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Maike Dugaro, Anne-Ev Ustorf

Mauerpost

30 Jahre Mauerfall

Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …

Das Buch spielt in Berlin, Deutschland

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Leserstimmen

Erschütternd!

Von: Wuschel Datum: 13. Mai 2019

Beschreibung:

Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, welche im Westen von Berlin lebt. Weder Julias Vater, noch Ines Mutter dulden diese Freundschaft, weshalb beide alles dafür tun, dass diese geheim bleibt, denn neben den üblichen Alltagsproblemen von Jugendlichen, kommen die beiden Mädchen einem Geheimnis auf die Spur. Dem Grund, weshalb Ines Mutter nichts mehr mit dem Staat zu tun haben möchte, aus dem sie einst floh – und noch viel mehr.

Meinung:

Das Buch ist komplett in Briefform verfasst. Einerseits käme dies vermutlich glaubwürdiger rüber, wenn man mehr auf die direkte Rede verzichtet hätte – denn wer kann sich schon etliche Dialoge im Detail merken?! Auf der anderen Seite, durfte ich bei Jugendbüchern in Tagebuch- oder Briefform feststellen, dass dies häufiger vor kommt. Schließlich ist so das Lesen und Aufnehmen des Geschehenen für den jugendlichen Leser einfacher, weswegen ich gar nicht meckern möchte – es jedoch auch nicht unerwähnt lassen möchte.

Die Briefe zwischen den beiden Mädchen fand ich meist recht unterhaltsam, doch aufgrund der Hintergründe machte sich gelegentlich auch ein beklemmendes Gefühl breit. Wer all dies nicht mit erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen wie es damals war, aber mir geht es trotz allem immer wieder unter die Haut. Heute finde ich es schon extrem schwer, wenn man seine Meinung – egal wie diese ausfällt – laut auszusprechen, denn es gibt immer einen, der einen falsch oder gar nicht versteht. Dennoch sind die Konsequenzen dafür weniger weit reichend wie damals. In dieser Zeit musste man stets damit rechnen, dass man womöglich noch im Gefängnis landete. Da interessierte es keinen ob es ein Missverständnis war oder nicht. Da der Vater von Julia zu allem Übel auch noch Polizist in der DDR war, macht es die Sache nicht wirklich einfacher.
Ihr merkt, ich konnte mich recht gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen - auch ohne eigene Erfahrungswerte. Habe des öfteren mit gebangt und Fingernägel gekaut. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, was damals alles schief lief.

Sehr informativ ist außerdem das beigefügte Glossar sowie die Geschichte Berlins. Vieles weiß man vielleicht noch aus dem Geschichtsunterricht und bei anderen Anekdoten denk man sich einfach nur: Wer hätte das gedacht. Der Schreibstil war im allgemeinen einfach und jugendlich – authentisch zur damaligen Zeit. Entsprechend schnell rauschte ich auch über die Seiten. Zudem wird es irgendwann sogar so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Man entwickelt seine ganz eigene Theorie zu dem großen – im Klappentext angepriesenen – Familiengeheimnis und möchte entsprechend dran bleiben um es zu lüften.

Entsprechend gut gefiel mir auch das Buch, da ich alles geboten bekam. Geschichte, Unterhaltung und Spannung. Zwar fehlte die Schoki und der Tee, aber die hat ja der typische Bücherwurm sowieso irgendwo gebunkert.

Das Highlight war für mich dann das Ende, da man buchstäblich von Glücksgefühlen überschüttet wird. Vielleicht könnte man sagen: Ende gut, alles gut. Doch das fände ich dann schon extrem weit her geholt, denn aus meiner Sicht wiegt dieses Geheimnis so schwer, dass man es nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen kann. Hier sind der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt was im verlauf der Zukunft noch passieren könnte, da die Geschichte dies nicht mehr preis gibt. Dennoch konnte ich das Buch, mehr oder weniger, beruhigt zuschlagen, wenn auch – wie so oft – erschüttert von den damaligen Zuständen.

Fazit:

Ein schönes Jugendbuch, das einem die prekäre Situation von Ost- und Westdeutschland vor Augen führt, aber dennoch unterhaltsam und spannend geschrieben sowie gestaltet ist.

Mauerpost

Von: Mara Datum: 19. April 2019

nhalt:
Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …


Meine Meinung:
das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend gestaltet und ansprechend dargestellt, und es wieder spiegelt den Inhalt der Geschichte wieder..
Der Schreibstil: Das ganze Buch ist in Briefform gehalten welche sich die beiden Mädchen hin und her schicken, weshalb es sehr interessant zu lesen war, Allerdings fand ich das die Geschichte in der Mitte erst rasant wurde,und man kam den Geheimnissen auf die Spur.
Aber die Autorin schafft es die Konflikte zwischen Ost und West wurden sehr gut dargestellt.
Ansonsten war es eine süße Geschichten mit einem wichtigen Thema, für mich war es dennoch eine sehr berührende Geschichte um Freundschaft, Sehnsüchte und Freiheit vor der historischen Kulisse der beiden deutschen Staaten.


Fazit;
Ich empfehle das Buch weiter es regt dem Leser zum Nachdenken an und beinhaltet einige wichtige Themen die interessant sein könnten.

Autorin:
Anne-Ev Ustorf hat Geschichte studiert und schreibt als Autorin für Magazine und Tageszeitungen über Themen rund um Psychologie, Geschichte und (politische) Bildung. Genauso gern schreibt sie Kinder- und Jugendbücher.

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Unsere jüngere Geschichte erlebbar

Von: Ursula Crone-Münzebrock Datum: 13. April 2019

Als Kind, das 1/2 Jahr nach dem Mauerbau in dem westlichen Teil von Berlin geboren ist,als waschechter Berliner, der bis zur Wiedervereinigung in Berlin lebte, ging mir dieses Buch sehr nah.

Das Buch schildert wie eine Familie, deren Freunde und Nachbarn in Berlin sich unter dem DDR Regime verhielten, bzw. gezwungen wurden sich zu verhalten, was sie durchlitten oder auch gemeines anderen angetan haben.
Die Geschichte wird aus allen Perspektiven beleuchtet, sie wird zu Ende erzählt. Die Zwänge und die Gefühle der einzelnen Protagonisten werden sehr einfühlsam und ehrlich dargestellt. Auch die größte Verräterin wird mit ihren negativen Beweggründen dargestellt ...Auch die Leiden und Folgen für die Opfer beschrieben.
Im Anschluß gibt es Begriffdefinitionen und Datensammlungen, die in dieser Form einen hervorragenden Über- und Einblick geben.
Um die Befindlichkeiten der Menschen, die in der ehemaligen DDR lebten und heute noch zwischen uns leben zu verstehen, um zu verstehen wie Unterdrückung, Spitzel, Machtapperate, Systeme funktionieren können, ist dieses Buch vortrefflich geeignet.

Ich habe dieses Buch meiner Tochter zum Geburtstag geschenkt, weil ich der Meinung bin, daß die Filme ,Bücher und natürlich die Geschichten derer, die man persönlich kennt, uns allen diesen traurigen Teil unserer Vergangenheit angemessen nahebringt. Die Hoffnung,daß wir deshalb dazulernen, habe ich schon fast aufgegeben.

Vielleicht ist das Buch eine Literaturempfehlung für Schulen wert, begleitend zum Geschichtsunterricht

Ich hätte mir gewünscht, daß auf dem Buchdeckel noch in etwas soetwas steht wie hier:
https://service.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Mauerpost/pr536855.rhd

Mauerpost

Von: Michaela Datum: 12. April 2019

Mich hat das Buch anhand des Titels und des Covers neugierig gemacht, daher wollte ich es sehr gerne lesen.
Ich finde, dass das Cover sehr gut zu dem Thema des Buches passt. Dort sieht man Julia und Ines auf getrennten Bildern, die eine mitten in der Berliner Stadt und die andere auf dem Sofa sitzend einen Brief schreiben. Die Bilder werden getrennt durch die Berliner Mauer.

Die Hauptcharakter, Julia und Ines waren mir sehr symphatisch. Ich fand es sehr schön, dass sie sich von anfang an so gut verstanden haben und auch etwa auf einer Wellenlänge waren, obwohl sie sich ja überhaupt nicht kannten.

Der Schreibstil hat mir zwar relativ gut gefallen, jedoch hat es mich ein bisschen gestört, dass in den Briefen wörtliche Rede vorkam. Ich habe Briefe nie mit wörtlicher Rede geschrieben, ich habe die Situation mit meinen Worten einfach nur nacherzählt. Das war aber auch das einzige was mich gestört hat.

Die Handlung der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Man lernt Julia und Ines schnell kennen und man erfährt während der Geschichte soo viel über die DDR-Zeiten und auch wie das mit der Berliner Mauer ablief. Das war wirklich interessant!
Die Geschichte hatte auch eine gewisse Spannung, da die beiden ja versuchten etwas herauszufinden, das mit ihren Familien zu tun hatten. Und als sie es letztenendes herausfanden, war ich schon ziemlich schockiert, da ich mit so einem Ende niemals gerechnet habe.
Aber mir hat das Ende gut gefallen und ich hoffe Julia und Ines haben sich dann tatsächlich persönlich sehen können.

Vielen Dank an den cbt Verlag und an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Zurück ins Jahr 1988

Von: Colorful.Bookworld Datum: 30. März 2019

TITEL: Mauerpost
AUTOR/INNEN: Maike Dugaro; Anne-Ev Estorf
VERLAG: cbt
SEITENZAHL: 336
PREIS: 9,99 Euro

INHALT
Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …

COVER
Die Mädchen auf dem Cover des Buches sind total passend, sie sehen genauso aus wie die beiden Hauptprotagonisten in diesem Buch beschrieben werden.
Ich find die Mauer in der Mitte zeigt für mich nochmal deutlich den Hauptgrund dieses Buches.
Deshalb finde ich das Cover sehr passend zum Buch.

MEINE MEINUNG
Zu Beginn war es für mich sehr schwierig an diesem Buch dran zu bleiben, es besteht nur aus Briefen zwischen Ines und Julia, natürlich lässt der Titel darauf schließen aber es fiel mir trotzdem schwer. Doch die Geschichte hat mich interessiert und ich wollte mich darauf einlassen und bin wirklich froh es getan zu haben.
Ich bin ohne Einfluss der Mauer aufgewachsen und kenne diese nur vom sehen und von Erzählungen oder aus dem Geschichtsunterricht, das Thema hat mich mitgenommen und mich interessiert.
Was mir gut gefallen war das man sowohl Ines als auch Julia sehr gut kennenlernen konnte und diese auch Ihr Umfeld und Familie gut beschrieben haben.
Was sich aber aus dem harmlosen Briefwechsel über die Mauer entwickelt, endet in einem Familiendrama und ich fand es einfach super, auch wenn der Schreibstil in Briefform sehr gewöhnungsbedürftig war.

AUTORINNEN
Dugaro, Maike
Maike Dugaro (geboren 1977) ist Journalistin, Dozentin und Biographin. Sie war lange als Redakteurin bei GEO.de beschäftigt und schreibt heute freiberuflich Reisetexte und Biographien. Sie unterrichtet Journalismus an der Akademie für Publizistik in Hamburg.
Ustorf, Anne-Ev
Anne-Ev Ustorf (geboren 1974) ist Journalistin, Dozentin und Sachbuchautorin. Seit 2003 ist sie als freiberufliche Journalistin mit den Schwerpunkten Psychologie und Bildung tätig. Sie unterrichtet Journalismus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

MEINE BEWERTUNG
Ich gebe diesem Buch

4/5 Lesezeichen

leider hat der Schreibstil des Buches es manchmal etwas schwer gemacht aber ansonsten kann ich nicht an diesem Buch bemängeln.




Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag und dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank!

Regt zum Nachdenken an ....

Von: Sophie Sprenger Datum: 17. März 2019

Als Pflänzchen von jenseits der Mauer - sprich als Ossi - musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls war ich 4 Jahre alt, bin zwar zu DDR-Zeiten in den Kindergarten gegangen, kann mich aber an diese Zeit kaum erinnern.

Vieles kenne ich also nur aus den Erzählungen meiner Familie. Umso gespannter war ich auf dieses Buch.

Ich wurde nicht enttäuscht, einige Dinge waren mir zuvor völlig unbekannt, anderes wurde mir ebenso erzählt ...

Der Schreibstil ist toll, man fliegt nur so durch das Buch. Es handelt sich durchweg um einen Briefkontakt zwischen Ines und Julia. Beide leben wenige Kilometer voneinander entfernt, "nur" getrennt durch die Mauer. Dennoch sind ihre Leben grundverschieden und sie müssen eine geheime Brieffreundschaft führen - ohne Hoffnung darauf, sich jemals treffen zu können ...

Vieles ist unfassbar beklemmend, das ganze Buch ist absolut berührend. Es stimmt nachdenklich - und auch wenn zu DDR-Zeiten sicher nicht alles schlecht war, überwiegt doch das Negative. Menschen wurden von ihren Freunden, ja sogar von ihren eigenen Familienmitgliedern bespitzelt und verraten, generell lebte man in einer dauerhaften Gefangenschaft. Mit Reisen war es ebenso dünn bestellt wie mit der Meinungsfreiheit ...

Dieses Buch zwingt einen förmlich sich einzugestehen, wie gut es einem doch eigentlich geht. Auch wenn heute bereits wieder die Meinungsfreiheit beschnitten wird (dies sollte uns wirklich zu denken geben)....
Es gilt dafür Sorge zu tragen, dass solche Zeiten nicht zurück kehren können.
Und es gilt, nicht zu vergessen, das es vor gar nicht langer Zeit ein geteiltes Deutschland gab. Vieles wird gerade jungen Menschen aus den alten Bundesländern derart nie erzählt - leider fehlt auch oftmals das Interesse.

Ich hoffe, dass es noch mehr Bücher dieser Art geben wird und denke, das dieses hier unbedingt gelesen gehört.

großartige Geschichte vor historischem Hintergrund

Von: Mattis Bücherecke Datum: 05. März 2019

Vorne weg:

Als ich zum ersten Mal in der Verlagsvorschau auf diesen Titel aufmerksam wurde, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste, allein schon die Thematik interessiert mich total.

Zum Inhalt:

Die 15-jährige Julia aus Ostberlin und die 13-jährige Ines aus Westberlin beginnen im Jahr 1988 auf Vermittlung von Ines´ Oma Ursel eine geheime Brieffreundschaft. Ursels Schwester Christa dient hierbei als "Brieftaube", darf sie doch Ursel einmal monatlich in der DDR besuchen.

Die augenscheinlich so unterschiedlichen Teenager schreiben in ihren Briefen nicht nur aus ihrem Alltag, sondern kommen nach und nach auch den Hintergründen der flucht von Ines´Mutter knapp 15 Jahre vorher auf die Spur.

Julia beginnt nach und nach an dem System der DDR zu zweifeln und bringt sich dadurch ungewollt in den Fokus der Stasi.

Eine sehr berührende Geschichte um Freundschaft, Sehnsüchte und Freiheit vor der historischen Kulisse der beiden deutschen Staaten Ende der 80 er Jahre.

Den Autorinnen gelingt ein hoch emotionales, fesselndes Werk, dass noch einmal die Zerrissenheit der Menschen in der damaligen Zeit verdeutlicht.

Es ist kaum zu glauben, dass diese historischen Ereignisse mittlerweile schon 30 Jahre zurück liegen.

Was ich auch besonders toll finde ist, dass es in dem buch neben einem Glossar, in dem Begriffe aus der DDR beschrieben werden, und einer Berliner Karte zu Zeiten der Mauer, auch eine Chronik der Ereignisse in der DDR von der Staatsgründung bis hin zum Fall der Mauer gibt, die einem nochmal verdeutlicht, was in den gut 40 Jahren in der DDR alles passiert ist.

Dies ist zwar ein Jugendbuch, aber es dürfte auch für Erwachsene sehr interessant und lesenswert sein. Ich könnte mir das ganze auch gut als Lektüre für den Geschichtsunterricht vorstellen, da anhand dieser fiktiven Geschichte nochmal sehr deutlich die Geschehnisse aufgezeigt werden.

Mauerpost-die Geschichte zweier Mädchen

Von: JugendbuchBlog Datum: 03. März 2019

Das Buch “Mauerpost” von Maik Dugaro und Anne-Ev Ustorf hat 336 Seiten und kostet 9,99€.
Erschienen ist es bei cbj im März 2019.

Das Buch erzählt die Briefreundschaft der 15 Jährigen Julia aus Ost-, und der 13 Jährigen Ines aus Westberlin, welche Oma Ursel, Ines Großmutter, welche gleichzeitig Julias Nachbarin ist, vermittelt hat.

Den Briefkontakt müssen sie allerdings geheim halten, da Julias Vater der DDR treu ist, und keine Westkontakte duldet und auch Ines Mutter Marion gegen Kontakt in der DDR ist. Sie ist einst aus der DDR geflohen und will nichts mehr mit diesem Staat zu tun haben. Deshalb hat sie auch den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen.

Da aber Julias jüngerer Bruder etwas mitbekommt und dem Vater alles berichtet hat, steht der Briefkontakt auf der Kippe.

Die Eltern von Julias bester Freundin Tina stellen einen Ausreiseantrag. Daraufhin wird sie in der Schule von ihren Lehrern schikaniert und bekommt in der Schule Besuch von der Stasi, die sie nötigen wollen, Tina auszuspionieren und Meldung davon zu machen.

Brief für Brief geht hin und her und die beiden Mädchen kommen gemeinsam einem Familiengeheimnis auf die Spur.

Das Buch umfasst die Zeit von Februar 1988 bis zum Mauerfall am 09.November 1989. Berichtet wird auch vom Zerfall der DDR.

Ein schönes und spannend zu lesendes Buch, gerade auch vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Geschichte.

Was ich auch gut finde ist, das im Anhang sich auch noch ein Glossar befindet, dass die fettgedruckten Worte im Text erklärt.

Ich habe allerdings einen ziemlich krassen Kritikpunkt. Und zwar, dass sich die Autoren entschlossen haben die zwei Protagonisten weiblich zu machen. Dadurch ist das Buch eigentlich nur für Mädchen zu empfehlen, da die wenigsten Jungs Lust haben so ein Buch zu lesen.
Die Geschichte hätte im Prinzip genauso funktioniert wenn einer der Protagnoisten männlich gewesen wäre. So wäre die Story für Jungs deutlich attraktiver geworden.

Durch diesen Kritikpunkt kann ich dem Buch keine fünf Sterne geben, was es sonst aber wahrscheinlich bekommen hätte.

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

Ein sehr emotionales Jugenddrama - absolut lesenswert

Von: Myrcella Datum: 20. Februar 2019

Meine persönliche Meinung

Das Cover:
Das Cover ist recht schlicht, jedoch passt es haargenau zum Inhalt. Man sieht die beiden Mädchen Ines und Julia, um die es hier geht, eine der beiden hält auch einen Brief hoch, was den Kern des Buches richtig toll wiedergibt.

Die Handlung:
An dieser Stelle möchte ich zuerst dem cbt-Verlag danken für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, welches aber meine persönliche Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

Also zunächst muss ich gestehen, ich habe, als ich das Buch angefragt habe, nur den Klappentext gelesen und dachte: „Wow, klingt gut!“. Die Leseprobe ließ ich diesmal außer Acht.

Dann als das Buch bei mir ankam, wollte ich schon direkt reinschnuppern. Da dachte ich nach den ersten 10 Seiten: „Oh Gott, das ist ja nur ein Briefwechsel zwischen zwei jugendlichen Mädchen! Geht das jetzt etwa das ganze Buch so weiter?“ - Und ja, es ging so weiter. Tatsächlich beruht das Buch nur auf dem Briefwechsel der beiden Protagonistinnen Julia und Ines.


Aaaaaber, nach ein paar weiteren Seiten gewöhnte ich mich ganz schnell an die ungewöhnliche Erzählweise. Das Buch beginnt mit dem ersten Brief, geschrieben von der im Osten lebenden 16-jährigen Julia. Zunächst beschreibt sie ihr Familienleben mit ihren sehr strengen Eltern und ihrem total nervigen kleinen Bruder. Man merkt recht schnell, dass Julia unter den Einschränkungen der ehemaligen DDR ganz schön zu leiden hat. Sie berichtet, wie die Eltern ihrer besten Freundin Tina einen Ausreiseantrag gestellt haben und ihr von daher nun der Umgang mit ihr verboten wird.

Ich selbst bin ein Kind der 80er und es kamen natürlich bei mir selbst Erinnerungen hoch, wie das damals war mit dem Mauerfall. Allerdings war ich damals auch selbst noch ein Kind und wusste auch nie, wie gut ich es im Westen eigentlich hatte.

Schnell wechselt dann das Kapitel zu der 13-jährigen Ines. Ines ist für mein Empfinden sehr reif und mir kam es so vor, als wäre sie schon mindestens ebenfalls 16.
Da Ines im Westen lebt, muss Julia ihr immer heimlich schreiben und die Briefe werden von Ines‘ Großtante Christa immer heimlich über die Grenze geschmuggelt.

Man lernt beide Mädchen ganz intensiv kennen und kann sich in beide auch wunderbar hineinversetzen.

Was also zunächst wie ein ganz harmloser aber dennoch verbotener Briefwechsel erscheint, entwickelt sich zu einem Familiendrama. Gemeinsam kommen die beiden Mädchen einem großen familiären Geheimnis auf die Spur, welches mich dann sogar gegen Ende des Buches emotional so aufgewühlt hatte, dass ich tatsächlich in Tränen ausgebrochen bin.

Der Schreibstil ist wie gesagt zu Beginn wirklich recht ungewöhnlich, aber dennoch sehr flüssig. Das Autorinnen-Duo beschreibt hier wirklich so detailgetreu, wie sich das damals in der ehemaligen DDR mit den ganzen Einschränkungen und der Stasi zugetragen hat. So manches Mal musste ich beim Lesen echt die Luft anhalten und hatte auch meine Fäuste vor lauter Wut geballt.
Die Geschichte nimmt in der Mitte des Buches so richtig ihren Lauf und ich mochte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. So habe ich es tatsächlich geschafft, die Geschichte innerhalb von nur einem einzigen Tag durchzulesen.

Fazit:
Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderer Schatz. Neben einem spannenden und zutiefst emotionalen Familiengeheimnis wartet das Buch mit sehr vielen geschichtlichen Aspekten auf. Ich würde sogar sagen, dass das Buch Potential hat, um als geschichtliche Lektüre in der Schule zu dienen. Hier gebe ich ganz klar meine vollste Leseempfehlung mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

Packende Geschichte in der man viel über Ost- und Westberlin vor dem Mauerfall erfährt

Von: Leseratteanni Datum: 19. Februar 2019

Meine Meinung:

Zum Cover
Das Cover passt haargenau zur Geschichte! Ich mag die Farben, die einen etwas älteren Stil haben und gut zum Jahr 1988 passen! Die zwei Mädchen auf dem Bild treffen genau auf Julia und Ines zu! Das Mädchen auf dem oberen Bild war für mich Julia, da sie als braunhaariges Mädchen mit langen Haaren beschreiben wurde und auch den allersten Brief abschickte, während das untere Mädchen für mich Ines war. Später habe ich bemerkt, dass der Hintergrund der Schrift eine Mauer darstellt, was mir auch nochmal sehr gut gefallen hat und ein symbolisches Abbild darstellt, weil die Mädchen ja tatsächlich durch eine Mauer getrennt sind. Auch der Schriftzug ist gut getroffen und wirkt leicht altmodisch.

Zum Inhalt:
Durch dieses Buch erfährt man eine Menge über Berlin im Jahr 1988 und lernt zwei tolle, starke Mädchen und Kämpferinnen kennen, die so nah und doch so fern voneinander leben, denn zwischen ihnen ist die Mauer Berlins. Julia lebt in der DDR auf der Ostseite sehr eingeschränkt. Als ihre Nachbarin „Oma Ursel“ ihr eine Brief Freundschaft mit Ursels Enkelin Ines vermittelt schreiben sie sich regelmäßig. Doch sie müssen vorsichtig sein, denn niemand darf wissen, dass Ines Großtante Christa die Briefe über die Grenze schmuggelt, wenn sie Oma Ursel besucht. Die beiden Vertrauen sich ihre engsten Geheimnisse an, Kummer, Sorgen und Erlebnisse. Und dann kommen sie einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur!

Meine Meinung:
Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch mich so sehr packen würde. Aber von Seite zur Seite, wurde es immer spannender! Nie hätte ich gedacht, dass sich die Briefe so krass entwickeln würden! Ich war die ganze Zeit total gefesselt und habe mich jeden Nachmittag oder Abend aufs Lesen dieses Buches gefreut!

Man erfährt viel über die Geschichte Berlins. Während Ines Julia schreibt, wie es im Westen zugeht, wie schlecht sie mit ihrem Schulalltag und ihren Mitmenschen klarkommt, schildert Julia mit welchen Problemen sie in der DDR auf der Ostseite zu kämpfen hat. Es hat sich beim Lesen so echt angefühlt, wirklich als hätte man alles miterlebt. Die Autorinnen müssen sehr viel recherchiert haben und ich habe viele schockierende Dinge über die DDR erfahren!

Die Briefe sind schön ausführlich und anschaulich geschrieben. Julia und Ines erzählen von ihren Sorgen, Erlebnissen und was ihnen Kummer bereitet. Die Briefe waren sehr abwechslungsreich, da immer etwas Neues passiert! Vor allem gefällt, mir dass die Geschichte einen roten Faden hat. Ursprünglich hatte ich vermutet, dass ein bisschen aus der DDR erzählt wird und wie es auf West- und Ostseite zugeht. Aber es steckt so, so viel mehr dahinter! Julia und Ines kommen nämlich einem riesigen Geheimnis auf die Spur, welches sie beide betrifft und alles verändert!

Sie finden immer mehr heraus und man fiebert einfach mit! Nach diesem Buch fühlte es sich so an, als würde es Julia und Ines wirklich geben. Ich habe mich ihnen so nahe gefühlt und ihre Persönlichkeit, ihre Träume, Ziele und Vorlieben so gut kennengelernt! Es fiel mir schwer mich von ihnen zu verabschieden und das Buch zur Seite zu legen.

Was ich krass fand: Nur eine einige Mauer trennt die beiden Freundinnen. Eigentlich leben sie in der gleichen Stadt und doch können sie sich nicht sehen, weil diese Mauer zwischen ihnen steht. Das Ganze wird noch mit einer Karte hinten im Buch veranschaulicht. Dort ist die Mauer eingezeichnet und die Häuser der beiden. Außerdem werden Begriffe von Früher erklärt, die in den Briefen fettgedruckt waren. Das war sehr hilfreich!

Die Brieffreundschaft wir immer enger zwischen Julia und Ines und längst sind sie nicht mehr nur Brieffreunde, sondern echte Freundinnen! Das Buch ist in kompletter Briefform geschrieben. Trotzdem werden die Briefe ausführlich und anschaulich beschreiben auch mit Dialogen. Fast in Tagebuchform. Oft bin ich bei solchen Büchern sehr kritisch, wenn alles nur in Briefformat geschrieben wird oder es nur Chatverlaufe geht, aber hier wurde ich positiv überrascht! Ich finde es vor allem gut, dass die Briefe immer abwechselnd geschrieben werden und sie gegenseitig warten bis der nächste kommt und darauf antworten, statt einen Brief nach dem anderen zu schicken, wenn sich einer mal kurz nicht meldet.

Nachdem ich das Buch beendet habe, war ich absolut sprachlos! Mal was ganz anderes! Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich komme einfach nicht darüber hinweg es beendet zu haben! Das Ende war eigentlich relativ gut gelöst, vielleicht ein bisschen plötzlich für mich. Man konnte sich denken wie es weitergeht. Trotzdem hätte ich mir einen Epilog gewünscht, nicht in Briefform. Es hätten auch nur drei Sätze sein können, dann wäre ich schon zufrieden gewesen. Trotzdem hat mir das Buch super gefallen, auch wenn für mich viele Fragen offengeblieben sind! Ich möchte nicht spoilern, aber was passiert mit Julia und Ines danach, was passiert mit den Familien? Meiner Meinung nach gibt es auf jeden Fall noch viel aufzuklären und es schreit nach einem zweiten Band, obwohl ich, weiß dass es keinen geben muss und kann. Die Geschichte basiert ja eher auf die Ereignisse Berlins, aber trotzdem hätte ich so gerne gewusst, wie es mit den zwei Freundinnen weitergeht!

Fazit: Ein packendes und spannendes Buch, das mich einfach nicht loslässt und sehr zum Nachdenken angeregt hat. Es erzählt über die Ereignisse Berlins 1988 aus der Sicht zweier sehr starken Mädchen die ich total in mein Herz geschlossen habe.

EINE SÜSSE GESCHICHTE

Von: lisa_zeilenzauber Datum: 13. Februar 2019

Cover: Passt wirklich gut zu der Geschichte und ist passend gestaltet und ansprechend dargestellt.

Schreibstil: Das ganze Buch ist in Briefform gehalten welche sich die beiden Mädchen hin und her schicken. Damit hatte ich nicht gerechnet und brauchte eine Weile um rein zu kommen.

Meinung: Es war wirklich anhand der Briefe sehr interessant aufgezogen. Unglaublich was man doch alles erfuhr und mitbekam und welchen geheimnissen man auf die Spur kommt. Trotzdem merkte man auch gerade am Anfang wie jung die Schreiberinnen mit ihren 13 und 15 Jahren waren, aber das war ja von Anfang an zu erwarten.
Dem Ende hin hat die Geschichte nochmal an Fahrt aufgenommen und auch die Konflikte zwischen Ost und West wurden sehr gut dargestellt.

Fazit: Ein wirklich interessantes Buch.