Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook
Hörbuch

€ 15,00 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 15,50 [A]

€ 11,99 [DE] | CHF 14,00 [CH]

€ 15,00 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 16,90 [A]

Ingar Johnsrud

Der Bote

Thriller

In einer Villa in einem reichen Vorort Oslos wird die Leiche eines kürzlich verstorbenen Mannes gefunden. Von der Bewohnerin des Hauses, einer alten Witwe, fehlt jede Spur. Der Tote wird als ihr Sohn identifiziert – der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben kam. Kurz darauf entdeckt man in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Stadt eine zweite Leiche. Der Körper des unbekannten Mannes weist schwere Folterspuren auf. Hauptkommissar Fredrik Beier glaubt an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen, doch irgendjemand scheint verhindern zu wollen, dass diese ans Licht kommt – Akten werden gesperrt, Beweismittel verschwinden …

Das Buch spielt in Oslo, Norwegen

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Der neue Johnsrud schwächelt etwas

Von: Sabrina Datum: 26. September 2018

Letztes Jahr war "Der Hirte" für mich das Thrillerhighlight und darum habe ich auch so gespannt auf "Der Bote" gewartet.
Das meine Rezension dazu erst jetzt online kommt, hat seine Gründe, denn zwischendurch musste ich das Buch einfach mal auf Seite legen, weil es mir zu lang war und weil der Fall einfach ganz neu aufgegriffen wird - ich hatte eigentlich erwartet und mir gewünscht, dass offene Fragen aus dem ersten Band geklärt werden, denn da blieb so einiges offen...

Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor und das Buch lässt sich, wenn man dann denn angekommen ist und sich vor allen Dingen damit abgefunden hat, dass hier nicht mehr auf den Fall Solro eingegangen wird (außer an ein paar klitzkleinen Stellen) gut lesen.

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einer in der Gegenwart, in dem mehrere Leichen aufgefunden werden - der zweite spielt in Russland in den 90ern und erzählt die Geschichte einiger norwegischer Soldaten, die sich auf einem Einsatz befinden - wie alles zusammenpasst erfährt man im Laufe des Buches.

Johnsrud hat Beier für mich ja irgendwie schon als Antihelden konstruiert, nichts läuft in seinem Leben so, wie es eigentlich sein sollte. Seine Beziehung holpert, aufgrund eines versuchten Selbstmordes, wollen sie ihn am liebsten vom Fall abziehen, und auch mit seinem Partner und Freund Andreas läuft es nicht so recht. Und dennoch mag ich ihn, mit allen Ecken und Kanten ist er einer meiner Lieblingsermittler in den letzten Jahren - auch deshalb hoffe ich, dass Johnsrud im abschließenden Buch "The cross I bear" noch eine ordentliche Schippe drauflegt.

Wer "den Hirte" ebenso geliebt hat, wie ich, wird etwas enttäuscht sein, weil "Der Bote" nicht zu 100% mithalten kann - dennoch ein toller Thriller von Ingar Johnsrud, der Spannung auf den letzten Band aufkommen lässt.

Spannung zum Zerreißen

Von: HEIDIZ Datum: 30. August 2018

• Broschiert: 544 Seiten
• Verlag: Blanvalet Verlag (14. Mai 2018)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3764505885
• ISBN-13: 978-3764505882
• Originaltitel: Kalypso (Fredrik Beier 2)
• Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 4,5 x 21,3 cm

PREIS: 15,00 Euro

"Der Hirte" habe ich vor längerer Zeit gelesen. Nun habe ich mich dem Boten gewidmet, es ist Band zwei - aber separat zu lesen. Extrem spannend erzählt Ingar Johnsrud eine faszinierende Geschichte, die Geschichte des Hauptkommissars Fredrik Beier, der wieder in einen Fall zu ermitteln hat. Eine Leiche wird in einer Villa entdeckt. Der Mann muss kürzlich verstorben sein, die Bewohnerin dieses Hauses ist spurlos verschwunden. Der Tote war ihr Sohn, der angeblich vor 20 Jahren während eines Militäreinsatzes starb. In einem Abwasserschacht wird schließlich eine zweite Leiche gefunden. Der Tote wurde gefoltert. Gibt es eine Verbindung zwischen beiden Fällen? Beier hat es nicht leicht, jemand legt ihm während seiner Ermittlungen Steine in den Weg, Akten verschwinden und auch Beweismittel ...

Leseprobe:
========

"Peder Rasmussen ist verdammt gerissen. Und durch und durch böse. Wenn Sie mir nicht vertrauen wollen, meinetwegen, aber denken Sie zumindest über die Fakten nach!" Fredrik sah Koss direkt in die Augen. "Warum ist Kain nicht zu uns gekommen?" ...

Die Spannung ist zum Zerreißen. Gleich zu Beginn steigt der Autor mit Spannung in die Geschichte ein, die er über die gesamte ständig ausbaut bis zum Ende, das ganz anders ist, als ich erwartet hätte, viel besser ... muss ich zugeben.

Toll finde ich, wie der Autor die Handlungsstränge aufgebaut hat. Das hat mir während des Lesens sehr gut gefallen, vielleicht nicht immer ganz leicht zu verfolgen, aber für die Handlung und das Verständnis sowie die Spannung perfekt gemacht, man kann sich eindenken, komplex eindenken und mitermitteln. Die Ermittlungen werden detailliert beschrieben, dennoch wird nicht zu viel verraten von der kriminalistischen Handlung - hätte man besser nicht machen können.

Ich bin begeistert und freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil.

mehr Leserstimmen anzeigen

Psycho- und Politthriller - spannend, aber leider austauschbar

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung Datum: 12. August 2018

Nach Erscheinen des ersten Bandes („Der Hirte“, Verlag Blanvalet, 2017) seiner Thriller-Trilogie um den Osloer Hauptkommissar Fredrik Beier und dessen Kollegin Kafa Iqbal wurde der norwegische Autor Ingar Johnsrud (44) in Deutschland von Kritikern prompt als neuer Stern am skandinavischen Thriller-Himmel und sogar als Nachfolger von Stieg Larsson oder Henning Mankell gerühmt. Ich mochte damals diesem Urteil nicht folgen, zu verwirrend war mir die Handlung, zu klischeehaft die Charaktere. Im Mai erschien nun „Der Bote“ als zweiter Band, der eineinhalb Jahre nach dem „Hirten“ in Oslo spielt, sich aber trotz vereinzelter Rückblicke durchaus ohne Vorkenntnisse als in sich abgeschlossener Thriller lesen lässt. Diesen „Boten“ fand ich etwas besser, zumal er gleich zwei Genres in einem Band vereint – das des Psychothrillers und des Politthrillers.
In einer Osloer Villa wird die Leiche eines kürzlich verstorbenen Mannes gefunden. Der Tote wird identifiziert, sollte allerdings nach amtlichen Angaben schon vor 20 Jahren bei einem Militäreinsatz umgekommen sein. Kurz darauf wird in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Stadt die Leiche eines Mannes entdeckt, die schwere Folterspuren aufweist. Die Ermittlungsarbeit von Hauptkommissar Fredrik Beier wird aus unerklärlichen Gründen behindert, Akten werden gesperrt, Beweismittel verschwinden. Natürlich mischt der Geheimdienst heimlich im Hintergrund mit.
Wie schon im „Hirten“ verbindet Ingar Johnsrud auch im „Boten“ wieder die aktuellen Geschehnisse mit Ereignissen aus der Vergangenheit. Diesmal ist die geheime Militäraktion der Norweger im Jahr 1992 auf der russischen Halbinsel Kola Anlass für die aktuelle Mordserie. Immer im Wechsel zwischen heute und damals bringt uns Johnsrud kapitelweise die einzelnen Charaktere näher und hilft uns, deren Handeln mehr und mehr zu verstehen.
Schien mir der „Hirte“ noch allzu verwirrend, ist die Geschichte im „Boten“ übersichtlicher strukturiert und lässt sich leichter nachvollziehen. Allerdings ist auch dieser Thriller kein Buch, das sich beiläufig lesen lässt. Nur bei intensiver Lektüre kann man die Atmosphäre besser in sich aufnehmen, lassen sich die Handlung, die Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Charaktere und deren Handeln besser verstehen.
„Der Bote“ ist zweifellos ein spannender Thriller, die in sich verschachtelte Handlung konsequent und logisch aufgebaut. Aber Ingar Johnsrud gleich als neuen Stern am skandinavischen Thriller-Himmel zu bezeichnen, erscheint mir dann doch zu gewagt, denn seine Trilogie ist nach allzu bekanntem Muster „gestrickt“: Die Stimmung ist wie bei anderen nordischen Autoren natürlich düster und eisig wie das skandinavische Winterwetter. Nicht nur die Verdächtigen sind Psychopathen, sondern auch sein Hauptkommissar Fredrik Beier und dessen Kollegin Kafa Iqbar. Überall kaputte Typen und kaputte Familien, wo man hinschaut. Gibt es keine normalen Menschen mehr auf unserer Welt? Diese und andere wiederkehrende Klischees machen Johnsruds Thriller leider austauschbar. Man muss schon ein ausgesprochener Thriller-Fan sein, um vom „Boten“ über die Maßen begeistert zu sein. Solche Fans dürfen sich dann auf den dritten Band der Trilogie freuen, der in Norwegen kürzlich erschienen und auf Deutsch wohl im Frühsommer 2019 bei Blanvalet zu erwarten ist.

Rezension: Der Bote

Von: x.mariereads Datum: 14. Juli 2018

Diesen Thriller wollte ich unbedingt lesen, da er in Oslo spielt und ich fand es während des Lesens toll, dass ich die meisten Orte über die gesprochen wurde, selbst kannte und ich wollte sofort wieder zurück nach Oslo reisen. „Der Bote“ war der erste Thriller, den ich von Ingar Johnsrud gelesen habe, deshalb kannte ich auch das erste Buch aus der Fredrik Beier Reihe nicht, was aber für das Lesen nicht schlimm ist, da sie nicht zusammenhängen.

Der Schreibstil von Ingar Johnsrud ist sehr angenehm. Man kann den Geschehnissen leicht folgen und auch die Ermittler haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn ihre Charaktere recht düster sind.

Aber irgendwas hat mich an dem Buch gehindert, wirklich in die Geschichte zu finden. Zu Beginn dachte ich, dass es einfach ein bisschen dauert, bis ich mit den Charakteren und der Geschichte vertraut geworden bin, aber das Gefühl bekam ich leider nie wirklich. Der Inhalt und die Idee hinter der Geschichte waren prinzipiell nicht schlecht, aber haben in diesem Fall einfach nicht so wirklich meinen Geschmack getroffen. Hinzu kommt, dass der Inhalt und die Ereignisse, aus denen sich alles zusammensetzt, für meinen Geschmack ein bisschen viel war. Man hat das Gefühl man wird fast von neuen Ideen erschlagen.

Dadurch, dass ich nie wirklich in der Geschichte kam, konnte ich leider auch nicht richtig mitfiebern. Gegen Ende wurde es ein bisschen spannender, aber auch dann konnte es mich nicht ganz fesseln, wie ich es mir von einem Thriller gewünscht hätte.

Ich werde auf jeden Fall ein anderes Buch von Ingar Johnsrud lesen und hoffen, dass mich dieses Buch vom Inhalt mehr überzeugen kann, denn der Schreibstil an sich war nicht schlecht. Jedem anderen Leser könnte das Buch besser gefallen, aber ich kann leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Ein Ende mit Schrecken

Von: Krimisofa Datum: 10. Juli 2018

Fredrik Beier kommt gerade aus dem Krankenhaus. Er wollte sich umbringen, warum, weiß er nicht, er hat die Erinnerung daran verloren. Er nahm eine Überdosis Schmerzmittel und spülte sie mit Alkohol hinunter, danach legte er sich vors Haus seiner Ex-Frau Alice. Er hat überlebt – sein Privatleben nicht. So ziemlich alle sind sauer auf ihn, vor allem seine Lebensgefährtin Bettina, die überhaupt nicht verstehen kann, warum er das getan hat, aber noch weniger, warum er sich ausgerechnet vor das Haus seiner Ex gelegt hat. Sein Sohn Jacob verkriecht sich indes in seinem Zimmer und spielt Brahms auf seiner Bratsche. Aber Life goes on, die Kriminellen nehmen keine Rücksicht auf ihn und so verkriecht sich Beier in seinen Beruf als Mordermittler. Kafa Iqbal, seiner Kollegin, geht er seit der Explosion auf Solro allerdings aus dem Weg. Doch nun müssen sie wieder an einem Strang ziehen, denn die Leiche aus der Kanalisation, die er und sein Kollege Andreas Figueras gefunden haben, hängt unmittelbar mit jener Leiche, die Kafa gefunden hat, zusammen.

Ich habe mich tatsächlich auf „Der Bote“ gefreut, das hätte ich nach „Der Hirte“ nicht gedacht. Aber man ist direkt wieder drin, der Schreibstil ist – zumindest zunächst – flott und packend – es war für mich wie heimkommen. Alles ist am richtigen Platz, oder auf einem vier besseren, und diese angenehme Schwere fand ich auch wieder vor. Mit einem schwerst depressiven Fredrik Beier, bei dem man sich fragen kann, warum er in seinem Job überhaupt eine Waffe tragen darf. Und Kafa, die orientalische Schönheit, die mit ihrer toughen Art den ein oder anderen männlichen Kollegen alt aussehen lässt. Sowie Andreas, der diesmal als besonderer Kotzbrocken auftritt – aber diese Meinung teile ich mit einigen anderen.

„Der Bote“ spielt anderthalb Jahre nach „Der Hirte“ und ist wesentlich politischer als sein Vorgänger, vor allem militärpolitischer. Was den Aufbau betrifft sieht die Geschichte genau so aus wie der erste Teil der Trilogie. Wir haben kurze, knackige Kapitel und zwischendurch immer wieder Rückblenden – die Rückblenden führen uns diesmal aber nicht so weit in die Vergangenheit. Auch diesmal haben mich die Rückblenden eher überfordert, weil man anfangs so gar nicht einschätzen kann, wie diese zum Rest der Geschichte passen – aber natürlich wird am Ende alles immer klarer. Johnsrud macht auch diesmal wieder einige Fässer auf, behandelt einige Themen – Religion, Militär, Politik, Geschichte und etliche andere –, aber diesmal werden sie wesentlich stimmiger behandelt als im „Hirten“ – zumindest wirkt es so. Und die Atmosphäre gefällt mir noch besser als bei Teil eins, die hat mich sehr an die US-Serie „The Americans“ erinnert, die in der Zeit des Kalten Krieges spielt – und genau dieses Thema spielt in „Der Bote“ eine Hauptrolle. Sonst habe ich diesmal aber keinerlei Anleihen an diversen Serien entdeckt. Vor allem das Ende ließ mich mit offenem Mund zurück – das wird definitiv noch eine Rolle spielen und ist für mich ein Grund, den dritten Teil auch zu lesen. Ich freue mich.

Was mir dennoch abermals Kopfzerbrechen bereitet hat, war diese verworrene Konstruktion der Geschichte, die es mir nicht immer einfach gemacht hat, alles nachzuvollziehen. Aber das gehört offenbar zu Johnsruds Schreibstil und macht ihn vermutlich so erfolgreich – zumindest in seiner Heimat Norwegen. Bei den Figuren hätte er allerdings etwas präziser sein können was deren Profil betrifft – vor allem bei den Rückblenden habe ich ein paar Charaktere verwechselt bzw. bin ich erst gegen Ende  darauf gekommen, dass das zwei unterschiedliche sind.

Tl;dr: „Der Bote“ von Ingar Johnsrud ist ein facetten- und themenreicher Thriller, der diesmal für meine Begriffe wesentlich stimmiger ist als dessen Vorgänger. Die Charaktere entwickeln sich weiter und Johnsrud sorgt mit der schweren Stimmung und einer Kalter-Krieg-Atmospäre dafür, dass man sich in dem Buch wohlfühlt – wenn man es gerne so hat.

Der bote

Von: Nati88 Datum: 05. Juli 2018

Meine Meinung 

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, düster mit den Bergen im Hintergrund und mit dem Haus.

Die Geschichte fand ich sehr spannend ich konnte es nicht weg legen und hab es innerhalb von 3 Tagen durch gelesen 

Die Charakter waren sehr gut beschrieben allertigs hatte ich mit der hauptcharakter meine Schwierigkeiten ich kam am Anfang nicht mit ihm  zurecht was dann ab der Hälfte dann anderst war.
 
Ich fand man muss nicht denn ersten Teil lesen um das Buch lesen zu können 

Das Buch hat von mir 4,5 Sterne bekommen.

Wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar überlassen, Dankeschön

Ein toller und typisch nordischer Krimi

Von: brigitta Datum: 09. Juni 2018


Kurze Zusammenfassung:
Beier wird zu einer noblen Villa gerufen, da die Hausbesitzerin schon länger nicht mehr gesehen wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass sie verstorben sein könnte. Tatsächlich findet die Polizei eine Leiche im Haus, allerdings ist es nicht die Hausbesitzerin, sondern eine männliche Leiche, die zu aller Überraschung als Sohn der Hausherrin identifiziert wird und wie es scheint, lebte er schon länger wieder bei seiner Mutter.
Allerdings sollte dieser Mann schon seit vielen Jahren tot sein, gefallen während eines geheimen Einsatzes an der russisch-norwegischen Grenze.
Doch Beier hat nicht viel Zeit sich alleine auf diesen Fall zu konzentrieren, denn bald wird schon eine weitere Leiche gefunden. Auch dieser Tote scheint beim Militär gewesen zu sein, zudem hat er deutliche Foltermale.
Für Fredrik Beier ist klar, dass diese beiden Toten irgendwie zusammengehören, doch er kommt mit seinen Ermittlungen nicht wirklich weiter.
Irgendjemand scheint alles zu blockieren und als Beier es doch schafft nach und nach an brisante Informationen zu kommen, wird es für ihn brandgefährlich....

Fazit:
Irgendwo in Skandinavien gibt es einen Baukasten für nordische Ermittler ;)
Johnsrud hat diesen Baukasten mit Sicherheit zu Hause und kann ihn erfolgreich anwenden.
Fredrik Beier ist ein so typisch nordischer Ermittler, typischer geht es kaum. Zerknittert, beziehungsunfähig, eine Neigung zum Konsum von schädlichen Stoffen, Probleme mit der Teamfähigkeit und und und ...
Genau so möchte ich meinen skandinavischen Kommissar haben und nicht anders.
Ebenso ist der Aufbau des Krimis typisch nordisch. Schnell verliert sich das Buch in viele verschiedenen Handlungsstränge, die erst einmal unabhängig voneinander agieren, nach und nach nähern sie sich an und gehören auf einmal zusammen und bilden zusammen das große Ganze.
Das heißt, man muss aufmerksam lesen und auch auf Details achten.
Mir hat es großen Spaß gemacht diese Handlungsstränge zusammen zu führen und selbst ein wenig ermittelnd zu puzzeln.
Der erste Fredrik Beier Band hat mir schon sehr gut gefallen, aber diesen finde ich noch besser.
Beier hat mehr Konturen bekommen und die Charaktere wirken ausgefeilter.
Für mich war dies ein toller, nordischer Krimi und ich hoffe mit Fredrik Beier gibt es noch viele, viele Bände.

Rache ist.... Ein Virus?

Von: Buchstabensalat Datum: 06. Juni 2018

In einer Villa in einem reichen Vorort Oslos wird die Leiche eines kürzlich verstorbenen Mannes gefunden. Von der Bewohnerin des Hauses, einer alten Witwe, fehlt jede Spur. Der Tote wird als ihr Sohn identifiziert – der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben kam. Kurz darauf entdeckt man in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Stadt eine zweite Leiche. Der Körper des unbekannten Mannes weist schwere Folterspuren auf. Hauptkommissar Fredrik Beier glaubt an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen, doch irgendjemand scheint verhindern zu wollen, dass diese ans Licht kommt – Akten werden gesperrt, Beweismittel verschwinden …


Nach seinem ersten Thriller "Der Hirte" habe ich mich sehr auf das zweite Buch gefreut. Johnsrud hat seine ganz eigene Art verschiedene Stränge zu einem großen Finale zu verknüpfen.
Teilweise wird das eine oder andere aus dem ersten Buch erwähnt, und die beiden Ermittler Frederik Beier und Kafa Iqbal entwickeln sich weiter. Daher glaube ich wäre es hilfreich, das erste Buch vorher zu lesen.
Leider muss ich sagen, das ich diesmal nicht ganz so begeistert bin wie beim Ersten. Es sind einfach sehr viele verschiedene Schauplätze, Zeiten und Protagonisten, das ich manchmal Seiten zurück geblättert habe, um nochmal zu sehen, wo und bei wem ich gerade bin. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch. Ich konnte es nur nicht so schnell lesen wie ich es sonst gewohnt bin.
Was ich auch schade finde ist die Wahl des deutschen Titels. Warum läßt man nicht den original Titel "Kalypso"? Das hätte viel mehr Sinn gemacht....
Im Schnitt ist es trotzdem ein gelungener Thriller.
Ich gebe 4 von 5 Sternen.

Spannungsgeladene Action

Von: Silke Schröder, hallo-Buch.de Datum: 04. Juni 2018

In „Der Bote“ entrollt Ingar Johnsrud einen spannenden Plot, der uns bis zum Zerfall der früheren Sowjetunion zurückführt. So switcht der Autor aus der Jetztzeit immer wieder in die Jahre um 1990 und puzzelt so Stück für Stück die Geschehnisse zu einem komplexen Gesamtbild zusammen. Es kostet ein wenig Mühe, seinen recht unemotionalen Kommissar, der für seinen Job zwei Beziehungen scheitern lässt und auch seinen leicht gestörten Sohn aus den Augen verliert, wirklich sympathisch zu finden. Wenig Probleme hat damit aber die junge Kommissarin an seiner Seite, die ihn treu durch die fesselnd inszenierten Ermittlungen begleitet. Wer sich daran nicht stört und auf spannungsgeladene Action steht, ist hier gut aufgehoben.