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Dana Czapnik

Ich werde fliegen

Wie man als junge Frau in einer Männerwelt erwachsen wird

New York, 1993: Die 17-jährige Lucy Adler ist klug und auf dem Basketballplatz ein Ass. Angesehen wäre sie jedoch nur, würde sie mit dem Strom schwimmen und die Jungs vom Rand aus anfeuern. Lucy ist seit einer gefühlten Ewigkeit in Percy verliebt, doch er ist mit einer oberflächlichen Cheerleaderin zusammen. Wie kann sie einen Weg in sein Herz finden? Und wie ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, in der sie alle Freiheiten hat wie ein Junge, aber trotzdem eine junge Frau bleibt?

»Die zutiefst berührende Geschichte einer jungen Frau, die in einer Männerwelt erwachsen wird.« Salman Rushdie

Anna Carlsson gibt Dana Czapniks Debütroman eine zugleich gefühlvolle und unglaublich starke Stimme.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 8h 49)

Das Buch spielt in New York, Vereinigte Staaten von Amerika

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Leserstimmen

Ein intelligentes Buch, fernab vom Mainstream

Von: Anruba Datum: 09. Mai 2019

Ich konnte das Buch vorher überhaupt nicht einordnen und war daher sehr neugierig, besonders weil ich ein Fan der 90er Jahre bin.
Irgendwie hatte ich eine rosarote Liebesgeschichte erwartet und war daher von der Entwicklung der Story positiv überrascht, als ich gemerkt habe, dass es kein übliches Klischeebuch ist.

Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich geschrieben. Lucy ist ein normales 17-jähriges Mädchen, dass lieber Basketball spielt, als sich um ihr Aussehen und Make-up zu kümmern. Sie schwärmt heimlich für ihren besten Freund Percy, mit dem sie kifft, Basketball spielt und die Tage rumbringt. Sie machen auf Underdogs, bis Lucy hinterfragt, ob ihre Freundschaft echt ist oder nur Show. Überhaupt macht sich Lucy um alles und jeden Gedanken. Besonders um die Rollenverteilung der Frau in der Gesellschaft im Allgemeinen und im Besonderen.
Sie hat viele Vorurteile und ist sehr zynisch, wenn es um Beziehungen und Gefühle geht.

Dabei möchte Lucy einfach nur von anderen gesehen werden. Sie möchte Anerkennung für ihre Leistung als Basketballerin und sie möchte als Mädchen wahr genommen werden. Jedoch möchte sie sich dafür nicht verstellen oder verbiegen. Sie möchte sie bleiben!

Das ist eine echt tolle Botschaft. Jedoch ist Lucy sehr frustriert, weil es nicht so einfach klappen will. Ihre größte Angst ist langweilig und angepasst zu sein (wie in ihren Augen die meisten Erwachsenen). Sie fühlt sich ungerecht behandelt, weil ein Junge an ihrer Stelle, viel mehr Freiheiten und Anerkennung hätte.

Ich konnte Lucy nie einschätzen. Einerseits durchsucht sie beim Babysitten die Sachen der Nachbarn, andererseits spielt sie den Moralapostel. Sie ist oft wütend und dickköpfig, will die Welt verändern und ist dann zu feige, die Sache mit Percy zu klären.

Das Buch hat keinen roten Faden im herkömmlichen Sinne. Wer also eine abgeschlossenen Handlung erwartet, lieber Finger weg. Die Geschichte begleitet Lucy in ihrem letzten Highschool Jahr und zeigt ihre Entwicklung. Es sind einzelne Sequenzen aus ihrem Leben, Szenen zu denen Lucy viel zu sagen hat. Ja, manchmal zu viel. Sie schweift aus und davon.
Im Hörbuch hat mich das nicht weiter gestört. Im Gegenteil. Es war wie mit einer Freundin Auto zu fahren, die sich über gesellschaftliche Fragen Gedanken macht. (Hierfür ein großes Lob an die Sprecherin.) Ich kann schwer einschätzen, ob mich die gelesenen Worte ebenso gefesselt hätten, oder ob meine Gedanken dabei eher abgeschweift wären.

Ich mochte besonders das Setting. Man kann das New York der 90er Jahre förmlich riechen und schmecken. Lucy beschreibt die Gebäude an denen sie langgeht. Es gibt Telefonzellen und viele Anspielungen auf die damalige Musik (Nirvana-Konzert!). Alles ist sehr bildlich und realistisch dargestellt.

Da Lucy viel hinterfragt, bekommt sie irgendwann auch Antworten und muss feststellen, dass sie einige Dinge falsch eingeschätzt hat (zum Beispiel die Rolle ihrer Mutter). Sie merkt, dass ihre geschätzte Cousine Violett, doch nicht so unabhängig und locker ist, wie Lucy dachte. Und sie muss lernen in Bezug auf Percy ihre rosarote Brille abzusetzen.

Die "Beziehung" zwischen Percy und Lucy wird von der Autorin sehr echt und schonungslos dargestellt. Es ist keine klischeehafte Lovestory, sondern das wahre Leben mit Fehlern auf beiden Seiten.

In meinen Augen wird der Drogenkonsum in diesem Buch zwar viel zu verharmlost, jedoch ist die Story so niveauvoll, dass die Leser(innen), die sich für die Geschichte interessieren, sicher nicht davon beeinflussen lassen.

Insgesamt hat mir das Hörbuch echt gut gefallen. Es regt zum Nachdenken an, bietet Diskussionsstoff und wirft viele Fragen auf. Ein intelligentes Buch, fernab vom Mainstream, dass für alle Mädchen geeignet ist, die sich auch oft von der Jungs-/Männerwelt ungerecht behandelt fühlen.

Fazit:
Ein interessantes Hörbuch über eine junge Frau, die versucht ihre Rolle in der "Jungs-"Gesellschaft zu finden, ohne sich zu verbiegen. Überzeugt hat das 90er Jahre Setting in New York. Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich. Die Sprecherin macht eine gute Arbeit, so dass ich ihr immer gerne zugehört habe. Jedoch waren mir Lucys ausschweifende Gedanken manchmal zu langatmig. Unterm Strich brauchen wir mehr solche Bücher, weil sie anders sind und zum nachdenken anregen. Trotz kleiner Schwächen ein echter Lesetipp. Vier tolle Sterne.

Zum alleinigen Hören an manchen Stellen doch etwas anstrengend, aber schöne Ideen

Von: Laura von Skyline of Books Datum: 24. April 2019

Gestaltung
Ich mag die Kombination aus weißem Hintergrund mit den bunten Farben. Die Gelb-, Orange- und Rottöne wirken warm. Der Umriss eines Mädchengesichtes ist aus roter Aquarellfarbe gezeichnet und diese Idee finde ich gut, auch wenn mir die Lippe des Mädchens zu stark betont wurde. Auch finde ich die Zeichnung ihrer Haare etwas seltsam, da ich mir diese so gar nicht vorstellen kann.

Meine Meinung
Besonders angesprochen an der Geschichte hat mich der kämpferische Aspekt, der durch die leicht rebellische Ader von Protagonistin Lucy in das Buch eingebracht wird. Lucy ist super auf dem Basketballplatz, freundet sich eher mit Jungs an und wünscht sich allgemein so viele Freiheiten wie das andere Geschlecht zu haben. Dennoch möchte sie sich selber nicht verleugnen, denn sie ist und bleibt eine junge Frau. Eine, die sich in ihren besten Freund verliebt hat, der jedoch eher auf das typische Bild von Weiblichkeit zu stehen scheint…

Die Idee von „Ich werde fliegen“ hat mir insgesamt gut gefallen, da viele wichtige Themen angesprochen und auf sehr erwachsene Weise veranschaulicht werden. Das für mich wichtigste Thema war das des Rollenbildes von jungen Frauen und der Umgang mit Rollenklischees. Hiermit befasst sich Lucy automatisch, da sie Umgang mit vielen Jungs pflegt und von diesen in ihren Augen nicht als Frau wahrgenommen wird, sondern eher als Kumpel. Wie kann sie all die Freiheiten behalten, die sie bisher hat und trotzdem als Frau anerkannt werden? Diese Frage fand ich gut aufbereitet und sehr wichtig. Vor allem zeigt Lucy wie fortschrittlich sie schon ist und sie regt sehr zum Nachdenken an.

Ich muss aber auch sagen, dass ich es als sehr anstrengend empfunden habe, der Geschichte zuzuhören. Oft schweift Lucy nämlich in geradezu philosophischen Gedankengängen ab und dabei geht es auch immer wieder um verschiedene französische Existenzialisten oder andere Dinge, die sie anzweifelt. Dies hat meine Konzentration beim Zuhören sehr herausgefordert, da ich alle angesprochenen Werke nicht kannte und Mühe hatte, dann den Gesprächen der Geschichte zu folgen. So wurde ich auch immer wieder aus meinem Hörfluss geworfen und verlor den roten Faden, wodurch es für mich wirklich schwer wurde, wieder in die Handlung hineinzufinden.

Hörbuchsprecherin Anna Carlsson hat in meinen Augen einen sehr guten Job gemacht, da sie die Geschichte sehr schön betont vorgetragen hat und ich durch ihre Stimme doch immer wieder einen Zugang gefunden habe. Nur ihretwegen konnte ich bis zum Ende des acht Stunden langen Hörbuches durchhalten, denn ich denke, sonst hätte ich eher abgebrochen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es etwas anderes ist, wenn man das Buch liest, da ich vermute, dass ich dann den Ausführungen von Lucy eher folgen könnte. Für mich hätte man beim Hörbuch daher ruhig etwas kürzen können, auch wenn ich mich gefreut habe, dass wir so die ganze Geschichte in einem Hörerlebnis vorliegen haben. Die ein oder andere längere Stelle oder manch ein Gespräch über gewisse Ideologien waren allein vom Hörverständnis her für mich nicht so leicht nachzuvollziehen.

Das Setting des Buches, welches in den 90er Jahren in New York spielt und dabei auch Einblicke in die Schulzeit der Figuren und deren Alltagsprobleme liefert, fand ich dafür sehr interessant, denn ich persönlich habe noch keine Geschichte verfolgt, die zu dieser Zeit spielt. Auch mochte ich die eingebundene Liebesgeschichte, da sie bei mir für Neugierde sorgte, denn ich fragte mich stets, ob Lucy jemals die Aufmerksamkeit ihres besten Freundes Percy in der Weise erlangen kann, wie es sich wünscht: nämlich als Frau von ihm wahrgenommen zu werden und nicht als bester Freund.

Fazit
Insgesamt vereint „Ich werde fliegen“ viele schöne Ideen. Angefangen vom Setting der 90er Jahre in New York bis hin zu Fragen der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau hat das Buch schöne jugendliche Themen, aber auch wichtige Aspekte, die zum Nachdenken anregen. Für ein Hörbuch waren mir die philosophierenden Gedanken von Lucy manchmal zu lang und zu schwer zu verfolgen, wodurch ich doch des Öfteren den Faden verloren habe und nur angestrengt der Geschichte folgen konnte.
3 von 5 Sternen!

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90er

Von: Nicole Katharina Datum: 22. April 2019

Inhalt in meinen Worten:
Ich werde nach New York entführt in diesem Hörbuch, um genau zu sein, zu einem Mädchen das Basketball spielt und auch nicht das typische Glitzergirl ist, sondern in der Tat mehr sein möchte. Doch gelingt ihr das in einer Welt, wo eben alles seinen Weg hat, und wenn du dich nur ein bisschen neben der Laufspur aufhältst, nicht ganz dazugehören darfst.
Davon berichtet euch Lucy Adler. Doch nicht nur das, sie ist verliebt, sie diskutiert gerne und ist manchmal etwas grob, doch was steckt dahinter, hinter ihrem Grobsein, davon und vielem mehr könnt ihr im Hörbuch entdecken.

Wie ich das Gehörte empfand:
Zuerst einmal finde ich es Klasse das Lucy einfach mal sie selbst bleibt, sich nicht verbiegen will und auch vieles anders sieht, als es die breite Masse tut, dabei hat sie ihre Päckchen und muss schnell merken, sie eckt dadurch viel schneller an, als es andere in ihrem Alter tun, denn die Glitzergirls, die lieber Jungs anfeuern, das ist nicht sie, doch genau da müsste sie dabei sein, um gesehen zu werden, denn was sie auf dem Basketballfeld alles meistert, das schafft sie nicht wirklich in der Schule. Doch sie geht ihren Weg stetig weiter.
Das empfand ich als Ermutigung für alle Mädels die eben nicht nur Schick und Modern sein möchten, sondern tatsächlich einfach nur sie sein wollen.

Was ich jedoch kritisch finde:
Ich musste immer wieder überlegen, ob ich weiter hören kann und möchte, denn Lucy ist ziemlich derb in ihrer Sprache – die teilweise so in den 90er Jahren aber auch war – zum anderen ist es so, dass die sexuellen Handlungen in meinen Augen manchmal einer Vergewaltigung gleich kamen und das ein falsches Bild von Liebe vermittelt. So kommt die Botschaft im Hörbuch – jeder Sex gleicht einem Gewaltakt – finde ich nicht gerade angenehm und kann auch eher Angst schüren, wenn jüngere Mädels hinein hören. Das war für mich manchmal weit über der Grenze aufgrund dessen, dass ich bei Missbrauch keinen Spaß verstehe.
Anderseits weil es dadurch auch ungewollt zu Triggern gekommen war, die ich zum Glück relativ gut umschiffen konnte, aber ich spürte, gut tat es mir leider nicht.

Charaktere:
Ich treffe vor allem auf Lucy und Percy. Beide haben ihre Geschichte in diesem Hörbuch und der eine entwickelt sich mehr zu einem Bad Boy, zumindest in meinen Augen. Die andere versucht ihren Weg weiter zu gehen, der aber so, wie sie ihn geht, häufig Steine mit im Weg liegen hat, doch Lucy schafft es, diese relativ gut zu umschiffen.

Perspektive:
Ich empfand die Geschichte war mehr aus den Augen von Lucy erzählt aber dafür derb und brutal in ihren Schilderungen. Dafür authentisch und echt.

Spannung:
Leider konnte ich mich nicht ganz auf diese Geschichte einlassen, das lag daran, dass mir manche Szenen einfach zu hart waren und ich damit nicht gut umgehen konnte. Was für mich mehr von Bedeutung war, war wie Lucy ihren Weg ging, und sie dadurch ermutigen kann man selbst zu sein, egal wie schwer und hart alles werden kann, es gibt meistens Auswege und Licht am Ende des Tunnels.

Die Sprecherin:
Was ich total klasse finde, wie authentisch und ausdrucksstark diese Geschichte wird dank der Erzählerin. Sie macht die Geschichte noch etwas lebhafter und steigert sich immer wieder selbst auf das Neue. Ich habe eher das Gefühl gehabt Lucy spricht mit mir, anstatt das es „nur“ die Sprecherin ist.

Empfehlung:
Ein Hörbuch das ich nicht so einfach empfehlen kann, denn manches würde ich Jugendlichen nicht einfach so zu hören geben, dafür fand ich es zu hart und auch zu gruselig in den Beschreibungen, wie schon weiter oben erwähnt waren gewisse sexuelle Handlungen einfach zu derb und zu grausam und glichen mehr einer Vergewaltigung als das ich sagen kann, das wäre die erste Liebe.

Bewertung:
Ich empfand die Geschichte einerseits gut, denn nicht immer kommt das, was in diesem Hörbuch klar herüber kommt, herüber.
Sei du selbst, auch wenn es dadurch bedeutet das du nicht der/die Hippste bist, aber du bist du selbst und das ist genau richtig so.
Ich tat mir mit dem Kritikpunkt den ich setze schwer und brauchte immer wieder Pause vom Gehörten, denn es nahm mich manchmal negativ mit.
Deswegen gebe ich leider keine fünf Sterne, aber ich gebe drei, die eher zu vier Sternen reichen, dennoch bleibe ich bei den drei und hoffe sehr, dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit diese Geschichte auf die Ohren bekommen werden und dadurch einerseits ermutigt und vielleicht andererseits auch Antworten finden, die sie vielleicht gerade brauchen.