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Christine Brand

Blind

Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer fremden Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das farblich passende Hemd zu seiner Hose zu wählen. Denn Nathaniel ist blind. Aber der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: ein Verbrechen ist geschehen. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die Fremde die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang ...

Packend gelesen von Martina Treger

(2 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 8h 35)

Das Buch spielt in Bern, Schweiz

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Leserstimmen

Ein intensiver und sehr unterhaltsamer psychologischer Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 16. Mai 2019

Nathaniel ist blind. Doch er kommt damit ganz gut zurecht, unter anderem durch die App “Be my eyes”, mit der Sehende Blinden mit einer Videoübertragung durch den Alltag helfen.. Als er sich gerade per App anonym mit einer jungen Frau über die Farbe seines Hemdes unterhält, hört er durch sein Telefon einen Schrei – und die Verbindung reißt ab. Er ist sich sicher, dass seiner unbekannten Helferin etwas passiert ist, doch er weiß nicht, an wen er sich wenden soll. Die Polizei tut die Sache ab. Einzig von der Journalistin Milla bekommt er Unterstützung. Nach und nach decken sie die Umstände eines Verbrechens auf, das noch nicht zuende ist. Kommen sie noch rechtzeitig, um die hochschwangere Carole Stein zu retten?

Einen hochspannenden Psychothriller liefert die Schweizerin Christine Brand hier mit ihrem ersten Band “Blind” um die Journalistin Milla Nova ab. Sehr behutsam konstruiert Brand einen komplexen Fall, dessen Auflösung sie sich sodann aus mehreren Richtungen nähert. Das macht sie äußerst geschickt und baut dabei auch auf ihre sehr sympathischen Figuren, zwischen deren Perspektiven sie ganz klassisch hin und her switcht. Vor allem ihre Darstellung des blinden Nathaniels, der mit seinem Blindenhund die Suche nach der unbekannten Helferin Carole Stein aufnimmt, überzeugt und öffnet uns ganz nebenbei die Augen für die Welt der Nicht-Sehenden. Herausgekommen ist ein intensiver und sehr unterhaltsamer psychologischer Krimi, der ganz wunderbar von Martina Treger gelesen wird.

Im Dunkeln tappen ...

Von: Diane Jordan Datum: 04. April 2019

Essen im Dunkelrestaurant oder besser gesagt „Dinner in the Dark“ kennt man, denn diese Überraschungsmenüs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber auch einige interessante Kinofilme habe ich zu dem Thema schon gesehen. Die mp3 Audio „Blind“ ist mir wahrscheinlich schon durch das Cover direkt ins Auge gestochen. Nachtschwarz, der Titelschriftzug graunebelig... Beim L ein leichter Lichtschein, wie durch eine geöffnete Tür und eine menschliche Gestalt ist schemenhaft zu erkennen. Der Name der Schweizer Autorin Christine Brand und der Sprecherin Martina Treger dagegen ist in einem hübschen Blauton gehalten. Das Ganze wirkt fast ein wenig spirituell auf mich. Flott streife ich mir meine Kopfhörer über die Ohren und lausche gebannt was da vorgetragen wird. Und ich werde nicht enttäuscht, die CDs sind meiner Meinung nach super gelungen. Mein Krimiherz macht einen Sprung nach dem anderen. Alleine die Vorstellung lässt mein Kopfkino anspringen und einige irre Szenarien vor meinem geistigen Auge entstehen. Aber ich mache mir auch Gedanken, wie ist das eigentlich, wenn man blind ist oder eingeschränkt sieht. Ich mag mir das als große Leseratte gar nicht vorstellen, denn ich liebe die bunten Farben und vielen Buchstaben in Büchern, Magazinen und Zeitungen rund um mich herum. Und ich habe großen Respekt und Achtung vor den Menschen, denen es „sehtechnisch“ nicht so gut geht wie mir.
Aber zurück zu den CDs, die sind einfach zu spannend. Eingeteilt in mehrere kurze Kapitel und wechseln mit einem irren Spannungsbogen. Die Protagonisten sind trefflich gewählt und deren Charaktere gut beschrieben. Von der Ermittlerin Milla Nova werden wir wohl noch einiges hören, denn auf der CD steht Band 1. Der Sprachstil und die Wortwahl ist an die Thematik angepasst. Von der Idee bis zur Umsetzung ist alles prima geglückt und es macht großen Spass, immer wieder auf die falsche Fährte gelockt zu werden. Aber auch die App „Be my Eyes“ finde ich äußerst cool und hilfreich. Wahnsinn, was es alles so gibt. Digitale Hilfen für sehbehinderte Menschen, dass finde ich schon toll und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die auch genutzt werden. Und so lernt man immer wieder etwas dazu und darüber freue ich mich besonders, denn lesen oder auch hören erweitert den Horizont. Und so kann man nur hoffen, dass der Zuhörer dieses Meisterkrimis nicht zu lange im Dunkeln tappt und die Lösung herausfindet, wie ich es getan habe.

Fazit: 5 Sterne***** “Blind“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die zwei CDs werden packend und unter die Haut gehend von Martina Treger (vor)gelesen. Und haben eine ungefähre Laufzeit von 8 Stunden und 35 Minuten.

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Ich bin begeistert!

Von: Lesezauber Datum: 18. März 2019

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Nicht nur, dass ein blinder Protagonist immer noch etwas Besonderes ist, sondern auch die Grundidee fand ich total spannend.

So bin ich voller Vorfreunde ins Buch gestartet und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs lernt man erstmal die verschiedenen Figuren kennen. Da ist natürlich Nathaniel, dessen Alltag sehr interessant dargestellt wird und er meistert diesen auch sehr gut. Dennoch ist sein Charaktere sehr tiefgründig beschrieben, denn es wird auch deutlich, dass er an seiner Vergangenheit zu knabbern hat, im inneren auch unsicher und ängstlich ist und sich trotzdem so für eine ihm unbekannte Person einsetzt und dadurch auch selbstbewusster wird.

Aber auch die anderen Charaktere waren gut dargestellt. Allen voran natürlich die Berner Journalistin Milla, die in dieser Reihe auch weiterhin Dreh und Angelpunkt sein soll. Dies finde ich auch sehr gut. Krimis aus der Sicht einer Journalistin habe ich noch nicht wirklich gelesen, weshalb diese zusätzliche Perspektive sehr interessant und informativ war. Außerdem ist Millas Charakter auch sehr interessant und vielfältig. Auf der einen Seite die harte und selbstbewusste Journalistin, die für ihre Story auch Ärger mit ihrem Lebensgefährten in Kauf nimmt, auf der anderen Seite aber auch eine liebenswerte und mitfühlende Persönlichkeit, auf die man sich zu 100 Prozent verlassen kann.

Den Plot fand ich extrem spannend aufgebaut. Da Nathaniel niemand so wirklich glauben will, entwickelt die Story viele Eigenheiten und eher unvorhergesehene Wendungen. Außerdem gibt es noch einen 2. Handlungsstrang, der mit der Zeit aber auch aufgedeckt und stimmig mit dem Hauptstrang verbunden wird. Natürlich gibt es in der Handlung auch einige Zufälle, aber ich fand das Maß gerade noch ok, und im Leben gibt es ja auch oft viele komische Zufälle.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und enden sehr oft mit einem kleinen Cliffhanger und danach geht es erstmal aus einer anderen Perspektive weiter. Die unterschiedlichen Perspektiven fand ich aber gut gewählt, sodass der Leser einen wirklich guten Gesamtüberblick über die komplette Handlung erhält und den Protagonisten doch einige Schritte voraus ist, ohne aber zu viel zu wissen und trotzdem selbst immer mit raten zu müssen und auch ins zweifeln zu kommen. Ich selbst bin im Verlauf der Handlung doch auch oft ins Wanken gekommen, mit meiner Meinung und bin der Autorin doch auch immer wieder kurzzeitig auf den Leim gegangen, wenn sie ihre Verdächtigen gewechselt hat.

Sprecherin Martina Treger macht einen wunderbaren Job. Sie hat eine markante und doch sehr angenehme Stimme, die sie auch wunderbar einsetzen kann. Die Geschichte wird sehr lebendig und authentisch gelesen, sodass ich immer voll dabei war.

Am Ende geht es dann etwas sehr schnell, jedoch war ich doch noch ganz positiv überrascht, dass dafür doch noch fast alle wichtigen Fragen beantwortet wurden. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr dazu gehört, fand es aber doch auch zufriedenstellend und evtl. gibt es ja in der Fortsetzung nochmal ein paar weiterführende Infos.

Fazit:
Ich bin einfach begeistert von diesem Krimi. Hier hat für mich alles gestimmt. Eine tolle Grundidee, ein spannender und wendungsreicher Plot mit viel Spannung, glaubhaften Verdachtsmomenten und neuen Blickwinkeln, sowie besondere und tiefgründige Figuren und eine wundervolle Sprecherin. Auch wenn es am Ende ein bisschen schnell ging, wurden doch die wichtigsten Fragen beantwortet und ich zufriedengestellt. Deshalb vergebe ich gerne die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Lese-bzw. Hörempfehlung.

Ein spannender Thriller mit einem ungewöhnlichen Protagonist..

Von: printbalance Datum: 10. März 2019

Inhaltsangabe:
Nathaniel Brenner lebt mit seinem Blindenhund Alisha in einer kleinen Wohnung mitten in Bern. Der heute 41-jährige war vor 30 Jahren Opfer eines schrecklichen Familiendramas bei dem er sein Augenlicht verlor. Trotz dieser Beeinträchtigung kommt der Mittvierziger gut zurecht, nicht zuletzt dank der modernen Technik der heutigen Zeit. Hierzu zählt unter anderem die App "Be My Eyes", die sowohl Blinde als auch Sehende auf ihrem Smartphone herunterladen können. Völlig anonym und per Zufallsprinzip finden Blinde über dieses Programm Hilfe von Sehenden, die zu deren virtuellen Augen werden um so dem Beeinträchtigten bei diversen Alltagssituationen zu unterstützen. Auch Nathaniel benutzt seit ca. einem Jahr diese App, wie auch an jenem Mittwoch, dem 5. Juni.
Da ihn seine Pflegemutter anlässlich ihres Geburtstags zum Abendessen eingeladen hat, möchte der Schweizer dafür sein blaues Hemd tragen. Um die richtige Farbe auszuwählen, lässt Nathaniel sich über das Handyprogramm zu dem Kleidungsstück navigieren. Die Verbindung kommt dabei mit Carole zustande, zufällig jener Frau, mit der er vor einem Jahr schon einmal über "Be My Eyes" telefoniert hat. Beide können sich noch sehr gut an jenen kurzen Moment erinnern, da Nathaniel zu diesem Zeitpunkt von einem Kamerateam und einer Journalistin über mehrere Tage hinweg für eine Reportage begleitet wurde. Während des jetzigen Gesprächs vernimmt Nathaniel ein seltsames Geräusch am anderen Ende der Leitung. Dann geht alles ganz schnell: Er wird Zeuge, wie Carole erst völlig überrascht wirkt und dann scheinbar in Panik laut aufschreit. Nur wenige Sekunden später nimmt der Blinde ein dumpfes Geräusch wahr, als würde ein Sack auf dem Boden aufschlagen und weggeschleift werden. Nathaniel, dessen Hör- und Spürsinn viel intensiver ausgeprägt ist als bei Sehenden, ahnt, dass bei der jungen Frau etwas Schlimmes passiert sein muss. Völlig aufgelöst ruft der sensible Mann bei der Berner Polizei an und schildert dem Beamten sein wahrgenommenes Erlebnis. Doch dieser will dem 41-jährigen nicht glauben und vertröstet ihn. Brenner lässt aber nicht locker und setzt nun alle Hebel in Bewegung, um in Erfahrung zu bringen, was tatsächlich mit Carole passiert ist. Dabei sieht er nur eine Chance, in dem er Milla kontaktiert- die freundliche Journalistin aus der damaligen Drehzeit. Diese glaubt Nathaniel's kurioser Geschichte sofort und tatsächlich findet er mit ihrer Hilfe die Identität von Carole heraus. Bei dem Kontrollbesuch wirkt die junge Dame jedoch völlig normal und unverletzt. Obwohl alles gegen Nathaniel's Behauptung spricht, ist der Mann felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei dieser Frau nicht um die echte Carole Stein handelt mit der vor kurzem telefoniert hat.
Gab es wirklich ein schreckliches Verbrechen bei dem Nathaniel unfreiwilliger Zuhörer wurde oder verliert er langsam seinen Verstand weil ihn seine eigene Vergangenheit einzuholen droht?

Eigene Meinung:
"BLIND" lautet der erste Teil einer neuen Krimi-Reihe von Christine Brand. Es handelt sich hierbei um einen vielversprechenden Kriminalroman, der den Zuhörer über acht Stunden angenehm unterhält. Die Synchronsprecherin Martina Teger wurde für dieses Hörbuch stimmlich ideal ausgewählt, denn durch ihre markante Stimme verlieh sie der kompletten Handlung einen unverwechselbaren Stil. Auch der blinde Protagonist dieser Geschichte ist etwas ganz Besonderes. Eingeschlossen in seiner persönlichen Dunkelheit schafft es Nathaniel zwar problemlos seinen Alltag zu bewältigen, jedoch wirkte er auf mich trotz seiner 41 Jahre oftmals unsicher, ängstlich und überaus sensibel. Nachdem er scheinbar über das Telefon unfreiwillig Zeuge eines brutalen Übergriffs auf Carole Stein wurde, spürt man regelrecht, wie ihm diese tragische Situation zusetzt. Obwohl ihm anfangs niemand so wirklich glauben möchte, ergreift er Eigeninitiative und wird so etappenweise immer selbstbewusster und mutiger. Auch wenn Nathaniel oft mit kleinen Problemen und alltäglichen Hindernissen durch seine Blindheit konfrontiert wird, löst er diese souverän und wächst über sich selbst hinaus. Leider empfand ich, dass hier zu viele Zufälle mitgespielt haben, die die Glaubhaftigkeit der Story ab- und zu einschränkten.
Die Autorin verfasste hier zwei große Handlungsstränge, die am Ende des Hörbuchs gekonnt zusammengeführt wurden. Schade fand ich, wie die Auflösung des Krimis inszeniert wurde. Einige Fragen blieben dadurch ungeklärt, aber ich kann mir vorstellen, dass vereinzelte Mitwirkende im Folgeteil wieder in Erscheinung treten, sodass evtl. doch noch die ein- oder andere Frage beantwortet wird.
Fazit: Ein ungewöhnlicher Krimi, der Einblicke in die Ermittlungsstrategie der Polizei und in die Arbeitsabläufe von Journalisten gewährt. Der blinde und unscheinbar wirkende Protagonist macht dieses Hörbuch zu einem ungewöhnlichen Hörspektakel.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen