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Jean-François Parot

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

Roman

»Ein neuer Maigret wurde geboren: Nicolas Le Floch… Der Roman ist mit einem Realismus von halluzinatorischer Suggestivkraft geschrieben.« Le Figaro

Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?

Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Leserstimmen

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel – Der französische Sherlock Holmes kommt nach Deutschland [Buchrezension]

Von: Chochi Rain Datum: 06. Februar 2018

Wir schreiben das Jahr 1761, die französische Revolution hat noch nicht stattgefunden, aber man merkt deutlich, dass die Bürger von Paris nicht Zufrieden sind mit ihrem Monarchen. In all diese Turbulenzen wird der junge Nicolas Le Floch geworfen, der gerade seine Studienzeit beendet hat und nun in die Hauptstadt eingeladen wird um einen alten Familienfreund bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Ein Angebot, welches Nicolas etwas zu gut zu sein scheint um wahr zu sein.

Mit Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel erscheint Jean-François Parot große Kriminalreihe, die in Frankreich bereits aus vierzehn Bänden und einer Fernsehserie besteht, nun endlich auf Deutsch. Die Reihe begleitet den angehenden Kriminalisten Nicolas Le Floch auf seinen Abenteuern, beginnend in der vorrevolutionären Zeit Frankreichs.

Im ersten Band der Reihe geht es für Nicolas in das schimmernde Paris des Barrock. Umgeben von Prunk und Pracht soll Nicolas das verschwinden eines Kommissares aufklären und wird dabei immer weiter in die Tiefen von Korruption und Verschwörungen hineingezogen, die bis zum Königshaus selbst zu reichen scheinen.

Schnell findet sich Nicolas in einer Situation vor, die treue Gefährten und ein hohes kriminalistisches Gespür verlangt.

Toller Kriminalroman in grandiosem Setting
Die Le Floch-Reihe, die im März bereits fortgesetzt wird, gehört Definitiv zu einer der coolsten Entdeckungen aus 2017. Der Roman ist wirklich gut geschrieben und vor allem historisch wirklich toll recherchiert. Die deutsche Ausgabe ist sehr schön aufbereitet und verfügt neben einer historischen Karte von Paris, auch über einen Glossar, der entscheidende historische Persönlichkeiten und Begrifflichkeiten erklärt.

Auch wenn dieser Roman dafür gesorgt hat, dass ich mich wirklich sehr auf die Fortsetzung freue, ist er für sich gesehen eher ein drei von fünf Sternen Kandidat. An vielen Stellen wirkt der Roman noch etwas unentschlossen, was beim Erstlingswerk eines Romans durchaus passieren kann. Zudem gibt es einige grotesk detaillierte Folterszenen, die von Figuren beschrieben werden, jedoch absolut nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, so dass man sich fragen muss ob es diese Szenen wirklich gebraucht hätte.

SO sehr ich von der Deutschen Aufmachung begeistert bin – vor allem, wenn man einmal das französische Original googlet –, so sehr bin ich von der Nutzlosigkeit der eingefügten Karte enttäuscht, die willkürlich einige Orte markiert hat, jedoch fast alle handlungsentscheidenden Orte einfach weglässt und gerade diese würde ich auf einem solchen Hilfsmittel erwarten.

Nichtsdestotrotz ist Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel ein wirklich guter Kriminalroman und ein spannender Auftakt für eine Reihe, die Großes verspricht.

Ein solider Auftakt

Von: LadyRosely Datum: 02. Januar 2018

"Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel" von Jean-François Parot 

Klappentext:

Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten? 

Meinung:

Der historische Krimi ist ein Genre, zu dem ich doch immer wieder sehr gern greife. Aus diesem Grund hat mich das Werk „Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ auch so angesprochen und ich war sehr neugierig, welche Geschichte sich hinter den beiden Buchdeckeln versteckt. Besonders gespannt war ich auf das Paris des 18. Jahrhunderts. In welche Ecken von Paris dürfen wir denn Commisaire Le Floch begleiten, welcher Kriminalfall werden wir wohl bearbeiten, waren meine ersten Gedanken, als ich das Buch angefangen habe zu lesen.

Meine anfängliche Neugierde ist leider einer sehr schnellen Ernüchterung gefolgt. Irgendwie konnte mich der Autor mit dieser Geschichte nicht zu 100% abholen. Der Kriminalfall war gut durchdacht und hatte seine kleinen Wendungen, Tücken und der Commisaire hatte schon die ein oder andere Hürde zu nehmen. Für mich war es ein klassischer Kriminalfall und ich hatte durchaus meine Freude den Commisaire zu folgen, auch wenn ich mir vielleicht doch die ein oder andere Überraschung gewünscht hätte.

Des Weiteren hätte ich mir noch mehr gewünscht, dass Paris noch mehr beschrieben wurden wäre und die Atmosphäre von Paris noch ein weniger mehr in den Vordergrund gerückt wäre. Zu dem hätte ich es auch nicht schlecht gefunden, wenn die Gegebenheiten der Zeit mehr raus gearbeitet wurden wären. Dies war mein erster Eindruck, als ich das Buch zugeschlagen habe. Allerdings möchte ich dazu sagen, dass ich noch nicht gewusst hatte, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Mit dem Wissen, dass es sich um eine Reihe handelt, kann ich auch verstehen, warum der Autor bei diesem Werk auch noch sehr zurückhaltend war und Paris als solches auch noch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Die Protagonisten wiederum haben mir sehr gut gefallen und ich muss sagen, dass der Autor meiner Meinung nach für Personen bzw. Protagonisten ein sehr gutes Gefühl hat. Sie waren meiner Meinung sehr gut gezeichnet und man konnte sich gut in sie hinein versetzen. Besonders Le Floch war mir sehr sympathisch und ich bin ihm doch sehr gerne gefolgt. Auch sein Partner Bourdeau hat mir sehr gut gefallen.


Fazit:

Hätte ich gewusst, dass es sich um eine Reihe handelt, wäre ich sicherlich ganz anders an die Geschichte gegangen und an dem ein oder anderen Punkt nicht ganz so kritisch gewesen. Dennoch kann ich dieses Buch empfehlen. Vor allem Leser, welche mit dem Genre vielleicht noch nicht sehr viel Erfahrung haben. Ich hoffe, dass die nachfolgenden Bände ebenfalls auf deutsch erscheinen und dass mich der zweite Band mehr überzeugen kann, denn ich würde sehr gern dem Commisaire Le Floch noch ein wenig mehr in Paris begleiten.


Vielen Dank an Blessing Verlag und Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. (Meine Buchbesprechung auf meinem Kanal folgt noch.),"Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel" von Jean-François Parot 

Klappentext:

Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten? 

Meinung:

Der historische Krimi ist ein Genre, zu dem ich doch immer wieder sehr gern greife. Aus diesem Grund hat mich das Werk „Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ auch so angesprochen und ich war sehr neugierig, welche Geschichte sich hinter den beiden Buchdeckeln versteckt. Besonders gespannt war ich auf das Paris des 18. Jahrhunderts. In welche Ecken von Paris dürfen wir denn Commisaire Le Floch begleiten, welcher Kriminalfall werden wir wohl bearbeiten, waren meine ersten Gedanken, als ich das Buch angefangen habe zu lesen.

Meine anfängliche Neugierde ist leider einer sehr schnellen Ernüchterung gefolgt. Irgendwie konnte mich der Autor mit dieser Geschichte nicht zu 100% abholen. Der Kriminalfall war gut durchdacht und hatte seine kleinen Wendungen, Tücken und der Commisaire hatte schon die ein oder andere Hürde zu nehmen. Für mich war es ein klassischer Kriminalfall und ich hatte durchaus meine Freude den Commisaire zu folgen, auch wenn ich mir vielleicht doch die ein oder andere Überraschung gewünscht hätte.

Des Weiteren hätte ich mir noch mehr gewünscht, dass Paris noch mehr beschrieben wurden wäre und die Atmosphäre von Paris noch ein weniger mehr in den Vordergrund gerückt wäre. Zu dem hätte ich es auch nicht schlecht gefunden, wenn die Gegebenheiten der Zeit mehr raus gearbeitet wurden wären. Dies war mein erster Eindruck, als ich das Buch zugeschlagen habe. Allerdings möchte ich dazu sagen, dass ich noch nicht gewusst hatte, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Mit dem Wissen, dass es sich um eine Reihe handelt, kann ich auch verstehen, warum der Autor bei diesem Werk auch noch sehr zurückhaltend war und Paris als solches auch noch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Die Protagonisten wiederum haben mir sehr gut gefallen und ich muss sagen, dass der Autor meiner Meinung nach für Personen bzw. Protagonisten ein sehr gutes Gefühl hat. Sie waren meiner Meinung sehr gut gezeichnet und man konnte sich gut in sie hinein versetzen. Besonders Le Floch war mir sehr sympathisch und ich bin ihm doch sehr gerne gefolgt. Auch sein Partner Bourdeau hat mir sehr gut gefallen.


Fazit:

Hätte ich gewusst, dass es sich um eine Reihe handelt, wäre ich sicherlich ganz anders an die Geschichte gegangen und an dem ein oder anderen Punkt nicht ganz so kritisch gewesen. Dennoch kann ich dieses Buch empfehlen. Vor allem Leser, welche mit dem Genre vielleicht noch nicht sehr viel Erfahrung haben. Ich hoffe, dass die nachfolgenden Bände ebenfalls auf deutsch erscheinen und dass mich der zweite Band mehr überzeugen kann, denn ich würde sehr gern dem Commisaire Le Floch noch ein wenig mehr in Paris begleiten.

Vielen Dank an Blessing Verlag und Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. (Meine Buchbesprechung auf meinem Kanal wird noch folgen.)

mehr Leserstimmen anzeigen

Spannend: Commissaire Le Floch

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 30. Dezember 2017

Paris zur Zeit Ludwig XV. aus der Sicht der damaligen Polizei und der Aufklärung von Verbrechen. Der Roman ist eine Neuauflage und bereits vor siebzehn Jahren das erste Mal in Frankreich erschienen. Dort gelten die "Le Floch Romane" zu Recht als Geheimtipp historischer Krimis. Dies ist der erste und Parot lockt mit seiner gute Schreibe von der ersten bis zur letzten Zeile in eine vergangene Welt. Wer Paris kennt, wird vieles erkennen und doch ganz anders neu erlesen. Erlesen ist der Roman nicht nur aufgrund des Schreibstils, seiner Spannungsbögen und faszinierender, kurz gehaltener Detailbeschreibungen. Die Geschichte an sich ist fesselnd und man rätselt unwillkürlich mit. Dazu kommt, das der tonangebende Le Floch zumindest in diesem ersten Band noch gar kein Kommissar ist. Er lernt den Job erst und bekommt vom Polizeipräfekten sogleich einen delikaten Fall hingeworfen. So, wie die Personen angelegt sind, fiebert man mit Le Floch mit und freut sich, wenn alles mit ihm gut geht.

Eine Freude zum Lesen!

Atmosphärisch dicht erzählt und klassisch fesselnd inszeniert.

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 26. Dezember 2017

Das Paris des 18. Jahrhunderts unter König Ludwig dem XV ist eine Metropole aus Licht und Schatten. Und Jean-François Parot taucht in “Das Geheimnis der Weißmäntel” tief in die quirlige Metropole hinein. Mit seinem jungen dynamischen Helden Nicolas Le Floch, der Sherlock Holmes alle Ehre macht, führt er uns in viele spannende Kulissen aus gruseligen und heruntergekommenen Ecken, aber auch bürgerlichen und sogar königlichen Häusern. So lässt der Autor eine ganze vergangene Stadt neu erstehen, atmosphärisch dicht erzählt und klassisch fesselnd inszeniert. Kein Wunder, dass der who-done-it-Krimi in Frankreich schon lange ein Geheimtipp ist!

Nicolas Le Floch, Policier du Roi

Von: K_Luca Datum: 10. Dezember 2017

Ich war völlig aus dem Häuschen, als ich mitbekommen habe, dass es jetzt die ersten beiden Bände in deutscher Übersetzung gibt. Bis dato habe ich die französischen Ausgaben gelesen und leider nicht alles verstanden, vor allem, da sie im Französisch des 17. Jahrhunderts geschrieben sind. Ich habe Bücher und Verfilmungen durch Zufall vor vier oder fünf Jahren kennengelernt und bin seither absoluter Fan der Reihe. Monsieur Parot zeichnet als studierter Historiker ein Bild des Paris im "Jahrhundert des Lichts", in das man zu gerne eintaucht. Die exzellente Verwebung von realen und fiktiven Personen zieht den Leser in die Geschichten hinein und man ist - also ich - absolut unglücklich, das Buch zu Ende gelesen zu haben.

Grandios

Von: Nici F. (Nici's WORT & Totschlag/ Facebook) Datum: 03. Dezember 2017

☆☆☆ Rezi - Zeit ☆☆☆

Jean-François Parot

"Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel"
Blessing Verlag

Klappentext:

Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?

Meinung:

Wer mich kennt weiß, das ich bis dato nicht viel mit Historischen Büchern anfangen konnte, aber das ist nun Geschichte.
Ich bin total begeistert und war schon nach kurzer Zeit mitten in Paris, mitten im 18. Jahrhundert. Ich kann es sowas von verstehen, warum die Bücher rund um Kommisar Le Floch zu Bestsellern wurden.
Wahnsinnig guter, bildhafter Schreibstil. Wunderbar atmosphärisch, voller Leben und Gefühl. Komplexe Handlung, aber stets nachvollziehbar. Nicolas Le Floch ist so symphatisch, warmherzig und intelligent, habe ihn so in mein Herz geschlossen. Ich habe ihn bei seinen Ermittlungen und Nachforschungen begleitet, mit ihm gelitten und gelacht.
Der Autor versteht es, den Leser durch komplexe Handlungsstränge immer wieder aufs "Glatteis" zu führen.

Fazit:
Intelligenter, spannender Krimi.
Für mich hat das Gesamtpaket gepasst.
Tolle Story, sympathischer Ermittler, bildhafter Schreibstil.....! Für mich pures Lesevergnügen. Mich hat dieser Krimi wirklich total begeistert. Historisch toll recherchiert und spannend bis zur letzten Seite.
Von mir gibts für Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel 5 Sterne und definitiv eine Leseempfehlung

Vielen Dank an Blessing Verlag und Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Sensationell, historisch faszinierend und absolut spannend

Von: Sigismund von Dobschütz Datum: 19. November 2017

Es ist absolut unverständlich, warum man uns deutschen Lesern die äußerst faszinierende historische Krimi-Reihe um den Pariser Commissaire Nicolas Le Floch seit Jahren vorenthalten hat. Erst jetzt im September erschien endlich im Blessing-Verlag der schon vor fast 20 Jahren im französischen Original erstmals veröffentlichte historische Roman "Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel" von Jean-François Parot (71). Er ist der Auftakt einer in Frankreich bereits auf 13 Bände gewachsenen, teilweise TV-verfilmten und in etliche Sprachen übersetzten Krimireihe, die im Paris des 18. Jahrhunderts zur Zeit Ludwigs XV. und der beginnenden Aufklärung spielt. Überaus spannend ist der fiktive Kriminal- und Spionagefall um korrupte Polizisten und verschwundene Briefe des Königs, mit dessen Klärung der junge, gerade aus der bretonischen Provinz nach Paris gekommene Notariatsgehilfe Nicolas Le Floch im Jahr 1759 vom Pariser Polizeipräfekten Sartine beauftragt wird - ausgestattet mit allen Vollmachten des Königs. Es versteht sich von selbst, dass der in kriminalistischer Arbeit völlig unerfahrene junge Mann diesen verzwickten Fall nach einigen Anlaufschwierigkeiten dann doch zur vollen Zufriedenheit seines Chefs und des Königs löst und am Ende sogar vom König persönlich zum Commissaire ernannt wird, auf den (aktuell) noch zwölf weitere spannende Fälle warten. Doch dies ist gar nicht das eigentlich Besondere und Ungewöhnliche an der historischen Krimireihe. Faszinierend wird sie erst durch ihr genaues, fast dokumentarisches Abbild jener Zeit, in der dieser Roman spielt: Nicht nur die auftretenden Personen - vom Polizeichef Sartine über den Henker Sanson bis zu Madame Pompadour und König Ludwig XV. - gab es tatsächlich. Auch die Örtlichkeiten im alten Paris und das gesellschaftliche Zeitgeschehen um 1760 ist sehr genau, aber nicht aufdringlich erzählt. Diese Perfektion muss nicht wundern. Der Autor weiß, worüber er schreibt: Jean-François Parot ist nicht nur studierter Historiker, zu dessen Schwerpunktthema die Zeit der Aufklärung gehört, sondern schrieb zudem 1969 eine Arbeit über die Strukturen dreier typischer Pariser Stadtviertel zu jener Zeit. Doch nicht nur das gesellschaftliche und politische Umfeld ist grandios erzählt, auch die wohlgesetzte Formulierungskunst, wie man sie in aktuellen Büchern heute kaum noch findet (ein Lob dem Übersetzer Michael von Killisch-Horn!), gibt dem Leser das passende Empfinden für die längst vergangene Zeit. Ganz nebenbei kann man sogar so manches aus diesem Roman lernen wie die Ablösung der Quacksalberei (Aderlass) durch die Anfänge der modernen Medizin, den Beginn der kriminalistischen Forensik (Fallklärung durch Spurennachweis, nicht durch Folter), das Aufkommen des hygienischen und gesundheitsförderlichen Ganzkörperbades (man wusch sich zuvor allenfalls Hand und Gesicht) oder die Einführung der Kartoffel, deren Garzeit allerdings noch im Beten von mehreren Vaterunsern gemessen wurde. Dieser Krimi - und wohl auch die folgenden Bände um den jungen Pariser Kommissar; der zweite Band „Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten“ ist für März angekündigt - bieten nicht nur Spannung, sondern vermitteln unmerklich historische Wissenshäppchen und bieten sogar zeitgenössische Kochrezepte. Die Reihe "Commissaire Le Floch" ist also ein literarischer Genuss, den man uns in Deutschland leider viel zu lange vorenthalten hatte. - Ergänzend gibt es seit August das kostenlose eBook "Die Welt des Commissaire Le Floch", u.a. mit Texten zum Straßenleben jener Zeit, zur Hygiene, zur damaligen Sexualmoral, zur Kochkunst und zur Entwicklung der Gastronomie.

Unterhaltsamer Auftakt der Le Floch-Serie

Von: Die kleine Bibliothek Datum: 19. November 2017

Als Maigret des vor-revolutionären Frankreichs beschreibt Le Figaro Commissaire Nicolas le Floch. Der aufstrebende junge Ermittler steht im Zentrum des Krimis von Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel. Ein Ritterschlag, den die Tageszeitung damit vornimmt, denn wer steht mehr für den klassischen französischen Kriminalroman als die Figur von Georges Simenon? Treffend ist die Aussage insofern, als dass der erste Band der le Floch-Reihe ein sehr klassisches Finale findet. Wenn der junge Beamte ausschweifend vor großem Publikum die Auflösung präsentiert, meint man fast, Maigret oder Poirot um die Ecke biegen zu sehen. Unterhaltsam ist der Krimi dennoch, wenngleich mir die „halluzinatorische Suggestivkraft“, die Le Figaro ausgemacht haben will, stark übertrieben scheint.

Le Floch ist ein Findelkind, das der ehrenwerte Marquis de Ranreuil unter seine Fittiche genommen hat. Er schickt seinen Schützling 1761 nach Paris, um beim Polizeipräfekten Sartine vorstellig zu werden. Es dauert nicht lange und le Floch wird in einen Mordfall verwickelt, der nicht nur äußerst verzwickt ist, sondern sich zu einer Staatsaffäre ausweiten könnte. Denn der korrupte Polizeibeamte Lardin hat Briefe zwischen König Ludwig XV. und seiner Mätresse Mme de Pompadour unterschlagen, die politisch heikel sind.

Die Opfer und die Verdächtigen, die in dem Buch auftauchen, sind gewiss keine psychologisch tiefen Charaktere, aber diesen Anspruch hat der Krimi auch nicht. Er unterhält auf durchaus intelligente Weise, indem er historische Persönlichkeiten integriert, wie den Henker Charles-Henri Sanson, der noch während der Französischen Revolution gewirkt hatte. Und Parot integriert amüsante, zuweilen befremdliche Figuren wie Jean Tirepont, der einen mobilen Latrinendienst betreibt. Auf seinen Schultern balanciert Tirepont eine Stange, an deren beiden Enden Eimer angebracht sind, in denen man mangels öffentlicher Toiletten seine Notdurft verrichten konnte. Diese kleinen Details vermitteln einen Eindruck, was es hieß, in der damaligen Zeit in einer Metropole wie Paris zu leben. Immer wieder wird der Gestank thematisiert, der in der Stadt, insbesondere in den weniger gehobenen Viertel geherrscht hatte, so dass man sich an Patrick Süßkind („Das Parfum“) erinnert fühlt, der wie kein anderer beschrieben hatte, wie sehr die Pariser Nasen noch im 18. Jahrhundert leiden mussten.

Le Floch ermittelt in heruntergekommenen Spelunken und Bordellen und kommt dabei mit blasierten Edelmännern und vom Leben gezeichneten Gaunern ins Gespräch. Dadruch zeichnet Parot einen interessanten Querschnitt der Gesellschaft. Die geringe Achtung jener Zeit für den Einzelnen scheint dabei zart durch, doch stets bleibt Das Geheimnis der Weißmäntel ein leichter, unterhaltsamer Kriminalroman.

2017 ist das Buch bei Blessing erschienen, für 2018 ist bereits der zweite Band angekündigt, und man darf annehmen, dass noch viele weitere folgen werden. In Frankreich ist Nicolas le Floch bereits eine etablierte literarische Figur. Mehr als zehn Bände hat Parot bereits veröffentlicht, bevor die Reihe für den deutschen Markt entdeckt wurde.

Hervorragend

Von: Frau Lehmann Datum: 17. November 2017

Mit diesem Buch legt der Blessing Verlag den ersten Band einer Reihe vor, die in Frankreich schon seit dem Jahr 2000 erscheint und es inzwischen auf ganze dreizehn Bände gebracht hat. Sogar eine Serien-Verfilmung gibt es. Hoffen wir, dass wir nicht ebenfalls 17 Jahre auf eine synchronisierte Fassung warten müssen. Das wäre wirklich äußerst schade.

Parot, einem studierten Historiker, spezialisiert auf das 18.Jahrhundert, gelingt es nämlich, sein immenses Wissen in eine spannende und sehr lebendige Geschichte zu verpacken, die den Leser mitnimmt auf eine Reise in das Paris von 1761. Ein Paris im Aufbruch, ein Paris, in dem königlicher Glanz und tiefstes Elend nebeneinander wohnen, ein Paris, in dem Mord und Korruption Alltag sind. Dort nun also soll der junge Provinzler Nicolas Le Floch einen Kriminalfall lösen, der von höchster Bedeutung für den König ist. Le Floch, gerade erst, versehen mit einem Empfehlungsschreiben seines Patenonkels, aus der Bretagne nach Paris gereist, weiß zunächst gar nicht, wie ihm geschieht, kennt er sich doch in der großen Stadt keineswegs aus und mit den Gepflogenheiten der Bewohner schon gar nicht.

Mit diesem raffinierten Kunstgriff hat Parot die Möglichkeit, sowohl Le Floch, als auch uns einiges zu erklären und nutzt das auch geschickt. So begleiten wir also den jungen Mann auf seinem Weg und erfahren nebenher, wie das Leben in Paris zur damaligen Zeit aussah und das ganz unaufdringlich, eingebettet in die Erzählung.

Die nimmt schnell an Fahrt auf, denn mit seinen Ermittlungen scheint unser jugendlicher Held in ein Wespennest gestochen zu haben. Und genauso schnell mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, das mit 453 Seiten nicht gerade schmal angelegt ist. Zumindest ist es mir so ergangen. Von Mittag bis Mitternacht habe ich durchgelesen, dann war der Fall leider gelöst und ich nur dadurch zu trösten, dass der nächste Band schon im Frühjahr 2018 erscheint und danach hoffentlich noch mindestens elf weitere.

Definitiv auch erwähnenswert ist die Aufmachung des Buches. Der Einband wird beherrscht von einem historischen Stadtplan, der auf der Innenseite die wichtigsten Handlungsorte aufzeigt. So bekommt man ein besseres Gefühl für die zu Fuß oder per Kutsche zurückgelegten Entfernungen. Desweiteren gibt es eine Liste der auftretenden Personen und dazu ergänzend ein Register der historischen Persönlichkeiten, die in diesem Buch von Bedeutung sind. Das ist hochspannend, weil es erkennen lässt, wie präzise Parot seine Geschichte in den historischen Kontext eingefügt hat. Schlussendlich folgt noch ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen, so dass der Leser auf seiner Zeitreise wirklich gut begleitet wird.

Ein gut recherchierter, spannend geschriebener historischer Krimi und gelungener Auftakt zur Reihe – wirklich lesenswert!

Sympathischer Auftakt einer Krimi-Reihe

Von: TheFallingAlice Datum: 14. November 2017

Paris, Mitte des 18. Jahrhunderts.

Nicolas LeFloch ist neu in der Stadt. Noch grün hinter den Ohren ergattert er eine Stelle bei der Polizei. Schon von Beginn an ist ihm klar: er muss noch viel lernen.

Während er zunächst Hilfsarbeiten ausführt, wird er in dem Haus des Commissaire Lardin untergebracht. Schnell freundet er sich mit dessen Tochter und dessen Haushälterin an. Doch zu Frau Lardin erhält er einfach keinen Zugang. In einem Moment ist sie furchtbar kalt und abweisend, im nächsten versucht sie den jungen Mann mit ihren Blicken zu verführen. Dann verschwindet Commissaire Lardin. Nicolas wird mit dem Fall betraut – eine Ehre. Bald schon findet er heraus, dass hinter allem mehr steckt, als nur der Fall eines Verschwundenen. Es ist ein Geheimnis von nationaler Tragweite, dem sich LeFloch mit großen Schritten nähert.

Dies ist der erste Fall des Commissaire , der im Original bereits im Jahr 2000 erschienen ist. Wir begegnen in diesem Roman einem jungen und zunächst noch sehr zurückhaltenden, ja fast in sich gekehrten jungen Mann. Er ist ein Findelkind, der bei seinem Patenonkel aufwuchs. Kein Mann von Rang also. So ist er sich der außerordentlichen Ehre bewusst bei der Pariser Polizei eine Stelle zu finden. Er trauert seinem Leben daheim immer noch nach, vor allem der schönen Tochter seines Patenonkels. Doch die Ereignisse in Paris nehmen seine ganze Aufmerksamkeit in Beschlag. Und nicht nur die. Besonders das Essen hat es Nicolas bzw. dem Autor angetan. Nichts wurde im knapp 500 Seiten langen Roman öfter besprochen als die Zubereitung unterschiedlicher Gerichte. Mag sein, dass es in der Summe weniger ist als behauptet, dennoch hatte das Ganze eine unglaubliche Präsenz. Auch sonst ist der Autor geneigt, bei einzelnen Szenen länger zu verweilen als nötig.

Ein Beispiel.

Nicolas ist in Eile und möchte seinem Chef etwas mitteilen. Er selbst ist verletzt, der Sekretär lässt ihn durch, er betritt den Raum und merkt, dass der Chef noch einen anderen Gast hat. Er belauscht das darauf folgende Gespräch. Doch dieses dauert so lange, dass man über die Seiten vergessen hat, dass erstens Nicolas noch in der Ecke steht und zweitens was er überhaupt wollte.

Der Roman als Einstiegsroman in eine Reihe von weiteren Kriminalfällen funktioniert nur bedingt, da die Handlung stellenweise doch recht zäh verläuft. Die Figur des Nicolas LeFloch jedoch wirkt sympathisch auf den Leser. Man beobachtet die Wandlung von einem schüchternen Mann in einen Ermittler. Diese Wandlung vollzieht sich schrittweise und immer angemessen. So verliert er nicht an Glaubwürdigkeit. Auch wenn die jugendliche Naivität bisweilen dann auf die Nerven zu gehen beginnt, wenn unser Polizist mal wieder in eine Falle tappt.

Der Roman hat seine Schwächen. Doch sind diese nicht so gravierend, dass man dem zweiten Roman keine Chance geben könnte. Vielleicht entwickelt sich mit seinem Werk nicht nur die Figur, sondern auch der Autor weiter. Ein paar Kürzungen hier und da würden dem Ganzen gut tun. Dennoch war der Fall komplex, gut strukturiert und am Ende sogar – ein bisschen zwar nur aber immerhin – überraschend.

'weder durch Nachdenken noch Betrachten'

Von: Travel Without Moving Datum: 10. November 2017

"Schließlich handelte es sich ja um eine so dicht verknäuelte Reihe von Knoten, dass weder durch Nachdenken noch Betrachten Anfang und Ende der Schlingung erkennbar war." (Quintus Curtius Rufus)

1759 in Frankreich: Der 19-jährige Nicolas Le Floch hat bei Jesuiten in Vannes ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert und schließlich als Notariatsgehilfe in Rennes gearbeitet. Eines Tages gibt ihm sein Patenonkel, der Marquis de Ranreuil, ein Empfehlungsschreiben für seinen Freund Monsieur de Sartine, der Polizeipräfekt in Paris ist, und schickt Nicolas zu ihm.

Sartine bietet Nicolas eine Anstellung als Sekretär im Dienste des Königs an, und Nicolas zeigt viel Talent und Eifer bei seiner Arbeit, wodurch sein Ansehen steigt. Nachdem der Polizeikommissar Lardin, in dessen Haus Nicolas untergekommen ist, verschwindet, erhält Nicolas von Sartine deshalb die vertrauensvolle Aufgabe, Lardin aufzuspüren. Bald wird eine Leiche gefunden, bei der es sich um den Polizeikommissar handeln könnte, doch Nicolas vermutet, dass es sich um eine Finte handeln könnte. Und je mehr Nicolas recherchiert, desto mehr verdächtige Personen tun sich auf, desto komplexer werden die Zusammenhänge und desto mehr gerät sein eigenes Leben in Gefahr.

Ich kenne und liebe Paris sehr und interessiere mich schon lange für die Zeit des Absolutismus in Frankreich, weshalb ich sehr gespannt auf ‚Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel‘ war. Oft kann eine Lektüre so hohe Erwartungen, die ich an den Roman hatte, nicht erfüllen, und man bleibt nach dem Lesen eher enttäuscht zurück. Hier war das keineswegs der Fall, und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so gut von einem Krimi unterhalten wurde. ‚Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel‘ ist ein richtig toller Schmöker, und der Moment, in dem ich realisiert habe, dass es im französischen Original schon 14 Bände gibt, war ein sehr glücklicher.

Von Anfang an schafft es Jean-François Parot, der an der Sorbonne Geschichte und Ethnologie studiert und sich auf das 18. Jahrhundert spezialisiert hat, dem Leser einen faszinierenden Einblick ins Leben zur Zeit Louis‘ XV. zu bieten und Paris auf atmosphärische Weise zu beschreiben, so dass man beim Lesen in eine andere Welt versetzt wird. Dass Parot ein Experte in Sachen 18. Jahrhundert ist, merkt man dabei auf jeder Seite, denn neben dem spannenden und komplexen Kriminalfall und den sehr überzeugend charakterisierten Protagonisten erhält man als Leser detaillierte und lebendige Informationen über den Alltag der Menschen und die Zustände in der Stadt. Dabei ist das Buch sprachlich anspruchsvoll, lässt sich durch den fesselnden Inhalt und die stimmungsvollen Beschreibungen aber dennoch schnell und flüssig lesen.

Im März 2018 erscheint mit ‚Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten‘ der zweite Band der Reihe bei Blessing. Bis dahin kann man sich mit dem kostenlosen Ebook ‚Die Welt des Commissaire Le Floch‘ die Zeit vertreiben.

Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel. Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Blessing, 2017, 479 Seiten; 17 Euro.

Commissaire Le Floch

Von: Literaturwerkstattkreativ / Blog Datum: 05. November 2017

„Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor:

„Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel“
von Jean – Francois Parot

In Frankreich sind bereits 13 Bände von dieser historischen Krimireihe „Commissaire Nicolas Le Floch“ erschienen. Nun hat der Blessing Verlag den ersten Band auch hier veröffentlicht.

Nicolas Le Floch wird in der Bretagne als Findelkind gefunden und von dem Stiftsherrn Francois Le Floch adoptiert. Dieser lässt Nicolas eine gute Schulausbildung bei den Jesuiten zukommen und danach arbeitet dieser bei seinem Patenonkel, dem Notar Marquis de Ranreuil. Nicolas verliebt sich in dessen Tochter Isabelle. Da dies jedoch nicht gerne gesehen wird, schickt der Patenonkel Nicolas mit einem Empfehlungsschreiben nach Paris. Mit neunzehn Jahren im Jahr 1759 verlässt dieser nun seine Heimat, um sich beim Polizeipräfekten Monsieur Gabriel de Sartine vorzustellen. Der Polizeipräfekt stellt Nicolas als Ermittler ein und bildet ihn weiter aus. Dann erhält unser Protagonist seinen ersten schwierigen Fall. Er soll das Verschwinden des Polizeikommissars Guillaume Lardin untersuchen und hochbrisante Dokumente aufspüren, die verschwunden sind. Hieraus könnte sonst ein Skandal entstehen der bis ins Königshaus reichen würde und somit auch König Ludwig XV treffen könnte.

Nicolas de Floch beginnt voller Eifer mit den Ermittlungen. Hilfe erfährt er vom Polizeiinspektor Pierre Bourdeau. Können die Beiden zusammen den Fall lösen ?

Fazit:

Commissaire Le Floch gilt in Frankreich schon lange als absoluter Geheimtipp unter den historischen Kriminalromanen und ich kann mich dieser Meinung nur anschließen.

Jean – Francois Parot hat einen glänzenden Erzählstil, er formuliert wunderschön aus und allein von seiner sprachlichen Ausformulierung her fühlte ich mich in die damalige Zeit zurück versetzt. Auch seine historischen Beschreibungen fand ich sehr gut recherchiert. Wie er uns den Karneval des 18. Jahrhundert hat miterleben lassen, uns in Folterkammern, Bordellen, durch dunkle Gassen geführt hat. Uns an Diskussionen von medizinischen Wissenschaften, über Aderlass oder Körperhygiene hat teilhaben lassen. Auch die große Diskrepanz zwischen Arm und reich beschreibt er brillant. Ich hatte Kopfkino pur und fühlte mich zurück versetzt in diese Zeit. Eine Epoche des Übergangs von der Renaissance zur Moderne, voller Neuentdeckungen auf allen Gebieten. Eine Zeit der sozialen, wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Verhältnisse im Umbruch. Eine Gesellschaft im Wandel, – auch nicht mehr all zu weit entfernt von der französischen Revolution. Und genau in dieser vor-revolutionären Zeitepoche lässt er seinen Protagonisten Nicolas Le Floch lebendig werden. Ein sehr sympathischer junger Mann, der Fehler macht, in Fettnäpfchen tritt, aber das Herz am rechten Fleck hat. Der Autor schafft es hervorragend Kriminalfall und Geschichte zusammen in Einklang zubringen.

Eine schöne Idee fand ich zudem, dass jedes Kapitel vorab mit einem passendem Zitat versehen wurde.

Abgerundet wird dieses Werk durch ein Glossar am Ende des Buches. So konnte ich mir die historischen Persönlichkeiten die in diesem Roman mitspielen noch einmal genauer vor Augen führen. Aber auch die Erklärungen von den Begrifflichkeiten der damaligen Zeit fand ich sehr hilfreich. Zudem steht auch noch eine kostenlose Kindle-Edition „Die Welt des Commissaire Le Floch“ mit genaueren Erläuterungen zur Verfügung.

Das einzige was mich ein wenig verwundert hat ist, dass der Blessing Verlag so eine Buchperle nicht als Hardcover Buch herausgebracht hat.

Ich freue mich auf jeden Fall auf den 2 Band: „Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten“, der im März 2018 erscheinen soll.

Eine absolute Leseempfehlung von mir, für alle Liebhaber von historischen Kriminalromanen !!!



Besten Dank an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar.


Gelungener Auftakt einer historischen Kriminalreihe

Von: zauberblume Datum: 29. Oktober 2017

"Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel" ist der erste Band einer historischen Krimireihe, die in vielen Länder bereits ein Bestseller wurde. Endlich gibt es auch bei uns einen Debütroman des Autors Jean-Francois Parot, der sich auf diese Zeitepoche spezialisiert hat. Er entführt uns ins Paris des 18. Jahrhunderts.

Die Geschichte: Paris, 1761. Da kommt der junge Nicolas Le Floch aus der Provinz nach Paris. Und hier wird er gleich dem Polizeipräfekten unterstellt und mit der Ermittlung eines heiklen Falles beauftragt. Ein Polizeibeamter wird der Korruption verdächtigt. Und was zuerst als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet. Es entsteht ein Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. In Paris ist zu dieser Zeit einiges los. Die Gesellschaft gibt sich dem wilden Treiben des Karnevals hin. Doch Nicolas taucht immer tiefer in den Fall ein. Seine Nachforschungen führen Le Floch in Spielhöllen, Abedeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Ist dieser junge Mann den Anforderungen gewachsen und kann er den König retten?

Ich bin total begeistert und bin nach den ersten Zeilen sofort in die Geschichte eingetaucht. Und ich kann auch verstehen, warum dieser Bücher zu Bestsellern wurden. Der Autor mit genauen Beschreibungen lässt uns sofort an dem Geschehen teilhaben. Man merkt einfach, dass er Experte auf dem Gebiet des 18. Jahrhunderts ist. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich in Paris, sehe die Menschen, sehe die Macht mancher Bewohner und auf der anderen Seite ist das Elend greifbar. Und mittendrin ist Nicolas Le Floch, das von seinem Vormund nach Paris geschickt wurde, um hier noch einiges zu lernen. Aber dass er gleich mit so einem mysteriösen Fall beauftragt wird, damit hatte er nicht gerechnet. Aber Le Floch - der neue Maigret - meistert alles mit Bravour. Ich habe in bei seinen Unternehmungen und Nachforschungen begleitet. Hier hatte ich ab und an ein richtiges Gänsehautfeeling. Besonders der Besuch in der Bastille hat für Herzrasen gesorgt. Es herrschten zu damaligen Zeit noch andere Sitten und Gebräuche. Durch die herausragenden Beschreibungen des Autors bekommt man einen Einblick in die damalige Haushaltsführung, die Küche, die Hygiene und viele andere Dinge. Ich fand es wirklich hochinteressant.

Für mich ein gelungenes Gesamtpaket. Ich hatte mit Le Floch Lesevergnügen pur. Es war spannend, dramatisch, aber auch total unterhaltsam und manchmal hatte ich richtig Angst um Le Floch (aber er hatte ja auch noch einen tollen Kollegen zur Seite). Mich hat dieser historische Paris-Krimi wirklich total begeistert. Das Cover, finde ich, passt auch hervorragend zum Buch. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Fall von Le Floch.

Wo ist die Handlung?

Von: Nomas Literaturblog Datum: 26. Oktober 2017

Das Buch ging überhaupt nicht an mich, ich kann weder den Verkaufserfolg nachvollziehen, noch die euphorischen Rezensionen auf Amazon, wobei auf letzteren ohnehin keine einzige echte Rezension zu finden war, sondern nur *gekaufte*.
Ich habe auf Seite 175 abgebrochen, die einzigen nennenswerten Ereignisse waren der Fund einer gefrorenen Leiche und der Versuch, den Ermittler mit einer Droschke zu überfahren. Ich bin niemand, der beständig Action braucht, aber das ist nun wirklich ein bisschen arg mager.

Fazit

Ich würde gerne schreiben, dass in den Buch irgendwas passiert, aber das ist leider nicht der Fall.

Rezension zu "Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel"

Von: Zsadista Datum: 24. Oktober 2017

Paris, 1761. Nicolas Le Floch hat das Glück als Waisenjunge einen guten Vormund zu bekommen. Er ermöglicht Nicolas eine gute Ausbildung und schafft ihn dann zum Pariser Polizeipräfekten.

Hier beginnt er seine Karriere als Ermittler im Auftrag seiner Majestät.

Bei Lardin, ein Vorgesetzter, bekommt er ein Zimmer. Doch dann verschwindet Lardin. Angeblich bei einer geheimen Mission. Le Floch bekommt den Auftrag, Lardins verschwinden zu untersuchen und gerät in die dunkelsten Gassen und in den größten Dreck von Paris.

Was steckt hinter dem geheimnisvollen Verschwinden von Lardin?

„Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ ist der erste Teil der Reihe um den französischen Ermittler Le Floch aus der Feder des Autors Jean-Francois Parot.

Das Cover des Romans ist jetzt nicht so auffällig, wie so manch anderes Cover. Trotzdem bin ich direkt darauf aufmerksam geworden. Der goldene Punkt „Ein historischer Paris-Krimi“ war bei mir ausschlaggebend. Hat man das Buch allerdings erst mal in Händen, dann sieht man erst, wie toll das Cover gearbeitet ist. Dieser dunkle Glanz ist wirklich fantastisch.

Im Umschlag innen ist dann auch eine große Karte von Paris. Darin verzeichnet sind die Punkte, die für den Krimi wichtig sind. So kann man immer nachsehen, wo man sich in Paris gerade befindet. Am Ende des Buches befindet sich ein etwa zwanzig Seiten großer Anhang. Darin sind wichtige Sachen und Personen erklärt. Ich habe das vor Beginn des Buches gelesen und musste so nicht zwischendurch hinten nachlesen.

Die ersten Kapitel erscheinen noch etwas langatmig, weil man das ganze Vorleben von Nicolas erzählt bekommt. Doch die Geschichte selbst nimmt dann relativ schnell an Fahrt auf. Es wird spannend und interessant, wie sich die einzelnen Personen geben und dargestellt werden.

Nicolas an sich erscheint etwas gestelzt und eitel. Ich fand das für die Zeit sehr passend und gut beschrieben. Auch die anderen Figuren fand ich sehr identisch mit der Zeit.

Der Autor hat es wunderbar bis ekelhaft auf Papier gebracht, wie es in der Zeit von 1760 in Paris war. Dreckig, arm und brutal. Alleine die Beschreibungen der Folter muss man erst einmal verkraften. Wenn man es nicht durch die Geschichte besser wüsste, könnte man meinen, die Vorgehensweisen bei der Folter wären reine Erfindung. Sind es allerdings leider nicht, also sollte der geneigte Leser doch vorher wissen, dass dieses Buch nichts verheimlicht.

Ich fand den ersten Band der Reihe wirklich sehr stark geschrieben und bin gespannt, ob der Autor mit den nächsten Bänden dieses Level halten konnte. Die Originalausgabe ist bereits im Jahre 2000 veröffentlicht worden. In Deutschland wurde die Serie erst 2017 entdeckt und in deutscher Sprache aufgelegt. Ich bin über diese Entdeckung wirklich froh.

Wer historische Krimis mag, liegt hier mit Sicherheit richtig. Ich war wirklich begeistert.

Gehemmtes Erzähltempo, dafür die geballte Ladung historischer Atmosphäre!

Von: book_lover01301 Datum: 22. Oktober 2017


Worum geht's?

"Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?"


Warum hab ich es gelesen?

Ich bin ja bekanntlich ein Fan historischer Krimis - am liebsten viktorianisch, aber Paris am Vorabend der französischen Revolution nehme ich auch gerne. Noch dazu handelt es sich hierbei um den Beginn einer Reihe, was für mich definitiv immer ein Grund ist, dem Buch mal eine Chance zu geben.


Wie war's?

Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn des Buches ein bisschen zu kämpfen. Es passiert quasi nichts, außer dass ganz kleinschrittig Nicholas le Flochs Weg zur Polizei beschrieben wird. Dabei driften so einige Erzählpassagen sehr detailliert ab (was gab es zu essen, welcher Wein wurde dazu getrunken), was zwar den Spannungsbogen und die Geschichte nicht wirklich vorwärts bringt, allerdings eine ungemein dichte Atmosphäre schafft.

Diese ist auch fraglos die große Stärke des Buches. Man fühlt sich ganz schnell in die damalige Zeit versetzt, während man Le Floch durch die dunklen Gassen von Paris folgt. Heraufbeschworen wird dieses Gefühl nicht nur durch eine sehr bildhafte Sprache, sondern eben auch eine recht zeitgemäße Erzählweise.

Irgendwann nimmt die Geschichte dann auch endlich ein wenig mehr Fahrt auf und man darf sich an einem äußerst geschickt konstruierten Kriminalfall erfreuen, bei dem nicht unbedingt alles so ist, wie es zu Beginn den Anschein hat. Zum Fall an sich möchte ich gar nicht so viel erzählen, außer dass er uns ermöglicht, ein durchaus breites Bild der damaligen Zeit und der Pariser Gesellschaft zu gewinnen.

Ein weiterer großer Pluspunkt waren für mich sowohl die Karte von Paris, welche zu Beginn des Buches abgedruckt wurde, sowie das Personenverzeichnis. Bei den vielen, zum Teil ähnlichen französischen Namen und Begriffen war dies eine echte Hilfe.


Was war besonders?

Ganz klar: Die überaus gut recherchierte und detaillierte historische Einbindung. Um noch mehr in dieses Feeling eintauchen zu können, erschien beim Verlag zusätzlich das kostenlose Ebook Die Welt des Commissaire Le Floch - Leben und Sterben im Paris des 18. Jahrhunderts. Neben Hintergrundinformationen zur Romanreihe gibt es auch Interviews mit dem Autor.


Reading Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel makes me feel like...

Ein besonderer Krimi mit geballter, historischer Atmosphäre, aber eben auch einem etwas gehemmten Erzähltempo. Wer die dunklen Ecken von Paris kennenlernen will, ist hier aber definitiv sehr gut aufgehoben!

Band 2 der Reihe, Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten, wird voraussichtlich im März 2018 erscheinen.


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar

Empfehlenswert

Von: E. Schön Datum: 20. Oktober 2017

Auch wenn Einiges sich früh erahnen lässt, bleibt die Handlung spannend und mit historisch zuverlässigen Details gesättigt. Auch als Historiker lernt man noch hinzu. Sehr informativ die Sach- und Personenerläuterungen und die zeitgenössische Paris-Karte.
Bis auf wenige Druckfehler (S. 46, 183, 314, 377, 429) sprachlich korrekt und angemessen.

Ein neuer Maigret: Commissaire Le Floch

Von: Dr. Ulrich Drüner Datum: 20. Oktober 2017

So betitelte die Pariser Tageszeitung "Le Figaro" den Helden Nicolas Le Floch des französischen Romanciers Jean-François Parot, der gerade den 14. Band dieser Serie historischer Krimis herausbringt und dessen Eröffnungsband jetzt endlich auf Deutsch erschienen ist. "Le Figaro" untertreibt: Der Maigret-Erfinder Georges Simenon hat nie ein so elegantes Französisch wie Parot zustande gebracht, und diese sprachliche Qualität kommt auch in der sehr gelungenen deutschen Übersetzung zum Tragen. Die inzwischen in vielen Ländern und Fernsehsendungen verbreitete Serie schafft auf Anhieb, was bisher kein Geschichtswerk vermöchte: das späte 18. Jahrhundert in einer derartigen Lebendigkeit und Leidenschaft erstehen zu lassen, dass man sich mitten drin zu sehen meint. Der Autor ist Historiker und Diplomat und kennt das historische Paris wie seine Westentasche, und aus dieser Intimität beziehen seine Geschichten ihre bewundernswerte Kraft. Bei Parot entstehen Verbrechen in allen gesellschaftlichen Schichten, vom übelriechenden Schmutz des niedersten Volkes bis in den blendenden Glanz der Paläste hinein; beide Bereiche beschreibt der Autor in gleicher Virtuosität, und über alle Schichten hinweg hängt bei ihm alles irgendwie zusammen. Die Handlung wird in rasantem Tempo erzählt, sodass man das Buch kaum weglegen kann, doch gibt es dramaturgisch glänzend gesetzte Ruhepunkte, in denen Parot seine inzwischen legendären Kenntnisse der französischen Tafelfreuden, der Kunst, der Musik – kurz: der ganzen Kultur des 18. Jahrhunderts einbindet. Historische Ereignisse und Personen sind so eingeflochten, dass eine Ebene von Realität und Gegenwärtigkeit entsteht, die einem in der Literatur nur selten begegnen. Das ist Spannung und Unterhaltung vom Allerfeinsten.

Ein gut unterhaltender historischer Krimi

Von: 365-Seiten Datum: 18. Oktober 2017

Erster Satz

In der Nacht von Freitag, dem 6. Februar 1761, bewegte sich ein Gefährt mühsam auf der Straße voran, die von La Courtille nach La Villette führt.

Meinung

Durch seinen Patenonkel erhält der junge Nicolas Le Floch eine Stellung bei der Pariser Polizei. Aufgeregt und völlig unerfahren kommt der ehemalige Notariatsgehilfe in Paris an und verliert sich zunächst erst einmal im Stadtgewimmel. Er beginnt gemächlich seinen Dienst, bevor ein Jahr später sein Ziehvater schwer erkrankt und er die Stadt verlässt, um ihn zu besuchen. Bei seiner Rückkehr hält der Polizeipräfekt einen wichtigen Fall für ihn bereit, der über Nicolas Vorstellungen hinaus geht. Die Ermittlungen kosten ihm einige Mühen und scheinen zunächst einfacher als gedacht.

Ein Erzähler bringt dem Leser die Geschichte näher. Der Prolog beginnt mitten im Geschehen und brachte mir zunächst nicht viele Informationen. Danach geht es mit Nicolas Ankunft in Paris ein Jahr früher los. Der Schreibstil war überraschend angenehm und die Seiten flogen zügig dahin. Einzig die Redeart und die Straßen- und Gebäudenamen bereiteten mir Schwierigkeiten. Es dauerte lange bis ich alles richtig zuordnen konnte. Am Ende des Buches wartet ein ausführliches Glossar auf den Leser. Nicht nur zu den wichtigsten historischen Personen gab es lange Beiträge, teilweise auch für so manche französische Begriffe.
Der Fall und seine Auflösung war spannend und verzwickt - nichts schien so einfach wie zunächst angenommen. Selten erzählte einer der Beteiligten die ganze Wahrheit. Zum Ende wird das Geschehen immer weiter hoch gepuscht und endet in einem Showdown um Leben und Tod. Einzig Nicolas Vorgeschichte zu Beginn war etwas langweilig.

Charaktere

Nicolas war von Anfang an sehr sympathisch. Der junge und vor allem neue Polizeimitarbeiter wirkte im ersten Augenblick naiv und ohne taugliche Erfahrungen, war aber schnell in die Rolle des Ermittlers geschlüpft. Er machte eine gute Wandlung durch und wuchs mit seinen Aufgaben. Mit seiner Unerfahrenheit tappte er in einige Fettnäpfchen und musste auch gewisse Dinge auf die harte Tour lernen. Dies zerrte oft an seinen Nerven, doch sein Assistent Bordeau hatte stets einen Rat auf Lager.

Dieser war einige Jahre älter als Nicolas, hatte Frau und Kinder zu Hause und schon deutlich mehr Erfahrung im Beruf. Seine Tipps und Anmerkungen waren immer gern gesehen. Nicht immer wusste ich sicher, was ich von dem Assistenten halten sollte. Seine Art trug oft dazu bei, dass ich an seiner Loyalität zweifelte.

Fazit

Ein gut unterhaltender historischer Krimi in der französischen Hauptstadt. Sympathischer Protagonist, der auch nicht immer sofort eine Lösung parat hatte. 4 Sterne

Eine Perle

Von: Ruby Datum: 17. Oktober 2017

Handlung

Nicolas Le Floch hätte als Waisenjunge vermutlich schlechtere Karten ziehen können, als bei seinem Vormund aufzuwachsen. So jedoch standen ihm Bildung und nun eine solide Karriere als Ermittler offen. Doch das Treiben in Paris ist nicht nur bunt. Es gibt auch dunkle Ecken, in denen sich wohl lieber niemand verirren sollte. Und auch Nicolas hätte es wohl am liebsten so gehalten, wäre nicht plötzlich Lardin - sein Gastgeber - verschwunden. Die Fäden spinnen sich dichter und obwohl vergangen erhebt dieses Paris plötzlich das Haupt und wird zu einem Spielplatz von Mord und Intrigen.


Schreibstil

Ich denke, wenn man das Buch nicht gelesen hat, ist es sehr schwer zu erklären, wie genial dieser Stil ist. Der Autor packt so viel Atmosphäre und Leben in das Buch, in diese Stadt das ich bald das Gefühl hatte mit Le Floch gemeinsam durch die Gassen zu streichen, dem Karneval zuzusehen und dem Geheimnis hinterherzujagen. Dabei verknüpft er gezielt Handlungsstränge und verwebt sie so dicht miteinander, das es eine Freude ist sich selber im Raten zu versuchen und doch nur all zu oft auf dem Glatteis zu landen.


Meinung


Was uns hier präsentiert wird, ist ein intelligenter, spannender Krimi, der nichts zu wünschen lässt. Besonders dieses Können des Autors diese Zeit so sehr mit Leben zu füllen, haben mich tief beeindruckt und trotz der doch ausgedehnten Seitenzahl wurde es nie langweilig. Historisch toll recherchiert und spannend bis zur letzten Seite. Besonders freut es mich das die Reihe noch weitergeht. Denn so leicht will ich Paris nun einfach nicht mehr verlassen.
Für jeden Fan von historischen Krimis ist dieses Buch mit Sicherheit etwas.

Ein starker Auftakt zur erfolgreichen Le Floch-Reihe

Von: Kim F Datum: 05. Oktober 2017

Paris, 1761: Der junge Provinzler Nicolas Le Floch lebt noch nicht lange in der Stadt und ist erst vor kurzem in den Polizeidienst eingetreten, doch als ein der Korruption verdächtiger Polizeibeamter, bei dem Nicolas zuvor wohnte, spurlos verschwindet, beauftragt ihn der Polizeipräfekt mit dem Fall. Nicolas’ Nachforschungen führen ihn in Edelbordelle, Spielhöllen, Abdeckereien und in die Bastille und decken allmählich einen Skandal auf, der auch den König Ludwig XV betrifft. Kann Nicolas in all die verwirrenden Indizien und Zeugenaussagen Ordnung bringen und das Geheimnis lüften?

Die Buchreihe um den Commissaire Nicolas Le Floch ist bereits in vielen Ländern zum Bestseller geworden und das absolut zu Recht, wie ich bereits nach der Lektüre des ersten Bandes konstatieren kann. Wenn die Reihe auch nur annähernd so weitergeht, wie sie beginnt, ist Parot eine beinahe süchtig machende Krimiserie gelungen. Dies liegt zum einen an der sehr rasanten Handlung, die einiges vom Leser fordert. Man muss schon gut aufpassen und versuchen, alle Namen zu behalten und sich an viele Kleinigkeiten zu erinnern, Lesepausen von mehreren Tagen würde ich da nicht empfehlen. Etwas Abhilfe leistet da das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches, ebenso verfügt der Anhang über eine Übersicht über historische Personen, die im Roman auftauchen oder erwähnt werden, und in einem Glossar werden einige Begriffe erläutert. Die Handlung ist schlichtweg sehr verworren, man kann dadurch sehr schön mitknobeln, auch, da einige Zeugenaussagen nicht zusammen passen, Verdächtige plötzlich tot sind und auch Nicolas’ Vorgesetzte ihm nicht alle nötigen Informationen scheinen zukommen lassen zu wollen. Man ist somit mal dem einen, dann wieder dem anderen Verdächtigen auf der Spur, kann einige Aspekte auch vorhersehen, die aber doch nicht helfen, Licht in den gesamten Fall zu bringen. So fiebert und knobelt man mit Nicolas bis zum Ende mit und sitzt ganz gefesselt vor dem Roman.
Zum anderen ist das Buch mit vielen sehr lebensnahen und sympathischen Figuren bevölkert, was ebenso zum Lesevergnügen beiträgt. Insbesondere mit Nicolas fühlt man über den gesamten Roman über intensiv mit, da auch einiges zu seinem Aufwachsen als Waise erzählt und sein Weg vom unerfahrenen, naiven Neuankömmling zum ehrgeizigen, lernbegierigen Polizeiinspektor eindrucksvoll gezeichnet wird. Der dritte große Pluspunkt des Buches sind die sehr detaillierten Beschreibungen des Paris des 18. Jahrhunderts, in das man sich von der ersten Seite an zurückversetzt fühlt. Man scheint selbst mit Nicolas durch die kleinen Gassen zu hetzen und sich mit Kutschen fortzubewegen, all den Schmutz und Dreck, aber auch die prunkvollen Bauten des französischen Hofes zu erleben und mit ihm in die Kerker hinabzusteigen und Leichen zu untersuchen. Zugleich lernt man einiges über die historischen Entwicklungen rund um den französischen Hof zur Mitte des 18. Jahrhunderts, was mit der Krimihandlung noch zusätzlich spannende geschichtliche Einblicke verbindet.
Auch die äußere Gestaltung des Romans ist absolut zu loben. Das treffende Cover sprach mich direkt an und auf den Innenseiten des Einbands ist noch ein historischer Stadtplan von Paris um 1761 abgebildet, auf den die wichtigsten Handlungsorte eingezeichnet sind. Der einzige kleine Minuspunkt der Ausgabe sind die vielen Tippfehler, die leider nicht korrigiert wurden. Dies sollte dringend vor einer Neuauflage nachgeholt werden.

Fazit

Der erste Fall von Commissaire Nicolas Le Floch macht definitiv Lust auf mehr. Im März ist die Veröffentlichung des zweiten Bandes geplant, auf diesen warte ich jetzt schon ganz gespannt. Es passt einfach das gesamte Paket bei diesem Krimi. Er ist von hoher historischer Authentizität, anspruchsvoll, spannend bis zum Schluss und lädt zum Mitknobeln ein, selten habe ich einen besseren Krimi gelesen!

Paris, 1761

Von: wal.li Datum: 24. September 2017

Der junge Nicolas Le Floch wird vom Polizeipräfekten als Ermittler eingesetzt. Zum einen soll er das Handwerk lernen, zum anderen aber soll er auch herausfinden, ob andere Ermittler sich der Korruption schuldig gemacht haben könnten. Schon über ein Jahr wohnt Le Floch nun schon im Hause Lardin. Äußerst überrascht ist er als Lardin während des Karnevals eines Abends nicht nach hause zurückkehrt. Grundsätzlich ist Lardin zuverlässig und lässt seiner Frau eine Nachricht zukommen, wenn es einmal später wird. Ist schon Lardins Verschwinden geheimnisvoll, so machen weitere Informationen, die er vom Präfekten erhält, die Sache noch verworrener.

Was zunächst nur nach einem abgängigen Ehemann aussieht entwickelt sich schnell zu einer Untersuchung, in deren Verlauf es Tote gibt. Wie sich herausstellt, hatte der Vermisste Streit mit zwei weiteren Männern und einer von diesen liegt nun tot in seinem Arbeitszimmer. Auf der Suche nach den Hintergründen des Falles wandert Le Floch durch die Straßen von Paris. Ein Paris, das lange vergangen ist, das jedoch schon damals modern erscheint. Eine Großstadt mit schönen Boulevards, mit Elendsvierteln, mit Reichen und Armen, mit Märkten, mit politischen Intrigen, mit Offensichtlichem und Geheimen. Noch ist Nicolas Le Floch kein gewiefter Ermittler, doch er ist einer, der tief blickt, der hinter die Fassade schaut und der sich Gedanken macht, ob die Dinge tatsächlich so gelaufen sein können, wie es dargestellt wird.

Mit diesem atmosphärischen Paris-Krimi stellt der Autor seinen Ermittler Nicolas Le Floch vor, ein Findelkind, dem immerhin das Glück beschieden war, einem guten Ziehvater gegeben worden zu sein. Der eine gute Ausbildung genießen durfte. In seinem ersten Fall erlebt Le Floch staunend die große Stadt, die er schnell lieb gewinnt. Aufrecht und redlich lässt er sich nicht beirren und kombiniert so lange bis sich ein Sinn in diesem hintergründigen Fall erschließt.

Dieser intelligente Krimi entführt in ein Paris vergangener Tage und mit seinem sympathischen Ermittler macht er Lust auf mehr und auch Lust darauf, ein wenig nachzuforschen, um herauszufinden, dass es bereits etliche Romane um den jungen Ermittler gibt, der hier erste Meriten erhält, und eine TV Serie wird in Frankreich ausgestrahlt. Eher zufällig entdeckt wurde diese kleine Krimiperle, der man wünscht, sie möge viel Aufmerksamkeit erhalten.

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