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Eric Berg

So bitter die Rache

Kriminalroman

Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen Haus in der beschaulichen Siedlung »Vineta« in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Erst beim Einzug erfährt sie, dass sich in ihrem neuen Zuhause vor sechs Jahren ein schreckliches Gewaltverbrechen ereignet hat – drei Menschen wurden ermordet. Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte ihres Hauses nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …

Das Buch spielt in Heiligendamm, Deutschland

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Leserstimmen

Mord auf der Ostsee-Insel Poel

Von: michael lausberg Datum: 26. Juni 2018

Eric Walz, der unter dem Pseudonym Eric Berg schreibt, ist der Autor mehrere erfolgreicher Krimis. Die Handlung spielt an verschiedenen Orten an der Ostseeküste. Das Nebelhaus erschien 2013 und hatte auf Anhieb großen Erfolg und landete auf den Spiegel-Bestseller-Listen auf Platz 6. Das Küstengrab wurde im September 2014 veröffentlicht.
Diesmal wird ein Mord auf der Ostsee-Insel Poel verübt. Auch auf den Spiegel-Bestseller-Listen konnte sich Das Küstengrab mehrere Wochen auf Platz 10 behaupten. Die Schattenbucht erschien 2016 Bergs und landete auf den Spiegel-Bestseller-Listen und belegte diesmal Platz 5. Als Schauplatz diente diesmal das malerische Prerow im Darß in Vorpommern Rügen.
Auf zwei Zeitebenen erzählt Eric Berg die Geschichte eines Verbrechens in einer abgelegenen Nobelsiedlung an der Ostsee. Dieses heißt Vineta-Anlage und wurde von Gernot Kessel begründet, der dort lebt, und andere Häuser an Familien verkaufte, die dort in einer Gemeinschaft Ruhe und Schutz finden sollen. 2010 werden drei dort lebende Menschen umgebracht. In das Haus, wo die Morde passiert sind, ziehen Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan, ohne von den Schrecken der Vergangenheit zu wissen.
Als einfach Gegenstände aus dem Haus verschwinden und es einige andere Parallelen zu den Morden damals auftauchen, fühlen sich die Familie Holst bedroht. Da die Siedlung abgelegen liegt und bewacht wird, macht sie ihre Nachbarn dafür verantwortlich. Dies führt zu zunehmenden Nachbarsstreitigkeiten, deren persönliche Bindungen untereinander offener zur Sprache kommen. Neben diesen spielt noch der albanische Gärtner Malush eine wichtige Rolle in dem undurchsichtigen Spiel. Durch mehrere erzählte Zeitebenen und die dadurch gezielt gestreuten Informationen wird Spannung langsam aufgebaut.
Der Schauplatz ist abgeschnitten von der Außenwelt. Es ist ein geschlossener Personenkreis um eine Tragödie versammelt und die Lösung von Geheimnissen ist das Ziel des Romans. Die Schönheiten der Ostsee werden mythisch verklärt dargestellt, was den atmosphärischen Spannungsfaktor noch erhöht. Psychologisch geschickt wird das Spiel mit den Zeitebenen betrieben, was vorher etwas undurchsichtig wird, sich aber nachher wie ein Puzzle zusammen. Der Roman knüpft in der Aufmachung und Spannung an seine bisherigen an, er könnte sich ebenfalls zu einem Bestseller entwickeln.

Eric Berg hat sich mal wieder selbst übertroffen, großartig.

Von: VB00KS Datum: 25. Juni 2018

Meine Zusammenfassung:
Ellen ist gerade mit ihrem Sohn Tristan in die kleine Siedlung Vineta in Heiligendamm an der Ostsee gezogen um dort nach der Trennung von ihrem Mann, einem Diplomaten, ein neues Leben in ihrer alten Heimat Deutschland zu beginnen. Da sie schon viele Umzüge durchlebt hat, ist es mittlerweile ein leichtes für sie, die Kisten schnell auszupacken und sich ebenfalls schnell einzurichten. Auch ihr Sohn kennt es nicht anders, so hat er doch mit seinen vierzehn Jahren ebenfalls schon einige Umzüge miterlebt.

Die ruhige Gegend scheint genau das richtige für die beiden zu sein, nach dem ewigen Leben als Diplomatenfamilie, in der es ständig um Treffen mit irgendwelchen anderen Diplomaten ging, Dinnerpartys, Sektempfang, etc.. Tristan freundet sich sehr schnell mit einem jungen Mann an, Ruben, der wohl etwas zurückgeblieben und geistig in der Verfassung eines zehnjährigen ist. Irgendwas an diesem jungen Mann beunruhigt Ellen jedoch, sodass sie nicht ganz warm mit ihm oder auch mit dem Gedanken wird, dass ihr Sohn mit ihm befreundet ist.

Vermutlich liegt es auch daran, was vor circa sechs Jahren in dem Haus passiert ist, wo sie nun mit ihrem Sohn lebt. Hier wurden damals drei Menschen auf brutale Art und Weise ermordet. Hauptverdächtiger war der damalige Besitzer dieses Hauses, in dem Ellen ihr neues Glück findet wollte. War es die richtige Entscheidung in ein Haus zu ziehen, welches so eine Vergangenheit hat? Ein wenig Unbehagen bleibt.

Besonders dann, wenn Ellen mit der Zeit immer mehr von dem erfährt, was damals geschehen ist und auch heute Dinge passieren, die nicht zu erklären sind … So verschwindet plötzlich der Schürhaken vom Kamin und als sie Ruben darauf anspricht, ob er was gesehen hat oder mit Tristan vielleicht damit gespielt hat, dreht er völlig durch. Er redet wirres Zeug, das auch damals schon Dinge plötzlich verschwunden seien und es wohl wieder von vorne losgeht.

Ellen weiß nicht was sie tun soll und auch ihre Nachbarn sind ihr keine große Hilfe, eben so wenig wie der gerichtliche Betreuer, Sven, der vom Jugendamt als Vormund für Ruben bestellt ist, aber kein Wort darüber verliert, was genau mit Ruben los ist und was damals wirklich passiert ist. Kann Ellen ihm wirklich vertrauen? Schließlich entwickelt sich zwischen den beiden gerade eine Art Beziehung doch irgendwie wird ihr Gefühl was Sven betrifft immer mulmiger und auch die weiteren Geschehnisse tragen nicht zu ihrem Wohlbefinden bei …

Meine Meinung:
So bitter die Rache hat mich von Anfang an gepackt. Ich muss zugeben, ich bin ein begeisterter Fan von Eric Berg als Autor und auch seine anderen Werke haben mir sehr gut gefallen. Er hat einfach einen wunderbaren und entspannten Schreibstil, der die Spannung immer aufrecht hält. Auch viel Charme und immer wieder Witz fließen dabei mit ein.

Ich mag es, wenn man die einzelnen Protagonisten immer besser kennenlernt und einzelne Handlungsstränge immer mehr zu verstehen beginnt. Auch das Zusammenspiel von Gegenwart und Vergangenheit, bei dem sich erst das Gesamtbild am Ende ergibt, ist einfach großartig. Mir gefällt es so gut, dass man die Bücher und diesem Fall eben dieses Spezielle, einfach lesen kann und in die Welt des Buches abtaucht. Ohne es zu merken, hat man 100 Seiten gelesen, es sind zwei Stunden vergangen und man kann trotzdem nicht aufhören, selbst wenn der Auflauf schon längst aus dem Ofen hätte rausgenommen werden müssen, ein Kapitel geht noch.

Wie nahtlos die Handelsstränge, Vergangenheit und Gegenwart, ineinander übergehen ist einfach klasse und lässt die gesamte Geschichte einfach dahinfließen. So etwas hinzubekommen ist nicht leicht, aber wenn es dann funktioniert, kommt so ein Werk dabei raus. Das macht einfach Spaß und unterhält einen von der ersten bis zur letzten Seite - zumindest kann ich da von mir sprechen.

Ich freue mich schon darauf, bald wieder ein neues spannendes Werk von einem großartigen deutschen Autor zu lesen und hoffe, dass ich nicht zu lange warten muss.

Mein Fazit:
Ein Muss für Kriminalroman-Fans. Eric Berg hat sich mal wieder selbst übertroffen, großartig.

5 von 5 Sternen.

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Spannender Krimileckerbissen

Von: HEIDIZ Datum: 30. Mai 2018

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Limes Verlag (19. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026603
ISBN-13: 978-3809026600
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 4 x 21,6 cm
PREIS: 15,00 Euro
Ich hatte den Autor zum ersten Mal als Autor eines historischen Romans kennen gelernt. Hier schrieb er als Eric Walz (Die Glasmalerin) - aber auch im Genre Krimi fühlt er sich wohl, das habe ich jetzt schon mehrfach festgestellt. So ist auch sein aktueller Krimi für mich wieder extrem spannend gewesen und kurzweilig zu lesen.
Elen Holst und ihr Sohn kehren nach Deutschland zurück, sie waren Jahre im Ausland. In Heiligendamm wollten sie zur Ruhe kommen ...
Ihr neues Zuhause aber hat eine grausige Geschichte, wie Elen bald erfahren muss. Eigentlich ist sie nicht abergläubisch, dann aber passiert das ein oder andere und sie macht sich doch Gedanken, ob das alles mit rechten Dingen zugehen kann. Die Vergangenheit wird wieder aufgerollt ...
Ich finde den Stil Eric Bergs sehr gelungen, ich mag, wie er in eine Geschichte einsteigt, gleich mit Spannung und diese hält bis zum Schluss - ja immer noch weiter ausbaut. Er schreibt authentisch und lässt seine Geschichte und deren Figuren vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden. Das Buch liest sich flüssig und relativ leicht - man versteht die Zusammenhänge, dennoch ist man stets irgendwie im Dunkeln - gut gemacht - bis zum Schluss fesselnd.

Leider ganz anders als erwartet

Von: Faltine Datum: 22. Mai 2018

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir recht gut, es ist passend zum Krimi, auch wenn es nicht zu der im Buch beschriebene Siedlung passt. Die Kapitel waren mir manchmal etwas zu lang, besonders am Anfang. Es gibt zwei Zeitschleifen: Einmal in der Vergangenheit, wo man nach und nach erfährt was damals passiert ist und einmal in der Gegenwart.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Story sehr enttäuscht hat, da ich nach dem Klappentext etwas komplett anderes erwartet hatte. Ich hatte mich auf einen spannenden, gruseligen Krimi gefreut, aber irgendwie wollte eine ganze Zeit lang überhaupt keine Spannung auf kommen – weshalb ich fast drei Tage an diesem Buch hing. Bis auf eine Sache konnte ich das Ende auch wieder viel zu früh voraussagen. Zwar war das ''Puzzle-artige'' lesen ganz nett, aber richtig Spannung kam erst auf den letzten Seiten auf und dann war es auch schon zu ende. Auch der Schreibstil war nicht ganz so meins, denn er konnte mich nie lange genug fesseln, dass ich es in einem Rutsch hätte lesen wollen. Auch die Dialoge haben mir nicht so gut gefallen, denn ich fand sie sehr unpersönlich.

Es gab viele Charaktere, am interessantesten fand ich Ellen (Gegenwart) und Paul (Vergangenheit), da mir auch die Geschichte aus ihrer Perspektive am besten gefallen hat. Sympathisch fand ich auch die meisten anderen, ins Herz geschlossen, habe ich aber keinen von ihnen. Teilweise hat sich die Story für mich zu sehr gezogen und dafür fehlte mir dann auch der Tiefgang bei den Figuren, trotz der Hintergrundgeschichten, die es teilweise echt in sich hatten.

Ich hatte mich richtig auf dieses Buch gefreut, weil der Klappentext sich so spannend anhörte. Am Ende konnte es mich allerdings nicht komplett überzeugen. Ein netter Krimi, doch das gewisse Extra hat mir gefehlt.

Der Autor konnte mich wieder einmal überzeugen

Von: Daggi Datum: 13. Mai 2018

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Ellen Holst war mehrere Jahre im Ausland und kehrt nach der Trennung von ihrem Mann mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück. Nach ihrem Einzug in einer kleinen Siedlung in Heiligendamm erfährt sie, dass in ihrem Haus sechs Jahre zuvor drei Menschen ermordet wurden. Zunächst lässt sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen, aber dann kommt es zu Vorfällen, die den Anschein haben, mit den Ereignissen von vor sechs Jahren in Zusammenhang zu stehen.

Meine Gedanken zum Buch
Hin und wieder hat mich diese Geschichte an „Das Nebelhaus“ erinnert. Eric Berg arbeitet auch in einem neuen Roman mit verschiedenen Handlungssträngen in unterschiedlichen Zeitebenen.
Der Leser erlebt nicht nur, wie Ellen Holst in ihr neues Heim einzieht, sondern erhält auch einen Rückblick auf den Einzug der ehemaligen Besitzer. Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um ein Geschwisterpaar, das in beiden Zeitebenen nach Heiligendamm kommt. Die Handlungsstränge sind gut durchdacht und fließen am Ende schlüssig zusammen.

Auch die Tatsache, dass der Leser zwar weiß, dass es zu Morden kam, aber erst nach und nach erfährt, wer damals überhaupt getötet wurde, erinnerte mich an „Das Nebelhaus“. Das ist aber keineswegs störend, sondern im Gegenteil, eher spannend, weil ich mir zwischendurch Gedanken darüber machen konnte, wer Täter und wer Opfer ist.
Die Idee, die Protagonistin eher ungewollt auf die richtige Spur zu bringen, hat mir gut gefallen, insbesondere, da Ellen es gar nicht darauf angelegt hat, die Morde aufzuklären. sie versucht lediglich, sich und ihren Sohn zu schützen. Sie hinterfragt die aktuellen Ereignisse und wird dadurch immer weiter in die Vergangenheit hineingezogen, bis am Ende alles wie ein offenes Buch vor ihr liegt.
Eric Berg konnte mich erneut überzeugen.

Trügerische Idylle

Von: leseratte1310 Datum: 10. Mai 2018

Nach der Trennung von ihrem Mann will Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan in der Siedlung „Vineta“ in Heiligendamm ein ruhigeres Leben führen. Doch kaum sind sie angekommen, erfährt sie beim Einkaufen, dass in ihrem Haus vor Jahren ein schreckliches Verbrechen passiert ist, bei dem drei Menschen zu Tode kamen. Eigentlich will sie nichts auf das Gerede geben, aber dann passieren merkwürdige Dinge in der Siedlung.
Von Anfang an ist die Spannung aufgebaut und sie steigert sich immer mehr. Man erhält abwechseln Einblick in das Geschehen von 2010, als die Morde passierten, und dem von 2016. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Erzählstrang um Malush und seine Schwester Majlinda, die aus Albanien kommen.
Der Erbauer der Anlage, Gernot Kessel, hatte einen Traum von einer Gemeinschaft, in der man beschützt und sicher leben kann. Doch gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Er sammelt Bewohner um sich, die alle sehr individuell sind und ihre Probleme haben. Es kommt zu Streitigkeiten und merkwürdigen Vorgängen und am Ende sogar zu Toten.
Als Ellen in ihr Haus einzieht, hat die Anlage viel von ihrem ursprünglichen idyllischen Ambiente verloren. Ellen hat das Leben als Diplomatenfrau in ständig wechselnden Ländern nie behagt. Daher hat sie sich nun von ihrem Mann getrennt und will Tristan ein Zuhause bieten. Doch schon bald verschwinden wieder Dinge, und die Parallelen zu 2010 sind nicht zu übersehen. Überall taucht auch Ruben auf, ein seltsamer junger Mann, der zwar alleine lebt, aber einen Betreuer hat. Tristan freundet sich mit Ruben an, während Ellen seinem Betreuer Sven näherkommt. Ellen fühlt sich immer unbehaglicher und versucht herauszufinden, was 2010 geschehen ist.
Alle Charaktere sind sehr gut dargestellt und in ihrer Individualität sehr gut beschrieben, so dass sie authentisch in all ihren Facetten sind.
Genau wie Ellen wollte auch ich Licht ins Dunkel bringen und obwohl ich manchmal glaubte, zu wissen, wer die Opfer und wer der Täter ist. Doch so einfach macht es der Autor den Lesern nicht. Immer wieder geschieht etwas, das dafür sorgt, dass man im Unklaren bleibt. Mein ungutes Gefühl hatte schon seine Gründe, aber es führte mich dennoch nicht auf die richtige Spur. Das Ende hat mich dann vollkommen überrascht. Es ist schlüssig, es ist genial und zeigt, was für Abgründe doch in Menschen stecken können.
Ein ungewöhnlicher und packender Krimi.

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite

Von: Caren Lückel Datum: 03. Mai 2018

Inhalt:
Ellen Holst, 42 und frisch getrennt, möchte nach einem bisher unsteten Leben als Diplomatengattin endlich einen endgültigen Wohnsitz beziehen. Mit ihrem Sohn Tristan kauft sie ein Haus in einer Wohnanlage in Heiligendamm. Kurz nach ihrem Einzug erfährt sie, dass vor sechs Jahren ausgerechnet in ihrem Haus ein grausames Verbrechen stattgefunden hat. Drei Menschen wurden ermordet, ein Täter wurde nie dingfest gemacht. Anfangs interessiert sie das eigentlich nicht, nach und nach wird sie aber von dem damaligen Geschehen eingeholt.

Meine Meinung:
Das ist wieder so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und mitten in der Geschichte. Der Autor erzählt abwechselnd in zwei Zeitebenen: Zum einen Ellens Geschichte im Jahr 2016, zum anderen die Ereignisse im Jahr 2010, in dem das grausame Verbrechen geschah. Der Leser erfährt häppchenweise, wie und warum es zu den Morden kam.
Ein dritter Handlungsstrang spielt in Albanien. Anfangs kann man diese Geschichte überhaupt nicht einordnen, nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen und alles ergibt einen Sinn. Die Spannung baut sich langsam auf und steigert sich bis zum Schluss, durch den ganzen Krimi zieht sich eine unterschwellig düstere Stimmung.
Das Ende ist überraschend aber stimmig, es bleiben keine Fragen offen. Auf dem Weg dahin führt uns Eric Berg immer wieder auf falsche Fährten, es gibt überraschende Wendungen, die alle Spekulationen über den Haufen werfen.
Am besten gefallen hat mir die Darstellung der Protagonisten. Die Charaktere sind facettenreich und differenziert gezeichnet. Von jedem einzelnen wurde ich immer wieder überrascht, keiner ist nur gut oder nur böse.
Schließlich sei noch die liebevolle und detaillierte Beschreibung der wundervollen Ostseeküste erwähnt. Ich habe Lust bekommen, in unser Wohnmobil zu steigen und hin zu fahren.

Fazit:
Ein spannender, intelligent konstruierter Krimi mit genial gezeichneten Protagonisten. Mein Highlight 2018!

Ein geheimnisvoller Krimi, auf zwei Zeitebenen erzählt, in denen die Akteure für meinen Geschmack zu blass blieben

Von: Happy-End-Buecher.de- Nicole Datum: 30. April 2018

2016:

Ellen Holst lebt in Scheidung und ist mit ihrem Sohn Tris in ein wunderschönes Haus gezogen, das in Heiligendamm liegt. Sie lernt schnell die übrigen neuen Nachbarn aus der Siedlung „Vineta“ kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Ellen erfährt, dass in ihrem Haus einst drei Personen ermordet wurden, ist sie schockiert. Doch sie liebt ihr neues Zuhause, wird stattdessen neugierig, und will schließlich herausfinden, was damals geschah. Sie beginnt damit, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Währenddessen freundet sich Tris mit dem geistig behinderten jungen Mann, Ruben an, der ebenfalls in der Siedlung lebt. Ellen ist einerseits sehr froh, denn nachdem ihr Sohn erst kürzlich beim Ladendiebstahl erwischt wurde, hatte sie schon befürchtet, dass sich Tris in seinem neuen Zuhause nicht wohl fühlen könnte.
Doch das ist es nicht. Tris wurde zunächst selbst Opfer eines Diebstahls, wie Ellen bald herausfindet. Und obwohl sie eigentlich erst die Trennung von ihrem Mann verarbeiten muss, tritt ein interessanter Mann in ihr Leben…

Damals:

Der lebensgefährlich erkrankte Paul, fährt mit seiner um einige Jahre jüngere Frau Julia nach Heiligendamm. Dort, in der Siedlung Vineta, soll er sich erholen von den Strapazen seiner Behandlungen und auch die schwangere Julia, freut sich auf ruhigere Zeiten.
Doch kaum nach ihrer Ankunft, ziehen bereits dunkle Wolken am Horizont auf. Pauls große Leidenschaft ist nämlich die Rosenzucht. Und ausgerechnet seine Rosen werden allesamt von einem unbekannten Vandalen „hingemetzelt“.
Paul glaubt bereits zu wissen, wer der Täter ist, doch sein Freund, ein Anwalt, rät ihm davon ab, Strafanzeige zu stellen. Derweil bemühen sich die übrigen Bewohner von Vineta sehr, Paul und Julia in ihrer exklusiven Gemeinschaft aufzunehmen…

„So bitter die Rache“, ist mein erster Krimi von Eric Berg. Dank seines sehr eingängigen Schreibstils, wurde ich schnell hineingezogen in die Geschichte der Siedlung Vineta. Es gibt zwei zeitlich versetzt spielende Handlungsstränge und man lernt als Leser zunächst einmal sehr viele Akteure kennen. Ich fand es zum Teil sehr mühsam, diese auseinander zu halten, weil sie, abgesehen von Tris und Ellen, für mich wenig greifbar erschienen. Dazu waren, die Dialoge der Akteure, einfach streckenweise zu smalltalkmäßig gehalten. Es wurde viel geredet, doch oftmals ohne Substanz, so dass ich versucht war, diese Seiten schnell zu überlesen. Nach knapp 200 Seiten, plätscherte die Handlung leider immer noch vor sich hin; lediglich wurden mit Malush und dessen Schwester, zwei weitere Schlüsselfiguren eingeführt.

Der Autor hat durchaus eine sehr bildhafte Ausdrucksweise, man kann sich die Siedlung sehr gut vor seinem geistigen Auge vorstellen, doch irgendwie fand ich, dass sich dieser Roman streckenweise fast wie ein Drehbuch las; gerade wenn die Akteure sich miteinander unterhielten oder auch, wenn die Szenerien wechselten. Ein Beispiel. Anfangs erzählt Ellen einem Mann, der sie davon unterrichtet, das Tris bei der Polizei sitzt, praktisch ihren ganzen privaten Werdegang, doch von dem Mann kommt kaum etwas zurück und wenn, ist es nur Oberflächliches. Diese Szene wirkt durchaus gut beschrieben, wenn es um Räumlichkeiten etc. geht, aber aus emotionaler Warte gesehen, irgendwie zu kurz, nüchtern und nicht so, wie ich es bei einem Roman erwarte, verfasst.
Dazu dauerte es recht lange, bis der Autor langsam an der Spannungsschraube zu drehen begann. Obwohl mich der Klappentext, im Vorfeld, so neugierig auf den Roman hat werden lassen, konnte mich die Umsetzung leider dann nicht so fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte. Die gelegten falschen Fährten, führten zumindest dazu, dass ich praktisch bis zum Schluss darüber im Dunklen tappte, was wirklich damals geschah.

Es mag vielleicht so klingen, doch fand ich „So bitter die Rache“, keinesfalls schlecht geschrieben. Nur leider konnte der Autor, mit seinem Schreibstil, nicht meinen persönlichen Lesernerv treffen. Ich mag es halt, wenn die Akteure ein wenig mehr Ecken und Kanten besitzen und ihre Gedanken- und Gefühlswelt mehr in den Fokus gestellt wird. Allerdings könnte ich mir diesen Roman gut verfilmt vorstellen.

Kurz gefasst: Ein geheimnisvoller Krimi, auf zwei Zeitebenen erzählt, in denen die Akteure für meinen Geschmack zu blass blieben. 3.5 von 5 Punkten.

Was ist vor sechs Jahren in Heiligendamm geschehen?

Von: Karin Wenz-Langhans Datum: 29. April 2018

Ellen Holst hat sich nach der Trennung ihres Mannes mit ihrem Sohn Tristan in Heiligendamm an der Ostsee niedergelassen. Kaum ist sie eingezogen, erfährt sie, dass in ihrer Wohnanlage und schlimmer noch, in ihrem Haus, vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden. Sie versucht, die vergangenen Ereignisse nicht zu sehr an sich ran zu lassen, aber als Gegenstände aus ihrem Haus verschwinden, muss sie sich doch mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

Die spannende Krimihandlung wird auf zwei wechselnden Zeitebenen erzählt: einmal erleben wir die Ereignisse von 2010 mit, die in dem furchtbaren Dreifachmord gipfeln, auf der anderen Seite begleiten wir Ellen und Tristan bei ihrem Neuanfang in Heiligendamm.

2010 wird die schicke und luxuriöse Wohnanlage Vineta in Heiligendamm eröffnet, verschiedene Menschen und Familien beziehen die neuen Häuser, die nach außen hin durch eine Mauer und Pförtner abgesichert sind. Der Erbauer und Gründer von Vineta, Gernot Kessel, verfolgt das Ziel, dass seine Bewohner zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. Dazu gehören gemeinsame Grillabende usw. Ich finde es zwar schön, wenn Nachbarn nicht völlig isoliert voneinander leben, aber die Zielsetzung von Kessel und seine Durchführung hatten für mich etwas Aufgesetztes und Zwanghaftes, ja, ich empfand es stellenweise sogar als übergriffig. Schnell keimen die ersten Konflikte auf, die sich immer weiter steigern.

Als Ellen im Jahr 2016 in eines der Häuser zieht, macht Vineta einen vernachlässigten Eindruck und ich war neugierig, was zu diesem Verfall geführt hat. Und ich war natürlich auch sehr gespannt, wer von den damaligen Bewohnern noch in Vineta lebt bzw. welche damals ermordet wurden. Der Autor verschleiert die Identität der Toten sehr geschickt, so dass man als Leser viel Raum zum Spekulieren hat.

Es gibt aber noch einen dritten Handlungsstrang, bei dem es um zwei albanische Geschwister und deren furchtbare Familiengeschichte geht und den ich anfangs überhaupt nicht den Ereignissen von Vineta zuordnen konnte.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen und manches Mal musste ich meinen ersten Eindruck revidieren. Ellen Holst hat sich schweren Herzens von ihrem Mann getrennt, weil sie das oberflächliche Leben als Diplomatengattin satt hatte. Der Leser erfährt einige Einzelheiten aus ihrem bisher luxuriösen Leben in teilweise sehr armen Ländern und ich muss sagen, ich konnte ihre Entscheidung nachvollziehen. Allerdings fällt es Ellen anfangs schwer, eine Neuorientierung für ihr nun sesshaftes Leben zu finden. Ihr Sohn Tristan erscheint anfangs als typischer Jugendlicher, aber tatsächlich hat er ein sehr großes Herz.
Aber auch die Eigenheiten der Bewohner von 2010 hat der Autor sehr gut getroffen.

Das Buch ist spannend geschrieben, mit viel Raum zum Spekulieren und die Auflösung der Morde von 2010 und seine Opfer konnten mich überraschen.

Spannender Krimi mit ein paar Schwächen

Von: Jaleen 2706 Datum: 24. April 2018

Eric Berg
So bitter die Rache
Limes Verlag
19. März 2018

*****
Klappentext:

Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen Haus in der beschaulichen Siedlung »Vineta« in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Erst beim Einzug erfährt sie, dass sich in ihrem neuen Zuhause vor sechs Jahren ein schreckliches Gewaltverbrechen ereignet hat – drei Menschen wurden ermordet. Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte ihres Hauses nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …

*****
Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir außergewöhnlich gut, es wirkt idyllisch aber auch düster.
Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt .
2016 zieht die 42- jährige Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan, nach der Trennung von ihrem Mann, wieder zurück nach Deutschland , in die ehemals exklusive Siedlung Vineta.
Kurz nach ihrem Einzug erfährt sie, dass es 6 Jahre zuvor zu einem Dreifachmord gekommen ist. Vorerst lässt sie sich davon nicht abschrecken. Doch als es zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt, fragt sie sich ob diese nicht etwas mit den Morden von vor 6 Jahren zu tun hat.

Der zweite Handlungstrang spielt sich im Jahr 2010 ab, man erfährt wie „der Erbauer“ Gernot Kessel die Siedlung Vineta aufgebaut hat und an von ihm genauestens ausgewählten Familien verkauft.
So kommen auch Paul Derfflinger und seine schwangere Frau Julia in die Siedlung. Paul ist schwer erkrankt und soll dort wieder Kraft schöpfen.

In einem weiteren Handlungstrang wird die Geschichte um Malush und seine Schwester Majlinda erzählt. Zuerst war ich etwas verwirrt und hab mich gefragt, was die beiden mit der Hauptgeschichte zu tun haben. Doch dann ist mir aufgefallen das die Geschwister in beiden Zeitebenen eine tragende Rolle spielen.

Die ersten 150 Seiten ist die Geschichte nur so dahingeplätschert aber danach nahm sie an Fahrt auf und ich hatte endlich Spaß am lesen.
Der Schreibstil war aber sehr flüssig, nur waren mir die Kapitel trotz vieler Absätze ein wenig zu lang.
Leider gab es einige Passagen im Buch die etwas unglaubwürdig waren (SPOILER das Verhältnis zwischen Ellen und Sven z. B.).

Das Ende war spannend und ich hätte nicht mit diesem Abschluss der Geschichte gerechnet, aber trotzdem war es meiner Meinung nach an einigen Stellen zu sehr konstruiert.

*****
Fazit:
Spannender Krimi mit ein paar wenigen Schwächen. Trotzdem empfehlenswert!

4 von 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️

Was geschah wirklich vor sechs Jahren?

Von: nicigirl85 Datum: 21. April 2018

Eric Berg konnte mich unter anderem mit "Das Küstengrab" begeistern und so war ich doch sehr gespannt auf sein neustes Werk.

In der Geschichte geht es um Ellen Holst, die sich gerade erst von ihrem Mann getrennt hat und in Heiligendamm neu anfangen will. Ihr neues Haus ist idyllisch gelegen, doch dann erfährt sie, dass hier jemand ermordet wurde. Erst interessiert es Ellen gar nicht, schließlich soll das ihr Glückshaus werden, doch dann häufen sich seltsame Vorkommnisse und sie beginnt zu recherchieren. Doch was sie entdeckt, übertrifft alles und sie begibt sich dadurch selbst in Gefahr. Was geschah damals und wird das ihr eigenes Schicksal besiegeln?

Die Ereignisse werden uns über drei Handlungsstränge nahe gebracht. Zum einen begleiten wir im Jahr 2016 Ellen Holst bei ihrem Neuanfang, zum anderen erleben wir Familie Derfflinger 2010, die gerade ihr neues Haus bezogen haben und es schnell zu Spannungen zwischen Paul und den Nachbarn kommt. Im dritten Strang, der mal 2010 und mal 2016 spielt, begleiten wir den Albaner Malush.

Die Geschehnisse werden uns über einen beobachtenden Erzähler näher erläutert. Während annähernd schnell klar ist, dass die Derfflinger die Vorbesitzer von Ellens neuem Haus waren, ist lange undurchschaubar, was Malush mit allem zu tun hat.

Ich fand es sehr verwunderlich, dass immer wenn von Erwachsenen die Rede ist, sie mit Vor- und Zunamen angesprochen werden. Da gelingt es dem Leser nicht wirklich Zugang zur Figur zu erlangen, weil die Nähe zu den Charakteren durch diese seltsame Benennung ausbleibt. Die Jüngeren hingegen wie Ellens Sohn Tristan, Nachbarjunge Ruben oder auch Malush werden stets nur mit ihrem Vornamen genannt. Irgendwie konnte ich mich dadurch in genau diese Figuren besser einfühlen.

Während mir ab der Mitte des Buches klar war, dass Malush nicht ganz der nette Gärtner ist, für den man ihn hält, war ich doch über einige Entwicklungen enorm überrascht.

In meinen Augen ist dieses Werk mehr Roman als Krimi, da erst einmal lang und breit alle Darsteller näher beleuchtet werden, vor allem all diejenigen, die 2010 in die besondere Siedlung "Vineta" gezogen sind. Dies ist keineswegs uninteressant, jedoch nicht das was man von einem Krimi erwartet.

Während der ganzen Handlung herrscht hinterrücks düstere Stimmung, aber nur ganz leicht und sehr unterschwellig.

Im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse dann so sehr, dass man die lang ersehnte Krimihandlung regelrecht um die Ohren gehauen bekommt und man nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann.

Die Auslösung war dann doch sehr überraschend, hatte ich doch aufgrund der gestreuten Indizien etwas völlig anderes erwartet. Letztendlich bleiben keine Fragen offen, was mir gut gefallen hat.

Fazit: Ein Roman mit Krimiende, der mir gut gefallen hat, der aber doch noch Luft nach oben gehabt hätte. Andere Bücher des Autors konnten mich mehr fesseln.

Die Idylle trügt

Von: die.buecherdiebin Datum: 20. April 2018

Inhalt: Ellen Holst zieht nach der Trennung von ihrem Mann, einem Diplomaten, mit ihrem 14-jährigen Sohn Tristan in die nur vier Häuser umfassende Siedlung „Vineta“ in Heiligendamm. Nach vielen Auslandsaufenthalten möchte sie hier endlich zur Ruhe kommen. Erst bei ihrem Einzug erfährt sie, dass in ihrem Haus vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden. Die Tat wurde nie aufgeklärt. Ellen will nicht darüber nachdenken, doch dann kommt es zu seltsamen Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren…

Meine Meinung: Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und beginnt mit Ellens Geschichte in der Gegenwart. In der Vergangenheit erfahren wir dagegen von den Geschehnissen in „Vineta“ vor und bis zu den Morden. Auf beiden Zeitebenen gibt es noch einen zusätzlichen Handlungsstrang. Hier geht es um den jungen Albaner Malush und seine Schwester Majlinda. Es dauerte einige Zeit, bis ich den Zusammenhang zu der Geschichte erkennen konnte. Manchmal musste ich auch überlegen, was in welcher Zeit passierte, weil viele Charaktere in beiden Zeitsträngen dabei sind. Das fand ich etwas verwirrend.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen, doch die Handlung zog sich für mich etwas in die Länge. Gegen Ende steigt allerdings die Spannung und der Wechsel der Zeiten erfolgt in immer kürzeren Kapiteln.
Die Charaktere werden mit all ihren Eigenheiten, Schwächen und Problemen sehr authentisch beschrieben, und nach und nach wird die Stimmung in beiden Zeiten immer angespannter.
Bis zum Schluss bleibt unklar, wer die Toten sind, wer der Mörder ist und welches Motiv er hatte. Ich hatte einige Ideen, die ich aber alle wieder verwerfen musste.

Fazit: Ein gut erzählter psychologischer Krimi, der die menschliche Abgründe und Schwächen seiner Protagonisten beschreibt, aber leider nur zögernd in Fahrt kommt.

Interessanter Krimi mit subtiler Spannung

Von: Conny G. Datum: 11. April 2018

Der neue Krimi von Eric Berg spielt wechselnd auf zwei Zeitebenen und überwiegend in Heiligendamm bzw. der dortigen Siedlung „Vineta“.
Im Jahr 2016 zieht die 42-jährige Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan nach ihrer Trennung von ihrem Mann in ein freies Haus dieser Siedlung. Es ist erkennbar, dass Vineta ehemals exklusiver war, gut bewacht und fast eine abgeschlossene Gemeinschaft.
Dann erfährt Ellen, dass sechs Jahre zuvor in ihrem Haus drei Menschen ermordet wurden. Sie lässt sich davon nicht abschrecken, doch als es zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt, wüsste sie schon gerne, ob das Zufälle sind oder irgendwie im Zusammenhang mit den damaligen Ereignissen steht.

Der zweite Handlungsstrang spielt sich im Jahr 2010 ab und erzählt, wie Gernot Kessel die Siedlung erbauen ließ und die einzelnen Häuser an genau ausgewählte Menschen verkaufte.
Seinerzeit bezogen der aus Krankheitsgründen frühzeitig pensionierte Staatsanwalt Paul Derfflinger und seine jüngere Ehefrau Julia, die schwanger war, das Haus, in das Ellen in der aktuellen Zeit einzieht.

Dann gibt es einen weiteren Handlungsstrang auf beiden Zeitebenen, in dem wir den Albaner Malush und seine Schwester Majlinda erleben.
Diesen Teil fand ich anfangs sehr verwirrend und konnte ihn überhaupt nicht einordnen, bis ich feststellte, dass Malush und Majlinda auf beiden Zeitebenen eine Rolle spielen.
Weitere Figuren, denen man damals und in der Gegenwart begegnet, sind z. B. der behinderte Nachbarsjunge Ruben sowie sein Betreuer Sven.

Im ersten Teil des Buches stehen die Ereignisse im Jahr 2010 eindeutig im Vordergrund. Man lernt die recht unterschiedlichen Bewohner von Vineta kennen und erlebt so einige Ereignisse in dieser Zeit. Damit werden einige Grundlagen für die Story gelegt und man spürt ein gewisses Knistern. Vieles war rätselhaft und sorgte bei mir für Neugier und auch Spannung.
Gernot Kessel möchte eine Idylle schaffen, in der die Bewohner sich wohl und vor allem sicher fühlen. Die Wege, die er dazu beschreitet, werden kritisch gesehen und hätten mir ganz und gar nicht gefallen.
Es dauert relativ lange, bis man in der Gegenwart mehr von Ellen erfährt und erlebt, wie sie sich für die damaligen Ereignisse zu interessieren beginnt.
Leider blieb Ellen als Figur damit für mich relativ blass und ich konnte wenig Nähe zu ihr aufbauen.
Aber die regelmäßigen Wechsel zwischen den Zeitebenen und Handlungssträngen sorgen dafür, dass das Buch sehr fesselnd ist.
Bis zum Schluss bleibt unklar, wer die drei getöteten Menschen waren, was das Motiv für die Morde war und wer sie getötet hat.
Die Ereignisse verdichten sich immer mehr, die Dramatik steigert sich, da sich in der Gegenwart immer mehr Ähnlichkeiten zu damals auftun.
Die Gestaltung des Plots regt dadurch häufig zum miträtseln an, aber für mich war die tatsächliche Auflösung unvorhersehbar und überraschend.
Gegen Ende, als es Ellen gelingt durch Gespräche Informationen zu sammeln, diese in einen Zusammenhang zu bringen und schließlich sogar die Morde aufzuklären, steigert sich die Spannung von Kapitel zu Kapitel dramatisch.

Dieser Krimi punktet mit gut gezeichneten und facettenreichen Protagonisten, einer fesselnden Handlung, bei der sich die Spannung langsam "anschleicht" und dann sehr steigert und gelungenen Darstellungen von psychologischen Eigenarten und menschlichen Abgründen!


Fazit: 4 von 5 Sternen

Die Abgründe der Vergangenheit

Von: Harakiri Datum: 05. April 2018

Das neue Buch von Eric Berg habe ich sehnlich erwartet. Leider fand ich es eines der Schwächeren. Das liegt aber sicher nicht an seinem Schreibstil, der konnte mich wieder begeistern. Eher war es die Story an sich, die eine ganze Weile brauchte, bis sie alle Charaktere sortiert hatte und auch dann etwas schwerfällig war.
Als Ellen sich von ihrem Mann trennt, zieht sie in eine ruhige Wohnanlage. Denkt sie! Denn so ruhig ist es gar nicht und vor 6 Jahren sind dort 3 Morde passiert. Ellen will mehr wissen und gerät in die Kreise des Täters, der auf Rache aus ist.
Ein Buch über einen gehandikappten Menschen zu schreiben ist sicher nicht einfach und hat mich auch teilweise beim Lesen etwas ausgebremst, weil der Mann so schwerfällig war und sich das auf die Handlung übertragen hatte. Die Story spielt auf zwei Ebenen, was die Spannung erhöht, den Lesefluss aber teilweise auch gebremst hat, weil ja dieselben Personen mitspielen und wenn man nicht am Stück gelesen hat, dann konnte man schon durcheinander kommen. Der Schluss war dann aber spannend und gut gelöst, da konnte ich das Buch dann nicht mehr weglegen. Auch wenn logisch irgendwie anders ist.
Eigentlich wurde ich mit keinem der Charaktere so recht warm. Die naive Birgit, die redselige Hanni, der kranke Ex-Staatsanwalt… Lediglich Julia und Ellen konnten so etwas wie ein wenig Gefühl in mir hervorrufen. Und natürlich Tristan, der mein Highlight im Buch war. Als Teenager hat man es nicht leicht, aber er handelt in meinen Augen sehr integer und nie mürrisch.
Fazit: Man muss sich auf die Handlung einlassen und dranbleiben, dann hat das Buch durchaus das Zeug zur guten Unterhaltung.

Nach Nebelhaus wieder ein spannender Krimi von meinem Namensvetter. Kann sich Vergangenheit wiederholen, gibt es das Böse?

Von: Melanie Berg Datum: 03. April 2018

4,5 von 5 �� Nach Nebelhaus wieder ein spannender Krimi von meinem Namensvetter. Kann sich Vergangenheit wiederholen, gibt es das Böse?

Inhalt
Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...
Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen Haus in der beschaulichen Siedlung »Vineta« in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Erst beim Einzug erfährt sie, dass sich in ihrem neuen Zuhause vor sechs Jahren ein schreckliches Gewaltverbrechen ereignet hat – drei Menschen wurden ermordet. Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte ihres Hauses nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …

Meinung
Wie schon zu Beginn erwähnt ist dieses Buch nicht mein erstes schon Nebelhaus fand ich grandios, und auch bei So bitter die Rache ging es mir nicht anders. Ich habe auch schon von Eric Berg "Schrei" gelesen-seinen ersten Jugendthriller den ich auch noch einmal Wärmstens empfehlen kann! Der Autor begeistert mich einfach mit seiner Art zu erzählen, die kurzweilige Handlung zieht ein förmlich in den Krimi. So das ich es gestern gar nicht aus den Händen gelegt habe. Berg ist in der Lage nicht einfach nur Texte zu schreiben, er fesselt einen mit einer richtig gut durchdachten Geschichte.

Das Cover passt zur Story. Man sieht den beschriebenen Vorort Und auch das Haus um das es geht. Der Hintergrund wirkt stürmisch ganz nach dem Krèdo des Buches : wer Wind�� sät wird Sturm �� ernten.

Und was sich für einen guten Krimi gehört man wusste bis zum Schluss nicht wer der Täter ist. Eine Theorie nach der anderen habe ich über Bord werfen müssen! Nicht nur das, auch wer der/ die Geschädigten sind ist lange unklar, und sorgt für jede Menge Spannung. Das Buch ist in zwei Ebenen geschrieben und zwar 2010 als die Morde passierten, und die 2. 2016 als Ellen Holst mit ihrem Sohn in das Haus einzieht. Beide Charaktere fand ich weder sympathisch noch unsympathisch. Und sie wirkten auch blass und zwridemensional; denn es fehlte Ihnen an jeglichter Tiefe. Ansonsten war es ein genial konstruierter Krimi.

Klare Leseempfehlung für Freunde der Spannungsunterhaltung!

Fakten
416 Seiten
TB 15,00 €

Erschienen im Limes Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier:
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3809026603/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1522496999&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=so+bitter+die+rache&dpPl=1&dpID=517hKE-U1aL&ref=plSrch

Ich möchte mich bei der RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1