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Alex Beer

Die rote Frau

Ein Fall für August Emmerich
Kriminalroman

»Alex Beer, der neue spannende Stern am österreichischen Krimi-Himmel.« Kronen Zeitung

Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.

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Leserstimmen

Mörderjagd in einer Stadt der Extreme

Von: YukBook Datum: 16. Juni 2018

August Emmerich und Ferdinand Winter sind nicht zu beneiden. Den Kriminalbeamten der Abteilung ‚Leib und Leben‘ werden trotz der erfolgreichen Aufklärung ihres letzten Falls nur Schreibarbeiten zugeteilt. Dabei würden sie sich viel lieber in einem aktuellen Fall, bei dem der beliebte Stadtrat Richard Fürst ermordet wurde, nützlich machen. Unverhofft bekommen sie die Gelegenheit dazu – allerdings mit einem Haken: Sie müssen die Tat innerhalb von 72 Stunden aufklären.

Alex Beer baut gleich mehrere Spannungselemente ein: Zum einen müssen sich Emmerich und Winter ganz schön ins Zeug legen – schließlich steht ihre zukünftige Karriere auf dem Spiel. Für den allem Anschein nach unschuldig Inhaftierten hängt sogar sein Leben davon ab, ob der wahre Täter gefasst wird. Und es ist nicht einmal klar, ob ein politisches, wirtschaftliches oder persönliches Motiv hinter der Tat steckt.

Erneut skizziert Alex Beer das Nachkriegswien mit all seinen Gesichtern, diesmal noch vielschichtiger als im letzten Fall. Man hat das Gefühl, in jeden Winkel der Stadt einzutauchen, sei es die Straßen voller Hungerleidenden und Kriegsveteranen, das Nachtleben, die Unterwelt, die Palais der Reichen oder die illustre Filmindustrie. Die Autorin schildert die Lebensumstände und Atmosphäre so authentisch, als wäre ihr jedes Terrain vertraut. Nebenbei erläutert sie interessante Details über bedeutende Bauwerke und Lokale, die heute noch existieren.

So stelle ich mir meine ideale Lektüre vor: Ein raffinierter Plot eingebettet in ein facettenreiches historisches Setting und detailliert recherchiertes Zeitgeschehen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall des gut eingespielten Ermittlerduos.

Die rote Frau...

Von: clary999 Datum: 12. Juni 2018

»Wien war eine Weltstadt – schon immer hatte es hier unzählige Delikte gegeben, doch seit dem Krieg war ihre Zahl sprunghaft gestiegen. Die Bevölkerung war verroht, Hunger und Not forderten ihren Tribut.«
Zitat aus dem Buch, Seite 139

Zum Inhalt: Wien, im März 1920. Rayonsinspektor August Emmerich und sein junger Assistent Ferdinand Winter sind jetzt in der Abteilung »Leib und Leben«. Ihre Freude darüber ist allerdings schnell gesunken. Die anderen Kollegen der Mordkommission missachten die beiden neuen Polizisten. Nennen sie verächtlich »Krüppelbrigade«. Der allseits beliebte Stadtrat Richard Fürst wurde ermordet. Emmerich und Wagner werden von den Ermittlungen ausgeschlossen. Sie müssen sich mit der sonderbaren Anzeige einer berühmten Schauspielerin befassen. Schon bald wird ein Verdächtiger im Mordfall Fürst verhaftet, aber Emmerich glaubt nicht an seine Schuld und ermittelt mit Wagner im Hintergrund. Von seinem Vorgesetzten bekommt er dafür, wenn auch widerwillig, 72 Stunden….

»Der Krieg hatte sich tief in das Stadtbild eingebrannt. Schrecklich zugerichtete Invaliden, Witwen in Trauerkleidung, rachitische und tuberkulöse Kinder. Stadtrat Fürst hatte stets versucht die Not dieser Menschen einfach und unbürokratisch zu lindern. Wer würde jemand wie ihn ermorden? Und vor allem: Aus welchen Grund? «
Zitat aus dem Buch, Seite 138

Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin Alex Beer ist fließend und mitziehend. Man fühlt sich in diese Zeit hineinversetzt. Es ist ein kalter März und überall herrschen Not, Hunger, Armut und Krankheiten. Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch. Die reiche Oberschicht vergnügt sich in Tanzlokalen und Theater. Die Filmindustrie hat einen Höhepunkt in den Zwanzigern.

August Emmerich und Ferdinand Winter sind mir schon aus dem ersten Band vertraut und sympathisch. Emmerich ist ein Kriegsversehrter. Der Granatsplitter in seinem Bein bereitet ihm oft Schmerzen. Wagner ist erst seit kurzem der Assistent von Emmerich. Nach anfänglichen Misstrauen und ihrem ersten gemeinsamen Kriminalfall haben sich die beiden mittlerweile zu einem guten Team entwickelt. Emmerich ist erfahren und stur. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt. Er bedient sich hin und wieder unkonventionellen Methoden. Wagner ist zwar noch unerfahren, aber wissbegierig und zuverlässig.

Bei der Suche nach dem Mörder des Politiker Fürst verfolgen Emmerich und Wagner verschiedene Spuren, die mitunter im Sande verlaufen, aber die Erkenntnis daraus, sind manchmal dennoch hilfreich. Das Mordmotiv? Persönlich oder politisch? Ein weiterer Mord geschieht. Gibt es eine Verbindung? Was Emmerich und Wagner herausfinden ist schockierend! …

Der Handlungsverlauf ist spannend und abwechslungsreich! Gleichzeitig bekommt man einen beeindruckenden Einblick in die Lebensumstände der armen und reichen Bevölkerung, sowie über politische, wirtschaftliche und kulturelle Verhältnisse. Die einzelnen Personen sind authentisch und überzeugend dargestellt. Waisenkinder, Zigeuner, Kriegsveteranen, Politiker, Polizisten, Kleinkriminelle u.v.m..

Der trockene Humor, Sarkasmus und einige Gespräche im Wiener Dialekt (auch für deutsche Leser verständlich ;)), die zwischendurch auftauchen, haben mich ebenfalls sehr gut unterhalten.

Faszinierend und wissenswert sind historische Fakten über die Nachkriegszeit in die Geschichte eingebunden! Manche Details waren mir noch nicht bekannt!

Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band! Das Buch kann allerdings auch einzeln gelesen werden, weil der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist.

Ein spannender historischer Krimi mit viel Interessantem aus den frühen Zwanzigern in Wien!

Sehr lesenswert!
5 Sterne

»Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen. - Platon«
Zitat aus dem Buch, Seite 5

Empfehlenswert finde ich auch den ersten Band!
»Der zweite Reiter« von Alex Beer

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Damals war Wien ein Drecksloch

Von: Niamh O'Connor Datum: 09. Juni 2018

In der Buchhandlung Leo in Wien stellte Alex Beer ihren zweiten August-Emmerich-Krimi vor. „Ich kann die Leser auf eine Zeitreise mitnehmen“, sagte die Autorin und sprach über die sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe ihrer Geschichten, die sie in der Österreichischen Nationalbibliothek anhand der dort archivierten Tageszeitungen recherchiert. Der Mord, der den Auftakt zu Die rote Frau bildet, wird am 18. März 1920 verübt. „Damals war Wien ein Drecksloch.“ Diese Aussage gefiel nicht allen im Publikum, auch wenn die Autorin zu bedenken gab, dass dies die Zeit vor den als Rotes Wien in die Geschichte eingegangenen Sozialreformen gewesen sei. Lebensmittel- und Energieknappheit, hohe Arbeitslosigkeit, miserabelste Wohnbedingungen, schlechte Gesundheitsversorgung. Genau aus diesen Gründen sei Wien damals aber eine Metropole der Filmindustrie gewesen, die in Die rote Frau ebenfalls eine Rolle spielt: Ein Heer von Arbeitslosen, das waren billige Statisten für die Monumentalfilme.

Auch dem Ermittlerduo Emmerich und Winter hat das Leben übel mitgespielt. August Emmerich ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Gerade einmal die Hälfte aller Kinder, die in einer solchen Einrichtung untergebracht waren, hätten ihre Volljährigkeit erlebt, erzählt Beer. Im Krieg war er durch einen Granatsplitter verwundet worden und leidet immer noch an den Folgen. Aufgrund von Umständen, die im ersten Teil der Serie nachzulesen sind, lebt Emmerich jetzt in einem Männerwohnheim in der Meldemannstraße im 20. Wiener Gemeindebezirk. Emmerichs Assistent Ferdinand Winter wohnt zwar wesentlich feudaler, aber ansonsten geht es dem verarmten Adeligen kaum besser als seinem Vorgesetzten.

Meine Meinung: Die sympatisch-selbstsichere Unverblümtheit, mit der Alex Beer vor Publikum spricht, findet im Roman ihr Gegenstück in einer stilsicheren Beschreibung des sozialen Umfelds einer Zeit, die, wie die Autorin meint, in der Literatur unterrepräsentiert ist. Genau deshalb hat sie sich auf diese Epoche konzentriert. Sie will Unbekanntes zeigen und sagt: „Ich probiere, meine Leser an Orte mitzunehmen, wo sie sonst nicht hinkommen.“ Als Beispiele nennt sie den Wienerberg, die Chatham Bar (heute das legendäre Café Hawelka) oder die mehrstöckigen Keller unter der Innenstadt. Dort spielt eine sehr unterhaltsame, wenn auch brutale Ringkampfszene, und das ist auch eine der Passagen, in denen Dialoge im Wiener Dialekt dem Roman zusätzlich Authentizität verleihen. An dieser Stelle hatte die Geschichte schon rasant Fahrt aufgenommen, und das mit einer Lockerheit, die im Kontrast zum düsteren Setting steht. Ein Roman, der ganz anders ist als alle anderen deutschsprachigen Krimis, die ich bisher gelesen habe.

So muss ein historischer Kriminalroman sein

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 04. Juni 2018

Wien nach dem Ersten Weltkrieg, wir schreiben das Jahr 1920, zehn Tage im März. Der Mangel ist allgegenwärtig. Hunger und unzureichende medizinische Versorgung bestimmen den Alltag. Es gibt kaum Arbeit, und wer welche hat, ist auch bestrebt, diese zu behalten. Speziell die Kriegsheimkehrer, die buchstäblich vor dem Nichts stehen. Die Lebensumstände der Kriegsgewinnler und des einfachen Volkes könnten nicht unterschiedlicher sein. Die einen leben im Luxus und dinieren unter Kronleuchtern von bestem Porzellan, die anderen sind froh um einen Schlafplatz im Männerwohnheim und stehen in den Schlangen der Armenspeisung für einen Teller Wassersuppe an. Golden Twenties? In keinster Weise. Nein, für die meisten geht es ums nackte Überleben, Moral wird klein geschrieben, Raub, Mord und Totschlag gehören zum Alltag, das Verbrechen blüht.

Der kriegsversehrte Rayonsinspektor August Emmerich ist mit seinem Assistenten Ferdinand Winter, beide dem Leser bereits aus dem Vorgängerband „Der zweite Reiter“ bekannt, endlich in die Abteilung „Leib und Leben“ versetzt worden. Doch vom Lösen spektakulärer Mordfälle sind die beiden meilenweit entfernt. „Krüppelbrigade“ werden sie despektierlich genannt und in eine Abstellkammer verbannt, wo sie ihre Tage mit dem Abtippen von Berichten verbringen.

Emmerich ist ein äußerst sympathischer Protagonist, der zwar manchmal mit seinem Schicksal hadert, aber doch immer bemüht ist, aus seiner Situation das Beste zu machen. Er gibt nicht auf sondern beißt sich durch, ganz gleich wie viele Steine man ihm in den Weg legt. Und davon hat das Leben für ihn mit Sicherheit noch jede Menge in petto.

Nur seinem Insistieren ist es zu verdanken, dass man ihn und seinen Assistenten mit einem kleinen Fall betraut. Eine Schauspielerin fürchtet um ihr Leben, da am Set ihres Films immer wieder unerklärliche Dinge geschehen. Die Erklärung dafür ist schnell gefunden, aber dann wird ein Stadtrat ermordet aufgefunden, der sich, wie sie auch, in einer karitativen Organisation engagiert hat, die sich um Kriegsheimkehrer kümmert. Emmerichs Schnüfflerinstinkt erwacht und begibt er sich mit seinem Assistenten auf die Suche nach dem Mörder. Wer hätte ahnen können, dass sie dabei in ein Wespennest stechen und ihr eigenes Leben in Gefahr bringen würden…

Einmal mehr gelingt es der Autorin Alex Beer das Nachkriegswien mit all seinen Facetten anschaulich zum Leben zu erwecken. „Die rote Frau“ ist ein höchst spannender historischer Kriminalroman, gespickt mit einer Unmenge Details, nicht nur zum Alltagsleben sondern auch zur politischen Situation der damaligen Zeit, was von einer eingehenden Recherche zeugt. Der Kriminalfall an sich ist kompliziert, verästelt, entwickelt sich aber ohne Längen logisch und nachvollziehbar.

Wenn ich einen historischen Kriminalroman lese, möchte ich nicht nur spannend unterhalten werden, sondern auch verbürgte Informationen zu der Zeit und dem Umfeld erhalten, in dem sich die Handlung abspielt. Das ist Alex Beer mit ihrem neuen Fall für Emmerich und Winter gelungen. Von daher – volle Punktzahl!

Auch nach dem Krieg grassiert der Hass

Von: Denise Datum: 02. Juni 2018

Titel: Die rote Frau

Autor: Alex Beer

Reihe: August Emmerich

Band: 2

Verlag: Limes

Seiten: 416

ISBN: 978-3809026761















Wien, Frühling 1920: August Emmerich und sein Partner Ferdinand Winter haben es geschafft. Sie dürfen für die Abteilung "Leib und Leben" arbeiten. Jedoch werden die beiden eher für Sekretariatsaufgaben eingesetzt, während sich die Kollegen um den Mord an einem hohen Politiker kümmern. Emmerich und Winter hingegen sollen eine Schauspielerin mit Hang zum Aberglauben beschützen. Doch bald stellt sich heraus, dass hinter dem Politikermord mehr steckt...



"Die rote Frau" ist der zweite Fall für August Emmerich und konnte mich wieder komplett überzeugen. Alex Beer entführt ihre Leser in das Wien der Gegensätze und zeigt, dass der Tod auch vor der Dekadenz keinen Halt macht. Großartig!



Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man Emmerich und Winter, die zunächst in einem kleinen Büro bei Schreibarbeiten zu versauern scheinen. Durch den Spürsinn des im 1. Weltkrieg verletzten Polizisten ermitteln die beiden geheim und setzen damit mehr aufs Spiel als nur ihre Jobs.



Schon im ersten Teil hatte ich August Emmerich und seinen sehr jungen Assistenten ins Herz geschlossen. Im zweiten Teil hätte ich beide noch öfter umarmen können. Denn auch wenn die Zeiten nach Kriegsende rau und unmenschlich sind, agieren sie menschlich, mit Herz und, im Falle Emmerichs, unkonventionell. Zudem schafft es die Autorin, dass ich mit jeder Figur, egal ob sympathisch oder nicht, mitfühlen konnte. Das hat mir sehr gut gefallen.



Die Story selbst ist von Beginn an spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe mit den beiden Ermittlern recherchiert, befragt und gezweifelt. Bis zum Schluss hatte ich wenig Ahnung, wer nun der Mörder ist. Das Tolle: Alex Beer setzt auf solide Ermittlungen ohne Zufall und großen Knalleffekt. Das fand ich klasse.



Das Ende ist rund, passt zum gesamten Krimi und birgt so manchen Moment zum Luft anhalten. Großartig!



Zwar kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, da die Fälle abgeschlossen sind. Aber mit dem Vorwissen aus Band 1 kann man die Entwicklungen zwischen Winter und Emmerich sowie die Umstände in Wien besser verfolgen.



Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Alex Beer erzählt detailgenau, lässt das Wien der Nachkriegszeit aufleben und zieht mit ihrer ruhigen Art ihre Leser in den Bann.



Fazit: Wien sehen und sterben. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Spannung pur im historischen Wien

Von: Josef Brodträger Datum: 31. Mai 2018

Wenn Du dieses Buch: Die ROTE FRAU von Alex Beer aufschlägst, so ist es, als ob Du eine Tür öffnest und hineingehst in das Wien kurz nach dem Ersten Weltkrieg,
also fast schon Hundert Jahre her. Nach den ersten Seiten bist Du von der Geschichte derart in den Bann gezogen, und der doch erhebliche Zeitunterschied wird Dir kaum mehr bewußt.
Mir war es sogar manchmal so, als würde ich neben dem Inspektor August Emmerich und seinem Kollegen Winter durch das Wien im März 1920 gehen.
Es ist ein trüber und kalter März in einer Stadt Wien, wo bitterste Armut und Nachkriegswirren alltäglich sind, wo selbst der Frühling keine Lust hatte sich zu zeigen.
Da wird ein bekannter Politiker ermordet. Eigentlich ein Fall für August Emmerich, jedoch ein Großteil seiner Kollegen in der Abteilung Leib und Leben
in der Wiener Roßauer Kaserne sind dem Kriegsversehrten Emmerich nicht wohl gesonnen.
So wird dieser "Krüpel" nicht an den Mordermittlungen beteiligt, sattdessen soll er sich mit seinem Assistenten Winter neben einfachen Schreibarbeiten um eine bekannte Schauspielerin kümmern,
die um ihr Leben fürchtet.
Ein Krminalroman erster Güte, indem viele Tatsachen aus dieser Zeit einfließen und die Autorin es einem sehr schwer macht, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen.
Es ist schon der Zweite Fall von August Emmerich, der ersten Band : der ZWEITE REITER von Alex Beer wurde sogar mit dem Leo Perutz Preis für Kriminal Literatur ausgezeichnet.
Das Ende der ROTEN FRAU kündigt aber bereits eine Dritte Geschichte von August Emmerich der in Bregenz geborenen und in Wien lebenden Alex Beer an.
PRÄDIKAT: Besonders Lesenswert! Josef Brodträger

Einfach begeistert.

Von: Angela Bibiane Nussbaumer Datum: 27. Mai 2018

Im Rahmen meiner eigenen Familienforschung finde ich in Alex Beers Büchern die Welt und die Lebensumstände meiner damals dort lebenden Vorfahren so beschrieben, dass ich mir noch viel mehr vorstellen kann, wie es im Wien vor 100 Jahren zu leben war als von Armut und Krankheit betroffener Arbeiter und Kriegsveteran und seinen Angehörigen. Zu jenen Informationen, die ich zu meiner Familie bis anhin gefunden habe, kommen noch soviele Hinzu, die Alex Beer in Ihren Büchern quasi "für mich" schon recherchiert hat. Nur schon deshalb liebe ich ihre Arbeit und ihre Bücher.
...und weiter schreib' i nix mea, damit i nix verrat ;-).