Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook

€ 15,00 [DE] | CHF 21,90 [CH] | € 15,50 [A]

€ 12,99 [DE] | CHF 16,00 [CH]

Sophie Bonnet

Provenzalische Schuld

Ein Fall für Pierre Durand

Neblige Täler, vergessene Dörfer – tote Touristen …

Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen, die Tage sind noch angenehm warm. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Weit entfernt von Sainte-Valérie, wo sich Pierre Durand auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte freut. Doch als Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe. Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr ...

Das Buch spielt in Provence, Frankreich

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Provenzalische Schuld

Von: freetimeguide Datum: 03. August 2018

PROVENZALISCHE SCHULD


Ein Fall für Pierre Durand

Krimi von Sopie Bonnet



Zum Inhalt:

„Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen, die Tage sind noch angenehm warm. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Weit entfernt von Sainte-Valérie, wo sich Pierre Durand auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte freut. Doch als Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe.

Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr….“

Ein neuer Fall für den französischen Ermittler Pierre Durand!

Die spannende Krimireihe begann mit „Provenzalische Verwicklungen“ und ist bereits der fünfte Roman.

Es ist nicht nur von Anfang bis zum überraschenden Schluss ein überaus spannend zu lesender Roman. Interessant und spannend zu lesen!

Auf der Suche nach der Vermissten reist Pierre Durand durch die Haute-Provence. Der Leser erlebt nicht nur die Orte der Region, sondern auch die Besonderheiten und die leiblichen Genüsse.

Am Ende des Buches gibt es dann auch noch ein Rezept (4 Personen) für eine Quiche provencale und Caillettes. Dazu noch das Dessert: Compote de fruits cuits au yaourt.

Die Autorin merkt an, wer mehr über die traditionelle Küche der Haute-Provence erfahren möchte, dem empfiehlt sie ihr Kochbuch „Provenzalischer Genuss“.



ISBN 978-3-7645-0644-5 15,00 €
Blanvalet HC

auch als ebook und Hörbuch CD

https://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet





Zur Autorin:



Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Sie begann die erfolgreiche Reihe mit „Provenzalische Verwicklungen“, in die sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Der Roman stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso die darauffolgenden Romane um den Ermittler Pierre Durand.

Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

http://www.sophie-bonnet.de

verflixte Schuld

Von: Ulla Leuwer Datum: 26. Juli 2018


Meine Meinung:
Inzwischen habe ich Pierre Durand schon viermal bei der Auflösung seiner Fälle begleitet und wollte es auch ein fünftes Mal machen. Zunächst sah es ganz entspannt aus, denn eigentlich wollten Pierre und seine Freundin Charlotte endlich mal in Urlaub fahren. Ich hatte auch noch keine Bedenken, als der Bürgermeister sich meldete und seine Frau als vermisst angab. Es schien ein leichtes zu sein, ihrer Spur zu folgen und sie zu finden. Aber dann entwickelte sich alles ganz anders und auf einmal gab es nicht nur den Vermisstenfall sondern gleich zwei Morde, die aufgeklärt werden sollten.
Mit dem Entspannten war es dann auf einmal vorbei. Zumal es privat auch noch einige Probleme gab, die bewältigt werden mussten. Außerdem wurde alles immer spannender und ich immer mehr an das Buch gefesselt. Weder Pierre noch ich hatten mit dieser Entwicklung gerechnet und ich denke, nicht nur er hatte Herzklopfen und die Hoffnung, dass alles gut endet.
Sophie hat wieder einen guten Krimi geschrieben und das kulinarische kam dabei auch nicht zu kurz. Hobbyköche werden sich mit Sicherheit über die Rezepte am Ende des Buches freuen.

Fazit:
In jeder Krimiserie gibt es ein auf und ab, was das Gefallen und die Spannung betrifft. Am Ende wurde es überaus spannend und machte das "gemütliche" des Anfangs wieder wett. Auf jeden Fall freue ich mich auf weitere Bücher mit Pierre und Charlotte.

mehr Leserstimmen anzeigen

Ein spannender Provence-Krimi mit einer ausgewogenen Mischung zwischen Privatleben und Ermittlungen

Von: Thea Datum: 17. Juli 2018

Zwei Tage vor seinem Urlaub mit Charlotte erhält Pierre Durand einen dringenden Anruf von Bürgermeister, dessen Frau bereits seit 2 Wochen verschwunden ist. Nun steht ausgerechnet er selbst unter Verdacht, ihr etwas angetan zu haben. So jedenfalls behauptet es ein Zeuge, der nicht genannt werden will. Und während die Kripo mit Hochdruck ermittelt, macht sich auch Pierre daran, den Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn zum einen stehen bald die Bürgermeisterwahlen an, weswegen ein Intrige wahrscheinlich ist. Zum anderen ist ein Frauenmörder in der Hochprovence unterwegs, der bereits zwei Opfer auf dem Gewissen hat.

"Provenzalische Schuld" ist der fünfte Fall für Pierre Durand, der in Sainte-Valerie als Chef de Police seinen Dienst versieht. Vor nicht gar so langer Zeit von Paris in die Provence gezogen, glaubt er dem nervenaufreibenden Job eines rund um die Uhr arbeitenden Kommissars entkommen zu sein. Doch weit gefehlt. Denn auch inmitten von Weinbergen und Olivenhainen tun sich jede Menge Abgründe auf. Und so steckt Pierre sogar in seinem wohl verdienten Urlaub in einer Ermittlung fest, die er außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches führt und ihn und Charlotte in eine lebensgefährliche Lage bringt.

Die Handlung ist in einem flüssigen Schreibstil erzählt und mit einem wendungsreichen Kriminalfall versehen. Deshalb dauert es einige Zeit, ehe ein perfider Racheplan alle an der Suche Beteiligten offenbart, wohin die Frau des Bürgermeisters verschwunden ist und ob sie überhaupt noch lebt. Bis dahin aber wird der sonst so clevere Pierre Durand ordentlich in die Irre geführt und erkennt erst viel zu spät und in höchster Not, wie wichtig ihm seine Beziehung zu Charlotte ist. Hinzu kommen eine ordentliche Portion an südfranzösischem Flair, Figuren, die wunderbar facettenreich geraten sind und eine augewogenen Mischung zwischen Privatleben und Ermittlungen, die dem Geschehen eine unterhaltsame Note verleiht.

Fazit:
Ein spannender Provence-Krimi mit viel Lokalkolorit, einer überraschenden Auflösung und drei tollen Rezepten zum Nachkochen.

Die Entführung

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum: 16. Juli 2018

Am liebsten hätte Pierre Durand den Anruf ignoriert, doch pflichtbewußt wie er ist, widersteht er der Versuchung ihn wegzudrücken. Bereits wenig später bereut er diesen Entschluss zutiefst da er annehmen muss, dass er ungewollt in die Ehezwistigkeiten des Bürgermeisters und dessen verschwundener Ehefrau Nanette hineingezogen werden soll. Doch schon kurz darauf ist Pierre davon überzeugt, dass es sich tatsächlich um einen Entführungsfall handelt. Da sich der mutmassliche Tatort aber außerhalb seines Dienstbereichs befindet, muss er bei seinen Nachforschungen äußerst vorsichtig sein und so gibt er sich vorsichtshalber als Freund der Vermissten aus. Schon bald überstürzen sich die Ereignisse und Pierre muss erkennen, dass seine Vergangenheit dabei ist ihn einzuholen.

Fazit
Ein äußerst komplexer Kriminalfall, der mit viel Lokalkolorit und interessanten Protagonisten, zu einer spannenden und unterhaltsamen Urlaubslektüre verschmilzt.

Ein Hochgenuss an Spannung und Gaumenfreude!

Von: Cornelia Datum: 16. Juli 2018

Inhalt

Provenzalische Schuld ist der fünfte Fall für Pierre Durand. Pierre Durand ist Ermittler in der Provence und ein Schleckermaul obendrein. Gut, dass seine Freundin Charlotte eine begnadete Köchin ist und allerlei provenzalische Genüsse zaubern kann. Diese Kunst hat sie sich zum Beruf gemacht und eine Épicerie eröffnet.
Da die beiden - beruflich bedingt - sehr eingespannt sind, ist die Freude immens groß, dass nun ein einwöchiger gemeinsamer Urlaub bevorsteht.
Doch als kurz zuvor Nanette, die Frau vom Bürgermeister, verschwindet, bleibt Pierre keine andere Wahl, als die Ermittlungen voranzutreiben.


Meine Meinung

In Provenzalische Schuld begeben wir uns zu den Ermittlungen von Pierre Durand in die Hochprovence. Die Besonderheit bei Sophie Bonnets Kriminalromanen ist die Verbundenheit zu der Natur und zu der regionalen Küche. So gibt es nicht nur Hinweise auf tolle Gerichte im Buch, sondern auch Rezepte zum Nachkochen am Ende der Geschichte. Hier sind es Rezepte, die typisch sind für diese einsame und ruhige Hochprovence.
Die kulinarischen Köstlichkeiten bringen einen hervorragenden Ausgleich zur Dynamik des Kriminalromans, so dass ich beim Lesen trotz der Spannung beschwingt über die Zeilen fliege. Der Erzählstil ist so lockerleicht und die Geschichte rund um die Ermittlungen so spannend, dass ich dabei an Eischnee und Baiser denke.

Provenzalische Schuld ist für mich der erste Fall von Pierre Durand, den ich kennenlerne. Ich weiß nicht, wie Sophie Bonnet es schafft, aber ich habe die Vorgängerromane nicht benötigt, um die Geschichten um die Charaktere und Sainte-Valérie kennenzulernen. Auch gibt es keine langatmigen Vorträge, wie die Personen zu charakterisieren sind. Sophie Bonnet schreibt anschaulich, so dass ich das Gefühl habe, ich bin selbst in der Hochprovence und Sainte-Valérie - dem Ort, in dem Pierre Durand und Charlotte leben - dabei.

Ich freue mich gerade diebisch, dass ich die vier Vorgängerromane noch nicht gelesen habe: denn dafür muss ich nicht so quälend lange auf den nächsten Band warten: ich lese zuvor die vier anderen.

Fazit

Das Buch kann ich jedem ans Herz legen, der einen beschwingten Erzählstil mag, gern in der Provence unterwegs ist - und sei es nur in Gedanken -, Spannung erträgt und gerade nicht auf Diät ist, denn beim Lesen lässt es sich mitunter nicht verhindern, Appetit zu bekommen.


Info

Wer jetzt noch dringend wissen möchte, wie die bisher erschienen Pierre Durand Romane von Sophie Bonnet heißen, herzlich gerne:

Provenzalische Verwicklungen

Provenzalische Geheimnisse

Provenzalische Intrige

Provenzalisches Feuer

Provenzalische Schuld

Ich hoffe, Ihr habt ebenso viel Freude beim Lesen, wie ich es hatte!
Au revoir!


P.S.

Es gibt - an die Kriminalromane und an die Regionen angelehnt - ein Kochbuch von Sophie Bonnet: Provenzalischer Genuss.
Wieder ein Kochbuch, dass es in mein Regal geschafft hat. Ich freue mich bereits auf die kühlen Tage im Herbst, um das ein oder andere Rezept auszuprobieren.

Spannung mit Urlaubsfeeling in den französischen Bergen

Von: Chrissi66 Datum: 14. Juli 2018

Spannung mit Urlaubsfeeling in den französischen Bergen

Die Krimis um den Kommissar Pierre Durand sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich habe die bisher vier erschienen Bücher alle mehr oder weniger sehr gerne gelesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Provenzalische Schuld“ von Sophie Bonnet ist 2018 als Taschenbuch im Blanvalet-Verlag erschienen. Das Buch hat 333 Seiten. Das Titelbild zeigt ein dörfliches Idyll in der Provence.
Am Ende des Buches gibt es ein dreiseitiges Glossar, das die benutzten französischen Begriffe erläutert und drei Rezepte zum Nachkochen, der im Buch beschriebenen Speisen.

Kurze Zusammenfassung:
Eigentlich wollten Pierre Durand und seine Freundin, Charlotte, die Köchin, ein paar Tage in den wohlverdienten Urlaub fahren. Doch kurz vor ihrer Abreise wird die Frau des Bürgermeisters vermisst. Da zuvor zwei Frauen in der Hochprovence auf mysteriöse Weise zu Tode kamen, ist Durand alarmiert. Als dann auch noch der Bürgermeister unter Verdacht gerät, seiner Frau etwas angetan zu haben, muss sich Pierre Durand auf die Spur der Vermissten machen.

Mein Leseeindruck:
Endlich mal wieder ein Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. So haben mich die Charaktere, die Schauplätze als auch die Handlung voll überzeugt können. Der Krimi ist durchweg spannend, hat seine humorvollen Stellen und vertraute Personen.

Der Urlaubscharakter fehlt ebenfalls nicht, da sich die Szenen in Urlaubsgebieten abspielen. So nimmt man als Leser am Leben in dörflicher Idylle, an Wanderungen als auch Einkehrschwüngen teil. Nebenbei erfährt man auch etwas über das Geocaching (Schnitzeljagd nach Dosen über GPS-Daten).

Man tappt, wie auch der Kommissar, bis fast zum Schluss im Dunkeln. Ein Verdacht macht sich breit, aber die endgültige Lösung des Falles bleibt fast bis zum Ende offen.

Kommissar Pierre Durand wächst einem von Fall zu Fall ans Herz. Er hat eine nette Art und sein Liebesleben gerät unter seiner intensiven Ermittlungsarbeit so manches Mal unter die Räder.

Mir gefallen die Dorf- und Landschaftsbeschreibungen sehr gut. Man fühlt sich in die Urlaubsidylle hineinversetzt und hat die Szenen dadurch sehr schön vor Augen. Für den Leser gibt es keinen Ermittlungsvorsprung, da der Fokus meistens auf den Kommissar gelegt ist.

Mich muss ein Urlaubs-Krimi unterhalten, ich brauche hier nicht unbedingt die gesellschaftskritischen Themen.

Fazit:
Ein Urlaubskrimi, wie geschaffen für den Frankreich-Urlaub. Man kann ihn aber genauso gut an sonnigen Tagen auf der Terrasse im Liegestuhl liegend lesen. Von Vorteil ist es, wenn man die ersten Fälle des Kommissars kennt.

Ein toller Krimi mit reichlich Provencestimmung

Von: sommerlese Datum: 22. Juni 2018

In diesem Vermisstenfall geht man mit Pierre Durand auf eine spannende Reise quer durch die Provence, bis in die einsamen Gegenden der Hochprovence.
Denn Pierre sucht nicht nur die Ehefrau des Bürgermeisters, nebenbei hat er auch noch zwei Morde an Frauen in entlegenen Bergregionen aufzuklären. Sollte auch Nanette dieses Schicksal teilen?
Pierre Durand stochert in einem Heuhaufen, der immer neue Hinweise hervorbringt, aber nicht die entscheidenden Spuren. Manche Ermittlungen führen ihn in die Irre, andere erweisen sich als hilfreich. Man folgt dem Chef de police gern, denn mit ihm erlebt man das stimmungsvolle Leben und die wunderbare Esskultur der Provence. Denn er arbeitet nicht nur gern, er lebt auch ganz nach französischer Lebensart mit guten Weinen und leckeren Mahlzeiten.

Die Ermittlungen ziehen sich ziemlich in die Länge, doch am Ende wird es noch einmal richtig spannend. Pierre gerät ebenfalls in große Gefahr, soviel kann ich verraten. Wobei die Auflösung mir etwas zu konstruiert erscheint.

Diese Reihe lebt von ihren Protagonisten und ihrer persönlichen Entwicklung. Zwischen Pierre und seiner Charlotte gibt es Differenzen, immerhin kommt es nicht zum geplanten Urlaub. Pierre selbst hat in diesem Band mit seiner eigenen Vergangenheit und einer alten Beziehung zu kämpfen. Auch hinter der bisher scheinbar glücklichen Ehe-Fassade des Bürgermeisters Arnaud Rozier und seiner Frau gibt es Probleme, von denen man bisher nichts wusste.
Sophie Bonnet versteht es stimmungsvoll und unterhaltsam, die landschaftlichen Schönheiten der Provence in ihre Geschichte einzubauen. Doch dieses Mal geht sie noch tiefer, sie zeigt finanzielle Sorgen der Bauern auf und die Problematik der sich ausbreitenden Wolfsrudel in dieser Region und damit die Verluste und die Gefahr für Schaf- und Ziegenzüchter der Gegend. Sie gibt lediglich Informationen, über die persönliche Meinung zu dieser Thematik kann man sich selbst Gedanken machen.

Es geht natürlich wieder hinein in die provenzalische Küche, schliesslich wird hier gut und üppig gegessen und Charlotte ist ebenfalls Köchin aus Leidenschaft. Für Hobbyköche gibt es im Anhang drei Rezepte zu typischen Gerichten dieser Gegend.

Gern bin ich mit dem Chef de police auf der Tätersuche durch die Provence gewandert. Auch im Herbst bietet die Region ungeahnte Ausblicke und gibt den Blick frei auf üppige Lavendelfelder, auf pastelfarbene Häuser im speziellen Licht der Provence. Ein Roman für Urlaubsstunden oder für eine Reise in diese Gegend.

"Alle Brücken abbrechen." (Seite 45)

Von: Travel Without Moving Datum: 11. Juni 2018

"Alle Brücken abbrechen." (Seite 45)

Pierre Durand und seine Freundin Charlotte freuen sich auf ihren ersten gemeinsamen Urlaub, doch wenige Tage vor der Abreise erhält Pierre einen besorgten Anruf von Arnaud Rozier, dem Bürgermeister von Sainte-Valérie. Arnauds Ehefrau Nanette ist seit fast 2 Wochen verschwunden, seit sie nach einem Streit mit Arnaud das Haus verlassen hat.

Arnaud vermutet, dass Nanette etwas Abstand und Ruhe braucht, aber dann taucht die Kriminalpolizei bei ihm auf, weil diese einen anonymen Hinweis erhalten hat, dass Arnaud seiner Frau etwas angetan haben könnte. Daraufhin bittet Arnaud Pierre, inoffiziell nach Nanette zu suchen.

Pierre spricht mit verschiedenen Personen und entwickelt schnell mehrere Szenarien, was passiert sein könnte, die von einer endgültigen Trennung Nanettes von ihrem Ehemann über den Versuch der Kompromittierung Arnauds im Wahlkampf bis zu einer Entführung Nanettes und Erpressung Arnauds reichen. Oder hängt die Angelegenheit sogar mit den Morden an zwei Frauen in der Haute-Provence zusammen, die beide vorher vermisst gemeldet und dann erschossen aufgefunden wurden?

Ich kenne die vier Vorgänger der Reihe und die Provence von eigenen Reisen, und obwohl der kleine Ort Sainte-Valérie fiktiv ist, könnten die Bücher z.B. problemlos in einem der wunderschönen Orte des Luberon spielen. Beim Lesen von Sophie Bonnets Romanen habe ich immer Lavendel- und Klatschmohnfelder, die ockerfarbenen Häuser in Roussillon und das besondere Licht der Provence vor Augen, spüre die flirrende Hitze und den heißen Wind, höre die Zikaden - d.h. ich bin mit Haut und Haar in Südfrankreich. Das ist mir auch mit dem 5. Band der Reihe passiert, obwohl ‚Provenzalische Schuld‘ im November spielt und ich in dieser Jahreszeit noch nie in Südfrankreich war.

Ich habe ‚Provenzalische Schuld‘ an einem sonnig-heißen Sonntag in Deutschland gelesen, und obwohl der Roman im Spätherbst spielt, hat sich das trotzdem genau richtig angefühlt. Beim Lesen konnte ich mir die Landschaften, Personen, Situationen perfekt vorstellen, zumal ich nicht nur die Gegend um das fiktive Sainte-Valérie, sondern auch die Haute-Provence kenne.

‚Provenzalische Schuld‘ ist stimmungsvoll und unterhaltsam, die Protagonisten sind gut charakterisiert, und ihre Weiterentwicklung und ihre Beziehungen zueinander von Band zu Band zu beobachten, hat mir - wie immer - großen Spaß gemacht.

Die Auflösung fand ich persönlich etwas zu unglaubwürdig, aber der Weg dahin mit der wundervollen Provence-Atmosphäre, den Einblicken in Landschaftsformen, Küche, Mentalität, Naturschutz, Probleme der Provence und verschiedene Konfliktparteien sowie die vielen Fährten, die Bonnet (das Pseudonym einer deutschen Autorin) legt, hat mir extrem gut gefallen, so dass ich das Buch (bzw. die gesamte Reihe) allen empfehle, die sich auf eine Provence-Reise einstimmen, vor Ort in die passende Stimmung kommen oder zu Hause in Erinnerungen schwelgen wollen.

Dies sind die bisher erschienen Bände um Pierre Durand:
Band 1: Provenzalische Verwicklungen
Band 2: Provenzalische Geheimnisse
Band 3: Provenzalische Intrige
Band 4: Provenzalisches Feuer
Band 5: Provenzalische Schuld

Sophie Bonnet: Provenzalische Schuld. Ein Fall für Pierre Durand. Blanvalet, 2018, 332 Seiten; 15 Euro.

Wieder gut geschrieben und spannend

Von: Ritja Datum: 01. Juni 2018

Pierre Durand ist wieder da. Mit Freude lehnt man sich im Sessel zurück und reist direkt nach Frankreich. Die Beschreibungen der Natur, der Umgebung und des kleinen Dorfes sind jedes Mal ein Vergnügen und man möchte direkt seine Koffer packen und losfahren. Wären da nicht die grausamen Morde und die Entführung von Nanette.

Eigentlich wollten Pierre und Charlotte endlich einmal zusammen in den Urlaub fahren und dann wird Pierre vom Bürgermeister mit einem heiklen Auftrag versehen. Anfangs wirkt alles noch recht harmlos und es sieht eher nach einem Ehekrach aus. Aber es kommen kleine Hinweise und es gibt Verbindungen, die nichts Gutes erahnen lassen.

Pierre ist in diesem Fall häufig abgelenkt, denn mit Charlotte läuft es nicht gut wie erhofft. Immer wieder gibt es Rückblenden aus der Vergangenheit von Pierre. Es wird diesmal recht persönlich und so erfährt man einiges von dem sympathischen Dorfpolizisten.

Während man lange nicht weiß, warum und wie so manches geschieht, ging mir diesmal das Ende zu schnell über die wenigen Seiten. Es wirkte irgendwie gehetzt. Trotzdem schaffte Sophie Bonette wieder eine spannende und interessante Geschichte zu schreiben, die man auf keinen Fall im hungrigen Zustand lesen sollte. Denn auch diesmal kommen die Gerichte aus der Region nicht zu kurz. Für Freunde des Nachkochens gibt es im Anhang ein paar Rezepte, die Lust auf mehr Frankreich machen.

Pierre Durands persönlichster Fall!

Von: Kim F Datum: 31. Mai 2018

Der fünfte Fall vom Dorfpolizisten Pierre Durand beginnt im November in der Hochprovence, die von zwei seltsamen Morden an Frauen erschüttert wird, denen aus nächster Nähe in den Kopf geschossen wurde. Pierre ist davon weit entfernt in Sainte-Valérie und freut sich auf den Urlaub mit seiner Freundin Charlotte. Dann verschwindet jedoch Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, und Pierre macht sich auf die Suche nach ihr. Er folgt ihrer Spur bis in die Berge bei Sisteron, stößt dabei auch auf einige Hinweise, wer hinter den zwei Morden stecken könnte, bis ihn plötzlich seine Vergangenheit einholt und er selbst sich in größter Lebensgefahr befindet…

Wer meinem Blog regelmäßig folgt, bekam bereits mit, dass ich in den letzten Monaten die vier Vorgängerbände mit Freude gelesen habe. Nach einem schwächeren zweiten Teil wurde die Krimireihe immer besser, so dass ich in großer Erwartung auf den nächsten Fall von Pierre Durand gespannt war, zumal ich Mitte Mai Sophie Bonnets Lesung in Verl besucht habe, bei der sie den fünften Roman und ihr neues Kochbuch vorstellte. Die positive Entwicklung setzt sich weiter fort, denn auch ihr neuer Krimi ist überaus lesenswert. Dies liegt zum einen daran, dass Pierres neuer Fall wesentlich persönlicher als die vorherigen ist und Aspekte aus seiner Vergangenheit eine Rolle spielen, die wieder hervorkommen, seine Beziehung zu Charlotte belasten und sie beide am Ende sogar in größte Gefahr bringen. All dies steht in Verbindung zu den beiden erwähnten Morden und dem Verschwinden der Bürgermeistergattin, wobei der Zusammenhang erst gegen Ende des Buches aufgedeckt wird und Pierre lange suchen muss, bis er die Verbindungen ermitteln kann. Dies erzeugt eine große Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, man kann erneut herrlich mit Pierre mitknobeln, der sich diesmal zum Teil weniger souverän bei seinen Ermittlungen zeigt. Er macht einige Fehler, lässt sich vom Täter täuschen, wirkt dadurch aber auch menschlicher und verletzlicher als zuvor. Ein wenig vorhersehbar war der Täter für mich diesmal schon, die ganzen Zusammenhänge erfährt man aber nur häppchenweise, so dass dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch tat.
Zum anderen konnte mich die regionsspezifische Thematik, in die der Ermittlungsfall in jedem Krimi eingebettet ist, sehr überzeugen. Die Probleme vieler Bauern, insbesondere Schafszüchter, die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen und ihren Hof nicht mehr halten können, werden ausführlich behandelt und könnten aktueller nicht sein. Wir lernen dadurch die nächste Region innerhalb der Provence kennen: die gebirgige Hochprovence mit ihren Lavendelfeldern und Wäldern. Außerdem setzt sich die Autorin sehr detailliert, aber auch abgewogen mit der Rückkehr des Wolfes und dessen Einfluss auf die Haltung der Schafsherden auseinander, sowohl die Bauern, als auch die Tierschützer kommen ausführlich zu Wort, und verbindet dies sehr informativ mit dem Kriminalfall. Insbesondere die hohe Selbstmordrate unter den Bauern und die Folgen ihres Verlustes für die Angehörigen machen diesen fünften Fall von Pierre Durand zu einem der rührendsten und intensivsten. Ebenso setzt sich die Autorin am Rande mit der Frage nach der Selbstbestimmung von Frauen – vor allem in ihrem Berufsleben – auseinander, was einerseits bei Pierre und Charlotte und andererseits noch stärker bei den Roziers eine wichtige Rolle spielt. Angesichts der vielen Themen, die im Roman vorkommen, fragt man sich vielleicht, ob man daraus überhaupt einen zusammenhängenden roten Faden basteln kann und man als Leser noch die Übersicht behalten kann. Dies klappt erstaunlich gut, alle Themen wurden passend in die Handlung eingebaut. Um zu erfahren, wie nun alles zusammenhängt, dafür müsst ihr das Buch einfach selber lesen.
Der Anhang des Krimis kann sich wie auch schon bei seinen Vorgängern wirklich sehen lassen. Nach einer kurzen Anmerkung der Autorin findet man ein Glossar zu im Text vorkommenden französischen Begriffen und wieder ein paar Rezepte zu Gerichten, die in der Handlung eine Rolle spielen. Vor allem das Buchcover ist in meinen Augen diesmal extrem gut gelungen, hätte ich nicht bereits die Vorgängerbände gelesen, hätte es allein schon dazu führen können, dass ich auf den Roman aufmerksam werde, da es zu der sehr eigenen, Provencetypischen Atmosphäre des Buches mit beiträgt. Auf der Innenseite des Covers ist erneut eine Zeichnung von Sainte-Valérie abgebildet, die die wichtigsten Gebäude des Dorfes zeigt.

Fazit

Auch der fünfte Band mit Pierre Durand hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Der Kriminalfall ist wirklich spannend mit vielen Wendungen, man kann die ganze Zeit mitknobeln, viele interessante aktuelle Entwicklungen werden mit der Krimihandlung verbunden und die mir von Anfang an sympathische Hauptfigur zeigt eine neue Seite, die man vorher noch nicht so sehr kennen gelernt hat. Ich warte jetzt schon sehr gespannt auf Pierres sechsten Fall!