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Christine Mangan

Nacht über Tanger

Wie viele Gesichter hat die Wahrheit?

Tanger 1956: Alice Shipley ist ihrem Mann John von England in das von politischen Unruhen aufgeheizte Marokko gefolgt. Doch die Hitze und die fremde Kultur machen es Alice schwer; während John sich immer mehr ins Nachtleben der pulsierenden Stadt stürzt und kaum mehr zu Hause ist, verkriecht sich Alice in der gemeinsamen Wohnung, gleitet in eine Depression. Da steht eines Tages Lucy Mason vor ihrer Tür, Alice' Zimmergenossin und Freundin aus Collegezeiten in Vermont, die sie seit einem mysteriösen Unfall ein Jahr zuvor nicht mehr gesehen hat.

Die unabhängige und furchtlose Lucy entdeckt Tanger schnell für sich und versucht Alice aus ihrer Isolation zu befreien. Doch Alice beschleicht bald das ihr nur allzu vertraute Gefühl, von Lucys Fürsorge kontrolliert und erstickt zu werden. Als John plötzlich verschwindet, wird Alice von dem Unfall in Vermont eingeholt und sie fängt an, an Lucys Vertrauenswürdigkeit und ihrem eigenen Verstand zu zweifeln ...

Ein vielschichtiger, spannender, psychologisch tiefgründiger Roman, erzählt aus zwei Ich-Perspektiven, die den Leser bestricken und verstricken in eine komplexe Freundschaft, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn fließend sind.

Hintergründig und geheimnisvoll gelesen von Bibiana Beglau und Friederike Kempter

(8 CDs, Laufzeit: ca. 9h 54)

Das Buch spielt in Tanger, Marokko

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Leserstimmen

Ungemein gut inszenierte Geschichte

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 23. August 2018

Die Engländerin Alice Shipley und die Amerikanerin Lucy Mason teilten sich schon als Studentinnen in Neuengland ein Zimmer. Jetzt ist Alice ihrem Mann ins politisch unruhige Marokko des Jahres 1956 gefolgt. Doch Alice hat große Schwierigkeiten, sich an die Hitze und die Mentalität der Leute zu gewöhnen. Meist sitzt sie zu Hause, während John das Nachtleben genießt und sich an Alice’s großzügigem Rentenfond bedient. Als Lucy sich unerwartet zu Besuch bei ihrer alten Studienfreundin anmeldet, ist Alice ebenso erfreut wie erstaunt. Denn nach einem mysteriösen Unfall vor einem Jahr hatten die beiden keinen Kontakt mehr…

Es ist eine ebenso raffiniert-ausgeklügelte wie fiese Story, die Christine Mangan da in ihrem psychologisch fein gesponnenen Krimi “Nacht über Tangar” erzählt. Aus der Sicht der reichen Erbin Alice erleben wir ihre Version der Ereignisse, aus der Perspektive von Lucy die ihrige. Fanatische Liebe, Besitzansprüche, Raffgier, Eifersucht – in der schwül-heißen Atmosphäre der marokkanischen Hafenstadt Tangar kochen die Emotionen hoch. Angesiedelt hat Mangan ihre Story in den 1950er Jahren, einer Zeit, in dem die Menschen und die Mode freier wurden und Marokko seiner Unabhängigkeit entgegen strebte. Gekonnt fängt Mangan diese aufgeladene Stimmung in der pulsierenden Stadt ein und entrollt dort ihre spannende, ungemein gut inszenierte Geschichte. Patricia Highsmith wäre stolz auf sie gewesen. Hervorragend und sehr lebendig gelesen von Bibiana Beglau und Friederike Kempter.