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Salvatore Basile

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Nur wer sich verliert, kann sich auch finden ... DER Bestseller aus Italien

Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …

Gefühlvoll und mit viel Charme gelesen von Annina Braunmiller-Jest

(6 CDs, Laufzeit ca. 7h 9)

Das Buch spielt in Miniera di Mare, Italien

Leserstimmen

Romantisch und emotional bis zum Schluss

Von: Leselaunen Datum: 12. November 2017

Tatsächlich habe ich es getan. Oder viel mehr: doch noch getan. Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich mich an ein Hörbuch herangewagt. Während andere viele Klassiker und Neuerscheinungen bevorzugt als Audiodateien genießen, traute ich dem Ganzen nicht. Ich muss ein Buch in den Händen halten, es riechen können und daran blättern. Ich mag es, mir kleine Notizen am Rand zu machen und Lesezeichen in Papierform zu nutzen. Bei Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands ließ ich mich direkt auf das Hörbuch ein. Ein kleines Jubiläum also. Aufmerksam geworden bin ich auf die romantische Geschichte die in Italien spielt über das Bloggerportal.

Gelesen wird die Geschichte von Annina Braunmiller-Jest, die schon einigen bekannten Hörbüchern, wie zB Miss You von Kate Eberlen ihre Stimme lieh. Braunmiller-Jest hat eine sehr angenehme und charmante Art und Weise, die Geschichte zu erzählen bzw. vorzulesen. Das Buch hat Salvatore Basile geschrieben. Anfangs war ich noch etwas skeptisch, aber spätestens als Elena auftauchte, fand ich die Stimme von Braunmiller-Jest perfekt für dieses Buch. Da ich ein Hörbuch-Neuling bin, war ich gerade auf die Stimme des Erzählers und die Atmosphäre , die mit dieser einhergeht, gespannt.


Michele führt ein sehr einsames, fast trauriges Leben. Das wird beim Hören sehr deutlich. Er ist schüchtern und sehr zurückhaltend, genießt keinerlei Kontakte zu anderen Menschen und lebt zurückgezogen in seiner kleinen Wohnung im Bahnhofshäuschen. Er spricht sehr leise, was die Sprecherin gut übermittelt, und antwortet immer nur kurz und knapp. Nachdem ihn seine Mutter im frühen Kindesalter verließ, brach für den Jungen eine Welt zusammen. Und auch mit dreißig Jahren prägt ihn diese schlimme Erfahrung noch immer.

Als Michele Elena kennen lernt, wird alles anders. Die junge Frau will eigentlich nur eine Puppe, welche sie im Zug liegen ließ, bei ihm abholen. Aber zwischen den beiden funkt es ziemlich schnell. Ich mochte die aufgeschlossene, freche und laute Art von Elena sofort. Sie verleiht der Geschichte Pepp und Michele´s tristes Leben wird mit einem Mal ordentlich durcheinander gewirbelt. Besonders Elena wird von Braunmiller-Jest sehr überzeugend gesprochen. Es machte richtig Spass beim Zuhören.

Der Verlauf der Geschichte ist rasant. Michele lernt schon in den ersten Kapiteln Elena kennen und da ihr Temperament nicht zu bremsen ist, überschlagen sich die Ereignisse nahezu. Michele findet eines Tages sein altes Tagebuch, welches er als Kind schrieb, im Zug. Seine Mutter nahm es damals mit sich. Elena ist überzeugt, dass Michele nun auch seine Mutter wiederfinden kann. Und es beginnt eine aufregende Reise durch Italien.

Eine sehr emotionale und schöne Geschichte für alle, die romantische Bücher mögen. Denn Gefühle spielen in Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands eine tragende Rolle. Dem Autor gelingt es, schon auf den ersten Seiten Spannung zu erzeugen und die Geschichte, vor allem durch die aufgeweckte Art von Elena, nie langweilig werden zu lassen. Ich denke, das Buch hätte mich ebenso angesprochen wie das Hörbuch. Das Ende gefiel mir auch sehr, weswegen ich durchweg zufrieden war.

Die perfekte Sommerlektüre mit kleinen Abstrichen

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 30. Juli 2017

Geschichte und Erzählstil:

Kurios - das war mein erster Gedanke, als ich dem Anfang von Salvatore Basiles Roman Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstandes lauschte. Denn dass es sich bei seinem Protagonisten Michele um einen eigenbrötlerischen, nicht besonders gesprächigen und ziemlich verschrobenen Typen handelt, ist einem sofort klar. Auch die Ausgangssituation ist ungewöhnlich, wenn nicht sogar ein wenig bizarr: Michele führt ein Dasein als Einzelgänger, lebt quasi nur für seine Arbeit als Bahnhofsaufseher und teilt seine Wohnung mit Hunderten von Gegenständen, die die Menschen irgendwann in "seinem" Zug vergessen haben. Er spricht sogar mit ihnen und freut sich diebisch über jeden Neuzugang. Ganz ehrlich: Das hätte auch der Anfang einer "Criminal Minds"-Folge sein können. :D

Aber schnell zeigt sich, dass Michele zwar ein unbeholfener und fast schon kindlich naiver Mann, aber auch ein liebenswerter und freundlicher Mensch ist. Mit der aufgeweckten Elena, die bei ihm nach einer verlorenen Puppe sucht, ist er sofort überfordert und doch fühlt er sich zu hier hingezogen. Basile legt den Fokus im Folgenden auf Micheles inneren Kampf: Soll er sich auf Elena und die aberwitzige Suche nach seiner Mutter einlassen oder sich nicht doch lieber in seinem Schneckenhaus verkriechen und sein Leben in der gewohnten Sicherheit und Einfachheit fortführen?

Als Leser beobachtet man Michele dabei, wie er die ersten unsicheren Schritte in der Realität tut und endlich einmal aus sich herausgeht. Das ist berührend mitanzusehen, gleichzeitig ist die Situation jedoch so abgedreht und bizarr, dass sie recht unrealistisch und wenig glaubhaft erscheint. Kann es wirklich einen 30-jährigen Mann geben, der in seinem Leben nichts gesehen hat außer einen Bahnhof und der auch gar nicht die Lust nach dem wahren Leben verspürt? Ich war beim Hören nicht ganz sicher und es gelang mir nicht immer, mich auf Basiles außergewöhnliche Geschichte einzulassen. Auf die Charaktere schon eher, denn Michele und Elena sind so grundverschieden und jeder für sich so speziell und liebenswürdig, dass man schnell Anteil nimmt an ihrer gemeinsamen Geschichte.

Generell setzt Basile bei Die wundersame Reise eine verlorenen Gegenstands vor allem auf die Gefühlswelt der Charaktere - es geht um verpasste Gelegenheiten, große Chancen und die Möglichkeit, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und endlich in die Zukunft zu blicken. Denn nicht nur Michele muss endlich seine Traumwelt verlassen, sondern auch Elena. Handlungstechnisch passiert im Gegensatz dazu nicht besonders viel, einen rasanten Roadtrip oder die angekündigte Reise quer durch Italien darf man eher nicht erwarten. Das war für mich etwas enttäuschend, denn aus den Handlungsorten hätte man so viel mehr herausholen können. Ich als euphorischer Italien-Fan hatte einfach mehr Flair, mehr Landschaft und ... ja, mehr Italien erwartet.

Nichtsdestotrotz ist Basiles Roman genau das Richtige für warme Sommertage: Er macht Freude, ist lockerleicht geschrieben und lässt einen die Schwere des Alltags für einige Momente vergessen. Auch wenn die einzelnen Handlungsstränge nicht besonders ausgefeilt und im Gegensatz zu den Charakteren weniger originell sind, ist es herzerwärmend und berührend, wie Michele sich auf die Suche nach seiner Mutter begibt, wie er schließlich einer heißen Spur nachgeht und dabei ständig mit sich kämpft. Denn Elena will ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen und so ist Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands auch eine zarte, sich sehr langsam entspinnende Liebesgeschichte, die einem mit einem Lächeln auf den Lippen zurücklässt.

Der Sprecher:

Das Hörbuch wird von Annina Braunmiller-Jest gelesen, die ich schon von mehreren Vertonungen und natürlich als deutsche Synchronstimme von Kristen Stewart kannte. Ich mag ihre Leichtigkeit und ihre verträumte Art, die Basiles Roman zu einem echten Sommer-Highlight macht und wunderbar zur Handlung passt. Auch die Figuren verkörpert Annina Braunmiller-Jest einfach fantastisch. Von ihr gelesene Hörbücher sind immer ein ganz besonderer Genuss.

Mein Fazit:

Nach der ersten Faszination für Basiles einzigartige Charaktere und die liebevolle Verschrobenheit, die sich durch den gesamten Roman zieht, erschien mir Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands ehrlich gesagt gar nicht mehr so wundersam. Die Geschichte ist süß, wundervoll erzählt und herzerwärmend, aber irgendwie fehlt mir persönlich das gewisse Etwas. Dennoch ist das Buch die perfekte Sommerlektüre und genau das Richtige zum Träumen und Abschalten.

mehr Leserstimmen anzeigen

Welche Farbe hast du?

Von: Frieda-Anna Datum: 15. Juli 2017

Märchenhaft! Diese Geschichte ist märchenhaft erzählt, ohne den Bezug zur Realität zu verlieren. Der Klang von Annina Braunmiller-Jests Stimme, sanft perlend, passt stets zum Geschehen und ganz genau zum Charakter Elenas, dem frischen Wirbelwind, der der tragischen Handlung um den Einsiedler Michele Farbe und ein Gefühl der Hoffnung beschert. Micheles Mutter verschwindet vor zwanzig Jahren spurlos und hinterläßt eine tiefe Wunde in Micheles Seele, mit der das Kind aufwächst und zu leben lernt - als abgeschotteter Bahnhofsvorsteher, der seine sozialen Kompetenzen eingebüßt hat und sich nur mit im Zug vergessenen Dingen umgibt. Bis er eines Tages sein eigenes Tagebuch im Zug findet und Elena in sein Leben tritt und die Farben der Gefühle verändert.
Die Handlung ist ergreifend und der Zustand der Protagonisten wird unweigerlich zum eigenen wenn man nicht anders kann als gebannt weiter und immer weiter zu zuhören.

Für mich war dieses Hörerlebnis eine Ode an das Leben, ein Schatzkästchen voller Weisheiten und Erkenntnisse das man nichts richtig, aber auch nichts falsch machen kann.

Unbedingt hören oder lesen, verschenken und weitersagen.

Etwas nettes für zwischendurch!

Von: Magnificent Meiky Datum: 07. Juni 2017

Michele wurde als Kind schwer enttäuscht. Seine Mutter verlässt ihn und seinen Vater, als er noch ein kleiner Junge war. Diesen Verlust hat er nie wirklich verwunden. Zusammen mit seinem Vater wächst er auf einem abgelegenen Bahnhofshäuschen auf. Sein Vater kümmerte sich sein leben lang liebevoll um die Züge und den Bahnhof. Abgeschottet, wie er aufwächst, gab es für Michele nie eine sinnvolle Alternative als es seinem Vater gleich zu tun. Als auch sein Vater stirbt, bleibt er alleine zurück in seinem abgelegenen Heim. Kontakt zu anderen Menschen hat er eigentlich nur mit den Zuggästen. Ansonsten gibt es nur ihn und die Dinge, die die Gäste im Zug vergessen haben, die er liebevoll beherbergt. Bis eines Tages Elena für seiner Tür steht und sein ganzes Leben durcheinander bringt.

In "Die wundersame Reise eines verschwundenen Gegenstands" begleitet der Leser Michele, wie er seines gewohntes Umfeld verlässt und sich auf die Suche nach seiner Mutter macht. Man erlebt wie ein Mann, der 30 Jahre lang abgeschottet gelebt hat, sich der normalen Welt stellt, und erneut lernt Menschen in sein Herz zu lassen. Vor allen Dingen Elena hat es ihm angetan. Sie verdreht nicht nur seine Welt, sondern auch seinen Kopf. Als Leser erlebt man auch Elenas Gedanken mit, die nur nach kurzer Kommunikation scheinbar die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Leider fand ich diese Anziehung ziemlich übertrieben und unauthentisch. Tatsächlich hat mich das so abgeschreckt, dass ich das Buch fast abgebrochen hätte. Doch wenn man diese Tatsache hinter sich lässt, erlebt man eine liebevoll gestaltete Geschichte. Mir persönlich hätte die Geschichte ohne Elena aber sehr viel besser gefallen.

Anina Braunmiller-Jest hat mir die Geschichte auch diesmal wieder besonders schmackhaft gemacht. Ich mag sie als Hörbuchsprecherin einfach total gerne. Auch wenn mich ganze Abschnitte der Geschichte nicht überzeugt haben, konnte sie mich am Ball halten. Besonders gut gefällt mir hier aber auch das Cover des Buches/Hörbuches. Es ist so schön schlicht und doch so aussagekräftig.

Ich weiß nicht, ob ich das Buch nach meinen anfänglichen Problemen zu Ende gelesen hätte und daher bin ich wirklich froh, dass ich das Hörbuch zur Hand hatte. Es ist auf jeden Fall eine nette und interessante Geschichte, die aber ihre Schwächen hat. Für zwischendurch aber durchaus ein Buch, das ich empfehlen kann.

Eine liebevoll geschriebene Geschichte, die zeigt wie schnell sich dein Leben ändern kann.

Von: Zwinkerlings Bibliothek Datum: 03. Juni 2017

Ich hatte die Art des Buches tatsächlich richtig eingeschätzt. Und es ist eines dieser Bücher die ich gerne mag :-D.
Wie ich es erwartet hatte waren Michele und Elena vom ersten Eindruck her schon etwas seltsam. Doch im Laufe des Romans erfuhr der Leser dann, welche Schicksalsschläge sie zu den Menschen gemacht hatte, die sie zu diesem Zeitpunkt waren. Zusammen ergaben sie einfach eine unglaublich tolle und Zuweilen auch amüsante Kombination. Aber es war auch ein trauriges Buch. Gerade das Ende des Buches rührte mich fast zu Tränen. Neben Michele und Elena gab es weitere tolle Charaktere in diesem Roman.
Mich beeindruckte die Herzlichkeit und liebevolle Art mit der das Buch geschrieben ist. Durch die vielen Details und der Beschreibung der schönen Landschaft war ich in der Zeit des Hörens in Italien und konnte die Landschaft an mir vorbeiziehen sehen, als ich im Zug von Miniera di Mare nach Piana Aquilana saß und die Geschichte zwischen Michele und Elene verfolgte, ich sah die schneebedeckten Berge und spürte das nasskalte Wetter in Piana Aquilana.

Berührende Geschichte mit etwas kontroversen Charakteren

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 26. Mai 2017

Rezension Salvatore Basile - Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands (Hörbuch)

Klappentext:
Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …

Meinung:
Michele hat in seinem Leben schon einige Enttäuschungen erleben müssen. Die Größte ist dabei wohl, dass seine Mutter ihn als Kind einfach im Stich ließ, denn diese stieg in einen Zug und kam nie wieder zurück. Wie sein Vater schon arbeitet auch Michele am Bahnhof. Jeden Tag kontrolliert und säubert er die Waggons und nimmt sich der verlorenen Gegenstände an, die er in den Abteilen findet. Als eines Tages die quirlige Elena vor seiner Wohnung auftaucht, weil sie die Puppe ihrer Schwester verloren hat, gerät Micheles Leben aus seinem gewohnten Takt. Vor allem, als er am nächsten Tag sein altes Tagebuch in einem Abteil findet, das seine Mutter damals mitnahm. Wie kam es dahin? Ist es ein Zeichen, dass seine Mutter ihn doch noch nicht aufgeben hat? Ermutigt durch Elena macht Michele sich auf die Suche. Und stößt dabei nicht nur auf einige Überraschungen, sondern wird gezwungen, sich mit sich und seinem Leben auseinander zu setzten.
Ich muss gestehen, dass ich mit der Hauptfigur Michele ein wenig auf Kriegsfuß stand. Anfangs mochte ich ihn sehr, diesen verloren wirkenden jungen Mann, der so einsam ist, so viele Verluste hinnehmen musste und ein so tristes Leben führt. Meine Sympathien für ihn waren groß. Leider verlieren diese sich im Verlauf des Buchs, denn Michele entfaltet ein paar Charakterzüge, die ihn zwar menschlicher, aber nicht immer sympathischer werden ließen. Auch mit Elena, dieser sehr überdrehen Person, hatte ich meine Schwierigkeiten und so waren die Figuren für mich auf der einen Seite interessant, aber auch sehr anstrengend.
Die Geschichte ist originell, kurzweilig und teilweise sehr überraschend gewesen, so dass ich ein wenig mit den Figuren ausgesöhnt wurde. Die Sprecherin Annina Braunmüller-Jest verleiht diesem Roman eine schöne Stimme, erzählt schwungvoll und einfühlsam und macht das Buch zu einem schönen Hörerlebnis. Micheles Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei der Blickwinkel die meiste Zeit auf ihn gerichtet bleibt. Zwar handelt es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Version, den Eindruck, etwas zu vermissen hatte ich aber an keiner Stelle.

Fazit:
Die wundersame Reise des verlorenen Gegenstands erzählt eine berührende, manchmal traurige Geschichte, hat aber auch genügend Witz und Elan, um nicht zu schwermütig zu werden. Leider sind die Charaktere im Roman nicht ganz mein Fall gewesen.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Randomhouse Audio für das Rezensionsexemplar.

Eine wundersame Geschichte :-)

Von: die Selbermacherin Datum: 02. Mai 2017

Als Michele noch ein Kind war verließ ihn seine Mutter und kam nie mehr wieder. Seit diesem traumatischen Erlebnis lebt der nun 30 jährige Michele immer noch im Bahnhofshäuschen, wie auch vorher schon sein Vater. Michele schottet sich vor der Welt ab. Jeden Tag kontrolliert er den einfahrenden Zug und die darin liegengebliebenen Gegenstände sammelt - nein hortet er. Diese Gegenstände sind seine einzige Gesellschaft!
Doch als er eines Tages eine Puppe findet ändert sich sein Leben.... denn mit ihr taucht auch Elena in seinem Leben auf und lässt sich nicht so leicht abwimmeln!
Als er dann auch noch ein paar Tage später sein altes Tagebuch im Zug findet, steht sein Leben Kopf...!

Michele ist schon eine außergewöhnliche Romanfigur. Er lebt so in seiner eigenen Welt... Als Kind von der Mutter verlassen und vom Vater wenig beachtet aber dessen Launen und Lebensweisheiten ausgesetzt. So wächst Michele in der festen Überzeugung auf, niemandem trauen oder gar vertrauen zu dürfen / können.
So lebt er wie ein Eremit in seinem Bahnhofshäuschen und spricht nur mit seiner Sammlung der gefundenen Dinge.
Dagegen steht Elena mit all ihrer Impulsität und Lebensfreude. Sie lässt sich von Michele nicht einfach abwimmeln und lässt nicht locker...
So beginnt für beide eine Reise.
Die Geschichte ist in einem sehr ruhigen Tempo erzählt, was auch zu ihr passt.
Die Erzählform und Schreibart gefiel mir auch gut und so grüble ich selber, warum mich das Hörbuch doch nicht so ganz überzeugt hat.
Ich denke, eine andere Sprecherin/Sprecher wäre passender gewesen, Annina Braunmiller-Jest war mit teilweise zu weiblich und zu "jammerig" für die Gedankengänge von Michele. Vielleicht wäre eine männliche Stimme da besser gewesen?
Und die Geschichte wurde zum Ende hin für mich ein bisschen klischeehaft. Schade eigentlich!
Aber an für sich ist es eine schöne Geschichte!

Eine schöne Geschichte voller liebenswerter Charaktere

Von: Hörbuch-Junkies Datum: 14. April 2017

Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …

„Eine wundersame Reise“ ist ein passender Titel für diese Geschichte, denn die Menschen, denen wir als Hörer begegnen und die Situationen, die sie erleben, sind wirklich mehr als wundersam.
Die Hauptfigur Michele ist wunderbar liebevoll beschrieben und wächst dem Hörer sofort ans Herz. Einsam lebt er in seinem kleinen Bahnhofshäuschen und verrichtet täglich die gleichen Abläufe bis der Wirbelwind Elena Einzug hält und seine komplette Welt auf den Kopf stellt. Und endlich findet der stille Michele den Mut, sich auf die Suche nach seiner Mutter zu machen.
Die Geschichte wird in gutem Tempo erzählt und hält eine konstante Spannung, in der man sich immer wieder fragt, ob Michele seine Mutter findet oder nicht und was dann passiert. Dabei ist der Erzählstil sehr gelungen, klar und ohne zu viele Schnörkel. Geschrieben und erdacht ist sie sehr liebevoll und voll mit teils schrägen, aber durchweg liebenswerten Charakteren. Sie hat keine unnötigen Längen und erzählt einfach eine schöne, wenngleich wundersame Geschichte, die unbedingt erzählt werden sollte.

Gelesen wird sie von Annina Braunmiller-Jest, die sie voller Gefühl und Charme interpretiert und ihr ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt. Die Atmosphäre, die sie transportiert, sucht ihresgleichen und überzeugt in jeder Minute. Ein Vergnügen, ihr zuzuhören!

Das Cover zeigt einen Zug, der auf einen Bahnhof zusteuert. Auf dem Bahnsteig stehen Koffer. Das Cover ist gezeichnet und in fröhlichen Farben gehalten.
Verpackt sind die sechs CDs in einem Digipak aus Pappe, das im Inneren kurze Informationen zu Autor und Sprecherin bereithält.

Fazit
Eine schöne Geschichte voller liebenswerter Charaktere, die mit Handlung, Sprecherin und Produktion überzeugt und den Hörer beinahe animiert, selbst in den Zug durch Italien zu steigen.
Volle Punktzahl für ein außergewöhnliches Hörbuch.

Poetisch und Tiefgründig

Von: Mel Bücherwurm Datum: 04. April 2017

"Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" ist eine Story, die aufzeigt, wie schmerzlich Verlassen werden ist und wie sonderbar sich daher Menschen verhalten, um nicht immer und immer wieder verletzt zu werden. Michele hat sich komplett zurückgezogen und umgibt sich mit Dingen, die andere im Zug vergessen. Vielleicht ist es ein klein wenig so, dass er auch vergessen wurde oder sich zumindest so fühlt? Mich hat es schmerzlich berührt in die Tiefen seiner Seele zu schauen und dort zu verharren. Ihn im Heilungsprozess zu beobachten ist sehr interessant und am meisten traf mich, dass das Verlassen werden einen riesigen Rattenschwanz hinter sich herzog, an dem viele andere Personen beteiligt waren unter anderem auch Micheles Vater, der selbst ein gebrochener Mann war. Zornig, voll Wut und Hass. Wie kann ein solcher Mann ein Kind erziehen? Wer zwischen den Zeilen hört, wird erkennen, wie schmerzlich ein Fortgehen sein kann und wie wichtig es ist, Vergangenes aufzuarbeiten. Durch Elena bekommt Michele einen Anstoss, der ihn aus seiner Lethargie befreit und ihn verändert zurückkommen lässt. Verändert genug, um etwas Neues anzufangen und Altes mit anderen Augen zu sehen. Mir hat es sehr gefallen, dass der eigentümliche Michele eine Wandlung durchmacht, die äußerst positiv ist. Vorher wirkte er regelrecht depressiv, da er wenig Kontakte nach außen hatte und sich tatsächlich auf die Reise begibt seine Mutter und Antworten zu finden. Das Tagebuch seiner Kindheit ist der Schlüssel und auch die Erinnerungen Micheles an seine Kindheit sind aufschlussreich darüber der Wahrheit begegnen zu können.

Gerne vergebe ich eine Hörempfehlung an "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands", da mir die Story einige gelungene Hörstunden beschert hat. Die Stimme von Annina Braunmiller - Jest ist es gelungen den Protagonisten echtes Leben einzuhauchen und die Story sehr einfühlsam wiederzugeben. Für mich war es rundum gelungen, denn es löst sich letztendlich ein Knoten, der platzt und Micheles Leben einen Neuanfang beschert, indem Elena nicht ganz unbeteiligt bleiben wird. Drama, Liebesgeschichte und Familienbande vereinen sich ganz intensiv und berührten mich zutiefst. Gerade das Ende war hervorragend und klärt letztendlich auch, warum Michele sein Tagebuch wieder in Händen halten konnte. "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" verbirgt einige gelungene Überraschungen, die mich komplett begeistern konnten.

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