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Ursula Poznanski

Aquila

Wenn die eigene Erinnerung trügt

Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

"Mit faszinierender, wunderbarer Sicherheit wechselt Laura Maire die Tonlagen und Stimmungen – oft zwischen zwei Atemzügen, ganz unangestrengt und rätselhaft beiläufig."

(Jury Deutscher Hörbuchpreis 2014)

(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 53)

Das Buch spielt in Siena, Italien

Leserstimmen

Toller Jugendthriller

Von: thatweirdbookgirl Datum: 26. Oktober 2017

Normalerweise höre ich Hörbücher ja gern nebenbei. Das war bei diesem Hörbuch hier aber einfach unmöglich, weil es einen vom ersten Satz an komplett, mit Haut und Haaren, in die Story gesogen und einen nicht mehr losgelassen hat. Ungelogen - die erste Passage und sofort stellten sich all meine Nackenhaare auf und das kleine Nebenbei hatte sich gegessen.
Die Story ist richtig gut aufgebaut, gerade weil man direkt in diese hineingeworfen hat - ebenso wie Nika, die genauso wie man selbst, absolut keine Ahnung hat, was gerade mit ihr und um sie herum passiert. Aber vor allem warum.

Wie man schon hört, war die Spannung vor allem anfangs enorm. Leider kann ich aber nicht direkt sagen, dass sich diese durchs ganze Buch zog, da sie meiner Meinung nach in der Mitte etwas abnahm und man so schnell an Aufmerksamkeit verloren hat - der große Nachteil von Hörbüchern. Im Gegensatz zum wirklichen Lesen kann man sich an zähen Stellen leider viel zu schnell ablenken und komplett den Faden verlieren. Das war bei mir leider hin und wieder der Fall, weshalb ich manche Kapitel zwei oder dreimal hören musste, bis ich wirklich verstanden habe, wieso die Story sich nun in die ein oder andere Richtung entwickelt hat.

Trotzdem ist die Geschichte eine tolle Reise und reißt einen regelrecht mit. Cliffhanger jagt Cliffhanger und ich fand es auch total spannend, Nika bei der Aufklärung ihrer Liste voller Rätsel und natürlich der unklaren vergessenen Stunden zu begleiten. Dabei erinnere ich mich vor allem an meine Busfahrt zur Arbeit - der Bus stand im Stau und ich hab per Kopfhörer einer absolut spannenden Stelle gelauscht ... Und ich habe eine regelrechte Paranoia bekommen. Mein Herz hat geklopft, ich hatte Schweißausbrüche, ... Es war einfach so gut!
In diesen Momenten schafft es Ursula Poznanski wirklich vollkommen mit ihren Lesern zu spielen und sie am seidenen Faden zappeln zu lassen. Ihr Schreibstil ist dabei relativ kühl, nicht wirklich beschönigend und dadurch überraschend aufregend. Es kurbelt den Nervenkitzel nochmal an.

Das Ende kam meiner Meinung nach nicht ganz so überraschend, weil für mich viele Dinge leider viel zu offensichtlich waren. Gleichzeitig war es aber auch total verwirrend, weil einige Rätsel und Fragen nicht ganz logisch aufgelöst und eher noch verkompliziert wurden.

Auch die Charaktere stellten oft ein kleines Hindernis dar, denn ich konnte keinen einzigen so wirklich leiden. Das mag an der angespannten Atmosphäre des Buches liegen, und natürlich soll man sich mit diesem Buch nicht wirklich wohlfühlen, aber trotzdem hätte ich mir gewünscht, wenigstens Nika zu mögen. Einfach um noch einen Tick mehr mit ihr mitfiebern zu können.
Leider fand ich sie nicht gerade sympathisch, ehrlich gesagt, war sie sogar eine richtige Heulsuse. Ich meine, ich wäre in ihrer Situation wahrscheinlich echt nicht besser gewesen - ganz im Gegenteil - aber in einem Jugendthriller stelle ich mir dann doch etwas ausgeprägtere Charaktere vor.
Ebenso haben es mir alle anderen Nebencharaktere nicht wirklich angetan. Bei keinem einzigen konnte der Funke überspringen, was ich unglaublich schade fand, aber gut, das muss man vielleicht in Kauf nehmen, um letztendlich so eine fesselnde Atmosphäre zu kreieren.

Wer es mir aber absolut angetan hat, ist Laura Maire - die unglaublich tolle Synchronstimme, die die Geschichte nicht besser hätte rüberbringen können. Ihrer Stimme kann man stunden-, nein, tagelang zuhören, weil sie so angenehm ist. Trotzdem hat sie noch das gewisse Etwas, ich würde es schon fast eine rauchige Süße nennen, die total gut zu der Geschichte passt.

Zu guter Letzt hänge ich noch kurz und knapp an, dass mir auch Cover und Setting sehr gut gefallen und man sich diese fast nicht besser hätte aussuchen können. Gerade die Entdeckungstour durch die italienische Stadt Sienna hat ein richtiges Dan Brown-Feeling eingeflochten, was mich ebenfalls total überzeugen konnte.


Fazit:
Ein gut ausgebauter Jugendthriller, wobei die Betonung wirklich auf Jugend liegt. Obwohl die Geschichte teilweise echt schockierend und natürlich hochspannend ist, ist das Ende noch sehr human und realistisch gehalten. Kombiniert mit unzähligen Cliffhangern, einer düsteren, kühlen Atmosphäre und einem Setting, das die Geschichte voll und ganz abrundet, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung meinerseits.

Spannend und atemberaubend: Mein Hörbuch-Highlight des Jahres!

Von: Geschichtentänzer Datum: 25. Oktober 2017

Für eine sehr lange Autofahrt war ich auf der Suche nach einem aktuellen Hörbuch, das die lange Fahrzeit schnell vergehen lassen würde. Nach etwas Überlegen entschied ich mich für das neue Buch von Ursula Poznanski, von der ich bisher noch nichts gelesen, aber nur Gutes gehört hatte. „Aquila“ zog mich sofort an. Das Cover, der Klappentext, das Setting im verträumten Italien…Das Hörbuch verprach spannend zu werden. Doch in welchem Ausmaß, das konnte ich nicht erwarten. Denn „Aquila“ ist atemberaubend gut und außergewöhnlich! Es ist düster, angsteinflößend und extrem spannend! Es ist unfassbar, wie Poznanski all die ausgelegten Fäden zusammenzieht und man erst nach und nach das große Ganze sieht! Für mich ist „Aquila“ ein absolutes Jahreshighlight! Hört es euch unbedingt an, denn auch Laura Maire ist die perfekte Sprecherin! Selten habe ich ein Hörbuch so wehement empfehlen müssen!

Klappentext
Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort eine Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

Meinung
Wie soll ich nur anfangen, ohne zu viel zu spoilern?! Glaubt mir, das ist gar nicht einfach, aber ich gebe mein Bestes! Nica macht ihr Auslansemester in Siena in Italien. Sie spricht nur sehr wenig Italienisch, aber es gibt viele deutsche Studenten und auch ihre Mitbewohnerin ist Deutsche, weshalb die Sprachbarriere nicht allzu schlimm ist. Soviel zur Ausgangslage.
Das Hörbuch beginnt an genau dem Morgen, der im Klappentext beschrieben wird. Nica hat keinerlei Erinnerungen an die letzten zwei Tage, doch ihre Klamotten sind schlammverkrustet, sie hat eine große Narbe im Gesicht und im Badezimmerspiegel thront ihr die bedrohliche Botschaft „Letzte Chance“ entgegen. Wer hat das geschrieben? Wo ist ihr Handy? Und warum ist die Wohnungstür abgeschlossen und ihr eigener Schlüssel fehlt. Die Umstände sind so merkwürdig, dass schnell deutlich wird, dass es sich nicht nur um eine durchzechte Nacht handeln kann. Und dann findet Nica einen Zettel in ihrer Jeans voller kryptischer Botschaften: „Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist“, „Halte dich fern von Einhorn und Adler“, „Sic transit Gloria“, „Weihnachten voller Angst“ und viele weitere Sätze ohne Zusammenhang. Nica hat keine Ahnung, was das bedeutet und sie hat diesen Zettel noch nie gesehen. Aber: Es ist eindeutig ihre Handschrift.
Schon allein dieser Einstieg ist einfach der Hammer! Sofort zog Nica mich in ihre Geschichte und ich konnte diesem Sog einfach nicht entkommen. Die Ausgangslange ist wahnsinnig spannend, denn sie wirft so viele Fragen auf! Ursula Poznanski schafft es mit Bravour, immer nur ganz langsam Geheimnisse aufzudecken. Nica erfährt nur Stück für Stück, was sich zugetragen haben muss. Und das herauszufinden ist alles andere als ein Kinderspiel. Denn wenn du in einer fremden Stadt bist, die in einem Land liegt, dessen Sprache du nicht sprichst und du weder ein Handy noch richtige Freunde hast, an die du dich wenden kannst: Was tust du dann?! All dem muss Nica sich stellen und jede einzelne Minute des Hörbuchs trieft dadurch nur so vor Spannung! Nach einer Weile gerät Nica auch noch in eine Polizeiermittlung als Hauptverdächtige. Ihr Alibi? Sie hat keines – denn sie kann sich an die letzten zweieinhalb Tage nicht erinnern. Das sieht natürlich nicht gut aus für sie und so ist sie gezwungen, auf eigene Faust herauszufinden, was sich zugetragen haben muss. Doch ihre Erkenntnisse lassen sie an sich selbst zweifeln...
Auf der Suche nach Antworten ist sie anfängliche zwar allein, doch irgendwann taucht ein netter Italiener auf, der ihr hilft – Stefano. Aber kann Nica ihm trauen? Kann sie überhaupt jemandem trauen?
Ich würde euch gern mehr über den Handlungsverlauf erzählen, doch es passiert einfach so viel und die Entwicklungen sind so rasant und auch krass, dass das ein riesiger Spoiler wäre. Die Handlung ist auf jeden Fall ernst zu nehmen! Es geschehen Dinge, die brutale Realität sind und die Nica in einem sehr schlechten Licht dastehen lassen. Ihr Gedächtnisverlust lässt nicht nur andere, sondern auch sie selbst zweifeln! Denn kann sie sich sicher sein, was sie getan oder auch nicht getan hat? Ursula Poznanski zeigt so geschickt die Tücken des eigenen Gedächtnisses und auch der eigenen Taten auf, dass es gruselig ist! Zu was kann ein Mensch fähig sein? Das ist eine der Schlüsselfiguren des Romans.
Aber hacken wir mal den Punkt Spannung ab. Er ist grandios umgesetzt, mehr muss ich nicht sagen. Zu den Charakteren: Nica ist eine tolle Protagonistin, mit der der Hörer leiden muss! Sie ist alles andere als perfekt, ganz normal und trotzdem außergewöhnlich. Ich weiß nicht, wie ich an ihrer Stelle gehandelt hätte. Ich finde sie absolut authentisch und ihre Schwankungen sind toll dargestellt! Stefano hat mein Herz sehr schnell erobert und ich drückte diesem zarten Pflänzchen namens Liebesgeschichte die Daumen. Aber die Autorin konzentriert sich auf andere Dinge und mehr als ein paar Andeutungen gibt es nicht. Aber das ist vollkommen okay! Eine sehr zentrale Rolle spielt noch Nicas Mitbewohnerin Jenny. Über sie kann ich nicht viel sagen, nur eines: Wahnsinn! Im positiven und negativen Sinne! Diese Figur hat es einfach in sich. Der Comissario gefiel mir ebenfalls sehr gut, er sorgt dafür, dass diese Schnitzeljagd den richtigen Charakter hat. Und dann wäre da noch der ominöse Skorpion-Mann…
Die Figurenkonstellation ist überschaubar und gerade das macht sie so gut. Denn trotz allem ist sie vielseitig und lässt nicht viele Möglichkeiten zu. Für mich gab es die Guten, die Bösen und diejenigen, denen man nicht trauen konnte. Toll!
Der Schreibstil ist klasse, soweit ich das beurteilen kann. Was ich beurteilen kann ist die Sprecherin Laura Maire. Ihre Stimme passt zu 100% zu Nica und ihren Emotionen. Sie stellt die Geschichte so lebendig dar, dass ich wirklich dachte, Laura Maires Stimme würde Nica gehören. Außerdem liest sie mit so viel Gefühl und Schauder, dass mir auf meiner Autofahrt im Dunkeln manchmal wirklich mulmig wurde. Denn die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch düster und unheimlich. Die Sprecherin setzt die Akzente vollkommen richtig und liest wahnsinnig gut! Gänsehaut bekam ich immer, wenn Nica Erinnerungsfetzen zu fassen bekommt und Jenny in ihrer Erinnerung spricht…br…Ein großes Kompliment an Laura Maire, denn durch sie wird dieses Hörbuch so außergewöhnlich gut!
Ich könnte noch Stunden so weitermachen, aber glaubt mir einfach, wenn ich sage, dass es sich so sehr lohnt „Aquila“ zu hören! Immer, wenn man denkt, dass es nicht härter kommen kann, tut es das eben doch. Und trotzdem bleibt das Geschehen in logischen, wenn auch verstörenden Bahnen. Es ist so wahsinnig spannend und geheimnisvoll! Geht mit Nica auf diese düstere Schnitzeljagd und löst die Geheimnisse der vergessenen Tage. Aber Achtung: Es kann sein, dass ihr nicht aufhören könnt zu hören!

Fazit
Für mich hat Ursula Poznanski mit „Aquila“ eine unglaubliche Geschichte geschaffen, die ich jedem nur empfehlen kann! Ich habe gelitten, gezittert, aufgeatmet und gestaunt. Zweieinhalb Tage war ich von dieser Geschichte abhängig, denn sie bestimmte viele meiner Gedanken. Zum Glück waren meine zweieinnhalb Tage kein Vergleich zu denen von Nica. Spannung, Geheimnisse, tolle Figuren, ein klasse Stil und eine wahnsinnig großartige Sprecherin: Ich vergebe 5 von 5 Spitzenschuhen und benenne „Aquila“ als mein Hörbuchhighlight des Jahres!

mehr Leserstimmen anzeigen

Aquila

Von: Nightmarebookshelf Datum: 13. Oktober 2017

Ich habe von Ursula Poznanski bisher nur Layers gelesen, welches mir sehr gut gefallen hat. Erebos steht noch bei mir ungelesen im Regal, aber als ich ihr neues Buch in der Vorschau gesehen habe, hat es mich sofort angesprochen. Der Klappentext verspricht eine spannende atemberaubende Story. Letztendlich kann ich sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Ich finde es sehr schön, dass wir auch in Deutschland viele Autoren haben die, meiner Meinung nach, sehr gut schreiben können. Zu denen gehört, unter Anderen, auch Ursula Poznanski. Sie schreibt wunderbar, beschreibt Szenen sehr ausführlich, aber dennoch flüssig, was mir super gefallen hat.

Die Charaktere mochte ich sehr gerne, wobei ich Nika extrem stark fand. Sie hat wirklich sehr starke Nerven, an ihrer Stelle wäre ich schon viel eher durchgedreht. Die Anderen Charaktere fand ich in Ordnung, obwohl ich schnell wusste, wen ich mag und wen nicht.

Den Spannungsbogen fand ich an sich sehr gut gestaltet, aber der Twist am Ende konnte mich überhaupt nicht umhauen. Ein kleines bisschen fand ich ihn vorhersehbar und viel zu konstruiert. Zuvor war ich habe fast durchgängig am miträtseln.

Laura Maire kannte ich bereits aus Rat der Neun und schon da mochte ich sie furchtbar gerne. Sie hat eine sehr schöne Stimme und ich finde es sehr angenehm ihr zuzuhören.


Mein Fazit:

Ein solider Jugendthriller, der kurzweilig ist und einen unterhält. Mehr leider aber auch nicht.

Auf den Spuren der Erinnerung...

Von: Samys Lesestübchen Datum: 10. Oktober 2017

Inhalt:

Als Nika nach einer durchzechten Nacht in den Badezimmerspiegel blickt, steht ihr der Schrecken ins Gesicht geschrieben - Nicht weil sie total verkatert dreinblickt, sondern wegen der Drohung die mit Lippenstift ihren Spiegel ziert! Wer hat das geschrieben und an wen ist sie gerichtet? In der Wohnung gibt es keine weiteren Anhaltspunkte und ihre Mitbewohnerin Jenny kann sie auch nicht befragen, denn die scheint vom Erdboden verschluckt worden zu sein.
Als sie den Fernseher anschaltet folgt die nächste Schreckensbotschaft, denn es ist nicht wie gedacht Sonntag morgen, sondern mittlerweile schon Dienstag!

Was ist geschehen? Hat Nika soviel getrunken und komplette zwei Tage verschlafen? Warum kann sie sich an absolut gar nichts erinnern und wo zum Teufel ist Jenny?

Meine Meinung:

Es war mein erstes Hörbuch von Ursula Poznanski und ich muss gestehen, dass es gewiss nicht das Letzte gewesen sein wird.

Mit einem unglaublich hohen Maß an Spannung fesselte mich die Autorin an die Seite der Hauptprotagonistin Nika. Sie hegte Zweifel und Selbstzweifel an und brachte mit Wendungen, Überraschungen und einen Feuereifer seitens der Protagonistin ein undurchtrennbares Band zum zwischen Nika ,dem Hörer und dem Hörbuch zustande, so dass man es förmlich inhalierte und vor Anspannung eine konstante Gänsehaut erhielt.

Ich versuchte mich unentwegt in die Lage von Nika hineinzuversetzen, Lösungen zu den Rätseln und Fragen zu finden, aber auch mir vorzustellen wie es mir an ihrer Stelle gehen würde - in einer fremden Stadt, weit weg von Freunden und Familie, komplett auf sich allein gestellt und von einem Unbekannten gejagt und bedroht - Meine Erkenntnis : „Es ist unvorstellbar!“

Bis zum Ende hin ist es ungewiss, was sich genau abgespielt hat und wieso Nika sämtliche Erinnerung fehlt. Nur Bruchstückhaft kommt man der Erkenntnis auf die Fährte und bringt Licht ins Dunkeln.

Nika war mir sehr sympathisch. Sie ist bodenständig und hatte bis zu dem Vorfall klare Vorstellungen, die sie befolgt hat. Doch wie schnell sich das Glück gegen einen wendet, dass muss sie am eigenen Leib bitter feststellen.

Auch die ganzen anderen Charaktere sind gut in Szene gesetzt und bringen ihren Teil in die Handlung ein.

Fazit:

Ein durchweg spannender und wendungsreicher Jugendthriller, der mit allen Wassern gewaschen ist.

Typisch Poznanski

Von: haihappen_Uhaha Datum: 07. Oktober 2017

Handlung: Nika wacht eines morgens verkatert auf und merkt, dass ihr die Erinnerung an 2 Tage fehlt, was ist passiert? Und wer hat die mysteriöse Nachricht auf den Badezimmerspiegel geschmiert?

Meinung: Erebos von Poznanski konnte mich schon wirklich sehr begeistern und auch dieser Jugendthriller ist ihr wieder mal gelungen. Ich mag ihren Schreibstil wirklich gerne, er lässt sich wirklich flüssig lesen und in diesem Fall, hat die Leserin es super hinbekommen, das Buch spannend zu lesen.

Wir treffen im Buch auf viele unterschiedliche Charaktere und obwohl das ganze aus der Sicht der allwissenden Erzählers erzählt wird, schafft die Autorin es, dass man sich Nika nahe fühlt. Auch wenn ich Nika’s Handeln nicht immer ganz nachvollziehen konnte und teilweise sehr naiv fand (Anspielung auf Italiener) konnte ich mit ihr mitfiebern und sie in mein Herz schließen.

Der Plot war konstant spannend, auch wenn man meiner Meinung nach ein bisschen was weglassen könnte. Die Autorin offenbart Puzzelstück für Puzzelstück die Wahrheit und schafft es doch immer noch Informationen geheim zu halten, bis zum Schluss.

Auch wenn ich es am Ende doch ein wenig zu konstruiert empfunden habe, konnte mich Poznanski mit ihrem neuen Werk wieder begeistern und mir einige tolle Hörstunden bereiten.

Fazit: Wieder ein gelungenes Werk der Autorin. Man darf sich wieder auf einen spannenden Plot freuen mit vielen interessanten Charakteren.

Ein etwas außergewöhnliches Auslandssemester

Von: Gwees Bücherwelt Datum: 02. Oktober 2017

Meinung:
Nachdem mich bereits andere Thriller der Autorin begeistern konnten, hat mich „Aquila“ ebenfalls sehr gereizt. Das Cover ist ein wirkliches Augenschmankerl. Ich muss allerdings sagen, dass ich dabei immer zuerst an den deutschen Adler denke – und nicht an Siena. Wie auch schon bei „Elanus“ hält man hier eine Papphülle in der Hand, was deutlich praktischer ist als die leicht zerbrechlichen Plastikhüllen. Enthalten ist eine CD mit 227 Tracks, die auf 36 Kapitel aufgeteilt werden. Die Kurzbeschreibung lässt erstmal viel Spielraum zum Fantasieren und so tappte ich auch in die Falle und habe dabei an völlig andere Handlungsmuster gedacht.

Aber Poznanski ist dabei viel cleverer. Nie wäre ich darauf gekommen, was am Ende der Geschichte herauskommt. Der Anfang ist zunächst verwirrend, aber das macht Sinn, da die Protagonistin selbst verwirrt ist und nicht den Hauch einer Ahnung hat, was passiert ist – oder dass überhaupt so viele Tage vergangen sind. Schließlich versucht sie die vergessenen Tage wieder zusammen zu puzzeln, aber das ist gar nicht so einfach und vor allem warten noch ein paar erschütternde Erkenntnisse auf sie. Mir persönlich kam die Offenbarung dabei etwas zu früh, was aber daran lag, dass man es schnell kommen sehen kann – zumindest ungefähr. Aber trotzdem hat die Autorin hier wieder einen wirklich guten Roman abgeliefert. Nika weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird wirklich perfekt vermittelt. Gleichzeitig ist sie aber auch etwas naiv und offenbart sich dann doch dem ein oder anderen. Und da wären wir dann auch bei der obligatorischen Liebesgeschichte, die mir zwar anfangs etwas zu aufgesetzt wirkte, aber insgesamt dann doch sehr schlüssig konstruiert wurde. Besonders gut an diesem Buch ist die Tatsache, dass Poznanski alle Informationen Stück für Stück serviert und in Nika nur langsam wieder Erinnerungen aufkommen. Die Spannung reißt dabei nicht ab und wird immer wieder auf den Gipfel getrieben. Gepaart mit Nikas Verzweiflung ergibt dies eine sehr intensive Mischung. Die letztendliche Auflösung war wie gesagt sehr überraschend, aber gleichzeitig auch wieder ein bisschen zu sang- und klanglos. Da hat mir einfach dieser „Wow“-Effekt gefehlt. So fügt sich das Puzzle zwar 1:1 zusammen, aber halt nicht nach.

Authentisch wirken die Charaktere allesamt, sympathisch nicht alle, aber das sticht eher positiv heraus. Nika stellt die typische deutsche Auslandssemestlerin dar, die sich dort noch zurechtfinden muss. Italienisch kann sie so gut wie gar nicht und so hat sie natürlich ideales Identifikationspotenzial. Die Sache mit den fehlenden zwei Tagen grätscht da zwar ein bisschen rein, aber das ist nicht schlimm. Sie ist insgesamt recht sympathisch, wenn auch scheinbar wirklich überempfindlich und sensibel. Die anderen Charaktere haben sich insgesamt sehr schlüssig verhalten. Gerade der Commissario hat mir sehr gut gefallen.

Laura Maire war wirklich eine grandiose Sprecherin. Hut ab! Erst durch sie wurden das Setting und Nika lebendig. Personenwechsel gehen ihr dabei ganz locker von der Hand (bzw. Stimme) und Erzähltext und Dialoge verschwimmen bei ihr nie. Gerade auch die italienischen Akzente hat sie gut getroffen. Poznanskis Schreibstil tut dabei natürlich sein Übriges. Die Autorin zeigt hier wieder wie lebendig und bildlich sie erzählen kann. Die Spannung blieb zwar an manchen Stellen etwas auf der Strecke, aber dies macht gerade die hingebungsvolle Ausschmückung der Charaktere und des Settings wieder wett. Die gedrückte Atmosphäre durchdringt einen jedenfalls förmlich.

„Aquila“ erinnert mich hier ein bisschen an „Elanus“. Ersteres gefällt mir zwar einen Tick besser, aber trotzdem konnte mich die Autorin nicht komplett überzeugen. Die Auflösung war dafür schon fast zu perfide. Und vor allem auch teilweise vorhersehbar, in welche Richtung sich der Roman schlagen würde. Es hat trotzdem Spaß gemacht, der Sprecherin zuzuhören und mit Nika langsam hinter die Verstrickungen der zwei fehlenden Tage zu kommen. Wie immer fand ich gerade die Charaktere, die wie aus dem Leben gegriffen wirken, am besten. Gefehlt hat mir etwas die besondere Thematik, die die Autorin sonst immer in ihre Romane einbindet. Ein Auslandssemester ist zwar spannend, aber da Nika dabei so passiv bleibt, verzerrt sich der Effekt.

Fazit:
„Aquila“ bietet dem Leser – oder Hörer – definitiv wieder ein wunderbares Vergnügen, gerade auch wenn man sich ein bisschen für Italien interessiert. In die Protagonistin Nika kann man sich recht schnell einfühlen. Die Sprecherin Laura Maire trägt dazu bei, dass man gar nicht mehr aufhören möchte das Hörbuch zu verschlingen.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Sprecher: 5/5
Schreibstil: 5/5
Hörspaß: 5/5

Leider ein für mich sehr schwaches Werk der Autorin

Von: lenisvea Datum: 01. Oktober 2017

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(* empf. VK-Preis)
Hörbuch MP3-CD
ISBN: 978-3-8445-2705-6
NEU
Erschienen: 14.08.2017

Zum Hörbuch: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Aquila/Ursula-Poznanski/der-Hoerverlag/e524283.rhd

Wenn die eigene Erinnerung trügt

Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

"Mit faszinierender, wunderbarer Sicherheit wechselt Laura Maire die Tonlagen und Stimmungen – oft zwischen zwei Atemzügen, ganz unangestrengt und rätselhaft beiläufig."

(Jury Deutscher Hörbuchpreis 2014)

(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 53)

Meine Meinung:

Ich habe schon einige Thriller und auch Jugendthriller der Autorin gelesen und war daher auch sehr gespannt auf ihr neuestes Werk. Mir wurde das Hörbuch freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Die Sprecherin hat mir auch wieder sehr gut gefallen.

Die 19jährige Nika macht ein Auslandssemester in Sienna und wacht nach einer Feier vermeintlich am nächsten Tag in ihrem WG-Zimmer auf. Es stellt sich heraus, dass sie ganze 2 Tage verpasst hat und keinerlei Erinnerungen aufrufen kann. Des Weiteren findet sie eine Nachricht bzw. Drohung auf dem Badezimmerspiegel und es sind auch persönliche Gegenstände von ihr verschwunden. Des Weiteren stellt sich heraus, dass ihre etwas verschrobene Mitbewohnerin Jenny verschwunden ist.

Ich muss hier leider sagen, dass ich das Hörbuch bis zum letzten Drittel leider richtiggehend langweilig fand. Spannung ist erst im letzten Drittel bei der Aufklärung aufgekommen. Da ich aber keine Bücher/Hörbücher abbreche, habe ich bis zum Schluss durchgehört.

Die Auflösung fand ich auch ein wenig konstruiert, ich konnte die Handlungen der Beteiligten auch nicht immer so nachvollziehen.

Alles in allem hat mir dieses Hörbuch leider nicht so gut gefallen wie die anderen Werke der Autorin. Ich habe das Gefühl, dass die Qualität der Bücher immer ein wenig mehr abnimmt, was ich sehr schade finde. Von mir bekommt das Hörbuch 3 Sterne.

Großartig!

Von: hellomybook Datum: 29. September 2017

Mit dem Erscheinen ihres ersten Jugendthrillers hat die große Sucht bei mir angefangen. „Erebos“ und den gleich in den Anschluss gepackten Band „Saeculum“ wurden für mich zunehmend der Grund, jedes Jahr aufs Neue gespannt zu sein auf das, was Ursula Poznanski nun aufs Papier zaubern und mich damit fesseln wird. Und ich wurde nie enttäuscht – seien es weitere Jugendbücher wie „Layers“, „Elanus“ oder die „Eleria-Trilogie“, seien es Thriller wie „Fünf“ oder seien es Kooperationen mit Arnold Strobel wie „Fremd“ oder „Anonym“. Und dann wurde für mich der Traum wahr: Ich habe sie, die Autorin höchst selbst, zweimal auf der Frankfurter Buchmesse getroffen, abseits der öffentlichen Lesungen, einmal für ein Autogramm in „Layers“, beim zweiten Mal für ein Foto mit ihr in den Armen. Dementsprechend begeistert war ich auch, als endlich die Ankündigung für „Aquila“ den Weg zu mir fand. Ich war ganz aus dem Häuschen. Ob auch dieses Buch meinen hohen Erwartungen, die ich inzwischen an die Bücher von dieser Autorin hege – und das ist bei diesem Maßstab, den sie an den Tag legt, äußerst gerechtfertigt, wie ich finde – standhalten kann, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.


Was ich zu Beginn dieser Kritik auf jeden Fall erwähnen möchte und muss – das ​bin ich der Autorin einfach schuldig – ich befand mich beim Beginnen des Buches bis zum Ende hin in einer lang anhaltenden Leseflaute. Meine Hoffnung, diese würde durch den Anreiz von „Aquila“ verschwinden, wurde leider nicht bestätigt. Das Dilemma, in dem ich mich nun befinde, ist folgendes: Ich weiß nicht, ob ich die Tatsache, dass ich für diesen Thriller so lange gebraucht habe und ich nicht sprichwörtlich an den Seiten klebte wie es bei Poznanskis Vorgängern der Fall war, dem Buch anrechnen oder eher auf die besonders hartnäckige Leseflaute schieben soll, die wohl infolge meines Lesemarathons in unserem Familienurlaub entstanden ist.

Positiv – und diesen Punkt kann, glaube ich, jeder bestätigen, der sich in den letzten Wochen einmal in einer Buchhandlung befunden hat – ist mir an „Aquila“ natürlich das atemberaubend tolle Cover aufgefallen, das in seiner einmaligen Lederoptik ein wirklicher Hingucker und Augenschmaus ist.


Das Szenario hat mir wirklich gut gefallen, ich konnte mich sofort gut einfinden und war gespannt, was hinter all den mysteriösen Botschaften und Wendungen steckt, die uns präsentiert werden. Die Protagonistin empfand ich als angenehm und größtenteils glaubenswert, sie hat nicht weiter gestört, sondern hatte, wie ich Leser auch, nur das dringende Bedürfnis, an die Wahrheit zu gelangen, die sich als verstrickter entpuppt als zunächst gedacht.


Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt klasse. Sie schafft es den Leser auf jeder Seite neu zu fesseln und weiß, welche Mittel es benötigt, um den Leser geistig bei der Sache zu halten und Neugier auf die nächste Wendung zu wecken. So hatte ich trotz meiner Leseflaute viel Spaß mit dem Buch, auch wenn ich in den Momenten, in denen ich das Buch mal zur Seite gelegt habe, nicht das Bedürfnis verspürte, weiterzulesen, sondern hätte gut und gerne noch einige Stunden oder sogar Tage bis zum Fortfahren warten können, woran bei den Vorgängern nie auch nur ein Gedanke daran verschwendet wurde.


Ich weiß, hier bin ich einfach zu verwöhnt von anderen Werken der Autorin – und aus diesem Grund ist das hier die vielleicht unfairste Rezension auf hellomybook. Doch wie ich mich drehe und wende, ich kann mich nicht entscheiden, warum mich dieses Buch nicht ganz so begeistern konnte wie z.B. „Saeculum“. Lag es an der Leseflaute oder an dem Buch?
Ich glaube tatsächlich, dass es an meiner Leseflaute liegt, da ich einfach generell kein Bedürfnis verspürte zu lesen in dieser Zeit. Und während des Lesens hatte ich viel Spaß und bin schnell vorangekommen und vor allem am Ende konnte ich nicht mehr vom Buch loslassen.


Die Auflösung entpuppte sich als unerwartet – und fügt sich gut in das restliche Szenario hinein. Ich habe sie so nicht kommen sehen und sie hat mich überrascht, wie man es von Poznanskis unvorhersehbaren Büchern kennt.
Freundlicherweise hat mir der Hörverlag zusätzlich zur gedruckten Version ein Hörspiel zur Verfügung gestellt, das mir durch die grandiose Sprecherin Laura Maire, die auch schon virtuos „Die Mühle“ vertont hat und mit ihrem gekonnten Sprachspiel überzeugt, viel Freude bereitet hat.



Letztendlich lässt sich sagen, dass „Aquila“ ein sehr gelungener Thriller ist, der sich in seinem Genre überhaupt nicht verstecken muss, meiner Meinung nach aber der schwächste von Poznanskis Jugendthrillern ist.

Genrewertung: 9,5/10 Punkte
Gesamtwertung: 9/10 Punkte

Spannung garantiert!

Von: Tine_1980 Datum: 24. September 2017

Als Nika ziemlich verkatert erwacht, bemerkt sie zuerst gar nicht, dass ihr zwei Tage fehlen. Auf der Suche nach ihrem Haustürschlüssel und ihrem Handy stößt sie auf eine geheimnisvolle Nachricht auf dem Badezimmerspiegel. Doch wer hat sie geschrieben und wo ist eigentlich ihre Mitbewohnerin Jenny? Erst durch die Morgennachrichten erkennt sie, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Doch fehlt ihr die Erinnerung an die letzten zwei Tage. Irgendetwas Schreckliches muss passiert sein, aber was?

Die Bücher von Ursula Poznanski waren für mich meist gut durchdacht und spannend. So hat mich dieses Hörbuch mit seiner Thematik sehr angesprochen.
Der Autorin ist hier wieder ein toller Jugendthriller gelungen, der den Hörer von Beginn an mit in die Geschichte zieht, als wäre man ein stiller Zuschauer.
Die Gefühlswelt von Nika wird anschaulich beschrieben, man kann die Verzweiflung spüren, wenn man einen Filmriss hat ist es das eine, aber wenn man ein schlechtes Gefühl hat, die Mitbewohnerin verschwunden ist und dann noch eine weibliche Leiche gefunden wird, ist es doch noch etwas ganz anderes.
Als sie nach und nach versucht die Notizen des Zettels, den sie gefunden hat, zu verstehen, kann man die aufsteigende Panik regelrecht nachfühlen.
Auch als nach und nach die Bruchstücke ihrer Erinnerung wieder auftauchen, ist die Geschichte noch immer sehr spannend, weil es in kleinen Happen serviert wird und man kann als Hörer/Leser wunderbar mit rätseln. So werden die Geheimnisse immer etwas weiter entschlüsselt und man hatte bis zum Ende immer wieder falsche Rückschlüsse gezogen und ich fand das Ende gut gewählt.
Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet, bei manchen war man misstrauisch, andere hat man ins Herz geschlossen. So war mir Nika von Anfang an sympathisch. Bei manchen Protagonisten hat man erst nach und nach erfahren, wie sie wirklich hinter ihrer Fassade als Menschen waren.
Auch die Örtlichkeiten waren detailliert und anschaulich beschrieben und man hat sich Siena gut vorstellen können.
Die Hörbuchsprecherin Laura Maire hat hier eine super Leistung erbracht. Die Stimmungen wurden von ihr gut eingefangen und die italienischen Sätze, wie auch das „stammeln“ von Nika, da ihr italienisch recht schlecht war, wurden toll vorgelesen. Sie hat eine angenehme, ruhige Stimme, der man gut lauschen kann.

Die Autorin hat hier wieder einen sehr guten Jugendthriller geschaffen, der einen vom Anfang bis zum Ende mit fiebern lässt und mit vielen Irrungen und Wirrungen punkten kann. Die Sprecherin ist super gewählt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, der Geschichte zu lauschen.

Eine ganz solide Geschichte

Von: Eva Keks Datum: 22. September 2017

Nika, die sich nicht an die letzten Tage erinnern kann, begibt sich auf die Suche nach Informationen wo Jenny geblieben sein könnte. Verzweifelt versucht sie die Nacht mit ihren eigenen rätselhaften Notizen zu rekonstruieren, um zu verstehen, was passiert ist. Ihre mangelnden Italienischkenntnisse machen die ganze Sache nicht leichter. Doch zunächst muss sie sich dem ersten Problem stellen, mit dem sie kurz nach ihrem Erwachen konfrontiert wird: Sie wurde in ihrer eigenen Wohnung eingeschlossen.

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich direkt, dass ich die Geschichte lesen, in diesem Fall hören, will. Hoch motiviert also begab ich mich in die Geschichte und fand den Einstieg wirklich gut gelungen. Mehrfach bereiteten mir die Ereignisse Gänsehaut.
Wie in jedem anderen Krimi auch, fragte ich mich mehrmals welchen Personen kann Nika trauen und wer war in die Sache involviert.

An dieser Stelle kommt jetzt aber das große aber. Es fing an ein wenig vor sich hinzuplätschern. Ich hatte das Gefühl, dass viel geredet und wenig gemacht wurde.
Allgemein kam es mir so vor als habe Nika einen wirklich gut ausgeprägten Würgreflex. Es ist natürlich übertrieben zu sagen, dass sie sich alle 10 Minuten übergibt, aber mir kam es trotzdem auffällig häufig vor.

Als es dann endlich an die Auflösung der Notizen kommt und damit die Ereignisse gelüftet wurden, wurde es endlich wieder spannend, wenn man davon absieht, dass es sich auch hier nur um Erzählungen handelt. Dennoch bin ich mit einer Auflösung absolut nicht zufrieden. Ich habe sie zwar nicht erwartet, im allgemeinen habe ich wirklich wenig vorausgesehen, aber dennoch war sie mir zu einfach und zu stumpf.

Nikas Gedanken kann man gut nachvollziehen. Der Leser/Hörer befindet sich sehr lange in ihren Gedankengängen, egal ob Erkenntnis oder Zweifel. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihre Handlungen deshalb sehr gut nachvollziehen konnte.
Jenny selber wurde mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer und bei Lennart und Stefano fragte ich mich lange, wie diese in die Erzählungen passten und was genau sie damit zu tun haben sollen.

Etwas mehr Action, etwas weniger Gefasel und das Buch wäre ein absolutes must have. So kann ich die Geschichte als eine Gute für Zwischendurch empfehlen. Da, wirklich erfrischend heutzutage, man sich für kein weiteres Buch verpflichtet, denn die Geschichte ist in sich geschlossen und hat ein, meiner Meinung nach, Ende, das man so erwarten konnte.


Fazit:

Ich hätte mir mehr von den Momenten gewünscht, in denen sich Nika bedroht fühlte. Denn diese waren wirklich spannende Schocker. Es wäre auch nicht richtig zu sagen, dass die Geschichte schlecht ist, denn das ist sie in meinen Augen nicht, aber ich hätte mehr Spannung begrüßt.
Nach "Erebos" und "Aquila" halte ich Ursula Poznanski weiterhin und auch verstärkt für eine hervorragende Autorin, die ich empfehlen würde. Viele ihrer Werke stehen auf meiner Wunschliste.

Spurensuche in Siena

Von: die.buecherdiebin Datum: 18. September 2017

Inhalt: Die 19-jährige Nika studiert erst seit einigen Wochen in Siena. Eines Morgens wacht sie ziemlich verkatert auf und hat die Erinnerung an die letzten Tage komplett verloren. Ihre Mitbewohnerin ist nicht da und Nika kann weder ihr Handy noch ihren Schlüssel finden. Die Haustür ist abgeschlossen und an den Badezimmerspiegel hat jemand eine Drohung geschmiert. Was ist passiert?
Meine Meinung: Der Beginn des Buches hat mir gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte mich in Nika hineinversetzen. Wie schlimm muss es sein aufzuwachen, verstörende Dinge zu finden und sich an nichts erinnern zu können?! Leider geht es nicht so fesselnd weiter. Obwohl es durchaus einige spannende und interessante Passagen gibt, zieht sich die Handlung ziemlich in die Länge und wirkt oft sehr konstruiert. Nikas Alleingänge sind für ein 19-jähriges Mädchen, das neu in einem fremden Land ist und die Sprache kaum sprechen und verstehen kann, kaum zu verstehen. Je näher ich der Auflösung, bzw. dem Ende kam, desto unglaubwürdiger und verworrener fand ich die Geschichte. Auch von der Beschreibung und der Atmosphäre des mittelalterlichen Sienas hatte ich mir mehr versprochen.
Nika gefiel mir als Protagonistin ganz gut, auch wenn ich ihre Handlungen und Gedanken sehr oft nicht nachvollziehen konnte. Die anderen Charaktere wirkten auf mich eher farblos.
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist allerdings wieder sehr flüssig und das Hörbuch wurde von Laura Maire super gelesen!
Fazit: Das Buch ist ein Jugendbuch (14-17 Jahre empfohlen), deshalb möchte ich nicht zu viel kritisieren. Allerdings haben mir „Saeculum“ und „Erebos“, auch Jugendbücher von U: Poznanski, besser gefallen. Mir fehlten bei „Aquilar" die Spannung und der Schwung.

Solider Jugendthriller

Von: Sarah Janina Datum: 15. September 2017

Ein solider, gut durchdachter Thriller mit einer tollen Auflösung, welcher mich allerdings doch nur mäßig überzeugen konnte. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man über Hauptperson Nika nicht viel erfahren hat. Wer war sie? Was mochte sie? Was waren ihre Ziele, ihre Träume? Welchen Hobbies ging sie nach? Nika blieb als Charakter ziemlich flach und kam weniger zur Geltung, als all die anderen Charaktere im Buch und dass, obwohl man mit Nika so viel Zeit verbringt und auch einen gewissen Anteil an ihren Gedanken hat. Einen sehr großen, auch wenn das Buch nicht in der Ich-Perspektive verfasst wurde.
Das Setting fand ich ganz nett, da die Geschichte in Italien spielte und dadurch bekam die Story einen gewissen Charme.
Auch das Hörbuch, welches von Laura Maire eingelesen wurde, lies sich sehr gut hören, war unglaublich angenehm und gut eingesprochen. Das hat mir das Ganze etwas verschönert.
An sich war das Buch für einen Jugendthriller gut und auch schön durchdacht. Leider hätte es für mich aber etwas spannender sein können und vom Charakteraufbau etwas intensiver aufgebaut.
Ansonsten war das Buch okay und ich hatte auch schöne Stunden damit. Und herausfinden, was es nun mit alldem auf sich hat, wollte ich auf jeden Fall. Auch das Szenario an sich war gut gewählt. Solide und für Jugendliche wahrscheinlich auch deutlich spannender als für Erwachsene, aber dennoch ein nettes Leseerlebnis für alle die, die gerne ein wenig rätseln und etwas scheinbar Mysteriöses haben wollen. Für mich war jedoch 'Saeculum' der Autorin um einiges besser.

Ganz klare Empfehlung

Von: Mandys Bücherecke (Dominik) Datum: 14. September 2017

Inhalt
Nika ist im Auslandssemester in Siena gelandet, ohne die Sprache dort sonderlich gut zu verstehen. Umso schwieriger wird es für sie, als sie ohne Erinnerung an die letzten Tage in ihrer Wohnung aufwacht und ihre Mitbewohnerin spurlos verschwunden zu sein scheint.

Meine Meinung
Ursula Poznanski startet die Geschichte direkt und ohne Umwege mit dem Erwachen der Protagonistin mit eben jenem Gedächtnissverlust, um den es in der Geschichte geht. Keine Vorgeschichte, die erzählt wird, da sich Mika diese selbst im Laufe des Hörbuchs zusammen zu reimen hat. Entsprechend weiß man auch anfangs gar nicht unbedingt, um was für eine Geschichte es sich hier handelt (zumindest, wenn man wie ich nicht einmal einen Klappentext gelesen, sondern sich allein aufgrund der Autorin zu dem Buch hat hinreißen lassen). Ich habe lange Zeit eine Mafia-Geschichte vermutet und diese Unwissenheit machte es umso spannender. Habe auch lange überlegt, woher der Name des Buches kommt.

Zum Ende hin, wenn die Erinnerungen Mikas langsam Form annehmen, wird die Geschichte meiner Meinung nach etwas flacher. Die Spannungsmomente und dramatischen Wendungen kommen eher früher in der Geschichte und zum Schluss wird alles eher sortiert und zusammengesetzt, was mich aber nun nicht unbedingt gestört hat. Vielmehr merkt man dadurch auch einfach, dass die Protagonistin selbst mit ihren Kräften am Ende ist.

Die Charaktere haben mich schon sehr überrascht. Ich habe einigen von Anfang an misstraut und auch über andere hatte ich bestimmte Vermutungen... und alles wurde über den Haufen geworfen. Hut ab, Frau Poznanski. Ich mag es ja, so überrascht zu werden.

Ich bin ja was Sprecher angeht mittlerweile schon verwöhnt und mag männliche Sprecher lieber als weibliche. Laura Maire konnte mich hier aber überzeugen und hat gute Arbeit geleistet. Vor allem ihre Art, Mika als verunsichertes junges Mädchen zu sprechen, hat mir sehr gefallen. Steht in einem guten Kontrast zu... anderen weiblichen Charakteren (ich kanns nicht anders schreiben ohne spoilern zu müssen).

Fazit
5! Sehr sehr cool. Aquila hat mir richtig gut gefallen und konnte mich derart fesseln, dass ich mir zwischen meinen Arbeitswegen (bei denen ich die meisten Hörbücher durchbekomme) oft schon Gedanken machte, wann ich weiter hören könnte. Das an sich sagt für mich schon viel aus. Ganz klare Empfehlung!

Rezension zu "Aquila - HB"

Von: Zsadista Datum: 10. September 2017

Als Nika wach wird, geht es ihr gar nicht gut. Eigentlich dachte sie, sie hätte überhaupt nicht viel getrunken gestern beim Feiern. Schnell findet sie heraus, dass es gar nicht Sonntag, sondern Dienstag ist. Ihr fehlen ganze zwei Tage in ihrer Erinnerung. Was ist nur mit ihr los? Als sie dann im Badezimmer in den Spiegel sieht, sind es gleich zwei Tatsachen, die sie erschrecken lässt. Zum einen steht da eine nicht gerade nette Botschaft und zum anderen sieht sie grauenhaft aus.

Was ist nur in den zwei Tagen passiert? Und wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Zufällig findet sie dann einen Zettel, der wirklich verwirrende Sätze enthält. Doch alles hat Nika selbst geschrieben. Was hat sie damit nur gemeint? Und langsam setzt sich dann jedes Teilchen des Puzzles zusammen.

„Aquila“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ursula Poznanski.

Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Die Sprecherin Laura Maire hat eine wirklich gute Stimme und hat das Hörbuch absolut genial vorgelesen.

Die Story selbst zieht sich etwas dahin. Nika ist eine recht nervige und unglaubwürdige Person. Sie ist für ein Semester in Italien Kunst studieren, kann jedoch kaum ein Wort italienisch. Dazu hat sie angeblich ein fotografisches Gedächtnis, was hier in dem Roman absolut nicht glaubwürdig ist. Sie will von jedem Antworten, gibt aber selbst keine. Ihre Handlungen konnte ich ihr die meiste Zeit irgendwie nicht abnehmen.

Im ganzen Roman sind soweit keine Personen, die mir sympathisch waren. Die meisten Personen empfand ich einfach unglaubwürdig. Da es sich hier um eine ungekürzte Fassung handelt, kann ich nicht einmal vermuten, dass wichtige Teile ausgelassen wurden. Deswegen verstand ich zB die Situation von dem „Skorpionmann“ nicht. Er hätte zuerst einmal gar nichts zu befürchten gehabt, weil er gar nicht persönlich oder mit Namen gekannt wurde.

Faszinierend fand ich am Ende die Person von Jenny. Sie war wirklich etwas Besonderes. Mehr verrate ich darüber nicht, sonst müsste ich spoilern.

Die Liebesgeschichte fand ich auch total überflüssig. Vor allem das alles am Ende. Ich frage mich da nur, wie kann man da nur so blöd sein. Wirklich, ich konnte nur mit den Augen rollen und mit dem Kopf schütteln.

Mir fehlte auch die Aufklärung, was jetzt wirklich am Ende mit den einzelnen Personen passierte. Eine richtige Auflösung habe ich irgendwie vermisst. Dazu das ganze „ich war ein Arsch“ aber wir haben uns jetzt trotzdem alle „lieb“ Gehabe.

Normal wäre das Buch ein direkter Kandidat für 2 Sterne. Da mir die Person Jenny aber gefallen hat und die ein oder andere Rätsellösung recht gelungen war, vergebe ich hier doch noch die 3 Sterne.

Wirklich weiter empfehlen kann ich den Roman jedoch nicht. Er war mir einfach zu unglaubwürdig und hatte zu wenig Spannung.

Spannender Jugend-Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-Buch.de Datum: 07. September 2017

Der neue Jugendthriller „Aquila“ von Ursula Poznanski ist ebenso spannend und geheimnisvoll wie romantisch. Im Mittelpunkt steht die deutsche Studentin Nika, die eigentlich nur ein entspanntes Studienjahr im italienischen Siena erleben will. Doch die Autorin vermasselt ihr den Genuss von spannenden Uniseminaren, wilden Partys und italienischem Flair gründlich. Stattdessen beginnt sie den Lauf ihrer Geschichte mit einer gänzlich unüberschaubaren Situation und geizt auch im weiteren Verlauf nicht mit überraschenden Wendungen und erstaunlichen Erkenntnissen. Natürlich dürfen dabei auch zarte Romantik und ein italienischer Cavalier nicht fehlen. Ursula Poznanskis AQUILA ist ein gut durchkonstruierter Psycho-Jugend-Thriller, der Spaß zu hören macht - die Grand Dame der subtilen Spannung macht ihrem Ruf alle Ehre. Wunderbar einfühlsam gelesen von der Schauspielerin und Synchronsprecherin Laura Maire.

Du weißt nicht was Wahrheit oder Lüge ist – denn du kannst dich nicht erinnern

Von: Komm mit ins Bücherwunderland Datum: 03. September 2017

Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich ein großer Fan von Ursula Poznanski bin. Ich finde ihren Schreibstil wirklich packend und ihre Geschichten immer unheimlich gut durchdacht und aufbereitet. Es stand für mich deshalb schnell klar, dass ich auch ihr neustes Werk unbedingt lesen bzw. hören wollte.
Die Wahl fiel dieses Mal auf das Hörbuch, weil ich gerade schon einige Bücher und ein Hörbuch immer gut für die Lesepausen geeignet ist.

Bereits kurz nach dem Reinhören merkt man schnell den tollen Schreibstil von Ursula Poznanski. Man startet direkt ohne große Vorerklärungen und ellenlange Beschreibungen mitten in der Geschichte. Ich fand das wirklich gut, denn so passt es auch zum Inhalt der Geschichte. Man lernt nämlich Nika kennen, eine junge Studientin, die gerade ein Auslandssemester in Sienna in Italien absolviert. Sie wacht morgens plötzlich in ihrem WG Zimmer auf und kann sich an die letzten zwei Tage nicht mehr erinnern.
Der Hörer ist am Anfang ebenso ahnungslos und begibt sich gemeinsam mit Nika auf die Suche nach ihren Erinnerungen. Schnell wird klar, dass da wohl noch so einiges passieren wird, denn es verschwinden Menschen, Drohungen und ein großes Rätsel tauchen auf und irgendwie scheint sich die Schlinge um Nikas Hals immer mehr zuzuziehen noch bevor sie weiß, wo sie da eigentlich hineingeraten ist.
Die Storyidee finde ich wirklich sehr spannend und auch die Umsetzung gefällt mir richtig gut. Denn es bleibt bis zum Schluss sehr spannend und als Hörer fiebert man so richtig mit.
Das liegt vor allem auch daran, dass Nika ein relativ unkomplizierter Charakter ist. Ich wurde sehr schnell mit ihr warm wurde und konnte direkt Sympathien für sie entwickeln. Sie war mit ihrer überforderten Art angesichts der Geschehnisse wirklich sehr authentisch. Während ihren Nachforschungen zu den letzten zwei Tagen zeigte sie aber auch immer wieder ihre starken Charakterzüge. Sie ist nämlich auch ein Mädchen, die weiß was sie will und dir ihre Pläne auch in die Tat umsetzt und die nicht locker lässt, bis sie die Antworten hat, nach denen sie sucht. Was mir allerdings an ihren Charakterzügen im Laufe der Geschichte nicht so gut gefiel, waren ihre Naivität und ihr unüberlegtes Handeln. Ich konnte zu Beginn viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, denn meiner Meinung nach ergaben sich aus vielen negativen Situationen Weitere, die so gar nicht hätten entstehen müssen. Doch dann hätte es vermutlich diese Geschichte auch nicht gegeben, wenn ihre Handlungen besonnener gewesen wären.
Ob es ein Happy End für Nika gibt müsst ihr selbst natürlich lesen bzw. hören. Ich kann euch nur versichern, dass dieses Hörbuch durchweg sehr spannend ist und auch bis zum Ende hin spannend bleibt. Es werden zwar Rätsel gelöst, doch mit jeder Antwort scheinen auch gleichzeitig fünf neue Fragen aufzutauchen. Diese bleiben dann zum Glück aber nicht unbeantwortet. Spätestens am Ende werden alle Fragen beantwortet und alle diffusen Situationen so aufgelöst, dass ein rundes Bild der Geschehnisse entsteht.

Gelesen wird dieses Hörbuch von Laura Maire.
Ich finde, dass Lauras Stimme ausgesprochen gut zu diesem Hörbuch passt. Sie gibt Nika zu ihrer Stimme auch einen tollen Charakter und verleiht ebenso vielen Nebencharakteren, auf die man im Laufe der Geschichte trifft, durch ihre Stimmfarbe und die Sprechweise ganz individuelle Wesenszüge. Besonders die italienischen Akzente sind ihr dabei gut gelungen. So wurden für mich auch die Atmosphäre des Settings in Sienna sowie die Stimmung in den einzelnen Situationen noch einmal deutlich realistischer und greifbarer. Man konnte Nikas Gefühle und Stimmungen sehr gut miterleben und war einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde voll dabei.

Mein persönliches Fazit:
Ein wirklich toll erzähltes Hörbuch mit einer sehr spannenden Geschichte, die den Hörer packt und erst am Ende wieder loslässt. Für mich hat alles gepasst, bis auf Nikas unüberlegte Handlungen, die mich einfach stellenweise zu sehr genervt haben.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Hörbüchern

Atmosphärischer Thriller mit hervorragender Sprecherin

Von: Hörbuch-Junkies Datum: 02. September 2017

Meinung
Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

Ursula Poznanski ist ein Garant für spannende Jugendthriller, so war es klar, dass ich „Aquila“ unbedingt hören musste. Schon nach wenigen Minuten hat mich der spannende Plot in den Bann gezogen und eine absolute Sogwirkung entwickelt. Schnell fiebert der Hörer mit Nika, die versucht, sich ihre verlorenen Stunden wieder in Erinnerung zu rufen und teilt ihre Verwirrung über die Ereignisse. Nika ist von Anfang an sympathisch, während man Jenny äußerst skeptisch gegenüber steht. Auch die anderen Charaktere wie Stefano oder Lennard waren vielschichtig ausgearbeitet und mit vielen Details versehen, die sie real und authentisch machten.
Das Tempo, in dem die Geschichte erzählt wird, ist genau richtig, um einen konstanten Spannungsbogen zu halten. Das stetige Ermitteln und Zusammensetzen der einzelnen Hinweise ist einfach nur spannend bis hin zum großen, nervenaufreibenden Showdown, der „Aquila“ zu etwas ganz Besonderem macht.

Erzählt wird der Thriller von Laura Maire, deren jugendlich-frische Stimme bestens zu Nika passt. Sie verleiht jeder Figur ihre eigene Tonlage und drückt die Stimmungen perfekt aus. Sie transportiert hervorragend die Atmosphäre und macht Nikas Panik und Verzweiflung hörbar.

Das Cover in gelb zeigt den Titel in römischen Lettern. Die Buchstaben scheinen nach unten hin zu verlaufen, als ob Blut hinunter tropft. Zu sehen ist ein stilisierter steinerner Adler.
Verpackt ist die MP3-CD in einem Digipac aus Pappe, das im Inneren Informationen zu Autorin und Sprecherin, die einzelnen Kapitel und die Produktionsdaten enthält.

Fazit
Wieder einmal ein Geniestreich von Ursula Poznanski, der in jeder Szene überzeugt und von einer großartigen Sprecherin gelesen wird.
Spannung, Rätsel, Tempo, alles in einer ungewöhnlichen Geschichte, die die volle Punktzahl absolut verdient.

Opfer oder Täter?

Von: Katharina P. Datum: 27. August 2017

Geschichte und Erzählstil:

Ich muss es sicherlich nicht nochmal betonen, dass ich ein absoluter Fan von Ursula Poznanski und ihren Büchern bin. Bisher waren ihre Werke meiner Meinung nach immer überdurchschnittlich gut, weshalb ich mit der Lektüre ihrer Neuerscheinungen nie ein großes Risiko eingehe. "Aquila" hat diese Einschätzung erneut bestätigt.

Lesern, die normalerweise extreme und/oder verstörende Thriller lesen, wird "Aquila" möglicherweise vergleichsweise harmlos erscheinen, aber für mich als Gelegenheitsthrillerleserin war es genau das richtige Maß an Nervenkitzel. Dem Geschehen haften eine gewisse Grausamkeit und psychotischer Wahnsinn an, aber man kann es gut verdauen - zumindest hatte ich keine Albträume nach dem Lesen. Das liegt daran, dass zwar ein kryptisches Verbrechen, eine spannende Spurensuche sowie eine Verfolgungsjagd im Zentrum stehen, es aber immer wieder "lichte" Momente gibt, in denen der Fokus auf alltäglichen (zwischen-)menschlichen Komplikationen liegt. Dadurch ist zwar stets eine mysteriöse, bedrohliche Aura präsent, aber die Story ist nicht düster oder blutig-brutal. Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Jugendthriller handelt, finde ich das durchaus angemessen.

Zur Spannung tragen zwei Aspekte bei. Zum einen die Rekonstruktion der Ereignisse der vergangenen Tage basierend auf den wenigen rätselhaften Hinweisen, die Nika zur Verfügung stehen und sie auf eine abenteuerliche Suche durch Siena schicken. Zum anderen - was ein wiederkehrendes Element in Poznanskis Romanen ist - steht immer die Frage im Raum, wem sie trauen kann, wobei sie auch die Reliabilität ihres eigenen Gedächtnisses anzweifelt. Beides hat dafür gesorgt, dass mein Interesse an der Geschichte nicht abgeebbt ist und meine Aufmerksamkeit ständig gefordert war, damit ich kein (möglicherweise wichtiges) Detail verpasse.

Anders als bei anderen Thrillern zögert Urusla Poznanski die Auflösung des Verbrechens nicht bis zum Ende des Romans hinaus. Schon nach dem zweiten Drittel wird man als Leser erleuchtet (sofern man nicht schon seine eigenen, richtigen Schlüsse gezogen hat). Wer jetzt denkt, dass damit die Spannung zum Erliegen kommt, der irrt sich. Im Gegenteil resultiert daraus ein anders gearteter Nervenkitzel: der Beweis von Nikas Unschuld. Denn auch wenn sie die meisten Puzzleteile zusammengesetzt hat, stehen alle Zeichen gegen sie. Sämtliche Spuren führen zu ihr, weshalb man es dem zuständigen Kommissar kaum verübeln konnte, dass er entsprechende Schlüsse zieht.

Getragen wird die Geschichte hauptsächlich von Nika, aber mit vorschreitender Handlung auch von ihrer Mitbewohnerin Jenny, die vermisst wird. Nika verfügt über die Persönlichkeitsmerkmale, die für einen Jugendthriller geeignet sind. Sie kombiniert die jugendliche "Ich bin nur einmal jung und will was erleben"-Mentalität mit einer gewissen erwachsenen Reife. Zudem handelt sie meistens clever und gut überlegt, wenngleich sie gelegentlich auch emotional reagiert - was sie nur umso sympathischer macht. Ihre Gedankengänge wurden immer ausgesprochen authentisch und nachvollziehbar dargelegt, sodass ich zuweilen das Gefühl hatte, in ihrem Kopf herumzuspazieren. Dadurch hatte ich auch keine Schwierigkeiten, eine gewisse Nähe zu ihr aufzubauen,w as natürlich super ist. Zu Jennys Person erfährt man eigentlich nur in der Retrospektive etwas, allerdings genügt das für ein umfassendes Bild von ihr. Ich will nicht allzu viel zu ihr sagen, nur so viel: Sie ist ein facettenreicher Charakter, der für einige Überraschungen gut ist. Für ein wenig amouröses Gefühlschaosist durch diverse männliche Nebenfiguren auch gesorgt, wenngleich dieser Aspekt (zum Glück) nie die Handlung dominiert. Wer einen romantischen Subplot in Thrillern weniger zu schätzen weiß, dürfte sich davon also nicht (allzu) gestört fühlen.

Ich möchte außerdem noch positiv hervorheben, wie penibel Poznanski (oder das Lektorat) darauf geachtet hat, dass die Sprachbarriere nicht vernachlässigt wird. Man kennt das ja aus Filmen: Zwei Leute unterschiedlicher Muttersprachen kommunizieren problemlos miteinander, obwohl sie sich - mangels eines gemeinsamen Sprachschatzes - überhaupt nicht verstehen dürften, aber keiner geht darauf ein. Hier spielen die Kommunikationsdifferenzen immer wieder eine Rolle, weshalb extra eine Dolmetscherin bei den Gesprächen zwischen Nika und dem commissario herangezogen wird, damit sämtliche Informationen ohne Verlust ausgetauscht werden können. Ohne sie läuft nichts. Wann immer Nika außerdem mit nicht deutsch- oder englischsprechenden Einheimischen in Kontakt tritt, greift sie auf ihre laienhaften Italienischkenntnisse zurück. Wie gsagt, ich fand es toll, dass man das konsequent mitbedacht und in die Story eingearbeitet hat.


Sprecherin:

Mit Laura Maires Stimme bin ich bei Hörbüchern bereits seit geraumer Zeit vertraut. Überwiegend empfinde ich sie als äußerst angenehm, da man ihr ihre Professionalität anmerkt. Sie verleiht den Sätzen durch angemessene Betonung die richtige Gewichtung, hetzt nicht durch den Text (auch wenn sie an den spannungsgeladeneren Passagen auch mal das Tempo etwas anzieht) und hat auch sonst eine für Hörbücher geeignete Stimme (soll heißen: sie ist vergleichsweise melodisch und nervt mich nicht). Lediglich die Stellen, wenn sie die ständig wiederkehrenden Textzeilen aus dem Nirvana-Song "Smells Like Teen Spirit" gesungen hat, war ich weniger begeistert. Ich schätze es sehr, dass sie Melodie und Lyrics möglichst anschaulich vermitteln wollte, aber mir persönlich wäre es lieber gewesen, man hätte darauf verzichtet. Das hat allerdings meine Gesamtbewertung nicht negativ beeinflusst (schließlich kann nun mal nicht jeder super singen).

Fazit

Ursula Poznanski hat mich mal wieder nicht enttäuscht: "Aquila" ist eine spannend erzählte, dynamische Verbrechensgeschichte, die einen selbst zum Miträtseln animiert und mich fast durchweg fesseln konnte. Laura Maire hat ihre Arbeit als Sprecherin gewohnt professionell und storyadäquat ausgeführt. Insgesamt ein tolles, gut umgesetztes (Hör-)Erlebnis.

Super spannend und einfach nur klasse!

Von: CorniHolmes Datum: 20. August 2017

Seit Erebos bin ich ein riesengroßer Ursula Poznanski Fan! Ihren neuen Werken fiebere ich immer ganz eifrig und ungeduldig entgegen, da ihre Bücher so gut wie immer zu meinen Monats- wenn nicht sogar Jahres-Highlights gehören. Weil ihre Bücher bisher immer großartig als Hörbücher umgesetzt worden sind, wollte ich auch bei Aqulia unbedingt beides haben, Buch und Hörbuch. Aqulia wird von der grandiosen Sprecherin Laura Maire gelesen, die schon seit längerem zu meinen Lieblingssprechern gehört. Ein Buch von Ursula Poznanski, gelesen von Laura Maire, keine Frage, hier war meine Vorfreude besonders groß!


Eines Morgens erwacht die Studentin Nika in ihrer Wohnung und stellt zu ihrem Schrecken fest, dass sie an die letzten beiden Tage keinerlei Erinnerung hat. Im Badezimmer entdeckt sie auf dem Spiegel eine seltsame Nachricht. Wer hat die geschrieben? Was hat sie zu bedeuten? Wo sind ihre Schlüssel, ihr Pass und ihr Handy? Was ist nur passiert, warum kann sich Nika nicht an die letzten zwei Tage erinnern? In ihrer Hosentasche entdeckt die 19-jährige dann auch noch einen Zettel, auf welchem in ihrer Handschrift lauter merkwürdige Notizen stehen wie „Halte dich fern von Adler und Einhorn“ und „Das Blut ist nicht deines“. Was hat das nur zu bedeuten? Und wo ist eigentlich Nikas Mitbewohnerin Jenny? Diese ist wie vom Erdboden verschluckt. Nika beginnt durch Siena zu streifen, auf der Suche nach Hinweisen, die ihre Erinnerungen zurückkehren lassen. Es muss etwas Schreckliches passiert, da ist sich Nika sicher, nur was?


Mit Aqulia ist Ursula Poznanski mal wieder ein richtig toller Jugendthriller gelungen! Diese Frau kann einfach schreiben und sie ist eine wahre Meisterin darin, uns Leser bzw. Zuhörer gleich schon zu Beginn mit ihren Sätzen zu fesseln und miträtseln zu lassen. Auch die Themen, die sie aussucht, sind immer sehr interessant und spannend.


Hier also ist der Schauplatz Siena in Italien. Ich war noch nie dort gewesen, aber dank der detaillierten Beschreibungen der Autorin konnte ich mir von der Stadt ein sehr genaues Bild machen.Auch die Gefühle von Nika werden wunderbar beschrieben. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht, können uns von ihren Gedanken und Gefühlen also ein super Bild machen und uns problemlos in sie hineinversetzen. Mir war Nika sofort richtig sympathisch gewesen. Ihre Sorgen, Ängste und Verwirrtheit wirken vollkommen authentisch und wie Nika stehen auch wir Zuhörer vor lauter Rätseln und tappen bis zum Schluss in Dunklen.Ich hatte beim Zuhören jede Menge Spaß und habe eifrig mitgerätselt. Der Zettel mit den seltsamen Notizen wirft lauter Fragen auf und mir hat es sehr gut gefallen, wie Nika Stück für Stück den Sinn dieser Notizen entschlüsselt hat und sich an immer mehr erinnern konnte.


Auch die weiteren Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Diese hat Ursula Poznanski perfekt ausgearbeitet, auch wenn mir nicht alle sympathisch waren. Vielen misstraut Nika und ihre Skepsis habe ich nur zu oft geteilt. Auf ihrer Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen hat Nika das Gefühl, immer weniger Menschen trauen zu können und ganz auf sich alleine gestellt zu sein. Diese ständige Angst und diese Ungewissheit, was nur in diesen zwei Tagen passiert ist, bauen eine hervorragende Spannung auf und ich hatte beim Zuhören oft eine richtig Gänsehaut.


Vorgelesen wird dieser tolle Hörspaß einfach nur großartig! Laura Maire hat mir hier mal wieder gezeigt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingssprechern zählt. Mit ihrer sehr angenehmen und ruhigen Stimme verleiht sie diesem Hörbuch eine einzigartige Atmosphäre und mir hat sie ein super Hörerlebnis geboten. Besonders toll fand ich ja, wie gut Laura Maire die italienischen Sätze liest. Da Aqulia ja in Italien spielt, ist es nur zu realistisch, wenn auch mal Sätze in der Landessprache gesprochen werden. Laura Maire hat diese echt klasse hinbekommen. Und auch die Sätze von Nika sind ihr sehr gut gelungen. Ihr Italienisch ist nämlich ziemlich schlecht und dies verdeutlicht Laura Maire mit ihrer Aussprache echt super!


An der Story habe ich wirklich überhaupt nichts zu bemängeln. Aqulia zählt sogar nun zu meinem Lieblingsthrillern von Ursula Poznanski, wobei es Erebos nicht toppen konnte. Dieses Buch wird wohl vermutlich immer mein Lieblingswerk der Autorin bleiben.


Das einzige, was ich bei dem Hörbuch zu bemängeln habe, ist die MP3-CD. Ich finde es natürlich klasse, dass auch Aquila wieder eine ungekürzte Lesung ist, nur hätte ich es schöner und sinnvoller gefunden, die Lesung auf zwei MP3-CDs zu verteilen und nicht nur auf einer. Diese hat nämlich 227 Tracks und wenn man gerade mittendrin ist und mal unterbrechen muss, ist man, wenn man wieder weiterhören möchte, erst einmal wie lange am Vorspulen, bis man wieder beim richtigen Track angelangt ist. Die Länge der einzelnen Tracks ist perfekt, mich hat nur eben die Menge auf einer einzelnen CD gestört.
Das ist aber auch wirklich mein einziger Kritikpunkt. Das Hörbuch hat mir echt super gut gefallen und ist definitiv mein Hörbuch-Highlight des Monats, wenn nicht sogar des Jahres. Für einen Poznanski Fan ist Aqulia auf jeden Fall ein absolutes Muss, egal ob nun Buch oder Hörbuch. Und die, die noch nichts von der Autorin kennen und mit Aqulia beginnen, warne ich besser vor: Nach Aquila wird der Heißhunger auf Ursulas Poznanskis andere Jugendthriller geweckt sein, garantiert!


Fazit: Mega klasse! Mal wieder hat mir Ursula Poznanski gezeigt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingsautoren gehört. Mit Aqulia ist ihr erneut ein richtig spannender Jugendthriller gelungen, der mich bis zum Schluss mit seinen vielen überraschenden Wendungen gefesselt hat. Auch Laura Maire hat mir wieder bewiesen, dass sie ganz eindeutig zu meinen Lieblingssprechern zählt. Sie liest Aquila einfach grandios und hat mir ein super Hörvergnügen beschert. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Vielen Dank, liebes Bloggerportal, für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Toller Jugendthriller- Spannung von Anfang bis zum Ende!

Von: printbalance Datum: 18. August 2017

Inhaltsangabe:
Das Hörbuch handelt von der 19-jährigen Nika die Kunstgeschichte studiert und seit acht Wochen ihr Auslandssemester in Siena, Italien absolviert.
Trotz ihrer schlechten Sprachkenntnisse findet sie schnell Anschluss zu ihren Kommilitonen und ihrer Mitbewohnerin Jenny. Oft gehen die jungen Leute alle zusammen aus und genießen das Nachtleben- wie auch an jenem Samstag, den 22. April.
Nika und ihre Studienkollegen beschließen im Bella Vista Social Pub ein bisschen zu feiern- wobei für das deutsche Mädchen bereits nach einem Mojito und zwei Gläsern Wein der Abend beendet ist.

Als Nika in ihrer Wohnung auf dem Bett mit ihrer verschmutzen Kleidung wach wird, stellt sie entsetzt fest, dass sie an die vergangene Nacht keinerlei Erinnerung mehr hat. Umgehend eilt Nika ins Bad und dort trifft sie der nächste Schlag. Mit roter Zahnpasta steht auf ihrem Badezimmerspiegel ganz groß "letzte Chance" geschrieben. Auch ihr Spiegelbild macht ihr große Sorgen, denn ein langer Kratzer in einem geschwungenen Bogen der von der Schläfe abwärts bis unter das Ohr geht ziert ihr Gesicht. Umgehend sucht sie das Zimmer von ihrer WG-Genossin auf, um sie nach den Geschehnissen der letzten Nacht zu befragen. Jedoch war Jenny's Zimmer leer, das Bett unberührt und von ihr keine Spur.
Nicht nur ihre Mitbewohnerin war nicht da, sondern auch ihr eigenes Handy, der Pass, ihr Netzkabel und Akku vom Notebook waren verschwunden. Und zu allem Übel stellte sie noch fest, dass sie in der Wohnung eingesperrt und ihr gesamter Schlüsselbund auch nicht mehr vorhanden ist.

Die junge Studentin die zwar verängstigt ist, sich aber dennoch an eine harmlose Erklärung klammert, setzt sich zur Beruhigung auf das Sofa um ein wenig durch die italienischen Programme zu zappen. Als sie bei einem Nachrichtenkanal hängen bleibt sieht sie die Datumsanzeige. Fälschlicherweise ist der nächste Tag kein Sonntag wie Nika zu Anfang angenommen hat, sondern bereits Dienstag der 25. April, also 2,5 Tage später- ein Filmriss mit gravierenden Folgen.

Zum Glück konnte Nika sich aus der eingesperrten Wohnung befreien und versucht nun der Sache auf den Grund zu gehen. Nachdem Jenny tagelang unauffindbar bleibt, steht Nika unter Verdacht mit deren Verschwinden etwas zu tun zu haben.
Warum kann sich Nika an nichts mehr erinnern? Wo ist Jenny und warum will die Polizei Nika plötzlich festnehmen?

Eigene Meinung:
Von Ursula Poznanski habe ich schon einige Jugendthriller gelesen- zuletzt Elanus. Dieses Hörbuch war eine ungekürzte Lesung, die ich wahnsinnig gut fand. Die Geschichte war von Anfang an so fesselnd, dass ich am liebsten 12 Stunden non stop diese durchgehört hätte.
Nika, die mit ihren 19 Jahren sehr selbstbewusst sein muss um in einem fremden Land - deren Sprache sie nicht gut kann - ein Auslandssemester zu absolvieren war mir von Anfang an sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen, da sie so vielseitig ist und immer versucht den richtigen Weg zu gehen.

Ursula Poznanski lässt die Inszenierung an einem tollen Ort spielen, nämlich in Siena in der Toskana. Durch die bildhafte Beschreibung der Orte, bei denen Nika sich die Spur nach ihrem Gedächtnis begibt, klingt sehr interessant und faszinierend- was der Geschichte einen mystischen Flair gibt. Auch die Mentalität- vor allem von den jungen Italienern kommt gut zur Geltung.
Einige Gesprächsfetzen wurden bei dem Hörbuch auch nicht ins Deutsche übersetzt, dennoch konnte man den Sinn gut nachvollziehen und so auf dem Sprachlevel von Nika bleiben.
Die Spannung war bis zum Schluss konstant vorhanden, tolle Umgebung mit schöner Atmosphäre, gut durchdachtes Ende und das alles mit einer liebenswerten Protagonistin!
Laura Maire's Stimme war perfekt besetzt. Sowohl die Aussprache als auch die Stimmlagen der einzelnen Protagonisten waren extrem professionell von ihr gesprochen worden.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Es zeigt sich wieder einmal, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist

Von: Happy Booktime Datum: 18. August 2017

In Aquila geht es um Nika. Eine junge Frau, die zum Studieren nach Italien gezogen ist und dort mit ihrer Mitbewohnerin Jenny eine Wohnung teilt. Nicht ungewöhnlich also, das die beiden öfter zum Feiern unterwegs sind. Doch als Nika eines Morgens aufwacht und sich nicht mehr an die letzten beiden Tage erinnern kann, zudem noch ihr Handy und Schlüssel fehlen scheint sich alles geändert zu haben. Und wo war eigentlich ihre Mitbewohnerin?

Zusammen mit Nika steigt man in die Geschichte ein. Das Mädchen wird grade erst wach und so erlebt man auch als Hörer genau mit, wie alles beginnt. Da sie zu dem Zeitpunkt nicht weiß, wie sie dort hin gekommen ist oder was zuletzt passiert ist, ist man auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin und so entsteht direkt zu Anfang eine gewisse Spannungshaltung.
Da aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird, kann man ihre Zerstreutheit und ihre Gefühlssprünge hautnah miterleben und erfährt durch ihre Gedankengänge sehr viel über die Beziehung zu Jenny und anderen Charakteren.

Nika als Protagonistin hat mir mit kleinen Einschränkungen gut gefallen. Ich mag ihre Art, die Ruhelosigkeit, ihren Drang zu erfahren was passiert ist. Auch ihre Art, sich selber einmal zu überdenken finde ich klasse. Was mich ein wenig gestört hat, war ihre Skepsis. Es gibt ein paar Stellen, wo ich mich gefragt habe, warum sie da nicht mit offenen Karten gespielt hat. Dies ist allerdings ein kleiner Kritikpunkt.

Eine Liebesgeschichte spielt in Aquila nur eine untergeordnete Rolle, die eigentlich kaum der Rede wert ist. Für mein Empfinden ist das klasse. Eine ausufernde Liebesstory hätte die Spannung hier nur zerrissen und hätte die Protagonistin für mich weniger glaubhaft gemacht.

Durch das gesamte Buch zieht sich wieder Poznanskis grandioser Schreibstil. Sie schafft es einfach mich mit ihren Büchern von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen. So spannend und lebhaft wie sie erzählt, ist es immer wieder ein Erlebnis in einer ihrer Geschichten zu versinken.

Vor der Sprecherin kann ich nur den Hut ziehen. Es ist toll, wie sie der Geschichte Leben eingeflößt hat. Die Charaktere sind schon nach kurzer Zeit gut voneinander zu unterscheiden, ohne sich merkwürdig anzuhören und auch auf die Dauer des Hörbuches ist ihre Stimme sehr angenehm und ich habe ihr gerne zugehört.

Insgesamt kann ich nur jedem, dem Erebos oder Elanus schon gefallen hat dringlichst Aquila ans Herz legen. Und ebenso jedem anderen, der eine spannende, gut erzählte Geschichte sucht.

Fazit
Es hat sich wieder einmal gezeigt, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für mich stimmt hier einfach alles. Angefangen von der Grundstory, über die Charaktere bis hin zur Sprecherin.

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