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Sophie Bonnet

Provenzalischer Rosenkrieg

Ein Fall für Pierre Durand

Farbenprächtige Rosenfelder, ein geheimes Archiv der Düfte, mysteriöse Todesfälle …

Es ist Mitte Mai in der Provence. Pierre Durand genießt das Zusammenleben mit Charlotte, doch als deren Jugendfreundin Anouk auftaucht, ist es mit der Idylle vorbei. Die Rosenzüchterin steht unter Mordverdacht – ihr Nachbar wurde tot in seinem »Archiv der Düfte« aufgefunden, wertvolle Dokumente fehlen. Charlotte ist von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig, und so macht Pierre sich auf die Suche nach der Wahrheit. Seine Ermittlungen führen ihn über Grasse bis ans Mittelmeer, wo drei Wochen zuvor bereits ein Parfümeur unter verdächtigen Umständen ums Leben kam …

Das Buch spielt in Grasse, Frankreich

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Leserstimmen

"Plötzlich tauchte das Meer vor ihm auf."

Von: Travel Without Moving Datum: 08. Juni 2019

‚Plötzlich tauchte das Meer vor ihm auf. Erst ein funkelndes Blau, das immer wieder zwischen den Dächern der an den Hang gebauten Häuser aufblitzte. Dann - hinter einer Kurve - mit einem Schlag präsent. Atemberaubend schön in der Bewegung der Wellen, die der Wind landwärts schob.‘ (Seite 282)

Charlottes Freundin Anouk, die eine Rosenplantage bei Grasse gekauft und neu bewirtschaftet hat, kommt überraschend nach Sainte-Valérie und muss etwas Dringendes mit ihrer Freundin aus Kindheitstagen besprechen. Doch der Besuch dauert nicht lang, denn Anouk erhält einen Anruf von ihrer Haushälterin Aminata, die ihr aufgeregt erzählt, dass sie Anouks Nachbarn Hervé Bousquet tot in dessen Haus aufgefunden hat. Bousquet gilt als ‚Duftgedächtnis Südfrankreichs‘, besitzt ein ‚Archiv der Düfte‘ mit zahlreichen wertvollen Dokumenten und Duftproben und hat Anouk einen Kontakt zu einem Luxusparfümeur vermittelt, an den sie möglicherweise ihre Rosenblüten verkaufen könnte.

Anouk reist sofort nach dem Anruf ab, doch am nächsten Morgen steht sie wieder vor Pierres und Charlottes Tür: Sie steht unter Mordverdacht, denn anscheinend war sie die Letzte, die Bousquet lebend gesehen hat. Bousquet wurde vergiftet, und in seinem Haus wurde eine Pralinenschachtel gefunden, die vergiftete Pralinen enthielt und auf der Anouks Fingerabdrücke sichergestellt wurden.

Anouk versichert, dass sie mit dem Tod Bousquets nichts zu tun hat. Charlotte vertraut ihrer Freundin, aber Pierre ist sicher, dass sie etwas verheimlicht, und schließlich macht er sich selbst auf den Weg nach Grasse und ermittelt privat in dem Fall.

‚Provenzalischer Rosenkrieg‘ ist der sechste Band der Reihe um Pierre Durand. Ich kenne und mag die Vorgängerbände, und ich liebe den Luberon, so dass ich auch den sechsten Fall lesen musste.

Sainte-Valérie ist ein fiktiver Ort, aber wer Südfrankreich bzw. den Luberon kennt, der wird schnell merken, dass das Städtchen sehr authentisch wirkt und dass einen die Pierre Durand-Reihe glaubhaft in die Provence versetzt.

‚Provenzalischer Rosenkrieg‘ ist ebenso stimmungsvoll wie die ersten fünf Bände der Reihe, und mir hat dieser virtuelle Ausflug in den Luberon wieder ausgezeichnet gefallen, zumal der Leser diesmal mehr über die Gegend um Grasse (die ich nicht von eigenen Reisen kenne) und über Düfte, Parfüms, Pflanzen und die Probleme der Region lernen kann.

Das Ende des Krimis fand ich ein wenig zu konstruiert, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich bei ‚Provenzalischer Rosenkrieg‘ um ein unterhaltsames, stimmungsvolles und flüssig lesbares Buch handelt, das einen für ein paar Stunden in die Provence entführt.

Ein tiefer Einblick in die Welt der Düfte

Von: Marlen Blume Datum: 31. Mai 2019

Ich muss zugeben, ich war ein wenig überrascht, was den In-halt dieses 6. Bandes dieser Krimireihe angeht. Obwohl ich im Klappentext gelesen hatte, dass eine Rosenzüchterin eine große Rolle spielt, hatte ich doch angenommen, dass das Wort Rosenkrieg auch in diesem Buch auf eine Scheidung hinweist. Aber ich lag falsch. Denn das Wort bezieht sich wörtlich auf die zentralen Elemente des Romans: Rosen und Krieg (der ansässigen Duftöl-Produzenten).

Pierre Durant, seines Zeichens Chef de police municipale und damit eigentlich nicht befugt, Kriminalermittlungen durchzuführen, stolpert diesmal durch seine Freundin Charlotte in den Fall hinein, der ihm als ehemaligen Kriminaler keine Ruhe lässt.

Zentrales Thema ist diesmal die Parfümherstellung und der Verfall des ehemals weltbekannten Standortes für Duftölge-winnung – die Stadt Grasse. Bereits Patrick Süskind hat ja in seinem historischen Roman „Das Parfum“ diese Gegend als Schauplatz gewählt und Sophie Bonnet trägt die Suche nach dem perfekten Duft nun in die Gegenwart.

Der Roman beschäftigt sich in weiten Teilen wirklich intensiv mit der Gewinnung und Herstellung von Essenzen, die der Parfumherstellung als Grundlage dienen. Dabei werden sowohl historische Methoden als auch der immer großzügigere Übergang zu synthetischen Düften thematisiert. Man taucht tief ein in das Geflecht von Natur, Handwerk, Industrie und - neuerdings- EU-Vorschriften. An dieser Stelle muss auch gesagt werden: Hut ab vor der Rechercheleistung der Autorin – das war mit Sicherheit keine einfache Materie.

Trotzdem konnte ich den Entwicklungen gut folgen und kann sagen: es ist kein Chemiestudium notwendig, um die Story rund um Formeln und Molekülen verstehen zu können. Im üb-rigen muss man auch nicht alle vorherigen Bände gelesen ha-ben, um mit diesem Krimi glücklich zu werden – ich denke, er lässt sich sehr gut auch außerhalb der Krimireihe als eigenständiger Roman lesen.

Es war – wie schon in den früheren Bänden –auch diesmal wieder ein Vergnügen, mit Pierre Durand auf Mörderjagd zu gehen. Auch wenn mir die Nebencharaktere diesmal ein bisschen kurz kamen und sich der Roman doch sehr auf den Fall fokussierte. Ich hätte mir auch gewünscht, dass der erworbene und restaurierte Bauernhof noch ein wenig mehr eine Rolle spielt (ich finde diese Kulisse einfach so toll) und damit auch die in den vorigen Bänden als charmante Nebenfiguren eingeführten Ziegendamen :-) Sie haben die Handlung immer so schön abgerundet, diesmal wurden sie leider nur kurz erwähnt. Sie sind halt da. Ich würde mir wünschen, dass sie im nächsten Band wieder eine größere Rolle bekommen.

Trotzdem war es mir auch diesmal eine große Freude, Pierre zu begleiten und zu lesen, was es Neues gibt in Sainte-Valerie. Mit der neuen Sekretärin Penelope und Pierres Assistenten Luc scheint ja auch Potential gefunden für weitere Ent- bzw. Verwicklungen im Privatleben ;-) Und Pierres berufliche Krise am Ende des Buches macht schon wieder neugierig auf den nächsten Band! Ich bin dann de-finitiv wieder mit von der Partie!

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Interessanter Ausflug in die Welt der Düfte

Von: Sommerlese Datum: 27. Mai 2019

In diesen Krimi kann man wieder richtig eintauchen, die gute Französische Küche genießen und erfährt noch einiges rund um die Parfümindustrie und die Rosenblütenernte der Rosenbauern in der Gegend um Grasse. Diese Gegend ist nicht mehr führend in Sachen Parfümölgewinnung, längst kommen die Öle überwiegend aus Marokko und Bulgarien. Auch in diesem Markt herrscht ein ständiger Kampf ums Überleben, die Suche nach synthetischen Düften macht den Blumenbauern das Leben schwer.

Bisher hat die Beziehung zwischen Charlotte und Pierre in den vorangegangenen Krimis entscheidend für eine private und unterhaltsame Note gesorgt, dieses Mal ist ihr Zusammenleben schon Gewohnheit und spielt keine große Rolle. Dasselbe gilt auch für den bisher intensiv gepflegten Lokalkolorit, dieser ist in diesem Band nicht mehr so ausgeprägt dargestellt wie gewohnt. Das finde ich schade, dennoch ist dieser Krimi nicht knochentrocken und voller Recherche-Arbeit. Es ist Pierres Lebensart zu verdanken, dass sich zwischen den Ermittlungen immer immer genügend Zeit für eine leckere Mahlzeit findet.

Durch die afrikanische Haushaltshilfe Aminata, die ohne Arbeitserlaubnis in Frankreich arbeitet, reißt Sophie Bonnet ein weiteres aktuelles Problem an, doch sie führt es im Krimi nicht weiter aus.
Gerade wegen dieser aktuellen Themenbezüge mag ich die Krimireihe immer wieder gern lesen und freue mich auch auf den nächsten Band.

Interessanter Ausflug in die Welt der Düfte und ein flüssig zu lesender Provence-Krimi mit sympathischen Charakteren macht weiterhin Lesevergnügen.

Interessanter Ausflug in die Welt der Düfte

Von: sommerlese Datum: 22. Mai 2019

In diesen Krimi kann man wieder richtig eintauchen, die gute Französische Küche genießen und erfährt noch einiges rund um die Parfümindustrie und die Rosenblütenernte der Rosenbauern in der Gegend um Grasse. Diese Gegend ist nicht mehr führend in Sachen Parfümölgewinnung, längst kommen die Öle überwiegend aus Marokko und Bulgarien. Auch in diesem Markt herrscht ein ständiger Kampf ums Überleben, die Suche nach synthetischen Düften macht den Blumenbauern das Leben schwer.

Bisher hat die Beziehung zwischen Charlotte und Pierre in den vorangegangenen Krimis entscheidend für eine private und unterhaltsame Note gesorgt, dieses Mal ist ihr Zusammenleben schon Gewohnheit und spielt keine große Rolle. Dasselbe gilt auch für den bisher intensiv gepflegten Lokalkolorit, dieser ist in diesem Band nicht mehr so ausgeprägt dargestellt wie gewohnt. Das finde ich schade, dennoch ist dieser Krimi nicht knochentrocken und voller Recherche-Arbeit. Es ist Pierres Lebensart zu verdanken, dass sich zwischen den Ermittlungen immer immer genügend Zeit für eine leckere Mahlzeit findet.

Durch die afrikanische Haushaltshilfe Aminata, die ohne Arbeitserlaubnis in Frankreich arbeitet, reißt Sophie Bonnet ein weiteres aktuelles Problem an, doch sie führt es im Krimi nicht weiter aus.
Gerade wegen dieser aktuellen Themenbezüge mag ich die Krimireihe immer wieder gern lesen und freue mich auch auf den nächsten Band.

Interessanter Ausflug in die Welt der Düfte und ein flüssig zu lesender Provence-Krimi mit sympathischen Charakteren macht weiterhin Lesevergnügen.