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Lars Lenth

Der Lärm der Fische beim Fliegen

Roman

Mord und Totschlag in Nordland – und der ahnungslose Anwalt Leo soll es richten ...

Leo Vangen führt ein ruhiges Leben in Oslo. Das ändert sich schlagartig, als er einen Anruf von einem Freund aus Kindertagen erhält, dem erfolgreichen Unternehmer Axel Platou. Der bittet ihn, ins raue nördliche Norwegen zu reisen. Dort wurden mehrere Anschläge auf Axels Lachszuchtfarm verübt, und Leo soll der Sache auf den Grund gehen. Doch die skrupellosen Vega-Brüder kümmern sich bereits auf ihre Art um die Schuldigen – die drei Männer leiten die Farm für Axel und schrecken vor nichts zurück, um ihre Einnahmequelle zu schützen. Der unbedarfte Leo gerät zwischen die Fronten wütender Ökoaktivisten, eigenwilliger Einsiedler und brutaler Lachsfarmer. Bald wünscht er sich, sein ödes Leben in Oslo nie verlassen zu haben ...

Das Buch spielt in Bronnoysund, Norwegen

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Leserstimmen

Ein Lesevergnügen, das seinesgleichen sucht!

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 01. August 2018

Dass kommerzielles Fischen nichts mehr mit dem geruhsamen Angeln an einem idyllischen Flüsschen zu tun hat, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Und da mittlerweile die Wildfischbestände dramatisch zurückgegangen sind, gibt es rund um den Globus immer mehr kommerzielle Fischzuchtbetriebe. So auch in Norwegen, dem Land, mit dem wir unverbrauchte Natur und glasklare Fjorde verbinden. Dem Land, aus dem der leckere Räucherlachs kommt, der überall auf der Welt in riesigen Mengen verzehrt wird und mit dessen Verkauf die Produzenten fette Gewinne einsacken.

Vor diesem Hintergrund hat der norwegische Profi-Fliegenfischer, Rockmusiker und Autor Lars Lenth einen bitterbösen Öko-Krimi/-Roman geschrieben, der dem Leser wegen seines durchgängig schwarzen Humors die Lachtränen in die Augen treibt.

„Der Lärm der Fische beim Fliegen“ erzählt die Geschichte von Leo und Axel, Freunde seit Kindheitstagen. Leo, der Loser mit Jurastudium, wird von Axel, dem Lachszuchteigner mit der dicken Geldbörse darum gebeten, auf dessen Fischfarm im Norden nach dem Rechten zu sehen. Dort haben nämlich Öko-Aktivisten Anschläge auf die Zucht verübt und zweihundertausend Zuchtlachse befreit. Eher widerwillig macht sich Leo auf gen Norden, aber der von Axel in Aussicht gestellt Lohn kommt dem ewig klammen Leo gerade recht. Vor Ort muss er aber schnell erkennen, dass diese ganze Geschichte nicht so harmlos ist, wie es den ersten Anschein hatte, sind doch viel zu viele dubiose Personen in diese involviert. Und so hat er es bald nicht nur mit den Umweltaktivisten sondern auch mit den drei skrupellosen Vega-Brüdern zu tun, die alles daran setzen, ihre Pfründe zu sichern. Und irgendwann muss er sich entscheiden, auf welcher Seite er schlussendlich steht…

Hohes Tempo, eine Sprache, die Spaß macht ( danke an den Übersetzer Frank Zuber), überraschende Wendungen, jede Menge Information zu diesem unappetitlichen Gewerbe und vor allem der trockene Humor des norwegischen Autors machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das seinesgleichen sucht!

Zum Schluss noch ein Hinweis: ich kann Ihnen versprechen, dass Sie den norwegischen Lachs auf dem Kalten Büffet zukünftig mit anderen Augen sehen werden.

Umweltzerstörung und die dunklen Seiten der Lachszucht

Von: michael lausberg Datum: 26. Juni 2018

Der Krimiautor und begeisterter Fischer Lars Lenth hat sich in seiner Heimat Norwegen zu einem literarischen Newcomer entwickelt. Nun erscheint der Bestseller „Der Lärm der Fische beim Fliegen“ in deutscher Übersetzung im Limes-Verlag.
Die Hauptperson des Romans Leo Vangen, der bis dahin ein ruhiges Leben als Rechtsreferendar in der Nähe von Oslo lebte, wird von einem alten Bekannten, Axel Platou, überredet, eine heikle Mission zu übernehmen. Ein Netz der Farm der skrupellosen Vega-Brüder, die im nördlichen Norwegen ohne Rücksicht auf Umwelt und Mitmenschen Lachzucht betreiben, wurde dort von radikalen Ökoaktivisten in die Luft gesprengt. Dort herrschen andere Gesetze als im behaglichen Oslo: Leo Vangen gerät in an Umweltschützer, Naturromantiker und die bösen Lachszüchter, die ohne Rücksicht auf die Umwelt ihre gewissenlosen Geschäfte machen.

Die Umweltzerstörung und die dunklen Seiten der Lachszucht werden neben der eigentlichen Geschichte problematisiert, eine Aufklärung über industriell betriebene Lachszucht und ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Die Umweltaktivisten werden dabei etwas zu ignorant und militant dargestellt, der Kampf für eine gute Sache wird kriminalisiert und mit schwarzem Humor teilweise lächerlich gemacht.

Ansonsten ist der Debutroman von Lars Lenth unterhaltsam, kurzweilig und mit viel Hintergrundwissen geschrieben. Dieser Umweltkrimi enthält viele Wendungen, stellt unterschiedliche schräge Persönlichkeiten vor und ist mit ihren Themen auf der Höhe der Zeit. Das gewinnbringende Gewerbe der Lachszucht steht spätestens jetzt im Fokus der Öffentlichkeit, die damit einhergehende Umweltzerstörung wird bekannter. Der Dualismus zwischen Kapitalismus und Ökologie sorgt für nachdenkliche Momente. Die Spannung steigert sich im Laufe des Werkes, ist leicht lesbar und fesselnd geschrieben. Lenths Debüt in der literarischen BRD kann als gelungen bezeichnet werden.

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Der Lärm der Fische beim Fliegen

Von: Vreni Cossettini Datum: 15. Mai 2018

Hatte Ihr Buch als Leseexemplar erhalten und möchte dieses Mit super 5 Sternen Bewerten.
Leider wird das Thema Zuchtfische noch immer unter den Teppich gekehrt,es darf ja alles nichts mehr kosten,das ist leider auch beim Fleisch so.Ihren LachsKrimi kann ich jeder Zeit weiterempfehlen.
Ich danke Ihnen für Ihren Mut.
Es Grüessli schickt
Ihre Leserin
Vreni Cossettini aus der Schweiz