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Lisa Wingate

Libellenschwestern

Roman
Der New-York-Times-Bestseller

»Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)

Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.

Das Buch spielt in Memphis/Tennessee, Vereinigte Staaten von Amerika

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Leserstimmen

Schöne Geschichte auf zwei Zeitebenen - mehr leider nicht

Von: janaslifetime Datum: 01. Oktober 2018

Eine ziemlich langanhaltende Leseflaute hat mich den Sommer begleitet. Es war einfach zu heiß gewesen und ich zu träge. Dieses Buch von Lisa Wingate hat mich leider auch nicht wirklich aus dieser Flaute befreit.

Schreibstil // Ich kam sehr schwer rein, da mir der Schreibstil oftmals zu blumig, zu detailverliebt, was oftmals einfach nicht gebraucht hätte. So habe ich immer mal wieder ein Kapitel gelesen, das Buch wieder weggelegt und ich hatte nicht so den Anreiz weiter zu lesen. Es gab nicht diese "Cliffhanger", die ich mir gewünscht hätte und es war vieles auch vorhersehbar.

Zwei Zeitebenen // Die zwei Zeitebenen mag ich ja momentan an sich sehr gerne, aber gerade die Zeit "früher" hat sich sehr gezogen und man kam einfach mit den vielen Namen durcheinander. Man merkt zwar, wie sich die Kinder in dieser Situation gefühlt haben und es ist alles krass, was vor allem aus einer wahren Begebenheit, früher wirklich passiert ist.
Die Zeit "heute" gefällt mir hingegen sehr gut, es macht Spaß Avery, die mir sehr sympathisch ist, zu begleiten und auf die Spur der Geschichte des Libellenarmbandes zu kommen. In der Mitte des Buches denkt man aber gleich, dass man alles weiß, wie die Geschichte verläuft und glaubt nicht an eine spannende Wendung, sondern, dass alles vor sich hinplätschert.

Verlauf und Ende // Im weiteren Verlauf kommt schon noch das ein oder andere raus und die Geschichte nimmt eine Wendung. Aber plötzlich wird das Ende hopplahopp erzählt und meiner Meinung nach einfach zu schnell beendet. Zwar schön und mit einem wohligen Gefühl im Bauch schließe ich das Buch, nehme auch viel mit, aber es war jetzt nicht DAS beste Buch.
Fazit
Die Geschichte über Zigeunerkinder, die im Waisenhaus landen und misshandelt und sogar gehandelt werden, ist erschreckend und interessant. Leider hat mir der Schreibstil am Anfang wirklich Schwierigkeiten bereitet, was jedoch mit der Zeit wirklich ging.
Wenn ich nicht diese Leseflaute gehabt hätte, wäre ich auch definitiv schneller durch gewesen, da die Geschichte zunehmend an Fahrt aufgenommen hat.
Die Libellenschwestern haben ihre Höhen und Tiefen, aber alles in allem ist die Geschichte aus der Vergangenheit und dem Zusammenfinden in der heutigen Zeit, die Spaß gemacht hat.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewegend

Von: Melanie Berg Datum: 21. August 2018

Rezension von Melanie zu Libellenschwestern: Roman von Lisa Wingate

5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewegend Klappentext "Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE) Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte. " Quelle: Amazon Verlag Meinung Nach den ganzen blutigen Thrillern, krimis und Horror-Büchern musste es jetzt mal wieder was leichtes sein; und da habe ich gleich Glück gehabt. Es geht um ein 12-jähriges Mädchen namens Rill Foss, welches in den 1930igern mit der ganzen Familie auf einem Hausboot lebt ( ich sag nur Kelly- Family im Kleinen. Das Cover ist auf einem Schutzumschlag,und zeigt eine Libelle aus kleinen Mosaikstücken zusammengesetzt, und sieht richtig schön aus. Und oasst ausgezeichnet zum Titel, eine Dtory, welche auf einer wahren Geschichte beruht Aber so schön das Familienleben auf dem Missisippi ist schwebt ein Damoklesschwert, über der kleinen Familien. Als die Mutter Wehen vekommt mit Zwillingen bringt der Vater sie an Land in ein Krankenhaus. Rill wird beauftragt, auf die Geschwister aufzupassen, bis die Eltern wieder da sind. Aber sie warten vergebens, stattdessen kam die Polizei und nimmt die Kinder mit inkl. Rill. Da die Kleine, sich aber immer noch für die Geschwister veeantwortluch fühlt, veresucht sie alles um die Familie zusammen zu halten. Was nicht einfach ist, denn es wsr auf dem Wasser eine heile Welt, und nun kommt das rauhe Leben auf sie eingestürzt. Und das aks zwölfjähriges Mädchen. Diese Zeit und die Widrigkeiten. Dann kommt ein Zeitsprung. 70 Jahre später trifft dieStaatsanwältin Avery Stafgord die 90jährige May und entdeckt bei dieser ein Libellenarmband, da diese an FmDemez leidet kann Affery nicht einfach nach dessen Herkunft fragen. Ein Fote aus den 1930 igern erregt ebrnfalls due Aufmerksamkeit. Affery geht eigene Verabtwortung auf die Suche. Lisa Wingate zeigt wie bereits in dieser jungen Zeit mit einer wertvollen Ware gehandekt wird-> Kindern,hier soeziell 'Waisenkindern. Echt erschütternd und bewegend. Ich vewundere Autoren die mit ihrem Schreibstil Emitionen an den Leser übertragen können������! Lisa Wingate legt mit "Libellenschwestern" einen Roman vor, der auf wahren Fakten beruht. Rund 30 Jahre lang nutzte die Sozialarbeiterin Georgia Tann das Waisenhaus der Tennessee Children's Home Society in Memphis für ein perfides Adoptionsprogramm. Sie entriss tausende Kinder ihren armen Familien und 'vermittelte' ​ihre 'Schützlinge' anschließend an reiche Familien, Prominente und Politiker - nicht ohne dabei sehr viel Geld zu verdienen. Was sie und ihre Helfer wie aufopferungsvolle Hilfe für kleine Waisen auf der Suche nach einem schönen Zuhause aussehen ließ, war klassischer Kinderhandel, dem im Übrigen meist eine sehr schlimme Zeit im Waisenhaus voranging. "Libellenschwestern" mag äußerlich ein hübsch anzusehendes Buch sein, aber der Inhalt geht ans Eingemachte. Ich weiß nicht, wie oft ich das Buch zuklappen und durchatmen musste, weil mir die Niedertracht und Gier dieser Frau, die all das Leid von so vielen Kindern verursacht hat, an die Nieren gegangen ist. Ihre mehr als armselige Rechtfertigung ihres Handelns und die Tatsache, dass viele ihrer Opfer aufgrund von Tanns durchdachter Systematik nie erfahren haben, wer ihre richtige Familie ist - nur zwei Punkte, die mich fassungslos gemacht haben. Dieser Roman ist erschütternd, weil es kaum vorstellbar scheint, dass eine Frau, die vorgibt Gutes für hilflose Kinder zu tun, in Wirklichkeit so kaltblütig und grausam ist, dass sie - ohne mit der Wimpern zu zucken - schutzbedürftigen Kindern tiefe seelischen Verletzungen zufügt. Lisa Wingate schildert diese Geschichte in einer einfühlsamen Sprache, die jede Menge Emotionen transportiert. Die Blickwinkel wechseln sich ab, so dass Rill und Avery zu Wort kommen. Dabei hat mich vor allem Rills kindliche Perspektive besonders berührt, denn was sie und ihre Geschwister durchmachen müssen, zeigt stellvertretend die Leiden und Schmerzen all der Kinder, die Opfer von Georgia Tann wurden. Dieser Roman ist dramatisch und erschütternd, und jeine leichte Kost - aber auch ganz besonders, denn die Autor hat ein unscheinbares Thema kunstvoll ins Rampenlicht gesetzt. Mich hat das Buch positiv überrascht und es hat die volle Punkt- bzw. Sternzahl verdient. Deswegen absolute Leseempfehlung. Fakten 482 Seiten HC 22,00 € Ebook 4,99 € Erschienen im Limes Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog: http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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Es hat mich berührt

Von: Suse Datum: 02. August 2018


»Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)

Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

Die Autorin:
Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für mich als Leserin eher untypisch. Ich bin im Thriller und Horrorbereich anzutreffen. Diese Geschichte jedoch hat mich so angesprochen das ich sie lesen wollte. Also habe ich mal wieder zu einem Roman gegriffen und was ich hier geboten bekommen habe hat mich sehr berührt. Das Buch basiert ja auf Fakten und ich finde so macht es eine Geschichte immer noch interessanter. Die Autorin hat einen sehr gefühlvollen und leichten Schreibstil der super zu Thematik passt. Die Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte so ans Herz gewachsen und ich hatte schon einen Kloß im Hals als das Buch endete.

Eine Geschichte die absolut unter die Haut geht. Sehr gefühlvoll und respektvoll von der Autorin erzählt. Tolle Charaktere und eine Thematik die ich so in einem Buch noch nicht gelesen hatte. Von mir eine klare Empfehlung und ich behalte die Autorin im Auge. Sehr emotionales Buch

Berührend

Von: World of books and dreams Datum: 18. Juli 2018

Avery Stafford, Tochter eines Senators und selbst erfolgreiche Staatsanwältin lernt bei einem Nachmittag in einem Seniorenheim die neunzigjährige May kennen. May scheint das Armband an Averys Handgelenk, das sie einst von ihrer Großmutter Judy geschenkt bekam und aussieht wie eine Libelle, zu erkennen. Noch überraschender ist die Fotografie auf Mays Nachttisch, denn die Frau auf dem Bild sieht den Frauen aus der eigenen Familie überraschend ähnlich. Als Avery ihre Großmutter nach May fragt, scheint in der an Demenz erkrankten Frau eine Erinnerung wach zu werden. Avery wird neugierig und beginnt zu forschen.
Ende der dreißiger Jahre lebt die zwölfjährige Rill Foss gemeinsam mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi. Ihr Mutter Queenie ist wieder schwanger, doch bei der Geburt kommt es zu Komplikationen und ihr Vater muss schnellstmöglich mit Queenie in die Klinik. Als am nächsten Morgen statt der Eltern Polizisten auf dem Boot auftauchen und alle fünf Kinder mitnehmen, versucht Rill alles, was ihr möglich ist, um ihre Geschwister bei sich zu behalten.
Meine Meinung

Das Cover des Buches wirkt sehr harmonisch, doch hier war es der Klappentext, der mich unheimlich neugierig auf den Inhalt machte.
Die Geschichte rund um Avery Stafford in der Gegenwart und Rill Foss in der Vergangenheit wird sehr gefühlvoll erzählt. Man spürt, dass die Autorin sich hier viel Zeit genommen hat, um gerade die Geschichte der Foss Kinder aus der Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Denn auch wenn es die Familie Foss nicht gab, so beruht doch ihr Schicksal auf wahre Begebenheiten aus dieser Zeit. Denn das Waisenhaus der Tennessee Children’s Home Society und deren Machenschaften unter Georgia Tann gab es wirklich. Tann nahm Kinder aus armen Familien und vermittelte diese an reiche, kinderlose Familien, natürlich floss dabei sehr viel Geld. All das verarbeitet Lisa Wingate detailreich und sehr mitnehmend, denn ich habe hier richtig mit Rill und ihren Geschwistern mitgelitten. Ganz leicht zu lesen ist diese Geschichte aber nicht, denn man braucht eine gewisse Ruhe und Zeit, sich auf den Schreibstil und deren Detailreichtum zu gewöhnen. Doch es lohnt sich hier absolut am Ball zu bleiben, denn die Geschichte ist, gerade auf Grund des realen Hintergrunds, sehr zu Herzen gehend.
Bücher auf zwei Zeitebenen und mit Familiengeheimnissen mag ich immer sehr und ich hatte mich hier auf etwas mehr Spannung eingestellt. Doch die Hintergründe, die Avery Stafford in der Gegenwart auf die Spur geht, waren mir als Leser schnell klar. Trotzdem konnte man mich den Ereignissen, vor allem rund um Rill und den Kindern, fesseln. Ich glaube aber auch, dass es genau so erzählt werden muss, um den Leser ein wenig die Tragik näher zu bringen. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, was sich da abspielte, doch bei einem Interview mit der Autorin konnte man sogar Zeitungsausschnitte sehen, in denen man sich sozusagen ein Kind für unter den Weihnachtsbaum aussuchen konnte. Wie bereits erwähnt, wird der Roman auf zwei Zeitebenen wiedergegeben. Dabei erfährt man aus der Sicht Averys die Gegenwart und aus der Sicht der zwölfjährigen Rill die Vergangenheit. Gerade die Sicht Rills konnte mich unheimlich berühren, denn man spürt hier die Verzweiflung des Mädchens, den Verlust der Eltern, die Angst, ihre Geschwister ebenso zu verlieren und vieles mehr. Gerade jetzt, wo ich für diese Rezension die Geschichte noch einmal innerlich Revue passieren lasse, muss ich zugeben, dass ichbei Rill und deren Erlebnissen sehr viel mehr mitgefiebert habe, als bei Avery. Auch sonst verblasst Avery ein wenig gegenüber dem Mädchen und deren Familie, nicht weil sie nicht sympathisch ist, sondern einfach, weil gerade ihre Geschichte für mich zu vorhersehbar war. Man lernt hier natürlich noch einige Charaktere mehr kennen und man spürt bei jedem von ihnen, dass sich die Autorin auch hier sehr viele Gedanken gemacht hat. Jeder Charakter ist vorstellbar und greifbar und sehr wirkungsvoll. Sie nehmen den ihnen gebührenden Einfluss auf den Fortgang der Geschichte und lassen gerade die vergangenen Ereignisse lebendig werden.
Mein Fazit

Ein sehr berührendes Buch, bei dem ich ein wenig Zeit brauchte, um hineinzufinden. Doch Lisa Wingate erzählt mit einer Intensität und mit sehr viel Emotionen, so dass ich gar nicht anders konnte, als von Rill und ihrer Familie berührt zu werden. Auch wenn ich hier den Part der Vergangenheit bevorzuge, der mich aber auch sehr fassungslos zurücklässt, war die Geschichte in der Gegenwart sehr unterhaltsam. Wer Familienromane, die auch auf wahre Begebenheiten beruhen, mag, der sollte diese Geschichte lesen. Empfehlenswert!

Berührend

Von: World of books and dreams Datum: 18. Juli 2018

Avery Stafford, Tochter eines Senators und selbst erfolgreiche Staatsanwältin lernt bei einem Nachmittag in einem Seniorenheim die neunzigjährige May kennen. May scheint das Armband an Averys Handgelenk, das sie einst von ihrer Großmutter Judy geschenkt bekam und aussieht wie eine Libelle, zu erkennen. Noch überraschender ist die Fotografie auf Mays Nachttisch, denn die Frau auf dem Bild sieht den Frauen aus der eigenen Familie überraschend ähnlich. Als Avery ihre Großmutter nach May fragt, scheint in der an Demenz erkrankten Frau eine Erinnerung wach zu werden. Avery wird neugierig und beginnt zu forschen.
Ende der dreißiger Jahre lebt die zwölfjährige Rill Foss gemeinsam mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi. Ihr Mutter Queenie ist wieder schwanger, doch bei der Geburt kommt es zu Komplikationen und ihr Vater muss schnellstmöglich mit Queenie in die Klinik. Als am nächsten Morgen statt der Eltern Polizisten auf dem Boot auftauchen und alle fünf Kinder mitnehmen, versucht Rill alles, was ihr möglich ist, um ihre Geschwister bei sich zu behalten.
Meine Meinung

Das Cover des Buches wirkt sehr harmonisch, doch hier war es der Klappentext, der mich unheimlich neugierig auf den Inhalt machte.
Die Geschichte rund um Avery Stafford in der Gegenwart und Rill Foss in der Vergangenheit wird sehr gefühlvoll erzählt. Man spürt, dass die Autorin sich hier viel Zeit genommen hat, um gerade die Geschichte der Foss Kinder aus der Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Denn auch wenn es die Familie Foss nicht gab, so beruht doch ihr Schicksal auf wahre Begebenheiten aus dieser Zeit. Denn das Waisenhaus der Tennessee Children’s Home Society und deren Machenschaften unter Georgia Tann gab es wirklich. Tann nahm Kinder aus armen Familien und vermittelte diese an reiche, kinderlose Familien, natürlich floss dabei sehr viel Geld. All das verarbeitet Lisa Wingate detailreich und sehr mitnehmend, denn ich habe hier richtig mit Rill und ihren Geschwistern mitgelitten. Ganz leicht zu lesen ist diese Geschichte aber nicht, denn man braucht eine gewisse Ruhe und Zeit, sich auf den Schreibstil und deren Detailreichtum zu gewöhnen. Doch es lohnt sich hier absolut am Ball zu bleiben, denn die Geschichte ist, gerade auf Grund des realen Hintergrunds, sehr zu Herzen gehend.
Bücher auf zwei Zeitebenen und mit Familiengeheimnissen mag ich immer sehr und ich hatte mich hier auf etwas mehr Spannung eingestellt. Doch die Hintergründe, die Avery Stafford in der Gegenwart auf die Spur geht, waren mir als Leser schnell klar. Trotzdem konnte man mich den Ereignissen, vor allem rund um Rill und den Kindern, fesseln. Ich glaube aber auch, dass es genau so erzählt werden muss, um den Leser ein wenig die Tragik näher zu bringen. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, was sich da abspielte, doch bei einem Interview mit der Autorin konnte man sogar Zeitungsausschnitte sehen, in denen man sich sozusagen ein Kind für unter den Weihnachtsbaum aussuchen konnte. Wie bereits erwähnt, wird der Roman auf zwei Zeitebenen wiedergegeben. Dabei erfährt man aus der Sicht Averys die Gegenwart und aus der Sicht der zwölfjährigen Rill die Vergangenheit. Gerade die Sicht Rills konnte mich unheimlich berühren, denn man spürt hier die Verzweiflung des Mädchens, den Verlust der Eltern, die Angst, ihre Geschwister ebenso zu verlieren und vieles mehr. Gerade jetzt, wo ich für diese Rezension die Geschichte noch einmal innerlich Revue passieren lasse, muss ich zugeben, dass ichbei Rill und deren Erlebnissen sehr viel mehr mitgefiebert habe, als bei Avery. Auch sonst verblasst Avery ein wenig gegenüber dem Mädchen und deren Familie, nicht weil sie nicht sympathisch ist, sondern einfach, weil gerade ihre Geschichte für mich zu vorhersehbar war. Man lernt hier natürlich noch einige Charaktere mehr kennen und man spürt bei jedem von ihnen, dass sich die Autorin auch hier sehr viele Gedanken gemacht hat. Jeder Charakter ist vorstellbar und greifbar und sehr wirkungsvoll. Sie nehmen den ihnen gebührenden Einfluss auf den Fortgang der Geschichte und lassen gerade die vergangenen Ereignisse lebendig werden.
Mein Fazit

Ein sehr berührendes Buch, bei dem ich ein wenig Zeit brauchte, um hineinzufinden. Doch Lisa Wingate erzählt mit einer Intensität und mit sehr viel Emotionen, so dass ich gar nicht anders konnte, als von Rill und ihrer Familie berührt zu werden. Auch wenn ich hier den Part der Vergangenheit bevorzuge, der mich aber auch sehr fassungslos zurücklässt, war die Geschichte in der Gegenwart sehr unterhaltsam. Wer Familienromane, die auch auf wahre Begebenheiten beruhen, mag, der sollte diese Geschichte lesen. Empfehlenswert!

Ein so berührender und bedeutender Lesegenuss

Von: puppetgirl Datum: 04. Juli 2018

Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll, denn diese Geschichte ist so bewegend und es ist mir eigentlich auch sehr unangenehm, dass ich vorher von der Thematik gar nichts gewusst habe.
Dieser Roman ist schon ein historischer Roman, doch schwängt er immer wieder von der heutigen Zeit in einen Zeitstrahl der 1930er. Wir erfahren die Geschichte von Rill und ihrer Familie, also ihren Geschwistern und ihren Eltern. Rill ist die Älteste und fühlt sich für ihre Geschwister verantwortlich, doch sie kann mit ihrem kindlichen Wesen doch noch nicht so viel Verantwortung auf sich laden, nur weil Erwachsene meinen, dass sie ein sehr schlechtes Spiel mit ihr und ihrer Familie spielen müssen. Sie kommt mit ihren Geschwistern in ein Waisenhaus und so versucht sie das Versprechen, welches sie ihren Eltern gegeben hat, zu erfüllen. Sie will ihre Geschwister beschützen. Doch wie soll man das machen, wenn man keinen Einfluss hat, wenn man doch nur ein Kind ist, was hin- und her geschubst wird?
Und dann gibt es in der aktuellen Zeit Avery. Sie ist die Tochter eines Politikers, ist gerade in ihren Dreißigern und lernt die 90-jährige May kennen. Diese kommt mit dem Armband von Avery´s Großmutter in Berührung und denkt, dass es ihr eigenes Armband sei. Aber das ergibt für Avery keinen Sinn. Warum sollte ihre Großmutter das Armband einer fremden Frau haben, die definitiv nicht zur Familie gehört? Avery möchte mehr erfahren, kann aber ihre Großmutter Judy nicht mehr fragen, denn diese leidet an Demenz und somit ist es schwierig klare Antworten aus ihr herauszubekommen. Doch da hilft Avery´s Beruf ihr etwas weiter. Sie ist Anwältin und kann sich somit sehr gut in Recherchen festbeißen. Nur will sie das Geheimnis wirklich lüften? Würde es der politischen Karriere ihrer Familie schaden?
Lisa Wingate hat mich weinen lassen, hat mich fluchen lassen und hat mich das Buch weglegen lassen, da mir das Herz so wehtat. Ich konnte mir bis dahin nicht vorstellen, was Menschen anderen antun um reich zu werden. Und dass sie es an Kindern auslassen. So verbindet die Autorin Wahrheit und Fiktion so miteinander, dass man glaubt, man könnte sich wirklich mit May unterhalten, alles aus ihrem Leben erfahren, denn irgendwie ist es doch alles wahr. Die Geschichte wurde für mich nie langweilig, sondern hat mich jedes Mal aufs Neue in eine Geschichte gezogen, von der ich wissen wollte, wie sie weiterging, wie sie endete, ob es ein Happy End gibt oder nicht? Ich habe so sehr mitgefiebert, auch wenn es eben nicht immer freudige Gefühle waren, die dort bei mir auftauchten, aber dies ist wirklich ein Roman, den ich nur empfehlen kann. Er berührt einen und lässt einen nachdenken, vielleicht lässt er auch andere Leser nicht mit trockenen Augen zurück. Es war wirklich ein berührender und bedeutender Lesegenuss für mich.

Eindrücklich und unterhaltsam - gekonnt wurde Realität & Fiktion zu einem Roman verbunden

Von: Kathrinshome Datum: 03. Juli 2018

Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt die amerikanische Autorin mehrerer preisgekrönter Romane von dem Leben zweier Frauen, die scheinbar nichts gemeinsam haben: Avery Stafford, eine junge Anwältin, steht ihrem Vater bei seinen politischen Geschäften zur Seite. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie und kommt bei ihrer Arbeit als „Tochter des Senators“ eines Tages mit der 90-jährigen May Crandall in Berührung, die ihr Libellenarmband wiedererkennt und ein Foto ihrer Großmutter besitzt. Nach anfänglichem Zögern nimmt die Neugier Überhand und Avery beginnt mit den Recherchen rund um das Familienerbstück, welches sie von ihrer Großmutter bekommen hat, die nun in einem gehobenen Seniorenheim lebt und an Demenz erkrankt ist.

Der zweite Erzählstrang führt uns mehr als 70 Jahre zurück zu der jungen Rill Foss, die mit ihren Eltern und 4 Geschwistern als „Fluss-Zigeuner“ in einem Hausboot auf dem Mississippi lebt. Als die Eltern aufgrund einer schweren Geburt ins Krankenhaus mussten, werden die Geschwister von Spähern der Tennessee Children`s Home Society entführt und in ein Waisenhaus gebracht. Dieses wird von Georgia Tann verwaltet, welche sich zwischen 1920 und 1950 einen Namen als Expertin für Kinderschutz gemacht hat.

Und hier beginnt nun Fiktion und Realität in ergreifender und unvergesslicher Weise ineinander zu laufen: Wir erleben den schrecklichen Alltag von Rill, ihren Geschwistern und den anderen Kindern im Kinderheim, lesen von einer tyrannischen Leiterin der Zweigstelle, grausamen Erziehungsmethoden und „gesäuberten“ Kindern für die finanzkräftige Klientel & Außenwelt, wir erfahren von Misshandlungen der Seele und des Körpers, Bestechungsbonbons und Betreuerinnen, die ihren Mut zur Hilfe mit einschneidenden Erlebnissen in ihre eigenes Leben bezahlen müssen... und wir begleiten eine starke und doch oft zu hilflose Rill, die ihrem Versprechen, auf ihre Geschwister aufzupassen, nicht immer gerecht werden kann.

Nach und nach verbinden sich diese beiden Geschichtsstränge zu einem Ende, wenngleich es auch kein wahres Happy End sein kann. Es gibt nur wenige Momente zum Durchatmen; den Faden verliert man allerdings auch durch romantische Erzählungen wie die zarte Annäherungen in der heutigen Geschichte nicht, denn die Bilder, welche durch klare, anschauliche Worte der Autorin mit einer gekonnten Mischung aus fiktiven Bildern und klaren Fakten geschaffen wurden, brennen sich einem förmlich ein.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dieses Buch sehr mitgenommen hat... schon beim Lesen musste ich immer wieder Pausen einlegen und auch zum Ende hin gab es für mich keinen Abschluss – das Thema hat mich weiter beschäftigt und so habe ich u.a. die Hintergründe „Die wahre Geschichte zu den Libellenschwestern“ und weitere Fotos/Erzählungen im www gelesen. Selten hat mich ein Buch so lange gefesselt und gepackt.

„Den Hunderten gewidmet, die verschwanden, und den Tausenden, denen dieses Schicksal erspart blieb. Mögen eure Geschichten niemals in Vergessenheit geraten.

All jenen, die Waisenkindern helfen, ein Zuhause zu finden. Ich wünsche euch, dass ihr euch stets dessen bewusst seid, wie wertvoll eure Arbeit und eure liebevolle Hingabe sind“ (Zitat Buchanfang)

Dieses Zitat bringt meinen Eindruck auf den Punkt: einerseits wird die Geschichte von Rill und ihren Schwestern erzählt, ihre anfängliche Hoffnung auf Rückkehr, das Erkennen des Tatsächlichen, der Versuch des Ausbrechens, das Zerbrechen an der Gewalt und dem System bis hin zur Adoption; andererseits auch indirekter Wink, das Humane im gemeinsamen Tun mit Waisenkindern nie zu vernachlässigen und zu erkennen, wie wichtig diese „Arbeit“ mit den Kindern ist.

Meine ganze Rezension findet ihr auf meinem Blog

Arcadia

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum: 23. Juni 2018

Literaturwerkstatt- kreativ / Blog stellt vor:
„Libellenschwestern“ von Lisa Wingate

1939 Memphis / Tennessee

Die Geschwister Rill, Camellia, Fern, Lark und Gabion Foss leben zusammen mit ihrem Vater Briny und ihrer Mutter Queenie auf ihrem Hausboot, der Arcardia. Sie verbringen eine glückliche Kindheit am Mississippi. Als ihre Mutter mit Zwillingen schwanger ist und es bei der Geburt zu Komplikationen kommt, bringt Briny seine Frau ins Krankenhaus. Die Kinder bleiben alleine auf dem Boot zurück. Rill, die älteste der fünf Foss-Geschwister, gibt ihren Vater das Versprechen sich um ihre Geschwister zu kümmern. Am nächsten Morgen kommt jedoch nicht wie erwartet der Vater zurück, stattdessen steht die Polizei vor dem Hausboot. Unter dem Vorwand, dass sie zu ihren Eltern ins Krankenhaus gebracht werden sollen, lockt die Polizei die Kinder vom Boot und bringt sie in ein Waisenhaus, welches Georgia Tann gehört. Es beginnt für die Kinder eine unfassbar grauenvolle Zeit. Rill versucht alles, damit die Geschwister beisammen bleiben, aber ein Kind nach dem anderen wird an Adoptiveltern weitergegeben. Die Familie wird auseinander gerissen.

Aiken, South Carolina

70 Jahre später begleitet die dreißigjährige Avery Stafford ihren Vater, den Senator Will Stafford, zu einem offiziellen Termin in ein Pflegeheim. Bei diesem Besuch fasst eine der Bewohnerinnen – May Crandall – sie am Arm. Denn diese erkennt das Libellenarmband, das Avery am Arm trägt. Avery hat es von ihrer Großmutter Judy geschenkt bekommen. Nachdem sie dann auch noch bei May Crandall auf dem Nachttisch ein Bild von einer Frau stehen sieht, die ihrer Großmutter zum Verwechseln ähnelt, wird sie neugierig. Sie beginnt zu recherchieren und kommt einer Geschichte auf die Spur, mit dessen Ausmaß sie so in keinster Weise gerechnet hätte.


Fazit:

Die US-amerikanische Autorin Lisa Wingate wurde zu ihrem Roman „Libellenschwestern“ durch eine wahre Geschichte inspiriert. Und so erfahren wir von Georgia Tann und der Tennessee Children‘ Home Society, die von 1920 bis 1950 tausende von Kindern (vor allem in Memphis), unter sehr dubiosen Vorwänden, ihren Eltern entriss. Die Kinder wurden an reiche und berühmte Persönlichkeiten des Landes verkauft und von Diesen dann meist adoptiert. Da die Kinder alle neue Namen bekamen und ihre eigentliche Herkunft von Georgia Tann und ihrer Gesellschaft sehr verschleiert wurde, war es den meisten Kindern – später im Erwachsenenalter – nicht möglich, ihre leiblichen Eltern oder Geschwister wieder zu finden. Viele Kinder starben auch in den Waisenhäusern aufgrund von Vernachlässigungen und Misshandlungen. Die Autorin greift mit ihrer Geschichte ein sehr dunkles Kapitel des amerikanischen Adoptionsrechtes auf. Ich fand es unfassbar und unvorstellbar, dass die Machenschaften von Georgia Tann und ihrem Menschenhändlerring über solange Zeit überhaupt funktionieren konnten. Bei meinen eigenen Recherchen, habe ich heraus gefunden, dass sie von vielen hochrangigen Persönlichkeiten gedeckt wurde.

Lisa Wingate ist es hervorragend gelungen ihre fiktive Geschichte um die Foss- Kinder, mit der realen Person von Georgia Tann zu verweben. Die Schicksale von Rill Foss und ihren Geschwistern habe ich aufgrund des wunderbaren Erzählstils der Autorin so auch hautnah miterleben können. Eine sehr berührende, tragische und schockierende Geschichte, die einen auch nach Beenden des Buches nicht so schnell loslässt. Lisa Wingate hat mit ihrem Buch eine Geschichte geschrieben, die allen Kindern stellvertretend Gedenken soll, die Opfer von Georgia Tann wurden.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte in zwei Erzählsträngen, einmal in der Vergangenheit und dann in der Gegenwart und durch diese ständigen Perspektivwechsel bleibt der Spannungsbogen auch konstant hoch. Auch die Protagonisten sind ihr gut gelungen, wobei mir Rill Voss sogleich ans Herz gewachsen ist, bei Avery Stafford hat es hingegen ein wenig gedauert. Da war mir Anfangs doch ein wenig zu viel familiäre Highsociety. Um so bemerkenswerter, ihre Persönlichkeitsentwicklung und vor allem ihre Hartnäckigkeit, um hinter das Geheimnis ihrer Großmutter zu kommen.

Was es mit dem Titel „Libellenschwestern“ und diesem tollen Armband auf sich hat erfahren wir im Buch. Auf jeden Fall ein sehr schönes Cover, passend zum Titel,- und auch zum Inhalt des Buches – exzellent ausgewählt.

Ein hervorragendes, wunderschönes, nachdenkliches, aber auf jeden Fall, ein sehr lesenswertes Buch !!!



Besten Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Bewegende authentische Geschichte

Von: lenisvea Datum: 23. Juni 2018

Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst allerdings in keinster Weise meine Meinung.
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8090-2690-7
Erschienen: 05.03.2018
Ihre Geschichte beginnt an einem schwülend-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt.
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann.
Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.
Zur Autorin:
Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.
Meine Meinung:
siehe Videorezension
Mein Fazit:
Ich bin direkt gut in das Buch reingekommen. Der Schreibstil und die berührende Geschichte konnten mich von Anfang an begeistern. Ansatzweise ist dieser Roman aus wahren Begebenheiten entstanden, was das Ganze natürlich sehr authentisch und greifbar gemacht hat.
Dieser Roman hat es mir auf jeden Fall ermöglicht, mehr über die Waisenhäuser der früheren Zeit zu erfahren. Dass es früher teilweise sehr schlimm in den Waisenhäusern zugegangen ist, war mir schon klar, aber dass es solche Ausmaße annahm, hätte ich nicht gedacht.
Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Es ist zwar ab ca. der Hälfte meiner Meinung nach etwas schwächer geworden, aber insgesamt dennoch sehr zu empfehlen. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.
4 von 5 Sternen

Eine dramatische Geschichte, die sehr berührt und einen zum Nachdenken anregt...

Von: Ayda Datum: 09. Juni 2018

Kurzer Inhalt:
Libellenschwestern spielt auf zwei Zweitebenen. In der Vergangenheit im Jahre 1939 in Memphis Tennessee, wo wir Rill Foss und ihre Familie kennenlernen,die auf einem Hausboot leben. Die Mutter von Rill ist Hochschwanger und wird ihr 5. Kind bekommen. Als sie für die Entbindung in die Klinik gebracht wird,wird nichts mehr zu sein wir früher. Die andern vier Kinder werden entführt und an reiche Familien vermittelt...
In der Gegenwart lernen wir die junge Anwältin Avery Stafford kennen,die Tocher vom Senator Wills Stafford. Als sie eines Tages im Altenheim,wo sie zu Besuch ist, von einer Frau am Handgelenk gehalten wird ist sie irritiert,denn die Frau Namens May Crandall ist auf das Libellen-Armband von Avery fixiert. Avery sieht zudem noch ein Foto,das ihr sehr bekannt vorkommt. All die Zufälla mach sie stutzig und sich macht sich auf die Suche nach der Antwort...

Meine Meinung:
Zuerst hat mich dieses wunderschöne Cover angesprochen und nachdem ich soviele positive Meinungen zu dem Buch gehört hatte, bin ich neugierig geworden. Trotz ein paar Längen in der Vergangenheit, hat mich das Buch vollkommen überzeugt. Es ist eine dramatische Geschichte, die sehr berührt, einen zum Nachdenken anregt und trotzdem voller Hoffnung und Liebe ist. Die Hauptprotagonisten sind mit sehr sympthisch gewesen. In dem Teil, der in der Vergangenheit gespielt hat, gab es ein paar Längen,die phasenweise meinen Lesefluss gestoppt haben aber insgesamt ist der Schreibstil schön und flüssig zu lesen. Die Handlung geht auf ein dunkles Thema aus der Vergangenheit ein,wo Kinder ihren Müttern einfach entzogen wurden und an reiche kinderlose Paare gegeben wurden. Die Mischung aus realem und fiktion ist hier gut gelungen,ich vergebe 4 Sternchen!



Libellenschwestern

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 06. Juni 2018

Fängt man diesen Roman an zu lesen, ahnt man noch nicht, wohin das Ganze führen wird. In abwechselnden Erzählsträngen kommt man Geheimnissen auf die Spur, die sich so ähnlich gewiss einst abgespielt haben mögen. Ein Teil spielt in der Kindheit von drei Seniorinnen, der sich anfangs noch recht normal liest. Später sich immer mehr verdichtet und man weiß, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Der zweite Erzählstrang spielt im heute und deckt so nach und nach die Geschehnisse und ihre Auswirkungen auf. Sie zeigen unter anderem, dass manche Fügungen doch eher glücklichen Zufällen entspringen.Ein dichter Roman - sowohl atmosphärisch als auch durch sich aufbauende Spannung. Man will wissen, was sich eigentlich zugetragen hat. Ich fragte mich zwischendrin, ob es so etwas wohl wirklich gegeben hat. Darüber gibt das Nachwort eine Auskunft. Beide Erzählstränge sind miteinander verbunden, nicht direkt, doch den einen ohne den anderen zu verstehen, ist schlicht unmöglich.

Gut in flüssigem Erzählstil geschrieben, die Spannungsbögen hervorragend gesetzt. Ein Schmöker für mehrere Stunden hintereinander!

Roman über ein schreckliches Verbrechen, aber auch ein Roman über das enge Band von Geschwistern, der Hoffnung schenkt

Von: schnäppchenjägerin Datum: 11. Mai 2018

Avery Stafford ist 30 Jahre alt, Rechtsanwältin und verlobt mit Elliot, wobei sie trotz Drängen ihrer Eltern keine Eile mit einer Hochzeit haben. Als Avery ihren Vater Wills Stafford in seiner Funktion als Senator bei dem Besuch eines Pflegeheims begleitet, entwendet ihr eine der Bewohnerinnen heimlich ihr Libellen-Armband, ein Familienerbstück. Als Avery das Armband wieder abholen möchte, besucht sie die ältere Dame May Crandall und entdeckt dabei ein Foto, auf dem sie ihre Großmutter Judy zu erkennen glaubt. Rückfragen an May verwirren Avery und auch ihre demente Großmutter ist ihr keine Hilfe bei der Aufklärung des Rätsels in welcher Verbindung die beiden Frauen zueinander stehen.
Nachforschungen führen Avery 70 Jahre zurück in die Vergangenheit zu einem grauenhaften Skandal und Avery befürchtet, dass ihre Politikerfamilie damit in Zusammenhang stehen könnte.

1939 lebt die Familie Foss auf einem Hausboot auf dem Mississippi. Als es bei der sechsten Schwangerschaft von Queenie zu Komplikationen kommt und sie ins Krankenhaus muss, bleiben die vier Kinder allein auf dem Boot zurück. Von dort werden sie entführt und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in ein Waisenhaus gebracht und später zur Adoption freigegeben. Vor allem die älteste Tochter Rill leidet darunter, dass sie ihre Geschwister nicht schützen kann und führt einen aussichtslosen Kampf bei dem Wunsch zu ihren Eltern zurückzukehren.

"Libellenschwestern" ist ein Roman der auf zwei Zeitebenen spielt und dessen fiktionale Handlung auf einer wahren Geschichte beruht.
Es handelt von den Machenschaften der Tennessee Children's Home Society, der vorgeworfen wird, in den 1920er bis 1950er-Jahren Kinder, allen voran "Zigeunerkinder", illegal zur Adoption freigegeben zu haben, gerade zu einen Handel mit unschuldigen Kindern getrieben zu haben. In dem Roman werden die Methodik des Adoptionsprogramms und die Skrupellosigkeit aller Beteiligten eindringlich anhand des Schicksals von Rill und ihren Geschwistern geschildert.
Ihre Hilflosigkeit und Verzweiflung ist genauso zu spüren, wie die körperlichen Schmerzen, die sich in dem Waisenhaus erleiden müssen. Die Angst vor Missbrauch durch Mitarbeiter, willkürlich geschlagen oder getrennt zu werden, ist allgegenwärtig. Die zwölfjährige Rill versucht stark zu sein, kann das Schlimmste aber nicht verhindern. Dennoch gibt sie die Hoffnung auch nach der Aufnahme in eine fremde Familie nicht auf, wieder mit ihren leiblichen Eltern vereint zu werden.

In der Gegenwart ist es Avery, die vor der Entscheidung steht, um ihre bis dato angesehene Familie und im Hinblick auf den anstehenden Wahlkampf zu schützen und die Geschichte ruhen zu lassen oder ob sie nachforscht, um die Wurzeln ihrer Herkunft und die ihres Vaters aufzuklären.

Die Kapitel, die in der Vergangenheit handeln, sind erschütternd zu lesen. Es ist kaum vorstellbar, wie skrupellos Menschen aus Geldgier handeln können und unschuldigen Kindern ihrer Familien entreißen. Genauso unglaublich ist es zu lesen, dass die Adoptiveltern nichts von dem illegalen Adoptionsprogramm geahnt haben wollen.

Durch den Wechsel der Perspektiven und Zeiten schafft es die Autorin, die Spannung aufrecht zu erhalten, da lange nicht ganz klar ist, welches der Kinder, deren Namen im Waisenhaus geändert wurden, um ihre Identitäten zu verschleiern, mit den Überlebenden in der Gegenwart identisch sind.
Aufgrund der vielen handelnden Personen ist es zunächst schwierig den Überblick zu behalten, die getrennten Geschichten werden am Ende jedoch nachvollziehbar zusammengeführt.

"Libellenschwestern" ist ein Roman über ein Verbrechen, der traurig und wütend zugleich macht, aber auch eine hoffnungsvolle Geschichte über das enge Band von Geschwistern, das alle Zeiten überdauert.

True Crime oder Das Versagen ds Systems

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 09. Mai 2018

New-York-Times-Bestseller, bei Amazon (deutschsprachig) über 85 % 5-Sterne-Bewertungen (der Rest bewertet mit 4 Sternen) – kann Lisa Wingates historischer Roman „Libellenschwestern“ halten, was er verspricht?

Vordergründig geht es um ein Familiengeheimnis, das per Zufall ans Licht kommt. Aber man braucht gar nicht so genau hinzuschauen, um festzustellen, dass dieser Roman dann wesentlich mehr zu bieten hat. Die Autorin hat reale Ereignisse, die sich so oder so ähnlich Mitte des letzten Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten ereignet haben, als Vorlage genommen und um diese herum eine Geschichte ersonnen, deren Ausgangspunkt im „tiefen Süden“ der USA zu finden ist.

Der von Wingate beschriebene historische Hintergrund entspricht den Tatsachen, die Geschichte von Rill Foss und Avery Stafford ist fiktiv. Die Autorin nutzt zwei verschiedene Zeitebenen sowie diese beiden Protagonistinnen, um die schockierenden Ereignisse rund um die Machenschaften der Tennessee Children’s Home Society und ihrer Repräsentantin Georgia Tann zu schildern, die unter dem Deckmantel eines Waisenhauses ein zutiefst menschenverachtendes System des Kinderhandels entwickelte. Durch stattliche Schmiergeldzahlungen an die Vertreter der staatlichen Organe (Polizei und Behörden) konnte sie sich zum einen deren Unterstützung sichern, zum anderen aber auch sicher sein, dass gegen sie nichts unternommen würde, zumal auch zahlreiche Prominente zu ihren „Kunden“ zählten.

Die Gegenwart wird repräsentiert durch Avery Stafford, Tochter eines Senators, die ihren Vater im Wahlkampf unterstützt und mit ihm ein Altenheim besucht. Über ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, kommt sie mit einer alten Dame ins Gespräch, die scheinbar in einem früheren Leben eine Verbindung zu Averys inzwischen an Alzheimer erkrankten Großmutter Judy hatte. Das Wie, Wann und Warum erschließt sich erst allmählich, dafür aber umso schockierender. Die Erlebnisse der zwölfjährigen Rill Foss schließlich liefern mit dem zweiten Handlungsstrang (beginnend 1939) die Erklärungen, die Avery Stafford sucht, damit sie ihre Familiengeschichte verstehen und ihre Wurzeln finden kann.

Wingate hält, was sie verspricht. Sie schreibt engagiert und emotional, was sich bei dieser Thematik auch nicht vermeiden lässt. Dennoch wirkt ihre Erzählweise nicht kitschig plump und auf Effekte aus, im Gegenteil. Oft genügen ihr Andeutungen, um Situationen und Geschehnisse dennoch eindringlich zu schildern. „Libellenschwestern“ erzählt eine Geschichte, die betroffen macht, gerade weil klar ist, dass sie auf Tatsachen beruht. Dazu kommt, dass die Betroffenen, seien es nun die unter zweifelhaften Umständen vermittelten Kinder oder deren leibliche Eltern, bis weit in die neunziger Jahre hingehalten wurden, bevor ihnen Auskunft über Herkunft bzw. Verbleib gewährt wurde. Ein Versagen des Systems auf breiter Linie!

Ein Pageturner, den man so schnell nicht vergisst...

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 30. April 2018

Libellenschwestern ist eines der wenigen Bücher, das mich von der ersten Seite an gepackt hat - und das meine ich wörtlich, denn schon der Prolog war so unfassbar gut und spannend, dass ich sofort von der Story angefixt war und das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Warum? Weil Lisa Wingate gleich zu Beginn Spannung aufbaut, indem sie die Geschichte mit einer unheimlich authentischen und dabei sehr bedrückenden Szene einleitet. Man weiß sofort, dass dieses Buch einen ziemlich mitnehmen, einem vielleicht einiges abverlangen wird - aber man muss wissen, wie es weitergeht. Ein gigantischer Einstieg in eine Geschichte, die ebenso entsetzlich wie unvorstellbar und dabei hoffnungsvoll ist. Eine Geschichte, die leider auf wahren Begebenheiten beruht.

Erzählt wird Libellenschwestern aus zwei Perspektiven und auf zwei verschiedenen Zeitebenen. In der Gegenwart lernen wir Avery Stafford kennen, eine junge Frau, die in eine reiche und einflussreiche Familie hineingeboren wurde und somit Zeit ihres Lebens privilegiert war. Sie steht kurz vor einem gewaltigen Karriereschub und vor der Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund, als etwas Unvorhergesehenes passiert und sie ihr bisheriges Leben hinterfragen lässt. Nach jedem Kapitel über Avery folgt ein Kapitel, das aus der Sicht der 12-jährigen Rill Foss erzählt wird - einem Mädchen, das in den 1930er Jahren auf einem Hausboot aufgewachsen ist und das ihren Eltern gewaltsam entrissen und zusammen mit ihren Geschwistern in ein Kinderheim verschleppt wurde, um meistbietend an Adoptionseltern verschachert zu werden.

Die Thematik des Buches ist also wirklich harter Tobak, wird von Lisa Wingate aber auf sehr einfühlsame und dabei ehrliche und schonungslose Art und Weise verarbeitet. In den Gegenwarts-Kapiteln ist Avery dem Geheimnis ihrer Großmutter und einer Unbekannten namens May Crandall auf der Spur, während parallel dazu Rills Erlebnisse im Kinderheim der Tennessee Children's Home Society geschildert werden. Ich fand beide Sichtweisen sehr spannend, Avery ist mir als Figur aber einen Ticken zu blass geblieben - zu ihr fand ich keinen rechten Zugang, auch wenn ich es großartig finde, wie Lisa Wingate es darstellt, dass Avery durch die Geheimnisse, auf die sie stößt, ihr bisheriges sorgenfreies Leben in Frage stellt und endlich darüber nachdenkt, was sie eigentlich will. Trotzdem fand ich die Begegnung mit Trent und alles, was in Bezug auf ihn darauf folgt, etwas zu erzwungen und vorhersehbar.

Das gilt aber absolut nicht für Rills Geschichte - diese ist schmerzhaft, grauenvoll, auf gewisse Weise unheimlich und dabei wahnsinnig authentisch. Lisa Wingate schreibt sehr bildhaft - sie erweckt das "Königreich" Arcadia zum Leben, sorgt dafür, dass man den Mississippi riecht und einem die drückende Schwüle an jenem schicksalhaften Tag den Atem raubt. Sie zeigt die zwei Seiten von Rills bisheriger Kindheit, die zum einen voller Liebe und Freiheit, zum anderen aber auch von Armut und Entbehrung geprägt ist. Dem gegenüber steht die Entführung der Foss-Kinder durch Georgia Tann und ihre Verschleppung in ein Kinderheim, das einem wie die Hölle auf Erden vorkommt. Es war für mich unglaublich schwer zu lesen, wie die Kinder dort behandelt werden - wie Vieh, das gerade so am Leben gehalten wird, um meistbietend verschachert zu werden. Von Misshandlungen, körperlicher und seelischer Folter und sogar Pädophilie ganz zu schweigen. Man darf definitiv nicht zart besaitet sein, denn die Geschichte von Rill und ihren vier Geschwistern geht einem mächtig an die Nieren.

Und das Schlimmste dabei ist: Rill Foss und ihre Familie sind zwar fiktiv, Georgia Tann und die Tennessee Children's Home Society sind es hingegen nicht. In den 1930er bis hinein in die 1950er Jahre hat Georgia Tann tatsächlich Millionen von Dollar damit verdient, armen Familien die Kinder zu entreißen und sie für horrende Summen an kinderlose Reiche zu vermitteln. Auch für den Tod von Hunderten Babys ist Georgia Tann verantwortlich und die Zustände in ihren Heimen waren tatsächlich so, wie Lisa Wingate sie beschreibt. Es jagt einem einen Schauder über den Rücken und lässt einen fassungslos zurück - und genauso geht es auch Avery, als sie nach und nach den Skandal aufdeckt, der die nach außen hin so tadellose Familie Stafford in ein ganz anderes Licht rückt. Rills Schicksal und das ihrer Geschwister, das ihrer Eltern steht stellvertretend für Tausende von Schicksalen und das hat mich sehr betroffen gemacht. Lisa Wingate hat in Libellenschwestern ein Thema aufgegriffen, das in der Öffentlichkeit bis heute nicht wirklich aufgearbeitet wurde, und sie hat daraus einen Roman gemacht, der einen nicht mehr loslässt, der einen immer weiterlesen lässt - bis man am Ende fassungslos zurückbleibt. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes.

Mein Fazit:
Libellenschwestern erzählt eine Geschichte, die einen schockiert, mitnimmt und berührt. Die so authentisch geschrieben ist, dass man manchmal vor Entsetzen kaum mehr atmen kann. Trotzdem habe ich vor allem Rills Geschichte geliebt, weil sie wichtig ist und weil ich dieses kleine, starke Mädchen schnell fest in mein Herz geschlossen hatte. Zur zweiten Protagonistin Avery hatte ich zwar nicht durchgehend einen Draht, trotzdem ist dieses Buch ein Pageturner und es bleibt spannend, bis zur letzten Seite.

Eine rührende Geschichte über Familientragödien

Von: Moonshinegirl83 Datum: 29. April 2018

Meine Meinung zum Buch:
Die Liebellenschwestern war für mich ein sehr Gefühlvoller emotionaler Roman. Die erzählte Geschichte die damit beginnt das Avery und ihr Vater ein Altenpflegeheim besuchen, Avery trägt an diesem Tag ihr Liebellenarmband das sie von Ihrer Großmutter geerbt hat. Dieses Armband entdeckt die Bewohner in May Crandall die das Armband zurückfordert da es wohl ein Erbstück ihrer Familie ist, zudem steht bei May ein Foto auf dem Nachttisch das YMay mit Averys Familie in Verbindung bringt. Im Laufe der Geschichte die 1939 in Memphis Tenesee ihren Anfang nimmt, Max erzählt ihre Geschichte wie sie im Kinderhandel in Amerika mitinvolviert war und Avery beginnt darüber zu recherchieren.

Georgia Tann ist die Hauptaktive im Geschäft des Kinderhandels und sie hatte eine große Anhängerschaft die Sie im Geschäft unterstützt haben findet Avery bei ihren Recherchen heraus. Erschreckend wie viele Familien Georgia Tann mit ihrem Geschäft zerstört hat.



Mich hat die Geschichte die Lisa Wingale mit ihren Libellenschwestern erzählt sehr gerührt. Man braucht immer wieder Zeit um die erzählte Geschichte zu verarbeiten. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne. Und ich kann dieses Buch allen erzählen die sich für die historische Geschichte interessieren und einen tollen Familien Roman lesen möchten.

Danke an die Autorin und den Limes Verlag für diese toll erzählte Geschichte

Fesselnd, erschreckend und spannend...

Von: Mimis Landbuecherei Datum: 27. April 2018

Zum Inhalt / Klappentext
»Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)
Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …
Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.

(Quelle: Limes Verlag / Randomhouse)

Meine Meinung zum Buch

Cover:

Das Cover ist wunderschön hell gestaltet und zeigt eine durchscheinende Libelle. Durch das Insekt hindurch kann man den Arm und einen Teil des Körpers eines Mädchens erkennen. Das Cover hat mich gleich begeistert und als ich dazu den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch einfach lesen. Mein erster Eindruck wurde bestätigt, eine ergreifende und mitreißende Geschichte.

Inhalt:

Rill lebt mit ihren 4 Geschwistern und ihren Eltern im Jahre 1939 auf einem Hausboot. Als die Mutter während einer weiteren Geburt in ein Krankenhaus muss, werden die Geschwister von Polizisten abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Rill versucht verzweifelt ihre Geschwister zu beschützen und zusammenzuhalten, aber die skrupellose Leiterin des Waisenhauses bestraft und quält die Kinder und vermittelt sie in verschiedene Familien um möglichst viel Geld dabei herauszuschlagen. Die Kinder im Waisenhaus leben in Angst und kein Erwachsener schützt sie vor Misshandlung, Hunger und Missbrauch.
In der Gegenwart unterstütz Avery Stafford ihren Vater, einen Senator und soll in seine Fußstapfen treten. Dieser ist an Krebs erkrankt, muss aber in einen Pflegeheimskandal Rede und Antwort stehen. Avery trifft bei einer Veranstaltung in einem Pflegeheim auf die 90jährige May Crandall, die ihr zuerst verstört und verwirrt vorkommt. Als May aber Averys Libellenarmband an sich nimmt und die beiden Frauen dadurch zusammenfinden, entdeckt Avery ein Foto, dass sie stutzig werden lässt. Die Frau auf dem Bild, sieht ihrer Großmutter zum Verwechseln ähnlich. Sie versucht herauszufinden, was ihre Großmutter mit May Crandall verbindet und kommt dabei hinter ein wohlgehütetes Geheimnis und findet gleichzeitig heraus, welchen Weg sie im Leben gehen will.

Schreibstil:

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen geschrieben. Rill/May erzählt ihre Geschichte in der Vergangenheit und Avery die Ereignisse in der Gegenwart. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, aber gleichzeitig so fesselnd, dass es mir schwer gefallen ist das Buch aus der Hand zu legen. Die furchtbaren Dinge, die den Kindern im Waisenhaus widerfahren und das schlimme Leid der Familientrennung haben mich tief bewegt. Wundervoll zeigt die Geschichte wie tief und verbindend Geschwisterliebe sein kann und wozu Menschen aus Habgier fähig sind.

Lieblingslesezeichen:

"Sieht eure Mama nicht wie eine Märchenprinzessin aus? fragt er mich manchmal. Nein, sie ist die Herrscherin des Königreichs Arcadia. Das ist eure Mama. Und wenn sie die Königin ist, bist du eine Prinzessin, stimmt's?"

Seite 52

Fazit:

Eine historische Familiensaga die spannend und bewegend mitten ins Herz trifft.

5 Sterne

Ein Buch, was zu Tränen rührt!

Von: Ashleys Bücherkabinett Datum: 23. April 2018

Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Die Vergangenheit aus der Sicht von Rill und der Gegenwart, in der wir Avery begleiten. Beide Handlungsstränge haben mir sehr gut gefallen! Speziell das Geschehen in der Vergangenheit ist so gut beschrieben, dass ich mich wirklich zurückversetzt gefüht habe.

Unsere 2 Protagonistinnen wirken auf den ersten Blick so unterschiedlich wie zwei Menschen nur sein können, doch je besser man die beiden kennenlernt, desto mehr Ähnlichkeiten erkennt man. Beide sind von Anfang an super sympathisch.

Rill ist ja noch ein Kind, jedoch aufgrund ihrer Lebenssituation schon sehr vernünftig. Als älteste Schwester passt sie auf ihre kleineren Geschwister auf und übernimmt natürlich so die Mutterrolle. Der Zwiespalt zwischen der Verpflichtung auf die Geschwister aufzupassen und den Zweifeln/Schuldgefühlen aufgrund ihrer kindlichen Hilflosigkeit der Situation gegenüber, die sie im Laufe der Geschichte plagen, wird klar und authentisch dargestellt. Man fühlt mit ihr mit, möchte sie am liebsten aber auch einfach nur an sich drücken und ihr Trost zusprechen.

Avery erfüllt anfangs das typische Klischee als Tochter einer politischen Familie. Das Auftreten in der Öffentlichkeit wird kontrolliert, damit es im Wahlkampf keinerlei Angriffsfläche dem Konkurrenten bietet. Und natürlich soll sie in die politischen Fußstapfen ihrer Familie treten. Jedoch merkt man schnell, dass sie sich eher familiär gezwungen fühlt in diese zu treten. Und als sie das Bild ihrer Oma im Zimmer einer fremden Frau im Seniorenheim sieht, kommt der Stein so langsam ins Rollen aus dieser Rolle auszubrechen. Ich konnte auch mit Avery sehr gut mitfühlen und den inneren Zwiespalt verstehen.

Das Geschehen der Vergangenheit ist teils wirklich schockierend und die Hilflosigkeit der Kinder der Situation gegenüber macht einen einfach nur traurig. Averys Suche nach der Wahrheit ist interessant gestaltet und bringt trotz der Traurigkeit der Geschichte einem öfters ein Lächeln auf die Lippen.

Der Schreibstil ist sehr leicht und gefühlvoll. Man fliegt nur so durch das Buch, da man ständig wissen möchte, wie es denn weitergeht. Und das, obwohl das Ende ja eigentlich schon von Anfang an klar ist. Ich war wirklich beeindruckt und positiv überrascht. Und trotzdem bleiben die Emotionen beim Leser nicht auf der Strecke! Klasse, wirklich klasse!

Das Ende ist so harmonisch und emotional, dass auch bei mir ein paar Tränen gekullert sind! Der Leser bleibt mit einer inneren Befriedigung zurück, die das Buch im Ganzen total schön abrundet. Das Nachwort haut einen dann nochmal richtig um, da gewisse Bestandteile des Buches auf wahren Begebenheiten beruhen. Ich war am Ende einfach nur noch sprachlos und überwältigt! Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

Fazit:

Ein grandioser Schreibstil, der den Leser auf jeglicher Ebene mitreißt. Emotional, schockierend und befriedigend zugleich! Eine traurige, doch schön inszenierte, Geschichte um eine wahre Begebenheit, die damals die Menschen schockierte und es auch heute noch tut. Ein Buch, was zu Tränen rührt! Für mich ein wahres Leseerlebnis und eine absolutes Jahreshighlight! 5/5 Sterne!!! ❤

Unbedingt lesen!

Von: eulenmatz liest Datum: 20. April 2018

INHALT:
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

MEINUNG:
Libellenschwestern ist ein Roman, der momentan in aller Munde ist und worum sich die sehr guten Bewertungen und Meinungen förmlich überschlagen…und ich muss sagen zu Recht.

Die Geschichte wird aus den Sichten von May Crandall, Rill Foss und Avery Stafford erzählt. Es wird ziemlich schnell klar, dass May Crandall und Rill Foss ein und dieselbe Person sind. Wie es dazu gekommen ist, wird nach und nach in diesem Buch erzählt. Avery und May treffen durch Zufall aufeinander. Besagtes Libellenarmband und ein Foto, auf dem Avery ihre Großmutter zu erkennen glaubt, ist der ausschlaggebende Punkt, an dem beide Frauen aufeinandertreffen und Avery anfängt zu graben.

Avery ist Anwältin und geboren in eine Politikerfamilie. Ihr Vater ist Senator und auch sie hat Ambitionen in die Politik einzusteigen, was mir zunächst nicht ganz so klar war. Sie begleitet ihren Vater, der an Krebs leidet, bei diversen politischen Veranstaltungen. Dabei ist immer wieder die Situation der Pflege- und Altenheime ein Thema. Man bekommt hier einen tollen Einblick in diese Themen und auch wie es so läuft, wenn sein Leben von A bis Z durchgeplant ist und selbst bei der Planung seiner eigenen Hochzeit fremdbestimmt ist. Avery muss immer erreichbar sein und jeder mögliche Skandal ist sofort im Keim zu ersticken. Ich hätte nicht mit ihr tauschen wollen. Ich empfand auch ihre Mutter als sehr anstrengend, auch wenn sie hier die klassische Rolle sehr gut erfüllt und ist das Bild einer Südstaaten-Lady passt. Die mögliche Verknüpfung zu May Crandall kann für die bedeutende Politikerfamilie einen riesigen Skandal bedeuten.

Wenn man sich vor dem Lesen ein bisschen mit dem Buch beschäftigt, dann wird schnell klar, dass es sich hier um wahre Begebenheiten handelt, auch wenn die meisten Figuren frei erfunden sind. Es geht hier um die Machenschaften der Tennessee Children’s Home Society, wo tausende Kinder in den 1950er/1960er Jahre zur Adoption vermittelt worden sind und das auf sehr dubiosen, illegalen Wegen. Die Kinder wurden zum Teil ohne Einwilligung den Eltern entzogen und viele Babys kamen unter fragwürdigen Umständen ums Leben. In Form von Rill Foss erfährt man beispielhaft, wie man dort landen konnte und was die Kinder dort ertragen mussten. Das sind keine einfachen Kapitel und man hat da länger dran zu knabbern. Auch nicht jedes Kind kommt dann in eine liebevolle Familie, sondern muss dann dort noch mehr leiden als ohnehin schon im Heim. Im Nachwort erfährt man dann noch so einiges, wie dann doch alles herausgekommen ist und dass man da auch lange die Hand draufgehalten hat, weil natürlich eine einige prominente Adoptiveltern dabei gewesen sind. Georgia Tann, die Leiterin der Society wurde dafür auch nie wirklich für bestraft, weil sie dann gestorben ist.

FAZIT:
Libellenschwestern beschreibt ein dunkles Kapitel in der Geschichte der USA, welches mir vorher so nicht bekannt war, weswegen das Buch umso wichtiger ist. Wenn auch die Figuren zu großen Teilen fiktiv sind, die Geschichte ist es nicht. Eine Geschichte, die spannend und aufwühlend zu gleich ist und mich sicher noch länger beschäftigen wird.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Erschütternd!

Von: Tintenschoen Datum: 16. April 2018

Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten:
LIBELLENSCHWESTERN von Lisa Wingate
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1939 Memphis, Tennessee: Rill Foss ist zwölf und lebt ein einfaches, aber glückliches Leben mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot. Doch dann passiert das Unfassbare: Sie und ihre Geschwister werden einfach von der Polizei abgeholt und in ein schreckliches Kinderheim gebracht....Was sich anhört wie ein schlechter Albtraum, hat so ähnlich in tausenden von Fällen tatsächlich stattgefunden!
Ein wirklich erschütterndes Thema und somit war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch.
Zu Beginn wurde ich auch nicht enttäuscht und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Doch leider konnte für mich die Spannung nicht aufrecht gehalten werden und spätestens am Ende wurde ich etwas enttäuscht zurück gelassen. Zu viele Fragen wurden nicht geklärt und es fehlte mir bei so einem berührenden Thema einfach an Tiefgang. Auch der immer wiederkehrende Wechsel in die Gegenwart, der zu Beginn das Buch noch spannend machte, verlor irgendwann an Substanz und war für mich zu durchschaubar.
Alles in allem ein lesenswertes Buch, das ich in einem Zug durchgelesen habe, das aber für mich leider kein Highlight wurde!

Schwestern-Tage

Von: die.buecherdiebin Datum: 16. April 2018

Inhalt: 1939, Memphis, Tennessee. Die 12-jährige Rill Foss wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern auf einem Hausboot, das auf dem Mississippi liegt. Als ihre Eltern sie wegen eines Notfalls allein lassen müssen, werden die Kinder von Polizisten

abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort widerfahren ihnen unglaubliche Dinge.
70 Jahre später begegnet Avery Staffort in einem Altenheim der 90-jährigen May Crandall. Der Anblick von Avery scheint May zu verwirren und sie entwendet Avery deren Libellenarmband, ein Familienerbstück. Neugierig geworden, sieht Avery sich später in Mays Zimmer um und entdeckt auf einem alten Foto eine Frau, die ihrer Großmutter Judy sehr ähnlich sieht. Sie beginnt zu recherchieren um die Verbindung der beiden Frauen aufzuklären und deckt unglaublich erschütternde Geheimnisse auf.

Meine Meinung: „Die Libellenschwestern“ ist zwar eine fiktive Geschichte, beruht aber auf wahren Begebenheiten. Die Kinderheime von Georgia Tann, in denen schätzungsweise 5.000 Kinder wie Waren angepriesen und regelrecht verkauft wurden, gab es wirklich. Von den 1920er Jahren bis 1950. Viele von den Kindern hauptsächlich armer Leute wurden entführt, oder die Mütter wurden quasi gezwungen Verträge zu unterzeichnen, deren Sinn sie oft nicht verstanden. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Nachwort in diesem Buch zu lesen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die mir beide gleich gut gefallen haben.
Im Jahr 1939 schildert Rill zunächst ihr Leben auf dem Hausboot, dann die Entführung und die darauf folgenden dramatischen und berührenden Ereignisse. Trotz des traurigen und aufwühlenden Inhalts war ich total gefesselt von der Handlung.
In der Gegenwart forscht Avery nach der Verbindung zwischen ihrer Großmutter und May. Nach und nach klären sich auch für den Leser die Zusammenhänge. Die kleine Liebesgeschichte, Averys Schwestern und vor allem die Kinder, lassen die Geschichte nicht ganz so bedrückend wirken und lockern die Handlung etwas auf.
Durch den fesselnden, bildhaften und berührenden Schreibstil und die spannende Handlung konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Lisa Wingate ist der Wechsel zwischen den Zeiten sehr gut gelungen, so dass der Roman im Ganzen nicht ZU bedrückend wirkt.
Fazit: Ein großartiges Buch, das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Sehr bewegend

Von: Susi's Leseecke Datum: 15. April 2018

Post by #susi
Die Libellenschwestern von Lisa Wingates aus dem Limes Verlag

#Werbung da Rezensionsexemplar , danke an RandomHouse

Beschreibung

»Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)

Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.

Meine Meinung:

Meine Lieben, dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und nachdenklich zurückgelassen.

Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit verfasst mit einigen fiktionalen Vorkommnissen. Durch Tatsachenberichte von überlebenden aus dieser Zeit,wird einem vor Augen führt, wie grausam diese Zeit für die Kinder gewesen sein muss. Ein Buch das mit sehr viel Tiefgang und extrem emotional verfasst wurde.

Die war mein 1.Buch der Autorin. Der Schreibstil ist sehr flüssig und somit gut verständlich lesbar. SEHR viel Gefühl und Emotionen hat die Autorin hier einfließen lassen ,welche man regelrecht spüren kann.
Die Protagonisten wurden hier extremst authentisch und real gezeichnet,ich konnte mich regelrecht in die Zeit und das geschehen hinein versetzen. Unfassbar welches Leid die Kinder in dieser Zeit erfahren mussten, ohne Rücksicht auf Verluste.
Für mich hat die Autorin hier wunderbar recherchiert und dies gekonnt in dieser Story umgesetzt. Einmal mehr wird einem klar vor Augen geführt das dass Leben von Menschen auf schlimmste Art und Weise beeinflussbar ist.
Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung plus 5☆

Eine schöne, aber auch traurige Geschichte

Von: Judikos Welt Datum: 14. April 2018

Inspiriert von einer wahren Geschichte

Gegenwart

Die Geschichte beginnt mit jungen Avery Stafford, die in die Fußstapfen ihres Vaters treten soll, der aktuell als Senator kandidiert.

Bei einem Pressetermin, in einem Altersheim, tritt eine scheinbar verwirrte alte Frau auf Avery zu und entwendet ihr unbemerkt ihr Libellenarmband, was sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hat.

Doch das Altersheim rekonstruiert und meldet sich bei Avery. Als sie es abholen möchte und das Zimmer der alten Dame betritt, fällt ihr ein Foto auf und die Geschichte um Averys Herkunft beginnt.

1939

Im zweiten Erzählstrang haben wir die 12 jährige Rill Foss, dessen Mutter in den Wehen von Zwillingen liegt. Sie lebt mit ihren Eltern und vier weiteren Geschwistern auf einen Hausboot.

Als es während der Geburt zu Komplikationen kommt und der Vater die Mutter schnell in ein Krankenhaus bringen muss, sagt er zu Fill, sie möge bitte darauf achten, dass alle zusammen bleiben.

Dass genau dieser Satz diese Geschichte prägt, ahnt Fill zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Denn, als Tage später ihr Vater noch nicht zurück ist, werden die Kinder von der Polizei eingesammelt und in ein Kinderheim gebracht.

Ins Tennessee Children’s Home Society…

…Hier liegt der wahre Teil der Geschichte. Dieses Kinderheim gab es tatsächlich und wenn man recherchiert, weist dieses Kinderheim Missstände auf, die deutlich in dem Buch zu spüren sind.

Dadurch, dass man als Leser in den zwei Zeitebenen wechselt, kommt man langsam dem Geheimnis näher, wohlbemerkt langsam. Das hat die Autoren nämlich super gelöst, dass man lange nicht wusste, wer aus der Gegenwart, die Person aus der Vergangenheit war und das machte es sehr spannend. Das lag daran, dass im Kinderheim die Namen der Kinder geändert wurden.

Das ist übrigens auch das einzig Negative an diesem Buch. Ich habe mich nämlich anfänglich genau damit schwer getan, mir so viele Charaktere und Namen zu merken. Im weiteren Verlauf fiel es mir dann leichter und es gehörte spannungstechnisch auch dazu.

Wer also Familiengeschichten mag, die über mehrere Generationen gehen, dem steht mit diesem Buch eine schöne, aber auch traurige Geschichte bevor.

Libellenschwestern

Von: Die-Rezensentin Datum: 12. April 2018


Avery ist beruflich und privat ziemlich eingespannt, sie ist selbst als Anwältin tätig, nimmt aber nebenbei noch Pressetermine mit ihrem Vater wahr, dem Senator Stafford. Bei einem dieser Termine im Altenheim begegnet ihr eine alte Frau, die sich sehr für Averys Libellenarmband interessiert. Sie sagt, sie kennt es und es würde ihr gehören. Als Avery dann ein Foto bei ihr im Zimmer sieht, auf dem vier Frauen abgebildet sind, die ihr und ihrer Großmutter sehr ähneln, interessiert sie sich für die Geschichte der Frau. Irgendetwas scheint sie mit Averys Großmutter zu verbinden, doch diese lebt im Heim, ist dement und kann sich an nichts erinnern.
Avery lässt dieses geheimnisvolle Foto keine Ruhe und sie sucht im Haus ihrer Großmutter nach Erklärungen. Gibt es ein Familiengeheimnis, das jahrelang gehütet wurde?

In einem anderen Handlungsstrang begeben wir uns ins Jahr 1939 zu den Geschwistern Foss, die mit ihren Eltern als sog. Flusszigeuner auf einem Hausboot leben. Als die Mutter ins Krankenhaus kommt, werden die Kinder abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort werden sie an neue Eltern verkauft.
Leider entsprechen diese Machenschaften der Wahrheit. Die Eltern, meist nicht sonderlich gebildet, unterschrieben irgendetwas und in Wirklichkeit gaben sie ihre Kinder damit zur Adoption frei und sahen sie meist nie wieder. Von den 20er Jahren bis hinein in die 50er Jahre wurde das so gehandhabt und anscheinend von ganz oben gedeckt. Im Anhang kann man dazu einiges nachlesen.


Lisa Wingate schafft es, den Leser ganz in die beiden Handlungsstränge eintauchen zu lassen. Gerade war ich noch bei Avery, gleich wieder bei den Flusszigeunern. Detailreich erzählt sie die Geschichte der Foss- Kinder und beschreibt so bildhaft, dass man alles direkt vor Augen hat. Rill Foss kämpft darum, ihre Geschwister zusammenzuhalten und eine Trennung zu verhindern, doch leider ist das unmöglich.

Doch was hat die alte Geschichte der Flusskinder mit der Frau im Heim und Averys Großmutter zu tun?
Avery will um jeden Preis das Geheimnis erfahren und sie findet Dinge heraus, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Avery ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man direkt ins Herz geschlossen hat. Spannend wird erzählt, wie sie nach und nach mehr herausfindet über die Verbindung der Flusskinder zu ihrer Familie.
Bei den Recherchen macht Avery noch eine ganz andere persönliche Erfahrung. Sie lernt den attraktiven Trent kennen, der auch eine ähnliche Familiengeschichte hat. Zum ersten Mal stellt sie ihre langjährige Beziehung mit Elliot, ihrem Verlobten in Frage. Ist es wirklich Liebe, das sie verbindet oder hält das Leben noch etwas anderes für sie bereit?

Lisa Wingate hat einen fesselnden Schreibstil, beide Zeitebenen haben mich gleichermaßen gefangen genommen, tief bewegt und noch einige Zeit beschäftigt. Ich empfehle es gerne weiter !

schockierend

Von: Caröchen Datum: 12. April 2018

Inhalt
Rill lebt mit ihren Geschwistern auf einem Fluss, bis sie eines Tages von Männern aufgegriffen werden und in ein Kinderheim kommen.
Dort erleben sie unvorstellbares.
Avery ist die Tochter des Senators und soll auch in seine Fußstapfen treten. Plötzlich stößt sie jedoch auf ein dunkles Familiengeheimnis, das ihr Leben in den Grundfesten erschüttert.

Eigene Meinung
Wer glaubt, mit "Libellenschwestern" nur ein weiteres, durchschnittliches Familiendrama zu lesen, der irrt. Auch die Tatsache, dass es auf wahren Begebenheiten beruht, macht die Geschichte so unglaublich - unglaublich schrecklich. Mehr als einmal musste ich das Buch auf Seite legen, um damit klar zu kommen, dass es wirklich so grausame Menschen gibt, dass das alles wirklich passiert ist.

Rills und Averys Geschichte werden parallel erzählt und Stück für Stück kommen wir der schrecklichen Wahrheit der beiden Erzählstränge auf die Spur, bis sie schließlich zusammengeführt werden.

Lisa Wingate hat sich zwei tolle Protagonisten und ebenso nicht zu vernachlässigende Nebencharaktere ausgedacht. Wunderbar wird hier die fiktive Geschichte der zwei mit den schrecklichen Fakten verwoben.

Das Buch wird mich noch lange begleiten.

Fazit
Es war spannend, traurig und einfach nicht in Worte zu fassen. Man mag kaum glauben, was da damals passiert ist. Es ist eine Geschichte, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Von: Nicole Hoyme Datum: 11. April 2018

Endlich wieder ein Buch das man nicht freiwillig aus der Hand legt und auch so gut wie

jedem Kunden empfehlen kann. Werde mir die Autorin auf jeden Fall merken und bei

Gelegenheit mal in ihre älteren Titel reinsehen.

Großartig, bewegend, emotional - einfach bitte lesen !!

Von: vielleser18 Datum: 10. April 2018

Das Buch weckt Emotionen, es bewegt. Das liegt nicht nur an dem realen Hintergrund, dem die fiktive Geschichte zugrunde liegt, sondern daran, dass die Autorin es geschafft hat, mir die Personen nahe zu bringen, die sie handeln und agieren lässt. Sie wachsen einen ans Herz, man möchte immer weiter lesen und weiter lesen, hat Angst um sie und möchte mehr erfahren. Man wünscht für sie ein gutes Ende und weiß dennoch, dass es ein richtig gutes Ende es gar nicht mehr geben kann. Doch der Reihe nach.

Es gibt zwei Erzählstränge. Der eine ist der historische Strang, es beginnt auf einem Hausboot auf dem Missisippi. Hier lebt die zwölfjährige Rill Foss mit ihren Eltern Queenie und Briny und ihren jüngeren Geschwistern Camellia, Lark, Fern und Gabion. Bei der schwangeren Queenie setzen die Wehen ein, aber es gibt bei der Geburt Probleme. Das Leben von Mutter und den ungeborenen Zwillingen ist in Gefahr. Sie muss in ein Krankenhaus. Briny begleitet sie und lässt die Kinder alleine auf dem Boot zurück. Am nächsten Tag holen Polizisten die Kinder ab um sie angeblich zu ihren Eltern zu bringen, aber sie haben in Wirklichkeit einen ganz anderne Plan. Die Kinder werden in ein Kinderheim gebracht und hier beginnt ein entsetzlicher Alptraum.
78 Jahre später - Im zweiten Erzählstrang steht Avery Staffort im Vordergrund. Sie ist hier die erzählende und agierende Person. Ihr Vater ist Senator und sie soll in seine Fußstapfen treten. Die Tage sind angefüllt mit Presseterminen, mit Besuchen und Gesprächen, durchgetaktet und organisiert. In einem Altersheim, bei dem sie zu einem Bewohner zum 100jährigen Geburtstag gratuliert, wird ihr von einer anscheinend verwirrten Bewohnerin ihr Libellenarmband entwendet. Doch Avery merkt schnell, dass da mehr dahinter steckt. Was hat es mit dem Bild auf dem Nachtisch der alten Dame auf sich ? Warum sieht die Frau darauf aus wie die jüngere Version ihrer eigenen Großmutter ? Averys Neugierde ist geweckt und sie lässt nicht locker, bis sie die ganze Wahrheit kennt.

Die abwechselnde Erzählweise erzeugt Spannung, gerade bei dem älteren Teil. Hier wird es auch sehr emotional und ziemlich erschreckend für den Leser, man kann sich die Grausamkeiten, die die Kinder damals ertragen mussten, kaum vorstellen. Doch so ist es vielen Kindern, die damals in die Fänge des Kinderheimes und dieser Organisation gelangt sind, so oder so ähnlich passiert.
Ein Ausgleich für die aufgewühlten Gefühle ist der neuer Teil, auch wenn er nicht ganz so dramatisch ist wie der ältere Erzählstrang, bietet auch er Gefühle - nur in eine andere Richtung. Hier geht es um den Familienzusammenhang, aber auch um das, was einem wichtig ist, hier natürlich am Beispiel von Avery. Um das, was man aus seinem Leben macht, welchen Spuren und Gefühlen man folgt.

Ich habe das Buch am Ende mit Wehmut aus der Hand gelegt, denn die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Es ist ein wichtiges Buch, denn es gibt den Kindern von damals eine Stimme und sie bleiben in Erinnerung und geraten nicht in Vergessenheit.

Das Geheimnis der Großmutter

Von: leseratte1310 Datum: 08. April 2018

Die Staffords sind eine Familie, die zusammenhält. Aber ihr Privatleben ist nicht privat, da der Senator unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit steht. Da er erkrankt ist, unterstützt die Anwältin Avery Stafford ihren Vater und nimmt dafür sogar den Abstand zu ihrem Verlobten in Kauf. Als sie mit ihrem Vater ein Seniorenheim besucht, fällt ihr eine alte Frau auf. Die 90-jährige May Crandall greift nach ihrem Arm und Avery bemerkt nicht, dass ihr Libellenarmband, welches sie von ihrer Großmutter bekommen hat, verschwunden ist. Als das Heim sie später informiert, holt sie ihr Armband ab und sie unterhält sich mit May. Sie sieht ein Foto, auf dem Avery ihre Großmutter Judy zu erkennen glaubt. Kann es sein, dass May und Judy sich kennen? Averys Neugier ist geweckt und sie forscht nach. Ihre Großmutter hat anscheinend ein Geheimnis.
Zwischendurch erfahren wir die Geschichte der zwölfjährigen Rill Foss, die mit ihren Eltern und Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi lebte. Während die Mutter im Krankenhaus von Zwillingen entbunden wird, werden die Kinder von der Polizei geholt und in ein Waisenhaus gebracht. Rill hatte ihren Eltern versprochen, auf die Geschwister aufzupassen und sie nimmt ihre Aufgabe sehr ernst.
Dieser Roman basiert auf einer wahren Geschichte. Georgia Tann hat es tatsächlich gegeben und es ist erschütternd zu lesen, wie sie mit Kinderhandel ein Vermögen verdient hat und wieviel Leid sie über Familien gebracht hat. In den Heimen, in denen die Kinder bis zur Vermittlung weggesperrt wurden, mussten sie Schreckliches ertragen. Des Öfteren habe ich diesen Roman unterbrechen müssen, denn es ist sehr schwer zu ertragen, was diesen Kindern angetan wurde. Ich habe mit Rill und ihren Geschwistern gelitten und gehofft, dass sie das Unsägliche verarbeiten können. Aber auch wenn die Wunden heilen, die Narben werden immer bleiben. Wenn auch die Geschwister unterschiedliche Wege gehen müssen, eine Verbindung bleibt immer.
Die Autorin erzählt sachlich und dennoch eindringlich. Abwechselnd kommen Avery und Rill zu Wort. Avery zweifelt immer wieder, ob sie das Recht hat, das Geheimnis ihrer Großmutter zu lüften. Wie tief muss die demente Großmutter ihr Geheimnis in sich vergraben haben, dass ihr selbst in ihrem jetzigen Zustand kein Wort über die Lippen kommt.
Dieses Buch ist keine leichte Kost und doch kann ich diesen berührenden Roman nur empfehlen.

Emotional, erschütternd, lebensbejahend trotz unzähliger Verbrechen

Von: Melanie E. Datum: 04. April 2018

"Libellenschwestern" ist eine aufregende Reise in die Vergangenheit. Eine Vergangenheit voller Verbrechen, die ich aufgrund der Buchbeschreibung nicht erwartet hätte. Es hat mich tief bewegt und die Wahrheit dahinter hat mich sehr erschreckt über die Skrupellosigkeit der Menschen, wobei auch im Heute noch viele Menschen sich menschenunwürdig verhalten und damit durchkommen. Auch hier wird nicht angeklagt, sondern verschleiert. Gerade die Rückblicke an den Fluss waren das, was den Roman lesenswert machen konnte. Die Vergangenheit von Rill und ihrer Familie geht sehr nah und wirkt auch jetzt noch nach.

Der Roman wird in zwei Erzählperspektiven wiedergegeben und auch wenn ich Avery Stafford als Protagonistin sehr schätzte, war es Rill deren Geschichte mich faszinierte. Ich hoffte auf ein Happy End. Dem guten Ausgang eines Dramas. Ich wurde letztendlich zufriedengestellt und dennoch war mir der Schmerz des Verlassen werden, dem Verbrechen, welches an Kindern ausgeübt wurde, deutlich bewusst. Wer entscheidet darüber, wer als Eltern geeignet ist und wer nicht? Wer nutzt Kinder, um sich die Taschen mit Geld zu füllen? Es ist erbärmlich und sind Tatsachen, die wir gerne verdrängen. Der Mensch ist egoistisch und verhält sich mitunter wenig liebenswert. Es erstaunt mich immer wieder, wie weit ein Mensch gehen kann, um zu lügen und zu betrügen. Eine gute Erziehung hängt definitiv nicht vom Konto der Eltern ab, sondern davon, ob ein Kind geliebt wird oder eben auch nicht. Für Rill sind ihre Eltern zwar arm, aber sie geben ihren Kindern Nestwärme, Umarmungen. Lieder und Liebe. Verwahrlost sieht anders aus.

Als Avery erkennt, dass ihre Großmutter irgendwie eine Verbindung zu May Crandall hat, macht sie sich auf die Suche danach. Ihre Großmutter ist ihr da wenig behilflich, da sie an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz erkrankt ist. Das Aufdecken der Wahrheit bringt ihre komplette Familie durcheinander, aber das ist, was Avery so sympathisch macht, denn sie setzt sich über alles hinweg, was ihren Eltern heilig ist: Der gute Ruf.

Das Geheimnis des Libellenarmbandes ist aussagekräftig und Wegweiser, um gewisse Dramen aufzudecken, aber eben auch dafür, Averys eigenes Leben zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Die Oberflächlichkeit des Moments vergeht und für Avery ist rückblickend ein Neuanfang möglich. Manchmal muss man sich distanzieren von dem, was zuvor das Leben bestimmt hat, um offen zu sein für Wahrheit und Liebe.

Eien absolute Leseempfehlung für ein ganz besonderes Buch, welches nicht nur durch das sehr bezaubernde Cover glänzen konnte!

Ein Buch was unter die Haut geht

Von: Svanny Datum: 04. April 2018

Fazit:

Als ich das Jahr 1939 gelesen habe, hatte ich die Vermutung, dass es um den zweiten Weltkrieg geht. Allerdings hat dieses Buch keinen Kriegshintergrund und es spielt keine Rolle, dass in Europa zu der Zeit viele Menschen im Krieg gefallen sind.
Es geht in diesem Buch um die Geschichte von Kindern, die von ihren Eltern weggebracht wurden und offiziell als Waisen ausgegeben wurden. Dabei hatten diese Kinder Eltern, die sie sehnlichst vermissten. Durch die zeitlichen Wechsel von 1939 und 2017 entsteht nach und nach eine Geschichte, die Auswirkungen bis in die Gegenwart hat.
Der Erzählstil ist sehr flüssig und dennoch so ausgeschmückt, dass man sich gut in die handelnden Personen hineinversetzen kann. Mich hat die Geschichte der Kinder sehr berührt, gerade der Elan mit denen die Kinder darum gekämpft haben wieder zu ihren Eltern zu kommen.
Kaum vorstellbar, dass hinter den zum Teil sehr düsteren Ausführungen, tatsächlich eine wahre Begebenheit steht, die so lange unentdeckt geblieben ist. Am schlimmsten finde ich die Tatsache, dass die Frau niemals dafür bestraft wurde, was sie den Kindern und ihren Eltern angetan hat. Das jemand so wenig Mitgefühl hat und Familien auseinander reißt, ist schon schlimm, aber das dann keine Gerechtigkeit im Sinne einer Bestrafung vollzogen werden konnte, macht das ganze noch schlimmer. Die Betroffenen haben auch in den seltensten Fällen die Möglichkeit gefunden ihre Verwandten wieder zu finden, da die Akten sehr lange Zeit unter Verschluss gehalten wurden. Ein sehr trauriges Kapitel in der Geschichte, was wieder einmal zeigt, dass der Mensch auch nur ein Objekt ist und von einigen als Geldquelle genutzt wird.

Ich hoffe ich habe euch mit meinen Ausführungen nicht abgeschreckt, denn dieses Buch verdient es gelesen zu werden. Allerdings sollte jedem Leser bewusst sein, dass es keine einfache Kost ist und man sich viele Gedanken schon während des Lesens macht.


Ich vergebe 5 von 5 Sternen für die unglaublich aufwühlende Geschichte.

Frühlingshighlight!

Von: The Book & the Owl Datum: 03. April 2018

Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …

Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …



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Inspiriert von einer wahren Geschichte. | Allein das ließ mich das Buch schon lieben. Wenn man von Anfang an weiß, dass die Geschichte so in etwa passiert ist, geht man an die ganze Sache mit einem ganz anderen Mindset dran, als an einem gänzlich fiktionalen Roman. Jedenfalls tue ich das. Und diese Bücher gehen mir dann besonders nahe.
Die Darstellung von Geschwisterliebe. | Dieser Punkt hat wirklich sehr mitgenommen. Man merkte einfach, wie sehr Rill darum bemüht ist, ihre Geschwister zu hüten, nachdem der ganze Trubel los geht. Das Band zwischen den Kindern wird auf eine tolle Art und Weise beschrieben, die mich manchmal hat schaudern lassen.
Libellenschwestern. | Ausnahmsweise finde ich den Titel einer deutschen Übersetzung einmal nicht doof und das kommt äußerst selten vor. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man den Titel und wird ihn sicher genauso passen finden, wie ich es gerade tue.
Berührende Sprache. | Dieser Roman ist wirklich toll geschrieben. Beziehungsweise Übersetzt. Eine wirklich gute Arbeit!


Dislikes

Es war VIEL ZU KURZ! Ich hätte gern noch viel mehr gelesen!


Die Libellenschwestern ist wirklich ein herausragendes Buch voller Emotionen und aufgrund der Tatsache, dass es durch wahre Geschehnisse inspiriert wurde, bleibt ein gewisser bittersüßer Nachklang zurück, der einen noch lange zu Denken gibt. Mit hat der Roman wirklich sehr gut gefallen, weshalb ich ihm auch volle 5 Sterne gebe.

Der Roman ist auf jeden Fall mein Frühlingshighlight und den Platz kann ihm bisher keiner streitig machen. Aber die Saison ist ja noch nicht zu Ende und Bücher tummeln sich noch genug auf meiner Leseliste. Von daher bleibt noch alles offen.

Herzzerreißend, traurig und schön

Von: SusesBuchtraum Datum: 30. März 2018

★★★★★(5 von 5 Sterne)


Inhalt:
Memphis, Tennessee 1939. Mutter Queenie und Vater Briny leben mit ihren 5 Kindern auf einen Hausboot auf den Mississippi. die Kinder Rill, Camellia, Lark, Fern und Gabion haben eine schöne Kindheit. Sie spielen am Wasser und genießen es. Queenie ist erneut schwanger, doch bei der Entbindung gibt es Komplikationen, dass Briny sie ins Krankenhaus bringen muss. Rill verspricht ihrem Vater, auf ihre jüngeren Geschwister acht zu geben, bis der Vater am nächsten Tag wiederkommt -doch am nächsten Morgen steht nicht der Vater vor dem Hausboot, sondern die Polizei. Sie bringen die Kinder zu Gorgia Tann, wo ihnen versprochen wird, ihre Eltern bald zu sehen – doch das ist ein versprechen, welches nie erfüllt wird. Rill, Cammellia, Lark, Fern und der kleine Gabion tun alles ums überleben, denn das Leben im Heim, bei Gorgia Tann, ist die pure Hölle. Die Kinder haben nur noch sich selbst, doch auch dieses scheint in Gefahr, denn zur Adoption werden meist nur einzelne Kinder gegeben.

70 Jahre später lernt die junge Avery Staffort auf einer Veranstaltung die alte Dame May Crandall kennen. Avery ist von May angetan und merkt schnell, dass diese eine bewegende Vergangenheit hat. Doch May macht es ihr anfangs alles andere als leicht, hinter ihr Geheimnis zu kommen.


Meinung:
Als erstes muss ich sagen, dass dieses Buch ein absolutes Highlight war. Es hat mich von der ersten Seite an überzeugen können, und mich in seinen Bann gezogen. Man hat mit gelitten und mit gefiebert. Diese Geschichte ist extrem Herzzerreißend und sie hallt im Kopf noch sehr lange nach. Als ich das Buch dann zu ende gelesen hatte, war ich doch etwas traurig, ich hätte gern noch weiter gelesen - diese Geschichte hat mich wirklich fasziniert.


Das Cover:
Das Cover ist wirklich schön gemacht, mit der Libelle und dem Titel, passt es perfekt zur Geschichte.

Die Geschichte:
Die Geschichte wurde inspiriert von einer wahren Geschichte. Sie ist Herzzerreißend, traurig und auch schön. Man muss dieses Buch einfach lieben. Die Geschichte wird abwechselnd zwischen Rill und Avery erzählt.

Die Charaktere:
Die Charaktere sind, mit wenigen ausnahmen, sehr sympathisch. Man kann sie alle gut auseinander halten. Vor allem die Kinder, schließt man in sein Herz.


Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Durch das einfache Lesen, kann man sich gut auf die Geschichte konzentrieren und es gibt keine Unklarheiten.

Fazit:
Eins meiner Highlights, ein Buch was man so schnell nicht vergisst. Ich kann es wirklich weiter empfehlen.

Starkes Buch

Von: MarySophie Datum: 27. März 2018

Memphis 1939:
Rill Foss lebt zusammen mit den Eltern und ihren 4 Geschwistern auf einen Hausboot auf dem Mississippi. Bis Queenie, die Mutter, eines Tages ins Krankenhaus kommt, weil sie schwanger ist und die Zwillinge nicht ohne Hilfe gebären kann. Briny, der Vater und Ehemann begleitet sie, während die 5 Kinder auf dem Boot bleiben. Rill, die Älteste, hat ihren Eltern vesprochen, zusammen mit ihren Geschwistern dort zu warten und sie zu beschützen. Ein Versprechen, welches sie nicht lange halten kann, schon nach einem Tag kommen angebliche Beamte und bringen die Kinder in ein Waisenhaus.

Aiken heute:
Avery Stattford enstammt einer berühmten Familie und ist selbst eine erfolgreiche Anwältin. Im Grunde ist sie zufrieden mit ihrem Leben, bis sie eines Tages eine Begegnung mit Mary Crandall hat. Die 90-jährige Dame erhebt Anspruch auf das Libellenarmband, welches Avery trägt und welches ein Familienerbstück ist. Avery´s Interesse ist geweckt und sie will mehr erfahren. Über Mary, über das Armband und die Geschichte ihrer Familie, insbesondere ihrer Großmutter.

Meinung:
Die ganze Geschichte wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben, dabei wahlweise aus zwei Perspektiven (Avery und Mary). Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der jeweiligen Charaktere und deren Beweggründe, die Geschichte erfahren zu wollen, bzw. sie zu verheimlichen.

Besonders toll fand ich es, dass die Autorin gegenüber ihren Protagonisten nicht wertend war. Es gibt sachliche und nüchterne Beschreibungen, anhand von Gesprächen und Handlungen kann man sich eigenständig eine Meinung bilden und wird dabei nicht vonseiten der Autorin beeinflusst.

Als Leser werden die Ereignisse von zwei Personen geschildert. Zum einen begleitet der Leser Rill / Mary auf ihrer Reise, sie lernt man als junges Mädchen von 12 Jahren kennen und später gibt es ein Wiedersehen im Rentenalter. Zum anderen werden die Ereignisse aus der Gegenwart aus der Perspektive von Avery dargestellt.
Erst ziemlich weit am Ende des Romans wird ein Zusammenhang zwischen den beiden Frauen dargestellt, der sich teilweise schon leicht erahnen lässt. Der Weg bis zu der Wahrheit ist lang und wird ausführlich beschrieben, ist sehr spannend geschildert, sodass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen.

Auch wenn ich von dem Roman sehr begeistert bin, muss ich leider sagen, dass mir das Ende zu kurz und knapp war. Es wurden zwar offene Fragen geklärt und die Geschichte hat ein rundes Ende bekommen, jedoch fand ich es doch etwas überhastet. Ich hätte mir gewünscht, dass es noch mehr Details aus dem Leben der Libellenschwestern gibt, nachdem alles aufgeklärt wurde.

Ein weiterer kleiner Minuspunkt, den ich in der Geschichte überflussig fand, war die Liebesgeschichte von Avery, die darin untergebracht ist. Ich persönlich hätte dies nicht gebraucht, es wirkte auf mich teilweise sogar etwas unpassend, wenn ich gerade noch in einem Kapitel von dem schrecklichen Leben im Waisenhaus gelesen habe und kurz danach hapert sie mit ihren Gefühlen.

Mehrmals beim Lesen musste ich innehalten und mir erst einmal deutlich machen, was gerade wirklich passiert ist. Es ist unfassbar, dass in dem Buch wirklich eine wahre Geschichte erzählt wird, die sich so hundertmale abgespielt hat, ohne das jemand dem Treiben ein Ende bereitet hat oder die Organisation verraten hat. Deshalb hat mir auch das Nachwort gut gefallen, welches weitere Informationen über die Tennessee Children's Home Society geboten hat und dadurch wurde die Geschichte für mich noch realer und schrecklicher.

Fazit:
Trotz zwei kleinen Kritikpunkten (Liebesgeschichte; kurzes Ende) bekommt das Buch von mir dennoch 5 Sterne. Es erzählt eine sehr starke Geschichte, bei der die Autorin genau die richtigen Wörter gefunden hat, um sie zu erzählen. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, es berührt und macht gleichzeitig wütend, dass die Machenschaften so lange Bestand hatten.

Kinder als Geldmaschinen

Von: Buchperlenblog Datum: 25. März 2018

Ich habe ja nun mittlerweile schon einige Bücher gelesen, die sich mit den Grausamkeiten der Menschheit beschäftigen, die unsere Machtgier und Sucht nach Ruhm und Reichtum aufzeigen. Und doch gibt es immer wieder neue Geschichten, die man ausgraben kann, die vielleicht weniger in unseren Köpfen präsent, deshalb aber nicht weniger wahr sind.

Die Geschichte der Libellenschwestern beschäftigt sich mit den Waisenhäusern der Tennessee Children’s Home Society. Die Einrichtung gab es wirklich, und sie trieb ihre Machenschaften bis in die 1950er Jahre in Amerika. Die Leiterin, Mrs Georgia Tann, gilt als die Mutter der modernen Adoption, sie hat Waisenkinder wieder „salonfähig“ gemacht. Und zweifellos hat sie Kindern ein neues Zuhause gegeben. Doch viele der mittels marktschreierischer Werbeanzeigen angepriesenen Kinder waren gar keine Waisen. Von der eigenen Veranda gestohlen, am Wegesrand eingesammelt, den verzweifelten Eltern entrissen. Wie es auch den Foss-Geschwistern in der Geschichte von Lisa Wingate ergeht. Die Geschichte ist Fiktion, doch die Wahrheit steckt in ihr. Kinder als Geldmaschine.

Zwei Handlungsstränge eröffnen sich dem Leser. Wir befinden uns zusammen mit Rill Foss 1939 auf dem Hausboot, werden mit ihr zusammen dem Zuhause entrissen und landen mit ihr und ihren Geschwistern bei Mrs. Tann. Wer nicht spurt, dem droht man mit Bestrafung. Mehr als 500 Kinder verschwanden zwischen 1920 und 1950 spurlos in den Heimen, die Mrs Tann unterstanden, mehrere tausend wurden von ihren Familien getrennt und fanden nur in den seltensten Fällen wieder zueinander.

Auch den Teil in der Gegenwart fand ich großartig. Wir folgen Avery Staffort, die durch einen Zufall auf die Vergangenheit ihrer eigenen Großmutter stößt, wohl verwahrt in einem kleinen Haus in Augusta. Die Zeit, die man in der Gegenwart verbringt, macht die Geschichte erträglich, denn hier gibt es Lichtblicke, denen man aufatmend entgegen blicken kann. Die zarte Liebesgeschichte, die sich entspinnt, hätte es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht, aber sie hält sich so im Hintergrund, dass sie einfach nur einem warmen Sonnenstrahl gleicht, der zwischen all die finsteren Seiten fällt.

Der Stil der Autorin ist sehr angenehm, emotional, doch nie überladen. Wir wissen nur das, was auch Avery und Rill wissen können. So bleiben zwar so manche schreckliche Details verborgen, doch fühlt man sich mit den Personen sehr verbunden. Und auch ohne konkretes Wissen, kann man sich viel Unausgesprochenes vorstellen. Der Wechsel zwischen den Zeiten tat mir gut, so konnte ich verarbeiten, was ich erfuhr.

Fazit

Libellenschwestern erzählt in großem Stil von realer Zwangsadoption und von Machtmissbrauch. Aber es erzählt auch von einer Liebe innerhalb der Familienbande, die kein Mensch und keine Entfernung trennen können. Es erzählt eine Geschichte von tausenden, die es so gegeben haben könnte.

Eine verstörende, eine großartige Geschichte!

Von: Monika Schulte Datum: 25. März 2018

Als die Anwältin Avery Stafford mit ihrem Vater, einem Senator, ein Altenheim besucht, begegnet ihr die 90-jährige May Crandall. Die alte Frau greift nach Averys Libellenarmband, das diese von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hat. May Crandall scheint das Armband zu erkennen, doch was hat sie mit Averys Familie zu tun? Noch ahnt Avery nicht, dass die Begegnung mit der alten Dame ihr komplettes Leben verändern wird.

May Crandall und ihre Geschichte, die vor vielen, vielen Jahrzehnten begann, als sie noch mit ihren vier Geschwistern und ihren Eltern auf einem Hausboot auf dem Mississippi gelebt hat und von wo sie in ein Waisenhaus verschleppt wurden, als die Eltern ins Krankenhaus fahren mussten zur Geburt eines weiteren Kindes.

"Libellenschwestern" - eine Geschichte mit einem wahren Hintergrund. Eine packende Geschichte, die noch lange nachhallen wird. Lisa Wingate setzt all den Kindern ein Denkmal, die damals einfach ihren Eltern geraubt und an kinderlose reiche Familien verkauft wurden.

Die im Roman agierende Georgia Tann hat es tatsächlich gegeben. Sie hat ein gigantisches Netzwerk gesponnen und Millionen damit verdient. Sie hat Kinder verschleppen lassen. Sie hat Babys den Müttern direkt nach der Geburt wegnehmen lassen und den Eltern gesagt, das Kind sei tot geboren worden. Im Heim hatten die Kinder großes Leid zu ertragen. Essensentzug, Einsperren im Schrank oder im Keller, Missbrauch an Körper und Seele, Trennung von den Geschwistern, standen auf der Tagesordnung. Die vermögenden Adoptiveltern hat diese brutale Frau erpresst und oft mehrmals bezahlen lassen.

Dieses unendliche Leid der Kinder und ihrer Familien hat die Autorin in die Geschichte der Libellenschwestern verarbeitet. Das Buch lässt sich leicht lesen. Dennoch ist es kein leichter Stoff. Ganz im Gegenteil. Georgia Tann hat von den Zwanziger bis hinein in die Fünfziger Jahre agieren und ihr brutales Machwerk ausführen können.

"Libellenschwestern" - wer dieses Buch gelesen hat, wird es so schnell nicht vergessen. Eine verstörende, eine großartige Geschichte. Unbedingt lesen!

Libellenschwestern

Von: dorli Datum: 22. März 2018

Lisa Wingate erzählt in ihrem auf wahren Begebenheiten basierenden Roman „Libellenschwestern“ die Geschichte der Kinderhändlerin Georgia Tann.

Georgia Tann war Leiterin einer Zweigstelle der Tennessee Children's Home Society in Memphis und hat in den 1920er bis 1950er Jahren unzählige Kinder aus Krankenhäusern stehlen und von der Straße weg entführen lassen, um sie dann zahlungskräftigen Kunden zur Adoption anzubieten. Während Tann sich in der Öffentlichkeit als wohltätige, liebevolle Frau präsentierte, die Kinder aus ärmlichsten Verhältnissen „rettet“ und ihnen Gutes tut, wurden die Kinder in der Realität unter unwürdigen Bedingungen in Heimen untergebracht und dort bis zu ihrer Adoption resp. ihrem Verkauf vernachlässigt, misshandelt und oft sogar missbraucht.

Dieses schreckliche Schicksal ereilt im Sommer 1939 auch die Kinder der (fiktiven) Familie Ross. Briny und Queenie Ross sind Flusszigeuner. Sie leben mit ihren fünf Kindern auf einem Hausboot, schippern den Mississippi auf und ab und führen ein karges, aber glückliches Leben. Als die schwangere Queenie in den Wehen liegt und es zu Komplikationen kommt, rät die Hebamme den Eheleuten, sich schnellstens in ein Krankenhaus zu begeben. Die 12-jährige Rill verspricht ihrem Vater, auf ihre jüngeren Geschwister aufzupassen, bis er wieder zurück ist, ohne jedoch auch nur zu ahnen, wie viel ihr dieses Versprechen abverlangen wird…

Neben dem historischen Geschehen gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt. Hier lernt der Leser Avery Stafford kennen. Avery ist Juristin und unterstützt derzeit ihren erkrankten Vater bei dessen Aufgaben als Senator von South Carolina. Ein Besuch in einem Pflegeheim steht an. Während der Feierlichkeiten zu Ehren einer hundertjährigen Bewohnerin begegnet Avery der 90-jährigen May Crandall. May schnappt sich nicht nur Averys Libellenarmband und behauptet, dass es ihr gehört, sie besitzt auch ein Foto, auf dem eine Frau abgebildet ist, die große Ähnlichkeit mit Averys Großmutter Judy hat…

Lisa Wingate hat einen mitreißenden Schreibstil, der mich schnell in das Geschehen hineingezogen und durchweg gefesselt hat. Die Autorin erzählt anschaulich und eindringlich von Rills Erlebnissen und schildert sehr realistisch das unsägliche Leid, die Schikanen und die Misshandlungen, die Rill und ihre Geschwister erdulden müssen, so dass man als Leser eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Kinder alles durchgemacht haben.

Lisa Wingate hat auch eine kleine Liebesgeschichte in ihren Roman eingebaut. Avery knüpft zarte Bande zu einem Mann, den sie kennenlernt, während sie ihre Familiengeschichte durchleuchtet. Diesem Part hat die Autorin genau das richtige Gewicht verliehen - ein schöner Gegenpol zu den grausamen, in der Vergangenheit spielenden Abschnitten. Der Leser bekommt die Möglichkeit durchzuatmen, dennoch wird der Intention des Romans - auf die skandalösen, bis heute nachwirkenden Ereignisse aufmerksam zu machen - nicht die Kraft genommen.

Ich hatte vor dem Lesen dieses Buches noch nie von Georgia Tann und ihren Machenschaften gehört und bin immer noch entsetzt, wie viele Jahre sie ihr barbarisches Netzwerk aufrechterhalten konnte und wie viele einflussreiche Menschen aus Politik und Gesellschaft dieser habgierigen Frau ihre Lügen geglaubt und sie unterstützt haben, ohne dabei an die Kinder und die Folgen für sie und ihre Familien zu denken. Obwohl Lisa Wingate am Ende aufzeigt, dass es durchaus einigen Kindern trotz der erlebten Schrecken vergönnt war bzw. ist, ein gutes und erfülltes Leben zu führen, bleibe ich ergriffen und erschüttert zurück.

„Libellenschwestern“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Ich habe mit den Akteuren gelebt und gelitten, habe mit ihnen gebangt und gehofft und habe Kummer und Furcht genauso mit ihnen geteilt, wie die kleinen Glücksmomente. Eine fesselnd erzählte, berührende Geschichte, die lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung!

Alles drin was ein Bestseller braucht !

Datum: 22. März 2018

Spannung - Romanze - und ein Stückchen Wahrheit

Fesselnd und erschütternd

Von: YukBook Datum: 21. März 2018

Familiengeheimnisse, die ans Tageslicht kommen, bieten immer wieder spannenden Stoff für einen Roman. Das ist auch in diesem Buch nicht anders – mit dem Unterschied, dass diese Geschichte auf wahren und erschütternden Begebenheiten beruht.

Als die Ich-Erzählerin Avery Stafford eines Tages in einem Altenheim der über 90-jährigen May Crandall begegnet, ahnt sie noch nicht, dass sie ihr Leben verändern wird. May hat Averys Libellenarmband, ein Familienerbstück, wiedererkannt, doch noch kann Avery die fremde Dame nicht einordnen. So beginnt eine dramatische Spurensuche, die der Protagonistin nicht nur Klarheit über ihre Vergangenheit, sondern auch ihre Zukunft verschaffen wird.

Parallel wird aus Sicht des zwölfjährigen Mädchens Rill Foss erzählt, wie sie und ihre Geschwister 1939 auf dramatische Weise ihrer Familie entrissen und in das Waisenhaus Tennessee Children’s Home Society entführt werden. Der grausame Alltag dort geht einem so nahe, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders mit Rill, die zwischen Mutlosigkeit und Entschlossenheit schwankt, einerseits helfen, andererseits weglaufen möchte, leidet man fiebernd mit. Man kann sich kaum vorstellen, dass intakte Familien von Menschen wie der Kinderheim-Leiterin Georgia Tann aus Profitgier auseinander gerissen wurden.

Beide Zeitebenen bewegen sich immer rasanter aufeinander zu und erzeugen so eine ungeheure Spannung. Dabei gelingt es der Autorin, sowohl für die erwachsene Avery als auch die junge Rill einen authentischen Sprachstil zu finden. Zugleich bekommt man einen Einblick in die Thematik aus verschiedenen Perspektiven: aus Sicht der betroffenen Kinder, der Mitarbeiter eines Kinderheims, aber auch der neuen hoffnungsfrohen Eltern. Es geht um Familienzusammenhalt, starke Geschwisterliebe und den Umgang mit dem Älterwerden. All das hat Lisa Wingate in einen Schicksalsroman verpackt, der meine Erwartungen übertroffen hat.

Klare Kaufempfehlung !

Von: Stefanie Zänker Datum: 21. März 2018

Ein sehr spannend geschriebenes Buch über ein erschütterndes Thema. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Ein tolles Buch !!

Von: Hagenström Datum: 21. März 2018

Super Geschichte mit viel Hintergrund. Für mich eine Entdeckung!

Eine ergreifende Geschichte mit wahrem Hintergrund

Von: Lilli33 Datum: 17. März 2018

Inhalt:
Rill lebt mit ihren Eltern Queenie und Briny sowie vier Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi. Als Briny seine Frau ins Krankenhaus bringen muss, bleiben die fünf Kinder alleine auf dem Boot zurück. Der Vater nimmt Rill das Versprechen ab, sich um die Kleinen zu kümmern, bis er zurückkommt.

Doch nicht Briny kommt am nächsten Tag zurück, sondern Polizisten. Sie bringen die Kinder in ein Waisenheim, in dem die Zustände fürchterlich sind. Rill versucht alles, ihre Familie zusammenzuhalten, doch ein Kind nach dem anderen wird zu Adoptiveltern gegeben …

Meine Meinung:
Zwischen den 1920er Jahren und 1950 trieb Georgia Tann mit der Adoptionsagentur „Tennessee Children’s Home Society“ in Memphis ihr Unwesen. Sie ließ Kinder kidnappen oder zwang die Eltern, Sorgerechtsabtretungen zu unterschreiben, und verkaufte die Kinder dann an adoptionswillige, meist reiche Leute. Tausende von Familien teilten dieses Schicksal. Viele konnten ihre Angehörigen bis heute nicht finden.

Mit der fiktionalen Erzählung über die zwölfjährige Rill und ihre kleinen Geschwister greift Lisa Wingate dieses große Unrecht auf und erzählt eine beklemmende Geschichte. Dabei wechselt sie immer wieder die Perspektive und die Erzählzeit. Wir begleiten Rill und ihre Familie in der Vergangenheit und erleben, was den Kindern angetan wurde. In der Gegenwart sind wir an der Seite von Avery, die durch Zufall hinter das Geheimnis ihrer Großmutter kommt, das auch Auswirkungen auf das Leben ihrer ganzen Familie haben könnte.

Besonders der Handlungsstrang, der die Vergangenheit beleuchtet, erscheint mir sehr authentisch. Die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Erziehungsmaßnahmen zum Beispiel passen sehr gut in diese Zeit. Rills Versuche, ihre Geschwister zusammenzuhalten, sind zum Scheitern verurteilt, da die Zwölfjährige den Erwachsenen einfach ausgeliefert ist. Immer wieder muss sie schwierige Entscheidungen zum Wohl ihrer Geschwister treffen. Dabei konnte ich ihre Zweifel und ihre Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Sehr beeindruckend fand ich den Zusammenhalt in Rills Familie. Man spürt die Liebe, die sie verbindet, durch und durch.

Bis ich mit Avery warm wurde, dauerte es zwar ein bisschen länger, aber sie ist eine vielschichtige Protagonistin, der ich bei ihren Recherchen gerne über die Schulter sah.

Fazit:
„Libellenschwestern“ erzählt auf eine sehr lebendige Art eine beklemmende Geschichte von Zwangsadoptionen und Kindesmisshandlung. Auch wenn die Personen zum größten Teil fiktiv sind, beruht die Handlung auf einer wahren Begebenheit.

Für Lucinda Riley-Fans eine absolute Empfehlung.

Von: Alison Fraser Datum: 15. März 2018

Dieser Roman wurde von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt. Ich wollte verstehen, was den Roman so besonders macht und bin sehr glücklich darüber, dass ich ihn gelesen habe.

Der Roman beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte in meinen Augen noch besonderer macht, als sie ohnehin schon ist. Die Geschichte an sich ist allerdings fiktiv, es ist also kein Erfahrungsbericht und keine Biografie.

Die Geschichte wird durch zwei Handlungstränge erzählt. Zum einen durch die Familie von der zwölfjährigen Rill Foss, die um 1939 auf einem Hausboobt in Armut lebt. Die Geschwister unter sich haben durch ihre Lebenssituation einen großen Zusammenhalt. Einserseits ist das schön zu sehen, andererseits haben mich die Schilderungen der Situation an sich und der daraus resultierenden Ereignisse sehr mitgenommen und bewegt.

Zum anderen erzählt Avery Stafford die Geschichte siebzig Jahre später. Sie arbeitet als Altenpflegerin in einem Heim und findet eines Tages ein Erbstück einer Bewohnerin. Avery macht sich auf die Suche nach der zugehörigen Geschichte und kommt einem großen Familiengeheimnis auf die Spur.

Der Schreibstil der Autorin passt hervorragend zur Geschichte des Romanes, er ist detailreich, gefühlvoll und fesselnd. Man kann die Gefühle der Kinder und auch Avery nachempfinden, was an manchen Stellen der Geschichte sehr weh tut.

Leider kann ich nicht mehr viel zur Geschichte sagen, weil ich sonst spoilern würde. Lisa Wingate hat mit "LIbellenschwestern" ein gelungenes Bild der damaligen Zeit gemalt und deutlich gemacht, dass eine Großfamilie nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringt.

Fans von Lucinda Riley kommen hier ebenfalls voll auf ihre Kosten, weil die Geschichte ähnlich aufgebaut ist.

Libellenschwestern

Von: Lese-katze92 Datum: 14. März 2018

"Du passt mir gut auf die Kleinen auf, ja, Rill. Wir sind bald wieder da - Queenie und ich." , dies waren die letzten Worte, die Rill von ihrem Vater hören sollte.
Es passierte im Sommer 1939: Während Briny Foss seiner hochschwangeren Frau Queenie im Krankenhaus von Memphis bei der schweren Geburt ihrer Zwillinge beisteht, kümmert sich ihre älteste Tochter Rill unterdessen auf dem Hausboot der Familie, der Arcadia, um ihre kleinen Geschwister. Noch ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand, dass die glücklichen Tage auf dem Fluss fortan der Vergangenheit angehören. Schon am nächsten Tag werden die Kinder der Familie Foss von Unbekannten verschleppt und in ein Waisenhaus in Memphis untergebracht. Missbrauch, Misshandlungen, Erniedrigungen, Hunger und Angst sind fortan der Alltag der Geschwister. Noch ahnt Rill nicht, dass sie das Versprechen, auf ihre Geschwister aufzupassen, welches sie ihrem Vater gab, nur schwer halten kann. Werden sie ihre Eltern jemals wiedersehen? Wird Rill es schaffen, ihre Geschwister zu schützen?
Über 70 Jahre später ahnt Avery Stafford, Anwältin und Senatorentochter, nichts von dem schweren Schicksal, welches hunderte von Kindern ereilt hat. Auf einer politischen Veranstaltung trifft sie auf die sehr betagte May Crandall, diese interessiert sich sehr für ein Famillienerbstück, ein Libellenarmband, welches Avery zu dem Anlass trägt und behauptet später, es sei ihres. Auch findet Avery heraus, dass May zudem noch ein Foto ihrer Großmutter aus jüngeren Jahren besitzt. Aus Sorge um einen politischen Skandal, beschließt sie Nachforschungen anzustellen, die ihr nicht nur eine Menge Geduld und Durchhaltevermögen abverlangen, sondern ihr ganzes Leben in Frage stellen werden. Wer ist die alte Dame und in welcher Verbindung steht sie zu ihrer Großmutter? Woher kennt sie das Libellenarmband und wieso behauptet sie, es wäre ihres? Zu diesem Zeitpunkt ahnt Avery noch nicht, welches dunkle Geheimnis auf ihrer Familie lastet.
Wer mit "Libellenschwestern" einen oberflächlichen und lockeren Roman erwartet, dürfte schnell enttäuscht werden, denn gleich zu Beginn wird der Leser mit der ganzen Tragik des Buches konfrontiert. Man hat durch den direkten, detaillierten und flüssigen Schreibstil unmittelbar nach den ersten Sätzen des Buches das Gefühl, man wäre mitten im Geschehen. Die Verzweiflung, die Not und das Elend der Kinder werden dem Leser greifbar und sehr realistisch geschildert, man spürt den Schmerz und die Angst vor der Ungewissheit, die sie erwartet. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen und obwohl alle Figuren rein fiktiv waren, so hat mich doch der wahre Hintergrund, welcher die Autorin inspirierte, diesen Roman zu schreiben, sehr betroffen und erschüttert. Sie hat es geschafft, den Hass, sowie das menschenverachtende und menschenunwürdige Verhalten der Georgia Tann und ihrem Netzwerk aus Helfern, aller gesellschaftlicher Schichten, authentisch und äußerst realistisch dem Leser nahezubringen. Auch die Absichten und Ziele, der Tennessee Children's Home Society, welche Georgia Tann leitete, wurden dem Leser durch die Geschichte der Autorin sehr deutlich und realitätsnah geschildert. Angewidert, tief erschüttert und zugleich gefesselt von dem herzzerreißenden Verlauf der Geschichte, war es mir nicht mehr möglich, das Buch auch nur länger als notwendig aus der Hand zu legen. Lisa Wingate ist mit "Libellenschwestern" ein Roman ganz besonderer Stärke gelungen, sie entführt uns Leser in eine, aus der heutigen Sicht, unvorstellbare Welt, die niemanden kalt lässt. Zudem erinnert sie an die Opfer eines unfassbaren und menschenverachtenden Skandal, welcher Jahrzehnte andauerte und auch zur heutigen Zeit noch immer zu wenig Beachtung findet.

Datum: 09. März 2018

Anrührend, spannend und mit dem realen Hintergrund Mitleid und Wut herausfordernd

Vergangenheitsbewältigung

Von: Diamondgirl Datum: 06. März 2018

1939 leben Queeny und Briney mit ihren 5 Kindern als sogenannte Flusszigeuner auf einem Hausboot auf dem Mississipi in der Nähe von Memphis. Queeny ist hochschwanger und es gibt Komplikationen bei der Entbindung, weil es sich dieses Mal um Zwillinge handelt. Es bleibt keine andere Möglichkeit, als sie ins Krankenhaus zu bringen. Diesen Umstand nutzen gewissenlose Menschen aus, die kurzzeitig auf dem Boot alleine gelassenen Kinder zu verschleppen. Die Töchter Rill, Camellia, Fern, Lark und ihr Bruder Gabion werden in ein Weisenhaus der Tennessee Childrens's Home Society gebracht unter dem Vorwand, dass ihre Eltern sie dort bald abholen würden, sobald es der Mutter besser gehe - die Babies sollen bei der Geburt verstorben sein.
Mehr als 70 Jahre später trifft die junge Avery Stafford zufällig in einem Altenheim auf die inzwischen über 90jährige Rill, die inzwischen May genannt wird. Sie erkennt das Armband wieder, dass Avery von ihrer Großmutter bekommen hat und hat zudem ein Foto ihrer Oma im Zimmer stehen. Alles in ihr gerät in Aufruhr und sie beginnt, der Geschichte ihrer Großmama, die inzwischen an Demenz erkrankt ist, nachzuforschen. Bald stößt sie auf verstörende Informationen, die ihr bisheriges, sorgenfreies Leben infrage stellen.

So viel zum Inhalt, denn ich möchte nicht zu viel verraten. Das Buch bietet zwar eine fiktive Geschichte, was die Protagonisten angeht, beruht jedoch leider auf Tatsachen was die Tennessee Childrens's Home Society anbetrifft, die bis 1950 ihr Unwesen in mehreren Niederlassungen treiben konnte. Mir war dieses unrühmliche Kapitel amerikanischer Geschichte bisher unbekannt und schon aus diesem Grund hat sich die Lektüre gelohnt. Aber nicht nur deshalb.
Das Buch ist überwiegend wechselnd aus der Perspektive von Avery und Rill/May geschrieben, wobei Rills Kapitel in den Monaten nach ihrer Verschleppung spielen. Man erlebt den grausamen Alltag der gefangenen Kinder mit, die z. T. daran zu zerbrechen drohen. In dieser Hinsicht werden sich die zu jener Zeit existierenden hiesigen Kinderheime nicht extrem von den dortigen unterscheiden. Heute wäre so etwas kaum mehr vorstellbar.
Dieser Perspektivwechsel gestaltet das Buch lebhafter, auch wenn ich zugeben muss, dass ich hauptsächlich von Rills Berichten gefesselt war und immer sehr gespannt, wie es ihnen weiter erging. Ein kleiner Wermutstropfen waren die mich irgendwann nervenden Wiederholungen in Rills Gedankengängen. Vielleicht sollten sie die Denkweise einer 12jährigen deutlich machen aber mich haben die ständigen Hinweise alá "Flusskinder können so etwas" auf die Dauer gestört. Trotzdem war die Handlung in diesen Teilen so spannend, dass ich immer bedauerte, wenn ich das Buch zur Seite legen musste, weil der Mensch ja schließlich auch mal essen muss.
Averys Anteil war deutlich farbloser und zudem noch mit einer überflüssigerweise eingestreuten Liebesgeschichte dekoriert. Darauf hätte ich gut verzichten können, denn ehrlich gesagt interessierte mich Averys Leben kaum bis gar nicht. Mich interessierten an ihr lediglich ihre Nachforschungen und alles übrige störte mich mehr als dass es mich begeistert hätte. Zumal man schon sehr früh ahnt, worauf es hinaus läuft. Zum Glück hielt sich die Romantik jedoch erfreulich zurück, sodass ich damit leben konnte.
Erfreulicherweise gibt es auch kein wirkliches Happy End - wie sollte es das auch nach über 70 Jahren. Aber es wird aus den Bruchstücken der Schicksale das Bestmögliche gemacht.

Der Schreibstil war, davon mal abgesehen, sehr gut zu lesen. Ich bin förmlich durch das Buch geflogen, was aber doch eher am Thema als am Schreibstil lag. Wer sicher gerne mit solchen nicht einfachen Themen beschäftigt, dem kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.

Von: Silvia Taube Datum: 05. März 2018

Ein Roman, der mich berührt hat. Die Schicksale dieser Schwestern hinterlassen einen sehr nachdenklich!

Von: Elke Spieker Datum: 05. März 2018

Beklemmend! Aber ein sehr schöner Roman.

Datum: 05. März 2018

Tolle Familiengeschichte, fesselnd und dramatisch aber auch warmherzig und zuversichtlich.

Von: Inga Lüdke Datum: 05. März 2018

Eine traurige Geschichte, die trotzdem schön erzählt wurde.

Von: Elisabeth Zumbrägel Datum: 05. März 2018

Eine äußerst bewegende und spannende Geschichte, die ich nur ungern aus der Hand gelegt habe. Suchtgefahr!

Von: Cornelia Kilgus Datum: 05. März 2018

Die Geschichte hat mich gefesselt, erschüttert und fasziniert!

Von: Silvia Pinter Datum: 05. März 2018

Spannend, erschütternd, berührend. Man fühlt mit den Flusskindern mit und leidet mit ihnen. Man kann kaum glauben, dass es solche Organisationen wie Tennesee Children's Home Society wirklich gab!

Von: Tosca Riederer Datum: 05. März 2018

Es hat mich so berührt, kaum vorstellbar, dass solche Dinge passiert sind. Einfach toll und einfühlsam.

Von: Petra Mütherig Datum: 05. März 2018

Ich fand das Buch super, obwohl es einen so traurigen Hintergrund hatte. Ich lese gern Bücher dieser Kategorie. Leider gibt es sicher auch heute noch Kinderheime, die so agieren.

Datum: 05. März 2018

Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Sollte man unbedingt weiterempfehlen!

Von: Petra Maurer Datum: 05. März 2018

Nachdem der Anfang etwas seicht daher kommt, entwickelt sich eine spannende Story mit interessanten historischen Hintergründen.

Libellenschwestern

Von: Ruth Teutschmann Datum: 01. März 2018

Atemlos habe ich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Was für eine Geschichte! Spannend und packend geschrieben zwischen
Gegenwart und Vergangenheit hin und herwechselnd. Hervorragend. Erschütternd im Nachwort zu erfahren, dass soviel wahres darin enthalten ist. Gut, so kommen solche Missstände ans Licht. Danke, Lisa Wingate!

Großartiges ergreifendes Buch

Von: Sabine Gildner Datum: 28. Februar 2018

Eine wirklich ergreifende Familiengeschichte, die mich oft sehr nachdenklich gemacht hat.
Aber ich konnte nicht aufhören zu lesen!!! Sehr gelungen!!

Spannung und viel Gefühl mit wahrem Hintergrund

Von: N. Pienkoß Datum: 26. Februar 2018

Eine spannende, mitreißende Handlung, die den Leser nicht loslässt, bis die Geheimnisse gelöst werden. Die Figuren sind sehr lebensecht und ziehen in den Plot hinein. Dabei lässt die Kenntnis um die realen Hintergründe das Leid doppelt grausam erscheinen. Auch der Schreibstil ist extrem angenehm, so dass der Leser gar nicht merkt, wie die Seiten vorbeiziehen.

Rührend, mitreißend, schön!

Von: Annalena Bielefeld Datum: 26. Februar 2018

Ich habe mich in dem Buch sehr wohl gefühlt, obwohl das Thema sehr negativ ist. Mir war gar nicht bewusst, dass es so oft dazu kam. Aber man fiebert mit und hat immer die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird.

Traurig und schön zugleich!

Von: Ariane Erlemeier Datum: 25. Februar 2018

Eine sehr schöne und packende Geschichte, die mich bis zuletzt gefesselt hat. Das Schicksal der Schwestern geht dem Leser sehr nahe, insbesondere weil die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht.

Sehr emotional

Von: Corinna Främbs Datum: 24. Februar 2018

Ein wirklich sehr emotionales Buch, bei dem man ein totales Kopfkino beim Lesen erlebt.

Von: Maria Kitzbichler Datum: 22. Februar 2018

Habe noch Tage danach an die Geschwister gedacht. Wirklich super zu lesen und ich freue mich darauf, den Kunden das Buch zu empfehlen!

Von: Gabriele Maier Datum: 22. Februar 2018

Wie verschlungen können die Wege des Schicksals sein!

zu tiefst gerührt

Von: Kitzbichler Maria Datum: 21. Februar 2018

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Ich fieberte mit Rill mit wie Ihre Geschichte weitergeht. Ich habe noch Tage danach darüber nachgedacht, freue mich schon dieses Buch meinen Kunden zu Empfehlen.

Von: Gerda Schlecker Datum: 21. Februar 2018

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das gleichzeitig so traurig und doch auch so mutmachend geschrieben ist. Es hat mir ausnehmend gut gefallen und ich werde es sehr gerne meinen Kunden empfehlen.

Ein tolles Buch!

Von: Birgit Fleischmann Datum: 20. Februar 2018

Dieses Buch habe ich mit Freude in einer Rekordzeit gelesen, es ist der Wahnsinn.

Dieses Buch berührt zutiefst, lässt einen nicht mehr los und geht absolut nahe. Man leidet mit den Kindern, man freut sich mit Avery und ihrer Hartnäckigkeit und hofft inständig, dass alles gut ausgeht.
Ein tolles Buch!
Nur am Anfang musste ich mich erst mit den unterschiedlichen Erzählpersonen vertraut machen. Absolut lesenswert! Weiter so!



Fesselnd und..

Von: Jennifer Kernhof Datum: 20. Februar 2018

...herzergreifend ! - eine stark erzählte Geschichte !

Datum: 20. Februar 2018

Ein Buch so facettenreich wie die Flügel einer Libelle.

Ich liebe es.

Wunderbar...

Von: Vera Schaub Datum: 20. Februar 2018

...spannend, traurig, bewegend ! ich habe es verschlungen.

Von: Christina Kelm Datum: 20. Februar 2018

Selten so ein packendes Buch gelesen, man mag es nicht mehr aus der Hand legen!

Sehr empfehlenswert !

Von: B.ärbel Fehrenbacher Datum: 20. Februar 2018

Eine großartige Umsetzung...eines Stückes amerikanischer Geschichte in Romanform.

Von: Astrid Schönberg Datum: 20. Februar 2018

Ein packendes Buch, dass mich vom ersten Moment an gefesselt hat. Sehr gut geschrieben, mit krassem Hintergrund, aber sympatischer Protagonistin!

Datum: 20. Februar 2018

Sehr schönes und emotionales Buch. Die Thematiik geht einem sehr unter die Haut!

Ein tolles Buch !

Datum: 20. Februar 2018

Gut erzählt, spannend, manchmal etwas beklemmend. Und es hat mich wütend gemacht.

...was für ein Buch

Von: Katrin Gesterding Datum: 19. Februar 2018

Wow, was für ein Buch, was für eine Geschichte. Beeindruckend und toll erzählt. Absolut lesenswert.

Ein Buch, das einem richtig nahe geht!

Von: Doris Seibold Datum: 16. Februar 2018

Ich konnte die letzten zwei Tage einfach nicht mehr aufhören, dieses Buch zu lesen, und bin begeistert!
Diese dramatische Geschichte aus der Vergangenheit, die in die Gegenwart nachwirkt und für alle einen heilsamen Prozess anstößt, ist einfach toll!
Es ist wichtig zu wissen, wo man herkommt und die Wahrheit hilft, den eigenen Weg im Leben zu finden.

Datum: 12. Februar 2018

Erschreckend und aktuell -> Gestern in den Nürnberger Nachrichten: Entführung eines Babys!

Datum: 08. Februar 2018

Eine starke Geschichte - sehr einfühlsam und zugleich hautnah erzählt. Klasse!

Von: Kristin Heiermann Datum: 06. Februar 2018

Das wunderschöne Cover sowie der anziehende Titel verleitet sofort zum Lesen. Heraus kommt eine wahrhaft anrührende, erschütternde Geschichte, da diese auf Tatsachen beruht. Schnell wird einem die Vorstellung eines leichten Unterhaltungsromanes genommen und die Lebensgeschichte dieser Kinder schlägt einen in den Bann. Unvorstellbar, dass es so etwas gab, obwohl es sicher für einige wirklich den Ausweg aus einer armen, leidvollen Kindheit bedeutete, wenn Sie viel Glück hatten.

Von: Maria Lanke Datum: 02. Februar 2018

Eine unfassbare Geschichte! Umso mehr, da sie auf Tatsachen basiert.

Von: Nadine Böder Datum: 31. Januar 2018

Der Roman ist spannend und die Unfassbarkeit ist schockierend. Was Menschen sich mit Menschen unter den Augen anderer Menschen alles erlauben können. Toll aufgebaut, gut erzählt!

Von: Tanja Klein Datum: 29. Januar 2018

Spannend, gut geschrieben, aber auch sehr traurig, da es auf einer wahren Geschichte beruht. Hat mich als Mutter sehr berührt.

Mein Bestseller

Von: Silvia Waller Datum: 26. Januar 2018

Ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt hat.
Sehr gut erzählt

Von: Elfie Thiede Datum: 26. Januar 2018

Dramatisch, wie mit diesen Kindern umgegangen wird. Am liebsten würde man dieses Heim sofort schließen! Super spannend. Gute Empfehlung für Riley-Leser.

Von: Johanna Berry Datum: 23. Januar 2018

Eine bewegende Geschichte, bei der man bis zum Schluß hofft, dass es wenigstens für ein paar der Kinder doch noch ein gutes Leben wird.

Liest sich super !

Von: Sybille Lorenz Datum: 23. Januar 2018

Ähnlich wie "Zug der Waisen", wird sich dieses Buch auch super verkaufen lassen!

Von: I. Repp Datum: 23. Januar 2018

Trotz des tragischen Themas, ein wunderbares Buch!

Von: Annett Fritsch Datum: 23. Januar 2018

Ein spannendes Thema, packend geschrieben. Ich konnte es gar nicht mehr weglegen. Ist auf jeden Fall mein Buchtipp in diesem Frühjahr !

Wunderbare aber traurige Geschichte

Von: Britta Pailer Datum: 22. Januar 2018

Ein wunderbarer Schmöker, aber leider auch sehr traurig. da er auf einer wahren Begebenheit beruht.

Von: Barbara Pernter Datum: 22. Januar 2018

Eine bewegende Geschichte, die zeitweise nur schwer auszuhalten war, vor als mir zwischenzeitlich immer wieder bewußt wurde, dass der Roman auf einer wahren Geschichte beruht.

Von: Eva Kiesel Datum: 19. Januar 2018

"Die Liebellenschwestern" haben mich sehr bewegt. Die Autorin bringt uns ein Stück vergessene Geschichte näher. Man hofft und bangt ob die Kinder trotz der Schicksalschläge ihren Weg finden.

Von: Erkelt Datum: 19. Januar 2018

Ein Buch, dass mich in seiner Intensität stark gefesselt hat. Ich wünsche dem Buch viele Leser/innen!

Von: Marion Katzenberger Datum: 19. Januar 2018

Ich wollte es gar nicht aus der Hand legen. Spannend, traurig, gleichzeitig eine tief berührende Geschichte !!!

Bewegendes Thema!

Von: Margret Wahl Datum: 19. Januar 2018

Sehr spannend erzählt!

Super Lektüre !!

Von: Herold Datum: 18. Januar 2018

Ein Buch, welches mich echt mitgenommen hat. Beim lesen dachte ich an "Der Zug der Waisen", was ebenfalls sehr bewegend war. Super Lektüre für Frau und Mann!

Datum: 18. Januar 2018

Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Spannend, traurig, gleichzeitig eine tief berührende Geschichte!

Von: Schmid Datum: 18. Januar 2018

Leidgeprüfte Geschwisterliebe in beeindruckenden Bildern; und etwas Gegenwartsprüderie

Von: Ingrid Landinger-Näpel Datum: 16. Januar 2018

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und kaum glauben,
welch grauenhafte Wahrheit sich hinter der Geschichte verbirgt

Mein absoluter Bestseller für 2018!

Von: Marion Katzenberger Datum: 16. Januar 2018

Lisa Wingate fesselt mit dieser Geschichte den Leser so sehr!!!
Einerseits möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, andererseits brauchte ich immer wieder mal etwas Abstand weil mir die Geschichte so nahe ging.
Sie schaffte es die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
Dies wird für mich in 2018 mit Sicherheit mein Lieblingsbuch werden.
Ich freue mich schon darauf die Begeisterung dafür ab März an meine Kunden weitergeben zu können!

Von: M. Meyer Datum: 16. Januar 2018

Ein atemberaubend spannender Roman, der ans Herz geht!

Sehr einfühlsam und spannend!...

Von: Andrea Pfeffer Datum: 15. Januar 2018

...geschrieben.

Ein Stück amerikanische Geschichte aufgearbeitet.

Berührend!

Von: M.Ronning Datum: 15. Januar 2018

Was wäre die Welt ohne Schwestern? Berührend!

Herzergreifend!

Von: Tanja Bemerl Datum: 15. Januar 2018

Dieses Buch ist herzergreifend ohne Ende, vor allem die Geschichte um Rill Foss und ihre Geschwister. Sehr sehr gut, aber auch sehr emotional!

SUPER !

Von: Annette Lamprecht Datum: 15. Januar 2018

Das Buch steht jetzt schon auf meiner Bestsellerliste!

Von: Angela Wäschebach Datum: 15. Januar 2018

Ein sehr zu Herzen gehendes Buch, umso mehr, da man weiß, dass es einen historischen Hintergrund hat.

Eine berührende Geschichte!

Von: Ursula Bonert Datum: 15. Januar 2018

Fesselnd, wunderbar, erschreckend...

Habe das Buch verschlungen!!

Von: Eva Wölfel Datum: 15. Januar 2018

Es wird ganz sicher ein Lieblingsbuch des Monat.Da ich selbst 3 Schwestern und einen Bruder habe, hat mich die Geschichte richtig gefesselt und berührt.

Ganz besonders hat mich Rill berührt, die so viel Verantwortung für Ihre Geschwister tragen musste.Einfach unglaublich, wie so etwas passieren konnte und so lange geduldet wurde.

Bin begeistert und werde die Libellenschwestern auch an meine Freundinnen weiterverschenken.



Absolut lesenswert

Von: Anika Hastermann- Weitz Datum: 12. Januar 2018

Ich war von Anfang an gefesselt.
Tolle Charaktere. Spannend. Berührend.
Einfach toll

Von: Silke Jahns Datum: 11. Januar 2018

Ein Roman der Herzen berührt!

Von: Anja Schmudde Datum: 11. Januar 2018

Ergreifender und spannender Roman

Berührend !

Von: M. ronning Datum: 11. Januar 2018

Was wäre die Welt ohne Schwestern !

Absolute Leseempfehlung

Von: Astrid Sieber Datum: 10. Januar 2018

Berührend + bewegend = Gefühlskino

Ein emotionales, atemloses Leseerlebnis!

Von: Bettina Welzhofer Datum: 08. Januar 2018

Gleich zu Anfang hat mich die Struktur des Buches gefesselt: man folgt abwechselnd der jungen Rill Foss in 1939 und Avery Stafford in unserer Gegenwart. Was die beiden miteinander verbindet wird im Laufe des Buches ersichtlich. Vor allem geht es um die Vergangenheit von Averys Großmutter und ein zu lüftendes Geheimnis - ich habe es geliebt, wie sich die Spannung darum immer weiter aufgebaut hat, ich konnte an nichts anderes mehr denken und musste einfach weiterlesen! So etwas braucht ein gutes Buch. Was mich berührt hat waren die schrecklichen Dinge, die Rill und ihre Geschwister erleben müssen, aber auch die Liebe, die man vor allem gegen Ende des Buches ganz deutlich spüren kann. Ein wahnsinnig tolles Leseerlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Super geschrieben, tolle Konzeption, liebenswerte Charaktere - rundum ein wunderbares Paket!

Herzergreifend !!

Von: Tanja Bemerl Datum: 03. Januar 2018

Dieses Buch ist so herzergreifend geschrieben. Mir setzte es psychisch richtig zu. Vor allem die Kapitel um Rill Foss und ihre Geschwister.

Am liebsten möchte man in das Buch greifen und die Kinder herausholen und sie von den schrecklichen Geschehnissen zu befreien.

Man rätselt lange bis man erfährt wer eigentlich „Judy“ ist, die eigentlich keine der Foss Geschwister sein konnte, weil der Name Judy an keines der Kinder vom Waisenhaus vergeben wurde.

Ich hatte lange gehofft das vielleicht Camellia, Judy sei. Da sie auf so schreckliche Weise verschwunden, bzw. gestorben ist. Ich hatte irgendwie immer den Hoffnungsschimmer das sie noch lebt und es irgendwie geschafft hat.

Dieses Kapitel war so schrecklich, man liest und kann nicht helfen. Das ging mir sehr nahe und ich musste jedes einzelne Kapitel immer wieder sacken lassen um es verarbeiten.

Traurig das es wirklich auf einer wahren Begebenheit geschrieben ist und keine Erfindung ist. Und auch sehr schade das die anderen Geschwister nicht mehr gefunden wurden.

Dieses Buch ist wirklich großartig und sehr zu empfehlen.

Sollte das schon mein Lieblingsbuch 2018 sein ?!

Von: Manuela Ronning Datum: 29. Dezember 2017

Eine spannende, berührende Geschichte um 4 Schwestern, die sich verlieren aber doch immer verbunden bleiben. Der wahre Hintergrund dieses Romans ist schier unglaublich, die Autorin hat gut recherchiert und einen tollen Roman geschrieben.

Spannend

Von: Petra Rieche Datum: 28. Dezember 2017

Eine beeindruckende, sehr spannende Geschichte, berührend und fesselnd.

Tolles Buch!

Datum: 21. Dezember 2017

Hat mich wirklich bewegt

Von: Monika Schutte Datum: 21. Dezember 2017

Ein grandioser Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen mochte. Die Geschichte bewegt zutiefst und fesselt bis zur letzten Seite.

Datum: 19. Dezember 2017

Erschütternd und sehr unterhaltsam zu Lesen