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Tess Gerritsen

Blutzeuge

Thriller

Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...

Das Buch spielt in Boston, USA

Leserstimmen

Wer einen Pakt mit dem Teufel schließt, muss mit seiner eigenen Seele bezahlen“.

Von: Ginnykatze - der schnurrende Krimi- und Bücherblog Datum: 05. April 2018

Detective Jane Rizzoli bekommt es mit einem außergewöhnlichen Mord zu tun. Die Leiche einer jungen Frau wird in Boston gefunden. Ihr wurden die Augäpfel entfernt und liegen in ihrer offenen Hand. Alles spricht dafür, dass hier ein ganz perfider Mörder am Werke war. Die Ermittlungen sind zäh und die Todesursache für diesen schrecklichen Mord kann Dr. Maura Isles auch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, nicht herausfinden.

Dann wird eine zweite Leiche gefunden. Auch hier ist die Todesursache nicht zu ermitteln. Dem jungen Mann ragen drei Pfeile aus der Brust, wieder eine außergewöhnliche Mordweise. Aber beide Opfer waren schon Tod, als ihnen diese Verstümmelungen zugefügt wurden. Ein wenig beruhigend. Das schmälert nicht den Mord selber und außerdem ist der grausame Killer noch nicht gefasst. Fest steht aber für Dr. Iles, dass beide Opfer vom gleichen Täter ermordet wurden.

Das sind keine guten Nachrichten und es besteht die Gefahr, dass dieser Mörder weiter unschuldige Opfer brutal ermordet und dem die Todesursache nicht nachzuweisen ist.

Als dann eine Spur in einen über 20 Jahre zurückliegenden Fall führt, ist keinem der Beteiligten auch nur ansatzweise klar, was passierte und was noch alles passieren wird. Es ist nicht alles so, wie es scheint.


Fazit:

Die Autorin Tess Gerritsen schreibt hier den 12. Fall für das eingespielte Ermittlerduo Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles. Sofort hat sie mich mit „Blutzeuge“ in ihren Bann gezogen. Ich bin gefangen in den perfiden Morden und kann das Buch nicht aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Tess Gerritsens detailgenaue Schilderung ist teilweise sehr ausführlich. Gänsehautfeeling ist in vielen Szenen vorprogrammiert. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Nicht alles hätte ich gerne so genau erfahren, ich schloss die Augen und holte tief Luft, denn es waren schreckliche Dinge, die ich erfahren musste. Zur Aufklärung des Falls waren sie sicher nötig, aber ein wenig unblutiger hätte mir auch gereicht.

Alle Charaktere werden hier sehr gut beschrieben. Ich konnte mit ihnen fühlen, lachen und leiden. Mir gefielen hier viele Figuren. Aber ich bin und bleibe ein großer Fan von Dr. Maura Isles. Die hier auch wieder glücklich sein durfte. Das hat mich sehr gefreut.

Die Spannung die schon von Anfang an spürbar hoch ist, bleibt das ganze Buch über. Auch wenn ich den Verdacht auf den Mörder schon früh hatte, wusste ich bis kurz vor Ende nicht, dass ich richtiglag. Alle losen Fäden werden dann aber sehr ausführlich zusammengeführt. Und so ein Ende hatte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.

Ich vergebe hier volle fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung. Aber Vorsicht, für schwache Nerven ist das kein Thriller. Hier wird brutal gemordet und kein Blatt vor den Mund genommen, die Aufklärung langsam und sehr detailliert erzählt. Lest selbst.

Spannend bis zur letzten Seite!

Von: seesternsbuecher Datum: 21. März 2018

“Blutzeuge” ist mittlerweile der 12. Band um das Ermittler Duo, wobei sie streng genommen kein Duo sind, Rizzoli ans Isles. Bis auf ” die Chirurgin” und “der Meister” habe ich alle bisher erschienen Bücher um die beiden gelesen. Obwohl die Bücher alle in sich abgeschlossen sind, sollte man die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen, da das Privatleben der beiden Ermittlerinnen eine große Rolle spielt. Für mich war es der Band, der mich am meisten überzeugen konnte. Es ist allerdings kein Buch für Leser, die kein Blut sehen können. Bereits am Anfang wird eine weibliche Leiche gefunden, der man die Augen heraus geschnitten hat und im Verlauf erfährt man Leser, was es damit auf sich hat.

Während Rizzoli und ihr Partner in alle Richtungen ermitteln, wird eine weitere Leiche gefunden, die auch nicht auf die übliche Weise ermordet wird. Parallel zu der Handlung kommt es zu einem Wechsel der Personen . Ein Teil der Handlung wird aus Hollys Sicht geschildert und als Leser (ich zu mindest) tappt man lange im Dunkeln, was es mit diesem Handlungsstrang auf sich hat.

Es gibt ein Wiedersehen mit Mauras leiblicher Mutter. Ihre Mutter hat Krebs im Endstadium und wird das Ende des Buchs nicht überleben. Im Gegensatz zu Maura und Jane ist sie, was die Morde betrifft, immer einen Schritt weiter und man fragt sich, woher sie die ganzen Informationen hat. Erst als Daniel Brady und Jane die Methoden erkennen, nach dem der Mörder vorgeht, kommen sie ein gutes Stück vorwärts. Ihre Ermittlungen führen sie zu einem Fall der mehr als 20 Jahre zurück liegt. Doch lief alles so ab, wie es in den Akten steht oder soll was vertuscht werden.
Im Dezember las ich den “Women Murders Club” und bei diesem Buch, hatte ich zügig eine Ahnung wer der Mörder sein könnte. Bei “Blutzeuge” tappte ich sehr lange im Dunklen. Ich mag den “Aha” Effekt viel lieber als wenn ich recht zügig weiß, wer der Mörder war. “Blutzeuge” konnte mich vom ersten Kapitel überzeugen. Es liest sich sehr flüssig. Da mich das Buch überzeugen konnte, gibt es von mir auch 4 von 5 Sternen. Es ist das ideale Buch für alle, die die anderen Bücher aus der Reihe auch kennen.

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Typisch Tess Gerritsen

Von: Mehr als nur Buchstaben Datum: 19. März 2018

Blutzeuge von Tess Gerritsen

In Bosten wird eine verstümmelte Frauenleiche gefunden. Warum wurden der Frau post morten die Augen entfernt und ihr ìn die Hand gelegt? Rizzoli, Frost und Isle nehmen die Ermittlungen auf. Kurze Zeit später wird eine Männerleiche mit mehreren Pfeilen in der Brust aufgefunden. Welches Motiv steckt dahinter....

MEINE MEINUNG:

Nach Totenlied gibt's es hier wieder einen klassischen Tess Gerritsen Thriller. Zum 12. Mal ermittelt das schon bekannte Ermittlungsteam. Jedes Buch ist für sich abgeschlossen und lässt sich auch einzelnd lesen.

Der Schreibstil ist spannend, fesselnd und flüssig zu lesen. Schauplätze, Personen und Opfer werden mir sehr anschaulich dargestellt ohne zu blutrünstig zu werden.
Die Geschichte ist gut durchdacht und interessant aufgebaut. Ich konnte miträtseln und wurde doch immer wieder überrascht. Zusätzlich zu den Ermittlungen erfährt man wieder einiges aus dem Privatleben des Ermittler. Die Gerichtsmedizinerin Maura Isle kommt zum Beispiel mit "ihrem " Geistlichen wieder zusammen. Sie sucht ihn als Fachmann religiöser Fragen auf. Dadurch wirken die Ermittler nicht nur kompetent sondern auch menschlich. Es lockert die Geschichte auf um dann wieder Fahrt aufzunehmen.

Die 409 Seiten werden in 42 Kapitel unterteilt. Ich könnte das Buch auch mal aus der Hand legen und bin danach trotzdem schnell wieder in die Handlung hinein gekommen. Ich konnte dem Handlungsstrang folgen, die Idee und das Motiv war für mich plausibel und wirkt dadurch authentisch.

Tess Gerritsen gehört für mich zu einer meiner Lieblingsautorin dieses Genre. Ich habe fast alle ihrer Bücher gelesen. Diese Bücher haben mir gut gefallen wobei Blutzeuge nicht unbedingt der beste Thriller der Reihe ist. Trotzdem erhält er für sich gesehen die volle Punktzahl.

FAZIT:

"Blutzeuge " von Tess Gerritsen wird durch den Limes Verlag veröffentlicht. Der 12.Fall um das Ermittlungsteam ist wieder interessant, fesselnd und für mich relativ schnell zu lesen. Ich wurde gut unterhalten, hatte vergnügte Lesestunden und kann diesen Thriller nur weiter empfehlen. Nicht nur Tess Gerritsen - Fans kommen hier auf ihre Kosten. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

Kurzweilig & spannend

Von: Christian Datum: 17. März 2018

Blutzeuge ist der bereits 12. Band(!) der Rizzoli-&-Isles-Reihe und behandelt eine Reihe von offensichtlich religiös-inspirierten Morden.

Inhalt:
Am Sterbebett ihrer Mutter wird Maura Isles zu einem Fall gerufen: Einer jungen Frau wurden post mortem die Augäpfel entfernt und in die offenen Hände gelegt. Kurze Zeit später wird ein toter Mann am Pier gefunden - er wurde post mortem von drei Pfeilen durchbohrt...doch was genau ist die Todesursache beider Opfer? Und was genau bezweckt der Mörder mit dieser Symbolik?
Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles ermitteln und stoßen neben religiösen Legenden auf eine Spur, die weit in die Vergangenheit reicht...

Meine Meinung:
Ich bin seit vielen Jahren Fan der Reihe, da Tess Gerritsen jedes mal ebenso spannende wie außergewöhnliche Thriller liefert und es nur selten Ausrutscher in deren Qualität gibt. Auch Blutzeuge reiht sich wunderbar ein, da es ein rundum spannender Fall ist, bei dem auch die Charakterentwicklung nicht zu kurz kommt. Das ungleiche Ermittlerpaar Rizzoli-&-Isles ist einem im Laufe der Jahre regelrecht ans Herz gewachsen und insbesondere Mauras Vergangenheit finde ich persönlich ungemein spannend. Schön, dass dieses Thema dieses mal wieder aufgegriffen wurde!
Ich ziehe dieses mal einen Stern ab, da ich recht früh einen Verdacht hatte (der sich leider bewahrheitet hat). Deshalb fehlte es am Nervenkitzel bei der Suche des Täters - auch wenn die Autorin einige falsche Fährten gelegt hat.

Fazit:
Eine schöne Fortsetzung der Reihe, bei der es kaum etwas zu meckern gibt. Kurzweilig, spannend und deshalb wie immer empfehlenswert. Ich vergebe 4 Sterne.

Wieder ein spannender Fall!

Von: Magnificent Meiky Datum: 26. Februar 2018

Rizzoli und Isles werden in „Blutzeuge“ mit rätselhaften Morden konfrontiert. Erst werden einer jungen Frau post mortem die Augen aus den Augenhöhlen entfernt und in ihrer Hand präsentiert. Niemand hat ihren Mörder gesehen oder kann sich die Darstellung erklären. Auch eine klare Todesursache kann Maura nicht feststellen. Aber erst nachdem ein zweites Opfer mit unklarer Todesursache gefunden wird, werden die Ermittler stutzig. Der junge Mann wird mit drei Pfeilen im Herz durchbohrt aufgefunden und das ausgerechnet am Heiligen Abend. Ein Zusammenhang der Morde ist jedoch nur schwer vorstellbar und alle Ermittlungen führen ins Nichts.

In „Blutzeuge“ verbindet Tess Gerritsen viele Themen, die in Kombination einfach einen hervorragend Thriller ergeben. Ob die Gräueltaten der Kirche, psychische Erkrankungen oder die Rache unschuldig Verurteilter. In diesem Buch ist alles mit dabei. Das Beste jedoch war, dass ich bis relativ zum Schluss nicht erkannt habe, wer der wahre Täter oder Mörder ist. Man wird durch die Autorin auf viele falsche Fährten gelockt und wird dadurch auch immer wieder überrascht. Besonders haben mich die kleinen Kapitel einer jungen Frau interessiert, die irgendwie in alle Vorkommnisse verstrickt war. Doch man wusste nie so recht, ob sie Opfer, Täter oder einfach nicht ganz klar im Kopf ist. Diese Perspektive hat ihre ganz eigene Spannung in die Geschichte gebracht.

Der Fall war auf jeden Fall wieder gekonnt mit den privaten Entwicklungen und der Vergangenheit verknüpft. Für mich war es eine runde und fesselnde Geschichte. Leider konnte mich die Autorin mit „Blutzeuge“ aber nicht überraschen oder mehr fesseln als mit anderen Büchern. Ich bin von ihr einfach schon zu verwöhnt! Trotzdem ist auch diese Geschichte wieder spannend, abwechslungsreich und extrem schnell durchgelesen! Für mich ist und bleibt Tess Gerritsen einfach die Thriller-Königin, die genau weiß, was sie tut!

Auch der zwölfte Band war ein Highlight

Von: World of books and dreams Datum: 22. Februar 2018

In ihrer Wohnung wird die Leiche der gerade einmal sechsundzwanzigjährigen Cassandra Coyle ausgerechnet von ihrem Vater gefunden, denn der jungen Frau wurden post mortem die Augäpfel entfernt und in die offenen Hände gelegt. Doch ansonsten weißt sie keinerlei offensichtlichen Verletzungen auf. Maura Isles steht vor einem Rätsel und Jane Rizzoli vor dem Beginn eines turbulenten Falls. Kurze Zeit später wird nämlich eine weitere Leiche gefunden: ein junger Mann wird an Heilig Abend auf einem Pier gefunden, sein Oberkörper wurde von drei Pfeilen durchbohrt, doch diese waren nicht die Todesursache. Das es sich um den selben Täter handelt, ist den Ermittlern durchaus bewusst, doch wohin sie der Fall führt, damit hätten sie nicht gerechnet, denn der Fall nimmt seinen Ursprung bei etwas, das bereits vor Jahrzehnten begann.
Meine Meinung:
Mit Blutzeuge erscheint der bereits zwölfte Fall rund um Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles und da ich bisher alle ihre Fälle verfolgt habe, war es ein Gefühl, als würde ich guten, alten Freundinnen zuschauen.
Der Schreibstil ist, wie ich es auch von der Autorin Tess Gerritsen gewohnt bin, absolut fesselnd und einnehmend und auch in ihrem neuesten Buch konnte die Autorin mich vom ersten Augenblick an in die Geschichte ziehen. Genau das ist es auch, was mich hier immer wieder beeindrucken kann, denn auch wenn ich das Gefühl habe, nach Hause zu kommen, schafft Gerritsen doch immer wieder aufs Neue, mich zu fesseln mit ihrer Erzählung.
Der Fall ist wieder einmal etwas besonderes und auch wenn Gerritsen das ein oder andere blutigere Detail von sich gibt, wird es niemals ins extreme gerückt. Ja, ich konnte mir hier durchaus vorstellen, wie die Leichen oder die Tatorte aussahen und doch wird nicht alles bis ins kleinste Detail erörtert. Auch hier hat man als Leser jede Menge Gelegenheit, mitzurätseln und Theorien aufzustellen und genau das macht es auch wieder sehr spannend. Auch sonst war der Thriller kaum aus der Hand zu legen, denn Gerritsen schafft es einmal mehr, die Ermittlungen der beiden Protagonistinnen mit ihrem Privatleben zu vermischen. Die Ermittlungen bleiben auf einem vorstellbaren Level und natürlich gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, mit denen man nicht rechnen konnte.
Zum großen Teil wird hier in der dritten Person erzählt, aber es gibt auch einen Bereich, der durch einen Ich-Erzähler wiedergegeben wird. Somit wechseln sich hier die Perspektiven wieder einmal zwischen Maura, Jane und dem geheimnisvollen Ich-Erzähler ab. Gerade diese letzte Perspektive lädt zum Rätseln ein und auch wenn man dadurch ein wenig mehr erfährt, als die Ermittler, bleibt es undurchschaubar.
Wer bisher noch keinen der vorausgegangenen Teile der Reihe kannte, dürfte hier vom reinen Fall her keine Verständnisprobleme haben, allerdings entwickeln sich die Protagonistin der Reihe natürlich beständig weiter und vieles wird als bekannt vorausgesetzt.
Detective Jane Rizzoli ist eine sehr lebhafte Person, aber ich habe hier durchaus auch das Gefühl, dass sie "ruhiger" geworden ist. Sie hat eine nachdenklichere Seite bekommen, was vielleicht mit an ihrer eigenen kleinen Familie liegt. Aber auch Maura Isles hat sich im Laufe der Jahre merkbar verändert, nicht nur die Beziehung zu dem Pfarrer Daniel, den sie trotz aller Versuche nie ganz vergessen kann, lassen sie nicht mehr so unterkühlt wirken, wie noch zu Beginn der Reihe. Alles in allem kommt sie mir offener vor, als früher und doch bleibt sie Menschen gegenüber auf Abstand.
Neben diesen Beiden trifft man auch hier wieder bekannte Gesichter wieder, doch diese agieren eher im Hintergrund und bekommen, zum großen Teil, nur wenig Raum. Familienfeste bei Familie Rizzoli sind aber auch in diesem Band wieder dabei und sie sind immer wieder lesenswert.
Mein Fazit:
Wer Fan der Reihe rund um Maura Isles und Jane Rizzoli ist, wird auch um deren zwölften Fall nicht drumherum kommen. Für mich ist es, wie schon erwähnt, doch ein Gefühl von Heimkehren und schauen, wie es meinen alten Bekannten geht. Der Fall ist spannend, teilweise sehr berührend, aber auch absolut erschreckend, denn die Auflösung ist doch wieder sehr überraschend. Wer Thriller mag und diese Reihe bisher nicht kannte, dem lege ich diese doch ans Herz, für Fans wieder ein must read.

Auch der zwölfte Band war ein Highlight

Von: World of books and dreams Datum: 22. Februar 2018

In ihrer Wohnung wird die Leiche der gerade einmal sechsundzwanzigjährigen Cassandra Coyle ausgerechnet von ihrem Vater gefunden, denn der jungen Frau wurden post mortem die Augäpfel entfernt und in die offenen Hände gelegt. Doch ansonsten weißt sie keinerlei offensichtlichen Verletzungen auf. Maura Isles steht vor einem Rätsel und Jane Rizzoli vor dem Beginn eines turbulenten Falls. Kurze Zeit später wird nämlich eine weitere Leiche gefunden: ein junger Mann wird an Heilig Abend auf einem Pier gefunden, sein Oberkörper wurde von drei Pfeilen durchbohrt, doch diese waren nicht die Todesursache. Das es sich um den selben Täter handelt, ist den Ermittlern durchaus bewusst, doch wohin sie der Fall führt, damit hätten sie nicht gerechnet, denn der Fall nimmt seinen Ursprung bei etwas, das bereits vor Jahrzehnten begann.
Meine Meinung:
Mit Blutzeuge erscheint der bereits zwölfte Fall rund um Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles und da ich bisher alle ihre Fälle verfolgt habe, war es ein Gefühl, als würde ich guten, alten Freundinnen zuschauen.
Der Schreibstil ist, wie ich es auch von der Autorin Tess Gerritsen gewohnt bin, absolut fesselnd und einnehmend und auch in ihrem neuesten Buch konnte die Autorin mich vom ersten Augenblick an in die Geschichte ziehen. Genau das ist es auch, was mich hier immer wieder beeindrucken kann, denn auch wenn ich das Gefühl habe, nach Hause zu kommen, schafft Gerritsen doch immer wieder aufs Neue, mich zu fesseln mit ihrer Erzählung.
Der Fall ist wieder einmal etwas besonderes und auch wenn Gerritsen das ein oder andere blutigere Detail von sich gibt, wird es niemals ins extreme gerückt. Ja, ich konnte mir hier durchaus vorstellen, wie die Leichen oder die Tatorte aussahen und doch wird nicht alles bis ins kleinste Detail erörtert. Auch hier hat man als Leser jede Menge Gelegenheit, mitzurätseln und Theorien aufzustellen und genau das macht es auch wieder sehr spannend. Auch sonst war der Thriller kaum aus der Hand zu legen, denn Gerritsen schafft es einmal mehr, die Ermittlungen der beiden Protagonistinnen mit ihrem Privatleben zu vermischen. Die Ermittlungen bleiben auf einem vorstellbaren Level und natürlich gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, mit denen man nicht rechnen konnte.
Zum großen Teil wird hier in der dritten Person erzählt, aber es gibt auch einen Bereich, der durch einen Ich-Erzähler wiedergegeben wird. Somit wechseln sich hier die Perspektiven wieder einmal zwischen Maura, Jane und dem geheimnisvollen Ich-Erzähler ab. Gerade diese letzte Perspektive lädt zum Rätseln ein und auch wenn man dadurch ein wenig mehr erfährt, als die Ermittler, bleibt es undurchschaubar.
Wer bisher noch keinen der vorausgegangenen Teile der Reihe kannte, dürfte hier vom reinen Fall her keine Verständnisprobleme haben, allerdings entwickeln sich die Protagonistin der Reihe natürlich beständig weiter und vieles wird als bekannt vorausgesetzt.
Detective Jane Rizzoli ist eine sehr lebhafte Person, aber ich habe hier durchaus auch das Gefühl, dass sie "ruhiger" geworden ist. Sie hat eine nachdenklichere Seite bekommen, was vielleicht mit an ihrer eigenen kleinen Familie liegt. Aber auch Maura Isles hat sich im Laufe der Jahre merkbar verändert, nicht nur die Beziehung zu dem Pfarrer Daniel, den sie trotz aller Versuche nie ganz vergessen kann, lassen sie nicht mehr so unterkühlt wirken, wie noch zu Beginn der Reihe. Alles in allem kommt sie mir offener vor, als früher und doch bleibt sie Menschen gegenüber auf Abstand.
Neben diesen Beiden trifft man auch hier wieder bekannte Gesichter wieder, doch diese agieren eher im Hintergrund und bekommen, zum großen Teil, nur wenig Raum. Familienfeste bei Familie Rizzoli sind aber auch in diesem Band wieder dabei und sie sind immer wieder lesenswert.
Mein Fazit:
Wer Fan der Reihe rund um Maura Isles und Jane Rizzoli ist, wird auch um deren zwölften Fall nicht drumherum kommen. Für mich ist es, wie schon erwähnt, doch ein Gefühl von Heimkehren und schauen, wie es meinen alten Bekannten geht. Der Fall ist spannend, teilweise sehr berührend, aber auch absolut erschreckend, denn die Auflösung ist doch wieder sehr überraschend. Wer Thriller mag und diese Reihe bisher nicht kannte, dem lege ich diese doch ans Herz, für Fans wieder ein must read.

Auch Monster sind sterblich!

Von: Escape into dreams Datum: 04. Februar 2018

Worum gehts?

Ein neuer Fall für Rizzoli und Isles. Eines meiner Lieblings-Ermittlerduos. Diesmal geben die Opfer Rätsel auf. Einerseits eine Frau, die ihre eigenen Augäpfel in den Handflächen hält und kurze Zeit später ein junger Mann, dem Pfeile aus dem Brustkorb jagen. Jedoch wurden sowohl die Augäpfel als auch die Pfeile erst post mortem plaziert. Die wahre Todesursache gibt Rätsel auf. Auch besteht keine offensichtliche Verbindung zwischen den Opfern. Wie tief muss Detective Jane Rizzoli diesmal graben um den Mörder zu enttarnen?





Wie erging es mir mit dem Buch?

Ich muss zugeben, dass ich bei den Büchern von Gerritsen nicht sonderlich auf die Cover achte. Hier ist es einfach nur der Autorenname, der mich dazu bringt es zu lesen, weil sie neben Karin Slaughter eine der Besten für mich ist. Wenn wir uns dennoch das Cover ansehen, dann passt es doch relativ gut zur Grundlage der Geschichte. Was ich damit meine? Lesen, dann werdet ihr verstehen!

Eine gefühlte Ewigkeit ist der letzte Fall her und ich muss sagen, dass ich dennoch gleich wieder gut in die Welt von Rizzoli und Isles gefunden habe. Als wäre man nie weg gewesen. Viele Jahre schon kämpfen sie Seite an Seite gegen das Böse und so auch diesmal.

Der erste Mord, der passiert, ist von recht grausamer Natur, erschüttert aber einen alten Thriller-Hasen wie mich nicht mehr so wirklich. Gegenüber manchen Dingen wird man vielleicht abgebrüht und so hatte ich irgendwie diesmal Angst, dass es mich nicht mehr faszinieren, nicht mehr abholen konnte. Dass ich einfach schon zuviel in diesem Genre gelesen hab, als dass mich eine Reihe in Band 12 noch abholen oder gar überraschen könnte!

Und dann startet die Geschichte mit ihr! Der geheimnisvollen dritten Person, die wir nach und nach kennenlernen. Doch welche Rolle spielt sie? Ist sie selbst vielleicht die Mörderin? Hat sie eine Verbindung zum Mörder/zur Mörderin? Oder steckt vielleicht sogar etwas ganz anderes dahinter? Gut oder Böse, diese Frage bleibt mir während des ganzen Buches immer wieder im Kopf. Denn kaum hatte mich Gerritsen davon überzeugt, dass man sie zu den Guten zählen kann, werden im nächsten Atemzug bereits wieder Zweifel gestreut. Aber macht nicht das genau einen guten Thriller aus? Geheimnisse, Zweifel und dieses Misstrauen, welches tief in einem verankert ist, weil man einfach nicht weiß, auf wessen Kappe die Morde gehen?

Außerdem fand ich es spannend zu lesen, wie sie die Geschichten aus der Vergangenheit über dieses verschwundene Mädchen mit den Morden der Gegenwart zu verknüpfen versuchte und mich mit der Auflösung überraschen konnte. Denn fast bis zum Ende war mir die Verbindung nicht komplett klar.

Und dann ist da noch die Sache mit der Liebe und der Familie. Über Jahre hat Tess Gerritsen ihren Protas Leben eingehaucht, sie durch Höhen und Tiefen geschickt und auch diesmal soll es nicht anders sein. Wen es genau trifft, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Lasst euch überraschen, wem die Autorin diesmal das Leben "schwer" macht.


Nur soviel:
Aber im Leben ist nichts vollkommen, ganz bestimmt nicht die Liebe.


Mein Fazit:

Auch diesmal konnte mich Tess Gerritsen mit viel Spannung und einer überraschenden Lösung wieder für sich gewinnen. Vorallem die zwischenmenschlichen Beziehungen und die zusätzliche Sichtweise eines Protas geben dem ganzen einen neuen und faszinierenden Touch. Als Thrillerleserin wurde ich auch hier wieder dazu animiert, die Puzzleteile zusammenzusetzen und fast wäre es mir auch gelungen! Aber eben nur fast! Und das macht es so toll, dass man nach Jahren von Geschichten noch überraschen kann!

Gewohnt guter Thriller

Von: Tii & Ana's kleine Bücherwelt Datum: 04. Februar 2018

Rizzoli & Isles ermitteln zum zwölften Mal gemeinsam in einer Mordserie. Auch diesmal werden die Opfer grausam ermordet und die Präsentation der Toten ist verstörend.
Als Jane Rizzoli den gemeinsamen Nenner der ermorderten Menschen findet fällt scheinbar mühelos ein Puzzlestück ins nächste und der Täter ist schnell ausgemacht...
Aber war es vielleicht zu einfach?

In diesem Teil gilt wieder:
Nichts ist wie es scheint und vertraue auf die Instinkte von Maura Isles.

Aber neben dem Mordfall erfahren wir auch wieder mehr von den Protagonisten, die uns schon seit vielen Jahren begleiten:
Barry Frost, Korzak, Daniel Brophy, Janes Mutter und auch die gehasste, psychopathische leibliche Mutter von Maura Ilses. Alle bekommen wieder einen Platz eingeräumt.

Eine Reihe, bei der man kontinuierlich die Entwicklung aller Beteiligten beobachten kann und hautnah miterlebt.

Fazit:

Tess Gerritsen ist es wieder gelungen einen spannenden Thriller zu schreiben, der aber nicht nur von den Greueltaten des Killers lebt, sondern auch von seinen Protagonisten.

Eine stetige Entwicklung aller Beteiligten ist der Autorin genauso wichtig, wie die Spannung und der Aufbau der Geschichte.

Gewohnt flüssig wird uns die Geschichte von fünf jungen Menschen erzählt und warum sie sterben müssen. Sie erzählt uns das Geheimnis hinter den Morden und saugt uns mit jedem Kapitel tiefer in die Geschichte...

Auch wenn ich, wie wahrscheinlich alle, einen Teil der Lösung schon geahnt habe, war die komplette Auflösung dann doch eine Überraschung für mich. Mit dem Ausmaß und dem Ende hätte ich so nicht gerechnet.

Eine Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten und gefesselt hat.
Ein neuer Fall von Rizzoli & Isles ist für mich immer ein wenig, wie einen guten Freund treffen oder nach Hause kommen. Warum? Die Protagonisten sind einem vertraut und man freut sich einfach, sie wieder zu treffen und bei den Rizzolis am Esstisch dabei sein zu dürfen, oder Maura bei Ihren Gedanken lauschen zu dürfen.

Es gibt nichts zu kritisieren von daher 5 von 5 Punkten für Blutzeuge und auf noch den ein oder anderen Fall der beiden taffen Frauen.

Tess Gerritsen ist die Meisterin der Thriller

Von: Susi's Leseecke Datum: 04. Februar 2018

#Rezension

Blutzeuge von Tess Gerritsen

Klappentext: Quelle Amazon

Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...

Meine Meinung:

Als großer Tesa Gerritsen Fan, könnte ich es kaum abwarten bis Blutzeuge erschien. Auch in Ihrem 12.Band um Rizzoli und Isles konnte mich die Autorin diesmal nicht völlig überzeugen.

Schnelle Wendungen in den Handlungssträngen, Wechsel der Erzählperpektive und wie immer einen tollen Schreibstil, der Temporeich ist und man nur so durch die Seiten fliegen kann.
Wer die Bücher kennt,kennt auch das Privatleben der beiden Frauen, alles in allem ergibt einen Spannungsbogen der gehalten wird .
Durch die Erzählweise der Handlungsstränge bekommt man als Leser einen tollen Blick auf die Protagonisten und erlebt so den Fall realitätsnah.
Man merkt einfach das die Autorin eine Meisterin ihres Faches ist.

Das Cover passt gut zur Story.

Mein Fazit:

Nicht das beste Buch der Autorin, aber durchaus eine Leseempfehlung wert. Als Fan von der Autorin habe ich mich trotz allem beim Lesen wohlgefühlt und hatte meine Gänsehaut Momente.
Tess Gerritsen ist nun mal die Meisterin des Thrills ❤

Guter Rizzoli & Isles Thriller

Von: Buchmomente Datum: 03. Februar 2018

Mir hat dieser Teil der Rizzoli und Isles Reihe wieder sehr gut gefallen.
Der Fall ist spannend und wird in gewohnt flüssigem Schreibstil geschildert. Und gerade das Ende lässt auf einen interessanten nächsten Teil hoffen.
Man erfährt auch wieder viel über die beiden Protagonistinnen, was mir sehr gut gefällt.
Das neue Cover gefällt mir recht gut, obwohl ich mich noch daran gewöhnen muss, dass es jetzt ein ganz neues Design erhalten hat.
Insgesamt ein Lesevergnügen.

Originell und spannend

Von: Buchkatze Datum: 22. Januar 2018

„Blutzeuge“ von Tess Gerritsen hält das Team Rizzoli & Isles in Boston auf der Suche nach einem Ritualmörder in Atem.

Da ich bisher noch kein Buch der Autorin gelesen hatte, und auch die Fernsehserie „Rizzoli & Isles“ nicht kenne, war ich neugierig, was mich erwarten würde. Vor allem interessierte mich, ob es sich nur um einen Hype handelt, oder wirklich gute Thrillerunterhaltung dahinter steckt.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht, obwohl ich wie erwähnt, die Vorgängerbände nicht kenne. Die Charaktere, sowohl der beiden Hauptprotagonistinnen, als auch der Nebenfiguren wurden authentisch gezeichnet. Das Team Rizzoli und Isles stellt zwei sympathische Hauptfiguren.

Gut gefallen hat mir auch die gelungene Mischung aus Einblicken in das Privatleben der beiden, und dem Fall selbst. Somit lernt man die Personen näher kennen und erhält auch interessante Informationen zu ihrem gegenwärtigen und vergangenen Leben.

Der Fall selbst wurde originell und spannend angelegt. Bis kurz vor dem Schluss tappte ich wirklich im Dunkeln, und ließ mich von der Autorin auf eine falsche Fährte führen.

Fazit: Tess Gerritsen ist es gelungen mich sehr gut und kurzweilig zu unterhalten. Sie konnte mich für ihren atmosphärischen und authentischen Schreibstil begeistern. Ein origineller und spannungsgeladener Thriller, der mich mit einem unerwarteten Ende überraschte und schockierte. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall des Duos Rizzoli & Isles.

Band 12 um Rizzoli & Isles

Von: Martinas Buchwelten Datum: 19. Januar 2018

Seit Jahren bin ich ein großer Tess Gerritsen Fan. Deswegen ist es für mich auch selbstverständlich jeden ihrer neuen Thriller zu lesen. "Blutzeuge" ist bereits der 12. Band der Reihe rund um Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles.

In Boston wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie ist Produzentin für Horrorfilme und ihr Tod könnte direkt aus einem ihrer Filme stammen. Ihr wurden beide Augäpfel entnommen, die sie in ihrer Hand hält. Kurze Zeit später findet man die Leiche eines jungen Mannes, der von Pfeilen durchbohrt wurde. Sowohl bei der Frau, als auch beim Mann wurden diese Verstümmelungen post mortem zugefügt. Pathologin Dr. Maura Isles wird diesmal auf eine besondere Probe gestellt, denn sie findet bei beiden Opfern keine Todesursache. Als es weitere Tote gibt und Jane noch immer im Dunkeln tappt, stößt Maura zufällig auf einen ersten Hinweis, der mit den drappierten Leichen im Zusammenhang stehen könnte. Und auch Jane findet endlich eine Gemeinsamkeit der Opfer...

Gleich zu Beginn begleitet man eine junge Frau zu einer Beerdigung. Sie erzählt aus der Ich-Perspektive und scheint mit den Opfern etwas gemeinsam zu haben. Danach wechselt die Handlung wieder zu unserem bekannten Ermittlerpärchen. Sehr schnell ist man, wie bei Tess Gerritsen eigentlich immer, wieder mitten Geschehen. Die Ereignisse aus der Vergangenheit, das Privatleben der Ermittler und die aktuellen Mordfälle ergeben eine bunte Mischung, die spannend aufbereitet wurde. Auch das Tempo ist angenehm und man flitzt nur so durch die Seiten. Die Zusammenhänge sind lange Zeit nicht zu erkennen und so rätselt man mit Jane und Maura, welches Motiv hinter den Morden wohl dahinterstecken könnte. Dabei wechseln sich die Handlungsstränge und die Erzählperspektiven ab. Leider hatte ich ziemlich früh einen vagen Verdacht, der mir am Ende bestätigt wurde. Allerdings war diese Auflösung nur ein Teil des ganzen Falles, der noch einige überraschende Wendungen zu bieten hat.
Obwohl mir die beiden Frauen sehr ans Herz gewachsen sind, ist "Blutzeuge" meiner Meinung nach nicht der beste Thriller aus der Rizzoli/Isles-Reihe.

Schreibstil:
Die Bücher von Tess Gerritsen lassen sich alle ganz wunderbar lesen. Der Schreibstil ist fesselnd und ihre medizinschen Kenntnisse blitzen immer wieder durch. Man merkt sofort, dass hier eine Fachfrau schreibt.
Durch das Wechseln der Erzähl- und Handlungsperspektiven hat man als Leser den Vorteil, dass man die verschiedenen Sichtweisen der Figuren hautnah miterlebt.

Fazit:
Tess Gerritsen ist eine Meisterin ihres Genres und ich verpasse keines ihrer Bücher. "Blutzeuge" reiht sich nahtlos in die großartige Reihe ihrer Thriller rund um Jane Rizzoli und Maura Isles ein. Spannend geschrieben, mit überraschenden Wendungen - ich hatte kribbelige Lesestunden. Trotzdem ist der zwölfte Band nicht der beste Teil ihrer Thrillerreihe.

Spur in die Vergangenheit

Von: leseratte1310 Datum: 15. Januar 2018

In Boston werden grausame Morde verübt. Als man die Leiche einer junge Frau findet, hält diese ihre Augäpfel in den Händen. Kurz darauf wird einer toter junger Mann aufgefunden, in dessen Brustkorb Pfeile stecken. Doch in beiden Todesfällen wurden diese Verletzungen erst post mortem zugefügt. Die Gerichtsmedizinerin Maura Isles ist überzeugt, dass es sich um denselben Täter handelt, obwohl die Todesursache nicht erkennbar ist. Kein einfacher Fall für Detective Jane Rizzoli und ihr Team. Es gibt scheinbar keine Verbindung zwischen den Opfern und so steht zu vermuten, dass es weitere Tote geben wird. Die Zeit drängt also. Doch dann ergibt sich eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückführt.
Dies ist bereits der Zwölfte Band um Jane Rizzoli und Maura Isles, aber er lässt sich auch problemlos lesen, wenn man die Vorgänger nicht kennt.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und sehr fesselnd. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Sichtweisen kennenlernt. Aber Erinnerungen können täuschen. Was also ist die Wahrheit? Was ist mit der geheimnisvollen Holly?
Rizzoli und Isles sind sympathische und starke Frauen. Sie sind befreundet. Ihre Fähigkeiten im Job müssen sie immer wieder unter Beweis stellen.
Sie Spur in die Vergangenheit führt in ein katholisches Kinderheim, in dem es wie so oft zu Misshandlungen und Missbrauch kommt und dann verschwindet ein kleines Mädchen…
Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich im Laufe der Geschichte noch. Daher ist man gepackt und will unbedingt vor den Ermittlern das Rätsel lösen. Aber es gibt Wendungen, die das gar nicht so leicht machen.
Die Brutalitäten, die hinter den Mauern begangen werden, sind manchmal schwer zu ertragen. Aber es ist auch interessant sich in die dunkle Psyche des Täters zu begeben.
Ich kann diesen sehr spannenden Thriller nur empfehlen.

Wie immer: Toll!

Von: Daniel Allertseder | WeLoveBooks Datum: 14. Januar 2018

Meine Meinung

Endlich ist Tess Gerritsen’s neues Buch erschienen! »Blutzeuge« ist der neue Rizzoli-&-Isles-Thriller – ein Buch, welches ich sehnsüchtig erwartet und mit großer Freude gelesen habe. Wie immer – und das freut mich sagen zu dürfen – hat mich Gerritsen umgehauen!



Direkt nach der ersten Seite hat mich dieser gewisse »Gerritsen-Sog« gepackt, und meine Augen fetzten über die Seiten; schneller wie das Licht! Dieser unglaublich elegante und flüssige Schreibstil war mein Antrieb, die Wörter, die aneinandergefügt wurden, die Sätze, die gebildet wurden und die Beschreibungen, die beschrieben wurden – dies alles waren gleich zu Beginn wichtige Komponenten, die dafür gesorgt haben, dass ich während dem Lesen die Bremse nicht finden konnte, und es somit vier Uhr morgens wurde, bis ich das Buch beendete -; praktisch in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil war wie ein Sonnenstrahl, wie ein rauschendes Meer, wie ein Widersehen mit den Lieblingshelden; und Emotionen erwachen, man lächelt, als man von Jane, Maura, Gabriel, Regina, Angela, Frost, Daniel, Frankie und Korsak liest – wie ein Klassentreffen nach all den Jahren, oder wie das Kosten einer einst so geliebten Süßigkeit, die man in seiner Kindheit vergöttert hat.

Aber nicht nur der Schreibstil trägt zu diesem Hochgefühl bei, auch die Handlung, denn diese war wie jedes Mal ein großartiges Stück Zeitvertreib – intelligente Verbindungen, wahnsinnig authentische Charaktere, große Polizeiarbeit und viel zu wenig Maura Isles. Eben einziger Kritikpunkt: Dr. Maura Isles hatte definitiv zu wenig Auftritte! Sie ging mir regelrecht ab, die bescheidene, unglaublich kluge und lustige Gerichtsmedizinerin, die, während sie von ihrem letzten Date mit Daniel erzählt, Leichen aufschneidet und die Gedärme untersucht. Ebenfalls positiv: Das Voranschreiten der Beziehungen untereinander; sei es die von Angela und ihrem Mann Frank, die zwischen Daniel und Maura oder die zwischen Jane und ihrem Bruder Frankie, der bald beim FBI anfangen wird und immer das Neueste der aktuellen Mordermittlungen erfahren möchte.

Fazit

Hach – wie habe ich es geliebt, dieses Buch zu lesen! Blutzeuge ist – trotz des ungewöhnlichen Covers – ein sehr spannender und fantastisch geschriebener Roman, der mir schlaflose Nächte (in meinem Fall nur eine schlaflose Nacht) gekostet hat. Wahnsinnig empfehlenswert!

Thriller der Spitzenklasse

Von: Nici F. (Nici's WORT und Totschlag Books and More) Datum: 12. Januar 2018

Tess Gerritsen "Blutzeuge"

Limes Verlag (Blanvalet Verlag)

Inhalt:

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden - in den offenen Handflächen liegen ihre Augäpfel.
Bei der Obduktion wird eindeutig festgestellt, das die Verstümmelung post mortem geschah.
Eine weitere Leiche wird wenig später aufgefunden, diesmal ein Mann. Aus seinem Brustkorb ragen Pfeile.
Eines steht fest, beide sind dem gleichen Täter zum Opfer gefallen, aber worin besteht die Verbindung beider Leichen?
Die Spur führt zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall bei dem es um Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort ging.

Autorin:
So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller Die Chirurgin, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine.

Meinung:

Wahnsinn, mittlerweile ermitteln Rizzoli und Isles in ihrem 12. ! Fall und was soll ich sagen, auch hier wurde es mir nicht langweilig.
Tess Gerritsens Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd, sie hat eine Art zu erzählen wie es nur wenige beherrschen.
Die Spannung ist schon gleich zu Beginn auf einem hohen Niveau, ebbt nicht ab und steigert sich bis zum Schluss. Immer wieder baut die Autorin irreführende, raffinierte Wendungen ein und legt so einige falsche Fährten. Die Stimmung ist bedrückend, immerhin geht es um eun sensibles Thema, Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort.
Auch bekommen wir wieder einen Einblick in das Privatleben des Ermittler-Dreamteams.
Die einzelnen Protagonisten sind wunderbar charakterisiert und bildlich dargestellt.
Der Final-Showdown war gewohnt überraschend.
Das ist wieder mal ein Thriller, der seinesgleichen sucht.

Fazit:

Ein Thriller der Spitzenklasse!!
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine mörderische Leseempfehlung.

Hier geht's zum Buch
https://www.randomhouse.de/Buch/Blutzeuge/Tess-Gerritsen/Limes/e434236.rhd

Vielen Dank an den Limes Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Post mortem

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum: 11. Januar 2018

Zwei Tote, die erst nach ihrem Tod auf grausamste Weise geschändet wurden – Detective Jane Rizzoli steht vor einem Rätsel. Was will ihnen der Täter mit diesen sehr speziellen Arrangements sagen? Erst als die Gerichtsmedizinerin Maura Isle eine gewagte Theorie aufstellt, ergeben sich brauchbare Hinweise die zu ersten Ermittlungsergebnissen führen. Obwohl sie damit zwar ein gutes Stück weiterkommen, fehlt ihnen nach wie vor eine konkrete Spur. Trotzdem gibt es genug Hinweise darauf, dass er sein nächstes Opfer schon im Visier hat. Obwohl sie mit allen Mitteln versuchen die Tat zu verhindern, müssen sie am Ende erkennen wie sehr sie sich getäuscht haben.

Fazit
Ein fesselnder Thriller, der nicht nur bei Fans der Rizzoli & Isles Reihe mit seiner unerwarteten und Auflösung für spannende Unterhaltung sorgt.

Eiskalte Märtyrer

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 10. Januar 2018

Die Autorin Tess Gerritsen startet 2001 mit „Die Chirurgin“ eine Reihe, in der Jane Rizzoli und Maura Isles, beide für die Bostoner Mordkommission tätig, im Mittelpunkt stehen. Es ist der erfolgreiche Auftaktband der Rizzolo & Isles-Thriller. 2010 kommt in den Vereinigten Staaten der „Film zum Buch“ in Gestalt der dazugehörigen Fernsehserie dazu, die ab 2012 auch in Deutschland ausgestrahlt wird und nun nach sieben Staffeln an ihrem (vorläufigen?) Ende angelangt ist. Aber glücklicherweise müssen die Fans nicht auf das Bostoner Dreamteam verzichten, denn mit dem aktuellen Thriller „Blutzeuge“ ist mittlerweile der 12. Band der Reihe erschienen und bietet unterhaltsame Spannung, ganz so, wie wir es von Tess Gerritsen gewohnt sind:

Im tiefsten Winter werden in Boston kurz nacheinander zwei Leichen entdeckt. Bei der ersten handelt es sich um eine Produzentin von Horrorfilmen, der man post mortem die beiden Augäpfel entfernt und in ihren Händen platziert hat. Der zweite Leichnam ist männlich und wurde nach dem Tod mit Pfeilen gespickt. Weitere Tote folgen, Jane Rizzoli und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel. Welchen Sinn haben diese bühnenreifen Inszenierungen der Leichen? Gab es zu Lebzeiten Verbindungen zwischen ihnen? Die Nachforschungen laufen auf Hochtouren und zeigen auch bald erste Ergebnisse. Die Toten wuchsen gemeinsam in einem katholischen Kinderheim auf, das wegen eines verschwundenen Mädchens sowie Misshandlungen in mehreren Fällen vor Jahren in die Schlagzeilen geriet. Maura Isles, nicht nur Gerichtsmedizinerin und Janes Freundin sondern auch locker mit einem katholischen Geistlichen liiert, liefert schließlich den entscheidenden Hinweis, der auf die Spur des Täters führt…

Verschiedene Perspektiven forcieren von Beginn an das Tempo und halten den Spannungsfaktor durch geschickt gesetzte Cliffhanger durchgängig hoch, wobei die Autorin geschickt zwischen den Ereignissen in der Vergangenheit, den aktuellen Mordfällen und dem Privatleben der Ermittler hin und her switcht. Abwechslung und Auflockerung ist also zu jeder Zeit garantiert. Logisch aufgebaut geht es Gerritsen nicht um besonders blutrünstige Schilderungen der Morde sondern vielmehr Fragen der Wahrnehmung, um das Spielen mit Einbildung und Realität und um die Faktoren, die das Verhältnis zwischen Täter und Opfer bestimmen. Und das hat die Autorin wirklich clever umgesetzt.

Leser, die einen spannenden und unterhaltsamen Thriller suchen, werden hier gut bedient. Und die Kenntnis der Vorgänger ist nicht unbedingt zwingend erforderlich, allerdings aber hilfreich, wenn man an den Protagonisten und ihrer persönlichen Entwicklung interessiert ist.
,Die Autorin Tess Gerritsen startet 2001 mit „Die Chirurgin“ eine Reihe, in der Jane Rizzoli und Maura Isles, beide für die Bostoner Mordkommission tätig, im Mittelpunkt stehen. Es ist der erfolgreiche Auftaktband der Rizzolo & Isles-Thriller. 2010 kommt in den Vereinigten Staaten der „Film zum Buch“ in Gestalt der dazugehörigen Fernsehserie dazu, die ab 2012 auch in Deutschland ausgestrahlt wird und nun nach sieben Staffeln an ihrem (vorläufigen?) Ende angelangt ist. Aber glücklicherweise müssen die Fans nicht auf das Bostoner Dreamteam verzichten, denn mit dem aktuellen Thriller „Blutzeuge“ ist mittlerweile der 12. Band der Reihe erschienen und bietet unterhaltsame Spannung, ganz so, wie wir es von Tess Gerritsen gewohnt sind:

Im tiefsten Winter werden in Boston kurz nacheinander zwei Leichen entdeckt. Bei der ersten handelt es sich um eine Produzentin von Horrorfilmen, der man post mortem die beiden Augäpfel entfernt und in ihren Händen platziert hat. Der zweite Leichnam ist männlich und wurde nach dem Tod mit Pfeilen gespickt. Weitere Tote folgen, Jane Rizzoli und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel. Welchen Sinn haben diese bühnenreifen Inszenierungen der Leichen? Gab es zu Lebzeiten Verbindungen zwischen ihnen? Die Nachforschungen laufen auf Hochtouren und zeigen auch bald erste Ergebnisse. Die Toten wuchsen gemeinsam in einem katholischen Kinderheim auf, das wegen eines verschwundenen Mädchens sowie Misshandlungen in mehreren Fällen vor Jahren in die Schlagzeilen geriet. Maura Isles, nicht nur Gerichtsmedizinerin und Janes Freundin sondern auch locker mit einem katholischen Geistlichen liiert, liefert schließlich den entscheidenden Hinweis, der auf die Spur des Täters führt…

Verschiedene Perspektiven forcieren von Beginn an das Tempo und halten den Spannungsfaktor durch geschickt gesetzte Cliffhanger durchgängig hoch, wobei die Autorin geschickt zwischen den Ereignissen in der Vergangenheit, den aktuellen Mordfällen und dem Privatleben der Ermittler hin und her switcht. Abwechslung und Auflockerung ist also zu jeder Zeit garantiert. Logisch aufgebaut geht es Gerritsen nicht um besonders blutrünstige Schilderungen der Morde sondern vielmehr Fragen der Wahrnehmung, um das Spielen mit Einbildung und Realität und um die Faktoren, die das Verhältnis zwischen Täter und Opfer bestimmen. Und das hat die Autorin wirklich clever umgesetzt.

Leser, die einen spannenden und unterhaltsamen Thriller suchen, werden hier gut bedient. Und die Kenntnis der Vorgänger ist nicht unbedingt zwingend erforderlich, allerdings aber hilfreich, wenn man an den Protagonisten und ihrer persönlichen Entwicklung interessiert ist.

D A N K E !!

Von: Maria Zöhrer Datum: 09. Januar 2018

Ich habe mittlerweile jedes Buch der "Rizzoli-&-Isles-Thriller" mit Begeisterung gelesen!!! Mit dem ersten Absatz beginnt die Faszination und es lässt nicht nach bis man das letzte Wort gelesen hat!!!!! Ganz ganz selten befinde ich mich unter dieser besonderen Hochspannung beim Lesen von Krimis und Thriller, wie bei diesen Büchern... und ich lese nun schon beinahe 26 Jahre dieses Genre! Ich wünsche der Autorin noch unzählige Jahrzehnte in bester Gesundheit mit unzähligen dieser großartigen und hervorragend geschriebenen Büchern, damit sie uns alle immer wieder mit Faszination und Spannung aus dem Alltag ziehen kann :-) !!!!! Alles alles Liebe und Gute, Gesundheit, Erfolg und Glück für Sie und Ihre Familie für die Zukunft!!!! mit einer großen Umarmung Ihre ehrfürchtige und begeisterte Leserin Maria!

Absolute Leseempfehlung!

Von: Buchglueck Datum: 07. Januar 2018

Eine gelungene Fortsetzung der Rizzoli & Isles Reihe und ein absolutes Muss für jeden Fan!
Spannend von Anfang bis Ende mit einem nicht vorhersehbaren Ende!

Rezension "Blutzeuge" von Tess Gerritsen

Von: Jasmins Bücherwelt Datum: 06. Januar 2018

Sie haben das Böse gesehen, und er lässt sie dafür zahlen – mit ihrem Blut

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in den offenen Handflächen liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt…

Vielen Dank an das Bloggerportal Randomhouse für das spannende Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:

Dies war eines der wenigen Bücher, welches mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Geschichte wird einerseits in der Ich-Form aus der Sicht von Holly erzählt und andererseits aus Sicht der Detective Jane Rizzoli, die mir schon aus den elf Vorgängerbänden bekannt ist. Es fühlte sich an wie ein Nachhausekommen zu vertrauten Menschen und zu guten Freunden, so gut kenne ich mittlerweile die Hauptprotagonisten. Deswegen konnte ich mich auch besonders gut und schnell in das Buch einfinden. Der aktuelle Fall wird geschickt mit einem 20 Jahre zurückliegenden Fall der Kindertagesstätte „Apple Tree“ verwoben. Hier sollte ein Skandal von Kindesmisshandlungen stattgefunden haben, der nun wieder ins aktuelle Licht rückt. Ebenso beschäftigt der Entführungsfall der kleinen Lizzie DiPalma die Ermittler. Auch private Geschichten von Rizzoli und der Pathologin Maura Isles, „der Königin der Toten“ werden fortgeführt, weswegen es sich lohnt, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ansonsten sind die Fälle aber in sich abgeschlossen, sodass man wohl auch problemlos mit diesem Buch einsteigen könnte. Der Schreibstil ist locker flockig und man fliegt nur so durch die Seiten. Besonders interessant finde ich die detailgetreuen Obduktionen von Maura Isles. Die Spannung lässt zu keinem Zeitpunkt nach und man ist die ganze Zeit am Rätseln, wie wohl schlussendlich alles zusammenhängt. Und am Ende wird man doch überrumpelt von dem ganzen Ausmaß der Geschichte.

Fazit:

Blutzeuge ist ein atemberaubend fesselnder Thriller mit dem Dreamteam Rizzoli & Isles, der mich restlos begeistert hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung für jeden Thrillerfan. Nun warte ich gespannt auf Fall 13 für das begnadete Ermittlerteam.

Gebundene Ausgabe
Herausgeber: Limes Verlag
Buchlänge: 416 Seiten
Erscheinungstermin: 20. November 2017
https://www.randomhouse.de/Buch/Blutzeuge/Tess-Gerritsen/Limes/e434236.rhd

Gelungen

Von: Justine Datum: 01. Januar 2018

Als Leser scheint man inzwischen eine innige Freundschaft zu den beiden aufgebaut zu haben, dass kann für einige Thriller Leser irritierend sein, für mich ist es super. Ich liebe es, mich nicht gleich wieder auf neue Ermittler einzulassen.

Tess Gerritsen in Höchstform!

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 30. Dezember 2017

In dem mittlerweile schon zwölften Band haben es Detective Jane Rizzoli und Rechtsmedizinerin Maura Isles mit grauenvoll inszenierten Morden zu tun, bei denen die genaue Todesursache lange im Dunklen liegt.
Während man den Fortgang der Ermittlungen verfolgt, begleitet man parallel dazu Holly Devine, eine sehr mysteriöse junge Frau, die man nicht einzuordnen weiß und bei der man nicht erkennen kann, wie sie in den Fall verwickelt ist.
Was passierte vor über zwanzig Jahren in der Kindertagesstätte Apple Tree, zu der alle Fäden zurück führen?
Wo ist die Verbindung zu den diversen Todesfällen?
Tess Gerritsen streut einige überraschende Wendungen und legt viele falsche Fährten.
Es ist ein sehr interessant konstruierter Fall, toll aufgebaut und sehr durchdacht, bei dem mir, subjektiv gefühlt, allerdings an der ein oder anderen Stelle ein wenig die Spannung gefehlt hat.
Die Story ist - typisch Gerritsen - sehr lebendig, flüssig und locker erzählt, mit grandios gezeichneten und sehr gelungenen Charakteren.
Ein tolles, vertrautes Zusammenspiel der beiden Hauptprotagonistinnen, die sich perfekt ergänzen. Schön auch zu lesen, was sich im Privatleben der beiden so verändert hat und mehr über Mauras familiären Hintergrund zu erfahren.
Ein Thriller, den ich sehr gerne weiter empfehle :)

Hochspannung garantiert

Von: Bloggerhochzwei Datum: 28. Dezember 2017

Es ist nicht mein erster Teil aus der Reihe mit dem Ermittlerduo „Rizzoli“ und „Isles“. Und obwohl es schon der zwölte Teil ist, schafft es Tess Gerritsen immer wieder mit Hochspannung zu überzeugen.
In „Blutzeuge“ müssen Detective Jane Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Maura Isles einen Täter finden, welcher seine Leichen bestialisch verstümmelt. Der Täter wählt seine Opfer nach einer bestimmten Methode aus und richtet sie ganz nach dem Vorbild der Katholischen Kirche hin. Wie einst die Märtyrer sterben mussten. Lange Zeit stehen sie vor einem ungelösten Rätsel…
Tess Gerritsen hat mich gleich nach den ersten paar Seiten in diesem Thriller abgeholt. Ich kann wirklich sagen, dass ich dieses Buch innerhalb 2 Tagen durchgesuchtet habe. Es ist dermaßen spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Das schöne daran ist, dass jeder Teil in sich abgeschlossen ist und man als Leser nicht unbedingt die gesamte Reihe kennen muss, um „Blutzeuge“ zu lesen.
Der Schreibstil ist mehr als lebendig und der Spannungsbogen geht innerhalb kürzester Zeit von 0 auf 100 und bleibt bis zum Schluss ganz oben. Immer wieder werden neue Fäden gespannt, der Leser wird hinters Licht geführt und am Ende ganz überrascht.
Über das Ermittlerduo brauche ich keine große Worte mehr verlieren, dieses ist einfach grandios. Auch die anderen Protagonisten kommen glaubhaft rüber, nicht überzogen und bei mir nahm das Kopfkino sofort Fahrt auf.

Fazit

Unbedingt lesen! Ein hochspannender, rasanter Thriller mit überraschenden Wendungen, tollen Protagonisten und absolutem Suchtcharakter. Für jeden Thrillerfan ein Muss.

Rizzoli und Isles ermittteln wieder

Von: Nini Datum: 26. Dezember 2017

Lange mussten die Fans von Jane Rizzoli und Maura Isles auf die Fortsetzung der Reihe warten, ganze zweieinhalb Jahre. Mit "Blutzeuge" hat Tess Gerritsen bereits den 13. Teil des beliebten Duos geschrieben und so fühlt es sich ein wenig an, als würde man lange nicht gesehene Freunde wiedertreffen.

Doch auch wenn man sich freut, Protagonisten zu lesen, die einem mit der Zeit ans Herz gewachsen sind, ist die eigentlich Handlung ja nicht unerheblich dafür, ob es sich um ein schönes Wiedersehen handelt.

Die Handlung ist interessant, erst nach und nach tauchen die Puzzlestückchen auf, die dem Ganzen die Richtung weisen und den Sinn verleihen. Entsprechend gut ist der Lesefluss, die Autorin weiß, wie man die Leser unterhält!

Natürlich spielen auch die privaten Entwicklungen von Jane und Maura eine Rolle und für die Kenner der Reihe gehen diese genau in die schon seit langem gewünschte Richtung!

Ein wenig schade finde ich, dass des Rätsels Lösung schon einige Zeit vor dem Ende relativ klar war, wodurch mir zum Schluss hin auch einiges an Spannung verloren ging.

Dennoch kann ich "Blutzeuge", ebenso wie die Vorgänger, jedem Thrillerfreund nur empfehlen.

Von: Lena Datum: 22. Dezember 2017

Das neue Buch ist wieder der Hammer! Einfach nur fesselnd. Trotz 9 Monate altem Kleinkind an der Backe habe ich es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen! Suchtfaktor! Die Rizzoli und Isles Reihe ist einfach so gut. Hoffe es gibt bald nachschub! Solange fange ich nochmals beim Chirurgen an!

Spannender Thriller

Von: lesenlieben Datum: 14. Dezember 2017

„Blutzeuge“ ist Band 12 der Rizzoli-&-Isles-Serie. Die richtige Reihenfolge der Bücher könnt ihr hier nachlesen. Ich würde empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, für die Mordfälle die Jane Rizzoli und Maura Isles bearbeiten ist es zwar nicht notwendig, allerdings spielt auch das Privatleben der beiden Frauen eine große Rolle in den Büchern und das entwickelt sich von Buch zu Buch weiter. Die Bücher weichen übrigens von der Serie ab, sodass ihr keine Sorge haben müsst, wenn ihr die Serie schon kennt.

Da Tess Gerritsen zu meinen Lieblingsautorinnen zählt und ich bisher alle Bücher der Rizzoli-&-Isles-Serie gelesen hab, hab ich mit großer Vorfreude auf dieses Buch gewartet. Und natürlich habe ich auch dieses Buch mit Haut und Haar verschlungen. Im Nachhinein kann ich sogar sagen, dass mir „Blutzeuge“ besser gefallen hat als der Vorgänger, „Der Schneeleopard“, da mich die Thematik viel mehr angesprochen hat. Wie so oft in den Büchern von Tess Gerritsen verbirgt sich auch in dem Thriller „Blutzeuge“ hinter den Morden eine gut durchdachte und vor allem interessante Story, die man im Traum nicht erahnen würde. Da diese Thriller-Serie von Tess Gerritsen nicht nur die polizeilichen Ermittlungen beleuchtet, sondern auch die die Pathologie, geht es in den Thrillern oft blutig zu. Wer also zartbesaitet ist, für den wird die Leichenöffnung, wahrscheinlich zu viel sein.

Der Thriller „Blutzeuge“ ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt. Der eine Handlungsstrang erzählt von den Ermittlungen rund um die Mordserie sowie dem Leben von Jane und Maura, der andere gibt dem Leser Einsicht in das Leben von Holly Devine. Normalerweise bin ich kein Fan von mehreren Handlungssträngen, gerade in Thrillern, da einer der Handlungsstränge meistens sehr verworren ist und nicht sofort ersichtlich, wozu er gut ist. In diesem Buch ist es zum Glück anders, der Handlungsstrang um Holly Devine lässt nach kurzer Zeit ansatzweise erahnen, was sie mit den Morden zu tun hat.

Auch in diesem Thriller spielt das Privatleben der beiden Frauen wieder eine große Rolle und Veränderungen sowie positive Überraschungen stehen an. Charaktere aus den vorherigen Büchern, die großen Anteil am Leben von Jane und Maura haben, wurden von der Autorin wieder aufgegriffen.

Da ich sowohl Jane Rizzoli als auch Maura Isles sehr gerne mag und sie unheimlich sympathisch finde, sind die Bücher dieser Reihe „Wohlfühlbücher“ für mich, die einfach immer viel zu wenige Seiten haben und für meinen Geschmack nie enden sollten. So hat mir auch dieses Buch wieder richtig gut gefallen, da die Thematik/Symbolik, die hinter den Morden steht, sehr interessant ist und mich die Veränderungen im Privatleben der beiden Frauen sehr gefreut haben.

Ein undurchsichtiger und überaus kniffliger 12. Fall

Von: Thea Datum: 13. Dezember 2017

Eine freischaffende Filmemacherin wird in ihrem Schlafzimmer tot aufgefunden mit den herausgeschnittenen Augäpfeln in ihrer Hand. Eine Verstümmelung, die post mortem erfolgte und die lange Zeit nicht erklärt werden kann. Doch sie bleibt nicht das einzige Mordopfer, das der Bostoner Polizei Rätsel aufgibt. Denn schon bald wird am Pier von Jeffries Point die Leiche eines jungen Mannes entdeckt, dessen Brustkorb von drei Pfeilen durchbohrt worden ist. Und während Jane Rizzoli und ihr Partner Barry Frost nach einer Verbindung zwischen beiden Opfern suchen, wird Maura Isles mit erschreckender Gewissheit klar, dass hier ein gottesfürchtiger Mörder seinen perfiden Racheplan umsetzt.

„Blutzeuge“ ist der 12. Fall mit der Bostoner Detectivin Jane Rizzoli und der Gerichtsmedizinerin Maura Isles, die auch diesmal wieder tief in menschlichen Abgründen wühlen müssen, um merkwürdigen Todesfällen auf den Grund zu kommen. Dabei arbeiten die beiden Freundinnen mit gewohnter Routine Hand in Hand und schrecken auch nicht vor persönlichen Konflikten zurück. So wird Maura Isles gleich zu Beginn mit ihrer unrühmlichen Familie und der serienmordenden Mutter konfrontiert, deren Hinweise nicht unerheblich für den weiteren Verlauf der Ermittlungen sind, während Jane Rizzoli lediglich ein familiäres Weihnachtsessen und ihren dreisten Bruder ertragen muss. Aber nicht nur Maura Isles Privatleben gewinnt eine gewisse Bedeutung für den Fall. Auch die Probleme einer jungen Frau, die von Beginn an als Icherzähler agiert, spielen eine große Rolle.

Die Handlung selbst wird aus mehreren Perspektiven heraus erzählt, die in verschiedenen Handlungssträngen zum Tragen kommen. Dabei sorgen kurze Kapitel und geschickt gesetzte Cliffhanger dafür, dass der Leser die Lektüre nur schwer unterbrechen kann, während der lange Zeit undurchsichtige und überaus knifflige Fall ungemein fesselt. Aber auch die bizarren Morde und deren Hintergründe sowie die Tatsache, dass bereits von Beginn an ein gewisser Verdacht bezüglich der Person des Mörders besteht, heizt die Neugierde des Lesers an. Schließlich möchte er unbedingt wissen, ob seine Vermutungen richtig sind und warum die Morde begangen wurden. Ein geschickter Aufbau, der wunderbar funktioniert und nicht verlangt, dass die vorangegangenen Bände gelesen werden müssen. Wer aber an der Entwicklung und dem Privatleben von Jane Rizzoli und Maura Isles Anteil nehmen möchte, sollte es trotzdem tun.

Fazit:
Einer der besten Fälle von Rizzoli und Isles, den sich Fans des erfolgreichen Teams nicht entgehen lassen sollten.

Auch der zwölfte Band überzeugt noch

Von: Buchkatzen Datum: 13. Dezember 2017

Juhu, es geht weiter mit Jane Rizzoli und Maura Isles und das schon zum zwölften Mal. Bei Serien dieser Länge trennt sich immer die Spreu vom Weizen. Entweder wird es fürchterlich eintönig oder man betrachtet die Charaktere mittlerweile als Freunde. Genau dieser Fall ist bei Tess Gerritsens Bestseller-Reihe für mich eingetreten. Als ich das Buch aufgeschlagen und die ersten Seiten gelesen habe, hat es sich angefühlt, wie nach Hause zu kommen.

Inhalt: Rizzoli und Isles ermitteln wieder. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Sie scheint unversehrt zu sein, bis auf die Tatsache, dass sie ihre eigenen Augäpfel in der Hand hält. Mit dem nächsten Opfer tauchen Verbindungen zu einem alten Fall auf. Und welchen Grund hat die "Anrichtung" der Leichen? Wonach werden die Opfer ausgesucht?

Meine Meinung: Es ist toll zu sehen, wie sich die Leben der Protagonisten über die Bände weiterentwickeln. Besonders spannend finde ich in diesem Zusammenhang ein Interview mit der Autorin, das ich gerade gelesen habe. In diesem geht sie darauf ein, dass die Serie ursprünglich als Einzelband gedacht war, doch ihr die störrische Ermittlerin Jane Rizzoli, die sich in dieser männerdominierten Welt der Kriminalpolizei durchsetzt, einfach so ans Herz gewachsen ist. Also schrieb sie weiter und erfand zusätzlich die Rechtsmedizinerin Maura Isles, die auf ihre eigene Weise ein ebenso komplexer Charakter ist. Und genau da liegt für mich der besondere Reiz dieser Bücher. Die Personen sind so realistisch, weil sie auch ihre Ecken und Kanten haben. Nicht nur die Protagonisten, auch die Familien und Freunde entwickeln sich im Laufe der Bände und sorgen für die ein oder andere Überraschung. Trotz allem handelt es sich immer noch um einen Thriller, also gibt es noch andere wichtige Punkte: der Fall selbst, die Spannung, die Ermittlungsarbeit usw. Hier schließt sich für mich der Kreis, warum ich diese Bücher so gerne lese. Die Fälle sind immer spannend, (für mich) nicht vorhersehbar und gut recherchiert. Gut finde ich, dass es zwar durchaus zu expliziten Beschreibungen der Tatorte kommt, aber immer aus Sicht des Ermittlers. Die Autorin selbst ist ja ehemalige Medizinerin und das merkt man an diesem Punkt sehr deutlich. Es fällt ihr nicht schwer über die Details des Todes, der Obduktion usw. zu schreiben, weil all dies durch eine "medizinische Brille" geschieht. Dafür bleibt dem Leser erspart die Opfer bei ihrem Tod zu begleiten. Das ist ein wichtiger Punkt, weil manche Leser vielleicht auch genau das wollen. In dieser Reihe steht also ganz klar die Ermittlungsarbeit im Vordergrund und nicht ein Gemetzel.

Fazit: Ich bin großer Fan der Rizzoli-&-Isles-Serie und es war ein tolles Gefühl Jane und Maura wiederzutreffen. Wie immer ein spannender Fall, dessen Auflösung für mich bis zum Ende unklar war. Bei dieser Serie liegt der Fokus auf der Ermittlungsarbeit, wobei die Leichen durchaus detailliert beschrieben werden. Auch ohne Vorwissen aus den anderen Bänden lesbar.

5 von 5 Pfoten

Sie haben das Böse gesehen...

Von: die.buecherdiebin Datum: 11. Dezember 2017

Inhalt: Detective Jane Rizzoli und Pathologin Maura Isles werden zu einem grausam zugerichteten Mordopfer gerufen. Der Leiche der jungen Frau wurden beide Augäpfel entfernt und in ihre linke Handfläche gelegt. Die genaue Todesursache bleibt unklar. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden. Aus der Brust des Mannes ragen drei Pfeile. Gibt es eine Verbindung? Die Spur führt Jahrzehnte zurück, zu einem Fall von Kindesmisshandlung in einem katholischen Kinderhort…

Meine Meinung: Der Schreibstil von Tess Gerittsen ist wie gewohnt flüssig und fesselnd und wer diese Thriller-Reihe kennt, dem sind wieder viele Charaktere bekannt, denn wie immer gibt es auch Einblicke in das Privatleben der beiden Protagonistinnen.
Der Fall ist gekonnt aufgebaut, mit einem zunächst langsam ansteigenden Spannungsbogen, bei dem sich nach und nach die Zusammenhänge klären und es dabei zu unerwarteten Wendungen kommt.
Ich wusste bis fast zum Schluss nicht, wer der Mörder ist. Es gibt mehrere Verdächtige.
Einige Kapitel sind aus der Sicht einer jungen Frau geschrieben, die man zunächst nicht richtig einschätzen kann. Was hat sie mit dem Fall zu tun? Ist sie Täter oder Opfer?
Die Morde sind zwar makaber und grausam, werden aber nicht reißerisch geschildert. Blutig und manchmal auch ziemlich eklig geht es dagegen bei Mauras pathologischen Untersuchungen zu. Ich bin froh, nur davon zu lesen und es nicht sehen oder, schlimmer noch, riechen zu müssen��. Fazit : „Blutzeuge“ ist ein gelungener Thriller und hat mich von Anfang an gefesselt, auch, wenn es vielleicht nicht das stärkste Buch der Reihe ist.

Rizzoli & Isles, wie man sie sich wünscht

Von: brigitta Datum: 10. Dezember 2017

Kurze Zusammenfassung:
Die Filmemacherin Cassandra Coyle wird ermordert und verstümmelt in ihrer Wohnung gefunden. Zu Mauras Erstaunen lässt sich keine eindeutige Todesursache feststellen und der Fall gibt Rätsel auf.
Kurz darauf wird Timothy McDougal ermordet, in seiner Brust stecken Pfeile, doch er ist nicht an den Verletzungen gestorben.
Auch hier kann Maura Isles keine eindeutige Todesursache feststellen.
Es scheint, als wären beide Opfer von dem selben Täter ermordet worden, doch lässt sich keine Verbindung zwischen den Beiden herstellen.
Um etwas Licht in die Umstände zu bringen muss Maura Kontakt zu Daniel Brophy aufnehmen. Über ein halbes Jahr haben sie sich nicht gesehen und Maura spürt, dass sie noch lange nicht über Daniel hinweg ist.
Trotzdem, sie braucht Daniels Hilfe. Gemeinsam finden sie ein Muster und dadurch wird die Verbindung zwischen den Toten deutlich.
Doch bevor Rizzoli und Isles handeln können, gibt es schon das nächste Opfer.
Der Täter scheint schnell alle Zeugen eines lang zurückliegenden Verbrechens beseitigen zu wollen.
Und nun mischt sich auch noch Amalthea Lank in das Geschehen ein. Im Sterben liegend schafft sie es noch immer Maura zu manipulieren. Amalthea schützt jemanden, der mit dem Fall zusammen hängt ....

Fazit:
Ein prima Krimi der meine Erwartungen an Rizzoli und Isles absolut erfüllt hat.
Ich habe die letzten 5-6 Bände nicht gelesen, da mich die gleichnamige Fernsehserie überhaupt nicht begeistert und mich leider auch der Buchreihe entfremdet hat.
Von daher war ich, was bestimmte Details betraf, nicht ganz im Bilde.
Amalthea Lank hat mir nicht so viel gesagt und Daniel Brophy habe ich in den früheren Bänden auch nur am Rande mitbekommen.
Aber das hat gar nichts gemacht, ich konnte die Zusammenhänge gut begreifen und allen Fäden folgen.
Also kann man das Buch auch ganz gut als Einzelgänger lesen.
Die Fernsehserie habe ich auch gut aus dem Kopf bekommen und konnte so die ursprünglichen Personen, so wie sie im Buch beschrieben sind, gut genießen.
Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wie Tess Gerritsen gerade sehr abnorme Persönlichkeiten beschreiben kann. Man schaut dem Soziopathen förmlich in den Kopf und man begreift gut die Unterschiede zwischen einem recht normalen, sozial agierenden, Menschen und einem Soziopathen.
Für Soziopathen hat Tess Gerritsen anscheinend ein Faible ;)
Der Thriller ist nicht ganz so blutig, wie ich die ersten Bände der Reihe in Erinnerung habe, und das macht gar nichts.
Das Buch war spannend, ich habe einige Zeit gebraucht um auf den Mörder zu kommen und das Lesen hat mir Spaß gemacht.
Insgesamt finde ich, ist es ein gelungener Rizzoli und Isles-Thriller

Ein toller Thriller!

Von: Inkvotary Datum: 10. Dezember 2017

Packend, spannend und mit ihrem unvergleichlich harmonischen Sprach- und Schreibstil hat Tess Gerritsen einen neuen Fall für Jane und Maura verfasst.

Was hat mir der Sarkasmus gefehlt, den Jane oft in ihrer Stimme hat und ihre vor Ironie oftmals nur so triefenden Worte, wenn sie sich mit anderen Leuten unterhält oder gar mit ihrer Familie auseinandersetzen muss. Einfach nur herrlich!

Diesmal liefern sich Jane und Maura einen fantastischen Schlagabtausch, weil Maura vieles, das Jane tut bzw. denkt, in Frage stellt. Eine andere Perspektive ist gefragt und es ist einfach nur klasse zu verfolgen, wie sich die beiden Damen da begegnen. Denn trotz allem Rauen das da oft zu Tage kommt, die innige Freundschaft zwischen den beiden Frauen ist klar zu spüren.

Auch wenn es am Ende nicht so kommt, wie man sich das als Leser gerne wünschen würde, so ist das, was die Autorin da präsentiert, doch absolut logisch, passend und zeigt, dass im Leben nicht immer alles so ist, wie man es gerne hätte.

Rizzoli & Isles, zwei Figuren die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so viele Dinge gemeinsam haben. Auch in diesem elften Band zeigt sich deutlich die Verbundenheit der beiden Frauen und dass sie trotzdem nicht immer in allem einig sind.

Maura muss sich in Blutzeuge mit dem Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter auseinandersetzen. Ein Verhältnis, das eigentlich gar keins ist. Und doch gibt es da Etwas, das Maura immer wieder dazu bringt, der Frau zu begegnen. Selbst vom Gefängnis aus hat die Frau, die sie geboren hat, noch eine gewisse Macht. Schlussendlich ist es aber Maura, die einen Endstrich zieht und sich von der Last ihrer dunklen Seite befreit.

Ich hab es richtig genossen, mal wieder einen Rizzoli & Isles zu lesen. Da gab es so manche unerwartete Wendung, ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen der bösen Seite und der Guten. Wunderbar unterhaltsam und mit einem überraschenden Ende.

Spannendes Verwirrspiel mit Wurzeln in der Vergangenheit

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 10. Dezember 2017

„Deine Mutter hat es mir gesagt“.

Diesen Satz findet Jane Rizzoli auf der Rückseite einer Fotografie.

Ein Satz, der eine zentrale Bedeutung zu haben scheint in diesem Fall, in dem sich lange nicht wirklich etwas vor oder zurück bewegt. Sehr zum Missfallen der Ermittlerin. Die zwar irgendwann eine recht klare Theorie über die Motive der grausamen Morde entfaltet, aber auch da zunächst mehr Fragen eröffnet, als das wirklich Antworten im Raume stehen würde.

Was auch damit zu tun haben könnte, dass ihre kongeniale Partnerin, Maura Isles, durchaus mit diesem Foto etwas zu tun hat.

Fäden, die in die Vergangenheit führen, auf allen Seiten der handelnden Personen, das auf jeden Fall scheint eine gesicherte Spur zu sein. Rache das vordergründige Motiv und einen stark Verdächtigen findet Jan Rizzoli auch etwa in der Mitte des Buches.

Warum aber werden die Ermordeten auf genau diese, ausgeklügelte und ziemlich einzigartige Weise im Tod bestimmten „Vorbildern“ „nachgearbeitet“?

Was ist wirklich passiert, damals, in dieser Kindertagesstätte, was doch zu, ebenfalls damals, so eindeutigen Verurteilungen geführt hat?

Was hat Isles Mutter, die Serienmörderin, mit diesem Fall zu schaffen?

Und wie kann Jane, ganz nebenbei, sowohl was ihren Partner Frost angeht, was ihre eigene familiäre Situation im Blick auf ihre Eltern angeht und was, zu guter Letzt, die absolut unglückliche Liebe ihrer Freundin Maura betrifft, einige Räder in Bewegung setzen, um dann auch auf der privaten Ebene Schlimmeres zu verhüten?

Ein Erzählfaden, der sicher nicht im Vordergrund dieser temporeichen und verschlungenen Ermittlungen steht, dem Thriller aber das rechte Maß auch an menschlicher Fragen und Beziehungen zwischen den Protagonisten mit auf den Weg gibt.

So dass sich im Gesamten, wieder einmal bei Gerritsen, ein rundes Leseerlebnis ergibt, bei dem der Leser sowohl gute Nerven braucht, was die genaue Beschreibung der verstümmelten Toten angeht, wie auch einen guten Magen, wenn Gerritsen den Leser ebenfalls bildkräftig Schritt für Schritt durch eine Obduktion führt.

Lebendig in der Sprache, mit differenziert gezeichneten Haupt- und Nebenfiguren und einer ganzen Reihe lange offenbleibender Fragen, die den Leser durchweg zum „Mit-Ermitteln“ anregen. Mit einer fulminanten Wendung zum Ende hin, das aus vermeintlichen Grausamkeiten an verschiedenen Beteiligten auch Grausamkeiten von verschiedenen Beteiligten erzeugen wird.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

Nichts für schwache Nerven!

Von: Amy J. Brown Datum: 10. Dezember 2017

Handlung:
Nachdem die junge Frau tot aufgefunden wurde, beginnen die Ermittlungen. Sie laufen jedoch schleppend, denn die Ermittler erkennen kein Motiv und auch der Tathergang ist nicht mal eben rekonstruiert. Das macht es natürlich schwierig, ein Profil zu erstellen und nach dem Täter zu suchen. Trotzdem beginnt natürlich die Geschichte, die man als Leser nicht nur aus der Sicht der beiden Frauen verfolgt, sondern auch durch eine unbekannte Person, der Spannungsbogen ist die ganze Zeit über konstant hoch, weil man natürlich unbedingt wissen will, wer diese Person ist und was sie mit der Geschichte zu tun hat. Die Auflösung der Morde war für mich nicht vorhersehbar, ich bin lange Zeit im Dunkeln getappt, was mich auf der einen Seite sehr gefuchst hat, aber natürlich wurde so die Spannung nicht gemindert, und das Lesevergnügen nicht geschmälert. Die Geschichte war ganz nach meinem Geschmack, ist aber sicher nichts für zwarte Gemüter.

Figuren:
Jane Rizzoli und Maura Isles sind zwei sehr sympathische Figuren. Maura hat aufgrund ihrer Vergangenheit mit einigen Ängsten zu kämpfen und hat sich wohl von einer eher kühlen, oberflächlichen Person zu einer sensibleren Figur mit mehr Tiefgang entwickelt. Jane dagegen ist eine dynamischer, warmherziger Mensch, dem die Familie sehr wichtig ist. Die beiden sind meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet, daher waren sie sehr greifbar für mich, was mich sehr gefreut hat. Dadurch konnte ich hervorragend mit den beiden mitfiebern. Es gibt zahlreiche Nebenfiguren, die mich ebenfalls nicht kalt gelassen haben - mal positiv, mal negativ. Auch sie waren für mich als Leserin gut greifbar, teilweise habe ich sie vor mir gesehen. Die Vielfältigkeit der Figuren insgesamt hat mir sehr gut gefallen, hier kann man deutlich merken, dass die Autorin ihr Handwerk versteht.

Schreibstil:
Tess Gerritsen schreibt, wie es sich für einen ordentlichen Thriller gehört. Wegen ihrer fesselnden Art, den Leser an die Geschichte und die Figuren zu binden, halte ich sie für einen absoluten Thrillerprofi. Gerade bei den Leichenfunden, den Szenen in der Gerichtsmedizin oder bei der späteren Entwicklung der Geschichte schreibt sie herausragend spannend.

Fazit:
Der Thriller ist wie gesagt nichts für schwache Nerven und für Leser, die in Büchern Schwierigkeiten mit Themen wie Heimerziehung und/oder Kindesmissbrauch haben, würde ich es nicht empfehlen. Ansonsten werde ich für meinen Teil die Reihe von Anfang an lesen und vergebe hier 5 Sterne für dieses tolle Rundum-Paket.

Leichte, aber spannende Thriller-Kost mit überschaubarer psychologischer Tiefe

Von: Dirk Hoffmann Datum: 08. Dezember 2017

Als die Leiche der jungen Filmemacherin Cassandra Coyle auf dem Bett ihrer exklusiven Wohnung aufgefunden wird, ruft das nicht nur Detective Jane Rizzoli vom Boston Police Department, sondern auch ihre Freundin, die Gerichtsmedizinerin Maura Isles, auf den Plan. Der Mörder hat seinem Opfer nämlich die Augäpfel entfernt und in dessen Handflächen gelegt. Bei der Autopsie entdeckt Isles nicht nur eine signifikante Menge der Date-Rape-Droge Ketamin im Körper der Toten, sondern am Hals auch Rückstände von Klebemittel.
Wenig später wird an Heiligabend auch der fünfundzwanzigjährige Buchhalter Timothy McDougal am Jeffries Point unter ähnlichen Umständen tot aufgefunden, mit drei Pfeilen in der nackten Brust. Auch bei ihm wird Ketamin im Blut gefunden. Als sich Isles mit ihrem ehemaligen Geliebten, den Polizeigeistlichen Daniel Brophy, über ihren Verdacht austauscht, wird ihr klar, dass die Bostoner Polizei es mit einem Serienkiller zu tun hat, der mit seinen Taten die Leiden der christlichen Märtyrer nachstellt. Auf den Überwachungsvideos bei den Trauergottesdiensten fällt den Beamten eine Frau auf, die sie als Holly Devine identifizieren und die eine gemeinsame, traumatische Geschichte mit den Opfern teilt. Sie war nämlich ebenso wie die Mordopfer vor zwanzig Jahren in der Kindertagesstätte Apple Tree von Irina und Konrad Stanek sowie ihrem Sohn Martin missbraucht worden, was erst ans Licht kam, als die neunjährige Lizzie DiPalma vermisst worden war. Während das Stanek-Ehepaar mittlerweile in der Haft verstorben war, wurde Martin Stanek vor drei Monaten entlassen …
Doch die Journalistin Bonnie Sandridge glaubt nicht daran, dass Stanek der Täter gewesen war.
„,Lizzie DiPalmas Verschwinden versetzte die Menschen in der Gemeinde in Angst und Schrecken, und sie waren bereit, alles zu glauben – sogar, dass Tiger durch die Luft fliegen könnten. Darum geht in meinem Buch, Detective. Darum, wie aus eigentlich vernünftigen Menschen ein rasender und gefährlicher Mob werden kann.‘“ (S. 282)
Rizzoli und ihr Partner Berry Frost haben alle Hände voll zu tun, die alten Prozessakten durchzusehen, Gespräche mit dem nun auf freiem Fuß befindlichen Hauptverdächtigen Martin Stanek und der undurchdringlichen Holly Devine zu führen, aber auch auf privater Seite haben Rizzoli und Isles einige Probleme zu meistern. So wird Maura Isles nicht nur mit dem nahenden Krebstod ihrer wegen mehrfachen Mordes inhaftierten Mutter Amalthea Lank konfrontiert, sondern muss sich auch ihren Gefühlen für Daniel stellen, der sein Versprechen Gott gegenüber nicht für Maura brechen will. Und Jane Isles bekommt zum Weihnachtsessen vorgeführt, wie sehr ihre Mutter unter der Ehe mit ihrem Mann zu leiden hat, nachdem sie ihre Affäre mit Vince Korsak beendet hatte.
Für einen moderaten Umfang von 400 Seiten bietet der zwölfte Band aus der erfolgreichen Thrillerreihe um Rizzoli & Isles nicht nur etliche Tote mit außergewöhnlichen Verletzungen, sondern auch eine interessante Spurensuche in der Vergangenheit.
Wie die Missbrauchsanschuldigungen im Fall von Apple Tree mit den Morden in der Tradition christlicher Märtyrer zusammenhängen, zählt zu den spannungstreibenden Elementen in „Blutzeuge“. Dass Maura Isles immer wieder mit ihrer grausamen Mutter konfrontiert wird, hat sie mit Karin Slaughters Protagonisten Will Trent gemein, der ständig von seiner psychopathischen Exfrau Angie terrorisiert wird. Das mag für einige Stories innerhalb einer Reihe ganz interessant sein, auf die Dauer nerven diese Verknüpfungen allerdings und tragen nicht zur Glaubwürdigkeit des Plots bei. Viel interessanter wären hier die Beziehungen zwischen Maura Isles und ihrem geliebten Geistlichen einerseits und die problematischen Verhältnisse in der Rizzoli-Familie. Janes Mann Gabriel wird auf den immer verständnisvollen Gefährten reduziert, während die Episode zwischen Isles und ihrem Love Interest wie eine Anekdote behandelt wird.
Doch Gerritsen scheint nicht mehr als an einer oberflächlichen Entwicklung ihrer Figuren interessiert zu sein, was sie u.a. ihrem Kollegen James Patterson gemein hat. Stattdessen liefert sie leicht lesbare Thriller-Kost mit einem überschaubaren, aber kaum markant gezeichneten Ensemble, wobei sich die Originalität des Plots meist auf möglichst mysteriöse, abartige Modi Operandi beschränkt.

Mord und Missbrauch

Von: black nd beautiful Datum: 06. Dezember 2017

Autor: Tess Gerritsen
Verlag: Limes
Preis: 19,99 € – Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 409
ISBN: 978-3-8090-2638-9
Weitere Formate: eBook, Hörbuch

Klappentext:
Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt…

Cover:
Wer Tess Gerritsen kennt, weiß dass ihre Cover immer ähnlich gestaltet sind. Zu Beginn waren das Abbildungen von Frauen, die an alte Renaissance-Bilder erinnerten. Mittlerweile werden die Cover moderner gestaltet und die neueren Taschenbuchversionen der letzten Bände sind im selben Design wie das neue Buch. Diesen Design-Unterschied kann man ganz gut auf dem Foto erkennen.
Auf dem Cover von Blutzeuge sieht man ein einzelnes Haus, das mich sofort an den erwähnten katholischen Kinderhort denken lässt. Durch den allein stehenden, kahlen Baum im Vordergrund, wirkt die Szene noch gruseliger, was durch die Risse im Bild und die gedeckten, fast schon düsteren Farben noch zusätzlich unterstütz wird. Insgesamt ein gelungenes Cover, was bei mir sofort die Assoziation „Thriller“ hervorruft.
Besonders gefällt mir auch die Haptik des Schutzumschlages, der nicht nur matt aussieht, sondern sich auch so anfühlt.
Wie üblich für ein Buch mit Schutzumschlag, ist das Buch selbst einfach nur Schwarz mit dem Titel und der Autorin auf dem Buchrücken.

Inhalt:
Bei diesem Buch handelt es sich um den mittlerweile zwölften Fall um Detective Jane Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Maura Isles und über die Jahre sind die beiden Kolleginnen zu Freundinnen geworden. Ob man für das bessere Verständnis die vorangegangenen elf Bücher gelesen haben muss, könnt Ihr im Fazit nachlesen.
In „Blutzeuge“ haben sie es mit einem besonders brutalen Fall zu tun, wie der Klappentext schon verrät, der sich ganz schnell zu einem Serienmord mit Verbindungen in die Vergangenheit entwickelt.
Wie immer begleiten wir bei den Ermittlungen Jane bei der polizeilichen Arbeit, beleuchten die Morde aber auch von der medizinischen Seite bei Mauras Obduktionen – vor allem diese liefern im späteren Verlauf entscheidende Hinweise, die Jane und ihr Team auf die richtige Fährte bringen. Natürlich treffen wir hierbei auch alte Bekannte aus dem Team, wie Berry Frost, Daniel Brophy oder Yoshima und auch vom Familienwahnsinn der Rizzolis werden wir (zum Glück) nicht verschont.
Neben den bekannten Figuren, gibt es natürlich auch diejenigen, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen und somit neu sind. Hier erleben wir die Handlung teilweise sogar aus Sicht einer der betroffenen Personen und erfahren so Stück für Stück was heute passiert ist und was dies mit dem Missbrauchsfall von vor zehn Jahren zu tun hat.
Am Ende gelingt es Jane und ihrem Team den Fall aufzuklären – wer hier aber mit der klassischen Auflösung eines Thrillers rechnet, irrt sich gewaltig. Warum? Das lest Ihr am besten selbst nach!

Fazit:
Ich muss vorweg gestehen, ich bin absoluter Fan der Reihe und begleite Jane und Maura von Beginn an. Dementsprechend war mir von Anfang an klar, dass mich auch dieses Buch wieder vollauf begeistern wird und ich wurde nicht enttäuscht. Gerritsens Geschichten um das Ermittlerduo sind die perfekte Mischung aus Polizeiarbeit und medizinisch-wissenschaftlichen Fakten, die den Leser von Anfang an in ihren Bann ziehen und mitreisen. Dabei sind die Fälle stets realistisch und in sich stimmig, sodass man sich immer vorstellen kann, dass das wirklich passiert ist. Dies trifft natürlich auch auf „Blutzeuge“ zu und hier hat mich vor allem das Ende begeistert, zu dem ich aber nicht mehr sagen möchte, da es die eine oder andere Überraschung vorweg nehmen könnte. Insgesamt gab es aber durchaus genug Hinweise um als Leser schon im Verlauf der Handlung auf den Täter zu kommen. Diese sind aber gut versteckt, sodass der ein oder andere sicherlich aufs Glatteis geführt wurde.
Der Fall selbst ist in sich geschlossen und somit ist das Buch durchaus lesbar, ohne die vorangegangenen Bände gelesen zu haben. Allerdings handelt es sich bei den zwei Hauptpersonen Jane und Maura um sehr ausgereifte Charaktere, deren Entwicklung man in den vergangenen Teilen stets mitverfolgen konnte. Dementsprechend kann einem die Beschreibung der charakterlichen Eigenschaften etwas wenig vorkommen, wenn man nur diesen Band liest. Außerdem gibt es hier und da doch Andeutungen auf frühere Fälle oder Geschehnisse, wobei diese immer so eingebunden oder erklärt werden, dass man sie auch ohne weiteres Wissen versteht.
In diesem Zusammenhang habe ich folgende Empfehlung: Wer einfach nur einen spannenden und ausgereiften Thriller sucht, ist mit diesem Buch bestens versorgt, ohne die anderen Teile zu kennen. Wer sich mit den Charakteren und deren Hintergrundgeschichte befassen möchte und deren Handeln und Eigenschaften nachvollziehen will, sollte bei Band eins beginnen. Ich kann in jedem Fall sagen es lohnt sich! Jane und Maura sind eines meiner liebsten Ermittlerduos und ich fiebere jedem neuen Band entgegen. Schon jetzt kann ich ihren dreizehnten Fall kaum abwarten. Die beiden wecken so viel Sympathie beim Leser, das habe ich selten bei anderen Thriller-Reihen erlebt. Fast fühlt es sich an, als wäre man nicht nur Leser, sondern auch Freund der beiden.

super spannend

Von: Viola Hardel Datum: 06. Dezember 2017

Dieses war mein erstes Buch von Tess und ich muss sagen ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt  und es wird wohl so sein das ich mir auch die anderen Teile holen werde-

Der Schreibstil ist der flüssig und man kann diese Geschichte fast in einem Rutsch lesen, wenn sie nicht so Spannend wäre das man einfach mal eine Pause machen muss um einfach mal tief ein zu atmen.

Hier kommt man nicht zum verschnaufen denn hier wird die Spannung bis zum Schluß aufrecht gehalten und man fiebert echt mit wie das alles Enden wird.

Ich will gar nicht so viel von der Geschichte an sich verraten, denn ich bin der Meinung das man das einfach lesen muss.

Wer also ein Spannendes Buch sucht der ist hier genau richtig.

Ich vergebe 5 Punkte!


Ein neuer Pageturner aus der Rizzoli & Isles-Reihe

Von: morgenschnecke Datum: 05. Dezember 2017

In Boston wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Die genaue Todesursache ist jedoch unklar. Als kurze Zeit später die Leiche eines jungen, ebenfalls verstümmelten Mannes gefunden wird ist schnell klar, dass es sich hier um einen Serientäter handelt.
Jane und Maura arbeiten wieder zusammen um die Hintergrundgeschichte der Opfer und des Mörders aufzudecken.
Ich war sehr gespannt auf den neuen Rizzoli & Isles Roman, die Serie gehört zu meinen Lieblingskrimiserien und ich mag die Charaktere der Bostoner Polizei, sowie ihre Freunde und Familienmitglieder.
In diesem, zwölften Teil der Reihe spielen wie gewohnt auch die privaten Probleme und Sorgen der beiden mittlerweile Freundinnen eine nicht unerhebliche Rolle, und das ist auch der Grund, warum mir die Serie gut gefällt.
Es gibt einen roten Faden, der sich durch alle Teile der Reihe zieht, jede der beiden Hauptfiguren hat ein Privatleben an dem man als Leser teilhaben kann. Auch in dem neuen Roman begegnen dem Leser schon bekannte Nebenfiguren, dieses mal spielt Mauras Liebesleben aber auch ihr familiärer Hintergrund eine Rolle, so wie auch die Geschehnisse in Janes Elternhaus.
Der eigentliche Fall ist gewohnt spannend und fesselnd. Der Schreibstil ist wie immer angenehm. Einige Kapitel sind aus der Sicht einer unbekannten Person geschrieben, die eindeutig etwas mit dem Fall zu tun hat. Diesen Griff fand ich gelungen, ich denke er hat noch mehr Spannung in den Handlungsverlauf gebracht.
Obwohl der letzte Roman von Tess Gerritsen, „Totenlied“ gelobt wurde und erfolgreich war, war er für mich eine Enttäuschung. Umso mehr freue ich mich, daß der neue Thriller so spannungsgeladen und mitreißend ist.
Für alle Fans der Reihe ein Muss, da jedoch immer wieder Rückblicke und Erklärungen zur Vorgeschichte gegeben werden, auch als ein einzelnes Buch gut zu lesen.

Sterben wie ein Märtyrer

Von: Denise Datum: 01. Dezember 2017

Eine Frau wird tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Die Leiche weist auf den ersten Blick keine erkennbaren Verletzungen auf, bis auf die Augen, die die Tote in den Händen hält. Rizzoli und Isles stehen vor einem Rätsel. Und es wird noch verworrener, als ein zweiter Toter auftaucht. Wieder ohne erkennbar tödliche Verletzungen, aber mit 3 Pfeilen in der Brust. Bald wird klar, dass in der Vergangenheit die Lösung liegt. Und diese ist düster...

"Blutzeuge" ist der 12. Fall für Rizzoli und Isles und wieder mal konnte mich Tess Gerritsen vollends begeistern. Es gibt wenig Autoren, die bei einer solch umfangreichen Reihe ihre Figuren und deren Geschichten durchweg spannend gestalten können. Tess Gerritsen gehört für mich definitiv dazu. In ihrem neusten Werk besinnt sie sich auf die Ermittlerarbeit von Rizzoli und das Know-How von Isles und erschafft daraus einen Thriller der Extraklasse.

Die Geschichte wird großteilig von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man Jane Rizzoli und Maura Isles bei ihrer Fahndung nach dem Täter. Zudem gewährt die Autorin kleine Einblicke in das Privatleben der beiden Frauen. Der Fokus liegt allerdings klar auf dem Fall, was ich sehr gut und passend fand.

Kapitelweise kommt eine Frau namens Holly zu Wort, die aus ihrem Alltag berichtet. Ich war zunächst ratlos, was die Dame mit dem Fall zu tun haben könnte. Jedoch offenbarte sich ihre Rolle mit jedem neuen Kapitel. Tess Gerritsen verwebt hier meisterhaft zwei Perspektiven. Großartig!

Ich begleite Rizzoli und Isles seit ihrem ersten Fall und kann mich immer noch nicht sattlesen an ihrem Familien- und Privatleben. Das liegt zum Einen daran, dass die beiden Frauen ein alltägliches, aber durchaus spannendes Leben abseits der Arbeit haben. Zum Anderen versteht es die Autorin auch, diese Hintergründe nicht zu sehr in den Fokus zu rücken. Für mich sind die Ausflüge in das private Umfeld angenehme Pausen vom Schrecken, dem die Ermittler Tag für Tag begegnen.

Die Story selbst ist von Beginn an spannend, aber erstaunlich unblutig. Ja, es passieren außergewöhnliche Morde. Jedoch ergeht sich die Autorin nicht in blutigen Details. Dies überlässt sie der Fantasie ihrer Leser. Das fand ich klasse. Mit jedem Kapitel wurden mehr Fakten offenbart, die durch gute und solide Polizeiarbeit bestätigt, verstärkt oder entkräftet wurden. Ich habe mit Rizzoli und Isles getüfelt, gegrübelt und sogar ein paar Mal die Luft angehalten. Dieser Fall beweist, dass Spannung weder an Blut noch an Brutalität hängt.

Das Ende fand ich sehr gelungen und rund. Tess Gerritsen lässt durch Andeutungen im privaten und beruflichen Umfeld die Tür offen für einen neuen Fall. Und auf diesen freue ich mich schon jetzt.

Fazit: Seid Zeuge eines gelungenen Thrillers. Ich kann das Buch nur empfehlen!

Wieder absolut spannende Unterhaltung

Von: Claudias Bücherhöhle Datum: 27. November 2017

Blutzeuge von Tess Gerritsen
erschienen bei Limes

Zum Inhalt

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 12. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hinsichtlich der Charaktere hin!

Tess Gerritsen ist immer noch ein fester Bestandteil meiner Leseauswahl. Ihre Bücher fallen keineswegs in den Jugendbuchbereich, trotzdem fangen meine Augen an zu leuchten, wenn es wieder etwas Neues von ihr gibt. Und am allerliebsten mag ich ihre Rizzoli und Isles-Reihe, wozu auch dieses Buch gehört. Ich lese ihre Bücher nun schon seit 1996 – eine wahnsinnig lange Zeit… Aber ich bin jedes Mal von ihrem Schreibstil unendlich begeistert! Das Vermischen von medizinischen Details, der Arbeit der Pathologin und kriminalistischen Ermittlungen bringt die Autorin in jeder einzelnen Geschichte gut unter. So auch hier wieder. Die Brutalitäten und ekligen Szenen lese ich heutzutage schon etwas schneller, aber das ist auch nicht das, was diese Bücher ausmacht. Zu einem Mord gehören ja nun einmal diese Einzelheiten, aber Tess Gerritsen schlachtet sie nicht noch zusätzlich aus - was ja heutzutage leider bei vielen Standard zu sein scheint… In diesem 12. Fall wurde die Autorin allerdings von ihrer Vorliebe zu Horrorfilmen inspiriert, was man auch deutlich merkt. Trotzdem halten sich die blutigen Szenen noch immer in Grenzen.
Die Story wird wie gewöhnlich in der dritten Person erzählt, aber es ist auch der personale Erzählstil dabei. Wem dieser Part gehört, wird natürlich nicht verraten.
Erst gibt es die Leiche, dann folgen Befragungen und die pathologische Untersuchung. Jeder Bereich für sich ist spannend und interessant angelegt. Als Leser mag man schon miträtseln, wer der Täter sein könnte. Ich persönlich finde die Arbeit in der Pathologie immer sehr faszinierend. Was einem ein Toter doch noch alles im Nachhinein verraten kann…
Zu den ganzen arbeitstechnischen Dingen kommt natürlich noch das Privatleben der einzelnen Charaktere hinzu, die ich seit Jahren begleite. Rizzolis Kollege Frost ist wieder dabei, ebenso Mauras Assistent Yoshima. Dann gibt es natürlich noch Jane Rizzoli und Maura Isles selbst. Familienfeste bei den Rizzolis sind immer wieder eine wahre Freude, das hat sich bis heute nicht geändert. Bei Maura geht es mehr um ihre Liebe zu Daniel, bei der sie ganz schön mit sich hadert, und die Beziehung zu ihrer Mutter. Gerade Maura, die doch immer sehr kühl und leicht distanziert wirkte, hat in den letzten Jahren an Tiefe gewonnen. Auch hier sind ihre Ängste bezüglich ihrer Vergangenheit und der Suche nach sich selbst sehr gut spürbar.

Tess Gerritsen hat - wie gewohnt - wieder beste Qualität abgeliefert. Auch ihr 12. Fall Blutzeuge konnte mich trotz der grausigen Details auf ganzer Linie überzeugen. Ihre Charaktere sind mir über die Jahre unheimlich ans Herz gewachsen und bleiben weiterhin authentisch. Der Fall wurde nicht zu sehr ausgeschlachtet und die kriminalistische Arbeit führt zu einem erschütternden Ergebnis. Sobald man als Leser erst einmal die einzelnen Zusammenhänge begreift, wird einem teilweise wirklich der Boden unter den Füßen weggerissen. Mich schockiert an diesen Büchern die Nähe zur Wirklichkeit. Es ist nicht einfach nur eine ausgedachte Geschichte, sondern könnte genauso gut jederzeit überall auf der Welt so geschehen. Mord gibt es ja leider immer… Die Hintergründe führten mich in eine sehr grausame und düstere Welt, aus der ich nach über 400 Seiten sehr gerne wiederauftauchte. Das Ende fand ich einfach nur erschreckend. Ich vergebe 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen und bin schon auf Fall 13 gespannt.


Die Reihe

Die Chirurgin
Der Meister
Todsünde
Schwesternmord
Scheintot
Blutmale
Grabkammer
Totengrund
Grabesstille
Abendruh
Der Schneeleopard
Blutzeuge

Zum Autor

So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller Die Chirurgin, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine.


416 Seiten
übersetzt von Andreas Jäger
ISBN 978-3-8090-2638-9
Preis: 19,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


perfide, abgründig, explosiv

Von: Magische Momente Datum: 27. November 2017

Endlich geht es weiter mit Rizzoli und Isles. Als das Buch bei mir eintraf, musste ich daher auch sofort damit starten.
Mittlerweile handelt es sich hier um den 12.Band und ich war unheimlich gespannt, was mir dieser bieten würde.
In das Geschehen kommt man sofort sehr gut hinein. Alles ist sofort wieder präsent und obwohl es nicht allzu viele Rückblicke gibt, hat man keine Probleme, dem Geschehen zu folgen.
Die Autorin versteht es mit ihrem fließenden und einnehmenden Schreibstil sofort in den Bann zu versetzen. Leider hat das zur Folge, das ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte und die Geschichte viel zu schnell vorbei war.

Hierbei folgen wir zum einen Jane Rizzoli und Maura Isles. Auf der anderen Seite aber auch einer anderen Person, was es in meinen Augen perfider und umso spannender machte.
Gerade diese eine Person hat mich ungalublich gereizt. Man hat schon im Vorfeld einige Ahnungen, die in verschiedene Richtungen gehen. Doch nichts bereitet tatsächlich darauf vor, worauf es im Endeffekt hinauszielt. Lange Zeit war sie für mich ein Buch mit sieben Siegeln und ich wusste einfach nicht, was ich von ihr halten , geschweige denn, wie ich sie einschätzen sollte.
Die ersten Leichen lassen auch gar nicht solange auf sich warten. Sie lösen einiges an Grauen und Fassungslosigkeit aus. Dabei versteht es die Autorin den gesamten Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen. Sie werden greifbar und man teilt ihre Emotionen auf jeder Ebene.
Die Grundthematik hat mir hierbei besonders gut gefallen. Wurde gut ausgearbeitet und dem Leser vor Augen geführt. Dabei versteht es die Autorin mit einigen Wendungen zu punkten, die man nicht kommen sieht. Einiges erahnte ich und doch überlief mich eine Schockwelle nach der anderen.
Ganz besonders fassungslos und schockiert war ich über die Emotionslosigkeit einer ganz besonderen Person. So viel Kälte und Kalkül, es hat mich wirklich entsetzt. Ratlos gemacht und auch zum nachdenken gebracht.
Was ist nötig, damit man so wird? Wie tief sind die Abgründe, die tatsächlich darin schlummern?
Wieviel Schmerz und Leid kann ein einzelner Mensch ertragen, ohne daran zugrunde zu gehen?

Die Handlung selbst ist etwas komplex aufgebaut und es dauerte einige Momente, bis ich mir ein Bild machen konnte.
Bis zu einem gewissen Grad fand ich es ziemlich vorhersehbar, was das Lesevergnügen aber keinesfalls geschmälert hat.
Derweil bleibt auch die Zwischenmenschlichkeit nicht außen vor. Maura und Jane haben derweil mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und ich fühlte mich Ihnen dabei wirklich verbunden. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, ihren Gedanken folgen und ihr Innerstes nach außen kehren. Sie haben dem ganzen Fall etwas Ausgeglichenheit verschafft. Sie haben gezeigt, das auch das Gute noch existiert und das nicht immer alles nur schwarz weiß ist.
Ihr Privatleben dominiert nicht, was ich als sehr gut empfinde. Die Ermittlungsarbeit hat mir nach wie vor sehr gut gefallen. Man konnte gut miträtseln und immer wieder in eigene Überlegungen verfallen.

Auf emotionaler Schiene konnte ich mich komplett einbringen und hab so jede Zeile mitgezittert und gebangt. Die Handlung wechselt immer wieder von ruhigem Modus in den nervenzehrenden. Dabei empfand ich es auf der psychologischen Ebene sehr gut ausgearbeitet.
Es geht um Berechnung, Macht, und Missgunst.
Es geht aber auch um Liebe, Akzeptanz und dem Wunsch, immer mehr zu wollen.
Es geht um die Vergangenheit, die niemals zur Ruhe kommt und sich irgendwann mit der Gegenwart verbindet.
Es hat mich traurig und wütend gemacht. Es hat in mir gebrodelt und ich konnte vieles einfach nicht akzeptieren, nicht verstehen. Es hat mich mit Grauen und Fassungslosigkeit erfüllt.
Und daneben ist es mir auch nahe gegangen.
Schlussendlich ein sehr gut ausgearbeiteter 12. Fall, der einiges an Grauen zutage fördert und in dem auch die Zwischenmenschlichkeit nicht zu kurz kommt.

Fazit:
Mit dem 12. Band rund um Jane Rizzoli und Maura Isles , konnte mich die Autorin komplett begeistern, mitreißen und ohne Unterbrechung in Atem halten.
Das Böse schläft nie und kommt immer wieder zum Vorschein.
Perfide, abgründig explosiv.
Ein sehr gut ausgearbeiteter Fall, der einiges an Grauen zutage fördert, bei dem aber auch die Zwischenmenschlichkeit nicht zur kurz kommt.
Die Charaktere sind gekonnt in Szene gesetzt und auch die Wendungen, konnten mich komplett mitreißen.
Rizzoli & Isles Fans werden hier auf ihre Kosten kommen.

Meine absolute Lieblingsautorin!

Von: Sam Datum: 24. November 2017

Seit mehreren Jahren lese ich jedes Buch, das Tess Gerritsen veröffentlicht und ich bin immer wieder begeistert, wie geschickt sie die Geschichten verwebt, sodass man bis zu den letzten Kapiteln nicht im geringsten ahnt, wer der eigentliche Böse ist. Dazu die ganzen geschichtlichen Hintergründe, die aber keineswegs langweilig sind. Ganz im Gegenteil: Tess Gerritsen schafft es, selbst den normalerweise trockensten Stoff so zu verpacken, dass er einen nur noch mehr fesselt.
Wenn also jemand ein Buch sucht, das man wirklich bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen kann, dann sind die Bücher von Tess Gerritsen die beste Wahl!

Zurück zu den Anfängen - packend und gut!

Von: Starlings Bücherhimmel Datum: 21. November 2017

Als eine junge Frau Tod aufgefunden wird, sieht alles nach einem Ritualmord aus. Ihre Augen liegen in ihren offenen Händen, zum Glück geschah dies post mortem.
Jane Rizzoli und Maura Isles machen sich wie immer auf die Suche nach einem Täter und einem Motiv, tappen aber lange im Dunkel. Auch als ein 2. Mord begangen wird, können die beiden erfahrenen Ermittlerinnen lange keinen Zusammenhang finden außer dass es sich hier um eine Märtyrer Darstellung handelt, finden sie erst einmal nichts heraus

Doch die Zeit drängt, denn es wird bald ein weiterer Mann vermisst, der mit diesen Morden im Zusammenhang stehen könnte.

Können Jane und Maura rechtzeitig handeln? Und was hat ein alter Fall um Misshandlungen in einem Kinderhort damit zu tun?

Mit „Blutzeuge“ ist bereits der 12. Fall für die Ermittler Rizzoli & Isles erschienen. Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, aber ich empfehle dennoch chronologisches Lesen, da einige Szenen und Personen durch logischer werden.

3 Jahre nach „Der Schneeleopard“ gibt es endlich einen neuen Fall für das Ermittlerduo Rizzoli & Isles. Im eiskalten Winter, um Weihnachten herum darf der Leser mit Jane und Maura bei den Ermittlungen bibbern.
Denn wie immer ist man als Leser ganz nah dabei. Man kann die Gedanken der Beiden verfolgen, ihre Gefühle live erleben. Und wie so oft, darf der Leser gemeinsam mit Maura am Obduktionstisch stehen und erleben, wie sie versucht ihre Erkenntnisse aus den Leichen zu gewinnen.
Ebenso wie die Ermittler habe ich als Leser lange im Dunkel getappt. Der Täter war mir erst spät klar und genau das ist es, was ich von einem guten Krimi / Thriller erwarte.

Wo die beiden letzten Bände der Reihe für mich ein wenig wegdrifteten, so kehrt dieses Buch wieder zurück zu den Wurzeln der Reihe. Es sind keine weiten Ausflüge nötig, sondern diese Taten geschehen direkt vor der Nase in Boston.
Und auch die Familie von Jane bekommt wieder genügend Platz in diesem Buch, aber ohne Zuviel abzulenken. Besonders Vater und Bruder hätte ich aber gerne manches Mal gepackt und aus dem Haus geworfen.
Auch gibt es ein Wiedersehen mit Daniel, da Maura ihn in die Ermittlungen einbezieht, da ja ein kirchlicher Hintergrund da zu sein scheint.

Der Stil ist schnell und flüssig, so dass man schnell durch die Seiten fliegt. Für mich ein richtiger Pageturner, den ich nur für die Arbeit aus der Hand legen konnte. Das Ende hat einige Überraschungen parat, so dass es nicht langweilig wird.

Für mich ist dieses Buch eine gelungene Fortsetzung der Reihe, weshalb ich ihm gerne 5 Sterne gebe.

Horrorfan

Von: wal.li Datum: 27. Oktober 2017

Dr. Maura Isles wird zu einem Tatort gerufen. Eine junge Filmproduzentin wurde tot aufgefunden, ihr wurden die Augäpfel entfernt und in ihren Händen abgelegt. Welch eine schauderhafte Drapierung. Doch bei der Obduktion hat Maura Schwierigkeiten die genaue Todesursache herauszufinden. Gemeinsam mit Detective Jane Rizzoli versucht sie das Geheimnis um diesen rätselhaften Mord zu ergründen. Könnte es etwas mit der Tätigkeit der jungen Frau zu tun haben, die Horrorfilme produzierte? Schon bald wird ein weiteres Todesopfer gefunden, ein Zusammenhang deutet sich nur so vage an, dass er eigentlich zu vernachlässigen ist.

Sei es aus den Büchern oder auch von der TV-Serie: Dr. Maura Isles und Detective Jane Rizzoli sind wohlbekannt. Und bei diesem bereits zwölften gemeinsamen Auftritt bekommen sie eine harte Nuss zu knacken. Eine junge Frau, die sich nichts zu schulden kommen ließ. Ein junger Mann, der ebenfalls eine weiße Weste hatte. Außer einer gewissen Ähnlichkeit der Todesarten ist zunächst keine Verbindung zwischen den beiden Fällen festzustellen. Jane und Maura stehen vor einem Rätsel. Doch wer die beiden toughen Frauen kennt, weiß, dass sie nicht so schnell aufgeben werden. Mit Intelligenz und Hartnäckigkeit versuchen sie dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei lassen sie sich auch von privaten Turbulenzen nicht abhalten.

Zum Glück ist die TV-Serie gut besetzt, denn es ist fast unausweichlich, dass einem beim Lesen die Personen der Verfilmung vor Augen stehen. Ein Wiedersehen in Gedanken. Auch wenn man die Reihe nicht komplett kennt, gibt es doch etliche Erinnerungen, die geweckt werden. Kleine Lücken werden by the way gefüllt. Und der Fall, den Jane und Maura zu lösen haben, hat es wirklich in sich. Welch hinterhältige Taten da aufzuklären sind. Man kann sich die Gedankenwelt eines Täters nicht vorstellen, seine Motive nicht ergründen. Und wie bei einem echten Horrorfilm wartet man auf das Zuschnappen der Falle, das gerade in dem Moment kommt, wenn man eigentlich meint, alles sei gut.

Ein toller Krimi mit Ermittlern, die durch ihre authentische und lebensnahe Darstellung fast schon zur Familie gehören.

Eine Frage der Perspektive

Von: Baerbel82 Datum: 17. Oktober 2017


„Blutzeuge“ von Tess Gerritsen ist bereits der 12. Fall für Detective Jane Rizzoli und Rechtsmedizinerin Dr. Maura Isles. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Die Vorgänger hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es?
In Boston wird eine junge Frau tot aufgefunden. Jemand hat ihr die Augen rausgeschnitten und in die Hände gelegt. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf - mit drei Pfeilen in der Brust. Die Morde scheinen religiös motiviert: „Irgendetwas ist da, Jane. Etwas, was mit Heiligen und Märtyrern zu tun hat.“ Die Spur führt weit zurück in die Vergangenheit zu einem Missbrauchsfall in einer Kindertagesstätte, als die damals neun Jahre alte Lizzie verschwand…
Was einen guten Spannungsroman ausmacht, hat Tess Gerritsen erneut unter Beweis gestellt. „Blutzeuge“ punktet mit vielen unvorhersehbaren Twists & Turns, mit denen die Autorin die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Eine Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt. Nichts ist wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut.
Erzählt wird die komplexe Geschichte aus wechselnden Perspektiven, auch in der Ich-Perspektive aus Sicht der 30-jährigen Holly. Ein seltsames Mädchen. Sie kannte beide Opfer. Und sie kennt ein Geheimnis. Es geht um Manipulation. Darum, wie Erinnerungen im Lauf der Zeit verzerrt werden. Und dass die Wahrheit eigentlich nur eine Frage der Perspektive ist.
Die Vergangenheit wirft lange Schatten, die die Autorin gründlich ausleuchtet. Die Auflösung ist erschütternd, aber absolut stimmig. Eine fesselnde Reise in die dunkelsten Winkel der menschlichen Psyche. Faszinierend düster.

Fazit: Thrillerstoff erster Güte, der nicht nur den Schlaf raubt, sondern auch Fingernägel in existenzielle Gefahr bringt.

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