschwiegen und man muss es einfach den Leuten vor Augen führen. Das Thema Therapie, Angstzustände, Mobbing, Aggressionen und Depressionen ist nichts mehr, was man einfach so abwinken sollte, sondern etwas, was man ganz klar mehr wahrnimmt in der heutigen Gesellschaft. Ich finde es deshalb ein sehr gutes und Augen öffnendes Buch was ich jedem empfehlen kann zu lesen. Und auch wie sich die vier Jugendlichen gegenseitig unterstützen, füreinander da sind und auch alles durchstehen, weil sie sich verstehen und verstehen, warum die anderen auch im Sonnenhof sind.
Mein Fazit:
Das Buch ist sehr gelungen und spricht ein sehr schwieriges Thema der Gesellschaft an. Ich finde es mehr als gelungen und ich würde es sicher noch öfter lesen, wenn ich nicht so viele Bücher aktuell auf dem SuB habe. Aber ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, dem es vielleicht nicht so gut geht aber auch einfach jedem, der Jugendromane mit "heiklen Thematiken" sehr gerne liest. Diese Buch hat echt potenzial, zu einem meiner Favoriten dieses Jahr zu werden.


Authentisch, vielfältig und sehr, sehr einfühlsam

Von: Laura von Skyline of Books Datum: 04. April 2018

Klappentext
„Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört
Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...“

Gestaltung
Die Pastellfarben des Covers mag ich sehr gerne, da sie aufgrund ihrer Helligkeit für mich sehr gut zum im Titel erwähnten Mond passen. Der Strand und das Meer auf dem Covermotiv erinnern mich zudem auch ein wenig an den Mond, weswegen ich finde, dass das Cover den Titel sehr schön und ein wenig spielerisch aufgreift. Die vier Menschen visualisieren zudem für mich passend die Hauptfiguren des Buches, wodurch man auf den ersten Blick sehen kann, um wen es geht. Das Pastellpink des Titels sticht vor dem hellen Blau etwas hervor, aber auch nicht zu stark, was ich sehr gerne mag.

Meine Meinung
Nun war es auch endlich für mich soweit und ich habe mein erste Buch von Adriana Popescu gelesen. Der Name der Autorin war mir durch ihre verschiedenen, bereits erschienenen Jugendbücher und ihren in diesem Genre im deutschsprachigen Raum hohen Bekanntheitsgrad ein Begriff und nun habe auch ich endlich ein Buch aus ihrer Feder gelesen. Ich habe davon gehört, dass „Mein Sommer auf dem Mond“ der wohl persönlichste Roman der Autorin sei und ich fand, dass man dies beim Lesen spüren konnte. Für mich war jedes Wort wohlgewählt und hinter jedem Satz steckten die verschiedensten Gefühle.

Das Thema des Buches ist dabei kein leichtes, denn es geht um vier Jugendliche, die ein Therapiezentrum auf Rügen besuchen. Fritzi, Bastian, Tim und Sarah besuchen dort dieselbe Therapiegruppe, die Astronauten, und versuchen mit ihren verschiedenen Schicksalen fertig zu werden, denn alle haben eins gemeinsam: sie sind durch verschiedene Dinge aus der Bahn geworfen worden. Die Astronauten geben einander bei den verschiedensten Dingen und vor allem beim Therapiealltag Halt und Unterstützung. Ich habe beim Lesen manchmal ein klein wenig an den „Club der roten Bänder“ gedacht, wo auch zwischen den verschiedensten Figuren ein tiefes Band der Freundschaft entstanden ist.

In „Mein Sommer auf dem Mond“ ist es ganz ähnlich, denn Fritzi, Basti, Sarah und Tim wachsen mit jeder Seite immer weiter zusammen und dabei kommt auch jeder sich selbst immer näher. Dabei mochte ich besonders gerne, wie unterschiedlich diese vier Charaktere doch waren, denn ihre Schicksale waren alle grundverschieden, wodurch sie auch charakterlich sehr vielfältig und bunt wurden. Diesbezüglich fand ich es auch super, wie die Autorin es geschafft hat, dass ich mit jedem der Vier mitgelitten habe und immer wenn ich dachte, dass ich am Ende meiner Gefühlsskala angekommen wäre, hat Adriana Popescu noch eine Schüppe drauf gelegt.

Auf diese Weise ist das Buch einfach unglaublich emotional und ergreifend. Unheimlich überzeugend fand ich es, wie feinfühlig und ergreifend die Autorin die Figuren, ihr Leben und ihren Alltag beschrieben hat. Der Schreibstil von Frau Popescu ist einfach unglaublich einnehmend und poetisch! Ich habe immer wieder Sätze entdeckt, die ich sehr berührend fand und so gerne mochte, dass ich sie mir als Zitat aufgeschrieben habe, weil die Autorin es geschafft hat, mit wenigen Worten, große Gefühle zu umschreiben.

Trotz der doch traurigen Grundthematik des Buches ist es aber nicht durchweg traurig. Vielmehr klingen leise Hoffnungsschimmer und positive Töne hindurch, weswegen ich die Geschichte gleich noch viel mehr mochte. Neben dem Finden der eigenen Persönlichkeit und dem Band der Freundschaft geht es auch um Vertrauen, Mut und den Glauben an die eigenen Träume und die Zukunft. Ein für mich ganz großer Pluspunkt war es auch, wie die Adriana Popescu es geschafft hat, die Figuren und ihre Geschichte so authentisch und real erscheinen zu lassen. Vieles war einfach wie aus dem Leben gegriffen, wodurch beim Lesen für mich eine unglaubliche Nähe entstanden ist.

Fazit
Mit „Mein Sommer auf dem Mond“ hat Adriana Popescu ein einfühlsames, ergreifendes und emotionales Buch geschrieben, das ich unheimlich gerne gelesen habe, da es trotz der schweren und bedrückenden Thematik positive Töne versprüht hat. Besonders der gefühlsbetonte Schreibstil konnte mich mit seinem Einfühlungsvermögen und seiner Art, Worte und Sätze in Poesie zu verwandeln, fesseln. Ein weiteres Highlight war für mich, wie authentisch die Figuren und ihre Geschichte waren und wie realistisch alle Charaktere in ihrem Handeln, Erleben und in ihren Gefühlen waren.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Für mich der beste "Popescu", weil dieses Buch mehr ist!

Von: Bookaholic. Datum: 03. April 2018

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört
"Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ..



..und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe .."


Immer wenn ich ein Buch von Adriana Popescu lese , möchte ich mich danach wieder und wieder verlieben.
Für mich fühlen sich die Bücher von ihr wie Umarmungen an. Man fühlt sich wohl, man genießt - man entspannt sich.
Und dieses Mal hat es sich auch so angefühlt, aber es war anders - es war mehr, weil "Mein Sommer auf dem Mond" mehr ist, als die anderen Bücher der Autorin. Ich hab schnell gemerkt, dass es für mich sogar das beste Buch der Autorin sein wird.
Ich glaube es braucht viel Mut um ein Buch wie "Mein Sommer auf dem Mond" zu schreiben - umso schöner ist es, dass es Adriana Popescu auch gleichzeitig gelungen ist mit dieser Geschichte so viel Mut zu geben!

Sie hat sich dieses mal an ein ernstes Thema heran getraut - psychischen Erkrankungen. Sie gibt so vielen Menschen da draußen eine Stimme. Sie gibt so viel Mut mit diesem Buch!

Ich habe mit einer fast drückenden Stimmung gerechnet - hatte Angst erschlagen zu werden, aber selbst bei diesem Thema, dass sie dank viel Fingerspitzengefühl und Verständnis, absolut authentisch an den Leser bringt - hat ihre "Popescu Art" auch hier nicht gefehlt.
Die "Popescu Art" ist für mich die Leichtigkeit, die Adriana in jedes ihrer Bücher zaubert, durch ihren Schreibstil und ihren großartigen Humor.
Ihre Anspielungen auf die unterschiedlichsten Fandoms - von Harry Potter über Star Wars bis Marvel haben mein Fangirlherz schneller schlagen lassen und haben diesem Buch seinen ganz eigenen Charm gegeben.

Das Verständnis und die Liebe zu ihren Figuren hat man in jeder Zeile gespürt und so hat es mich nicht gewundert, als in meinem Leserherz plötzlich vier neue Charaktere eingezogen sind.
Und ich hatte wirklich Sorgen, dass ich mich nicht in die Figuren hineinfühlen kann - dass mir das Verständnis fehlt - aber es schien, als würden Fritzi, Bastian, Tim und Sarah mich an die Hand nehmen und mir ihre Welt zeigen. Ich dufte teilhaben, an ihren Gefühlen - an ihren Ängsten, Zweifeln und Träumen. Sie waren für mich so greifbar und echt.

Adriana hat mir ein Thema näher gebracht, dass so wichtig und bedeutsam ist und dabei hat sie nie übertrieben und nichts verschönt. Sie hat die Emotionen an die richtigen Stellen gesetzt und ihre Botschaften im ganzen Buch verteilt.
Egal wer wir sind, egal welche Päckchen wir tragen und wie unterschiedlich diese sein mögen - wir müssen für uns stark sein, wir dürfen für uns stark sein. Und manchmal braucht man dabei Hilfe und daran ist niemals etwas falsch.


"Mein Sommer auf dem Monat" war für mich nicht lange ein Buch über vier physisch kranke Jugendliche - Adriana hat diese Geschichte nie nur darauf reduziert - für mich war es ziemlich schnell ein Buch aus dem echten Leben.
Eine Geschichte über emotionalen Ballast, familiären Problemen, der ersten Liebe, Freundschaften - und was für ein wunderschönes Bild sie von der Freundschaft erschaffen hat - Ängsten, Zweifel und Träumen. Eine Geschichte vom Leben und über das Leben.

"Du lächelst lauter, als du denkst "
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Für mich ist " Mein Sommer auf dem Mond" ein großartiger Roman nicht nur für junge Leser , weil er mitreißt und Halt gibt. Weil er warmherzig und ehrlich ist und vor allem weil er trotz seiner großen Emotionen voller Humor steckt.

Ein Geschichte voller Verständnis und Akzeptanz.

Und auch mit einer großen Portion Fernweh, denn obwohl Adriana sich in diesem Buch mit so viel zu beschäftigen scheint - hat sie es trotzdem noch geschafft die Umgebung so zu beschreiben, dass ich nicht anders konnte als mich in diese Insel zu verlieben.

Also bin ich jetzt mal wieder nach einem Popescu rettungslos verliebt.

Verliebt in Rügen

Ich bin verliebt in Fritzi, Bastian, Tim und Sarah. Ich bin verliebt in die Freundschaft und die Liebe.

"Mein Sommer auf dem Mond" ist für mich trotz seiner ernsten Thematik ein absolutes Wohlfühlbuch!

Und ich bin Dir dankbar für dieses Buch Adriana - ein Buch, dass geschrieben werden musste, weil es so wichtig ist - und ich bin froh, dass du es getan hast!

https://bookaholic-solittletime.blogspot.de/2018/04/rezension-mein-sommer-auf-dem-mond.html

Danke für die Reise auf den Mond!

Von: misshappyreading Datum: 03. April 2018

Jugendliche mit Psychischen Problemen – Frau Popescu wagt sich mit diesem Buch an ein Thema das sehr nahe geht. Mir fehlt hier (glücklicherweise) die persönliche Erfahrung. Weder ich noch Freundinnen von mir hatten damit zu kämpfen.

Übrigens finde ich daher lesen so unglaublich wichtig. Es gibt einem immer wieder die Möglichkeit Dinge zu erleben und besser zu verstehen, die man so nie erlebt hätte.

Die Liebe der Autorin zu Harry Potter, Sherlock, Marvel und diversen ‚nerdy‘ Filmen und Serien ist glaube ich noch nie so präsent gewesen wie in diesem Buch. Und ich habe es so gefeiert. Allein die Überschriften der einzelnen Kapitel hätten mich fast zu applaudieren gebracht.

Ein kleines bisschen war das auch mein Problem, wobei es nichts mit dem Buch zu tun hat! Seltsame Erklärung, daher muss ich hier ein bisschen weiter ausholen. Basti sieht Bösewichte aus diversen Filmen – das ist kein Spoiler, Bastis Krankheit lernt man gleich mit ihm kennen. Das heißt neben Basti sitzt zum Beispiel der Grinch und mach ihm das Leben zu Hölle. In meinem Kopf hatte das Bild allerdings eher etwas unterhaltsames, mehr als das es beängstigend war.
Dieses intuitive Gefühl hat mich dann immer wieder geärgert, weil ich mir dachte: Das ist nicht lustig, das ist schrecklich. Abstellen konnte ich es trotzdem nicht.

Bei Fritzi hätte ich gerne viel mehr über ihre Krankheit beziehungsweise ihr Problem erfahren. Fritzi hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie war mir sehr sympathisch. Potterheads halten eben zusammen. Dennoch hätte ich gerne mehr von dem ‚Therapiepart‘ gelesen.

Frau Popescu schreibt die Jugendlichen Charaktere wundervoll! Und das ganz ohne aufgesetzt zu wirken. Dadurch wird die Thematik für mich allerdings ein wenig ‚romantisiert‘. Es gibt diverse Bücher die sich der Thematik auf einer ‚ernsteren Ebene‘ nähern. Wer sich klar ist das er ein Jugendbuch in der Hand hält wir definitiv nicht enttäuscht.

Dieses Buch ist ein Jugendroman, das Setting mag ein Therapiezentrum sein, doch richtig Tiefgang entwickelt es nicht. Das meine ich absolut nicht negativ! Adriana Popescu schreibt Jugendliteratur – mit viel Witz und Charme. Genau das bekommt man in der Geschichte – nicht mehr und nicht weniger.

Liebe Adriana, danke für die Reise auf den Mond. Es war toll die Astronauten kennen zu lernen!

Absolute Leseempfehlung!

Von: Avery Little Book Datum: 28. März 2018

Das Cover finde ich wirklich sehr hübsch und es passt vor allem auch gut zum Buch, weil die Umgebung und auch die abgebildeten Personen einfach gut zum Inhalt passen. Auch die Farbe des Schriftzuges finde ich sehr hübsch und die Farbe sticht vor allem vor dem blauen Untergrund auch schön raus.

Inhalt: Fritzi, Basti, Tim und Sarah treffen im Therapiezentrum auf Rügen aufeinander. Sie alle können kein "normales" Leben mehr führen und sollen ihre tiefsten Geheimnisse miteinander teilen. In ihrer Abteilung heißen sie "die Astronauten". In dieser Zeit auf Rügen werden die Gefühle der vier völlig durcheinandergewirbelt. Sie stellen sich ihren Ängsten, sie entdecken Mut und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Die Astronauten greifen nach den Sternen, doch könne sie sie auch erreichen?

Einstieg: Ich habe bisher alle Bücher, die ich von Adriana Popescu gelesen habe, geliebt. Deswegen habe ich mich riesig auf das Erscheinen dieses Buches gefreut und bin natürlich auch mit dementsprechend hohen Erwartungen herangegangen. Ich habe, wie bisher bei allen Büchern von ihr, sehr schnell einen Zugang zum Geschehen gefunden, weswegen mich das Buch von Anfang fesseln konnte. Die Charaktere wirken sofort sehr sympathisch und man will mehr über sie erfahren.

Fritzi will eigentlich gar keine Therapie machen und es ist ihr auch so peinlich ihrer besten Freundin gegenüber, dass sie es ihr verschweigt. Fritzi ist eine unheimlich sympathische weibliche Protagonistin! Auf den ersten Blick ist sie mutig und schlagfertig und man fragt sich, was sie denn überhaupt in dem Therapiezentrum macht, aber nach und nach erfährt man immer mehr über sie und ihre Persönlichkeit. Es macht unheimlich viel Spaß und es ist gleichzeitig sehr ergreifend, sie auf ihrem Weg und bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Da die Hälfte des Buches aus ihrer Perspektive geschrieben ist, kann man ihre Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen.

Bastian ist schon zum zweiten Mal in Therapie. Auch er macht nach außen hin den Eindruck, als ginge es ihm blendend, denn er ist ständig zu Scherzen aufgelegt und eigentlich immer guter Laune. Doch der äußere Schein trügt, denn in Bastians Kopf halten sich Bösewichte auf, die in ihm allerhand negative Stimmung verbreiten. Das bekommt man hautnah mit, weil die andere Hälfte des Buches nämlich aus seiner Perspektive geschrieben ist. Trotzdem erfährt man, genauso wie bei allen anderen, nicht sofort, was mit ihm los ist, was die Spannung natürlich ankurbelt. Auch er macht eine sehr große Entwicklung durch und es war mir eine Freude, ihn dabei zu begleiten. Man kann eigentlich gar nicht anders, als Bastian in sein Herz zu schließen.

Die anderen beiden, die noch mit von der Partie sind, sind Tim und Sarah. Tim ist der typische beliebte, sportliche Kerl, dem alle Mädchen zu Füßen liegen. Nach außen hin scheint sein Leben perfekt, doch innendrin... Sarah hält den Kopf meistens gesenkt und hasst Aufmerksamkeit anderer, doch in manchen Momenten kommt dann auch die selbstbewusste Sarah heraus. Auch die beiden sind mir unheimlich schnell ans Herz gewachsen. Man muss Adriana Popescu lassen, dass sie es geschafft hat, vier unheimlich realistische und vielschichtige Charaktere zu erschaffen, bei denen man gar nicht anders kann, als sie in sein Herz zu schließen.

Ich weiß gar nicht, wie ich in Worte fassen soll, wie gut mir dieses Buch gefallen hat. Es fällt mir unheimlich schwer, diese Rezension hier zu schreiben, weil nichts, was ich schreibe, diesem Buch gerecht werden kann. Und nein, ich übertreibe nicht: Das Buch ist schlicht der Wahnsinn! Ich habe mich vor dem Lesen dieses Buches in einer absoluten Leseflaute befunden und hatte eigentlich nie Lust aufs Lesen. Trotzdem habe ich dieses Buch förmlich verschlungen, weil ich es nicht weglegen konnte und wollte. Ich habe mich jedes Mal aufs Weiterlesen gefreut und jede einzelne Seite genossen. Man durchlebt eine Achterbahn der Gefühle, während man die vier auf ihrem Weg begleitet. An vielen Stellen hat mir das Buch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, aber an anderen Stellen treibt es einem die Tränen in die Augen. Es ist ein Buch über Angst, Mut, Liebe, Schicksalsschläge und Freundschaft. Es zeigt, wie wichtig es ist, dass jemand für einen da ist, auch wenn man eigentlich niemanden sehen will. Das ganze Buch ist einfach etwas ganz, ganz Besonderes. Ich war total traurig, als ich die letzte Seite ausgelesen hatte, weil ich die Charaktere einfach noch nicht gehen lassen wollte.
Der Schreibstil von Adriana Popescu ist der Wahnsinn. Sie schreibt auf eine sehr lockere und einfache Art und flechtet hier und da immer mal eine Portion Witz hinein. Ihre Art zu schreiben wirkt einfach so echt.

Fazit:

Dieses Buch hat mir mal wieder bewiesen, was ich so am Lesen liebe! Die Gefühlsachterbahn, die man durchlebt, die Charaktere... einfach alles hat hier gestimmt. Rennt am besten im Sprint zur nächsten Buchhandlung und kauft euch dieses Buch! Ihr werdet es nicht bereuen.

Bewertung:



5 von 5 Sternen



Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Adriana Popescu hat sich in mein Herz geschrieben!

Von: buchundtee Datum: 26. März 2018

Mein Sommer auf dem Mond - Adriana Popescu

"Wir Astronauten mögen eine kleine Armee sein, aber vereint sind wir schwerer zu besiegen."

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Autorin: Adriana Popescu


Verlag: cbt


Seitenzahl: 400


Preis: 13,00 €

ISBN 978-3-570-31198-1

Das Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

An der Stelle nochmal ein riesen Dankeschön an das Bloggerportal beziehungsweise den cbt Verlag!

Dies beeinträchtigt aber in keinster Weise eine Meinung!

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I N H A L T

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...



M E I N M E I N U N G



Ich habe das Buch vor fünf Minuten beendet und hatte sofort das Bedürfnis meine Gedanken und die Rezension gerade jetzt zu verfassen.

"Mein Sommer auf dem Mond" ist das Erste, was ich bisher von Adriana Popescu gelesen habe und wird definitiv nicht das Letzte gewesen sein.

Ihr Schreibstil hat mich vollkommen überzeugt.
Locker, leicht, aber gleichzeitig auch hochemotional. An manchen Stellen musste ich mich zusammenreißen, um nicht in Tränen auszubrechen!

Es gab unheimlich viele tolle Zitate in diesem Buch.

"Wenn du das Gefühl hast, über das Wasser zu fliegen, das Segel sich aufbläht und du so schnell bist, dass du alles hinter dir lassen kannst, einfach nur weg, so schnell wie der Wind, irgendwohin, wo dich niemand kennt, und wenn du aufs Meer blickst und weißt, alles ist möglich. Das ist Freiheit!" (Sarah, Seite 176)


Vor allem haben die Kapitel mit sehr schönen Sätzen geendet.

"Vielleicht wird es Zeit, mal aufs Herz, statt auf den Kopf zu hören." (Fritzi, Seite 203)


Adriana Popescu hat sich mit viel Verstand und Einfühlungsvermögen in mein Herz geschrieben.
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Jeder der vier Protagonisten hat sein eigenes Päckchen zu tragen.

Im Laufe der Geschichte wird klar, dass jeder der Charaktere total unterschiedlich ist, sie sich letztendlich doch sehr ergänzen und zusammenpassen. Ich fand toll, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven geschrieben ist. Aus der männlichen Sicht von Bastian und aus der weiblichen von Fritzi.

Jedes der "Probleme", mit denen die Jugendlichen leben müssen wurde sehr gut ausarbeitet, sodass ich mich total schnell in alle Charaktere hineinversetzen konnte. Alles war so realitätsgetreu und detailliert dargestellt!

Ich möchte nicht mehr über die Charaktere und die Geschichte erzählen, da jeder selbst während dem Lesen auf den Mond fliegen soll.


F A Z I T

Eine Geschichte, die Mut macht, tief berührt und dem Leser nach Beenden immer noch durch den Kopf geht.
Adriana Popescu hat sich in mein Herz geschrieben!

Wichtige Themen mit nötiger Ernsthaftigkeit und dennoch fluffig-leicht

Von: Lovely Mix Datum: 25. März 2018

Adriana schafft es immer wieder, mich mit ihren Büchern zu begeistern. Meist denkt man, es kann nicht besser werden und zack, kommt der nächste wundervolle Roman bzw. das nächste wundervolle Jugendbuch auf den Markt. Vom Klappentext denkt man zunächst – oh, ein bisschen Klischee, denn wir haben den coolen Sportler, die niedliche Träumerin, den lässigen Underdog und die freche Sprücheklopferin. Aber, sie sind eben genau das nicht, was man auf den ersten Blick denkt. Klischees, vor denen bei dieser Beschreibung mancher erst Angst haben mag, werden eben genauso nicht stehen gelassen und Adriana zaubert wundervoll authentische, starke Protagonisten. Die Astronauten, die allesamt eine reale, nachvollziehbare und starke Figurenentwicklung zurücklegen und sich tief in mein Herz schleichen konnten.

“Weil ich ständig Angst habe, dass es wieder passiert, und ich irgendwann gar nichts mehr kann. […] Ich will einfach nur normal sein. Ich will mich nicht in meinem Zimmer verstecken müssen, weil ich nur dort sicher bin.” (S. 134ff)

Sie schafft es von neuem, alle bisherigen Geschichten doch noch zu toppen. Mein Sommer auf dem Mond ist ein Buch, dass mich glaube ich den Rest meines Lebens in irgendeiner Art und Weise begleiten wird. Fritzi, Bastian, Tim und Sarah. Alle vier habe sich in den letzten Monaten eine dicke Schale und Fassade aufgebaut, die doch gar nicht so stark ist. Eine, die sie in ihrem Sommer auf dem Mond aufgeben müssen. Den Sommer, in dem sie mit ihren tiefsten Geheimnissen und Päckchen im Therapiezentrum für Jugendliche auf Rügen landen. Die vier werden in diesem lebensverändernden Wochen vom Schicksal bunt zusammengewürfelt und anschließend ordentlich durchgeschüttelt. Wir begleiten die vier, wie sie über sich hinauswachsen. Sich ihren Ängsten und Sorgen stellen, ihr wahres Ich finden, Mut finden und lernen, mit ihrer Krankheit (bzw. ihren Krankheiten) umzugehen oder zumindest besser umzugehen als bisher.

Adriana erzählt hier von vier Jugendlichen, die alle ihr Päckchen haben. Sie erzählt von Angststörung, Depression oder bipolarer Störung. Alles keine leichte Kost und eine, die ich auch im eigenen Leben schon miterlebt oder durchlebt habe oder von anderen mitbekommen habe. Umso wichtiger, dass diese Themen auch in Jugendbüchern auftauchen. Adriana schafft es, dies nicht zu düster oder hoffnungslos zu machen. Sondern in ihrem immer wieder erstaunlich locker-leichten Erzählton mit haufenweise Lieblingssätzen und einem Schreibstil, der mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut bereitet. Sie lies mich nur so durch die Seiten fliegen und mit den vier einen anstrengenden, nervenaufreibenden, etwas angsteinflößenden aber herzerwärmenden Sommer erleben, der mit Freundschaften endet, die sich in mein Herz gebrannt haben.

Mein Sommer auf dem Mond ist ein lockeres Jugendbuch, dass dennoch nicht die nötige Ernsthaftigkeit für diese wichtigen Themen verliert. Fritzi, Bastian, Tim und Sarah sind authentische, gut gezeichnete und liebenswerte Protagonisten. Ich litt mit ihnen und freute mich mit ihnen. Und das Ganze verpackt in einem malerischen Setting mitten auf Rügen mit Strand, Sommer, Sonne und Meer. Und natürlich fehlen auch dieses Mal die grandiosen Buch-Film-Musik-Anspielungen nicht. Dieses Mal wieder mit viel Star Wars und Harry Potter hihi.

Ein Kunstwerk!

Von: Buecherschlucker Datum: 25. März 2018


Das Buch startet mit einer sehr coolen, vielversprechenden Kapitelüberschrift, die da lautet "Hogwarts". Nein, ich habe das Buch nicht mit Harry Potter verwechselt, es ist wirklich so, ich schwöre! (das wäre übrigens spätestens der Moment, in dem ihr beim Warenkorb auf den "Jetzt kaufen"-Button klicken solltet. Überzeugender geht es doch nicht mehr, oder!?!?!?). Und das coole an den Kapiteln ist, dass jede Überschrift unglaublich einfallsreich und originell ist. Man stößt z.B. auf "Avada Kedavra", was übrigens eins meiner Lieblingskapitel war, oder auch "Alice im Wunderland" und "Alien". Da war mal gleich viel neugieriger und gespannter auf die Kapitel, was man im Übrigen auch so schon war!

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte, die Charaktere und die Atmosphäre in ihren Bann gezogen, und bis zum letzten Punkt und Komma nicht mehr losgelassen. Ich habe gelacht, geweint, gegrinst, gequickt, war wütend, neugierig und einfach mit vollem Herzen dabei. Die Astronauten haben sich in mein Herz geschlichen und sich dort festgekettet, ohne Rück-und Wiedergabe. Mit Vergnügen! Adriana Popescu hat mit so viel Gefühl und Detail geschrieben, dass mich das Buch auch noch nach dem Beenden nicht "in Ruhe" gelassen hat. Bis heute. Für immer.

Ich wollte einfach nur noch ein Teil der Astronauten sein, denn es hat mir das Gefühl gegeben, dass alles gut werden kann. Und das wird es auch, egal, wie oft man zum Mond und wieder zurück fliegen muss - mit seinen persönlichen Astronauten kann man das schaffen.


Wo wir auch schon bei der Thematisierung des Buches wären. Die Geschichte beinhaltet ja viele psychische Krankheiten und Störungen in allen erdenklichen Formen, also sehr vielfältig, aber auch sehr realitätsnah. Jedoch nicht so krass, dass sich Betroffene eventuell getriggert oder schlecht dabei fühlen - das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es macht eher unheimlich viel Mut, zeigt Verständnis und auch, dass solche Themen nicht immer nur Traurig und Melancholisch sein müssen. Natürlich gab es viele herzzerreißende Momente, aber das ist auch völlig okay so - denn hinter der nächsten Seite war dann auch wieder der Sonnenschein parat gestanden und alles ist gut.

Adriana's Schreibstil hat außerdem einen sehr großen Wiedererkennungswert. Sie schreibt mit so viel Humor und Herz, man muss ihre Bücher selbst gelesen haben, damit dich ihr Schreibstil in eine Decke voller Gefühle und Fantasie einhüllen kann! Es hatte etwas süchtig machendes an sich und ich wollte und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es gab, ungelogen, keine langweilige oder schwache Buchseite! Und dann war plötzlich das Buch zu ende und dann habe ich eventuell, ganz vielleicht ein bisschen weinen müssen. Einfach, weil ich noch nicht loslassen wollte. Aber das musste ich ja auch gar nicht, weil ich die Astronauten immer in meinem Herzen habe! Und alles ist gut.

Mein Sommer auf dem Mond

Von: angeltearz liest Datum: 25. März 2018

Dieses eine Buch, das man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Wer kennt das nicht!?
Genau dieses Buch geistert immer noch in meinem Kopf herum und will einfach nicht wieder verschwinden. Aber das ist alles andere als negativ gemeint, denn dieses Buch ist ein absolutes Highlight für mich.

Ich mag Bücher unheimlich gerne, die ein sehr schwieriges Thema behandeln, aber das Thema gleichzeitig so locker und leicht machen. Man rauscht durch das Buch und hat dabei eine Achterbahn der Gefühle. Erst hat man Mitleid, dann freut man sich, dann zerreißt es einem fast das Herz. Und am Ende sitzt man da, liest den letzten Satz und denkt sich, dass es einfach nur schön war. Vielleicht rollt auch eine kleine Träne die Wange runter. Solche Art von Emotionen löst nicht jedes Buch bei mir aus und das will schon was heißen.

Ich finde das Thema sehr gut gewählt, da es Realität ist und man nicht die Augen davor verschließen sollte. Man sollte es nicht als “Spinnerei” abtun, sondern ernst nehmen. Ich finde das wurde in diesem Buch wirklich gut verbaut. Einerseits die Eltern, die ihre Kinder bzw. deren Probleme nicht wirklich ernst nehmen und trotzdem in eine Therapie schicken, weil sie Mist gebaut haben. Und andererseits die Teenager, die mit ihren eigenen Dämonen kämpfen.

Diesen sympathischen Schreibstil muss ich auch der Autorin anlasten, denn sie kann es einfach. Dieses ernste Thema in ein lockeres Jugendbuch verwandeln. Die Ernsthaftigkeit nicht außer Acht lassen, aber es so sympathisch verpacken. Ich mag ihren Schreibstil wirklich sehr gerne. Mich hat sie immer auf den ersten Seiten gepackt. Das war bei ihren anderen Büchern und so ist es auch bei diesem Buch.

Die Charaktere sind echt. Es kann gar nicht anders sein! Ich stelle es mir schwierig vor, sich in einen Jugendlichen einzufühlen, der psychische Probleme hat. Einerseits müssen sie glaubwürdig herüber gebracht werden, aber andererseits sollte der Charakter auch sympathisch sein. Es bringt ja nichts, wenn dieses Gleichgewicht nicht gegeben ist. Und dieses Gleichgewicht zu finden, ist ganz sicher schwierig.
Ich finde alle vier Jugendlichen absolut glaubwürdig. Ich kaufe es ihnen ab, dass sie wirklich Probleme haben und kämpfen wollen. Gleichzeitig aber auch ihre Schwäche zeigen können. Dann im nächsten Moment wieder typische Teenager sind und man als Leser am Liebsten mit den Augen rollen möchte. Jeder hat so seine Eigenarten und seine eigenen Probleme.

Und dann das Setting! Rügen. Insel, Strand, Meer, Boote… Ein absolutes Traumsetting für mich. Ich konnte mich da so richtig hineinversetzen und es hat ein absolutes Fernweh bei mir ausgelöst.

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die Jugendbücher gerne lesen! Es ist ein schwieriges Thema, aber es ist super verpackt worden. Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen und es gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights in diesem Jahr.

Das Cover: Das Cover spiegelt das Buch perfekt wieder. Alle vier Teenies sind drauf, das Meer ist zu sehen… Einfach perfekt.

Fazit: Ein absolutes Highlight für mich. Es stimmt einfach alles in diesem Buch. Und das ist nicht übertrieben.

Schweres Thema mit viel Fingerspitzengefühl und Humor umgesetzt

Von: Katharina P. Datum: 25. März 2018

Bevor ich meine Meinung zum Buch sage, möchte ich gleich anmerken, dass ich ziemlich hohe Maßstäbe an die Geschichte angelegt habe, einfach weil ich psychische Erkrankungen für ein Thema halte, das mit viel Fingerspitzengefühl und Tiefgang angegangen werden muss. Ersteres ist Adriana Popescu sehr gut gelungen, denn sie zeigt viel Verständnis für ihre Charaktere. Das hat sich auf mich als Leserin übertragen, sodass ich mich gut in sie einfühlen konnte. Die Lasten, die die vier Jugendlichen zu tragen haben, wiegen schwer, allerdings lockert Popescu auch die Stimmung durch humorvolle Selbstreflexionen und flapsige Gespräche auf. Das fand ich - vor allem angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Jugendroman handelt - durchaus in Ordnung, da man die Thematik dadurch besser verarbeiten kann.
Nicht bei allen vier Hauptfiguren war es bei mir Liebe auf den ersten Blick bzw. Satz, da sie anfangs sehr stark Klischees entsprachen und/oder sich unnahbar gaben. Das hat sich aber nach und nach gegeben, da man sie immer besser kennenlernt. Als Leserin musste ich mich ebenso an sie herantasten, wie sie sie sich aneinander gewöhnen mussten. Die Entwicklung von Abneigung bis hin zur Freundschaft und Fürsorge war für mich gut nachvollziehbar und vollzog sich in angemessenem Tempo. Letztlich habe ich Bastian, Fritzi, Sarah und Tim ins Herz geschlossen und an ihrer emotionalen Achterbahnfahrt Anteil genommen. Soweit bin ich also äußerst zufrieden gewesen.
In Bezug auf den Tiefgang der Geschichte ist meine Begeisterung etwas verhaltener. Meines Erachtens wurde das Potenzial der Story nicht ganz ausgeschöpft, da man die individuellen Problemsituationen noch umfassender hätte beleuchten können. Prinzipiell finde ich es nicht weiter tragisch, dass man als Außenstehender ohne nähere Kenntnisse des Innenlebens das Verhalten der vier wohl für mehr oder weniger normal halten würde. Die Gedankengänge von Fritzi und Bastian zeigen dafür sehr deutlich, dass dem nicht so ist. Das ist soweit natürlich, da man den meisten Menschen ihr Leid nicht ansieht. Oftmals konnte mir Adriana Popescu jedoch nicht ganz die Tragweite ihrer Krankheiten vermitteln. Selbst die fiesen Stimmen, die Basti permanent hört, konnten mir nicht ganz begreiflich machen, wie sehr er unter ihnen leidet. Möglicherweise lag das eben daran, dass die Stimmen zu fiktiven Bösewichtern wie Darth Vader, Loki oder dem Joker gehörten und mich dadurch eher zum Schmunzeln gebracht haben. Andere Leser mögen das vielleicht nicht so empfinden. Unter Umständen wäre es für mich hilfreicher gewesen, wenn ich ein paar Einblicke in Einzeltherapiegespräche bekommen hätte, aber solche Szenen fehlten nahezu völlig. Eigentlich werden die vier immer nur in Interkation miteinander präsentiert. Sie arbeiten dabei zwei auch an ihren Problemen und sind sich gegenseitig große Stützen (zumindest später), aber ich finde es ein wenig merkwürdig, dass in einer psychiatrischen Klinik fast keine Einzeltermine auf der Tagesordnung stehen. Noch dazu hat es den Anschein gehabt, dass die Einrichtung nahezu leergefegt ist, denn abgesehen von Ole, Bellinger und der Empfangsdame sieht und hört man nie großartig etwas von anderen Patienten oder Angestellten. Dadurch ging ein wenig die Atmosphäre verloren bzw. hatte ich dadurch den Eindruck, als wäre die Einrichtung an sich überflüssig, da sich die Heranwachsenden selbst oder gegenseitig therapieren. Zum Teil hat das wohl auch dazu geführt, dass mein Interesse im Mittelteil etwas nachgelassen hat. Je näher ich aber dem Ende des Buches kam, desto besser gefiel es mir dann wieder, da sich allmählich die Dramatik aufbaute. Adriana Popescu zeigt hier ihr ganzes Können: Tolle, berührende Sätze und überkochende Emotionen häufen sich hier. Speziell eine Szene im letzten Drittel mit Sarah hat mir fast das Herz zerfetzt, weil sie so schockierend und ergreifend geschrieben war. Das konnte meine Bewertung noch einmal positiv beeinflussen.

Fazit
Adriana Popescu ist das Problem der psychischen Erkrankungen mit viel Feingefühl angegangen, nimmt dem Ganzen aber durch die selbstironischen Kommentare der Charaktere und die Verknüpfung mit ganz "normalen" Begebenheiten die bedrückende Schwere. Dadurch kann man das Thema gut verdauen und fühlt sich nicht erschlagen, gelegentlich hatte ich aber auch das Gefühl, dass nicht alle Facetten der Dilemmata beleuchtet wurden. Da ich aber eine Bindung zu den Figuren aufbauen konnte, gingen mir ihre individuellen Kämpfe nahe, und besonders das letzte Drittel des Buches war fantastisch!

Schräg, gefühlsvoll und voller Gefühle

Von: Tintenwelten Datum: 24. März 2018

Fritzi soll den Sommer in einem Therapiezentrum für psychisch erkrankte Jugendliche auf Rügen verbringen. Das stinkt ihr erstmal gewaltig. Würde sie ihre Ferien doch lieber mit ihrer besten Freundin dort verbringen, das war schließlich schon immer der Traum der beiden.

Sie kommt zusammen mit Bastian, Tim und Sarah in die Wohngruppe “die Astronauten”. Jetzt müssen sie lernen, sich aufeinander einzulassen, zu vertrauen und sich gegenseitig zu helfen. Doch das ist gar nicht so einfach bei so vielen unterschiedlichen Charakteren, die auch noch zusätzlich verschiedene Dämonen mit sich herum tragen. Im normalen Alltag hätten sie sich wahrscheinlich niemals angefreundet oder vielleicht noch nicht mal miteinander gesprochen. Umso toller ist das, was über den Sommer zwischen den Jugendlichen passiert.

Nach und nach erfahren wir, welche Probleme sie haben. Es stecken verschiedene Geschichten und Ängste dahinter. Es ist sehr aufregend hinter diese Schicksale zu blicken. Die Charaktere sind großartig und sehr liebenswert. Besonders sympathisch sind Fritzis ständige Bezüge auf Harry Potter. Als Potterhead habe ich diese natürlich mit Herzchen in den Augen bemerkt.

Underdog und Sprücheklopfer Bastian ist schon zum zweiten Mal im Sonnenhof, weiß also wie es läuft. Er führt Fritzi am ersten Tag herum und ist direkt fasziniert von ihren Marsriegel-Augen. Cool sind seine ständigen Anspielungen zu den Bösewichten der Comic-Welt.

Das Thema psychische Erkrankung, deren Entstehung und Ursprung, Auswirkungen und was sie mit den Menschen macht, finde ich super interessant. Man erhält hier einen spannenden und authentischen Einblick.

Das Buch ist unglaublich emotional und reißt von der ersten Seite mit. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Fritzi und Bastian. Der Schreibstil ist locker, leicht und wird niemals langweilig. Dem Leser wird ein wahrer Gefühls-Cocktail geboten: man schwankt zwischen Freude, Trauer, Schock und Verzweiflung. Gespickt wird das Ganze mit spritzigem Humor.

Neben psychischen Erkrankungen werden aber auch noch andere wichtige und aktuelle Themen aufgegriffen: die erste Verliebtheit, Mobbing und das Entdecken der eigenen Sexualität.

Es ist eine besondere Geschichte um Vertrauen, Freundschaft, Liebe und den Weg zu sich selbst. Schräg, gefühlsvoll und voller Gefühle. Absolute Leseempfehlung!

Astronauten auf dem Mond

Von: buchverliebt Datum: 21. März 2018

Potterhead Fritzi findet sich in den Sommerferien auf Rügen wieder, aber nicht bei einem erholsamen Sommerurlaub, sondern im Therapiezentrum für Jugendliche. Ihre Liebe zu Harry Potter und den Hang sich mit ihrem Potter-Wissen selbst zu beruhigen und dergleichen machen Sie für Potter-Liebende Leser gleich umso sympathischer. Somit auch für mich. Ich konnte sie auf jeden Fall gleich in mein Herz schließen und so erleben wir die Geschichte aus ihrer Sicht und der Sichtweise des chaotischen Bastian mit dem stürmischen Haar und dem noch stürmischerem Gemüt. Natürlich hat jeder in dieser Klinik sein Päckchen zu tragen, so auch Fritzi, Basti, Sarah und Tim. Ein bunter Haufen Teenager, der unterschiedlicher nicht sein könnte. Und doch haben sie eins gemeinsam. Sie sind Astronauten und erleben ihren Sommer auf dem Mond.

Der erste positive Punkt war natürlich Fritzis Harry Potter-Sucht, dann Bastians Liebe zu Filmen und Hang zu Bösewichten. Diese beiden Punkte alleine geben dem Buch einen wundervoll leichten Stil. Auch, wenn das Thema alles andere als einfach daher kommt. Die Autorin schafft es also mit einfachen, peppigen, bezaubernden Worten über ein schwieriges Thema wie psychische Erkrankungen zu schreiben.

Besonders aufgefallen ist mir dabei nicht nur die unterschiedlichen Arten der Erkrankungen, die unterschiedlichen Charaktere und Umgangsweisen, sondern auch, wie Realitätsnah das alles ist. Auf den ersten Blick scheinen einige Erkrankungen weniger Schlimm als andere, aber die Autorin schafft es auf wunderbare Weise diesen Irrtum zu korrigieren, denn was auf den ersten Blick "nicht so schlimm" scheint ist für den Betroffenen zumeist umso schlimmer, traumatischer, verletzender. Es ist das individuelle Empfinden einer Person, die Wahrnehmung und Reaktion eines einzelnen und nicht die Wahrnehmung der Allgemeinheit die hier zählt.

Ich habe sie mit der Zeit alle ins Herz geschlossen, denn neben Fritzi und Bastian spielen auch Sarah und Tim eine große Rolle. Sarah entpuppt sich als die liebste Person auf diesem Planeten mit einem Herz auf Gold und hinter Sportler Tim stecken so viele Facetten einer Persönlichkeit, die sich erst nach und nach entfaltet. All diese jugendlichen sind ein genialer, bunter Mix, so wie es in der Realität wohl auch wäre. Meine Begeisterung haben sie auf jeden Fall geweckt.

Es ist nicht immer einfach man selbst zu sein, aber noch viel schwieriger ist es, sich zu verstellen und zu verstecken. All das und noch einiges mehr lernen unsere Astronauten in einem Sommer auf dem Mond.

Ein wahrer Schatz im Bücherregal ;)

Von: Lesemaus87 Datum: 21. März 2018

Daten zum Buch:

Titel: Mein Sommer auf dem Mond
Autor: Adriana Popescu
Genre: Jugendbuch
Verlag: cbt
Homepage vom Verlag: https://www.randomhouse.de/Kinder-und-Jugendbuchverlage-cbj-&-cbt/aid77972.rhd
Seitenzahl: 400 Seiten
Erschienen: 12. März 2018


Inhalt des Buches: 

Manchmal muss man einmal zum Mond und wieder zurück reisen, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört.

Fritzi, Bastian, Sarah und Tim sind mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum in Rügen gelandet. Die vier arbeiten einen ganzen Sommer lang ihre privaten Probleme auf, damit mit sie sich in ihrem Leben wieder wohlfühlen. Sie wachsen dabei richtig über sich hinaus und finden ihr wahres Ich, Selbstbewusstsein und die erste wahre Liebe.


Charaktere:

Die Charaktere des Buches haben mir allesamt sehr gut gefallen und waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Die vier Jugendlichen sind jeder auf seine Art und Weise etwas ganz besonderes und jeder einzelne hat sein persönlichen schweres Päckchen zu tragen. Gemeinsam lernen die vier, wieder Selbstvertrauen und Vertrauen gegenüber anderen Personen zu fassen, Freundschaften zu schließen und zu sich selbst zu finden. 


Cover und Aufmachung des Buches:

Das Cover des Buches finde ich wieder richtig schön und es macht sofort Lust darauf das Buch zu lesen und zu verschlingen.


Schreibstil:

Der Schreibstil des Buches ist wieder unverkennbar, denn so toll und fesselnd kann nur Adriana Popescu schreiben, wodurch man die Bücher von ihr einfach nur verschlingt, da man nicht aufhören kann zu lesen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Fritzi und Bastian, was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte ich mich richtig gut in die Gedanken und Gefühlswelt der beiden hineinversetzen.


Meine Meinung:

Wer mich kennt, weiß das ich die Bücher von Adriana Popescu regelrecht verschlinge und deswegen auch über alles liebe. Freue mich immer wahnsinnig darüber, wenn ein neues Buch von ihr erscheint. Es bleibt auch nicht lange liegen, sondern wird immer sofort gelesen, da ich immer so neugierig auf ihr neuestes Werk bin. Mein Sommer auf dem Mond hat mir natürlich wieder wahnsinnig gut gefallen und ich habe es regelrecht verschlungen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und war einfach nur richtig schön, da Fritzi, Bastian, Tim und Sarah immer füreinander da waren und gemeinsam einiges gelernt haben in ihrer Therapie, aber auch sehr traurig, weil ja jeder der vier ein schweres Päckchen zu tragen hat. Das mit den schweren Päckchen tragen kenn ich zu gut, da ich auch schon einige zu tragen hatte. Das Buch gehört nun zu einem meiner absoluten größten Schätze in meinem Bücherregal. Ich kann nicht anders und vergebe dem Buch verdiente 5 Sterne, auch wenn es weitaus mehr verdient hätte.

Adriana Popescu da hast dich in mein Herz geschrieben.

Ein wunderschönes Jugendbuch! Absolute Leseempfehlung!

Von: CorniHolmes Datum: 19. März 2018

Ich kannte von Adriana Popescu bereits ihre zwei anderen Jugendromane, die ebenfalls im cbj Verlag erschienen sind. Ihre Bücher für Erwachsene kenne ich leider noch nicht, aber sie stehen schon seit einiger Zeit in meinem Regal und warten darauf, endlich von mir gelesen zu werden. Da mich die Autorin mit ihren ersten beiden Werken für Jugendliche hellauf begeistern konnte, war ihr neues Jugendbuch ein absolutes Muss für mich!

Seit der Scheidung ihrer Eltern leidet Fritzi unter Panikattacken. Da diese zunehmend schlimmer werden, begibt sich die 16-jährige in stationäre Behandlung. So kommt es also, dass sie ihren Sommer anders als geplant auf Rügen verbringt. Anstatt mit ihrer besten Freundin Isa die Insel unsicher zu machen, wird sie mehrere Wochen Patientin des Therapiezentrums Sonnenhof sein. Gleich an ihrem ersten Tag lernt sie Basti kennen. Dieser ist bereits zum zweiten Mal im Sonnenhof und kennt sich somit bestens aus. Es ist daher mittlerweile seine Aufgabe geworden, die Neuankömmlinge herumzuführen. Von Fritzi mit ihren braunen Mars-Riegel-Augen ist er sofort ganz fasziniert. Da sie beide zu der Astronauten Gruppe gehören, verbringen sie in den kommenden Wochen sehr viel Zeit miteinander und kommen sich immer näher. Vervollständigt werden die Astronauten mit Tim und Sarah. Auch sie sind Neulinge im Sonnenhof und haben ihre Geheimnisse. Die vier Teenager lernen sich immer besser kennen und sehr rasch verbindet die vier eine wundervolle Freundschaft. Dieser Sommer ist für sie alle lebensverändernd. Sie lassen ihre Fassaden fallen, fassen neuen Mut und wachsen über sich hinaus.

„Mein Sommer auf dem Mond“ war nun also mein drittes Buch von der Autorin und dieses hat mir nur noch mal vor Augen geführt, wie sehr ich ihren Schreibstil liebe und dass es wirklich eine Schande ist, dass sich ihre anderen Bücher immer noch auf meinem SuB befinden.

Mit ihrem neuen Werk konnte mich Adriana Popescu hellauf begeistern. Von den ersten Seiten an war ich wie gebannt und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Dies lag an mehreren Dingen. Zum einen an dem bereits genannten wundervollen Schreibstil, der sich so schön und angenehm lesen lässt. Es ist wirklich bewundernswert, wie toll die Autorin mit den Worten spielen kann. Ich schreibe mir so gut wie nie Zitate aus Büchern raus. Hier aber habe ich immer wieder zum Stift gegriffen, um mir einen wunderschönen Satz nach dem anderen zu notieren. Oder auch nur Wörter. So hat mir es total gut gefallen, wie Basti die Augen von Fritzi wahrnimmt. Diese sind für ihn nicht einfach nur braun, sie sind Mars-Riegel-Braun. Und ein Satz hat mir besonders gut gefallen: „...manchmal ist das Leben eben süß-sauer.“ (S.364).

Dann hat mich auch das Thema des Buches sofort angesprochen. Ich lese sehr gerne Bücher über psychische Erkrankungen und habe wirklich schon einige und mit den verschiedensten Krankheitsbildern gelesen.
In meinen Augen wurden die Erkrankungen der vier Jugendlichen hier sehr gut ausgearbeitet. Besonders die von Basti. Er leidet an einer bipolaren Störung und führt einen ständigen Kampf gegen seine dunklen Dämonen.
Mir war Basti von den vier Jugendlichen am sympathischsten. Trotz seiner schlimmen Krankheit hat er seinen Humor nicht verloren und mit seiner frechen und vorlauten Art konnte er mich immer wieder sehr zum Schmunzeln bringen.


Auch die drei anderen Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Wobei die zwei eigentlichen Hauptcharaktere meiner Meinung nach Fritzi und Basti sind, denn wir erfahren abwechselnd aus ihren Sichten diese Geschichte. Dies jeweils in der Ich-Perspektive, was ich sehr gelungen fand, da wir so bei beiden einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt bekommen. Tim und Sarah aber spielen natürlich auch sehr wichtige Rollen in diesem Buch. Sie gehören ja schließlich zu den Astronauten, ohne die beiden wäre die Gruppe nicht komplett.
Ich habe alle vier Astronauten beim Lesen unglaublich lieb gewonnen. Tim zwar nicht sofort, er war mir am Anfang einfach zu angeberisch, aber nachdem er uns hinter seine Fassade blicken lässt und man merkt, was für ein netter und sympathischer Typ er eigentlich ist, habe ich auch Tim fest in mein Herz geschlossen.

Die vier sind ziemlich verschieden, aber sie alle verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie mussten schwere Schicksalsschläge erleben, die letztendlich dazu geführt haben, dass sie auf Rügen im Sonnenhof landeten. Gemeinsam lernen die Jugendlichen, wieder Vertrauen zu fassen, Freundschaft zu schließen und zu sich selbst zu finden. Wie das beschrieben wird, ist einfach nur schön und auch absolut realistisch. Ich habe hier beim Lesen eine Achterbahn der Gefühle durchlebt: Ich habe gelacht, geseufzt, Schock und Trauer empfunden. Ob humorvoll, romantisch, bewegend oder traurig, es ist von allem etwas dabei und ich habe es sehr genossen, diesen Gefühlscocktail über das Lesen zu mir zu nehmen. :D

Das Buch behandelt recht ernste Themen, aber es fehlt diesem dennoch nicht an Adriana Popescus tollem Humor. So sind die Dämonen von Basti natürlich alles andere lustig, aber wie sie in Erscheinung treten, hat mich, auch wenn es etwas unangebracht war, dennoch stellenweise zum Grinsen gebracht.

Was ich auch noch unbedingt erwähnen muss, als Harry Potter Fan, ist, dass es mir total gut gefallen hat, dass Fritzi ein richtiger Potterhead ist. Oder das hier sehr bekannte und von mir zutiefst geliebte Buchtitel genannt werden wie zum Beispiel die „Unendliche Geschichte“. So etwas liebe ich in Büchern wirklich sehr.

In meinen Augen ist „Mein Sommer auf dem Mond“ rundum perfekt. Hier wird eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, Selbstfindung und auch die Liebe erzählt. Ich hatte richtig viel Spaß beim Lesen und überlege mir auch gerade, mir vielleicht nun doch endlich einen eReader zuzulegen. Ich habe nämlich gesehen, dass es zu diesem Buch noch eine Kurzgeschichte gibt, diese jedoch eben leider nur in digitaler Form. Da mich die Autorin mit ihrem neuen Werk so begeistern konnte, möchte ich nun auch unbedingt die Zusatzgeschichte dazu lesen.

Fazit: Von mir erhält das Buch eine absolute Leseempfehlung! „Mein Sommer auf dem Mond“ erzählt eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut und Vertrauen sowie der Reise zu sich selbst. Ich bin wirklich hellauf begeistert von Adriana Popescus neuem Werk. Ganz besonders von ihrem Schreibstil, dieser ist erstklassig und liest sich wunderschön. Ich habe herrliche Lesestunden mit dem Buch verbracht und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Vielen Dank, liebes Bloggerportal, dass ihr mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt habt!

Hab dich – Einmal Mond und zurück

Von: Pharo72 Datum: 19. März 2018

Die 16jährige Fritzi hatte sich ihren Sommer ganz anders vorgestellt, nämlich als großes Abenteuer mit ihrer besten Freundin Isa. Doch nun macht sie nicht Urlaub auf Rügen, wie es geplant war, sondern findet sich zwar ebenfalls auf der Insel, jedoch in einer Einrichtung für psychisch erkrankte Teenager wieder. Sie landet bei den „Astronauten“ und muss sich mit der schüchternen Sarah ein Zimmer teilen sowie sich den Launen des sportbesessenen Tim stellen. Und dann ist da noch Basti, ein wirklich crazy Typ, der sich jedoch schnell in ihr Herz schleicht. Jeder von ihnen verbirgt ein Geheimnis und versucht, dessen Lüftung tunlichst zu verhindern. Doch um wirklich eine Chance auf Heilung zu bekommen, müssen die Jugendlichen sich aufeinander einlassen, ihre Mauern fallen lassen und ihrer Freundschaft eine Chance geben.

Meine Meinung:

Bereits das Prequel zum Roman – „Schöne Grüße vom Mond“ – hat mich neugierig auf das neue Jugendbuch von Adriana Popescu gemacht. Da sie zudem eine meiner Lieblingsautorinnen ist, war es keine Frage, dass ich mich diesem schnellstmöglich widme. Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen und bin wieder einmal begeistert vom unverkennbaren Schreibstil der Autorin.

Obwohl die Geschichte ein eher ernsteres Thema beinhaltet, fehlen keineswegs der Humor und die Spritzigkeit, die einen echten Popescu ausmachen. Die vier Jugendlichen sind so unterschiedlich wie die Gründe, die sie nach Rügen gebracht haben. Diese werden im Verlaufe des Buches erst nach und nach aufgedeckt und gehen jeder für sich tief unter die Haut. Als Leser fühlt man sich hin- und hergerissen und man weiß gar nicht, mit wem man nun mehr mitleiden soll. So gibt es auch Schockmomente, die das Blut in den Adern gefrieren lassen und fast Angst vorm Weiterlesen verursachen. Die Teenager machen in der kurzen Zeit, die sie quasi zwangsweise aneinandergebunden werden, eine erstaunliche Entwicklung durch.

Natürlich ist die zarte Liebesgeschichte zwischen Fritzi und Basti etwas ganz Besonderes. Hier versteht die Autorin es wunderbar, sich in die Gefühlswelt eines Teenagers hineinzuversetzen, der zum ersten Mal von seinen Emotionen überwältigt wird. Aber auch das Setting war ein Highlight, da die Ostsee für mich seit meiner Kindheit nichts von ihrer Faszination verloren hat. Der Insel Rügen wird hier in all ihrer Schönheit ein Denkmal gesetzt.

Wie jedes Mal bei einem Popescu-Roman sind es aber die unzähligen Anspielungen auf Filme, Serien und Musik, die für mich das Tüpfelchen auf dem i bedeuten. Nicht jeder Leser wird alles nachvollziehen können, aber für mich als Cineast und Serien-Junkie war es wieder ein absolutes Fest. Allein die Kapitelunterschriften haben ausnahmslos Bezug zu einem Film und passen dennoch ideal zum Inhalt des selbigen. Schon dafür mein allergrößter Respekt. Wenn es dann noch von aufschreibwürdigen Zitaten nur so wimmelt, dann bleibt mir nur, auch dieses Buch in die Liste meiner Lieblingsbücher aufzunehmen und natürlich es von ganzem Herzen weiterzuempfehlen, sowohl der Gruppe der jungen Leser ab 13/14 als auch den jung Gebliebenen Literaturliebhabern, denn Adriana Popescu ist eine wahrlich großartige Geschichtenerzählerin.

Mond in Love

Von: Iris Knuth / Hedwigs Bücherstube Datum: 17. März 2018

Jungendbücher lese ich Persönlich ja weniger, aber wenn die liebe Adriana ein neues Buch raus bringt, dann muss ich das unbedingt lesen. Den ihre Bücher mag ich total gerne lesen.

Das Cover ist einfach klasse und es wirkt wie ein Urlaubsfoto am Strand.
Es wirkt nicht gestellt sondern eher als Schnappschuss. Was ich persönlich sehr schön finde.
Auch der Titel ist einfach klasse.

Der Schreibstil ist klasse. Locker und leicht.
Wir lesen das Buch aus den Sichten der Hauptcharaktere. Was ich super finde.
Dazu die kleinen Möwen über jedes Kapitel und die etwas anderen Überschriften sind einfach was besonders. Es wirkt nicht so "Normal" wie bei anderen Büchern.

Jeder einzelner Charakter ist was besonders.
Man muss Fritzi, Bastian, Tim und Sarah einfach mögen. Die Vier harmonieren sehr gut zusammen.
Klar ist nicht immer alles einfach, aber sie raufen sich trotzdem zusammen.

Da ich der Autorin auch auf Instagram folge und man ihre kleine Vorlieben kennengelernt hat.
Erlebt man diese auch ein wenig in dem Buch.
Das macht das ganze dann noch Persönlicher von der Autorin.
Ich muss jetzt ja mal sagen, ich mag ja auch Harry Potter total gerne.

Zum Inhalt möchte ich eigentlich gar nicht viel verraten, den wer die Bücher der Autorin gerne lesen mag, ist genau Richtig hier.

Ich freue mich auf jeden Fall mehr von der Autorin zu lesen.
Ihre Bücher sind was ganz besonderes.

Vielen Dank an cbt und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar,
was aber nicht meine Meinung beeinflusst hat.

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

Von: Lukas Freistedt Datum: 15. März 2018

Vielen, vielen Dank für die Reise zum Mond! Ich habe das Buch von Adriana Popescu kaum noch aus der Hand legen können und es innerhalb von einem Tag ausgelesen. Am liebsten würde ich gleich noch einmal von vorn anfangen! Dieses Buch kommt eindeutig auf meine Herzliste der Lieblingsbücher! Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und behutsam und geht dadurch sehr gut mit dem durchaus schweren Thema um.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Story sehr schlüssig!
Die Geschichte hat mich sehr an den "Club der roten Bänder" erinnert.
Danke für das schöne Leseerlebniss!

Das Mädchen mit den Mars-Riegel-Augen

Von: hasirasi2 Datum: 14. März 2018

Franzi ist 16 und ihr Leben seit der Scheidung ihrer Eltern von Panikattacken geprägt. Weil sie diese allein nicht mehr in den Griff bekommt, muss sie für 8 Wochen in das stationäre Therapiezentrum „Sonnenhof“ auf Rügen „...umgeben von Wasser und Einsamkeit.“ (S. 6). Basti ist schon zum zweiten Mal dort und damit quasi ein „alter Hase“. Ihm obliegt es, die Neulinge herumzuführen und Franzi fasziniert ihn wegen ihrer „Mars-Riegel-Augen“ sofort. Wie ein ganz normaler Jugendlicher versucht er, sie zu beeindrucken – und beißt auf Granit. Beide gehören zur Therapiegruppe der Astronauten, genau wie Sarah und Tim, und sie alle müssen lernen, miteinander auszukommen und zusammenarbeiten. (Der Name der Gruppe leitet sich von ihrem Stockwerk ab (dem 4.) und da die Vier sich tatsächlich wie auf Weltraummission oder auf dem Mond gestrandet fühlen, ist er mehr als passend.)

„Mein Sommer auf dem Mond“ ist mein erstes Buch von Adriana Popescu, aber garantiert nicht mein letztes. Selten habe ich mir so viele Zitate notiert wie hier. Mit sehr viel Gefühl und Einfühlungsvermögen erzählt sie vier ganz verschiedene Schicksale von Jugendlichen, die durch etwas aus der Bahn geworfen wurden. Die vier sehr verschiedenen Charaktere geben nur nach und nach preis, was sie wirklich bewegt und auf Rügen zusammengeführt hat.
Fritzi wirkt immer extrem kontrolliert und schlagfertig, aber sie fühlt sich wie im falschen Film. Selbst ihre beste Freundin weiß nicht, was sie hat – dabei wollten sie ursprünglich zusammen auf Rügen Urlaub machen. Ihre Anfälle haben diese Pläne durchkreuzt: „Die Angst hat sich um mein ganzes Leben gesponnen ...“(S. 88)
Basti gibt sich offen, freundlich und witzig (und vorlaut ;-)). Aber er kämpft gegen dunkle Dämonen und hat den Kampf schon einmal verloren. Er ist sich nicht sicher, ob er ihn überhaupt noch gewinnen will. Fritzi wird ein echter Anreiz und die Astronauten geben ihm zusätzlich Halt.
Tim ist die Sportskanone der Truppe und ich konnte ihn am Anfang eigentlich gar nicht leiden. Er gibt immer mit seinen tollen Freunden und seiner Freundin zu Hause an. Aber je mehr man von ihm erfährt, desto mehr Mitgefühl hatte ich mit ihm.
Sarah ist das Küken der Gruppe: extrem schüchtern und verklemmt. Sie ist immer darauf bedacht, dass man sie ja nicht bemerkt oder gar anschaut – ihr Schicksal ging mir fast noch näher als das von Basti. „Wenn ich nicht darüber rede, dann ist es vielleicht auch nie passiert. Und wenn ich es vergessen kann, dann vergessen es vielleicht auch die anderen.“ (S. 145) In Notsituationen und auf See wird sie allerdings zum Kapitän und überrascht nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst.

Bei den Astronauten ist nichts so, wie es scheint. Die Geschichte ist extrem vielseitig, manchmal traurig und dreht sich u.a. um Cybermobbing und Verrat, aber auch Selbstfindung und Selbsterkenntnis. Die Astronauten lernen, wieder Freundschaften zu schließen, Vertrauen zu sich selbst und anderen zu entwickeln, mutig zu sein und an eine Zukunft und Träume zu glauben. Nach und nach werden aus der Zweckgemeinschaft echte Freunde, Verbündete.

Besonders gefallen hat mir die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen Franzi und Basti entwickelt, auch wenn der Moment eigentlich so gar nicht passt: „Gefühle halten sich nicht an Therapiepläne, oder?“ (S. 123)

Mein Lieblingszitat beschreibt, wie ich mich beim Lesen gefühlt habe: „Mein Herz hat die Schuhe ausgezogen und tobt sich seit Minuten in einer Hüpfburg aus.“ (S. 171) – genau so ging es mir mit diesem Buch!