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Cristina Campos

Die Insel der Zitronenblüten

Roman

Eine kleine Bäckerei auf Mallorca, der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe …

Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...

Das Buch spielt in Valdemossa, Spanien/Mallorca

Leserstimmen

Wunderschön aber auch sehr traurig

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 11. Mai 2018


Meine Meinung:
In jungen Jahren verläßt Marina ihre Heimat Mallorca, brach den Kontakt zu ihrer Schwester ab und wollte eigentlich nie mehr nach Hause zurückkehren.
Doch da erben die beiden von einer unbekannten Frau namens Lola die kleine Bäckerei in Valdemossa samt Mühle.
Marina läßt es keine Ruhe, warum soll eine fremde Frau ihnen einen so wertvollen Besitz vererben und beginnt nachzuforschen. Doch die Bewohner sind zwar voll des Lobes für Lola, wollen aber nicht mehr über sie verraten.....

So wunderschön wie das Cover, am liebsten würde ich in diesem Gäschen spazierengehen, fand ich auch die Geschichte.
Cristina Campos bietet uns so viel mehr, als der Klappentext vermuten läßt. Es gibt soviele Geschichten in der Geschichte.
Wir lernen die beiden Schwestern kennen, die sehr unterschiedlich sind. Marina ist sehr selbstständig und arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen. Hier wird ihr alles abverlangt und ich kann sie nur bewundern, wie sie mit ihrem Freund Mathias alle Einsätze bestreitet.
Anna ist eher zurückhaltend, hat in Armando einen sehr jähzornigen und raffgierigen Ehemann, der sie auch noch nach seinen Vorstellungen geformt hat.
In Rückblicken dürfen wir an dem Leben der beiden Schwestern teilhaben, wie sie noch klein waren, wie jede ihren Partner kennengelernt hat und wie deren Leben nach ihrer Trennung weiterverlaufen ist.
Alle Protagonisten sind sehr lebendig gestaltet und durch den bildhaften Schreibstil, der einem die Schönheit des Landes nahebringt und auch deren Einwohner, hat man das Gefühl, selber Teil der Geschichte zu sein.
Man kann so richtig schön in der Geschichte versinken, die auch sehr traurig ist und richtig Tiefe hat. Ich konnte auch Marinas Zweifel sehr gut nachvollziehen, ob sie die Mühle verkaufen oder behalten soll. Ich habe die Stunden in der Backstube sehr genossen und kann das Zitronenbrot richtig auf meiner Zunge schmecken.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, das mir schöne Lesestunden geschenkt hat und daher auch 5 Sterne verdient hat.

Ich möchte mich ganz herzlich beim Bloggerportal und beim Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Eine tolle Sommerlektüre

Von: Nicole Lehmann Datum: 09. Mai 2018

Der Erstling von Cristina Campos ist ein tolles Buch. Marina ist eine Ärztin und arbeitet bei den Ärzten ohne Grenzen. Sie führt eine Beziehung mit einem Arzt. Als sie von ihrem überraschenden Erbe hört, reist sie zu ihrer Schwester Anna nach Mallorca. Die beiden Schwestern hatten seit 14 Jahren keinen Kontakt zueinander, da Marina sich mit ihrem Schwager verkracht hat. Die Reise ist auch eine Reise in die Vergangenheit. Immer wieder tauchen Erinnerungen der Schwestern auf. Diese sind nicht nur positiv und erklären Einiges. Sie lockern die Geschichte auf, und bewirken, dass der Leser die Schwestern besser versteht. Marina macht sich auf die Suche nach Antworten, warum ihr eine ihr unbekannte Frau eine Bäckerei hinterlässt. Sie nähert sich wieder ihrer Schwester an und findet in den herzlichen Dorfbewohner Freunde.

Dieses Buch ist eine schöne, unterhaltsame Sommergeschichte. Die Familiengeschichte ist auf den Schwestern aufgebaut. Sie nähern sich immer mehr an, ohne sich selber zu verlieren und zu verraten. Anna wächst über sich selber hinaus und beginnt, sich zu wehren. Auch wenn dies eigentlich viel zu spät geschieht.
Die alte Bäckerei ist sehr bildlich beschrieben. Als Leser fühlt man sich gleich zu Hause und der Charme springt rüber. Die Aussicht aus dem Fenster sieht man gleich vor sich und würde gerne den Urlaub dort verbringen. Die vielschichtigen und herzlichen Charakteren der Personen spürt man förmlich, obwohl mir lange nicht alle sympathisch waren.

Der Erzählstil von Cristina Campos ist eher ruhig gehalten. Dies passt sehr zur Geschichte von Marina. Leider ist der Schluss sehr traurig und ich hätte mir für beide Schwestern ein Happyend gewünscht.

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Eine berührende Geschichte

Von: zauberblume Datum: 03. Mai 2018

"Die Insel der Zitronenblüten" ist der äußerst gelungene Debütroman der Autorin Cristina Campos. Unsere Reise beginnt in Afrika und dann dürfen wir unvergessliche Tage auf der zauberhaften Mittelmeerinsel Mallorca erleben.

Und nun zur Geschichte: Marina ist mit den Ärzten ohne Grenzen auf der ganzen Welt unterwegs. In vielen Krisengebieten ist sie unermüdlich im Einsatz. Als sie einen Einsatz in Afrika hat, bekommt sie jedoch Nachricht aus ihrer Heimat. Sie hat zusammen mit ihrer Schwester Anna in Valldemossa eine kleine Bäckerei geerbt. Doch wer war die geheimnisvolle Lola, die ihnen als dies vermacht hat. Beim Betreten der Bäckerei hat Marina sofort den bekannten Duft des Zitronenbrotes, das ihre Großmutter immer gebacken hat, in der Nase. Eigentlich wollten Anna und Marina das Anwesen verkaufen, doch irgendetwas hält sie davon ab. Zuerst will Marina dieses Geheimnis lüften .....

Mit Tränen in den Augen habe ich dieses geniale Buch beendet. Tief berührt hat mich die Geschichte, die uns Einblick in das Leben vieler Menschen gegeben hat. Zuerst war ich ja mit Marina in Afrika. Ich habe sie und ihren Lebensgefährten Mathias bewundert für ihren unvermüdlichen Einsatz, den sie jeden Tag geleistet haben. Die beiden sind einfach Ärzte aus Berufung. Und dann bin ich mit Marina nach Mallorca gereist. Von der Schönheit dieser Insel war ich überwältigt. Wenn ich die Augen schließe, habe ich einfach Traumbilder von der beeindruckenden Landschaft und dem unendlichen Meer, vor meinem inneren Auge. Ich habe mich hier auf der Insel, und vor allem in Valldemosa pudelwohl gefühlt. Die Herzlichkeit der Menschen war förmlich zu spüren. Schön fand ich es auch, dass Anna und Marina wieder zueinander gefunden haben. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir super. Die Charaktere, sind so wunderbar beschrieben, man kann sich jeden einzelnen genau vorstellen. Und es gab auch welche, die ich nicht ins Herz geschlossen habe, denen ich gerne mal meine Meinung gesagt hätte. Gemeinsam mit Marina betrete ich die kleine Bäckerei. Hier hat man sofort ein ganz besonderes Gefühl. Ich habe mit Marina zusammen gebacken und habe jetzt noch den Duft des Zitronenbrotes in der Nase. Aber wie das Leben so spielt, schlägt das Schicksal wieder einmal grausam zu. Und ich bin und war wirklich sehr berührt.

Das Cover ist einfach ein echter Hingucker. So sieht es wirklich in den Gässchen der kleinen Dörfer auf Mallorca aus. Einfach traumhaft schön. Man kann sich an der Blumenvielfalt überhaupt nicht satt sehen.

Dieser Debütroman ist eine wunderbare unterhaltsame Lektüre, für die ich gerne 5 Sterne vergebe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman der Autorin.

vielseitiges Buch

Von: Happybooks85 Datum: 29. April 2018

Marina erbt zusammen mit ihrer Schwester Anna ein Haus und eine Bäckerei in dem wunderschönen Bergdorf Valldemossa, auf der Insel Mallorca. Doch leider kennt keiner die Frau die den beiden ihr Erbe hinterlassen hat. Auf der Insel sind die Geschwister damals aufgewachsen, bevor es Marina als Ärztin raus in die Welt zog. Mit ihrer Rückkehr auf die Insel kamen einige Erinnerungen hoch und auch so manches Geheimnis kommt ans Licht. Doch es stellt sich immer wieder die Frage welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Erbe der beiden Schwestern?

Ich liebe Mallorca sehr und habe selber schon oft dort Urlaub gemacht. Daher fiel es mir nicht schwer mich für dieses tolle Buch mit dem wunderschönen Cover zu begeistern. Ich kenne das Bergdorf Valldemossa und konnte mich voll und ganz auf die Beschreibungen der Autorin einlassen. Man könnte vermuten, sie sass dort und schrieb bei einem Stück Zitronenkuchen dieses zauberhafte Buch.

Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, war ich ein wenig verwirrt, da man sich zunächst in Afrika wieder findet. Man erfährt einiges über die Arbeit von Marina als Ärztin ohne Grenzen und ihrer Entwicklungsarbeit in diesem Land. Direkt in den ersten 50 Seiten erlebt man zusammen mit der Protagonistin emotionale Momente. Dieser Teil des Buches ist wichtig um auch den weiteren Verlauf der Geschichte besser zu verstehen. Deshalb konnte ich den Wechsel zwischen den Ländern, der noch einige Male vorkommt, verschmerzen.

Die Geschichte war gut und fliessend lesbar und wurde ein wenig aufgefrischt durch viele Dialoge, Emails oder Briefe. Toll fand ich auch, die vielen Rezepte die man teilweise am Beginn einiger Kapitel finden konnte. Die Autorin geht teilweise sehr weit in die Vergangenheit zurück um die Protagonisten verständlicher zu machen, hier war es mir teilweise etwas zu langatmig aber nicht langweilig. Denn in diesen Bereichen waren die Kapitel teilweise sehr lang, was ich persönlich nicht so toll fand.

Die Protagonisten waren alle gut umschrieben, und man konnte sich ein gutes Bild der Personen machen. Sichtbar wurden dabei auch immer die Hintergründe ihrer Situationen, was einen als Leser noch einmal emphatischer gemacht hat.

Am Ende des Buches passieren viele Dinge auf einmal, hier ging es mir ein wenig zu schnell. Hier hätte ich mir gewünscht ein wenig mehr zu erfahren, ohne zu schnell vorzugehen. Jedoch war der Schluss wirklich gut und voller Emotionen.

Wirklich schön fand ich, dass das Buch sehr vielseitig ist und viel mehr beinhaltet als der Klappentext vermuten lässt. Die Autorin Cristina Campos beschäftigt sich mit vielen wichtigen Themen und den Hintergründen. Wenn man Mallorca mag, wird man dieses Buch sicherlich auch lieben.

Ich gebe diesem Buch 4/5 Sternen und bedanke mich beim Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar, dass mir zum lesen zur Verfügung gestellt wurde.

[Rezension] „Die Insel der Zitronenblüten“ von Cristina Campos

Von: Lesefeuer Datum: 23. April 2018

„Die Insel der Zitronenblüten“ ist ein Roman von Cristina Campos und erschien 2018 im Blanvalet Verlag.

Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...

Meine Meinung:
Mal ganz abgesehen von diesem wunder-, wunderschönen Cover liebe ich Mallorca und dachte mir daher, dass das genau das richtige Buch für mich ist. Ich habe mir erhofft, ein wenig von der schönen Landschaft in Mallorca zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Anfang war alles andere als ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte, ich bin sofort in Mallorca aber nein, zunächst habe ich mich in Afrika wiedergefunden. Nachdem ich das „verarbeitet“ habe, fand ich es eigentlich richtig klasse. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet etwas über die Entwicklungsarbeit zu lesen, aber empfand es als wirklich bereichernd und interessant. Cristina Campos hat die Charaktere im Buch sehr detailreich und liebevoll ausgestaltet und ihr schöner Schreibstil macht das Buch wirklich lesenswert. Also die Geschichte an sich ist richtig schön und spannend. Allerdings waren die Kapitel für meinen Geschmack einfach viel zu lang, ABER es gab vor ziemlich jeden Kapitel – zumindest am Anfang – ein nettes Rezept. Und die unverhofften Zeitsprünge fand ich ziemlich anstrengend. Aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch langatmig ist, im Gegenteil – den Schluss fand ich ziemlich rasant. Es passierte so viel und plötzlich war das Buch zu Ende. Wer Mallorca liebt, sollte dieses Buch lesen.

Cristina Campos wurde 1975 in Barcelona geboren und machte ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte sie an der Universität in Heidelberg, wo sie auch das dortige Filmfestival mitorganisierte. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat widmete sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit zehn Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.

Fazit: 4 Sterne


Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

[Rezension] „Die Insel der Zitronenblüten“ von Cristina Campos

Von: Lesefeuer Datum: 23. April 2018

„Die Insel der Zitronenblüten“ ist ein Roman von Cristina Campos und erschien 2018 im Blanvalet Verlag.

Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...

Meine Meinung:
Mal ganz abgesehen von diesem wunder-, wunderschönen Cover liebe ich Mallorca und dachte mir daher, dass das genau das richtige Buch für mich ist. Ich habe mir erhofft, ein wenig von der schönen Landschaft in Mallorca zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Anfang war alles andere als ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte, ich bin sofort in Mallorca aber nein, zunächst habe ich mich in Afrika wiedergefunden. Nachdem ich das „verarbeitet“ habe, fand ich es eigentlich richtig klasse. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet etwas über die Entwicklungsarbeit zu lesen, aber empfand es als wirklich bereichernd und interessant. Cristina Campos hat die Charaktere im Buch sehr detailreich und liebevoll ausgestaltet und ihr schöner Schreibstil macht das Buch wirklich lesenswert. Also die Geschichte an sich ist richtig schön und spannend. Allerdings waren die Kapitel für meinen Geschmack einfach viel zu lang, ABER es gab vor ziemlich jeden Kapitel – zumindest am Anfang – ein nettes Rezept. Und die unverhofften Zeitsprünge fand ich ziemlich anstrengend. Aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch langatmig ist, im Gegenteil – den Schluss fand ich ziemlich rasant. Es passierte so viel und plötzlich war das Buch zu Ende. Wer Mallorca liebt, sollte dieses Buch lesen.

Cristina Campos wurde 1975 in Barcelona geboren und machte ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte sie an der Universität in Heidelberg, wo sie auch das dortige Filmfestival mitorganisierte. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat widmete sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit zehn Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.

Fazit: 4 Sterne


Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Die Insel der Zitronenblüten

Von: Nik75 Datum: 22. April 2018

Meine Meinung:

Dieser Roman hat mir schon gefallen als ich das Cover und den Titel gelesen habe. Auch der Klappentext hat mich angesprochen und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Die Hauptprotagonistin Marina, eine Ärztin, die für eine Hilfsorganisation in Äthiopien arbeitet, mochte ich von der ersten Seite an. Sie ist eine nette Frau, die sich als wunderbare Ärztin und später als Bäckerin entpuppt. In dem Roman geht es aber nicht nur um Marina, sondern auch um ihre Schwester Anna, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat.
Gemeinsam erben sie eine Bäckerei und Mühle und so kommen sie sich wieder näher und auch Annas Leben ändert sich grundlegend.
Dieser Roman ist wunderbar flüssig und fesselnd geschrieben. Schon nach den ersten Seiten bin ich tief in diese Geschichte eingetaucht. Es ist eine Familiengeschichte mit einem großen Geheimnis und es ist eine Geschichte über das Leben.
Marina und Anna lernen neue Seiten ihres Lebens kennen und es verändert sie grundlegend. Ich fand es wunderbar mit diesen beiden Frauen mitzufiebern und mitzuleben. Beim Lesen hatte ich das Gefühl mitten drinnen zu sein in der Geschichte und die Protagonisten sind zu Freunden geworden.
Ich fand auch die Beschreibungen der Autorin über das kleine Dorf auf Mallorca faszinieren und es war schön die Bewohner von Valldemossa kennenzulernen. Dieser Roman hat mich sehr berührt, denn nicht alles was die Schwestern erleben ist schön. Es gab auch einige traurige Momente und gegen Schluss konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Es ist wirklich ein wunderschönes Buch über das Leben und die Liebe.

Von mir bekommt „Die Insel der Zitronenblüten“ 5 Sterne.

Mallorca feeling

Von: Kathaflauschi Datum: 22. April 2018

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Dieses Buch hat mich durch den Titel und durch das Cover angesprochen, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Dabei finde ich das Cover sehr frühlinghaft und schön. Ich war auch gespannt, was sich dahinter verbirgt. Die Geschichte spielt Hauptsächlich auf Mallorca und wir lernen dabei die Protagonistin Marina kennen, die in Äthiopien ist. Sie ist Ärztin und man liest auch sehr viel über die Krankheiten, den Armut und der schwierigen Versorgung auf dem Land. Man merkt auch sofort, dass Marina dort auch mal ihre Grenzen übersteigt und schlimme Dinge erlebt. Dabei ist ihr Freund Mathias eine große Stütze und nachdem sie eine Nachricht erhält, fliegt sie in ihre Heimat zurück. Ihr Freund bleibt dabei als Helfer auf Afrika zurück.

Dabei kommt auch Marinas Schwester Anna ins Spiel. Den beide haben eine Bäckerei vererbt bekommen. Durch dieses Erbe kommt auch ein Familiengeheimnis, das auch erstmal gelüftet werden soll. Allerdings sind beide Schwestern so unterschiedlich und es dauert auch erst eine Weile bis alles so funktioniert, wie es soll. Aber man bekommt auch immer wieder Rückblicke von den zwei Schwestern und man erfährt somit auch viel mehr von ihnen.

Am meisten von den beiden Protagonisten hat mich Marina begeistert. Sie ist eine starke Person und vorallem Spannend. Das nicht nur allein wegen ihrer Arbeit in Afrika. Ich zolle ihr großen Respekt, was sie alles erleben muss und aushalten muss. Sie stellt sich dabei jeden Tag gegen den Kampf der Krankheiten und versucht selbst nicht zusammen zu brechen. Dabei bekommt man auch wieder ein wichtiges Thema der Autorin übermittelt, worüber man sich dann auch erstmal gedanken macht.

Mit Anna musste ich erstmal warm werden. Sie war zwar symphatisch, aber ihr Verhalten konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Man merkt auch schnell, das die Erbschaft wirklich der Hauptteil der Geschichte ist. Dabei verändern und entwickeln sich beide Protagonisten. Vorallem Marina ruht nicht, solange sie nicht das Geheimnis gelüftet hat, was ich sehr spannend fand. Ich habe sie gerne dabei begleitet.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Die Kulissen hat sie wunderschön beschrieben und da die meiste Geschichte auf Mallorca spielt, hat man sofort selbst Urlaubsfeeling bekommen. Ich konnte der Handlung gut folgen und vorallem flüssig und wollte das Buch auch nicht so schnell weglegen. Ich spreche für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.

Eine schöne, traurige, Geschichte.

Von: Samy Datum: 15. April 2018

Hier muss ich sagen viel es mir sehr schwer eine Inhaltsangabe zu verfassen, der Klappentext verrät schon genug über die Geschichte. Ich hätte es vielleicht einfach nur nochmal anders geschrieben. Dies wollte ich euch dann doch ersparen. Bringt ja auch nichts euch dasselbe nochmal in anderen Worten zu schrieben. Ich muss gestehen das mir der Anfang bei diesem Buch wirklich sehr schwergefallen ist, es war ein holpriger Einstig ins Buch. Es war am Anfang wirklich viel zu verarbeiten und zu sortieren für sich selber. Doch der Schreibstil der Autorin hilft einem sehr gut durch den Wirrwarr und so kommt man dann doch noch sehr gut in die Geschichte rein. Der Schriebstil der Autorin ist flüssig. Leider wird sie manchmal doch etwas ausschweifend und umschriebt ein paar Sachen zu stark. Das sind aber nur ein paar Stellen und deswegen ist es nicht ganz so schlimm. Was mir aber sehr gut gefallen hat ist das die Autorin die Charaktere so wunderbar beschreibt in dieser sehr vielschichtigen Geschichte. Handlung und Charaktere passen sehr gut in die Geschichte und ich finde da hat die Autorin sich wirklich viel Mühe gegeben. Ich denke wäre mir der Einstig noch besser gelungen dann wurde mir das Buch besser gefallen. So kann ich sagen das die Geschichte ok ist, die Charaktere gut dazu passen und die Handlung gut überlegt war.

Die Insel der Zitronenblüten

Von: Büchereule Datum: 13. April 2018

Das Cover des Buches hat mir sehr gefallen und auch den Klappentext fand ich sehr vielversprechend. Ich hatte mich sehr darauf gefreut etwas zu der besagten Bäckerei zu erfahren um diese es in dem Buch geht, doch diese wurde leider nur sehr kurz erwähnt. Im Großen und Ganzen ging es in dem Buch um die beiden Schwestern Marina und Anna. Diese beiden können unterschiedlicher nicht sein, dies führte unter anderem auch dazu, dass Marina nach dem sie ihre Heimat Mallorca verlassen hat, den Kontakt zu ihrer Schwester Anna abbrach.
Nie hätte sie gedacht jemals wieder nach Mallorca zurückzukehren. Als sie dann aber etwas erbt, hat sie keine andere Wahl. In Mallorca würde sie ohne das es einen anderen Weg gibt auf ihre Schwester treffen doch ob das gut gehen wird...
Aufjedenfall sind sie beide gezwungen, die geerbte Bäckerei gemeinsam zu führen, doch wie dies letzt endlich ausgeht möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.


Wie ich schon geschrieben habe habe ich von dem Buch etwas mehr von der Bäckerei erwartet, was nun leider nicht der Fall war. Der Schreibstil des Buches war gut und einfach gehalten. Die Autorin Cristina Campos hat es auch für die Hauptfiguren sehr spanndend gehalten, bis diese erfahren haben was sie denn nun eigentlich geerbt haben. Zuvor hat sie mehr über das bisherige Leben der beiden Protagonistinnen geschrieben was ich persönlich etwas zu lang anhaltend fand.
Gut gefallen dagegen hat mir die Beschreibung der Insel, da konnte man sich gut hinein denken und auch die mit eingebrachten Rezepte fand ich klasse.

Wenn der Klappentext etwas anderes gestalltet wäre, würde man wahrscheinlich auch anderes an das Buch herran gehen und die Zusammenhänge besser verstehen.

Wunderbare Geschichte mit Tiefgang und sommerlichem Flair

Von: Conny G. Datum: 07. April 2018

Dieser Roman erzählt die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern, einer Erbschaft und Geheimnissen.
Marina und Anna sind auf Mallorca geboren und aufgewachsen. Während Marina die Insel vor vielen Jahren verlassen hat, studierte und Ärztin wurde, blieb Anna auf Mallorca, heiratete und bekam ihre Tochter Anita.
Zunächst lernen wir Marina und ihr aktuelles Leben näher kennen. Marina und ihr Freund Mathias, beide Ärzte, sind derzeit als Entwicklungshelfer für Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien. Sie lieben das was sie tun sehr und sind mit vollem Einsatz und Herzblut dabei.
Als eine sehr junge Mutter die Geburt ihres Kindes nicht überlebt, kümmern sich Marina und Mathias liebevoll um das kleine Mädchen, das sie Naomi nennen.
Nach kurzer Zeit müssen sie das Baby, das besonders Marina sehr ins Herz geschlossen hat, in ein Waisenhaus geben und hoffen, dass es ein gutes Zuhause findet.
Marina verlässt Mathias und Äthiopien und fliegt nach Mallorca, da sie die Nachricht erhielt, dass sie gemeinsam mit ihrer Schwester eine kleine Bäckerei in Valldemossa geerbt hat.
Wer hat den Schwestern das Anwesen mit der Bäckerei vererbt und warum? Wie ist die Verbindung zu den beiden Schwestern? Und was wird geschehen, wenn sich die Schwestern nach vielen Jahren erstmals wiedersehen?

Mit Spannung habe ich Marina nach Mallorca begleitet.
Ich liebe diese Insel und war sehr oft dort, so dass ich mich besonders auf die Beschreibungen der Orte dort gefreut habe.
Die sind auch wirklich gelungen, bildhaft und anschaulich beschrieben und ich hatte förmlich die Düfte der Insel in der Nase und die vielen schönen Orte vor Augen.
Auch die Bewohner und das Leben in dem kleinen Ort Valldemossa in der Serra de Tramuntana sind sehr schön und authentisch beschrieben. Wir erhalten auch einen Einblick in die kleine Bäckerei und Rezepte zu den typischen Backwaren wie Brot und Zitronenkuchen, die dort hergestellt werden.
Das alles macht große Lust nach Mallorca zu reisen.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das Geheimnis um die verstorbene Bäckerin und in welcher Beziehung sie zu den beiden Schwestern gestanden haben könnte, so dass sie ihnen ihr Anwesen vererbt hat. Aber es geschieht noch viel mehr in dieser tollen Geschichte.
Die Erbschaft führt nicht nur die beiden Schwestern nach vielen Jahren wieder zusammen, sondern wirkt sich auch auf ihr Leben aus.
Anna war ihr Leben lang nur Ehefrau von Armando und Mutter von Anita. Sie lebten im Wohlstand aber ob die Ehe glücklich war, bezweifle ich. Anna ordnet sich ihrem Mann unter und tut alles, um ihm zu gefallen. Mit der Tochter Anita, die mitten in der Pubertät steckt, kommen beide nicht gut zurecht. Armando zeigt leider auch wenig Interesse an seiner Tochter sondern hat nur seine Geschäfte und leider auch andere Frauen im Kopf. Er hat es mir leicht gemacht, ihn gar nicht zu mögen. Mir hat Anna leid getan, dass sie so wenig Selbstbewusstsein hat, sich ihm zu widersetzen. Auch Anita tat mir leid, denn offenbar versteht niemand ihre Bedürfnisse und Gefühle, so dass sie eigentlich nur weg möchte von Mallorca.
Marina, die ihre Nichte zuletzt als Kleinkind sah, geht unvoreingenommen auf Anita zu und kümmert sich um sie, was beiden gut tut.
Marina war mir am sympathischsten von allen, denn sie hat das Herz am rechten Fleck und ist aufgeschlossen allem und jedem gegenüber.

Die Erbschaft und besonders Marinas Recherchen sind sicher der rote Faden in der Geschichte. Aber es gibt auch eine Reihe Nebenschauplätze und Ereignisse, teilweise ausgelöst durch die Rückkehr Marinas nach Mallorca. Besonders Anna und Marina entwickeln und verändern sich und davon ist auch das Leben ihrer Liebsten betroffen.
Es ist einiges im Umbruch in der gesamten Familie und Marina ruht nicht eher, bis sie das Geheimnis gelüftet hat.
Im Prolog des Buches wird ein Ereignis geschildert, das einiges vorwegnimmt. Das hat mich zuerst ein bisschen enttäuscht, aber als ich dann gegen Ende las, wie gefühlvoll und liebevoll die Autorin den Kreis dazu schließt, war ich begeistert.
Man sollte sich also nicht „abschrecken“ lassen, wenn man den Prolog liest.

In einem schönen, ausdrucksvollen Schreibstil erzählt die Autorin hier eine Geschichte, die mit ihrer Themenvielfalt, facettenreichen, gut gezeichneten Figuren und einem besonders schönen Schauplatz punktet.
Die vielen Einblicke in die Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen haben mich sehr beeindruckt und bewegt. Aber auch die Schicksale der Protagonisten haben mich nicht kalt gelassen und ich konnte mit ihnen mitfühlen.
Es war fesselnd zu erleben, wie diese unerwartete Erbschaft letztendlich das Leben von einigen Menschen verändert hat und vor allem, was sie alle daraus gemacht haben.
Da gab es einiges, das einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen und mich zum Nachdenken gebracht hat.
Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die dazu noch ein schönes sommerliches Flair ausstrahlt und die für mich ein Lesegenuss war!


Fazit: 5 von 5 Sternen

Tolles Buch...

Von: EvaMaria Datum: 07. April 2018

“Die Insel der Zitronenblüten” ist das Debüt der Autorin und ich bin wirklich begeistert. Interessanterweise habe ich mal wieder zu einem Roman gegriffen, in dem eine Art Familiengeheimnis gelüftet werden soll. Dieser Aspekt ist der eigentliche Hauptbestandteil der Geschichte, welche aber auch ansonsten wirklich wunderbar unterhaltsam ist. Die Sache mit dem Geheimnis fand ich jetzt insofern spannend, denn ich hatte jetzt eigentlich keine Ahnung in welche Richtung es gehen könnte und so wollte ich das Buch nie aus der Hand legen.

Hauptcharaktere der Geschichte sind die beiden Schwestern Marina und Anna. Die beiden haben eine Bäckerei vererbt bekommen und müssen sich nun zusammenraufen. Allerdings sind beide sehr unterschiedlich dargestellt und so dauert es etwas bis alles klappt. Von der Autorin gibt es auch wiederkehrende Rückblicke, die uns einen besseren Einblick in das Leben der beiden geben und man so vielleicht manche Beweggründe besser versteht.

Gerade Marinas Abschnitte haben mich fasziniert, denn der Autorin ist es hier wirklich gelungen eine interessante, spannende Person darzustellen und hier auch ihre Arbeit in Afrika wahnsinnig spannend darzustellen. Generell finde ich Ärzte, die sich dem Kampf gegen Krankheiten stellen bewundernswert und so fand ich auch Marina und Mathias wirklich klasse.

Anna war recht authentisch beschrieben. Sie war mir sympathisch, obwohl sie jetzt auf mich stellenweise etwas zu unterwürfig gewirkt hatte und ich für solch ein Verhalten eigentlich kaum Verständnis habe.

Das Setting in Mallorca fand ich absolut lobenswert. Ich habe so ein richtiges Urlaubsfeeling bekommen und hätte mir gewünscht vor Ort zu sein. Die Beschreibung der unterschiedlichen Locations war aus meiner Sicht bezaubernd.

Die Schreibweise war sehr flüssig und locker. Das Buch war richtig toll und angenehm zu lesen. Ich fand es toll, was für eine Fülle an Dinge, die Autorin in das Buch hat einfließen lassen. Wirklich toll. Der Handlung konnte man sehr gut folgen, da aus meiner Sicht, alles wunderbar verständlich ist.

Das Cover ist entzückend. Es gefällt mir sehr gut und ich finde es passt sehr gut zu Mallorca und der Handlung der Geschichte.



Zur Autorin:
Cristina Campos wurde 1975 in Barcelona geboren und machte ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte sie an der Universität in Heidelberg, wo sie auch das dortige Filmfestival mitorganisierte. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat widmete sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit zehn Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.

Fazit:
4 von 5 Sterne. Tolles Buch, welches ich euch weiterempfehlen kann. Es gibt viele Emotionen und ein Geheimnis zu lüften, welches ich sehr interessant fand.

Eine besondere Geschichte mit vielschichtigem Tiefgang

Von: sommerlese Datum: 02. April 2018

Mit ihrem Debüt "Die Insel der Zitronenblüten" hat die Spanierin Cristina Campos 2016 einen wunderbaren Roman geschaffen, die deutsche Ausgabe wurde hervorragend übersetzt von Michaela Meßner und erscheint 2018 im Blanvalet Verlag.


Anna und Marina sind vom Charakter her sehr unterschiedliche Schwestern. Während Anna auf Mallorca ein komfortables Leben mit Mann und Tochter lebt und sich bemüht, ihr Äußeres mit Schönheitseingriffen zeitlos zu halten, arbeitet Marina unter Einsatz ihrer gesamten Kraft bei einem Ärzte ohne Grenzen NGO in Äthiopien für die Ärmsten der Armen. Als die Schwestern gemeinsam in Valldemossa eine Mühle mit Bäckerei erben, kehrt Marina zurück in ihre Heimat Mallorca, die sie bereits im Alter von 14 Jahren verlassen hat. Die Landschaft der Insel und der Duft des Zitronenbrotes haben eine große Anziehungskraft auf Marina und wecken heimische Gefühle in ihr und so zögert sie, das Anwesen zu verkaufen. Außerdem möchte sie dem Geheimnis der Erblasserin auf die Spur kommen. Dieses Erbe wird Marinas Leben verändern.
"Die Insel der Zitronenblüten" ist ein ganz wunderbarer Roman, bei dem man hofft, das er nicht enden möge. Wir begleiten zwei Schwestern, die so völlig verschieden sind. Was steckt hinter dem Geheimnis der Bäckerei? Wer war die Verstorbene?

Dieser Roman spielt im Hauptteil auf Mallorca, wir lernen jedoch Marina bei ihrem Einsatz für Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien kennen. Betroffen liest man über ihren Kampf gegen Krankheiten, über Armut und die schwierige medizinische Versorgung in diesem Land. Marina begleitet eine Geburt, bei der die junge Mutter kurz nach der Entbindung verstirbt. Das Baby überlebt und Marina schliesst das kleine Wesen sofort in ihr Herz, übergibt sie an ein Waisenhaus und hofft auf eine erfolgreiche Adoptionsvermittlung.

Als sie die Nachricht des Erbes auf Mallorca erhält, fliegt sie in ihre Heimat. Ihr Freund Mathias bleibt als Helfer in Afrika zurück.

Gerade die Einblicke von Marinas und Mathias beruflichem Einsatz im Kampf gegen Seuchen und Krankheiten bei den Ärmsten der Armen haben mich sehr beeindruckt. Man merkt ihnen ihr enormes Engagement und ihr Herzblut für ihre Arbeit an und das macht sie sofort sympathisch. Ich war ergriffen von der geschilderten Geburt, aber auch dem verzweifelten Kampf gegen Ebola. Solche Schilderungen allein machen ein Buch unvergesslich.


Doch auch die anderen Charaktere und die Szenen auf Mallorca sorgen für unterhaltsame Lesezeit und nehmen den Leser mit zu den schönen Plätzen der Insel, aber auch in die Backstube, nebst einigen mallorquinischen Rezepten für Brot und Zitronenkuchen. Gemeinsam mit Marina erlebt man diese schönen Eindrücke und erkennt, wie sehr sie ihre Heimat vermisst hat. Allmählich kommt sie auch ihrer älteren Schwester Anna und Nichte Anita näher, während Schwager Armando ein fieser raffgieriger Charakter ist, den man von Anfang an nicht leiden kann. Entgegen Marinas eigenständiger Art ist Anna eher eine devote Frau, sie lässt sich von ihrem Mann bevormunden, nimmt seinetwegen eine Brusvergrößerung vor und ersetzt wahre Gefühle durch ein Leben in Luxus.


Anita ist ein junges Mädchen mit einer burschikosen, kräftigen Figur und wenig Selbstbewusstsein. Anna schickt Anita ohne deren Interesse zum Ballett. Das passt überhaupt nicht zu Anita und es wird sie auch nicht zu einem zarten Schwan werden lassen. Marina wendet sich dem Mädchen aufmerksam zu und geht auf ihre Gefühle und persönlichen Wünsche ein. Ein wichtiger Schritt für Marinas Entwicklung.

Das sorgsam gehütete Geheimnis um die Besitzerin der Bäckerei wird zu einem Hauptpfeiler des Buches, doch erst die kleinen Nebengeschichten geben dem Ganzen die entscheidenden Informationen und die entscheidende Würze für den Romanverlauf.


Auch wenn man zwischendurch glaubt, den roten Faden verloren zu haben, liest sich das Buch ganz wunderbar. Die Themenvielfalt ist eventuell etwas zu hoch angesetzt, bei einem Debüt entschuldige ich das aber gern.

Die Autorin bringt vielschichtige Themen in die Handlung ein und ihre Charaktere sind fesselnde Figuren mit besonderen Lebenswegen und auch die atmosphärischen Schauplätze bauen sich stimmig in die Handlung ein.


Mir hat nur die Idee mit Ursula und ihrem Roman nicht gefallen, es war im Grunde unwichtig, hier noch eine Geschichte aufzumachen.



Eine besondere Geschichte mit vielschichtigem Tiefgang, interessanten Charakteren und tollen Schauplätzen, die man sich gut vorstellen kann und die noch nachhallt.

Die Insel der Zitronenblüten

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 31. März 2018

Inhalt
Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden …
(Quelle: Klappentext)





Meine Meinung
Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Marina hilft einem kleinen Mädchen auf die Welt und kann sie nie vergessen, auch nicht als sie zurück in Mallorca ist und genug mit ihrem Erbe und ihrer Schwester zu tun hat. Als das Thema Adoption zur Sprache kommt, ist Mathias nicht begeistert und Marina versucht es alleine. Nebenbei versucht sie herauszufinden, warum ausgerechnet sie und Anna diese Bäckerei geerbt haben…
Marina war mir von der ersten Seite an sympathisch und ihre Abschnitte im Buch habe ich am liebsten gelesen. Man spürt ihre Liebe für ihrem Beruf unglaublich stark und sie ist die perfekte Entwicklungshelferin.

Mathias ist der jüngere Freund von Mariana und die beiden gehen schon einige Jahre als Entwicklungshelfer und Ärztepaar durch die Welt. Aktuell sind sie gemeinsam in Afrika, als Marina nach Mallorca aufbricht. Sie lebt ihr Leben dort und Mathias seins in Afrika.
Er trifft Entscheidungen ohne sie und stellt ihre Beziehung auf die Probe.
Mathias scheint ein netter Kerl zu sein, doch ich zweifelte lange an seinen Gefühlen zu Marina, da ich sie bei ihm nicht erkennen konnte.

Anna ist die ältere Schwester von Marina, die immer auf der Insel geblieben ist und einen reichen Mann geheiratet hat. Nur mit dem Kind wollte es nicht so klappen, doch irgendwann hatten sie Anita, die die beiden aber nur enttäuscht hat. Besonders Armando kann nichts mit diesem Kind anfangen. Inzwischen leben die beiden Eheleute nur noch nebeneinander her und als Anna die Chance für eine Affäre hat, ergreift sie diese.
Anna ist ein Mensch, der nur an sich selbst denkt, und alles tut, um ihrem Mann zu gefallen. Sie lässt sich die Brüste vergrößern, nur damit er wieder mit ihr schläft – das sagt doch so ziemlich alles. Im Laufe der Geschichte – und dank einem Schicksalsschlag – beginnt sie sich zu verändern, doch das kam zu spät.

Armando ist der Mann von Anna und immer auf Achse. Früher hat er gutes Geld gemacht, doch inzwischen haben sie Schulden. Außerdem hat er Affären am laufenden Band und eine Frau, die ihn mehr als abstoßend findet. Aber da er genau weiß, wie er sie unter seinem Pantoffel halten kann, würde sie ihn nie ohne besonderen Grund verlassen. Weil sie überhaupt nicht alleine entscheiden kann, was sie überhaupt will.
Armando ist wirklich ein übler Zeitgenosse, den ich überhaupt nicht leiden konnte.

Anita ist die Tochter von Armando und Anna, die sich mit ihrem Leben überhaupt nicht wohl führt. Sie will nur noch weg von der Insel und ihrer Mutter, für die sie nie gut genug sein wird…
Anita tat mir so leid – kein Wunder, das sie die Insel verlassen will. Bei der Mutter kann man nur flüchten. Anna zwingt das Kind zum Ballett, übt das richtige Laufen und versucht sie zu einer Frau zu machen, die ein Abziehbild von der Mutter ist. Nur weil es von ihr so erwartet wird. Niemand schert sich um die Gefühle des Kindes, bis Marina auftaucht.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne grobe Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht von Marina und Anna, was einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Außerdem kommen einige Nebencharaktere zu Wort.

Der Klappentext hat mich auf eine Geschichte hoffen lassen, die leider nicht bekommen habe. Nur ca. ein Viertel des Buches handelt von der Bäckerei und Marinas Spurensuche um das Geheimnis der Verstorbenen zu lüften. Leider kam die Auflösung erst recht am Ende und wurde so nebenbei abgehandelt. Die drei anderen Nebengeschichten waren einfach wichtiger, zumindest was das mein Eindruck.
Hauptsächlich dreht sich der größte Teil der Geschichte um Anna und die Probleme mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Armando hat das Geld aus seinem Unternehmen verloren und die Familie hat nur noch ein bisschen Geld von Anna, die sich mit diesem Zustand sehr schwer tut. Botox ist zu steuer, das Hausmädchen muss gehen und sie kann sich keine hochwertigen Produkte mehr leisten. Anita, die gemeinsame Tochter, ist ihr für nichts zu gut und eine reine Enttäuschung. Im Laufe der Kapitel trifft sie ihre Jugendliebe wieder und beginnt eine Affäre. Auch hier wird ein neuer Erzählstrang aus Gegenwart und Vergangenheit aufgemacht.
Der letzte Erzählstrang handelt von Marina, Mathias, ihrem Leben als Entwicklungshelfer und der versuchten Adoption – für mich war dieser, neben der Mainstory, der interessanteste Part. Man spürt ihre Liebe zu ihrer Lebensaufgabe.
Für mich gab es einfach viel zu viel Handlung rund um die Sache mit der Bäckerei, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Autorin vollkommen vom Weg abgekommen ist. Die Auflösung rund um Ursula, die keine Romane mehr schreibt und plötzlich wieder einen Gedankenblitz hat, wirkte für mich deplatziert.
Auch der Aufbau der Erzählweise hat mir nicht zugesagt, denn es wurde ohne Sinn und Verstand zwischen den ganzen Charakteren und den Zeitebenen hin und her gesprungen. Vorne beginnt Marina, dann geht es auf Anna über und am Ende ist es Anita. Alles in einem Absatz, in dem man ewig braucht, um zu verstehen, wer gerade was erzählt. Und ob es überhaupt wichtig ist, denn vieles ist einfach unnötig lange erzählt.

Würde man den Klappentext anders gestalten, hätte ich andere Erwartungen an die Geschichte gehabt und hätte sie mit Sicherheit auch besser gefunden.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Darstellung der Insel, der Einheimischen, ihre Eigenarten und dem Jahreszyklus auf der Insel. Da erwacht doch gleich die eigene Reiselust wieder.

������ Sterne

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