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Jean-François Parot

Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Roman

Commissaire Nicolas Le Floch soll im Auftrag des Polizeipräfekten einen heiklen Fall aufklären: Der ältere der beiden Söhne des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Neben ihm liegen eine Pistole und ein Abschiedsbrief. Die Leiche des Selbstmörders sieht seltsam aufgebläht und entstellt aus. Dennoch geht der Vater von einem Selbstmord aus. Die Mutter des Verstorbenen ist jedoch anderer Meinung als ihr Mann und will unbedingt den Commissaire sprechen, und zwar heimlich in einem Kloster. Unmittelbar vor dem Treffen findet sie in einem geheimnisvollen Brunnen ihr Ende.

Die gefährlichen Recherchen führen den jungen und sympathischen Nicolas Le Floch diesmal in die Welt des Theaters, der Klöster und des Hofes von Versailles.

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

Sehr spannend, schöne Sprache!

Von: Conny Rogalla Datum: 28. August 2018

Fantastisch, wer Paris liebt und die Geschichte dieser Stadt, kommt in diesen Romanen voll auf seine Kosten. Sehr detalliert und nie langweilig führt der Autor seinen Leser in die Welt von Louis XV. und in den Alltag der verschiedenen Menschen und Gesellschaftschichten.
Dieser Fall ist sehr verzwickt und undurchsichtig und da auch dem Leser nicht jede Beobachtung des Commisaire Le Floch im einzelnen mitgeteilt wird, bleibt es bis zum Schluss spannend.
Ich hoffe sehr, dass die anderen, bereits erschienen Romane sehr zeitnah übersetzt werden, damit ich noch oft das Vergnügen haben werde, in diese Zeit einzutauchen.

Spannend, historisch genau, trotzdem unterhaltsam

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung Datum: 30. Juli 2018

Die französische, 13-bändige Krimireihe um den jungen Commissaire Nicolas Le Floch, der im Paris des Jahres 1761 zur Zeit Ludwigs XV. und der beginnenden Aufklärung geheimnisvolle Morde aufzudecken hat, sei „ein literarischer Genuss“, schrieb ich im Herbst 2017 über den mit 20-jähriger Verzögerung erstmals auf Deutsch veröffentlichten Band „Commissaire Le Floch & und das Geheimnis der Weißmäntel“ des im Mai verstorbenen französischen Schriftstellers Jean-François Parot (1946–2018). Mein Fazit damals: „Le Floch macht süchtig!“ Nach Lektüre dieses zweiten Bandes „Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten“, im März wieder im Blessing-Verlag erschienen, kann ich mein damaliges Urteil mit bestem Gewissen bestätigen.
Wieder soll der junge Commissaire Nicolas Le Floch im Auftrag des Pariser Polizeipräfekten Sartine einen überaus heiklen Fall klären: Der Sohn des Grafen de Ruissec wurde in seinem Zimmer tot aufgefunden. Offensichtlich war es Selbstmord. Doch Le Floch kommen anhand einiger Indizien erste Zweifel. Während der Graf dennoch vom Selbstmord seines Sohnes ausgeht, scheint die Mutter anderer Meinung zu sein. Sie bittet den Commissaire um ein heimliches Treffen in einem Pariser Kloster. Doch dazu kommt es nicht mehr: Le Floch findet die Gräfin in der Kirche ermordet im „Brunnen der Toten“.
Wie schon im ersten Fall „stolpert“ Le Floch geradezu während seiner Ermittlungsarbeit über weitere Leichen. Was mit einem vermeintlichen Selbstmord begonnen hatte, der sich bald tatsächlich als Mord erwies, weitet sich im Laufe der Ermittlungen zu einem komplizierten, mehrmals verwobenen politischen Komplott und Intrigenspiel aus - bis hinein ins Schloss Versailles, wo der bei einigen politischen Gruppen verhasste König Ludwig XV. residiert. Auch des Königs bislang favorisierte Mätresse, die Madame de Pompadour, mischt dabei mit, da sie ihre Position am Hof gefährdet sieht.
Das Faszinierende an Jean-François Parots wirklich lesenswerter Krimireihe ist die fast dokumentarische Beschreibung des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Paris: Nicht nur einige seiner handelnden Personen - vom Polizeichef Antoine de Sartine über den Henker Charles Henri Sanson bis zu Madame de Pompadour und König Ludwig XV. - lebten damals wirklich. Auch die Örtlichkeiten im historischen Paris, das Alltagsleben der verschiedenen Gesellschaftsschichten ist dokumentarisch bis in Einzelheiten genau, aber dennoch unaufdringlich, fast beiläufig geschildert. Jean-François Parots Detailkenntnis verwundert nicht, war er doch nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein auf das 18. Jahrhundert spezialisierter Historiker.
Nicht nur das gesellschaftliche und politische Umfeld ist auch in diesem zweiten Band wieder so überaus lebendig erzählt, dass man beim Lesen sogar Historisches lernen kann. Auch Parots Formulierungskunst, wie man sie in modernen Romanen kaum noch findet, und die den unterschiedlichen Charakteren vom adligen Höfling bis zur Bordellchefin angepasste Ausdrucksform (ein erneutes Lob dem Übersetzer Michael von Killisch-Horn!) geben uns Lesern das richtige Empfinden für eine längst vergangene Zeit. Nichts in diesen Romanen wirkt ausgedacht, alles scheint so wirklichkeitsecht. Wem diese ersten zwei Bände gefallen haben, darf sich schon bis Ende Oktober auf den dritten Band „Commissaire Le Floch & das Phantom der Rue Royale“ freuen. Allen anderen empfehle ich, bis Oktober diese ersten zwei Bände unbedingt gelesen zu haben.

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Spannend, historisch genau, trtzdem auch unterhaltsam

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung Datum: 30. Juli 2018

Die französische, 13-bändige Krimireihe um den jungen Commissaire Nicolas Le Floch, der im Paris des Jahres 1761 zur Zeit Ludwigs XV. und der beginnenden Aufklärung geheimnisvolle Morde aufzudecken hat, sei „ein literarischer Genuss“, schrieb ich im Herbst 2017 über den mit 20-jähriger Verzögerung erstmals auf Deutsch veröffentlichten Band „Commissaire Le Floch & und das Geheimnis der Weißmäntel“ des im Mai verstorbenen französischen Schriftstellers Jean-François Parot (1946–2018). Mein Fazit damals: „Le Floch macht süchtig!“ Nach Lektüre dieses zweiten Bandes „Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten“, im März wieder im Blessing-Verlag erschienen, kann ich mein damaliges Urteil mit bestem Gewissen bestätigen.
Wieder soll der junge Commissaire Nicolas Le Floch im Auftrag des Pariser Polizeipräfekten Sartine einen überaus heiklen Fall klären: Der Sohn des Grafen de Ruissec wurde in seinem Zimmer tot aufgefunden. Offensichtlich war es Selbstmord. Doch Le Floch kommen anhand einiger Indizien erste Zweifel. Während der Graf dennoch vom Selbstmord seines Sohnes ausgeht, scheint die Mutter anderer Meinung zu sein. Sie bittet den Commissaire um ein heimliches Treffen in einem Pariser Kloster. Doch dazu kommt es nicht mehr: Le Floch findet die Gräfin in der Kirche ermordet im „Brunnen der Toten“.
Wie schon im ersten Fall „stolpert“ Le Floch geradezu während seiner Ermittlungsarbeit über weitere Leichen. Was wie einem vermeintlichen Selbstmord begonnen hatte, der sich bald tatsächlich als Mord erwies, weitet sich im Laufe der Ermittlungen zu einem komplizierten, mehrmals verwobenen politischen Komplott und Intrigenspiel aus - bis hinein ins Schloss Versailles, wo der bei einigen politischen Gruppen verhasste König Ludwig XV. residiert. Auch des Königs bislang favorisierte Mätresse, die Madame de Pompadour, mischt dabei mit, da sie ihre Position am Hof gefährdet sieht.
Das Faszinierende an Jean-François Parots wirklich lesenswerter Krimireihe ist die fast dokumentarische Beschreibung des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Paris: Nicht nur einige seiner handelnden Personen - vom Polizeichef Antoine de Sartine über den Henker Charles Henri Sanson bis zu Madame de Pompadour und König Ludwig XV. - lebten damals wirklich. Auch die Örtlichkeiten im historischen Paris, das Alltagsleben der verschiedenen Gesellschaftsschichten ist dokumentarisch bis in Einzelheiten genau, aber dennoch unaufdringlich, fast beiläufig geschildert. Jean-François Parots Detailkenntnis verwundert nicht, war er doch nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein auf das 18. Jahrhundert spezialisierter Historiker.
Nicht nur das gesellschaftliche und politische Umfeld ist auch in diesem zweiten Band wieder so überaus lebendig erzählt, dass man beim Lesen sogar Historisches lernen kann. Auch des Parots Formulierungskunst, wie man sie in modernen Romanen kaum noch findet, und die den unterschiedlichen Charakteren vom adligen Höfling bis zur Bordellchefin angepasste Ausdrucksform (ein erneutes Lob dem Übersetzer Michael von Killisch-Horn!) geben uns Lesern das richtige Empfinden für eine längst vergangene Zeit. Nichts in diesen Romanen wirkt ausgedacht, alles scheint so wirklichkeitsecht. Wem diese ersten zwei Bände gefallen haben, darf sich schon bis Ende Oktober auf den dritten Band „Commissaire Le Floch & das Phantom der Rue Royale“ freuen. Allen anderen empfehle ich, bis Oktober diese ersten zwei Bände unbedingt gelesen zu haben.

Endlich Neuigkeiten von meinem Lieblingsermittler des 18. Jahrunderts!

Von: zauberblume Datum: 21. Juli 2018

"Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten" aus der Feder des französischen Autors Jean-Francois Parot habe ich mich riesig gefreut. Seine Romanreihe um Commissaire Le Floch wurde nicht nur in Frankreich sondern auch in vielen anderen Ländern ein großer Erfolg. Nun gibt es auch in Deutschland endlich den 2. Band. Der Autor bringt uns in seinen Romanen das wahre Leben im Paris des 18. Jahrhunderts nahe.

Aber nun zur Geschichte: Der ältere der beiden Söhne des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Sein Diener hat Schüsse gehört. Als Le Floch die Tür gewaltsam öffent, findet er die Leiche und daneben liegt eine Pistole und ein Abschiedsbrief. Doch der Leichnam sieht seltsam aufgebläht und entstellt aus. Der Vater des jungen Vincomte geht von Selbstmord aus, denn Ruisssec hat in letzter Zeit des öfteren melancholische Anwandlungen durchlitten. Schlimm ist jedoch, dass Selbstmord im 18. Jahrhundert ein Verbrechen ist, das die ganze Familie entehrt. Doch es steckt mehr hinter diesem Fall. Denn als Commissair Le Floch die Ermittlungen aufnimmt, weiß er noch nicht, welche Abgründe sich auftun werden. Außerdem wird er von seinem Dienstherren, dem Polizeipräfekt Sartine, wieder nur halbherzig unterstützt. Doch Gott sei Dank steht Le Floch sein treuer Helfer Pierre Bourdeau sicher zur Seite ...

Wieder der Wahnsinn! Der Autor begeistert mich mit seiner herausragenden Geschichte - ich verstehe, dass diese Bücher total beliebt sind - von der ersten bis zur letzten Seite. Wenn ich zu lesen beginne, befinde ich mich wieder sofort im Paris des 18. Jahrhunderts. Sehe das bunte Treiben auf den Straßen vor mir, die Armut, die herrscht. Dann sind da auf der anderen Seite wieder die betuchten Adeligen, die ihr Leben in vollen Zügen genießen. Und mittendrin mein Lieblingscommissair, der wieder mal mit einem besonderen Fall vertraut ist. Bei seinen Ermittlungen kommt Le Floch auch seine besondere Menschenkenntnis zu Hilfe. Ich sehe in direkt vor mir, wie er die Leute beobachtet und versucht, ihre Gedanken und Vorgehensweise zu verstehen. Auch dürfen wir wieder eine aufregende Zeit am Hofe des Königs verbringen. Parot beschreibt alle Charaktere so wunderbar, ich sehe sie bildlich vor Augen und auch vom Leben am Hofe kann ich mir eine genaue Vorstellung machen. Vor meinem inneren Auge läuft die ganze Geschichte wie ein Film ab. Diese tolle Geschichte sorgt aber auch für genügend Gänsehautfeeling, denn es gab auch die eine oder andere Situation, die mir das Blut in den anderen gefrieren ließ. Einfach genial!

Durch Parot habe ich ein neues Genre für mich entdeckt. Ich bin begeistert von diesen historischen Paris-Krimis, die man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Sie sind für mich Meisterwerke erster Klasse und ich freue mich schon riesig auf Band drei. Das Cover gefällt mir auch total gut, man sieht im Hintergrund immer einen neuen Teil von Paris. Und auch die Karten auf der Innenseite des Buches finde ich spitzenmäßig. Ein wunderbares Gesamtpaket, für das ich gerne 5 Sterne vergebe.

Commissaire Nicolas Le Floch

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum: 27. Mai 2018

„Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor:

„Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten“
von Jean-Francois Parot

In Frankreich sind bereits 13 Bände von Commissaire Nicolas Le Floch erschienen. Der Blessing Verlag hat nun den zweiten Band dieser historischen Krimireihe in Deutschland veröffentlicht.

1. Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel
2. Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten

Nicolas Le Floch wurde vom König selbst zum Commissaire am Châtelet von Paris ernannt. Er ist nun einer von 80 verbürgten Commissaire der Metropole und schon wartet ein neuer heikler Fall auf ihn.

Oktober 1761:

Vicomte Lionel, der ältere der beiden Söhne des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Auf den ersten Blick sieht es nach Selbstmord aus, denn neben dem Toten liegen ein Abschiedsbrief und eine Pistole. Da Selbstmord als schlimmes Verbrechen geahndet wird, versucht die Familie des Toten, es als Unfall darzustellen. Der Diener des Toten berichtet allerdings, dass sein Herr in letzter Zeit sehr melancholisch gewirkt und Suizidgedanken geäußert hätte. Für Commissaire Nicolas Le Floch passen bei diesem Fall jedoch einige Dinge nicht zusammen und er hält einen Selbstmord für ausgeschlossen und geht von Mord aus. Nachdem die Mutter des Verstorbenen auch noch ein unglückliches Ende in einem Brunnen findet – kurz bevor sie sich mit ihm treffen wollte - ist dem Commissaire klar, das es hier um mehr geht als „nur“ um Mord. Gemeinsam mit seinem treuen Begleiter Polizeiinspektor Pierre Bourdeau beginnt er mit den Ermittlungen und seine Recherchen führen ihn auch diesmal wieder bis nach Versailles zum König.


Fazit:

Das in Frankreich bereits 13 Fälle von Commissaire Le Floch erschienen sind, zeigt, wie beliebt die Bücher von Jean-Francois Parot dort sind. Mit der Veröffentlichung des ersten Bandes im letzten Jahr in Deutschland, hat der Autor auch schnell hier seine Fangemeinde gefunden und schafft es auch mit diesem neuen Fall, einen in seinen Bann zu ziehen.

Mit seinen wunderbaren, dichten und atmosphärischen Beschreibungen fühlte ich mich wieder mitten in Paris des 18. Jahrhunderts zu sein. In den übelriechenden, dreckigen Straßen oder aber im dekadenten, reichen Schloss Versailles. Dem Autor gelingt es hervorragend, diese Diskrepanz zwischen Arm und Reich sichtbar zu machen und mir als Leserin noch einmal deutlich zu machen, warum es letztendlich zur französischen Revolution kommen musste. Die historischen Beschreibungen sind wieder sehr gut recherchiert und dies geht natürlich auch darauf zurück, das Jean-François Parot an der Sorbonne in Paris - Geschichte und Ethnologie - studiert hat.

Genauso hilfreich ist wieder das Glossar am Ende des Buches mit den historischen Persönlichkeiten die in diesem Roman mitspielen.

Eine tolle Idee ist auch diesmal wieder, dass jedes Kapitel vorab ein passendes Zitat hat:

1. Kapitel – Selbstmord
„Die Gesetzte in Europa sind grimmig gegen diejenigen, die sich selbst töten:Man lässt sie sozusagen ein zweites Mal sterben; sie werden auf unwürdige Weise durch die Straßen geschleift; man überhäuft sie mit Schande; man konfisziert ihren Besitz.“ Montesquieu

Der Roman lebt natürlich vor allem durch seinem Protagonisten Commissaire Le Floch und den hat der Autor exzellent in Szene gesetzt. Besonders sympathisch ist mir „Le Floch“ gerade wegen seiner Ecken und Kanten und seiner doch immer mal wiederkehrenden jugendlichen Fehltritte.

Der dritte Band „Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale“ erscheint noch in diesem Herbst und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und freue mich sehr darauf !!!



Besten Dank an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension zu "Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten"

Von: Zsadista Datum: 05. Mai 2018

Paris Oktober 1761. Commissaire Le Floch hat einen besonderen Auftrag. Er soll den Saal überwachen, da die Tochter des Königs Louis XV anwesend ist. Da die königliche Familie Angst vor Anschlägen hat, soll er ein Auge auf Adelaide haben.

Noch während der Aufführung wird es in der Königsloge unruhig. Es wurde wohl eine Nachricht überbracht, die für große Aufregung sorgt. Le Floch ist sofort zur Stelle.

Augenscheinlich hat der Sohn des Comte de Ruissec Selbstmord begangen. Er scheint sich selbst erschossen zu haben. Da dies eines der schlimmsten Verbrechen dieser Zeit ist, versucht es die Familie de Ruissec als Unfall darzustellen.

Trotz den vorliegenden Beweisen findet Le Floch ein Selbstmord ausgeschlossen. Zu viele Dinge passen einfach nicht zusammen. Doch Unterstützung aus seinen eigenen Reihen scheint aussichtslos.

So ermittelt Le Floch auf eigene Faust.

„Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten“ ist der zweite Teil aus der Le Floch Serie aus der Feder des Autors Jean-Francois Parot.

Auch bei dem zweiten Teil finde ich das Cover auf den ersten Blick eher unspektakulär und unauffällig. Wenn man den Band aber in Händen hält, sieht man erst, wie toll das Cover gestaltet ist. Dieser Band ziert einen anderen Teil der Stadt.

Im Umschlag innen ist dann auch eine große Karte von Paris. Darin verzeichnet sind die Punkte, die für den Krimi wichtig sind. So kann man immer nachsehen, wo man sich in Paris gerade befindet. Am Ende des Buches befindet sich ein etwa zwanzig Seiten großer Anhang. Darin sind wichtige Sachen und Personen erklärt. Ich habe das vor Beginn des Buches gelesen und musste so nicht zwischendurch hinten nachlesen.

Auch hier fand ich Le Floch zwar wieder sehr hochgestochen und von oben herab, aber auch sehr passend für diese Zeit.

Die Figuren im Gesamten fand ich auch hier wieder sehr gut heraus gearbeitet. Der typische hohe Adel, der immer über alles steht und das tiefe gemeine Volk, das nichts wert ist.

Dazu die Stimmungen und Gegebenheiten aus dem 18. Jahrhundert. Der Dreck und das Elend dieser Zeit sind richtig gut beschrieben. Man meint ab und an fast, man würde selbst in dem Dreck stehen.

Der Krimi ist nicht reißerisch, sondern eher ruhig, verflochten und verworren. Aber alles wird entwirrt und hat einen Sinn. Mir gefällt es sehr, historische Krimis zu lesen. Es ist immer wieder genial, wie die Menschen in der Zeit auch oft auf die Täter gekommen sind. Gut, in Wirklichkeit war es wohl nicht ganz so, trotzdem wurden auch in der Zeit, Täter überführt.

Mir hat der zweite Teil sehr gut gefallen und bin schon auf den dritten gespannt. Ich kann den Krimi wirklich jedem empfehlen, der historische Krimis mag.

Noch besser als der erste Band!

Von: Kim F Datum: 09. April 2018

Paris, 1761: Der Pariser Polizeikommissar Nicolas Le Floch ermittelt in seinem zweiten Fall. Der Graf de Ruissec und seine Frau begleiten gerade Madame Adélaïde, die Tochter des Königs Ludwig XV., in die Oper, die auch Le Floch aus dienstlichen Gründen besucht, als die Familie vom vermeintlichen Selbstmord ihres Sohnes, dem Vicomte de Ruissec, erfährt. Le Floch untersucht gemeinsam mit seinem Vorgesetzten de Sartine die Leiche des Vicomte, der mit einer Pistole und einem Abschiedsbrief in seinem Zimmer aufgefunden wurde, das Gesicht seltsam entstellt. Während alles zunächst nach Selbstmord aussieht, geht Nicolas von Mord aus, wie auch scheinbar die Mutter des Toten, die Nicolas allein treffen will. Kurz vor dem Treffen stirbt sie jedoch in einem Brunnen...

Den im letzten Jahr auf Deutsch erschienenen ersten Fall von Nicolas Le Floch habe ich bereits mit sehr großem Vergnügen gelesen, da durfte selbstverständlich auch nicht der gerade veröffentlichte zweite Band fehlen, der sich sogar als noch ein wenig besser als der schon tolle erste Teil herausstellte. Der Kriminalfall ist erneut überaus spannend und fesselnd, man kann wunderbar mit Nicolas über das gesamte Buch hinweg mitknobeln, da man zwar einzelne Ideen bekommt, wer in den Fall verwickelt ist, aber bis zum Ende das Ausmaß des Falls nicht erraten kann. Außerdem lebt das Buch wieder von seiner sympathischen Hauptfigur, die man unheimlich gern auf ihren Ermittlungen begleitet. Nicolas‘ Privatleben und seine Vorgeschichte spielen diesmal eine untergeordnete Rolle, wie auch generell die Handlung des ersten Teils nicht wichtig für das Verständnis des zweiten Bandes ist. Den ersten Fall würde ich trotzdem vor diesem hier lesen, da man sich sonst ein echtes Lesevergnügen vorenthält.
Was Parot ebenso wieder herausragend gelingt, das ist die sehr detailreiche und gut recherchierte Darstellung des Paris im 18. Jahrhundert. Nicolas ist mehrmals am Hof von Versailles, den man mit all seinen Prunkbauten und weitläufigen Gärten und Wäldern vor seinem geistigen Auge auferstehen sieht. Genauso detailliert beschreibt der Autor das schmutzige Paris, seien es Opernhäuser, Kirchen, die Polizeigebäude und Gefängnisse, die Welt der Reichen und die Welt der Armen. Man bekommt einen Einblick in die medizinische Vorgehensweise, die Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei, die oftmals durch Machtinteressen eingeschränkt sind, und auch einen Überblick über die Geschichte Frankreichs zu dieser Zeit wie auch die Königsfamilie. Dabei merkt man dem Autor eindeutig an, dass er Historiker ist. So gut recherchiert habe ich eigentlich noch nie den historischen Kontext eines Kriminalromans erlebt. Vorkenntnisse zur damaligen Zeit helfen bei der dichten Handlung und all den auftauchenden realen Personen ungemein.
Diese werden glücklicherweise aber auch im Anhang vorgestellt, was wirklich dazu beiträgt, dass man den Überblick behalten kann. Ebenso werden einzelne Begriffe erläutert. Vor dem Text findet man zudem noch eine Übersicht über die fiktiven Personen, die im Roman eine Rolle spielen. Wem dies an Zusatzinformationen noch zu wenig ist, dem wird noch ein toller Einband geboten. Das ansprechend gestaltete Cover zeigt bereits einen Auszug aus einem historischen Stadtplan von Paris, der auf den Innenseiten des Einbands noch ausführlicher zu sehen ist und Paris um 1761 mit für die Handlung wichtigen Gebäuden zeigt. Man bekommt somit ein rundum überzeugendes Gesamtpaket geboten.

Fazit

Auch dieser zweite Fall von Nicolas Le Floch überzeugte mich auf ganzer Linie. Der Kriminalfall lädt zum spannenden Mitknobeln ein. Durch die detaillierte Darstellung des historischen Kontextes versinkt man im Paris des 18. Jahrhunderts und scheint selbst durch Versailles zu spazieren. Der dritte Teil der Reihe soll im Herbst endlich auf Deutsch erscheinen, ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf ihn!

"Zögern Sie nicht, Minen zu legen [...]."

Von: Travel Without Moving Datum: 04. April 2018

"Zögern Sie nicht, Minen zu legen, aber lösen Sie keine Explosion aus ohne meinen ausdrücklichen Befehl." (Seite 48)

Oktober 1761: Commissaire Nicolas Le Floch ist aus dienstlichen Gründen in der Pariser Oper: Der Polizeipräfekt Monsieur de Sartine hat ihn beauftragt, den Saal zu überwachen, da Madame Adélaïde, die Tochter des Königs Louis XV, mit ihrem Gefolge anwesend ist und die Königsfamilie nach einem Attentat auf Louis XV in Angst lebt.

Am Ende des zweiten Aktes wird es in der Königsloge unruhig, und bald stellt sich heraus, dass der Comte und die Comtesse de Ruissec, die beide in der Oper anwesend sind, eine sehr aufwühlende Nachricht erhalten haben: Ihr ältester Sohn Vicomte Lionel war am Abend nach Hause gekommen, sofort in sein Zimmer gegangen und hatte sich darin eingeschlossen. Kurz darauf hatten die Diener einen Schuss gehört.

Vieles deutet auf einen Suizid hin, und einer der Diener erzählt, dass der Vicomte schon seit 20 Tagen Suizidgedanken geäußert hätte. Doch es gibt auch Auffälligkeiten, die für Le Floch nicht ins Bild passen, und sein Gefühl sagt ihm, dass sie es hier mit einem Mord zu tun haben.

De Sartine glaubt nicht an einen Mord und will sich aus der gesamten Angelegenheit - aufgrund der Nähe zum Königshaus und einem damit zusammenhängenden Interessenkonflikt - so weit wie möglich heraushalten, so dass er Le Floch den Fall überträgt und ihm freie Hand gewährt, um den Fall zu lösen.

Ich kenne Paris gut, liebe die Stadt sehr und interessiere mich schon seit Kindheitstagen für das vorrevolutionäre Frankreich des Absolutismus, und so hat mich schon ‚Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel‘, der erste Band der Reihe, vollauf begeistern können.

Auch ‚Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten‘ ist von Anfang bis Ende gelungen, versetzt den Leser glaubhaft ins 18. Jahrhundert und nach Paris, vermittelt Wissen zum Alltag der Armen und der Reichen unter Louis XV und unterhält auf perfekte Weise.

Jean-François Parot, Historiker und Experte für das 18. Jahrhundert, entführt den Leser in das Paris der gepuderten Perücken und der schier unerträglichen Gerüche, der Peinlichen Befragungen und der zahllosen Toten in der Seine, der Oper und der Commedia dell‘arte, der bitteren Armut und des Elends, des unermesslichen Reichtums und der absolutistischen Herrscher, der Jagd und der Bordelle.

Auch der Kriminalfall ist spannend, klug konstruiert und glaubwürdig, doch auch mit einem weniger ausgefeilten Fall wäre das Buch meiner Meinung nach ein Pageturner und eine besondere Buchempfehlung, denn Parot ist einfach ein Meister der stimmungsvollen Beschreibungen und nimmt den Leser mit durch die stinkenden, elenden Straßen Paris‘ und an den Versailler Königshof.

Ich freue mich schon auf den dritten Band der Reihe und hoffe zudem, dass es neben den Büchern auch bald Hörbücher zu den Romanen geben wird.

Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten. Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Blessing, 2018, 415 Seiten; 17 Euro.

Das verschlossene Zimmer

Von: wal.li Datum: 31. März 2018

Commissaire Le Floch soll als Vertreter der Polizei in der Oper für die Sicherheit der königlichen Familie sorgen. Deshalb ist er sofort zur Stelle als ein Bote in der königlichen Loge eine offensichtlich besorgniserregende Nachricht überbringt. Le Floch eilt zum Wohnsitz des Comte de Ruissec, wo er in der Lage ist, die Tür zu den Räumen des Sohnes der Familie zu öffnen. Der junge Mann liegt tot in seinen Gemächern. Die Umstände scheinen auf einen Selbstmord hinzuweisen. Das ist im Jahr 1762 allerdings eines der schlimmsten Vergehen, die ein Mensch begehen kann. Die Familie versucht daher den Todesfall als Unfall darzustellen.

Die Untersuchungen des Commissaire Le Floch erweisen sich als schwierig. Polizeipräfekt Sartine erscheint etwas desinteressiert, was den jungen Ermittler ebenso misstrauisch macht wie die Spuren, die er an der Leiche gefunden hat. Natürlich macht er sich unter diesem Umständen um so hartnäckiger auf die Suche nach der Wahrheit. Gemeinsam mit seinem treuen Wachtmeister Bourdeau gelingt es Le Floch ein Komplott ungeahnten Ausmaßes aufzudecken. Gibt es etwa Zusammenhänge mit der politischen Situation des Jahres 1762 oder handelt es sich um ein rein familiäres Ereignis der de Ruissecs? Je tiefer Le Floch gräbt, desto verworrener werden die Hinweise. Schon bald gibt es eine weitere Leiche.

In seinem zweiten Fall vermag Commissaire Le Floch ebenso zu überzeugen wie in seinem ersten. Der Autor versteht es aufs Beste das Paris des 18. Jahrhunderts zu beschreiben. Man hört die Kutschen, die Pferde, das Gemurmel der Menschen auf den Straßen, man meint die meist nicht gerade angenehmen Gerüche wahrzunehmen, die in den Gassen wabern. Man spürt die anheimelnde Atmosphäre, wenn Nicolas Le Floch im Kreise seiner Gönner und Freunde weilt. Man nimmt teil an den höfischen Intrigen und an der Tragödie der Familie de Ruissec. Nach und nach entfalten sich die Zusammenhänge. Geschickt werden die Handlungsstränge zunächst verflochten und dann wieder entwirrt. Dabei ist das höfische Leben und dessen Auswirkungen auf die öffentliche Ordnung immer gegenwärtig.

Ein ruhiger Kriminalroman, der das Leben in Paris um 1762 detailliert und so lebendig beschreibt, dass man fast glaubt, es könne tatsächlich so zugegangen sein.

Denjenigen, die des Französischen mächtig sind, kann gewiß auch die TV-Serie empfohlen werden, mit der bereits die ersten zwölf Teile der Reihe verfilmt worden sind.

grandiose Fortsetzung. Le Floch ist ein genialer Ermittler

Von: Melanie Berg Datum: 31. März 2018

4,5 von 5 �� grandiose Fortsetzung. Le Floch ist ein genialer Ermittler

Inhalt
Commissaire Nicolas Le Floch soll im Auftrag des Polizeipräfekten einen heiklen Fall aufklären: Der ältere der beiden Söhne des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Neben ihm liegen eine Pistole und ein Abschiedsbrief. Die Leiche des Selbstmörders sieht seltsam aufgebläht und entstellt aus. Dennoch geht der Vater von einem Selbstmord aus. Die Mutter des Verstorbenen ist jedoch anderer Meinung als ihr Mann und will unbedingt den Commissaire sprechen, und zwar heimlich in einem Kloster. Unmittelbar vor dem Treffen findet sie in einem geheimnisvollen Brunnen ihr Ende.
Die gefährlichen Recherchen führen den jungen und sympathischen Nicolas Le Floch diesmal in die Welt des Theaters, der Klöster und des Hofes von Versailles.

Meinung
Ich bin ja ein großer Fan der Altmeister des Krimigenre, wie Agatha Christie, Miss Marple, Hercule Poirot und auch Le Floch gehört dazu; also ist nach dem tollen ersten Teil auch dieser ein Must-Read. Durch das ganze Buch ist irgendwie eine Alfred Hitchcock Atmosphäre. Auch dieser Teil war ein klasse Hingucker. Die Aufmachung /Cover und InnenBuchrücken haben einen wahnsinnige tolle Widererkennung, bei beiden Büchern sieht es innen wie der Spielplan bei Scottland Yard, nur das es bei Le Floch nicht Schottland sondern Paris aus dem Jahre 1761 darstellt mit den wichtigsten im Buch vorkommenden Plätze. Das macht diese Reihe einzigartig und charmant. Und ich bin froh, das ich die Chance hatte von Anfang an dabei war.

Der Schreibstil von Parot ist enzigartig, er schafft es geschichtlich mit schonungslosen Wissen eine grandiose Atmosphäre zu schaffen.

Seine Romane sind gespickt mit pikanten Details aus der Zeit, so zum Beispiel der Hinweis, daß die Kutschen in Versailles oft nach Urin stanken, weil die feinen Herren sich während der Fahrt entleerten.

Auch in diesem Fall bekommt es Nicolas Le Floch mit einem myseriösen Mord zu tun. Die Leiche von dem ältesten Sohn des Grafen de Ruissec wird in einem verschlossenen Zimmer "erschossen" aufgefunden. Der erste Eindruck des Vaters ist Selbstmord, aber die Leiche ist seltsam aufgebläht und die Mutter möchte das Le Floch die Wahrheit herausfindet.

Die örtlichen Beschreibungen sind auch super toll, ein Kenner des Paris des 18. Jahrhunderts. Ich warte schon sehnsüchtig auf den dritten Teil! Ich verstehe auch absolut warum diese Reihe so erfolgreich ist. Ein Must-Read!

Absolute Leseempfehlung!

Fakten
416 Seiten
HC 17,00 €
Ebook 13,99 €

Erschienen im Karl Blessing Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier:
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3896675729/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1522429180&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=le+floch+band+2&dpPl=1&dpID=61z2dcDqh2L&ref=plSrch

Ich möchte mich bei der RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1