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Marc Elsberg

HELIX - Sie werden uns ersetzen

Roman

Sie sind perfekt. Sie sind außer Kontrolle. Sie werden dich ersetzen!
Der Bestseller von Marc Elsberg endlich im Taschenbuch

Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt erzählt ihnen von einem inoffiziellen Forschungsprogramm, das über hundert »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat. Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen überall auf der Welt hin …

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Leserstimmen

Nicht so gut wie "Black Out" und "Zero"...

Von: buecherliebe98 Datum: 22. Januar 2019

Das Grundthema in diesem Buch fand ich sehr Interessant, weswegen ich dieses Buch mit voller Lust angefangen habe und relativ schnell durchlas. Darf man in die Natur eingreifen, um bloßen Nutzen für den Menschen zu erzielen? Darf man das Erbgut verändern zB Krankheiten ausschließen oder bestimmte Begabungen hinzufügen?

Das Buch bezieht sich auf Themen, die Wissenschaftler anstreben und erforschen, was spannende Themen sind, jedoch habe ich nicht Biochemie oa studiert und konnte teilweise den Erklärungen nicht recht folgen, wodurch es ein schweres unterfangen war. Dennoch hatte ich immer unsere Nachrichten im Kopf, wie weit Trump geht und ob es tatsächlich von nutzen ist, seinen zB verstorbenen Hund in Südkorea klonen zu lassen..

Doch das Buch ist wie Black Out und Zero unglaublich spannend und lehrreich, auch der Schreibstil ist wieder passend, hochgetrieben und dennoch einfach gehalten, sodass die Seiten nur so fliegen. Die Kapitel sind kurz, wechseln von wissenschaftlich und einfachen Handlungsträngen, weswegen ich mit keinem Protagonisten warm wurde, niemanden mochte ich so wirklich, auch deren Schicksal lag mir nicht am Herzen. Oftmals musste ich weitgehend überlegen was denn vorher bei jenem Protagonisten passiert ist, da es eben manchmal total durcheinander war und das vorherige Kapitel so komplex war, dass ich den kompletten Bezug verloren habe. Ich finde, dass man mit der Thematik viel mehr hätte anfangen können, da es ein großes Thema ist, vieles werden wir nichtmal durch die Medien mitbekommen, wie weit die Menschen beim zB "Gottspielen" überhaupt sind.. Oder es denn wirklich nützlich ist, mehr von Nutzen als dass es Schaden anrichtet, in die Natur einzugreifen.

Fazit:
Mehr oder weniger bin ich enttäuscht, denn es ist Marc Elsberg, er hat mit Black Out und Zero bereits tief in die Tasche gegriffen, vielleicht war sie nun ausgeschöpft.

Sie werden uns ersetzen

Von: Lesefreude Datum: 13. Januar 2019

Die Gentechnik ist ein Bereich in dem ich mich überhaupt nicht auskenne. Insofern war es für mich doppelt interessant zu lesen, was in dieser Wissenschaftsdisziplin alles möglich ist bzw. in Zukunft vielleicht möglich sein wird.

Die Absätze über Gentechnik und die Beschreibungen wie bzw. womit DNA verändert wurde, sind sehr komplex. Vieles klang für mich schlicht verrückt. Doch es ist schon ausreichend das ein oder andere Wort in die Suchmaschine deines Vertrauens zu tippen und du wirst merken wie viele der beschriebenen Dinge tatsächlich so oder in einer abgewandelten Form bereits gemacht werden.

Marc Elsberg nimmt existierende Verfahren, lässt seine Fantasie spielen und eröffnet damit, unabhängig von jedweden moralischen Bedenken, neue Möglichkeiten. Alles in allem muss ich jedoch gestehen, dass ich so einige dieser wissenschaftlichen Beschreibungen aufgrund meiner fehlenden Vorkenntnis mit der Thematik nicht vollumfänglich verstanden habe. Im Lesefluss hat mich das nicht gestört, wenngleich ich über den ein oder anderen Absatz etwas schneller hinweg gelesen habe.

„Helix“ teilt sich grundsätzlich in 3 große Handlungsstränge, die die solide Basis der Geschichte darstellen.
Neben diesen 3 Haupthandlungsplätzen tun sich weitere Nebenschauplätze auf. Wie es für Marc Elsberg durchaus üblich ist, werden Charaktere, die zu Beginn lediglich eine Nebenrolle einnehmen, im Verlauf der Geschichte immer wichtiger und geben dem Buch eine Wendung.

Wie auch bereits in „Blackout“ und „Zero“ ist das Buch in Tag geteilt. Die großen Überkapitel stellen 9 Tage dar. An jedem Tag gibt es zahlreiche kurze Kapitel die von 1 bis 134 durchnummeriert sind. Jedes dieser kurzen Kapitel stellt einen Szenen- und Perspektivenwechsel dar. Am Tag 4, auf Seite 250 von 646 beginnen sich die einzelnen Handlungsstränge langsam zu verweben. Dies wird auch höchste Zeit, da man sich langsam zu fragen beginnt, wo das Ganze hinführen soll.

Wie so oft gibt es dabei einen Handlungsstrang, der den Leser nicht so sehr anspricht wie die anderen. Bei mir war es in diesem Fall der Teil mit Andwele. Elsberg fokussiert sich in diesem Erzählstrang zu sehr auf die wissenschaftlichen Aspekte. Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor mehr auf die Folgen für die Gesellschaft in Europa und vor allem in Tansania sowie mögliche Gesundheitsaspekte durch genmanipulierte Nahrung eingeht. Eine riesen Chance oder gefährliche, versteckte Gefahr?

Denn im Hinblick auf die Babies mit genetisch verbesserten Anlagen, gelingt dies Elsberg ganz hervorragend. Im ersten Moment klingt das alles ganz fantastisch. Ja, ich sah zu Beginn nicht mal Argumente, die dagegen sprechen könnten. Etwas was vom Autor auch ganz klar beabsichtig ist. Im Verlauf des Buches, werden die Risiken und Gefahren nach und nach aufgearbeitet und man schämt sich beinahe für seine Kurzsichtigkeit.

Wie in jeder actionreichen Dystopie darf natürlich eine finale Verfolgung nicht fehlen. Dies sind leider immer die Teile von Dystopien, die für mich wenig Mehrwert beinhalten. So mitreißend diese Verfolgungsjagenden auch geschrieben sein mögen, kommt dabei bei mir leider einfach keine Spannung auf. Ein, wie es mir scheint, notwendiges Übel, dass ich für eine gelungene Dystopie gerne in Kauf nehme. Denn sobald die Verfolgung beendet ist, setzt Marc Elsberg mit einem grandiosen Finale noch eines drauf. Ganz langsam und schmerzhaft injiziert er dem Leser einen letzten Gedanken, der uns das Gefühl gibt, wehrlose Spielbälle in einem übergeordneten Spiel zu sein.

Mit „Helix“ begeben wir uns in das breite wissenschaftliche Feld der Gentechnik. Was und wie viel davon ist gut? Marc Elsberg zeigt die ungehörigen Potentialen hinter dieser Wissenschaft auf und macht uns mit Risiken vertraut.

Den im Endeffekt bleibt es uns überlassen ob wir die Technologie nutzbringend und positiv einsetzen wollen oder damit eine ungeheuerliche Zerstörung einleiten. Ein Satz der leicht dahingesagt ist. Denn nach dem Lesen von „Helix“ zeigt sich nur zu deutlich, dass die erste Herausforderung bereits in der Definition von „nutzbringend“ und „positiv“ liegt.

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Wieder ein erschreckender Wissenschaftsthriller

Von: black nd beautiful Datum: 26. Dezember 2018

Auf Marc Elsberg wurde ich aufmerksam, weil mir mein Schwiegervater in spe sein Buch Blackout empfohlen hatte, welches mich absolut begeisterte. Dementsprechend war klar, dass ich auch sein neuestes Werk wieder lesen muss und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Zunächst fällt auf, dass das Buch in Tage und innerhalb dieser in Kapitel aufgeteilt ist. Dabei steht aber nicht einfach Tag eins, sondern „am ersten Tag“, was doch sehr stark an die Schöpfungsgeschichte erinnert und dementsprechend zu der Thematik des Buches passt. Denn oft heißt es doch, dass die Veränderung der Gene ein Gott-Spielen der Menschen sei.
Schon im ersten Kapitel steigt man direkt in die Handlung ein, denn wir befinden uns auf einem Kongress, zu einem Zeitpunkt, als der US-Außenminister schon tot auf dem Boden liegt und der Vorfall entsprechende Reaktionen seiner Mitarbeiter und der Anwesenden hervorruft. Hier lernen wir auch die Protagonistin Jessica kennen, eines der Stabsmitglieder vor Ort. Ihr wird im Folgenden die Leitung der Sondereinheit zur Ermittlung in dem Mord zugeteilt, sodass wir sie durch das ganze Buch begleiten.
Daraufhin lernen wir auch die anderen, im Klappentext erwähnten Handlungsstränge kennen: Ein Mitarbeiter eines Lebensmittelkonzerns entdeckt in Tansania Mais, dem Schädlinge und Dürre nichts anhaben können. Dies meldet er Helge, dem Vorstandsvorsitzenden von „Santira“, einem Chemie- und Biotechkonzern. Dort sind auch bereits die ähnlichen Fälle von resistenten Ziegen in Indonesien und Sojapflanzen in Brasilien bekannt. Der Vorstand sieht sein Geschäft bedroht und so beginnen sie damit eigenmächtige Ermittlungen anzustellen.
Als drittes haben wir noch Greg und Helen, die vom Arzt der Kinderwunschklinik ein Angebot bekommen, das sie zunächst für einen schlechten Scherz halten. Als sie jedoch zu der geheimen Forschungseinrichtung „New Garden“ gebracht werden, wird ihnen schnell klar, dass die versprochenen Wunderkinder sehr wohl real sind.
Solche Wunderkinder sind auch Jill und Eugene, genau genommen sind sie sogar die ersten ihrer Art und Jill ist besagtes Kind das verschwindet. Doch auch Eugene scheint irgendwie mit allem zusammenzuhängen.
Stück für Stück führt der Autor den Leser über die verschiedenen Handlungsstränge an die Wahrheit heran und lässt einem langsam klar werden, wie alles zusammenhängt. Dabei verfolgt jeder Charakter seine ganz eigenen Ziele und so wird die ganze Thematik von verschiedensten Seiten bleuchtet. Vor allem „New Garden“ und die dort betriebenen Forschungen scheinen hierbei eine Schlüsselrolle zu spielen. Es ist aber nicht das Rätselraten der spannungsgebende Faktor, sondern viel mehr das Mitfiebern wie am Ende alles ausgeht.
Wieder einmal schafft es der Autor, die komplizierten wissenschaftlichen Aspekte gekonnt in die Handlung einzubinden und so zu erklären, dass auch Leser ohne Hintergrundwissen alles verstehen können. Hier muss man aber ganz klar sagen, dass ein gewisses Grundinteresse für Gentechnik schon vorhanden sein sollte, da sie eine große Rolle spielt. Wer sich damit also so gar nicht auseinandersetzen möchte, wird davon vermutlich schnell genervt sein. Ist man dazu jedoch bereit, bekommt man eine gleichermaßen spannende wie erschreckende Geschichte geliefert.
Auch dieses Werk des Autors führt uns wieder vor Augen wie sehr wir gewisse wissenschaftliche Themen unterschätzen und welche Gefahren und Möglichkeiten von diesen ausgehen. Dabei überlässt er es jedoch dem Leser sich damit zu befassen wie viel davon wirklich der Wahrheit entspricht. Durch bereits vorhandenes Hintergrundwissen war mir bei vielen Dingen klar, dass das keineswegs überspitzte Darstellungen waren um den Effekt der Story zu verstärken. Bei anderen Aspekten war ich mir selbst nicht sicher, mit ein wenig Recherche kann man sich hier aber ganz leicht ein Bild machen.
Klar ist, dass die Darstellungen durchaus an manchen Stellen etwas überzogen werden, um die Message dahinter zu verdeutlichen. So waren mir zum Beispiel Kinder, die aus dem Stand über einen Erwachsenen springen, doch etwas too much. Dass die Kinder aber höchst intelligent sind und optisch aufgebessert wurden, ist durchaus sehr realitätsnah.
Was mich etwas gestört hat, ist, dass der Leser bei manchen (sehr wenigen) Dingen am Ende allein gelassen wurde. Zum Beispiel das im Klappentext erwähnte seltsame Zeichen auf dem Herzen. Was hat es damit auf sich? War es nur dazu da, dass klar ist, dass es sich um einen Anschlag handelte? Man weiß es nicht. Oder beim Showdown am Ende gibt es eine Szene, wo einem der Charaktere etwas passiert. Welche Auswirkungen das letztendlich hat, bleibt aber vollständig offen.
Auch insgesamt ist das Ende doch sehr offen gehalten, was mich aber nicht stört, denn Elsberg regt die Fantasie seiner Leser noch ein letztes Mal an, indem er nur andeutet wie sich nach den Geschehnissen alles weiterentwickeln könnte. Natürlich spielt dabei auch die Frage eine Rolle, wie Regierungen mit den gemachten Entdeckungen umgehen könnten.
Alles in allem hat der Autor wieder einen äußerst spannenden wissenschaftlichen Roman abgeliefert, der den Leser bei einem schwierigen Thema an die Hand nimmt und ihm so ein besseres Bewusstsein dafür gibt. Man wird zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt, gleichzeitig aber auch gut unterhalten. Und genau darin liegt die Stärke des Buches und der Ursprung der durchweg vorhandenen Spannung.
Was man jedoch nicht erwarten darf, ist ein typischer Thriller und Protagonisten mit denen man mitfiebern und mitfühlen kann. Diese Erwartungen würden letztendlich nicht erfüllt werden, sind meiner Meinung nach für diese Art von Roman aber auch nicht angebracht.