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Jeffery Deaver

Der Komponist

Ein Lincoln-Rhyme-Thriller

Er komponiert den Todeswalzer – zum Klang deiner letzten Atemzüge.

Am helllichten Tag wird auf einer Straße in der New Yorker Upper East Side ein Mann überwältigt und entführt. Als einzige Spur bleibt am Tatort ein Galgenstrick in Miniaturgröße zurück. Kurz darauf sorgt ein Video im Internet für Aufsehen: Man sieht live dabei zu, wie dem aufgehängten Opfer langsam die Luft abgeschnürt wird. Seine verzweifelten Atemzüge bilden den Hintergrund zu einem düsteren Musikstück. Als in Neapel eine ähnliche Entführung stattfindet, reisen der Forensikexperte Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs nach Italien und nehmen die Verfolgung auf. Denn solange der Täter nicht gefasst ist, wird die Musik des Grauens nicht verklingen ...

Das Buch spielt in Neapel, Italien

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Leserstimmen

Leider kein richtiger Spannungsbogen

Von: Lea's Lesezauber Datum: 25. Dezember 2018

Ich mag den Hintergrund des Covers total gerne, ich finde es passt perfekt zu einem Thriller. Gut finde ich auch, dass der Strick auf dem cover zu sehen ist, der ja in der Geschichte auch wieder auftaucht. Das ist nun der dreizehnte Fall für Lincoln Rhyme, ich habe bisher aus der Reihe nur "Der Giftzeichner" gelesen, der mir wirklich sehr gut gefallen hat und deswegen war ich umso neugieriger auf dieses Buch.

Der Einstieg in die Geschichte war in Ordnung aber leider hat die Story mich einfach nicht mitreißen können und das zog sich über echt viele Kapitel. Auch wenn es viele interessante Charaktere gab, kam die Handlung kaum voran, wirklich schade.

Irgendwie wirkte die Geschichte erzwungen, zwischendurch ging die Spannung doch flöten und dadurch war der Lesefluss unterbrochen.Ich habe das Buch etwas länger zur Seite gelegt und bin dann nochmal durchgestartet, weil ich in der Mitte eine richtige Flaute hatte. Fand ich etwas schade, denn grundsätzlich fand ich die Story sehr gut und man hätte definitiv mehr daraus machen können.

Das Ende dagegen war wirklich sehr spannend und der Autor hat mich dadurch auf jeden Fall nochmal überrascht.


Fazit:

Leider für mich eine Enttäuschung, ich hatte irgendwie mehr von dem Autor erwartet und kann nur hoffen demnächst bessere Geschichten von ihm zu lesen. Die Story war zwar interessant und auch der "Ausflug" nach Neapel war nicht schlecht aber alles in allem fehlte mir etwas die Spannung.

Genialität kann durchaus einsam machen - nicht ganz ohne Grund :-)

Von: Tina Datum: 20. Dezember 2018

Mitten im hektischen New Yorker Verkehrschaos beobachtet ein kleines Mädchen die Entführung eines Geschäftsmannes. Die nach einem Anruf der Mutter des Mädchen ermittelnden Polizeibeamten finden einen Miniaturgalgen am Entführungsort und sind erstmal verwirrt. Bald darauf taucht ein Video im Internet auf, auf dem mit den letzten Atemzügen des Entführten eine Komposition kreiert wurde. Der Copyrightvermerk des makaberen Videos lautet auf @Komponist. Während eines Zugriffs entkommt der Verdächtige um kurz darauf in Neapel aufzutauchen. Lincoln Rhyme macht sich mit Amelia und Thom auf den Weg ins sonnige Italien…

Mein Eindruck:

Genialität kann durchaus einsam machen - nicht ganz ohne Grund :-)

Hochzeit

Zu Beginn dreht es sich erst mal ein bisschen um die bevorstehende Hochzeit von Lincoln und Amelia. Vor allem das Ziel der Hochzeitsreise sorgt für gewisse Irritationen, allerdings wohl eher bei Thom, als bei Amelia :-) Da kommt es Lincoln Rhyme ganz gelegen, dass ein neuer Fall hereinschneit. Eigentlich läuft bei der Bearbeitung alles zu glatt, am Ende entkommt allerdings dann der Verdächtige, aber immerhin überlebt das Opfer.

Italien

Das der Verdächtige sich nach Neapel in Italien absetzt hält Rhyme und seine Combo natürlich nicht vom Ermitteln ab. Er reist ebenfalls nach Italien und übergibt die bisherigen Ermittlungsergebnisse an die italienischen Behörden. Fast zeitgleich mit Lincolns Eintreffen, wird auch in Neapel jemand entführt und ein ähnliches Video wie in New York hochgeladen. Das die italienischen Behörde nicht auf den sagenhaften Lincoln Rhyme verzichten können, ist natürlich klar.

Besserwessi...äh Besserwisser

Lincoln Rhyme macht sich in Italien wirklich nicht beliebt und ich kann die italienischen Polizisten gut verstehen. Wer wird schon gerne für so dumm gehalten, wie Rhyme das bei seinen italienischen Kollegen tut? Wenn der große, bekannte und berühmte Forensiker kommt, dann sollten sie zumindest dankbar sein… Besonder zu leiden hat der etwas naive, aber liebenswerte Forstbeamte der gefühlt einfach nur herumgeschubst wird. Ein bisschen fing die Geschichte dann an, mich zu nerven - aber dann gab es mal wieder eine der berühmten Wendungen und nichts war mehr so wie es den Anschein hatte :-)

Aktuelles

Aktuelle Politik spielt auch in diesem Band eine gewisse Rolle, die Flüchtlingsfrage wird auch thematisiert, allerdings finde ich sind diese Dinge bei Deaver nicht so wirklich gut aufgehoben. Sein Hurra-Patriotismus für die USA hat mich schon in anderen Büchern genervt und da sein Protagonist Lincoln Rhyme ständig betont, dass ihn Politik überhaupt nicht interessiert passt das alles nicht so recht zusammen. Aber trotzdem war der fall dann am Ende wieder einmal spannend, überraschend und wurde wie gewohnt gelöst :-)

Mein Fazit:

Der Komponist beginnt ein bisschen lahm, steigert sich dann aber mit diversen Wendungen wieder einmal zu alter Stärke. Allerdings bin ich mit nicht wirklich sicher, ob es mich weiterhin reizt, Rhyme bei der Lösung seiner Fälle zuzusehen - mir fehlt ein bisschen was Neues, Anderes, Überraschendes….

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Eine wahrhaft mörderische Komposition

Von: Thea Datum: 16. Dezember 2018

Ein kleines Mädchen wird zur Zeugin, wie ein Mann an der Uper East Side entführt wird. Lediglich die Miniaturausführung einer Henkersschlinge bleibt am Tatort zurück und gibt den ermittelnden Beamten jede Menge Rätsel auf. Allerdings nur so lange, bis im Internet ein Video auftaucht, in dem das Opfer an einem Galgen um sein Leben kämpft, während das verzweifelte Keuchen als Backround für eine bekannte Melodie verwendet wird. Ein seltsamer Fall, den der Forensikexperte Lincoln Rhyme zusammen mit seiner Partnerin Amelia Sachs übernimmt, um alles dafür zu tun, um aus den wenigen vorhandenen Spuren die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und plötzlich schlägt der Täter erneut wieder zu und entführt in Neapel einen Mann, dessen Todeskampf für ein weiteres grausames Musikstück herhalten soll.

"Der Komponist" ist der dreizehnte Lincoln-Rhyme-Thriller und noch immer hat der nach einem tragischen Unfall an den Rollstuhl gefesselte Forensikexperte Licoln Rhyme nichts von seiner Genialität eingebüßt. Schon allein deshalb verzeiht man ihm recht schnell, dass er seinen Mitmenschen arrogant und unnahbar gegenübertritt tritt, da er mit seinem unerschöpflichen Fachwissen, jeden noch so kniffligen Fall zu lösen versteht. Diesmal aber bekommt es der in seiner Wohnung agierende Spezialist neben einer ungewöhnlich grausamen Mordserie mit ganz besonderen Umständen zu tun. Denn der Musik begeisterte Täter schlägt zur Vollendung seiner zweiten mörderischen Komposition in Neapel zu und zwingt Lincoln Rhyme dorthin zu reisen, um vor Ort den frischen Spuren nachzugehen. Dabei erweist sich die Zusammenarbeit mit den Kollegen anders, als gedacht, weil nicht jeder der zu sein scheint, für den er gehalten wird.

Jeffery Deaver hat es erneut verstanden, einen verzwickten und vielschichtigen Plot zu ersinnen, der seine Leser lange Zeit in Atem hält. Dabei scheut er sich nicht, brisante Themen wie rechte Gewalt oder die Flüchtlingspolitik zu integrieren und dem abwechslungsreichen Geschehen einen aktuellen Anstrich zu verleihen. Hinzu kommt, dass er alle seine Figuren mit ihren menschlichen Schwächen in Szene setzt, sodass es nicht einfach ist, sie zu mögen und ihnen zu vertrauen. Eine für diesen Thriller entbehrliche Gefühlsdusselei, die aufgrund der wendungsreich in Erscheinung tretenden Ereignisse überflüssig ist. Denn die Aufmerksamkeit des Lesers wird von Beginn an auf die erschreckend bestialischen Morde gelenkt und auf Lincoln Rhyme, der sie mit verblüffenden Methoden aufzuklären versteht.

Fazit:
Ein Forensikexperte in Höchstform, ein Mörder, der mit allen Wassern gewaschen ist und ein Autor, der sein Handwerk versteht. Ein toller Thriller, der beste Unterhaltung verspricht.